STUDIENKREDITE » Kostenlose Informationsbroschüre «Sehr geehrte Leser,wir freuen uns, Ihnen hiermit das kostenlose PDF-eBo...
INHALTSVERZEICHNIS I.) Studium und Studienfinanzierung ......................................................................
I.) STUDIUM UND STUDIENFINANZIERUNGEin Studium ist für viele ein Traum. Angehende Studenten versprechen sich davon nicht n...
weise sich beizeiten bei verschiedenen Banken zu erkundigen, wie ein Studienkredit funktio-niert und wie die Rückzahlungen...
die Zeremonie wird zu einem Tag des Triumphes. Und die dabei erworbenen fachlichen undcharakterlichen Qualitäten sind für ...
I. B) WAS KOSTET EIN STUDIUM?Naturgemäß variieren die Kosten für ein Studium stark. Ortsabhängig sind unterschiedlichhohe ...
online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/mietkosten.php gibt es eine nach Kosten absteigendeListe von den teuersten Studieno...
zum Beispiel die Magisterstudiengänge vorher mindestens zehn Semester umfassten. Hin-sichtlich der Finanzierungsmöglichkei...
Das BAföG wird dabei formal beantragt, wobei man sich dabei an das Studentenwerk derjeweiligen Hochschule wendet. Nach spä...
einem Beratungsgespräch im Amt für Ausbildungsförderungen können auch Zweifelsfragengeklärt werden. Die Beraterinnen und B...
dungskredit wird schriftlich beim Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln, beantragt oder perInternet unter www.bildungskredit.de...
Um sich bestmögliche Chancen zu garantieren, sollte man sich im Voraus intensiv mit derjeweiligen Organisation beschäftige...
dienst. Denn universitäre Einrichtungen werden häufig mit Seifenblasen verglichen: Sie bil-den eine eigene, in sich abgesc...
hinsichtlich der Fördersumme und der Rückzahlungskriterien an. Ändern sich Umstände imStudium, die einen höheren Finanzbed...
Der KfW-Studienkredit ist Marktführer im Bereich Studienkredite und gehört zu den renom-miertesten Anbietern. Bislang wurd...
Im Idealfall hat man selbst Gelder für den Studienbedarf angespart, oder, was häufiger derFall ist, Eltern haben für ihre ...
Doch auch wenn man das Sparbuch als sicherste Anlage wählt, so wächst in (angenomme-nen) zwanzig Jahren die Summe beträcht...
dies, indem zumindest ein Teil der in das Studium investierten Gelder rückerstattet wird –was eine erhebliche finanzielle ...
tung für die Ausbildung, die von den Unternehmen geleistet wird, auf den BAföG-Förderbetrag angerechnet wird, schwinden di...
Denn das Bildungsangebot des Arbeitgebers birgt klar auch eine Abhängigkeitsproblematik.Nur wer sich wirklich sicher ist, ...
grundsätzlich eine Alternative, wenn ein BAföG-Bezug ausgeschlossen ist und man solltesich in diesem Falle unbedingt danac...
den akademischen Fähigkeiten gehören zum Beispiel Intelligenz, Interesse und Auffas-sungsgabe für das Fach, bei persönlich...
und der Bearbeitungszeiten der Fall sein kann) und Studierende deswegen in finanzielle Notgeraten.Die Konditionen, die Stu...
besondere Härtefälle vor, obwohl der Studierende BAföG bezieht, dann kann ALG II als Dar-lehen bewilligt werden. Dies gesc...
Diese können auf jeden Fall auf die richtige Stelle verweisen, wenn sie selbst nicht zuständigsind.III. H) KINDERGELD: WEN...
IV.) ABSCHLIESSENDE INFORMATIONENWer sich umfassend über finanzielle Fördermöglichkeit für das Studium informieren will, d...
man zu einem Studium persönlich geeignet ist, sollte man daher alle Möglichkeiten ausloten,um dieses auch finanzierbar zu ...
V.) QUELLENANGABENBundesagentur für Arbeit: Studienfinanzierung;http://www.arbeitsagentur.de/nn_26330/Navigation/zentral/B...
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Ein Studium ist für viele ein Traum. Angehende Studenten versprechen sich davon nicht nur die Vermittlung von fundiertem Fachwissen, sondern auch interessante Begegnungen mit anderen, die zu einer nachhaltigen, kosmopolitischen Grundhaltung führen, einen kommunikativen Austausch sowie die Möglichkeit, eine ganz andere Stadt als die eigene Heimatstadt kennenzulernen. Mit dem Wunsch zum Studium stellt sich für viele allerdings gleichzeitig die Frage nach der Studienfinanzierung.

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  1. 1. STUDIENKREDITE » Kostenlose Informationsbroschüre «Sehr geehrte Leser,wir freuen uns, Ihnen hiermit das kostenlose PDF-eBook „Studienkredite“ zur Verfügung stel-len zu können. Diese Informationsbroschüre beschreibt das komplexe Thema der Studien-kredite in übersichtlicher Form und bietet somit (angehenden) Studenten eine umfassendeSammlung von Informationen zu diesem elementaren Gegenstand eines Studiums.Beleuchtet werden zunächst die Möglichkeiten und Alternativen der Studienfinanzierung –auch ungewöhnliche Formen der Finanzierung, an die man vielleicht noch gar nicht gedachthat, werden nicht ausgespart. Zudem stellt das eBook auch außergewöhnliche Studienwegevor und erläutert, mit welchen sonstigen Zuschüssen ein Student sich unterstützen lassenkann, um sein Studium erfolgreich abzuschließen.Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der nachfolgenden Lektüre.Herzlichst,Ihr Team der Maxda Darlehensvermittlung GmbHWichtige Hinweise:Unser Anspruch ist es, einen allgemeinen Einstieg in die Thematik der Studienfinanzierung zu ermög-lichen und Interessierten die Möglichkeit der Vorab-Information zu bieten. Bitte beachten Sie, dassdiese Publikation keinen Anspruch auf Vollständigkeit besitzt. Sie wird jedoch kontinuierlich erweitert.Eingetragene Firmennamen, Produkt- und Warenbezeichnung sowie Webseiten sind mit oder ohnedefinitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte und werden sich nicht zu ei-gen gemacht; sie dienen lediglich der Beschreibung.Anbieter, Preise sowie gesetzliche Rahmenbedingungen unterliegen einer logischen Veränderung undsind daher per se nur zum Publikationsdatum aktuell. Diese Informationsbroschüre wird in unregelmä-ßigen Abständen aktualisiert und an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst – bitte informierenSie sich über die aktuellste Version über unsere Webseite.Alle Angaben ohne Gewähr. 1
  2. 2. INHALTSVERZEICHNIS I.) Studium und Studienfinanzierung ....................................................................................................................................... 3 I. a) Möglichkeiten und Alternativen der Studienfinanzierung ............................................................................................. 3 I. b) Was kostet ein Studium? ............................................................................................................................................ 6 I. c) Eltern in der Pflicht...................................................................................................................................................... 7 I. d) Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ........................................................................................................... 8 I. e) Bildungskredit: Zinsgünstig das Studium finanzieren ................................................................................................ 10 I. f) Stipendien: Die beste Alternative ............................................................................................................................... 11 I. g) Studentenjobs: Oft unvermeidlich, aber auch bereichernd ........................................................................................ 12 I. h) Studienkredite: Falls BAföG und Elternhilfe nicht reichen ......................................................................................... 13 I. h) I. KfW-Studienkredit: Der bekannteste Anbieter in Sachen Studienkredite ................................................................ 14 I. i) Option Sparen: Auf jeden Fall auf der sicheren Seite ................................................................................................. 15 II.) Außergewöhnliche Studienwege ..................................................................................................................................... 17 II. a) Studieren bei der Bundeswehr ................................................................................................................................. 17 II. b) Duales Studium als Verbindung von Praxis und Theorie.......................................................................................... 18 II. c) Studieren mit Hilfe des Arbeitgebers ........................................................................................................................ 19 III.) Sonstige Zuschüsse ....................................................................................................................................................... 20 III. a) Wohngeld ............................................................................................................................................................... 20 III. b) Wohnungskostenzuschuss ..................................................................................................................................... 21 III. c) Erstwohnsitzprämie ................................................................................................................................................ 21 III. d) Bildungsfonds: Lassen Sie in sich investieren! ........................................................................................................ 21 III. e) Studienabschlussdarlehen und Überbrückungsdarlehen ........................................................................................ 22 III. f) Hilfen zum Studienabschluss beim BAföG ............................................................................................................... 23 III. g) ALG II, Sozialhilfe und Sozialgeld ........................................................................................................................... 23 III. h) Kindergeld: Wenn die Eltern nur unregelmäßig Gelder beisteuern .......................................................................... 25 IV.) Abschliessende Informationen ....................................................................................................................................... 26 V.) Quellenangaben ............................................................................................................................................................. 28 VI.) Herausgeber / Impressum .............................................................................................................................................. 29 2
  3. 3. I.) STUDIUM UND STUDIENFINANZIERUNGEin Studium ist für viele ein Traum. Angehende Studenten versprechen sich davon nicht nurdie Vermittlung von fundiertem Fachwissen, sondern auch interessante Begegnungen mitanderen, die zu einer nachhaltigen, kosmopolitischen Grundhaltung führen, einen kommuni-kativen Austausch sowie die Möglichkeit, eine ganz andere Stadt als die eigene Heimatstadtkennenzulernen. Mit Universitäten erschließen sich häufig ganz neue Welten und viele ha-ben Lust, dies durch einen Auslandsaufenthalt abzurunden. Auch aufgrund dieser Argumen-te wird ein Studium häufig auch als Charakterbildung angesehen, das den ganzen Menschenformt und nicht nur einzelne fachliche Teilbereiche. Während für die einen früh feststeht,dass sie sich beispielsweise mit Literatur, Fremdsprachen, Naturwissenschaften oder Bota-nik beschäftigen wollen, zögern andere länger bei der Wahl des Studienfachs. Doch ein Stu-dium ist und bleibt für viele ein äußerst attraktives Ziel, was nicht nur den verschärften Wett-bewerbsbedingungen auf dem Markt geschuldet ist, sondern auch mit den Assoziationenzusammenhängt, die mit einem Studium verbunden werden.I. A) MÖGLICHKEITEN UND ALTERNATIVEN DER STUDIENFINANZIERUNGLaut Statistiken wollen tatsächlich durchschnittlich 50 Prozent aller Abiturienten ein Studiumbeginnen und Politiker fordern sogar, dass 40 Prozent aller Abiturienten aus allen Schichtenstudieren können sollten. Doch häufig scheitert dieses Vorhaben an den finanziellen Kapazi-täten, denn eine Vielzahl von Kosten müssen bei einem Studium einkalkuliert werden: Stu-diengebühren müssen in einigen Bundesländern bezahlt, die Miete aufgebracht, der Le-bensunterhalt bestritten, Auslandsaufenthalte finanziert, Gelder für Lernmittel (Bücher, Ko-pien, Exkursionen) bereitgestellt werden und vieles mehr. Doch wer ein Studium absolvierenwill und Bedenken hat, dass dies eventuell an den finanziellen Mitteln scheitert, der muss dieFlinte nicht gleich ins Korn werfen. Im Gegenteil: Denn es existieren inzwischen zahlreicheMöglichkeiten, um auch jenen Anwärtern ein Studium zu ermöglichen, die es aufgrund dereigenen finanziellen Engpässe oder den finanziellen Umständen im Elternhaus nicht können.Der Staat hat bereits vor Jahrzehnten das inzwischen mehrfach novellierte BAföG als Unter-stützung eingeführt, um auch Kindern sogenannter „einkommensschwächerer“ Schichten(beispielsweise Kinder von Sozialhilfeempfängern) ein Studium zu ermöglichen. Zudem bie-ten viele Stiftungen, Parteien, konfessionelle oder sonstige Einrichtungen unter bestimmtenVoraussetzungen lukrative Stipendien an. De facto sind aber nur rund zwei Prozent der Stu-denten Stipendiaten. Die meisten Banken offerieren deswegen außerdem heutzutage spezi-elle Studienkredite, die auf die Studiensituation und die Zeit danach zugeschnitten sind.Auch Jobben ist eine Möglichkeit, wobei sich bei gleichzeitiger Arbeitstätigkeit das Studiumnatürlich etwas in die Länge ziehen kann – dies kommt jedoch ganz auf den Einzelfall an.Wenn Eltern oder Verwandte ab der Geburt des Kindes anfangen, Gelder für ein späteresStudium zu sparen, so ist das ebenfalls eine clevere Option, die nicht einmal mit spürbarenfinanziellen Belastungen verbunden ist, die den Lebensstandard maßgeblich einschränken.Wichtig ist es, sich beizeiten Gedanken darüber zu machen, ob man ein Studium beginnenmöchte, und wenn ja, welches, wo und vor allem wie dieses finanziert werden kann. DennBewerbungsfristen müssen eingehalten, Unterlagen gesammelt und eventuell qualifizierendeMaßnahmen ergriffen werden. Letzteres gilt vor allem für Stipendien, die von bestimmtenOrganisationen erteilt werden und die meist Referenzen verlangen. Auch gilt es beispiels- 3
  4. 4. weise sich beizeiten bei verschiedenen Banken zu erkundigen, wie ein Studienkredit funktio-niert und wie die Rückzahlungen vonstattengehen sollen. Nur wer sich informiert, der kannauch die richtige Stiftung oder Partei finden, die ihm finanziell unter die Arme greift. Rechtzei-tig Informationen sammeln, ist deshalb das A und O für einen erfolgreichen Start ins Studi-um. Im Idealfall beginnen diesbezügliche Anstrengungen spätestens im Schuljahr vor demAbitur. Dabei sollte man sorgfältig kalkulieren, welche Kosten anfallen. Wie viel wird etwa fürdie Miete benötigt? Wie viel kosten die Lernmittel für das jeweilige Studium? Welche Unter-stützungsmöglichkeiten gibt es dabei? All dies sind Fragen, die zu berücksichtigen sind. Werkonkrete Zahlen vorliegen hat, der kann auch nach konkreten Lösungsmöglichkeiten suchen.Deswegen sollte man sich erkundigen.In der Regel gelingt es den meisten Studenten durch einen gesunden Mix an Finanzie-rungsmöglichkeiten – etwa durch Eltern, BAföG und Jobben – gut durchs Studium zu kom-men. Die vor einigen Jahren eingeführten Studiengebühren machen die finanzielle Situationfür viele Studenten bzw. für die Eltern, die in der Regel mit einspringen, gewiss nicht leichter,obwohl Politiker betonen, dass mit der Vielzahl an Studienkrediten eine „sozialverträglicheLösung“ geschaffen wurde. Umfragen haben jedoch gezeigt, dass neben die Frage, wasman studieren will, gleichrangig die Frage auf den Plan getreten ist, wie man das Studiumüberhaupt finanzieren soll. Die Studienfinanzierung macht deswegen sowohl Eltern wie auchangehenden Studenten erhebliches Kopfzerbrechen. Dabei ist es bekanntermaßen inzwi-schen so, dass ein Studium eine Voraussetzung dafür ist, um überhaupt später Arbeit zufinden. Zynische Kritiker gehen sogar soweit zu behaupten, dass ein Studium nur ein Schutzvor Arbeitslosigkeit ist und damit praktisch ein gesellschaftliches Muss. Doch es gibt eineReihe von Lösungen für das finanzielle Dilemma.Welche Möglichkeiten zur Studienfinanzierung es im Einzelnen gibt, dies soll diese Abhand-lung ausführlich zeigen. Deutlich werden dürfte, dass eine Menge Optionen diesbezüglichbestehen und Anwärter wegen mangelnder finanzieller Kapazitäten von Haus aus noch lan-ge nicht auf ein Studium verzichten müssen. Manche dieser Möglichkeiten sind einzelneBausteine, die weitere Hilfen erfordern, andere Optionen – wie zum Beispiel Stipendien –sind rundum optimal. Zugute kommt heutigen Studenten auf jeden Fall, dass die Studienzei-ten durch die Bologna-Reformen merklich verkürzt wurden. Dennoch kostet ein Bachelor-Studium auch mal rund 45.000 Euro, wobei unter den Studenten die angehenden Zahnmedi-ziner, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler am tiefsten in die Tasche greifen müssen.Aufgrund der Vielzahl an verschiedener benötigter Literatur müssen auch Geisteswissen-schaftler eine ordentliche Summe für Lernmittel ausgeben. Durch die verdichteten Studien inForm von Bachelor und Master ist häufig durch die komprimierte Studienzeit weniger Spiel-raum für Nebentätigkeiten wie Jobs gegeben. Ein Studium ist ein deswegen ein erheblicherfinanzieller Aufwand. Die folgenden Ausführungen werden jedoch zeigen, dass es durchausWege gibt, um auch heutzutage ein Studium zu finanzieren. Erforderlich sind jedoch aucheine gesunde Portion Eigeninitiative, Ehrgeiz und der Wille, auch schwierigere Situationendurchzustehen, um das langfristige Ziel – den erfolgreichen Studienabschluss – zu errei-chen. Eine gewisse Zähigkeit, die dabei an den Tag gelegt werden muss, ist im Übrigenauch eine gute Schule für das spätere Leben. Denn ebenso wie das Studium für die meistenStudierenden nicht umsonst ist, genauso wenig gibt es im späteren Berufsleben bereitwilligeSpender und kostenlose Geschenke. Insofern kann man das Problem Studienfinanzierung,das manch einem vielleicht unüberwindlich scheint, auch als Herausforderung begreifen, umTatkraft, Mut, Selbstdisziplin und Eigeninitiative an den Tag zu legen. Umso stolzer kannman später auf sich sein, wenn man endlich das ersehnte Diplom überreicht bekommt und 4
  5. 5. die Zeremonie wird zu einem Tag des Triumphes. Und die dabei erworbenen fachlichen undcharakterlichen Qualitäten sind für das spätere Berufsleben ganz sicher von Nutzen, weilArbeitgeber genau solche Arbeitnehmer suchen: zähe Kämpfer, die Lösungen finden.Die erste Frage bezüglich eine Studiums lautet daher: Was kostet ein Studium überhaupt?Das folgende Kapitel ist dieser Frage gewidmet, wobei auch eigene Recherchemöglichkeitenaufgezeigt werden. Denn gerade im Internet gibt es zahlreiche Optionen, um sich zu infor-mieren. 5
  6. 6. I. B) WAS KOSTET EIN STUDIUM?Naturgemäß variieren die Kosten für ein Studium stark. Ortsabhängig sind unterschiedlichhohe Mieten zu begleichen. Es ist offensichtlich, dass etwa München ein teureres Pflaster istals eine Studienstadt in Ostdeutschland wie etwa Chemnitz, um zwei extreme Beispiele zunennen. Denn München ist bundesweit bezüglich Mieten und Lebenshaltung die teuersteStadt und Chemnitz statistisch die billigste. Und auch die Höhe der Studiengebühren – wodiese verlangt werden – ist sehr verschieden. Zudem hängt es auch vom Fach ab, wie vielin Lernmittel investiert werden muss. Auch ist der individuelle Bedarf verschieden. Es gibtaber ungefähre Angaben, die von einschlägigen Stellen berechnet wurden, um die Kostenfür ein Studium ungefähr festzumachen.Dabei wird davon ausgegangen, dass für Miete und Nebenkosten je nach Stadt zwischen210 und 348 Euro aufgebracht werden müssen. Der durchschnittliche Student gibt statistischim Monat 281 Euro für die Miete aus, wobei man in einem Wohnheim am billigsten fährt,während eine eigene Wohnung ohne Mitbewohner die teuerste Variante ist. Doch auch dieKosten für ein Zimmer im Wohnheim sind in den letzten Jahren stetig angestiegen. Für dieErnährung werden (wenn regelmäßig in der Mensa gegessen wird) zwischen 140 und 163Euro veranschlagt. Mit der Ermäßigung für Studenten betragen die Fahrtkosten für öffentli-che Verkehrsmittel etwa 35 Euro, falls man mit dem Auto unterwegs ist 116 Euro. Doch auchStudierende müssen sich kleiden und brauchen Gelder für die Kommunikation via Telefon,Internet oder Post. Für Kleidung werden 43 bis 54 Euro veranschlagt, für Kommunikation 35Euro. Bei den Lernmitteln ergibt sich eine große Spannweite von 28 bis 86 Euro. Arztkosten,Medikamente und Krankenversicherung können mit bis zu 120 Euro zu Buche schlagen.Studierende sind bis mindestens zum 25. Lebensjahr zwar über die Eltern versichert, ältereSemester müssen diese Kosten aber selbst tragen. Doch auch Freizeit muss gegeben seinund diese kostet ebenfalls: circa 63 Euro im Schnitt. Studiengebühren und weitere im Se-mester auftretende Kosten wie Studienbeiträge werden zwischen acht bis 100 Euro berech-net. Somit kommt der durchschnittliche Studierende auf eine Summe zwischen 562 bis 1085Euro, die monatlich aufgewendet werden muss (Quelle: studis-online.de). Damit wird deut-lich, dass der BAföG-Höchstsatz mit 670 Euro, den im Übrigen bei weitem nicht alle erhalten,mehr als knapp bemessen ist. Der höchste Betrag bei den Kosten entfällt dabei auf die Miet-kosten, doch wer ein Studium plant, sollte alle Faktoren berücksichtigen – auch, dass dieFreizeitgestaltung ebenfalls kostet. Auch sollte der Bedarf an Ernährung nicht unterschätztwerden. Grundsätzlich geben Studierende in den neuen Bundesländern etwas weniger Geldfürs Studium aus als ihre Kommilitonen in den alten Bundesländern.Mit solchen konkreten Zahlen lässt es sich leichter rechnen. Wer sorgfältig die Kosten ge-mäß den eigenen Umständen kalkuliert, kann auch besser absehen, wie er sie aufbringenkann. Hat man ein bestimmtes Studium und eine bestimmte Studienstadt bereits im Blick,kann man Erkundigungen einholen, wie die Gegebenheiten vor Ort sind. Dies sollte manmöglichst rechtzeitig tun, um besser planen zu können. Stehen konkrete Zahlen fest, dannverlieren auch Studienkosten, die zunächst einfach eine ominöse, unbekannte Variable sind,ihren Schrecken. Mit einem Vergleich der Studienstandorte kann man sich auch einen Ortfürs Studium auswählen, der vielleicht nicht ganz oben bei den Kosten rangiert. Ob ausge-rechnet ein teures Zahnmedizinstudium in einer teuren Metropole wie München sein muss,das gilt es dann zu überlegen. Unter http://www.studis- 6
  7. 7. online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/mietkosten.php gibt es eine nach Kosten absteigendeListe von den teuersten Studienorten hinsichtlich Miete bis zu den billigsten.I. C) ELTERN IN DER PFLICHTCirca 90 Prozent aller Studenten werden mehr oder minder von den Eltern beim Studiumfinanziell unterstützt. Tatsächlich sind Eltern bei der Studienfinanzierung auch als erste in derPflicht. Wer etwa BAföG bezieht, der bekommt dieses nur, weil der Gesetzgeber erachtet,dass die Eltern nicht ausreichend in der Lage sind, das Studium des Kindes zu finanzieren.Eltern sind deswegen vor allen anderen Möglichkeiten zuerst gefragt. Sie sind laut Bürgerli-chem Gesetzbuch (BGB) verpflichtet, auch volljährige Kinder während ihrer Erstausbildung,wozu ein Studium gehören kann, zu unterhalten. Man geht dabei automatisch davon aus,dass auch volljährige Kinder vor der ersten Berufsergreifung finanziell bedürftig sind. Elternsind demnach verpflichtet, alle Kosten zu tragen, die eine Erstausbildung für einen Beruferfordert: d.h., den gesamten Lebensbedarf wie Miete, Lebensunterhalt, Lernmittel, usw. Wieviel Eltern für ihre volljährigen Kinder dabei aufwenden müssen, das hängt wiederum vonderen finanzieller Lage ab. Eltern wird dabei auf jeden Fall ein sogenanntes Existenzmini-mum belassen, eine Grundsicherung für den eigenen Lebensunterhalt. Welchen Betrag Kin-der erhalten sollten, variiert dementsprechend. Einer der Richtwerte, die in einem bestimm-ten Fall vor Gericht eruiert wurden, besagt, dass ein volljähriger Student, der nicht bei denEltern wohnt, etwa 640 Euro pro Monat an Lebenshaltungskosten benötigt. Gegebenenfallskönnen Kinder einen Unterstützungsbetrag der Eltern auch einklagen. Dies gilt allerdingsnicht, wenn bereits eine erfolgreiche Erstausbildung (zum Beispiel eine Lehre) absolviertwurde. In letzterem Falle sind die Eltern nicht für weitere Ausbildungen in die Pflicht zu neh-men, wie der Gesetzgeber festlegt.Im Idealfall – und dies ist meistens der Fall – erklären sich Eltern jedoch freiwillig bereit, Kin-der bei ihrem Studium voll zu unterstützen, weil dieses heutzutage als bester Start für einspäteres Berufsleben angesehen wird. Kinder gut verdienender Eltern haben auch wederAnspruch auf BAföG noch auf Wohngeld oder Wohnungskostenzuschuss und müssen daherzwangsläufig auf ihre Eltern zurückgreifen, wenn sie kein Stipendium bekommen oder Voll-zeit jobben wollen.In der Regel ist es – abgesehen von den ganzen gesetzlichen Vorschriften – so, dass Elterntatsächlich ihren Kindern die beste Ausbildung angedeihen lassen wollen und weitere Maß-nahmen nicht notwendig sind. Da 50 Prozent aller Abiturienten ein Studium als Bildungswegwählen wollen, ist dieses fast ein Muss. Für viele Bereiche im Berufsleben ist ein Studiumsogar formelle, wenn nicht gar informelle Voraussetzung, um eine Stelle überhaupt zu be-kommen. So neigen zum Beispiel immer mehr Zeitungen dazu, sogar nur solche als freieMitarbeiter zu nehmen, die auch ein Studium absolviert haben. Für ein Volontariat bei einerZeitung ist ein Studium sowieso automatisch Zugangsvoraussetzung. Auch potenzielle Ar-beitgeber bevorzugen ganz klar Bewerber mit Studienabschluss bzw. Aufstiegsmöglichkeitenin einem Betrieb sind davon abhängig, ob die Arbeitnehmer ein Studium vorweisen können.Hilfreich ist es, dass die Studienzeiten mit den Bachelor- und Masterstudiengängen drastischverkürzt wurden. Auch einkommensschwache Haushalte können es sich so eher leisten, denKindern ein Studium angedeihen zu lassen. So ist es bei zügigem Studientempo möglich,bereits nach drei Jahren einen ersten akademischen Grad zu erwerben, während hingegen 7
  8. 8. zum Beispiel die Magisterstudiengänge vorher mindestens zehn Semester umfassten. Hin-sichtlich der Finanzierungsmöglichkeiten kommt dies vielen Studenten zugute, die zuvor viel-leicht kein Studium hätten stemmen können. Bei vielen Studenten ist es dabei so, dass derLebensunterhalt durch eine Kombination aus Zuschuss durch die Eltern, BAföG und Jobbenbestritten wird, da nur gut betuchte Familien ein Studium voll finanzieren können. Dabei istzu beachten, dass das Jobben auch bei nicht vorhandener Bedürftigkeit positive Aspektehat, die später noch erläutert werden. Viele Studierende betrachten das Studium allerdingsauch als einen Schritt, der in die langersehnte Unabhängigkeit vom Elternhaus führen soll.Manche verdienen sich ihr Brot deswegen lieber durch Jobben, als finanzielle Hilfen von denEltern anzunehmen. Doch das wiederum bleibt jedem selbst und seinen Möglichkeiten über-lassen.I. D) BUNDESAUSBILDUNGSFÖRDERUNGSGESETZ (BAFÖG)Zwar sind Eltern oft guten Willens, um ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung – sprich:ein Studium – zukommen zu lassen, doch häufig genug ist ein zu geringes Einkommen dieentscheidende Hürde. Aus diesem Grunde wurde bereits 1971 das BAföG initiiert (wobei esseit den 50er Jahren Vorgänger-Modelle gab), das seitdem mehrfach verbessert bzw. geän-dert wurde. Der Gesetzgeber hat es sich mit dem BAföG zur Pflicht gemacht, allen jungenMenschen finanziell eine Ausbildung zu ermöglichen, die sich im Idealfall je nach Einzelfallmit Neigungen und Interessen decken soll. Das Schlüsselwort ist hier eine angestrebte„Chancengleichheit“ zwischen einkommensschwächeren und einkommensstärkeren Schich-ten in der Bevölkerung – ob dies angesichts von Studiengebühren tatsächlich erreicht wird,ist eine andere Frage. Doch gleichzeitig möchte man sich von staatlicher Seite mit dem BA-föG ein enormes Potenzial an jungen, fähigen Menschen erschließen, um diese später alsLeistungsträger in den Arbeitsmarkt eingliedern zu können. Hinsichtlich eines Studiums sindvor allem Hochschulen, aber auch Fachhochschulen und Akademien förderungswürdig. DasBAföG ist zum Teil auch für Schüler zugänglich, doch das spezielle Thema im Rahmen die-ser Abhandlung lautet Studienfinanzierung. Die Schülerförderung bleibt daher außen vor.Grundsätzlich förderungswürdig hinsichtlich eines Studiums sind alle deutschen Staatsbür-ger, die eine bestimmte Altersgrenze von 30 Jahren zu Beginn des Studiums nicht über-schritten haben und über ein Abitur, eine Fachhochschulreife oder eine vergleichbare Hoch-schulreife verfügen. Für Master-Studiengänge gilt eine Altershöchstgrenze von 35 Jahren.Auch Ausländer, die etwa ein Daueraufenthaltsrecht oder eine Niederlassungserlaubnis ha-ben, sind förderungswürdig. Im Einzelfall sollte rechtzeitig geklärt werden, ob BAföG möglichist, denn es gibt viele spezifische Ausnahmeregelungen, was den Aufenthaltsstatus angeht.Ansprechpartner hierfür ist das jeweilige Amt für Ausbildungsförderung. Dabei wird beim BA-föG nicht vorausgesetzt, dass eine besondere Begabung vorhanden ist, was auch schwernachzuweisen wäre. Die Ausbildungsstätte bzw. ein notwendiges Praktikum muss jedoch alsBedingung dauerhaft besucht werden, d.h. eine Unterbrechung beispielsweise in Form einesUrlaubssemesters darf in der Regel nicht länger als drei Monate betragen. Steht eine Zwi-schenprüfung an, müssen die notwendigen Leistungsnachweise zum Beispiel in Form derECTS, der erreichten Creditpoints, vorgewiesen werden. Die Höchstdauer der Förderungumfasst normalerweise die Regelstudienzeit des Studiums: bei Bachelor-Studiengängen dreiJahre, bei Master-Studiengängen weitere zwei Jahre. Die Förderung endet spätestens mitdem erfolgreichen Abschluss des Studiums. Auslandsstudien werden bei dieser Höchstdauernicht berücksichtigt, auch wenn in deren Verlauf BAföG bezogen wird. 8
  9. 9. Das BAföG wird dabei formal beantragt, wobei man sich dabei an das Studentenwerk derjeweiligen Hochschule wendet. Nach spätestens sechs Wochen kommt ein entsprechenderBescheid, der auch die Höhe der Fördersumme ausweist. Die bewilligten Leistungen geltendabei jeweils ein Jahr lang. Dann muss ein neuer Antrag gestellt werden. Benötigt werdendafür verschiedene Unterlagen wie etwa der Nachweis des Einkommens der Eltern oder eineQualifizierung, die zum Hochschulzugang berechtigt. Hilfe findet man bei den BAföG-Beratungsstellen des ASTA, des Allgemeinen Studierendenausschusses an den Universitä-ten. Wie viel Bafög man erhält, das ist nicht festgelegt. Die Fördersumme richtet sich nachden eigenen finanziellen Mitteln, nach dem Verdienst der Eltern und beispielsweise danach,ob es noch Geschwister gibt, die in der Ausbildung sind oder noch zur Schule gehen. DieFörderhöchstsumme liegt aktuell bei 670 Euro. Bei der Fördersumme wird zum Beispiel auchberücksichtigt, ob jemand bei den Eltern wohnt oder nicht. Das Einkommen der Eltern wirdnur in Ausnahmefällen nicht mit einberechnet, etwa wenn deren Wohnort unbekannt ist.Wenn die Eltern beide Bezieher von ALG II sind und der Studienanwärter noch bei den El-tern wohnt, hat er einen Nachteil. Denn in diesem Falle zählt der Bewerber nicht zur Bedarfs-, jedoch zur Haushaltsgemeinschaft. Ein Mietanteil fällt deswegen auf das Kind, während derMietzuschuss bei BAföG nur 72 Euro beträgt. Dies deckt die entstehenden Kosten jedochnicht ab. Deswegen hat der Gesetzgeber mit Wirkung zum 1. Januar 2007 beschlossen,dass eine Mietkostenbeihilfe bei der ARGE beantragt werden kann. Dies wird später nocherörtert.Monatlich darf der Leistungsbezieher außerdem zusätzlich zum BAföG 400 Euro netto durchJobben verdienen. Wer nach einem bereits abgeschlossenen Studium ein Zweitstudium an-strebt, ist förderungswürdig, wenn sich an ein FH-Studium ein Universitätsstudium an-schließt. Auch wer schon eine Ausbildung gemacht hat und beispielsweise über das Abend-gymnasium die Hochschulreife erwirbt, der hat Anspruch auf Bafög. Zwei Hochschulstudienhintereinander sind jedoch nicht förderungswürdig. Auch hier gilt es, im Einzelfall nachzufra-gen, falls die Umstände komplizierter sind.Wer Kinder bis zu zehn Jahren hat, der erhält einen Kinderbetreuungszuschlag in Form ei-nes monatlichen Zuschusses. Für das erste Kind erhält die Empfängerin oder der Empfänger113 Euro Zuschuss, für jedes weitere Kind 85 Euro. Die Förderungshöchstdauer des Bafögist zwar begrenzt; wegen Schwangerschaft und Kindererziehung wird die Höchstdauer je-doch je Kind um bis zu acht Semester verlängert. Erziehende können dies bei ihrer Planungberücksichtigen.Das BAföG stellt dabei eine Form von Darlehen von Seiten des Staates dar. 50 Prozent dergesamten Fördersumme investiert der Staat in den Studierenden, die restlichen 50 Prozentmuss der Empfänger nach dem Studium in Raten zurückzahlen. Wird der Betrag auf einmalrückerstattet, gibt es zusätzlich einen satten Rabatt. Der Nachlass ist dann so groß, dasssich eventuell auch eine Kreditaufnahme lohnt, um den ausstehenden Betrag auf einenSchlag zurückzuzahlen. Das BAföG-Modell ist dabei bewusst so konstruiert, dass Studien-abgänger quasi Studienanfänger mit finanzieren. Falls eine Rückzahlung des Darlehensnicht möglich ist – beispielsweise wegen dauerhafter Arbeitslosigkeit – kann mit dem zustän-digen Amt darüber gesprochen werden, ob zumindest ein Teil des Darlehens erlassen wird.Doch auch hier muss man sich Informationen individuell vor Ort einholen. Wichtig ist: UmBAföG zu beantragen und alle möglichen Informationen einzuholen, sollte man den Antragfrühzeitig losschicken, da häufig Unterlagen nachgereicht werden müssen, die wiederumbeantragt werden müssen, und die BAföG-Auszahlungen nicht rückwirkend erfolgen. Bei 9
  10. 10. einem Beratungsgespräch im Amt für Ausbildungsförderungen können auch Zweifelsfragengeklärt werden. Die Beraterinnen und Berater können dabei oft ungefähre Zahlen nennen,auf die der Antragsteller eine Berechtigung hat. Aufgrund der attraktiven Gestaltung des Mo-dells BAföG, sollte vor allen anderen Optionen geprüft werden, ob man Anspruch auf BAföGhat. Eine Vollförderung ist eher nicht die Regel, doch auch Teilförderungen sind natürlichhilfreich. Erwägt man ein Studium, so sollte der Gang zum Amt für Ausbildungsförderungeiner der ersten sein, die man unternimmt. Dabei bekommt man eine umfangreiche Liste mitden notwendigen Unterlagen ausgehändigt, die eingereicht werden sollten. Zu beachten ist,dass es sich hierbei um bürokratische Formalitäten handelt und es sein kann, dass immerwieder neue Unterlagen eingereicht werden müssen. Denn die formale Bearbeitungszeit be-trägt wiederum einige Wochen und so kann es sein, dass man recht lange auf sein erstesBAföG warten muss. Diese Zeit wiederum muss überbrückt werden. Tipp: Unterhttp://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/ gibt es einen BAföG-Rechner, bei dem man sicheinen ungefähren Wert der Fördersumme ausrechnen lassen kann. Verbindlich ist natürlichnur der formale Bescheid des Amtes für Ausbildungsförderung. Der Online-Rechner vermit-telt allerdings eine ungefähre Vorstellung, was an finanziellen Hilfen durch den Staat zu er-warten ist.I. E) BILDUNGSKREDIT: ZINSGÜNSTIG DAS STUDIUM FINANZIERENNeben dem BAföG bietet der Gesetzgeber außerdem einen sogenannten Bildungskredit an.Dieser wird in einer fortgeschrittenen Phase des Studiums gewährt und stellt eine zinsgüns-tige Option dar. Der Bildungskredit ist dabei im Gegensatz zum BAföG unabhängig vom ei-genen Vermögen und vom Einkommen der Eltern. Auch gibt es keine Bonitätsprüfung, dasheißt, eine etwaige Rückzahlungsmöglichkeit des Kreditnehmers wird nicht geprüft.Im Gegensatz zum BAföG ist der Bildungskredit jedoch zeitlich befristet. Er kann zusätzlichzum BAföG beantragt werden, um den Studienabschluss zu garantieren, falls hier finanzielleUnwägbarkeiten im Wege stehen. Auch wer nicht BAföG bezieht, kann einen Bildungskreditbeantragen. Dieser ist hauptsächlich für außergewöhnliche Aufwendungen gedacht, die imBAföG nicht berücksichtigt sind: Exkursionen, Studiengebühren oder erforderliche Lernmate-rialien. Die Funktionsweise des Bildungskredits ist folgende: Der Bund übernimmt eine Bürg-schaft (Bundesgarantie) gegenüber der auszahlenden Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).Diese zahlt den Bildungskredit in gleichmäßigen monatlichen Raten aus. Die Raten betragenzwischen 100 Euro und 300 Euro. Die Kreditsumme hat dabei ein Volumen von mindestens1.000 Euro zu umfassen. Es ist auch möglich, sich einen Teil des Kredits als Abschlagsum-me im Voraus bezahlen zu lassen. Dies erfordert jedoch den Nachweis, dass tatsächlichAufwendungen in außergewöhnlicher Höhe für das Studium getätigt werden müssen. Auchder Bildungskredit wird also auch nicht bedingungslos gewährt. Wichtig ist auch, dass derKredit von Anfang an verzinst wird. Die Zinsen werden jedoch bis zur ersten Rückzahlunggestundet. Als Basis wird dabei die European Interbank Offered Rate (EURIBOR) herange-zogen, die eine Laufzeit von sechs Monaten und einem Aufschlag von einem Prozent proJahr vorsieht.Voraussetzung für den Bildungskredit ist, dass mindestens die Zwischenprüfung abgelegtwurde bzw. es ist ein Nachweis erforderlich, dass in dem jeweiligen Fach keine Zwischen-prüfung erforderlich ist und man eine bestimmte Semesterzahl erreicht hat. Als Ausbildungs-stätten kommen nur die Einrichtungen in Frage, die auch durch das BAföG legitimiert sind.Geleistet wird der Bildungskredit maximal bis zur Erreichung des 36. Lebensjahres. Der Bil- 10
  11. 11. dungskredit wird schriftlich beim Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln, beantragt oder perInternet unter www.bildungskredit.de. Die Rückzahlung erfolgt nach vier Jahren und zwar inmonatlichen Raten von 120 Euro. Empfänger ist die KfW. Selbstverständlich ist es auchmöglich, den Bildungskredit vorher in Gänze oder teilweise zurückzuzahlen. Bei Ausbleibender Zahlungen erfolgt der Einzug der offenen Forderungen durch das Bundesverwaltungs-amt, was einer Pfändung gleichkommt.Der Bildungskredit ist sicher eine gute Sache im Notfall, jedoch sollte man wenn irgend mög-lich auf das BAföG und auf das Jobben bzw. die Eltern zurückgreifen. Obwohl der Bildungs-kredit zinsgünstig ist, so kann es doch geschehen, dass ehemals Studierende, die auch BA-föG bezogen haben, sich unversehens auf einem Berg von Schulden wiederfinden. Unterden oben genannten Adressen kann man weitere Informationen zum Bildungskredit einho-len. Ob man einen Bildungskredit beantragt oder nicht, will gut überlegt sein. Bieten sich an-dere Möglichkeiten, so sollte man eher darauf zurückgreifen und vielleicht ein Urlaubssemes-ter einreichen, um zu jobben, wobei das BAföG ja bei einer maximalen Unterbrechung vondrei Monaten weiter ausgezahlt wird. Dies ist in jedem Falle eine Option: Ist abzusehen, dassdie Gelder nicht reichen, dann kann man kurz mit dem Studium pausieren und Geld verdie-nen. Damit hat man auch wieder den Kopf frei für die kommenden Semester. Und damit hatman auf einen Schlag mehrere Probleme gelöst.I. F) STIPENDIEN: DIE BESTE ALTERNATIVEStipendien sind eine der begehrtesten Optionen, um sein Studium zu finanzieren: Im Gegen-satz zum BAföG oder zum Bildungskredit sind überhaupt keine Rückzahlungen nötig und eswerden keine Zinsen fällig. Dies bedeutet zum einen ein entspanntes Studium durch finanzi-elle Sicherheit. Allerdings sind Stipendiats-Plätze aus genau diesem Grunde sehr begehrtund es ist schwierig ein Stipendium zu bekommen, wobei natürlich die erste Frage lautenmuss: Wer bietet überhaupt Stipendien an?Hat man Institutionen ausfindig gemacht, wird man quasi auf „Herz und Nieren“ geprüft, denndie Organisationen – seien es Stiftungen, Parteien oder konfessionelle Einrichtungen – er-warten, dass deren Leitlinien für den Betreffenden verbindlich sind. Daher wird ein großesAugenmerk auf den Lebenslauf gelegt: Wo und wie hat man sich ehrenamtlich engagiert?Welche Einstellung hat man zu diesem oder jenem Thema? Welche Charaktereigenschaftenmachen den Betreffenden aus? Parteien erwarten zwar keinen formellen Eintritt in die Partei,aber zumindest ein parteinahes Profil. Genauso verhält es sich mit anderen Organisationen:Diese möchten natürlicherweise nur Studienanwärter fördern, die ihrem geistigen Gedan-kengut nahe stehen. Dies heißt, dass der Kampf um einen Stipendien-Platz umso härter ist.Bekommt man einen, profitiert man vielfach: Im Lebenslauf macht sich das Stipendium gutund man knüpft Kontakte zu den Trägern der Stipendien sowie zu anderen wichtigen Perso-nen. Doch nur ein Bruchteil der Studenten kommt in diesen Genuss. Denn bei der Auswahlder Stipendiaten suchen die Träger nach einem bestimmten Persönlichkeitsbild, das bei wei-tem nicht nur mit der akademischen Befähigung zu tun hat. Hinterfragt werden die persönli-che Motivation, die persönlichen Eigenschaften und die Hobbys. Was speziell gefragt ist, dashängt von der Organisation ab. Träger sind in der Regel Stiftungen und Begabtenförderwer-ke. Eine Stiftung kann von jedem begründet werden, ein Begabtenförderungswerk jedochfördert mit den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung. Die Träger sind ganz unter-schiedlich: Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Wirtschaftverbände oder private Förderer. 11
  12. 12. Um sich bestmögliche Chancen zu garantieren, sollte man sich im Voraus intensiv mit derjeweiligen Organisation beschäftigen.Doch wer ist berechtigt, ein Stipendium zu erhalten? Neben der internen Auswahl, die dieOrganisationen treffen, kann grundsätzlich jeder, der BAföG-berechtigt ist, auch ein Stipen-dium beantragen. Mit wie viel gefördert wird, das hängt von der Situation des Studienanwär-ters ab.Bei den Begabtenförderwerken gibt es insgesamt elf: das Cusanuswerk, das EvangelischeStudienwerk e.V. Villigst, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, dieHanns-Seidel-Stiftung, die Hans-Böckler-Stiftung , die Heinrich-Böll-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Stiftung der Deutschen Wirtschaft, dasStudienförderwerk Klaus Murmann und die Studienstiftung des deutschen Volk. Eine umfas-sende Liste zu den Trägern von Stipendien gibt es unterhttp://www.studienfinanzierung.de/stipendien/begabtenfoerderungswerke.html.Die Begabtenförderwerke verlangen folgende Leistungen: herausragende Leistungen imjeweiligen Fachgebiet und die Fähigkeit, abstrakt zu denken. Charakterlich werden Neugier-de, Kreativität, soziales Engagement und eine offene Haltung geschätzt. Fragen stellen, Stel-lung beziehen und Verantwortung übernehmen können sind weitere Pluspunkte. Man kannsich dabei selbst bewerben oder aber bei manchen Organisationen auch vorgeschlagenwerden. Dann muss man ein Empfehlungsschreiben von einer dazu qualifizierten Personvorlegen. Dies kann zum Beispiel der Schulleiter sein, der einen begabten Schüler offiziellals geeignet empfiehlt. Manchmal werden auch Stipendien-Angebote offiziell ausgeschrie-ben, zum Beispiel in überregionalen Zeitungen, deren Leser in der Regel akademisch gebil-det sind. Stipendien werden auch für Doktorarbeiten vergeben. Die einzelnen Träger erwar-ten dann ebenfalls, dass man sich einem Thema in einer Weise widmet, die zum Beispiel derStiftung nahe steht. Wurde die Stiftung von einer bestimmten Person begründet, dann gehtman davon aus, dass der Stipendiat in der Doktorarbeit einen positiven Beitrag zu deren Le-ben und Werk leistet. Auch hier werden nur Kandidaten als Stipendiaten ausgewählt, die derOrganisation ideell nahestehen und von denen ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten ist.I. G) STUDENTENJOBS: OFT UNVERMEIDLICH, ABER AUCH BEREICHERNDViele Studenten jobben während des Studiums, manche mehr, manche weniger – das hängtvon der finanziellen Ausgangslage und der persönlichen Motivation ab. Daher gibt es zumBeispiel bei den Arbeitsämtern zahlreiche Anfragen von Arbeitgebern, die gezielt nach Stu-denten fragen. Dies kann ein fortlaufender Job während des Semesters sein, besondersgroß ist der Andrang aber in den vorlesungsfreien Zeiten. Tatsächlich ist Jobben währenddes Studiums eine Option, um dieses zu finanzieren, zumal auch die Verdienstgrenze beimBAföG bei 400 Euro monatlich liegt. Verschiedenste Teilzeitbeschäftigungen sind deswegenbei Studenten sehr beliebt.Wer sein Studium allerdings voll durch Jobben finanzieren muss, dessen Hochschulausbil-dung zieht sich zwangsläufig in die Länge. Sehr gutes Organisationsvermögen ist dann ge-fragt, um Lehrveranstaltungen, Referate, Hausarbeiten und die Arbeit unter einen Hut zubekommen. Daher ist es hilfreich, wenn zumindest teilweise finanzielle Unterstützung vonaußerhalb kommt: seien es die Eltern, Zahlungen durch BAföG oder sonstige Zuwendungen.Abgesehen von diesem Fall, in dem das Studium vollständig durch das Arbeiten finanziertwerden muss, hat das Jobben aber auch andere positive Aspekte außer dem bloßen Ver- 12
  13. 13. dienst. Denn universitäre Einrichtungen werden häufig mit Seifenblasen verglichen: Sie bil-den eine eigene, in sich abgeschlossene Welt und es ist daher nur förderlich, wenn sich Stu-denten auch außerhalb dieser abgeriegelten Zone bewegen. Ein Job kommt daher einemLuftwechsel gleich: Man lernt andere Menschen kennen, andere Denkweisen und kann dierein geistige, wissenschaftliche Arbeit mit anderen Tätigkeiten erfolgreich kompensieren. Imgünstigsten Fall hat man einen Job, der Spaß macht. Ideal ist es natürlich, wenn der JobErfahrungen und Referenzen für die spätere Berufstätigkeit bringt. Ein angehender Be-triebswirt tut deswegen gut daran, regelmäßig in einen Betrieb hinein zu schnuppern, um diePraxis kennenzulernen und eine Tourismus-Studentin ist sicher gut damit beraten, zeitweisebeispielsweise in einem Hotel zu arbeiten. Solche Jobs bringen Boni bei späteren Bewer-bungen und sind daher Praxiserfahrungen. Dass damit auch die Kasse aufgebessert wird, istsozusagen ein positiver Nebeneffekt. Nicht zuletzt können durch das Jobben auch wertvolleKontakte geknüpft werden, auf die man später zurückgreifen kann. Jobben in einem ange-messenen Rahmen hilft also dabei, das Studium zu finanzieren. Im Idealfall findet man einenJob, der einem bei der späteren Berufstätigkeit helfen kann. Eine Vielzahl von Angebotensteht hier bereit, beispielsweise bei den Arbeitsämtern. Es ist aber sicher auch hilfreich,selbst die Initiative zu ergreifen und bei interessanten Arbeitgebern nachzufragen, ob dieseentsprechende Betätigungsfelder bieten. Die Freigrenze von 400 Euro monatlich beim BA-föG lässt einigen Spielraum, auch wenn man bereits Fördermittel des Bundes erhält. Wes-sen Studienplan zu voll ist, um während des Semesters zu arbeiten, kann seine Tätigkeit aufdie vorlesungsfreie Zeit legen. Beliebt sind auch sogenannte Hiwi-Jobs: Als Hilfswissen-schaftler kann man stunden- oder tageweise an einem Lehrstuhl arbeiten und so Arbeit undStudium auch noch verbinden. Die meisten Doktoranden haben dabei zuvor bei dem ent-sprechenden Professor als Hiwi gearbeitet. Dies unterstreicht, dass Jobs eine gute Möglich-keit sind, um wertvolle Kontakte zu knüpfen, die der späteren Laufbahn förderlich sind. Hiwi-Jobs sind deswegen sehr begehrt.Das Problem dabei ist inzwischen jedoch, dass durch die Bachelor- und MasterstudiengängeStudien sehr verdichtet sind. Es muss mehr in kürzerer Zeit geleistet werden und häufig ha-ben Studenten den Eindruck, für Jobs keine Zeit mehr zu haben, weil Hausarbeiten, Referateund Klausuren drängeln. Wenn es möglich ist, sollte man dennoch nebenher jobben, zumeinen aufgrund der finanziellen Erfordernisse, zum anderen aber aufgrund der wertvollenErfahrungen, die man dabei macht. Denn Arbeit ist mehr als nur Geld verdienen: Sie ist einwertvoller Erfahrungsschatz, die auf die spätere Berufstätigkeit angemessen vorbereitet.Man sollte daher Gelegenheiten, die sich diesbezüglich anbieten, nutzen, weil die meistenTätigkeiten klar machen, was Arbeiten in einer Dienstleistungsgesellschaft bedeutet. DieReferenzen, die dabei gesammelt werden, können späteren Arbeitgebern bei der Bewerbungvorgelegt werden. Denn sie zeugen von Engagement und Einsatzbereitschaft und von derBereitschaft, eigenständig Verantwortung zu übernehmen.I. H) STUDIENKREDITE: FALLS BAFÖG UND ELTERNHILFE NICHT REICHENWie bereits geschildert, gibt es vom Staat geförderte Angebote an Krediten. Doch seitdemStudiengebühren von Gerichtswegen offiziell gebilligt wurden und fast überall Usus sind,reichen BAföG und Elternbeihilfen häufig nicht aus, wobei die Studiengebühren von Bundes-land zu Bundesland variieren. Aufgrund der Studiengebühren sind private Anbieter, vor allemBanken auf den Plan getreten, die passende Studienkredite anbieten, um entstehende finan-zielle Löcher zu stopfen. Diese sind nicht von der Hochschule abhängig, allerdings teurer alsdie staatlich geförderten Kredite. Im Gegenzug bieten die Banken eine höhere Flexibilität 13
  14. 14. hinsichtlich der Fördersumme und der Rückzahlungskriterien an. Ändern sich Umstände imStudium, die einen höheren Finanzbedarf zur Folge haben, dann kann mit den Kreditgebernauch über höhere Summen an Krediten gesprochen werden. Auch sind diese häufig bereit,zusätzliche Zahlungen für Auslandsaufenthalte zu gewähren. Die Banken bieten aufgrundder Studiengebühren und steigenden Lebenskosten daher an, eine dadurch entstehendefinanzielle Lücke zu füllen. Die Frage dabei ist: Welcher Anbieter ist nun der beste? Dieskann pauschal nicht beantwortet werden, weil die Angebote auch häufig wechseln und im-mer neue auf dem Markt auftauchen. Am besten setzt man sich selbst mit einzelnen Bankenin Verbindung, holt verschiedene Angebote ein und vergleicht diese sorgfältig. Modalitätender Zahlungen werden dabei im Einzelfall mit dem jeweiligen Bankberater besprochen. Zu-mindest ein persönliches Gespräch ist daher auf jeden Fall zu führen.Die Banken zeigen dabei nicht ganz uneigennützig ein Entgegenkommen gegenüber Studie-renden, denn mittellose Studenten von heute sind möglicherweise starke Kunden für die Zu-kunft. In Form eines gewährten Studienkredits erfolgt oft eine erfolgreiche Kundenbindung.Daher übernehmen Banken manchmal einen Teil der Verwaltungskosten und des Ausfallsri-sikos. Manche Kreditinstitute unterhalten auch direkt mit einzelnen Hochschulen Kooperatio-nen und bieten dementsprechend attraktive Kredite an. Hintergrund ist der, dass darauf ver-traut wird, dass die Universitäten selbst eine Selektion bzw. Auswahlverfahren unter denStudenten vornehmen und quasi nur die Besten das Studium meistern. Diese Klientel wiede-rum hat auch die besten Chancen auf einen späteren lukrativen Job. Von daher minimiertsich für die Banken das Ausfallrisiko. Selbstverständlich kommen diese auch in den Genussvon Zinsen, die bei Studienkrediten zwar günstiger sind als bei anderen Krediten, aber den-noch meist nach Studienende unwiderruflich fällig werden.Um ein Beispiel zu nennen: Die Sparkassen-Gruppe bietet beispielsweise einen Bildungs-kredit für Studenten an. Mit einem monatlich festen Betrag, der dem Studierenden überwie-sen wird, soll das Grundeinkommen gesichert werden. Dieser Bildungskredit ist unabhängigvom Studienfach und vom Elterneinkommen. Die Laufzeit kann individuell vereinbart werdenund die variable Verzinsung ist niedrig. Der Anbieter garantiert außerdem vor der Rückzah-lung eine sogenannte „Ruhephase“, wobei die Rückzahlungsdauer selbst bis zu zehn Jahrebetragen kann. Angebote gibt es beispielsweise auch bei den Volksbanken Raiffeisenbankenund bei der Deutschen Bank. In jedem Fall gilt es, die Angebote sorgfältig zu vergleichenund optimale Konditionen heraus zu handeln. Insbesondere sollte bei Wendungen wie „nied-rige variable Verzinsung“ nachgefragt werden, was damit konkret gemeint ist. Es solltenauch keine Kredite aufgenommen werden, die über den eigentlichen Studienbedarf hinaus-gehen. Wenn möglich sollte man sich auf Kredite beschränken, um die Studiengebührenabzudecken, um nicht nach dem Studium vor einem riesigen Schuldenberg zu stehen. Fi-nanziert man das komplette Studium durch Kredite, kann dies am Schluss mit Master-Studium eine Schuldensumme von 90.000 Euro im Extremfall bedeuten. Von daher lautet dieklare Devise: Kredite nur da nutzen, wo sie wirklich notwendig sind. Und auch in diesen Fäl-len sollte man die Anbieter sorgfältig vergleichen, denn bezüglich der Studienkredite gibt esunter den einzelnen Banken große Unterschiede. Nützlich ist es beim Vergleich der Angebo-te auch, den Rat von Dritten einzuholen oder sich zunächst über das Internet zu informieren.I. H) I. KFW -STUDIENKREDIT: DER BEKANNTESTE ANBIETER IN SACHENSTUDIENKREDITE 14
  15. 15. Der KfW-Studienkredit ist Marktführer im Bereich Studienkredite und gehört zu den renom-miertesten Anbietern. Bislang wurden bereits 90.000 Darlehen ausbezahlt, ganze 50.000Studierende befinden sich derzeit in der Auszahlungsphase. Dabei wird der KfW-Studienkredit nicht direkt bei der KfW Bankengruppe beantragt, sondern bei der entspre-chenden Hausbank, wenn diese KfW-Partner sind. Zu den Partnern zählen auch die Studen-tenwerke. Zu beachten ist, dass ein KfW-Studienkredit nicht unbedingt der zinsgünstigste ist,da sich der Zinssatz sowohl während der Auszahlungsphase als auch während der Rückzah-lung ändern kann. Möchte man einen KfW-Studienkredit abschließen, so ist zunächst eineProvisionszahlung in Höhe von 238 Euro erforderlich. Damit die Auszahlungen kontinuierlicherfolgen, müssen nach Zwischenprüfung bzw. Vordiplom Leistungsnachweise eingereichtwerden. Ferner billigt die KfW Gruppe maximal zwei Urlaubssemester. Während der Ur-laubssemester gibt es auch keine Auszahlungen. Wird ein Bachelor-Studium beendet, istdies keine automatische Berechtigung für Auszahlungen während eines anschließendenMaster-Studiums. Hier sollte man sich nochmals mit dem Bankberater in Verbindungen set-zen, um möglicherweise weitere Optionen zu erörtern. Immer vor Augen haben sollte manaber die Gefahr einer Überschuldung, die schleichend einsetzen kann.Die maximale Finanzierungssumme beim KfW-Studienkredit beträgt 54.600 Euro. Attraktivsind die Rückzahlungskonditionen: Diese können einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren um-fassen. Selbstverständlich sind dabei auch die auflaufenden Zinsen zu berücksichtigen. Diemonatliche Auszahlungsrate beträgt maximal 650 Euro, minimal 100 Euro. Gefördert wird biszu zehn Semester lang, liegen besondere Ausnahmefälle vor bis zu 14 Semestern. Urlaubs-semester werden dabei nicht angerechnet. Entscheidet sich der Studierende für einen Fach-richtungswechsel, dann werden die bereits geförderten Semester abgezogen. Berechtigt zueinem KfW-Studienkredit sind deutsche oder europäische Staatsbürger sowie diejenigen, diesich mindestens drei Jahre lang in Deutschland aufgehalten haben. Dabei muss der Immatri-kulationsnachweis regelmäßig erbracht werden. Die Altershöchstgrenze sind 30 Jahre undder Beginn der Rückzahlung liegt spätestens 23 Monate nach der letzten Auszahlung. DieRückzahlungshöhe und -dauer ist dabei flexibel. Es werden praktischerweise keine Sicher-heiten verlangt, was als Vorteil gewertet werden kann.Grundsätzlich gilt aber auch hier – wie bei anderen Studienkrediten – dass dieser nur in An-spruch genommen werden sollte, falls es keine anderen Möglichkeiten gibt, finanzielle Lö-cher zu stopfen, um den vorzeitigen Abbruch des Studiums zu vermeiden. Falls man aufStudienkredite zurückgreift, dann möglichst nur für das Notwendigste wie etwa die Studien-gebühren, die vielen zu schaffen machen. Ansonsten kann es auch bei einem ordentlichenBerufsanschluss mit gutem Gehalt lange dauern, bis man das Geld zurückbezahlt hat, weilman sich mit Hilfe des Studienkredits nebenbei vielleicht noch viele schöne, aber für dasStudium nicht notwendige Dinge angeschafft hat.Mehr allgemeine Infos über Studienkredite gibt es unter http://www.studienkredit.de, wo auchder KfW-Studienkredit ausführlich vorgestellt wird. Ein sorgfältiger Vergleich lohnt sich auchhier, obwohl der KfW-Studienkredit einige attraktive Optionen bereithält. Da sich die Verzin-sung nach dem allgemeinen Zinssatz richtet, kann dieser nach oben, aber auch nach untenschwanken. Risiko und Vorteil liegen demnach nahe beieinander und eine Entscheidungsollte nur gefällt werden, wenn alle möglichen Optionen durchgespielt worden sind.I. I) OPTION SPAREN: AUF JEDEN FALL AUF DER SICHEREN SEITE 15
  16. 16. Im Idealfall hat man selbst Gelder für den Studienbedarf angespart, oder, was häufiger derFall ist, Eltern haben für ihre Kinder gespart. Dies kann beispielsweise in Form eines klassi-schen Sparbuchs geschehen, das schon nach der Geburt angelegt wird. Das Sparbuch istdie sicherste Form des Sparens. Wenn jahrelang monatlich ein bestimmter Betrag daraufüberwiesen wird und möglicherweise Verwandte und Freunde auch etwas beisteuern (zumBeispiel zur Konfirmation oder Kommunion, zu Geburtstagen oder sonstigen Anlässen),dann befindet sich zu Studienbeginn bereits eine hübsche Summe auf dem Sparbuch, dieeinen erfolgreichen Start ins Studentenleben ermöglicht. Viele Eltern verfahren nach diesemPrinzip und auch Kinder selbst können durch Ferienjobs, sonstige Aushilfstätigkeiten, durchdie Abzweigung eines Teils des Taschengeldes oder anderes dazu beitragen. Beliebt ist esdabei auch, konkret das Kindergeld anzusparen, das sich im Laufe der Jahre zu einer be-trächtlichen Summe auswachsen kann.Aber auch Kreditinstitute bieten entsprechende Modelle an. Manche Banken etwa habeninzwischen das Bildungssparen im Programm. Damit wird dem Bewusstsein in der Bevölke-rung Rechnung getragen, dass Bildung und insbesondere ein Hochschulstudium einen im-mer höheren Stellenwert einnehmen. Und Bildung gibt es bekanntlich nicht umsonst. DieKreditinstitute werben damit, dass der angesparte Betrag zu Beginn des Studiums zur Verfü-gung steht, ein staatlich geförderter Bildungskredit dennoch möglich ist und es verschiedeneSparformen gibt. Da wäre zum einen das Bildungssparen mit einem Ratensparvertrag: Infestgelegten Raten werden Gelder in den Ratensparvertrag eingezahlt, wobei (abgesehenvon der Inflation) kein Risiko entsteht. Zudem ist es möglich, Bildungssparen langfristig anzu-legen, das ist das sogenannte Prämiensparen. Dabei gibt es Zinsen und eine Prämie für dieeingezahlten Gelder, wobei die Prämie steigt, je länger der Sparplan aktuell ist. Bildungsspa-ren mit Deka-Zielfonds zielt auf Rendite ab. Die Sparkassen-Gruppe wirbt mit der guten Zu-sammensetzung dieses Fonds, so dass weniger Risiko der Fall sein soll. All diese Fragensollten dabei in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden, wobei selbstver-ständlich auch Angebote von anderen Banken eingeholt und verglichen werden sollten, dadiese sich erheblich voneinander unterscheiden.Sparen ist in jedem Falle die günstigste Option, um dem Nachwuchs ein Studium zu ermög-lichen. Fängt man rechtzeitig damit an, dann sind sämtliche Kredite – so günstig diese auchscheinen mögen – hinfällig. Informieren Sie sich rechtzeitig und planen Sie von Geburt andas Studium Ihrer Kinder mit ein. Eltern sind in der Regel immer noch der verlässlichstePartner für ihre Kinder. Indem Sie ihnen ein Studium durch rechtzeitiges und kluges Sparenermöglichen, erweisen Sie dem Nachwuchs den besten Dienst. Und hat dieser erstmal dasHochschulzeugnis in der Tasche, wird er es Ihnen sicher danken. Andererseits sollten auchangehende Studenten rechtzeitig ans Sparen denken, wenn sie ein Studium erwägen. Esgibt viele Möglichkeiten, um den Sparbetrag der Eltern anwachsen zu lassen: RegelmäßigeJobs, Ferienjobs, Geldgeschenke oder Taschengeld, das sind Gelder, die investiert werdenkönnen. Das Sparbuch ist dabei wie gesagt eine der sichersten Formen des Sparens. Je-doch sind auch die Zinsen nur sehr gering und die Rendite ist minimal. Im Idealfall findetman eine Form des Sparens, die Gewinn bringt und das Vermögen mehrt, allerdings kaumRisiken birgt. In der Regel steigen aber die Gewinnmöglichkeiten proportional zum wachsen-den Risiko. Sehr sichere Anlagen erwirtschaften in der Regel kaum Gewinn. Es empfiehltsich daher, Informationen einzuholen, um die die beste Form des Sparens zu finden, diezwar Gewinn bringt, wobei das Risiko von Verlusten aber überschaubar bleibt. Sparen mitKöpfchen heißt daher die Devise, d.h., Informationen einholen und Vergleiche anstellen. 16
  17. 17. Doch auch wenn man das Sparbuch als sicherste Anlage wählt, so wächst in (angenomme-nen) zwanzig Jahren die Summe beträchtlich an. Viele Eltern schränken sich auch jahrelangein, um möglichst viel zu sparen und den Kindern ein späteres Studium zu ermöglichen.II.) AUßERGEWÖHNLICHE STUDIENWEGENeben den „klassischen“ Wegen des Studiums, bei denen man sich frei und selbstständigum den Studienablauf, aber auch die Finanzierung kümmern muss, sollen im folgenden Ka-pitel Alternativen hierzu beschrieben werden. Das duale Studium mit Praxisanteilen wird da-bei ebenso beleuchtet wie das Studieren mit Hilfe des Arbeitgebers oder die Möglichkeit, beider Bundeswehr zu studieren.II. A) STUDIEREN BEI DER BUNDESWEHRStudieren bei der Bundeswehr? Ja, das ist möglich und manch einer nimmt das Angebotauch an. Die Bundeswehr finanziert ihren Absolventen nämlich dann Studiengänge, wenndiese sich nachfolgend für einige Jahre bei der Bundeswehr verpflichten. Dabei muss mandas Studium aber an einer der beiden Bundeswehr-Universitäten absolvieren. Die darauffol-gende Verpflichtung zum Dienst beträgt mindestens 13 Jahre. Im fliegerischen Dienst sindes 15 Jahre, im Sanitätsdienst 17 Jahre. Das Studium selbst ist sehr verdichtet: Statt in Se-mestern wird in Trimestern studiert, die Zeit zwischen den Vorlesungen ist dem Militärdienstgewidmet. Wie andere Arbeitnehmer hat man zwischen 25 und 30 Tagen Urlaub im Jahr. Eshandelt sich also um eine echte Herausforderung.Selbstverständlich ist die Aussicht, ein komplettes Studium finanziert zu bekommen, sehrverlockend. Doch die Frage ist: Will man sich tatsächlich für 13 Jahre und mehr zum Militär-dienst verpflichten? Denn die Bundeswehr unterbreitet ihren Mitgliedern selbstverständlichsolche Angebote nicht ohne Eigennutzen: Die erworbenen universitären Fähigkeiten kom-men in den folgenden Verpflichtungsjahren der Bundeswehr zugute. Dies ist der Hintergrund,warum solche Angebote überhaupt existieren, denn die Bundeswehr profitiert unmittelbar.Wer sowieso eine Affinität zur Bundeswehr hat, für den ist dies ein mehr als gutes Angebot:Man tut, was man sowieso gerne tun möchte und bekommt dafür auch noch eine gute Gra-tis-Ausbildung. Zudem entlohnt die Bundeswehr ihre Angehörigen sowie deren Familienauch in den Folgejahren gut, so dass ein gewisser Lebensstandard möglich ist. Aber für allediejenigen, für die der Wehrdienst sowieso nur eine widerwillige Pflichtübung ist, für diesenPersonenkreis kann auch kein noch so gutes Studium attraktiv genug sein, um Jahrzehntedanach bei der Bundeswehr zu verbringen.Das Angebot, ein von der Bundeswehr finanziertes Studium zu absolvieren, ist ganz klarauch ein Versuch, fähige Mitglieder zu fördern und zu halten. Was die genauen Modalitätenangeht, darüber sollte man sich in einem persönlichen Beratungsgespräch vor Ort informie-ren. Dabei kann auch geklärt werden, für welchen Dienst welche Verpflichtungsdauer gilt undwas in die Studienfinanzierung alles mit eingeschlossen ist. Bei Verheirateten mit Kindernstellt sich beispielsweise die Frage, ob diese während des Studiums mitversorgt sind. Auchstellt sich die Frage, ob möglicherweise ein vorheriges Ausscheiden aus dem Dienst – vorAblauf der vereinbarten Frist – unter Umständen möglich ist. Wahrscheinlich funktioniert 17
  18. 18. dies, indem zumindest ein Teil der in das Studium investierten Gelder rückerstattet wird –was eine erhebliche finanzielle Belastung bedeuten kann. Auch ist zu klären, welche Regelnim Falle einer Erkrankung gelten.Dieses Angebot der Bundeswehr ist eine lukrative Offerte für alle, die sich entweder sowiesomit der Bundeswehr identifizieren, aber auch für jene, die eine neue Existenz anfangen wol-len und in der Bundeswehr das geeignete Sprungbrett sehen. Für alle anderen ist von dieserOption wohl eher abzuraten, denn wer weiß schon, welche Pläne er in etwa zehn Jahrenhegen wird? Außerdem müssen dabei auch die Wünsche der Familie berücksichtigt werden,die möglicherweise nicht will, dass der Vater oder Ehemann in Krisengebieten zum Einsatzkommt. Denn dieses Risiko ist bei einer Verpflichtung ebenfalls gegeben, seit die Bundes-wehr im Rahmen von Auslandseinsätzen tätig ist.Sich das Studium durch die Bundeswehr finanzieren zu lassen, das ist demnach eine Option,die nur für eine bestimmte Klientel in Frage kommt. Im Übrigen bietet die Bundeswehr ihrenMitgliedern auch an, eine andere Ausbildung zu bezahlen, wenn sich diese zu einem länger-fristigen Verbleib bereit erklären. Alle Detailinformationen sind vor Ort einzuholen.II. B) DUALES STUDIUM ALS VERBINDUNG VON PRAXIS UND THEORIESeit einigen Jahren gibt es auf vielfachen Wunsch aus Kreisen der Wirtschaft ein sogenann-tes duales Studium. Der Begriff „dual“ resultiert daraus, dass abwechselnd ein Semester ander Hochschule (oder der Berufsakademie) und ein Semester direkt im Ausbildungsbetriebverbracht wird, wobei der Betrieb während dieser Praxiszeit für die Vergütung aufkommt,meist aber auch während der Theoriesemester. Da der Student während des Praxissemes-ters Vollzeit arbeitet, bekommt er auch die volle Vergütung. Diese kann sich an der Vergü-tung einer Ausbildung orientieren, liegt aber meist darüber, weil Studenten des dualen Studi-ums als höher qualifiziert eingestuft werden. Zudem bezahlen Ausbildungsbetriebe oft auchdie anfallenden Studiengebühren. Die Studentin oder der Student ist also in mehrfacher Hin-sicht finanziell entlastet und profitiert von einer solchen Zweigleisigkeit des Studiums. Wie inden meisten Fällen, so gibt es jedoch auch hier ein „Aber“.Das duale Studium ist meist wirtschaftlich oder marketingtechnisch orientiert und kommt da-her beispielsweise für Interessenten der Geisteswissenschaften nicht in Frage. Kritiker be-mängeln zudem die mangelnde theoretische Fundierung für die wenig Zeit bleibt, währendes Unternehmen hingegen sehr auf den Praxisbezug ankommt und die Studiengänge auchhauptsächlich deswegen initiiert wurden. Der finanzielle Aufwand der Unternehmen für dieStudenten ist auf der einen Seite zwar begrüßenswert, auf der anderen Seite wird aber nichtselten erwartet, dass der abgehende Student weiterhin in dem Unternehmen tätig bleibt undes sich für dieses auf diese Weise lohnt, in den Absolventen investiert zu haben. Es entstehtalso eine finanzielle Abhängigkeit, die sogar in konkreten Druck ausarten kann. Die finanziel-len Vorteile werden auch dadurch relativiert, dass man bei einem dualen Studium wenigWahlmöglichkeiten hat, sich für andere Themengebiete zu engagieren, während bei den Ba-chelor- und Masterstudien immer noch - wenn auch eingeschränkter als früher - die soge-nannte akademische Freiheit gepflegt wird.Ein Pluspunkt ist, dass Studenten an den meisten Berufsakademien bzw. Hochschulen den-noch grundsätzlich auch nach dem Grundsatz des BAföG finanzielle Zuwendungen erhaltenkönnen. Ausnahmen sind Hamburg, Niedersachsen und Hessen, weil die Bundesländer überstaatlich geförderte Zuwendungsmöglichkeiten selbst entscheiden. Da allerdings die Vergü- 18
  19. 19. tung für die Ausbildung, die von den Unternehmen geleistet wird, auf den BAföG-Förderbetrag angerechnet wird, schwinden die Aussichten auf BAföG-Leistungen für Teil-nehmer des dualen Studiums. Ein anderes Szenario ergibt sich, wenn die Auszubildendenweite Fahrtstrecken zwischen Unternehmen und Hochschule zurücklegen müssen. Diesekönnen als Werbungskosten abgesetzt werden, wobei sich unter dem Strich ein Minus-Saldoergeben kann. Dann wiederum ist ein Bezug von BAföG wieder aktuell. Ausschlaggebend istauch die familiäre Situation: Gibt es Geschwister, die BAföG erhalten, dann steigen dieChancen selbst BAföG zu beziehen. Denn das zu niedrige Einkommen der Eltern wird aufalle Kinder angerechnet.Insbesondere wenn der Arbeitgeber auch weitere Verpflichtungen wie die Übernahme derStudiengebühren eingeht, dann wird häufig erwartet, dass der Absolvent nach Beendigungdes Studiums auch im Betrieb tätig ist. Dies ist jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich. Letzt-endlich entscheidet die konkrete Situation darüber, ob ein duales Studium für den angehen-den Studenten wirklich attraktiv ist. Vor allem für diejenigen, die sich mit dem Unternehmenidentifizieren können und von ihren Vorlieben her zu den Fächern neigen, die beim dualenStudium möglich sind, ist auch eine Verpflichtung zum Verbleib kein Problem. Dies muss imZweifelsfall aber jeder selbst entscheiden.II. C) STUDIEREN MIT HILFE DES ARBEITGEBERSEbenso wie die Bundeswehr eine Finanzierung des Studiums anbietet, wenn sich der Absol-venten dazu verpflichtet, im Anschluss mehrere Jahre Dienst zu leisten, so verfahren auchviele Arbeitgeber nach diesem Prinzip. Sie bieten Arbeitnehmern an, ihnen ein Studium –meist ein teures wirtschaftswissenschaftliches Fernstudium – zu finanzieren, wenn diese sichim Gegenzug verpflichten, nach Abschluss des Studiums mindestens noch einige Jahre imBetrieb zu verbleiben. Denn selbstverständlich legen Arbeitgeber Wert auf qualifizierte Mitar-beiter und wollen von dem durch das Studium erworbenen Wissen profitieren. Ob nun einFernstudium oder ein reguläres Studium von der Firma finanziert wird und wie lange der Ar-beitnehmer danach ans Unternehmen gebunden bleibt, das ist eine Frage der Absprachezwischen beiden Parteien. In der Regel ist die Bindung ans Unternehmen aber sehr viel kür-zer als bei der Bundeswehr.Für Arbeitnehmer, die sich gerne weiterqualifizieren wollen und in den folgenden Jahren so-wieso keinen Firmenwechsel erwägen, für die ist eine Studienfinanzierung durch den Arbeit-geber eine sehr attraktive Option. Andernfalls muss abgewogen werden: Ist die Firma lang-fristig für einen selbst attraktiv? Ist die Weiterqualifizierung mit Zusatzoptionen wie einembesseren Gehalt verbunden und kann eine solche Zusage des Arbeitgebers auch schriftlichfixiert werden? Dies ist eine der Kernfragen. Oder kann man sich nicht vorstellen, fünf Jahreoder länger in der Firma zu bleiben? Denn ein Bestandteil des Vertrags zwischen Arbeitge-ber und Arbeitnehmer beinhaltet in diesem Fall, dass der Arbeitnehmer das investierte Geldzurückzahlen muss, falls er sich nicht an die Vereinbarung hält und vorzeitig die Firma ver-lässt. Dies kann auf einen Schlag sehr viel Geld sein und Schulden bedeuten. Wichtig ist esdeswegen, sich die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten in der entsprechenden Firma vorAugen zu halten, falls es diese gibt.Diese Form des Studiums betrifft in der Regel nicht die übliche Studentenklientel zwischen20 und 25 Jahren, sondern eher Arbeitnehmer mittleren Alters. Häufig haben diese auchFamilie und es muss auch mit den Angehörigen abgesprochen werden, ob man auf das An-gebot eingeht. Kann sich der Partner vorstellen, auf Dauer in der gleichen Stadt zu bleiben? 19
  20. 20. Denn das Bildungsangebot des Arbeitgebers birgt klar auch eine Abhängigkeitsproblematik.Nur wer sich wirklich sicher ist, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, sprich: im richtigen Unter-nehmen, zu sein, der sollte sich auf eine solche Bildungsofferte einlassen.Es muss auch eine Vereinbarung getroffen werden, wie die finanzielle Frage steht, wenn dasStudium wieder abgebrochen wird. Immerhin kann es sein, dass sich das Studienfach alsfalsche Wahl herausstellt oder – im Falle eines Fernstudiums – sich die Doppelbelastung ausBeruf und Studium als zu groß herausstellt. Verbleiben die Kosten dann beim Arbeitnehmer?Dies muss geklärt sein.All diese Fragen müssen bedacht werden, bevor man sich zu einem vom Arbeitgeber finan-zierten Studium entschließt. Insbesondere dann, wenn ein Fernstudium absolviert wird, darfdie Doppelbelastung von Beruf und Studium nicht unterschätzt werden. Vor allem in diesemFalle ist es sorgfältig zu überlegen, ob man ein Qualifizierungsangebot des Arbeitgebers an-nimmt. Denn ein Studium bedeutet an sich bereits eine hohe Anforderung und ist deswegenauch begehrt bei Studenten und Arbeitgebern. In einem Fernstudium verdichten sich die An-forderungen noch mehr, wobei in der Regel Abende, Wochenenden, Feiertage und Urlaubden Studium geopfert werden müssen. Ob dies eine Familie mitträgt, das ist eine weitereFrage. Fester Wille, eiserne Disziplin und großes Interesse am Fach bzw. berufliche Motiva-tion sowie die Familie müssen dahinter stehen, damit ein solches Fernstudium gelingt.III.) SONSTIGE ZUSCHÜSSENeben den bereits genannten Möglichkeiten gibt es noch einige weitere Optionen, um dasEinkommen aufzubessern. Dazu gehören das Wohngeld, der Wohnungskostenzuschuss unddie Erstwohnsitzprämie, die in manchen Fällen gewährt werden. Dafür müssen aber ganzbestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, die im Folgenden erläutert werden. Insbesonde-re, wenn man über sehr geringe finanzielle Mittel für das Studium verfügt, sollte man dieseOptionen berücksichtigen.III. A) WOHNGELDWohngeld kann unter Umständen für Studierende in Betracht kommen. Das Wohngeld stellteinen Zuschuss zur Miete dar. Beantragt werden kann Wohngeld beim Sozialamt, beimWohnungsamt oder beim Bürgeramt. Voraussetzung für einen Anspruch ist, dass weder BA-föG, Arbeitslosengeld II (besser bekannt als Hartz IV) oder Sozialhilfe an den Empfängerausbezahlt werden. Auch darf die Wohnung nicht zu teuer sein, wobei man sich bei den je-weiligen Ämtern nach den Richtlinien, die dort gültig sind, erkundigen sollte. Bezieht manselbst BAföG, kann Wohngeld eventuell den eigenen Kindern gewährt werden, falls nichtandere Sozialleistungen mit Zuschuss für die Wohnung ausbezahlt werden. Wohngeld kannauch beantragt werden, wenn eine Person, die nicht BAföG-berechtigt ist, in der Wohnungebenfalls wohnt. Um Wohngeld beantragen zu können, muss ferner ein regelmäßiges Ein-kommen etwa durch Jobben oder durch die Eltern nachgewiesen werden. Diese Einkünftemüssen über dem liegen, was das Sozialgesetzbuch XII als Grundsicherung definiert. An-dernfalls werden von den Behörden möglicherweise Falschangaben unterstellt. Allerdingsdarf das Einkommen auch nicht zu hoch sein – es handelt sich also um einen Balanceakt.Zinsen werden dabei berücksichtigt, das eigene Vermögen jedoch nicht. Das Wohngeld ist 20
  21. 21. grundsätzlich eine Alternative, wenn ein BAföG-Bezug ausgeschlossen ist und man solltesich in diesem Falle unbedingt danach erkundigen.III. B) WOHNUNGSKOSTENZUSCHUSSDer Wohnungskostenzuschuss kann durch Studierende bei der ARGE beantragt werden.Diese Form von Zuschuss betrifft die Kosten für Wohnung und Heizung, die nicht gedecktsind. Einen Wohnungskostenzuschuss zu beantragen ist insbesondere dann empfehlens-wert, wenn die eigenen Eltern Arbeitslosengeld II bekommen und der Studierende noch beiden Eltern wohnt. Damit ein solcher Zuschuss bewilligt wird, darf aber beispielsweise dieMiete nicht zu teuer sein, wofür es festgelegte Kriterien gibt, die zu erfragen sind. Außerdemwird dieser Zuschuss nur gewährt, wenn das regelmäßige Einkommen sowie das Vermögenauf Nachweis basierend unzureichend sind.III. C) ERSTWOHNSITZPRÄMIEIn der Regel verbleiben Studierende mit ihrem Erstwohnsitz in ihrer Heimatstadt bei den El-tern. Die Eltern beziehen dadurch beispielsweise steuerliche Vorteile oder Vorteile bei priva-ten Versicherungsverträgen. Hochschulstädte bemühen sich hingegen, Studenten dazu zuanimieren, ihren Erstwohnsitz in den Studienort zu verlegen. Dafür gibt es entweder einmali-ge oder auch dauerhafte „Belohnungen“: beispielsweise Geldprämien, Gutscheine oder an-deres. Um diese Bemühungen zu unterstreichen, erheben manche Hochschulstädte zusätz-lich eine Zweitwohnungssteuer. Hintergrund dieser Bestrebungen ist, dass die Kommunenentsprechend ihrer Einwohnerzahl Gelder vom Staat zugewiesen bekommen. Bei der Zweit-wohnsitzsteuer geht es um eine jährliche oder auch monatliche Abgabe, die gemäß der Mie-te berechnet wird. Studierende sind von der Zweitwohnsitzsteuer – sofern eine existiert –nicht ausgenommen. Manche Städte machen aber Ausnahmen, wenn der Studierende etwain einem Wohnheim wohnt. Sicher lohnt es sich in einigen Fällen, hier nähere Erkundigungeneinzuholen, um von einem Erstwohnsitz in der Studienstadt zu profitieren. Auskünfte erteiltdas entsprechende Einwohnermeldeamt oder die Studentenvertretung. Möglicherweise istdie Erstwohnsitzprämie tatsächlich eine Option.III. D) BILDUNGSFONDS: LASSEN SIE IN SICH INVESTIEREN!Zu den eher ungewöhnlichen Finanzierungsformen für ein Studium gehört sicher der Bil-dungsfonds und viele angehende Studenten haben nicht einmal etwas davon gehört. Eshandelt sich dabei um eine spezielle Form der Finanzierung, wobei Kapitalgeber über einenFonds in die studentische Ausbildung investieren. Dies kommt ausgewählten Studenten zu-gute, die aus dem Fonds Gelder für die Finanzierung von Studiengebühren oder für Lebens-haltungskosten an privaten Hochschulen erhalten. Finanzierungen durch Bildungsfonds sindunter denjenigen, die davon wissen, sehr begehrt, doch die Anbieter wählen sorgfältig aus,wer in den Genuss des Bildungsfonds kommt.Es versteht sich von selbst, dass die Bewerber für einen Bildungsfonds sorgfältig getestetwerden. Sowohl akademische Fähigkeiten als auch fachliche Voraussetzungen und persön-liche Kompetenzen spielen beim Bewerbungsverfahren eine große Rolle. Dabei können etwaSchulzeugnisse oder Zeugnisse von Praktika eingereicht werden, wobei der angehende Stu-dent prüfen sollte, ob es sich um wirklich gute Zeugnisse handelt, da letztere bekannterma-ßen oft verklausulierte Formulierungen beinhalten und so zum Nachteil werden können. Zu 21
  22. 22. den akademischen Fähigkeiten gehören zum Beispiel Intelligenz, Interesse und Auffas-sungsgabe für das Fach, bei persönlichen Fertigkeiten sind Eigenschaften wie Ehrgeiz undDisziplin gefragt. Denn nur das erfolgreiche Zusammenspiel aller Faktoren führt bekannter-maßen zu einem erfolgreichen Studium und Anleger profitieren nur, wenn das Studium gutabgeschlossen wird und sich dann eine attraktive Berufstätigkeit anschließt. Bewerber müs-sen sich deshalb verschiedenen Tests unterziehen, die die Eignung überprüfen.Dabei haben private Hochschulen die ersten Bildungsfonds gegründet, damit auch Studen-ten aus einkommensschwachen Familien die Studiengebühren finanzieren können. Damitwollte man sich Potenziale aus ärmeren Schichten für den akademischen Betrieb erschlie-ßen. Diejenigen Studenten, die durch einen Bildungsfonds gefördert werden, profitieren da-von im Rahmen ihrer Studienfinanzierung. Die Konditionen für die erhaltenen Gelder sindrecht günstig, wobei diese nach Berufsergreifung meist in monatlichen Raten abbezahlt wer-den. Höhe und Dauer der Rückzahlungen werden vorab festgelegt. Ergreift der Absolventeinen Beruf, dann können Kapitalanleger in diesem Fall mit Rendite rechnen. Dabei gibt esauch einkommensabhängige Rückzahlungen. Bildungsfonds bevorzugen deswegen Fächer,die als zukunftsträchtig gelten und wo die Chancen erhöht sind, dass der Absolvent ein fi-nanziell attraktives Einsatzgebiet findet. Einkommensabhängige Rückzahlungen bedeutenfür die Absolventen wiederum, dass die Gefahr einer Überschuldung nicht so ausgeprägt istwie bei anderen Bildungskrediten. Jedoch kommen nur einige wenige in den Genuss einerFörderung durch einen Bildungsfonds, hauptsächlich Studenten der Naturwissenschaften,der Technik oder der Wirtschaftswissenschaften. Denn dies sind Fächer, in denen das meis-te Zukunftspotenzial gesehen wird und in die deswegen investiert wird. Literaturwissen-schaftler, angehende Archäologen oder Studierende von sogenannten Exoten-Fächern ha-ben eher schlechte Karten, angehende Betriebs- oder Volkswirte hingegen haben bessereChancen.Mittlerweile gibt es auch allgemeine Bildungsfonds, die nicht an eine bestimmte privateHochschule gekoppelt sind. Ob eine Unterstützung durch die Eltern bezogen wird oder obder Betreffende BAföG erhält oder über ein sonstiges Vermögen verfügt, das spielt beim Bil-dungsfonds keine Rolle. Sollten Sie einen Bildungsfonds ausfindig machen, der für Sie inFrage kommt, sollten Sie daher auf jeden Fall die Chance nutzen, um berücksichtigt zu wer-den. Dann kann man zumindest finanziell gesehen sorgenfrei studieren. Auskünfte über Bil-dungsfonds gibt zum Beispiel die Seite http://www.studentenpilot.de/finanzen/bildungsfonds/.Daneben sollte man sich bei einschlägigen Stellen über weitere Bildungsfonds informieren,um in den Genuss dieser Methode zur Studienfinanzierung zu kommen, denn letztlich sollteman alle Möglichkeiten zur Finanzierung eines Studiums sorgfältig ausloten.III. E) STUDIENABSCHLUSSDARLEHEN UND ÜBERBRÜCKUNGSDARLEHENHäufig ist es so, dass man sich gerade dann nicht um Jobs und Aushilfstätigkeiten bemühenkann, wenn der Studienabschluss in greifbarer Nähe ist. Planungen, Vorbereitungen undAusarbeitungen von Abschlussarbeiten nehmen zu viel Zeit in Anspruch. Es gibt an denmeisten Hochschulen deswegen Hilfen für Studenten in finanziellen Nöten, insbesonderewenn sich diese in der Endphase des Studiums befinden. Es handelt sich dabei weder umkommerzielle noch um staatliche Hilfen, sondern um Hilfen durch studentische Darlehens-kassen und durch Einrichtungen der Studentenwerke. Diese können auch einspringen, fallsdas BAföG zu lange ausbleibt (was manchmal aufgrund der nachzureichenden Dokumente 22
  23. 23. und der Bearbeitungszeiten der Fall sein kann) und Studierende deswegen in finanzielle Notgeraten.Die Konditionen, die Studierenden dabei für Darlehen angeboten werden, sind sehr unter-schiedlich: Manche bieten zinsgünstige Darlehen an, andere Anbieter verzichten sogar ganzauf Zinsen. Auch die Bedingungen für Darlehen sind unterschiedlich: Sehr oft werden Bür-gen verlangt, die für eine Rückzahlungsgarantie einstehen. Es muss ferner deutlich sein,dass wirklich eine Not vorhanden ist, die beispielsweise anhand der Kontoauszüge belegtwerden kann. Letztlich sind es aber freiwillige Leistungen, die die Träger erbringen, und esbesteht deswegen kein Rechtsanspruch.Informationen über solche Darlehen können die Studentenwerke geben, die fast alle eineDarlehenskasse haben, und die jeweilige Studierendenvertretung. In der Regel soll dasÜberbrückungsgeld helfen, die letzten beiden Semester bis zum Studienabschluss finanziellzu überstehen, eventuell springen die Träger wie o.g. aber auch in anderen Fällen ein.Eine Liste der studentischen Darlehenskassen bzw. der Darlehenskassen der Studenten-kassen gibt es unter http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/studienabschlussdarlehen.php. Diese Liste umfasstaber nur die Anbieter, die länderweit flächendeckend arbeiten. Es gibt eine Vielzahl von an-deren Anbietern, daher gilt es, sich aufmerksam umzuhören, Informationen zu sammeln undauch die Aushänge am schwarzen Brett zu studieren. Denn letztere sind manchmal eineechte Fundgrube.III. F) HILFEN ZUM STUDIENABSCHLUSS BEIM BAFÖGEin wichtiger Hinweis ist auch der folgende: Es gibt Hilfen zum Studienabschluss beim BA-föG. Ist die Regelstudienzeit nicht zu lange überschritten (das Bafög umfasst normalerweisenur die Regelstudienzeit), steht der Studienabschluss unmittelbar bevor und würde man auf-grund des zu geringen Einkommens der Eltern normalerweise BAföG erhalten, dann kannman eine solche Hilfe zum Studienabschluss beantragen. Diese Hilfe ist dafür gedacht, umdie letzte finanzielle Hürde vor dem Studienabschluss zu nehmen und ein Studium kurz vordem Ziel nicht scheitern zu lassen – was mehr als schade wäre. Der Gesetzgeber sieht dasin der Regel genauso und springt mit ein.III. G) ALG II, SOZIALHILFE UND SOZIALGELDGrundsätzlich haben Studierende, die generell einen Anspruch auf BAföG haben, keinenAnspruch auf Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Sozialgeld. Es gibt jedoch Ausnahmen vondieser Regelung. Es wird davon ausgegangen, dass Studierende erwerbsfähig sind, bei-spielsweise durch Jobben. Sind sie nicht erwerbsfähig, dann kann Sozialgeld oder Sozialhilfein Anspruch genommen werden. Erwerbsfähigkeit wird angenommen, wenn eine Krankheitnicht länger als sechs Monate andauert, andernfalls gilt man als erwerbsunfähig.ALG IIMuss die Ausbildung bzw. das Studium länger als drei Monate wegen Krankheit, Schwan-gerschaft oder der Erziehung von Kindern unterbrochen werden (Urlaubssemester), dannhaben Studierende, die sonst einen Anspruch auf BAföG haben, das Recht auf ALG II. Istdie Unterbrechung kürzer als drei Monate, kann weiterhin BAföG bezogen werden. Liegen 23
  24. 24. besondere Härtefälle vor, obwohl der Studierende BAföG bezieht, dann kann ALG II als Dar-lehen bewilligt werden. Dies geschieht jedoch nur in Ausnahmefällen, denn die erforderlichenUmstände, die den Härtefall ausmachen, werden sehr streng bewertet und die Anforderun-gen sind dementsprechend hoch. Der Einzelfall ist entscheidend. Es wird erwartet, dass manselbst erwerbstätig wird, um zumindest das Niveau von ALG II zu erreichen, falls dieses un-terschritten ist. Nur bei fortgeschrittener Schwangerschaft und der Erziehung von Kleinkin-dern gilt die Erwerbstätigkeit als unzumutbar. Die Anforderungen sind sogar so hart, dass einmöglicher Studienabbruch auch nicht als Grund angesehen wird, um Hilfsgelder auszuzah-len. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Beurlaubung vom Studium rechtzeitig erfolgenmuss. Befindet man sich schon in der Mitte des Semesters und beschließt dann die Beurlau-bung, muss der erstattete BAföG-Betrag ersetzt werden. ALG II wird aber frühestens nachAntragstellung ausgezahlt. Daher kann eine Schuldenfalle entstehen. Das ALG II kommtdabei nicht für BAföG-Schulden auf. Diese verbleiben beim Betroffenen.Wenn man selbst keinen Anspruch auf ALG II hat, so haben die eigenen Kinder aber mög-licherweise einen. In erster Linie sollten hier aber Unterhaltungszahlungen durch den Vateroder Wohngeld bezogen werden – diese Optionen haben Vorrang. Kinder unter 15 Jahrenerhalten dabei kein ALG II, sondern Sozialgeld. Wurde ein Anspruch auf Kinderzuschlag ne-gativ beschieden, dann kann auf Sozialgeld für Kinder zurückgegriffen werden.MEHRBEDARFIst der Zeitraum ab der 13. Schwangerschaftswoche von besonderer Hilfsbedürftigkeit ge-kennzeichnet, dann kann ein Mehrbedarf geltend gemacht werden. Dies gilt auch für Allein-erziehende. Das BAföG betrifft auch nicht notwendige Leistungen für Kinder. Insbesonderefür Kinder kann daher ALG II bzw. Sozialgeld beantragt werden, wenn es keine andere Mög-lichkeit gibt, deren Bedürfnisse abzudecken. Der Mehrbedarf bezieht sich auch auf erwerbs-fähige Behinderte, die spezifischen Umständen ausgesetzt sind. Ein Mehrbedarf kann auchin folgenden Fällen geltend gemacht werden: eine kostenintensive Ernährung, die medizi-nisch indiziert ist, die Erstausstattung einer Wohnung inklusive Haushaltsgegenstände, wennNachwuchs unterwegs ist, die Bekleidung und Erstausstattung bei Schwangerschaft undGeburt sowie Klassenfahrten für den Nachwuchs im Kontext mit Bestimmungen des Schul-rechts.UNTERSCHEIDUNG: ALG II, SOZIALGELD UND SOZIALHILFEDas ALG II, das im Sozialgesetzbuch II geregelt ist, betrifft alle diejenigen, die erwerbsfähigund hilfsbedürftig sind. Das Sozialgeld betrifft alle nicht erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen, diemit erwerbsfähigen Hilfsbedürftigen in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Grundsätzlich istdas Sozialgeld dem ALG II ähnlich. Auf Sozialhilfe wird vorrangig zurückgegriffen, wenn essich um voll erwerbsgeminderte Studierende handelt, die dies auf Dauer sind.FREITISCHEEin wertvoller Tipp sind sogenannte „Freitische“, die es in Form von kostenlosen Essens-marken für Wochen oder auch Monate gibt. Um einen „Freitisch“ zu erhalten, müssen dieKontoauszüge der vergangenen Monate vorgelegt werden, um zu dokumentieren, dass dasEinkommen wirklich sehr gering ist und somit eine Bedürftigkeit besteht. Die richtigen An-sprechpartner hierfür sind die Mitarbeiter des Sozialreferates der Studierendenvertretung. 24
  25. 25. Diese können auf jeden Fall auf die richtige Stelle verweisen, wenn sie selbst nicht zuständigsind.III. H) KINDERGELD: WENN DIE ELTERN NUR UNREGELMÄßIG GELDER BEI-STEUERNGrundsätzlich gesehen ist das Kindergeld eine Leistung des Staates, die einen Beitrag dar-stellt, um Kindern den Lebensunterhalt zu garantieren und Eltern diesbezüglich finanziell zuunterstützen. Normalerweise wird das Kindergeld an die Eltern direkt ausbezahlt. Im Prinzipsoll dabei der entsprechende Teil des Elterneinkommens zum Wohle der Kinder steuerfreiverbleiben. Das Kindergeld ist ein Mittel hierfür: Denn damit wird den Eltern im monatlichenTurnus ein Steueranteil auf ihr Einkommen ausbezahlt (Steuervergütung). Im Gegenzugkönnen Steuerfreibeträge für Kinder gewährt werden, wobei der Stand seit 2010 bei 7.008pro Jahr lag. Daher ist es nur recht und billig, dass Eltern ihren Kindern das Kindergeld zu-gutekommen lassen.Tritt jedoch der Fall ein, dass die Eltern nicht oder nur sehr wenig Unterhalt für Kinder bis zu25 Jahren bezahlen, obwohl sie regelmäßig Kindergeld erhalten, können Kinder bei den zu-ständigen Behörden beantragen, dass die Gelder an sie selbst ausbezahlt werden. Kinder-geld wird auch dann für Kinder über 18 Jahren vom Staat ausbezahlt, wenn diese eine Aus-bildung absolvieren, wozu ein Studium gehört. Der Anspruch auf Kindergeld erlischt mit dem25. Geburtstag. Wehr- und Zivildienst verlängern dabei die Phase, in der Kindergeld ausbe-zahlt wird. Zu berücksichtigen ist, dass der Zeitraum zwischen Studienbeginn und Schulab-schluss nicht länger als vier Monate betragen darf. Doch auch wenn all diese Eventualitätenin Betracht gezogen werden, kann ein Kind nur dann das direkte Kindergeld beantragen,wenn 8.004 Euro als Einkommensgrenze gewahrt bleiben. Dabei werden seit Januar 2010für das erste und zweite Kind jeweils 184 Euro ausbezahlt, für das dritte Kind 190 Euro undfür das vierte und jedes weitere Kind 215 Euro.Insbesondere bei Studenten können knapp 200 Euro im Monat mehr auf dem Konto eineMenge ausmachen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass das Existenzminimum fürStudierende per gerichtlichen Beschluss auf 640 Euro festgelegt wurde. Sollten Eltern alsonur sporadisch oder gar nichts zur Studienfinanzierung beitragen, dann lohnt es sich auf alleFälle, eine direkte Auszahlung des Kindergeldes zu beantragen. Dabei können die Tatsa-chen auf den Tisch gelegt werden, denn das Kindergeld soll ausschließlich zum Lebensun-terhalt des Kindes beitragen. Beamte, die darüber entscheiden, ob das Kindergeld direktausgezahlt werden soll, sehen dies in der Regel genauso wie die Antragssteller und bewilli-gen den Antrag. Damit ist ein Teil der Grundsicherung für die Studienfinanzierung gegebenund kein Studierender sollte auf sein Kindergeld verzichten, wenn ihn die Eltern nicht ander-weitig finanziell unterstützen. 25
  26. 26. IV.) ABSCHLIESSENDE INFORMATIONENWer sich umfassend über finanzielle Fördermöglichkeit für das Studium informieren will, dersollte zunächst bei den Eltern und beim Amt für Ausbildungsförderung (BAföG) anklopfen.Denn dies sind die ersten Anlaufstellen, die in der Pflicht sind, Studenten finanziell zu unter-stützen. Wer weitere Informationen sucht, der ist bei den Studentenwerken an der richtigenStelle, die umfassend und detailliert Auskunft geben können über alle Finanzierungsmöglich-keiten, die es gibt. Die vorliegende Abhandlung hat gezeigt, dass es tatsächlich viele Wegegibt, um ein Studium erfolgreich zu finanzieren: Angefangen bei der Unterstützung durch dieEltern über BAföG, diverse Studienkredite, duale Ausbildung bis hin zur Beantragung derdirekten Auszahlung von Kindergeld.Wer speziellere Informationen zu einzelnen den einzelnen Förderungsmöglichkeiten sucht,wendet sich am besten an die im Text genannten Fachstellen. Aber auch das Internet lieferteine Menge Informationen zum Thema Studienfinanzierung, beispielsweise die Bundesagen-tur für Arbeit unter arbeitsagentur.de/Studienfinanzierung. Wichtig ist dabei zunächst, sichdarüber im Klaren zu sein, was man wirklich möchte, um dann an die entsprechenden Stel-len heranzutreten.Es steht außer Frage, dass die mittlerweile gängigen Studiengebühren, die in manchen Bun-desländern bis zu 500 Euro pro Semester betragen, eine beträchtliche Hürde darstellen. Esist auch offensichtlich, dass angesichts der verdichteten Bachelor- und MasterstudiengängeJobben nebenher schwieriger geworden ist. Dem stehen aber auch eine Vielzahl von Unter-stützungsmöglichkeiten gegenüber und im Vorteil ist ganz klar derjenige, der einen Überblickhat und weiß, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt. Gerade die Fülle an Informationenund Angeboten macht es aber zum Teil wieder schwer, den notwendigen „Durchblick“ zubekommen und zu wissen, wo es welche Leistungen wofür gibt. Umso wichtiger ist es, sichmit der Frage der Studienfinanzierung rechtzeitig auseinanderzusetzen, um die Möglichkei-ten ausschöpfen zu können. Am besten kontaktiert man beizeiten eine Studienberatungsstel-le, wo nicht nur fachliche Fragen im Vordergrund stehen.Auf jeden Fall sollte man sich nicht entmutigen lassen und die Chance eines Studiums alsZukunftsoption entschlossen ergreifen. Der Gesetzgeber hat hierfür zahlreiche Möglichkeitengeschaffen, damit ein Studium nicht an finanziellen Fragen scheitern muss. Nicht zuletzt istdas Gros der Eltern bereit, den Sprösslingen bei der Bewältigung der akademischen Ausbil-dung unter die Arme zu greifen. Genauso, wie viele Wege nach Rom führen, so führen auchviele Wege dazu, ein Studium finanziell erfolgreich zu bewältigen. Angehende Studentenkönnen deswegen durchaus frohen Mutes sein, wenn sie ihr Studium beginnen. Es empfiehltsich dabei auch engen Kontakt zu den Fachschaften und zu den Studierendenvertretungenzu halten, denn diese wissen oft mehr als andere und außerdem steht bei diesen Organisati-onen immer noch der Solidaritätsgedanke im Vordergrund. An die richtigen Stellen herantre-ten, sich informieren, Kontakte zu den richtigen Menschen unterhalten, das sind zwar keineGaranten für ein erfolgreiches Studium, jedoch gute Ausgangspositionen, um auf dem Lau-fenden zu sein. Vieles ergibt sich im Verlauf des Studiums auch wie von selbst.Man sollte sich bei seinen Bemühungen um Finanzierungsmöglichkeiten immer vor Augenhalten, dass ein Studium heute für viele Tätigkeiten vorausgesetzt wird. Es ist aber auch eineMethode, um sich selbst zu verwirklichen und Erfahrungen fürs Leben zu machen. Wenn 26
  27. 27. man zu einem Studium persönlich geeignet ist, sollte man daher alle Möglichkeiten ausloten,um dieses auch finanzierbar zu machen. Sollten alle Strick reißen, kann man auch ein Ur-laubssemester einlegen, um zu arbeiten und so Gelder für die nächsten Semester anzu-sammeln.WARUM ÜBERHAUPT EIN STUDIUM?Abschließend sollen noch einige gute Gründe genannt werden, warum ein Studium erstre-benswert ist. Zum einen fördert es nachweislich die intellektuellen Fähigkeiten und schultdurch das verarbeitete Wissen ein bestimmtes methodisches Denken. Zum anderen ist einStudium häufig eine Zugangsvoraussetzung zu einer Arbeitsstelle, vor allem für gut bezahlteArbeitsstellen. Der akademische Kosmos, in dem man sich bewegt, bildet auch den Charak-ter: die Fähigkeiten, sich konstruktiv auseinanderzusetzen, kritisch zu sein, sich selbststän-dig Wissensgebiete zu erschließen und sich in einem größeren Kontext zurechtzufinden.Potenzielle Arbeitgeber schätzen nicht nur das Wissen selbst, das während des Studiumserworben wurde, sondern auch die analytischen Fähigkeiten und die Fähigkeit, systematischzu denken und vorzugehen. Das Vermögen, wissenschaftlich zu denken, das Wissen selbst,das man sich angeeignet hat, und die Erfahrungen, die man im bunten universitären Kosmosgemacht hat, all dies kann einem niemand mehr nehmen. Ein Studium ist deshalb in mehre-rer Hinsicht eine wertvolle Investition und nicht einfach nur eine der besten Möglichkeiten,um später eine gut bezahlte Stelle zu bekommen oder Prestige zu genießen. Ein Studium isteine Investition, die in vielerlei Hinsicht wertvoll ist: bezüglich des finanziellen Aspekts, derpersönlichen Bildung und der nachhaltigen Charakterprägung durch eine multikulturelle Welt.Studienabsolventen haben in der Regel auch gelernt, mit Stress umzugehen, was ein weite-rer Aspekt ist, warum sie für künftige Arbeitgeber attraktiv sind. Im Idealfall wurden auch einoder zwei Auslandssemester absolviert, was einen profunden Einblick in andere Kulturengibt, ganz abgesehen von den erworbenen sprachlichen Fertigkeiten. Studienabgänger sindsomit universell gebildet, was sowohl für das Berufsleben eine gute Ausgangsposition ist alsauch für das persönliche Leben.Zudem ist es auch so, dass immer mehr Abiturienten in die Hörsäle strömen – trotz steigen-der Kosten und Studiengebühren. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist ein Studium heutzu-tage deswegen eine wichtige Bedingung. Im Idealfall studiert man Fächer, die der persönli-chen Neigung entsprechen und auch gute Berufschancen eröffnen. Doch auch wenn manein sogenanntes exotisches Fach studiert, findet sich für Clevere immer eine Möglichkeit, umspäter damit den Lebensunterhalt zu bestreiten.Viele Gründe sprechen deswegen für die Absolvierung eines Studiums. Nicht zuletzt ist esauch ein erster Schritt in die Unabhängigkeit vom Elternhaus und von der Heimatstadt. Des-wegen sollte man sich möglich früh überlegen, welche Richtung man einschlagen will. EinStudium will sorgfältig vorbereitet sein und nicht zuletzt gehört die Klärung der finanziellenSituation dazu. Auf einer sicheren finanziellen Basis bzw. einem fundierten Plan, wie mansich finanzieren möchte, studiert es sich leichter und unbelasteter. Die vorliegende Abhand-lung versteht sich als Beitrag, um Impulse zu setzen und auf Möglichkeiten hinzuweisen.Studienfinanzierung und Studienerfolg, das muss jedoch jeder selbst in die Hand nehmen,denn das ist es, worauf ein Studium abzielt: auf eine Persönlichkeit, die Wege findet, umauch mit Schwierigkeiten fertig zu werden. 27
  28. 28. V.) QUELLENANGABENBundesagentur für Arbeit: Studienfinanzierung;http://www.arbeitsagentur.de/nn_26330/Navigation/zentral/Buerger/Studium/Studienfinanzierung/Studienfinanzierung-Nav.html (Abgerufen am 07.07.2011)Bundesverwaltungsamt: Bildungskredit; http://www.bildungskredit.de (Abgerufen am07.07.2011)Studentenpilot.de: Bildungsfonds; http://www.studentenpilot.de/finanzen/bildungsfonds/(Abgerufen am 07.07.2011)Studienfinanzierung.de: Die Begabtenförderungswerke;http://www.studienfinanzierung.de/stipendien/begabtenfoerderungswerke.html(Abgerufen am07.07.2011)Studienkredit.de: Infoportal rund um Studienkredite; http://www.studienkredit.de (Abgerufenam 07.07.2011)Studis Online: BaföG-Rechner; http://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/ (Abgerufen am07.07.2011)Studis Online: Mietkosten; http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/mietkosten.php (Abgerufen am 07.07.2011)Studis Online: Studienabschlussdarlehen / Überbrückungsdarlehen; http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/studienabschlussdarlehen.php (Abgerufen am07.07.2011)Studis Online: Studienkosten; http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/kosten.php (Abgerufen am 07.07.2011) 28

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