Märchen als User Generated Content

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    1. Märchen als User Generated Content Was die Kulturgeschichte zur Erklärung des Web 2.0 beitragen kann 1 Sabria David | re:publica 09
    2. 2 Sabria David | re:publica 09
    3. Jetzt geht‘s los 3 Sabria David | re:publica 09
    4. Am Anfang war… 4 Sabria David | re:publica 09
    5. … das Wort 5 Sabria David | re:publica 09
    6. … das gesprochene Wort 6 Sabria David | re:publica 09
    7. Märchen… Sind gesprochene Worte. Gehörte und weitererzählte Geschichten. Erzählungen. 7 Sabria David | re:publica 09
    8. Wo kommen die Märchen her? 8 Sabria David | re:publica 09
    9. Wo kommen die Märchen her? Von diesen beiden Herren vielleicht? Wilhelm und Jacob Grimm 9 Sabria David | re:publica 09
    10. Nein. 10 Sabria David | re:publica 09
    11. Nein. Die Brüder Grimm haben die Märchen nicht geschrieben. 11 Sabria David | re:publica 09
    12. Nein. Die Brüder Grimm haben die Märchen nicht geschrieben. Sie haben sie aufgeschrieben. 12 Sabria David | re:publica 09
    13. Die Brüder Grimm haben sich Märchen erzählen lassen und sie schriftlich dokumentiert. 13 Sabria David | re:publica 09
    14. Diese Damen z.B. haben den Grimms Märchen erzählt: 14 Sabria David | re:publica 09
    15. Die Märchenerzählerin Marie Hassenpflug Jung, gebildet aus gutem Hause 15 Sabria David | re:publica 09
    16. Und die Märchenfrau Dorothea Viehmann Tochter des Wirtes der Brauerei „Knallhütte“ 16 Sabria David | re:publica 09
    17. Aus dem Handexemplar Jacob und Wilhelm Grimms, Gebrüder Grimm Museum, Kassel 17 Sabria David | re:publica 09
    18. Auch sie haben die Märchen nicht selbst erfunden. Sie haben erzählt, was man sich erzählte. Was von Generation zu Generation weitergegeben wurde. 18 Sabria David | re:publica 09
    19. Märchen sind das Ergebnis einer mündlichen Überlieferungstradition. 19 Sabria David | re:publica 09
    20. Märchen Volksmärchen Mär fabula Erzählung Ammenmärchen Gerücht Fairy tale Conte de fées Hoax Urbane Mythen 20 Sabria David | re:publica 09
    21. Mündlichkeit ↔ Schriftlichkeit Oralität ↔ Literalität 21 Sabria David | re:publica 09
    22. Mündliche Tradition 22 Sabria David | re:publica 09
    23. Mündliche Tradition Wikipedia: „Mündliche Überlieferung bezeichnet die erzählende Weitergabe von geschichtlichen, gesellschaftlichen und religiösen Informationen“ 23 Sabria David | re:publica 09
    24. Mündliche Tradition Wikipedia: „Mündliche Überlieferung bezeichnet die erzählende Weitergabe von geschichtlichen, gesellschaftlichen und religiösen Informationen“ Ergänzung: Weitergabe UND Schaffung von Kultur/Informationen 24 Sabria David | re:publica 09
    25. Mündliche Tradition • Erzählungen wurden in rituelle Handlungen eingebunden (z.B. Krippenspiele) • Formelhafte Wendungen und Wiederholungen • Reim, Versmaß, Rhythmik und Singen erleichtern das Memorieren und Weitererzählen (Homer, Koran) 25 Sabria David | re:publica 09
    26. Mündliche Tradition Der Autor (im weiteren Sinne: Urheber) kommt erst mit der Schriftlichkeit. 26 Sabria David | re:publica 09
    27. Mündliche Tradition Der Autor (im weiteren Sinne: Urheber) kommt erst mit der Schriftlichkeit. Vorher gab es keinen Autor. Es gab Autoren. 27 Sabria David | re:publica 09
    28. Parallelen für den Übergang von mündlicher zu schriftlicher Tradition: • die Bibel • lange währender Prozess der Verschriftlichung (1.000 v. Chr. - 100 n. Chr.) • verschiedene Erzählkränze wurden miteinander verwoben • Kanonisierung • Apokryphen (bleiben virulent, Ochs und Esel) • Klassische Sagen des Altertums • Homer: Odyssee, Ilias (700 v. Chr.) • die „Homerische Frage“ („Wer bin ich und wenn ja wie viele?“) 28 Sabria David | re:publica 09
    29. Märchen… • entstehen im Volk (Sie sind eine „res publica“) • haben keinen einzelnen Autor • entstehen in kollektiver Autorschaft • werden über Generationen hinweg weitererzählt • Individuelles wurde hinzugefügt • und wenn dies kein Echo in den Zuhörern fand, wurde es wieder weggelassen • Motive und Stoffe werden immer wieder neu zu Geschichten verwoben, bis sie sich zu einer immer dichter werdenden Form kondensierten 29 Sabria David | re:publica 09
    30. Ergebnis • menschlich Allgemeingültiges • Reifungskrisen, Entwicklungs- und Loslösungsprozesse • Gut und Böse = was Menschen angeht und betrifft, und zwar zeit- und regionsunabhängig (it‘s all about you) Entstanden nach den Regeln der Evolution: Was sich bewährt, besteht. Was sich nicht bewährt, fliegt raus. 30 Sabria David | re:publica 09
    31. Also • Rezeption und Produktion von Content liegen in einer Hand • Der Entstehungsprozess bildet sich in der zeitlichen Vertikalen ab, über Generationen und Jahrhunderte hinweg • Es gibt Filter (jeder, der etwas hinzufügt oder weglässt, filtert) • Es gibt Multiplikatoren: Die Märchenerzählerin ist „Medium“, durch das „Volkes Stimme“ spricht 31 Sabria David | re:publica 09
    32. Was wir hier sehen… 32 Sabria David | re:publica 09
    33. … dokumentiert den Übergang von einer mündlichen in eine schriftliche Tradition. 33 Sabria David | re:publica 09
    34. Mit allen Schwierigkeiten und Konsequenzen, die das mit sich bringt: • Dokumentation um den Preis der Festschreibung • Kanonisierung • Filter 34 Sabria David | re:publica 09
    35. Filtermechanismen • Eine Auswahl repräsentiert die Erwartungen • „struppige“ Märchen wurden nicht aufgenommen • Grimms hatten ein volkskundliches Interesse • Märchen mussten trotzdem „salonfähig“ sein • hohes künstlerisches Niveau wurde erwartet • sexuelle Anspielungen wurden entschärft Rapunzels Schwangerschaft • Ergänzungen, Überarbeitungen im Laufe der Editionen • Nach und nach entwickelt sich der typische „Märchenstil“ 35 Sabria David | re:publica 09
    36. Schauen wir uns den Übergang von mündlicher zu schriftlicher Tradition etwas genauer an 36 Sabria David | re:publica 09
    37. Schauen wir uns den Übergang von mündlicher zu schriftlicher Tradition etwas genauer an Der Übergang lässt sich nicht genau datieren Mündlichkeit und Schriftlichkeit waren über Jahrhunderte parallele Stränge 37 Sabria David | re:publica 09
    38. Aber ein Ereignis hat doch die Schriftlichkeit über die Mündlichkeit siegen lassen. 38 Sabria David | re:publica 09
    39. Aber ein Ereignis hat doch die Schriftlichkeit über die Mündlichkeit siegen lassen. Und zwar… 39 Sabria David | re:publica 09
    40. (Shift happens!) 40 Sabria David | re:publica 09
    41. Der Buchdruck. 41 Sabria David | re:publica 09
    42. Paradigmenwechsel Buchdruck Mitte des 15. Jh. erfindet Gutenberg den Buchdruck mit beweglichen Lettern 42 Sabria David | re:publica 09
    43. Durch diese Technik war es nun möglich, mit Büchern in Massenproduktion zu gehen • Demokratisierung der Rezeption von Büchern, des Lesens • Viele konnten sich jetzt Bücher leisten • Jeder dufte lesen (Alphabetisierung vorausgesetzt) • Höfe und Klöster hatten kein Buchmonopol mehr • sogar die Bibel konnte vom Volk gelesen werden, seit Luther die Bibel vom Lateinischen (grch., hebr.) ins Frühneuhochdeutsche übersetzt hat (1534) • Technische Entwicklung spiegelt sich in der sprachlichen Demokratisierung Übergang von Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen 43 Sabria David | re:publica 09
    44. Andererseits: Produktion und Rezeption werden getrennt 44 Sabria David | re:publica 09
    45. Andererseits: Produktion und Rezeption werden getrennt • Es darf zwar jeder Lesen 45 Sabria David | re:publica 09
    46. Andererseits: Produktion und Rezeption werden getrennt • Es darf zwar jeder Lesen • aber das Schreiben bleibt die Sache einiger Auserwählter (Autoren/Autoritäten) 46 Sabria David | re:publica 09
    47. Und so blieb es lange. 47 Sabria David | re:publica 09
    48. Und so blieb es lange. Bis dieses Ding kam: 48 Sabria David | re:publica 09
    49. Und so blieb es lange. Bis dieses Ding kam: Z3 von Konrad Zuse (Deutschland 1941) 49 Sabria David | re:publica 09
    50. Am Anfang blieb alles beim Alten. 50 Sabria David | re:publica 09
    51. Am Anfang blieb alles beim Alten. Weil das Ding benutzt wurde wie eine bessere Rechen- oder Schreibmaschine. Oder wie ein Publikationsmedium. Wie eine Umsetzmaschine. Wie ein Informationskanal. 51 Sabria David | re:publica 09
    52. Aber dann… 52 Sabria David | re:publica 09
    53. Aber dann… (Shift happens) 53 Sabria David | re:publica 09
    54. Aber dann… (Shift happens) … wurde die Technologie erwachsen. 54 Sabria David | re:publica 09
    55. Aber dann… (Shift happens) … wurde die Technologie erwachsen. Und die Nutzer wurden es auch. 55 Sabria David | re:publica 09
    56. Und aus dem Kanal wurde 56 Sabria David | re:publica 09
    57. Und aus dem Kanal wurde 57 Sabria David | re:publica 09
    58. Und aus dem Kanal wurde … ein Wechselkanal 58 Sabria David | re:publica 09
    59. Viele Menschen können zeitgleich auf dasselbe Material zugreifen. 59 Sabria David | re:publica 09
    60. Viele Menschen können zeitgleich auf dasselbe Material zugreifen. Sie lesen, rezipieren, konsumieren ihn. 60 Sabria David | re:publica 09
    61. Viele Menschen können zeitgleich auf dasselbe Material zugreifen. Sie lesen, rezipieren, konsumieren ihn. Aber nicht nur. 61 Sabria David | re:publica 09
    62. Viele Menschen können zeitgleich auf dasselbe Material zugreifen. Sie lesen, rezipieren, konsumieren ihn. Aber nicht nur. Sie verändern ihn auch. 62 Sabria David | re:publica 09
    63. Viele Menschen können zeitgleich auf dasselbe Material zugreifen. Sie lesen, rezipieren, konsumieren ihn. Aber nicht nur. Sie verändern ihn auch. Sie greifen ein. 63 Sabria David | re:publica 09
    64. Viele Menschen können zeitgleich auf dasselbe Material zugreifen. Sie lesen, rezipieren, konsumieren ihn. Aber nicht nur. Sie verändern ihn auch. Sie greifen ein. Sie produzieren mit. 64 Sabria David | re:publica 09
    65. Viele Menschen können zeitgleich auf dasselbe Material zugreifen. Sie lesen, rezipieren, konsumieren ihn. Aber nicht nur. Sie verändern ihn auch. Sie greifen ein. Sie produzieren mit. Sie hinterlassen Spuren. 65 Sabria David | re:publica 09
    66. Diese Dynamik war bisher nur in der mündlichen Tradition möglich. 66 Sabria David | re:publica 09
    67. Diese Dynamik war bisher nur in der mündlichen Tradition möglich. Neue Technologie ermöglicht neue Kommunikation. 67 Sabria David | re:publica 09
    68. Diese Dynamik war bisher nur in der mündlichen Tradition möglich. Neue Technologie ermöglicht neue Kommunikation. Rezeption und Produktion haben wieder zusammengefunden. 68 Sabria David | re:publica 09
    69. Diese Dynamik war bisher nur in der mündlichen Tradition möglich. Neue Technologie ermöglicht neue Kommunikation. Rezeption und Produktion haben wieder zusammengefunden. 69 Sabria David | re:publica 09
    70. Auf eine Formel gebracht bedeutet das: 70 Sabria David | re:publica 09
    71. Auf eine Formel gebracht, bedeutet das: Das Internet ist ein Schriftmedium 71 Sabria David | re:publica 09
    72. Auf eine Formel gebracht, bedeutet das: Das Internet ist ein Schriftmedium, das nach den Regeln der Mündlichkeit funktioniert. 72 Sabria David | re:publica 09
    73. Auf eine Formel gebracht, bedeutet das: Das Internet ist ein Schriftmedium, das nach den Regeln der Mündlichkeit funktioniert. Was entsteht, ist eine synchrone schriftliche Mündlichkeit 73 Sabria David | re:publica 09
    74. Die Generierung von Content funktioniert bei Wikipedia und Open Source Projekten wie sie auch bei Märchen funktioniert. 74 Sabria David | re:publica 09
    75. Die Generierung von Content funktioniert bei Wikipedia und Open Source Projekten wie sie auch bei Märchen funktioniert. Nur: 75 Sabria David | re:publica 09
    76. Es spielt sich nicht über Generationen hinweg in der zeitlichen Vertikalen ab. 76 Sabria David | re:publica 09
    77. Es spielt sich nicht über Generationen hinweg in der zeitlichen Vertikalen ab. Sondern nahezu zeitgleich, in der zeitlichen Horizontalen. Der synchrone Zugriff großer Usermengen macht es möglich. 77 Sabria David | re:publica 09
    78. Wie auch bei Märchen entsteht etwas Übergeordnetes, ein sich selbst organisierendes, wachsendes, lebendes, offenes System.(„Das Märchen lebt“) 78 Sabria David | re:publica 09
    79. Wie auch bei Märchen entsteht etwas Übergeordnetes, ein sich selbst organisierendes, wachsendes, lebendes, offenes System. („Das Märchen lebt“) Es tauscht sich mit der Umwelt aus 79 Sabria David | re:publica 09
    80. Wie auch bei Märchen entsteht etwas Übergeordnetes, ein sich selbst organisierendes, wachsendes, lebendes, offenes System. („Das Märchen lebt“) Es tauscht sich mit der Umwelt aus Es kann sich Veränderungen anpassen 80 Sabria David | re:publica 09
    81. Wie auch bei Märchen entsteht etwas Übergeordnetes, ein sich selbst organisierendes, wachsendes, lebendes, offenes System. („Das Märchen lebt“) Es tauscht sich mit der Umwelt aus Es kann sich Veränderungen anpassen Es ist wandelbar 81 Sabria David | re:publica 09
    82. Wie auch bei Märchen entsteht etwas Übergeordnetes, ein sich selbst organisierendes, wachsendes, lebendes, offenes System. („Das Märchen lebt“) Es tauscht sich mit der Umwelt aus Es kann sich Veränderungen anpassen Es ist wandelbar Es wächst mit Entwicklungen mit 82 Sabria David | re:publica 09
    83. Wie auch bei Märchen entsteht etwas Übergeordnetes, ein sich selbst organisierendes, wachsendes, lebendes, offenes System. („Das Märchen lebt“) Es tauscht sich mit der Umwelt aus Es kann sich Veränderungen anpassen Es ist wandelbar Es wächst mit Entwicklungen mit Es ist agil, flexibel, überlebensfähig 83 Sabria David | re:publica 09
    84. Die Folge? 84 Sabria David | re:publica 09
    85. Die Folge? + Open Source Software 85 Sabria David | re:publica 09
    86. Die Folge? + Open Source Software + Wikipedia 86 Sabria David | re:publica 09
    87. Die Folge? + Open Source Software + Wikipedia + Kollaborative Geschäftsmodelle 87 Sabria David | re:publica 09
    88. Die Folge? + Open Source Software + Wikipedia + Kollaborative Geschäftsmodelle + Forschungsplattformen (Innocentive) 88 Sabria David | re:publica 09
    89. Die Folge? + Open Source Software + Wikipedia + Kollaborative Geschäftsmodelle + Forschungsplattformen (Innocentive) + Rekordspendensummen im amer. Wahlkampf 89 Sabria David | re:publica 09
    90. Die Folge? + Open Source Software + Wikipedia + Kollaborative Geschäftsmodelle + Forschungsplattformen (Innocentive) + Rekordspendensummen im amer. Wahlkampf + Ein digitales Stadtarchiv Köln 90 Sabria David | re:publica 09
    91. Die Folge? + Open Source Software + Wikipedia + Kollaborative Geschäftsmodelle + Forschungsplattformen (Innocentive) + Rekordspendensummen im amer. Wahlkampf + Ein digitales Stadtarchiv Köln + … 91 Sabria David | re:publica 09
    92. Die Folge? + Open Source Software + Wikipedia + Kollaborative Geschäftsmodelle + Forschungsplattformen (Innocentive) + Rekordspendensummen im amer. Wahlkampf + Ein digitales Stadtarchiv Köln + … + … 92 Sabria David | re:publica 09
    93. Partizipation, Kollaboration und die Web 2.0-Technologien bringen Bewegung in die Sache. Die Grenze zwischen Rezeption und Produktion von Content, von Wissen, löst sich auf. 93 Sabria David | re:publica 09
    94. Etwas Festes verflüssigt sich, wenn es bewegt wird: In der Physik nennt man diese Eigenschaft Thixotropie. grch. thixis „das Berühren“ und trepo „ich ändere, wende“ 94 Sabria David | re:publica 09
    95. Etwas Festes verflüssigt sich, wenn es bewegt wird. In der Physik nennt man diese Eigenschaft Thixotropie. grch. thixis „das Berühren“ und trepo „ich ändere, wende“ z.B. Ketchup, Wiederverflüssigungen von Blutreliquien („Blutwunder“) 95 Sabria David | re:publica 09
    96. Wissen (und: Kultur) hat thixotrope Eigenschaften. 96 Sabria David | re:publica 09
    97. Wissen (und: Kultur) hat thixotrope Eigenschaften. Es kann durch Bewegung verflüssigt werden. Aggregatzustände des Wissens 97 Sabria David | re:publica 09
    98. Die Web 2.0-Technologien bringen in diesem Sinne Wissen in Bewegung. Der Ketchup-Effekt des Web 2.0 98 Sabria David | re:publica 09
    99. Das bedeutet nicht, dass alles besser ist. 99 Sabria David | re:publica 09
    100. Das bedeutet nicht, dass alles besser ist. Partizipation und Dynamik garantieren nicht Qualität. 100 Sabria David | re:publica 09
    101. Das bedeutet nicht, dass alles besser ist. Partizipation und Dynamik garantieren nicht Qualität. Sie ermöglichen sie aber. Weil sie Rückkopplungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Weil sie die Voraussetzung für Emergenz schaffen. 101 Sabria David | re:publica 09
    102. Es bringt die Dinge in Bewegung. Es löst starre Strukturen und macht neue möglich. Neue Verknüpfungen. Neue Muster. Neue Antworten. Erstarrtes löst sich und fügt sich zu Neuem. 102 Sabria David | re:publica 09
    103. Was geschrieben wird, ist keine letzte Wahrheit mehr. 103 Sabria David | re:publica 09
    104. Was geschrieben wird, ist keine letzte Wahrheit mehr. Es wird wahrer, je mehr sich daran beteiligen. 104 Sabria David | re:publica 09
    105. Was geschrieben wird, ist keine letzte Wahrheit mehr. Es wird wahrer, je mehr sich daran beteiligen. Es überholt sich selbst. 105 Sabria David | re:publica 09
    106. Was geschrieben wird, ist keine letzte Wahrheit mehr. Es wird wahrer, je mehr sich daran beteiligen. Es überholt sich selbst. Es schreibt sich fort. 106 Sabria David | re:publica 09
    107. Was geschrieben wird, ist keine letzte Wahrheit mehr. Es wird wahrer, je mehr sich daran beteiligen. Es überholt sich selbst. Es schreibt sich fort. Es lebt. 107 Sabria David | re:publica 09
    108. Vielen Dank. Sabria David www.text-raum.de www.twitter.com/meta_blum Dieser Vortrag steht unter einer Creative Commons Lizenz. 108 Sabria David | re:publica 09
    109. Abbildungsnachweise Henriette Sauvant, „Hänsel und Gretel“. Aus: „Zaubermärchen“, Hanser Verlag, München 2004. Rotkäppchen, verschiedene Buchtitel der „Rotkäppchen“-Sammlung, Bilderbuchmuseum Troisdorf. Fotos: Sabria David. Doppelportrait Gebrüder Grimm, Radierung nach einer Bleistiftzeichnung von Ludwig Emil Grimm. Zit. nach: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen. Reclam, Stuttgart 1997, S. 941. Portrait der Märchenfrau Dorothea Viehmann: L. E. Grimm, Radierung, 1819 und Portrait Marie Hassenpflug zitiert nach: www.grimms.de, Brüder Grimm Museum Kassel. Aus dem Handexemplar Jacob und Wilhelm Grimms, Gebrüder Grimm Museum, Kassel. Vollständig digitalisiert zu finden unter www.grimms.de Genrebild über den Besuch der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm bei der Märchenerzählerin Dorothea Viehmann in Niederzwehren bei Kassel, Louis Katzenstein 1810. Digitales Archiv Marburg/Hessisches Staatsarchiv Marburg. Gutenberg-Portrait. Zit. nach http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Gutenberg Zuse Z3: Image courtesy of Computer History Museum, http://www.computerhistory.org/timeline/?year=1941 Ketchup: http://www.mensa.unibe.ch/lenya/mensa/live/News.html Sollte ich weitere Rechteinhaber übersehen haben, bitte ich um Nachricht und um Nachsicht. 109 Sabria David | re:publica 09

    + Sabria DavidSabria David, 7 months ago

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    Der Vortrag wurde am 03.04.2009 auf der re:publica more

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