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TK-Gesundheitsreport 2011 für Bremen
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TK-Gesundheitsreport 2011 für Bremen

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Angelehnt an den bundesweiten TK-Gesundheitsreport befasst sich auch die regionalisierte Version für Bremen traditionell mit Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen. In diesem Jahr richtet …

Angelehnt an den bundesweiten TK-Gesundheitsreport befasst sich auch die regionalisierte Version für Bremen traditionell mit Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen. In diesem Jahr richtet sich dabei das Augenmerk auf die Gesundheit junger Erwerbspersonen und Studierender.

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  • 1. InhaltZum Gesundheitsreport der TK .......................................... 3Erwerbspersonen - Versichertenstruktur ............................ 3Arbeitsunfähigkeit ............................................................... 4Arzneiverordnungen ........................................................... 5Junge Erwerbspersonen und Studierende ......................... 7Abbildungen und Tabellen ................................................ 10Gesundheitsreport 2011 – Arbeitsunfähigkeiten und Arzneimittelverordnungen – Auswertungen für BremenHerausgegeben von der Techniker Krankenkasse, Hamburg, Fax 040 - 69 09-22 58, Internet: www.tk.de, Bereich Marketing & Vertrieb, FachreferatGesundheitsmanagement, Autoren: Dr. Thomas Grobe, Dr. Ingeborg Mieth, Hans Dörning, ISEG (Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie undGesundheitssystemforschung), Hannover, Redaktion: Gudrun Ahlers.© Techniker Krankenkasse, alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und sonstige Formen der Vervielfältigung - auch auszugsweise - nicht gestattet.2
  • 2. Zum Gesundheitsreport der TKAuswertungsbasis des Gesundheitsreports bildeten anonymisierte Routinedaten der Techni-ker Krankenkasse zu Erwerbspersonen (Berufstätige und Arbeitslose1), also zur Gesamt-gruppe derjenigen Versicherten, bei denen im Krankheitsfall mit der Abgabe einer Arbeitsun-fähigkeitsbescheinigung gerechnet werden kann. Die regionale Auswertung stellt eine Aktua-lisierung im Hinblick auf das Arbeitsunfähigkeitsmeldegeschehen sowie Arzneiverordnungendar und ergänzt den bundesweiten Gesundheitsreport 2011. Berichtet werden vorrangig Er-gebnisse zum Jahr 2010.Nahezu allen Darstellungen im TK-Gesundheitsreport liegen alters- und gegebenenfalls ge-schlechtsstandardisierte Ergebnisse zugrunde. Die zwischen einzelnen Bundesländern oderim zeitlichen Verlauf hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsstruktur von Erwerbspersonenbestehenden Unterschiede werden bei der Standardisierung rechnerisch ausgeglichen. Dar-gestellte Ergebnisdifferenzen zwischen den Bundesländern bestehen damit sinngemäß unterder Annahme einer einheitlichen Geschlechts- und Altersstruktur bei Erwerbspersonen füralle Bundesländer und lassen sich daher nicht auf entsprechende Strukturdifferenzen zwi-schen den Bundesländern zurückführen.Erwerbspersonen - VersichertenstrukturIn der TK waren 2010 durchschnittlich 3,51 Millionen Erwerbspersonen versichert. Der Anteilvon berufstätigen TK-Mitgliedern an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten inDeutschland betrug nach Gegenüberstellungen zu vorläufigen bundesdeutschen Zahlen imJahresdurchschnitt 2010 etwa 12,2 Prozent.0,7 Prozent aller Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 bis 65 Jahren mit Versiche-rung in der TK wohnten 2010 in Bremen (im Jahresmittel 26 Tausend Erwerbsperso-nen). Der Anteil von Berufstätigen mit Versicherung in der TK an allen sozialversiche-rungspflichtig Beschäftigten in Bremen beträgt nach Gegenüberstellungen zu vorläufi-gen Landeswerten 8,8 Prozent. Knapp jeder elfte abhängig Beschäftigte in Bremen warim Jahr 2010 bei der TK versichert.1 Ab dem Jahr 2006 werden bei den Auswertungen aus der Gruppe der arbeitslos gemeldeten Mitglie-der nur noch Arbeitslosengeld-I-Empfänger berücksichtigt, da Arbeitslosengeld-II-Empfänger nicht zurAbgabe einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei der Krankenkasse verpflichtet sind. 3
  • 3. ArbeitsunfähigkeitBundesweit wurden im Jahr 2010 in der TK durchschnittlich 1,00 Arbeitsunfähigkeitsfälle jeErwerbsperson registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der gemeldeten Fälle damitum 2,4 Prozent gesunken. Der Krankenstand lag demgegenüber im Jahr 2010 mit 3,36 Pro-zent leicht über dem Vorjahreswert. 2006 hatte er auf einem historischen Tiefstand bei 2,88Prozent gelegen, 2007 bei 3,01 Prozent, 2008 bei 3,08 Prozent und im Jahr 2009 bei 3,32Prozent. Der für 2010 bundesweit ermittelte Krankenstand entspricht durchschnittlich 12,27Fehltagen (bezogen auf eine durchgängig versicherte Erwerbsperson). Im Jahr 2009 warenes demgegenüber durchschnittlich 12,11 Fehltage je Erwerbsperson. Damit sind die Fehlzei-ten 2010 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 1,3 Prozent angestiegen, nachdem es von2006 auf 2007 zu einem Anstieg um 4,3 Prozent, 2008 zu einem Anstieg um 2,5 Prozent und2009, im Zuge stärkerer Grippe- und Erkältungswellen (Stichwort „Neue Influenza“), zu einemAnstieg um 7,7 Prozent gekommen war.Aus dem Ausbleiben stärkerer Grippe- und Erkältungswellen im Jahr 2010 erklärt sich imWesentlichen der eingangs erwähnte Rückgang der durchschnittlichen Zahl der gemeldetenArbeitsunfähigkeitsfälle. Fehlzeiten unter der Diagnose von Atemwegserkrankungen sankenvon 2009 auf 2010 bundesweit entsprechend deutlich um 15,2 Prozent. Dass es von 2009auf 2010 diagnoseübergreifend dennoch zu einem leichten Anstieg der Fehlzeiten insgesamtgekommen ist, resultierte insbesondere aus steigenden Fehlzeiten unter der Diagnose vonpsychischen Störungen, die bundesweit um 13,8 Prozent anstiegen. Wie in den Vorjahrenvariiert der Krankenstand auch 2010 erheblich in Abhängigkeit vom ausgeübten Beruf.Die Anzahl der 2010 je Versicherungsjahr gemeldeten AU-Fälle ist in Bremen gegen-über dem Vorjahr um 3,2 Prozent auf durchschnittlich 1,00 Fälle je Person gesunken(vgl. Abbildung 1 auf Seite 10). In Bremen wurden damit etwa so viele AU-Fälle wie imBundesdurchschnitt erfasst (vgl. letzte Zeile in Tabelle 1 auf Seite 12). Mit 28,8 Fällen je100 Versicherungsjahre (VJ) die höchste Zahl an AU-Fällen lässt sich den Krankheitendes Atmungssystems zuordnen (ICD10-Diagnosekapitel X, zu dem insbesondere Erkäl-tungskrankheiten, aber auch die klassische Grippe zählen; vgl. auch Abbildung 3). ImVergleich zum Vorjahr ist es bei Krankheiten des Atmungssystems zu einem Rückgangder Fallzahlen um 13,7 Prozent gekommen. Hierfür verantwortlich war das Ausbleibenausgeprägter Grippe- und Erkältungswellen im Jahr 2010, die 2009, auch im Zuge der„Neuen Grippe“, zu verhältnismäßig vielen Krankschreibungen geführt hatten (vgl. Er-gebnisse im Gesundheitsreport mit bundesweiten Ergebnissen). Die häufigste Diagno-se einer Arbeitsunfähigkeit war mit 10,6 AU-Fällen je 100 VJ dennoch auch im Jahr2010 die ICD-Diagnose J06 „Akute Infektionen der oberen Atemwege“ (vgl. Tabelle 3auf Seite 14).Der Krankenstand in Bremen lag im Jahr 2010 mit 3,23 Prozent (entsprechend 11,8Fehltagen je Versicherungsjahr) 4,0 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Im Ver-gleich zum Vorjahr sind die Fehlzeiten in Bremen insgesamt um 1,2 Prozent angestie-gen (vgl. Abbildung 2 auf Seite 10 sowie letzte Zeile in Tabelle 4 auf Seite 15).Die Arbeitsunfähigkeitszeiten von Erwerbspersonen in Bremen mit Diagnosen aus denvier im Hinblick auf Fehlzeiten anteilig relevantesten ICD10-Diagnosekapiteln zeigenunterschiedliche Abweichungen von bundesweiten Werten (vgl. Abbildung 4 auf Seite11). Die Fehlzeiten liegen bei Erkrankungen des Bewegungsapparates um 11,4 Prozentund bei Atemwegserkrankungen um 5,1 Prozent unter den bundesweiten Ergebnissen.Bei Verletzungen werden bundesweite Werte um 2,2 Prozent und bei psychischen Stö-4
  • 4. rungen um 8,8 Prozent überschritten. Der in Bremen im Vergleich zum Vorjahr insge-samt feststellbare Anstieg der Fehlzeiten resultiert vorrangig aus um 16,0 Prozent hö-heren Fehlzeiten bei psychischen Störungen. Gleichzeitig sanken die Fehlzeiten mitder Diagnose von Atemwegskrankheiten um 14,3 Prozent (vgl. Tabelle 4 auf Seite 15sowie Abbildung 6 und Tabelle 5 auf Seite 16).Ein Blick auf anteilig für die Fehlzeiten bei Erwerbspersonen mit Mitgliedschaft in derTK relevante dreistellige ICD-Diagnosen zeigt in Bremen unterschiedliche Abweichun-gen zu bundesweiten Ergebnissen (vgl. Tabelle 6 auf Seite 17). Akute Infekte der obe-ren Atemwege (J06), Rückenschmerzen (M54) sowie depressive Episoden (F32) waren2010 mit 51 bzw. 61 und 70 AU-Tagen je 100 Versicherungsjahre als Einzeldiagnosenfür die höchsten Fehlzeiten verantwortlich.ArzneiverordnungenNach einem erheblichen Rückgang der Arzneiverordnungen von 2003 auf 2004, der vorran-gig aus dem Wegfall der Erstattungspflicht für nahezu alle rezeptfrei erhältlichen Arzneimittelresultierte, war es zwischen 2004 und 2008 und dabei insbesondere nach 2006 zu einemerneuten Anstieg des Verordnungsvolumens gekommen. Das Ausbleiben eines weiteren An-stiegs des Verordnungsvolumens im Jahr 2009 resultierte aus einer seit 2009 verändertenBemessung von definierten Tagesdosen bei einigen Lipidsenkern und spiegelte damit keinenrealen Rückgang der Verordnungen wider. 2010 ist das Verordnungsvolumen erneut gestie-gen.Insgesamt wurden Erwerbspersonen in der TK 2010 15 Millionen Präparate mit 734 MillionenTagesdosen verordnet. Nach altersstandardisierten Auswertungen erhielt 2010 eine Er-werbsperson im Rahmen von durchschnittlich 2,83 Arztkontakten Verordnungen über 3,93Präparate mit insgesamt 182 Tagesdosen (Männer: 3,59 Präparate mit 184 Tagesdosen;Frauen: 4,41 Präparate mit 180 Tagesdosen). 2006 lagen die geschlechtsübergreifend ermit-telten durchschnittlichen Verordnungszahlen noch bei 3,63 Präparaten mit 155 Tagesdosenje Erwerbsperson.Substanzübergreifend ermittelte Maßzahlen zu Arzneiverordnungen lagen in Bremenauch im Jahr 2010 unter den Durchschnittswerten in der TK: In Bremen wurden inner-halb des Jahres je Erwerbsperson bei durchschnittlich 2,7 Arztkontakten 3,6 Präparatemit insgesamt 160 Tagesdosen je Erwerbsperson verordnet. Die Zahl der Arztkontaktelag damit um 5,5 Prozent unter den bundesweiten Ergebnissen, die Zahl der verordne-ten Präparate um 7,8 Prozent und die der Tagesdosen um 12,0 Prozent.Die Verordnungsvolumen gemessen in definierten Tagesdosen zeigen bei den anteiligrelevantesten Arzneigruppen (nach anatomischen ATC-Gruppen) unter Erwerbsperso-nen mit Versicherung in der TK in Bremen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt un-terschiedlich ausgeprägte Abweichungen (vgl. Abbildung 7). Insbesondere kardiovas-kulär wirksame Medikamente (Gruppe C) sowie systemische Hormonpräparate (Grup-pe H, vorrangig Schilddrüsentherapeutika) wurden in unterdurchschnittlichem Umfangverordnet. Allein für die die nicht sehr stark verordneten Präparate zur Behandlungvon Hauterkrankungen (Gruppe D) und systemisch anzuwendende Antiinfektiva(Gruppe J) übersteigen die Verordnungen in Bremen den Bundesdurchschnitt (vgl.Tabelle 7 auf Seite 18). 5
  • 5. Abbildung 8 auf Seite 19 zeigt relative Veränderungen des Arzneiverordnungsvolumens zwi-schen 2000 und 2010 zu ausgewählten Arzneigruppen (Verordnungsvolumen im Jahr 2000jeweils auf 100 Prozent gesetzt). Die der Darstellung zugrunde liegenden Verordnungswertesowie Werte zu einer Reihe weiterer verordnungsrelevanter Arzneimittelgruppen sind derTabelle 8 auf der selben Seite zu entnehmen.Bei einer Betrachtung der bundesweit ermittelten Trends (gestrichelte Linien) offenbaren sichrecht unterschiedliche längerfristige Entwicklungen hinsichtlich einzelner Arzneimittelgruppen.Während das Verordnungsvolumen von Herz-Kreislauf-Medikamenten zwischen 2000 und2003 stetig zunahm und durch den Wegfall der rezeptfreien Medikamente im Jahr 2004 nurmäßig zurückging, zeigen sich bei anderen Gruppen erhebliche Verordnungsrückgänge von2003 auf 2004. Dies gilt für Arzneiverordnungen bei Krankheiten der Atemwege (Respirati-onstrakt) sowie für die Verordnung von Sexualhormonen, die allerdings auch zwischen 2000und 2003 bereits merklich rückläufig waren.Von 2004 auf 2005 war es bei einigen Arzneigruppen bereits zu einem erneuten Anstieg desVerordnungsvolumens gekommen. Bei kardiovaskulär wirksamen Arzneimitteln (vorrangigBlutdruckmittel) setzte sich dieser Anstieg bis 2010 fort. Ein rechnerisch zwischenzeitlich er-mittelter Rückgang im Jahr 2009 resultierte aus der bereits erwähnten veränderten Bemes-sung von Tagesdosen bei einigen Lipidsenkern. Zuwächse von 2009 auf 2010 sind, wie inden vorausgehenden Jahren, bei Verordnungen zur Behandlung des Verdauungs- und Stoff-wechselsystems sowie bei Präparaten zur Behandlung des Nervensystems zu beobachten(vgl. Tabelle 8).In den Grundzügen entsprechen die relativen Veränderungen des Verordnungsvolu-mens in Bremen dem bundesweit beobachteten Trend.Einen Überblick zum regionalen Verordnungsvolumen im Hinblick auf die wesentlichsten Arz-neimittel auf dreistelliger Differenzierungsebene des ATC im Vergleich zu überregionalenErgebnissen 2010 gibt Tabelle 9 auf Seite 20. Auf die aufgeführten Arzneimittelgruppen ent-fallen mehr als vier Fünftel des Verordnungsvolumens. Die Sortierung der Tabelle erfolgtedabei absteigend nach den verordneten Tagesdosen je Versicherungsjahr im Bundesdurch-schnitt unter Erwerbspersonen mit Mitgliedschaft in der TK.Medikamente mit Wirkung auf einen erhöhten Blutdruck (Antihypertensiva, ATC-CodeC09, C07, C08, C03) werden in Bremen unter Ausnahme der Gruppe C03 (Diuretika) ingeringerem Umfang als im Bundesdurchschnitt verordnet. Dies gilt auch für Schild-drüsentherapeutika, Antacida und Mittel zur Behandlung des peptischen Ulkus (bzw.die Gruppe A02, die vorrangig Protonenpumpenhemmer zur Behandlung und Prophy-laxe von säurebedingten Magenerkrankungen umfasst) sowie für Psychoanaleptika(Gruppe N06, die bei Erwerbspersonen nahezu ausschließlich durch Verordnungenvon Antidepressiva bestimmt wird). In überdurchschnittlichem Umfang wurden inBremen Antiasthmatika und Antibiotika verordnet.6
  • 6. Junge Erwerbspersonen und StudierendeÄltere Menschen sind von einem weit überwiegenden Teil gesundheitlicher Probleme deutlichhäufiger als jüngere Menschen betroffen. Dies hat zur Folge, dass statistische Kennzahlen imGesundheitsreport im Regelfall maßgeblich von den Ereignissen und Entwicklungen aus hö-heren Altersgruppen bestimmt werden. Entwicklungen bei Jüngeren bleiben damit typischer-weise verborgen. Dieser Hintergrund bildete den Anlass, sich im Schwerpunktkapitel desGesundheitsreportes eingehender und systematisch mit der gesundheitlichen Situationspeziell von jüngeren Erwerbspersonen sowie von Studierenden auseinander zu setzen. Beiden Auswertungen berücksichtigt wurden junge Erwerbspersonen und eigenständigversicherte Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren. Präsentiert werden Ergebnisse zuArzneiverordnungen in den Jahren 2006 bis 2010 sowie ergänzend auch zur ambulantenkassenärztlichen Versorgung und zu ambulant dokumentierten Diagnoseangaben aus demJahr 2009. Dargestellt werden in der Regel Ergebnisse, die in beiden Gruppen und in unter-schiedlichen Jahren einheitlich gemäß einer jahresübergreifend ermittelten Altersstruktur vonStudierenden in der TK standardisiert wurden. Sinngemäß werden damit immer Gruppener-gebnisse unter Annahme einer konstanten, einheitlichen Altersverteilung mit einem Durch-schnittsalter von 27 Jahren verglichen. Die bundesweiten Auswertungen beruhen dabei inden einzelnen Jahren auf Daten zu 595.584 bis 983.317 jungen Erwerbspersonen sowie aufDaten zu 121.880 bis 134.053 Studierenden.Bei Auswertungen zu Bremen konnten in einzelnen Jahren zwischen 4.569 und 7.842junge Erwerbspersonen sowie zwischen 1.819 und 2.119 Studierende berücksichtigtwerden.Arzneiverordnungsvolumen in definierten TagesdosenJüngere Erwerbspersonen erhielten erwartungsgemäß mit 71,8 Tagesdosen je Jahr insge-samt erheblich weniger Arzneiverordnungen als ältere Erwerbspersonen. Die Verordnungs-werte der jüngeren Erwerbspersonen wurden in der Gruppe der Studierenden mit durch-schnittlich 65,4 Tagesdosen noch merklich unterschritten. Ausgehend von unterschiedlichenNiveaus waren in den Jahren von 2006 bis 2010 alle genannten Gruppen von Anstiegen desArzneigesamtverordnungsvolumens betroffen.Während das Verordnungsvolumen bei älteren Erwerbspersonen maßgeblich von Herz-Kreislauf-Präparaten bestimmt wird, bildeten nach bundesweiten Auswertungen bei den Stu-dierenden Arzneimittel zur Behandlung des Nervensystems in allen betrachteten Jahren undab 2010 mit knappem Vorsprung auch bei jungen Erwerbspersonen die verordnungsstärksteArzneimittelgruppe. Mit Anstiegen des Verordnungsvolumens um 54 beziehungsweise 40Prozent seit 2006 hat die Bedeutung dieser Arzneimittelgruppe sowohl bei Studierenden alsauch bei jungen Erwerbspersonen merklich zugenommen. Studierende erhielten dabei 2010nach bundesweiten Auswertungen mit durchschnittlich 13,5 Tagesdosen pro Jahr deutlichmehr Arzneimitteleinheiten zur Behandlung des Nervensystems als junge Erwerbspersonenmit 9,9 Tagesdosen. Demgegenüber waren Studierende von Verordnungen aus nahezu allenanderen Arzneimittelgruppen in geringerem Umfang als junge Erwerbspersonen betroffen.Dies gilt unter anderem auch für systemische Hormonpräparate, die 2010 bei bundesweitenAuswertungen im Hinblick auf das Verordnungsvolumen gemessen in definierten Tagesdo-sen bei jungen Erwerbspersonen und Studierenden den zweiten Rang belegten.In Bremen erhielten Studierende 2010 mit durchschnittlich 52,8 Tagesdosen je Jahr eindeutlich unterdurchschnittliches, junge Erwerbspersonen mit 71,2 Tagesdosen je Jahr 7
  • 7. hingegen ein nahezu bundesdurchschnittliches Verordnungsvolumen (vgl. Tabelle 10auf Seite 21). In beiden Gruppen bildeten Arzneimittel zur Behandlung des Nervensys-tems 2010 auch in Bremen eine, gemessen an den verordneten Tagesdosen, relevanteArzneimittelgruppe, auch wenn die Tagesdosen hier unter dem Bundesdurchschnittlagen. Studierende erhielten durchschnittlich 8,3 Tagesdosen je Jahr, bei jungen Er-werbspersonen waren es 8,7 Tagesdosen je Jahr. Bei den jungen Erwerbspersonenüberschritten jedoch die Verordnungsvolumen von Arzneimitteln für das alimentäreSystem und Stoffwechsel sowie systemische Hormonpräparate die für das Nervensys-tem.ArzneiverordnungsratenRelativ umfangreiche Schwerpunktabschnitte des Gesundheitsreportes befassen sich mit derEntwicklung von Verordnungsraten von näher spezifizierten Arzneimitteln. Verordnungsratenbeschreiben dabei jeweils den Anteil der jungen Erwerbspersonen und Studierenden, dieinnerhalb eines Jahres mindestens einmalig ein bestimmtes Arzneimittel verordnet bekamen.Erfasst werden damit Ausweitungen (oder Eingrenzungen) von medikamentösen Behandlun-gen auf mehr (oder weniger) Versicherte. Im Hinblick auf eine Vielzahl von Arzneimittelgrup-pen zeigten sich zwischen 2006 und 2010 merkliche Ausweitungen der Anwendung, die sichteilweise auf veränderte Indikationen und therapeutische Strategien sowie beispielsweiseauch auf Preisentwicklungen im Zuge auslaufender Patente zurückführen lassen.Um mehr als 40 Prozent seit 2006 stieg nach bundesweiten Auswertungen, eher unerwartet,der Anteil derjenigen jungen Erwerbspersonen, denen innerhalb eines Jahres Schilddrüsen-hormone verordnet wurden. 2010 erhielten 4,02 Prozent entsprechende Hormone, wobeiFrauen mit einem Anteil von 7,37 Prozent erheblich häufiger als Männer betroffen waren.Entsprechende Raten zu Hormonverordnungen lagen bei Studierenden auf etwas niedrige-rem Niveau.Eine deutliche Ausweitung um mehr als 40 Prozent lässt sich in den vergangenen Jahrenauch bei der Anwendung von Antidepressiva beobachten. 2010 erhielten 3,12 Prozent derjungen Erwerbspersonen und 3,90 Prozent der Studierenden mindestens einmalig ein Anti-depressivum. 2006 waren es erst 2,20 beziehungsweise 2,71 Prozent.Vergleichbare Entwicklungen lassen sich auch für junge Erwerbspersonen und Studie-rende in Bremen feststellen (vgl. Tabelle 11 auf Seite 21). 2010 erhielten hier 4,34 Pro-zent der jungen Erwerbspersonen und 3,95 Prozent der Studierenden Schilddrüsen-hormone. Antidepressiva wurden bei 3,04 Prozent der jungen Erwerbspersonen und3,20 Prozent der Studierenden verordnet.Ambulante ärztliche Versorgung, DiagnosenInsbesondere da Studierende nicht zur Abgabe von Arbeitsunfähigkeitsmeldungen verpflich-tet sind und insofern zu dieser Population auch keine Arbeitsunfähigkeitsdiagnosen vorliegen,wurde zur Bearbeitung des Schwerpunktkapitels auch auf Daten aus der ambulanten kas-senärztlichen Versorgung aus dem Jahr 2009 zurückgegriffen. Junge Erwerbspersonen hat-ten nach bundesweiten Auswertungen 2009 zu 90 Prozent mindestens einen Kontakt zurambulanten ärztlichen Versorgung, Studierende zu 84 Prozent. Höhere ärztliche Kontaktratenals bei Studierenden finden sich unter jungen Erwerbspersonen im Hinblick auf fast alleFacharztgruppen. Ausnahmen bilden Kontakte zu Hautärzten, Ärzten für Neurologie und Ner-venheilkunde und psychologische Psychotherapeuten, von denen mehr Studierende als jun-ge Erwerbspersonen betroffen sind (vgl. bundesweiten Gesundheitsreport 2011 der TK).Nachfolgend dargestellte Ergebnisse auf Bundeslandebene fokussieren in Ergänzung der8
  • 8. vorausgehenden Abschnitte ausschließlich Diagnosen und Versorgungsaspekte von Schild-drüsenerkrankungen und Depressionen.Ambulant gestellte Diagnosen von Schilddrüsenerkrankungen (im Sinne der ICD10-Diagnosen E00 bis E07) betreffen erwartungsgemäß noch deutlich mehr Personen als Ver-ordnungen von Schilddrüsenhormonen. Nach bundesweiten Auswertungen wurde 2009 bei6,67 Prozent der jungen Erwerbspersonen und bei 5,94 Prozent der Studierenden eine ent-sprechende Diagnose gestellt. Frauen waren mit Diagnoseraten von über 10 Prozent mehrals viermal häufiger als Männer mit Diagnoseraten um 2,5 Prozent betroffen.In Bremen wurden nach einheitlich direkt standardisierten Ergebnissen bei 6,09 Pro-zent der jungen Erwerbspersonen und bei 5,92 Prozent der Studierenden Schilddrü-senerkrankungen diagnostiziert (vgl. Tabelle 12 auf Seite 22). Verordnungsraten vonSchilddrüsenhormonen und Diagnoseraten zeigten auf Bundeslandebene (hier bei zu-sammengefasster Betrachtung von Erwerbspersonen und Studierenden im Alter zwi-schen 20 bis 34 Jahre) vergleichbare relative Abweichungen der regional beobachtetenvon den aufgrund der Geschlechts- und Altersstruktur nach bundesweiten Ergebnis-sen regional erwarteten Raten (vgl. Abbildung 9 auf Seite 22). Deutlich wird sowohlnach Auswertungen zu Arzneimittelverordnungen als auch nach Auswertungen zu Di-agnosen ein typisches Nord-Ost- versus Süd-West-Gefälle.Die Diagnose einer Depression (im Sinne der ICD10-Diagnosen F32 oder F33) betraf 2009nach bundesweiten Auswertungen 5,35 Prozent der jungen Erwerbspersonen und 6,83 Pro-zent der Studierenden. Studierende waren damit deutlich häufiger von Depressionen alsgleichaltrige Erwerbspersonen betroffen.In Bremen wurden nach einheitlich direkt standardisierten Ergebnissen bei 6,10 Pro-zent der jungen Erwerbspersonen und bei 5,78 Prozent der Studierenden Depressio-nen diagnostiziert (vgl. gleichfalls Tabelle 12 auf Seite 22).Verordnungsraten von Antidepressiva und Diagnoseraten zeigten auf Bundeslandebene, ab-gesehen von durchgängig verhältnismäßig geringen Raten in den neuen Bundesländern, zumTeil divergierende regionale Abweichungen im Hinblick auf Antidepressivaverordnungen undDepressionsdiagnosen (vgl. Abbildung 10 auf Seite 23). Auffällig erscheinen dabei vorrangiggeringe Verordnungsraten an Antidepressiva trotz hoher Depressionsdiagnoseraten in denStadtstaaten, weshalb ergänzend auch Auswertungen zur regionalen Nutzung von alternati-ven therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung psychischer Erkrankungen – namentlichinsbesondere Kontakte zu psychologischen Psychotherapeuten – betrachtet wurden. Nachhier diagnoseunabhängig durchgeführten Auswertungen kontaktierten 2009 2,28 Prozent derjungen Erwerbspersonen einen psychologischen Psychotherapeuten. Kontakte zu psycholo-gischen Psychotherapeuten waren unter Studierenden mit bundesweit 4,45 Prozent deutlichhäufiger. Überdurchschnittliche Kontaktraten zeigten sich bei jungen Erwerbspersonen in denStadtstaaten (vgl. Abbildung 11), was die Annahme der Nutzung therapeutischer Alternativenals eine Ursache von geringen Antidepressivaverordnungen in diesen Regionen unterstützt.Die hier dargestellten regionalen Kontaktraten hängen ihrerseits in starkem Maße von derregionalen Verfügbarkeit von Psychotherapeuten ab (vgl. Tabelle 13 auf Seite 24).In Bremen kontaktierten 3,25 Prozent der jungen Erwerbspersonen 2009 mindestenseinmalig einen psychologischen Psychotherapeuten. Kontakte zu Psychotherapeutenwaren unter Studierenden mit 5,05 Prozent noch deutlich häufiger, unter weiblichenStudierenden lag die Rate sogar bei 7,65 Prozent (vgl. auch Tabelle 13 auf Seite 24). 9
  • 9. Abbildungen und TabellenAU-Fälle nach Bundesländern 2000 bis 2010 1,3 Bremen 1,2 AU-Fälle je VJ in 16 Bunesländern 1,1 1,02 1,03 1,00 1,00 1,00 0,99 0,99 1,0 0,93 0,91 0,90 0,9 0,87 0,8 0,7 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010Abbildung 1 (Arbeitsunfähigkeitstage je VJ in Bundesländern 2000 – 2010, standardisiert)AU-Tage nach Bundesländern 2000 bis 2010 16 Bremen 15 14 AU-Tage je VJ in 16 Bunesländern 13 12 11,6 11,8 11 11,4 11,3 11,2 11,2 10,9 10,9 10,8 10,7 10 10,5 9 8 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010Abbildung 2 (Arbeitsunfähigkeitsfälle je VJ in Bundesländern 2000 – 2010, standardisiert)(Hinweis: graue Linien ohne Zahlenangaben entsprechen den jeweils bundesweit ermittelten Werten)10
  • 10. AU-Fälle nach ICD10-Diagnosekapiteln 2010 10,4 Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten 10,0 1,2 Neubildungen 1,4 0,5 Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten 0,5 5,5 Psychische u. Verhaltensstörungen 4,8 4,3 Krankh. des Nervensystems und der Sinnesorgane 4,7 2,3 Krankh. d. Kreislaufsystems 2,7 28,8 Krankh. d. Atmungssystems 29,6 11,5 Krankh. d. Verdauungssystems 11,5 1,4 Krankh. d. Haut u. d. Unterhaut 1,4 13,4 Krankh. d. Muskel-Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 13,2 2,3 Krankh. d. Urogenitalsystems 2,5 0,9 Bremen Schwangerschaft, Geburt u. Wochenbett 1,2 gesamt 6,2 Symptome u. abnorme klinische und Laborbefunde 5,5 8,6 Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 8,5 0 5 10 15 20 25 30 35 AU-Fälle je 100VJAbbildung 3 (Arbeitsunfähigkeitstage je 100VJ nach Diagnosekapiteln 2010, standardisiert)AU-Tage nach ICD10-Diagnosekapiteln 2010 Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten 61 53 Neubildungen 45 47 Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten 6 11 Psychische u. Verhaltensstörungen 213 196 50 Krankh. des Nervensystems und der Sinnesorgane 55 39 Krankh. d. Kreislaufsystems 53 169 Krankh. d. Atmungssystems 178 65 Krankh. d. Verdauungssystems 69 16 Krankh. d. Haut u. d. Unterhaut 16 215 Krankh. d. Muskel-Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 243 18 Krankh. d. Urogenitalsystems 22 Bremen 10 Schwangerschaft, Geburt u. Wochenbett 18 gesamt 49 Symptome u. abnorme klinische und Laborbefunde 52 163 Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 160 0 25 50 75 100 125 150 175 200 225 250 275 300 AU-Tage je 100VJAbbildung 4 (Arbeitsunfähigkeitstage je 100VJ nach Diagnosekapiteln 2010, standardisiert) 11
  • 11. AU-Fälle je 100 Versicherungsjahre nach ICD10-Diagnosekapiteln Ergebnisse Abweichungen regional Abweichungen 2010 vs. TK gesamt in 2010 zum Vorjahr regionalDiagnosekapitel regional TK gesamt relativ absolut relativ absolut [Fälle je [Fälle je [%] [Fälle je [%] [Fälle je 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ]I. Bestimmte infektiöse und 10,4 10,0 4,4 % 0,4 -1,2 % -0,1parasitäre KrankheitenII. Neubildungen 1,2 1,4 -12,5 % -0,2 6,0 % 0,1IV. Endokrine, Ernährungs- u. 0,5 0,5 -11,5 % -0,1 -17,1 % -0,1StoffwechselkrankheitenV. Psychische u. Verhaltensstö- 5,5 4,8 15,3 % 0,7 15,1 % 0,7rungenVI-VIII. Krankheiten des Ner- 4,3 4,7 -7,5 % -0,3 10,7 % 0,4vensystems und der Sinnesor-ganeIX. Krankheiten d. Kreislaufsys- 2,3 2,7 -14,8 % -0,4 5,0 % 0,1temsX. Krankheiten d. Atmungssys- 28,8 29,6 -2,7 % -0,8 -13,7 % -4,6temsXI. Krankheiten d. Verdauungs- 11,5 11,5 0,7 % 0,1 -4,1 % -0,5systemsXII. Krankheiten d. Haut u. d. 1,4 1,4 4,0 % 0,1 13,4 % 0,2UnterhautXIII. Krankheiten d. Muskel- 13,4 13,2 1,5 % 0,2 -1,8 % -0,2Skelett-Systems u. d. Bindege-webesXIV. Krankheiten d. Urogenital- 2,3 2,5 -11,1 % -0,3 -9,4 % -0,2systemsXV. Schwangerschaft, Geburt u. 0,9 1,2 -18,7 % -0,2 0,0 % 0,0WochenbettXVIII. Symptome u. abnorme 6,2 5,5 12,2 % 0,7 4,1 % 0,2klinische und LaborbefundeXIX. Verletzungen, Vergiftungen 8,6 8,5 1,5 % 0,1 9,7 % 0,8u. best. a. Folgen äußerer Ursa-cheninsgesamt 99,9 99,8 0,1 % 0,1 -3,2 % -3,3Tabelle 1 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)12
  • 12. Ausgewählte ICD10-Diagnosekapitel: Relative Veränderungender AU-Fallzahlen 2000 bis 2010 (Werte 2000 = 100 Prozent) 160 % Bremen 150 % Relative Veränderungen der AU-Fallzahlen (Wert im Jahr 2000 = 100 %) . Psychische u. Verhaltensstörungen 140 % 130 % Krankh. d. 120 % Atmungssystems 110 % 100 % Krankh. d. Muskel- Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 90 % 80 % Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 70 % 60 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 ab 2006 ohne ALG-II-EmpfängerAbbildung 5 (Relative Veränderungen AU-Fallzahlen nach Diagnosekapiteln, standardisiert)AU-Fälle je 100 Versicherungsjahre nach ausgewählten ICD10-Diagnosekapiteln2000 bis 2010 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 VJDiagnosekapitel 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010V. Psychische u. Verhal- 4,1 4,6 4,6 4,5 4,5 4,4 4,0 4,4 4,4 4,8 5,5tensstörungen regionalbundesweit 3,4 3,8 3,8 3,7 3,7 3,5 3,5 3,8 4,0 4,4 4,8X. Krankheiten d. Atmungs- 33,6 30,7 30,1 27,5 24,6 29,1 25,9 30,0 29,8 33,4 28,8systems regionalbundesweit 31,5 29,7 28,6 28,2 24,2 28,3 25,3 28,8 30,2 34,1 29,6XI. Krankheiten d. Ver- 10,4 10,9 11,5 11,3 12,0 11,0 11,2 13,3 12,1 12,0 11,5dauungssystems regionalbundesweit 11,6 11,9 12,3 11,6 11,4 10,1 11,1 12,4 12,7 12,4 11,5XIII. Krankheiten d. Muskel- 13,8 13,9 14,2 13,1 12,0 12,1 13,0 12,8 13,1 13,7 13,4Skelett-Systems u. d. Binde-gewebes regionalbundesweit 13,1 13,5 13,4 12,3 11,7 11,0 11,7 12,2 12,6 12,6 13,2XIX. Verletzungen, Vergif- 9,8 9,0 8,9 8,1 7,7 7,9 8,4 8,0 8,3 7,9 8,6tungen u. best. a. Folgenäußerer Ursachen regionalbundesweit 8,9 8,8 8,7 8,1 7,7 7,5 8,0 7,9 8,0 8,1 8,5Erkrankungen insgesamt 102,4 100,1 99,7 92,6 86,7 91,3 90,3 98,8 98,8 103,2 99,9regionalbundesweit 98,8 98,5 97,9 92,6 85,3 86,1 85,9 93,2 96,8 102,2 99,8Tabelle 2 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) 13
  • 13. Anteilig relevante dreistellige ICD10-Diagnosen: AU-Fälle je 100 VJ in 2010ICD10-Diagnose regional TK gesamt Abweichun- gen regional [Fälle je 100 VJ] [Fälle je 100 VJ] vs. TK gesamt in 2010J06 Akute Infektionen an mehreren oder nicht näher 10,61 10,78 -1,6 %bezeichneten Lokalisationen der oberen AtemwegeM54 Rückenschmerzen 5,31 5,34 -0,4 %A09 Diarrhö und Gastroenteritis, vermutlich 4,46 4,73 -5,6 %infektiösen UrsprungsK52 Sonstige nichtinfektiöse Gastroenteritis und Kolitis 3,72 3,67 1,3 %K08 Sonstige Krankheiten der Zähne und des 3,17 3,39 -6,4 %ZahnhalteapparatesJ20 Akute Bronchitis 2,60 3,17 -18,0 %J40 Bronchitis, nicht als akut oder chronisch bezeichnet 3,07 2,92 5,2 %B34 Viruskrankheit nicht näher bezeichneter Lokalisation 3,22 2,37 36,0 %J03 Akute Tonsillitis 1,64 1,92 -14,4 %J01 Akute Sinusitis 1,57 1,81 -13,2 %J32 Chronische Sinusitis 1,54 1,76 -12,4 %J02 Akute Pharyngitis 1,26 1,51 -16,4 %T14 Verletzung an einer nicht näher bezeichneten Körperregion 1,35 1,46 -7,4 %K29 Gastritis und Duodenitis 1,37 1,44 -4,6 %R10 Bauch- und Beckenschmerzen 1,15 1,27 -9,8 %F32 Depressive Episode 1,35 1,20 12,3 %F43 Reaktionen auf schwere Belastungen und 1,44 1,16 23,8 %AnpassungsstörungenA08 Virusbedingte und sonstige näher bezeichnete 0,76 0,96 -20,6 %DarminfektionenJ98 Sonstige Krankheiten der Atemwege 0,70 0,91 -22,8 %G43 Migräne 0,78 0,90 -12,7 %Anteil der aufgeführten AU-Fälle an allen AU-Fällen 51,2 % 52,8 %AU-Fälle alle Diagnosen 99,9 99,8 0,1 %Tabelle 3 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)14
  • 14. AU-Tage je 100 Versicherungsjahre nach ICD10-Diagnosekapiteln Ergebnisse Abweichungen regional Abweichungen 2010 vs. TK gesamt in 2010 zum Vorjahr regionalDiagnosekapitel regional TK gesamt relativ absolut relativ absolut [Tage je [Tage je [%] [Tage je [%] [Tage je 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ] 100 VJ]I. Bestimmte infektiöse und 61 53 14,2 % 8 -5,7 % -4parasitäre KrankheitenII. Neubildungen 45 47 -3,9 % -2 13,3 % 5IV. Endokrine, Ernährungs- u. 6 11 -43,6 % -5 -46,0 % -5StoffwechselkrankheitenV. Psychische u. Verhaltensstö- 213 196 8,8 % 17 16,0 % 29rungenVI-VIII. Krankheiten des Ner- 50 55 -10,6 % -6 14,9 % 6vensystems und der Sinnesor-ganeIX. Krankheiten d. Kreislaufsys- 39 53 -25,5 % -13 -5,5 % -2temsX. Krankheiten d. Atmungssys- 169 178 -5,1 % -9 -14,3 % -28temsXI. Krankheiten d. Verdauungs- 65 69 -5,8 % -4 2,1 % 1systemsXII. Krankheiten d. Haut u. d. 16 16 -3,0 % 0 5,2 % 1UnterhautXIII. Krankheiten d. Muskel- 215 243 -11,4 % -28 -10,3 % -25Skelett-Systems u. d. Bindege-webesXIV. Krankheiten d. Urogenital- 18 22 -16,8 % -4 11,3 % 2systemsXV. Schwangerschaft, Geburt u. 10 18 -41,2 % -7 -0,7 % 0WochenbettXVIII. Symptome u. abnorme 49 52 -5,4 % -3 7,6 % 3klinische und LaborbefundeXIX. Verletzungen, Vergiftungen 163 160 2,2 % 4 10,0 % 15u. best. a. Folgen äußerer Ursa-cheninsgesamt 1178 1227 -4,0 % -49 1,2 % 13Tabelle 4 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) 15
  • 15. Ausgewählte ICD10-Diagnosekapitel: Relative Veränderungender Fehlzeiten 2000 bis 2010 (Werte 2000 = 100 Prozent) 170 % Bremen 160 % Relative Veränderungen der Fehlzeiten (Wert im Jahr 2000 = 100 %) . Psychische u. Verhaltensstörungen 150 % 140 % Krankh. d. 130 % Atmungssystems 120 % Krankh. d. Muskel- 110 % Skelett-Systems u. d. Bindegewebes 100 % 90 % Verletzungen, Vergiftungen u. Folgen äußerer Ursachen 80 % 70 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 ab 2006 ohne ALG-II-EmpfängerAbbildung 6 (Relative Veränderungen Arbeitsunfähigkeitstage nach Diagnosekapiteln, standardisiert)AU-Tage je 100 Versicherungsjahre nach ausgewählten ICD10-Diagnosekapiteln2000 bis 2010 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 VJDiagnosekapitel 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010V. Psychische u. Verhal- 128 137 138 141 153 172 135 130 154 184 213tensstörungen regionalbundesweit 127 139 145 151 153 156 129 140 151 172 196X. Krankheiten d. Atmungs- 201 178 183 159 143 172 157 178 171 197 169systems regionalbundesweit 199 182 174 168 144 170 154 173 180 210 178XI. Krankheiten d. Ver- 69 73 64 63 66 69 60 71 64 64 65dauungssystems regionalbundesweit 76 76 77 75 74 68 70 74 75 74 69XIII. Krankheiten d. Muskel- 250 248 238 239 216 212 218 214 207 240 215Skelett-Systems u. d. Binde-gewebes regionalbundesweit 242 254 249 234 218 209 212 218 222 234 243XIX. Verletzungen, Vergif- 150 142 138 145 136 135 159 133 145 148 163tungen u. best. a. Folgenäußerer Ursachen regionalbundesweit 152 154 155 152 147 144 146 143 142 150 160Erkrankungen insgesamt 1131 1141 1122 1078 1051 1117 1091 1066 1094 1164 1178regionalbundesweit 1190 1210 1199 1162 1117 1121 1052 1098 1125 1211 1227Tabelle 5 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)16
  • 16. Anteilig relevante dreistellige ICD10-Diagnosen: AU-Tage je 100 VJ in 2010ICD10-Diagnose regional TK gesamt Abweichun- gen regional [Tage je 100 VJ] [Tage je 100 VJ] vs. TK gesamt in 2010F32 Depressive Episode 70,0 66,7 5,0 %M54 Rückenschmerzen 61,4 65,7 -6,5 %J06 Akute Infektionen an mehreren oder nicht näher 50,6 56,1 -9,7 %bezeichneten Lokalisationen der oberen AtemwegeF43 Reaktionen auf schwere Belastungen und 35,4 31,8 11,3 %AnpassungsstörungenM51 Sonstige Bandscheibenschäden 21,1 28,6 -26,0 %J20 Akute Bronchitis 17,4 21,0 -17,4 %A09 Diarrhö und Gastroenteritis, vermutlich 20,0 19,9 0,1 %infektiösen UrsprungsT14 Verletzung an einer nicht näher bezeichneten Körperregion 20,7 18,8 10,4 %J40 Bronchitis, nicht als akut oder chronisch bezeichnet 20,7 18,5 11,9 %F33 Rezidivierende depressive Störung 20,0 18,0 10,7 %M23 Binnenschädigung des Kniegelenkes 16,1 16,4 -1,8 %(Internal Derangement)K52 Sonstige nichtinfektiöse Gastroenteritis und Kolitis 15,4 16,2 -5,0 %S83 Luxation, Verstauchung und Zerrung des Kniegelenkes 12,2 15,4 -20,7 %F48 Andere neurotische Störungen 12,3 14,6 -15,8 %M75 Schulterläsionen 14,3 14,5 -0,8 %F45 Somatoforme Störungen 11,3 14,1 -19,5 %S82 Fraktur des Unterschenkels, einschließlich des 10,6 13,7 -22,4 %oberen SprunggelenkesF41 Andere Angststörungen 16,9 13,2 28,2 %B34 Viruskrankheit nicht näher bezeichneter Lokalisation 19,1 12,5 52,9 %S93 Luxation, Verstauchung und Zerrung der Gelenke und 11,1 11,7 -5,3 %Bänder in Höhe des oberen Sprunggelenkes und des FußesAnteil der aufgeführten AU-Tage an allen AU-Tagen 40,5 % 39,7 %AU-Tage alle Diagnosen 1177,9 1226,5 -4,0 %Tabelle 6 (Erwerbspersonen TK, standardisiert) 17
  • 17. Verordnungsvolumen Arzneimittel nach anatomischen ATC-Gruppen 2010 21,1 Alimentäres System und Stoffwechsel 23,2 4,3 Blut und Blut bildende Organe 4,7 54,9 Kardiovaskuläres System 66,3 5,6 Dermatika 5,3 11,1 Urogenitales System und Sexualhormone 12,1 15,5 Systemische Hormonpräparate 18,9 5,9 Antiinfektiva zur systemischen Anwendung 5,8 1,8 Antineoplastische u. immunmod. Mittel 2,2 8,8 Muskel- und Skelettsystem 9,5 Bremen gesamt 13,4 Nervensystem 15,9 11,9 Respirationstrakt 12,0 3,0 Sinnesorgane 3,3 2,7 Varia 2,9 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 DDD je VJAbbildung 7 (Verordnung von definierten Tagesdosen [DDD] je VJ nach ATC-Gruppen 2010)Verordnungsvolumen Arzneimittel nach anatomischen ATC-Gruppen 2010 Ergebnisse Abweichungen regional vs. TK gesamt in 2010ATC ATC-Gruppe regional TK gesamt relativ absolut [DDD je VJ] [DDD je VJ] [%] [DDD je VJ]A Alimentäres System und Stoffwechsel 21,1 23,2 -9,3 % -2,2B Blut und Blut bildende Organe 4,3 4,7 -7,2 % -0,3C Kardiovaskuläres System 54,9 66,3 -17,1 % -11,3D Dermatika 5,6 5,3 4,6 % 0,2G Urogenitales System und Sexualhormone 11,1 12,1 -7,8 % -0,9H Systemische Hormonpräparate 15,5 18,9 -18,1 % -3,4J Antiinfektiva zur systemischen Anwendung 5,9 5,8 1,3 % 0,1L Antineoplastische u. immunmodierende Mittel 1,8 2,2 -19,6 % -0,4M Muskel- und Skelettsystem 8,8 9,5 -7,7 % -0,7N Nervensystem 13,4 15,9 -15,9 % -2,5R Respirationstrakt 11,9 12,0 -0,8 % -0,1S Sinnesorgane 3,0 3,3 -6,4 % -0,2V Varia 2,7 2,9 -3,8 % -0,1Y nicht klassifiziert 0,0 0,0 0,0 insgesamt 160,3 182,2 -12,0 % -21,9Tabelle 7 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)18
  • 18. Relative Veränderungen des Verordnungsvolumens in ausgewählten anatomischen ATC-Gruppen 2000 bis 2010 200 % Kardiovaskuläres System Relative Veränderungen des Verordnungsvolumens (Wert im Jahr 2000 = 100 %) . 190 % Bremen 180 % bundesweit 170 % 160 % Alimentäres System und Stoffwechsel 150 % 140 % bundesweit 130 % Nervensystem 120 % 110 % bundesweit 100 % 90 % Respirationstrakt 80 % 70 % bundesweit 60 % Urogenitalsystem und 50 % Sexualhormone 40 % bundesweit 30 % 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010Abbildung 8 (Erwerbspersonen regional sowie bundesweit TK 2000 bis 2010, standardisiert, Verordnungsvolumen[DDD je VJ] in einzelnen Gruppen; Wert im Jahr 2000 = 100 Prozent)Verordnete DDD je VJ nach anatomischen ATC-Gruppen: 2000 bis 2010Diagnosekapitel 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010Alimentäres System 13,8 15,2 15,9 17,3 13,4 14,4 13,8 17,4 18,9 19,0 21,1und Stoffwechsel bundesweit 15,9 16,9 17,7 18,2 14,2 15,1 15,5 18,8 20,9 21,4 23,2Kardiovaskuläres 33,1 36,1 37,9 40,1 39,8 44,0 48,4 52,8 54,7 54,1 54,9System bundesweit 39,5 43,0 45,5 50,3 48,2 51,7 55,4 59,8 65,0 63,7 66,3Urogenitalsystem 26,4 23,6 23,4 21,8 13,3 13,5 12,9 13,1 12,2 12,1 11,1und Sexualhormone bundesweit 25,9 24,1 22,9 21,1 14,6 14,4 13,9 13,6 13,3 12,5 12,1Systemische Hor- 11,8 12,3 12,2 13,0 10,1 11,5 12,4 13,0 13,6 14,6 15,5monpräparate bundesweit 18,8 18,5 18,9 19,7 15,9 16,4 17,5 17,9 18,3 18,3 18,9Muskel- und Skelett- 8,6 8,7 8,8 8,9 7,1 7,9 7,3 8,4 8,8 9,3 8,8system bundesweit 9,5 9,9 10,2 10,4 8,8 8,8 8,5 8,9 9,3 9,4 9,5Nervensystem 11,5 12,0 11,9 12,0 9,9 11,8 10,1 10,5 11,0 11,9 13,4 bundesweit 11,7 12,1 12,4 12,6 10,8 12,3 11,4 12,6 14,0 14,5 15,9Respirationstrakt 21,2 19,1 21,2 18,6 12,6 13,3 12,4 13,2 12,9 12,9 11,9 bundesweit 19,2 16,9 18,5 17,4 11,5 11,7 11,4 12,2 12,1 12,2 12,0Arzneimittel insge- 158,4 158,6 166,3 162,7 126,3 137,3 138,2 150,5 155,2 156,9 160,3samt bundesweit 172,5 174,0 181,6 181,3 144,2 152,0 154,9 166,5 176,7 175,8 182,2Tabelle 8 (Erwerbspersonen TK regional sowie bundesweit, standardisiert) 19
  • 19. Arzneimittel mit relevantem Verordnungsvolumen nach dreistelligem ATC-Code 2010ATC ATC-Gruppe regional TK gesamt Abwei- chungen [DDD je VJ] [DDD je VJ] regional vs. TK gesamt in 2010C09 Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System 28,2 36,5 -22,8 %H03 Schilddrüsentherapie 12,4 15,4 -19,8 %A02 Antacida, Mittel zur Behandlung des peptischen Ulkus und der 10,2 12,0 -15,1 % FlatulenzC07 Beta-Adrenorezeptor-Antagonisten 10,0 10,6 -6,0 %G03 Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems 9,5 10,2 -6,3 %N06 Psychoanaleptika 7,9 9,9 -19,8 %R03 Antiasthmatika 8,8 8,5 4,1 %A10 Antidiabetika 7,5 7,7 -1,9 %C08 Calciumkanalblocker 6,2 7,3 -14,7 %M01 Antiphlogistika und Antirheumatika 6,8 7,1 -3,6 %C10 Lipid senkende Mittel 5,7 6,9 -17,6 %J01 Antibiotika zur systemischen Anwendung 5,3 5,1 3,1 %B01 Antithrombotische Mittel 3,1 3,7 -15,9 %H02 Corticosteroide zur systemischen Anwendung 2,9 3,3 -12,0 %S01 Ophthalmika 2,9 3,1 -5,2 %C03 Diuretika 3,3 3,0 10,5 %V01 Allergene 2,7 2,8 -3,5 %D07 Corticosteroide, dermatologische Zubereitungen 2,7 2,5 6,1 %N02 Analgetika 1,7 2,0 -13,5 %N03 Antiepileptika 1,6 1,8 -11,5 % Anteil an allen Tagesdosen 87 % 87 % alle Präparate 160,3 182,2 -12,0 %Tabelle 9 (Erwerbspersonen TK, standardisiert)20
  • 20. Verordnete DDD je VJ nach anatomischen ATC-Gruppen: Studierende und junge Erwerbs-personen 2006 bis 2010 Studierende Junge ErwerbspersonenATC-Gruppe 2006 2007 2008 2009 2010 2006 2007 2008 2009 2010Alimentäres System 3,98 5,28 6,38 6,14 5,69 5,26 8,50 7,93 8,43 10,12und Stoffwechsel bundesweit 5,42 6,32 7,03 7,24 7,88 6,75 8,06 8,94 8,67 9,35Kardiovaskuläres 1,58 3,65 3,98 3,27 3,47 5,00 5,90 6,34 6,63 6,30System bundesweit 3,22 3,61 3,99 4,44 4,65 4,99 5,54 6,13 6,44 7,05Urogenitalsystem und 3,89 3,84 3,90 4,63 4,46 6,99 5,73 5,65 5,82 5,72Sexualhormone bundesweit 4,49 4,35 4,19 4,02 3,89 5,12 4,92 4,77 4,48 4,34Systemische Hor- 4,63 9,23 8,15 9,02 7,35 5,88 6,68 7,94 9,05 9,41monpräparate bundesweit 7,12 7,63 7,76 8,43 8,90 8,28 8,65 9,16 9,14 9,83Muskel- und Skelett- 2,24 2,91 2,89 2,51 2,79 2,96 3,46 3,56 4,14 3,76system bundesweit 2,29 2,52 2,66 2,79 2,77 3,43 3,80 4,02 4,24 4,33Nervensystem 5,71 5,77 5,57 7,76 8,25 6,14 6,16 6,38 7,04 8,69 bundesweit 8,74 10,01 10,83 11,80 13,50 7,07 7,93 8,91 8,63 9,89Respirationstrakt 7,38 9,24 8,69 8,65 8,63 9,00 9,16 10,15 9,44 8,39 bundesweit 7,14 7,57 7,21 7,59 7,32 9,00 9,61 9,34 9,17 8,84Arzneimittel insge- 42,81 54,22 54,62 55,72 52,80 57,97 63,47 66,60 69,51 71,22samt bundesweit 52,77 57,16 59,65 62,50 65,41 60,67 65,56 69,24 68,87 71,81Tabelle 10 (Junge Erwerbspersonen und Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren, TK regional sowie bundes-weit, einheitlich standardisiert)Verordnungsraten Schilddrüsenhormone (ATC H03A) sowie Antidepressiva (ATC N06A):Studierende und junge Erwerbspersonen 2006 bis 2010 Studierende Junge ErwerbspersonenArzneimittel 2006 2007 2008 2009 2010 2006 2007 2008 2009 2010SchilddrüsenhormoneMänner 0,68 % 1,32 % 1,46 % 1,63 % 1,52 % 0,65 % 0,36 % 0,48 % 0,90 % 1,09 % bundesweit 0,84 % 0,98 % 1,08 % 1,15 % 1,36 % 0,86 % 0,92 % 1,01 % 1,10 % 1,18 %Frauen 3,82 % 4,97 % 5,43 % 6,04 % 6,81 % 3,98 % 5,04 % 6,08 % 7,25 % 8,19 % bundesweit 4,37 % 4,89 % 5,32 % 5,87 % 6,54 % 5,20 % 5,69 % 6,28 % 6,67 % 7,37 %Gesamt 2,12 % 2,99 % 3,28 % 3,65 % 3,95 % 2,17 % 2,51 % 3,04 % 3,81 % 4,34 % bundesweit 2,46 % 2,77 % 3,02 % 3,31 % 3,74 % 2,85 % 3,11 % 3,43 % 3,65 % 4,02 %AntidepressivaMänner 1,30 % 2,29 % 1,64 % 2,36 % 2,10 % 1,24 % 1,27 % 1,13 % 1,78 % 2,16 % bundesweit 1,96 % 2,21 % 2,37 % 2,68 % 2,94 % 1,53 % 1,69 % 1,83 % 1,92 % 2,24 %Frauen 2,03 % 1,86 % 2,23 % 3,51 % 4,50 % 2,20 % 3,27 % 3,06 % 3,23 % 4,09 % bundesweit 3,60 % 3,94 % 4,17 % 4,60 % 5,04 % 2,99 % 3,29 % 3,55 % 3,62 % 4,16 %Gesamt 1,64 % 2,09 % 1,91 % 2,88 % 3,20 % 1,68 % 2,19 % 2,01 % 2,44 % 3,04 % bundesweit 2,71 % 3,00 % 3,19 % 3,56 % 3,90 % 2,20 % 2,43 % 2,62 % 2,70 % 3,12 %Tabelle 11 (Junge Erwerbspersonen und Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren, TK regional sowie bundes-weit, einheitlich standardisiert) 21
  • 21. Betroffene Studierende und junge Erwerbspersonen 2009 Schilddrüse Depressionen KonsultationenGruppe Erkrankungs- Hormon- Erkrankungs- Antidepres- Psycho- diagnose verordnung diagnose sivaverord. therapeut NervenarztStudierende ICD: E00-07 ATC: H03A ICD: F32-33 ATC: N06A (s. u.) (s. u.)Männer 2,24 % 1,63 % 2,78 % 2,36 % 2,86 % 4,91 % bundesweit 2,45 % 1,15 % 4,41 % 2,68 % 2,59 % 5,21 %Frauen 10,27 % 6,04 % 9,33 % 3,51 % 7,65 % 9,27 % bundesweit 10,05 % 5,87 % 9,69 % 4,60 % 6,64 % 8,50 %Gesamt 5,92 % 3,65 % 5,78 % 2,88 % 5,05 % 6,91 % bundesweit 5,94 % 3,31 % 6,83 % 3,56 % 4,45 % 6,72 %Junge ErwerbspersonenMänner 1,89 % 0,90 % 3,94 % 1,78 % 1,60 % 5,31 % bundesweit 2,49 % 1,10 % 3,22 % 1,92 % 1,21 % 4,39 %Frauen 11,06 % 7,25 % 8,66 % 3,23 % 5,20 % 9,45 % bundesweit 11,60 % 6,67 % 7,85 % 3,62 % 3,56 % 7,66 %Gesamt 6,09 % 3,81 % 6,10 % 2,44 % 3,25 % 7,21 % bundesweit 6,67 % 3,65 % 5,35 % 2,70 % 2,28 % 5,89 %Tabelle 12 (Junge Erwerbspersonen und Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren, TK regional sowie bundes-weit, einheitlich standardisiert; Konsultationen: Diagnoseunabhängig ermittelte Kontakte zur ambulanten Versor-gung; Psychotherapeuten umfassen hier nur psychologische Psychotherapeuten, die Kurzbezeichnung Nerven-arzt umfasst Fachärzte für Nervenheilkunde, Neurologen, Psychiater und psychotherapeutisch tätige Fachärzte)Schilddrüsenerkrankungen und -hormontherapie nach Bundesländern 2009Abbildung 9 (Junge Erwerbspersonen und Studierende 20–34 Jahre gesamt, indirekt standardisiert; links: Abwei-chungen der Populationsanteile mit Schilddrüsenerkrankung ICD10: E00-E07 von regional erwarteten Werten;rechts: Abweichungen der Populationsanteile mit Verordnung von Schilddrüsenhormonen ATC: H03A)22
  • 22. Depressionen und Antidepressivaverordnungen nach Bundesländern 2009Abbildung 10 (Junge Erwerbspersonen und Studierende 20–34 Jahre gesamt, indirekt standardisiert; links: Abwei-chungen der Populationsanteile mit Depressionen ICD10: F32, F33 von regional erwarteten Werten; rechts: Ab-weichungen der Populationsanteile mit Verordnung von Antidepressiva ATC: N06A)Kontakt zu Psychotherapeuten nach Bundesländern 2009Abbildung 11 (Junge Erwerbspersonen [links] und Studierende [rechts], 20–34 Jahre, jeweils separat indirektstandardisiert; relative Abweichungen der Populationsanteile mit Kontakt zu psychologischen Psychotherapeutenvon regional erwarteten Werten) 23
  • 23. Populationsanteile mit Kontakt zu Psychotherapeuten nach Bundesländern 2009 Studierende Junge ErwerbspersonenBundesland Männer Frauen Gesamt Rel. Abw. Männer Frauen Gesamt Rel. Abw. Thera- peuten dichte*Schleswig-Holstein 2,02 % 5,07 % 3,42 % -22,61 % 0,82 % 3,09 % 1,86 % -15,78 % 15,6Hamburg 3,75 % 8,39 % 5,87 % 31,10 % 1,53 % 4,53 % 2,90 % 33,99 % 41,5Niedersachsen 2,19 % 5,51 % 3,71 % -15,33 % 1,01 % 3,24 % 2,03 % -13,49 % 15,8Bremen 2,86 % 7,65 % 5,05 % 11,07 % 1,60 % 5,20 % 3,25 % 41,04 % 45,8Nordrhein-Westfalen 2,17 % 6,59 % 4,20 % -5,87 % 1,13 % 3,54 % 2,24 % -0,66 % 20,1Hessen 2,81 % 7,76 % 5,08 % 13,88 % 1,48 % 4,21 % 2,73 % 19,26 % 27,8Rheinland-Pfalz 2,51 % 5,66 % 3,96 % -11,91 % 1,17 % 3,35 % 2,17 % -6,48 % 13,8Baden-Württemberg 2,73 % 5,69 % 4,09 % -8,47 % 1,23 % 3,25 % 2,16 % -8,74 % 16,9Bayern 2,39 % 5,88 % 3,99 % -11,81 % 1,21 % 3,25 % 2,15 % -7,66 % 18,5Saarland 2,13 % 5,96 % 3,89 % -21,02 % 1,45 % 4,06 % 2,64 % 5,92 % 17,9Berlin 3,62 % 8,44 % 5,83 % 28,91 % 1,80 % 5,02 % 3,28 % 44,58 % 49,1Brandenburg 2,05 % 4,15 % 3,01 % -31,23 % 0,72 % 2,10 % 1,35 % -37,60 % 8,4Mecklenburg- 1,34 % 2,45 % 1,85 % -58,13 % 0,63 % 1,70 % 1,12 % -49,80 % 7,2VorpommernSachsen 3,39 % 8,68 % 5,81 % 30,03 % 1,39 % 4,17 % 2,66 % 19,23 % 14,9Sachsen-Anhalt 2,07 % 4,55 % 3,21 % -27,48 % 0,67 % 3,00 % 1,74 % -28,25 % 10,0Thüringen 2,26 % 5,18 % 3,60 % -16,19 % 1,20 % 2,78 % 1,93 % -20,20 % 10,8Tabelle 13 (Junge Erwerbspersonen und Studierende im Alter von 20 bis 34 Jahren, TK regional sowie bundes-weit, einheitlich direkt standardisiert; Rel. Abw.: Indirekt standardisierte Werte, relative Abweichungen der regionalbeobachteten Populationsanteile mit Kontakt zu psychologischen Psychotherapeuten zu Anteilen, die auf Basisvon bundesweit ermittelten Kontaktraten bei der regionalspezifischen Geschlechts- und Altersstruktur zu erwartenwären. Hinweis: Methodisch bedingt können direkt und indirekt standardisierte Ergebnisse leicht abweichen)* Die Angaben zur Therapeutendichte entsprechen der Anzahl der 2009 kassenärztlich zugelassen psychologi- schen Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner im Alter ab 18 Jahre in den einzelnen Bundesländern. Anga- ben der KBV zitiert nach Barbara Zitzmann (2011) Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugend- lichenpsychotherapeuten in Nordrhein-Westfalen. in: „NRW kurz und informativ“, Ausgabe März 2011, Link: http://www.liga.nrw.de/_media/pdf/gesundheitberichtedaten/nrw-kurz-und- informativ/Psychotherapeuten_nrw_1103.pdf24

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