TK-Gesundheitsreport 2012 für Sachsen-Anhalt

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Angelehnt an den bundesweiten TK-Gesundheitsreport befasst sich auch die regionalisierte Version für Sachsen-Anhalt traditionell mit Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen. In diesem Jahr richtet sich dabei das Augenmerk auf die Gesundheit junger Erwerbspersonen und Studierender.

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TK-Gesundheitsreport 2012 für Sachsen-Anhalt

  1. 1. esundheitsr epor t 2012G1 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  2. 2. 2 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  3. 3. InhaltZum Gesundheitsreport der TK ............................................................................................................... 4Erwerbspersonen - Versichertenstruktur ............................................................................................. 4Arbeitsunfähigkeit.......................................................................................................................................... 4Arzneiverordnungen .................................................................................................................................... 5Mobilität und Flexibilität............................................................................................................................. 6Abbildungen und Tabellen ...................................................................................................................... 8 Gesundheitsreport 2012 – Arbeitsunfähigkeiten und Arzneiverordnungen: Auswertungen für Sachsen-Anhalt Herausgegeben von der Techniker Krankenkasse, Hamburg, Fax 040 - 69 09-22 58, Internet: www.tk.de, Bereich Marketing & Vertrieb, Fachreferat Gesundheitsmanagement, Autoren: Dr. Thomas Grobe, Julia Gerr, ISEG (Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung), Hannover, Redaktion: Gudrun Ahlers. © Techniker Krankenkasse, alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und sonstige Formen der Vervielfältigung - auch auszugsweise - nicht gestattet. Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 3
  4. 4. Zum Gesundheitsreport Anhalt betrug nach Gegenüberstellungen zu vorläufigen Landeswerten 7,8 Prozent. Etwa der TK jeder dreizehnte abhängig Beschäftigte in Sachsen-Anhalt war im Jahr 2011 bei der TK Auswertungsbasis des Gesundheitsreports versichert. bildeten anonymisierte Routinedaten der Techniker Krankenkasse zu Erwerbspersonen 1 (Berufstätige und Arbeitslose) , also zur Ge- Arbeitsunfähigkeit samtgruppe derjenigen Versicherten, bei de- nen im Krankheitsfall mit der Abgabe einer Bundesweit wurden im Jahr 2011 in der TK Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gerechnet durchschnittlich 1,06 Arbeitsunfähigkeitsfälle werden kann. Die regionale Auswertung stellt je Erwerbsperson registriert. Im Vergleich eine Aktualisierung im Hinblick auf das Ar- zum Vorjahr ist die Zahl der gemeldeten Fälle beitsunfähigkeitsmeldegeschehen sowie Arz- damit um 6,0 Prozent gestiegen. Auch der neiverordnungen dar und ergänzt den bun- Krankenstand lag im Jahr 2011 mit 3,51 Pro- desweiten Gesundheitsreport 2012. Berichtet zent über dem Vorjahreswert. 2006 hatte er werden vorrangig Ergebnisse zum Jahr 2011. auf einem historischen Tiefstand bei nur 2,88 Prozent gelegen, 2007 bei 3,01 Prozent, 2008 Ergebnisse Nahezu allen Darstellungen im TK- bei 3,08 Prozent, 2009 bei 3,32 Prozent und Gesundheitsreport liegen alters- und gegebe- im Jahr 2010 bei 3,36 Prozent. 2011 wohnten in nenfalls geschlechtsstandardisierte Ergebnis- Sachsen-Anhalt 61 se zugrunde. Die zwischen einzelnen Bun- Tausend Erwerbs- Der für 2011 bundesweit ermittelte Kranken- desländern oder im zeitlichen Verlauf hinsicht- personen mit Versi- stand von 3,51 Prozent entspricht, bezogen lich der Alters- und Geschlechtsstruktur von cherung in der TK. auf eine durchgängig versicherte Erwerbsper- Erwerbspersonen bestehenden UnterschiedeEtwa 7,8 Prozent der son, durchschnittlich 12,79 Fehltagen. Im Jahr werden bei der Standardisierung rechnerischsozialversicherungs- 2010 wurden demgegenüber erst 12,27 Fehl- pflichtig Beschäftig- ausgeglichen. Dargestellte Ergebnisdifferen- tage je Erwerbsperson erfasst. Damit ergibt ten des Bundeslan- zen zwischen den Bundesländern bestehen sich eine Zunahme der Fehlzeiten 2011 im des waren bei der damit sinngemäß unter der Annahme einer Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent. TK versichert. einheitlichen Geschlechts- und Altersstruktur bei Erwerbspersonen für alle Bundesländer Von 2010 auf 2011 zeigten Fehlzeiten mit Di- und lassen sich daher nicht auf entsprechen- agnosen aus einzelnen Diagnosekapiteln bei de Strukturdifferenzen zwischen den Bundes- bundesweiten Auswertungen unterschiedliche ländern zurückführen. Entwicklungen. Um 7,5 Prozent stiegen Fehl- zeiten unter der Diagnose von Atemwegser- krankungen. Mitverantwortlich für den bun- Erwerbspersonen - desweiten Gesamtanstieg waren auch die von 2010 auf 2011 erneut und merklich um 6,3 Versichertenstruktur Prozent angestiegenen Fehlzeiten unter der Diagnose von psychischen Störungen. In der TK waren 2011 durchschnittlich 3,70 Millionen Erwerbspersonen versichert. Der Sachsen-Anhalt Anteil von berufstätigen TK-Mitgliedern an al- len sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Die Anzahl der 2011 je Versicherungsjahr in Deutschland betrug nach Gegenüberstel- gemeldeten AU-Fälle ist in Sachsen-Anhalt lungen zu vorläufigen bundesdeutschen Zah- gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent auf len im Jahresdurchschnitt 2011 etwa 12,7 durchschnittlich 1,26 Fälle je Person gestie- Prozent. gen (vgl. Abbildung 1 auf Seite 8). In Sach- sen-Anhalt wurden damit 19,4 Prozent mehr Sachsen-Anhalt AU-Fälle als im Bundesdurchschnitt erfasst (vgl. letzte Zeile in Tabelle 1 auf Seite 10). 1,6 Prozent aller Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 bis unter 65 Jahren mit Versiche- Mit 35,0 Fällen je 100 Versicherungsjahre rung in der TK wohnten 2011 in Sachsen- (VJ) die höchste Zahl an AU-Fällen lässt sich Anhalt (im Jahresmittel 61 Tausend Erwerbs- auch in Sachsen-Anhalt den Krankheiten des personen). Der Anteil von Berufstätigen mit Atmungssystems zuordnen (ICD10- Versicherung in der TK an allen sozialversi- Diagnosekapitel X, zu dem insbesondere Er- cherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen- kältungskrankheiten, aber auch die klassische Grippe zählen; vgl. auch Abbildung 3). Im 1 Ab dem Jahr 2006 werden bei den Auswer- Vergleich zum Vorjahr ist es bei Krankheiten tungen aus der Gruppe der arbeitslos gemel- des Atmungssystems zu einem Anstieg der deten Mitglieder nur noch Arbeitslosengeld-I- Fallzahlen um 4,6 Prozent gekommen. Die Empfänger berücksichtigt, da Arbeitslosen- häufigste Diagnose einer Arbeitsunfähigkeit geld-II-Empfänger nicht zur Abgabe einer Ar- war mit 13,5 AU-Fällen je 100 VJ auch im beitsunfähigkeitsbescheinigung bei der Kran- Jahr 2011 die ICD-Diagnose J06 „Akute Infek- kenkasse verpflichtet sind. 4 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  5. 5. tionen der oberen Atemwege“ (vgl. Tabelle 3 Arzneiverordnungenauf Seite 12). Nach einem erheblichen Rückgang der Arz-Der Krankenstand in Sachsen-Anhalt lag im neiverordnungen von 2003 auf 2004, der vor-Jahr 2011 mit 4,14 Prozent (entsprechend rangig aus dem Wegfall der Erstattungspflicht15,1 Fehltagen je Versicherungsjahr) 18,1 für nahezu alle rezeptfrei erhältlichen Arznei-Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Im mittel resultierte, war es zwischen 2004 undVergleich zum Vorjahr sind die Fehlzeiten in 2008 und dabei insbesondere nach 2006 zuSachsen-Anhalt damit insgesamt um 3,5 Pro- einem erneuten Anstieg des Verordnungsvo-zent angestiegen (vgl. Abbildung 2 auf Seite 8 lumens gekommen. Das Ausbleiben einessowie letzte Zeile in Tabelle 4 auf Seite 13). weiteren Anstiegs des Verordnungsvolumens im Jahr 2009 resultierte aus einer seit 2009Die Arbeitsunfähigkeitszeiten von Erwerbs- veränderten Bemessung von definierten Ta-personen in Sachsen-Anhalt mit Diagnosen gesdosen bei einigen Lipidsenkern und spie-aus den vier im Hinblick auf Fehlzeiten antei- gelte damit keinen realen Rückgang der Ver-lig relevantesten ICD10-Diagnosekapiteln ordnungen wider. 2011 ist das Verordnungs-zeigen unterschiedliche Abweichungen von volumen erneut gestiegen.den bundesweiten Werten (vgl. Abbildung 4auf Seite 9). Die Fehlzeiten liegen bei Atem- Insgesamt wurden Erwerbspersonen in derwegserkrankungen um 28,0 Prozent, bei Ver- TK 2011 bundesweit 16 Millionen Präparateletzungen um 18,0 Prozent und bei Erkran- mit 816 Millionen Tagesdosen verordnet. Ergebnissekungen des Bewegungsapparates um 13,1 Nach altersstandardisierten AuswertungenProzent über den bundesweiten Ergebnissen. erhielt 2011 eine Erwerbsperson im Rahmen Eine ErwerbspersonBei psychischen Störungen werden bundes- von durchschnittlich 2,86 Arztkontakten Ver- war 2011 in Sachsen-weite Werte um 8,5 Prozent unterschritten. Anhalt durchschnittlich ordnungen über 3,98 Präparate mit insgesamt 188 Tagesdosen (Männer: 3,65 Präparate mit 15,1 Tage krankge-Der in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Vor- schrieben, 18,1 Pro- 191 Tagesdosen; Frauen: 4,45 Präparate mitjahr insgesamt feststellbare Anstieg der Fehl- zent mehr als im Bun- 185 Tagesdosen). 2006 hatten die ge-zeiten resultiert vorrangig aus um 10,9 Pro- desdurchschnitt. schlechtsübergreifend ermittelten durch-zent höheren Fehlzeiten mit der Diagnose von schnittlichen Verordnungszahlen noch bei In Sachsen-Anhaltpsychischen Störungen (vgl. Tabelle 4 auf 3,63 Präparaten mit 155 Tagesdosen je Er- wurden 2011 je Er-Seite 13 sowie Abbildung 6 und Tabelle 5 auf werbsperson gelegen. werbsperson 4,1 Prä-Seite 14). parate mit insgesamt Sachsen-Anhalt 215 Tagesdosen ver-Ein Blick auf anteilig für die Fehlzeiten bei ordnet. Die Zahl derErwerbspersonen mit Mitgliedschaft in der TK verordneten Präparate Substanzübergreifend ermittelte Maßzahlenrelevante dreistellige ICD-Diagnosen zeigt in lag um 2,8 Prozent zu Arzneiverordnungen lagen in Sachsen-Sachsen-Anhalt unterschiedliche Abweichun- und die der Tagesdo- Anhalt auch im Jahr 2011 vorrangig über dengen zu bundesweiten Ergebnissen (vgl. Ta- sen um 14,4 Prozent Durchschnittswerten in der TK. In Sachsen- über den bundesweitbelle 6 auf Seite 15). Akute Infekte der oberen Anhalt wurden innerhalb des Jahres je Er- ermittelten Ergebnis-Atemwege (J06), Rückenschmerzen (M54) werbsperson bei durchschnittlich 2,8 Arztkon- sen.sowie depressive Episoden (F32) waren 2011 takten 4,1 Präparate mit insgesamt 215 Ta-mit 80 bzw. 91 und 57 AU-Tagen je 100 Ver- gesdosen je Erwerbsperson verordnet. Diesicherungsjahre als Einzeldiagnosen für die Zahl der Arztkontakte lag damit zwar um 0,9höchsten Fehlzeiten verantwortlich. Prozent unter den bundesweiten Ergebnis- sen, die Zahl der verordneten Präparate überschreitet die bundesweiten Ergebnisse jedoch um 2,8 Prozent und die der Tagesdo- sen um 14,4 Prozent. Die Verordnungsvolumen gemessen in defi- nierten Tagesdosen zeigen bei den anteilig relevantesten Arzneigruppen (nach anatomi- schen ATC-Gruppen) unter Erwerbspersonen mit Versicherung in der TK in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Bundesdurchschnitt unter- schiedlich ausgeprägte Abweichungen (vgl. Abbildung 7). Insbesondere Arzneimittel für das kardiovaskuläre System (Gruppe C) wur- den in überdurchschnittlichem Umfang ver- ordnet, gefolgt von Arzneimitteln für das ali- mentäre System und Stoffwechsel (Gruppe A, mit Antidiabetika) und für das Muskel- und Skelettsystem (Gruppe M) (vgl. Tabelle 7 auf Seite 16). Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 5
  6. 6. Abbildung 8 auf Seite 17 zeigt relative Verän- Medikamente mit Wirkung auf einen erhöhten derungen des Arzneiverordnungsvolumens Blutdruck (Antihypertensiva, ATC-Code C09, zwischen 2000 und 2011 zu ausgewählten C07, C08, C03) werden in Sachsen-Anhalt Arzneigruppen (Verordnungsvolumen im Jahr unter Ausnahme der Gruppe C03 (Diuretika) 2000 jeweils auf 100 Prozent gesetzt). Die der in deutlich höherem Umfang als im Bundes- Darstellung zugrunde liegenden Verord- durchschnitt verordnet. Dies gilt auch für Anti- nungswerte sowie Werte zu einer Reihe wei- diabetika (Gruppe A10). Psychoanaleptika terer verordnungsrelevanter Arzneimittelgrup- (Gruppe N06, die bei Erwerbspersonen nahe- pen sind der Tabelle 8 auf derselben Seite zu zu ausschließlich durch Verordnungen von entnehmen. Antidepressiva bestimmt wird) und Antiasthmatika (Gruppe R03) werden neben Bei einer Betrachtung der bundesweit ermit- Sexualhormonen und Modulatoren des Geni- telten Trends (gestrichelte Linien) offenbaren talsystems (Gruppe G03) und Antibiotika sich recht unterschiedliche längerfristige Ent- (Gruppe J01) in Sachsen-Anhalt in unter- wicklungen hinsichtlich einzelner Arzneimit- durchschnittlichem Umfang verordnet. telgruppen. Während das Verordnungsvolu- men von Herz-Kreislauf-Medikamenten zwi- schen 2000 und 2003 stetig zunahm und Mobilität und Flexibilität Ergebnisse durch den Wegfall der rezeptfreien Medika- mente im Jahr 2004 nur mäßig zurückging, Das Schwerpunktkapitel des Gesundheitsre- In den Grundzügen zeigen sich bei anderen Gruppen erhebliche portes der TK im Jahr 2012 befasst sich auf entsprechen die re- Verordnungsrückgänge von 2003 auf 2004. der Basis von bundesweit erhobenen Daten lativen Veränderun- Dies gilt für Arzneiverordnungen bei Krankhei- gen des Verord- mit dem Thema Mobilität und Flexibilität. Ziel ten der Atemwege (Respirationstrakt) sowie nungsvolumens bei des Reportes war es, aktuelle Informationen für die Verordnung von Sexualhormonen, dieverordnungsrelevan- zum Thema Mobilität und Flexibilität in der allerdings auch zwischen 2000 und 2003 be-ten Arzneimittelgrup- Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf die reits merklich rückläufig waren. pen in Sachsen- Gesundheit zu liefern. Selbstverständlich Anhalt dem bundes- existieren auch in den Daten einer Kranken- weit beobachteten Von 2004 auf 2005 war es bei einigen Arznei- kasse keine direkten Angaben zur Mobilität Trend. gruppen bereits zu einem erneuten Anstieg und Flexibilität ihrer Mitglieder. Eine Reihe der des Verordnungsvolumens gekommen. Bei routinemäßig erfassten Informationen ermög- kardiovaskulär wirksamen Arzneimitteln (vor- lichen jedoch Gruppierungen von Versicher- rangig Blutdruckmittel) setzte sich dieser An- ten, die sich zumindest hinsichtlich einer Rei- stieg bis 2011 fort. Ein rechnerisch zwischen- he von Aspekten der Mobilität und Flexibilität zeitlich ermittelter Rückgang im Jahr 2009 re- unterscheiden. Betrachtet wurden im Rahmen sultierte aus der bereits erwähnten veränder- der Auswertungen Häufigkeiten und Auswir- ten Bemessung von Tagesdosen bei einigen kungen von A) unterschiedlichen Distanzen Lipidsenkern. Zuwächse von 2010 auf 2011 zwischen dem Wohnort und Arbeitsplatz im sind, wie in den vorausgehenden Jahren, Jahr 2011 sowie Häufigkeiten und Auswir- auch bei Verordnungen zur Behandlung des kungen von B) Wohnortwechseln und C) Ar- Verdauungs- und Stoffwechselsystems sowie beitsplatzwechseln im Zeitraum von 2009 bis bei Präparaten zur Behandlung des Nerven- 2011. systems zu beobachten (vgl. Tabelle 8). Im Hinblick auf die geografische Lage von Sachsen-Anhalt Wohn- und Arbeitsplätzen konnte im Rahmen der Auswertungen auf knapp 400 unter- In den Grundzügen entsprechen die relativen scheidbare Zuordnungen zu Landkreisen so- Veränderungen des Verordnungsvolumens wie zu kreisfreien Städten zurückgegriffen bei verordnungsrelevanten Arzneimittelgrup- werden (nachfolgend verkürzt als Kreise be- pen in Sachsen-Anhalt dem bundesweit beo- zeichnet). Arbeitsplatzwechsel konnten auf bachteten Trend. der Basis von Veränderungen der versicher- tenbezogen zugeordneten Betriebsnummern Einen Überblick zum regionalen Verord- ermittelt werden. Detaillierte Ergebnisse der nungsvolumen im Hinblick auf die wesent- Auswertungen zum Schwerpunkt sind dem lichsten Arzneimittel auf dreistelliger Differen- entsprechenden Kapitel des bundesweiten zierungsebene des ATC im Vergleich zu über- Gesundheitsreportes zu entnehmen. Nachfol- regionalen Ergebnissen 2011 gibt Tabelle 9 gend werden nur einige grundlegende Ergeb- auf Seite 18. Auf die aufgeführten Arzneimit- nisse erwähnt, um anschließend näher auf telgruppen entfallen mehr als vier Fünftel des regional unterschiedliche Verteilungen von Verordnungsvolumens. Die Sortierung der Wohn- und Arbeitsplätzen einzugehen. Tabelle erfolgte dabei absteigend nach den verordneten Tagesdosen je Versicherungs- jahr im Bundesdurchschnitt unter Erwerbs- personen mit Mitgliedschaft in der TK.6 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  7. 7. Überregionale Ergebnisse und „Schlafkreise“. Während in einigen Krei- sen 2011 mehr als doppelt so viele Berufstä-Auswirkungen von Mobilität und Flexibilität tige ihren Arbeitsplatz wie ihren Wohnort hat-auf die Gesundheit wurden auf der Basis ten, zeigte sich in anderen Kreisen ein ent-bundesweit erhobener Daten betrachtet. Zu- sprechend deutliches, jedoch umgekehrtessammenhänge zwischen Arbeitsplatzdistan- Verhältnis.zen und der Gesundheit ließen sich nur inschwach ausgeprägter Form nachweisen. Nach Ergebnissen von weiterführenden Aus-Tendenziell waren entfernt vom Wohnort ar- wertungen verfügten 2011 bundesweit jah-beitende Berufstätige etwas häufiger und län- resdurchschnittlich 45,1 Prozent der Berufstä-ger mit psychischen Störungen als wohnort- tigen über einen Arbeitsplatz, der außerhalbnah arbeitende Beschäftigte krankgeschrie- ihres Wohnkreises lag, mussten also zur Ar-ben, von somatischen Erkrankungen aber beit in einen anderen Kreis „pendeln“. Deut-weniger stark betroffen, woraus insgesamt lich niedriger lag der entsprechende Anteiletwas geringere Fehlzeiten bei Berufstätigen insbesondere in städtischen Gebieten, bei un-mit größerer Arbeitsplatzdistanz resultierten. ter 20 Prozent dabei namentlich beispielswei- ErgebnisseDies könnte damit zusammenhängen, dass se in Hamburg und Berlin. DemgegenüberGesundheit eine wesentliche Voraussetzung waren in einer Reihe von meist ländlichen Nach bundesweiten Auswertungsergeb-zur Bewältigung größere Arbeitsplatzdistan- Kreisen im Umfeld von Städten mehr als 70 nissen sind Wechselzen bildet. Prozent der dort wohnhaften außerhalb des des Wohnortes sowie eigenen Wohnkreises beschäftigt. Bei einer des Arbeitsplatzes mitBei Erwerbspersonen mit Wohnkreiswechseln alternativen räumlichen Zuordnung der Be- einem erhöhten Risikozeigten sich diagnoseübergreifend deutlich rufstätigen ausgehend vom Arbeitsplatz zeig- insbesondere für Ar-höhere Fehlzeiten als bei Personen mit kon- ten sich insbesondere im Süden und Westen beitsunfähigkeiten mitstantem Wohnort. Der überwiegende Teil die- Deutschlands regelmäßige Muster. In klein- der Diagnose psychi-ser Differenzen resultierte aus Arbeitsunfä- räumige, städtische Regionen, pendelten die scher Störungen as-higkeiten unter der Diagnose von psychischen Arbeitskräfte zu einem hohen Anteil aus ab- soziiert.Störungen, von denen Personen mit Wohn- weichenden Regionen ein. In einigen Kreisen Die Risiken variiertenkreiswechseln merklich häufiger und länger lagen entsprechende Anteile bei etwa 80 Pro- auch abhängig vomals diejenigen mit konstantem Wohnkreis be- zent. Nicht zu beobachten war ein entspre- Bundesland des Woh-troffen waren. chender „Stadt-Arbeitsplatz-Effekt“ allerdings nortes. Im Vergleich in Hamburg und insbesondere Berlin. Ledig- zur ReferenzregionAuch Auswertungen zu Personen mit Be- lich 19,3 Prozent der in Berlin beschäftigten Nordrhein-Westfalentriebswechseln ergaben diagnoseübergrei- Berufstätigen kamen von außerhalb zur Arbeit lag das Risiko bei Er-fend höhere Fehlzeiten als bei Personen mit nach Berlin. werbspersonen auskonstantem Arbeitsplatz, die – wie bei Wohn- Sachsen-Anhalt umkreiswechseln – überwiegend aus längeren Sachsen-Anhalt etwa 5 Prozent höher.Fehlzeiten unter der Diagnose von psychi-schen Störungen resultierten. Darstellungen zur Bedeutung von Kreisen in Sachsen-Anhalt als Wohn- und Arbeitsregio-Erhöhte Risiken für Arbeitsunfähigkeiten unter nen finden sich ab Seite 19. Abbildung 9 zeigtder Diagnose von psychischen Störungen im das Zahlenverhältnis von regional beschäftig-Zusammenhang mit Wohnkreiswechseln so- ten zu regional wohnhaften Berufstätigen inwie bei Betriebswechseln waren schließlich Kreisen. Abbildung 10 stellt – bezogen auf re-auch im Rahmen multivariater Analysen unter gional wohnhafte Personen – den Anteil dergleichzeitiger Kontrolle für weitere potenzielle außerhalb des eigenen Wohnkreises Berufs-Einflussfaktoren nachweisbar, was die An- tätigen dar. Abbildung 11 verdeutlicht - beinahme einer ursächlichen Bedeutung der er- umgekehrter Betrachtung ausgehend vomfassten Wechsel für die festgestellten Ar- Kreis der Arbeitsstätte – den Anteil der Be-beitsunfähigkeiten mit psychischen Störungen rufstätigen, der von extern in seinen „Arbeits-unterstützt. Dabei zeigten sich für Erwerbs- kreis“ pendelt. Zugehörige Zahlenwerte undpersonen aus einzelnen Bundesländern un- Kreisbezeichnungen sind Tabelle 10 zu ent-terschiedlich hohe Risiken. nehmen (die auf Seite 22 endet). Sachsen- Anhalt gliedert sich in verhältnismäßig wenigeWohn- und Arbeitsregionen Kreise.Regionale Zuordnungen der Berufstätigen Bei Modellrechnungen zum Risiko für Ar-nach Wohn- und Arbeitsplätzen bildeten die beitsunfähigkeiten mit psychischen StörungenGrundlage für Aussagen zu Arbeitsplatzdis- zeigte sich für Erwerbspersonen aus Sach-tanzen im Rahmen der Schwerpunktauswer- sen-Anhalt im Vergleich zu Personen austungen und ermöglichen Abschätzungen von Nordrhein-Westfalen ein leicht erhöhtes Risi-regionalen Pendlerbewegungen. ko (vgl. Erläuterungen im bundesweiten Gesundheitsreport ab Seite 52 sowie Ergeb-Bereits erste Verteilungen der Berufstätigen nisse auf Seite 159).auf Kreise nach Wohn- sowie nach Arbeits-stellen offenbarten typische „Arbeitskreise“ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 7
  8. 8. Abbildungen und Tabellen AU-Fälle nach Bundesländern 2000 bis 2011 1,3 1,26 Sachsen-Anhalt 1,21 1,19 1,2 1,12 1,13 AU-Fälle je VJ in 16 Bunesländern 1,11 1,09 1,1 1,07 1,06 0,99 1,00 1,0 0,98 0,9 0,8 0,7 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Abbildung 1 (Arbeitsunfähigkeitsfälle je VJ in Bundesländern 2000 – 2011, standardisiert) AU-Tage nach Bundesländern 2000 bis 2011 16 Sachsen-Anhalt 15,1 15 14,6 14,3 14 AU-Tage je VJ in 16 Bunesländern 13,1 13,2 12,9 12,8 13 12,7 12,5 12,5 12,4 12,8 11,9 12 12,3 12,1 12,1 11,9 12,0 11,6 11 11,2 11,2 11,2 11,0 10,5 10 9 8 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Abbildung 2 (Arbeitsunfähigkeitstage je VJ in Bundesländern 2000 – 2011, standardisiert) (Hinweis: graue Linien ohne Zahlenangaben entsprechen den jeweils bundesweit ermittelten Werten)8 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  9. 9. AU-Fälle nach ICD10-Diagnosekapiteln 2011 Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten 10,5 10,8 Neubildungen 2,5 1,4 Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten 0,8 0,5 Psychische u. Verhaltensstörungen 6,0 5,3 Krankh. des Nervensystems und der Sinnesorgane 6,3 5,0 Krankh. d. Kreislaufsystems 4,3 2,7 Krankh. d. Atmungssystems 35,0 31,9 Krankh. d. Verdauungssystems 17,5 11,5 Krankh. d. Haut u. d. Unterhaut 1,9 1,4 Krankh. d. Muskel-Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 16,2 13,7 Krankh. d. Urogenitalsystems 3,6 2,6 Schwangerschaft, Geburt u. Wochenbett 1,6 1,2 Sachsen-Anhalt Symptome u. abnorme klinische und Laborbefunde 6,5 gesamt 6,5 Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 10,5 8,5 0 5 10 15 20 25 30 35 40 AU-Fälle je 100VJAbbildung 3 (Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100VJ nach Diagnosekapiteln 2011, standardisiert)AU-Tage nach ICD10-Diagnosekapiteln 2011 Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten 65 59 Neubildungen 56 44 Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten 17 10 Psychische u. Verhaltensstörungen 190 208 Krankh. des Nervensystems und der Sinnesorgane 63 57 Krankh. d. Kreislaufsystems 79 51 Krankh. d. Atmungssystems 245 192 Krankh. d. Verdauungssystems 104 69 Krankh. d. Haut u. d. Unterhaut 21 17 Krankh. d. Muskel-Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 276 244 Krankh. d. Urogenitalsystems 32 22 Schwangerschaft, Geburt u. Wochenbett 21 Sachsen-Anhalt 16 gesamt Symptome u. abnorme klinische und Laborbefunde 64 63 Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 191 162 0 25 50 75 100 125 150 175 200 225 250 275 300 AU-Tage je 100VJAbbildung 4 (Arbeitsunfähigkeitstage je 100VJ nach Diagnosekapiteln 2011, standardisiert) Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 9
  10. 10. AU-Fälle je 100 Versicherungsjahre nach ICD10-Diagnosekapiteln Ergebnisse Abweichungen re- Abweichungen 2011 gional vs. TK ge- zum Vorjahr samt in 2011 regional Diagnosekapitel regional TK gesamt relativ absolut relativ absolut [Fälle je [Fälle je [%] [Fälle je [%] [Fälle je 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ] I. Bestimmte infektiöse und 10,5 10,8 -3,0 % -0,3 12,6 % 1,2 parasitäre Krankheiten II. Neubildungen 2,5 1,4 83,1 % 1,1 -1,4 % 0,0 IV. Endokrine, Ernährungs- u. 0,8 0,5 51,3 % 0,3 -8,0 % -0,1 Stoffwechselkrankheiten V. Psychische u. Verhaltens- 6,0 5,3 13,5 % 0,7 17,1 % 0,9 störungen VI-VIII. Krankheiten des Ner- 6,3 5,0 26,5 % 1,3 7,5 % 0,4 vensystems und der Sinnes- organe IX. Krankheiten d. Kreislauf- 4,3 2,7 58,2 % 1,6 -0,6 % 0,0 systems X. Krankheiten d. Atmungs- 35,0 31,9 9,6 % 3,1 4,6 % 1,5 systems XI. Krankheiten d. Ver- 17,5 11,5 52,0 % 6,0 0,7 % 0,1 dauungssystems XII. Krankheiten d. Haut u. d. 1,9 1,4 33,8 % 0,5 6,2 % 0,1 Unterhaut XIII. Krankheiten d. Muskel- 16,2 13,7 17,9 % 2,5 5,0 % 0,8 Skelett-Systems u. d. Binde- gewebes XIV. Krankheiten d. Urogeni- 3,6 2,6 38,2 % 1,0 -1,2 % 0,0 talsystems XV. Schwangerschaft, Geburt 1,6 1,2 29,1 % 0,4 8,3 % 0,1 u. Wochenbett XVIII. Symptome u. abnorme 6,5 6,5 -0,4 % 0,0 15,7 % 0,9 klinische und Laborbefunde XIX. Verletzungen, Vergiftun- 10,5 8,5 22,7 % 1,9 5,3 % 0,5 gen u. best. a. Folgen äuße- rer Ursachen insgesamt 126,3 105,8 19,4 % 20,5 5,9 % 7,1 Tabelle 1 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)10 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  11. 11. Ausgewählte ICD10-Diagnosekapitel: Relative Veränderungender AU-Fallzahlen 2000 bis 2011 (Werte 2000 = 100 Prozent) 210 % Sachsen-Anhalt 200 % . 190 % Relative Veränderungen der AU-Fallzahlen (Wert im Jahr 2000 = 100 %) 180 % Psychische u. Verhaltensstörungen 170 % 160 % 150 % Krankh. d. Atmungssystems 140 % 130 % 120 % Krankh. d. Muskel-Skelett- 110 % Systems u. d. Bindegewebes 100 % 90 % Verletzungen, Vergiftungen 80 % u. Folgen äußerer Ursachen 70 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 ab 2006 ohne ALG-II-EmpfängerAbbildung 5 (Relative Veränderungen AU-Fallzahlen nach Diagnosekapiteln, standardisiert)AU-Fälle je 100 Versicherungsjahre nach ausgewählten ICD10-Diagnosekapiteln2000 bis 2011 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 VJDiagnosekapitel 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011V. Psychische u. Verhaltens- 3,6 3,4 3,2 3,5 3,8 4,1 4,5 5,1 6,0störungen regionalbundesweit 3,7 3,7 3,5 3,5 3,8 4,0 4,4 4,8 5,3X. Krankheiten d. Atmungs- 31,9 26,8 30,9 27,6 32,0 33,0 39,3 33,4 35,0systems regionalbundesweit 28,2 24,2 28,3 25,3 28,8 30,2 34,1 29,6 31,9XI. Krankheiten d. Ver- 16,4 16,5 15,1 16,6 18,1 18,6 17,7 17,4 17,5dauungssystems regionalbundesweit 11,6 11,4 10,1 11,1 12,4 12,7 12,4 11,5 11,5XIII. Krankheiten d. Muskel- 13,7 12,7 11,9 12,9 13,5 14,0 14,4 15,4 16,2Skelett-Systems u. d. Binde-gewebes regionalbundesweit 12,3 11,7 11,0 11,7 12,2 12,6 12,6 13,2 13,7XIX. Verletzungen, Vergiftun- 9,6 9,0 8,7 9,9 9,4 9,4 9,6 9,9 10,5gen u. best. a. Folgen äuße-rer Ursachen regionalbundesweit 8,1 7,7 7,5 8,0 7,9 8,0 8,1 8,5 8,5Erkrankungen insgesamt 106,1 98,2 98,5 99,6 109,2 112,9 121,0 119,2 126,3regionalbundesweit 92,6 85,3 86,1 85,9 93,2 96,8 102,2 99,8 105,8Tabelle 2 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 11
  12. 12. Anteilig relevante dreistellige ICD10-Diagnosen: AU-Fälle je 100 VJ in 2011 ICD10-Diagnose regional TK gesamt Abweichungen regional vs. [Fälle je [Fälle je TK gesamt in 100 VJ] 100 VJ] 2011 J06 Akute Infektionen an mehreren oder nicht 13,50 12,18 10,8 % näher bezeichneten Lokalisationen der oberen Atemwege M54 Rückenschmerzen 6,94 5,37 29,3 % A09 Diarrhö und Gastroenteritis, vermutlich 5,09 4,96 2,6 % infektiösen Ursprungs K08 Sonstige Krankheiten der Zähne und des 7,01 3,51 99,4 % Zahnhalteapparates J20 Akute Bronchitis 4,97 3,41 45,7 % K52 Sonstige nichtinfektiöse Gastroenteritis 4,36 3,38 29,1 % und Kolitis J40 Bronchitis, nicht als akut oder chronisch 2,52 3,12 -19,0 % bezeichnet B34 Viruskrankheit nicht näher bezeichneter 2,44 2,77 -11,7 % Lokalisation J03 Akute Tonsillitis 2,84 1,80 57,6 % J01 Akute Sinusitis 1,72 1,75 -1,8 % J32 Chronische Sinusitis 1,02 1,74 -41,3 % J02 Akute Pharyngitis 1,57 1,57 0,4 % K29 Gastritis und Duodenitis 2,36 1,52 55,5 % T14 Verletzung an einer nicht näher bezeich- 1,44 1,50 -3,7 % neten Körperregion R10 Bauch- und Beckenschmerzen 1,57 1,36 15,2 % F43 Reaktionen auf schwere Belastungen und 1,78 1,31 35,5 % Anpassungsstörungen F32 Depressive Episode 1,31 1,29 1,6 % A08 Virusbedingte und sonstige näher be- 0,97 1,00 -3,5 % zeichnete Darminfektionen G43 Migräne 1,30 0,96 36,3 % J98 Sonstige Krankheiten der Atemwege 0,77 0,95 -19,6 % Anteil der aufgeführten AU-Fälle an allen AU- 51,8 % 52,4 % Fällen AU-Fälle alle Diagnosen 126,3 105,8 19,4 % Tabelle 3 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)12 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  13. 13. AU-Tage je 100 Versicherungsjahre nach ICD10-Diagnosekapiteln Ergebnisse Abweichungen re- Abweichungen 2011 gional vs. TK ge- zum Vorjahr samt in 2011 regionalDiagnosekapitel regional TK gesamt relativ absolut relativ absolut [Fälle je [Fälle je [%] [Fälle je [%] [Fälle je 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ]I. Bestimmte infektiöse und 65 59 10,2 % 6 16,2 % 9parasitäre KrankheitenII. Neubildungen 56 44 28,4 % 12 -1,4 % -1IV. Endokrine, Ernährungs- u. 17 10 66,3 % 7 -9,0 % -2StoffwechselkrankheitenV. Psychische u. Verhaltens- 190 208 -8,5 % -18 10,9 % 19störungenVI-VIII. Krankheiten des Ner- 63 57 11,2 % 6 -1,4 % -1vensystems und der Sinnes-organeIX. Krankheiten d. Kreislauf- 79 51 54,1 % 28 0,8 % 1systemsX. Krankheiten d. Atmungs- 245 192 28,0 % 54 1,7 % 4systemsXI. Krankheiten d. Ver- 104 69 49,0 % 34 1,2 % 1dauungssystemsXII. Krankheiten d. Haut u. d. 21 17 23,3 % 4 0,1 % 0UnterhautXIII. Krankheiten d. Muskel- 276 244 13,1 % 32 -1,9 % -5Skelett-Systems u. d. Binde-gewebesXIV. Krankheiten d. Urogeni- 32 22 48,2 % 10 -2,9 % -1talsystemsXV. Schwangerschaft, Geburt 21 16 30,3 % 5 -1,4 % 0u. WochenbettXVIII. Symptome u. abnorme 64 63 1,1 % 1 14,4 % 8klinische und LaborbefundeXIX. Verletzungen, Vergiftun- 191 162 18,0 % 29 -1,7 % -3gen u. best. a. Folgen äuße-rer Ursacheninsgesamt 1511 1279 18,1 % 231 3,5 % 51Tabelle 4 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 13
  14. 14. Ausgewählte ICD10-Diagnosekapitel: Relative Veränderungen der Fehlzeiten 2000 bis 2011 (Werte 2000 = 100 Prozent) 240 % 230 % Sachsen-Anhalt 220 % . 210 % Relative Veränderungen der Fehlzeiten (Wert im Jahr 2000 = 100 %) 200 % Psychische u. 190 % Verhaltensstörungen 180 % 170 % 160 % Krankh. d. Atmungssystems 150 % 140 % 130 % 120 % Krankh. d. Muskel-Skelett- 110 % Systems u. d. Bindegewebes 100 % 90 % 80 % Verletzungen, Vergiftungen u. 70 % Folgen äußerer Ursachen 60 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 ab 2006 ohne ALG-II-Empfänger Abbildung 6 (Relative Veränderungen Arbeitsunfähigkeitstage nach Diagnosekapiteln, standar- disiert) AU-Tage je 100 Versicherungsjahre nach ausgewählten ICD10-Diagnosekapiteln 2000 bis 2011 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 VJ Diagnosekapitel 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 V. Psychische u. Verhaltens- 110 111 119 98 101 113 126 172 190 störungen regional bundesweit 151 153 156 129 140 151 172 196 208 X. Krankheiten d. Atmungs- 224 191 216 195 221 228 285 241 245 systems regional bundesweit 168 144 170 154 173 180 210 178 192 XI. Krankheiten d. Ver- 98 108 97 94 104 107 109 102 104 dauungssystems regional bundesweit 75 74 68 70 74 75 74 69 69 XIII. Krankheiten d. Muskel- 236 217 214 215 228 242 260 282 276 Skelett-Systems u. d. Binde- gewebes regional bundesweit 234 218 209 212 218 222 234 243 244 XIX. Verletzungen, Vergiftun- 204 194 180 186 191 169 181 194 191 gen u. best. a. Folgen äuße- rer Ursachen regional bundesweit 152 147 144 146 143 142 150 160 162 Erkrankungen insgesamt 1322 1251 1250 1194 1267 1282 1427 1460 1511 regional bundesweit 1162 1117 1121 1052 1098 1125 1211 1227 1279 Tabelle 5 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)14 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  15. 15. Anteilig relevante dreistellige ICD10-Diagnosen: AU-Tage je 100 VJ in 2011ICD10-Diagnose regional TK gesamt Abweichungen regional vs. [Tage je [Tage je TK gesamt in 100 VJ] 100 VJ] 2011F32 Depressive Episode 56,5 68,5 -17,6 %M54 Rückenschmerzen 91,1 67,0 36,0 %J06 Akute Infektionen an mehreren oder nicht 80,0 63,8 25,5 %näher bezeichneten Lokalisationen der oberenAtemwegeF43 Reaktionen auf schwere Belastungen und 35,1 34,4 2,0 %AnpassungsstörungenM51 Sonstige Bandscheibenschäden 17,4 26,1 -33,5 %J20 Akute Bronchitis 38,9 22,7 71,7 %A09 Diarrhö und Gastroenteritis, vermutlich 25,1 21,2 18,3 %infektiösen UrsprungsJ40 Bronchitis, nicht als akut oder chronisch 19,5 20,2 -3,4 %bezeichnetT14 Verletzung an einer nicht näher bezeich- 16,7 19,5 -14,3 %neten KörperregionF33 Rezidivierende depressive Störung 12,4 18,6 -33,1 %F48 Andere neurotische Störungen 12,6 18,0 -30,1 %F45 Somatoforme Störungen 19,1 16,3 17,0 %M23 Binnenschädigung des Kniegelenkes 17,2 16,1 7,0 %(Internal Derangement)M75 Schulterläsionen 14,8 15,3 -3,6 %S83 Luxation, Verstauchung und Zerrung des 19,8 15,3 29,5 %KniegelenkesK52 Sonstige nichtinfektiöse Gastroenteritis 21,9 14,9 46,7 %und KolitisB34 Viruskrankheit nicht näher bezeichneter 14,8 14,6 1,5 %LokalisationF41 Andere Angststörungen 16,5 14,6 13,4 %S82 Fraktur des Unterschenkels, einschließlich 16,3 13,0 25,7 %des oberen SprunggelenkesS93 Luxation, Verstauchung und Zerrung der 17,1 12,3 39,6 %Gelenke und Bänder in Höhe des oberenSprunggelenkes und des FußesAnteil der aufgeführten AU-Tage an allen AU- 37,3 % 40,0 %TagenAU-Tage alle Diagnosen 1510,6 1279,4 18,1 %Tabelle 6 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 15
  16. 16. Verordnungsvolumen Arzneimittel nach anatomischen ATC-Gruppen 2011 Alimentäres System und Stoffwechsel 27,8 25,1 Blut und Blut bildende Organe 5,8 4,9 93,4 Kardiovaskuläres System 67,9 Dermatika 6,7 5,4 Urogenitales System und Sexualhormone 9,7 11,5 Systemische Hormonpräparate 19,6 19,4 Antiinfektiva zur systemischen Anwendung 4,9 5,9 Antineoplastische u. immunmod. Mittel 2,4 2,1 Muskel- und Skelettsystem 11,4 9,9 Sachsen-Anhalt Nervensystem 14,3 17,1 gesamt Respirationstrakt 10,8 12,6 Sinnesorgane 3,9 3,3 Varia 4,6 3,0 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 DDD je VJ Abbildung 7 (Verordnung von definierten Tagesdosen [DDD] je VJ nach ATC-Gruppen 2011) Verordnungsvolumen Arzneimittel nach anatomischen ATC-Gruppen 2011 Ergebnisse Abweichungen re- gional vs. TK gesamt in 2011 ATC ATC-Gruppe regional TK gesamt relativ absolut [DDD [DDD [%] [DDD je VJ] je VJ] je VJ] A Alimentäres System und Stoffwechsel 27,8 25,1 10,7 % 2,7 B Blut und Blut bildende Organe 5,8 4,9 19,4 % 0,9 C Kardiovaskuläres System 93,4 67,9 37,7 % 25,6 D Dermatika 6,7 5,4 22,2 % 1,2 G Urogenitales System und Sexualhormone 9,7 11,5 -15,9 % -1,8 H Systemische Hormonpräparate 19,6 19,4 1,0 % 0,2 J Antiinfektiva zur systemischen Anwendung 4,9 5,9 -18,2 % -1,1 L Antineoplastische u. immunmodierende Mittel 2,4 2,1 13,5 % 0,3 M Muskel- und Skelettsystem 11,4 9,9 15,5 % 1,5 N Nervensystem 14,3 17,1 -16,6 % -2,8 R Respirationstrakt 10,8 12,6 -14,0 % -1,8 S Sinnesorgane 3,9 3,3 19,7 % 0,6 V Varia 4,6 3,0 54,4 % 1,6 Y nicht klassifiziert 0,0 0,0 0,0 insgesamt 215,4 188,2 14,4 % 27,2 Tabelle 7 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)16 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  17. 17. Relative Veränderungen des Verordnungsvolumens in ausgewählten anatomi-schen ATC-Gruppen 2000 bis 2011 . 200 % Relative Veränderungen des Verordnungsvolumens (Wert im Jahr 2000 = 100 %) 190 % Sachsen-Anhalt Kardiovaskuläres 180 % System 170 % bundesweit 160 % Alimentäres System und 150 % Stoffwechsel 140 % bundesweit 130 % Nervensystem 120 % 110 % bundesweit 100 % Respirationstrakt 90 % 80 % bundesweit 70 % Urogenitalsystem und 60 % Sexualhormone 50 % bundesweit 40 % 30 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011Abbildung 8 (Erwerbspersonen regional sowie bundesweit TK 2000 bis 2011, standardisiert,Verordnungsvolumen [DDD je VJ] in einzelnen Gruppen; Wert im Jahr 2000 = 100 Prozent)Verordnete DDD je VJ nach anatomischen ATC-Gruppen: 2000 bis 2011ATC-Gruppe 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011Alimentäres System und 20,4 16,4 16,6 17,1 21,7 24,5 24,5 25,9 27,8Stoffwechsel bundesweit 18,2 14,2 15,1 15,5 18,8 20,9 21,4 23,2 25,1Kardiovaskuläres System 64,8 62,3 67,0 72,1 77,6 84,4 85,9 90,4 93,4 bundesweit 50,3 48,2 51,7 55,4 59,8 65,0 63,7 66,3 67,9Urogenitalsystem und 18,6 13,4 13,8 12,7 12,6 12,1 11,6 10,5 9,7Sexualhormone bundesweit 21,1 14,6 14,4 13,9 13,6 13,3 12,5 12,1 11,5Systemische Hormonpräpa- 18,3 15,9 16,4 17,6 17,9 18,2 18,3 19,1 19,6rate bundesweit 19,7 15,9 16,4 17,5 17,9 18,3 18,3 18,9 19,4Muskel- und Skelettsystem 11,6 10,6 10,2 9,9 10,3 10,8 10,8 11,0 11,4 bundesweit 10,4 8,8 8,8 8,5 8,9 9,3 9,4 9,5 9,9Nervensystem 10,8 9,3 9,9 9,4 10,4 11,8 12,6 13,5 14,3 bundesweit 12,6 10,8 12,3 11,4 12,6 14,0 14,5 15,9 17,1Respirationstrakt 14,3 10,4 10,5 10,3 11,0 11,0 10,5 10,3 10,8 bundesweit 17,4 11,5 11,7 11,4 12,2 12,1 12,2 12,0 12,6Arzneimittel insgesamt 196,1 163,1 170,1 174,7 188,3 200,6 201,7 208,7 215,4 bundesweit 181,3 144,2 152,0 154,9 166,5 176,7 175,8 182,2 188,2Tabelle 8 (Erwerbspersonen TK regional sowie bundesweit, standardisiert) Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 17
  18. 18. Arzneimittel mit relevantem Verordnungsvolumen nach dreistelligem ATC-Code 2011 ATC ATC-Gruppe regional TK gesamt Abweichun- gen regional [DDD je VJ] [DDD je VJ] vs. TK gesamt in 2011 C09 Mittel mit Wirkung auf das Renin- 54,9 38,5 42,8 % Angiotensin-System H03 Schilddrüsentherapie 16,3 15,9 2,6 % A02 Antacida, Mittel zur Behandlung des 13,4 13,6 -0,9 % peptischen Ulkus und der Flatulenz N06 Psychoanaleptika 7,6 10,8 -29,4 % C07 Beta-Adrenorezeptor-Antagonisten 16,2 10,3 56,2 % G03 Sexualhormone und Modulatoren des 7,7 9,6 -20,1 % Genitalsystems R03 Antiasthmatika 6,9 8,8 -21,9 % A10 Antidiabetika 10,6 7,9 35,0 % M01 Antiphlogistika und Antirheumatika 8,3 7,5 11,3 % C08 Calciumkanalblocker 9,8 7,3 33,7 % C10 Lipid senkende Mittel 7,0 6,9 0,4 % J01 Antibiotika zur systemischen Anwendung 4,5 5,2 -13,6 % B01 Antithrombotische Mittel 4,7 3,9 20,3 % H02 Corticosteroide zur systemischen 3,2 3,4 -5,8 % Anwendung S01 Ophthalmika 3,7 3,1 19,7 % V01 Allergene 4,6 3,0 54,3 % C03 Diuretika 2,8 2,9 -3,6 % D07 Corticosteroide, dermatologische 3,2 2,5 25,3 % Zubereitungen N02 Analgetika 2,3 2,1 10,1 % R01 Rhinologika 2,2 2,0 13,6 % Anteil an allen Tagesdosen 88 % 88 % alle Präparate 215,4 188,2 14,4 % Tabelle 9 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)18 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  19. 19. Regional beschäftigte je regional wohnhafte Berufstätige in KreisenAbbildung 9 (Berufstätige mit verfügbarer Angabe zum Wohn- und Arbeitsstättenkreis 2011)Erläuterungen: Dargestellt werden Ergebnisse zu Sachsen-Anhalt. Kreise und kreisfreie Städtesind in Deutschland durch die ersten fünf Stellen des Amtlichen Gemeindeschlüssels identifi-zierbar. Dabei kodieren die ersten beiden Stellen das Bundesland, sind also bei Kreisen inner-halb eines Bundeslandes immer identisch. In der bundeslandbezogenen Darstellung zu Kreisenwerden zur Kennzeichnung einzelner Kreise daher nur die Ziffern Drei bis Fünf angegeben. Be-zeichnungen der einzelnen Kreise sowie Zahlenwerte sind Tabelle 10 zu entnehmen.Eine dunkelblaue Einfärbung beziehungsweise ein Wert von 0,5 resultiert bei dieser Abbildung,sofern in einem Kreis halb so viele Berufstätige arbeiten wie in dem Kreis wohnen („Schlaf-kreis“). Eine dunkelrote Einfärbung beziehungsweise der Wert 2 resultiert, sofern in einem Kreisdoppelt so viele Berufstätige arbeiten wie in dem Kreis wohnen („Arbeitskreis“; vgl. auch Abbil-dung 1 auf Seite 26 im bundesweiten Gesundheitsreport 2012 der TK). Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 19
  20. 20. Anteil Berufstätige mit Arbeitsplatz außerhalb des dargestellten Wohnkreises Abbildung 10 (Berufstätige mit verfügbarer Angabe zum Wohn- und Arbeitsstättenkreis 2011) Erläuterungen: Dargestellt werden Ergebnisse zu Sachsen-Anhalt. Kreise und kreisfreie Städte sind in Deutschland durch die ersten fünf Stellen des Amtlichen Gemeindeschlüssels identifi- zierbar. Dabei kodieren die ersten beiden Stellen das Bundesland, sind also bei Kreisen inner- halb eines Bundeslandes immer identisch. In der bundeslandbezogenen Darstellung zu Kreisen werden zur Kennzeichnung einzelner Kreise daher nur die Ziffern Drei bis Fünf angegeben. Be- zeichnungen der einzelnen Kreise sowie Zahlenwerte sind Tabelle 10 zu entnehmen. Eine dunkelblaue Einfärbung beziehungsweise ein Wert von 20 Prozent resultiert bei dieser Abbildung, sofern in einem Kreis lediglich 20 Prozent der im Kreis wohnhaften Berufstätigen in einem anderen Kreis arbeiten. Eine dunkelrote Einfärbung beziehungsweise der Wert von 70 Prozent resultiert, sofern in einem Kreis 70 Prozent der im Kreis wohnhaften Berufstätigen in einem anderen Kreis arbeiten (vgl. auch Abbildung 2 auf Seite 27 im bundesweiten Gesund- heitsreport 2012 der TK).20 ǀ Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt
  21. 21. Anteil Berufstätige mit Wohnort außerhalb des dargestellten ArbeitskreisesAbbildung 11 (Berufstätige mit verfügbarer Angabe zum Wohn- und Arbeitsstättenkreis 2011)Erläuterungen: Dargestellt werden Ergebnisse zu Sachsen-Anhalt. Kreise und kreisfreie Städtesind in Deutschland durch die ersten fünf Stellen des Amtlichen Gemeindeschlüssels identifi-zierbar. Dabei kodieren die ersten beiden Stellen das Bundesland, sind also bei Kreisen inner-halb eines Bundeslandes immer identisch. In der bundeslandbezogenen Darstellung zu Kreisenwerden zur Kennzeichnung einzelner Kreise daher nur die Ziffern Drei bis Fünf angegeben. Be-zeichnungen der einzelnen Kreise sowie Zahlenwerte sind Tabelle 10 zu entnehmen.Eine dunkelblaue Einfärbung beziehungsweise ein Wert von 20 Prozent resultiert bei dieserAbbildung, sofern in einem Kreis lediglich 20 Prozent der im Kreis arbeitenden Berufstätigen ineinem anderen Kreis wohnen. Eine dunkelrote Einfärbung beziehungsweise der Wert von 70Prozent resultiert, sofern in einem Kreis 70 Prozent der im Kreis arbeitenden Berufstätigen ineinem anderen Kreis wohnen (vgl. auch Abbildung 3 auf Seite 29 im bundesweiten Gesund-heitsreport 2012 der TK). Gesundheitsreport 2012 – Sachsen-Anhalt ǀ 21

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