There is power in a factory, power in the land Power in the hand of a worker But it all amounts to nothing, if together we...
Now I long for the morning that they realise Brutality and unjust laws can not defeat us But who defends the workers who c...
Geschichte der ArbeiterInnenbewegung Unsere Geschichte
Fragen zur Geschichte <ul><li>Wozu Geschichte? </li></ul><ul><li>Was für eine Geschichte? </li></ul><ul><li>Geschichte für...
„ Wenn wir nicht wissen, woher wir kommen, woher sollen wir dann wissen, wohin wir gehen sollen?“ (Antonio Gramsci) „ Gesc...
Wer/Was bewegt Geschichte? <ul><li>Religiöse Vorstellungen: </li></ul><ul><ul><li>Das Schicksal, Gott, Kismet etc. </li></...
Vorkapitalistische Arbeitsformen <ul><li>Dienstboten, Dienerschaft </li></ul><ul><li>Handwerksgesellen </li></ul><ul><li>H...
Aufstände der Unterprivilegierten vor der Industrialisierung <ul><li>Spartakus-Aufstand (Sklaven), Rom, 73 v. Chr. </li></...
Industrialisierung <ul><li>Erfindung von Maschinen </li></ul><ul><li>Große Kapitalsummen </li></ul><ul><li>Genügend Arbeit...
Was ist neu am Kapitalismus? <ul><li>Maschine bestimmt Arbeitsrhythmus </li></ul><ul><li>Arbeit wird räumlich konzentriert...
Kritik am Kapitalismus <ul><li>Vom Adel: an gierigen Emporkömmlingen </li></ul><ul><li>Von der Kirche: an Wucher, Ausbeutu...
Zur Entstehung der  ArbeiterInnenklasse <ul><li>Seit wann sprechen wir von ArbeiterInnenklasse? </li></ul><ul><li>Wann beg...
Was wir ersehnen von der Zukunft Fernen?, Dass Brot und Arbeit uns gerüstet steh´n, Dass uns´re Kinder in der Schule lerne...
<ul><li>Wirtschaftspolitik </li></ul><ul><ul><li>Schaffung des Reichtums </li></ul></ul><ul><li>Sozialpolitik </li></ul><u...
Organisatorische Hauptforderungen <ul><li>Errichtung von Arbeiterbildungsvereinen </li></ul><ul><ul><li>Zur kulturellen En...
Politische Forderungen um 1860 <ul><li>Vereins- und Versammlungsrecht </li></ul><ul><li>Koalitionsrecht </li></ul><ul><li>...
Kampf- und Organisationsformen <ul><li>Erste Aktionsformen </li></ul><ul><ul><li>Maschinenstürmerei </li></ul></ul><ul><ul...
Wichtige politische Stationen (1848-1889) <ul><li>1848 </li></ul><ul><ul><li>Märzrevolution </li></ul></ul><ul><ul><li>1. ...
Wirtschaftliche Forderungen um 1860 <ul><li>Gesetzliche Festlegung der Maximalarbeitszeit </li></ul><ul><li>Einführung der...
Kern des Kommunistischen Manifests <ul><li>Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist eine Geschichte von Klassenkämpf...
Radikale Strömungen der   ArbeiterInnenbewegung <ul><li>Der utopische Sozialismus </li></ul><ul><ul><li>Moralische und ide...
Radikale Strömungen der ArbeiterInnenbewegung <ul><li>Der Anarchismus </li></ul><ul><ul><li>Ablehnung jeder Art von Autori...
Christliche Soziallehre <ul><li>1891: Enzyklika „Rerum Novarum“ </li></ul><ul><li>1892: 1. Christl. Arbeiterverein </li></...
Sozialdemokratie - Austromarxismus <ul><li>Verknüpfung von ideologischem Radikalismus mit politischem Pragmatismus </li></...
Wichtige politische Stationen (1890-1918) <ul><li>1890 </li></ul><ul><ul><li>Erste Maidemonstration </li></ul></ul><ul><li...
ArbeiterInnenbewegung und 1. Weltkrieg <ul><li>Reichsrat bereits März 1914 ausgeschaltet </li></ul><ul><li>Kapitulation vo...
Stationen 1918-1938 <ul><li>1918: Republiksgründung </li></ul><ul><li>1919: Erste Wahlen </li></ul><ul><li>1919-20: Hanusc...
2. Republik - Vergangenheitsbewältigung <ul><li>1945: Volksgerichtshöfe; 13.660 Urteile, zig Todesurteile, 1955 aufgelöst ...
2. Republik - Politik <ul><li>1945 – 1960: Große Koalition mit ÖVP-Kanzlern; bis 1947 Konzentrationsregierung mit KPÖ </li...
2. Republik - Wirtschaft <ul><li>1945: Essensrationierung, Schleichhandel, Inflation </li></ul><ul><li>1946: Verstaatlichu...
2. Republik - Sozialpolitik <ul><li>1945: Anknüpfung an 1. Republik (BR-Gesetz, KV-Gesetz, AK-Gesetz etc.) </li></ul><ul><...
2. Republik - Sozialpartnerschaft <ul><li>1945 Wiedererrichtung der Organisationen </li></ul><ul><li>1947: 1. Lohn-Preisab...
2. Republik – Gewerkschaftsbewegung 1 <ul><li>1945 Gründung ÖGB als überparteilich und einheitlich; bevorzugte Stellung de...
2. Republik – Gewerkschaftsbewegung 2 <ul><li>1986 Großdemos für Verstaatlichte; höchster Mitgliederstand </li></ul><ul><l...
Anfänge des 1. Mai <ul><li>1.5. war „moving day“ (Arbeit, Wohnung) </li></ul><ul><li>1886 Chicago – Gewerkschaftsdemos für...
Geschichte des 1. Mai <ul><li>1895: 150.000 vor dem Parlament für Wahlrecht </li></ul><ul><li>Erste KVe geben 1.5. frei (o...
Geschichte des 1. Mai <ul><li>1938: Tag der Volksbruderschaft (Anschlusspropaganda) </li></ul><ul><li>1940-44: Kriegshetze...
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Politische Geschichte

  1. 1. There is power in a factory, power in the land Power in the hand of a worker But it all amounts to nothing, if together we don´t stand There is power in a union Now the lessons of the past, we all learned with workers blood The mistakes of the bosses we must pay for In the cities and the farmlands with trenches full of mud War has always been the bosses way, Sir The union forever, defending our rights Down with the blackleg, workers unite With our brothers and our sisters in many far off lands There is power in a union
  2. 2. Now I long for the morning that they realise Brutality and unjust laws can not defeat us But who defends the workers who cannot organise With the bosses and their lackies out to cheat us Money speaks for money, the devil for his own Who comes to speak for the skin and the bone A comfort to the widow a light to the child There is power in a union The union forever defending our rights Down with the blackleg, workers unite With our brothers and our sisters together we will stand There is power in a union
  3. 3. Geschichte der ArbeiterInnenbewegung Unsere Geschichte
  4. 4. Fragen zur Geschichte <ul><li>Wozu Geschichte? </li></ul><ul><li>Was für eine Geschichte? </li></ul><ul><li>Geschichte für wen? </li></ul><ul><li>Wer oder was treibt Geschichte voran? </li></ul><ul><li>Welche Themen? </li></ul>
  5. 5. „ Wenn wir nicht wissen, woher wir kommen, woher sollen wir dann wissen, wohin wir gehen sollen?“ (Antonio Gramsci) „ Geschichte ist machbar, Frau Nachbar“ (Graffito-Spruch) „ Eine Wirklichkeit wird nie besser verstanden als durch ihre Ursachen.“ (Leibniz) „ Wer sich an die Gegenwart halten will, an das Aktuelle, der wird das Heute nicht verstehen.“ (Michelet) „ Geschichte besteht aus Geschichten“
  6. 6. Wer/Was bewegt Geschichte? <ul><li>Religiöse Vorstellungen: </li></ul><ul><ul><li>Das Schicksal, Gott, Kismet etc. </li></ul></ul><ul><li>Klassische Auffassung </li></ul><ul><ul><li>Kriege, Hervorragende Individuen </li></ul></ul><ul><li>Idealistische Auffassung </li></ul><ul><ul><li>Ideen, Philosophien </li></ul></ul><ul><li>Materialistische Auffassung </li></ul><ul><ul><li>Materielle Verhältnisse, Klassenkämpfe, Organisationsform der Arbeit </li></ul></ul>
  7. 7. Vorkapitalistische Arbeitsformen <ul><li>Dienstboten, Dienerschaft </li></ul><ul><li>Handwerksgesellen </li></ul><ul><li>HeimarbeiterInnen, Tagelöhner </li></ul><ul><ul><ul><li>Meist in Verbindung mit Kleinlandwirtschaft </li></ul></ul></ul><ul><li>Fahrende und zunftfreie GewerblerInnen </li></ul><ul><li>fast 90 % d. Bev. in Landwirtschaft </li></ul>
  8. 8. Aufstände der Unterprivilegierten vor der Industrialisierung <ul><li>Spartakus-Aufstand (Sklaven), Rom, 73 v. Chr. </li></ul><ul><li>Ciompi-Aufstand (Wolltuch-Arbeiter), Florenz, 1378 </li></ul><ul><li>Deutscher Bauernkrieg, 1525 </li></ul><ul><li>Oberösterreichischer Bauernkrieg, 1625 </li></ul>
  9. 9. Industrialisierung <ul><li>Erfindung von Maschinen </li></ul><ul><li>Große Kapitalsummen </li></ul><ul><li>Genügend Arbeitskräfte, die nicht mehr von Landwirtschaft leben können </li></ul><ul><li>Gründung von Fabriken </li></ul><ul><li>Entstehung von Industriestädten </li></ul><ul><li>Verheerende Arbeitsbedingungen </li></ul>
  10. 10. Was ist neu am Kapitalismus? <ul><li>Maschine bestimmt Arbeitsrhythmus </li></ul><ul><li>Arbeit wird räumlich konzentriert </li></ul><ul><li>Maschinen ersetzen Arbeit </li></ul><ul><li>Ungeheure Entwicklung der Produktivität </li></ul><ul><li>Arbeitskraft wird zur Ware </li></ul><ul><li>Neue Messgröße – Profitrate </li></ul><ul><li>Jedes Produkt muss am Markt bestehen </li></ul>
  11. 11. Kritik am Kapitalismus <ul><li>Vom Adel: an gierigen Emporkömmlingen </li></ul><ul><li>Von der Kirche: an Wucher, Ausbeutung </li></ul><ul><li>Von Humanisten: unmenschlich, unsozial </li></ul><ul><li>Marx/Engels: </li></ul><ul><ul><li>Entscheidend ist Eigentum an Produktionsmitteln </li></ul></ul><ul><ul><li>Profit ist Abschöpfung des Mehrwerts von Arbeit, damit prinzipiell Ausbeutung </li></ul></ul>
  12. 12. Zur Entstehung der ArbeiterInnenklasse <ul><li>Seit wann sprechen wir von ArbeiterInnenklasse? </li></ul><ul><li>Wann beginnt die Geschichte der öst. Arb.bew.? </li></ul><ul><li>Was unterscheidet LohnarbeiterInnen von abhängig Beschäftigten früherer Zeiten? </li></ul><ul><li>Was schweisste die ArbeiterInnen zu einer Einheit/Massenbewegung zusammen? </li></ul><ul><li>Inwieferne ist die Fabrik der Geburtsort der ArbeiterInnenbewegung? </li></ul>
  13. 13. Was wir ersehnen von der Zukunft Fernen?, Dass Brot und Arbeit uns gerüstet steh´n, Dass uns´re Kinder in der Schule lernen Und uns´re Greise nicht mehr betteln geh´n. (Gustave Leroy, 1848)
  14. 14. <ul><li>Wirtschaftspolitik </li></ul><ul><ul><li>Schaffung des Reichtums </li></ul></ul><ul><li>Sozialpolitik </li></ul><ul><ul><li>Verteilung des Reichtums </li></ul></ul><ul><li>Bildungspolitik </li></ul><ul><ul><li>Verteilung der Chancen </li></ul></ul>
  15. 15. Organisatorische Hauptforderungen <ul><li>Errichtung von Arbeiterbildungsvereinen </li></ul><ul><ul><li>Zur kulturellen Entwicklung der Arbeiter </li></ul></ul><ul><li>Bildung von Gewerkschaften </li></ul><ul><ul><li>Um günstigere Arbeitsbedingungen zu erlangen </li></ul></ul><ul><li>Gründung einer Arbeiterpartei </li></ul><ul><ul><li>Zur politischen Mitbestimmung im Staat </li></ul></ul><ul><li>Gründung von Unterstützungsvereinen </li></ul><ul><ul><li>Selbsthilfe bei Konsum, Krankheit, Unfall </li></ul></ul>
  16. 16. Politische Forderungen um 1860 <ul><li>Vereins- und Versammlungsrecht </li></ul><ul><li>Koalitionsrecht </li></ul><ul><li>Presse- und Meinungsfreiheit </li></ul><ul><li>Allgemeines und direktes Wahlrecht </li></ul><ul><li>Religionsfreiheit </li></ul><ul><li>Abschaffung des stehenden Heeres </li></ul><ul><li>Einführung der allgemeinen Volksbewaffnung </li></ul>
  17. 17. Kampf- und Organisationsformen <ul><li>Erste Aktionsformen </li></ul><ul><ul><li>Maschinenstürmerei </li></ul></ul><ul><ul><li>Einzelaktionen und Aktionismus </li></ul></ul><ul><ul><li>Anarchismus </li></ul></ul><ul><ul><li>Wechselseitiger Beistand in Hilfs- und Unterstützungskassen </li></ul></ul><ul><li>Organisierte Arbeiterbewegung </li></ul><ul><ul><li>Arbeitskampf und Streik </li></ul></ul><ul><ul><li>Kollektivvertrag </li></ul></ul><ul><ul><li>Demonstrationen </li></ul></ul><ul><ul><li>Sozialpolitischer Kampf um Arbeitnehmerschutz </li></ul></ul>
  18. 18. Wichtige politische Stationen (1848-1889) <ul><li>1848 </li></ul><ul><ul><li>Märzrevolution </li></ul></ul><ul><ul><li>1. Wiener Allgemeiner Arbeiterverein </li></ul></ul><ul><li>1867 </li></ul><ul><ul><li>Vereinigungsfreiheit </li></ul></ul><ul><ul><li>Gründung von Arbeiterbildungsvereinen </li></ul></ul><ul><ul><li>Gründung von lokalen Fachvereinen </li></ul></ul><ul><li>1870 </li></ul><ul><ul><li>Koalitions- und Streikrecht </li></ul></ul><ul><li>1874 </li></ul><ul><ul><li>Neudörfler Parteitag </li></ul></ul><ul><li>1889 </li></ul><ul><ul><li>Einigungsparteitag </li></ul></ul><ul><ul><li>Hainfelder Programm </li></ul></ul>
  19. 19. Wirtschaftliche Forderungen um 1860 <ul><li>Gesetzliche Festlegung der Maximalarbeitszeit </li></ul><ul><li>Einführung der Sonntagsruhe </li></ul><ul><li>Einschränkung der Frauen- und Kinderarbeit sowie der Nachtarbeit </li></ul><ul><li>Gründung von Invalidenkassen </li></ul><ul><li>Einführung paritätischer Arbeiterkammern als Schlichtungsstellen </li></ul><ul><li>Einführung von Fabriksinspektoren </li></ul>
  20. 20. Kern des Kommunistischen Manifests <ul><li>Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist eine Geschichte von Klassenkämpfen </li></ul><ul><li>Zweck der Kommunisten: </li></ul><ul><ul><li>Bildung des Proletariats zur Klasse </li></ul></ul><ul><ul><li>Sturz der Bourgeoisieherrschaft </li></ul></ul><ul><ul><li>Eroberung der Macht durch das Proletariat </li></ul></ul><ul><li>Der Weg zum Kommunismus: </li></ul><ul><ul><li>Abschaffung des Privateigentums (Produktionsmittel) </li></ul></ul><ul><ul><li>Abschaffung der Klassengesellschaft </li></ul></ul>
  21. 21. Radikale Strömungen der ArbeiterInnenbewegung <ul><li>Der utopische Sozialismus </li></ul><ul><ul><li>Moralische und idealistische Kritik </li></ul></ul><ul><ul><li>Wirtschaftliche Selbsthilfe (Konsumvereine) </li></ul></ul><ul><ul><li>Politischer Klassenstandpunkt noch nicht vorhanden </li></ul></ul><ul><li>Der wissenschaftliche Sozialismus </li></ul><ul><ul><li>Zentrale Analyse: Gegensatz von Arbeit und Kapital </li></ul></ul><ul><ul><li>Ziel: Abschaffung Privateigentum, Klassengesellschaft </li></ul></ul><ul><ul><li>Strategie: Klassenkampf/Revolution </li></ul></ul>
  22. 22. Radikale Strömungen der ArbeiterInnenbewegung <ul><li>Der Anarchismus </li></ul><ul><ul><li>Ablehnung jeder Art von Autorität und Herrschaft </li></ul></ul><ul><ul><li>Individualistischer oder politischer Anarchismus </li></ul></ul><ul><ul><li>Differenz zum Marxismus: Negierung </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>Der ökonomischen Bedingungen der bürgerlichen Herrschaft </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Der Bedeutung der politischen Klassenorganisation </li></ul></ul></ul><ul><li>Der Syndikalismus (frz. Syndicat=Gewerkschaft) </li></ul><ul><ul><li>Ablehnung des politischen Kampfes </li></ul></ul><ul><ul><li>Verknüpfung von Klassenkampf und Anarchismus </li></ul></ul>
  23. 23. Christliche Soziallehre <ul><li>1891: Enzyklika „Rerum Novarum“ </li></ul><ul><li>1892: 1. Christl. Arbeiterverein </li></ul><ul><li>Gegenbewegung zur Sozialdemokratie </li></ul><ul><li>Zentren in Tirol, Vorarlberg und Sudetenländern </li></ul><ul><li>Organisatorische Stärken bei </li></ul><ul><ul><li>(Staats)Angestellten, Landarbeitern, Hausbediensteten, kleingewerblichen Arbeitern, Tabak- und Textil </li></ul></ul><ul><ul><li>Frauen (Anteil 30-50%) </li></ul></ul>
  24. 24. Sozialdemokratie - Austromarxismus <ul><li>Verknüpfung von ideologischem Radikalismus mit politischem Pragmatismus </li></ul><ul><li>Ziel = Sozialismus </li></ul><ul><li>Weg = Durchdringung des Staates; Reform (Staatshilfler) </li></ul><ul><li>Organisatorische Einheit (Partei, Gewerkschaft, Konsum) </li></ul><ul><li>Einbindung aller Lebensbereiche (Bildung, Kultur) </li></ul><ul><li>Theoretiker: </li></ul><ul><ul><li>Victor Adler, Otto Bauer, Rudolf Hilferding, Max Adler, Karl Renner </li></ul></ul>
  25. 25. Wichtige politische Stationen (1890-1918) <ul><li>1890 </li></ul><ul><ul><li>Erste Maidemonstration </li></ul></ul><ul><li>1893 </li></ul><ul><ul><li>Gewerkschaftskommission (1. Dachverband) </li></ul></ul><ul><li>1897 </li></ul><ul><ul><li>Erste sozdem. Abgeordnete im Reichsrat </li></ul></ul><ul><li>1905 </li></ul><ul><ul><li>1. Russ. Revolution </li></ul></ul><ul><li>1905 </li></ul><ul><ul><li>Wahlrechtsdemo, Generalstreik </li></ul></ul><ul><li>1907 </li></ul><ul><ul><li>Allgem. Wahlrecht für Männer </li></ul></ul><ul><li>1917/18 </li></ul><ul><ul><li>Russische Revolution </li></ul></ul><ul><ul><li>Streiks, Demos </li></ul></ul><ul><ul><li>Arbeiter- und Soldatenräte </li></ul></ul>
  26. 26. ArbeiterInnenbewegung und 1. Weltkrieg <ul><li>Reichsrat bereits März 1914 ausgeschaltet </li></ul><ul><li>Kapitulation vor dem Hurra-Patriotismus </li></ul><ul><li>Keine gemeinsamen Aktivitäten der Soz. Internationale </li></ul><ul><li>Pazifismus immer in der Minderheit </li></ul><ul><li>Außerkraftsetzung vieler Gesetze (tw. Militärverwaltung) </li></ul><ul><li>Verlust von mehr 60% aller Mitglieder (aber Erhöhung des Frauenanteils) </li></ul><ul><li>Friedrich Adlers Attentat auf den Ministerpräsidenten </li></ul><ul><li>Radikalisierung, Streiks, Demos, Arbeiterräte </li></ul>
  27. 27. Stationen 1918-1938 <ul><li>1918: Republiksgründung </li></ul><ul><li>1919: Erste Wahlen </li></ul><ul><li>1919-20: Hanusch-Gesetze </li></ul><ul><li>Juni 1920: Sozialdem. nicht mehr in Regierung </li></ul><ul><li>22-24: Hyperinflation </li></ul><ul><li>15.7.1927: Justizpalastbrand </li></ul><ul><li>1929: Börsenkrach </li></ul><ul><li>1.3.1933 Ausschaltung des Parlaments </li></ul><ul><li>31.1.33: Hitler Kanzler </li></ul><ul><li>12.2.1934: Bürgerkrieg </li></ul><ul><li>Ab 5/34: „Ständestaat“ </li></ul><ul><li>7/1934: Naziputsch </li></ul><ul><li>36-39: Span. Bürgerkrieg </li></ul><ul><li>12.3.38: „Anschluss“ </li></ul>
  28. 28. 2. Republik - Vergangenheitsbewältigung <ul><li>1945: Volksgerichtshöfe; 13.660 Urteile, zig Todesurteile, 1955 aufgelöst </li></ul><ul><li>Bis 1949 sind 600.000 NSDAP-Mitglieder ohne Wahlrecht, dann aber werden sie das Zünglein an der Waage </li></ul><ul><li>Nach 1960 keine einzige Verurteilung wegen NS-Verbrechen mehr </li></ul><ul><li>Restitution von geraubtem Vermögen bis heute nur zögerlich erfolgt (Beispiel Kunstwerke) </li></ul><ul><li>Fall Borodajkiewycz: Nazi-Professor hält jahrelang ungestört antisemitische Vorlesungen </li></ul><ul><li>Fall Kreisky-Wiesenthal: drei Minister der 1. SP-Regierung haben Nazi-Vergangenheit </li></ul><ul><li>Fall Waldheim: nicht Verbrechen, sondern Verschweigen fällt Österreich auf den Kopf; erst danach setzt intensive Aufarbeitung ein </li></ul><ul><li>Fall Haider: mit rechten Sprüchen 27% der Stimmen </li></ul>
  29. 29. 2. Republik - Politik <ul><li>1945 – 1960: Große Koalition mit ÖVP-Kanzlern; bis 1947 Konzentrationsregierung mit KPÖ </li></ul><ul><li>Kalter Krieg (bis 1989) </li></ul><ul><li>1955 Staatsvertrag, Neutralität </li></ul><ul><li>KPÖ bekommt nie mehr als 5%, seit 1959 nicht mehr im Parlament </li></ul><ul><li>Seit 1949 kandidiert FPÖ (zunächst VdU) – Sammelbecken der „Ehemaligen“ </li></ul><ul><li>1966-1970 ÖVP-Alleinregierung </li></ul><ul><li>1970 SP-Minderheitsregierung von FP geduldet </li></ul><ul><li>1971 bis 1983 SP-Absolute (Bundeskanzler Kreisky) </li></ul><ul><li>1983-1986 SP-FP-Regierung; Grüne werden zur Partei </li></ul><ul><li>1986-1999 Große Koalition mit SP-Kanzler; kurzfristiger Aufstieg der FP zur Nummer 2 </li></ul><ul><li>Ende des „Ostblocks“ ändert Bedeutung der Neutralität </li></ul><ul><li>1995 Beitritt zur EG (EU) </li></ul><ul><li>2000-2006 VP-FP (BZÖ)-Regierung </li></ul><ul><li>2007 Große Koalition </li></ul>
  30. 30. 2. Republik - Wirtschaft <ul><li>1945: Essensrationierung, Schleichhandel, Inflation </li></ul><ul><li>1946: Verstaatlichung der wichtigsten Industrien und Banken </li></ul><ul><li>50er: erster Aufschwung, erste Krisen und Arbeitslosigkeit </li></ul><ul><li>60er: Beitritt zur EFTA; Wirtschaftswunder, Beginn der Anwerbung von „Gastarbeitern“ </li></ul><ul><li>70er: Auflösung der fixen Dollar-Kurse; Ölpreisschock, Inflation; fixe Bindung Schilling an D-Mark </li></ul><ul><li>1978: Volksabstimmung verhindert Atomkraftnutzung </li></ul><ul><li>80er: Verstaatlichten-Debakel; schwierige Situation in betroffenen Regionen; Beginn der Privatisierung; „Ausverkauf“ von österr. Betrieben an ausländ. Kapital; hohe Auslandsinvestitionen wegen Lohnstückkostenvorteil; </li></ul><ul><li>90er: EU-Beitritt; trotz vieler Vorteile auch Verschwinden ganzer Branchen (Textil, Lebensmittel); Ö wird durch Ostöffnung zum Kapitalexporteur und profitiert überdurchschnittlich </li></ul>
  31. 31. 2. Republik - Sozialpolitik <ul><li>1945: Anknüpfung an 1. Republik (BR-Gesetz, KV-Gesetz, AK-Gesetz etc.) </li></ul><ul><li>1949: Kinderbeihilfe; ArbLVersG </li></ul><ul><li>1955 ASVG </li></ul><ul><li>1957 Mutterschutzgesetz </li></ul><ul><li>1959 45-h-Woche (General-KV) </li></ul><ul><li>1964 3 Wo Urlaub (General-KV) </li></ul><ul><li>1966 Pension 60/55 </li></ul><ul><li>1969 Berufsausbildungsgesetz </li></ul><ul><li>1970 40-h-Woche (General-KV) </li></ul><ul><li>1972: ANSchG, JVR-Gesetz, Gratisschulbuch, Schülerfreifahrt </li></ul><ul><li>1974: ArbVG; EFZG; Karenz und Mutterschutz verbessert </li></ul><ul><li>1975: Fristenlösung </li></ul><ul><li>1976: 4 Wochen Urlaub; Pflegefrei </li></ul><ul><li>1979 Abfertigung f. Arbeiter; Gleichbehandlungsgesetz </li></ul><ul><li>1981 NachtSchwerarbeitsgesetz </li></ul><ul><li>1986 5 Wo Urlaub </li></ul><ul><li>1987 ASG </li></ul><ul><li>1990 Väterkarenz, Karenz 2 Jahre </li></ul><ul><li>1993 Pflegesicherung </li></ul><ul><li>1997 AZ-Flexibikisierung </li></ul><ul><li>2002 Abfertigung neu </li></ul><ul><li>2003 Pensions“reform“ </li></ul><ul><li>2007 Sozialversicherung für Atypische; Ausbildungsgarantie bis 18 </li></ul>
  32. 32. 2. Republik - Sozialpartnerschaft <ul><li>1945 Wiedererrichtung der Organisationen </li></ul><ul><li>1947: 1. Lohn-Preisabkommen </li></ul><ul><li>1950: 4. Lohn- Preisabkommen bringt Streiks und Tumulte </li></ul><ul><li>1957 Paritätische Kommission wird befristet eingerichtet; vertreten sind die vier Interessenverbände und die Regierung; ist eigentlich ein Provisorium </li></ul><ul><li>1961 Raab-Olah-Abkommen: </li></ul><ul><ul><li>Lohnausschuss </li></ul></ul><ul><ul><li>Preisausschuss </li></ul></ul><ul><ul><li>Beirat f. Wi- u. Sozialfragen </li></ul></ul><ul><li>70er: Neben der gesetzlich geregelten Entsendung der Vertreter in der SV werden Sozialpartner in vielen Kommissionen einbezogen (ORF, Zivildienstkommission etc.) </li></ul><ul><li>1992: neues Abkommen erweitert die Themengebiete, v.a. internationale Fragen </li></ul><ul><li>1996: Mitgliederbefragung in allen Kammern bestätigt Pflichtmitgliedschaft </li></ul><ul><li>Ab 2000: Sozialpartner werden zurück gedrängt, Comeback 2007 </li></ul>
  33. 33. 2. Republik – Gewerkschaftsbewegung 1 <ul><li>1945 Gründung ÖGB als überparteilich und einheitlich; bevorzugte Stellung der Gründungsfraktionen; zentralistische Organisation; Präsident Johann Böhm </li></ul><ul><li>1947 Restitution des Vermögens aus der 1. Republik </li></ul><ul><li>1950 Streik, Putsch der Kommunisten oder Führungsfrage im ÖGB? </li></ul><ul><li>1959-1963 Präs. Franz Olah </li></ul><ul><li>1962 Bundesweiter Metallerstreik </li></ul><ul><li>1963 Präs. Anton Benya </li></ul><ul><li>1964 Olah aus ÖGB u. SPÖ ausgeschlossen </li></ul><ul><li>1968 Kampf um Kronen-Zeitung </li></ul><ul><li>70er: mehrere Minister kommen aus der Gewerkschaft; Höhepunkt der Macht des ÖGB; 1. Gewerkschaftsfusion seit 1945 (HGPD) </li></ul><ul><li>1978 ÖGB setzt sich für Atomkraft ein und verliert </li></ul><ul><li>1984 ÖGB setzt sich für Kraftwerk Hainburg ein und verliert </li></ul><ul><li>1985 Affäre Sekanina </li></ul>
  34. 34. 2. Republik – Gewerkschaftsbewegung 2 <ul><li>1986 Großdemos für Verstaatlichte; höchster Mitgliederstand </li></ul><ul><li>1987 Präs. Fritz Verzetnitsch; Kampagne für 35-h-Woche </li></ul><ul><li>1988: Beginn der EU-Diskussion im ÖGB </li></ul><ul><li>neue Gewerkschaftsfusionen (ANG, Metall-Textil); Einrichtung des ständigen Orgausschusses </li></ul><ul><li>1991: Verzetnitsch wird EGB-Präsident </li></ul><ul><li>Fall Rechberger und Zacharias; Kritik an Betriebs- und Gagenkaisern </li></ul><ul><li>1995: Pleite des Konsum; Aktion Fairness beginnt (Angleichung Arbeiter-Angestellte); erste ÖGB-Demos gegen SPÖ-Minister (Sparpakete, Pensionsreform) </li></ul><ul><li>2001: ÖGB-Urabstimmung </li></ul><ul><li>2003: Gewerkschaftsdemo und Generalstreik gegen Pensionsraub </li></ul><ul><li>Neue Gewerkschaften GMTN und vida </li></ul><ul><li>2006: BAWAG-Affäre; Präsident Rudolf Hundstorfer </li></ul>
  35. 35. Anfänge des 1. Mai <ul><li>1.5. war „moving day“ (Arbeit, Wohnung) </li></ul><ul><li>1886 Chicago – Gewerkschaftsdemos für Achtstundentag (6 tote Demonstranten)  Protest am Haymarket (10 Tote durch Bombe)  7 Arbeiterführer zum Tod verurteilt </li></ul><ul><li>1888: amerikan. Gewerkschaften beschließen neue Aufmärsche für 1.5.1890 </li></ul><ul><li>14. Juli 1889: Intern. Arbeiterkongress in Paris folgt diesem Beschluss </li></ul><ul><li>Wien 1890: 100.000 im Prater – friedlich (Victor Adler im Gefängnis); auch in anderen Städten; trotz Lohnverlust, Aussperrung und Entlassungsdrohung </li></ul><ul><li>8-Stunden-Tag und Wahlrecht im Zentrum </li></ul>
  36. 36. Geschichte des 1. Mai <ul><li>1895: 150.000 vor dem Parlament für Wahlrecht </li></ul><ul><li>Erste KVe geben 1.5. frei (ohne Lohn) </li></ul><ul><li>1907: Nach Männerwahlrecht wieder für 8-h-Tag und gegen Krieg </li></ul><ul><li>1914-16: nur Abendveranstaltungen </li></ul><ul><li>1917/18: Große Friedenskundgebungen </li></ul><ul><li>1919: Staatsfeiertag </li></ul><ul><li>1921: erstmals vor dem Rathaus d. Roten Wien </li></ul><ul><li>1933: Aufmarschverbot durch Dollfuss  Sozialdemokraten rufen zu Spaziergang auf </li></ul><ul><li>1934-37: christlich-sozialer Staatsakt mit Zwangsaufmärschen </li></ul>
  37. 37. Geschichte des 1. Mai <ul><li>1938: Tag der Volksbruderschaft (Anschlusspropaganda) </li></ul><ul><li>1940-44: Kriegshetze „Front und Heimat-eine Phalanx“ </li></ul><ul><li>1945: spontane Aufmärsche in befreiten Gebieten </li></ul><ul><li>1946: alle Parteien veranstalten Maifeiern </li></ul><ul><li>50er: Staatsvertrag, Arbeitsplätze </li></ul><ul><li>Ab 1956: auch kirchlicher Feiertag </li></ul><ul><li>60er: 40-Stunden-Woche </li></ul><ul><li>70er: Sozialpolitik </li></ul><ul><li>1981: Ermordung Stadtrat Nittel </li></ul><ul><li>80er, 90er: aktuelle Politik, weniger TN </li></ul><ul><li>Seit 2000: wieder stärkere Manifestationen </li></ul>
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