TK-Medienservice "Gesund durch den demografischen Wandel" (11-2012)

  • 421 views
Uploaded on

Es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, aber immer weniger leben in Deutschland. Die Geburtenrate sinkt, während die Lebenserwartung jedes Jahr um etwa drei Monate zunimmt. Eine aktuelle Studie der …

Es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, aber immer weniger leben in Deutschland. Die Geburtenrate sinkt, während die Lebenserwartung jedes Jahr um etwa drei Monate zunimmt. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung prognostiziert, dass im Jahr 2030 etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig werden - eine Pflegestation so groß wie Berlin. Gleichzeitig stehen immer weniger potenzielle Pflegekräfte zur Verfügung. In den Betrieben arbeiten schon heute mehr 50- als 30-Jährige. Arbeitnehmer müssen nicht nur Arbeit und Kinderbetreuung, sondern oft auch die Pflege der Eltern organisieren. Familien verändern sich: jedes sechste Kind wächst mit einem Elternteil auf, andere in Patchwork-Familien.

Der demografische Wandel verändert das gesellschaftliche Leben stärker als die Globalisierung, die Digitalisierung oder die Energiewende. Wie wirkt er sich auf das persönliche Leben der Menschen aus? Und was hat das mit Gesundheit zu tun? Diesen Fragen geht der aktuelle Medienservice "Gesund durch den demografischen Wandel" nach.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Be the first to comment
    Be the first to like this
No Downloads

Views

Total Views
421
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
0

Actions

Shares
Downloads
7
Comments
0
Likes
0

Embeds 0

No embeds

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
    No notes for slide

Transcript

  • 1. Informationen der Techniker KrankenkasseNovember 2012 Medienservice Themen, Trends und HintergründeGesund durch den demografischen WandelWandel kann auch ganz gesund sein – Interview mit Heiko Schulz, Psychologe bei derTechniker Krankenkasse.............................................................................................................................................. 2Pflegenopolis 2030: 3,4 Millionen Pflegebedürftige TK fordert: demografischen Wandelaktiv gestalten .................................................................................................................................................................. 8Generationsvergleich: Junge "Schlaffis" und rüstige Vorruheständler? ....................................... 12In Zukunft nicht alt aussehen – Unternehmen im demografischen Wandel ............................... 17Kindsein ist kein Kinderspiel: Medienkonsum, Therapien und Mobbing in der digitalen Welt............................................................................................................................................................................................... 22Diabetesforscher: "Unser Lebensstil lässt uns faul und krank werden" .......................................... 25Studieren geht an die Nerven – jede fünfte Pille gegen psychische Störungen ...................... 28TK: Statt Babyboom immer mehr Einzel- und Kaiserschnittkinder ..................................................... 31Kurz gemeldet ............................................................................................................................................................... 34Impressum ....................................................................................................................................................................... 37Hinweis für die RedaktionenEinige Illustrationsvorschläge zum Thema haben wir in dieses Dokument eingefügt. Diese und andereMotive stehen Ihnen ebenso wie Fotos der zitierten Experten sowie die Daten aus zitierten Studienund Umfragen honorarfrei unter Angabe der Quelle „Techniker Krankenkasse“ zur Verfügung.Download: www.presse.tk.de
  • 2. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 2_____________________________________________________Wandel kann auch ganz gesund sein – Interview mit Heiko Schulz,Psychologe bei der Techniker KrankenkasseEs gibt immer mehr Menschen auf der Welt, aber es leben immerweniger davon in Deutschland. Die Geburtenrate sinkt, während dieLebenserwartung jedes Jahr um etwa drei Monate zunimmt. Undauch das Durchschnittsalter der Beschäftigten in den Unternehmensteigt. Immer mehr Frauen sind berufstätig, sie bekommen nicht nurweniger, sondern auch immer später Kinder. Der Nachwuchskommt immer häufiger schon mit fünf Jahren in die Schule undmacht nach zwölf Jahren das Abitur. Hochschulabsolventen kom-men seit Einführung des Bachelor-Studiums ebenfalls früher ausden Universitäten. Während die Berufseinsteiger immer jüngerwerden, beginnt die Rente immer später. Die Zahl der pflegebedürf-tigen Menschen nimmt deutlich zu. Der demografische Wandel ver- Heiko Schulzändert das gesellschaftliche Leben in Deutschland stärker als die Der Diplom-Psychologe und Demografieberater kümmertGlobalisierung, die Digitalisierung oder die Energiewende. Welche sich bei der Techniker Kran-Auswirkungen hat der demografische Wandel auf das persönliche kenkasse um das innerbe-Leben der Menschen? Und was hat das mit Gesundheit zu tun? triebliche Gesundheitsma- nagement.Ein Gespräch mit Heiko Schulz, Psychologe und Demografiebera-ter bei der Techniker Krankenkasse (TK).Frage: Wenn über den demografischen Wandel gesprochen wird, geht es inder Regel darum, dass eine alternde Gesellschaft vor allem eine Gefahr fürdie sozialen Sicherungssysteme, das heißt für die Rentenkasse und dasGesundheitswesen, ist. Warnen Sie auch vor dem demografischen Wandel?Heiko Schulz: Es geht nicht darum, den demografischen Wandel als eineherannahende Naturkatastrophe abzubilden, die es zu überstehen gilt. Wich-tig ist vielmehr, die Auswirkungen, die er auf alle Lebensbereiche hat, recht-zeitig zu erkennen und diesen Wandel aktiv zu gestalten. Es ist ja auch nichtso, dass es nur negative Effekte gäbe.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 3. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 3_____________________________________________________Frage: Welche Vorteile bringt der Wandel denn mit sich?Heiko Schulz: Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass im Jahr2060 nur noch 65 bis 70 Millionen Menschen in Deutschland leben, von de-nen jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt ist. Das bedeutet, dass es tatsäch-lich vor allem für Solidargemeinschaften, in denen die Gesunden für dieKranken sorgen und die Generationenverträge, die darauf beruhen, dass dieJüngeren für die Älteren eintreten, schwieriger wird. In anderen Bereichenwie Schulen, Kitas, den Universitäten oder dem Wohnungsmarkt wird sichdie Situation dagegen entspannen. In einer alternden Gesellschaft wird esvermutlich weniger Verkehrsunfälle und weniger Straftaten geben. Und auchfür das persönliche Zusammenleben der Menschen gibt es immer mehrWahlmöglichkeiten: Frauen können heute entscheiden, ob sie erst Karrieremachen und dann Kinder bekommen oder umgekehrt oder ob sie überhauptKinder möchten. Man kann wählen, ob man in der Stadt oder auf dem Landleben möchte und auch Formen des Zusammenlebens verändern sich stetig. Geburtenrückgang Demografischer Wandel: Die nachfolgende Generation ist auch zahlenmäßig immer klei- ner als die Vorhergehende. Frauen bekommen im Durch- schnitt 1,3 Kinder Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseFrage: Und für wen könnte der demografische Wandel zum Problem wer-den?Heiko Schulz: Da ist zum einen die junge Generation, die zahlenmäßig im-mer kleiner wird, von der wir heute aber schon sehr viel erwarten. KinderHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 4. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 4_____________________________________________________werden heute häufig schon mit fünf eingeschult. Damit sie schulreif werden,erhalten immer mehr therapeutische Unterstützung durch Logo-, Ergo- oderPhysiotherapie. Jedes zweite Grundschulkind hat laut einer TK-Umfrageschon Therapieerfahrung.Die Kinder sollen in zwölf Jahren das Abitur machen. Auch wenn es sehrbeeindruckend ist, wie schnell sich diese Generation an die Ausbildung imweb 2.0-Zeitalter und die internationalen Arbeitsmärkte anpasst, ist es wich-tig, ihnen auch ein gesundes Lernumfeld zu schaffen. Wir verlangen viel vonder sogenannten Generation Praktikum. Sie sollen ihr Studium schnellstmög-lich absolvieren und dabei möglichst viel Auslands- und Praxiserfahrungenmachen. Wenn sie ihr Studium beendet haben, wird ebenfalls größtmöglicheFlexibilität hinsichtlich Arbeitsort und Leistungsbereitschaft erwartet. Wer esdabei noch schafft, Beziehungen jenseits von Facebook zu pflegen, eineFamilie zu gründen, um die genannten demografischen Probleme zu lösenund eine Doktorarbeit selbst schreibt, verdient Respekt. Studium web 2.0 Abitur in zwölf Jahren, Studium in drei Jahren, dazwischen Praktika und Auslandssemester, auf stand-by in den sozialen Netzwerken. Der zunehmende Druck geht nicht spurlos an den Hochschülern vorbei. Immer mehr werden psy- chisch krank. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker KrankenkasseFrage: Und wie sieht es für die Unternehmen aus, wenn es immer wenigerNachwuchs gibt?Heiko Schulz: In den Unternehmen wird das Durchschnittsalter der Beleg-schaften steigen. Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte nimmt weiterzu. Zudem müssen sich die Betriebe darauf einstellen, dass ihre Beschäftig-ten nicht nur Beruf und Kinderbetreuung vereinbaren, sondern sich auchHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 5. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 5_____________________________________________________immer mehr um ihre Eltern kümmern müssen. Auch dies ist ein Effekt gesell-schaftlicher Veränderung: Bisher waren es überwiegend die nicht-berufstätigen Frauen, die sich um die Pflege gekümmert haben. Laut desaktuellen Demografieberichts des Innenministeriums möchten aber 1,2 Milli-onen Mütter, die derzeit nicht berufstätig sind, wieder arbeiten. Künftig gibtes also immer weniger pflegende Angehörige, aber mehr Pflegebedürftige.Frage: Klingt, als würden den Arbeitgebern schwere Zeiten bevor stehen…Heiko Schulz: Nur denen, die sich nicht darauf einstellen. Es gibt ja schonPrognosemodelle, die erklären, wie sich die Altersstruktur der Beschäftigtenwandelt und welche Auswirkungen dies auf Krankenstände etc. hat. DieBeschäftigten, die in 20 bis 25 Jahren auf den Arbeitsmarkt kommen, sind jajetzt schon auf der Welt, so dass es keine Glaskugel braucht, um sich dieFolgen auszurechnen. Zudem hat eine älter werdende Belegschaft ja nichtnur Nachteile. Ältere Beschäftige sind nicht weniger kompetent, sondern siehaben andere Kompetenzen. So eignen sich die Jüngeren neues Wissenvielleicht schneller an, dafür verfügen ältere Mitarbeiter über ein größeresErfahrungswissen. Wichtig ist, zum Beispiel mit betrieblichem Gesundheits-management dafür zu sorgen, dass alle Generationen lange gesund zu-sammenarbeiten. Wichtige Stichworte für das Gestalten gesunder Arbeits-plätze sind hier die Themen Personalbedarfsplanung, Weiterbildung, lebens-langes Lernen, Wissenstransfer, Führung und Unternehmenskultur.Frage: Wenn die Beschäftigten immer älter werden und immer weniger Kin-der bekommen, könnte man meinen, dass die Vereinbarkeit von Familie undBeruf weniger wichtig wird…Heiko Schulz: Ganz im Gegenteil! Es wird künftig einen Wettbewerb umqualifizierte Mitarbeiter geben und dabei werden Unternehmen punkten, dieihren Beschäftigten ein attraktives Arbeitsumfeld bieten. Dazu gehört heutevor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn auch hier findet einWandel statt. Zum einen ist der Anteil der erwerbstätigen Frauen auf mittler-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 6. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 6_____________________________________________________weile zwei Drittel gestiegen. Zum anderen ändern sich unsere familiärenStrukturen. Es gibt mehr Patchworkfamilien, mehr Alleinerziehende und we-niger Großfamilien, in denen man sich die Kinderbetreuung früher geteilt hat.Dafür wollen Väter heute in der Familie präsenter sein, sich an der Kinder-ziehung beteiligen und Elternzeit in Anspruch nehmen. Es gibt einen neuenWertekonsens, in dem die sozialen Leistungen bei der Auswahl des Arbeit-gebers eine größere Rolle spielen, während der Stellenwert des Gehaltessinkt. Gleichzeitig erwarten globale Märkte aber immer öfter flexible Arbeits-zeiten von den Beschäftigten, so dass es eigentlich immer schwieriger wird,bei all der geforderten Flexibilität überhaupt zu einer Familie zu kommen.Frage: Wie können Unternehmen im Wettbewerb um die besten Mitarbeiterbestehen?Heiko Schulz: Profitieren werden die, die ihren Beschäftigten ein Arbeitsum-feld bieten, in dem sie langfristig gesund und arbeitsfähig bleiben. Kleine undmittelständische Unternehmen, die früher benachteiligt waren, weil sie beidem Gehaltsniveau von Großunternehmen nicht mithalten konnten, könnenhier mit kreativen Ideen für flexible Arbeitsbedingungen punkten. Sie solltendie Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter ernst nehmen und entsprechende Angebotezum Beispiel für Home office, Betriebskindergärten etc. vorhalten. Dann be-wältigen sie auch den demografischen Wandel wirtschaftlich erfolgreich.Frage: Aber auch Investitionen in diese sozialen Leistungen kosten Geld,das sich vor allem kleinere Unternehmen nicht leisten können.Heiko Schulz: Das wäre eine fatale Fehlkalkulation. Investitionen in gesun-de Arbeitsplätze zahlen sich schnell aus – durch motivierte und leistungsfä-higere Mitarbeiter, weniger Fluktuation und niedrigere Krankenstände.Frage: Thema Krankenstände – welchen Einfluss hat der demografischeWandel auf die Fehlzeiten der Beschäftigten?Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 7. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 7_____________________________________________________Heiko Schulz: Wenn der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter steigt, nehmenauch die Fehlzeiten zu. Ältere Beschäftigte sind zwar seltener krank, wennes sie erwischt, fehlen sie aber länger, da mit dem Alter die schwerwiegen-deren Erkrankungen zunehmen. Ein großer Teil entfällt jedoch auf Zivilisati-onskrankheiten wie Rückenprobleme, Herz- und Kreislaufbeschwerden –Beschwerden, die sich mit einem gesünderen Lebensstil vermeiden ließen.Auch dies ist ein Hebel, an dem Gesundheitsförderung ansetzen sollte.Frage: Auch psychische Störungen nehmen laut TK-Gesundheitsreport zu –auch eine Folge des gesellschaftlichen bzw. demografischen Wandels?Heiko Schulz: Tatsächlich hat die Depression mittlerweile die Rücken-schmerzen als Hauptursache für Fehltage in Deutschland abgelöst. Das hatsicherlich auch mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun. Besonders be-troffen sind die 30- bis 50-Jährigen, die sogenannte Sandwichgeneration, diesich nicht nur um Kinder, sondern häufig auch um ihre Eltern kümmernmuss. Zudem ist es die Phase, in der wichtige Weichenstellungen wie Haus-bau, Karriere etc. erfolgen und die Summe des Ganzen wird oft zu viel. DieBetroffenen fühlen sich wie in der "rush hour" ihres Lebens. Und dank mobi-ler Kommunikation verschwinden hier schnell die Grenzen zwischen Pri-vatem und Beruflichem. Dass das an den Nerven zehrt, verwundert nicht.Frage: Was raten Sie den Betroffenen?Heiko Schulz: Wichtig ist, dass man regelmäßig überprüft, ob einem dereigene Lebensstil noch gut tut. Macht mir die Arbeit noch Spaß? Ist es sinn-voll, die nächste Karrierestufe zu nehmen? Habe ich Beziehungen zu Freun-den und Familie, die mir gut tun? Sorge ich für ausreichend Ausgleich? Wertäglich acht Stunden vor dem Bildschirm arbeitet, sollte seine Entspannungnicht in den sozialen Netzwerken im Internet suchen. In der Alltagshektik fälltes vielen immer schwerer, herauszufinden, was ihnen gut tut und was nicht.Die Fülle an Möglichkeiten und unterschiedlichen Lebensentwürfen war nochnie so groß wie heute – aber gerade das kann auch gefährlich sein.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 8. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 8_____________________________________________________Pflegenopolis 2030: 3,4 Millionen PflegebedürftigeTK fordert: demografischen Wandel aktiv gestaltenIm Jahr 2030 erwartet die Bundesrepublik eine Pflegestation so groß wieBerlin. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung prognostiziert, dassschon in 18 Jahren etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland pflegebe-dürftig sind, was der Einwohnerzahl der Hauptstadt entspricht. Das sindeine Million Pflegebedürftige mehr als heute und bis 2050 sollen weitere800.000 hinzukommen. Parallel führt der demografische Wandel dazu, dasssich die Gesamtzahl der Menschen, die in Deutschland leben, infolge derGeburtenrückgänge deutlich reduziert. Statistisch gesehen bekommenFrauen in Deutschland derzeit knapp 1,4 Kinder. 2,1 Kinder müssten essein, um die heutige Bevölkerungsgröße zu halten. Wie verändert sich eineGesellschaft, in der die Zahl der Menschen insgesamt sinkt, in der immermehr Menschen immer intensivere Pflege benötigen, aber immer wenigerpotenzielle Pflegekräfte zur Verfügung stehen? Pflegeleicht? Bei der Pflege kranker Men- schen ist nicht nur medizini- sche Kompetenz gefragt. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseHolger Park, Leiter des Fachreferates Pflege bei der Techniker Krankenkas-se: "Es ist sicherlich eine große Aufgabe, dem wachsenden Bedarf gerechtzu werden. Wichtig ist, dass man rechtzeitig eine ehrliche Diskussion führt,Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 9. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 9_____________________________________________________wie wir dafür Sorge tragen, dass auch unter wandelnden demografischenBedingungen ein würdevolles Altern möglich ist."Erfreulicherweise werden die Menschen immer älter. Im Jahr 2030 könnenMänner von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 81 Jahren, Frau-en sogar von 85,7 Jahren ausgehen. "Deshalb gehen wir nicht nur davonaus, dass es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt, sondern die Pfle-ge wird auch aufwändiger, da pflegeintensive Erkrankungen wie Demenzhäufiger auftreten werden", so der TK-Experte. Der demografische Wandelwirkt sich regional sehr unterschiedlich aus. Nach Prognosen der Bertels-mann-Stiftung steigt die Zahl der Pflegebedürftigen im Harz, in Bremen undin Kassel kaum an, in Brandenburg sowie einigen Kommunen in Bayernverdoppelt sich der Pflegebedarf dagegen. Für ganz Deutschland wird fürganz Deutschland 2030 das Fehlen einer halben Million Pflegekräfte vo-rausgesagt.Laut TK braucht es nicht nur ein mehr an Pflege, sondern auch eine Profes-sionalisierung. "Natürlich sind in der Pflege vor allem Zuwendung und Empa-thie gefragt. Ebenso wichtig ist aber auch die medizinische Kompetenz inder Behandlungspflege. Dabei geht es auch darum, wie man mit schwerDemenzkranken umgeht. Denn wir müssen verhindern, dass – wie jüngst inBremen geschehen - pflegebedürftige Menschen misshandelt werden, weildie Pflegkräfte überfordert sind." Ob es deswegen nötig ist, das Abitur füralle Pflegeberufe generell vorauszusetzen, wie von der EU gefordert, darflaut TK zumindest in Frage gestellt werden."Es zeigt sich aus verschiedenen Gründen, dass sich in den kommendenJahren ein immer größerer Teil der Pflege aus den Familien in den profes-sionellen Bereich verlagert. Das hängt zum einen damit zusammen, dassdie teils schweren Fälle Zuhause nicht mehr zu bewältigen sind, zum ande-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 10. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 10_____________________________________________________ren ändern sich aber auch die Lebenswelten der Familien", so Pflegeex-perte Park.Derzeit werden fast 70 Prozent der Pflegebedürftigen, das sind über 1,6Millionen Menschen, zu Hause versorgt. In gut einer halben Million Fällenunterstützt ein Pflegedienst die Angehörigen. Gut eine Million Pflegebedürf-tige werden ausschließlich von ihren Angehörigen betreut, in der Regel vonnicht-erwerbstätigen Frauen der Familie. Der demografische Wandel gehtaber auch damit einher, dass immer mehr Frauen erwerbstätig sind unddeshalb als Pflegekräfte ausscheiden oder Arbeit und Pflege miteinandervereinbaren müssen. Oft erfordert der Arbeitsmarkt von den Beschäftigtenaber Flexibiliät und Mobiliät, so dass es ihnen überhaupt nicht möglich ist,sich um die Pflege von Angehörigen zu kümmern. Dennoch ist die Pflegenoch immer ein Tabuthema, da ungern darüber gesprochen wird, dasseine Pflege Zuhause nicht möglich ist und eine Heimunterbringung häufigals "Abschieben" kritisiert wird."Dies zeigt, wie vielschichtig die Problematik ist", erklärt Park. "Wenn wirdarüber sprechen, wie die Pflege angesichts unserer veränderten Bevölke-rungsstrukturen zu bewältigen ist, müssen wir auch über die Vereinbarkeitvon Familie und Beruf sprechen. Deshalb ist dies nicht nur ein Thema derKranken- und Pflegekassen. Vielmehr brauchen wir einen gesellschaftli-chen Konsens, wie wir die Pflege gestalten, fördern und anerkennen. Da-bei müssen wir Wege finden, die sowohl gesellschaftlich akzeptabel sindals auch wirtschaftlich tragfähig." Wichtig sei rechtzeitig in Fachpersonal zuinvestieren und sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. "Wir habenja sehr konkrete Daten zum anstehenden Pflegebedarf und auch diejeni-gen, die als Pflegende im Jahr 2030 in Frage kommen, sind ja heute schonauf der Welt", so Holger Park.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 11. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 11_____________________________________________________Erste Schritte sind bereits eingeleitet: Zum ersten Januar 2013 treten ge-setzliche Regelungen in Kraft, die erstmals auch Pflegegeld für die PflegeDemenzkranker durch Angehörige oder Pflegesachleistungen bei Pflegedurch Fachkräfte im eigenen Zuhause vorsieht. Außerdem werden dieRentenansprüche bei Mehrfachpflege verbessert, pflegende Angehörigeerhalten künftig auch in ihrer Erholungszeit die Hälfte des Pflegegeldes undselbstorganisierte Wohngruppen werden durch eine Pauschale bezu-schusst. Die Private Pflege-Vorsorge wird zudem ab 2013 mit einer staatli-chen Zulage von 60 Euro im Jahr gefördert. Wertschätzen Sieben von zehn pflegebe- dürftigen Menschen werden derzeit von Angehörigen gepflegt. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseFür betroffene Familien bietet die TK auf ihrer Internetseite www.tk.de un-ter dem webcode 019550 viele Tipps und Informationen rund um das The-ma Pflege.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 12. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 12_____________________________________________________Generationsvergleich: Junge "Schlaffis" und rüstige Vorruheständler?In diversen Medien und Internetforen ist zu lesen, dass die Jugend immerverweichlichter wird und sich trotz geringen Lebensalters permanent ge-stresst fühlt. Die Älteren würden dagegen gern und häufig ihre Krankheitenpflegen, die sie sich aufgrund ungesunder Lebensweise wie übermäßigerKalorien- und Alkoholzufuhr bei gleichzeitigem Bewegungsmangel zum gro-ßen Teil selbst zuzuschreiben haben. Aber stimmt das auch? Die TK gehtden häufigsten Thesen nach. Generationenfrage Am besten funktioniert es im Job, wenn jeder seine per- sönlichen Talente einbringt. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseThese 1: Junge sind nicht belastbar und fehlen häufig bei der Arbeit.Jüngere Arbeitsnehmer sind häufiger krankgeschrieben als ihre älteren Kol-legen. Nach Auswertungen des TK-Gesundheitsreports werden Arbeitneh-mer zwischen 15 und 19 Jahren durchschnittlich zweimal pro Jahr krankge-schrieben, zwischen 20 und 24 gibt es 1,5 "gelbe Scheine" und zwischen 60und 64 ist es gerade mal eine Krankschreibung pro Jahr.Ist ein älterer Arbeitnehmer aber einmal krank, dann braucht er länger, umwieder gesund zu werden. Je Krankschreibung fehlt er im Durchschnitt rund  These widerlegt23 Tage und damit viermal so lange wie ein Kollege zwischen 15 und 19.Betrachtet man also Anzahl und Dauer der Krankheiten über das ganzeJahr, fehlt ein älterer Arbeitnehmer mehr als doppelt so lange.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 13. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 13_____________________________________________________These 2: Die Jugend wird immer kränker.Junge Arbeitnehmer sind heutzutage tatsächlich häufiger und länger krank-geschrieben als früher. Laut TK-Gesundheitsreport war ein 15- bis 19-jähriger Arbeitnehmer im Jahr 2006 durchschnittlich rund 1,5 mal pro Jahrkrankgeschrieben, fünf Jahre später waren es fast zweimal. Auch die Dauerder jährlichen Fehlzeiten aufgrund von Krankheit nahm in diesem Zeitraumzu: von neun Tagen im Jahr 2006 auf 10,5 im Jahr 2011 – ein Plus von 16Prozent.Hier aber lohnt ein Vergleich mit den Erwerbspersonen über alle Altersklas-sen: In der Zeit von 2006 bis 2011 stiegen auch insgesamt die Fehlzeitenwegen Krankheit in Deutschland an. War eine Erwerbsperson 2006 nochdurchschnittlich 10,5 Tage krankgeschrieben, war sie es im Jahr 2011 be-reits fast 13 Tage lang. Das ist ein Zuwachs um rund 20 Prozent.  These widerlegt Den gelben Schein… liefern jüngere Beschäftigte häufiger ab. Bei den älteren Kollegen sind jedoch mehr Fehltage verzeichnet. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseBesonders aufschlussreich ist ein Blick auf die Kollegen kurz vor Erreichendes Rentenalters. Hier gab es laut TK-Gesundheitsreport die größte Steige-rung der Fehlzeiten wegen Krankheit. Eine Erwerbsperson über 60 fehlte imHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 14. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 14_____________________________________________________Jahr 2006 genau 17 Tage bei der Arbeit, fünf Jahre später waren es bereitsfast 24 Tage – eine satte Erhöhung um 38 Prozent.These 3: Ältere Menschen gehen häufiger zum Arzt als jüngere.Ein Blick in das Wartezimmer legt die Vermutung nahe, dass überwiegend These bestätigtältere Menschen einen Mediziner in Anspruch nehmen. Der TK-Gesundheitsreport wertet diejenigen Arztbesuche einer Erwerbsperson aus,bei denen mindestens ein Medikament verordnet wurde. Demnach war imvergangenen Jahr statistisch gesehen jeder 20- bis 24-Jährige rund zweimalbeim Doktor. In der Altersklasse 60 bis 64 waren es mit 5,7 Terminen fastdreimal so viele Besuche. Damit waren 2011 zwei Drittel der VersichertenAnfang 20 beim Arzt und 84 Prozent der Generation 60plus. Pillen für die Pumpe Ältere Beschäftigte bekom- men deutlich mehr Medika- mente als ihre jüngeren Kollegen – vor allem Herz- Kreislaufmedikamente. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseThese 4: Ältere Menschen schlucken immer mehr Medikamente.Ältere Menschen schlucken viele Medikamente. Der TK-Gesundheitsreportbelegt, dass die 60- bis 64-Jährigen im vergangenen Jahr statistisch gese-hen pro Kopf neun Präparate verordnet bekamen. Bei Erwerbspersonen An-fang 20 waren es statistisch 2,5. Noch gravierender sind die Unterschiede, These bestätigtwenn man die verordneten Tagesdosen der Präparate betrachtet. Erwerbs-personen der Generation 60plus erhielten 2011 durchschnittlich 614 Tages-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 15. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 15_____________________________________________________dosen verordnet – das entspricht einer Steigerung von elf Prozent in fünfJahren und damit dem Neunfachen eines 20- bis 24-Jährigen.These 5: Es sind überwiegend die jungen Menschen, die berufsbedingtpendeln müssen.Der Arbeitsmarkt verlangt immer mehr Flexibilität, die Menschen müssen füreinen adäquaten Job teils weite Wege zurücklegen. Der Verdacht liegt nah,dass sich überwiegend junge Leute diesen Anforderungen stellen.Für den TK-Gesundheitsreport 2012 analysiert die TK erstmals Daten fürBerufstätige, die außerhalb ihres Wohnortes arbeiten. Die Auswertung zeigt,dass Berufspendler mit 12,7 Tagen im Jahr zwar geringfügig weniger krank-geschrieben sind als wohnortnah arbeitende Erwerbstätige mit 12,9 Tagen.Pendler sind mit 2,2 Fehltagen pro Kopf jedoch häufiger und langwieriger  These widerlegtvon psychischen Diagnosen betroffen als andere Beschäftigte (1,9 Tage).Es sind allerdings nicht nur die jungen Menschen, die einen weiten Arbeits-weg haben. Der Anteil der Personen, die zu ihrer Arbeitsstätte pendeln, istzwischen 25 und 64 Jahren mit rund 45 Prozent relativ konstant. In der Al-tersklasse der 20- bis 24-Jährigen liegt er dagegen nur bei 41 Prozent.These 6: Ältere bewegen sich zu wenig und tun damit zu wenig für ihreGesundheit.Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zeigt, dass die Zahl derMenschen, die überhaupt keinen Sport treiben, mit zunehmendem Alter These bestätigtsteigt. Während unter den 18- bis 25-Jährigen nur vier Prozent Sportmuffelsind, sind es bei den 55- bis 65-Jährigen bereits 18 Prozent. In der Generati-on 65plus verdoppelt sich die Zahl der Menschen, die sich nicht mehr zusportlicher Betätigung aufraffen, noch einmal.Immerhin: Jeder dritte Befragte, ob jung oder alt, gibt an, regelmäßig eine bisdrei Stunden pro Woche sportlich aktiv zu sein. Junge Menschen bevorzu-gen hierbei Joggen und Walking, bei Älteren stehen Aerobic und Fitness-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 16. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 16_____________________________________________________Training ganz oben in der Beliebtheitsskala. Fahrradfahren ist beliebt beiJung und Alt. Fit für den demografischen Wandel Radfahren gehört bei allen Altersgruppen zu den belieb- testen Sportarten. Grafik zum Download unter www.presse.tk.deHinweis: Der TK-Gesundheitsreport wertet seit 2000 die Arbeitsunfähig-keiten und Arzneimittelverschreibungen der bei der TK versicherten Er-werbspersonen aus. Seit 2006 werden aufgrund gesetzlicher Regelun-gen Krankschreibungen von ALG-II-Beziehern nicht mehr erfasst. Er-werbspersonen sind demnach nur noch Beschäftigte und ALG-I-Empfänger. Seit 2004 dürfen OTC-Präparate (apothekenpflichtige Arz-neimittel, die nicht der Verschreibungspflicht des Arzneimittelgesetzesunterliegen) nicht mehr über ein "Kassenrezept" verordnet werden. Ausdiesem Grund ist ein Vergleich der Daten von 2006 mit den aktuellenZahlen vorgenommen worden.Eine Tagesdosis eines Medikamentes bezeichnet die empfohlene Men-ge eines Präparates zur Behandlung für einen Tag.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 17. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 17_____________________________________________________In Zukunft nicht alt aussehen – Unternehmen im demografischen Wandel"Wichtig ist nicht, wie alt man ist, sondern wie man alt ist" – Der Ausspruchdes Gesundheitsökonoms Gerhard Kocher fasst bereits die wichtigste Prä-misse gesunder Personalführung zusammen. Schon heute arbeiten in denUnternehmen in Deutschland mehr 50- als 30-Jährige. Bis zum Jahr 2050wird der demografische Wandel dafür sorgen, dass die Zahl der Menschenim erwerbsfähigen Alter hierzulande um weitere 20 Prozent sinkt. DerNachwuchsmangel und älter werdende Belegschaften in den Unternehmenerfordern nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) altersgerechtePersonalstrategien, die die Ressourcen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbei-ter fördern. Dabei geht es nicht um Ausnahmeregelungen für ältere Be-schäftigte. Notwendig sind Arbeitsplätze, die gesund gestaltet werden unddann selbstverständlich auch jüngeren Mitarbeitern gut tun. Fachkräftemangel In vielen Branchen gibt es heute schon Nachwuchsman- gel. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseUnter Deutschlands Arbeitnehmern bilden die Babyboomer-Jahrgänge der60er Jahre die größte Gruppe. Bereits Ende dieses Jahrzehnts sind sie überfünfzig Jahre alt. Was bedeutet das für die Unternehmen? Gudrun Ahlers,Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bei der TK:"Durch den Wegfall der gesetzlichen Regelung zur Altersteilzeit, das Her-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 18. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 18_____________________________________________________aufsetzen des Rentenalters auf 67 und angesichts des Nachwuchsmangelswird sich die Altersstruktur in den Betrieben deutlich verändern. Heute istnur jeder dritte Arbeitnehmer über das 60. Lebensjahr hinaus berufstätig,dieser Anteil wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.Deutsche Führungskräfte halten ihre Mitarbeiter jedoch nur bis zum Altervon 51 Jahren für voll leistungsfähig, in den USA traut man ihnen dagegenbis 60 zu, fit für den Job zu sein –vielleicht auch ein Grund dafür, dass dieErwerbsquote der höheren Jahrgänge dort deutlich höher liegt. Für die Un-ternehmen wird es künftig noch darauf ankommen, die Gesundheit ihrerMitarbeiter zu fördern, damit sie lange leistungsfähig bleiben.Viele Führungskräfte haben jedoch noch nicht erkannt, wie wichtig Betriebli-ches Gesundheitsmanagement für den Unternehmenserfolg ist. Demogra-fiemanagement besteht in vielen Unternehmen in erster Linie darin, neueArbeitskräfte zu rekrutieren. Nach Ansicht der Demografieberater ist dasnicht nur angesichts des immer knapper werdenden Nachwuchses am Ar-beitsmarkt jedoch gefährlich kurz gedacht. Viele Firmenchefs machen denFehler, ältere Beschäftigte mit dem Etikett mangelnder Leistungsfähigkeit zuversehen. Tatsächlich geht mit zunehmender Lebens- und Berufserfahrungeher ein Wandel der Kompetenzen als ein Abbau einher. Denn es sind nurbestimmte Fähigkeiten, die mit dem Alter nachlassen: Zwar fällt es mit demAlter schwerer, sich neues Wissen anzueignen, Informationen werden lang-samer verarbeitet und auch die körperliche Belastbarkeit nimmt ab. Dafürverfügen langjährige Mitarbeiter über ein enormes Erfahrungswissen, siehaben einen besseren Gesamtüberblick und größere Führungskompetenzals ihre jüngeren Kollegen. Jedes Unternehmen sollte daher ein großes Inte-resse daran haben, die Kompetenzen aller Altersgruppen im Unternehmenideal zu nutzen und zu fördern. Dies geht zum Beispiel, indem man soge-nannte Tandem-Teams einsetzt, in denen jede Generation seine Stärkeneinbringen kann. Oder durch generationenübergreifende Netzwerke, Job-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 19. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 19_____________________________________________________Rotationen oder Mentorenprogramme, in denen sogar die Erfahrung bereitspensionierter Mitarbeiter genutzt werden kann.Betriebe, die sich der unterschiedlichen Kompetenzen ihrer Beschäftigtenbewusst sind, sorgen für altersgerechte Entwicklungschancen und einensystematischen Wissenstransfer. In der heutigen Informationsgesellschaftnimmt die Halbwertszeit des Wissens immer weiter ab. "Lebenslanges Ler-nen" darf daher nicht nur eine leere Worthülse sein. Personalverantwortlichemüssen älteren Mitarbeitern Weiterbildungen auch in Fach- und Tech-nikthemen anbieten und Wissenstransfer absichern. Allerdings sind hierauch die Mitarbeiter gefordert. Sie müssen offen bleiben für neue Arbeits-und Kommunikationsmethoden wie zum Beispiel neue IT-Anwendungen undOnline-Netzwerke und bereit sein, auch von jüngeren Kollegen zu lernen."Den Erfahrungsschatz und das Wissen langjähriger Mitarbeiter ungenutztzu verrenten und gleichzeitig die nachkommende Mitarbeitergeneration mitvöllig unbekannten Aufgaben zu überfordern, wäre grob fahrlässig," so dieTK-Expertin. Kluge Unternehmen wissen um die Ressourcen ihrer Beschäf-tigten und nutzen diese für den Unternehmenserfolg. Die Empfehlung derDemografieberaterin Ahlers an die Personalverantwortlichen ist dabei sosimpel wie effektiv: "Wenn Sie sich über die gesundheitlichen Ressourcenihrer Mitarbeiter nicht sicher sind, wenn Sie nicht wissen, wie sich die Ar-beitsplätze gesünder gestalten lassen, dann fragen Sie jemanden, der sichdamit auskennt – Ihre Mitarbeiter!" Regelmäßige Zukunftsgespräche mit denBeschäftigten, in denen betriebliche und persönliche Veränderungswünscheund -potenziale rechtzeitig besprochen werden, sind eine der wichtigstenInformationsquellen und bieten die Möglichkeit für Feedback und Wert-schätzung. Beides sind wichtige Faktoren in der Gesundheitsförderung,denn sie wirken sich direkt auf die Motivation und damit auf die Leistungsfä-higkeit der Beschäftigten aus. Mitarbeiter, die dagegen das Gefühl bekom-men, nicht gebraucht zu werden, ziehen sich zurück. Für das UnternehmenHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 20. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 20_____________________________________________________ein fataler Produktivitätsverlust: Denn neben dem Mangel an Nachwuchs,fehlen weitere Mitarbeiter aufgrund innerer Kündigung.Ein nachhaltiges BGM widmet sich dabei gleichermaßen der Verhältnisprä-vention, wirkt also den Belastungen im Betrieb durch eine gesunde Gestal-tung der Arbeit entgegen (zum Beispiel durch eine Neu-Organisation derArbeitszeiten, verbessertem Informationsfluss), als auch der Verhaltensprä-vention. Diese zielt darauf ab, die Mitarbeiter durch Trainingsmaßnahmenmit Kompetenzen auszustatten, die es ihnen ermöglichen, den Belastungenam Arbeitsplatz wirksamer zu begegnen und dadurch Beschwerden wieStressreaktionen zu verringern (zum Beispiel Bewegungsmöglichkeiten amArbeitsplatz, Zeitmanagement). Die dritte Säule bilden schließlich kulturori-entierte Strategien. Denn auch ein Arbeitsklima, das von Wertschätzung undgegenseitiger Unterstützung geprägt ist, eine Anti-Mobbing-Kultur und eineoffene Kommunikation im Unternehmen sind wichtige Grundlagen für eingesundes Arbeiten.Auch wenn sich Unternehmen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeitenmit Investitionen in Betriebliches Gesundheitsmanagement schwer tun, istdiese Investition eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Arbeitnehmersind motivierter, gesünder und leistungsfähiger, Unternehmen senken ihreFehlzeiten, sind weniger von innerer Kündigung betroffen und profitierendurch wirtschaftlichen Erfolg und Imagegewinn. Der Erfolg des Demogra-fiemanagements hängt im Wesentlichen davon ab, ob es gelingt, die Orga-nisationsstruktur nachhaltig zu verändern und ist damit eine wichtige Füh-rungsaufgabe. Nur wenn die Gesundheitsförderung Chefsache ist und dieBeschäftigten gleichzeitig Eigenverantwortung für die eigene Gesundheitübernehmen, können Verhältnisse und Verhalten langfristig gesünder wer-den.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 21. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 21_____________________________________________________ Gesunde Unternehmen dank fitter Mitarbeiter In einer älter werdenden Ge- sellschaft wird es für Unter- nehmen immer wichtiger die Mitarbeiter gesund im Arbeits- leben zu halten. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseUm Unternehmen auf den demografischen Wandel einzustellen, kann manauch auf die Erfahrung von Profis zurückgreifen. Die Techniker Kranken-kasse unterstützt Firmen dabei, gesunde und altersgerechte Arbeitsbedin-gungen zu schaffen und die Gesundheit und Arbeitskraft aller Mitarbeiter zustärken.Weiterführende Informationen zum Betrieblichen Gesundheits- und insbe-sondere zum Demografiemanagement bietet das Firmenkundenportal derTK-Internetseite www.tk.de. Dort gibt es auch die Broschüre "Gesund altwerden im Betrieb - Wie Führungskräfte den demografischen Wandel ge-stalten" unter dem webcode 049596 zum kostenlosen Download.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 22. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 22_____________________________________________________Kindsein ist kein Kinderspiel: Medienkonsum, Therapien und Mob-bing in der digitalen WeltIntegrierte Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, jahrgangsübergreifendesLernen: Die Bedingungen in den Schulen haben sich in den vergangenenJahren drastisch geändert. Es gibt wohl kaum einen Bereich der Gesellschaftmit einer derart großen Zahl von Reformen wie das Bildungswesen. Wurdenfrüher Kinder mit sechs oder gar sieben Jahren eingeschult, drücken heuteoft schon Fünfjährige die Schulbank. Das Abitur ist in zwölf Jahren abzule-gen und Computer sind im Unterricht ein alltägliches Hilfsmittel. Und nichtzuletzt scheint es, als wäre die Kultur des Umgangs der Schüler untereinan-der rauer und unsozialer geworden. Dramatische Fälle von Mobbing findensich immer wieder in den Schlagzeilen. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrageim Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hat jeder dritte Schüler bereitsschlechte Erfahrungen wie Drohungen, Beleidigungen und das Verbreitenvon Gerüchten im Internet oder via Handy gemacht. Kindsein ist kein Kinder- spiel In der zunehmend digitalen Welt endet auch Mobbing nicht bei Schulschluss. Immer mehr Kinder leiden unter dem sogenannten Cybermobbing in den sozialen Netzwerken. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseHinzu kommen die hohen Erwartungen, die die Eltern an ihr (häufig einziges)Kind stellen. Schließlich soll der Sprössling die besten Chancen auf einenguten Start ins Berufsleben haben. Entsprechend groß kann der Druck sein,unter dem die Schüler leiden. Aber auch die Freizeitaktivitäten der KinderHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 23. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 23_____________________________________________________haben sich verändert. Eine Forsaumfrage im Auftrag der TK ergab, dassjedes dritte Kinder zwischen sechs und 18 Jahren mehr als eine Stunde vordem Fernseher verbringt. Dazu kommen noch Zeiten vor Computer undSpielkonsole. Konsole statt Klettern Kinder verbringen heute mehr Zeit mit TV und Computer als mit Toben. Je älter die Kinder werden, desto weiter geht die Schere auseinander. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseMit Sorge beobachtet die TK den Trend, dass Kinder immer häufiger zumTherapeuten müssen. Eine Auswertung der TK ergab, dass im vergangenenJahr jedes dritte Kind unter 15 Jahren ein Heilmittel wie eine Physiotherapie,Ergotherapie oder Sprachtherapie verordnet bekommen hat. Gegenüberdem Jahr 2007 ist das ein Plus von zehn Prozent. Den größten Zuwachs anTherapien gab es bei den Sprachtherapien: Hier betrug die Steigerung in-nerhalb der letzten vier Jahre 30 Prozent.York Scheller, Psychologe bei der TK zu den Zahlen: "Erfreulicherweise gibtes inzwischen sehr gute Möglichkeiten, Kinder mit Entwicklungsproblementherapeutisch zu unterstützen. Dass mittlerweile aber fast jedes zweiteSchulkind therapieerfahren ist und diese Tendenz sogar zunimmt, ist be-merkenswert. Es wirft die Frage auf, ob wir den Kindern in ihrem Alltag aus-reichend Anreize und Raum geben, sich zu entwickeln."Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 24. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 24_____________________________________________________ Kippeln erlaubt Kinder haben einen natürli- chen Bewegungsdrang. Lan- ges Sitzen am Schreibtisch sollte mit Toben und Sport ausgeglichen werden. Motiv zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseScheller: "Gegen den steigenden Therapiebedarf gibt es zwar kein Patent-rezept, aber Eltern können ihren Nachwuchs in seiner Entwicklung unter-stützen und die eine oder andere Therapie überflüssig machen. Das ge-meinsame Singen von Kinderliedern und Abzählreime üben die Sprache."Kinder sollten ihrer Fantasie beim Spielen, Basteln oder Toben auf demSpielplatz freien Lauf lassen können. Solche Aktivitäten fördern das Sozial-verhalten, die Kreativität und die koordinativen Fähigkeiten, womit das Risi-ko von Entwicklungsrückständen gemindert werden kann. All das kann sei-nen Beitrag dazu leisten, dass die Kinder gesund aufwachsen.Auf ihrer Internetseite www.tk.de zeigt die TK unter dem Webcode 385988in vielen Kurzfilmen, mit welchen Koordinationsspielen sich mehr Bewegungin den Kinderalltag bringen lässt.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 25. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 25_____________________________________________________Diabetesforscher: "Unser Lebensstil lässt uns faul und krank werden"Im Gespräch mit Prof. Dr. Peter Schwarz, Diabetesforscherund Inhaber des ersten deutschen Lehrstuhls für Diabe-tesprävention an der TU DresdenFrage: Die demografische Entwicklung einmal kurz zusam-mengefasst, werden wir Deutschen älter und weniger. Werdenwir auch kränker?Prof. Dr. Peter Schwarz: Ja, glücklicherweise werden wir äl-ter. Aufgrund sinkender Geburtenraten werden wir auch weni-ger. Das ist nicht beunruhigend. Schlimm ist, dass wir statis- Prof. Dr. Peter Schwarztisch gesehen auch immer kränker werden. Vor allem deshalb, Der international gefragte Diabetes-Experteweil kranke Menschen heute viel länger mit ihrer Krankheit le- erforscht nachhaltige Änderungen des Le-ben. Unser Lebensstil hat sich drastisch verändert. Chronische bensstils, um Zivilisationskrankheiten zu ver- hindern.Erkrankungen, die früher 70-jährige betrafen, kommen heutebereits bei 40-jährigen vor. Diese Menschen haben eine viel Foto: Universitätsklinikumlängere Lebens- und Leidenszeit mit der Erkrankung vor sich. "Carl Gustav Carus" an der Technischen Uni- versität DresdenFrage: Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs – ist die Zunahme Motiv zum Download unter www.presse.tk.deder Zivilisationserkrankungen der Preis für unseren Lebensstandard?Prof. Dr. Peter Schwarz: Es ist eher das Ergebnis als der Preis unseresLebensstandards. Denn hoher Lebensstandard muss nicht zwingend bedeu-ten, ungesund zu leben. Wir haben sogar viel mehr Möglichkeiten, uns ge-sund zu ernähren und uns gesund zu bewegen – nutzen diese aber nicht.Unser gehobener Lebensstandard hat uns fauler und dadurch auch kränkerwerden lassen. Wir nehmen viel mehr prozessierte, unnatürliche Nahrungs-mittel zu uns, als das unserer Gesundheit bekommt. So steigt die Anzahl vonMenschen mit chronischen Erkrankungen drastisch an. Wir sind dieser Ent-wicklung jedoch nicht hilflos ausgeliefert. Wir können uns sehr wohl gesundernähren, wenn wir das wollen. Ebenso können wir uns gesund bewegen. ImHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 26. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 26_____________________________________________________Durchschnitt laufen die Deutschen am Tag weniger als 3.000 Schritte. Wennwir täglich 10.000 Schritte liefen, und das mindestens vom 25. Lebensjahran, würden wir keine dieser sogenannten Zivilisationserkrankungen bekom-men. Auch das würde uns der heutige Lebensstandard ermöglichen. Eine Frage des Lebensstils In modernen Gesellschaften nehmen vor allem Zivilisa- tionskrankheiten wie Blut- hochdruck und Diabetes so- wie psychischen Belastungen zu. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseFrage: Sie sind ein weltweit gefragter Experte auf dem Gebiet der Diabe-tesprävention. Gibt es internationale Erfahrungen im Umgang mit einer al-ternden Gesellschaft, von denen wir im deutschen Gesundheitswesen lernenkönnten?Prof. Dr. Peter Schwarz: Deutschland ist international immer noch Know-how-Träger. Hier wurden sehr viele Konzepte entwickelt und auch erfolgreichgetestet, wie Diabetes effektiv verhindert werden kann. Interessanterweisesind es häufig andere Länder, die das deutsche Know-how dann in die Pra-xis umsetzen. Weltweit gibt es eine stark wachsende Anzahl von Experten,die sich mit diesem Thema – der Verhinderung von chronischen Erkrankun-gen wie Diabetes mellitus – beschäftigen. Dabei kann jeder von dem ande-ren lernen. In der politischen Umsetzung sind uns Länder wie Portugal undEngland weit voraus. Inhaltlich können wir viel von asiatischen Ländern ler-nen. Aber all diese Länder profitieren auch von den Erfahrungen, die wir inDeutschland gemacht haben. Wir haben dazu ein großes internationalesHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 27. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 27_____________________________________________________Netzwerk gegründet, in dem bereits über 4.000 Experten zusammenarbei-ten. Ein gutes Beispiel, das auch bei uns schnell umgesetzt werden könnte:Auf fettreiche Nahrungsmittel sollte eine Steuer erhoben werden. Das ist mitsehr gutem Erfolg in Dänemark geschehen.Frage: Die TK stellt ihren Versicherten vieles zur Verfügung, um mit ge-sundheitsbewusster Lebensweise Krankheiten vorzubeugen. Beispiele dafürsind Bonusprogramme, Präventionsangebote oder Vorsorgeuntersuchungen.Einige dieser Leistungen werden jedoch nicht so intensiv genutzt, wie es fürden Einzelnen, aber auch für das Gesundheitssystem insgesamt ratsam wä-re. Wie kann man die Menschen besser erreichen?Prof. Dr. Peter Schwarz: Krankenkassen wie die TK bieten viele Möglich-keiten für die Versicherten, um gesund zu leben. Es ist in vielen westlichenLändern leider so, dass zwar gute Angebote für einen gesunden Lebensstilexistieren, sie aber nicht genutzt werden. Die Menschen nehmen in Kauf, indreißig oder vierzig Jahren einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere chro-nische Erkrankungen zu bekommen, anstatt sich heute gesund zu ernährenund zu bewegen. Die Krux dabei ist, dass ich das Gesunde heute tun muss,die Vorstellung von den Folgen der Erkrankung aber in weiter Ferne liegt.Dabei ist selbst das nicht mehr wahr. Es gibt mehr und mehr Jüngere mitmetabolischen Erkrankungen. Wir müssen uns dringend engagieren, um diePräventivangebote so attraktiv zu gestalten, dass sie häufiger genutzt wer-den. Wir brauchen da auch gezielte Anreize für Versicherte. Darüber hinausmüssen Wohnumfeld und vor allem die Arbeitswelt der Menschen so gestal-tet werden, dass mehr Bewegung in den Alltag integriert wird. Dafür sindneben den Krankenkassen auch Kommunen, Bundesländer und die Arbeit-geber gefragt. Bei vielen unterschiedlichen Partnern scheitert aber häufig dieUmsetzung in Deutschland.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 28. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 28_____________________________________________________Studieren geht an die Nerven – jede fünfte Pille gegen psychischeStörungenDie Bologna-Reform hat die Studienlandschaft während der letzten Jahregrundlegend verändert. Hinzu kommen doppelte Abiturjahrgänge, überfüllteHörsäle, steigender Numerus Clausus in vielen Studienbereichen. Das sinddie Bedingungen, denen sich die Studenten heutzutage stellen müssen.Aber wie wirken sich diese Veränderungen auf die gesundheitliche Situationder Studierenden aus? Macht Studieren gar krank oder spielt auch einemögliche Orientierungslosigkeit angesichts der schier unbegrenzten Mög-lichkeiten, sich beruflich zu verwirklichen, eine Rolle?Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die Gesundheit von Studierenden imAlter von 20 und 35 Jahren ausgewertet und mit den Daten junger Erwerbs-tätiger in der gleichen Altersklasse verglichen. Eine Kennzahl, um die ge-sundheitliche Verfassung von Studierenden einzuordnen, ist der Umfang derverordneten Medikamente. Statistisch gesehen wurden jedem Hochschülerim Jahr 2010 Medikamente für 65 Tage verordnet. Das ist weniger als beiden erwerbstätigen Altersgenossen mit 72 Tagesdosen. Der Umfang derTagesdosen stieg bei beiden Gruppen in den letzten vier Jahren an: bei denErwerbspersonen um 18 Prozent und bei den Studierenden um 23 Prozent.Gravierende Unterschiede zwischen Studenten und jungen Erwerbsperso-nen zeigen sich darin, welche Medikamente verordnet wurden. Jede fünftePille, die ein Hochschüler erhielt, ist mittlerweile ein Medikament zur Behand-lung von Erkrankungen des Nervensystems. Erhielt ein Student im Jahr 2006durchschnittlich 8,7 Tagesdosen von Psychopharmaka und Co., waren esvier Jahre später bereits 13,5 Tagesdosen – eine satte Steigerung um 55Prozent. Bei den jungen Erwerbspersonen stieg die Zahl der verordnetenTagesdosen in diesem Zeitraum um "nur" 39 Prozent von 7,1 auf 9,9 Tages-dosen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 29. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 29_____________________________________________________ Eine Frage des Lebensstils In modernen Gesellschaften nehmen vor allem Zivilisa- tionskrankheiten wie Blut- hochdruck und Diabetes so- wie psychischen Belastungen zu. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseAber nicht nur das Volumen der Verordnungen von Arzneimitteln bei Erkran-kungen des Nervensystems ist gestiegen, auch der Anteil der jungen Men-schen, die medikamentös behandelt werden, nimmt immer weiter zu. Beson-ders stark stiegen innerhalb der letzten vier Jahre die Verordnungsraten vonAntidepressiva: um mehr als 40 Prozent.Neben den Arzneimitteln lohnt auch ein Blick auf die Diagnosedaten derStudierenden. Die Sonderauswertung der TK zur gesundheitlichen Situationvon Studenten und jungen Erwerbspersonen zeigt, dass in beiden Gruppenrund 20 Prozent der Versicherten mindestens einmal eine psychische Diag-nose gestellt wurde. Frauen waren mit 30 Prozent deutlich häufiger betroffenals Männer mit 13 Prozent. Mit zunehmendem Alter nehmen die Diagnoseneiner psychischen Störung bei Studierenden erheblich stärker zu als bei Be-rufstätigen.Was führt dazu, dass Studenten heute offensichtlich häufiger psychischeProbleme haben? Hat die Umstellung des deutschen Studiensystems vomDiplom auf Bachelor- und Masterstudiengänge dazu beigetragen, dass sichHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 30. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 30_____________________________________________________Studierende zunehmend gestresst fühlen? Oder kann ein Student sich ein-fach nicht entscheiden? Hat er auch wirklich alles ausprobiert – oder wäreein erneutes Praktikum oder ein Erasmussemester nicht doch noch hilfreich?Eines scheint jedenfalls festzustehen: Anscheinend fühlt sich fast jeder deut-sche Student gestresst. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage unter 1.000Studenten in Nordrhein-Westfalen. Fast die Hälfte der Befragten fühlt sichsogar häufig oder immer gestresst. Hauptursache dieses Stresses sinddemnach Prüfungen, Zeitdruck und finanzielle Sorgen. Die Studenten klagenüber Nervosität, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. JederZehnte gibt an, dass er zur Bekämpfung des Stresses Psychopharmakanimmt.Die Umfrage zeigt auch, dass die Studenten die Bologna-Reformen sehrkritisch sehen. In der Studienzeitverkürzung sehen die meisten von ihneneinen großen Stressfaktor. Sie beklagen aber auch, dass sie durch die neu-en Studiengänge weniger Freiräume und weniger Spielraum für die Persön-lichkeitsentwicklung haben.Stress und Stressempfinden ist bekanntlich subjektiv. Was einer ohne Prob-leme an sich abprallen lässt, bringt den anderen um die innere Ruhe. Wichtigist es, bei Problemen Hilfe zu suchen. Die TK unterstützt ihre Versichertendurch Entspannungskurse und den AntistressCoach. Bei diesem virtuellenCoach, der auf der TK-Website tk.de unter dem webcode 038636 zu findenist, werden individuelle Übungspläne erstellt, um mit dem ganz "normalenAlltagswahnsinn" besser umgehen zu können.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 31. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 31_____________________________________________________TK: Statt Babyboom immer mehr Einzel- und KaiserschnittkinderIn Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Im letzten Jahr er-blickten nur noch halb so viele Babys das Licht der Welt wie 1964. Statistischgesehen bekommt mittlerweile eine Frau in Deutschland nur noch 1,36 Kin-der. "Was in vorangegangenen Generationen ein normaler Bestandteil desLebens war, ist heutzutage ein besonderes und häufig auch einmaliges Er-eignis im Leben einer Frau", sagt Heiko Schulz, Psychologe bei der Techni-ker Krankenkasse (TK). "Alles soll perfekt sein: Schwangerschaft und Geburtwerden oft genauestens geplant. Das Angebot an Ratgebern scheint nahezuunbegrenzt. Da kann die Familie in spe schon einmal unsicher werden." DerPsychologe rät, sich möglichst gelassen auf das Leben als Familie vorzube-reiten. Die TK unterstützt künftige Eltern dabei mit dem Kurs "Stressfrei insFamilienglück". Stressfrei ins Familienglück Die Techniker Krankenkasse rät zu mehr Gelassenheit beim Projekt Familie. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseWenn es um die Nachwuchsplanung geht, spielen berufliche und gesell-schaftliche Rahmenbedingungen eine große Rolle. Schließlich wollen Aus-bildung, Studium und Einstieg ins Berufsleben in Einklang mit dem Wunschnach Kindern gebracht werden. Wer auf der beruflichen Karriereleiter vor-wärts kommen möchte, verschiebt häufig den Wunsch nach einem Kind.Immer in der Hoffnung, dass die Zeit dann günstiger ist. Daher ist es keinHerausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 32. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 32_____________________________________________________Wunder, dass die Mütter in Deutschland immer älter werden und wenigerKinder zur Welt bringen. So bekam im letzten Jahr eine Frau mit durch-schnittlich 29,1 Jahren ihr erstes Kind, in den 1960er Jahren war sie imSchnitt 23 Jahre alt. Der aktuelle Demografiebericht für Deutschland zeigt:Je höher der Bildungsstand, desto weniger Kinder hat eine Frau geboren.Mit Sorge betrachtet die TK die stetige Zunahme der Entbindungen per Kai-serschnitt. Im vergangenen Jahr kam jedes dritte Baby auf dem Operations-tisch zur Welt. "Ein Kaiserschnitt ist eine Bauch-OP, die wie jeder operativeEingriff mit Risiken wie Blutungen, Nachblutungen oder Infektionen verbun-den ist. Frauen, die Angst vor den Schmerzen einer natürlichen Geburt ha-ben und an einen Kaiserschnitt denken, können sich bei ihrer Hebammeausführlich über Risiken und mögliche Alternativen beraten lassen", emp-fiehlt TK-Experte Schulz. Die Kosten hierfür übernehmen die gesetzlichenKrankenkassen.Das erste Kind mit 40 und älter – das ist hierzulande längst keine Seltenheitmehr. Aber nicht nur das Alter von Mutter und Vater hat sich verändert, dieKinder leben heutzutage auch häufig unter völlig anderen Verhältnissen alsfrüher. Schulz: "Wuchsen Kinder früher häufig mit mehreren Geschwisternauf, so gibt es heute immer mehr Einzelkinder. Jedes sechste Kind lebt beinur einem Elternteil, und Patchworkfamilien sind längst Alltag in Deutsch-land." Auch Eltern müssen beruflich flexibel sein. Oma und Opa wohnen da-her oft in anderen Landesteilen. Diesen Bedingungen muss sich eine Gesell-schaft stellen. Per Gesetz haben ab August kommenden Jahres alle Elternden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Ein- und Zweijährige. DieRealisierung scheint aber auf eher wackligen Füßen zu stehen – die Kom-munen melden bereits Verzug. Insbesondere die westdeutschen Gemeindenhaben Nachholbedarf. Laut Statistischem Bundesamt wurden am Stichtag 1.März 2012 lediglich 27,6 Prozent aller Kinder unter drei Jahren außerhalbdes Elternhauses betreut. Die regionalen Unterschiede sind enorm. Spitzen-Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 33. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 33_____________________________________________________reiter bei der Kindertagesbetreuung ist Sachsen-Anhalt mit 57,5 Prozent, dasSchlusslicht bildet Nordrhein-Westfalen mit 18,1 Prozent.Aber auch die Firmen müssen sich darauf einstellen, dass Frauen sich ne-ben der Karriere auch der Familie widmen wollen. TK-Experte Schulz: "Umgutes Personal zu bekommen und zu halten, braucht es mehr als gute Be-zahlung. Flexible Arbeitszeitmodelle sind für Familien mindestens genausowichtig." Laut des aktuellen Demografieberichts des Innenministeriums sindfamilienfreundliche Arbeitsbedingungen für neun von zehn Beschäftigtenzwischen 25 und 39 Jahren mindestens so wichtig bzw. wichtiger als dasGehalt.Die TK als Arbeitgeber bietet ihren Angestellten gleitende Arbeitszeiten vonsechs Uhr früh bis 20 Uhr abends. Das ermöglicht es, familiäre und berufli-che Verpflichtungen miteinander in Einklang zu bringen. Eltern auf Teilzeit-stellen haben die gleichen Karrieremöglichkeiten wie Vollzeitbeschäftigte.Auch nach längeren Auszeiten können die Mitarbeiter ihren angestammtenArbeitsplatz wieder einnehmen.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 34. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 34_____________________________________________________Kurz gemeldetGolden girls – and boys*** Derzeit können Frauen mit einer durchschnittlichen Lebenserwartungvon 82,6 Jahren davon ausgehen, fast fünf Jahre länger zu leben als Män-ner mit 77,5 Jahren. Bevölkerungswissenschaftler gehen jedoch davonaus, dass sich die Lebenserwartung von Männern und Frauen in den kom-menden Jahrzehnten wieder annähern wird. Im Jahr 2030 können Männermit 81 Lebensjahren rechnen und Frauen im Mittel 85,7 Lebensjahre erwar-ten. Im Jahr 2060 liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauenmit 91,2 Jahren nur noch dreieinhalb Jahre über der der Männer.***0,7 Kinder zu wenig***Knapp 1,4 Kinder bekommt eine Frau in Deutschland derzeit statistischgesehen. 2,1 Geburten wären jedoch nötig, um die aktuelle Bevölkerungs-zahl zu erhalten. Experten gehen deshalb davon aus, dass im Jahr 2060zwölf bis 15 Millionen Menschen weniger in Deutschland leben werden. *** Deutschland schrumpft Knapp 1,4 Kinder bekommen Frauen in Deutschland im Durchschnitt, zwei müssten es sein, um die aktuelle Bevölke- rungszahl konstant zu halten. Grafik zum Download unter www.presse.tk.de Quelle: Techniker Kranken- kasseGesundheitsangebote für Migranten***Der demografische Wandel in Deutschland führt auch dazu, dass derBevölkerungsanteil der Menschen mit Migrationshintergrund hierzulandesteigt. Etwa ein Fünftel der Menschen in Deutschland hat derzeit einenMigrationshintergrund, acht Prozent sind ausländische Staatangehörige.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 35. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 35_____________________________________________________Mit 1,7 Millionen Menschen besitzen die meisten von ihnen die türkischeStaatsangehörigkeit.Mit 34,8 Jahren liegt der Altersdurchschnitt bei den Migranten deutlich un-ter dem der deutschen Bevölkerung ohne Migrationshintergrund mit 45,6Jahren. Um dem steigenden Bedarf medizinischer Versorgung von Migran-ten gerecht zu werden, gibt es auch immer mehr spezifische Angebote imGesundheitswesen: So gibt es mittlerweile interkulturelle Pflegedienste,spezielle Patientenschulungsangebote und Patienteninformationen in ver-schiedenen Sprachen. Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet unter ande-rem den Informationsflyer zum Umgang mit schreienden Babys in russi-scher und türkischer Sprache an. ***Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Erwerbstätigkeit sinkt mit stei-gender Kinderzahl***Im vergangenen Jahr waren nach Angaben des Statistischen Bundes-amtes 73 Prozent aller Eltern mit Kindern unter sechs Jahren erwerbstätig.Allerdings gab es gravierende Unterschiede zwischen Müttern und Vätern.Während 91 Prozent der Väter eines Kindes arbeiten gehen, sind es nur 61Prozent der Mütter. Je mehr Kinder vorhanden sind, umso geringer ist dieErwerbsquote. Hat die Familie drei und mehr Kinder, arbeiten immerhin 81Prozent der Männer, aber nur noch jede vierte Frau. ***Impfschutz bei Schulkindern gestiegen***Kinder, die in die Schule kommen, sind immer besser geimpft. Ein Ver-gleich der Schuleingangsuntersuchungen der Jahre 2000, 2005 und 2010zeigt, dass die Impfquoten in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestie-gen bzw. auf hohem Niveau konstant geblieben sind. Ein besonders deutli-cher Anstieg der Impfquoten ist bei den Impfungen gegen Keuchhusten,Hepatitis-B- und bei den zweiten Masernimpfungen festzustellen. ZumSchuleingang 2000 lag die Impfquote gegen Pertussis bundesweit bei 78,1Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 36. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 36_____________________________________________________Prozent, fünf Jahre später bei 91,9 Prozent und im Jahr 2010 bei 94,7 Pro-zent. Im Jahr 2000 waren nur 45,4 Prozent der Kinder bei den Schulein-gangsuntersuchungen gegen Hepatitis B geimpft, 2010 waren es 86,8 Pro-zent - mit deutlichen regionalen Unterschieden.***Kinder werden immer dicker***Deutsche Kinder werden immer dicker. Die KIGGS-Untersuchung desRobert Koch-Instituts weist darauf hin, dass 15 Prozent der Kinder undJugendlichen zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig sind. Mehr alsein Drittel sind sogar adipös. Der Anteil übergewichtiger Kinder nimmtseit Jahren zu. Im Vergleich zu den Jahren 1985 bis 1999 gibt es heute50 Prozent mehr Kinder und Jugendliche mit Übergewicht und doppeltso viele mit Adipositas.***Zu wenige Teenager nutzen die Vorsorgeuntersuchung***Jugendliche stehen nicht auf Gesundheits-Check-ups. Wie eineAuswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, nutzen nur rund65 Prozent der 12- bis 14-Jährigen die FrüherkennungsuntersuchungJ1. Im Vergleich dazu werden die Untersuchungen für etwa ein- bisfünfjährige Kinder mit über 95 Prozent gut angenommen. Zwischenden Kinderuntersuchungen und der J1 klaffte eine Lücke, die die TKmit zusätzlichen Vorsorgeterminen geschlossen hat. So können Kinderim Alter von sieben und acht Jahren sowie von neun bis zehn Jahrenweitere Untersuchungen nutzen. Und auch für Jugendliche hat die TKihr Angebot erweitert. Die J2 im Alter von 16 bis 17 Jahren legt denSchwerpunkt darauf, mögliche Pubertäts- und Sexualstörungen zuerkennen und zu behandeln. Themen sind auch Haltungsschäden,Diabetes-Vorsorge und die Berufswahl. ***Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012
  • 37. TK-Medienservice „Demografischer Wandel" 37_____________________________________________________ImpressumDen TK-Medienservice finden Sie im Internet im Presse-Center unterwww.presse.tk.de. Dort stehen Ihnen auch honorarfreie Pressefotos, Info-grafiken und schnittfähiges Filmmaterial zur Verfügung.Die Verwendung des TK-Medienservices ist honorarfrei. Wir bitten um dieZusendung von Belegexemplaren.Bitte beachten Sie die Verwendungsbedingungen für die Pressefotos undInfografiken: Abdruck honorarfrei unter Angabe der Quelle "Foto: TechnikerKrankenkasse" im Rahmen redaktioneller Berichterstattung und im Zu-sammenhang mit den von der TK veröffentlichten Themen. Die Nutzung zuWerbezwecken ist ausgeschlossen. Das Einstellen in Bilddatenbankenbedarf der Genehmigung durch die Pressestelle der Techniker Kranken-kasse.Sie erreichen die Pressestelle der TK unter:Techniker Krankenkasse, PressestelleBramfelder Straße 140, 22305 HamburgTel. 040 - 69 09-17 83, Fax 040 - 69 09-13 53, E-Mail pressestelle@tk.deAlle Presseinformationen der TK auf einen Blick: Besuchen Sie unserenSocial Media Newsroom unter www.newsroom.tk.de.Folgen Sie auch unseren News auf dem Twitter-Kanal der TK-Pressestelleunter www.twitter.com/TK_Presse.Wenn Sie in den E-Mail-Verteiler für Pressemitteilungen und den Medien-service aufgenommen werden möchten, schicken Sie uns ein Mail anpressestelle@tk.de.Herausgeber: Techniker Krankenkasse • Pressestelle • Bramfelder Straße 140 • 22305 Hamburg Tel. 040 - 69 09-17 83 • Fax 040 - 69 09-13 53 • E-Mail pressestelle@tk.de TK-Medienservice im Internet: www.presse.tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de • Twitter: www.twitter.com/TK_PresseAusgabe: November 2012