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Bis nach toulouse   eine album rezension
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Bis nach toulouse eine album rezension

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an album review by Shari Yarmina Profe on the music album "Bis Nach Toulouse" by Philipp Poisel

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Bis nach toulouse eine album rezension Document Transcript

  • 1. Album – Rezension „Bis Nach Toulouse“1 – Wie soll ein Mensch das ertragenDem eingefleischten Philipp Poisel Fan ist dieser Track nicht unbekannt, denn schonwährend der vergangenen Tour konnte man dem Dilemma des nicht-gewollt-werdensbeiwohnen: Poisel stellt gleich zu Anfang des Liedes diesen einen Menschen in seineLebensmitte, nur um zu erfahren, dass er dieser Person wohl nie mehr als ein guterFreund sein wird.Er schenkt ihr sein vollstes Vertrauen, denn er hat „zu oft bei schwerem Gewitter“ indie Hände dieses Menschen geweint. Durchaus ist es möglich, dieses Gewitter alseine Art Metapher zu sehen: Donner, Sturm und Blitz als Sinnbild für die schwierigenStellen im Leben, in denen Beistand von anderen unerlässlich ist. Und genau indiesen schwierigen Stunden scheint Philipp sich offenbart zu haben, in Zeiten, wonoch gar keine Liebe im Spiel war, zwischen ihm und diesem Menschen, wo mankeine Geheimnisse voreinander hatte und keine Gefühle zurückhielt.Doch das Blatt hat sich gewendet, wie das voranschreitende Lied zeigt: Nach Zeitender freundschaftlichen Stunden ist es praktisch unmöglich geworden, auch nurunauffällig die Augen des anderen zu betrachten oder gar eine Umarmungzuzulassen.Und genau das scheint es zu sein, was sich der Sänger am meisten zu wünschenscheint: Ein Stück der alten Normalität zurückzubringen, in der man sich berührteohne gleich zurückzuzucken – aber gleichzeitig will er, dass dieser Mensch ihnberührt weil er ihn liebt. Unvereinbare Vorstellungen? Ja, so sieht es aus.Unterdrückte Verzweiflung, verstecke Blicke, eine unerfüllte Liebe - direkt zu Anfangdas neuen Albums wird man mit voller Wucht in das Gefühlsleben einer tiefsinnigen,sehr melancholischen Persönlichkeit geworfen.Wer das erste Album kennt, weiß was für eine große Rolle zwischenmenschlicheBeziehungen in Poisels Liedern spielen.2 – Für keine Kohle dieser WeltEin einprägsamer Rhythmus, ein bisschen Gitarre, ein bisschen Klavier, ein bisschenPercussion, ein bisschen Streicher: Das klassische Poisel-Essemble, vereint in einemhymnenartigen Lied, das sich während des Hörens immer mehr steigert.Verhalten und unsicher beginnt die Geschichte eines Lebens, eines Menschens, derdie Person mit der er gerade spricht nicht verlieren will.Denn oft ist der Sprecher mit seinen Gedanken ganz woanders, zeigt sich abweisend,geradezu abgeneigt. Dabei hat es gar nichts mit den Menschen um ihn herum zu tun,sondern einzig und allein mit ihm selbst.Dieser Mensch weiß, um es mit den Worten von Sokrates zu sagen, was er nicht weiß,und sucht sich und seine Bestimmung in der Welt.Ohne Freiheit wäre das Leben für ihn nicht mehr lebenswert, könnte er nicht mehrgehen wohin er möchte.Dennoch gibt es da am Anfang einer jeden zwischenmenschlichen Beziehung denZweifel, ob das Gegenüber sich mit dieser Tatsache arrangieren kann oder eben nicht,was natürlich auch für den Reisenden selbst eine große emotionale Belastungdarstellt.Wo am Anfang noch zaghaft, fast sprechgesangartig mit dem Hörer kommuniziertwird, tritt kurz darauf eine Überzeugung, die unumstoßbar scheint: Hier bin ich, aufmeine Art und Weise, und so möchte ich sein. Mit meiner Freiheit „auf meinenStraßen dieser Welt“.
  • 2. Poisel stellt sich den Hörern vor als Kind der Unruhe, als jemand, der die Vielfalt derMöglichkeiten sieht, liebt – danach lebt. Er will sich nicht entschuldigen, für dieBegleiterscheinungen, die dieser Lebensstil mit sich bringt, er möchte nur erklärenwarum es so ist wie es ist.Und das gelingt ihm ganz wunderbar.3 – Im Garten von GettisWie eine Momentaufnahme aus den Reisen Philipp Poisels kommt „Im Garten vonGettis“ daher: Ein Urlaubstag mit Freunden auf einer kleinen Insel vor derFranzösischen Küste, inklusive selbstgefangenem Tintenfisch. Schon mit den erstenTakten breitet sich das Lied wie die Sonne, die hinter den Wolken hervorkommt überden Hörer aus:Das Tageslicht ist längst da, und Poisel ist mit seinen Freunden bereits wiederunterwegs, nur ein gewisser Alberto, der „mit Surfbrett und Jutetasche“ fast vomFahrrad fliegt, ist ein wenig zu spät.Doch das tut der guten Stimmung keinen Abbruch, denn wie kurz darauf festgestelltwird gibt es im Leben viele Zeiten, und die Zeit hier auf jener Insel, sagt Philipp, „dashier sind die guten!“ Vom Tauchen und Surfen ist da die Rede, „bis die Sonneuntergeht.“Und im Refrain kommt dann auch wieder der Entdecker zum Vorschein, der die Weltbereisen möchte, wenn es heißt: „Wir kommen mit […] Wind in den Haaren nachHaus.“Die Botschaft dieses Liedes ist vom Grundsatz her aber simpel und tut einfach gut:Genieße den Augenblick!4 – Froh dabei zu sein„Doch wenn ich heute gehen müsste – Könnte ich mich wirklich nicht beklagen.“Dieser Satz macht auf das eigentliche Thema des Liedes aufmerksam: Schätze deinLeben, denn du weißt nie wann es vorbei ist. Vor dem Hintergrund einermutmaßlichen Krebserkrankung entstanden, macht der Song zuversichtlich, sichnicht zu sehr der Angst vorm Tod hinzugeben – auch wenn sie groß ist. Eher, soscheint es, sollte man sich der schönen Dinge im eigenen Leben besinnen.Was sicherlich kein Aufruf dazu ist, den eigenen Tod zu verdrängen – eher eineHilfestellung, um ihn zu akzeptieren und ihm durch Gespräche einen Platz im Lebenzu geben.Philipp Poisel macht hier deutlich auf ein Problem in unserer westlichen Gesellschaftaufmerksam: Wohlstand im Übermaß, das Geld als Maß der Dinge, Arbeiten bis zumUmfallen, um irgendwann einmal später zurückblicken und sagen zu können: ‚Ichhabe etwas geleistet!’„Froh dabei zu sein“ stellt mit seinem Text die Antithese zu dieser Ansicht dar:Dankbarkeit, noch nicht an einer Krankheit oder bei einem Unfall gestorben zu sein.Sich bewusst zu werden, wie und das man lebt, und nicht ständig an dem zuverzweifeln, was man nicht hat oder der Familie nicht bieten kann, sich stattdessenauch an den unangenehmen Situationen wachsen zu sehen.Und zu wissen, das materieller Reichtum nicht das ist wofür wir leben:„ ich hab zwar kein Vermögen, doch ein paar Leute die mich mögen. […] ich weißnicht ob es auf der Welt was schön’res gibt. Zwischen all dem Sturm und Regen gingich auch viel im Sonnenschein. Auch wenn die Angst vorm Sterben wehtut: Bin ichfroh, froh dabei zu sein.“
  • 3. 5 – Bis nach ToulousePrompt beginnt der Titelsong des Albums, mit einer klaren Aussage: „Wenn’s mir zuviel wird – dann steige ich aus.“ Leise, aber bestimmt singt Philipp Poisel vomverlassen des Alltags und von der Erkenntnis, die er während seines Ausflugs hat:„Aber schön – ist es nicht, ohne dich.“ Egal wohin ihn sein Wagen „trägt“, einePerson ist immer in seinen Gedanken, und an jeder seiner Stationen widmet er ihreinen Teil seines Aufenthalts. Der Refrain aus Lautmalereien lässt fliegende Reifenauf der Autobahn vor dem inneren Auge erscheinen, Poisel hinter dem Steuer, dieZeilen murmelnd, mit dem Anflug eines melancholischen Lächelns im Gesicht.Das Auto als Motiv der Freiheit, die hier wieder einmal thematisiert wird: BrichtPoisel auch aus aus seinem Alltag, so sitzt die Realität des Alltags doch immer auchauf der Rückbank während des ‚Ausbruchs’.Der Hörer wird mitgenommen, für dreieinhalb Minuten, raus aus seinemWohnzimmer oder sogar aus dem eigenen Wagen, in dem Bis Nach Toulouse aus denLautsprechern tönt und die Gedanken ebenfalls ausbrechen lässt.Vorsicht ist geboten, lauscht man diesem Titel auf dem Weg zur Arbeit oder zuanderen verpflichtenden Terminen, denn nach einigen Momenten kommt derWunsch auf, selbst aufzubrechen und dem schnöden Grau zu entfliehen.Nur eine Warnung sei an alle Selbstfahrenden herausgegeben: Kommen sie nicht vonder Spur ab, akute Tagtraumgefahr!6 – Zünde alle FeuerDie Musik setzt ein, und eine elektrisierende Spannung liegt in der Luft.Ein für Fans ungewöhnlicher, schneller Anfang für ein Lied aus der Feder Poisels-Sekunden später eine Stimme, die den unternehmungslustigen Eindruck im Refrainbestätigt: „Zünde alle Feuer, plauder’ auf mich ein.“„Bleib hier – bis der Mond aufgeht. Die Welt die Augen schließt.“ – So startet PhilippPoisel diesen Song und bittet darum, jene Person nach Sonnenuntergang ganz fürsich allein zu haben. Er hat nicht etwa die Absicht ihr Blut zu saugen, nein –schließlich ist er kein Wesen der Nacht im märchenhaften Sinne.Vielmehr spannt sich in der Nacht der Sternenhimmel über die Welt und gibt Raumfür bunte Raketen. Hier findet sich auch die bildliche Verbindung zum Titel desLiedes: die Angebetete soll im übertragenen Sinne Poisels Herz entzünden, dieSonne, die „am Ende doch“ hoffentlich warm im Herzen aufgeht, zum Glühenbringen.Schnelle Rhythmen, die zum im Kreis drehen, Lachen, Schreien verleiten.Ein fröhlicher, vielleicht auch etwas aufgeregter Philipp Poisel, der einfach mal freinach Schnauze seine Liebe gesteht. Kann es schöneres geben?! „Ich fliege nich’ – Ichliebe dich! 1,2,3…“ Wer mag nicht so ein Geständnis bekommen?7 – All die JahreEin Grundton, zaghaft gezupfte Gitarrensaiten – ein musikalischer Sonnenaufgang.Die Morgenröte weicht dem Feuerball, und Poisel erwacht aus einerbedeutungsschweren Nacht und fragt sich „All die Jahre, wo sind die nurhingekommen.“ Auf der Suche nach den fröhlichen Tagen mit einem Menschen, derihm sehr nahe steht: „Ich hab die Welt geliebt- und dich noch mehr.“
  • 4. Die zuvor gesungenen Worte geben jedoch auch Raum zum Zweifeln: „Ich habgedacht es wär’ so – die ganze Zeit.“ Es wird verhalten gegrübelt, ob es denn nunwirklich Liebe war, zwischen diesen zwei Menschen, oder ob es doch wieder nur dereinseitige Wunsch nach mehr war.Und wie auch immer, eigentlich hatte er ja gedacht, dass es nun endlich vorbei wäre,mit dem Nachtrauern vergangener Tage: „Doch heut’ Nacht hab ich von dir geträumt– und alle meine Liebe hat sich wieder aufgebäumt.“ Doch in seinem Innern war ihmimmer klar, dass es wohl schwer wird, sich davon zu lösen. Wenn er das dennüberhaupt will: „Auf dass die Zeit, die mir verbleibt – mich noch einmal zu dir treibt.“Auf der einen Seite entsetzt und auf der anderen einfach nur verwirrt fragt der Sängersich, wie er nur die ganzen Jahre mit dieser Person im Hinterkopf überstehen konnte,aber auch wie viele davon tatsächlich schon vergangen sind. Hin- und hergerissenzwischen ziehen lassen und festhalten hat man einen Philipp Poisel vor Augen, derruhelos im Albtraum sich hin- und herwirft in seinem Bett, und festgehalten wird vonden Geistern, die die Nacht brachte. Er fragt sich trotz der vielen Zeit zwischen Hierund Jetzt und der letzten Begegnung : „Sage mir – wie weit? Wie weit…“ Und er stelltfest: „ich seh dich… nicht.“Ganz ohne diesen Menschen zu leben, dieser Gedanke wirkt unheimlich auf ihn.Ein Lied für Gefühle, die man noch nicht so recht loslassen kann.8 – Markt und FlussMarkt und Fluss ließe sich, da auch direkt hinter „All die Jahre“ platziert, gut alschronologisch folgend interpretieren – Melancholie nach einer Nacht mit wenigSchlaf. Der Nebel wabert durch die Straßen der Stadt und birgt letztendlich nuralltägliches in sich. Doch genau das gibt Halt im Leben: eine Brücke mit einem Fluss,den man jeden Tag passiert. Ein Markt, auf dem Händler ihre Waren aufbauen.Den Kampf von gut und schlecht des immer wiederkehrenden Ablaufs im eigenenLeben, das brauchen und doch nicht immer mögen von Ritualen – das ist, was dieseZeilen beschreiben.Bleiben zu können, wenn man es noch braucht, aber auch gehen zu können, wenneinem danach ist: „Ich geh auf die Straße raus – wohin fahr’n die Züge?“Ganz automatisch kriecht die Kälte des Winters aus den Boxen, und man möchteseinen Kragen bis an die Nase hochziehen, um die Kälte auszusperren.So werden sogar graue Herbst- und kalte Wintertage erträglich, indem man sich miteiner Tasse heißem Tee und „Markt und Fluss“ unter die Decke kuschelt.9 – Zwischen Innen und AußenJe höher die Nummer vor dem Titel klettert, desto tiefer scheint man einzudringen indas ganz eigene Innenleben von Philipp Poisel: „Zwischen Innen und Außen“ erzähltvon Unentschlossenheit, wenn nicht sogar von Unschlüssigkeit, was überhauptmachbar ist: „Ich will dich neben mit sehn’ – und ich will allein und frei gehn’.“Am Anfang scheint Philipp jemanden zu adressieren, jedoch merkt man schnell, dasseine räumliche Distanz zwischen ihm und dem Menschen, der ihn auch sehrvermissen zu scheint, liegt.Dieser andere Mensch scheint ein geregeltes, um nicht zu sagen ordentliches Lebenzu führen – und steht damit im starken Gegensatz zu Singer and Songwriter Poisel,der sich gern von Tag zu Tag treiben lässt und die Hand aufhält, wenn das Leben ihmdie Möglichkeit gibt eine Reise zu machen und Neues zu entdecken.Es wirkt wie ein Selbstgespräch, dass Poisel da führt, um seine Gefühle zu ordnen.Das lange Outro, das von den Zeilen „Ich schwebe zwischen innen und außen – undmein Herz – schlägt drinnen und draußen“ und „ich will dich neben mir seh’n – und
  • 5. ich will allein und frei geh’n“ geprägt ist, bringt das Bild eines Menschen an einemoffenen Fenster in den Kopf, der mit den Augen zwischen der Außenwelt und dereigenen Wohnung hin und her blickt, sich fragt, welche Alternative für ihn dieausfüllendere ist – und am Ende doch zu keiner Antwort kommt und in Gedankenversinkt.10 – Liebe meines Lebens„Alles was ich weiß – weiß ich von dir. Alles was ich habe – hab ich von dir. Alles wasich liebe – hat mit dir zu tun. Und so lang ich lebe, wird mein Herz nicht ruhn’.“Eine so existenzielle Definition von Liebe trifft man selten. Und damit wird sofortklar, dass es sich hier nicht um eine kurze und heftige Liebelei, sondern um etwasDauerhaftes handelt: „Alles was ich tue – hat nur einen Sinn: Dass ich am Endemeines Lebens endlich bei dir bin.“ Weil sie die Liebe seines Lebens ist, so singtPhilipp Poisel über eine Frau, die stets über allem schwebt. Selbst, wenn sie sich nichtfür ihn entscheidet. Sehnsucht, die wohl nie ein Ende finden wird.„Der Schmerz in meinem Herzen – mein Leben ohne dich gewesen zu sein.“Zeilen, die zutiefst berühren und kaum einer Erläuterung bedürfen.11 – Hab keine AngstBegleitet von Alin Coen, wiegt uns Philipp Poisel musikalisch in den Armen undfordert vehement Einlass in unser Bewusstsein.Beruhigt uns mit der Tatsache, für uns da zu sein und auch auf Abstand zu gehen,falls es uns danach begehrt. Wie ein Schlaflied, auch textlich gesehen, kommt „Habkeine Angst“ daher und erinnert vom Grad der inneren Ruhe die es bewirkt an „Haltmich“ vom ersten Album.„Hab keine Angst vorm Morgen“ – Diese Zeile beinhaltet eine existenzielle Tatsache,die uns alle betrifft: Irgendwie geht es immer weiter, und es ist ganz allein unsereSache, wie wir es weitergehen lassen.Sanft wird man bekräftigt, auch einmal zu weinen und den Gefühlen freien Lauf zulassen, man selbst zu sein, begleitet von Menschen, die man liebt.Ein gelungener Abschluss.12 – Ich will nur (Live)Eher als Zugabe zu betrachten ist der letzte Titel, eine Liveaufnahme aus demvergangenen Herbst: Genau wie auf der Tour ist „Ich will nur“, textlich ein wenigtrotzig und doch versöhnlich, der eigentliche Abschluss einer wunderschönenkreativen Darbietung von Gefühlen.Poisel raucht nach einer Trennung zu viel, und beschuldigt die Expartnerin in ihrerAbwesenheit daran Schuld zu sein – schweigt jedoch, wenn sie ihm begegnet und ihnnach seinem Befinden fragt.Denn eigentlich weiß er ganz genau, worauf seine Trotzigkeit abzielt: Die Beziehungneu aufleben zu lassen und eine Versöhnung herbeizuführen.Und so schließt der Track mit dem Fazit, dass man groß über „Bis Nach Toulouse“schreiben kann:Applaus!Shari – Yarmina Profe, Februar 2011