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Lost in Translation?Von Treppen, Visitenkartenund hohen StühlenVortrag bei der LutherRechtsanwaltsgesellschaft, Stuttgarta...
Kultur und GeschäftslebenLieferung nach KoreaMesse in JapanVertrag = Vertrag in China
Beispielfall I:Beendigung der Geschäftsbeziehungzwischen einem koreanischen und einemdeutschen Unternehmen
Beispielfall II:Messeauftritt in Japan
„Es ist nichtwichtig, dass manweiß, wie manmit Stäbchen isst.“                 Ferdinand Piëch
Diese Behauptung stimmt – und stimmt auch nicht:1. Tatsächlich spielen auch Umgangsformen eine wichtige Rolle.   Ihre Kenn...
In Studien geben Unternehmer an, welcheProbleme sie im Auslandsgeschäft haben.Interkulturelle Probleme werden dabei eheran...
Verlässliche Partner findenKonkurrenz im MarktEigene Preise zu hochRichtige Kontakte fehlen
Drei der hier aufgeführten Problemfelder sindhochgradig mit kulturellen Aspekten angefüllt:1. Die Partnersuche, die Auswah...
KonfliktlösungsstrategieBeziehung- und Sachorientierung
Beispielfall I:Beendigung der Geschäftsbeziehungzwischen einem koreanischen und einemdeutschen UnternehmenErklärung und Lö...
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Umgang mit Konflikten II:(b) Die andere Möglichkeit ist jedoch, denKonflikt nicht anzusprechen und statt dessenauf der Bez...
Sach- und Beziehungsebene:Der Glaube daran, dass man im Umgang mitanderen Menschen Sach- undBeziehungsebene trennen kann, ...
In- und Outgroup:Beziehungsorientierung hat nichts damit zutun, dass in der Gesellschaft nur Harmoniebesteht und es keine ...
Fehlende Vorbereitung
Beispielfall II:Messeauftritt in JapanErklärung und Lösungsansätze
Visitenkarten:Wer in ein asiatisches Land fährt, ohneausreichend ansprechende und qualitativhochwertige Visitenkarten dabe...
Messestand mit Stufen:Stufen bei einem Messestand signalisiereneine Barriere. Hier drängt sich für asiatischeBesucher das ...
Stühle:Hohe Stehtische und Stühle, wie inDeutschland gerne genommen, solltenvermieden werden, da sie bei manchenGästen zu ...
Vertrag = Vertrag?
Verträge:Eine häufig gehörte Klage im Geschäft mitChinesen ist die, dass Verträge nichteingehalten werden.Es lässt sich er...
Wörter sind bei uns in neuralen Netzen„eingelagert“: Sie befinden sich in einem Netz anAssoziationen. Welche dies sind, un...
In China beispielsweise wird das Wort,welches zur Übersetzung des Wortes VertragVerwendung findet, häufig mit den„ungleich...
Lösungen
Beziehung            herstellen
Wer in einer beziehungsorientierteren Kulturals unserer an guten Arbeitsbeziehungeninteressiert ist, tut gut daran, auch i...
Rollenklärung                z. B. als                Führungskraft
International zu arbeiten bedeutet auch,seine Rolle zu klären. Die Aufgaben ändernsich, viel Zeit muss aufgewendet werden ...
Die Zusammenarbeit gibt uns Nüsse zuknacken – verheißt aber auch Schätze undReichtum.
Vielen Dankfür Ihr Interesse!Dipl.-Kulturwirt Steffen HenkelNobelstraße 1570569 StuttgartFon: +49 (711) 674264 75Fax: +49 ...
Mit besten Dank – Bildquellen:Schlüssel © Gerd Altmann – pixelioLieferung © Rainer Sturm – pixelioBlitz © D. D. – pixelioS...
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Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema "Streitkultur in Asien".
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  1. 1. Lost in Translation?Von Treppen, Visitenkartenund hohen StühlenVortrag bei der LutherRechtsanwaltsgesellschaft, Stuttgartam 26. Mai 2011
  2. 2. Kultur und GeschäftslebenLieferung nach KoreaMesse in JapanVertrag = Vertrag in China
  3. 3. Beispielfall I:Beendigung der Geschäftsbeziehungzwischen einem koreanischen und einemdeutschen Unternehmen
  4. 4. Beispielfall II:Messeauftritt in Japan
  5. 5. „Es ist nichtwichtig, dass manweiß, wie manmit Stäbchen isst.“ Ferdinand Piëch
  6. 6. Diese Behauptung stimmt – und stimmt auch nicht:1. Tatsächlich spielen auch Umgangsformen eine wichtige Rolle. Ihre Kenntnis und richtige Einordnung gibt Sicherheit. Außerdem beschreiben viele Expats, dass es Geschäftspartner sehr positiv aufnehmen, wenn sie sehen, dass sich ihr Gegenüber mit der anderen Kultur beschäftigt.2. Gleichzeitig sind solche Dinge nicht wirklich ausschlaggebend für Geschäftskontakte. Kein Deal scheitert, weil man sich in ein Fettnäpfchen stellt. Eine interkulturelle Vorbereitung hat daher sowohl Umgangsformen als auch – und im weitaus größeren Maße – die tiefer gehenden Aspekte von Interkulturalität zu berücksichtigen. Und dies sind eine ganze Menge.
  7. 7. In Studien geben Unternehmer an, welcheProbleme sie im Auslandsgeschäft haben.Interkulturelle Probleme werden dabei eheran hinterer Stelle genannt.Doch betrachtet man die anderen genanntenProblemfelder – hier die vier häufigstengenannten –, wird die Fehleinschätzungdeutlich:
  8. 8. Verlässliche Partner findenKonkurrenz im MarktEigene Preise zu hochRichtige Kontakte fehlen
  9. 9. Drei der hier aufgeführten Problemfelder sindhochgradig mit kulturellen Aspekten angefüllt:1. Die Partnersuche, die Auswahl eines vertrauenswürdigen Partners und die weitere Zusammenarbeit, kann nur mit interkultureller Kompetenz geschehen.2. Um sich erfolgreich im Zielland zu behaupten, muss internationales Marketing beherrscht werden. Was wie Kunden anspricht hängt stark mit der kulturellen Prägung zusammen.3. Das Finden – und der nachhaltige Aufbau – von verlässlichen Kontakten kann nur mit interkultureller Kompetenz erfolgreich sein.
  10. 10. KonfliktlösungsstrategieBeziehung- und Sachorientierung
  11. 11. Beispielfall I:Beendigung der Geschäftsbeziehungzwischen einem koreanischen und einemdeutschen UnternehmenErklärung und Lösungsansätze
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  15. 15. Umgang mit Konflikten I:Das Modell verdeutlicht, dass es zweimögliche Wege gibt, mit konfliktreichenSituationen umzugehen: (a) Den Konfliktansprechen, zu einer Klärung zu kommen.Dies entsprecht dem „klärenden Gewitter“.Anschließend kann man wieder befreitzusammen arbeiten.Dies ist der bevorzugte Weg in Deutschland.
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  19. 19. Umgang mit Konflikten II:(b) Die andere Möglichkeit ist jedoch, denKonflikt nicht anzusprechen und statt dessenauf der Beziehungsebene positive Aspektehervorzuheben. So kann man an vergangenegute Aspekte anknüpfen und weiterzusammen arbeiten.Dies ist der bevorzugte Weg in asiatischenLändern.
  20. 20. Sach- und Beziehungsebene:Der Glaube daran, dass man im Umgang mitanderen Menschen Sach- undBeziehungsebene trennen kann, führt zu dieserHerangehensweise an Konflikte, aber auch andie Art, wie Feedback gegeben und Kritikgeäußert wird.
  21. 21. In- und Outgroup:Beziehungsorientierung hat nichts damit zutun, dass in der Gesellschaft nur Harmoniebesteht und es keine Brüche gibt.Sehr deutlich zeigt sich dies an den Grenzenvon Mitgliedern der Ingroup zu Mitgliedern derOutgroup. Die Behandlung kann sehrunterschiedlich sein und für Außenstehendesehr harsch und unhöflich wirken.
  22. 22. Fehlende Vorbereitung
  23. 23. Beispielfall II:Messeauftritt in JapanErklärung und Lösungsansätze
  24. 24. Visitenkarten:Wer in ein asiatisches Land fährt, ohneausreichend ansprechende und qualitativhochwertige Visitenkarten dabei zu haben,kann die Partnersuche gleich bleiben lassen.
  25. 25. Messestand mit Stufen:Stufen bei einem Messestand signalisiereneine Barriere. Hier drängt sich für asiatischeBesucher das Bedürfnis auf, die Schuheauszuziehen. Da man dies bei einer Messenicht machen wird, bedeutet es, dassmanche Messebesucher den Stand nicht soeinfach betreten werden.Diese unsichtbare Barriere sollte man alsoweg lassen.
  26. 26. Stühle:Hohe Stehtische und Stühle, wie inDeutschland gerne genommen, solltenvermieden werden, da sie bei manchenGästen zu ungemütlichen undentwürdigenden Verrenkungen führen.Kein guter Start für ein Messegespräch.
  27. 27. Vertrag = Vertrag?
  28. 28. Verträge:Eine häufig gehörte Klage im Geschäft mitChinesen ist die, dass Verträge nichteingehalten werden.Es lässt sich erklären, weshalb Verträgeanders gesehen werden als bei uns.
  29. 29. Wörter sind bei uns in neuralen Netzen„eingelagert“: Sie befinden sich in einem Netz anAssoziationen. Welche dies sind, unterscheidet sichvon Mensch zu Mensch. Jedoch gibt es innerhalbeiner Kultur gewisse Übereinstimmungen.Beispielsweise eine durchaus positive und vor allenDingen verlässliche und verbindliche Konnotationbei dem Wort Vertrag.Wir haben jedoch keine Ahnung davon welcheKonnotation für andere in Worten stecken.
  30. 30. In China beispielsweise wird das Wort,welches zur Übersetzung des Wortes VertragVerwendung findet, häufig mit den„ungleichen Verträgen“ assoziiert, die Chinazu Beginn des vorigen Jahrhunderts von denBesatzungsmächten nach dem Boxeraufstandaufgezwungen wurden.Die Konnotation ist also durchaus negativerals bei uns.
  31. 31. Lösungen
  32. 32. Beziehung herstellen
  33. 33. Wer in einer beziehungsorientierteren Kulturals unserer an guten Arbeitsbeziehungeninteressiert ist, tut gut daran, auch imArbeitsleben Beziehung zuzulassen. Dasbedeutet durchaus, auch private Informationenauszutauschen. Beim E-Mail-Verkehr kann diesbeispielsweise am Beginn bedeuten, ein Fotovon der Familie mitzuschicken und auch einesvom Geschäftspartner zu erbitten.
  34. 34. Rollenklärung z. B. als Führungskraft
  35. 35. International zu arbeiten bedeutet auch,seine Rolle zu klären. Die Aufgaben ändernsich, viel Zeit muss aufgewendet werden umzwischen den Kulturen zu übersetzen undeine gute Atmosphäre zur Zusammenarbeitzu erzeugen und aufrecht zu erhalten.Wer dies ignoriert, muss dagegen ankämpfenund verhindert die Verbesserung derSituation.
  36. 36. Die Zusammenarbeit gibt uns Nüsse zuknacken – verheißt aber auch Schätze undReichtum.
  37. 37. Vielen Dankfür Ihr Interesse!Dipl.-Kulturwirt Steffen HenkelNobelstraße 1570569 StuttgartFon: +49 (711) 674264 75Fax: +49 (711) 674264 78steffen.henkel@change-project.dewww.change-project.dewww.slideshare.net/SteffenH
  38. 38. Mit besten Dank – Bildquellen:Schlüssel © Gerd Altmann – pixelioLieferung © Rainer Sturm – pixelioBlitz © D. D. – pixelioSonnenstrahlen © paul pinkowski – pixelioStufen © Rainer Sturm – pixelioBarhocker © Rainer Sturm – pixelioFragezeichen © Gerd Altmann-all-silhouettes.com – pixelioAlle anderen Bilder stammen von www.veer.com
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