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AU-Fälle nach ICD10-Diagnosekapiteln 2010                                                                                 ...
AU-Fälle je 100 Versicherungsjahre nach ICD10-Diagnosekapiteln                                                 Ergebnisse ...
Ausgewählte ICD10-Diagnosekapitel: Relative Veränderungender AU-Fallzahlen 2000 bis 2010 (Werte 2000 = 100 Prozent)       ...
Anteilig relevante dreistellige ICD10-Diagnosen: AU-Fälle je 100 VJ in 2010ICD10-Diagnose                                 ...
AU-Tage je 100 Versicherungsjahre nach ICD10-Diagnosekapiteln                                                 Ergebnisse  ...
Ausgewählte ICD10-Diagnosekapitel: Relative Veränderungender Fehlzeiten 2000 bis 2010 (Werte 2000 = 100 Prozent)          ...
Anteilig relevante dreistellige ICD10-Diagnosen: AU-Tage je 100 VJ in 2010ICD10-Diagnose                                  ...
Verordnungsvolumen Arzneimittel nach anatomischen ATC-Gruppen 2010                                                        ...
Relative Veränderungen des Verordnungsvolumens in ausgewählten anatomischen ATC-Gruppen 2000 bis 2010                     ...
Arzneimittel mit relevantem Verordnungsvolumen nach dreistelligem ATC-Code 2010ATC     ATC-Gruppe                         ...
Verordnete DDD je VJ nach anatomischen ATC-Gruppen: Studierende und junge Erwerbs-personen 2006 bis 2010                  ...
Betroffene Studierende und junge Erwerbspersonen 2009                                      Schilddrüse                  De...
Depressionen und Antidepressivaverordnungen nach Bundesländern 2009Abbildung 10 (Junge Erwerbspersonen und Studierende 20–...
Populationsanteile mit Kontakt zu Psychotherapeuten nach Bundesländern 2009                                               ...
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TK-Gesundheitsreport 2011 für Thüringen

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Angelehnt an den bundesweiten TK-Gesundheitsreport befasst sich auch die regionalisierte Version für Thüringen traditionell mit Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen. In diesem Jahr richtet sich dabei das Augenmerk auf die Gesundheit junger Erwerbspersonen und Studierender.

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  1. 1. InhaltZum Gesundheitsreport der TK .......................................... 3Erwerbspersonen - Versichertenstruktur ............................ 3Arbeitsunfähigkeit ............................................................... 4Arzneiverordnungen ........................................................... 5Junge Erwerbspersonen und Studierende ......................... 7Abbildungen und Tabellen ................................................ 10Gesundheitsreport 2011 – Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen – Auswertungen für ThüringenHerausgegeben von der Techniker Krankenkasse, Hamburg, Fax 040 - 69 09-22 58, Internet: www.tk.de, Bereich Marketing & Vertrieb, FachreferatGesundheitsmanagement, Autoren: Dr. Thomas Grobe, Dr. Ingeborg Mieth, Hans Dörning, ISEG (Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie undGesundheitssystemforschung), Hannover, Redaktion: Gudrun Ahlers.© Techniker Krankenkasse, alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und sonstige Formen der Vervielfältigung - auch auszugsweise - nicht gestattet.2
  2. 2. Zum Gesundheitsreport der TKAuswertungsbasis des Gesundheitsreports bildeten anonymisierte Routinedaten der Techni-ker Krankenkasse zu Erwerbspersonen (Berufstätige und Arbeitslose1), also zur Gesamt-gruppe derjenigen Versicherten, bei denen im Krankheitsfall mit der Abgabe einer Arbeitsun-fähigkeitsbescheinigung gerechnet werden kann. Die regionale Auswertung stellt eine Aktua-lisierung im Hinblick auf das Arbeitsunfähigkeitsmeldegeschehen sowie Arzneiverordnungendar und ergänzt den bundesweiten Gesundheitsreport 2011. Berichtet werden vorrangig Er-gebnisse zum Jahr 2010.Nahezu allen Darstellungen im TK-Gesundheitsreport liegen alters- und gegebenenfalls ge-schlechtsstandardisierte Ergebnisse zugrunde. Die zwischen einzelnen Bundesländern oderim zeitlichen Verlauf hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsstruktur von Erwerbspersonenbestehenden Unterschiede werden bei der Standardisierung rechnerisch ausgeglichen. Dar-gestellte Ergebnisdifferenzen zwischen den Bundesländern bestehen damit sinngemäß unterder Annahme einer einheitlichen Geschlechts- und Altersstruktur bei Erwerbspersonen füralle Bundesländer und lassen sich daher nicht auf entsprechende Strukturdifferenzen zwi-schen den Bundesländern zurückführen.Erwerbspersonen - VersichertenstrukturIn der TK waren 2010 durchschnittlich 3,51 Millionen Erwerbspersonen versichert. Der Anteilvon berufstätigen TK-Mitgliedern an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten inDeutschland betrug nach Gegenüberstellungen zu vorläufigen bundesdeutschen Zahlen imJahresdurchschnitt 2010 etwa 12,2 Prozent.1,5 Prozent aller Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 bis 65 Jahren mit Versiche-rung in der TK wohnten 2010 in Thüringen (im Jahresmittel 53 Tausend Erwerbsperso-nen). Der Anteil von Berufstätigen mit Versicherung in der TK an allen sozialversiche-rungspflichtig Beschäftigten in Thüringen beträgt nach Gegenüberstellungen zu vor-läufigen Landeswerten 6,9 Prozent. Etwa jeder vierzehnte abhängig Beschäftigte inThüringen war im Jahr 2010 bei der TK versichert.1 Ab dem Jahr 2006 werden bei den Auswertungen aus der Gruppe der arbeitslos gemeldeten Mitglie-der nur noch Arbeitslosengeld-I-Empfänger berücksichtigt, da Arbeitslosengeld-II-Empfänger nicht zurAbgabe einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei der Krankenkasse verpflichtet sind. 3
  3. 3. ArbeitsunfähigkeitBundesweit wurden im Jahr 2010 in der TK durchschnittlich 1,00 Arbeitsunfähigkeitsfälle jeErwerbsperson registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der gemeldeten Fälle damitum 2,4 Prozent gesunken. Der Krankenstand lag demgegenüber im Jahr 2010 mit 3,36 Pro-zent leicht über dem Vorjahreswert. 2006 hatte er auf einem historischen Tiefstand bei 2,88Prozent gelegen, 2007 bei 3,01 Prozent, 2008 bei 3,08 Prozent und im Jahr 2009 bei 3,32Prozent. Der für 2010 bundesweit ermittelte Krankenstand entspricht durchschnittlich 12,27Fehltagen (bezogen auf eine durchgängig versicherte Erwerbsperson). Im Jahr 2009 warenes demgegenüber durchschnittlich 12,11 Fehltage je Erwerbsperson. Damit sind die Fehlzei-ten 2010 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 1,3 Prozent angestiegen, nachdem es von2006 auf 2007 zu einem Anstieg um 4,3 Prozent, 2008 zu einem Anstieg um 2,5 Prozent und2009, im Zuge stärkerer Grippe- und Erkältungswellen (Stichwort „Neue Influenza“), zu einemAnstieg um 7,7 Prozent gekommen war.Aus dem Ausbleiben stärkerer Grippe- und Erkältungswellen im Jahr 2010 erklärt sich imWesentlichen der eingangs erwähnte Rückgang der durchschnittlichen Zahl der gemeldetenArbeitsunfähigkeitsfälle. Fehlzeiten unter der Diagnose von Atemwegserkrankungen sankenvon 2009 auf 2010 bundesweit entsprechend deutlich um 15,2 Prozent. Dass es von 2009auf 2010 diagnoseübergreifend dennoch zu einem leichten Anstieg der Fehlzeiten insgesamtgekommen ist, resultierte insbesondere aus steigenden Fehlzeiten unter der Diagnose vonpsychischen Störungen, die bundesweit um 13,8 Prozent anstiegen. Wie in den Vorjahrenvariiert der Krankenstand auch 2010 erheblich in Abhängigkeit vom ausgeübten Beruf.Die Anzahl der 2010 je Versicherungsjahr gemeldeten AU-Fälle ist in Thüringen gegen-über dem Vorjahr gering um 0,5 Prozent auf durchschnittlich 11,7 Fälle je Person ge-sunken (vgl. Abbildung 1 auf Seite 10). In Thüringen wurden damit, ähnlich wie in denVorjahren, 17,1 Prozent mehr AU-Fälle als im Bundesdurchschnitt erfasst (vgl. letzteZeile in Tabelle 1 auf Seite 12). Mit 33,9 Fällen je 100 Versicherungsjahre (VJ) diehöchste Zahl an AU-Fällen lässt sich den Krankheiten des Atmungssystems zuordnen(ICD10-Diagnosekapitel X, zu dem insbesondere Erkältungskrankheiten, aber auch dieklassische Grippe zählen; vgl. auch Abbildung 3). Im Vergleich zum Vorjahr ist es beiKrankheiten des Atmungssystems zu einem Rückgang der Fallzahlen um 14,1 Prozentgekommen. Hierfür verantwortlich war das Ausbleiben ausgeprägter Grippe- und Er-kältungswellen im Jahr 2010, die 2009, auch im Zuge der „Neuen Grippe“, zu verhält-nismäßig vielen Krankschreibungen geführt hatten (vgl. Ergebnisse im Gesundheits-report mit bundesweiten Ergebnissen). Die häufigste Diagnose einer Arbeitsunfähig-keit war mit 13,8 AU-Fällen je 100 VJ dennoch auch im Jahr 2010 die ICD-Diagnose J06„Akute Infektionen der oberen Atemwege“ (vgl. Tabelle 3 auf Seite 14).Der Krankenstand in Thüringen lag im Jahr 2010 mit 3,78 Prozent (entsprechend 13,8Fehltagen je Versicherungsjahr) 12,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Im Ver-gleich zum Vorjahr sind die Fehlzeiten in Thüringen insgesamt marginal um 0,4 Pro-zent angestiegen (vgl. Abbildung 2 auf Seite 10 sowie letzte Zeile in Tabelle 4 auf Seite15).Die Arbeitsunfähigkeitszeiten von Erwerbspersonen in Thüringen mit Diagnosen ausden vier im Hinblick auf Fehlzeiten anteilig relevantesten ICD10-Diagnosekapiteln zei-gen unterschiedliche Abweichungen von bundesweiten Werten (vgl. Abbildung 4 aufSeite 11). Die Fehlzeiten liegen bei Erkrankungen des Bewegungsapparates um 5,0Prozent, bei Verletzungen um 13,8 Prozent und bei Atemwegserkrankungen um 26,24
  4. 4. Prozent über den bundesweiten Ergebnissen. Bei psychischen Störungen werdenbundesweite Werte um 9,2 Prozent unterschritten. Der in Thüringen im Vergleich zumVorjahr insgesamt feststellbare Anstieg der Fehlzeiten resultiert vorrangig aus um 17,0Prozent höheren Fehlzeiten bei psychischen Störungen sowie aus um 4,8 Prozent hö-heren Fehlzeiten mit der Diagnose von Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Eindeutlicher Anstieg der Gesamtfehlzeiten wurde durch den erheblichen Rückgang derFehltage unter der Diagnose von Krankheiten des Atmungssystems von 17,3 Prozentverhindert (vgl. Tabelle 4 auf Seite 15 sowie Abbildung 6 und Tabelle 5 auf Seite 16).Ein Blick auf anteilig für die Fehlzeiten bei Erwerbspersonen mit Mitgliedschaft in derTK relevante dreistellige ICD-Diagnosen zeigt in Thüringen unterschiedliche Abwei-chungen zu bundesweiten Ergebnissen (vgl. Tabelle 6 auf Seite 17). Akute Infekte deroberen Atemwege (J06), Rückenschmerzen (M54) sowie depressive Episoden (F32)waren 2010 mit 77 bzw. 79 und 58 AU-Tagen je 100 Versicherungsjahre als Einzeldiag-nosen für die höchsten Fehlzeiten verantwortlich.ArzneiverordnungenNach einem erheblichen Rückgang der Arzneiverordnungen von 2003 auf 2004, der vorran-gig aus dem Wegfall der Erstattungspflicht für nahezu alle rezeptfrei erhältlichen Arzneimittelresultierte, war es zwischen 2004 und 2008 und dabei insbesondere nach 2006 zu einemerneuten Anstieg des Verordnungsvolumens gekommen. Das Ausbleiben eines weiteren An-stiegs des Verordnungsvolumens im Jahr 2009 resultierte aus einer seit 2009 verändertenBemessung von definierten Tagesdosen bei einigen Lipidsenkern und spiegelte damit keinenrealen Rückgang der Verordnungen wider. 2010 ist das Verordnungsvolumen erneut gestie-gen.Insgesamt wurden Erwerbspersonen in der TK 2010 15 Millionen Präparate mit 734 MillionenTagesdosen verordnet. Nach altersstandardisierten Auswertungen erhielt 2010 eine Er-werbsperson im Rahmen von durchschnittlich 2,83 Arztkontakten Verordnungen über 3,93Präparate mit insgesamt 182 Tagesdosen (Männer: 3,59 Präparate mit 184 Tagesdosen;Frauen: 4,41 Präparate mit 180 Tagesdosen). 2006 lagen die geschlechtsübergreifend ermit-telten durchschnittlichen Verordnungszahlen noch bei 3,63 Präparaten mit 155 Tagesdosenje Erwerbsperson.Substanzübergreifend ermittelte Maßzahlen zu Arzneiverordnungen lagen in Thüringenauch im Jahr 2010 hinsichtlich Arztkontakten und verordneten Präparaten unter und inBezug auf verordnete Tagesdosen über den Durchschnittswerten in der TK: In Thürin-gen wurden innerhalb des Jahres je Erwerbsperson bei durchschnittlich 2,5 Arztkon-takten 3,6 Präparate mit insgesamt 195 Tagesdosen je Erwerbsperson verordnet. DieZahl der Arztkontakte lag damit um 11,0 Prozent unter den bundesweiten Ergebnissenund die Zahl der verordneten Präparate um 9,6 Prozent, während die Zahl der Tages-dosen die bundesdurchschnittlichen Werte um 7,1 Prozent überschreitet.Die Verordnungsvolumen gemessen in definierten Tagesdosen zeigen bei den anteiligrelevantesten Arzneigruppen (nach anatomischen ATC-Gruppen) unter Erwerbsperso-nen mit Versicherung in der TK in Thüringen im Vergleich zum Bundesdurchschnittunterschiedlich ausgeprägte Abweichungen (vgl. Abbildung 7). Insbesondere Präpara-te für das kardiovaskuläre System (Gruppe C) wurden in überdurchschnittlichem Um-fang verordnet, während systemische Hormonpräparate (Gruppe H mit Schilddrüsen- 5
  5. 5. hormonen), Antiinfektiva (Gruppe J) sowie Medikamente zur Behandlung der Atemwe-ge (Gruppe R) in unterdurchschnittlichem Umfang verordnet wurden (vgl. Tabelle 7 aufSeite 18).Abbildung 8 auf Seite 19 zeigt relative Veränderungen des Arzneiverordnungsvolumens zwi-schen 2000 und 2010 zu ausgewählten Arzneigruppen (Verordnungsvolumen im Jahr 2000jeweils auf 100 Prozent gesetzt). Die der Darstellung zugrunde liegenden Verordnungswertesowie Werte zu einer Reihe weiterer verordnungsrelevanter Arzneimittelgruppen sind derTabelle 8 auf derselben Seite zu entnehmen.Bei einer Betrachtung der bundesweit ermittelten Trends (gestrichelte Linien) offenbaren sichrecht unterschiedliche längerfristige Entwicklungen hinsichtlich einzelner Arzneimittelgruppen.Während das Verordnungsvolumen von Herz-Kreislauf-Medikamenten zwischen 2000 und2003 stetig zunahm und durch den Wegfall der rezeptfreien Medikamente im Jahr 2004 nurmäßig zurückging, zeigen sich bei anderen Gruppen erhebliche Verordnungsrückgänge von2003 auf 2004. Dies gilt für Arzneiverordnungen bei Krankheiten der Atemwege (Respirati-onstrakt) sowie für die Verordnung von Sexualhormonen, die allerdings auch zwischen 2000und 2003 bereits merklich rückläufig waren.Von 2004 auf 2005 war es bei einigen Arzneigruppen bereits zu einem erneuten Anstieg desVerordnungsvolumens gekommen. Bei kardiovaskulär wirksamen Arzneimitteln (vorrangigBlutdruckmittel) setzte sich dieser Anstieg bis 2010 fort. Ein rechnerisch zwischenzeitlich er-mittelter Rückgang im Jahr 2009 resultierte aus der bereits erwähnten veränderten Bemes-sung von Tagesdosen bei einigen Lipidsenkern. Zuwächse von 2009 auf 2010 sind, wie inden vorausgehenden Jahren, bei Verordnungen zur Behandlung des Verdauungs- und Stoff-wechselsystems sowie bei Präparaten zur Behandlung des Nervensystems zu beobachten(vgl. Tabelle 8).In den Grundzügen entsprechen die relativen Veränderungen des Verordnungsvolu-mens in Thüringen dem bundesweit beobachteten Trend.Einen Überblick zum regionalen Verordnungsvolumen im Hinblick auf die wesentlichsten Arz-neimittel auf dreistelliger Differenzierungsebene des ATC im Vergleich zu überregionalenErgebnissen 2010 gibt Tabelle 9 auf Seite 20. Auf die aufgeführten Arzneimittelgruppen ent-fallen mehr als vier Fünftel des Verordnungsvolumens. Die Sortierung der Tabelle erfolgtedabei absteigend nach den verordneten Tagesdosen je Versicherungsjahr im Bundesdurch-schnitt unter Erwerbspersonen mit Mitgliedschaft in der TK.Medikamente mit Wirkung auf einen erhöhten Blutdruck (Antihypertensiva, ATC-CodeC09, C07, C08, C03) werden in Thüringen unter Ausnahme der Gruppe C03 (Diuretika)in deutlich höherem Umfang als im Bundesdurchschnitt verordnet. In nicht ganz sohohem Umfang werden auch Lipid senkende Medikamente überdurchschnittlich ver-schrieben. Damit wird in Thüringen das Verordnungsvolumen durch Arzneimittel zurBehandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren stärker als im Bundesdurchschnitt be-stimmt. In überdurchschnittlichem Umfang wurden in Thüringen auch Antidiabetika(Gruppe A10) verordnet. Schilddrüsentherapeutika (H03) und Antiasthmatika (GruppeR03) sowie systemisch anzuwendende Antibiotika (Gruppe J01) und Cortikosteroide(Gruppe H02) wurden in deutlich geringerem Umfang als im Bundesdurchschnitt ver-ordnet.6
  6. 6. Junge Erwerbspersonen und StudierendeÄltere Menschen sind von einem weit überwiegenden Teil gesundheitlicher Probleme deutlichhäufiger als jüngere Menschen betroffen. Dies hat zur Folge, dass statistische Kennzahlen imGesundheitsreport im Regelfall maßgeblich von den Ereignissen und Entwicklungen aus hö-heren Altersgruppen bestimmt werden. Entwicklungen bei Jüngeren bleiben damit typischer-weise verborgen. Dieser Hintergrund bildete den Anlass, sich im Schwerpunktkapitel desGesundheitsreportes eingehender und systematisch mit der gesundheitlichen Situationspeziell von jüngeren Erwerbspersonen sowie von Studierenden auseinander zu setzen. Beiden Auswertungen berücksichtigt wurden junge Erwerbspersonen und eigenständigversicherte Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren. Präsentiert werden Ergebnisse zuArzneiverordnungen in den Jahren 2006 bis 2010 sowie ergänzend auch zur ambulantenkassenärztlichen Versorgung und zu ambulant dokumentierten Diagnoseangaben aus demJahr 2009. Dargestellt werden in der Regel Ergebnisse, die in beiden Gruppen und in unter-schiedlichen Jahren einheitlich gemäß einer jahresübergreifend ermittelten Altersstruktur vonStudierenden in der TK standardisiert wurden. Sinngemäß werden damit immer Gruppener-gebnisse unter Annahme einer konstanten, einheitlichen Altersverteilung mit einem Durch-schnittsalter von 27 Jahren verglichen. Die bundesweiten Auswertungen beruhen dabei inden einzelnen Jahren auf Daten zu 595.584 bis 983.317 jungen Erwerbspersonen sowie aufDaten zu 121.880 bis 134.053 Studierenden.Bei Auswertungen zu Thüringen konnten in einzelnen Jahren zwischen 10.054 und12.702 junge Erwerbspersonen sowie zwischen 1.941 und 2.072 Studierende berück-sichtigt werden.Arzneiverordnungsvolumen in definierten TagesdosenJüngere Erwerbspersonen erhielten erwartungsgemäß mit 71,8 Tagesdosen je Jahr insge-samt erheblich weniger Arzneiverordnungen als ältere Erwerbspersonen. Die Verordnungs-werte der jüngeren Erwerbspersonen wurden in der Gruppe der Studierenden mit durch-schnittlich 65,4 Tagesdosen noch merklich unterschritten. Ausgehend von unterschiedlichenNiveaus waren in den Jahren von 2006 bis 2010 alle genannten Gruppen von Anstiegen desArzneigesamtverordnungsvolumens betroffen.Während das Verordnungsvolumen bei älteren Erwerbspersonen maßgeblich von Herz-Kreislauf-Präparaten bestimmt wird, bildeten nach bundesweiten Auswertungen bei den Stu-dierenden Arzneimittel zur Behandlung des Nervensystems in allen betrachteten Jahren undab 2010 mit knappem Vorsprung auch bei jungen Erwerbspersonen die verordnungsstärksteArzneimittelgruppe. Mit Anstiegen des Verordnungsvolumens um 54 beziehungsweise 40Prozent seit 2006 hat die Bedeutung dieser Arzneimittelgruppe sowohl bei Studierenden alsauch bei jungen Erwerbspersonen merklich zugenommen. Studierende erhielten dabei 2010nach bundesweiten Auswertungen mit durchschnittlich 13,5 Tagesdosen pro Jahr deutlichmehr Arzneimitteleinheiten zur Behandlung des Nervensystems als junge Erwerbspersonenmit 9,9 Tagesdosen. Demgegenüber waren Studierende von Verordnungen aus nahezu allenanderen Arzneimittelgruppen in geringerem Umfang als junge Erwerbspersonen betroffen.Dies gilt unter anderem auch für systemische Hormonpräparate, die 2010 bei bundesweitenAuswertungen im Hinblick auf das Verordnungsvolumen gemessen in definierten Tagesdo-sen bei jungen Erwerbspersonen und Studierenden den zweiten Rang belegten.In Thüringen erhielten Studierende 2010 mit durchschnittlich 60,6 Tagesdosen je Jahrein leicht unterdurchschnittliches und junge Erwerbspersonen mit 72,9 Tagesdosen 7
  7. 7. ein leicht überdurchschnittliches Verordnungsvolumen (vgl. Tabelle 10 auf Seite 21). Inbeiden Gruppen bildeten Arzneimittel zur Behandlung des Nervensystems 2010 auchin Thüringen eine, gemessen an den verordneten Tagesdosen, relevante Arzneimittel-gruppe. Studierende erhielten durchschnittlich 14,2 Tagesdosen je Jahr, bei jungenErwerbspersonen waren es 10,4 Tagesdosen je Jahr. Das Verordnungsvolumen fürjunge Erwerbspersonen wird in Thüringen nur durch das für Arzneimittel für daskardiovaskuläre System leicht überschritten.ArzneiverordnungsratenRelativ umfangreiche Schwerpunktabschnitte des Gesundheitsreportes befassen sich mit derEntwicklung von Verordnungsraten von näher spezifizierten Arzneimitteln. Verordnungsratenbeschreiben dabei jeweils den Anteil der jungen Erwerbspersonen und Studierenden, dieinnerhalb eines Jahres mindestens einmalig ein bestimmtes Arzneimittel verordnet bekamen.Erfasst werden damit Ausweitungen (oder Eingrenzungen) von medikamentösen Behandlun-gen auf mehr (oder weniger) Versicherte. Im Hinblick auf eine Vielzahl von Arzneimittelgrup-pen zeigten sich zwischen 2006 und 2010 merkliche Ausweitungen der Anwendung, die sichteilweise auf veränderte Indikationen und therapeutische Strategien sowie beispielsweiseauch auf Preisentwicklungen im Zuge auslaufender Patente zurückführen lassen.Um mehr als 40 Prozent seit 2006 stieg nach bundesweiten Auswertungen, eher unerwartet,der Anteil derjenigen jungen Erwerbspersonen, denen innerhalb eines Jahres Schilddrüsen-hormone verordnet wurden. 2010 erhielten 4,02 Prozent entsprechende Hormone, wobeiFrauen mit einem Anteil von 7,37 Prozent erheblich häufiger als Männer betroffen waren.Entsprechende Raten zu Hormonverordnungen lagen bei Studierenden auf etwas niedrige-rem Niveau.Eine deutliche Ausweitung um mehr als 40 Prozent lässt sich in den vergangenen Jahrenauch bei der Anwendung von Antidepressiva beobachten. 2010 erhielten 3,12 Prozent derjungen Erwerbspersonen und 3,90 Prozent der Studierenden mindestens einmalig ein Anti-depressivum. 2006 waren es erst 2,20 beziehungsweise 2,71 Prozent.Vergleichbare Entwicklungen, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau als im Bun-desdurchschnitt, lassen sich auch für junge Erwerbspersonen und Studierende in Thü-ringen feststellen (vgl. Tabelle 11 auf Seite 21). 2010 erhielten hier 3,41 Prozent derjungen Erwerbspersonen und 2,30 Prozent der Studierenden Schilddrüsenhormone.Antidepressiva wurden bei 3,45 Prozent der jungen Erwerbspersonen und 2,66 Prozentder Studierenden verordnet.Ambulante ärztliche Versorgung, DiagnosenInsbesondere da Studierende nicht zur Abgabe von Arbeitsunfähigkeitsmeldungen verpflich-tet sind und insofern zu dieser Population auch keine Arbeitsunfähigkeitsdiagnosen vorliegen,wurde zur Bearbeitung des Schwerpunktkapitels auch auf Daten aus der ambulanten kas-senärztlichen Versorgung aus dem Jahr 2009 zurückgegriffen (Daten zum Jahr 2010 wärenerst deutlich nach Fertigstellung des Gesundheitsreportes verfügbar gewesen). Junge Er-werbspersonen hatten nach bundesweiten Auswertungen 2009 zu 90 Prozent mindestenseinen Kontakt zur ambulanten ärztlichen Versorgung, Studierende zu 84 Prozent. Höhereärztliche Kontaktraten als bei Studierenden finden sich unter jungen Erwerbspersonen imHinblick auf fast alle Facharztgruppen. Ausnahmen bilden Kontakte zu Hautärzten, Ärzten fürNeurologie und Nervenheilkunde und psychologische Psychotherapeuten, von denen mehrStudierende als junge Erwerbspersonen betroffen sind (vgl. bundesweiten Gesundheitsreport2011 der TK). Nachfolgend dargestellte Ergebnisse auf Bundeslandebene fokussieren in Er-8
  8. 8. gänzung der vorausgehenden Abschnitte ausschließlich Diagnosen und Versorgungsaspektevon Schilddrüsenerkrankungen und Depressionen.Ambulant gestellte Diagnosen von Schilddrüsenerkrankungen (im Sinne der ICD10-Diagnosen E00 bis E07) betreffen erwartungsgemäß noch deutlich mehr Personen als Ver-ordnungen von Schilddrüsenhormonen. Nach bundesweiten Auswertungen wurde 2009 bei6,67 Prozent der jungen Erwerbspersonen und bei 5,94 Prozent der Studierenden eine ent-sprechende Diagnose gestellt. Frauen waren mit Diagnoseraten von über 10 Prozent mehrals viermal häufiger als Männer mit Diagnoseraten um 2,5 Prozent betroffen.In Thüringen wurden nach einheitlich direkt standardisierten Ergebnissen bei 6,34 Pro-zent der jungen Erwerbspersonen und bei 4,46 Prozent der Studierenden Schilddrü-senerkrankungen diagnostiziert (vgl. Tabelle 12 auf Seite 22). Verordnungsraten vonSchilddrüsenhormonen und Diagnoseraten zeigten auf Bundeslandebene (hier bei zu-sammengefasster Betrachtung von Erwerbspersonen und Studierenden im Alter zwi-schen 20 bis 34 Jahre) vergleichbare relative Abweichungen der regional beobachtetenvon den aufgrund der Geschlechts- und Altersstruktur nach bundesweiten Ergebnis-sen regional erwarteten Raten (vgl. Abbildung 9 auf Seite 22). Deutlich wird sowohlnach Auswertungen zu Arzneimittelverordnungen als auch nach Auswertungen zu Di-agnosen ein typisches Nord-Ost- versus Süd-West-Gefälle.Die Diagnose einer Depression (im Sinne der ICD10-Diagnosen F32 oder F33) betraf 2009nach bundesweiten Auswertungen 5,35 Prozent der jungen Erwerbspersonen und 6,83 Pro-zent der Studierenden. Studierende waren damit deutlich häufiger von Depressionen alsgleichaltrige Erwerbspersonen betroffen.In Thüringen wurden nach einheitlich direkt standardisierten Ergebnissen bei 4,15 Pro-zent der jungen Erwerbspersonen und bei 6,09 Prozent der Studierenden Depressio-nen diagnostiziert (vgl. gleichfalls Tabelle 12 auf Seite 22).Verordnungsraten von Antidepressiva und Diagnoseraten zeigten auf Bundeslandebene, ab-gesehen von durchgängig verhältnismäßig geringen Raten in den neuen Bundesländern, zumTeil divergierende regionale Abweichungen im Hinblick auf Antidepressivaverordnungen undDepressionsdiagnosen (vgl. Abbildung 10 auf Seite 23). Auffällig erscheinen dabei vorrangiggeringe Verordnungsraten an Antidepressiva trotz hoher Depressionsdiagnoseraten in denStadtstaaten, weshalb ergänzend auch Auswertungen zur regionalen Nutzung von alternati-ven therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung psychischer Erkrankungen – namentlichinsbesondere Kontakte zu psychologischen Psychotherapeuten – betrachtet wurden. Nachhier diagnoseunabhängig durchgeführten Auswertungen kontaktierten 2009 2,28 Prozent derjungen Erwerbspersonen einen psychologischen Psychotherapeuten. Kontakte zu psycholo-gischen Psychotherapeuten waren unter Studierenden mit bundesweit 4,45 Prozent deutlichhäufiger. Überdurchschnittliche Kontaktraten zeigten sich bei jungen Erwerbspersonen in denStadtstaaten (vgl. Abbildung 11), was die Annahme der Nutzung therapeutischer Alternativenals eine Ursache von geringen Antidepressivaverordnungen in diesen Regionen unterstützt.Die hier dargestellten regionalen Kontaktraten hängen ihrerseits in starkem Maße von derregionalen Verfügbarkeit von Psychotherapeuten ab (vgl. Tabelle 13 auf Seite 24).In Thüringen kontaktierten 1,93 Prozent der jungen Erwerbspersonen 2009 mindestenseinmalig einen psychologischen Psychotherapeuten. Kontakte zu Psychotherapeutenwaren unter Studierenden mit 3,60 Prozent noch deutlich häufiger, unter weiblichenStudierenden lag die Rate sogar bei 5,18 Prozent (vgl. auch Tabelle 13 auf Seite 24). 9
  9. 9. Abbildungen und TabellenAU-Fälle nach Bundesländern 2000 bis 2010 1,3 Thüringen 1,2 1,17 1,17 1,12 1,13 1,12 1,11 AU-Fälle je VJ in 16 Bunesländern 1,1 1,06 1,07 0,99 0,98 1,0 0,98 0,9 0,8 0,7 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010Abbildung 1 (Arbeitsunfähigkeitstage je VJ in Bundesländern 2000 – 2010, standardisiert)AU-Tage nach Bundesländern 2000 bis 2010 16 Thüringen 15 13,7 13,8 14 AU-Tage je VJ in 16 Bunesländern 13,0 13,0 13,0 13 12,7 12,5 12,5 12,4 12,4 11,9 12 11 10 9 8 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010Abbildung 2 (Arbeitsunfähigkeitsfälle je VJ in Bundesländern 2000 – 2010, standardisiert)(Hinweis: graue Linien ohne Zahlenangaben entsprechen den jeweils bundesweit ermittelten Werten)10
  10. 10. AU-Fälle nach ICD10-Diagnosekapiteln 2010 10,2 Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten 10,0 2,1 Neubildungen 1,4 0,7 Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten 0,5 5,1 Psychische u. Verhaltensstörungen 4,8 6,0 Krankh. des Nervensystems und der Sinnesorgane 4,7 3,6 Krankh. d. Kreislaufsystems 2,7 33,9 Krankh. d. Atmungssystems 29,6 16,1 Krankh. d. Verdauungssystems 11,5 1,6 Krankh. d. Haut u. d. Unterhaut 1,4 14,5 Krankh. d. Muskel-Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 13,2 3,6 Krankh. d. Urogenitalsystems 2,5 1,7 Thüringen Schwangerschaft, Geburt u. Wochenbett 1,2 gesamt 5,4 Symptome u. abnorme klinische und Laborbefunde 5,5 9,9 Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 8,5 0 5 10 15 20 25 30 35 AU-Fälle je 100VJAbbildung 3 (Arbeitsunfähigkeitstage je 100VJ nach Diagnosekapiteln 2010, standardisiert)AU-Tage nach ICD10-Diagnosekapiteln 2010 63 Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten 53 55 Neubildungen 47 14 Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten 11 178 Psychische u. Verhaltensstörungen 196 63 Krankh. des Nervensystems und der Sinnesorgane 55 66 Krankh. d. Kreislaufsystems 53 225 Krankh. d. Atmungssystems 178 92 Krankh. d. Verdauungssystems 69 20 Krankh. d. Haut u. d. Unterhaut 16 255 Krankh. d. Muskel-Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 243 30 Krankh. d. Urogenitalsystems 22 Thüringen 27 Schwangerschaft, Geburt u. Wochenbett 18 gesamt 53 Symptome u. abnorme klinische und Laborbefunde 52 182 Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 160 0 25 50 75 100 125 150 175 200 225 250 275 300 AU-Tage je 100VJAbbildung 4 (Arbeitsunfähigkeitstage je 100VJ nach Diagnosekapiteln 2010, standardisiert) 11
  11. 11. AU-Fälle je 100 Versicherungsjahre nach ICD10-Diagnosekapiteln Ergebnisse Abweichungen regional Abweichungen 2010 vs. TK gesamt in 2010 zum Vorjahr regionalDiagnosekapitel regional TK gesamt relativ absolut relativ absolut [Fälle je [Fälle je [%] [Fälle je [%] [Fälle je 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ]I. Bestimmte infektiöse und 10,2 10,0 2,1 % 0,2 13,7 % 1,2parasitäre KrankheitenII. Neubildungen 2,1 1,4 51,6 % 0,7 -7,1 % -0,2IV. Endokrine, Ernährungs- u. 0,7 0,5 29,0 % 0,2 -10,3 % -0,1StoffwechselkrankheitenV. Psychische u. Verhaltensstö- 5,1 4,8 7,3 % 0,3 14,6 % 0,7rungenVI-VIII. Krankheiten des Ner- 6,0 4,7 28,4 % 1,3 7,3 % 0,4vensystems und der Sinnesor-ganeIX. Krankheiten d. Kreislaufsys- 3,6 2,7 34,0 % 0,9 1,7 % 0,1temsX. Krankheiten d. Atmungssys- 33,9 29,6 14,3 % 4,2 -14,1 % -5,5temsXI. Krankheiten d. Verdauungs- 16,1 11,5 40,8 % 4,7 1,7 % 0,3systemsXII. Krankheiten d. Haut u. d. 1,6 1,4 18,5 % 0,3 -0,8 % 0,0UnterhautXIII. Krankheiten d. Muskel- 14,5 13,2 9,9 % 1,3 6,4 % 0,9Skelett-Systems u. d. Bindege-webesXIV. Krankheiten d. Urogenital- 3,6 2,5 40,9 % 1,0 4,3 % 0,1systemsXV. Schwangerschaft, Geburt u. 1,7 1,2 46,2 % 0,5 -1,7 % 0,0WochenbettXVIII. Symptome u. abnorme 5,4 5,5 -3,0 % -0,2 14,5 % 0,7klinische und LaborbefundeXIX. Verletzungen, Vergiftungen 9,9 8,5 17,0 % 1,4 6,8 % 0,6u. best. a. Folgen äußerer Ursa-cheninsgesamt 116,8 99,8 17,1 % 17,0 -0,5 % -0,6Tabelle 1 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)12
  12. 12. Ausgewählte ICD10-Diagnosekapitel: Relative Veränderungender AU-Fallzahlen 2000 bis 2010 (Werte 2000 = 100 Prozent) 170 % Thüringen 160 % Relative Veränderungen der AU-Fallzahlen (Wert im Jahr 2000 = 100 %) . Psychische u. Verhaltensstörungen 150 % 140 % Krankh. d. 130 % Atmungssystems 120 % 110 % Krankh. d. Muskel- Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 100 % 90 % Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 80 % 70 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 ab 2006 ohne ALG-II-EmpfängerAbbildung 5 (Relative Veränderungen AU-Fallzahlen nach Diagnosekapiteln, standardisiert)AU-Fälle je 100 Versicherungsjahre nach ausgewählten ICD10-Diagnosekapiteln2000 bis 2010 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 VJDiagnosekapitel 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010V. Psychische u. Verhal- 3,1 3,4 3,6 3,5 3,4 3,4 3,5 3,9 4,1 4,5 5,1tensstörungen regionalbundesweit 3,4 3,8 3,8 3,7 3,7 3,5 3,5 3,8 4,0 4,4 4,8X. Krankheiten d. Atmungs- 35,9 33,6 32,6 32,5 27,0 31,6 27,9 32,4 33,4 39,4 33,9systems regionalbundesweit 31,5 29,7 28,6 28,2 24,2 28,3 25,3 28,8 30,2 34,1 29,6XI. Krankheiten d. Ver- 15,4 15,7 16,8 14,9 15,4 13,8 15,6 16,6 17,5 15,9 16,1dauungssystems regionalbundesweit 11,6 11,9 12,3 11,6 11,4 10,1 11,1 12,4 12,7 12,4 11,5XIII. Krankheiten d. Muskel- 14,1 14,7 14,6 13,3 12,6 11,9 12,8 13,0 13,5 13,6 14,5Skelett-Systems u. d. Binde-gewebes regionalbundesweit 13,1 13,5 13,4 12,3 11,7 11,0 11,7 12,2 12,6 12,6 13,2XIX. Verletzungen, Vergif- 10,8 10,5 10,3 9,7 9,1 9,0 9,8 9,5 9,6 9,3 9,9tungen u. best. a. Folgenäußerer Ursachen regionalbundesweit 8,9 8,8 8,7 8,1 7,7 7,5 8,0 7,9 8,0 8,1 8,5Erkrankungen insgesamt 111,6 111,6 112,9 106,1 97,6 98,9 98,5 106,6 111,5 117,4 116,8regionalbundesweit 98,8 98,5 97,9 92,6 85,3 86,1 85,9 93,2 96,8 102,2 99,8Tabelle 2 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) 13
  13. 13. Anteilig relevante dreistellige ICD10-Diagnosen: AU-Fälle je 100 VJ in 2010ICD10-Diagnose regional TK gesamt Abweichun- gen regional [Fälle je 100 VJ] [Fälle je 100 VJ] vs. TK gesamt in 2010J06 Akute Infektionen an mehreren oder nicht näher 13,80 10,78 28,0 %bezeichneten Lokalisationen der oberen AtemwegeM54 Rückenschmerzen 5,76 5,34 8,0 %A09 Diarrhö und Gastroenteritis, vermutlich 4,72 4,73 -0,2 %infektiösen UrsprungsK52 Sonstige nichtinfektiöse Gastroenteritis und Kolitis 4,61 3,67 25,7 %K08 Sonstige Krankheiten der Zähne und des 6,10 3,39 80,1 %ZahnhalteapparatesJ20 Akute Bronchitis 3,28 3,17 3,4 %J40 Bronchitis, nicht als akut oder chronisch bezeichnet 2,59 2,92 -11,3 %B34 Viruskrankheit nicht näher bezeichneter Lokalisation 2,65 2,37 12,1 %J03 Akute Tonsillitis 3,20 1,92 66,6 %J01 Akute Sinusitis 1,63 1,81 -10,0 %J32 Chronische Sinusitis 1,47 1,76 -16,5 %J02 Akute Pharyngitis 1,68 1,51 10,9 %T14 Verletzung an einer nicht näher bezeichneten Körperregion 1,40 1,46 -4,1 %K29 Gastritis und Duodenitis 1,75 1,44 21,7 %R10 Bauch- und Beckenschmerzen 1,36 1,27 7,0 %F32 Depressive Episode 1,19 1,20 -0,5 %F43 Reaktionen auf schwere Belastungen und 1,30 1,16 12,6 %AnpassungsstörungenA08 Virusbedingte und sonstige näher bezeichnete 0,93 0,96 -2,6 %DarminfektionenJ98 Sonstige Krankheiten der Atemwege 1,03 0,91 12,8 %G43 Migräne 1,31 0,90 46,1 %Anteil der aufgeführten AU-Fälle an allen AU-Fällen 52,9 % 52,8 %AU-Fälle alle Diagnosen 116,8 99,8 17,1 %Tabelle 3 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)14
  14. 14. AU-Tage je 100 Versicherungsjahre nach ICD10-Diagnosekapiteln Ergebnisse Abweichungen regional Abweichungen 2010 vs. TK gesamt in 2010 zum Vorjahr regionalDiagnosekapitel regional TK gesamt relativ absolut relativ absolut [Tage je [Tage je [%] [Tage je [%] [Tage je 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ]I. Bestimmte infektiöse und 63 53 17,4 % 9 16,5 % 9parasitäre KrankheitenII. Neubildungen 55 47 15,6 % 7 -7,2 % -4IV. Endokrine, Ernährungs- u. 14 11 29,2 % 3 9,7 % 1StoffwechselkrankheitenV. Psychische u. Verhaltensstö- 178 196 -9,2 % -18 17,0 % 26rungenVI-VIII. Krankheiten des Ner- 63 55 12,8 % 7 16,6 % 9vensystems und der Sinnesor-ganeIX. Krankheiten d. Kreislaufsys- 66 53 24,9 % 13 -11,7 % -9temsX. Krankheiten d. Atmungssys- 225 178 26,2 % 47 -17,3 % -47temsXI. Krankheiten d. Verdauungs- 92 69 32,5 % 23 -2,5 % -2systemsXII. Krankheiten d. Haut u. d. 20 16 22,6 % 4 -9,4 % -2UnterhautXIII. Krankheiten d. Muskel- 255 243 5,0 % 12 4,8 % 12Skelett-Systems u. d. Bindege-webesXIV. Krankheiten d. Urogenital- 30 22 38,3 % 8 -11,6 % -4systemsXV. Schwangerschaft, Geburt u. 27 18 49,6 % 9 -24,2 % -8WochenbettXVIII. Symptome u. abnorme 53 52 2,6 % 1 24,7 % 11klinische und LaborbefundeXIX. Verletzungen, Vergiftungen 182 160 13,8 % 22 5,3 % 9u. best. a. Folgen äußerer Ursa-cheninsgesamt 1380 1227 12,5 % 153 0,4 % 6Tabelle 4 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) 15
  15. 15. Ausgewählte ICD10-Diagnosekapitel: Relative Veränderungender Fehlzeiten 2000 bis 2010 (Werte 2000 = 100 Prozent) 200 % Thüringen 190 % Relative Veränderungen der Fehlzeiten (Wert im Jahr 2000 = 100 %) . Psychische u. 180 % Verhaltensstörungen 170 % 160 % Krankh. d. 150 % Atmungssystems 140 % 130 % Krankh. d. Muskel- 120 % Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 110 % 100 % Verletzungen, 90 % Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 80 % 70 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 ab 2006 ohne ALG-II-EmpfängerAbbildung 6 (Relative Veränderungen Arbeitsunfähigkeitstage nach Diagnosekapiteln, standardisiert)AU-Tage je 100 Versicherungsjahre nach ausgewählten ICD10-Diagnosekapiteln2000 bis 2010 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 VJDiagnosekapitel 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010V. Psychische u. Verhal- 90 95 105 113 118 136 109 133 138 152 178tensstörungen regionalbundesweit 127 139 145 151 153 156 129 140 151 172 196X. Krankheiten d. Atmungs- 257 230 223 217 181 212 193 220 224 272 225systems regionalbundesweit 199 182 174 168 144 170 154 173 180 210 178XI. Krankheiten d. Ver- 93 94 97 89 92 83 89 96 98 94 92dauungssystems regionalbundesweit 76 76 77 75 74 68 70 74 75 74 69XIII. Krankheiten d. Muskel- 233 246 242 234 222 214 216 222 229 243 255Skelett-Systems u. d. Binde-gewebes regionalbundesweit 242 254 249 234 218 209 212 218 222 234 243XIX. Verletzungen, Vergif- 184 179 175 180 183 182 182 170 168 173 182tungen u. best. a. Folgenäußerer Ursachen regionalbundesweit 152 154 155 152 147 144 146 143 142 150 160Erkrankungen insgesamt 1297 1305 1300 1252 1237 1255 1189 1241 1273 1374 1380regionalbundesweit 1190 1210 1199 1162 1117 1121 1052 1098 1125 1211 1227Tabelle 5 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)16
  16. 16. Anteilig relevante dreistellige ICD10-Diagnosen: AU-Tage je 100 VJ in 2010ICD10-Diagnose regional TK gesamt Abweichun- gen regional [Tage je 100 VJ] [Tage je 100 VJ] vs. TK gesamt in 2010F32 Depressive Episode 58,1 66,7 -12,9 %M54 Rückenschmerzen 78,7 65,7 19,8 %J06 Akute Infektionen an mehreren oder nicht näher 77,4 56,1 38,1 %bezeichneten Lokalisationen der oberen AtemwegeF43 Reaktionen auf schwere Belastungen und 27,2 31,8 -14,3 %AnpassungsstörungenM51 Sonstige Bandscheibenschäden 25,3 28,6 -11,2 %J20 Akute Bronchitis 26,9 21,0 28,1 %A09 Diarrhö und Gastroenteritis, vermutlich 22,5 19,9 12,9 %infektiösen UrsprungsT14 Verletzung an einer nicht näher bezeichneten Körperregion 16,0 18,8 -15,1 %J40 Bronchitis, nicht als akut oder chronisch bezeichnet 19,3 18,5 4,2 %F33 Rezidivierende depressive Störung 16,9 18,0 -6,1 %M23 Binnenschädigung des Kniegelenkes 20,3 16,4 24,2 %(Internal Derangement)K52 Sonstige nichtinfektiöse Gastroenteritis und Kolitis 23,0 16,2 41,7 %S83 Luxation, Verstauchung und Zerrung des Kniegelenkes 22,2 15,4 43,6 %F48 Andere neurotische Störungen 12,8 14,6 -12,3 %M75 Schulterläsionen 14,6 14,5 0,8 %F45 Somatoforme Störungen 18,0 14,1 27,8 %S82 Fraktur des Unterschenkels, einschließlich des 13,3 13,7 -2,7 %oberen SprunggelenkesF41 Andere Angststörungen 10,9 13,2 -17,4 %B34 Viruskrankheit nicht näher bezeichneter Lokalisation 15,5 12,5 24,0 %S93 Luxation, Verstauchung und Zerrung der Gelenke und 11,1 11,7 -4,5 %Bänder in Höhe des oberen Sprunggelenkes und des FußesAnteil der aufgeführten AU-Tage an allen AU-Tagen 38,4 % 39,7 %AU-Tage alle Diagnosen 1379,9 1226,5 12,5 %Tabelle 6 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) 17
  17. 17. Verordnungsvolumen Arzneimittel nach anatomischen ATC-Gruppen 2010 24,2 Alimentäres System und Stoffwechsel 23,2 5,2 Blut und Blut bildende Organe 4,7 85,4 Kardiovaskuläres System 66,3 6,0 Dermatika 5,3 10,1 Urogenitales System und Sexualhormone 12,1 15,1 Systemische Hormonpräparate 18,9 4,6 Antiinfektiva zur systemischen Anwendung 5,8 2,1 Antineoplastische u. immunmod. Mittel 2,2 9,9 Muskel- und Skelettsystem 9,5 Thüringen gesamt 15,5 Nervensystem 15,9 9,7 Respirationstrakt 12,0 4,2 Sinnesorgane 3,3 2,8 Varia 2,9 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 DDD je VJAbbildung 7 (Verordnung von definierten Tagesdosen [DDD] je VJ nach ATC-Gruppen 2010)Verordnungsvolumen Arzneimittel nach anatomischen ATC-Gruppen 2010 Ergebnisse Abweichungen regional vs. TK gesamt in 2010ATC ATC-Gruppe regional TK gesamt relativ absolut [DDD je VJ] [DDD je VJ] [%] [DDD je VJ]A Alimentäres System und Stoffwechsel 24,2 23,2 4,0 % 0,9B Blut und Blut bildende Organe 5,2 4,7 10,0 % 0,5C Kardiovaskuläres System 85,4 66,3 28,9 % 19,1D Dermatika 6,0 5,3 12,8 % 0,7G Urogenitales System und Sexualhormone 10,1 12,1 -16,4 % -2,0H Systemische Hormonpräparate 15,1 18,9 -20,0 % -3,8J Antiinfektiva zur systemischen Anwendung 4,6 5,8 -20,3 % -1,2L Antineoplastische u. immunmodierende Mittel 2,1 2,2 -3,1 % -0,1M Muskel- und Skelettsystem 9,9 9,5 4,1 % 0,4N Nervensystem 15,5 15,9 -2,6 % -0,4R Respirationstrakt 9,7 12,0 -18,7 % -2,2S Sinnesorgane 4,2 3,3 30,5 % 1,0V Varia 2,8 2,9 -1,2 % 0,0Y nicht klassifiziert 0,0 0,0 0,0 insgesamt 195,1 182,2 7,1 % 12,9Tabelle 7 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)18
  18. 18. Relative Veränderungen des Verordnungsvolumens in ausgewählten anatomischen ATC-Gruppen 2000 bis 2010 200 % Kardiovaskuläres System Relative Veränderungen des Verordnungsvolumens (Wert im Jahr 2000 = 100 %) . 190 % Thüringen 180 % bundesweit 170 % 160 % Alimentäres System und Stoffwechsel 150 % 140 % bundesweit 130 % Nervensystem 120 % 110 % bundesweit 100 % 90 % Respirationstrakt 80 % 70 % bundesweit 60 % Urogenitalsystem und 50 % Sexualhormone 40 % bundesweit 30 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010Abbildung 8 (Erwerbspersonen regional sowie bundesweit TK 2000 bis 2010, standardisiert, Verordnungsvolumen[DDD je VJ] in einzelnen Gruppen; Wert im Jahr 2000 = 100 Prozent)Verordnete DDD je VJ nach anatomischen ATC-Gruppen: 2000 bis 2010Diagnosekapitel 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010Alimentäres Systemund Stoffwechsel 14,9 15,9 16,7 16,5 14,0 14,4 14,9 18,7 21,3 22,1 24,2 bundesweit 15,9 16,9 17,7 18,2 14,2 15,1 15,5 18,8 20,9 21,4 23,2KardiovaskuläresSystem 45,5 50,1 53,9 60,6 58,8 63,7 69,1 76,1 82,5 82,5 85,4 bundesweit 39,5 43,0 45,5 50,3 48,2 51,7 55,4 59,8 65,0 63,7 66,3Urogenitalsystemund Sexualhormone 26,0 24,2 22,4 19,7 13,9 13,3 12,8 12,7 12,2 11,1 10,1 bundesweit 25,9 24,1 22,9 21,1 14,6 14,4 13,9 13,6 13,3 12,5 12,1Systemische Hor-monpräparate 15,3 15,4 15,3 16,1 12,9 13,2 13,6 13,9 14,4 14,8 15,1 bundesweit 18,8 18,5 18,9 19,7 15,9 16,4 17,5 17,9 18,3 18,3 18,9Muskel- und Skelett-system 8,9 9,3 9,8 10,7 9,3 9,3 8,7 9,3 9,8 10,0 9,9 bundesweit 9,5 9,9 10,2 10,4 8,8 8,8 8,5 8,9 9,3 9,4 9,5Nervensystem 10,7 11,2 11,2 10,7 9,2 10,0 10,3 12,0 13,5 13,9 15,5 bundesweit 11,7 12,1 12,4 12,6 10,8 12,3 11,4 12,6 14,0 14,5 15,9Respirationstrakt 13,8 12,5 13,4 12,5 8,8 9,2 9,3 10,2 10,4 10,2 9,7 bundesweit 19,2 16,9 18,5 17,4 11,5 11,7 11,4 12,2 12,1 12,2 12,0Arzneimittel insge-samt 167,8 172,4 178,4 179,1 148,0 155,9 161,5 176,5 188,8 189,4 195,1 bundesweit 172,5 174,0 181,6 181,3 144,2 152,0 154,9 166,5 176,7 175,8 182,2Tabelle 8 (Erwerbspersonen TK regional sowie bundesweit, standardisiert) 19
  19. 19. Arzneimittel mit relevantem Verordnungsvolumen nach dreistelligem ATC-Code 2010ATC ATC-Gruppe regional TK gesamt Abwei- chungen [DDD je VJ] [DDD je VJ] regional vs. TK gesamt in 2010C09 Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System 48,0 36,5 31,6 %H03 Schilddrüsentherapie 12,3 15,4 -20,0 %A02 Antacida, Mittel zur Behandlung des peptischen Ulkus und der 12,3 12,0 3,0 % FlatulenzC07 Beta-Adrenorezeptor-Antagonisten 14,8 10,6 39,2 %G03 Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems 8,0 10,2 -21,1 %N06 Psychoanaleptika 9,6 9,9 -2,3 %R03 Antiasthmatika 7,2 8,5 -15,4 %A10 Antidiabetika 8,6 7,7 12,5 %C08 Calciumkanalblocker 9,4 7,3 28,3 %M01 Antiphlogistika und Antirheumatika 6,8 7,1 -3,9 %C10 Lipid senkende Mittel 7,2 6,9 4,4 %J01 Antibiotika zur systemischen Anwendung 4,3 5,1 -16,3 %B01 Antithrombotische Mittel 4,1 3,7 11,9 %H02 Corticosteroide zur systemischen Anwendung 2,7 3,3 -19,2 %S01 Ophthalmika 4,1 3,1 34,5 %C03 Diuretika 2,7 3,0 -9,6 %V01 Allergene 2,8 2,8 -0,8 %D07 Corticosteroide, dermatologische Zubereitungen 3,1 2,5 25,1 %N02 Analgetika 1,8 2,0 -10,1 %N03 Antiepileptika 2,2 1,8 22,4 % Anteil an allen Tagesdosen 88 % 87 % alle Präparate 195,1 182,2 7,1 %Tabelle 9 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)20
  20. 20. Verordnete DDD je VJ nach anatomischen ATC-Gruppen: Studierende und junge Erwerbs-personen 2006 bis 2010 Studierende Junge ErwerbspersonenATC-Gruppe 2006 2007 2008 2009 2010 2006 2007 2008 2009 2010Alimentäres System 4,79 4,46 4,80 5,83 3,96 5,33 6,73 7,63 8,13 8,78und Stoffwechsel bundesweit 5,42 6,32 7,03 7,24 7,88 6,75 8,06 8,94 8,67 9,35Kardiovaskuläres 4,98 7,37 5,96 8,11 5,29 7,71 7,92 8,66 8,69 11,13System bundesweit 3,22 3,61 3,99 4,44 4,65 4,99 5,54 6,13 6,44 7,05Urogenitalsystem und 2,98 3,61 3,32 2,96 3,84 4,31 4,79 5,12 4,45 4,41Sexualhormone bundesweit 4,49 4,35 4,19 4,02 3,89 5,12 4,92 4,77 4,48 4,34Systemische Hor- 5,20 6,00 5,21 5,28 5,74 6,86 7,08 7,40 7,39 8,27monpräparate bundesweit 7,12 7,63 7,76 8,43 8,90 8,28 8,65 9,16 9,14 9,83Muskel- und Skelett- 2,22 2,97 2,83 2,55 2,22 3,24 3,76 3,76 4,04 4,31system bundesweit 2,29 2,52 2,66 2,79 2,77 3,43 3,80 4,02 4,24 4,33Nervensystem 10,50 10,41 9,52 12,49 14,16 7,15 7,84 10,65 8,74 10,39 bundesweit 8,74 10,01 10,83 11,80 13,50 7,07 7,93 8,91 8,63 9,89Respirationstrakt 6,37 8,23 7,68 8,38 7,22 7,82 8,20 7,65 7,86 7,17 bundesweit 7,14 7,57 7,21 7,59 7,32 9,00 9,61 9,34 9,17 8,84Arzneimittel insge- 54,73 60,16 57,69 64,18 60,60 59,21 64,09 68,87 67,25 72,90samt bundesweit 52,77 57,16 59,65 62,50 65,41 60,67 65,56 69,24 68,87 71,81Tabelle 10 (Junge Erwerbspersonen und Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren, TK regional sowie bundes-weit, einheitlich standardisiert)Verordnungsraten Schilddrüsenhormone (ATC H03A) sowie Antidepressiva (ATC N06A):Studierende und junge Erwerbspersonen 2006 bis 2010 Studierende Junge ErwerbspersonenArzneimittel 2006 2007 2008 2009 2010 2006 2007 2008 2009 2010SchilddrüsenhormoneMänner 0,86 % 0,60 % 0,73 % 0,53 % 0,59 % 1,14 % 1,02 % 1,05 % 1,26 % 0,97 % bundesweit 0,84 % 0,98 % 1,08 % 1,15 % 1,36 % 0,86 % 0,92 % 1,01 % 1,10 % 1,18 %Frauen 3,24 % 4,07 % 3,74 % 4,15 % 4,33 % 4,37 % 4,63 % 5,27 % 5,33 % 6,28 % bundesweit 4,37 % 4,89 % 5,32 % 5,87 % 6,54 % 5,20 % 5,69 % 6,28 % 6,67 % 7,37 %Gesamt 1,95 % 2,19 % 2,11 % 2,19 % 2,30 % 2,62 % 2,67 % 2,99 % 3,13 % 3,41 % bundesweit 2,46 % 2,77 % 3,02 % 3,31 % 3,74 % 2,85 % 3,11 % 3,43 % 3,65 % 4,02 %AntidepressivaMänner 2,05 % 1,94 % 1,70 % 2,47 % 2,43 % 1,23 % 1,45 % 1,47 % 1,59 % 2,16 % bundesweit 1,96 % 2,21 % 2,37 % 2,68 % 2,94 % 1,53 % 1,69 % 1,83 % 1,92 % 2,24 %Frauen 3,48 % 2,71 % 3,22 % 4,19 % 4,64 % 1,93 % 2,69 % 3,48 % 3,11 % 3,24 % bundesweit 3,60 % 3,94 % 4,17 % 4,60 % 5,04 % 2,99 % 3,29 % 3,55 % 3,62 % 4,16 %Gesamt 2,70 % 2,29 % 2,40 % 3,26 % 3,45 % 1,55 % 2,02 % 2,39 % 2,28 % 2,66 % bundesweit 2,71 % 3,00 % 3,19 % 3,56 % 3,90 % 2,20 % 2,43 % 2,62 % 2,70 % 3,12 %Tabelle 11 (Junge Erwerbspersonen und Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren, TK regional sowie bundes-weit, einheitlich standardisiert) 21
  21. 21. Betroffene Studierende und junge Erwerbspersonen 2009 Schilddrüse Depressionen KonsultationenGruppe Erkrankungs- Hormon- Erkrankungs- Antidepres- Psycho- diagnose verordnung diagnose sivaverord. therapeut NervenarztStudierende ICD: E00-07 ATC: H03A ICD: F32-33 ATC: N06A (s. u.) (s. u.)Männer 2,10 % 0,53 % 4,11 % 2,47 % 2,26 % 3,81 % bundesweit 2,45 % 1,15 % 4,41 % 2,68 % 2,59 % 5,21 %Frauen 7,25 % 4,15 % 8,44 % 4,19 % 5,18 % 6,79 % bundesweit 10,05 % 5,87 % 9,69 % 4,60 % 6,64 % 8,50 %Gesamt 4,46 % 2,19 % 6,09 % 3,26 % 3,60 % 5,17 % bundesweit 5,94 % 3,31 % 6,83 % 3,56 % 4,45 % 6,72 %Junge ErwerbspersonenMänner 2,82 % 1,26 % 2,52 % 1,59 % 1,20 % 3,72 % bundesweit 2,49 % 1,10 % 3,22 % 1,92 % 1,21 % 4,39 %Frauen 10,48 % 5,33 % 6,07 % 3,11 % 2,78 % 5,50 % bundesweit 11,60 % 6,67 % 7,85 % 3,62 % 3,56 % 7,66 %Gesamt 6,34 % 3,13 % 4,15 % 2,28 % 1,93 % 4,53 % bundesweit 6,67 % 3,65 % 5,35 % 2,70 % 2,28 % 5,89 %Tabelle 12 (Junge Erwerbspersonen und Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren, TK regional sowie bundes-weit, einheitlich standardisiert; Konsultationen: Diagnoseunabhängig ermittelte Kontakte zur ambulanten Versor-gung; Psychotherapeuten umfassen hier nur psychologische Psychotherapeuten, die Kurzbezeichnung Nerven-arzt umfasst Fachärzte für Nervenheilkunde, Neurologen, Psychiater und psychotherapeutisch tätige Fachärzte)Schilddrüsenerkrankungen und -hormontherapie nach Bundesländern 2009Abbildung 9 (Junge Erwerbspersonen und Studierende 20–34 Jahre gesamt, indirekt standardisiert; links: Abwei-chungen der Populationsanteile mit Schilddrüsenerkrankung ICD10: E00-E07 von regional erwarteten Werten;rechts: Abweichungen der Populationsanteile mit Verordnung von Schilddrüsenhormonen ATC: H03A)22
  22. 22. Depressionen und Antidepressivaverordnungen nach Bundesländern 2009Abbildung 10 (Junge Erwerbspersonen und Studierende 20–34 Jahre gesamt, indirekt standardisiert; links: Abwei-chungen der Populationsanteile mit Depressionen ICD10: F32, F33 von regional erwarteten Werten; rechts: Ab-weichungen der Populationsanteile mit Verordnung von Antidepressiva ATC: N06A)Kontakt zu Psychotherapeuten nach Bundesländern 2009Abbildung 11 (Junge Erwerbspersonen [links] und Studierende [rechts], 20–34 Jahre, jeweils separat indirektstandardisiert; relative Abweichungen der Populationsanteile mit Kontakt zu psychologischen Psychotherapeutenvon regional erwarteten Werten) 23
  23. 23. Populationsanteile mit Kontakt zu Psychotherapeuten nach Bundesländern 2009 Studierende Junge ErwerbspersonenBundesland Männer Frauen Gesamt Rel. Abw. Männer Frauen Gesamt Rel. Abw. Thera- peuten dichte*Schleswig-Holstein 2,02 % 5,07 % 3,42 % -22,61 % 0,82 % 3,09 % 1,86 % -15,78 % 15,6Hamburg 3,75 % 8,39 % 5,87 % 31,10 % 1,53 % 4,53 % 2,90 % 33,99 % 41,5Niedersachsen 2,19 % 5,51 % 3,71 % -15,33 % 1,01 % 3,24 % 2,03 % -13,49 % 15,8Bremen 2,86 % 7,65 % 5,05 % 11,07 % 1,60 % 5,20 % 3,25 % 41,04 % 45,8Nordrhein-Westfalen 2,17 % 6,59 % 4,20 % -5,87 % 1,13 % 3,54 % 2,24 % -0,66 % 20,1Hessen 2,81 % 7,76 % 5,08 % 13,88 % 1,48 % 4,21 % 2,73 % 19,26 % 27,8Rheinland-Pfalz 2,51 % 5,66 % 3,96 % -11,91 % 1,17 % 3,35 % 2,17 % -6,48 % 13,8Baden-Württemberg 2,73 % 5,69 % 4,09 % -8,47 % 1,23 % 3,25 % 2,16 % -8,74 % 16,9Bayern 2,39 % 5,88 % 3,99 % -11,81 % 1,21 % 3,25 % 2,15 % -7,66 % 18,5Saarland 2,13 % 5,96 % 3,89 % -21,02 % 1,45 % 4,06 % 2,64 % 5,92 % 17,9Berlin 3,62 % 8,44 % 5,83 % 28,91 % 1,80 % 5,02 % 3,28 % 44,58 % 49,1Brandenburg 2,05 % 4,15 % 3,01 % -31,23 % 0,72 % 2,10 % 1,35 % -37,60 % 8,4Mecklenburg- 1,34 % 2,45 % 1,85 % -58,13 % 0,63 % 1,70 % 1,12 % -49,80 % 7,2VorpommernSachsen 3,39 % 8,68 % 5,81 % 30,03 % 1,39 % 4,17 % 2,66 % 19,23 % 14,9Sachsen-Anhalt 2,07 % 4,55 % 3,21 % -27,48 % 0,67 % 3,00 % 1,74 % -28,25 % 10,0Thüringen 2,26 % 5,18 % 3,60 % -16,19 % 1,20 % 2,78 % 1,93 % -20,20 % 10,8Tabelle 13 (Junge Erwerbspersonen und Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren, TK regional sowie bundes-weit, einheitlich direkt standardisiert; Rel. Abw.: Indirekt standardisierte Werte, relative Abweichungen der regionalbeobachteten Populationsanteile mit Kontakt zu psychologischen Psychotherapeuten zu Anteilen, die auf Basisvon bundesweit ermittelten Kontaktraten bei der regionalspezifischen Geschlechts- und Altersstruktur zu erwartenwären. Hinweis: Methodisch bedingt können direkt und indirekt standardisierte Ergebnisse leicht abweichen)* Die Angaben zur Therapeutendichte entsprechen der Anzahl der 2009 kassenärztlich zugelassen psychologi- schen Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner im Alter ab 18 Jahre in den einzelnen Bundesländern. Anga- ben der KBV zitiert nach Barbara Zitzmann (2011) Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugend- lichenpsychotherapeuten in Nordrhein-Westfalen. in: „NRW kurz und informativ“, Ausgabe März 2011, Link: http://www.liga.nrw.de/_media/pdf/gesundheitberichtedaten/nrw-kurz-und- informativ/Psychotherapeuten_nrw_1103.pdf24

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