Your SlideShare is downloading. ×
0
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Thanks for flagging this SlideShare!

Oops! An error has occurred.

×
Saving this for later? Get the SlideShare app to save on your phone or tablet. Read anywhere, anytime – even offline.
Text the download link to your phone
Standard text messaging rates apply

Jugendliche Intensivtäter, Polizeiliche ExpertInnenbefraung

1,994

Published on

Dunkelfeldstudien oder einzelne Untersuchungen am Hellfeld belegen, dass ein grosser Teil der (Gewalt-) Delikte von verhältnismässig wenig jugendlichen Tätern verübt wird. …

Dunkelfeldstudien oder einzelne Untersuchungen am Hellfeld belegen, dass ein grosser Teil der (Gewalt-) Delikte von verhältnismässig wenig jugendlichen Tätern verübt wird.
4 bis 6 Prozent eines Geburtenjahrgangs sind für eine sehr grosse Zahl - zirka 40 bis 60 Prozent - der (registrierten) Delikte verantwortlich.
Mehr als die Hälfte der von den Intensivtätern begangenen Straftaten werden von mehreren Tätern gemeinsam begangen, dies selten aber in Grossgruppen.

Published in: Education, Business, Technology
0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total Views
1,994
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
3
Actions
Shares
0
Downloads
3
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

Report content
Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
No notes for slide
  • Vgl. z.B. Lütke/Rose, ZJJ 1/2005, S. 64; Wolke, Kriminalistik 2003, S. 503 f., und Steffen, JZZ 2/2003, S. 154 ff., je mit weiteren Hinweisen.
  • Neu Anzahl Straftaten pro beschuldigte Person, Erwachsene und Minderjährige. Minderjährige: von 14'899 haben 1267 zwischen 5 und 10 und 503 mehr als 10-mal im Kalenderjahr delinquiert. Das macht grob 10 Prozent! Bei den Erwachsenen zirka 9 Prozent Keine Angaben zu den Delikten.
  • Neu Anzahl Beschuldigte pro Straftat (Banden): Von knapp 120'000 knapp 35'000 Straftaten zu zweit bis zu zehnt und mehr ausgeführt. Die Mehrheit alleine also.
  • [1] Bei diesen drei Korps handelt es sich um jene, die Mehrfachtäter zählen ohne Mengenangaben bezüglich Anzahl verübter Delikte, die Zahl muss also mit Vorsicht behandelt werden. Verglichen mit den Kantonen mit Angaben zur Anzahl Delikte kann grob davon ausgegangen werden, dass von allen Mehrfachtätern zirka 10 Prozent mit über 10 Delikten belastet sind, was der Zahl in Klammern in der Zeile entspricht. Grob: ein paar Hundert polizeilich bekannte Intensivtäter in der CH, die meisten Kantone betroffen, Ballungszentren, mit Ausreissern.
  • Transcript

    • 1. «Jugendliche Intensivtäter» Polizeiliche ExpertInnenbefraung Modul 1 Jugendsachbearbeiter-Fortbildung 22. Bis 24. November 2010 Herisau Chantal Billaud Schweizerische Kriminalprävention
    • 2. Wiederholungstäter / Intensivtäter. Ergebnisse aus internationalen Studien. <ul><li>Dunkelfeldstudien oder einzelne Untersuchungen am Hellfeld belegen, dass ein grosser Teil der (Gewalt-) Delikte von verhältnismässig wenig jugendlichen Tätern verübt wird. </li></ul><ul><li>4 bis 6 Prozent eines Geburtenjahrgangs sind für eine sehr grosse Zahl - zirka 40 bis 60 Prozent - der (registrierten) Delikte verantwortlich. </li></ul><ul><li>Mehr als die Hälfte der von den Intensivtätern begangenen Straftaten werden von mehreren Tätern gemeinsam begangen, dies selten aber in Grossgruppen. </li></ul><ul><li>Jugendliche Intensivtäter machen immer wieder, was Jugendliche in aller Regel episodisch tun - aber in aller Regel auch wieder lassen. </li></ul><ul><li>Bei jugendlichen Intensivtätern sind kriminelle Karrieren weit wahrscheinlicher. </li></ul><ul><li>Überproportional viele jugendlichen Intensivtätern haben ausländische Herkunft und kommen bezüglich Ausbildung, Berufsaussichten, Familienverhältnissen und Drogenkonsum in der Regel aus problematische Verhältnisse. </li></ul><ul><li>Die Bande übernimmt eine gewisse &amp;quot;Familienfunktion&amp;quot;. </li></ul>
    • 3. Wiederholungstäter in der PKS 09.
    • 4. Strafausübung in Gruppen in PKS 09.
    • 5. Warum eine polizeiliche Umfrage zu Jugendlichen Intensivtätern? <ul><li>Eine systematische Untersuchung zu jugendlichen Intensivtätern und Jugendbanden ist in der Schweiz nicht vorhanden. </li></ul><ul><li>Gemäss Aussagen von Vertretern der Strafverfolgungsbehörden sind jugendliche Intensivtäter (ob einzeln oder in der Gruppe aktiv) den Strafverfolgungsbehörden mehrheitlich bekannt. </li></ul><ul><li>Bekannt ist auch, dass diese Delinquenten gesamthaft innerhalb der Bekämpfung von Jugendkriminalität überproportional viel an polizeilichen Ressourcen beanspruchen. </li></ul><ul><li> Erhebung nötig und möglich. </li></ul>
    • 6. Formales zur Umfrage. <ul><li>Auftrag ehemaliger BR Blocher 2007, Jugendgewalt näher zu untersuchen. </li></ul><ul><li>Angebot fedpol: Expertenbefragung bei den kantonalen Polizeikorps </li></ul><ul><li>Keine statistische Auswertung geplant </li></ul><ul><li>Ziel: Grobe Übersicht zur Situation </li></ul><ul><li>Vorabklärungen bei Kapo ZH </li></ul><ul><li>Erarbeitung Fragebogen </li></ul><ul><li>Vernehmlassung Fragebogen bei Experten Polizei und Bund </li></ul><ul><li>Versand Fragebogen im Juni 2008 an alle kantonalen Korps </li></ul><ul><li> ALLE KORPS HABEN GEANTWORTET! </li></ul>
    • 7. Ergebnisse Umfrage jugendliche Intensivtäter. Definitionen. <ul><li>Vier Korps haben Definition und Erfassung von Jugendlichen Intensivtätern. </li></ul><ul><li>Bei zwei Korps handelt es sich um solche in grossen Ballungsräumen mit grossen Ballungszentren, in denen relativ viele jugendliche Intensivtäter aktiv sind. </li></ul><ul><li>Bei den zwei beruht das speziellen Augenmerk auf die Intensivtäter in ihrem Verantwortungsbereich mehr auf persönlichem Engagement der verantwortlichen Personen. </li></ul><ul><li>Es wurde in den Fragebögen mehrfach angesprochen, dass eine gesamtschweizerische, gleichsam angewendete Definition und ein nationales Abfragesystem wünschenswert wären . </li></ul>
    • 8. (Geschätzte) Anzahl jugendliche Intensivtäter
    • 9. Hintergrundwissen zur Täterschaft <ul><li>Die beschriebenen Jugendlichen Intensivtäter entsprechen dem medial vermittelten Bild. </li></ul><ul><li>Eine prototypische kriminelle Jugendbande setzt sich aus 2 bis 5 Jugendlichen zusammen, selten handelt es sich um grössere Gruppen. Die Bande setzt sich vorwiegend aus jungen Männern zusammen, sie ist selten gemischt und wenn, dann gelten die Frauen eher als Mitläuferinnen. </li></ul><ul><li>Delikte: Vor allem Sachbeschädigungen, Gewalt- und Vermögensdelikte , in der Regel kombiniert </li></ul><ul><li>Drogeneinfluss: Alkohol oder Marihuana respektive Haschisch, kaum stärkere Drogen. </li></ul><ul><li>Gruppenstruktur: Keine straffen Hierarchien, teils wechselnde Zusammensetzung mit „hartem Kern“. </li></ul><ul><li>Gemeinsamkeiten der Gruppe: Nicht in erster Linie die Ethnie, sondern die familiären und schulischen Probleme; bildungsferne Schichten, schlechte schulische Leistungen und dementsprechend wenig Perspektiven auf dem Berufsmarkt. </li></ul><ul><li>Meistgenannte Ethnien: Balkan und Türkei . Die Korps aus der französischen Schweiz erwähnen zudem auch nordafrikanische Länder und vereinzelt andere Länder Afrikas . Meist Migrationshintergrund und wenig integriert. </li></ul>
    • 10. Was tun sie in welcher Art? <ul><li>Jugendliche Intensivtäter tun, was „normale“ jugendliche Delinquenten in der Regel auch tun, dies aber häufiger und intensiver. Es ist also weniger die Qualität der Delikte oder deren Tatausführung, sondern die reine Menge , die einen jugendlichen Intensivtäter ausmacht. </li></ul><ul><li>Jugendlichen Intensivtäter sind in der Regel nicht auf bestimmte Delikte spezialisiert </li></ul><ul><li>Sinnvoll, Jugendlichen mit spezialisierten Jugendsachbearbeitern und -bearbeiterinnen zu begegnen und die Ermittlungs- und Präventionsarbeit sowie die Arbeit auf Justizebene nicht auf spezialisierte Brigaden aufzuteilen. Im Vordergrund stehen das Alter der Delinquenten und deren Entwicklungsmöglichkeiten, nicht das Delikt. </li></ul>
    • 11. Wo sind sie aktiv? <ul><li>Öffentliche Orte wie Bahnhofareale, Shoppingzentren, Jugendtreffs, Discos, Parkanlagen, Stadtplätze, Fastfoodlokale, Innenstädte generell, Festgelände oder im Umfeld von Grossanlässen. </li></ul><ul><li>Orte mit gewisser Anonymität, wo dennoch &amp;quot;was los“ ist. Diese Orte sind zumindest anfängliche Treffpunkte, an denen aber öfter (zu späterer Stunde) auch Vandalenakte, Raubdelikte oder Gewalthandlungen stattfinden. </li></ul><ul><li>Räuberisches Ausnehmen , oft von Gleichaltrigen oder Jüngeren, auch in der Umgebung von Schulen . </li></ul><ul><li>Kaum geplante, vorbereitete Deliktausübungen, sondern spontane Aktionen . </li></ul><ul><li>Nicht unbedingt in der eigenen Wohnumgebung, nicht einmal im selben Kanton. Entfernungen zwischen Wohn- und Ausgangsorten durch die grossen Mobilitätsangebote schnell fast rund um die Uhr überwindbar. </li></ul>
    • 12. Warum tun sie es, warum tun sie es nicht? <ul><li>Selbstberichtete Motive : Uniform; Langweile, Kicksuche, rasche Bereicherung, vermeintliche Provokationen, sich Respekt verschaffen oder verletzte Ehre. </li></ul><ul><li>Die von den Polizisten und Polizistinnen angeführten Motive : Abgebaute Hemmschwellen durch Alkohol- und Marihuanakonsum. Grundlegende Frustration oder Wut , die sich willkürlich gegen Sachen oder Menschen. </li></ul><ul><li>Hinter der Wut: Minderwertigkeitsgefühle, Verunsicherungen und Ängste . </li></ul><ul><li>Gewaltvideos und -spiele finden kaum Erwähnung . </li></ul>
    • 13. Zunahme der Jugendlichen Intensivtäter? <ul><li>Knapp die Hälfte aller Expertinnen und Experten meint: Weder die Bandenbildung , noch die Anzahl jugendlicher Intensivtäter hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen . ABER : Der einzelne jugendliche Intensivtäter delinquiert häufiger, intensiver und brutaler. </li></ul><ul><ul><li>Tendenz aber in allen Alterskategorien! </li></ul></ul><ul><li>Zwei andere Gruppen vertreten gegensätzliche Meinungen: </li></ul><ul><ul><li>Lage der Intensivtäter über die letzten Jahre relativ stabil </li></ul></ul><ul><ul><li>Anzahl Jugendbanden mit Intensivtätern habe in den letzten Jahren deutlich vergrössert. </li></ul></ul><ul><li>Regionale Unterschiede? Verlagerungen? </li></ul>
    • 14. Was tut die Polizei dagegen? <ul><li>Spezialisierte Jugendsachbearbeiter und Jugendsachbearbeiterinnen: </li></ul><ul><ul><li>Proaktives Ansprechen </li></ul></ul><ul><ul><li>Szenenkenntnisse </li></ul></ul><ul><ul><li>Vertiefte Kenntnisse der Biografie und Situation der Jugendlichen </li></ul></ul><ul><ul><li>Vermehrte Präsenz an den sogenannten Hotspots </li></ul></ul><ul><ul><li>Früherkennung und der Vernetzung mit relevanten Partnern </li></ul></ul><ul><li>8 Korps mit speziellen Programmen oder Vorgehensweisen: </li></ul><ul><ul><li>spezifischen Intensivtäterprogrammen unter Federführung der jeweiligen Jugendanwaltschaften </li></ul></ul><ul><ul><li>Intensiven Persönlichkeitsabklärungen unter Einbindung des familiären Umfeldes, evt unter stationärer Beobachtung </li></ul></ul><ul><ul><li>Spezifische Weisungen für den Umgang mit jugendlichen Wiederholungstätern </li></ul></ul>
    • 15. Wünsche <ul><li>Aktivere, andere Behörden und Instanzen für Frühinterventionen und Früherkennung für potentiell gefährdete Kinder und Jugendliche. </li></ul><ul><li>Zu wenig griffige Strafen und Massnahmen (selten). </li></ul><ul><li>Lange Urteilsdauer und zu lasche Haltung der Justiz. </li></ul><ul><li>Mangel an geschlossenen Einrichtungen für jugendliche Intensivtäter. </li></ul><ul><li>Lücken bei der psychologisch-psychiatrischen Abklärung und Betreuung für Jugendliche. </li></ul><ul><li>Kaum Möglichkeiten, auch die Eltern in Verantwortung zu ziehen. </li></ul>
    • 16. Fazit. <ul><li>Situation in der Schweiz mit dem Ausland grob vergleichbar. </li></ul><ul><li>Situation in der Schweiz aber weniger dramatisch und überschaubar. </li></ul><ul><li>Genau Situationsanalyse noch zu machen. </li></ul><ul><li>Repression hat sich stark verbessert. </li></ul><ul><li>Möglichkeiten der Verbesserung beim Datenaustausch auch zwischen Korps. </li></ul><ul><li>Früherkennung und Frühintervention verbesserungswürdig. </li></ul><ul><li>Erkennung Best Practices bei Justiz wünschenswert. </li></ul>
    • 17. Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

    ×