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  • 1. 02.06.2014 1 Sich selbst gesund führen Führungsstärke, Leistung und Gesundheit
  • 2. 02.06.2014 2 nicht obendrauf, sondern mittendrinn
  • 3. 02.06.2014 3 Fabrik der Zukunft. OrganisationsBeratung. Entwicklung. Change +LösungDesign.
  • 4. 02.06.2014 4 Was tun Sie, um im grünen Bereich zu bleiben?
  • 5. 02.06.2014 5 Es gibt keine GARANTIE!
  • 6. 02.06.2014 6
  • 7. 02.06.2014 7 Neuroplastizität MikroBiom ChronoBiologie „Weshalb werden Forschungs- Ergebnisse über Verhalten und Veränderung ignoriert und lieber ungeprüfte Verfahren und modische Methoden gewählt?“ Das fragt der Sozialpsychologe Timothy Wilson zu Recht.
  • 8. 02.06.2014 8 GrossMutters Mahnungen+Tipps
  • 9. 02.06.2014 9 Auf Grundlage dessen, was wirkt– bei den meisten Menschen im Kontext dessen, was funktioniert, in der bestehenden ökonomischen und betrieblichen Realität und was passt, in Anerkennung der Situation und individuellen Vorlieben. 20
  • 10. 02.06.2014 10 „Sollte der Druck in der Kabine sinken, fallen automatisch Sauerstoffmasken aus der Kabinendecke. In diesem Fall ziehen Sie eine der Masken ganz zu sich heran und drücken Sie die Öffnung fest auf Mund und Nase. Danach helfen Sie mitreisenden Kindern.“ Safety on Board
  • 11. 02.06.2014 11 “Führung beginnt mit Selbst-Erkenntnis” Prof. Bill George, Harvard Business School
  • 12. 02.06.2014 12
  • 13. 02.06.2014 13
  • 14. 02.06.2014 14
  • 15. 02.06.2014 15 Frithjof Bergmann erzählt, dass er immer mehr Menschen trifft, „die ihre Arbeit als eine Art milde Form von Krankheit erleben“. Man stirbt nicht daran, aber Freude findet man keine. Das Leben beginnt mit dem Feierabend und überhöht sich im Urlaub. “Arbeit kann einen der erfreulichsten und befriedigendsten Aspekte unseres Leben bilden.” erklärt Mihaly Csikszentmihalyi in seinem Studienbericht zu Flow im Beruf (2003). Bergmann bejaht das, wenn wir tun dürfen, was wir wirklich wirklich machen wollen. Wertschätzende Führung und Kommunikation, sinnvolle Ziele und Identifikation sind wesentliche Schlüssel für diesen Zustand der optimalen Leistungsentfaltung und Gesunderhaltung gleichermaßen. Ob das gelingt, zeigt sich in der täglichen Anstrengung und Führungs-Praxis im Unternehmen. Frithjof Bergmann Anthropologe, Philosoph + Gründer und Chairmen der NewWork NewCulture. Networks Lit (dt): Frithjof Bergmann, Neue Arbeit, Neue Kultur, Arbor Verlag, 2004,s13 Mihaly Csikszentmihalyi Merkhilfe: „Chicks sent me high“,empirischer Psychologe und Mitbegründer der positiven Psychologie, 1975 beschrieb er das Flow-Erleben. Er gilt als herausragendster Wissenschaftler auf diesem Gebiet Lit: Mihaly Csikszentmihalyi Good Business. Leadership, Flow, and the making of Meaning“, New York, 2003 (dt. Flow im Beruf“, Stuttgart 2004, s.58ff) 31 32
  • 16. 02.06.2014 16 Die wichtigsten Krankheitsarten nach Fällen sind die Muskel-Skelett-Erkrankungen (23%) vor den psychischen und Verhaltensstörungen (17,6%), Erkrankungen des Atmungssystems (16%) und Verletzungen und Vergiftungen (8%). Betrachtet man die Arbeitsunfähigkeitstage, führen die Krebserkrankungen (42,2 Tage) vor den psychischen und Verhaltensstörungen (40,5 Tage), Muskel-Skelett- Erkrankungen (21,9 Tage), Kreislauferkrankungen (21,8 Tage). Psychische Erkrankungen steigen weiter Wie auch im Vorjahr stiegen die Fälle und Tage von Arbeitsunfähigkeit der psychischen Erkrankungen von 16,8 (2008) auf 17,6%. Betrachtet man die Arbeitsunfähigkeitstage, lagen die psychischen und Verhaltensstörungen 2009 (40,5 Tage) auf Platz zwei. Mit einer durchschnittlichen Erkrankungsdauer von 41,8 Tagen in 2011 (2007: 35,3 Tage) hat diese Kategorie, neben den Krebserkrankungen, deutlich mehr Arbeitsunfähigkeitstage als alle anderen Krankheitsarten. Psychische und Verhaltensstörungen erklären 11,1 % des Krankenstandes. Sie finden den BARMER GEK Gesundheitsreport 2010 und Gesundheitsreport 2011 Weitere Informationen auf der BARMER GEK Webseite. 33 34
  • 17. 02.06.2014 17 35 Der Gallup EngagementIndex jährlich erstellt seit 2001, weist einen wachsenden Anteil von Menschen aus, die sich weder mit ihrer Aufgabe, noch mit ihrem Unternehmen wirklich identifizieren. Im günstigsten Fall haben sie eine neutrale Einstellung, im ungünstigsten Fall fühlen sie sich wahllos ihrer Arbeit ausgeliefert. „In vielen Unternehmen ignorieren Führungskräfte nach wie vor die zentralen Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Mitarbeiter teilweise oder völlig. Die Folge ist eine geringe Motivation der Arbeitnehmer: 21 Prozent weisen keine emotionale Bindung an ihr Unternehmen auf und verhalten sich am Arbeitsplatz destruktiv, d.h. sie zeigen unerwünschtes Verhalten, das zu Lasten der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen geht.“ GALLUP, 02/2011 Auf der anderen Seite wächst aber auch die Zahl jener Menschen, die überstark mit ihrer Arbeit identifiziert sind, die den wachsenden Leistungsdruck aufzusaugen scheinen und mit Ausdauer und Energie sich engagieren. Allerdings ist es auch diese Gruppe von Leistungsträgern, die zunehmend von Erschöpfung und Überdruss betroffen ist bis zu depressiven Formen und Burn- out. Dr. Dr.Renato Vivanco, Wissenschaftlicher Leiter HealthCare bei +zone | Positivity Zone, hält hoch motivierte, hoch identifizierte Beschäftigte für besonders gefährdet – ideale Mitarbeiter also, die an die Sache glauben , eigentlich ein Traum für jede Führungskraft. „Diese Menschen sind ambitioniert, sie stellen hohe Anforderungen an sich selbst, arbeiten ziel- und ergebnisorientiert, agieren problemlösend und fühlen sich verantwortlich.“ Ihnen falle es besonders schwer, zu akzeptieren, dass sie nie 100 Prozent schaffen können, was sie erwarten – hinzu kommt der gestiegene Druck von außen und die grundlegende Beschleunigung”, sagt der Experte für Neurologie und Psychiatrie. 36
  • 18. 02.06.2014 18 Studien zeigen: Führungskräfte sind ein hoch wirksamer Hebel für mehr gesunde Leistungsfähigkeit im gesamten Unternehmen. Führungskräften wird eine „Mitverantwortung“ für die Krankenstände und steigende Zahl negativer psychosozialer Auswirkungen zugeschrieben. „Als (Mit-) Gestalter der Arbeitsbedingungen beeinflussen Führungskräfte wesentlich das Wohlbefinden und die Gesundheit der Beschäftigten. Führungskräfte, so zeigen verschiedene Studien, sind für das Ausmaß von Arbeitsbehinderungen (bzw. Regulationsbehinderungen) (mit-)verantwortlich und als Folge davon auch für die psychischen Beanspruchungen und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter(innen).“ (Gesundheitsbericht Spezial des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen 2009) Der Medizinsoziologe Bernhard Badura stellt fest: „Der direkte Vorgesetzte ist die vielleicht wichtigste Person in einer Organisation, wenn es um die Gesundheit der ihm anvertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht. Er oder sie ist mitverantwortlich für das soziale Klima in einer Abteilung, die Arbeitsbedingungen, den Arbeitseinsatz, die faire Beurteilung der Untergebenen und die Anerkennung ihrer Leistungen.“ Badura et.al (2008): Sozialkapital, S. 133. 38
  • 19. 02.06.2014 19 24/7-Welt.Voller Optionen. Lauter bunte Ablenkengen. Möglichkeiten des Zeitvertreibens, leuchtende Perlen und andere schöne Sachen.
  • 20. 02.06.2014 20 41 monomulti
  • 21. 02.06.2014 21 ZEITNOT und Zeitdruck – viel, dicht, schnell Wir sind also irgendwie aus dem Takt gekommen. Der moderne Mensch scheint seinen Rhythmus verloren zu haben. Er hechelt und rennt hinterher. Sie hat mehr zu tun, als beim besten Willen zu schaffen ist. Und das in immer kürzerer Zeit. Es scheint, wie es der Dokumentarfilmer Florian Opitz in seinem Buch SPEED schreibt: „ Eigentlich nimmt unsere durchschnittliche Lebenszeit seit Jahrzehnten zu. Doch den meisten von uns rinnen die Stunden und Tage immer schneller durch die Finger.“ Weshalb belastet uns unsere moderne Lebensweise, wo wir sie doch für ein besseres Leben und mehr Wohlstand erfunden haben? Was bringt uns durcheinander und wo liegt der Irrtum? Was sehen wir falsch? Was stört die Balance? Wir sind doch in Bewegung. Dynamisch, aktiv, wach – rund um die Uhr, Multitasking-fähig, immer erreichbar, immer in Kontakt. “Mehr als den Zeiten der Natur und den Zeitsignalen unseres Körpers folgen wir dem Zeitdiktat der das Alltagsleben begleitenden allzeit funktionsbereiten Geräten und Instrumenten.” sagt der Zeitforscher und Pädagoge Karlheinz A. Geißler. Wir sind sensibel bezüglich der Störung unserer inneren Rhythmen. Eine wachsende Anzahl von Menschen leidet daran. Sie sitzt in der chronischen Stressfalle, kämpft mit Schlafproblemen und lebt gegen die Rhythmen ihres Körpers ohne es bewusst wahrzunehmen. Gerade die leistungsorientierten unter uns verfallen dem Glauben, Druck steigere die Leistung und führe zu innovativeren Lösungen. Ein längst widerlegter Mythos. Es ist also nicht allein die Arbeitswelt, die sich so gegen unseren inneren Rhythmus entwickelt hat, sondern die ganze moderne Lebenswelt, so dass Zeitmanagementtechniken oder einfache Entspannungsübungen der Herausforderung der Zeit nicht begegnen können. Wir sind eingebunden in eine Welt, die uns viele Vorteile liefert und manche davon sind für sich schon wieder zur Plage geworden. So wie im richtigen Leben. Auf der anderen Seite - so ganz ausgeliefert und ohnmächtig sind wir dieser Entwicklung nicht ausgesetzt. Vielmehr können wir Einiges tun, um die Balance zu halten und wenn wir ein paar grundlegende Fakten verstehen (z.B. wie wir biologisch ticken), können wir uns das Leben an mancher Stelle wirklich angenehmer gestalten - ohne Verzicht und zum Wohle von Gesundheit und persönlicher Energie. 44
  • 22. 02.06.2014 22
  • 23. 02.06.2014 23
  • 24. 02.06.2014 24
  • 25. 02.06.2014 25 = Energie geladen zu sein für all jene Menschen und Dinge, die uns wichtig sind, am Herzen liegen, uns Freude bereiten, wozu wir uns verpflichtet fühlen und uns klug und sinnvoll erscheinen.
  • 26. 02.06.2014 26 Was wir besser wissen können Was wir besser wissen könnenresearch facilitation publikation | plus-zone.info
  • 27. 02.06.2014 27 Fakten sind Fakten. Geschichten sind das Leben 2.000.000 Jahre evolutionäre Erfahrung prägen. Vernunft ist die kleine Kirsche auf dem Eisbecher. evolution 56
  • 28. 02.06.2014 28 Fast zwei Millionen Jahre Erfahrung der Menschwerdung prägen uns. Der Zoologe und Bioakustiker Helmut Kratochvil erklärt: „Wir sind unserer Veranlagung nach Steinzeitmenschen. Wir haben uns (in dieser Zeit) (…) an das Leben von Jägern und Sammlern angepasst. (…) Wir denken nach Regeln, die uns in unserer Vorgeschichte ermöglicht haben, als Art zu überleben und uns erfolgreich durchzusetzen. Es ist eine schnelle Denkweise, eine Denkstenographie, die uns zu schnellen Entscheidungen befähigt, ohne völlig logisch zu sein.“ Aber wir denken nicht nur so, sondern wir verhalten uns auch wie Jäger und Sammlern – zu unserem Vorteil und genauso zu unserem Nachteil „Wenn Menschen heute Lust auf Bratwurst (Fett, Protein) mit Brötchen (einfache Kohlenhydrate) oder einem großen Stück Torte mit Sahne haben, wenn sie süßen Gedanken, Pommes frites und Eis nicht widerstehen können, dann ist es keine Willensschwäche, sondern sie machen evolutionär gesehen tatsächlich erst mal alles richtig: Sie agieren bei der Nahrungsaufnahme nach dem zwei Millionen Jahre alten Erfolgsprogramm der Energiemaximierung.“ sagt die Molekular- und Evolutionsbiologin Sabine Paul. Es scheint also klug, die uns prägenden Prinzipien kennen zu lernen – und auf diese Weise elegantere und erfolgversprechendere Wege zu neuen Gewohnheiten zu entdecken. Oder um dort, wo wir scheitern, etwas mehr Freundlichkeit uns selbst entgegenbringen zu können. Helmut Kratochvil, Im Prinzip Jäger und Sammler, Etsdorf bei Kamp, 2012 Sabine Paul, PaläoPower. Das Wissen der Evolution nutzen für Ernährung, Gesundheit und Genuss, München, 2012 58
  • 29. 02.06.2014 29
  • 30. 02.06.2014 30 KohärenzStimmigkeitWirkung (Laser), Harmonie (Synchronisation), Emergenz. (Selbstorganisationsmuster), Selbstverstärkung [Aber es gilt: Das Prinzip funktioniert in beide Richtungen]
  • 31. 02.06.2014 31 Tipp: Was wir nicht trainieren, wird sich verlieren! Kipp- Effekt
  • 32. 02.06.2014 32
  • 33. 02.06.2014 33 "Das Gehirn macht aus Psychologie Biologie" (Joachim Bauer) Was wir erfahren, beeinflusst das Gehirn. Emotional bedeutsame Erfahrungen formen neuronale Strukturen des Gehirns und legen Reaktionsmuster unseres Belohnungs- und Stresssystem fest. "Gene formen die grobe Struktur des Gehirns, doch die Erfahrungen des Kindes sind es, welche die Feinregulierung bei den Nervenverbindungen bestimmen, wovon die Funktionsweise des Gehirn abhängt. Diese Feinregulierung durch Erfahrungen in der Umwelt geht auch im Erwachsenenalter weiter" (Wiesel, Science 264: 1647, 1994). Merk-würdige Gespräche! “In den Fällen, die bislang untersucht wurden, wird durch Lernen die Wirksamkeit schon bestehender (synaptischer) Pfade verändert (...). Wenn ich zu jemandem spreche und er oder sie mir zuhört, haben wir nicht nur Sicht- und und Stimmkontakt, sondern die Aktivität der neuronalen Maschinerie in meinem Gehirn hat eine direkte und, wie ich hoffe, lang anhaltende Wirkung auf die neuronale Maschinerie in seinem oder ihrem Gehirn, und umgekehrt.” Eric Kandel, Neurowissenschaftler in: S.64f, 2008, Psychiatrie,Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes “Unser Gehirn kann sich allein schon dadurch verändern, dass wir etwas Neues lernen.” Johann Caspar Rüegg im ForschungsReport:Mind&Body,2010 68
  • 34. 02.06.2014 34 69 Das Prinzip vom gekochten Frosch „Nehmen Sie eine Frosch und werfen ihn in heißes Wasser. Er springt sofort raus und beschwert sich bitterlich bei Ihnen. Setzen Sie ihn in einen Topf mit lauwarmem Wasser und erhitzen den Topf ganz langsam. Dann verweilt er, bis er gekocht ist.“ Oft sind wir „gekochte Frösche“: schleichend gewöhnt, langsam gegart. Das Prinzip vom gekochten Frosch funktioniert im Großen und im Kleinen, individuell und im Team und in beide Richtungen: Zum Guten, wie zum Schlechten. So gilt es, den Vorteil langsamen Gewöhnung zu nutzen und die Gefahr durch kluge Messfühler zu meiden. 70
  • 35. 02.06.2014 35 “Das was wir über uns zu wissen meinen, stellt nur die Hälfte der Wahrheit dar. Wir sind prima Selbst-Täuscher. (Trivers) kooperativ oder egoistisch
  • 36. 02.06.2014 36 „Ich bin groß. In mir wohnen viele.“nach Walt Whitman
  • 37. 02.06.2014 37 “Neurons which fire together, wire together” Donald Hebb
  • 38. 02.06.2014 38
  • 39. 02.06.2014 39 „Wir sind sehr beweglich in unserer sozialen Identität.“
  • 40. 02.06.2014 40 “Es gibt keine markante Line, die das Selbst von der Kultur trennt.” Mahzarin Banaji Professorin für Psychologie Havard
  • 41. 02.06.2014 41
  • 42. 02.06.2014 42
  • 43. 02.06.2014 43 research facilitation publikation | plus-zone.info
  • 44. 02.06.2014 44 Genauer: zu dem, was wir wo und wie mit wem und/oder für wen tun.
  • 45. 02.06.2014 45
  • 46. 02.06.2014 46 90 % 54 % Quelle: Martin Seligman, Der Glücks-Faktor Mindestens 85 Jahre alt wurden 34 % 11 % Quelle: Martin Seligman, Der Glücks-Faktor Mindestens 94 Jahre alt wurden
  • 47. 02.06.2014 47 „Die wissenschaftliche Analyse ergab: Keiner dieser Faktoren erklärte die Unterschiede, sie lagen allein in der Summe der positiven Empfindungen, die sich in den Selbstäußerungen niederschlugen. Es scheint also, dass eine zufriedene Nonne eine längere Lebenserwartung hat.“ Prof. Dr. Martin Seligman Wir leiden vor allem daran Vorstellung. Unsere
  • 48. 02.06.2014 48 Lübecker Prüfung
  • 49. 02.06.2014 49 „Die Motivationssysteme schalten ab, wenn keine Chance auf soziale Zuwendung besteht.“ Joachim Bauer, 2006, S. 21, „Prinzip Menschlichkeit“ Ausgrenzung und Einsamkeit aktivieren im Nervensystem die Schmerznetzwerke Wir kommen auf die Welt und sind nicht lebensfähig ohne andere Menschen. Andere, die sich um uns kümmern und sorgen. Und weil das so ist, ist tief in uns, in unserem Nervensystem, verankert: „Allein (gelassen) sein ist extrem gefährlich.“ Unsere feinen Warnsysteme versetzen uns in Alarmzustand. Erfahren und empfinden wir Ablehnung und Ausgrenzung, reagieren wir sofort mit Stress. Das trifft uns, ob klein oder groß, alt oder jung, stark oder schwach. Wie robust wir mit solchen Situationen umgehen können, hängt von unser Resilienz, der persönlichen Energie und dem eigenen sozialen Umfeld ab. Habe ich starke und stärkende Bindungen erlebt und habe ich sie noch heute? Gab und gibt es emotional wichtige Menschen in meinem Leben? Menschen, die mich halten und die mich fordern. Die für mich da sind und ich für sie? 100
  • 50. 02.06.2014 50 Stress meint Belastungen, die wir als Überforderung erleben. Eine Stress-Situation ist uns unangenehm (und/oder gefährlich). Wir müssen etwas tun: angreifen oder weglaufen. Und wenn das nicht geht, wählen wir den “Ertragen”-Modus. Wir erstarren und warten auf Hilfe und/oder hoffen, dass es vorbei gehen möge. Befinden wir uns “chronisch” in diesem Modus, beginnen wir zu vergessen, zu verlernen – weil scheinbar jede Lösung, die unser Gehirn vorhält, nicht funktioniert. Es beginnt die Auf-Lösung als Lösung. Was wir wollen und was nicht! Etwas “Stress im Blut” fokussiert uns, macht uns wach, steigert unsere Leistungsfähigkeit. Wird der Druck intensiver, die Situation unangenehm, dann fühlen wir uns “gestresst”. Jetzt sind wir 10-20% “dümmer” als wir sein müssten. Der Hormon-Mix blockiert unsere mental-emotionalen Möglichkeiten. Wird die Situation chronisch, dann wirkt sich die Blockade noch deutlicher aus. Die Fähigkeit, uns und unsere Mitarbeiter nach einer “Aufregung” schnell wieder in eine kohärente, eine konzentriert-stimmige Haltung zu bringen, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine gesunde Leistungskultur. Zum Thema: Gerald Hüther, Biologie der Angst. Wie aus Streß Gefühle werden, Göttingen, 2009 102
  • 51. 02.06.2014 51
  • 52. 02.06.2014 52
  • 53. 02.06.2014 53
  • 54. 02.06.2014 54 Resilienzfaktoren für ein gesundes und ausgeglichenes Leben soziale Bindungen Arbeit, Leistung Anerkennung Bewegung, Sport, Hobby, Muße, Kultur Entspannung Meditation, Spiritualität Ernährung Schlaf Humor, positive Einstellung zu sich und anderen Wünsche, Ziele, Visionen, Träume, Sinn
  • 55. 02.06.2014 55
  • 56. 02.06.2014 56 Das Bild, das wir von uns haben, entscheidet viel, bevor wir uns entscheiden. 114
  • 57. 02.06.2014 57 Dass Selbstbild, die Art, in der wir über uns und andere denken, gibt uns jeden Tag den Rahmen für unsere Erlebnisse vor. Es ist wie eine Brille, durch die wir die Welt erleben und formen. Bereits im Talmud steht: Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind - wir sehen sie, wie wir sind. Die Erkenntnis, dass es immer mehr als eine Handlungs- und Denk-Option gibt, ist sehr hilfreich, das Leben leichter und lebenswerter zu machen. Eine solche positive und flexible Einstellung beschreibt eine gesunde Einstellung und ist deshalb ein wesentlicher Baustein für das eigene Wohlbefinden und die eigene Resilienz. Das Selbstbild bzw. die Einstellung bestimmt, ob wir langfristig unser Potential entfalten können oder ob wir stagnieren. Das Gute daran: Wir haben es selbst in der Hand. 115 Verführungen an jeder Ecke. Entspannt gehen sie an einem liebevoll gestalteten Schau- fenster einer kleinen Konditorei vorbei. Es sind die kleinen „Hinweise“, die wir wahr- nehmen ohne dass sie uns bewusst werden. Sie aktivieren neuronale Muster in unserem Nervensystem, die ein bestimmtes Verhalten mental schon vorbereiten. Verdichten sich die „Hinweise“, dann verstärken sich die spezifischen neuronalen Aktivitäten: Wir bekommen Lust auf das Kuchenstück. Längst bevor wir uns dafür entscheiden. Es kostet Willens-Kraft zu widerstehen und abends oder nach vielen Entscheidungen, ist sie müde. Sie verhält sich wie ein Muskel. Gut das zu wissen. So brauchen Sie sich künftig nicht mehr unnötig zu quälen (Verführungen meiden statt widerstehen) oder zu schimpfen (Ein Müder versagt nicht, sondern ist müde!) Verführungen + Willenskraft 116
  • 58. 02.06.2014 58 Kennen Sie Ihre PrimeTime? Der ultradiane Leistungsrhythmus
  • 59. 02.06.2014 59 Minuten-Meditation Mikro- Pausen
  • 60. 02.06.2014 60 Achtsamkeits-Fokus – oder vom Nicht-Zahnschmerz Was bedeutet für mich die gegenwärtige Lage? Nehme ich den aktuellen Moment bewusst wahr? Was ist jetzt genau? Was geht in diesem Moment in mir vor? Was spüre ich von und in meinem Körper? Welche Bilder tauchen auf, wenn ich meine Augen schließe? Was gibt es, was ich nicht sehe, aber gern sehen möchte? Wie fühlt es sich an, wenn ich mich freue? Achtsamkeits-Fokus – oder vom Nicht-Zahnschmerz Was bedeutet für mich die gegenwärtige Lage? Nehme ich den aktuellen Moment bewusst wahr? Was ist jetzt genau? Was geht in diesem Moment in mir vor? Was spüre ich von und in meinem Körper? Welche Bilder tauchen auf, wenn ich meine Augen schließe? Was gibt es, was ich nicht sehe, aber gern sehen möchte? Wie fühlt es sich an, wenn ich mich freue? “Zahnschmerzen sind ziemlich unangenehm. Keine Zahnschmerzen zu haben ist gewöhnlich ein neutraler Gefühlszustand. Wenn wir jedoch den Nicht-Zahnschmerz achtsam wahrnehmen, verwandelt er sich in Frieden und Freude.” Thich Nhat Hahn 121 “Sich anstrengenund angestrengtsein, sind zweisehr verschiedeneZustände. ”
  • 61. 02.06.2014 61 Tätigkeiten, die Freude beim Tun bringen und uns Stolz auf das Ergebnis machen, liefern hingegen die Belohnung inklusive und nachhaltig. Wer das Gefühl von Sinn hat, wer glaubt, das eigene Engagement lohnt sich, strengt sich mehr an und kann sich zudem neu gelernte Informationen besser merken. Die Aussicht auf Sinn, Erfolg und Bestätigung hilft beim Lernen, genauso wie beim Bewältigen schwieriger Aufgaben. Das Belohnungssystem wird aktiviert: Dopamin wird ausgeschüttet und wir empfinden Vorfreude, die uns bestärkt und antreibt. Dies ist ein nachhaltiger und wirksamer Treiber. Studien zeigen: Sinn ist für die psychische Gesundheit und Leistungsfähigkeit von uns Menschen grundlegend. In einer sinnlosen Welt zu leben, sinnentleerte Jobs zu erledigen, brennt uns aus und macht uns krank. Das Selbstinteresse der Mitarbeiter zu erkennen und es mit den Aufgaben zu verbinden, so dass es für den Einzelnen Sinn macht, gleichzeitig Zuversicht zu zeigen und die passende Unterstützung anzubieten, das beschreibt gute Trainerarbeit genauso wie gesundes Führen. “To each his own!” Für jeden das Passende! Voraussetzungen für das Erleben von Freude am Tun: • Passung von Anforderung und Fähigkeit – im Großen und Ganzen. • Die eigene Rolle im Unternehmen kennen und mögen. • Den Beitrag zum Ganzen erkennen können und an den Sinn glauben. Aber auch die Regulation sollte im Blick des Trainers liegen. Immer mehr Menschen glauben zwar an ihre Arbeit, können aber die Freude am Tun vor lauter Stress nicht mehr erleben. 124
  • 62. 02.06.2014 62 Mihaly Csikszentmihalyi Flow Fokus Flow Fokus
  • 63. 02.06.2014 63 GuteGefühlesammeln 3:1 besser 6:1Barbara Fredrickson
  • 64. 02.06.2014 64 "Das Gehirn macht aus Psychologie Biologie" sagt Prof. Joachim Bauer Was wir erfahren, beeinflusst das Gehirn und so wie das Gehirn wird, wie es verschaltet, so steuert es unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Schon allein aus dieser Erkenntnis sollten wir uns um das Gute im Leben und der Arbeit kümmern. Gute Gefühle haben positive Effekte auf Gehirn und Körper. Sie stimulieren Wachstumsprozesse, beschleunigen so die Regeneration und schützen vor bzw. regulieren die Negativeffekte aus (chronischen) Kränkungs- und Entwertungs-Erfahrungen, wie die Forschungen von Barbara Fredrickson zeigen. “Emotional bedeutsame Erfahrungen formen neuronale Strukturen des Gehirns und legen Reaktionsmuster unseres Belohnungs- und Stresssystem fest.” Joachim Bauer 129 Literatur: Joachim Bauer, Das Gedächtnisdes Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern, 2004 Barbara Fredrickson, Die Macht der guten Gefühle: Wie eine positive Haltung Ihr Leben dauerhaft verändert, (dt) 2011 GuteGefühlesammeln 3:1 besser 6:1 Die Psychologin Barbara Fredrickson wies in verschiedenen Untersuchungen nach, dass kaum mehr als 20% der Menschen auf ein positiv wirkendes Verhältnis von mindestens 3:1 von guten zu belastenden Gefühlen kommen. Sie betrügen sich damit um die gesundheits- und leistungsfördernden Auftriebswirkungen von guten Gefühlen. 130
  • 65. 02.06.2014 65 Was macht es nun so schwer, uns das Leben leichter und gesünder zu machen? Dahinter verstecken sich eine ganze Reihe von Gründen. Einige liegen in unserer Biologie und der evolutionären Entwicklung. So zum Beispiel wiegen negative Gefühle “schwerer” als die guten. Ihre Wirkung hält länger an und sind sie erlernt, funktionieren sie automatisch. Negative Gefühle, wie Angst sollen uns auf Gefahren aufmerksam machen. Sie aktivieren unser Stresssystem und zwingen uns zum (re-) agieren. Stresshormone verbleiben lange im Blut und erhalten so den Alarmzustand. Unser Gehirn registriert diese Almarmzustände und je öfter sie vorkommen, desto effizienter reagiert es. Es lernt Angst und aktiviert die Energiereserven. Chronifiziert sich dieser Zustand (Prozess) verändert das Gehirn sogar den Metabolismus, es ändert also unsere Stoffwechselprozesse.* Negative Gefühle sind zwar überlebenswichtig für uns, aber sie sind ausgesprochene Energieräuber. Sie erschöpfen uns und das vollständig, wenn wir keine positive Balance entwickeln können. Wir verengen uns, behindern unsere Kreativität und Lernfähigkeit. Wir verlieren unsere Leistungsfähigkeit und Freude. Wir brennen aus. *Das hat der deutsche Hirnforscher Achim Peters im Kontext seiner “Selfisch- Brain-Theorie” dargestellt und durch ein internationales Forschungsprojekt empirisch belegt. (PETERS, 2004, 2011). 131
  • 66. 02.06.2014 66 Was können wir tun um uns nicht runterziehen zu lassen? Das Gute suchen und finden. Fragen wir uns einfach „Was läuft gerade gut? Was gefällt mir im Moment besonders? Wo versteckt sich die nächste schöne Überraschung? Auf was kann ich mich heute freuen?“ Wetten, dass wir so zu einer positiveren Sicht gelangen? Der gewählte Fokus lenkt uns. Was aber tun, wenn Dauerdruck und Stress chronisch sind? Wenn die eigenen Wahl- und Änderungsmöglichkeiten eher bescheiden sind und die Frustration sich ausgeprägt? Zuerst den Tatsachen ins Auge sehen? Sich Übersicht verschaffen. Wo kann ich etwas aktiv beeinflussen und zum Positiven wenden? Fangen Sie dort an, wo Sie es können und lernen Sie Ihre Fortschritte und kleinen Erfolge zu schätzen. Und dort, wo die Situation dem Wetter gleicht und kein Regentanz das zu ändern vermag? Hören Sie auf, dagegen zu wettern! Sie vergeuden Ihre Energie ohne etwas zu bewegen. Öffnen Sie Ihre Perspektive. Vielleicht beginnen Sie dann, das Günstige am Unvermeidlichen zu entdecken Studien zeigen, dass Menschen sich so wahrscheinlicher aus unbefriedigenden Situationen befreien können und durch die positive Perspektive mehr Möglichkeiten und Lösungen entdecken, als ihre negativ Fokussierten gegenüber. 133 "Das Wesentliche ist, was ich jetzt machen will, die Freude an dieser Tätigkeit ist die Basis. Das macht das Flow aus, dieses grandiose Gefühl: wenn nämlich der Kopf den Körper unterstützt und nicht stört, wenn alles fast wie von selbst funktioniert." sagt der Sportpsychologe Prof. Dr. Hans Eberspächer 134
  • 67. 02.06.2014 67 136
  • 68. 02.06.2014 68 Welche Geschichte erzählt das?
  • 69. 02.06.2014 69 Soziale Ansteckung. Klug ist es, die günstige Art davon zu nutzen! Lassen Sie sich zum Gewünschten anstecken! 139 Positive und negative Stimmung – beides ist ansteckend. Zwei Zuversichtliche in ein zauderndes Team gebracht und binnen weniger Tage haben Sie eine neue, optimistische Gruppenkultur. Ein einzelner Miesepeter wiederum kann Freude und Leistung einer ganzen Abteilung zum Kippen bringen. Positive Nachrichten befeuern und motivieren. Negative Botschaften kosten zusätzlich. Neben den damit verbundenen objektiven Beschränkungen verbrauchen sie emotionale Energie und können mit der Zeit die „Reserven“ ganz und gar aufzehren. Diese „Spiralen“ – positiv wie negativ – sind extrem ansteckend. Positive Effekte sollte man bewusst als „Sog-Maschinen“ nutzen. Damit fördern Sie Ihre Leistungskraft und Stresstoleranz. Suchen Sie Menschen und Orte, die Sie stärken. Die „Negativ-Spiralen“ gilt es als solche zu erkennen und durch aktive (Selbst)Führung zu bremsen bzw. zu unterbrechen: Meiden Sie Energie-Räuber – in Form negativer Gedanken, negativer Menschen und Situationen! Prüfen Sie, wo Sie verpflichtet sind und nutzen Sie konsequent das NEIN, wo Sie frei sind. 140
  • 70. 02.06.2014 70
  • 71. 02.06.2014 71 Es gilt, sich das Leben leichter zu machen. All die bunten Verführungen sind schon schwer genug. Der Psychologe und renommierte Forscher Roy Baumeister hat in verschiedenen Experimenten nachgewiesen: Unsere Willenskraft funktioniert wie ein Muskel. Man kann sie zwar trainieren, aber Entscheidungen und Wollen ermüdet sie. Interessant ist: Scheinbar besonders willensstarke Menschen (wie Leistungssportler) sind es häufig gar nicht überdurchschnittlich. Sie verhalten sich nur klüger als andere – meiden die Verführungen und bauen sich positive Hinweise in den Alltag. Besonders leicht mit Humor. 144
  • 72. 02.06.2014 72 AUFMERKSAMKEIT + KONZENTRATION. Bewusste Lenkung. WYSIWYG Es sind auch oder gerade die ganz alltäglichen Situationen und Umgebungen, die uns in unserem Verhalten stark beeinflussen. Im Sinne von What You See is What You Get prägt was ist unsere Erwartungen und unsere Verhaltenstendenz. So verwirklicht sich zB. Verhalten A wahrscheinlicher und während Verhalten B gehemmt wird. Unabhängig von der persönlichen Präferenz. Der Kontext wirkt. Kontext wirkt. 146
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  • 74. 02.06.2014 74 Umlenken1.StoryPrompting 2.Do Good, Be Good 3. Wirting Exercise 4.Reframing 5.Detraction (Timothy Wilson, REDIRECT, 2011) 1.BedienungsAnleitung 2.Do Good, Be Good 3.Schreib mal wieder 4.Rahmen erneuern 5.AttraktivitätsVerlust Redirect Rezept.
  • 75. 02.06.2014 75 „Zu viel Marmelade kann unglücklich machen.“ Die Studien von Barry Schwartz zeigen: Zu viel Auswahl, zu viele Möglichkeiten verursacht Entscheidungs- Druck, fördert Stress- Erleben und erschöpft die Willenskraft. Mehr als eine Handvoll macht eher unglücklich. Machen Sie es sich leichter. Reduzieren Sie die Auswahl. 151 Reduzieren Sie die Auswahl »Das Überangebot macht den Menschen das Leben schwer« „Wer zwischen einer kaum zu überschauenden Zahl von Fernsehkanälen oder Joghurtmarken wählen muss, gewinnt nicht an Freiheit – wie die Werbung suggeriert –, sondern erhöht seinen Stresspegel“ kommentiert der Wissenschaftjournalist Ulrich Schnabel dazu. Der Psychologe Barry Schwartz hat festgestellt: Wenn Menschen keine Wahlmöglichkeiten besitzen, wird das Leben unerträglich. Das erwarten wir. Allerdings wenn Menschen zu viele Optionen haben, leiden Sie darunter. Das erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich. Sein Kollege Roy Baumeister erläutert, dass das bewusste Entscheiden Willenskraft voraussetzt - und die verhält sich wie ein Muskel. Sie kann zwar trainiert werden, aber im Dauereinsatz tritt Ermüdung, bei dann fehlender Erholung Erschöpfung ein. Gehen Sie also klugerweise grundsätzlich davon aus, dass Sie und Ihre Mitarbeiter bereits unter zu vielen Optionen leiden. Reduzieren Sie die Auswahl, wo Sie es können. Faustregel: Eine Handvoll reicht immer. Links: Barry Schwartz http://www.swarth more.edu/SocSci/bsc hwar1/ Barry Schwartz TED- Lecture Paradox of Choice http://www.ted.com /talks/lang/en/barry _schwartz_on_the_p aradox_of_choice.ht ml Roy Baumeister http://www.psy.fsu. edu/faculty/baumeis ter.dp.html 152
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  • 77. 02.06.2014 77 155
  • 78. 02.06.2014 78 Neue Gewohnheiten! Neue Gewohnheiten! Die kleinen Verrückungen. Oft suchen wir nach den Sensationen. Große Schritte begeistern oder erschrecken uns. Im Leben sind oft die kleinen Dinge in ihrer Wiederholung wirksamer als die lauten Spektakel. Das gilt im Guten, wie im Schlechten. Das wird uns immer dann bewusst, wenn wir z.B. feststellen, dass drei Kilo zugenommen haben übers Jahr – und eigentlich war alles wie immer. Brian Wansink, ein Forscher der unser Ernährungs- verhalten untersucht, gibt folgender Tipp zum Thema: Die Teller Ihrer Oma waren ca. 10% kleiner als die heute üblichen. Wir befüllen unsere Teller jedoch immer proportional. Also, so Wansink, wechseln Sie wieder zu den etwas kleineren Teller und sie werden durch diese kleine Verrücktheit drei bis sieben Kilo Gewicht verlieren übers Jahr – ohne es zu merken. 158
  • 79. 02.06.2014 79 Wenn Menschen tun können, was sie lieben. Wenn wir stolz sein dürfen auf das Ergebnis und wenn wir Trost finden, falls wir scheitern. Also, wenn wir uns aufgehoben fühlen und sicher, in Resonanz mit anderen, deren Lächeln uns wärmt – dann sind wir robust und stark, resilient und zuversichtlich. Dann spüren wir das Glück, auch wenn nicht alles glückt und nicht alles glänzt. Dann fühlen wir uns gesund und lebendig. 159
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  • 81. 02.06.2014 81 «Gehen Sie mit sich selbst um, wie mit einem jungen Hund: liebevoll, aber konsequent!» Verena Steiner 163
  • 82. 02.06.2014 82 Danke schön! Viel gesunden Erfolg. Thomas Staehelin Partner Research + Redaktion thomas@staehelin.de www.positivity.zone Davidstraße 41 | 73033 Göppingen | Fon +49 7161 65284-70 | info[at]klip.de
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