TK-Medienservice "Männergesundheit" (7-2010)
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TK-Medienservice "Männergesundheit" (7-2010)

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Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

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  • 1. TK-Medienservice "Männergesundheit" 1 Informationen der Techniker Krankenkasse_____________________________________________________ MedienserviceJuli 2010 Themen, Trends und HintergründeMännergesundheit: Man(n) hats auchnicht leichtEin Indianer kennt keinen Schmerz? Zwei Perspektiven auf das starke Geschlecht ..................2"Männer funktionieren über Belohnung und Wettbewerb" –Interview mit Professor Dr. Frank Sommer ..........................................................................................................4"Life of Brian, Paul und Peter": Männer genießen ohne Reue ................................................................7Wenn Männer schwanger sind ........................................................................................................................... 10Moderne Väter: Tausche Schreibtisch gegen Wickeltisch.................................................................... 12Ess-Störungen: Warum Männer beim Essen keine gute Figur machen........................................... 15Wenn die Männerseele leidet – oder warum heißt es der Burnout? ............................................ 20Verschenkte Lebenszeit: Darum sterben Männer früher ........................................................................ 23Pillen für die Pumpe – Männer unter (Blut-)Hochdruck ........................................................................... 26Männergesundheit: Reparatur und Instandsetzung statt Wartung und Pflege.......................... 29Leben auf der Überholspur: Männer haben häufiger Unfälle ............................................................. 32Kurz gemeldet ............................................................................................................................................................... 35 Hinweis für die Redaktionen: Einige Illustrationsvorschläge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefügt. Diese und an- dere Motive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten sowie die Daten aus den zitier- ten Studien und Umfragen honorarfrei unter Angabe der Quelle "Techniker Krankenkasse" zur Verfügung. Download: www.presse.tk-online.deHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 2. TK-Medienservice "Männergesundheit" 2_____________________________________________________Ein Indianer kennt keinen Schmerz? Zwei Perspektiven auf das starkeGeschlechtDer Marlboro Man ist ein Auslaufmodell Morgen gehen wir zum Arzt, versprochen!Auf den ersten Blick steht es nicht schlecht um Manchmal hat man das Gefühl, dass das gutedie Männergesundheit: Männer sind weniger alte Klischee des Mannes präsenter ist als diekrankgeschrieben, weniger gestresst, seltener real existierenden Exemplare. Zuallererst istbeim Arzt, bewerten ihren Gesundheitszustand "der Mann an sich" ja eine Projektionsflächebesser als wir Frauen. Allerdings: Sie haben im ewigen Fingerhakeln der Geschlechter.mehr chronische Erkrankungen, rauchen mehr, Das Klischee verortet "echte Kerle" irgendwogehen seltener zur Vorsorge und sterben fünf zwischen einem Steinzeit-Menschen mit FellJahre früher. Während wir unser Wohlfühlge- und Keule und dem Macho-Agenten Jameswicht daran messen, ob wir noch in unsere Bond. Ein solcher Mann geht – wenn über-Lieblingsjeans passen, is(s)t er weniger kri- haupt – erst zum Arzt, wenn ihm ein Beintisch – Hauptsache, es schmeckt. fehlt. Er ernährt sich ausschließlich von Currywurst und Bier. Und auch der Marlboro-Auf der Liste der 101 einflussreichsten Men- Cowboy hört erst auf zu rauchen, wenn er totschen, die nie gelebt haben, steht der Marlboro vom Pferd fällt.Man an erster Stelle, weit vor Robin Hood(Platz 12), Prince Charming (Platz 20) und Es ist unstrittig, dass es solche Männer gibtSuperman (64) – und dass, obwohl Wayne und vermutlich auch immer geben wird. MitMcLaren, der für den Zigarettenhersteller der nachwachsenden Generation junger Män-Philipp Morris die Werbefigur des Marlboro ner in Deutschland haben diese KlischeesMan verkörperte, 1992 an Lungenkrebs starb. aber nicht mehr besonders viel zu tun. YorkWoran liegt es, dass man(n) sich so wenig für Scheller, Psychologe bei der TechnikerGesundheit interessiert? Während sein Auto Krankenkasse, stellt treffend fest, dass sich inblitzt und blinkt, siehts mit der Wartung der ei- unserer Gesellschaft männliche und weiblichegenen Karosserie mau aus. Das Scheckheft Rollen verändern und klar definierte Lebens-für die Autoinspektion hat mehr Stempel als das entwürfe aufweichen. "Für Männer ist esHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 3. TK-Medienservice "Männergesundheit" 3_____________________________________________________Bonusheft beim Zahnarzt. Gesundheit bedeutet schwierig, ihre eigene Rolle zu finden.für Männer "nicht krank sein". Solange das so Aber auch Frauen haben nicht immerist, besteht kein Handlungsbedarf. Anders ver- eine eindeutige Vorstellung, wie sie sichhält es sich, wenn Männer krank sind: Als Pati- die Männer wünschen", so Scheller.enten sind sie sehr unleidlich. 90 Prozent sagensie würden ihr Leben ändern, um einer ernsthaf- Den "modernen Männer" fehlt es definitiv anten Erkrankung vorzubeugen – aber die wenigs- Orientierung, manche mäandern ziellos he-ten tun es. Immer mehr Männern geht die Pum- rum. Doch findet man zwischen Alpen undpe. Doch statt an den Stellschrauben Ernähr- Nordsee nicht auch einen neuen gesellschaft-ung, Sport und Entspannung zu drehen, werfen lichen Konsens? Sieht man nicht immer häufi-sie Beta-Blocker ein – Nebenwirkungen wie ger Männer mit Kinderwagen, Männer amDepression und Potenzprobleme inklusive. Gemüsestand des Bio-Supermarktes und Männer, die für ihre Gesundheit regelmäßigMänner sollten sich zugestehen, dass kein Wei- Sport treiben? TK-Zahlen zum Kinderkran-chei ist, wer dem eigenen Körper mal was Gutes kengeld zeigen, dass immer häufiger Vätertut. Es müssen ja nicht gleich Gesundheitsschu- von der Arbeit fern bleiben, um ihr krankeshe, Soja-Burger und Pilates sein. Kind zu pflegen. Hätten das der Marlboro-Aber sie tun sich und ihren Lieben einen Gefal- Cowboy, James Bond oder der Steinzeit-len, wenn sie Helden ihrer eigenen Gesundheit Mann gemacht? Wohl eher nicht.werden statt dem Auslaufmodell des einsamenCowboys nachzueifern. Grundlegende gesellschaftliche Änderungen vollziehen sich aber nicht mit Lichtgeschwin-Dazu bedarf es der Einsicht, dass man digkeit. Natürlich kümmern sich in FamilienZufriedenheit nicht nur durch mehr Kontrolle, noch mehrheitlich die Frauen um das Themasondern durch mehr Gelassenheit erreicht. Vor- Gesundheit, natürlich gehen immer nochaussetzung ist eine gesunde Selbstreflexion. zu wenige Männer zu Vorsorgeuntersuchun-Stärke heißt nicht, keine Schwächen zu zeigen, gen und natürlich haben viele Männer nachson-dern seine Schwächen zu kennen. Vielleicht wie vor bizarre Einstellungen zum Themaist es Zeit, dass auch die großen Jungs ihren ex- Gesundheit, wie eine Forsa-Umfrage im Auf-klusiven Doktor bekommen, einen Männerarzt, trag der TK jüngst ergab. Aber vielleicht soll-mit dem sie regelmäßig abchecken, was Mann ten wir dem vermeintlich starken Geschlechtund wie man sich bewegt, um den Kampf mit auch einfach etwas Zeit lassen.dem inneren Schweinehund aufzunehmen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 4. TK-Medienservice "Männergesundheit" 4_____________________________________________________"Männer funktionieren über Belohnung und Wettbewerb"Interview mit Professor Dr. Frank SommerProfessor Dr. Frank Sommer, der am Universitätsklinikum inHamburg-Eppendorf tätig ist, ist weltweit der einzige Universitäts-Professor für Männergesundheit.Frage: Auffällig ist, dass Männer sich sehr wenig für ihre Gesund-heit interessieren. Sie essen, was ihnen schmeckt, gehen seltenzur Vorsorge und sterben früher. Was sind die Ursachen für dasgeringe Interesse?Prof. Sommer: Bisher galt es unter Männern nicht als sehr männlich, sich umseine Gesundheit zu kümmern. Männer sehen sich selbst gern als unverletz-bar. Deshalb betreiben sie eher Reparatur- als Vorsorgemedizin. Aber: Eslassen sich erste Anzeichen erkennen, dass ein Umdenken einsetzt. Es istzwar immer noch uncool, über Cholesterinwerte zu sprechen, aber Männer,die etwas für sich tun und fit sind, genießen immer größeres Ansehen.Frage: Viele Frauen, die im Fernsehen Models sehen, zweifeln an der eige-nen Figur und fassen Diät-Vorsätze. Männer können offenbar vier WochenFußball-Weltmeisterschaft gucken, ohne an sich selbst zu zweifeln. Sieschmeißen stattdessen den Grill an und machen sich ein Bier auf,….Prof. Sommer: …. weil das für Männer eine conditio-sine-qua-non-Formel ist.Fußball, Grillen und Biertrinken gehören für Männer einfach fest zusammen.Frage: Wenn die vermeintlich männlichen Werte so sehr das Gesundheitsver-halten beeinflussen, wo muss man ansetzen, um Männer zu einem gesünde-ren Lebensstil zu motivieren?Prof. Sommer: Männer sind sehr ungeduldig, sie wollen schnell Erfolge se-hen. Und: 85 Prozent der Männer funktionieren am besten über Belohnungund Wettbewerb. Um sie dazu zu bringen, etwas für ihre Gesundheit zu tun,sollte man sich genau das zunutze machen. So gibt es Unternehmen, die al-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 5. TK-Medienservice "Männergesundheit" 5_____________________________________________________len Mitarbeitern Schrittzähler gegeben haben, und die Kollegen tauschen aus,wie viele Schritte sie schon "auf der Uhr" haben. So können sie sich gegensei-tig ihre Erfolgserlebnisse mitteilen. Genauso funktionieren auch die so ge-nannten "Apps" für das Smartphone. Über GPS werden beim Joggen Zeit undStrecke gemessen und via Twitter kann man seinen Erfolg gleich allen mittei-len. Auch eine erfülltere Sexualität ist ein wichtiger Anreiz für Männer, um ih-ren Lebensstil zu ändern.Frage: In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK)gaben 90 Prozent der Männer an, ihren Lebensstil zu ändern, um einer ernst-haften Erkrankung vorzubeugen. Warum tun es aber die wenigsten?Prof. Sommer: Weil sie der Meinung sind, dass es sie gar nicht erwischt.Männer halten sich für unverwundbar, eine drohende Erkrankung in der Zu-kunft ist zu hypothetisch. Da muss schon ein Tumor zu sehen sein, damit manmit dem Rauchen aufhört.Frage: Aber wenn sie krank sind, gelten Männer als sehr anstrengende Pa-tienten, die ihre Umwelt terrorisieren. Wie passt das zusammen?Prof. Sommer: Wenn Männer krank sind, sind sie bekanntermaßen Jammer-lappen und brauchen viel Fürsorge. Ist die Krankheit äußerlich erkennbar,zum Beispiel bei einer heftigen Erkältung, oder gibt es einen eindeutigen Be-fund, dann kann man auch darüber jammern.Frage: 44 Prozent der Männer gaben in der TK-Umfrage an, Probleme ehermit sich selbst auszumachen, als sich mit anderen auszutauschen. Könntehier auch die Ursache dafür liegen, dass Männer häufiger von Burnout undAlkoholproblemen betroffen sind?Prof. Sommer: Auf jeden Fall. Männer sind wesentlich introvertierter, habenweniger Bezugspersonen und fressen Probleme eher in sich hinein. Frauensind die besseren Netzwerker. Es gibt Studien aus Skandinavien, die belegen,dass verwitwete Männer oftmals kurz nach ihrer Frau sterben, während Frau-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 6. TK-Medienservice "Männergesundheit" 6_____________________________________________________en ein größeres Netzwerk haben und deshalb nach dem Verlust des Partnersleichter wieder Anschluss finden.Frage: Können Online-Netzwerke ein Ersatz für reale Bezugspersonen sein?Prof. Sommer: Internetforen und Netzwerke wie Facebook sind sicherlichkein Ersatz für echte Freunde. Aber wenn es jemandem schwerfällt, mit sei-nem privaten Umfeld über persönliche Probleme zu sprechen, ist es doch gut,wenn man es anonym in einem Forum artikulieren kann. Das gilt zum Beispielfür Sexualprobleme. Denn auch die nehmen natürlich zu, je ungesünder Män-ner leben.Frage: Bedeutet das, der ungesunde Lebensstil führt dazu, dass Männer heu-te mehr Sexualprobleme haben als früher?Prof. Sommer: Genau. Die sexuelle Frequenz liegt heute um das Zwei- bisDreifache niedriger als vor 30 Jahren. Das liegt zum einen daran, dass immermehr Männer übergewichtig sind. Dadurch sinkt der Testosteronspiegel unddamit die Libido. Zum anderen ist das ganze Leben hektischer geworden, un-ser Alltag verlangt uns mehr ab, die Arbeit macht weniger Spaß, die Trieb-energie ist am Ende des Tages sehr niedrig.Frage: Männer haben also häufiger Übergewicht, bewegen sich nicht gern,haben weniger Bezugspersonen und mehr Sexualprobleme – wie lässt sichdie Gesundheit der Männern fördern? Braucht es Männerärzte?Prof. Sommer: Männerärzte können ein Weg sein. Sie zeigen den Männerneine Kompetenz und eine Anlaufstelle, an die sie sich wenden können. Wich-tig ist, dass Männer lernen, den Weg zum Arzt nicht zu scheuen. Aber auchwir Ärzte können immer nur Einzelnen helfen. Große gesellschaftliche Verän-derungen erreicht man nur durch Erziehung. Dazu muss Gesundheit als The-ma in die Schulen und zu den Müttern, die für die Kinder erste Ansprechpart-ner für Ernährung und Gesundheit sind.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 7. TK-Medienservice "Männergesundheit" 7_____________________________________________________"Life of Brian, Paul und Peter": Männer genießen ohne ReueDie Bilder gleichen sich in den Fitness-Studios und Supermärkten desLandes: Während Frauen im Aerobic-Kurs ausgewogen ihre Ausdauertrainieren, stählen die Männer am Eisen ihre Muskeln. Und während siedas frische Gemüse abwiegt, drängt er zu Tiefkühltruhe und Fleischtre-sen. Wegen überzähliger Pfunde grämen sich die Herren der Schöpfungdeutlich weniger – Männer genießen ohne Reue. So sagte in einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) jeder zweite Mann:"Ich esse, was mir schmeckt – egal ob es gesund ist oder nicht." Währendsieben von zehn Frauen angaben, dass sie mindestens zweimal am Tagfrisches Obst und Gemüse essen, gehört Fett für fast die Hälfte der Män-ner zu einem guten Essen dazu. Außerdem greifen sie öfter zu Fleischund Wurst (jeder Vierte sogar mehrmals am Tag) und können auch beiFastfood und Fertiggerichten schwerer widerstehen."Männer sind weniger gesundheitsbewusst und kümmern sich nicht sointensiv um ihren Körper wie Frauen. Deshalb leiden sie auch deutlichhäufiger an Beschwerden, die sich durch einen gesünderen Lebenswan-del vermeiden ließen", sagt Beate Thier, Ärztin bei der TK. So spielt nebenSportschau und Formel 1 aktiver Sport nur im Leben jedes zweiten Man-nes hierzulande eine Rolle. Abends entspannen sich sechs von zehnMännern stattdessen am liebsten auf dem Sofa oder bei einem gemütli-chen Essen. Die Folge: Erstmals schluckten Männer im vergangenen Jahrmehr Medikamente als Frauen, wie der aktuelle TK-Gesundheitsreportzeigt. "Für viele Männer gehören Herz-Kreislauf-Mittel ganz selbstver-ständlich zum Alltag. Während die meisten Frauen sich eher ganzheitlichmit ihrem Körper beschäftigen und Problemen auf den Grund gehenmöchten, ist es Männern meist wichtiger, Beschwerden schnell in denGriff zu bekommen", so Thier.TK-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase ist überzeugt: "Um Männer zueinem gesünderen Lebensstil zu animieren, gilt es, ihren Wettkampfgeistzu wecken." Denn die Hauptmotivation für das starke Geschlecht, dieHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 8. TK-Medienservice "Männergesundheit" 8_____________________________________________________Joggingschuhe zu schnüren oder aufs Rad zu steigen, ist, sich mit ande-ren zu messen, an die eigenen Grenzen zu gehen sowie Stress und Agg-ressionen abzubauen. Frauen nannten dagegen vor allem die Gesundheit,ein gutes Aussehen und den Kampf gegen überflüssige Pfunde als ihreMotivation. "Bei Frauen steht oft die Vernunft im Vordergrund, währendMänner deutlich eher aus Spaß Sport treiben", sagt Haase. Eigentlich eingutes Zeichen: Studien haben gezeigt, dass langfristig nur am Ball bleibt,wer Freude am Sport hat. Arbeiten auf der Überholspur Der Job ist für Männer Stressaus- löser Nummer eins. Am stärksten belasten sie dabei Termindruck und Hetze, die wachsende Infor- mationsüberflutung und ständige Erreichbarkeit sowie ungenaue Anweisungen und Vorgaben. Motiv zum Download unter www.tk-online.de Quelle: Techniker KrankenkasseAuch um Entspannung zu finden, setzen Männer am häufigsten auf Sport.Frauen sprechen bei Sorgen dagegen am liebsten mit ihrer Familie, demPartner oder Freunden – anstatt ihnen "davonzulaufen". Fast jeder dritteMann gab zudem in der Forsa-Umfrage im Auftrag der TK an, dass er beiStress Trost im Alkohol sucht und zu Bier oder Wein greift, um seine Sor-gen zu vergessen. Hauptstressauslöser ist bei Männern hierzulande ihreArbeit – jeder Zweite klagt über zu viel Druck im Job. Außerdem gaben sieStaus, rote Ampeln und Gedrängel im Straßenverkehr sowie finanzielleSorgen als die nächstgrößten Stressfaktoren an. "Was gerade Männer oftunterschätzen: Stress kann krank machen. Nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch Rücken- und Kopfschmerzen, Nervosität, Angstzu-stände, eine niedergedrückte Stimmung und Schlafstörungen treten lautunserer Studie immer häufiger und stärker auf, je größer die Stressbela-stung ist", sagt Thier.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 9. TK-Medienservice "Männergesundheit" 9_____________________________________________________Zum Arzt gehen die meisten Männer allerdings erst, wenn es sich garnicht mehr vermeiden lässt. Vorsorge – wozu? Nur jeder vierte Mannnimmt die kostenlose jährliche Krebs-Früherkennung wahr. "Das starkeGeschlecht legt anscheinend mehr Wert auf ein Scheckheft-gepflegtesAuto als auf den eigenen Gesundheits-Check", so die TK-Ärztin. Dabei istKrebs für fast jeden vierten Todesfall in Deutschland verantwortlich. Und:"Zum Beispiel bei Prostatakrebs sind die Heilungschancen sehr gut, wennder Tumor in einem frühen Stadium entdeckt wird", sagt Beate Thier. Pro-statakrebs ist mit etwa 60.000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigsteKrebsart bei Männern."Einen Vorteil scheint es jedoch zu haben, dass Männer sich weniger Ge-danken machen als Frauen – von psychischen Erkrankungen sind siedeutlich seltener betroffen", sagt TK-Ärztin Thier. Wie der TK-Gesund-heitsreport zeigt, waren Frauen im vergangen Jahr fast doppelt so langewegen eine psychischen Diagnose krankgeschrieben wie Männer.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 10. TK-Medienservice "Männergesundheit" 10_____________________________________________________Wenn Männer schwanger sindFrüher waren Schwangerschaft und Geburt nicht nur biologisch, sondernauch gesellschaftlich reine Frauensache. Heute begnügen sich vieleMänner nicht mehr damit, ihre hochschwangeren Partnerinnen ins Kran-kenhaus zu fahren und vor den Türen des Kreißsaals auf die freudigeNachricht zu warten. Die freiberuflich tätige Hebamme Anni Weglarzkann diese Veränderungen nur bestätigen: "Immer mehr Männer sind beider Geburt ihres Kindes anwesend. Ich habe den Eindruck, dass in-zwischen drei von vier Frauen von ihrem Partner in den Kreißsaal beglei-tet werden." Männer und Schwanger- schaft Mittendrin statt nur dabei: Immer mehr Männer sind bei Geburt und Geburtsvorberei- tung dabei. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseYork Scheller, Psychologe bei der Techniker Krankenkasse (TK), be-grüßt diese Entwicklung: "Wenn beide Partner in der Lage sind, sichdem anderen mitzuteilen, sehe ich eine gemeinsam erlebte Schwanger-schaft und – wenn gewünscht – auch Geburt, als eine große Bereiche-rung." Viele Männer möchten dieses wichtige Ereignis nicht verpassenund ihren Frauen auch ganz konkret helfen. Wie diese Hilfe aussieht,hängt ganz von den individuellen Bedürfnissen der Schwangeren ab.Einige Frauen möchten die Hand ihres Partners halten und suchen kör-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 11. TK-Medienservice "Männergesundheit" 11_____________________________________________________perliche Nähe, andere wünschen praktische Hilfe wie beispielsweiseeinen kalten Waschlappen, um das Gesicht oder den Nacken zu kühlen.Anni Weglarz berichtet von ihren Erlebnissen mit den "schwangerenMännern": "Die Partner verhalten sich zunächst eher zurückhaltend undunsicher. Häufig sind sie schockiert, wie laut ihre Frauen während derWehen schreien. Am liebsten würden die Männer ganz praktisch helfen.Im Nachhinein berichten die Väter dann meist, dass die Geburt für sieein ganz besonderes Ereignis war. Ich habe auch häufiger Männer alsFrauen nach einer Geburt vor Rührung weinen sehen", so die BerlinerHebamme.Gerade beim ersten Kind ist die Teilnahme an einem Geburtsvorberei-tungskurs empfehlenswert. Die Kurse beinhalten insbesondere Aufklä-rung über den Verlauf der Schwangerschaft, die psychische Vorberei-tung auf Geburt und Wochenbett, gymnastische Übungen sowie Übun-gen der Atemtechnik. Auch an diesen Vorbereitungskursen nehmen in-zwischen immer häufiger Männer teil.Für die schwangeren Frauen ist die Teilnahme eine Leistung der gesetz-lichen Krankenkassen, die Partner müssen jedoch selbst bezahlen. Aus-nahme ist das neue Projekt "Babyfocus", bei dem die TK die aktivereRolle der Männer bei der Geburt unterstützt. Das Angebot beinhaltetneben der kostenfreien Teilnahme des Partners an Geburtsvorberei-tungskursen viele andere Vorteile wie zusätzliche Beratungstermine undden Schwangerschaftsdiabetes-Test. Das Babyfocus-Programm fürmehr Qualität rund um die Geburt steht schwangeren TK-Versichertenbisher in Aachen, Berlin, Hamburg und Herdecke zur Verfügung.Mehr Informationen zum Thema Schwangerschaft und Geburt sowiezum Babyfocus-Vertrag gibt es online auf der Seite www.tk-online.deunter der Rubrik "Medizin & Gesundheit".Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 12. TK-Medienservice "Männergesundheit" 12_____________________________________________________Moderne Väter: Tausche Schreibtisch gegen WickeltischDer Mann geht die Brötchen verdienen und die Frau kümmert sich umdie Kinder und den Haushalt: So sah in der Bundesrepublik lange Zeitdie traditionelle Arbeitsteilung in den Familien aus. In den letzten Jahrenhat sich jedoch zunehmend ein neues Rollenverständnis durchgesetzt.Viele Männer übernehmen in der Familie und im Haushalt Aufgaben, diefrüher überwiegend oder ausschließlich von den Frauen erledigt wurden.Der Trend zum modernen Vater zeigt sich auch in aktuellen Daten derTechniker Krankenkasse (TK) zum Kinderkrankengeld. Denn immer häu-figer nutzen Väter das Kinderkrankengeld, das Eltern in Anspruch neh-men können, um den Verdienstausfall durch die Pflege eines krankenKindes zu kompensieren. Meist sind es zwar die Mütter, die zu Hausebleiben, um ihr krankes Kind zu pflegen, der Anteil der Väter unter denKinderkrankengeldbeziehern steigt aber von Jahr zu Jahr kontinuierlichan: von rund 18 Prozent im Jahr 2005 auf über 22 Prozent im Jahr 2009.Die absolute Zahl der Kinderkrankengeldfälle unter männlichen TK-Versicherten hat sich im selben Zeitraum sogar mehr als verdoppelt. Männer machen in Familie Immer mehr Väter nehmen Elternzeit oder pflegen ihre kranken Kinder. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 13. TK-Medienservice "Männergesundheit" 13_____________________________________________________Ganz offensichtlich tut sich etwas in Deutschland: Die Vereinbarkeit vonFamilie und Beruf ist innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigstenpolitischen Themen avanciert. In vielen Familien sind beide Partner er-werbstätig, der klassische Alleinverdiener ist anscheinend ein Auslauf-modell. Der gesellschaftliche Wandel wird auch durch Zahlen des Stati-stischen Bundesamtes zum Elterngeld bestätigt: Immer mehr Männernehmen eine Auszeit vom Job und kümmern sich um den Nachwuchs.Im Jahr 2009 war fast jeder Fünfte der Elterngeldbezieher männlich.Zum Vergleich: Das vor der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007gezahlte Erziehungsgeld wurde nur von 3,5 Prozent der Väter in An-spruch genommen. York Scheller, Psychologe bei der TK, begrüßt dieneue Rolle der Väter in Deutschland: "Die Männer gewinnen Zugang zueiner Welt, die ihnen früher verschlossen war. Die intensivere Beschäfti-gung mit ihren Kindern ist für Väter eine große Bereicherung."Doch überfordern die Erwartungen an die "modernen Väter" nicht vieleMänner? Schließlich sind sie mit Beruf, Haushalt und Kindern einerMehrfachbelastung ausgesetzt. Scheller sieht keine erhöhte Gefahr fürÜberforderung oder gar einen "burnout" der Väter, sofern die Eltern dieanfallenden Aufgaben partnerschaftlich schultern. Werdenden Vätern rätder Psychologe: "Man kann sich mit der Partnerin – vielleicht auch ge-meinsam mit guten Freunden, die schon Kinder haben – einmal offendarüber aussprechen, wie man sich ein Leben mit Kindern vorstellt. Beidieser Gelegenheit sollte man auch ausloten, in welchen Bereichen manUnterstützung braucht und wie diese organisiert werden kann. Die Zeitmit Kindern ist schließlich eine ganz besondere und erfordert auch spe-zielle Rahmenbedingungen."Kinder hauptsächlich als Belastung wahrzunehmen, wäre aber eine ein-seitige und falsche Einstellung. Gerade Kleinkinder können den Alltagder Eltern auf eine vorher nicht gekannte Art und Weise bereichern undein Quell der Lebensfreude und der Entschleunigung sein.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 14. TK-Medienservice "Männergesundheit" 14_____________________________________________________Die TK hat mit dem Kurs "Stressfrei ins Familienglück" für ihre Versicher-ten ein passendes Angebot. Der Kurs soll werdende Eltern dabei unter-stützen, den Übergang zum Elternsein möglichst stressfrei zu meistern.Ziel ist, zu lernen, wie die eigenen Bedürfnisse mit denen des Kindes inEinklang gebracht und der neue Alltag gelassener gestaltet werdenkann. Im Kurs werden folgende Themen behandelt:• Aufgaben teilen als Eltern• Mutter- und Vaterrolle• Stress vorbeugen• Partnerschaft• Konflikte bewältigen• das soziale Umfeld• Austausch mit anderen jungen ElternWeitere Informationen gibt es auf der Seite www.tk-online.de unter denStichworten "Kinderkrankengeld" und "Stressfrei ins Familienglück".Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 15. TK-Medienservice "Männergesundheit" 15_____________________________________________________Ess-Störungen: Warum Männer beim Essen keine gute Figur machenEin Ehepaar sitzt in einem Restaurant beim Abendessen: Die Kellnerinbringt das Essen an den Tisch, in der einen Hand ein Steak mit PommesFrites, in der anderen eine Salateller mit Scampis. Wem von den beidenwird sie wohl das Steak servieren? Szenen wie diese spielen sich täglichin deutschen Lokalen ab, denn trotz aller Gleichberechtigung ist das Er-nährungsverhalten von Männern und Frauen sehr verschieden. Lauteiner Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) isstmehr als die Hälfte der Männer, was schmeckt, unabhängig davon, obes gesund ist. Und jeder vierte Mann gab an, Fleisch, Wurst und Eiertäglich auf dem Speisezettel zu haben, bei den Frauen ist es nicht ein-mal jede Zehnte. Du bist, was Du isst? Das Essverhalten von Män- nern und Frauen unter- scheidet sich grundlegend. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseDie Folgen sind wenig überraschend: Nach jüngsten Daten des Statisti-schen Bundesamtes waren 2009 gut 60 Prozent der Männer in Deutsch-land übergewichtig. Mehr als jeder Sechste gilt als adipös, das heißtkrankhaft fettleibig. Die Adipositas ist damit die häufigste Ess-Störungunter Männern. Sie wird allerdings meist erst sehr spät erkannt, dennwenn Männer große Mengen essen, gelten sie zwar als gute Futterver-werter, nur selten wird aber eine Ess-Störung vermutet. Anders alsFrauen, die vor allem bei Süßigkeiten schwach werden, sind es beiHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 16. TK-Medienservice "Männergesundheit" 16_____________________________________________________Männern vor allem alkoholische Getränke und Fast Food, denen sie nurschwer widerstehen können.Stress-Essen erhöht das Adipositas-Risiko"Männer haben vor allem dann Probleme, ihr Ess- und Trinkverhalten zukontrollieren, wenn sie in Gesellschaft sind oder unter Stress stehen",erklärt Heiko Schulz, Psychologe bei der TK. Neben ungesunder Ernäh-rung ist mangelnde Bewegung eine der häufigsten Ursachen von Über-gewicht. Sportmuffel haben nicht nur einen niedrigeren Energieumsatzals aktive Menschen, sondern auch mehr Appetit, was wiederum in mehrEssen resultiert. Bewegungsmangel wiegt also auf der WaagschaleRichtung Übergewicht doppelt schwer. "Zudem ist Bewegung wichtig fürden Stressabbau. Wer stattdessen versucht, Sport und Entspannungdurch vermehrtes Essen zu ersetzen, erhöht nicht nur die Adipositas-Gefahr, sondern auch das Risiko für stressbedingte Erkrankungen wieBurnout", erklärt der TK-Psychologe.Zudem erhöht Übergewicht die Wahrscheinlichkeit für Bandscheibenvor-fälle, Krebs, Schlaganfälle, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Diabetes.Langzeitstudien zeigen, dass ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 36die Lebenserwartung von Männern signifikant sinkt. Noch entscheiden-der für das Risiko von Herz-Kreislauf- und Diabetes-Erkrankungen alsder BMI ist aber das Fettverteilungsmuster im Körper. Ungünstig sind vorallem Fettdepots im Bauchraum, ein erhöhtes Risiko besteht bei Män-nern ab einem Bauchumfang von 92 Zentimetern. Weniger gefährlich istdagegen Fett an Hüfte und Oberschenkeln. Im Jahr 2008 lag die durch-schnittliche Lebenserwartung bei adipösen Männern in Deutschland beiknapp 62 Jahren und damit elf Jahre niedriger als im Gesamtdurch-schnitt.Schwerwiegende Folgen der AdipositasAdipositas hat für die Betroffenen jedoch nicht nur medizinische, son-dern oftmals auch soziale Konsequenzen. "In einer Gesellschaft, in derdas Schlanksein als Idealwert gilt, fühlen sich übergewichtige MenschenHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 17. TK-Medienservice "Männergesundheit" 17_____________________________________________________oft ausgegrenzt. So wird die Ess-Störung zum schwer zu durchbrechen-den Teufelskreis, denn die Ablehnung führt bei den Betroffenen oftmalszu weiterem Frustessen", so Heiko Schulz.Die Erkrankung kann sogar berufliche Konsequenzen haben, zum Bei-spiel, wenn sie einer Verbeamtung entgegensteht. Laut dem TK-Gesundheitsreport waren 2008 knapp 2.000 Erwerbspersonen aufgrundvon Adipositas arbeitsunfähig. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölke-rung entfallen über 710.000 Fehltage in Deutschland auf diese Diagno-se. Mediziner des Zentrums für Ernährungsmedizin am Klinikum rechtsder Isar der TU München schätzen die jährlichen volkswirtschaftlichenKosten der Adipositas und ihrer Folgeerkrankungen auf etwa 13 Milliar-den Euro. Stress macht dick Unter Stress fällt es Män- nern besonders schwer, Essverhalten und Alkohol- konsum zu kontrollieren. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseBulimie – Essen in AttackenAuch die Bulimie geht häufig mit sozialer Isolation einher. Männer leidenjedoch deutlich seltener unter der Ess-Brech-Sucht als Frauen und er-kranken später. Psychologe Heiko Schulz hat dafür eine Erklärung: "Ess-Störungen entstehen meist durch ein verzerrtes Bild des eigenen Kör-pers. Bei jungen Frauen ist der Beginn der Pubertät, wenn sich Körper-rundungen ausbilden, die die Mädchen ablehnen, häufig das auslösendeMoment. Männer erkranken in der Regel später, zwischen dem 18. undHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 18. TK-Medienservice "Männergesundheit" 18_____________________________________________________26. Lebensjahr. Sie kommen zum einen später in die Pubertät und emp-finden zum anderen die damit verbundenen körperlichen Veränderungenals weniger negativ, da sie durch die Pubertät meist muskulöser werdenund einen niedrigeren Anteil von Körperfett aufweisen. Studien zeigenzudem, dass einer Ess-Störung bei Männern häufig Übergewicht undFettleibigkeit vorausgehen."Die meist normal- oder untergewichtigen Bulemiker leiden unter unkont-rollierbaren Fress-Attacken. Mit jeder Attacke erhöht sich die Angst vorKontrollverlust und Gewichtszunahme. Und: Die riesigen Mengen anLebensmitteln, die bei einem Fress-Anfall vertilgt werden, erfordern Zeitund Geld, so dass die Bulimie auch mit Beschaffungskriminalität einher-gehen kann. Die Betroffenen schämen sich nach den Attacken für denKontrollverlust und versuchen ihn ungeschehen zu machen, indem siedas Essen wieder erbrechen oder extensiven Sport betreiben.Magersucht – Wenn der Hunger zum besten Freund wirdEbenfalls seltener als bei Frauen tritt bei Männern die Anorexie (Mager-sucht) auf. Überdurchschnittlich häufig betroffen sind homosexuelleMänner, die ebenso wie Frauen anfälliger für Trendvorgaben aus Mode-und Kosmetikindustrie sind, sowie Leistungssportler, bei denen das Kör-pergewicht entscheidend für den sportlichen Erfolg ist wie Skispringer,Turner und Jockeys. "Während es für Frauen vor allem aus optischenGründen wichtig ist, Gewicht zu reduzieren, steht bei Männern eher derMuskelaufbau im Vordergrund. Deshalb läuft die weibliche Gewichts-kontrolle vor allem über Nahrungsverzicht, während Männer ihr Gewichteher durch exzessiven Sport regulieren, was gesellschaftlich auch weni-ger auffällig ist", erklärt Heiko Schulz die Unterschiede zwischen denGeschlechtern.Auslöser und Erscheinungsbild der Ess-Störungen sind bei Männern undFrauen jedoch ähnlich. Die Angst, Erwartungen der Umwelt nicht erfüllenzu können, Mobbing wegen Übergewicht und belastende Faktoren wieder Verlust eines Menschen, können Ess-Störungen auslösen. OftmalsHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 19. TK-Medienservice "Männergesundheit" 19_____________________________________________________trifft es Menschen mit einem starken Harmoniebedarf. Die eigene Ohn-macht, den äußeren Umständen nichts entgegensetzen zu können, ver-suchen die Betroffenen mit der Kontrolle über den eigenen Körper undden Hunger zu bewältigen.Mit der Krankheit gehen häufig Depression und Selbsthass einher, diejedoch bei Männern deutlich weniger ausgeprägt sind als bei Frauen.Männer setzen auch weniger Abführmittel und Diätpillen ein. "Männertun sich allerdings auch schwerer, bei den vermeintlichen Frauenkrank-heiten Bulimie und Anorexie Hilfe zu suchen", so Heiko Schulz. Ohneprofessionelle Hilfe besteht jedoch kaum eine Chance auf Heilung. "Ess-Störungen müssen psychotherapeutisch behandelt werden. Die Patien-ten müssen lernen, ihren Körper richtig wahrzunehmen und den Ursa-chen ihres gestörten Ess-Verhaltens auf den Grund gehen. Zudem müs-sen sie in einer begleitenden Ernährungstherapie lernen, sich wiedergesund zu ernähren. Da die Folgekosten der Ess-Störungen sehr hochsind, konzentriert sich ein großer Teil der Wissenschaft darauf, Risiko-faktoren, zu erforschen, aus denen dann geeignete Präventionspro-gramme entwickelt werden", erklärt der TK-Psychologe.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 20. TK-Medienservice "Männergesundheit" 20_____________________________________________________Wenn die Männerseele leidet – oder warum heißt es der Burnout?In einer Männerrunde als „Weichei“ tituliert zu werden, trifft einen Mann wo-möglich schlimmer als die Niederlage seines Lieblings-Fußballvereins. Freinach Grönemeyer: „Männer haben Muskeln, Männer sind furchtbar stark,Männer können alles“ scheint es ihnen immer noch schwerzufallen, Schwä-chen einzugestehen. Doch dass steigender Arbeitsdruck, ein vollgepackterTerminkalender und Alltagshektik auch an den Nerven des vermeintlich star-ken Geschlechts zerren, zeigen Daten des aktuellen Gesundheitsreports derTechniker Krankenkasse (TK): Von 11 Tagen, die jeder berufstätige Mann2009 durchschnittlich krankgeschrieben war, waren 1,2 Tage psychisch be-dingt. Mit heißen Wickeln und Bettruhe ist es bei solch einer Diagnose nichtgetan. Eine psychisch bedingte Krankschreibung dauert lange – bei Männerndurchschnittlich 37 Tage.Zwar sind Frauen grundsätzlich häufiger psychisch krank, neben Alkoholpro-blemen ist es aber vor allem der Burnout, der Männer häufiger betrifft. "Män-ner wollen immer funktionieren und überschätzen sich dabei oft selbst. Dabeiverdrängen sie Schwierigkeiten häufig zu lange", erklärt York Scheller,Psychologe bei der TK. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkassebestätigt dies: 44 Prozent der Männer gaben an, Probleme lieber mit sichselbst auszumachen. Und: Zwei von drei Befragten gaben an, auch dann zuarbeiten, wenn sie sich eigentlich krank fühlen.Immer mehr Männer sind im Stress. In einer Stress-Studie der TK gab jederdritte an, unter Dauerstress zu stehen. "Stress in Maßen ist nicht negativ,denn zunächst, wenn man schwierige Situationen gut bewältigen kann, wirkter motivierend und leistungssteigernd", so Scheller. "Folgen aber auf denStress nicht regelmäßig auch Phasen der Entspannung, schlägt Stress inÜberforderung um und es kann längerfristig auch zum Burnout kommen."In der heutigen Arbeitswelt kommt das immer häufiger vor, denn dank mo-derner Kommunikationsmittel wie Mobiltelefon und Notebook schalten Män-ner kaum noch wirklich ab. Sie sind permanent auf "Stand by", die Grenzenzwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen. Eine Umfrage des Bundesver-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 21. TK-Medienservice "Männergesundheit" 21_____________________________________________________bandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien(BITKOM) ergab, dass fast 80 Prozent der Befragen ihr Mobiltelefon wäh-rend beruflicher Besprechungen aus oder stumm schalten, nur einer von vierBerufstätigen trennt sich aber für eine Verabredung mit dem Partner oderFreunden von seinem Handy."Vor allem Männer scheinen oft überzeugt, unersetzlich zu sein, so dass sieimmer und überall erreichbar sein möchten. Die elektronische Fußfesselkann aber vor allem engagierten Menschen buchstäblich den letzten Nervrauben", warnt der TK-Psychologe. Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs Neben Alkoholproblemen, ist der Burnout die einzige psychische Erkrankung, die Männer mehr betrifft als Frauen. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseAnzeichen für einen Burnout sind:• Mangel an Antrieb und Motivation• Desinteresse• geringes Selbstwertgefühl• größeres Ausmaß an Hoffungslosigkeit• Reizbarkeit• Missstimmung• körperliche Beschwerden wie Magen- oder Kopfschmerzen• chronische Müdigkeit und ErschöpfungHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 22. TK-Medienservice "Männergesundheit" 22_____________________________________________________• angegriffenes Immunsystem• Entspannungsunfähigkeit• Schlafstörungen, Alpträume• sexuelle Probleme• Herzklopfen, beschleunigter Puls• Engegefühl in der Brust, Atembeschwerden• erhöhter Blutdruck• Muskelverspannungen, Rückenschmerzen• Gewichtsveränderungen• erhöhter Alkohol-, Kaffee-, oder DrogenkonsumWenn die Gedanken nur noch um die Arbeit kreisen, selbst der Feierabendund die Freizeit nicht mehr als Entspannung genutzt werden und körperlicheBeschwerden auftreten, ist es Zeit, einen Gang zurückzuschalten, damit ausdem Dauerbrenner kein Burnout wird. Regelmäßige Auszeiten sind ein ersterSchritt: ein spannendes Buch lesen, mit Freunden etwas unternehmen odereine Runde Joggen. Auch mit Entspannungs- oder Stressbewältigungstrai-ning kann man versuchen, wieder etwas mehr Ruhe in den hektischen Alltagzu bringen. Entsprechende Kurse – von der progressiven Muskelentspan-nung über Qi Gong bis hin zu Autogenem Training gibt es zum Beispiel beiden Krankenkassen. Die TK bietet in Zusammenarbeit mit dem Institut fürBurnout-Prävention zusätzlich spezielle Kurse zur Burnout-Prophylaxe fürMänner an.Grönemeyers Statement "Männer sind einsame Streiter, müssen durch jedeWand, müssen immer weiter", mag bei einem Rugby-Spiel eine erfolgsver-sprechende Motivation sein. Geht es jedoch um die eigene Gesundheit,sollte man(n) die Grenzen seines Körpers und seiner Psyche akzeptieren.Weitere Informationen zur Burnout-Prophylaxe gibt es auf der Internetseitewww.tk-online.de in der Rubrik Gesundheitskurse. In der Rubrik "Medizin &Gesundheit" gibt es unter dem Stichwort Stress zudem einen Stress-Test mitdem man(n) checken kann, wie gestresst er schon ist.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 23. TK-Medienservice "Männergesundheit" 23_____________________________________________________Verschenkte Lebenszeit: Darum sterben Männer früherMänner leben zu riskant, zu ungesund und verschenken dadurch wert-volle Lebensjahre. Während deutsche Frauen 2008 laut StatistischemBundesamt auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von 82,6 Le-bensjahren hoffen können, kommen Männer lediglich auf 77,4 Jahre.Seit 1997 konnte das starke Geschlecht den Rückstand zwar von 6,5 auf5,2 Jahre verringern. Der Unterschied ist aber nach wie vor erheblich. Sosterben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes beispielsweisemehr als doppelt so viele Männer wie Frauen an Verletzungen und Ver-giftungen, psychischen Verhaltensstörungen und Krankheiten des At-mungssystems. Vorbeugendes Gesundheitsverhalten steht bei den Her-ren der Schöpfung nicht gerade hoch im Kurs. So hat eine Auswertungder Techniker Krankenkasse (TK) ergeben, dass Männer nur eine Viertelder Gesundheitskursteilnehmer im vergangenen Jahr ausgemacht ha-ben.Durch Verkehrsunfälle scheiden etwa dreimal so viele Männer wie Frau-en aus dem Leben. In absoluten Zahlen: 2008 verunglückten 3.371Männer und 1.292 Frauen. Gleichzeitig waren die männlichen Unfallop-fer im Schnitt 59,7 Jahre alt und damit etwa 17 Jahre jünger als Frauenmit dem gleichen Schicksal. Auch bei den Suiziden gibt es erheblicheUnterschiede zwischen den Geschlechtern. Während sich 2007 über7.000 Männer das Leben nahmen, waren es "nur" 2.400 Frauen. Zudemwaren die betroffenen Männer durchschnittlich fast fünf Jahre jünger.Bei den Krankheiten gereichen dem vermeintlich starken Geschlecht vorallem die bösartigen Neubildungen zum Nachteil. Mit 118.874 Männerstarben im vergangen Jahr an Krebs, bei den Frauen waren es 5.000Patientinnen weniger. Besonders bei Lungenkrebs gibt es einenZusammenhang zwischen einem riskanten und ungesunden Lebensstilsowie den Krankenzahlen. In der Mikrozensusbefragung 2005 gabenknapp 30 Prozent der Männer und fast jede fünfte Frau an, regelmäßigzu rauchen. In der Sterbefallstatistik der Bundesrepublik DeutschlandHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 24. TK-Medienservice "Männergesundheit" 24_____________________________________________________schlägt sich das bei den Männern in 29.486 und bei den Frauen in12.833 Lungenkrebstoten im Jahr 2008 nieder. Nikotin ist auch einGrund für den Überhang der männlichen Herzinfarkttoten. 2008 starbendadurch 33.123 Männer und 27.609 Frauen. Mahlzeit! Es ist kein Geheimnis: Fettreiches Essen und Alkohol können die Lebens- zeit deutlich verkürzen. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseDer regelmäßige Griff zur Flasche bringt ebenfalls deutlich mehr Männerals Frauen ins Grab. An Alkoholabhängigkeit, Alkoholvergiftungen sowieeiner alkoholischen Krankheit der Leber starben 3.663 Frauen und10.085 Männer im Jahr 2008. Jeder zehnte Mann konsumiert laut demEpidemiologischen Suchtsurvey 2006 Alkohol in riskanten, während esbei den Frauen nur knapp sechs Prozent waren.Professor Dr. Frank Sommer vom Lehrstuhl für Männergesundheit amUniversitätsklinikum Hamburg-Eppendorf rät seinen Patienten in ersterLinie mehr auf ihren Körper und ihre Gesundheit zu achten. "Männerbehandeln ihren Körper wie eine Maschine: Wenn es irgendwo hakt,muss der Fehler repariert und gerichtet werden", sagt Sommer. Damitsich die Werte der Männer stärker an die der Frauen annähern, müsstensie unbedingt vorausschauender mit ihrer Gesundheit umgehen. LautHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 25. TK-Medienservice "Männergesundheit" 25_____________________________________________________einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der TK geht etwa nurjeder vierte Mann zur Krebsvorsorge, während bei den Frauen sechsvon zehn das Angebot nutzen. Fit durchs Leben Wer sich nur dreimal in der Woche für eine halbe Stun- de bewegt, verbessert seine Fitness und verringert das Risiko für chronische Er- krankungen. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasse"Es ist kein Geheimnis, dass Nikotin, Alkohol, riskante Autofahrten undStress keine lebensverlängernden Maßnahmen sind", so Sommer. Den-noch verdrängten Männer das zu häufig. "Das starke Geschlecht wird inunserer Gesellschaft noch zu häufig nach dem Motto ein Indianer kenntkeinen Schmerz erzogen. Männer sind immer stark und immer gesund –so das Klischee." Dass sie selbst durch einen gesunden Lebensstil, Be-wegung und beispielsweise regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ihreigenes Schicksal ein Stück weit selbst mit im Griff haben, werde in derErziehung zu wenig thematisiert und von ihnen selbst erfolgreich ver-drängt. "In diesem Punkt hat unsere Gesellschaft noch eine offene Bau-stelle", so der Lehrstuhlinhaber für Männergesundheit.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 26. TK-Medienservice "Männergesundheit" 26_____________________________________________________Pillen für die Pumpe – Männer unter (Blut-)HochdruckEs wird viel darüber diskutiert, dass es noch immer keine Pille für denMann gibt. Dabei gibt es – abgesehen vom Thema Verhütung – mittler-weile jede Menge Pillen für den Mann. Eine einzige hat es vor zwölf Jah-ren geschafft, die Männergesundheit in die öffentliche Wahrnehmung zubringen: Bis zur Einführung von Viagra war man davon ausgegangen,dass Erektions-Störungen bei Männern größtenteils psychisch bedingtseien. "Viagra hat eine Diskussion um Männergesundheit entfacht. Seit-dem wird darüber gesprochen, dass auch andere Erkrankungen, vorallem Herz-Kreislauf-Beschwerden, ursächlich sein können", erklärt Dr.Thomas Ruprecht, Mediziner bei der Techniker Krankenkasse (TK).Und: Die Debatte um die Männergesundheit hat gezeigt, dass Männernicht nur biologisch anders strukturiert sind als Frauen. "Natürlich gibt esanatomische Unterschiede, und der Stoffwechsel von Männern undFrauen ist verschieden, so dass beispielsweise bei der Dosierung vonMedikamenten die unterschiedliche Wirkungsweise bei den Geschlech-tern berücksichtigt werden muss", erklärt Ruprecht. Aber: Männer-gesundheit ist nicht nur ein medizinischer Begriff, sondern umfasst alleFaktoren, die die Gesundheit des vermeintlich starken Geschlechts be-einflussen, zum Beispiel Ernährung, Sport, Stress oder Bildung.Männer interessieren sich allgemein weniger für ihre Gesundheit, siebetreiben eher Reparatur- als Vorsorgemedizin. Gesundheit ist für siemeist gleichbedeutend mit Leistungsfähigkeit. Das heißt vor allem: So-lange der Körper funktioniert, ist das Interesse, sich um seine Gesund-heit zu kümmern, eher gering. Im Krankheitsfall behelfen sich laut einerForsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) fast zweiDrittel der Männer erst einmal mit Hausmitteln oder freiverkäuflichenMedikamenten selbst. Gehen sie doch zum Arzt, erwarten sechs vonzehn Männern, Arzneimittel verschrieben zu bekommen.Die Folge: Das Arzneimittelvolumen, das hierzulande an Männer ver-schrieben wird, steigt immer weiter. Nach Angaben des TK-Gesund-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 27. TK-Medienservice "Männergesundheit" 27_____________________________________________________heitsreports, der jährlich die Rezepte der 3,4 Millionen bei der TKversicherten Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren analysiert,bekam jeder Mann im letzten Jahr Medikamente für umgerechnet 177Tage, genug also um jeden zweiten Tag ein Medikament in der empfoh-lenen Dosis einzunehmen. Das Volumen ist in den letzten zehn Jahrenum fast 24 Prozent gestiegen und liegt damit inzwischen höher als dasder Frauen. Fast die Hälfte der Arzneimittel, die Männern verschriebenwurden, sind Herz-Kreislauf-Präparate. Frauen erhalten nicht einmalhalb so viele. Medikamente zur Behandlung von Stoffwechsel-Störungenmachen weitere 14 Prozent der "Männer-Apotheke" aus. Die Pillen für den Mann … sind meistens für die Pumpe. Fast die Hälfte der Medikamente, die Männer zwischen 15 und 65 Jahren verschrieben bekommen, sind mittlerweile Herz- Kreislaufpräparate. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseWiebke Arps, Präventionsexpertin bei der TK und verantwortlich für denGesundheitsreport: "Gerade Herz-Kreislauf-Beschwerden und Stoff-wechselstörungen können durch einen ungesunden Lebensstil hervor-gerufen werden, das heißt falsche Ernährung, Bewegungsmangel undStress. Hier bestätigt sich wieder die These, dass Männer eher zur Re-paraturmedizin neigen. Sie greifen lieber zu Medikamenten als liebge-wonnene Gewohnheiten wie den Feierabend auf der Couch abzulegen."Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 28. TK-Medienservice "Männergesundheit" 28_____________________________________________________ Jeden 2. Tag…. … nehmen Männer stati- stisch gesehen ein Medika- ment in der empfohlenen Dosierung ein. Das sind 34 Rationen bzw. 25 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasse"Eine solche Dauermedikation, ohne ein begleitende Therapie der ei-gentlichen Ursachen führt dazu, dass sich die Werte immer wieder ver-schlechtern und so eine immer höhere Dosierung nötig wird", erklärt TK-Arzt Ruprecht den Teufelskreis.Und die scheinbar so bequeme Lösung aus der Pillendose kann weitrei-chende Folgen haben: Langfristig fördert der ungesunde Lebensstil dieRisiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes. Studien zeigen, dassbereits kleinere Gewichtsreduktionen von wenigen Kilos das Diabetes-risiko bis zu 30 Prozent reduzieren und damit die Lebenserwartung deut-lich erhöhen.Die Blutdrucksenker bringen dagegen häufig unterwünschte Nebenwir-kungen mit sich wie Verstimmungen, Müdigkeit, Schwindel, Schwäche-gefühl – und eben Erektions-Störungen. Aber dagegen gibt’s ja bekann-termaßen auch wieder eine Pille…Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 29. TK-Medienservice "Männergesundheit" 29_____________________________________________________Männergesundheit: Reparatur und Instandsetzung statt Wartungund PflegeHerbert Grönemeyer stellte in seinem Hit "Männer" aus dem Jahr 1984fest: "Männer kriegen n Herzinfarkt". Tatsächlich betreffen koronareHerzkrankheiten Männer deutlich häufiger als Frauen. Ein frühzeitigesErkennen der Krankheit kann in vielen Fällen lebensrettend sein. Den-noch meidet jeder dritte Mann die Vorsorge-Untersuchung "Check-Up 35",wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK)ergab. Bei den Frauen hingegen gab nur jede Vierte an, die kostenloseUntersuchung auf Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabe-tes nicht in Anspruch zu nehmen. Vorsorgemuffel Mann Männer haben viele gute Ausreden, nicht zur Vorsor- ge zu gehen. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseAuch die Teilnahmequote an Früherkennungsuntersuchungen für Krank-heiten wie Darm- oder Hautkrebs offenbart einen deutlichen Geschlech-terunterschied. Selbst zur jährlichen Vorsorge beim Zahnarzt gehen nurzwei von drei Männern, aber drei Viertel der Frauen. Doch woran liegt es,dass gerade Männer die Rolle des Vorsorgemuffels einnehmen? "VieleMänner schätzen das eigene Risiko zu erkranken falsch ein", erläutert Dr.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 30. TK-Medienservice "Männergesundheit" 30_____________________________________________________Gabriele Oberdoerster, Ärztin bei der TK. So gaben gut 60 Prozent derbefragten Männer an, dass sie nur zum Arzt gingen, wenn sie krank sind.Fast jeder Vierte vertritt den Standpunkt: "Ich bin gesund – mich betreffenFrüherkennungsuntersuchungen nicht." Doch auch Unwissen und Desin-teresse scheinen eine Rolle zu spielen: Deutlich mehr Männer als Frauengaben an, keine Zeit zu haben oder über das Thema noch nicht nachge-dacht zu haben. Viele wissen zudem nicht, welche Untersuchungen sie inAnspruch nehmen können. Oberdoerster sieht diese Einstellungen kri-tisch: "Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto größersind die Heilungschancen bei vielen Erkrankungen." Männer und Vorsorge Ein Drittel der Männer in Mecklenburg-Vorpommern geht zur Vorsorge. Das ist das beste Ergebnis im bundesweiten Vergleich. Die rote Laterne ging nach Thüringen. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kasseEin weiterer Hinderungsgrund könnte sein, dass Männer ein Gespräch mitdem Arzt über ihren gesünderen Lebensstil meiden möchten. "Gerade mitMitte dreißig wird von den Männern oft voller Einsatz in Job und Familieverlangt. Es bleibt also weniger Zeit für Sport. Gleichzeitig verlangsamtsich der Stoffwechsel und das Essen setzt deshalb noch mehr an. VieleMänner wissen, dass sie gesünder leben müssten und möchten das nichtauch noch von ihrem Arzt hören", vermutet die TK-Ärztin.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 31. TK-Medienservice "Männergesundheit" 31_____________________________________________________Wer verantwortungsvoll mit seiner Gesundheit umgeht, sollte die Früher-kennung nicht ignorieren." Schließlich sollen die Männer ein langes undgesundes Leben haben. Zwar liegt die durchschnittliche Lebenserwartungvon Männern derzeit noch fünf Jahre unter der von Frauen, aber dasmuss ja nicht so bleiben, denn wie sang Grönemeyer so trefflich: "Män-ner sind auf dieser Welt einfach unersetzlich".Weitere Informationen dazu, welche Vorsorgeuntersuchungen in welchemAlter empfohlen werden, gibt es auf der Seite www.tk-online.de unter demStichwort "Vorsorge und Früherkennung".Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 32. TK-Medienservice "Männergesundheit" 32_____________________________________________________Leben auf der Überholspur: Männer haben häufiger Unfälle"Vergnügen sucht der Mann sich in Gefahren", dichtete einst JohannWolfgang von Goethe und beschrieb damit die Risikobereitschaft desstarken Geschlechts sehr treffend. Aktuelle Zahlen der Techniker Krank-enkasse (TK) zeigen, dass Männer öfter von Unfällen betroffen sind alsFrauen. Leben auf der Überholspur Männer sind Gefahrensucher – und verunfallen deshalb deutlich häufiger als Frauen. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker KrankenkasseWährend von den männlichen Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahrenim Jahr 2009 fast jeder Zehnte einmal mit einer Verletzung, Verstauchung,Knochenbruch oder einer ähnlichen Diagnose krankgeschrieben war, entfie-len auf 100 Frauen gerade einmal 6,5 Fälle. Auch Arbeits- und Wegeunfälleoffenbaren einen deutlichen Geschlechterunterschied. Sieben Prozent allerKrankheitsfehltage entfielen bei Männern auf Unfälle bei der Arbeit oder aufdem Arbeitsweg, bei Frauen waren es nur drei Prozent. "Ein Grund für dievergleichsweise hohe Unfallquote der Männer ist ihr vermehrter Einsatz beikörperlichen und potenziell gefährlichen Tätigkeiten wie beispielweise aufBaustellen", so Dr. Gabriele Oberdoerster, Ärztin für Arbeitsmedizin bei derTK.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 33. TK-Medienservice "Männergesundheit" 33_____________________________________________________Aber auch in ihrer Freizeit landen Männer häufiger auf der Unfallstationals Frauen. Die meisten Freizeitunfälle der Männer passieren beim Sportoder im Straßenverkehr. "Insbesondere junge Männer haben eine aus-geprägte Risikobereitschaft und neigen zu einem gefährlichen Lebens-stil", stellt Oberdoerster fest. Vier von fünf Autofahrern zwischen 18 und24, die 2008 tödlich verunglückten, waren laut Statistischem BundesamtMänner. Gegenüber dem Jahr 2007 ist die Anzahl der Verkehrsunfällejunger Männer aber rückläufig – eventuell ein Erfolg von Präventions-kampagnen im Bereich Alkohol- und Drogenkonsum und dem als "Füh-rerschein mit 17" bekannten Modellprojekt "Begleitetes Fahren". Sobleibt die Hoffnung auf weiter sinkende Verkehrsunfallzahlen des starkenGeschlechts. Vielleicht trifft ja auch der Ausspruch von Friedrich Schillerzu: "Dem Mann kann geholfen werden."Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 34. TK-Medienservice "Männergesundheit" 34_____________________________________________________Gesundheitskurse: Männer ans EisenÜber 2,3 Millionen Krankschreibungstage waren 2009 laut Gesundheits-report der Techniker Krankenkasse (TK) rückenbedingt, hochgerechnetauf die Gesamtbevölkerung heißt das, dass in Deutschlands Unterneh-men täglich über 100.000 Menschen wegen Rückenschmerzen fehlen.Gesundheitsexperten wie der Mediziner Professor Dietrich Grönemeyerschlagen Alarm und raten: "Turne bis zur Urne". Denn regelmäßiges Trai-ning stärkt die Rückenmuskulatur und ein starker Rücken ist seltenerkrank. Um Beschwerden vorzubeugen, bietet die TK ein Rückentraining inFitness-Studios an. Männer an die Maschinen Nach Angaben der TK ist nur jeder vierte Gesundheitskursteilnehmer männlich. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker KrankenkasseBeate Helbig, Sportwissenschaftlerin bei der TK: "Mit dem Kurs Rückenplus bieten wir die Möglichkeit, in einem zehnwöchigen Kurs unter qualifi-zierter Anleitung zu lernen, wie man seinen Rücken stärken kann. Und dieTeilnehmer können sicher sein, dass wir nur mit Studios zusammenarbei-ten, die unsere Qualitätskriterien erfüllen." Wie bei jedem Präventionsan-gebot übernimmt die Krankenkasse 80 Prozent der Kursgebühren, 20Prozent tragen die Teilnehmer selbst. Nicht-TK-Versicherte können sichdie Kosten von ihrer Krankenkasse erstatten lassen.Informationen zum Programm "Rücken plus" und allen weiteren Bewe-gungskursen der TK gibt es auf der Website der Krankenkasse unterwww.tk-online.de in der Rubrik Gesundheitskurse.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 35. TK-Medienservice "Männergesundheit" 35_____________________________________________________Kurz gemeldetIst nehmen seliger denn geben? Männer bekommen mehr Organeals sie spenden***Männer verschenken ihr Herz nur halb so oft wie Frauen. Laut einerForsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) besitzt nurjeder zehnte Mann einen Organspendeausweis, auf dem er seine Be-reitschaft zu Organspende dokumentiert hat. Nach einer Studie der Ber-liner Transplantationszentren erhalten Männer jedoch fast 60 Prozentaller Organspenden. Beim Thema Lebend-Organspende ist die Ge-schlechterdiskrepanz noch größer. Obwohl in der TK-Umfrage jeweilsdrei von vier Befragten beider Geschlechter bereit waren, einem nahe-stehenden Menschen eine Niere oder einen Teil ihrer Leber zu spenden,zeigt die Praxis ein anderes Bild. Mehr als zwei von drei Lebendspen-dern sind Frauen, während zwei Drittel der Empfänger von Lebendspen-den Männer sind. Die meisten Spenderinnen sind Mütter oder Ehefrauenbzw. Lebensgefährtinnen. Big Spender? Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krank- enkasse (TK) ist fast jede fünfte Frau, aber nur jeder zehnte Mann Organspender. Grafik zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker Kranken- kassePsychologen sehen die Hauptursache für diese "gender imbalance" ineinem traditionellen Rollenverständnis, wonach Frauen ein altruistische-res Grundverständnis haben und sich eher verpflichtet fühlen, in einersolchen Situation zu helfen. Eine weitere Ursache könnte sein, dassHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 36. TK-Medienservice "Männergesundheit" 36_____________________________________________________Männer meist noch immer die Hauptverdiener der Familie sind, derenGesundheit weniger belastet werden soll. Männer befürworten dagegendeutlich häufiger als Frauen die verschiedenen Gratifikationsmodelle,wonach diejenigen, die selbst Organspender sind, im Bedarfsfall bei derOrganvergabe bevorzugt werden bzw. Organspender finanzielle Anreizebekommen.***Trotz Fernsehköchen: Man(n) kocht nicht***Das umfangreiche TV-Angebot von zumeist männlichen Köchen än-dert offenbar nichts daran, dass jeder fünfte Mann in Deutschland derMeinung ist, seine mangelnden Kochkenntnisse würden ihn von einergesünderen Ernährung abhalten. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag derTechniker Krankenkasse (TK) waren die mangelnden Kochkenntnisseneben dem Mangel an Zeit, Willen und Durchhaltevermögen die häufigs-te Begründung der Männer, sich nicht gesünder zu ernähren.*** Kein Vorbild Obwohl die meisten Küchenchefs Männer sind, kann jeder fünfte Mann überhaupt nicht kochen. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker KrankenkasseStudie zeigt: Männer pflegen sich kaputt***Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl derpflegebedürftigen Menschen in Deutschland in den nächsten 20 JahrenHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 37. TK-Medienservice "Männergesundheit" 37_____________________________________________________von heute 2,3 Millionen auf 3,4 Millionen im Jahr 2030 steigen. Die mei-sten Patienten werden zu Hause von Angehörigen gepflegt, meist sindes die Frauen, die sich um Eltern, Schwiegereltern, Kinder oder Partnerkümmern. Aber auch immer mehr Männer pflegen neben ihrem Berufhilfsbedürftige Angehörige. Nach Daten der Techniker Krankenkasse(TK) leiden Männer mehr unter der Doppelbelastung von Pflege und Be-ruf als Frauen. "Den Männern fällt es deutlich schwerer, allen Rollengerecht zu werden. Gleichzeitig verleugnen sie ihre Belastung aber",erläutert Heiko Schulz, Psychologe bei der TK. Während Frauen eherdazu neigen, trotz des Stresses einen gesunden Ausgleich zu finden,sich Probleme auch eher von der Seele reden, verdrängen Männer denStress. "Sie machen Probleme lieber mit sich selbst aus als einzugeste-hen, dass sie überfordert sind. Stattdessen rauchen sie mehr, trinkenmehr Alkohol und neigen zu Frustessen – was sich wiederum negativauf ihre Gesundheit auswirkt", so Schulz. Wichtig sei, dass die Männerihre Grenzen kennen und mit ihren Kräften haushalten. "Pflege kann nurdann lange gutgehen, wenn es den Pflegenden auch gut geht. Es gibtAngebote zur Unterstützung wie zum Beispiel die Kurzzeitpflege, dieeinspringt, wenn die Angehörigen selbst eine Pause benötigen. Die darfund sollte man auch nutzen", empfiehlt der TK-Psychologe.***Online-Freundschaft: West-Männer nutzen Soziale Netzwerk mehr***Soziale Netzwerke im Internet boomen. Immer mehr Menschen inDeutschland haben ein eigenes Profil bei Facebook, MySpace und Co,zu nahezu jedem Thema gibt es Online-Foren, in denen man sich mitGleichgesinnten austauschen kann. In einer Forsa-Umfrage im Auftragder Techniker Krankenkasse (TK) gab fast jeder achte Mann an, überOnline-Chats, soziale Netzwerke und Internetforen Freunde zu finden,die ein guter Ersatz für bisherige Freundschaften sein können. Auffällig:Während im Westen Deutschlands 14 Prozent der Männer der virtuellenKontaktpflege positiv gegenüberstehen, sind es im Osten des Landesnur acht Prozent. Unter Frauen ist das Verhältnis genau andersherum,die Frauen in den neuen Ländern internet(z)werken deutlich mehr.***Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010
  • 38. TK-Medienservice "Männergesundheit" 38_____________________________________________________ Virtuelle Freundschaft Allein das Online-Netzwerk facebook verzeichnet in Deutsch- land knapp 10 Millionen Nutzer, die Hälfte davon sind Männer. Motiv zum Download unter www.presse.tk-online.de Quelle: Techniker KrankenkasseDie Prostata – die graue Eminenz des Mannes***Sie arbeitet dezent im Hintergrund, aber kein Mann möchte im ent-scheidenden Moment auf ihre Dienste verzichten: die Prostata. Die Vor-steherdrüse, wie sie auch genannt wird, gehört zu den männlichen Fort-pflanzungsorganen. Das Organ produziert eine Flüssigkeit, die im We-sentlichen als Transport- und Aktivierungsmittel des männlichen Samensdient.Mit zunehmendem Alter der Männer steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit,dass die Prostata, die im Normalfall etwa die Größe einer Walnuss hat,anwächst. Im schlechtesten Fall kann sie sich sogar zu einem bösartigenTumor entwickeln. Prostatakrebs ist – nach Lungen- und Darmkrebs – diedritthäufigste Krebserkrankung bei Männern. Etwa 60.000 Patienten jähr-lich erkranken in Deutschland daran. Wird die Erkrankung früh erkannt,sind die Heilungschancen allerdings sehr gut. Die Techniker Krankenkas-se (TK) weist deshalb darauf hin, dass Männer ab 45 Jahren einmal imJahr eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Prostata und der äuße-ren Geschlechtsorgane in Anspruch nehmen können. Die Tastuntersu-chung verursacht keine Schmerzen und ist ohne Risiko. Urologen, Ärztefür Allgemeinmedizin und Internisten führen eine solche Untersuchungdurch.***Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel.: 040 - 69 09-17 83 • Fax: 040 - 69 09-13 53 • E-Mail: pressestelle@tk-online.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk-online.de.Ausgabe: Juli 2010