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Glutenintoleranz und Zöliakie. Der unterschätze Angriff auf unsere Gesundheit

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Glutensensitivität (GS) (auch Gluten Sensitivity, Non Celiac Gluten Sensitivity, „Glutenunverträglichkeit“ genannt) gehört zu einer Reihe von Erkrankungen, bei denen Gluten negative Auswirkungen auf …

Glutensensitivität (GS) (auch Gluten Sensitivity, Non Celiac Gluten Sensitivity, „Glutenunverträglichkeit“ genannt) gehört zu einer Reihe von Erkrankungen, bei denen Gluten negative Auswirkungen auf den Körper hat. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, deren Symptome durch die Aufnahme von Gluten ausgelöst werden, wenn keine zöliakiespezifischen Antikörper vorhanden sind und eine klassische Atrophie der Darmzotten in Verbindung mit Zöliakie ausgeschlossen werden kann. HLA-Status und das Auftreten von Anti-Gliadin-Antikörpern (AGA) der ersten Generation sind dabei variabel. Um eine Verwechslung mit Zöliakie zu vermeiden, die manchmal auch als glutensensitive Enteropathie bezeichnet wird, wird die Bezeichnung „Non Celiac Gluten Sensitivity“ (NCGS, nicht-zöliakische Glutensensitivität) als neue Definition eingeführt.[1]

Zu den Symptomen der Glutensensitivität zählen Blähungen, abdominale Beschwerden, Schmerzen oder Durchfall; es können aber auch zahlreiche extraintestinale Symptome einschließlich Kopfschmerzen und Migräne, Lethargie und Müdigkeit, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen und Hyperaktivität, Schizophrenie, Muskelbeschwerden sowie Knochen- und Gelenksschmerzen auftreten.[2][3][4][5] Bis vor kurzem wurden die Begriffe Glutensensitivität und Zöliakie in der Literatur synonym verwendet. Doch aus jüngsten Untersuchungen lassen sich erste Unterschiede zwischen Zöliakie und Glutensensitivität ableiten. Wenn aufgrund der Krankengeschichte eines Patienten sowie klinischen Untersuchungen Zöliakie und Weizenallergie ausgeschlossen werden können, sollte die Diagnose Glutensensitivität in Betracht gezogen werden. Doch es müssen mehrere Kriterien zutreffen, damit sich die Diagnose Glutensensitivität erhärten lässt (siehe Diagnoseabschnitt). Die Behandlung aller drei Erkrankungen besteht in einer glutenfreien Diät; der Unterschied liegt darin, dass bei einer Weizenallergie eine vorübergehende Störung vorliegt, die medikamentös behandelt werden kann, während bei der Zöliakie eine lebenslange Diät erforderlich ist und selbst kleinste Mengen von glutenhaltigen Lebensmitteln der Gesundheit schaden und bei der Glutensensitivität der Verzicht auf Gluten nur vorübergehend notwendig sein kann. Gluten ist ein Stoffgemisch aus Proteinen, das in Nahrungsmitteln vorkommt, die aus Weizen und ähnlichen Getreidearten hergestellt werden, darunter auch Gerste und Roggen. Es macht den Teig geschmeidig und sorgt dafür, dass er aufgeht und seine Form behält. Gluten ist in vielen Hauptnahrungsmitteln der westlichen Kost enthalten. Es besteht aus einer Gliadin-Fraktion (in Alkohol löslich) und einer Glutenin-Fraktion (nur in verdünnten Säuren oder im Alkalischen löslich).

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  • 1. GLUTENINTOLERANZ UND ZÖLIAKIEDER UNTERSCHÄTZTE ANGRIFF AUF UNSERE GESUNDHEIT
  • 2. 1 glutengift.de Recovered through wayback machine http://web.archive.org/web/20090120013441/http://glutengift.de/index.html
  • 3. 2 INHALT Was ist Gluten………………………………….….05 Gesundheitsschäden durch Gluten………….…...11 Gesellschaftliche Ursachen………………….…....17 Die Basisallergie…………………………….…….27 Endorphine und Exorphine………………….…...33 Reparatur der Glutenschäden…………….…...….42 Glutenfreie Rezepte……………………………….46 Links……………………………………………….54 Literatur………………………………………....…55
  • 4. 3 ZOMBIE-FOOD Schauen sie sich um: Sehen sie nicht überall Zombies? Warum verhalten sich so viele Menschen heutzutage wie Zombies? Weizen- und Milchprodukte enthalten Peptide mit opioider Wirkung, welche die Endorphinrezeptoren im Gehirn beeinflussen. Diese Peptide machen körperlich süchtig und erzeugen Abhängigkeit, Desinteresse und Teilnahmslosigkeit. Wenn sie konzentriert und intelligent sein wollen, sollten sie weder Weizen- noch Milchprodukte verzehren. Sie brauchen diese „Nahrungsmittel“ überhaupt nicht.
  • 5. 4 WAS IST GLUTEN? Gluten (deutsch: Klebereiweiß, von lat. gluten = dt. Leim) ist ein Eiweiß, ein Protein, das in den Samen von Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Einkorn, Kammut enthalten ist. Es erfüllt zwei Aufgaben: Aminosäuren für das Wachstums des Samens bereitzustellen und als Gift für den Fressfeind zu wirken. Bekannt ist auch seine Eigenschaft, luftige Teige zu bilden, was glutenhaltige Getreide zur bevorzugten Substanz für Backwaren macht. Aufgabe des Glutens Selbstverständlich hat nicht der liebe Gott das Gluten ins Brot gemacht, damit wir feine Backwaren fabrizieren können. Auch für das Wachstum des Samens ist Gluten nicht notwendig, die meisten Pflanzen haben kein Gluten in ihren Samen. Darum stellt sich mir die Frage: Wozu treibt der Weizen den Aufwand, ein derartiges Maxi- Protein unter hohem Energieaufwand zu synthetisieren? Auf diese, für mich am Anfang stehende Frage, habe ich noch keine offizielle Antwort gefunden, obwohl es für mich eine durchaus wissenschaftliche Fragestellung ist. Und da jedermann in unserer Gesellschaft bis zu 10 Gramm reines Gluten täglich konsumiert, eine wichtige Fragestellung. Aus meinen Überlegungen heraus komme ich zu folgender Antwort: Gluten ist der Superbrennstoff für die Vögel Das heißt also: es ist kein Zufall und auch kein genetischer Defekt, wenn man durch Gluten krank wird - Gluten ist kein Nahrungsmittel für den Menschen, höchstens ein Genussmittel wie der Alkohol. Verschleierung Damit man nicht gleich merkt, was los ist, hat das Gluten mehrere Tricks auf Lager. Von Hause aus schmeckt Gluten nach gar nichts, es ist wie Gummi (darum auch manchmal in Kinderknete verwendet). Nun hat das Säugetier einen Mechanismus, mit Nahrung umzugehen: Im Mund sitzen spezielle Rezeptoren, die Nahrungsbestandteile analysieren und für die Aussschüttung der dementsprechenden Enzyme und Hormone im Verdauungstrakt sorgen. (cephalic phase oder Kopfphasen-Reflex). Da passiert beim Gluten erst mal nichts. Jetzt wird das Gluten während der Verdauung aufgespalten. Allerdings nicht, wie uns in der Schule weisgemacht wird, in einzelne Aminosäuren, sondern in kurze Ketten von Aminosäuren, bioaktive Peptide. Diese Peptide zeigen sich sehr resistent gegen eine weitere Aufspaltung.1. Unter anderem entstehen große Mengen Gliadorphine oder
  • 6. 5 Gliadomorphine, das sind Peptide, die wie Morphium wirken. Wers nicht glaubt: diese Gliadorphine kann man sogar in der Chemiefabrik bestellen. Diese Morphine lähmen erst mal die Darmperistaltik. Das ist wissenschaftlich bewiesen, trotzdem ignorieren die Wissenschaftler diese Erkenntnisse hartnäckig. Dadurch kann das Gluten länger im Darm verharren und hat mehr Zeit, diese Barriere zu durchbrechen. Als nächstes steht als der Durchtritt durch die Mukosa an. Der Mensch besitzt eine symbiotische Darmflora aus Mikroorganismen, gegen die das Gluten auch was hat, weil die Bakterien teilweise Bestandteile zerlegen, die das Gluten ganz haben will. Also schafft es als erstes, diese Darmflora kaputt zu machen, wonach sich meistens dann der schädliche Darmpilz (Candida) ausbreitet, der weitere Schäden verursacht.2 Wer Darmpilz hat, wird den ohne glutenfreie Ernährung nicht wieder los. Dann macht das Gluten den Darm löcherig (leaky gut). Bei Zöliakie ist die Auflösung der engen Verbindung (tight junktion) zwischen den Darmzellen ein Hauptmerkmal. Neue Erkenntnisse legen nahe, das Gluten Zonulin aktiviert, ein Hormon, was diese Verbindung auflockert.3 Wenn die Gliadorphine dann durchkommen und an die opioden Rezeptoren im Gehirn andocken, dann vernebeln sie den Geist, und zwar zu allererst für die Wirkung des Glutens. Das ist der Hauptgrund, warum unsere allesamt glutensüchtigen Wissenschaftler solchen Widerstand zeigen, die offensichtliche Schadwirkung des Glutens zu untersuchen. Die Morphine führen den Menschen in einen spezifischen Betäubungszustand, in dem er an allem Interesse hat, nur nicht an der Fortpflanzung. Zusammenfassung Gluten (Klebereiweiß) ist ein in Getreiden wie Weizen enthaltenes Eiweiß (Protein). Gluten ist ein Rauschgift, mit dem das Getreide die Fortpflanzung des Fressfeindes kontrolliert. Gluten wird erst bei der Verdauung in die aktiven Substanzen zerlegt (Gliadorphine, bioaktive Peptide). Gluten erzeugt Verstopfungen, bekämpft die Darmflora und macht die Darmschleimhaut durchlässig. Danach dockt es an opioide Rezeptoren an und betäubt das Gehirn. Richtig krank macht es erst, seit die Glutenmenge in der Ernährung maximiert wurde, im Westen seit den 70ern (Italienwelle), im Osten nach der Wende und unsere Wissenschaftler Vollkornernährung propagieren.
  • 7. 6 Wie fühlt sich das an? Der Verzicht auf Gluten führt nach einiger Zeit zu dem Gefühl, als würde sich ein Nebel im Kopf lichten. Die Wirkung des Glutens ist mit "geistig umnachtet" ziemlich gut beschrieben. Die Wahrnehmung schärft sich, leider, in meinem Fall, auch die Schmerzwahrnehmung, aber damit kann ich leben, besser als die Dämpfung. Sollte ich ab und zu mal bissig sein, dann kommt das von den inneren Schmerzen, die ich immer noch habe. Außerdem beschreibt "Klebereiweiß" gut einen weiteren Effekt: Gluten verklebt die Gefühlsentwicklung, so dass man im Kindesalter steckenbleibt. Die Infantilisierung der Gesellschaft ist jedem Klarsichtigen deutlich. Ich selber musste erleben, dass ich wesentliche Teile der pubertären Gefühlsentwicklung erst nach dem Verzicht auf Gluten abschließen konnte - mit 38 Jahren! Und manche, vor allem unsere hochgelobten Wissenschaftler, schaffen es gar nicht. Darum befasst sich unsereaktuelle Forschung auch zunehmend mit Kinderkram, so'n Spielzeug wie Marsautos und das Klimbim mit den Leuchtdioden. Lösungen für akute Probleme wie eine Energieversorgung unabhängig vom Erdöl sind nicht in Sicht. Zöliakie? Nur die Zöliakie wird offiziell als Gesundheitsbeeinträchtigung durch das Gluten anerkannt. Komischerweise wird aber trotz allfälliger Nachweise und der Tatsache, dass 25 % der Bevölkerung Gene für Zöliakie haben, Zöliakie nicht standardmäßig zum Beispiel bei Schizophrenie untersucht. Als wollte man eine Entdeckung verhindern. Ich hatte die Verdachtsdiagnose "schizoider Affekt", und nach einer Weile hieß es "da kann man nichts mehr machen, da müssen sie durch". Nun habe ich das mit dem Gluten alleine rausgefunden, allerdings erscheint mir die wissenschaftliche Sachlage ausreichend, dass bei Diagnosen im Dunstkreis der Schizophrenie wie bei mir unbedingt Zöliakie abgeklärt werden müsste. Wie ich oben nachgewiesen habe, ist das Hauptziel des Glutens aber, die Nachkommenschaft des Fressfeindes zu verringern. Gelingt ihm in unserer Gesellschaft ja auch prima. Durch den Suchtfaktor ist eine derartige Überladung der Ernährung mit Gluten aufgetreten, dass Gluten nun noch viele andere Krankheiten erzeugt, wie Bolland(3) nachweisen konnte. Das ist aber nicht die Hauptwirkung. Mann kann es mit Alkohol vergleichen: einige werden Alkoholiker - aber schaden tut Alkohol allen mehr oder weniger, weil es eben ein Zellgift ist. An sich gefällt es dem Gluten super, wie es zur Zeit läuft: die Menschen bekommen immer weniger Kinder und werden immer älter. Ältere kinderlose Menschen, welche sich die Energie für die Kinderaufzucht gespart haben, nehmen jungen Menschen die Arbeit weg und halten die so von der Fortpflanzung ab. Wir werden von kinderlosen (oder gleich schwulen) Politikern regiert, die gar kein Interesse an Kindern und der Zukunft haben und insgeheim denken: Nach uns die Sinnflut. Frau Merkel hätte
  • 8. 7 dem deutschen Volk mit ein paar Kindern mehr genützt als mit ihrem ganzen Rumregiere. Frauen müssen ihre steinalten Alzheimi-Muttis pflegen, bis es für die eigene Fortpflanzung zu spät ist. Großeltern helfen nicht mehr bei der Aufzucht der Enkel, sondern klagen lieber gegen Kindergärten in der Nähe, wegen dem Lärm. Geschichte des Weizens Weizen ist heute das weltweit am häufigsten angebaute Getreide. Der Weizenanbau entwickelte sich im vorderen Orient. Die ältesten Funde von Nackt-Weizen gibt es aus der Zeit um 7000 v. Chr. Weizen entstand durch Kreuzung verschiedener Getreide- und Wildgrasarten und nachfolgende Auslese durch den Menschen. Es ist nachgewiesen, dass mit Beginn des Getreideanbaus die Menschen kleiner und kränker wurden. Es gibt keine wissenschaftlich schlüssige Theorie, warum die damaligen Jäger und Sammler trotzdem auf die Landwirtschaft übergingen. Eine Ansicht sieht einen wesentlichen Faktor in der berauschenden Eigenschaft der neuen Nahrungsmittel. Wer jetzt Angst bekommt, sich durch eine glutenfreie Ernährung in eine aggressiven Steinzeitmenschen zurückzuverwandeln, kann beruhigt sein - Mais, Reis und Hirse enthalten auch Exorphine. Auch kann man die These in Betracht ziehen, dass sich der Getreideanbau verbreitet hat, weil man aus Getreide Bier brauen kann und der Alkohol die Menschen sesshaft gemacht hat. Bier enthält leider Gluten, aber ein gutes Glas halbtrockener Riesling von der Mosel ist auch gut geeignet, den Steinzeitmenschen zur Zivilisation emporzuschwingen, im Notfall muss man eben zu destillierten Produkten greifen. Der Getreideanbau breitete sich um 3000 v. Chr. in Europa aus. Genetische Untersuchungen zeigen, dass damit gleichzeitig die damalige Bevölkerung dezimiert wurde, originär mitteleuropäische Populationen existieren nur noch in kleinen Enklaven, im Rest findet man die Gene der Orientalen. Probleme mit Gluten könne also auf Gene der damaligen Jäger und Sammler hier zurückzuführen sein, die von den Getreidebauerngenen nicht vollständig verdrängt worden sind. Dies konnten sich auch so lange halten, da damals der Glutengehalt im Getreide geringer war und viel glutenfreies Getreide (z. B. Hirse) angebaut wurde. Problematisch wird es erst, seit sich seit ca. 50 Jahren der glutenmaximierte Industrieweizen in Größenordnungen verbreitet. Eine derartige Glutenbelastung gab es in der Geschichte der Menschheit noch nie. Außerdem könnte das aggressivere Jäger- und Sammlerimmunsystem einen Vorteil dargestellt haben. Früher war eine Säuglingssterblichkeit von 20 % keine Seltenheit. Die meisten Säuglinge starben an Darminfekten, die das antike Immunsystem vielleicht besser bekämpfen konnte, so dass die Genträger nicht völlig ausstarben.
  • 9. 8 Getreide und Religion Was noch wenig Reflexion gefunden hat, ist der Zusammenhang von Getreideanbau und Religion. So ist das aus dem Judentum entstandene Christentum eine Getreideanbauerreligion. Hierzu einige Gedanken: Laut Dogma der katholischen Kirche ist nur eine Oblate aus Weizenmehl geeignet, das "Fleisch" ihres Gottes Jesus Christus zu symbolisieren. Menschen mit Zöliakie/Sprue sind darum de facto vom katholischen Abendmahl ausgeschlossen, wenn sie nicht ihre Gesundheit ruinieren wollen. In einem Fall wurde einem Mädchen mit Zöliakie die Kommunion aberkannt, da sie mit einer Oblate ohne Weizenmehl durchgeführt wurde. In der Bibel wird der Weizen neben anderen glutenhaltigen Getreiden schon im Alten Testament lobend erwähnt, Jesus Christus hat mehrfach den Weizen erwähnt (z. B. Matthäus 13), das Hauptgebet des Christentums enthält die Passage: "Unser täglich (ergänze: glutenhaltiges) Brot gib uns heute". Die Durchsetzung des Christentums und der massive Anbau glutenhaltigen Getreides dürften oft Hand in Hand gegangen sein, z. B. in Germanien. Auch ist dies vielleicht einer der Gründe, warum in den "romanischen" Ländern die althergebrachten Sprachen durch abegewandeltes Latein ersetzt werden konnten. Ursprüngliche Sprachen findet man nur noch an Orten (Irland, Schottland), die relativ spät mit dem Getreideanbau in Verbindung kamen. Die Sprache ist wichtig, weil man den Menschen dank des Glutens durch Sprache steuern kann. Quellen 1. Investigation into Possible Exogenous Peptides Eines der beobachteten Kriterien dieser Peptide [der Gliadorphine] ist das Vorkommen von D-Formen der Aminosäuren. Es ist sehr ungewöhnlich, dass die D(extrose)-Form von Aminosäuren in irgendeinem Protein oder Peptid von Säugetiergewebe gefunden wird. Bei Säugetieren wird gewöhnlich nur die D-Form von Kohlenhydraten und die L(evo)-Form von Aminosäuren gefunden. Bei allen Peptiden mit opioider Wirkung ist ein allgemeiner Trend zu beobachten. Dieser besteht darin, dass die zweite Aminosäure eine D-Form und nicht eine L-Form Aminosäure ist. Was mag das bedeuten? Nun, es könnte sein, dass die D-Aminosäuren-Peptide, die aus Gluten entstehen, nicht weiter gespalten werden können, als dies bereits durch die Peptidaseenzyme im Darm geschehen ist. Diese Enzyme haben wahrscheinlich Bindungsstellen, die nur für die L-Form aktiv sind und können darum weder an die D-Abschnitte des Glutenproteins binden noch dieses Protein weiter aufspalten. D-Aminosäuren müssen also als signifikant betrachtet werden. Während dieser ganzen Untersuchung (die mehr Fragen hervorgebracht zu haben scheint, während sie nur dazu durchgeführt wurde, Antworten zu erhalten), waren D-Aminosäuren bei allen beschriebenen Aktivitäten dieser Peptide vorherrschend. Nur diejenigen mit D-
  • 10. 9 Aminosäuren (oder Glycin) an der zweiten oder dritten Aminosäurenposition schienen eine Aktivität zu haben. Die offensichtliche Frage ist: Warum? Die weniger offensichtliche Frage ist: Wie? D-Aminosäuren sind in der Natur sehr selten. In der Tat wird in den meisten Arbeiten, wo Peptide benutzt werden, die D-Form unberücksichtigt gelassen, einfach weil sie im allgemeinen Schema von Aminosäure/Peptid/Protein-Analyse als irrelevant betrachtet wird. Was wir in der Natur verbreitet finden, ist die D-Form von Kohlenhydraten. Diese haben auch ungefähr die gleiche Größe und Form wie D-Aminosäuren (verglichen mit D-Disacchariden und D- Polysacchariden). Wäre es möglich, dass die opioiden Peptide mit D-Aminosäuren mit Hilfe eines aktiven Transportmechanismus durch die Blut-Hirn-Schranke befördert werden, der normalerweise von D-Sacchariden benutzt wird? Ist es sogar wahrscheinlicher, dass die Peptide, welche D-Aminosäuren enthalten, das Ergebnis normaler Peptidasenaktivität sind, als deren Folge die Peptidase nicht in der Lage ist, an den D-Teil des Peptides zu binden und darum unfähig ist, es weiter aufzuspalten? Ein sicheres Anzeichen findet sich bei Fukudome und Yoshikawa (1992), die auf S. 110 aussagen: "Des weiteren sind diese Peptide resistent gegen Trypsin und Chymotrypsin". Die Daten werden nicht gezeigt - enthielten die Peptide, die aus Weizen gewonnen wurden, irgendwelche D- Form-Aminosäuren? Wichtiger vom Blickwinkel der Molekularstruktur, befanden sich diese D-Aminosäuren in Position 2 oder 3 der Peptide? Es wurden bisher weder Belege für noch wieder diese Möglichkeit gefunden. Es könnte gut sein, dass ein opiodes Peptid, damit es eine der vorgeschlagenen Aktivitäten im Gehirn entfalten kann, entweder a) eine D-Aminosäure an Position zwei der Aminosäuren enthalten oder b) statt dessen die Aminosäure Glycin vorhanden sein muss. Darum vermuten wir, dass ein Transportsystem für D-Saccharide (oder ein unbekanntes System mit D-Spezifität) benutzt wird, um die opioiden Peptide durch die Blut-Hirn-Schranke zu befördern und dass die D-Formen dieser Peptide aktiv sind. 2. Ron Hoggan: Why is Gluten Excluded in Candida Diets? www.gluten- free.org/hoggan/hyeast.txt 3. Axel Bolland: Pro Gesundheit - Contra Gluten
  • 11. 10 GESUNDHEITSSCHÄDEN DURCH GLUTEN Wie ich unter „Was ist Gluten?“ nachgewiesen habe, ist es nicht Ziel des Glutens, die Menschen krank zu machen, da Kinderlosigkeit offiziell nicht als Krankheit betrachtet wird. Trotzdem ist die heutige Ernährung derart glutenüberladen, dass zwangsläufig Gesundheitsschäden entstehen. Die Ursache liegt aber nur teilweise in den hochgezüchteten Sorten, so dass eine Rückkehr zum Dinkel, wie manche hoffen, nicht helfen wird. Den Alkoholiker rettet auch nicht der Umstieg aufs Bio- Bier. Die von unseren Wissenschaftlern propagierte Vollkornernährung macht uns im Gegenteil erst richtig krank. Gluten-Erkrankungen Zöliakie/Sprue, die klassische Glutenintoleranz die Pandemie der A-Erkrankungen, die langsam aus den USA zu uns rüberschwappt, die Ex-BRD schon erreicht hat und jetzt in der Ex-DDR Fuss fasst: Autismus, AD(H)S und Allergien, ich füge noch Autoimmunerkrankungen (Diabetes, Morbus Bechterew, Multiple Sklerose, Hashimoto Thyreoiditis usw.) sowie Alkoholismus, vor allem das Komasaufen glutenvergifteter Kinder und Jugendliche (gegen die innere Erstarrung) hinzu Impotenz und Zeugungsunfähigkeit Neigung zu sexuellen Perversionen. Es ist absehbar, dass der deutsche Mann bald entweder autistisch (= Wissenschaftler), impotent, schwul, pädophil oder alles zusammen sein wird. Frauen mit Kinderwunsch bleibt dann nur noch die Samenbank oder ein Ausländer. Ich werde meine Töchter so erziehen: Kinder sind das Wichtigste im Leben, aber findet euch damit ab, die alleine großziehen zu müssen, den deutschen Mann kannste in die Tonne treten. Psychische Störungen - Verfolgungswahn (Terrorismus, Klimakatastrophe) Fettsucht und Magersucht, im Grunde fast alle Süchte Gefühlskälte bis hin zur Assozialität, soziale Isolation, Menschenhass, Kindermord Monotropismus [autistischer „Aufmerksamkeitstunnel“] Neigung zu Fanatismus (z. B. Glaube an die Experten)
  • 12. 11 Häufige Symptome Häufige Symptome akuter Glutenvergiftung: Verdauungsbeschwerden (Verstopfung, Durchfall, manchmal abwechselnd) Appetitlosigkeit oder ständiger Hunger Müdigkeit, Erschöpfung Schlafstörungen und Alpträume Übelkeit Rückenschmerzen Vitalstoffmängel Untergewicht, die meisten Fälle von Magersucht führe ich auf die Gliadorphine zurück, auf den verzweifelten Versuch, durch Nicht-Essen Herr des eigenen Willens zu bleiben Übergewicht/Pummeligkeit trotz wenig essen (die Mehrzahl der Menschen mit Zöliakie ist übergewichtig!) Neurologische Beschwerden wie Schizophrenie, Depressionen, Autismus, ADS und andere Lern- und Verhaltensstörungen Kaseinunverträglichkeit. Kasein (= Milcheiweiß) hat eine ähnliche chemische Struktur wie Gluten. Ganz typisch sind Beschwerden in der zweiten Nachthälfte, wo man in den Entzug rutscht (wenn man nicht nachts dauern aufsteht und was isst) und das Morgentief, weil der Gliadorphinspiegel über Nacht abgesackt ist, man wird kaum wach, fühlt sich nicht vom Schlaf erholt, sondern bleiern erschöpft, muss beim Zähneputzen den Kotzdrang runterwürgen und der Magen ist ein schmerzender Klumpen. Wer kleine Kinder hat und überhaupt noch was merkt, weiß, dass die panischen Schreie aus den Schmerzen des Glutenentzuges vor allem in der zweiten Nachthälfte auftreten.(1) Bei Erwachsenen ist es auch oft, dass die, ehe sie einschlafen können, vorher noch mal in panischem Schrecken aus dem Halbschlaf erwachen, als hätten sie den Teufel gesehen. Entzugssymptome Ein Verzicht auf Gluten und Kuh-Milch in der Ernährung kann Entzugssymptome hervorrufen, die einem Drogenentzug gleichkommen: Kopfschmerzen Gliederschmerzen Verdauungsprobleme (Durchfall, Verstopfung, Blähungen) Innere Unruhe, Angst, Panik Gefühlsleere, Depressionen, Sinnlosigkeitsgefühl Unbezwingbare Lust, Brot oder Milchprodukte zu essen Zweifel (das ist doch alles Unsinn oder das schaffe ich nie)
  • 13. 12 Diese Entzugssymptome dürften der häufigste Grund für das Scheitern der Diät sein. Ursachen Gluten und Kasein werden bei der Verdauung in opiumähnliche Stoffe zerlegt, die sogenannten Exorphine (Ex- im Gegensatz zu den körpereigenen Endorphinen), welche den Darm passieren, ins Gehirn gelangen und dort an Opiatrezeptoren andocken. Kasomorphine (Exorphine der Milch) sind auch in der menschlichen Muttermilch enthalten, sie regen das Baby zum Trinken an und führen zu einem erholsamen Schlaf. Mütter kennen das, wenn das Baby schon sanft an der Brust einschläft. Nun sind die Kasomorphine der Kuhmilch schon sehr viel stärker als die Kasomorphine der Menschenmilch, dazu hat sich in Mittel/Nordeuropa und Nordamerika noch eine spezielle Mutation durchgesetzt (A1), die Kühe und Ziegen im Rest der Welt liefern A2-Milch.(2) Nur unsere A1-Milch enthält das morphiumähnliche beta-Kasomorphin 7 (BCM7), der Unterschied zwischen A2 und A1 ist vielleicht wie der zwischen Opium und Heroin. Tabak, Kaffee, Alkohol Unter dem Einfluss der Exorphine neigt man auch zu anderem Suchtverhalten: • Kaffee wirkt der Dämpfung entgegen • Nikotin beschleunigt den Abbau der Exorphine und bildet mit diesen zusammen noch wirksamere Verbindungen • Alkohol ergänzt sie, indem es die Schmerzen dämpft und die innere Erstarrung auflockert, Gluten und Alkohol gehen eine Symbiose in der Superdroge "Bier" ein und werden bekanntlich im christlichen Abendmahl gemeinsam angebetet. Vitalstoffmängel Im Zusammenhang mit Gluten sind folgende Mängel nachgewiesen. Das dürften eine Liste mit den häufigst eingenommenen Supplementen sein(3): Vitamin A Folsäure Vitamin B 6 Vitamin B 12 Vitamin D Vitamin K Vitamin E Kalzium Magnesium Phosphor Eisen, Zink, Kupfer Selen essentielle Fettsäuren
  • 14. 13 Wers als Anhaltspunkt nehmen will: eklatant stechen die Mängel an B 6 (nach Untersuchungen von Bolland fast 50 % der Patienten) und Zink (dazu nächster Punkt Pyrrolurie), B 12 sowie Folsäure hervor, auch der Mangel an Fettsäuren ist bei verschiedensten Erkrankungen (z. B. AD(H)S) schon nachgewiesen. Bewährte Versender guter Nahrungsergänzungsmittel gibt es im Anhang. Unseren schmalschultrigen Frischkornbrei-Institutsexperten kann ich vor allem B6 und Zink ans Herz legen - das erhöht nämlich den Testosteronspiegel. Obs dann mit den Frauen klappt weiß ich nicht, aber es reicht ja schon, wenn man sich traut, ab und zu mal der Mutti zu widersprechen. Pyrrolurie Pyrrolurie ist ein Stoffwechselzustand, wo der Körper an einem starken Mangel an Vitamin B 6 und Zink leidet. Viele Pyrroliker vertragen kein Gluten.(4) Geschälter Reis führt zu Beri-Beri, Mais führt zu Pellagra und Weizen führt zur Pyrrolurie. Vor allem die psychischen Symptome der Pyrrolurie kommen fast vollständig vom Gluten. Pyrrolurie heißt übersetzt "Pyrrole im Urin" und ist eine häufige Form der Porphyrinurie, bei der HPL (Hämopyrrollaktam) mit dem Urin ausgeschieden wird. Sie soll bei ca. 5% der Bevölkerung vorkommen. Das HPL soll dem Körper Pyridoxal-5'-Phosphat (aktive Form von Vitamin B6), Zink und Mangan entziehen, wodurch ein Mangel an diesen essentiellen Stoffen entsteht. Der Mangel an B6, Zink und Mangan kann unter anderem Schwierigkeiten mit dem Stoffwechsel, dem Immunsystem, Haut und Haaren und der Schilddrüse verursachen, die sich typischerweise unter Stress verstärken. Pyrrolurie wird auch bezeichnet als Hämopyrrollaktamurie (HPU), Kryptopyrrolurie (KPU), Malvaria oder „Auftreten des Malvenfaktors im Urin“. Im englischsprachigen Raum findet man die Bezeichnungen Pyroluria, HPL, Mauve- factor oder China-doll-disease. Meine Meinung und offene Fragen: 1. Ein Vergleich der Symptome, Bemerkungen von Dr. Axel Bolland in „Pro Gesundheit - contra Gluten“ und meine eigene Erfahrung bringen mich zu der Schlussfolgerung: die Pyrrolurie ist eine spezielle Form der Glutenvergiftung. Siehe auch: Informationen über Gluten und Gliadin vom KEAC. Eine Behandlung der Pyrrolurie wird ohne Einhaltung einer glutenfreien Ernährung wirkungslos verpuffen. http://d117039.pem.kpn.net/de/wissen/gluten.html 2. Die englische Bezeichnung "China-doll-disease" nach dem weißen Puppengesicht deutet für mich auf eine Eisenmangel-Anämie hin. Ich verstehe nicht, dass nach der Pyrrolurie-Theorie zweiwertige Metalle ausgeschwemmt werden, und das Eisen liegt im Körper in einer zweiwertigen Verbindung vor, aber nirgends das Eisen erwähnt
  • 15. 14 wird. Zur Wertigkeit siehe Wertigkeit bei der Wikipedia: Zn II; Mn II u.a.; Mg II und eben auch Fe II neben 0, III und VI. Im Anhang finden Sie Labore, die Urintests auf Pyrrolurie durchführen, und Bezugsquellen für die zur Behandlung nötigen Präparate. Warum sagen es einem die Ärzte nicht? Hinweis vorweg: Verlassen Sie sich keineswegs allein auf die vollkornglutenfixierten deutschen Wissenschaftler. Eine Durchsicht entsprechender englischer Seiten ist unabdingbar. Und falls von irgendwelchen Studien die Rede ist - besorgen Sie sich die Originale. Oft steht was ganz anderes drin, als uns die Experten weismachen. Auch für Privatpersonen ist das über DIMDI [www.dimdi.de]problemlos möglich, ich habe es mal mit einer KPU-Studie gemacht. Die erste Frage ist: wenn das so wäre, dann müssten es einem die Ärzte doch sagen! Sagen Sie ja auch, Dr. Bolland, Dr. Faraji, nur eben nicht in der Masse. Man muss einmal festhalten: ein praktischer Arzt vor Ort ist auf die Informationen angewiesen, die er im Studium und durch die Fachpresse erhält, er sieht sich für gewöhnlich nicht in der Lage, eigene Untersuchungen durchzuführen. Also muss die Frage heißen: warum wird diese die Volksgesundheit betreffende Angelegenheit nicht von den Wissenschaftlern untersucht und die entsprechenden Erkenntnisse den Ärzten mitgeteilt? Die maßgeblichen Experten, welche die Meinung in Deutschland prägen, werden um die 40 sein, Single und noch bei der Mutti wohnen. Ihre sozialen Kontakte beschränken sich aufs Institut, abends wird gelesen, während Mami die Wäsche macht. So eine Lebensform ist nur möglich, wenn man sich mit Gluten zudröhnt, also wird man nichts dagegen sagen. Mit dem Gluten können die Frauen die Männer von sich abhängig machen. Wer sich als Mann auch nur mal probeweise eine zeitlang glutenfrei ernähren will, muss mit unerwartetem Widerstand von Seiten der Mutter, Partnerin usw. rechnen, die nicht tatenlos zusehen, wie der Sklave sich befreit. Die verbotene Frucht im Garten Eden, von der Eva gekostet hat, war ein Getreidekorn! Frauen müssen in einer Weise nach dem Gluten süchtig sein, wie man es sich als (heterosexueller) Mann nicht vorstellen kann.
  • 16. 15 Quellen und Kommentare 1. aus "Fibie und Freunde - Das Eltern-Kindergarten-Magazin" 4/06: Viele Kinder leiden gelegentlich unter Alpträumen. Doch meist helfen schon einfache Maßnahmen, Gespenster und Monster zu verjagen. Also soll man sich keine Sorgen machen, wenn: Oft müssen die Kleinen im Traum vor gefährlichen Gespenstern, Hexen, Monstern oder bösen Menschen flüchten, werden verfolgt, festgehalten und gefangen genommen. Das steckt ein Kind doch weg und die Eltern lassen sich von Expertengeschwätz beruhigen: Kein Grund zur Sorge. Notfalls: an den Kinderarzt oder einen Kinderpsychologen wenden. Da wäre ich mal gespannt, was die machen wollen. Komisch: meist in der zweiten Hälfte der Nacht. Früher konnte ich die Uhr danach stellen, dass Marc um ein Uhr nachts schreiend aus dem Schlaf erwachte. Seit der glutenfreien Ernährung ist das weg, der schläft jede Nacht durch und das sogar im Winter und sogar wenn wir das Angstlicht aus machen. Im Winter und Dunkelheit habe selbst ich Probleme. Nur bei seiner älteren Schwester waren die Monster schon zu lange da, die lutscht Daumen und knirscht nachts immer noch ab und zu mit den Zähnen. Der Artikel liefert noch die üblichen Tipps, wie Eltern die Monster mit dem Besen vertreiben sollen etc., setzt aber in einem Kasten noch eins drauf: „Keine Angst vorm Nachtschreck. ...wie aus heiterem Himmel aus dem Schlaf gerissen, schreit, keucht, schwitzt und hat die Augen weit aufgerissen ... ist vollkommen orientierungslos, kann von den Eltern weder geweckt noch beruhigt werden.“ Auch das ist keinesfalls ein Anlass zur Sorge, notfalls wenden sie sich vertrauensvoll an ihren Arzt oder Apotheker und vergessen sie ja nicht, regelmäßig ihre Psychopillen einzunehmen. 2. Über A1 und A2 bei milchlos.de 3. http://en.wikipedia.org/wiki/Gluten-sensitive_enteropathy_associated_conditions 4. http://www1.tip.nl/~t159602/de/wissen/gluten.html
  • 17. 16 GESELLSCHAFTLICHE URSACHEN Der technologische Rückschritt, Brot mit Hefe anstatt mit Sauerteig zu backen, die Italienwelle Pizza-Pasta, Frauen, die zur besseren Gesellschaft gehören wollen und darum unablässig Weißbrot und Kuchen auftischen und Mütter, die ihre Kinder nicht oder nicht lange genug stillen und frühzeitig mit Gluten vollstopfen. Gluten manipuliert die Gesellschaft Wie wir gesehen haben, verschleiert das Gluten seine Wirkung. Das führt bis dahin, dass die Bevölkerung von den Wissenschaftlern genau in die Richtung gedrängt wird, die dem Gluten gefällt. Hier mal einige Beispiele: VOLLKORN Vollkornernährung soll das Problem regeln. Da sind aber einige ganz anderer Meinung.[1] Die DGE ist ganz Fan davon.[2] Ich konnte noch nie Vollkorn essen, weil ich sofort schlimme Magenschmerzen bekommen habe. Die Gliadorphine erwähnen die logischerweise nicht, für mich ist es der verzweifelte Versuch, die Schadwirkung des Glutens abzuschwächen, wobei man offensichtlich den Teufel mit dem Beelzebub austreibt. Vollkornernährung ist eine typische Scheinlösung, die haben ein Übel erkannt und versuchen es zu beheben, indem sie es radikal verschlimmern. Dazu fällt noch einiges auf: Vollkorn soll das Krebsrisiko verringern. Woher kommt dieses Risiko? Man bekommt ja Krebs nicht einfach nur so aus Zufall. Muss ich jetzt Vollkorn fressen, weil ich sonst Krebs kriege? Kriege ich mit Garantie keinen Krebs, wenn ich Vollkorn futtere? Könnte man bitte vorher mal rausfinden, was die Ursachen für dieses Krebsrisiko sind? Ich finde das total fies, so mit der Angst vor Krankheiten zu argumentieren, das ist die typische Methodik des Glutens, das Arbeiten mit Angst, schwarze Pädagogik. Kleinkinder vertragen kein Vollkorn, das klammern die vollkommen aus. In dem Weltbild haben Kinder keinen Platz. Angeblich gibt es in Deutschland keinen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, wenn man sich ausgewogen ernährt. Wieso muss dann immer wieder betont werden, dass so viel davon in den Randschichten des Korns enthalten ist? Also doch ein Mangel in der Gesellschaft? Typisch auch, wie überheblich die DGE auftritt. Aus welchen Studien die ihre Erkenntnisse ziehen bleibt deren Geheimnis. "In mehreren Studien wurde festgestellt ..." - ja, in welchen? Es heißt dauernd "möglich" und "vielleicht". Das glaube ich nicht, da werden Details verschwiegen. Wir können zum Mond fliegen, da muss man so was doch wissen. Es "mehren" sich für mich allerdings auch "erste Hinweise", dass der ständige Verzehr von Frischkornbrei bei den Experten "möglicherweise" zu einer partiellen geistigen Umnachtung geführt hat. Der einzige
  • 18. 17 Weg, wenigstens Teile der Gluten-Gifte zu entschärfen, ist die traditionelle Sauerteigführung. So kenne ich das Brot aus dem Osten noch, das Zeugs heute verdient den Namen gar nicht mehr. Sauerteigbrot ist für den Glutenabhängigen aber wie alkoholfreies Bier für den Alkoholiker, darum wiegelt man gleich ab: „In einigen Berichten wird der Verzehr von Broten aus Natursauerteig empfohlen, diese Forderung ist nicht gerechtfertigt.“ obwohl durch Fermentation mit Sauerteig Weizenmehl anscheinend sogar für Menschen mit Zöliakie verträglich wird.[3] Den geht wohl der Arsch auf Grundeis, die bösen Sauerteigmikroben könnten auch nur eine kleine Aminosäure von ihrem guten Rauschgluten abzwacken. Dass Brot heutzutage nur noch mit Hefe und nicht mehr mit Sauerteig gebacken wird, ist ein absoluter technologischer Rückschritt.[4] Ich habe mal eine Weile mein glutenfreies Brot nur mit Sauerteig gebacken, es dann aber wegen dem Aufwand (lange Gehzeit) aufgeben müssen, da ich die ganze Familie glutenfrei ernähre, muss ich jeden zweiten Tag backen, da wird das zu viel. Als Ausgleich gibt es einen tüchtigen Schuss Effektive Mikroorganismen[5] nach Prof. Higa in den Teig. Wenn ich noch einen Wunsch habe, dann dass ich irgendwann mal glutenfreies Brot beim Bäcker kaufen kann, das nur mit Sauerteig, ohne Backhefe, gefertigt worden ist. 5-am-Tag Unter diesem Slogan wird propagiert, 5 Mal am Tag eine Handvoll Obst und Gemüse zu essen, um zu verhindern, dass die Bevölkerung immer fetter wird, außerdem soll es wieder mal gegen Krebs helfen.[6] Die Politik propagiert die Arbeitstätigkeit der Frauen, und ich frage mich wirklich: wenn beide Eltern arbeiten gehen, wie soll man die Kinder derart ernähren? Das geht gar nicht, das ist eine Ernährung für alternde Singles. Am Ende läuft es im Stress dann doch wieder auf Pizza und Pasta und Mikrowelle raus. Außerdem wird wissenschaftlich äußerst unsauber und mit pauschalen Begriffen gearbeitet. Es ist ein Fehler, Obst und Gemüse einfach so gleichzusetzen. Obst ist gut, Gemüse in vielen Fällen eine ungeeignete Ernährung, wenn man pauschal "roh" festlegt.[8] Kaum einer wird wissen, dass unser guter Kopfsalat ebenfalls Rauschgift enthält, der weiße Saft, der aus dem Strunk austritt. Aus einem biologischen Verwandten unseres Kopfsalats, dem Giftlattich, hat man früher das sogenannte "Deutsche Opium" gewonnen. Salat macht schlank - Heroin auch, mal übertrieben gesagt. Schon meine Kinder werden mit einer Aktion "Tigerkids" im Kindergarten indoktriniert.[7] Ich könnte mich viehisch drüber aufregen, wie man schon die kleinen Knirpse in Richtung Ernährungsstörung drängt. Wenn man sich die "Evaluation" genau durchliest, kommt allerdings raus: „Effekte auf Übergewicht und Adipositas waren noch nicht erkennbar.“
  • 19. 18 Das "noch" habe ich hervorgehoben - die Hoffnung stirbt zuletzt. Zum Glück, ich hatte schon einen Beschwerdebrief an die Verantwortlichen verfasst, haben die einen wesentlichen Tigerkidspunkt fallengelassen: die Betreuerin sollte früh mit einer Handpuppe den Inhalt der Brotdosen inspizieren und nach Gesundernährungskriterien bewerten, dazu sollte es einen Aushang geben, wo die Kinder aufgeführt sind und entsprechend Plus- oder Minuspunkte für das Essen erhalten. Man wollte die Kinder bestrafen, weil die Eltern das Falsche in die Brotbüchse getan hatten! Alternative Ablenkung Das Gluten hat einen Trick auf Lager: wenn die Schadwirkung auffällt, schiebt es Scheinschuldige vor. Die meisten Symptome von Elektrosmog, Erdadern, Amalgamvergiftung, CFS, MCS, Hypoglykämie etc. passen haargenau aufs Gluten, doch das schlägt sich seitwärts in die Büsche und ruft: haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken. Oder nehmen wir die Mitochondriopathie eines Bodo Kuklinski: ersetze "NO" durch "Gluten" und alles passt wunderbar. Viele der modernen Frauen mit ihrer Heroinfigur haben sich mit einer angeblichen "Unterzuckerung" wichtig, früher nannte man das Hysterie, und in Wahrheit sind das Gluten-Entzugserscheinungen. Licht Sonnenlicht, genauer der UV-Anteil, aktiviert Endorphine, welche in Konkurrenz zum Gluten treten. Also wird von den Wissenschaftlern einseitig die Hautkrebsgefahr übertrieben. Alle Studien, die belegen, wie wichtig Licht ist, werden ignoriert, denn die weisen nach, dass auf einen, der durch zu viel Licht Hautkrebs bekommt, 30 kommen, die durch zu wenig Licht andere Krebsarten bekommen. Allerdings ist das unnötig: bei hochgradiger Glutenvergiftung verträgt man kein Sonnenlicht mehr, wird auch nicht mehr braun, sondern höchstens rot. Die sind selbst im Hochsommer bleich wie die Zombies. Darum fällt auf, dass die maßgeblichen Experten dem Sonnenlicht fliehen, sich in ihren Büros und Laboren hinter den Jalousien verstecken und von dort aus die Bevölkerung mit Hautkrebs- Propagandabroschüren überfluten. Das alles ist Ergebnis der Schul- Konditionierung. Ich sehe einen Zusammenhang darin, dass das bekannte Anti-Krebsgen p53 neben Melanin auch β-Endorphin kodiert. Braun heißt glücklich. Die käseweißen Tussies sind vielleicht gut darin, in der Schule dem Lehrer in den Hintern zu kriechen, im Bett kann man sie vergessen, vor allem als Mutter vollkommen unbrauchbar. Ich habe im Fernsehen mal so eine Hautärztin gesehen, die Solariumsbesucherinnen die Hautalterung vorhielt. Die selber hat mich irgendwie an eine weißliche Qualle erinnert. Da muss man ja seltsam pervers sein, um für so eine "Frau" was zu empfinden.
  • 20. 19 Falls sich jemand durch den Hautkrebs nicht schrecken lässt, wird vorsorglich eine unheimliche Zeckengefahr beschworen, wenn man auch nur eine Zehe ins Gras setzt. Am Besten zu Hause in der dunkeln Stube bleiben. Gegen FSME impfen hilft nicht - da lauert noch die viel heimtückischere Borreliose. Stillen Dem Gluten gefällt es auch nicht, wenn jemand zu lange gestillt wird. Man will Dicke und Raucher durch Krankenkassenzuschläge bestrafen, dabei sollte man Mütter bestrafen, die ihr Kind nicht oder nicht lange genug stillen, denn das ist die Wurzel von hunderten späterer Krankheiten. Entsprechende Studienergebnisse werden totgeschwiegen. Es wird zwar halbherzig das Stillen propagiert, aber nur pro forma. Die WHO empfiehlt, 6 Monate voll zu stillen und bis zu 2 Jahre mit Beikost. Das ist mit den Frauen, die ich kenne, nicht durchführbar, am allerwenigsten mit den Karrieregeilen, welche die Plage so schnell wie möglich zur Tagesmutti oder in die Krippe abschieben, um dann vielleicht als Ernährungsberaterin andere zur Vollkornvergiftung zu drängen. Milchpulver sollte nur in der Apotheke auf ärztliches Rezept hin verkauft werden sowie die Werbung dafür (es ist unglaublich, mit was für Werbung geschwächte Wöchnerinnen überschüttet werden) müsste verboten werden.[9] Die Zöliakie-Epidemie mit abgemagerten KZ-Kindern begann damit, dass die bessere Gesellschaft Stillen unfein fand und ihren Nachwuchs mit Weizenbrei vollstopfte. Davon musste man abkommen, da die Kinder reihenweise verreckt sind, aber viel besser ist es seitdem nicht geworden. Siehe auch „Die Basisallergie“. Allerdings ist nachgewiesen, dass Abbauprodukte von Gluten und Kasein in die menschliche Muttermilch übergehen.[15] Da wird die Muttermilch total vergiftet, in diesem Fall ist wahrscheinlich die Flaschennahrung bei allen Nachteilen sogar besser, den die ist glutenfrei. Fleisch Fleischverzehr ist dem Gluten ein Gräuel. Seine Schadwirkung wird durch den Umweg über Fleisch entschärft. Also muss man den Fleischverzehr als möglichst gesundheitsgefährlich darstellen, was auch geschieht. Ernährungsformen wie ovo- lacto Vegetarismus, Vollwerternährung mit Frischkornbrei usw. signalisieren den Sieg des Glutens. Wir haben den absurden Zustand, dass eine zunehmende Zahl von Menschen, vor allem ältere kinderlose Frauen, für irgendwelche Viecher mehr Gefühl entwickeln als für die Angehörigen der eigenen Art. Vegetariern sind auch schon ihre Kinder weggestorben, wegen des Mangels an B 12.[10] Da haben wir wieder die Verhinderung der Fortpflanzung.
  • 21. 20 Glutenjüger Besonders hervorgetan hat sich der Autismus e. V. Deutschland mit seiner Broschüre "Autismus und Stoffwechselerkrankungen". Obwohl in den USA, wo es eine Autismushäufigkeit von 1 : 160 gibt, die gluten- und kaseinfreie Ernährung (gfcf) Standard ist, spricht sich der Autismus e. V. in diesem Werk offen dagegen aus: „TherapeutischeMaßnahmen wie die Einleitung einer Gluten- oder Kuhmilchfreien Diät ohne Nachweis spezifischer Antikörper ... sind aus medizinischer Sicht nicht gerechtfertigt.“[11] Dann wird noch richtig Angst gemacht „Solche probatorischen Diäten stellen für die Patienten eine unfreiwillige Beschränkung dar und können langfristig sogar schädlich sein.“ (probatorisch: zur Klärung einer Diagnose versuchsweise durchgeführt) Aha, schon der Versuch ist strafbar? Die wissen wohl, wie schlimm es für einen Glutensüchtigen ist, auf sein Rauschgift zu verzichten. Häufig essen Autisten vor gfcf aber nur Nudeln, Käse und Joghurt, kein Fleisch, kein Obst, kein Gemüse - das ist die wahre einseitige Mangelernährung. Die empfohlenen Untersuchungen[12] enthalten auch keine Tests auf Antikörper auf Weizenmehl/Gluten und Milch - nicht mal die häufige Zöliakie wird getestet. Damit schließt sich der Kreis: man testet einfach die Antikörper nicht und postuliert dann: ohne Antikörper keine Diät, und die Antikörper braucht man nicht testen, weil die Diät sowieso nicht hilft. Das ist doch super, so können wir auch Diabetes abschaffen: wir testen einfach den Blutzucker nicht mehr. Hier mal paar Links mit Gegenmeinungen:[13] Sinnigerweise kommt dieses Machwerk von der Justus-von- Liebig-Universität Giessen (auf die sollte mal jemand Verstand ausgießen): erst die Erfindung der chemischen Düngung durch den Justus hat die heutige Überladung der Ernährung mit Weizenmehl möglich gemacht. Wer will das? Wer will, dass wir Gluten essen und dadurch krank werden? Der Finanzminister aus Angst um die Rente wohl nicht, wie Bolland annimmt, das wäre ein Nullsummenspiel, weil die Krankenkassenkosten billiger werden würden. Auch die Nahrungsmittelhersteller, die Wai im Verdacht hat, sind da eher Mitläufer. Der Bauer baut das an, was das meiste Geld bringt, und die Produzenten stellen her, was die Menschen kaufen. Denen ist das vollkommen egal, ob das Weizen oder Mais oder Hirse ist und ob das Gluten enthält oder nicht. Zuständig für die Untersuchung solcher Angelegenheiten von gesellschaftlicher Bedeutung sind die Universitäten, die
  • 22. 21 aus Steuermitteln finanziert werden. Und da tut sich nichts. Vielleicht haben die für Forschung keine Zeit, weil die ihren Frischkornbrei schroten müssen. Die Alternativen (Heilpraktiker etc.) kann man auch vergessen, die sitzen mit im selben Boot (man denke nur an Bruker, Schnitzer, Mayer & Co.). Die sind noch auf was ganz Spezielles verfallen: wenn die ihre Kinder so mit dem Gluten vergiftet haben, dass die nur noch spastisch zucken können, erklären die, das wäre eine neue Sorte Mensch, die Indigo- oder Kristallkinder. Na, wers glaubt ... Normalerweise kommt "Experte" von lat. "experior, expertus sum", ein Deponens, "erfahren haben"; aber bei unseren kommt es anscheinend statt dessen von "expers, expertis" - "unteilhaftig, ohne Anteil" - an Wissen und eigener Erfahrung. Aber mal ernsthaft: In der DDR-Schule lernte ich, dass der Imperialismus vom MIK, dem Militärisch- Industriellen-Komplex, beherrscht wird. Das stimmt heutzutage nur noch halb, heut ist es der Medizinisch-Industrielle-Komplex. Einer erkleckliche Anzahl von Menschen, auch in der eigenen Verwandtschaft, lebt davon, dass die Menschen krank sind. Und wenn Gluten krank macht - um so besser. Eine deutschlandweite Einführung nur der glutenfreien Ernährung (nicht mal Milch weggelassen) würde die Gesundheit entscheidend verbessern - und die Konjunktur würde zusammenbrechen. Unser Wirtschaftswachstum basiert darauf, dass die Menschen immer kränker werden. Man braucht nur mal auf die Wissenschaftsförderung schauen - da gibt es die maximale Steigerung in der Forschung an Parkinson und Alzheimer. Wie schon Upton Sinclair bemerkte: It is difficult to get a man to understand something when his salary depends on his not understanding it.[14] Vielleicht spielt auch der Semmelweiß-Reflex[16] eine Rolle, aber so schlimm wie damals wird es schon nicht kommen: Diese Entdeckung von Semmelweis bewies, dass die behandelnden Ärzte eine Mitschuld am Tod vieler Mütter trugen. Einige Ärzte veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner hingegen feindeten Semmelweis stark an, da es ihrem Selbstbild widersprach, als Heilkundige schuld am Leiden ihrer Patienten zu sein.[16] Alter Dazu kommt noch was Komisches: die Wissenschaft scheint sich nur mit Krankheiten zu befassen, die man mit > 60 Jahren bekommt. Die tun so, als könnten junge Menschen nicht krank werden. Mir selber wurde, als ich mich dem Selbstmord nahe in die Nervenheilanstalt begab, vom Oberarzt bedeutet: "Reißen sie sich zusammen, junger Mann, wer soll den mal meine Rente verdienen". Ich
  • 23. 22 dachte an einen Einzelfall, aber inzwischen fällt mir im Bekanntenkreis und in Internetforen auf, dass Krankheiten junger Menschen von den Ärzten ignoriert und heruntergespielt werden, selbst notwendige Laboruntersuchungen werden versagt. Da steckt System dahinter: Glutensystem, das ist die Matrix. Ein Beispiel: bei Alzheimer und Parkinson wird emsig geforscht, die massive Zunahme von Schilddrüsenerkrankungen bei jungen Frauen, die mir sogar im Bekanntenkreis auffällt, wird ignoriert. Dabei ist sonnenklar, dass Ersteres nicht die Gesellschaft gefährdet, sondern das Zweite, wenn die Frauen dadurch am Kinderkriegen verhindert werden. Die kinderlosen, glutenberauschten "Experten" träumen wahrscheinlich vom ewigen Leben, neuerlich sollen es die Stammzellen bringen. Dass man in seinen Kindern weiterlebt, ignorieren die. Und als Ablasshandel könnte es Schuldgefühle gegenüber den eigenen Eltern kompensieren, die man für die Karriere ins Heim gesteckt hat. Mutti schuld Was mir bei der bei Autismus erfolgreichen gluten- und kaseinfreien Ernährung (GFCF) aufgefallen ist: Warum sorgt man nicht vor? * In den meisten Fällen von frühkindlichem Autismus hilft der Verzicht auf Gluten und Kasein (gfcf, außer in Deutschland, die sind da anders). * Die Symptome dieser Störung müssen vor dem dritten Lebensjahr auftreten, sonst ist es was anderes. Schlussfolgerung: * Wahrscheinlich reicht schon glutenfreie Ernährung bis zum dritten Lebensjahr, dann würde der frühkindliche Autismus nicht mehr auftreten. Da frage ich mich: warum warnen Eltern, die das erleben müssen, die anderen nicht? Warum lässt man werdende Muttis da ins offene Messer laufen? Ist es da ein latenter Hass von Betroffenen, der anderen dasselbe Unglück wünscht? Amerikanische Initiativen sind einseitig auf Impfschäden fixiert, der quecksilberhaltige Konservierungsstoff Thiomersal soll Schuld sein, seit der raus ist und der Autismus dennoch nicht weniger wird, sind die am Rudern mit der Begründung, aber die Impfung soll es trotzdem sein. Man muss mal eindeutig festhalten: 1.) Wenn ein Kind krank wird und 2.) wenn die gluten- und/oder kaseinfreie Ernährung diese Krankheit bessert dann 3.) ist die Mutti an der Erkrankung des Kindes schuld, weil sie es nicht lange genug gestillt/während des Stillens Gluten/Kasein verzehrt/zu zeitig mit Gluten vollgestopft hat.
  • 24. 23 Vorteile So komisch es klingt: die Glutenfalle hat auch positive Seiten. Im Grunde war es seit dem Augenblick, als die erste Steinzeitfrau Samen von Süssgräsern sammelte und wieder aussäte, eine logische Entwicklung bis zum heutigen Stand. Es schließt sich ein Kreis, von kein Gluten für niemand zu genug Gluten für alle. Die deutsche "Wende" 1989 brachte diesen Zustand für das gesamte deutsche Volk. Nun waren die Unterschiede zwischen den Menschen, "was die Mode streng geteilt" (Schiller), immer zuerst Unterschiede in der Glutenzufuhr. Früher hatte die Oberschicht genug Weißbrot und Kuchen, um sich als was Besseres zu fühlen, und die Unterschicht gerade genug Roggenbrot, um das irdische Jammertal zu überstehen. Heute kann sich selbst die Unterschicht mit feinsten Hartweizennudeln dopen. Es wird für die da oben immer schwieriger, sich von den da unten abzugrenzen. Kompliziert für den Arzt, den "Gott in Weiß", sein Alleinstellungsmerkmal zu halten, wenn der Patient sich mit Hilfe des Internet kundig macht und am Ende erfolgreich selbst behandelt. Darum ist das Internet eines der Sargnägel für die Autorität, in dem es die letzte Domäne, das Wissensmonopol, bricht. Und wer denkt, die heutige Entwicklung wäre was ganz Neues: das hatte man doch schon mal. In der Endphase des römischen Reiches ging es ganz genauso zu wie heute. Das römische Reich war ein Höhepunkt der Getreidekulturen, und am Ende wurden die dekadent. Unsere Gesellschaft befindet sich im Augenblick im Übergang zur Volldekadenz. Der Unterschied: zum Untergang des römischen Reiches trug wesentlich bei, dass die Oberschicht keine Kinder mehr bekam. Damals nur die Oberschicht, heute die ganze Gesellschaft. Im Römischen Reich hieß es: "panem et circenses", "Brot und Spiele", um die Bevölkerung ruhig zu stellen, heute heißt es "Bier und Fußball". Quellen und Kommentare 1. http://web.archive.org/web/20090218012900/http://www.das- eule.de/html/eu_l_e_n-spiegel_ausgabe_4-5_22.html 2. http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=179 3. Di Cagno, R. et al.: Sourdough bread made from wheat and nontoxic flours and started with selected Lactobacili is tolerated in celiac sprue patients. Applied and Environmental Microbiology 2004/70/S.1088-1096. http://web.archive.org/web/20090220114935/http://aem.asm.org/cgi/content/full/7 0/2/1088?view=long&pmid=14766592 4. Die Wikipedia bemerkt: In Deutschland lieferten im 15. und 16. Jahrhundert die Brauer und Schnapsbrenner den Bäckern die erste Hefe. In Frankreich war diese Technik lange umstritten, da die Bevölkerung eine Gesundheitsgefährdung durch dieses neue Lebensmittel fürchtete. Da haben die sich nicht geirrt. In Ostdeutschland hatte die Wende, die eine Ablösung des Sauerteig-Mischbrotes durch das Hefe-Weizenbrot bracht, ähnliche Folgen: die Kinder sind alle krank, zumindest eine Allergie hat jedes. 5. http://www.em-sanierung.de/
  • 25. 24 6. www.5amtag.de/index1.php 7. Tigerkids.de 8. http://www.youngerthanyourage.com/13/plants.htm 9. http://www.erieping.de/flaschenkinder.htm Frau Rieping [http://www.erieping.de/]hat mit der Beobachtung, dass viele dieser heutigen Seuchen zuerst in den besseren Kreisen auftraten, den Finger auf der Wunde. Ein Glück, dass ich arm bin, das hat mich vor vielem bewahrt. Auch Contergan war vornehmlich das Mittelfür die reichen Privatpatientinnen. Warum Milchpulver verboten werden muss (englisch): http://www.youngerthanyourage.com/13/breastfeeding.htm 10. RohkostWiki: http://www.allesroh.at/ Bei Susanne B. endete der B12 - Mangel nach 8 Jahren veganer Rohost nicht so glimpflich. Ihr Sohn ist daran gestorben. Zu spät kam die Hilfe und die richtige Erkenntnis... Ein ihr bekannter Ernährungswissenschaftler warnte sie noch, indem er meinte: "Pass bloß auf! Aus meiner eigenen Bekanntschaft sind zwei Fälle von B12 Mangel aufgetreten, und die mussten dann ins Krankenhaus. Das erste Kind übersteht es meist auch noch ganz gut, da die körperlichen Reserven noch da sind, doch beim zweiten Kind wird es dann schon kritisch." Susanne ließ sich daraufhin von einem Arzt ihren B12 -Mangel bestätigen. Doch Pillen, Chemiezeug oder gar Tierisches, Nein, das wollte sie nicht. "Ich habe dann immer einen Haufen Wildkräuter an den Salat gemacht. Das hat schon kein Hase mehr gegessen. Auch hab ich dann zu dem Kleinen gesagt, komm wir müssen das essen, die Kräuter die helfen uns..." Ab und zu haben wir dann auch Rohmilch, Sauerkraut und ein rohes Ei zu uns genommen. Doch dann war es schon zu spät. Ich stillte ihn ja weiter noch, doch darüber hinaus hat er sich geweigert etwas zu essen. Und wenn beim B12 - Mangel die Grenze überschritten wird, dann kriegen die so 'ne Brechsucht . Der Kleine hat nur noch gebrochen, gebrochen und gebrochen, da blieb überhaupt nichts mehr drin. Wir sind dann mit ihm ins Krankenhaus, als er ein Jahr alt war und aussah wie ein Buchenwaldkind. Ich muss froh sein, dass sie mir da keine Anzeige angehängt haben, er sah total schlimm aus, aber die hatten ja gesehen, dass ich das nicht mutwillig getan habe, sondern dass ich da einfach reingerutscht bin. Es wurden ihm B12- Spritzen etc. gegeben. Die Blutwerte waren so niedrig gewesen, dass der eigentlich schon hätte tot sein müssen. Und da haben sie ihn gerade noch von der Schippe geholt. Der Arzt meinte dann zu mir, dass mein Sohn die nächste Woche nicht überlebt hätte, wenn ich so weiter gemacht hätte. Mit B12-Spritzen und Bluttransfusionen etc. wurde er im Krankenhaus dann vollgepumpt, und dann ging es ihm zunächst wieder gut, und er konnte auch wieder etwas essen. Doch hielt dies nicht so lange an, und mit eineinhalb Jahren ist er dann gestorben. Neben den Schwindelanfällen, die auch ich immer so hatte, hab ich mir alle Zähne bis auf 7 Stück ziehen lassen, vor lauter Schmerzen... Der in solchen Kreisen bekannte Urkostguru Konz (Der große Gesundheits-Konz) hat eine Lösung parat: Frage Dich warum das B12 Märchen immer wieder in den Medien aufgetischt wird.?...Ameisen essen sollten auf jeden Fall die Schwangeren, wenn sie keine mit Milbenhonig besprenkelten Blätter zu sich nehmen. Bei einigen Frauen kann es aus noch nicht geklärten Gründen zu einem Vitamin B12 Mangel kommen, den man schnell mit den knackigen, würzigen - vorher zerdrückten - Insekten beheben kann. Wenn kein Wald mit Ameisennestern in der Nähe sein sollte, wo die B12-haltige Ameisensäure ohne das Essen
  • 26. 25 der Tierchen durch Überstreichen eines Ameisennestes mit einem Grashalm oder bespeicheltem Finger zu erhalten ist... 11. Neubauer, B. und Hahn, A.: Autismus und Stoffwechselerkrankungen Bundesverband "hilfe für das autistische kind", Hamurg 2004. 12. :Empfohlnene Untersuchungen bei Autismus: http://www.ukgm.de/ 13. http://www.greatplainslaboratory.com/german/glutencasein.html http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=24728 http://www.milchlos.de/milos_0505.htm 14. Es ist schwierig einen Menschen dazu zu bringen, eine Sache zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er sie nicht versteht. 15. * Kilshaw, P.J. et Cant, A.J. (1984): Passage of maternal dietary protein into human breast milk. Internat. Arch. Allergy Appl. Immunol. 75, 6-15 * Stuart, C.A., Twiselton, R., Nicholas, M. et Hide, D.W. (1984): Passage of cow's milk protein in breast milk. Clin. Allergy 14, 533-535 * Axelsson, I., Jacobsson, I., Lindberg, T. et Benediktsson, B. (1986): Bovine beta- lactoglobulin in human milk. Acta Paediat Scand. 75, 702-707 * Troncone, R., Scarcello, A., Donatiello, A., Cannataro, P., Tarabusco, A. et Auricchio, S. (1987): Passage of gliadin into human breast milk. Acta Paediat. Scand. 76, 453-456; Pubmed 16. Wikipedia: Ignaz Semmelweiß: Der Begriff beschreibt die "unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes".
  • 27. 26 DIE BASISALLERGIE Beschreibung und Bezugsquellen für das gleichnamige Buch siehe die Literaturliste im Anhang.. Ursula Jonsson: Die Basisallergie. So befreien Sie sich selbst von chronischen Krankheiten. Homepage unter (1). Beschreibung Kurzgefasst kann man die Theorie von der Basisallergie so beschreiben: Alle Erwachsenenkost ist artfremd. Bei gesunden, erwachsenen Personen wandelt das Immunsystem die Nahrung in arteigene Stoffe um und passt sie der "inneren Identität" des Organismus an. Aber beim Säugling ist das Immunsystem noch tolerant, d.h. es arbeitet noch nicht. Darum stellt die Natur arteigene Muttermilch zur Verfügung. Wenn wir Brustmilch mit anderer, artfremder Nahrung ersetzen, meistens mit Kuhmilch und Mehl, gewöhnt sich der Organismus des Kindes daran und wenn der Anpassungsmechanismus nach einigen Monaten anfängt, sich der Nahrung anzunehmen, fasst das Immunsystem die zu früh gegebenen Nahrungsstoffe irrtümlich als arteigene auf. Darum können sie ungestört die Schutzbarrieren passieren. Ihr falscher Pass gilt das ganze Leben, sodass wir Tag für Tag unseren Zellen mit der Hauptnahrung artfremde Nahrung zuführen, was früher oder später zu Krankheiten führt. Mit Basisallergie meinen wir also eine Art Überempfindlichkeit oder Unverträglichkeit gegen Milch und andere Bestandteile, die im Muttermilchersatz vorkommen. Durch das Blut und die Brustmilch können diese artfremden Stoffe auch dem ungeborenen Kind schaden, sodass es Basisallergiker werden kann, auch wenn es lange genug gestillt wird. Darum empfehlen wir allen werdenden und stillenden Müttern in der jetzigen Generation, Basisallergiediät zu halten (u.a. ohne Milch, Mehl, Hefe und Glutamat) und mindestens sechs Monate lang ohne Zugabe zu stillen, um psychischen Krankheiten, Allergien, Herz- und Gefässkrankheiten bei ihren Kindern vorzubeugen. Behandlung Diät Basis der Behandlung ist die Einhaltung einer streng gluten- und milchfreien Diät unter Verzicht auch auf Hefe und Glutamat. Unter günstigen Verlaufsumständen können Getreide und Milch nach einer gewissen Zeit und Abklingen der Symptome wieder vertragen werden.
  • 28. 27 Homöopathie Die Diät kann durch homöopathische Mittel unterstützt werden. Verwendet werden Rhinoplex 13, 14, 15 der schwedischen Firmal DCG. Inhalt: Rhinoplex 13: Kuhmilch Lac vaccinum D12, Saccharum ad q. s., 140 Globuli, lactosefrei Rhinoplex 14: Mehl von Roggen, Gerste, Hafer und Weizen D12, 100 Lactoseglobuli. Rhinoplex 15: Gluten D12, 100 Lactoseglobuli In Deutschland sind nach Angaben der DHU erhältlich (als Tabletten, Globuli oder Tropfen): Gluten: nicht erhältlich Kuhmilch: Lac defloratum (abgerahmte Milch vom Hausrind) Weizen: nicht erhältlich Roggen: Secale cereale Gerste: Hordeum sativum (=Saatgerste) Hafer: Avena sativa Wer homöopathieskeptisch eingestellt ist, muss sich verdeutlichen, dass es um eine Desensibilisierung geht, die als einzig bekannte ursächliche Behandlung bei Allergien in der Schulmedizin gilt. Das Allergen in homöopathischen Dosen (bis 1:100.000) zugeführt bringt die Allergie aus bisher ungeklärten Ursachen zum Abklingen. D12 entspricht einer Verdünnung von 1:1.000.000.000.000, das ist eine relativ niedrige Potenz, in der durchaus noch die Ausgangssubstanz enthalten ist. Bezugsquellen Rhinoplex gibt es nach meinen letzten Infos bei: Ruperti-Apotheke Lindenstr. 14 83395 Freilassing Tel.: 08654-9374 Fax: 08654-9791 eMail: ruperti.apotheke [at] t-online [dot] de Preis: Je 20,98 Euro + Versandkosten Meine Meinung Frau Jonson ist die erste, die das Thema Gluten - Kuhmilch in Deutschland öffentlich gemacht hat, dafür gebührt ihr Ehre und Anerkennung. Entdeckt in den
  • 29. 28 70ern, ist das Buch erstmalig 1992 auf Deutsch erschienen. Getan hat sich seither gar nichts, dieses Thema wird von Alternativ- und Schulmedizin in seltener Einmütigkeit ignoriert. Allerdings: die Hoffnung, nach einem halben Jahr Basisdiät wieder alles vertragen zu können, hat sich bei mir ganz schnell zerschlagen. Da sollte sich keiner irgendwelchen Illusionen hingeben. Das Rhinoplex habe ich mir einmal bestellt, und muss sagen: es wirkt ein wenig, aber für mich viel zu schwach. Es wäre auch zu schön gewesen. Wo es bei mir den absoluten Aha-Effekt gab und wie Gummi von den Augen fiel: Frau Jonson führt die Zunahme der Allergien im Osten seit der Wende auf den vermehrte Zufuhr von Weizenmehl und Kuhmilch zurück. Thats it. Ich selber hatte beobachtet, wie sich die Menschen seit der Wende veränderten, und hatte keinerlei Erklärung, da musste mich erst Frau Jonson drauf bringen. Was ich allerdings nicht verstehe: es gibt in Deutschland alles als homöopathisches Mittel, bis hin zum Geifer tollwütiger Hunde - aber kein Gluten und kein Weizen. Das finde ich sehr seltsam, und in mir keimt der Verdacht, dass da Absicht dahinter steckt. Vielleicht ist ja homöopathisches Gluten das einzige, was man wirklich braucht. Da haben die wohl Schiss, dass der Heilpraktiker dann alleine in der Praxis sitzt. Gluten und Kindheit Aufbauend auf dieses Thema, möchte ich mich dem sehr wichtigen Punkt widmen, dass es neben der Glutenmenge entscheidend ist, wann die erste Glutenzufuhr erfolgt. Der folgende Abschnitt geht allerdings noch nicht auf die wichtige Trias Rausch-Anpassung-Entzug ein. Schock, Anpassung, dann Erschöpfung von Ron Hoggan(2) „Die meines Wissens beste Quelle über diese Problematik ist ein kanadischer Wissenschaftler namens Hans Selye, der einen Bericht über seine Experimente mit Ratten 1936 in "Nature" veröffentlichte. Er skizziert die Wirkungsweise der Mechanismen, wenn sich ein Tier an eine Verletzung oder eine ständige körperliche Beeinträchtigung gewöhnt. (Er benutzte den Begriff "Stress", aber er meinte das nicht in dem Sinne, in dem wir den Begriff verwenden.) Durch Selyes Beschreibung der Anpassung könne wir am besten den Prozess verstehen, weswegen uns ein Allergen in der Nahrung nicht auffällt,abgesehen vom Gefühl ständig schlechter Gesundheit. Er hielt diese Ratten unter sehr kalten Bedingungen. Anfangs, während der ersten 2 Tage, befanden sie sich in einem Schockzustand. Dann passten sie sich an die Kälte an und verhielten sich normal, scheinbar gleichgültig
  • 30. 29 gegenüber der Temperatur. Dann, sehr viele Wochen später, fielen sie plötzlich tot um. Ihr Tod war weit vor der normalen vorraussichtlichen Lebenserwartung der Ratten. Selye formulierte drei Stufen für diesen Prozess: 1. Schock 2. Anpassung 3. Erschöpfung In der frühen Kindheit findet man Kolik, Fieber und Erbrechen, und wir akzeptieren das als einen normalen Teil der Kindheit. In einigen Fällen sind das die Zeichen der ersten Stufe von Anpassung an einen Stressfaktor. Wie bei anderen Immunreaktionen sollte ein Kind keine Reaktion zeigen, wenn es das erste mal diesen Nahrungsmitteln ausgesetzt wird. Die meisten von uns würden zwischen der Erkrankung des Kindes und dem Essen, das wir ihm zwei Tage vorher gegeben haben, keinen Zusammenhang sehen. Wenn wir fortfahren, dem Kind täglich oder jeden zweiten Tag glutenhaltige Nahrungsmittel zu geben, erreicht das Kind Stufe zwei. Dann sollte sich das Kind normal benehmen und vollständig gesund erscheinen. Erst wenn das Kind (zu dieser Zeit gewöhnlich ein Erwachsener) sich der Stufe der Erschöpfung nähert, beginnen wir ernsthafte Anzeichen des Abbaus zu sehen. Es ist auf dieser Stufe, dass Krebs oder andere tödliche Folgen wahrscheinlich werden. Ich kenne keine Internetseite, wo diese Information erreicht werden kann. Ich habe es von: Anagnostakos & Tortora: Principles of Anatomy and Physiology. 6th ed., Harper & Row, NY, 1990, p. 536 Richard Mackarness: Not All in the Mind. Thorson's, San Francisco, Ca. 1994, p. 33 Ins selbe Horn stößt die Gesundheitsdetektivin Frau Prochazka:(3) Das kurze Alarmstadium (Allergie), vielleicht mit Erbrechen, Durchfall oder Ekzem o.a., beim Erstkontakt mit Weizen (z.B. Kindergrieß als Säugling), wird meistens übersehen oder nicht ernst genommen. Dann paßt sich der Organismus an diesen (täglichen) Streß an, er maskiert die Allergie, sodaß sie unsichtbar ist. Diese Anpassung ist abhängig vom Immun-System und schwächt es. Daneben gibt es betreffs Zöliakie folgendes:(4) Bisherige Studien haben nämlich gezeigt, dass ein Hinauszögern der ersten "Glutenmahlzeit" keinen Schutz vor Zöliakie bietet sondern im Gegenteil das Zöliakierisiko sogar erhöht. Hoppla - wie soll man das einordnen? Es ist ein Beweis, dass Frau Jonson Recht hat. Man will das Gluten mit Gewalt in die Kinder reinkriegen, und damit die Basisallergie erzeugen - und hat nur ein schmales Zeitfenster von ein paar Monaten. Bis mindestens zum dritten Monat bringt das Gluten das Kind sofort um. Danach kann es sich durchschmuggeln, aber ungefähr nach dem 6. Monat ist das
  • 31. 30 Immunsystem zu ausgereift, um das zuzulassen. Für mich ist Zöliakie der verzweifelte Versuch des Organismus, sich gegen das Gluten zu wehren, sozusagen "Not-Aus". Es gibt zwei Formen dieser letzten Wehr: Zöliakie, wo die Aufnahme von Nährstoffen im Darm unterbunden wird, und Magersucht, wo man gleich gar nichts isst. Psyche Diese Vorgänge betreffen neben dem Organismus auch die Psyche. Bekanntlich entwickelt der Mensch erst ungefähr ab dem dritten Lebensjahr die Gehirnstrukturen für bleibende Erinnerungen. Das heißt nicht, dass er sich vorher nichts merkt, aber vorher sind es eher unklare Gefühle statt klare Bilder. Darum ist es für die Glutenformung des Menschen wichtig, die entscheidenden Abläufe vor dem dritten Lebensjahr zu platzieren, damit man sich später ja nicht dran erinnern kann, und die Durchführung erfolgt in der Nacht, da wird die Psyche weichgeklopft. Alpträume Hier noch mal das gekürzte Zitat aus Fiebie: „Viele Kinder leiden gelegentlich unter Alpträumen. Doch meist helfen schon einfache Maßnahmen, Gespenster und Monster zu verjagen. Oft müssen die Kleinen im Traum vor gefährlichen Gespenstern, Hexen, Monstern oder bösen Menschen flüchten, werden verfolgt, festgehalten und gefangen genommen. ...wie aus heiterem Himmel aus dem Schlaf gerissen, schreit, keucht, schwitzt und hat die Augen weit aufgerissen, ist vollkommen orientierungslos, kann von den Eltern weder geweckt noch beruhigt werden.“ Damit baut man eine Büchse der Pandorra auf, die den Menschen weich klopft. Die Psyche wird nachhaltig geschädigt, so dass man nachher den Wissenschaftlern alles glaubt - aus Angst, sonst kämen die Monster wieder. Unverständlich für mich ist, mit welcher Gefühlskälte die Eltern zusehen, wie die Seelen ihrer Kinder sterben, die scheinen kein Mitgefühl mit menschlichem Leid und Schmerz mehr zu haben. Hauptsache Geld und Karriere, so gefällt es dem Gluten. Später erinnert man sich wie gesagt nicht mehr daran, dazu zitiere ich noch mal aus meiner Gewährszeitschrift TV14: Warum vergessen wir unsere Träume? Weil unser Gehirn uns von den Folgen von Albträumen schützen will. Für unser Denkorgan sind auch die bizarrsten Träume Wirklichkeit, wir erleben und lernen im Schlaf so viel wie im Wachzustand. Denn wären wilde Alpträume ebenfalls Teil unseres ständigen Gedächtnisses, könnten wir irgendwann nicht mehr zwischen Realität und Traum unterscheiden.
  • 32. 31 Wir erinnern uns daher nur an Träume, die wir beim Übergang zur realen Welt haben - kurz vor dem Aufwachen. Und noch viel weniger als ein Erwachsener kann ein Kind Traum und Realität unterscheiden - da vermischen sich dann später die Monster im Alptraum mit den islamischen Terroristen. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass fehlende Traumerinnerung bei der Pyrrolurie als diagnostisches Kriterium angegeben wird (für mich allerdings ein unbrauchbares) und die Dosierung von B 6 an dem Eintritt der Traumerinnerung gemessen wird. Entbehrungsreiche Kindheit Frau Jonson bekam in den 70ern Probleme, mit Beginn der Glutenüberflutung. Nun geht das nicht allen so, dass versuche ich meinen Eltern vergeblich zu erklären. Die entbehrungsreiche sprich glutenarme Kindheit nach dem Kriege hat eine noch halbwegs normale Entwicklung ermöglicht, so dass viele die in späteren Jahren erfolgte Glutenmaximierung besser vertragen als wir im Überfluss geborenen. So gehungert, dass es geschadet hätte, haben die offensichtlich nicht, also hat man den Fakt, dass auch bei denen eine Glutensucht vorlag, die eben auf Grund der äußeren Umstände nicht befriedigt wurde. Man kann im Nachhinein nicht entscheiden, was war Hunger und was waren Entzugserscheinungen. Wenn so einer später genug Gluten bekommt, dann ist er der Meinung, im Paradies zu sein, und so einer sieht alles ein, aber nicht dass es schädlich sein könnte. So lange solche unser intellektuelle Landschaft prägen, ist keine Hoffnung, das wird erst vielleicht, wenn die schon in der Jungend geschädigte Generation ans Ruder kommt, die mit Allergien und Unverträglichkeiten aufgewachsen ist. Daher auch die zu optimistischen Annahmen der Frau Jonson. Quellen 1. http://www.basisallergie.de/ Homepage der Basisallergie, mit Forum, wo Frau Jonson auch persönlich Fragen beantwortet 2. gluten-free.org/hoggan/selye.txt 3. http://sylt-gesund-leben.de/texten/weizenall.htm 4. www.dzg-online.de
  • 33. 32 ENDORPHINE UND EXORPHINE Zur Einführung siehe Wikipedia: • Endorphin: http://de.wikipedia.org/wiki/Endorphin • Exorphin: http://de.wikipedia.org/wiki/Exorphine Gluten und Endorphine Die hauptsächliche Wirkung entfaltet das Gluten, indem es auf die Opioidrezeptoren wirkt, die genauer Endorphinrezeptoren heißen müssten, da sie die Andockstelle für die körpereigenen Endorphine bilden. Wer immer sich mit den psychischen Glutenwirkungen befassen will, muss sein Hauptaugenmerk auf die Endorphine richten. Und wer bezweifelt, dass die Endorphine überhaupt so eine Wirkung haben: das gefährlichste unserer heutigen Suchtmittel, das Heroin, wirkt einzig und allein auf die Endorphinrezeptoren, der kann sich ja mal einen Heroinschuss setzen und dann behaupten, dass er nichts merkt.(1) Ärzte waren früher häufig morphiumabhängig (bekanntes Beispiel der Dichter Gottfried Benn), heute haben sie dafür das Vollkorn. Die Befriedigung bei der Sexualität wird einzig und allein durch die Ausschüttung von Endorphinen bewirkt. Da wird klar, dass unsere heutigen "Experten", die mit 40 noch Jungfrau sind und bei der Mama wohnen, da Schwierigkeiten haben. Neurotransmitter und Neuromodulatoren Bislang werden immer nur die Neurotransmitter (lat. transmitter = Überträger) erwähnt, als wollte man alle auf eine falsche, weil nur halbwahre Fährte locken. Das Entscheidende sind aber nicht die Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin etc., sonder die Neuromodulatoren wie die Endorphine und Enkephaline, welche die Ausschüttung dieser Transmitter steuern. Natürlich kann man dann eine Veränderung in der Neurotransmitterkonzentration beobachten, allerdings wird die durch die Endorphine gesteuert. Das ist ganz typisch beim Sex: der Herzschlag beschleunigt sich, die Haut rötet sich, man fängt an zu schwitzen - und das alles durch die Ausschüttung von Endorphinen. Die Neurotransmitter sind nur plumpe Überträger. Wenn man sich die Endorphinrezeptoren mit den Gliadorphinen aus dem Gluten blockiert, führt das verständlicherweise zu einer Änderung in der Konzentration von Neurotransmittern. Aber anstatt das mit nebenwirkungsreichen Medikamenten (Ritalin, SSRI) beheben zu wollen, sollte man lieber aufs Gluten verzichten. Bei der Frage, wie das Gluten nun wirkt, habe ich folgendes rausgefunden: Die Gliadomorphine wirken auf die µ-Opioidrezeptoren. Jetzt habe ich Folgendes gelesen, was in der Wikipedia nicht steht: Eine Aktivierung dieser Rezeptoren hemmt das Dopamin und verstärkt GABA. Dopamin ist ein aktivierender Neurotransmitter, ihm wird eine Rolle bei Suchterkrankungen, ADHS, Schizophrenie usw. zugeschrieben. Die hemmende Wirkung des Glutens würde
  • 34. 33 verschiedene Aspekte erklären. GABA ist ein hemmender, beruhigender Neurotransmitter. Da habe ich noch nichts gelesen, inwieweit der bei unseren Krankheitskandidaten eine Rolle spielt. Ich habe vor gfcf mal Mucuna Pruriens ausprobiert, die Juckbohne, welche mit L-Dopa eine Vorstufe von Dopamin enthält, und nichts gemerkt. Wenn natürlich neben zu wenig Dopamin auch zu viel GABA eine Rolle spielt, ist das klar. In verschiedenem Zusammenhang spielen motorische Störungen eine Rolle. Die sind auch das, was man als Aussenstehender zuerst wahrnimmt, da sie keine ausführliche Befragung und Anamnese erfordern, sondern nur genaue Beobachtung. Nunbesitzen auch Muskelnerven diese µ- Opioidrezeptoren, bekannt ist die Lähmung der Verdauungsperistaltik und die Atemlähmung bei hohen Dosen. Zur Atemlähmung kommts beim Gluten nun nicht, wobei eine Rolle beim plötzlichen Kindstod denkbar ist. Ich kann nur sagen: es ist extrem belastend, wenn man seinen Körper nicht unter Kontrolle hat. Bei ADHS z. B. wird immer auf die Konzentration etc. abgestellt, aber für das persönlich Empfinden spielt die Beziehung zum Körper wahrscheinlich die wichtigere Rolle. Als ich noch Gluten gegessen habe, hatte ich manchmal das Gefühl, dass ich in einem Schrumpfschlauch stecken würde, der sich zusammenzieht und mich fesselt. Das scheint das GABA gewesen zu sein. Außerdem habe ich körperliche Berührungen gehasst, weil die Missempfindungen ausgelöst haben. Das wurde in der Pubertät in Bezug auf die Sexualität ein Problem, ich musste mich meist mit Alkohol erst ein wenig dämpfen. Mutterliebe ist vor allem körperliche Zärtlichkeit, die haben die heute auch nicht zu bieten, die denken, vieles Reden reicht. Wenn die Muskeln derart durch Gliadorphine gelähmt sind, und es noch nicht allzu schlimm ist, kann man noch gegensteuern. Das sieht so aus, dass man sich zusammenreißt, der dämpfenden Wirkung durch starke Willensanstrengung entgegenwirkt. Das erfordert viel innere Kraft, wenn man es schafft, und in Stresssituationen ist dieses System in Gefahr. Auch fällt es auf, wenn Bewegungen, die sonst eher automatisch, gewohnheitsmäßig ablaufen, willensgesteuert sind - der Mensch wirkt irgendwie angespannt, willensgesteuert. Daher bin ich mir sicher, dass viele unter dem Einfluss von Gluten stehen - da dieses "sich im Griff haben" geradezu die erfolgreichen Menschen heutzutage auszeichnet. Selbst die guten Zusammenreißer haben aber zwei Problemfelder: die Feinmotorik, sieht man an der Schrift, und Vorgänge, die spontane Reaktionen erfordern, wo man nicht vorausplanen kann - zum Beispiel etwas auffangen, was runterfällt. Über viele psychische Aspekte z. B. bei ADHS kann man, da die Beurteilung sehr subjektiv ist, endlos streiten. Ein Bezug auf die Motorik wäre eindeutiger, wird aber vernachlässigt. Als ich einige Monate auf gfcf war, kam irgendwo der Punkt, wo ich, da die Dämpfung weggefallen war, mich nicht mehr "zusammenreißen" musste. Das fühlte sich so an, als würde ein ungeheurer innerer Krampf nachlassen, so als hätte ich die ganze Zeit Beuger und Strecker zugleich angespannt. Seitdem habe ich Schmerzen, zum Beispiel in der linken Schulter, durch diesen Dauerkrampf. Die werden jetzt langsam besser.
  • 35. 34 Sucht und Entzug Dazu erst mal ein gutes Buch: William S. Burroughs - Naked Lunch Durch das frühe und massive Füttern von Gluten an Kinder entsteht eine Fehlbildung des endorphinen Systems. Im Gegensatz zu dem von Hoggan beschriebenen Anpassungsmechanismus besteht hier die Abfolge von Rausch - Entzug. Wie bei der Drogensucht nimmt man erst das Rauschmittel, um sich besser zu fühlen, die Rezeptoren passen sich an, und dann muss man es nehmen gegen die Entzugserscheinungen. Es ist auch widersinnig, die Kinder erst durch massive Glutenzufuhr zu lähmen und dann auf die "Null-Bock-Generation" zu schimpfen, die können doch nichts dafür. Entzugserscheinungen Beachtet man die gewünschte Rauschwirkung des Glutens: Schmerzstillung, Angstfreiheit, Beruhigung, ergeben sich die Entzugserscheinungen: Schmerz, Angst und innere Erregung. Die Therapeuten reiben sich die Hände. Heutzutage ist nicht mehr die Frage, ob die Entzugserscheinungen überhand nehmen, sondern nur noch wann. Viele Alterserscheinungen, die man der Demenz zuschreibt, wie die bei Alten häufige Verbitterung und Bösartigkeit, sind in Wahrheit Glutenentzugserscheinungen. Wenns schon das Kind trifft, nennt man das Autismus/ADHS, ist von der Logik aber dasselbe. Frauen Die Sesshaftigkeit und der Getreideanbau brachte vor allem für die Frauen Vorteile, die wegen der Kinder unter dem ständigen Rumgeziehe mehr litten. Mit der Zeit entwickelte sich das dann von der Polygamie zur Monogamie, wo jede Frau einen Mann abbekam, den sie mit dem Gluten abhängig machen konnte. Eine Frau mit Kindern ist immer dadurch gefährdet, dass der Mann abhaut, also nutzt sie das Gluten, um den wie mit einer Gummileine an sich zu binden. Stehende Äußerung meiner Mutter: "Das Geheimnis einer glücklichen Ehe? Füttert die Bestie gut!" Nur wird das jetzt so übertrieben, dass die Fessel so stark wird, dass der Mann entweder über kurz oder lang in die Flucht getrieben wird oder gleich von der Frau Abstand nimmt. Wir hatten doch noch nie das Patriarchat, sondern immer das Matriarchat, und der Feminismus läutet dessen Ende ein, weil kinderlose Frauen, die sich die weiblichen Gefühle mit dem Gluten zerschossen haben, ihre
  • 36. 35 Geschlechtsgenossinen zwangsbeglücken. Die sehen schon gar nicht mehr wie Frauen aus, sondern zeitlebens wie große Mädchen. Die Weibchen der Menschen sind die einzigen im Tierreich, die länger leben, als sie sich fortpflanzen können. Der evolutionäre Sinn besteht darin, dass die Alten auf die Kindern aufpassen können, um den kräftigeren Jungen den Rücken für den Broterwerb freizuhalten. Man kann also sagen: wissenschaftlich betrachte ist eine kinderlose Frau nach den Wechseljahren für die Gesellschaft überflüssig. Wenn allerdings diese Glutenfessel von der Mutter an den Nachwuchs angelegt wird, dann entsteht eine pervers- inzestöse Beziehung, die man bei vielen findet, die angeblich die intellektuelle Spitze unserer Gesellschaft bilden. Noch was zur "Gleichberechtigung": die Frauen wollten sein wie die Männer, also haben sie ihre weiblichen Hormone mit dem Gluten unterdrückt. Die fetten Ärsche findet man unter den Jungs, die pizzafutternd vorm Computer sitzen, die Mädel haben meist breitere Schultern als Hüften. Die Frauen brauchen keine Kinder mehr gebären, sondern können Karriere machen, Fußball spielen, Boxen, in der Armee kämpfen. Sie wollten sein wie die Männer, jetzt bekommen sie auch die Krankheiten wie die Männer, und jetzt ist auch nicht gut. Statt sich wegen Fibromyalgie bei den Ärzten wichtig zu haben und die Krankenkasse zu ruinieren, sollten die gegen die inneren Schmerzen das machen, was die Männer schon lange dagegen tun: Saufen. Symbiose Es gibt eine natürliche Quelle der Symbiose, wenn die Grenzen zwischen zwei Menschen verschwinden: wenn eine Frau ein Kind stillt. Bei der Mutter lösen das die Endorphine aus, beim Kind die Kaseomorphine aus der Milch.(2) Mit dem Ende des Stillens gibt es also für beide normalerweise einen Entzug. Der Mann als Erwachsener kennt diese Symbiose nicht mehr, nur noch die körperliche beim Sex. Diesen Glückszustand kann die Frau durch die Gliadorphine über den natürlichen Zeitraum weitertreiben. Während am Anfang noch Kinder dabei waren, hat man heutzutage so viel Gluten, dass die Frauen auf Kinder verzichten können und ihre Rezeptoren trotzdem füllen, wobei in vielen Fällen der Mann die Rolle des fehlenden Kindes einnehmen muss und entsprechend bemuttert wird. Dadurch verschwindet auch die natürliche Sehnsucht der Frauen nach einem Kind, da der Ruf der Endorphinrezeptoren wegfällt.
  • 37. 36 Die deutsche Normfamilie Theoretisch müssten wir von unseren 1,3 oder 1,4 Kindern pro Frau auf 2,1 kommen, damit die Bevölkerung Deutschlands nicht ausstirbt. Da kann man sich nichts drunter vorstellen, und die meisten werden denken: zweie reichen. Ich erinnere mich aber noch, wie meine Mutter sagte: jedes gesunde Paar braucht 3 Kinder, um auszugleichen, dass manche Frauen überhaupt keine Kinder bekommen können oder wollen. Das scheint ungefähr zu stimmen. Nehmen wir mal an, man schafft es nicht, die kinderlosen Frauen zum Kinderkriegen zu bewegen, dann bleibt es bei ca. 30 % ohne Kinder. Für jede kinderlose Frau müssen zwei andere Frauen, also 30 + 30 = 60 %, je 3 Kindern haben. Damit stimmt das so ungefähr. Die deutsche Normfamilie, die auch Ziel der Regierung sein müsste, besteht also aus Vater, Mutter und drei Kindern. Zwei sind zu wenig. Quellen 1. Der traditionelle Morphinist im Drogen-Wiki http://web.archive.org/web/20071025101016/http://www.drogenwiki.de/wiki /index.php/Der_traditionelle_Morphinist 2. Exorphine im Käse (PDF) http://www.db- alp.admin.ch/de/publikationen/docs/pub_BachmannHP_2003_15471.pdf
  • 38. 37 Opioide Peptide in Milch und Getreide Jedermann weiß, dass der Gebrauch von Morphium langsam und aphatisch macht. Einfach weil Morphium eine opioide Substanz ist. Der einzige Grund, warum wir und andere Lebewesen auf eine solche Substanz reagieren, liegt im Vorhandensein von Rezeptoren für opioide Peptide im Gehirn und Körper. Warum? Wenn wir vor einer Gefahr fliehen müssen, aber verwundet sind, müssen wir in der Lage sein, trotzdem wegzulaufen. Darum produziert der Körper im Notfall opioide Peptide. Diese opioiden Peptide werden Endorphine genannt. Marathonläufer kennen die Wirkung dieser Endorphine als „runner’s high“, sie ermöglichen das Weiterlaufen, auch wenn man eigentlich erschöpft ist. Ohne die richtigen Rezeptoren würden diese Endorphine (und Betäubungsmittel!!) gar nicht wirken. Neben Drogen und Endorphinen reagieren die Opioidrezeptoren auch auf einige andere opioide Substanzen: auf die, welche durchs Essen aufgenommen werden. Das geschieht, da nicht alle Peptide während der Verdauung vollständig in einzelne Aminosäuren zerlegt werden.[1] Auch sind die meisten opioiden Peptide schwer aufzuspalten.[2] Aber warum enthalten einige Nahrungsmittel opioide Peptide? Und welche? Milch Milch ist immer, immer Muttermilch und für den Säugling gedacht. Wir haben uns entschieden, Milch von Kühen, Ziegen, Schafen, Kamelen oder von jedem anderen Tier als Nahrung für den Menschen zu benutzen, aber von Natur aus ist das natürlich nicht richtig. Vorläufer des Menschen gibt es seit 2 oder 3 Millionen Jahren, aber man begann die Muttermilch anderer Tiere erst vor ungefähr 0,01 Millionen Jahren zu trinken. Über 99 % unserer Geschichte betrachteten wir Kuhmilch nicht als Nahrung für menschliche Wesen. Wieso hat sich das jetzt geändert? Wirtschaft Als die Menschen Gegenden besiedelten, wo wenig Früchte wachsen, war es notwendig, andere Nahrungsquellen zu erschließen. Wirtschaftlich betrachtet ist es effizienter, regelmäßig Milch vom Vieh zu gewinnen als es wegen dem Fleisch zu schlachten. Wo es die wenigsten Früchte gibt (Nordeuropa), sind die Menschen am besten an den Verzehr von Kuhmilch angepasst, farbige Menschen sind weitaus häufiger allergisch gegen Kuhmilcheiweiss und/oder vertragen keine Laktose als weiße Menschen.
  • 39. 38 Aber warum enthält Milch opioide Peptide? Von der Gebärmutter zur Muttermilch Der menschliche Kopf ist relativ groß, und darum kommen menschliche Kinder zu zeitig zur Welt, verglichen mit anderen Primaten sollte die Schwangerschaft 21 statt 9 Monate dauern. Aber dann wäre der Kopf des Babys viel zu groß, um durch das Becken zu passen. Darum sind menschliche Neugeborene eigentlich noch gar nicht für die Außenwelt geeignet, sie können nicht einmal laufen! Stillen ist der Ausgleich dafür, dass der Mensch zu früh geboren wird. Durch die Muttermilch erhält der Säugling alle möglichen Botenstoffe. Diese Botenstoffe regulieren Entwicklung und Funktion verschiedener Organe, das Gehirn eingeschlossen. Darum sind gestillte Kinder im Allgemeinen klüger als ungestillte Kinder. Und weil die Muttermilch derart wichtig ist, enthält sie Substanzen, die sicherstellen, dass das Baby jederzeit genügend Milch trinkt. Opioide Peptide in der Milch Neben einem nicht-opioiden Peptid, das den Appetit anregt[3] , enthält die Milch von Natur aus verschiedene opioide Peptide, welche in den Milchproteinen Kasein, Lactalbumin, Beta-Lactaglobulin und Lactoferrin verborgen sind. Opioide Peptide der Milch sind: • Beta-Casomorphine[4] • Alpha-Casein-Exorphine • Casoxine • Beta-Casorphine • Alpha-Lactorphine • Lactoferrine[5] Aufnahme Nachdem man ein Milchprodukt verzehrt hat, wird es im Verdauungstrakt verdaut. Milcheiweiß wird durch Enzyme in normale Peptide, opioide Peptide und Aminosäuren zerlegt. Um sicherzustellen, dass das Baby soviel opioide Peptide und Wachstumsfaktoren wie möglich aufnimmt, enthält die Milch auch Substanzen (Lactose, Substanz P), welche die Durchlässigkeit der Darmwand erhöhen.[6] Und um die Peptide vor der Aufspaltung zu schützen, sind diese Peptide ziemlich unverdaulich.[7] Diese opioiden Peptide verursachen körperliche Abhängigkeit beim Säugling, so wird sichergestellt, dass er große Mengen von der Muttermilch trinkt. Auch schläft das Kind dadurch genügend.[8] Natürlich können diese Opioide auch Verstopfungen hervorrufen. [9]
  • 40. 39 Unglücklicherweise nehmen erwachsene Milchkonsumente ebenfalls diese opioiden Peptide auf. Da Nahrungsmittelproduzenten uns von den Nahrungsmitteln, die sie verkaufen, körperlich abhängig machen wollen, kann man Milch- und Weizeneiweiß in einer großen Zahle verschiedener Erzeugnisse finden. Sogar einige Fleischerzeugnisse enthalten Milch- und/oder Weizeneiweiß. Weizen Pflanzen nutzen verschiedene Methoden, um Feinde zu vertreiben. Manche Pflanzen enthalten Gift, andere betäuben ihre Feinde, wie es der Weizen mit den opioiden Peptiden macht. Da der Weizen opioide Peptide enthält, nutzten ihn die Prister im alten Ägypten, um Halluzinationen zu erzeugen und in Bandagen zur Schmerzstillung bei Wunden. Alle Weizenprodukte, wie Brot, Pasta, Pizza, Kekse, Kuchen und Torten enthalten opioide Peptide. Schon die römischen Herrscher wussten, dass die Menschen sich nicht gegen sie erheben, so lange sie unterhalten und mit Brot ernährt werden. Opioide Peptide in Weizenprodukten Ein einziges Molekül Weizengluten enthält 15 Stück jedes einzelnen opioiden Peptides.[10] Weizengluten enthält eine Anzahl sehr wirksamer opioider Peptide.[11] Einige dieser Moleküle sind mehr als 100mal so stark wie Morphium.[12] Opioide Peptide im Weizengluten sind: • Glycin-Tyrosin-Tyrosin-Prolin[11] • Tyrosin-Glycin-Glycin-Tryptophan[11] • Tyrosin-Prolin-Isoleucin-Serin-Leucin[11] • Tyrosin-Glycin-Glycin-Tryptophan-Leucin[13], welches das stärkste ist. Tyrosin-Glycin-Glycin- ist auch die Folge der ersten drei Aminosäuren in den Endorphinen, den opioiden Peptiden, welche der Körper produziert und die dieselben Rezeptoren im Gehirn beeinflussen. Darum können Weizen-Opioide den Darm so stark „sedieren“, dass sie Verstopfung verursachen.[13] Da einige Weizen-Opioide sehr stark sind, können einige Menschen mit Schizophrenie allein dadurch geheilt werden, dass sie keine Weizenprodukte mehr essen. [14] Um den betäubenden Effekt der opioiden Peptide zu kompensieren, enthalten Weizenerzeugnisse oft Rosmarinextrakt, das ein starker „Upper“ ist. Brainfood Wollen sie aufmerksam und schnell sein und die Fähigkeit besitzen, sich den ganzen Tag lang zu konzentrieren, dann müssen sie aufhören, Milch- und Weizenprodukte zu verzehren. Essen sie Nahrungsmittel, welche den Verstand anregen.
  • 41. 40 Vorteile der opioiden Peptide Natürlich haben die opioiden Peptide auch Vorteile, wenn ihre Verdauung zu unruhig ist, dann können sie Weizenerzeugnisse essen, um sie zu beruhigen. Und wenn ihr Magen zu viel Säure produziert, dann helfen Milchprodukte. Wenn sie Zahnschmerzen haben, kann das Kauen von Brot die Schmerzen für ungefähr 10 Minuten lindern. Milch- und Weizenprodukte sind keine Nahrungsmittel - sondern Drogen. Literatur [1] Meisel, H., Frister, H. in : Barth, C.A. & Schlimme, E., Milk Proteins : Nutritional, Clinical, Functional and Technological Aspects. Darmstadt 1988 / 143. [2] Svedberg, J.et al, Demonstration of beta-casomorphin immunoreactive materials in in vitro digests of bovine milk and in small intestine contents after bovine milk ingestion in adult humans. Peptides 1985 / 6 / pag.825-830., Loukas, S. et al, Opioid activities and structures of alpha-casein-derived exorphins. Biochemistry 1983 / 22 (19) / 4567-4573., Zioudrou, C. et al, Opioid peptides derived from food proteins. The exorphins. J. Biol. Chem.1979 / 254 (7) / 2446- 2449. [3] Flood, J.F. et al, Increased food intake by neuropeptide Y is due to an increased motivation to eat. Peptides 1991 / 12 (6) / 1329-1332. , Koldovsky, O., Search for the role of milk borne biologically active peptides for the suckling. J.Nutr. 1989 / 119 (11) / 1543-1551. [4] Teschemacher, H. et al, Chemical characterization and opiod activity of an exorphin isolated from in vivo digests of casein. FEBS Lett. 1986 / 196 (2) / 223-227., Chang, K.-J. et al, Isolation of a specific mu-opiate receptor peptide, morphiceptin, from an enzymatic digest of milk proteins. J. Biol. Chem. 1985 / 260 (17) / pag. 9706-9712. [5] Teschemacher, H. et al, Milk protein-derived opioid receptor ligands. Biopolymers. 1997 / 43 (2) / 99-117. [6] Bell, R.R. et al, The influence of milk in the diet on the toxicity of orally ingested lead in rats. Food and Cosmetics Toxicology 1981 / 19 / 429-436. , Lembeck, F. et al ,Substance P as neurogenic mediator of antidromic vasodilation and neurogenic plasma extravasation. Arch. Pharmacol. 1979 / 310 (2) / 175-183. [7] Read, L.C. et al, Absorption of beta-casomorphins from autoperfused lamb and piglet small intestine. Am. J. Physiol. 1990 / 259 (3 pt 1) / G443-452. [8] Koldovsky, O., Search for the role of milk borne biologically active peptides for the suckling. J.Nutr. 1989 / 119 (11) / 1543-1551. , Buts, J.P. Bioactive factors in milk. Arch. Pediatr. 1998 / 5 (3) / 298-306. [9] Iacono, G. et al, Intolerance of cow’s milk and chronic constipation in children. New England Journal of Medicine 1998 / 339 (16) / 1100-1104. [10] Fukudome, S. et al, Release of opioid peptides, gluten exorphins by the action of pancreatic elastase. FEBS Lett. 1997 / 412 (3) / 475-479. [11] Fukudome, S. et al, Gluten exorphin C : a novel opioid peptide derived from wheat gluten. FEBS Lett. 1993 / 316 (1) / 17-19. [12] Max ,B., This and that : an artefactual alkaloid and its peptide analogs. Trends Pharmacol. Sci. 1992 / 13 (9) / 341- 345. [13] Fukodome, S. et al, Opioid peptides derived from wheat gluten : their isolation and characterization. FEBS lett. 1992 / 296 (1) / 107-111. [14] Dohan, F.C., Genetics and idiopathic schizophrenia. Am. J. Psychiatry 1989 / 146 (11) / 1522-1523., Dohan, F.C., Genetic hypothesis of idiopathic schizophrenia : its exorphin connection. Schizophr. Bull. 1988 / 14 (4) / 489-494., Paroli, E. et al, Opioid peptides from food (the exorphins). World Rev. Nutr. Diet. 1988 / 55 / 58-97., Morley, J.E., Food peptides. A new class of hormones? J. Am. Med. Assoc. 1982 / 247 (17) / 2379-2380, Ross-Smith, P. et al, Diet (gluten) and Schizophrenia. J. Hum. Nutr. 1980 / 34 (2) / 107-112. Abstracts der meisten Quellen können bei der National Library of Medicine online aufgerufen werden.
  • 42. 41 REPARATUR DER GLUTENSCHÄDEN Hier die Ergebnisse jahrelanger Versuche, eine Alternative zum Standardmedikament Alkohol zu finden. Verfahren, die bei Borderline oder Psychosenneigung vorsichtig zu handhaben sind, habe ich mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnet: Glutenfreie Diät Basis ist eine glutenfreie Diät, am Besten noch mit Verzicht auf Milch und Milchprodukte sowie Geschmacksverstärker. Zugegeben: sehr dick ist die wissenschaftliche Beweislage nicht. Dennoch gibt es Argumente, warum gerade ein Versuch mit der gluten- und milchfreien Ernährung lohnenswert ist. Man kann es alleine machen. Im Gegensatz zu vielen anderen Sachen braucht man nichtdie Unterstützung irgendeines Therapeuten, man braucht niemanden um Erlaubnis fragen, man braucht nicht mal jemanden was zu sagen. Klappt es, ist man der Winner, passiert nichts, dann verschweigt man den unützen Versuch. Es ist nicht sehr teuer, auch das ein Unterschied zu anderen Methoden. Eine Testphase von 40 Tagen kostet nicht mehr als eine einzige ausführliche Heilpraktikerkonsultation. Darum kann man auch nicht den Vorwurf erheben, wie es bei Nahrungsergänzungsmitteln teilweise gemacht wird, es würden nur welche verdienen wollen. Natürlich verdienen die Hersteller glutenfreier Nahrungsmittel, aber die haben kein Exklusivrecht. Jeder mit Zeit und ein wenig Geschick kann sich glutenfreies Brot zu Hause selber backen, selbst glutenfreie Nudeln kann man selber anfertigen. Das wäre mit Vitaminpillen zum Beispiel schon schwieriger. Wenn der Bäcker um die Ecke also kein glutenfreies Brot anbietet, ist er selber schuld. Es ist ungefährlich. Gluten ist kein essentielles Nahrungsmittel, im Gegenteil. Wenn man es haarspalterisch nimmt, ist bei gegenwärtiger offizieller wissenschaftlicher Argumentation bei längerem Verzicht auf Milch und Milchprodukte ein Kalziummangel die Folge, aber der kann gut durch Tabletten ausgeglichen werden. Über die Länge einer gluten- und kaseinfreien Probierphase gibt es verschiedene Ansichten. Bolland spricht von 3 Monaten, bei Autisten kann es bis 6 Monate dauern, bis sich was Grundlegendes bessert. Ich sage mal 40 Tage als Richtwert (wobei bei dem kleinsten, auch unabsichtlichen Diätfehler das wieder von vorne beginnt). 40 Tage war der Jesus in der Wüste, bis er versucht wurde, 40 Tage saß der Buddah unterm Baum, ehe er erleuchtet wurde, also sind 40 Tage ein guter Zeitraum.
  • 43. 42 Reparatur Durch die maximale Glutenzufuhr seit frühester Kindhet entstehen Veränderungen, die auch durch eine spätere Karrenz nicht behebbar sind. Folgendes kann man ergänzend tun: Vitamine und Mineralstoffe Ich schwöre auf Zink und Vitamin B6 in der aktiven Form Pyridoxal-5-Phosphat. Ergänzend dazu evtl. B12 und Folsäure, auch von Omega-Fettsäuren wird gutes berichtet. Um dem verklebten Gehirn zu helfen, kann man Gingko oder Brahmi[1] nutzen. Ebenso sind L-Tyrosin und L-Phenylalanin einen Versuch wert. Ein Geheimtip ist L-Arginin, was auch als natürliches Potenzmittel verwendet wird. Fleisch Der limitierende Faktor der Endorphinsynthese ist, wie ein Blick auf die aktive Gruppe zeigt[2], die AminosäurenL-Tyrosin und L-Phenylallanin. Konsequenterweise werden diese, wenn man danach sucht, auch z. B. beim Alkoholentzug eingesetzt. Also kauft man sich entsprechende Nahrungsergänzungsmittel oder isst einfach viel Fleisch, wo diese Aminosäuren in ausreichender Zahl enthalten sind. Und Zink ist auch noch drin. Schmerz Schmerzen aktivieren die körpereigene Endorphinsausschüttung. Darum fangen manche, die ihr endorphines System mit dem Gluten zerschossen haben, an, sich selber die Haut aufzuschneiden, um überhaupt was zu fühlen. Der Druck, den die nach eigenen Aussagen damit abbauen, heißt Gliadomorphine. Auch Pearcing und Branding hängen vielleicht damit zusammen. Es gibt allerdings auch eine körperschonendere Weise der Endorphinausschüttung: Chili. Aber das richtig scharfe. Der aktive Inhaltsstoff Capsaicin aktiviert Hitzerezeptoren und erzeugt das Gefühl von Verbrennungsschmerz. Auf diesen Schmerz reagiert der Körper mit Endorphinausschüttung, man muss es nur trainieren. Für Kinder allerdings nicht geeignet. Sex Der Endorphinbooster schlechthin, allein oder mit Partner, am besten täglich. Für Kinder allerdings auch nicht geeignet. Sonnenlicht Die UV-Strahlung aktiviert β-Endorphine, für drinnen empfiehlt sich die Vollspektrumbeleuchtung. Auch für Kinder geeigent.
  • 44. 43 Sport Bekannt ist das "runners high", kann mit der zufuhr von Sonnenlicht kombiniert werden. Allerdings braucht man nicht gleich zum Marathonläufer werden. Es reicht der Rückgriff auf die natürlichste aller Fortbewegungsarten: das Laufen. Ab 10 km fängt es an zu wirken.[3] Wechselblinken Dient der Wiedersynchronisation der linken und rechten Gehirnhälfte. Fachwort: EMDR [http://aufrecht.net/utu/emdr.html]. Man benutzt z. B. eine Mindfield Digital Mentalsystem Basic. Die mit den weissen Leuchtdioden. Einstellungen: Startpunkt: Zeit 00:00:00 Frequenz 25,0 Zwischenhalt: Zeit 00:10:00 Frequenz 3,0 Endpunkt: zeit 00:20:00 Frequenz 3,0 Alternierend (Wechselblinken) Brummen aus, Hintergrundmusik Regenwald Warnung Laut Netz ist das für Traumatherapie und nur unter therapeutischer Anleitung anzuwenden. In der Tat spült es jeden bösen Traum nach oben. Ich habe damit Zustände erlebt, die ich sonst nie hatte, nicht mal unter Chemie. Und ich habe einiges durch, Alkohol, Tabak, Hanf und vom Arzt: Alemoxan, Leponex, Taxilan, Gladem, Insidon, Trimipramin, Risperdal. Vom Taxilan habe ich sogar Krämpfe bekommen, aber nichts hatte auch nur eine vergleichbar starke Wirkung. Wasser Durch die Gliadomorphine tritt eine Störung in der Körperwahrnehmung ein, genauer im Tastempfinden. Genauer gesagt geht es hierum die gestörte Tastempfindung der Haut. Im Extremfall (Formen von Autismus) verträgt man gar keine körperliche Berührung. Aber auch in anderen Fällen kann die mangelnde Wahrnehmung der eigenen Körpergrenzen zum Gefühl der Haltlosigkeit bis zur Dissoziation führen. Sich selber Schmerzen zuzufügen ist keine Lösung. Eine praktikable Möglichkeit ist Wasser. Das gegenüber Luft festere Medium Wasser gibt einen stärkeren Reiz auf die Körperoberfläche. Man gelangt von dem
  • 45. 40 Gefühl der Nichtexistenz wieder zu einem Sich-selber-fühlen. Auch gegen das feine Zittern, das viele mit Glutenvergiftung mit der Zeit entwickeln (auch ohne Alkoholmissbrauch) hilft das Wasser durch seine größere Dichte. Ich habe mir eine Monatskarte für das Schwimmbad gekauft und bin im Winter 2008 fast jeden Tag hingegangen. Man muss nicht unbedingt aktiv Schwimmen, nach meiner Erfahrung ist es aber wichtig, eine längere Zeit im Wasser zu verbringen und sich dort zu bewegen. Über eine Stunde sollte es schon sein, da habe ich das wärmere Nichtschwimmerbecken genutzt, weil es sonst zu kalt wird. Bei Autismus ist die Delfintherapie bekannt, die sich viele nicht leisten können. Aber vielleicht spielt auch das Wasser eine Rolle, so dass man mit den Betroffenen regelmäßig ein Schwimmbad aufsuchen sollte, das kann sich jeder leisten. Quellen 1. Über Brahmi (Bacopa monnieri): Brahmi verbessert die geistige Leistungsfähigkeit und sowohl das Kurzzeit- als auch das Langzeitgedächtnis. Es wirkt angstlösend und antidepressiv. Neben einer adaptogenen (allgemein gesundheitsfördernden) Wirkung ist es herzstärkend und harntreibend. Untersuchungen belegen eine positive Wirkung bei Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und sogar AD(H)S. Vor allem in den USA wird es gerne von Studenten benutzt, um sich für Lernstress und Prüfungen fit zu machen. Ich empfinde die Wirkung als wachmachend, leistungssteigernd, das Denkvermögen fördernd. Ich fühlte mich damals, als hätte mir jemand Beruhigungsmittel ins Essen gemischt, das war im Nu weg. Brahmi ist kein Schlafmittel! Wer aber schlecht schläft, kann die Müdigkeit tagsüber damit vermindern. Brahmi ist eine wirkliche Arznei, das merkt man gleich, wenn man es kostet - es ist nämlich sehr bitter. Am besten, man hat eine Pflanze zu Hause und isst immer mal paar Stängel. Das getrocknete Kraut ist auch wirksam, als Pulver oder Tee. Die Anwendung erfolgt nicht regelmäßig, sondern in Form einer 4 - 8 Wochen dauernden Kur. Positiv ist ebenfalls die Wirkung auf das Verdauungssystem. Die Bitterstoffe wirken auf Magen- und Gallensekretion. Diese notwendigen Bitterreize fehlen in den europäischen Gemüsen, weil man die Bitterstoffe dort weggezüchtet hat. In Asien hingegen werden bittere Pflanzen noch heute regelmäßig zum Kochen verwendet. 2. Tyr-Gly-Gly-Phe- ist die aktive Gruppe der Endorphine, Gly(cin) ist eine Allerweltsaminosäure, von der es immer genug gibt. 3. Rund um Bautzen - vorerst auf Eis gelegt.
  • 46. 41 REZEPTE Hier ein kleiner Überblick, ansonsten empfehle ich das einzige Kochbuch mit Alltagstauglichkeit, das von Susanne Strasser. Kartoffeln Früher das deutsche Volksnahrungsmittel, heute leider "uncool", auch in der alternativen Szene. Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Stampfkartoffeln, Kartoffelmus usw. Kartoffelmus mit Gemüsebrühe statt Milch schmeckt mir sogar besser. Für die Kinder: Pommes frittes. Ich habe mir gleich eine kleine Friteuse aus dem Sonderangebot im Kaufland erstanden. Hirse So häufig wie heute das Brot kam früher der Hirsebrei auf den Tisch. Es gibt auch Hirseauflauf etc. Geschmack: gewöhnungsbedürftig. Der süße Brei aus Grimm's Märchen ist Hirsebrei. Kichererbsen Gelten im Nahen Osten als Delikatesse, man suche nach Humus und Falaffel. Erbsen, Linsen, Bohnen Reis Fast die gesamte asiatische Küche ist benutzbar. Tipp: Wok kaufen, pfannenrühren üben und mit Stäbchen essen. Mais Die original mexikanische Küche ist auch gluten- und milchfrei. Tortilla z. B. original aus Maismehl, aber auch die Polenta der italienischen Küche, verwendbar wie Kartoffelmus. Obst, Gemüse Soll man sowieso mehr essen. Nudeln Ich war erleichtert, dass die Maisnudeln, obwohl extrem teuer (500 g ca. 3 Euro) genauso schmecken und von den Kindern genauso gerne gegessen werden wie die Weizennudeln. Wir nehmen für gewöhnlich die DS-Nudeln von Marktkauf, damit machen wir die besten Erfahrungen. Die Nudeln in Internetshops sind teilweise
  • 47. 42 maßlos überteuert, und die DS-Nudeln sind die, die im Vergleich am wenigsten zerkochen. Für den kleinen Hunger z. B. Krabbenchips aus dem Asialaden, leider meist mit Glutamat. Oder Poppen. Also nicht der Sex, sondern eine Poppcornmaschine erstehen (billig bei eBay), poppen kann man fast alle Getreide als Snack: Mais, Reis, Amaranth etc. Gibt auch Gaudi für Kinder. Brot Problem ist das Brot: Das hat sich nun mal durchgesetzt, auch weils einfach zu transportieren ist und eben so nebenher gegessen werden kann. Glutenfreies Brot gibts im Reformhaus und inzwischen auch in Supermärkten wie Kaufland/Marktkauf. Man muss nur aufpassen, ist manchmal Milch drin. Unumgänglich ist ein Brotbackautomat. Ein spezielles Programm "glutenfrei" ist allerdings nicht notwendig. Wer mit Sauerteig experimentieren möchte, sollte aber darauf achten, dass der Backform sauerteigfest ist. Nach vielen Versuchen: das einzige Mehl, mit dem ich ein ordentliches Brot hinbekomme, ist Brot-Mehl (Mix B) von Schär [http://www.schaer.com/de/glutenfreie-produkte/brot-mix-mix-b/]. Tipp: bei Schär in den Newsletter eintragen. Noch ein super Tipp als Waffel: Filinchen. [www.gutena.de/diaet_glutenfrei.php] Das glutenfreie Wasa-Zeugs ist im Vergleich dazu ungenießbar. Rezepte Hackfleisch Grundrezept Zutaten 500 gr Hackfleisch 2 Scheiben gf-Brot oder 4 Essl. gf-Paniermehl 1 Ei 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe (wer mag) Salz, Pfeffer, Paprik Zubereitung Das Brot in Wasser einweichen und gut ausdrücken, Paniermehl kann man so nehmen, mit dem Hackfleisch, dem Ei, den gewürfelten Zwiebeln, dem zerdrückten Knoblauch und den Gewürzen mit der Küchenmaschine (Knethaken) mischen. Wenn es nicht gut zusammenhält, kann man etwas Verdickungsmittel zufügen (max. 1 Teel. auf 500 gr Fleisch).
  • 48. 43 Variationen Das Hackfleisch kann mit gekochtem Reis, gekochter Hirse oder gekochten und zerdrückten Kartoffeln gestreckt werden. Auch die Gewürze kann man variieren, Petersilie dazu, Chili, wer es scharf mag, Majoran, Kümmel oder ähnlich nach Geschmack. Hackbällchen: Das Hackfleisch mit den Händen zu kleinen Kugeln formen (eine kleine Suppenkelle oder einen großen Löffel als Maß nehmen), nach Wunsch in Paniermehl wälzen und in einer Pfanne in etwas Öl ringsherum braten. Man kann sie auch in z. B. Tomatensoße 20 min kochen. Hackbällchen lassen sich gut als Vorrat einfrieren. Dazu 5 min braten (sehr gut macht sich das in der Friteuse, 3 min bei 180° Celsius), abkühlen lassen und einfrieren. Die gefrorenen Hackbällchen kann man braten oder in einer Suppe oder Soße kochen. Frikadellen/Fleischpflanzerl/Buletten: Aus dem Grundrezept flache Klopse formen (weiß wohl jeder, wie die aussehen) und braten. Königsberger Klopse: Zum Grundrezept noch einen zerkleinerten Hering dazu (der Einfachheit halber Matjes) ergibt in einer Soße mit Kapern Königsberger Klopse. Hackbraten: Aus dem Grundrezept einen brotähnlichen Laib formen und im Bratschlauch 1 h bei 180° Celsius garen. Glutenfreie Mehle Als Ersatz für glutenhaltige Mehle werden Mehle aus glutenfreien Getreiden, aber auch Vermahlungen von Früchten, Samen und Knollen anderer Pflanzen verwendet. Folgende Pflanzen werden verwendet: Beschreibung Amarant Amarant gehört zur Gattung der Fuchsschwanzgewächse und wird auch im Garte als Zierpflanze angebaut. Es ist ein altes Nahrungsmittel der Inkas und Azteken mit wertvollen Inhaltsstoffen (z. B. viel Zink und Eisen). Die Körner erinnern an Hirse und sind etwa senfgroß. Sie lassen sich gut poppen. Die Samenhülle von Amaranth enthält Gerbstoffe (Tannine), die bei empfindlichen Menschen Probleme verursachen können. Beim Poppen wird die Samenschale entfernt, so dass dieses Problem entfällt.
  • 49. 44 Banane Bananenmehl wird aus der Kochbanane gewonnen und stellt in den Herkunftsländern ein Grundnahrungsmittel dar. Kochbananen enthalten weniger Zucke und mehr Stärke als die Dessertbananen. Bananenmehl stellt eine interessante Bereicherung der glutenfreien Mehle dar und schmeckt eher neutral und nicht "bananig". Buchweizen Der Buchweizen ist ein Knöterichgewächs. Buchweizen ist wertvoll und kann gut als Zusatz für glutenfreie Backwaren oder allein zur Bereitung von Pfannkuchen genutzt werden. Buchweizen war früher verbreitet, besonders in Moorgebieten Norddeutschlands, da er auch auf kargen Böden gedeiht, bevor er von der Kartoffel verdrängt wurde. Die Blini der russischen Küche (daher der Begriff Plinsen oder Blinsen) bestehen aus Buchweizen, die japanischen Soba-Nudeln, Heidensterz in Österreich, amerikanische pancakes bestehen oft aus Buchweizenmehl. Hafer In Deutschland gilt Hafer nicht als glutenfrei, während er in Skandinavien als sicher betrachtet wird. Es wird angenommen, dass die Verunreinigung durch glutenhaltige Getreide verantwortlich ist, der Hafer an sich aber ungefährlich. Hafer ist das ernährungsphysiologisch wertvollste bei uns wachsende Getreide. Hanf Die Samen des rauscharmen Nutzhanfes können zu Mehl vermahlen werden, das einen hohen Ernährungswert besitzt. In offiziellen Aufführungen glutenfreier Mehle wird Hanfmehl unverständlicherweise kaum erwähnt. In hohen Konzentrationen schmeckt Hanf bitter, weswegen Mehlmischungen nicht mehr als 10 % Hanfmehl zugefügt werden sollte. Hirse Hirse ist wahrscheinlich das älteste von Menschen angebaute Getreide und war auch in Deutschland als Hirsebrei früher Grundnahrungsmittel, der Brei im Grimmschen Märchen "Der süße Brei" ist Hirsebrei. Als Nahrungsmittel wird in Deutschland vorwiegend Rispen- bzw. Goldhirse verwendet. Hirse eignet sich gut für Aufläufe und Bratlinge. Hirse muss vor dem Kochen gewaschen werden, um einen ranzigen Geschmack zu vermeiden. Auch gemahlene Hirse wird schnell ranzig, weswegen Hirsemehl im Handel kaum erhältlich ist. Empfehlenswert ist, Hirse frisch zu mahlen. Weitere Infos zu Hirse gibt es bei Spreewälder Hirsemühle.
  • 50. 45 Kartoffel Die Kartoffel kann zu Kartoffelmehl oder Kartoffelstärke verarbeitet werden. Kartoffelstärke kann als vielseitiges und billiges Streckungsmittel beim glutenfreien Backen verwendet werden. Der Versuch, eine glutenfreie Mehlmischung mit normalem Kartoffelpürree zu strecken, endete bei mir in einem bitter schmeckenden Desaster. Kastanien Esskastanien können zu einem auch in fertigen Mehlmischungen verwendeten Kastanienmehl vermahlen werden. Kichererbsen Kichererbsen, ein Grundnahrungsmittel im Orient, können zu Mehl vermahlen werden und Backwaren zugesetzt werden. Bekannt sind Falafel, Bällchen aus zerkleinerten und fritierten Kichererbsen, oder Farinata aus Italien. Aus Kichererbsenmehl kann auch ein Käseersatz hergestellt werden. Mais Aus Mais (in Österreich auch "Kukuruz") kann sowohl Maismehl als auch Maisstärke hergestellt werden. Mais dürft mengenmäßig den größten Teil glutenfreier Mehle ausmachen. Probleme Unter den Nahrunsmittelallergien sind relativ häufig Allergien gegen Mais, außerdem beeinträchtigt Mais die Schilddrüse. Maismehl schmeckt leicht bitter, weswegen es von manchen Bäckern nicht verwendet wird. Mais ist vor allem in den USA die häufigst angebaute gentechnisch veränderte Pflanze, so dass in absehbarer Zeit kein Mais erhältlich sein wird, der nicht gentechnisch zumindest verunreinigt ist. Mais enthält weniger für den Menschen nutzbares Eiweiß als andere Getreide. Außerdem muss Mais zur Aufbereitung vor dem Vermahlen mit alkalischen Substanzen (z. B. Holzasche) gekocht werden, weil er sonst Pellagra auslöst, da er Stoffe enthält, welche den Vitamin B3 Stoffwechsel beeinträchtigen, das erhältliche Maismehl wird aber einfach nur gemahlen sein. Auf Grund der Härte der Körner lässt sich Mais nicht selber mahlen. Maniok/Tapioka/Kassava Das in Afrika als Nahrungsmittel häufig benutzte Maniok spielt bei uns nur eine geringe Rolle, obwohl er auch zu Mehl vermahlen werden kann. Die Tapioka genannte Maniokstärke findet Verwendung in den auch bei uns erhältlichen asiatischen Garnelenchips.
  • 51. 46 Mungobohnen Aus Mungobohnenmehl werden in Asien Glasnudeln hergestellt, die in Asialäden erhältlich sind. Quinoa Quinoa, auch Perureis oder Inkakorn genannt, ist eine als Nahrungsmittel verwendetet Gänsefußart, die seit altersher in den Anden angebaut wird. Die Ernte ist schwierig, da die Körner ungleichmäßig reifen und daher von Hand geerntet werden müssen. Es hat eine hohe biologische Wertigkeit. Die Samenschale von Quinoa enthält Saponine, die bitter schmecken. Obwohl diese vor dem Verkauf durch Waschen entfernt werden, sollte Quinoa noch einmal gründlich gewaschen werden (mit den Händen reiben), bis sie nicht mehr bitter schmecken und das Wasser keine Schaumrückstände zeigt. Laut DGE sollte Quinoa darum auch nicht für Kleinkindernährung verwendet werden, da Reste der Saponine die Blutzellen schädigen und die Durchlässigkeit der Darmwand erhöhen könnten. Reis Reismehl dürfte nach Maismehl die zweithäufigst verwendete Zutat in glutenfreien Backwaren darstellen. Reis lässt sich gut zu Puffreis poppen. Reis ist in den meisten Fällen gut verträglich und hat ein geringes allergenes Potential. Sago Aus der Sagopalme gewonnene Stärke, die in Form kleiner Kügelchen in den Handel kommt und zur Bereitung von Süßspeisen genutzt wird. Sesam Bei Sesam handelt es sich um wahrscheinlich die älteste Ölpflanze der Welt. Bekannt ist es aus dem Märchen von Ali Baba: "Sesam, öffne dich!". Als Mehl lässt es sich wegen des hohen Ölgehaltes nicht verwenden, wird aber püriert zu Süßspeisen und Würzbeilagen verarbeitet und oft zum Bestreuen von Backwaren verwendet. In Deutschland wird das heimische Unkraut Leindotter als "deutscher Sesam" verwendet.
  • 52. 47 Soja Soja ist die meistverwendete Zutat in Fleischersatz für Vegetarier, bekannt auch durch Tofu und Sojasauce. Sojamehl wird vergleichsweise wenig in Backwaren verwendet. Probleme Soja beeinträchtigt die Schilddrüse. Soja wird massiv gentechnisch verändert, was über Verunreinigungen wahrscheinlich alles erhältliche Soja betrifft. Soja enthält Phytoöstrogene, welche den Sexualstoffwechsel besonders bei Kindern stören können. Bei Fructose-Intoleranz ist Soja trotz niedrigem Fructosegehalt aus anderen Gründen schlecht verträglich. Teff Teff, auch Zwerghirse genannt, ist eine alte Kulturhirse, die heute nur noch in Äthiopien zu Ernährungszwecken angebaut wird. Das leicht nussig schmeckende Mehl ist in Deutschland relativ neu auf dem Markt. Verdickungsmittel Da Gluten für den Teigzusammenhalt notwendig ist, müssen zum Backen glutenfreien Mehlen Verdickungsmittel zugefügt werden. Was ich will: Ich möchte, dass auf Grund meiner Erfahrungen akzeptiert wird, dass ich meine Kindern glutenfrei ernähre. Ich muss schon feststellen: da wird von vorn ja ja gesagt, und hintenrum wird versucht, meine Kindern mit Gluten vollzustopfen. Als wären die Menschen ferngesteuert. Freundliches Bitten ist also ungenügend, von allen Seiten fallen die einem in den Rücken, und wenn die in die Schule kommen wird es noch schlimmer werden. Ich war auch mal Mitglied der DZG[1] , bin dann aber aus finanziellen Gründen ausgetreten. Mir missfällt, dass die tausende Euro in hochgestochene, aber vollkommen sinnlose molekularbiologische Forschungsprojekte stecken, wo nur die Profs fetter werden und alle sich furchtbar wichtig vorkommen können, für Betroffene aber nichts rauskommt. Inzwischen sollen es transgene Pflanzen richten, dabei gibt es schon lange ein biotechnologisches Verfahren, selbst Weizenmehl für Menschen mit Zöliakie verträglich zu machen: Fermentation mit Sauerteigmikroben. Ich habe keine Ahnung, warum das von DZG et. al. verschwiegen wird. Ich habe jedenfalls keine Lust, mit irgendwelchen Beiträgen die Gentechnik zu sponsern, vor allem wenn es schon eine brauchbare und erprobte Lösung gibt. Sollte allerdings die
  • 53. 48 Möglichkeit bestehen, dass meine Mitgliedsbeiträge für die DZG für Aktionen verwendet werden, große Ketten wie McDonalds, Burger King, Nordsee usw. zum Anbieten explizit glutenfreier Gerichte zu bringen, dann trete ich wieder ein. Wenn meine Kinder groß sind, sollen die Gesundheitsgefahren durch Gluten bekannt sein und es soll möglich sein, sich immer und überall, wenn man will, glutenfrei zu ernähren. Zur Zeit muss ich noch zu viele Ausnahmen machen, weil es aus praktischen Gründen nicht anders geht, und muss mich ständig verteidigen. Die ständige Äußerung "man kann dem Kind doch nicht alles verbieten" zeigt aber deutlich, dass jeder gefühlsmäßig weiß, dass Gluten ein Rauschgift ist. Obwohl die Deutschen scheints ein besonderes Verhältnis zum Gluten haben, vor allem da Phänomene wie der Nationalsozialismus (3. Reich) eindeutig Symptome einer Gluten-Psychose tragen. Quellen 1. DZG: http://dzg-online.de/ 2. Di Cagno, R. et al.: Sourdough bread made from wheat and nontoxic flours and started with selected Lactobacili is tolerated in celiac sprue patients. Applied and Environmental Microbiology 2004/70/S.1088-1096. http://aem.asm.org/cgi/content/full/70/2/1088?view=long&pmid=14766592
  • 54. 49 LINKS Weizen/Gluten Seite von Josef Stocker - hat viele Informationen gesammelt, gute Bücherliste. http://josef-stocker.de/index.html Gluten ein Nahrungsmittelgift bei Fructose.at (PDF): http://www.fructose.at Gefährliches Getreide (eng., PDF) http://www.thepaleodiet.com/articles/Cereal%20article.pdf Maskierte Weizenallergie - die Erklärung für viele Rätsel http://sylt-gesund- leben.de/texten/weizenall.htm Exzellente Artikel über die Schadwirkung von Gluten von Ron Hoggan, leider auf englisch. http://gluten-free.org/hoggan/ Auf Mailanfrage, ob ich das eine oder andere mal ins Deutsche übersetzen darf, hat er nicht geantwortet. Klinische Bedeutung nichtklassischer Zöliakieformen http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikeldruck.asp?id=29756 http://www.zoeliakie-treff.de/zoeliakie/zoeliakie.html Milch Milch besser nicht - von Maria Rollinger http://www.milchbessernicht.de/ Milchlos - wer das gelesen hat, trinkt keine Milch mehr. http://milchlos.de/ Die Zeit über Milch. http://www.zeit.de/zeit-wissen/2006/01/Milch.xml Hier einige Wikipediaartikel, die ich initiiert oder erweitert habe, um die Angelegenheit weiter bekannt zu machen. Man kommt dort sofort unter Beschuß, auch kommen da Rath und Consorten ins Spiel, wo der Spruch gilt: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. Gfcf-Ernährung http://de.wikipedia.org/wiki/Gfcf-Ern%C3%A4hrung Pellagra: Krank durch Mais. Heute ist es der Weizen. http://de.wikipedia.org/wiki/Pellagra Orthomolekulare Psychiatrie http://de.wikipedia.org/wiki/Orthomolekulare_Psychiatrie Wikibook orthomolekulare Psychiatrie Das Wikibook habe ich aufgegeben, ich würde es sehr begrüßen, wenn andere dort noch bissel was reinschreiben könnten, wo der Pfeiffer nicht mehr verlegt wird. http://de.wikibooks.org/wiki/Orthomolekulare_Psychiatrie HPU http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4mopyrrollaktamurie
  • 55. 50 LITERATUR Bolland, Axel: Pro Gesundheit - Contra Gluten Die Bedeutung der Gluten- und Vollkornintoleranz in der integralen Medizin 220 Seiten CO'MED Verlagsgesellschaft mbh, Hochheim 2006. ISBN: 3-934672-15-9 Preis: 19,80 € Bemerkung: Dr. med. Axel Bolland ist Teilhaber und medizinischer Leiter von : Bollant's am Park [http://www.bollants.de/web/de/index.php?lang=de], einem Kurhotel. Er arbeitet mit dem Labor Ganzimmun zusammen und kann dort in einem Forum persönlich befragt werden. Er behandelt mit Naturheilverfahren in Tradition des Lehmpastors Fehlke. Dazu gehört ein anfängliches Heilfasten und ursprünglich die "gesunde" Vollkornernährung. Bolland stellte schnell fest, dass es den Kranken während des Fastens besser ging, und dann, mit dem Vollkorn, wieder schlechter. Er kam schließlich drauf, dass für die Verschlechterung vor allem glutenhaltiges Getreide und Kuhmilch zuständig sind. Darum ist er vom Vollkorn abgekommen und setzt die Leute nach dem Anfangsfasten auf gfcf. In seinem Buch beschreibt er, was Gluten ist, wie sich unsere Ernährungsgewohnheiten hin zu viel Gluten geändert haben, was Zöliakie ist und dass die Unverträglichkeit, die er meint, etwas anderes als Zöliakie ist. Er führt sogar die Gliadorphine und Kaseomorphine an, weil er beim Heilfasten Entzugserscheinungen beobachtet hat. In dem Buch sind noch paar Patientenschicksale und die Ergebnisse einer ausführlichen Laboruntersuchung an 681 Patienten, wo er nachweisen konnte, dass eine Großzahl Gesundheitsschäden durch
  • 56. 51 Gluten/Kasein erleidet. Das ist dann teilweise sehr fachspezifisch, mit den Immunglobulinen usw., das Ergebnis ist: Glutenintoleranz (wobei auch einige mit Zöliakie dabei waren) über 70 % und Milchintoleranz über 50 % der Versuchspersonen. Was mir an dem Buch weniger gefällt ist das Alternative, er geht auch auf Kinesiologie und Kirlianfotographie ein, die ich für entbehrlich halte (aber wahrscheinlich ist das eher ein Zauber, um die Süchtigen zu überzeugen, auf ihr Gluten/Kasein zu verzichten) und, was aber in der Natur der Sache liegt: er versucht alles in 200 Seiten zu packen, so dass er ziemliche Sprünge hat, ist manchmal schwierig zu folgen. Wenn ich mal im Lotto gewinne oder sonst zu Geld komme, dann mache ich als erstes Erholungsurlaub bei Bollant's im Park. Gfcf ohne Selberkochen und keiner stellt dumme Fragen - das finde ich herrlich. Also wers kann - unbedingt Urlaub bei Bollants machen! Interessant seine Erklärung zur Ignoranz der Wissenschaft: Das Irrsinnige ist, dass die Menschen durch glutenfreie und kuhmilchfreie Ernährung gesund älter werden könnten, dies aber politisch nicht gewollt sein kann, da die Rente heute schon nicht mehr bezahlbar ist. Dr. S. Faraji: Biomedizinische Untersuchungen und Behandlungsmethoden beim Autistischen Syndrom und AD(H)D. Grundlagen und Praxis 116 Seiten Wetzlar, April 2007. ISBN 978-3-00-021202-4 Preis: 14,95 €
  • 57. 52 Bemerkung: Das erste im deutschsprachigen Raum verfasste Buch zum Thema Biomedizin. Enthält natürlich die gluten- und kaseinfreie Ernährung als Grundbestandteil und eigene Untersuchungen zu dieser Problematik, welche das labormäßig bestätigen. Die Deutschen als alte Vollkornfresser haben wohl ein Problem damit, darum musste es von einem Ausländer kommen. Erläutert werden folgende Punkte: * Diagnose * Darm und Diäten * Nahrungsmittelunverträglichkeiten * Ist Autismus erblich? * Immunologie * Assoziation mit angeborenen Stoffwechselerkrankungen * Schadstoffbelastung, Schwermetallbelastung * Laboruntersuchungen * Orthomolekulare Therapie * Pflanzliche Arzneimittel Homepage des Autors: www.autismus-medicus.de Susanne Strasser: Die gluten- und kaseinfreie Ernährung für Menschen mit Autismus, ADS/ADHS oder Allergien 206 Seiten, Ringbuch, Format A4 Zweite überarbeitete Auflage, Graz 2005 ISBN 3-200-00501-7 Preis: 29 € erhältlich hier: susanne.strasser@inode.at
  • 58. 53 Bemerkung: Die gängigen Kochbücher zur glutenfreien Ernährung scheinen für welche geschrieben, die weder Kinder noch Arbeit haben und so die Zeit finden, den ganzen Tag zu sotten und zu backen für mehrgängige Menüs. Wer einfache, praxiserprobte und kindertaugliche Rezepte sucht, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Mit einem Beitrag von Kalle Reichelt: "Die Gehirn-Darm-Achse bei neurologischen und psychiatrischen Störungen." http://members.inode.at/t.strasser/dr.reichelt.htm www.autismus-diaet.at/ Ursula Jonsson: Die Basisallergie So befreien Sie sich selbst von chronischen Krankheiten 180 Seiten Zweite Auflage, Books on demand, Norderstedt 2004 ISBN 3-8334-1798-6 Preis: 16,80 € Bemerkung: Homepage zum Buch: www.basisallergie.de/ Biologische Behandlungen bei Autismus und PDD 3. Ausgabe 2009
  • 59. 54 Ursachen und biomedizinische Therapien für Autismus und PDD von William Shaw PH.D. ISBN 0-9661238-3-2 Preis 25 Euro plus Porto erhältlich hier: susanne.strasser@inode.at Weitere Informationen unter http://www.greatplainslaboratory.com/
  • 60. ANHANG
  • 61. Newsletter der fructose.at am 05.04.2004 Seite -1 - Ist Gluten ein Nahrungsmittelgift? „In den Industriestaaten werden speziell durch den Konsum von Brot etwa 50% des Kohlenhydrat und 30% des Proteinbedarfs gedeckt“ (1). Sieht man davon ab, dass wir außer Brot noch eine Reihe anderer Lebensmittel aus Mehl bzw. Getreide herstellen und auch verzehren, müssen wir die allgemein übliche Ansicht, dass Getreide und insbesondere das Brot ein „Kohlenhydratnahrungsmittel“ ist gründlich revidieren. Brot ist in den Industrieländern eine – wenn nicht „die“ – Eiweißquelle in unserer Nahrung. Für eine „Trennkost“, deren Prinzip die zeitliche Trennung der Zufuhr von Kohlenhydrat und Eiweiß ist, ist Weizen, Roggen und Gerste jedenfalls nicht geeignet. Ist man jedoch kein Trennkostanhänger so wäre die Tatsache des hohen Eiweißgehaltes in der bei uns üblichen Getreidenahrung an und für sich nicht so schlimm, wenn nicht ein wesentlicher Bestandteil dieses Eiweißes Gluten wäre. Was ist Gluten? Gluten ist ein etwas ungenau definierter Sammelbegriff für verschiedene Bestandteile des so genannten Kleber-Eiweißes im Weizen. Zurückgehend auf die Arbeiten von Osborne aus dem Jahre 1907 werden die Eiweißbestandteile der verschiedenen Getreidesorten in Albumine, Globuline, Prolamine und Gluteline unterteilt. In den verschiedenen Getreidesorten haben die Prolamine und Gluteline wiederum unterschiedliche chemische Eigenschaften und werden deshalb auch unterschiedlich bezeichnet (siehe Tabelle 1). Damit die ganze Sache noch komplizierter wird unterscheidet man auch innerhalb der Gliadin-Fraktion noch unterschiedliche Arten bzw. Bausteine die als α-Gliadin, γ-Gliadin und ω-Gliadine (diese werden wiederum in ω5- und ω1,2-Gliadine unterteilt). Bei der in allen Lehrbüchern der Medizin zu findenden Krankheit „Zöliakie“ (= einheimische Sprue) ist als Auslöser der Krankheit bereits Gliadin erkannt worden. Seit einiger Zeit hat sich die Erkenntnis, dass der Weizenbestandteil Gliadin bei genetisch disponierten Personen auch die krank machen kann bis zu den Autoren von Lehrbüchern für Lebensmittelchemiker herumgesprochen. Gluten ist aber ein ungenau definierter Sammelbegriff der die Summe von Prolaminen und Glutelinen, insbesondere von Gliadin und Glutenin beschreibt. Ich möchte jedoch bewusst diesen ungenau definierten Sammelbegriff in der Folge verwenden, da nach meiner klinischen Erfahrung „irgend etwas“ in dieser Glutenfraktion eine Reihe von Menschen krank macht, wobei es sich nicht unbedingt um den Gliadinbestandteil handelt! Tabelle 1 Osborne- Fraktion Weizen Roggen Hafer Gerste Mais Reis Hirse Albumin Leukosin Globulin Edestin Prolamin Gliadin Secalin Avenin Hordein Zein Orycin Kafirin Glutelin Glutenin Secalinin Avenalin Hordenin Zeanin Orycenin Wie gesagt führt Gliadin bei einem kleinen Bevölkerungsanteil von ca. 0.1 bis 0.5% zu der mittlerweile sehr gut beschriebenen Krankheit Zöliakie. Es gibt aber einen ungleich höheren Bevölkerungsanteil mit Beschwerden verschiedenster Art die nach einer Reduktion von Gluten in ihrer Ernährung eine dramatische Besserung ihrer Beschwerden erreichen. Auf diese Gruppe von Patienten und nicht auf die Patienten mit klassischer Zöliakie möchte ich in der Folge besondere Berücksichtigung schenken. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, da an Zöliakie erkrankte Menschen eine Gluten- freie Ernährung brauchen, während es bei der anderen Gruppe (zu der auch sehr oft Patienten mit Fructosemalabsorption und/oder Lactoseintoleranz gehören) lediglich eine Reduktion des Gluten in der täglichen Ernährung bedarf (= Gluten-arme Ernährung). Um allen Angriffen von Zöliakie-Selbsthilfegruppen, ÄrztekollegInnen, ErnährungsberaterInnen und Nahrungsmittelherstellern vorzubeugen sei hier noch einmal
  • 62. Newsletter der fructose.at am 05.04.2004 Seite -2 - betont, dass in der Folge unter glutenfreier und glutenarmer Ernährung streng unterschieden wird! Zunächst stellt sich die berechtigte Frage: „Warum soll Gluten plötzlich krank machen, wo es doch seit Jahrtausenden Weizen als Bestandteil in unserer Nahrung gibt“? Nun die Antwort darauf ist einfach; „Weil wir noch nie in der Geschichte derartige Mengen an Gluten in unserer Nahrung vorgefunden haben“! Um diese Aussage ein bisschen glaubwürdiger zu gestalten seien ein paar Zahlen angeführt (entnommen aus (1)): Die weltweite Weizenproduktion hat von 780 Mio Tonnen im Jahr 1956 auf 2050 Mio Tonnen im Jahr 1996 zugenommen und sich somit in den letzten 40 Jahren fast verdreifacht. Damit aber noch nicht genug: Weizen hat sich innerhalb dieser Zeit einen immer größer werdenden Teil der Weltgetreideproduktion verschafft und zu allem Übel wurden ständig neue Weizensorten mit noch höherem Glutenanteil gezüchtet. Das bedeutet, dass jeder von uns unbemerkt einen immer höheren Glutenanteil in seiner Nahrung findet ob er will oder nicht. Auch wenn er sich von Bioprodukten ernährt oder das Getreide selber in seinem Garten anbaut ist er oder sie davon betroffen, da es mittlerweile fast keine ursprünglichen glutenarme Getreidesorten mehr gibt. Die Ursache für diese Entwicklung hat wirtschaftliche Gründe und ist auch auf unser Konsumverhalten zurückzuführen: Wir lieben es frisches Brot zu essen welches luftig und knusprig ist. Wer einmal im mittleren Osten war und dort ein fladenartiges weiches Brot von ca. 1 cm Höhe gegessen hat weiß wie fad ein solches Nahrungsmittel schmeckt und versteht auch, dass sich so ein Lebensmittel bei uns nicht lange verkaufen ließe. So ähnlich dürfte aber von 2000 Jahren Brot ausgeschaut haben als es noch eine vorwiegende Kohlenhydratquelle war und weniger eine Eiweißquelle, wie es heutzutage zutrifft. Wenn wir uns ein Brot aus dem heutigen Bäckerladen ansehen so findet man zahlreiche kleine Luftlöcher oder Bläschen die in ihrer Summe das angenehme Kaugefühl vermitteln. Jedes dieser Bläschen ist von einer dünnen Eiweißhülle ausgekleidet und wird so in „Form gehalten“. Die Fähigkeit den Teig aufgehen zu lassen und in der Folge beim Backen solche Bläschen entstehen zu lassen bezeichnet der Lebensmittelhersteller als Backtriebfähigkeit und genau diese Eigenschaft bestimmt den Preis des Produktes. Kurz gesagt hängt der Preis des Weizens den ein Farmer erzielen kann von der „Backtriebfähigkeit“ ab. Je höher die Backtriebfähigkeit des Weizens, desto höher der Verkaufspreis. Das heißt, daß ein hoher Eiweißgehalt im Weizen einen guten Verkaufspreis bedeutet. Auf den großen Weizenhandelsmärkten wird der Eiweißgehalt und damit die Backtriebfähigkeit des feilgebotenen Produktes durch Bestimmung des Leiteiweißes nämlich dem Gluten bestimmt. Lebensmittelchemiker, Gentechniker und Weizenzüchter haben deshalb in den letzten 50 Jahren alle Anstrengungen unternommen den Glutengehalt des Weizens zu erhöhen. Es wurde sogar schon laut darüber nachgedacht in Reis ein Gen einzufügen welches die Produktion von Gluten codiert und damit die Backtriebfähigkeit von Reis ähnlich gut wie die des Weizens machen sollte. Man darf gespannt sein welche unsinnigen Einfälle die Lebensmitteltechnologen und Gentechniker noch haben werden. Unabhängig davon haben wir aber jetzt schon die Misere, dass die Durchschnittsbevölkerung einer Glutenbelastung in einem noch nie da gewesenen Ausmaß ausgesetzt ist Was bewirkt aber Gluten in unserem Körper? Derzeit sind mindestens 4 verschiedene Arten der Schädigung (Pathomechanismen) beschrieben. Leider sind die schädigenden Wirkungen von Gluten nicht nur bei den Lebensmittelherstellern sondern auch unter den Medizinern weitgehend unbekannt. 1) Am besten bekannt ist die schädigende Wirkung des Glutenbestandteils Gliadin bei Patienten mit Zöliakie. Auch wenn der genaue Mechanismus der Krankheitsentstehung noch umstritten ist wird doch die krankmachende Wirkung des Gliadin allgemein anerkannt. Bei diesen Patienten gelangt Gliadin durch kleine Verletzungen in der Darmschleimhaut in den Körper genauer gesagt in die Mukosa. Dort kommt es zur Bildung von Komplexen mit dem Enzym „Tissue Transglutaminase (tTG)“. Dieser tTG-Gliadin-Komplex wirkt als Antigen und induziert so genannte „Endomysiale (auto)Antikörper (EMA)“(2). Endomysiale Antikörper und Transglutaminase-Antikörper werden demnach auch zur Diagnose der Zöliakie
  • 63. Newsletter der fructose.at am 05.04.2004 Seite -3 - herangezogen. Der goldene Standard der Diagnose einer Zöliakie ist jedoch die Gewebsentnahme (Biopsie) des Dünndarms im Rahmen einer Gastro-Duodenoskopie, die an mindesten 4 verschiedenen Stellen erfolgen sollte. Bei der feingeweblichen Untersuchung (Histologie) sieht man nämlich neben einer mehr oder weniger ausgeprägten Zerstörung der Dünndarmzotten (Zottenatrophie) auch eine Vermehrung von Entzündungszellen den so genannten inatraepithelialen Lymphozyten (IEL). Um auch Hinweise für gering gradige Entzündung des Dünndarms zu bekommen sollte vom zuweisenden Arzt bzw. Patienten gefordert werden, dass die inatraepithelialen Lymphozyten (IELs) ausgezählt und im Verhältnis Epithelzellen angegeben wird (Anzahl IEL/100 Epithelzellen). Damit lässt sich dann auch ein Hinweis für eine subtile entzündliche Infiltration der Dünndarmschleimhaut erkennen ohne dass das Vollbild einer Zöliakie vorliegen muss. Die Zöliakie führt zu einer Reihe von Beschwerden die teilweise nur sehr schwer mit der reinen Darmschädigung erklärt werden können. Eine Liste der Zöliakie assoziierten Krankheiten bzw. Beschwerden sind in Tabelle 2 zusammengestellt. 2) Sehr häufig findet man bei Patienten mit diversen (nicht nur gastrointestinalen) Beschwerden erhöhte Antikörper gegen Gliadin vom IgG-Typ. Während Gliadin-Ak vom IgA-Typ einen deutlichen Hinweis auf das Vorliegen einer echten Zöliakie bieten, wissen wir Ärzte im Allgemeinen mit dem Befund der isoliert erhöhte IgG-Gliadin- Antikörper nicht viel anzufangen. Deshalb werden diese Befunde den Patientinnen gegenüber gerne als „unbedeutend“ oder als „normal“ verkauft. Nun können Auch IgG-Antikörper gegen Gliadin nur dann gebildet werden, wenn Gluten die Barriere der Darmschleimhaut überwunden haben, sozusagen in den Körper gekommen sind. So gesehen muss an der Darmschleimhaut also etwas nicht in Ordnung gewesen sein, sonst könnten sich die Antikörper gegen Gliadin nicht gebildet haben. Lässt man solche Menschen einige Wochen eine glutenarme Diät einhalten so normalisieren sich die IgG-Antikörper gegen Gliadin in den meisten Fällen und viele Betroffene berichten auch über eine Besserung ihrer Beschwerden. In einer eigenen Studie (2004 eingereicht) konnten wir zeigen, dass das Auftreten von IgG-Gliadin-Antikörper sehr gut und hoch signifikant mit dem Auftreten von so genannten zirkulierenden Immunkomplexen korreliert. Zirkulierende Immunkomplexe sind Komplexe von Antikörpern und Antigenen die in so hoher Konzentration vorliegen, dass sie nicht rasch genug aus dem Körper entfernt werden können. D.h. die Entstehung der Immunkomplexe läuft schneller ab als ihre Ausscheidung z. Bsp. über die Nieren. Solche zirkulierenden Immunkomplexe (CIC) führen zu Autoimmunkrankheiten vom Typ III und werden außerdem bei manchen Kollagenosen gefunden, das sind Krankheiten aus dem rheumatischen Formenkreis, deren Entstehungsursachen wir noch immer nicht kennen. Im Allgemeinen suchen die Immunologen beim neuen Auftreten von Antikörpern immer nach Auslösern infektiösen Ursprungs. Vielleicht sollte man bei Autoimmunkrankheiten auch nach Auslösern aus der Nahrung suchen: Die Antigene in der Nahrung mögen vielleicht nicht so dramatische Veränderungen auslösen wie infektiöse Antigene, dafür ist man den Antigenen in der Nahrung ein Leben lang tagtäglich ausgesetzt ohne sie als krankmachende Ursache zu bemerken. Hier ist noch viel Forschungsarbeit notwendig, unsere ersten Beobachtungen lassen jedoch vermuten, dass Gluten unabhängig vom Vorliegen einer Zöliakie auch zu vermehrtem Auftreten von zirkulierenden Immunkomplexen und damit möglicherweise auf zum Auftreten so genannter Typ III-Autoimmunerkrankungen beitragen. Eine Übersicht über Krankheiten bei denen erhöhte zirkulierende Immunkomplexe zu finden sind, ist in Thomas (3) zusammengestellt. 3) Das Complement System ist ein entwicklungsgeschichtlich alter Teil des Immunsystems welches die eigentliche Schädigung eines zu vernichtenden Eindringlings (z. Bsp. ein krankmachendes Bakterium) bewirkt. Was passiert wenn ein krankmachendes Bakterium in den Körper gelangt? Wir wissen alle, daß in diesem Fall das Immunsystem in Funktion tritt: Es werden Antikörper gegen so genannte Antigene Strukturen (=Erkennungsmerkmale) des Eindringlings gebildet. Von den Meisten wird angenommen, daß damit die ganze Sache erledigt ist und der Eindringling vernichtet wird. Doch das ist nicht der Fall. Mit der Bildung an Andockung
  • 64. Newsletter der fructose.at am 05.04.2004 Seite -4 - von Antikörpern gegen Antigene passiert noch gar nichts. Dies ist nur die Voraussetzung, daß entweder eine Fresszelle kommen kann und diesen Antigen- Antikörperkomlex (Ag/Ak-Komplex) aufzufressen oder aber daß das Complement- System aktiviert wird. Erst durch Aktivierung des Complementsystems werden Löcher in den Eindringling (Bakterium) gebrannt und damit abgetötet. Doch das Complementsystem kann nicht nur durch Ag/Ak-Komplexe aktiviert werden sondern auch über den so genannten „alternativen Abbauweg“ aktiviert werden. Alternativer Abbauweg heißt in diesem Fall, daß es zu einer Aktivierung des Complementsystems kommt, ohne daß ein einziger Antikörper gebildet wurde. Der Körper bildet sozusagen einen „chemischen Schrotschuss“ in seine Umgebung und zerstört alles was sich dort befindet. Diese Art der Verteidigung hat sich entwicklungsgeschichtlich schon sehr früh als sehr erfolgreich gezeigt so daß wir dies Frühform eines Immunsystems schon bei niedrigen Lebewesen wie z. Bsp. den Schnecken finden. Diese Schrottschussverteidigung bedeutet jedoch auch eine große Gefahr für den eigenen Organismus weil auch körpereigene Zellen auf diese Art und Weise zerstört werden können. Um dem Vorzubeugen hat die Natur vorgesehen und den körpereigenen Zellen an der Oberfläche so genannte Protectine (CD59) verliehen, Strukturen welche die Zerstörung der eigenen Körperzellen verhindern sollen. Bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen wurde in einer Studie gezeigt, daß diese Protectine an den Darmzellen in geringerer Konzentration vorhanden sind als bei Menschen ohne Entzündungsreaktionen im Darm(4). Möglicherweise dürfte bei Patienten mit Reizdarmsyndrom eine ähnliche Situation vorliegen, so daß diese Menschen gegenüber einer Aktivierung des Complementsystems wesentlich empfindlicher sind als „Gesunde“: Wird das Complementsystem aktiviert gehen bei Reizdarmpatienten vielleicht mehr Darmzellen zugrunde als bei anderen Menschen die mit einer ausreichenden Konzentration an Protectinen ausgestattet sind. Der Clou an der ganzen Sache besteht aber darin, daß im Experiment mit einem Glutenextrakt (so genannte Fraziers fraction) das Complementsystem über den alternativen Abbauweg (also ohne der Bildung eines einzigen Antikörpers) zu 75% seiner maximalen Aktivierbarkeit (also sehr sehr stark) aktiviert werden kann. Dies wurde in einer bisher von den Medizinern so gut wie gar nicht beachteten Arbeit von Unsworth und Würzner (5) bei in vitro Studien gezeigt. Entsprechende Studien am lebenden Organismus stehen noch aus. Offenbar hat aber niemand daran Interesse das man herausfinden könnte, daß unser Hauptnahrungsmittel nämlich Brot, mit Gluten einen ziemlich giftigen Nahrungsbestandteil beinhaltet und das genau dieser Bestandteil in den letzen 40 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen in seiner Konzentration hochgezüchtet wurde. Es ist doch beachtenswert das in Westeuropa bereits etwa 25% der Bevölkerung an der „psychosomatischen“ Krankheit Reizdarmsyndrom leiden. 4) Eine weitere Gruppe an Krankheiten die durch Gluten bzw. Gliadin bedingt wird und allmählich allgemeine Anerkennung unter den Mediziner findet ist die Hypersensitivität gegenüber Gliadin vom IgE-Typ. Bei den betroffenen Patienten kommt zu einer echten Allergie gegen Gliadin ähnlich wie das bei einer Allergie gegenüber Äpfel oder Nüssen der Fall ist. Es werden IgE-Antikörper vom Soforttyp gebildet. Diese Krankheit ist jedoch wie alle echten Nahrungsmittelallergien sehr selten vorkommend und führt meist schon nach dem ersten Bissen – meist schon im Mund - zu allergischen Erscheinungen nämlich dem oralen Allergiesyndrom (OAS). Das OAS ist jedoch nicht spezifisch für eine Gliadin-Allergie sondern kann bei allen Allergien gegenüber Nahrungsmittelbestandteilen vorkommen Die eigene klinische Erfahrung zeigt, daß bei manchen Personen mit Reizdarmsyndrom eine dramatische klinische Besserung erreicht werden kann, wenn sie eine glutenarme Diät einhalten. Ohne den genauen Wirkmechanismus dafür zu kennen ist der Zusammenhang dennoch so offensichtlich, daß ich für diese Patientengruppe die Diagnose „glutensensitives Reizdarmsyndrom ohne Vorliegen einer Zöliakie“ geprägt habe.
  • 65. Newsletter der fructose.at am 05.04.2004 Seite -5 - Tabelle 2 Folgen und Folgekrankheiten bzw. assoziierte Beschwerden bei Zöliakie Symptome bei Zöliakie: - Diarrhöe. - Fettige bzw. schmierige Stühle - Gewichtsverlust. - Adynamie. - Blähungen. - Kopfschmerzen. Veränderte Laborwerte: - Alpha2-Globuline vermindert. - Makrozytose der Erythrozyten. - CCK-Mangel (=> Gallensteine). - Erhöhtes Prolactin (=> Milchfluss bei Frauen) - Complementfaktoren-Mangel. - Erhöhte Transaminasen (Leberschädigung). - Eisenmangel (=> Eisenmangelanämie) - Eiweißmangel (=> Ödeme). - Folsäuremangel (=> Folsäuremangelanämie). - Vitamin B1-(Thiamin) Mangel. - Vitamin B12-Mangel. - Vitamin E Mangel. Assoziierte Krankheiten / Folgekrankheiten bei Zöliakie: - Abortus und Infertilität. - Potenzstörungen. - Schizophrenie. - Vaginose. - Colitis kollagene. Inclusion-Body-Myositis - Aphten (Mund und gesamter Verdauungstrakt) - Kardiomyopathie (COCM). Abbildung 1 CIC-concentration = 33.427 - 0.631 x Gliadin IgG antibody concentration; n = 270; R = 0.417; p < 0.0001) and dotted curves its 95% confidence interval. 0 20 40 60 80 100 120 140 0 100 200 Gliadin IgG antibodies (U/ml) Circulatingimmune complexes(µg/mlHAG)
  • 66. Newsletter der fructose.at am 05.04.2004 Seite -6 - Literatur (1) Belitz H.D. GWSP. Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 5 ed. Berlin, Heidelberg, New York: Springer Verlag, 2001. (2) Schuppan D., Dieterich W., Riecken E.O. Exposing gliadin as a tasty food for lymphocytes. Nat Med 1998;(4):666-667. (3) Thomas L. Labor und Diagnose. 5 ed. Frankfurt a. Main: TH-Books Verlags Ges.m.b.H., 1998. (4) Scheinin T, Bohling T, Halme L, Kontiainen S, Bjorge L, Meri S. Decreased expression of protectin (CD59) in gut epithelium in ulcerative colitis and Crohn's disease. Hum Pathol 1999; 30(12):1427-1430. (5) Unsworth DJ, Wurzner R, Brown DL, Lachmann PJ. Extracts of wheat gluten activate complement via the alternative pathway. Clin Exp Immunol 1993; 94(3):539-543.