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Dialektik und Kybernetik - Vortrag von Annette Schlemm

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Vortrag von Annette Schlemm auf der Tagung "Kybernetik - Systemtheorie - Dialektik", 7.-9.11.2007, Berlin

Vortrag von Annette Schlemm auf der Tagung "Kybernetik - Systemtheorie - Dialektik", 7.-9.11.2007, Berlin


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  • Transcript

    • 1. Gesellschaft als dialektisches System Annette Schlemm: www.philosophicum.de
    • 2. Gesellschaft als dialektisches System
      • Inhalt
      • System Gesellschaft
      • Zusammenfassung: Dialektische Systemtheorie
      • System: Ganzheit - Totalität
    • 3. System Gesellschaft I
      • Systemcharakter der Gesellschaft wichtig für die Frage nach der Entwicklungsfähigkeit/ Gestaltbarkeit der Gesellschaft
      • besonderes Problem mit der kapitalistischen Gesellschaft als System:
      • Die Gesellschaftlichkeit „hinter dem Rücken“ der Individuen
      • Gesellschaft setzt „vereinzelte Einzelne“ und diese vergesellschaften sich im Austausch „negativ“, „hinter ihrem Rücken“, unbewusst...
    • 4. System Gesellschaft II
      • Gesellschaft setzt „vereinzelte Einzelne“ und diese vergesellschaften sich im Austausch „negativ“, „hinter ihrem Rücken“, unbewusst...
      • (nominalistische) Bürgerliche Gesellschaftstheorie:
      • Beziehung isolierter Einzelner als Elemente in einem systemischen Ganzen, dessen Gesetze die Elemente organisieren
    • 5. System Gesellschaft III
      • „ Es ist vor allem zu vermeiden, die „Gesellschaft“ wieder als Abstraktion dem Individuum gegenüber zu fixieren.“ (MEW 40: 538)
      • (nominalistische) Bürgerliche Gesellschaftstheorie:
      • Einzelne – Subsumtion unter das Allgemeine /System
       dialektische Gesellschaftstheorie: Gesellschaftsform  Vereinzelung  Reproduktion der Gesellschaftsform
    • 6. System Gesellschaft IV
      • mehr als die Summe seiner Teile
      • Systembegriff:
      • System (auch „ Ganzes “): (Unterschied zu „Menge“ oder „Aggregat“)
      • Beziehungen statt Dinglichkeit
        • Reduktion auf Beziehungen?
      • neue Systemgesetze entstehen (emergieren)
    • 7. System: Ganzes, Totalität
      • „ schwache Ganzheit“: Teile sind voneinander abhängig
      • „ starke Ganzheit “: ein Teil ist nur aus dem Ganzen heraus zu verstehen
      • Hegelsche dialektische Philosophie:
      • Unterscheidung: „ Ganzes “ / „ Totalität “ 
    • 8. Ganzes / Totalität I Drei Sphären der Logik www.hegel-system.net
    • 9. Ganzes / Totalität II Drei Sphären der Logik Logik = Wiss. des reinen Denkens = vom wahrhaften Sein
      • Begreifen des Notwendigen
      • „ indem der Gegenstand zuerst genommen wird, wie er ist, ( abstrakte Identität)
      • dann wie er sich widerspricht,
      • endlich wie er die concrete Identität der Entgegengesetzten ist.“ (Erdmann § 15)
    • 10. Ganzes / Totalität III Drei Sphären der Logik
      • der sich selbst entfaltende Begriff
      • Beziehungen Wesen-Erscheinung, Ganzes-Teile...
      • (unmittelbare, abstrakte) Identität mit sich
      Begriffslogik Wesenslogik Seinslogik Vernunft  konkret Allgemeines Vorstellung/ Verstand  abstrakt Allgemeines (Wahrnehmung)
    • 11. Ganzes / Totalität IV Welt: Totalität Einzelne Tatsachen/ Bestimmungen Abstraktion Begreifende Erkenntnis: Vom Abstrakten zum Konkreten Geistig-Konkretes … Methode, vom Abstrakten zum Konkreten aufzusteigen… die Art für das Denken,… sich das Konkrete anzueignen, es als ein geistig Konkretes zu reproduzieren. (MEW 42: 35)
    • 12. Ganzes / Totalität V Welt: Totalität Einzelne Tatsachen/ Bestimmungen Abstraktion Geistig-Konkretes Abstraktion Abstraktes Allgemeine Konkret Allgemeines
    • 13. Ganzes / Totalität VI Welt: Totalität Abstraktes Allgemeines Konkret Allgemeines Einzelnes Abstraktion: Vereinzelung Abstraktion: Verallgemeinerung Begreifen VERSTAND VERNUNFT geistig Konkretes reproduzieren
    • 14. Ganzes / Totalität VII Abstraktes Allgemeine Konkret Allgemeines Entwicklung der Systemtheorie zur Dialektik System als Totalität System als Ganzes
    • 15. Ganzes / Totalität VIII Totalität jene Einheit, bei der von nichts abgesehen, nichts abstrahiert wird Ganzes Abstraktion von:
      • Herkunft/ Begründung der Teile
      • gegenseitigem Enthaltensein der Teile bzw. der Momente und der Totalität (sind einander äußerlich betrachtet)
      • anderen Besonderheiten der Teile, die für das Ganze unwesentlich sind (Subsumtionsverhältnis)
      • begründet ihre Momente
      • Einheit des sich bewegenden Widerspruchs (wider- sprüchlicher Entwicklungs- zusammenhang)
      • Momente gehen in ihrer individuellen Besonderheit ein
    • 16. Ganzes / Totalität IX Welt: Totalität Einzelne Tatsachen oder abstrakt Allgemeines Abstraktion Begreifende Erkenntnis: Das Zur-Vernunft-Kommen des Verstandes: Wesenslogisch: Verstand erfasst Beziehung Teile – Ganzes Begriffslogisch: Vernunft begreift Bewegung der Totalität
    • 17. System als Totalität Bestimmte Negation Widerspruch : Einheit von Gegensatz und Identität (  Übergreifen) Materialistischer Zugang möglich System = Bewegungsform des wesentlichen Widerspruchs vgl. Erdmann
    • 18. Dialektische Systemtheorie
      • Nicht (abstrakt) „verallgemeinern“, sondern das Übergreifende der wesentlichen Widersprüche erfassen
      • Gesetzmäßigkeit
      systemische Gesetzmäßigkeit (Ganzes/System)
      • Von der abstrakten Einheit zur konkreten Einheit der Widersprüche
      • Möglichkeitsfeld
      inneres Möglichkeitsfeld mit Zufällen (Teile/Elemente)  als Einheit von konkreten Widersprüchen notwendige Momente, deren widersprüchliche Wechselwirkung die Totalität ausmacht
    • 19. Danke…
      • … für Ihre Aufmerksamkeit
      http://www.thur.de/philo/hegel/hegel6.hm

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