Die Rolle von Öffentlichkeit im Lehr-Lernprozess
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Präsentation zur GMW-Jahrestagung 2010

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    Die Rolle von Öffentlichkeit im Lehr-Lernprozess Die Rolle von Öffentlichkeit im Lehr-Lernprozess Presentation Transcript

    • Paper-Präsentation im Rahmen der GMW‘10 Zürich, 15. September 2010 Die Rolle von Öffentlichkeit im Lehr-Lernprozess Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 ( ) Mit Zeichnungen von Hanni Demmeler
    • Studium zwischen Öffentlichkeit und Privatheit ( ) Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010
      • Kehrt sich durch digitale Medien um!
      • Will ich das als Studierender?
      „ Lernen ist eine private Aktivität, die im Unterricht oder zu Hause ausgeführt wird. Öffentlich wird diese erst, wenn ich mich einer Prüfung unterziehe, nur dann wird Gelerntes öffentlich.“ (Kerres, 2006, S. 5)
    • Öffentlichkeit – eine unbekannte Größe? ( ) Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010
      • Strategien im Prozess der Meinungsbildung
      • Thematisierung
      • Überzeugung
      • „ Spezialfall“ Wissenschaft
      • Rolle und Qualität des Diskurses
      • Bedeutung des Medieneinsatzes
      • Funktionen von Öffentlichkeit
      • Transparenz
      • Validierung
      • Orientierung
      (Gerhards, 1997; Neidhardt, 1994; Peters, 1994)
    • Öffentlichkeit als didaktisches Mittel Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 ( ) Oelkers (1992) beschreibt Lernen als Organisation von Erfahrung, deren Kernprinzipien Transparenz , Nachprüfbarkeit , Beweispflicht und Kompetenz sind. Problem als „Ausgangspunkt“
      • Öffentlichkeit als didaktisches Mittel
      Nähe zum problemorientierten Lernen (Duffy & Cunningham, 1996, S. 190; auch: Schulmeister, 2002)
      • Eigenschaften des Problems
      • „ Wegweiser“, um Lernende zu motivieren,
      • Test, um theoretisch Gelerntes praktisch anzuwenden,
      • Beispiel, um Muster oder gängige Prinzipien zu erkennen,
      • Motor, um überhaupt zu lernen, und
      • Anlass, um authentisch zu handeln.
    • Einbindung von Kooperationspartnern vor Ort Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 ( )
      • Öffnung einer Lehrveranstaltung
      • Meist für externen Personenkreis („Experten“)
      • Inhalte der Lehrveranstaltung werden öffentlich und im Falle von Kooperationen abgesprochen.
      • Leistungen von Lernenden und Lehrenden werden von Außenstehenden beurteilt.
      • Verknüpfung theoretischer und praktischer Inhalte ausgehend von einer Problemstellung
      • Folgen
      • Die Komplexität der Lehrveranstaltung steigt.
      • Bearbeitung anwendungsorientierter Fragestellungen
      • Kompetenzorientierte Lehre
      • Erhoffte Wirkungen
      • Hohe Relevanz des Gelernten
      • Förderung von Zusammenhangswissen
      • Motivation durch persönliche Beachtung
      (z.B. Roth, 2003)
    • Einbindung einer virtuellen Öffentlichkeit Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 ( )
      • Folgen
      • Entgrenzung
      • Multiplikatoreneffekte
      • Veränderte Betreuungsleistungen
      • Erhoffte Wirkungen
      • Dynamik
      • Virtueller Austausch, bestenfalls Diskurs
      • Veränderung der Lehrendenrolle
      • Virtuelle Öffentlichkeit
      • Vermehrter Einsatz digitaler Medien für unterschiedliche Lehr-Lernziele
      • Durch Vernetzung (Kommentare, Trackbacks, Followerschaft etc.) werden Nutzer als Personen sichtbar („soziale Präsenz“).
      • Öffnung für und Einbindung in Scientific Community (lokale Bezogenheit)
      (Döring, 2003; Katzlinger, 2007)
    • Kombination öffentlicher Komponenten Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 ( )
      • Beispiel: das „w.e.b.Square“-Seminar
      • Das Projektseminar kombiniert Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens mit Facetten des Eventmanagements, bringt eine studentische Tagung als Gemeinschaftsprodukt hervor und integriert (je nach Phase im Seminar) unterschiedliche Teilöffentlichkeiten.
      • Studierende fokussieren ein jährlich wechselndes Thema, arbeiten praktisch auf den Höhepunkt „Tagung“ hin und lernen wissenschaftliches Arbeiten „nebenbei“ kennen.
      • Seit 2010: Übertragung der Tagung per Livestream
      (vgl. auch Hofhues, Reinmann & Wagensommer, 2008)
    • PROZESSEBENE LMS (Stud.IP) Weblog (Drupal-Basis) Twitter (#websquare) Livestream Einzel- oder Gruppenaufgabe: Reflexion Gruppenaufgabe: Eventmanagement bzw. Film Gruppenaufgabe: Artikel und Vortrag Präsenzlehre STRUKTUREBENE TECHNISCHE EBENE Feedback Tagung Abgabetermin Artikel Kick-off t w.e.b.Square – wissenschaftliches Publizieren im Netz Input (Peer-)Review (Heuristik in Anlehnung an Baumgartner & Bergner, 2003)
    • Implikationen für eine öffentliche Wissenschaft ( ) Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 Öffentlichkeit macht Lehre nicht zum „Selbstläufer“ – im Gegenteil. Zusätzlich ergeben sich neue Forschungs-möglichkeiten durch Öffentlichkeit als Lern- und Gestaltungsraum.
        • Digitale Medien können jeweils unterstützend wirken, müssen aber nicht zwingend eingesetzt werden, um Lehr-Lernprozesse nach außen zu öffnen.
      (Faulstich, 2006; Mruck, Gradmann & Mey, 2004; Schiefner & Eugster, 2010)
      • In der Gesamtschau von Öffentlichkeit dient
        • die Orientierungsfunktion besonders dem problemorientierten Lernen,
        • die Validierungsfunktion unterstützt die Qualitätssicherung von Lehre und Studium,
        • die Transparenzfunktion setzt den Grundgedanken von Wissenschaft als „öffentliches Gut“ konsequent um.
    • Sandra Hofhues, M.A. Wissenschaftliche Mitarbeiterin Professur für Mediendidaktik Institut für Medien und Bildungstechnologie (imb) Universität Augsburg E-Mail: sandra.hofhues@phil.uni-augsburg.de Homepage: http://www.imb-uni-augsburg.de/sandra-hofhues Zeichnungen: Hanni Demmeler, M.A. E-Mail: hanni_demmeler@yahoo.de Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 ( )
    • Literatur Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 ( )
      • Baumgartner, P. & Bergner, I. (2003). Ontological stratification of virtual learning activities – Developing a new categorization scheme. http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/ksw/ifbm/bt/baumgartner/categorization_scheme.pdf [01.09.2010].
      • Döring, N. (2003). Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Göttingen: Hogrefe.
      • Duffy, T.M. & Cunningham, D.J. (1996). Constructivism: Implications for the Design and Delivery of Instruction. In D.H. Jonassen (Hrsg.), Handbook of Research on Educational Communications and Technology (S. 170–198). New York: Simon & Schuster.
      • Efimova, L. (2009). Weblog as a Personal Thinking Space. HT’09 (Hrsg.): Proceedings of the twentieth ACM conference on hypertext and hypermedia. New York: ACM.
      • Faulstich, P. (2006). Öffentliche Wissenschaft. In P. Faulstich (Hrsg.), Öffentliche Wissenschaft. Neue Perspektiven der Vermittlung der wissenschaftlichen Weiterbildung (S. 11–32). Bielefeld: Transcript.
      • Finke, I. (2003). Verhaltensänderung und Motivation für Wissensmanagement. In U. Reimer, A. Abecker, S. Staab, G. Stumme (Hrsg.), WM 2003: Professionelles Wissesmanagement – Erfahrungen und Visionen. Beiträge der 2. Konferenz Professionelles Wissensmanagement (S. 381–384). Bonn: Köllen.
      • Gerhards, J. (1997). Diskursive versus liberale Öffentlichkeit. Eine empirische Auseinandersetzung mit Jürgen Habermas. In J. Friedrichs, K. U. Mayer & W. Schluchter (Hrsg.) , Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (S. 1–35). Opladen: Westdeutscher Verlag.
      • Hofhues, S., Reinmann, G. & Wagensommer, V. (2008). w.e.b.Square – ein Modell zwischen Studium und freier Bildungsressource. In S. Zauchner, P. Baumgartner, E. Blaschitz & A. Weissenbäck (Hrsg.), Offener Bildungsraum Hochschule – Freiheiten und Notwendigkeiten (S. 28–38). Band 48. Münster: Waxmann.
      • Katzlinger, E. (2007). Die Beziehung zwischen sozialer Präsenz und Privatsphäre in Lernplattformen. In M. Merkt, K. Mayrberger, R. Schulmeister, A. Sommer & I. van den Berk (Hrsg.), Studieren neu erfinden – Hochschule neu denken (S. 191–201). Band 44. Münster: Waxmann Verlag.
      • Kerres, M. (2006). Potenziale von Web 2.0 nutzen. In A. Hohenstein & K. Wilbers (Hrsg.), Handbuch E-Learning . München: DWD. http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/system/files/web20-a.pdf [01.03.2010].
      • Mruck, K., Gradmann, S. & Mey, G. (2004). Open Access: Wissenschaft als Öffentliches Gut. Forum: Qualitative Sozialforschung . 2004 (2), 14. http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs0402141 [01.03.2010].
      • Neidhardt, F. (1994). Öffentlichkeit, öffentliche Meinung, soziale Bewegungen. In J. Friedrichs, M. R. Lepsius & F. Neidhardt (Hrsg.), Öffentlichkeit, öffentliche Meinung, soziale Bewegungen. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft (S. 7–41). Opladen: Westdeutscher Verlag.
    • Literatur Sandra Hofhues · Institut für Medien und Bildungstechnologie · Zürich, 15. September 2010 ( )
      • Neuweg, G. H. (2000). Mehr lernen, als man sagen kann: Konzepte und didaktische Perspektiven impliziten Lernens. Unterrichtswissenschaft , 28, 197-217.
      • Oelkers, J. (1992). Einleitung: Aufklärung als Lernprozess. Zeitschrift für Pädagogik . 28. Beiheft, 9-23.
      • Parsons, T. (1980). Zur Theorie der sozialen Interaktionsmedien . Opladen: Westdeutscher Verlag.
      • Peters, B. (1994). Der Sinn von Öffentlichkeit. In J. Friedrichs, M. R. Lepsius & F. Neidhardt (Hrsg.), Öffentlichkeit, öffentliche Meinung, soziale Bewegungen. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft (S. 42–76). Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
      • Reinmann, G. (2007). Bologna in Zeiten des Web 2.0. Assessment als Gestaltungsfaktor (Arbeitsbericht 16). Augsburg: Universität Augsburg, Professur für Medienpädagogik.
      • Reinmann, G. & Bianco, T. (2008). Knowledge Blogs zwischen Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit (Arbeitsbericht Nr. 17). Augsburg: Universität Augsburg, Professur für Medienpädagogik.
      • Reinmann, G. & Mandl, H. (2001). Unterrichten und Lernumgebungen gestalten. In A. Krapp & B. Weidenmann (Hrsg.), Pädagogische Psychologie. Ein Lehrbuch (S. 613–658). 5., vollständig überarbeitete Auflage. Weinheim: BeltzPVU.
      • Roth, G. (2003). Warum sind Lehren und Lernen so schwierig? REPORT. Literatur- und Forschungsreport Weiterbildung. H. 3, 20-28.
      • Schiefner, M. & Eugster, B. (2010). Sichtbarkeit von Lehre – Gedanken am Beispiel des Lehrpreises. In P. Tremp (Hrsg), „Ausgezeichnete Lehre!“ Lehrpreise an Universitäten. Erörterungen – Konzepte – Vergabepraxis. Münster: Waxmann Verlag.
      • Schulmeister, R. (2002). Zur Komplexität Problemorientierten Lernens. In J. Asdonk, H. Kroeger, G. Strobel, K.-J. Tillmann & J. Wildt (Hrsg.), Bildung im Medium der Wissenschaft. Zugänge aus Wissenschaftspropädeutik, Schulreform und Hochschuldidaktik (S. 185–201). Weinheim: Beltz.
      • Ein Preprint des Beitrags ist online verfügbar: http://www.imb-uni-augsburg.de/die-rolle-von-oeffentlichkeit-im-lehr-lernprozess