SCHUFA Jahresbericht 2011

1,406 views
1,317 views

Published on

Der SCHUFA Jahresbericht 2011.

Als führender Informations- und Servicepartner für die kreditgebende Wirtschaft verfügt die SCHUFA
über relevante Daten von 66,2 Millionen natürlichen Personen sowie von 3,9 Millionen Unternehmen,
Freiberuflern und Kleingewerbetreibenden. Mit zahlreichen Dienstleistungen und Services, wie zum
Beispiel Auskunfts- und Identitätsprodukten oder Scoring- und Datenservices, trägt die SCHUFA entscheidend
dazu bei, die Kreditgeschäfte ihrer 7.000 Firmenkunden schnell, kostengünstig und sicher zu
gestalten und ermöglicht damit einen stabilen Wirtschaftskreislauf in Deutschland.

0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total views
1,406
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
2
Actions
Shares
0
Downloads
0
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

No notes for slide

SCHUFA Jahresbericht 2011

  1. 1. Jahresbericht 2011SCHUFA Holding AGKormoranweg 565201 WiesbadenTel. + 49 (0) 611 - 9278-888Fax + 49 (0) 611 - 9278-887presse@schufa.dewww.schufa.deWir schaffen Vertrauen Wir schaffen Vertrauen
  2. 2. Jahresbericht 2011  1Inhaltsverzeichnis2 Vorwort des Vorstandes4 Im Blickfeld – Wirtschaftspartner Firmenkunden6 Einzige Auskunftei mit Informationen zu allen Kreditnehmern8 „Unsere Kunden im Fokus der Unternehmensstrategie“ Ein Beitrag von Dr. Michael ­ reytag, F Vorstandsvorsitzender10 Im Blickfeld – Wirtschaftspartner Privatkunden12 Die SCHUFA als Vertrauensstifter14 Ombudsmann: schlichten statt richten15 Mehr Sicherheit im Netz16 Im Blickfeld – die SCHUFA in der Öffentlichkeit18 Im Blickfeld – die SCHUFA in der Öffentlichkeit20 Gesellschaftliche Verantwortung: finanzielle Bildung22 Im Blickfeld – SCHUFA24 Die SCHUFA – ein moderner Arbeitgeber25 „Ohne SCHUFA steht die ­ reditwirtschaft still“ K Ein Interview mit Peter Villa, Mitglied des Vorstandes26 Im Blickfeld – Zahlen und Fakten28 „2011 steht für den Erfolg der SCHUFA“ Ein Beitrag von Holger Severitt, Mitglied des Vorstandes29 Privat- und Firmenkunden, Beteiligungen, Eigentümer30 Vorstand und Aufsichtsrat32 Bilanz33 Die neue SCHUFA-Werbung34 Impressum
  3. 3. 2  Jahresbericht 2011Von links: Peter Villa, Dr. Michael Freytag, Holger Severitt
  4. 4. Jahresbericht 2011  3Vorwort des VorstandesLiebe Geschäftspartner, sehr geehrte Damen und Herren! Verbraucherbeirat und Datenschützern. Intensiver Austausch fördert das gegenseitige Verständnis und den Respekt fürDie SCHUFA Holding AG kann auf ein sehr erfolgreiches die Meinung des jeweils anderen. Das verstehen wir unterJahr 2011 zurückblicken. Sowohl beim Umsatz als auch beim transparenter Kommunikation.Ertrag haben wir unser bislang bestes Ergebnis in der Unter-nehmensgeschichte erreichen können. Dies verdanken wir Dieses Jahr feiert unser Unternehmen sein 85-jähriges Jubi­dem Vertrauen unserer 7.000 Firmenkunden und 1,2 Mil­ läum. Das Wissensfundament und den Erfahrungsvorsprunglionen Privatkunden. Das traditionelle Kerngeschäft mit Aus- gegenüber den Mitbewerbern haben wir uns in den vergan-kunftsdienstleistungen bleibt Hauptumsatzträger der genen Jahren hart erarbeitet. Nun gilt es, den Kompetenz-SCHUFA. Neue Produkte wie beispielsweise die GwG-Aus- vorsprung der SCHUFA weiter auszubauen, damit wir auchkunft oder die Auslandsauskunft unterstützten unsere Fir- in Zukunft Deutschlands führende Auskunftei bleiben. Einmenkunden im Rahmen ihres Risikomanagements und mach- wesentliches Ziel ist unter anderem, sich in den kommendenten die Verbraucherkreditrichtlinie, nach der Bürger im Jahren stärker im B2B-Geschäft zu etablieren. Aus der Posi-EU-Land ihrer Wahl Kredite aufnehmen können, erst mög- tion der Stärke heraus wollen wir durch beste Produkte undlich. Auch die Initiativen im Privatkunden­ ereich trugen b Services überzeugen, deren Basis unsere hervorragende Daten-zum positiven Jahresergebnis der SCHUFA bei. Im vergan- qualität ist. Wir schaffen Vertrauen durch transparentegenen Jahr konnten wir den einmillionsten Portalkunden Kommunikation und investieren in moderne Infrastruktur.auf www.meineSCHUFA.de willkommen heißen. Ein weite-res wichtiges Thema ist der Schutz vor Identitäts­ iebstahl d Die SCHUFA steht auch für Produktinnovationen, dennim Internet. Immer mehr ­ erbraucher vertrauen deshalb V nicht nur das Unternehmen, auch der Markt ändert sich.unseren Präventionsprodukten, insbesondere dem Update- So setzt beispielsweise der intelligente Verbraucher denService. Seit Anfang 2012 gibt es den IdentSafe als Rund- Anspruch, Dateninformationen verstärkt und ganz gezieltumschutz des eigenen „Ichs“ im Internet. für sich selbst zu nutzen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Verlagerung privater undRein rechnerisch wird in Deutschland täglich für vier Milliar- geschäftlicher Transaktionen in das Internet. Handel undden Euro privat gekauft. Ein immer größer werdender Teil Konsum finden schon heute über viele Vertriebsplatt­dieses Konsums wird reibungslos über Kredite finanziert. Ob- formen statt.wohl die Anzahl der Ratenkredite in den vergangenen fünfJahren um 30 Prozent gestiegen ist, blieb es bei einer kons- Auf die sich verändernde Marktsituation stellt sich dietant hohen positiven Rückzahlungsquote: 97,5 Prozent aller SCHUFA frühzeitig ein und wird mit engagierten Mitarbei-Verbraucherkredite wurden ordnungsgemäß zurückgezahlt. terinnen und Mitarbeitern weiterhin die wirtschaftlichenDie SCHUFA ist in viele alltägliche Geschäfte involviert und Bedürfnisse ihrer Kunden im Fokus haben. Damit wird zu-dient sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern. Sie fun- gleich das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft desgiert als Schutzpatron für Unternehmen und Verbraucher Unternehmens verfestigt.gleichermaßen. Visueller Ausdruck dieser Funktion sind dieneuen Leitbilder, die im vorliegenden Jahresbericht vorge- Herzliche Grüßestellt werden. Sie positionieren das Unternehmen als hilfrei-cher Ermöglicher von Kreditgeschäften.Die SCHUFA steht im ständigen Dialog mit ihren Gesprächs-partnern: mit Eigentümern, Firmen- und Privatkunden, aberauch mit ihren kritischen Beobachtern wie Ombudsmann, Dr. Michael Freytag Holger Severitt Peter Villa
  5. 5. Im Blickfeld – Wirtschaftspartner FirmenkundenAls führender Informations- und Servicepartner für die kreditgebende Wirtschaft verfügt die SCHUFAüber relevante Daten von 66,2 Millionen natürlichen Personen sowie von 3,9 Millionen Unternehmen,Freiberuflern und Kleingewerbetreibenden. Mit zahlreichen Dienstleistungen und Services, wie zumBeispiel Auskunfts- und Identitätsprodukten oder Scoring- und Datenservices, trägt die SCHUFA ent-scheidend dazu bei, die Kreditgeschäfte ihrer 7.000 Firmenkunden schnell, kostengünstig und sicher ­zu gestalten und ermöglicht damit einen stabilen Wirtschaftskreislauf in Deutschland.
  6. 6. 6  Jahresbericht 2011Einzige Auskunftei mit Informationenzu allen KreditnehmernGeschäftsrisiken erkennen und minimieren D ­ atenservices sowie Handelsregisterinformationen bildenGerade in wirtschaftlich unruhigen Zeiten ist es für Unterneh- das Produktportfolio im B2B-Bereich. Die SCHUFA ist damitmen und Gewerbetreibende wichtig, Kunden und Geschäfts- die einzige Auskunftei, die über Informationen zu allenpartner genau zu kennen und das damit verbundene Ge- Kreditnehmern in Deutschland verfügt.schäftsrisiko realistisch beurteilen zu können. Denn häufigeund hohe Zahlungsausfälle können gerade kleinere Unter- Umsätze erhöhen – Ausfälle minimierennehmen und Gewerbetreibende schnell in eine finanzielle Der Anstieg des eCommerce-Marktes in Deutschland gehtSchieflage bringen. Die SCHUFA bietet deshalb ihren Kun- mit einer starken Vermehrung der Onlineshop-Anbieterden Informationen, damit diese sichere Geschäfts- und Kre- einher. Insbesondere kleine Betreiber sind täglich der Gefahrditentscheidungen auf Basis fundierter Daten treffen und hoher Zahlungsausfallquoten ausgesetzt. Um konkurrenz­damit das Risiko von Zahlungsausfällen minimieren können. fähig zu bleiben, ist es jedoch notwendig, den Kunden kom- fortable Zahlungswege anzubieten, wie Lastschriftverfah-Im B2C-Bereich unterstützt die SCHUFA ihre Firmenkunden ren oder Zahlungen auf Rechnung. Durch den Ausbau derbeispielsweise mit Auskünften und Nachmeldungen, Iden- SCHUFA-Premiumpartnerschaften mit Dienstleistern austitätsprüfungen und Scores. Umfang und Aktualität ihres dem Bereich Forderungsmanagement eröffnen sich für Ver-Datenbestandes sowie die Verarbeitung von Negativ- und sandhändler neue Perspektiven. Ermöglicht werden ­ olide sPositivdaten machen die SCHUFA zu einem attraktiven Kalkulationsgrundlagen durch reduzierte Zahlungsausfall-Partner für die kreditgebende Wirtschaft in Deutschland. risiken. Die Kombination der SCHUFA-Kompetenz­ ereiche, b wie zum Beispiel Bonitätsprüfung und hochpräzise Score-Immer mehr Firmenkunden vertrauen auf die Expertise der Prognosen der Zahlungswahrscheinlichkeiten, mit den Kom­SCHUFA auch im B2B-Bereich. Mit rund 100 Millionen Infor- petenzfeldern der Premiumpartner, wie zum Beispiel Forde-mationen zu 3,9 Millionen Unternehmen verfügt die SCHUFA rungsmanagement und Zahlungsgarantien, erlaubt denauch im B2B-Sektor über einen einzigartigen Bestand kredit- Unternehmen, die von den Kunden bevorzugten Zahlungs-relevanter Daten. Wirtschaftsauskünfte, Scoring- und möglichkeiten anzubieten, ohne auf die damit verbundenen Zahlen, Daten & Fakten Der Datenbestand der SCHUFA umfasst 614 Millionen Informationen zu 66,2 Millionen Verbrauchern und   3,9 Millionen Unternehmen.   Tag erteilt die SCHUFA rund 275.000 Auskünfte an Vertragspartnerunternehmen und Verbraucher. Pro 7.000 Firmenkunden aus Kreditwirtschaft, Handel und Dienstleistungen sind als Vertragspartner angeschlossen.     Millionen Privatkunden nutzen die SCHUFA über das Onlineportal www.meineSCHUFA.de. 1,2   91,2 Prozent der Verbraucher liegen ausschließlich positive Informationen vor. Zu 97,5 Prozent aller Konsumentenkredite werden ordnungsgemäß zurückgezahlt.  
  7. 7. Jahresbericht 2011  7Risiken einzugehen. Mithilfe der SCHUFA-Premiumpartner- landsauskunft prüfen. Für Unternehmen bedeutet dies nichtschaften kann der komplette Kundenlebenszyklus – von nur die Erschließung neuer Marktpotenziale, sondern auchBestellung und Bonitätsprüfung über Auslieferung bis hin eine immense Zeit- und Kostenersparnis. Sowohl SCHUFA-zum möglichen Forderungsmanagement – aus einer Hand Firmenkunden als auch Verbraucher profitieren von diesemangeboten werden. Durch diese gesicherte Möglichkeit, neuen Verfahren. Durch den grenzüberschreitenden Daten-kundenfreundliche Zahlungswege anbieten zu können, erlan- austausch können oft bessere Kreditkonditionen genutztgen die Händler zudem geringere Abbruchquoten bei Be- werden. Von der ersten Stunde an nutzt die Deutsche Kre-stellvorgängen. Dies führt schließlich zu höheren Umsätzen. ditbank AG das von der SCHUFA entwickelte System. Der Österreichische Kreditschutzverband von 1870 konnte alsGwG-Auskunft: Geldwäschern auf der Spur erste ausländische Auskunftei an CBDE-online angeschlos-Das Einschleusen kriminell erworbener Gelder in den legalen sen werden. Die SCHUFA wird den online-basierten ZugangFinanzkreislauf kann der Volkswirtschaft erheblichen Schaden zu Auslandsauskünften in Europa weiter ausbauen.zufügen. Nach dem Jahresbericht der Financial IntelligenceUnit (FIU) Deutschland des Bundeskriminalamtes wurde Datenfokussiertes Compliancemanagementim Jahr 2010 mit 11.042 Geldwäscheverdachtsanzeigen In den letzten zehn Jahren ist eine Zunahme gesetzlicher(+ 22 Prozent) der Höchststand seit Inkrafttreten des Geld- Auflagen sowie regulatorischer Einflüsse zu beobachten.wäschegesetzes (GwG) festgestellt. Kreditinstitute erstat­ Unternehmen werden verpflichtet ihre Geschäftsprozesseteten die Mehrheit dieser Verdachtsanzeigen und kommen so zu definieren, dass die Einhaltung gesetzlicher Pflichten,so ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach, nicht nur den Vorschriften und Richtlinien sichergestellt sind. Die FrageV­ ertragsnehmer selbst, sondern auch den „wirtschaftlich lautet heute nicht mehr ob, sondern wie Compliance effi­Berechtigten“ eindeutig zu identifizieren. Neben Kredit­ zient betrieben werden kann. Maßgeblich für die Qualitätinstituten sieht hier der Gesetzgeber auch zum Beispiel Ver- der Risikoentscheidungen ist die rechtskonforme Beschaf-sicherungsunternehmen, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, fung aussagekräftiger und entscheidungsrelevanter Daten.Immobilienmakler oder Händler in der Pflicht, bei Verdachts-fällen einzuschreiten. Nur ein Experte wie die SCHUFA bietet integrierte Lösungen für ein datenfokussiertes Compliancemanagement an.Die neue SCHUFA-GwG-Auskunft bietet eine schnelle undkostengünstige Lösung für diese sogenannten gesetzlich „Ver- Die zuverlässige Beschaffung externer Wirtschaftsinforma­pflichteten“. Anhand der Beteiligungsverhältnisse des an- tionen und gleichzeitige Verknüpfung der Informationen zugefragten Unternehmens ermittelt die SCHUFA die natürliche den Entscheidern der abgefragten Unternehmen ist einePerson, die als wirtschaftlich Berechtigter infrage kommt: Basis für eine qualifizierte und vertrauenswürdige Entschei-jene Person also, in deren Interesse letztlich das Geschäft dungsgrundlage, die nur die SCHUFA bietet. Ein wesent­möglicherweise abgeschlossen werden soll. licher Vorteil für Unternehmen, die mit datenfokussiertem Compliancemanagement unentdeckte Potenziale aus-SCHUFA ermöglicht Auslandsauskünfte schöpfen wollen.Seit Oktober 2011 ist der Cross Border Data Exchange(CBDE) – der Austausch von kreditrelevanten Daten überDeutschlands Grenzen hinweg – online möglich. Eine vonder SCHUFA entwickelte Webapplikation bietet schnellesund effizientes Management ausländischer Kreditanfra-gen. Mittels CBDE-online können deutsche Unternehmendie Bonität privater ausländischer Kreditnehmer per Aus-
  8. 8. 8  Jahresbericht 2011Unsere Kunden im Fokus derUnternehmensstrategie Ein Beitrag von Dr. Michael Um auch morgen noch stark zu sein, muss man sich heute F ­ reytag, Vorstandsvorsitzender bewegen. Zunächst haben wir uns drei Grundfragen ge- stellt: „Wo stehen wir heute?“, „Was sind unsere Ziele?“ Das SCHUFA-Geschäftsmodell und „Wie wollen wir sie erreichen?“. Wir haben im nächs- funktioniert: 97,5 Prozent aller Ver- ten Schritt zu den Themenfeldern „Ziele und Geschäftsmo- braucherkredite in Deutschland dell“, „Marktvorgehen“ und „Produkte und Daten“ die werden reibungslos zurückgezahlt. notwendigen Handlungsfelder definiert und entsprechende Diese hohe Quote ist in den letz- wirkungsvolle Maßnahmen abgeleitet. Unser Hauptziel ist, ten zehn Jahren konstant geblieben, dass die SCHUFA auch in Zukunft die führende Auskunftei obwohl die Zahl der Kredite in in Deutschland sein wird. Davon ausgehend werden wir d ­ iesem Zeitraum um 50 Prozent unser Kerngeschäft ausweiten und so kontinuierliches Wachs- gestiegen ist. tum ermöglichen. Zudem wollen wir unsere Innovations- kompetenz stärken und die ­ eschäftsfelder konsequent wei- GGleichwohl lehnt sich die SCHUFA nicht bequem zurück, terentwickeln. Intern verbessert die SCHUFA ihre Effizienzsondern macht sich fit für die Zukunft. Die Ausgangslage und Handlungsfähigkeit insbesondere im technischen Bereich.ist sehr gut: Mit einer einzigartigen Datenbasis aus über Datenqualität und -umfang werden optimiert, Effizienzen ge-614 Millionen Einzelinformationen zu 66,2 Millionen Ver- zielt gefördert und die vertrieblichen Aktivitäten intensiviert.brauchern und 3,9 Millionen Unternehmen ist die SCHUFAdas einzige Unternehmen, das Auskunft über alle potenziel- Eine wichtige Rolle für die Erreichung unserer Ziele spieltlen Kreditnehmer in Deutschland erteilen kann. Insbeson- unser Leitbild mit dem zentralen Motiv „Wir schaffen Ver-dere die Positivinformationen und das Gegenseitigkeitsprinzip trauen“. Dieses wurde ergänzt durch vier Erfolgsfaktoren,bilden zentrale Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens. wie eine Grafik auf der Folgeseite verdeutlicht. Die SCHUFADie SCHUFA ist Marktführer im Segment Bonitätsinformatio- als größte Auskunftei Deutschlands will die besten Produktenen über Privatpersonen an Banken. Im Privatkundenseg- und Services für ihre Firmen- und Privatkunden anbieten.ment agiert sie – insbesondere mit ihrem Verbraucherportal Darüber hinaus verfügt unser Unternehmen über eine her-www.meineSCHUFA.de – als einziger Anbieter. Aus dieser vorragende Qualität von Verbraucher- und Unternehmens-Position heraus unterstützen wir unsere Kunden und ent- daten. Das Herzstück der SCHUFA aber ist die leistungs­wickeln die SCHUFA für die Märkte der Zukunft. fähige Infrastruktur, die aus motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie aus modernen IT-Systemen undFür die strategische Ausrichtung der SCHUFA zeichnen sich Prozessen besteht. Eine transparente Kommunikation gegen-erhebliche Herausforderungen ab. Neue Wettbewerber, die über allen relevanten Gruppen vervollständigt das Erfolgs-in großem Umfang Daten sammeln und speichern, treten modell der SCHUFA.neben die bestehenden SCHUFA-Mitbewerber, die ihrerseitsihr Leistungsportfolio zu Full-Service-Angeboten erweitern.Bonitätsinformationen als autonome Produkte werden schritt-weise durch Komplett­ösungen für Payment oder Risiko- lmanagement ersetzt.
  9. 9. Jahresbericht 2011  9Um diese Ziele zu erreichen, stützen wir uns auch in Zukunft Besonderen Stellenwert hat der intensive Austausch mitauf zentrale Grundsätze wie Wirtschaftlichkeit, Reziprozität, r ­ elevanten Marktteilnehmern, zum Beispiel IT-UnternehmenNeutralität und das hohe Engagement unserer Mitarbeiterin- aus dem Silicon Valley in den USA. Wer zukunftsfähig blei-nen und Mitarbeiter. ben will, der muss die eigene Kompetenz voranbringen und für Kundenwünsche maßgeschneiderte Produkte entwi-Die SCHUFA ist eine bekannte Marke. Sie steht für hohe ckeln – die konsequente Ausrichtung auf Markt- und Kun-Datenqualität, nachhaltige Kundenbeziehungen und hohe denanforderungen wird auch weiterhin das Fundamentfachliche Kompetenz. Damit dies so bleibt, steht das Interesse der SCHUFA bleiben. Das Unternehmen wird und muss aufunserer Kunden im Fokus aller Unternehmensaktivitäten. einer soliden Grundlage wachsen.Praxisworkshops und Onlinebefragungen forcieren unsere Pro-duktentwicklung. Die Anforderungen der SCHUFA-Geschäfts-partner sind Mittelpunkt des Zukunftsprojektes „Advance“,mit dem die SCHUFA ihre Kundenorientierung ausweitet.
  10. 10. Im Blickfeld – Wirtschaftspartner Privatkunden1,2 Millionen registrierte Mitglieder zählt das Privatkundenportal www.meineSCHUFA.de. Das großeInteresse der Verbraucher an den Auskunftsdienstleistungen und Produkten der SCHUFA bestätigt dieInnovationskraft des Unternehmens auf dem Verbrauchersektor.
  11. 11. 12  Jahresbericht 2011Die SCHUFA als VertrauensstifterAls führende Wirtschaftsauskunftei trägt die SCHUFA dazu Service und der IdentSafe, die beide vor den Auswirkungenbei, den Konsumalltag in Deutschland zu vereinfachen. eines etwaigen Identitätsdiebstahls schützen sollen. DieU­ nterschiedliche Services unterstützen Konsumenten und Unternehmensauskunft, die Privatpersonen oder Gewerbe-Wirtschaft gleichermaßen beim Aufbau eines Vertrauens­ treibende bei der Wahl der richtigen Geschäftspartner unter-verhältnisses und beschleunigen zudem Anbahnung sowie stützt, ist ebenfalls über das Portal nutzbar. Die DarstellungAbschlüsse von Geschäften. Seit der Finanzkrise ist bei sämtlicher Daten auf www.meineSCHUFA.de erfolgt überV­ erbrauchern eine verstärkte Sensibilität für transparente eine verschlüsselte Internetverbindung. Der sichere Datenzu-Finanzprodukte und Dienstleistungen festzustellen. gang wird mittels der eID-Funktion des neuen Personalaus- weises oder der SCHUFA-XSCard beim Login ermöglicht. NeuMehr als 93 Prozent der Deutschen kennen die SCHUFA ist die schnelle Registrierung per E-Postbrief-Verfahren.und sie wird als wertvoller Partner wahrgenommen – vonFirmen- und auch von Privatkunden. Mit dem sukzessi- Mehr Transparenz für privates Finanzmanagementven Ausbau des Privatkundengeschäfts durch Einführung Verbrauchernähe demonstriert die SCHUFA auch durchattraktiver Produkte, wie zum Beispiel die SCHUFA-Auskunft die Kooperation mit dem Unternehmen Star Finanz. Mit deronline oder die SCHUFA-Unternehmensauskunft, wurde ein Onlinebanking-Software StarMoney 8.0 und StarMoneyMeilenstein gesetzt. Moderne Konsumenten wissen, dass Business 5.0 können unter anderem auch die persönlichendie Dienste der SCHUFA den Konsumentenalltag vereinfa- SCHUFA-Informationen verwaltet werden. Mit dem soft-chen und Kreditgeschäfte beschleunigen. wareintegrierten Direktzugang zur SCHUFA erhalten Privat- personen schnell und unkompliziert einen aktuellen undMit Blick auf die Zukunft möchte die SCHUFA nicht nur umfassenden Überblick über ihre Bonität. Die SCHUFA unter-im Firmenkundenbereich qualitativ und quantitativ wachsen, stützt so Privatpersonen bei der Verwaltung ihrer Finanzensondern auch ihren verbraucherorientierten Ansatz weiter und ermöglicht einen besseren Überblick über die persön-ausbauen. liche Vermögenssituation.Erfolgreich: SCHUFA online Konsumenten wünschen Sicherheit im DatenverkehrDas Privatkundenportal der SCHUFA hatte 2011 Grund zum Wir leben in einer sich immer rasanter entwickelnden Ge-Feiern: Im Laufe des Berichtsjahres konnte der einmillionste sellschaft. Wie selbstverständlich bewegen wir uns in derregistrierte Privatkunde auf www.meineSCHUFA.de begrüßt digitalen Welt – kommunizieren, informieren oder schlie-werden. Inzwischen ist die Anzahl der Nutzer weiter auf ßen Geschäfte ab. Dabei zeigen sich moderne Verbraucher1,2 Millionen gestiegen. Registrierte Verbraucher haben informiert, kritisch und hochsensibel in Bezug auf ihreüber das Privatkundenportal der SCHUFA die Möglichkeit, p ­ ersönlichen Daten.online schnell und unkompliziert Einblick in ihre Informa­tionen zu nehmen. Neben der Online-Auskunft profitieren 70 Prozent der Internetnutzer fühlen sich Datendiebendie Portalnutzer von weiteren Privatkundenservices der ­ usgeliefert. Dies ergab eine von der SCHUFA initiierte Ver- aSCHUFA. So können zum Beispiel mithilfe der WebCodes braucherumfrage, die im Dezember 2011 in Zusammen­ausgewählte Bonitätsinformationen unmittelbar Dritten, arbeit mit dem Marktforschungsunternehmen TNS Infratestzum Beispiel potenziellen Vermietern, zugänglich gemachtwerden. Weitere Services sind zum Beispiel der Update­
  12. 12. Jahresbericht 2011  13durchgeführt wurde. Mehr als ein Drittel der Deutschen nahmen und Vorschläge hinsichtlich gesellschaftlicher, wirt-fühlen sich Datendieben ausgeliefert, obwohl sie aktuellste schaftlicher oder politischer Verbraucheranliegen an dieSchutzvorkehrungen für ihren Computer getroffen haben. SCHUFA heran. Im Berichtszeitraum 2011 hielt der Ver­Weitere 35 Prozent der Internetnutzer sind sich nicht darüber braucherbeirat zwei Plenumssitzungen und eine Arbeitskreis-im Klaren, ob die von ihnen getroffenen Sicherheitsmaß- sitzung ab. Zu den Arbeitsschwerpunkten des Verbraucher-nahmen ausreichend sind, um das Ausspähen oder Abfangen beirates zählen folgende Themen:persönlicher Informationen zu verhindern. 83 Prozent derDeutschen wünschen sich zudem mehr Unterstützung beim   Finanz- und KonsumkompetenzErkennen eines Identitätsmissbrauchs.   Verbraucher- und Anbieterverhalten rund um Kredite   Abbau asymmetrischer Informationen zwischenMit der Entwicklung und der Einführung sicherheitsorien- K ­ reditgebern und -nehmerntierter Privatkundenprodukte leistet die SCHUFA einen   Transparenz in Bonitätsbewertungs- undwertvollen Beitrag, um dem Missbrauch persönlicher Daten Kreditvergabeprozessenvorzubeugen.   Einbeziehung des Verbrauchers in einen selbstbestimmten, sicheren und bewussten Umgang mit eigenen DatenVerbraucherbeirat – Sparringspartner für die SCHUFADer Verbraucherbeirat übernimmt eine beratende Funktionin verbraucherrelevanten Fragen gegenüber der SCHUFA.Die Mitglieder des Beirates bilden sich eine interdisziplinäre,unabhängige Meinung und tragen diese durch Stellung-
  13. 13. 14  Jahresbericht 2011Ombudsmann: schlichten statt richten Vertragspartnern identifiziert werden. Lediglich zwölf Bear- beitungsfehler lagen seitens der SCHUFA vor. Den übrigen Verfahren konnten keine konkreten Fehler zugeordnet wer- den. Hier könnte ein Missverständnis in der Kommuni- kation oder die missbräuchliche Verwendung eines Namens ursächlich sein. In den übrigen 216 zulässigen Vorgängen wurde die Entscheidung, die im Vorfeld vom SCHUFA-Ver- braucherservice getroffen worden war, auch vom Ombuds- mann als unabhängige Stelle bestätigt. Betrachtet man die eingegangenen Beschwerden inhaltlich, so behandelte ein Großteil der Fälle (138 Eingaben) Anträge auf vorzeitige Löschung von negativen Einträgen. Hier siehtProf. Winfried Hassemer im Gespräch mit Dr. Michael ­ reytag F Prof. Hassemer ein erhebliches Informationsdefizit in der Be- völkerung, welches es in Zukunft auszugleichen gilt. 53 Ver- braucher hatten Informationsbedarf oder konkrete FragenDer Ombudsmann der SCHUFA ist eine unabhängige und zum Thema Scoring. Die weiteren 54 Anliegen hatten un-für Verbraucher kostenfrei arbeitende, außergerichtliche terschiedliche Fragestellungen zu Speicherfristen und Merk-Schlichtungsstelle. Sein Wirken ist darauf ausgerichtet, bei malen sowie allgemeine Fragen zum Datenbestand oderden oft komplexen rechtlichen Zusammenhängen eine zum Datenschutz.verständliche wie rechtssichere Verbraucherkommunikationzu entwickeln. Seine Tätigkeit ist an keine Weisungen der Aus Sicht von Prof. Hassemer funktioniert das SystemSCHUFA gebunden. der SCHUFA als Ganzes: Es ist präzise und lässt wenig Spiel- raum für Interpretationen, Auslegungen oder gar für einProf. Winfried Hassemer ist SCHUFA-Ombudsmann. Er war Aushandeln von Ergebnissen. Gemessen an den 1,4 Millio-zuvor unter anderem Vizepräsident des Bundesverfassungs- nen erteilten Auskünften an Verbraucher im Jahr 2011 hältgerichts und Hessischer Datenschutzbeauftragter. er die Zahl der Eingaben an die Schlichtungsstelle für sehr gering. Nach Auffassung des Ombudsmanns konnte sich367 Beschwerdefälle erreichten den SCHUFA-Ombudsmann die SCHUFA klar als Schutzpatron für Wirtschaft und Ver-in 2011. Hiervon waren 245 zulässig, da sie die für das braucher positionieren. Allerdings sieht er für die ZukunftSchiedsverfahren notwendige Voraussetzung, zunächst eine Handlungsbedarf in Sachen Verbraucheraufklärung. NachKlärung des Sachverhalts mit dem SCHUFA-Verbraucher­ seiner Erfahrung verstehen viele Menschen noch nicht, wasservice anzustreben, erfüllten. 122 Eingaben konnten an die SCHUFA eigentlich macht. Es ist ihnen jedoch bewusst,den zunächst zuständigen Verbraucherservice zur weiteren dass für eine gut funktionierende Wirtschaft gesicherteBearbeitung weitergeleitet werden. und schnelle Auskünfte über Kreditwürdigkeit vonnöten sind. Daher muss die Kommunikation ein permanentes29 von den 245 zulässigen Verbraucheranliegen waren ­ nliegen der SCHUFA sein. Ab­ erechtigt, das heißt den Anträgen der Verbraucher wurdeim Rahmen des Schlichtungsverfahrens stattgegeben. In14 Fällen konnten fehlerhafte Meldungen seitens SCHUFA-­
  14. 14. Jahresbericht 2011  15Mehr Sicherheit im NetzDie Transparenz der Märkte stellt Wirtschaft und Verbraucher persönlichen Daten durchsucht wird, er sich über eine per-vor neue Herausforderungen, zum Beispiel beim Datendieb- sönliche Hotline bei Identitätsmissbrauch über möglichestahl im Internet. In Deutschland wird alle zwei Sekunden Maßnahmen beraten lassen kann und nach seinem Auftragein neues Schadprogramm und alle 30 Sekunden eine ge- die Löschung der persönlichen Daten bei dem jeweiligenstohlene Identität registriert, stellte das Bundesamt für Sicher- Internetprovider gefordert wird.heit in der Informationstechnik (BSI) fest. Nach Angabendes Bundeskriminalamtes (BKA) ist die Anzahl der registrier- Der SCHUFA-IdentSafe ist die Weiterentwicklung der SCHUFA-ten ­ ybercrime-Straftaten allein im letzten Jahr um 19 Pro- C Auskunft online und des SCHUFA-UpdateServices. Mit derzent gestiegen. Ausweitung des SCHUFA-Engagements für mehr Datensicher- heit und der Entwicklung weiterer nutzen­ tiftender Privat- sVerbraucher befürchten, die Kontrolle über ihre persönlichen kundenprodukte will sich die SCHUFA auch in Zukunft alsDaten im Internet zu verlieren. Auf diese Verunsicherung wertvoller Partner und Vermittler ­ wischen Firmen- und zreagierte die SCHUFA mit der Entwicklung und Einführung Privatkunden positionieren und ihre Stellung gegenüber dendes neuen Privatkundenprodukts SCHUFA-IdentSafe, das Wettbewerbern aus­ auen. bim Februar 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. DerIdentSafe soll frühzeitig dabei unterstützen, eventuelleDatenmissbräuche zu verhindern.Der neue SCHUFA-IdentSafe schützt den Verbraucher, in-dem das Internet jeden Tag – rund um die Uhr – nach seinen SCHUFA schützt Verbraucher mit neuem Service besser vor Identitätsmissbrauch im Internet und bietet schnelle Hilfe im Ernstfall. Der SCHUFA-IdentSafe ist der entscheidende Beitrag zum Schutz der eigenen Identität.   IdentSafe-Monitor: tägliches Monitoring persönlicher Daten inklusive Frühwarnsystem   IdentSafe-Hotline: Beratung zur Identitätssicherung und Hilfe im Ernstfall – rund um die Uhr   IdentSafe-Cleaner: Hilfe bei der Bereinigung der Spuren von Identitätsmissbrauch im Internet   IdentSafe-Schlüsselservice: Rücksendung gefundener Schlüssel mit IdentSafe-Schlüsselanhänger SCHUFA-UpdateService: SMS- und / oder E-Mail-Benachrichtigung bei kreditrelevanten Anfragen oder   Änderungen der eigenen Bonität und Identität SCHUFA-Auskunft online: jederzeit alle Informationen im Blick, die zur eigenen Bonität und Identität bei der   SCHUFA gespeichert sind
  15. 15. Im Blickfeld – die SCHUFA in der Öffentlichkeit93 Prozent aller Deutschen kennen die Marke SCHUFA. Die SCHUFA ist nicht nur ein erfolgreichesWirtschaftsunternehmen, sondern übernimmt auch gesellschaftliche Verantwortung. Hierfür stehen dieProjekte „SCHUFA macht Schule“ und „SCHUFA Kredit-Kompass“ sowie die Kooperation mit „Campusof Excellence“ und das kulturelle Engagement.
  16. 16. 18  Jahresbericht 2011Im Blickfeld –die SCHUFA in der ÖffentlichkeitParlamentarischer Abend in Berlin„Strategien für den Daten- und Verbraucherschutz von schutz informieren und aufklären. Schließlich berichtete Rolandm­ orgen“ lautete der Titel des 5. Parlamentarischen Abends Appel, Vorsitzender des Gütesiegelboards Initiative D21, überder SCHUFA, der im November 2011 in Berlin stattfand. das Projekt Internet-Gütesiegel, das das Ziel verfolgt, Waren­ anbietern im Internet die Wahl eines Siegels zu erleichternStellung zum Thema bezog unter anderen SCHUFA-Ombuds- und Onlineshopper auf die Gütesiegel aufmerksam zu machen.mann Prof. Winfried Hassemer, der auch darauf hinwies,dass nach seiner Einschätzung Risiken für das Recht auf Privat- Weitere Teilnehmer der hochkarätigen Podiumsdiskussionheit heute zunehmend durch private Institutionen entstün- waren Nicole Maisch, Mitglied des Bundestages und Spre-den. Bei jungen Menschen sei zudem ein Wandel in der Kul- cherin für Verbraucherpolitik der Fraktion BÜNDNIS 90 / tur der Privatheit festzustellen. Jimmy Schulz, Mitglied des DIE GRÜNEN, sowie Dr. Rainer Metz, Leiter der Unterabtei-Bundestages und Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in lung Verbraucherpolitik in Recht und Wirtschaft im Bun­der Enquetekommission „Internet und digitale Gesellschaft“ desministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbrau-des Deutschen Bundestages, informierte über aktu­ lle Ent- e cherschutz und Mitglied des SCHUFA-Verbraucherbeirates.wicklungen der geplanten „Stiftung Datenschutz“, die 2012ins Leben gerufen werden soll. Diese soll Produkte und Dienst- Rund 150 Gäste, darunter auch Mitglieder des Aufsichts­leistungen auf ihre Datenschutzfreundlichkeit überprüfen, ein rates und Verbraucherbeirates der SCHUFA, konnten imGütesiegel entwickeln und Bürger über das Thema Daten- Rahmen der Veranstaltung begrüßt werden.SCHUFA Kredit-Kompass 2012Seit vielen Jahren liefert der SCHUFA Kredit-Kompass ver-   wirtschaftliche Bedeutung der über 60-Jährigen dielässliche Informationen zur Kreditaufnahme in Deutschland. als Konsumenten und Kreditnehmer steigt permanent,Darüber hinaus werden in jedem Jahr Fakten und Trends   Generation 60 + zeichnet sich dabei durch eine diezum Kredit- und Konsumverhalten der Deutschen aus ver- b ­ esondere Zahlungstreue und Zuverlässigkeit aus.schiedenen Expertenblickwinkeln und anhand von qua­lifizierten Verbraucherumfragen ermittelt. Über den Schwerpunkt Generation 60 + hinaus, sind im SCHUFA Kredit-Kompass 2012 spezifische AnalysenIm Berichtsjahr 2011 wurde das Thema „Finanzverhalten der zu ­ rediten von 66,2 Millionen erwachsenen Verbrau- KGeneration 60 +“ des aktuellen SCHUFA Kredit-Kompasses chern ­ ller Altersgruppen enthalten. Mit dem Kredit-Kom- a2012 erörtert und mit Unterstützung der Gesellschaft für pass möchte die SCHUFA einen objek­ iven Beitrag zur tKonsumforschung Nürnberg (GfK SE) realisiert. Im Detail D k ­ is­ ussion zur Finanzkultur, zum Konsumverhalten sowiebeleuchten Erhebung und Expertenbeiträge die Zunahme zur Überschuldungsforschung liefern.der Kreditaktivitäten der Generation 60 + und zeigen, dassdiese Personengruppe intensiv und bewusst am Wirt- Die detaillierten Auswertungen sind im Internet kostenfreischaftsleben teilnimmt. Die zentralen Aussagen lauten: erhältlich unter: www.SCHUFA-Kredit-Kompass.de.
  17. 17. Jahresbericht 2011  19„Verbraucherintelligenz: Kunden in der Welt von morgen“Aufgrund der wachsenden Markttransparenz durch den braucherintelligenz im Rahmen des persönlichen Finanz­verstärkten Einsatz elektronischer Medien sind Verbraucher managements zurückzuführen; zum anderen aber auch aufin den letzten Jahren kritischer und informierter geworden. das funktionierende Risikomanagement von Handel undInsbesondere vor größeren Kaufentscheidungen oder auch Kreditwirtschaft, welche sich insbesondere auf die Informa-bei der privaten Vergabe von Dienstleistungen, zum Bei- tionen und Bonitätsprognosen professioneller Auskunfteienspiel an Handwerker, informieren sich die Konsumenten ver- wie der SCHUFA verlassen können.stärkt via Internet über Preise, Leistungen, Produkte, Her-steller oder Dienstleister. Der intelligente Verbraucher ist Die SCHUFA, die seit 85 Jahren als Vermittler von kreditrele-somit nicht mehr länger nur Objekt von Dateninformatio- vanten Informationen zwischen Verbraucher und der kre-nen – er nutzt diese vielmehr ganz gezielt für sich selbst und ditgebenden Wirtschaft auftritt, hat sich in einem Buchpro-tätigt Kaufentscheidungen geplanter und informierter als jekt der Reflexion der Verbraucherintelligenz angenommen.noch vor einigen Jahren. Darin diskutieren Experten unterschiedlicher Fachgebiete zu Themen wie Verbraucherschutz, Gehirnforschung, Geldan­Dieses aufgeklärte Verhalten spiegelt auch die Statistik der lage und Vorsorge, Verbraucherbeteiligung, Zielgruppen undSCHUFA wider. Obwohl die Anzahl der Ratenkredite in den Verbraucherverhalten 2020.vergangenen fünf Jahren um 30 Prozent gestiegen ist, bliebes bei einer konstant hohen Rückzahlungsquote. 97,5 Pro- Verbraucherintelligenz: Kunden in der Welt von morgen.zent aller Verbraucherkredite werden ordnungsgemäß Michael Freytag (Hg.), Verlag Frankfurter Allgemeine Buch,zurückgezahlt. Dies ist zum einen auf die wachsende Ver- 2012, ISBN 978-3-89981-262-6SCHUFA-Werbung: Fakten und EmotionenDie im Berichtsjahr neu entwickelte Werbung der SCHUFApositioniert das Unternehmen als Partner für Verbraucherund Wirtschaft. Die Grundidee wird mit überraschendenBildwelten kommuniziert, die jeweils mit „Ohne SCHUFA …“beginnen und alltägliche Situationen thematisieren, in de-nen die SCHUFA hilfreich zur Stelle ist: beim Autokauf, beimMieten einer Wohnung oder beim Bau eines Eigenheims.Wer auf eigenen Beinen stehen möchte, muss vertrauens-würdig sein – auch finanziell. Daher wird in der Werbungneben dem Hauptgeschäftsfeld der SCHUFA auch auf diePrivatkundenprodukte der SCHUFA aufmerksam gemacht. die Anzeigen in überregionalen Tageszeitungen und Publi-Insgesamt begleiten sechs unterschiedliche Bildmotive den kumsmedien. Flankiert wird der Printauftritt von einerneuen Auftritt „Ohne SCHUFA fehlt was“. Zu sehen sind Website und von Direktmarketing-Maßnahmen.
  18. 18. 20  Jahresbericht 2011Gesellschaftliche Verantwortung:finanzielle Bildung Die SCHUFA baut ihr gesell- Seit nunmehr fünf Jahren unterstützt die SCHUFA Lehrkräfte schaftliches Engagement und Experten, zum Beispiel Mitarbeiter von kirchlichen Ein- zur Unterstützung der finan- richtungen oder Schuldnerberatungen, mit Unterrichtsmate- ziellen Allgemeinbildung rialien rund um das Thema Finanzwissen. Den Anstoß da- junger Menschen weiter aus: für gaben zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer, die verstärktes Zum einen fördert sie das Interesse an Materialien zu den Themen Finanzwissen, Projekt „Campus of Excel- Schuldenprävention und der Rolle der SCHUFA im Wirt- lence“ als Premiumpartner, schaftsleben zeigten. In Zusammenarbeit mit pädagogi- zum anderen führt sie ihre schen Lehrkräften sowie einer Schuldnerberatung konntenAktivitäten rund um die Plattform „SCHUFA macht Schule“ leicht verständliche Unterrichtsmaterialien zur finanziellenerfolgreich fort. Allgemeinbildung entwickelt werden. Zwei Module stehen seitdem interessierten Lehrkräften zum kostenlosen Down-Campus of Excellence ist ein einzigartiges Netzwerk von load oder zur kostenlosen Bestellung zur Verfügung. Ziel-über 80 Wirtschaftsunternehmen, Institutionen, Verbänden, gruppe beider Module sind die Klassen 7 bis 10 bzw. 9 bisHochschulen und Schulen aus sieben europäischen Län- 12 an allgemein- und berufsbildenden Schulen. Die Internet-dern. Der Verein verfolgt den Zweck der Förderung von Wis- präsenz www.SCHUFAmachtSchule.de zählt seit ihremsenschaft und Forschung, der Berufsvorbereitung von Start mehr als 100.000 Besucher. 25.000 CDs mit Unter-Schülern und Studierenden sowie der Verzahnung von be- richtsmaterial wurden bestellt. 30 Fortbildungen mit rundruflicher Qualifizierung und Praxis. 600 Lehrerinnen und Lehrern wurden durchgeführt.Im Rahmen des Projekts Campus of Excellence engagiert Schülerschreibwettbewerb „Finanzkompetenz Du“sich die SCHUFA für zwei Projekte: In der „Praxis Academy“ Der Bundesverband Jugendpresse Deutschland e. V. und diewaren 2011 vier Studierende in zwei Unternehmensprojekte SCHUFA haben im Rahmen der Jugendmedientage 2011 inder SCHUFA involviert und genossen intensive Betreuung Stuttgart zum bundesweiten Schülerschreibwettbewerbdurch hoch qualifizierte SCHUFA-Mitarbeiter. „Finanzkompetenz Du“ aufgerufen. Dabei sind Schüler und medienbegeisterte junge Menschen aufgefordert, sichDas Schülerprojekt „Zukunft MINT“ will bei jungen Men- mit dem Thema Finanzkompetenz auseinanderzusetzen undschen die Begeisterung für die sogenannten MINT-Fächer einen journalistischen Beitrag zur Finanzkompetenz von(Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) J ­ ugendlichen einzureichen.wecken und berufliche Perspektiven aufzeigen. Insgesamtfünf Jahre begleitet die SCHUFA 20 Wiesbadener Schülerin- Wettbewerbsgrundlage war der SCHUFA Kredit-Kom-nen und Schüler auf ihrem Weg in ihre berufliche Zukunft. pass 2011, der unter anderem verdeutlichte, dass jungeGegliedert ist das Projekt in eine aktive, zweijährige Beglei- Menschen häufiger in die Schuldenfalle geraten als dertung mit Workshops mit ergänzenden E-Learning-Modulen Durchschnitt. Diese Erkenntnis veranlasste die SCHUFAund Praxisprojekten in Unternehmen sowie in die daran dazu, gemeinsam mit dem Bundesverband Jugendpressea­ nschließende Aufnahme in ein dreijähriges Mentorenpro- den Wettbewerb ins Leben zu rufen. Neben dem Portalgramm, welches die Teilnehmer an die Universitäten bzw. www.SCHUFAmachtSchule.de will das Unternehmenin den Beruf führen soll. mit dieser Initiative möglichst viele junge Menschen errei- chen, um ihre Finanzkompetenz zu stärken.
  19. 19. Jahresbericht 2011  21
  20. 20. Im Blickfeld – SCHUFADie SCHUFA ist ein moderner Arbeitgeber mit attraktiven Herausforderungen für die Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter.
  21. 21. 24  Jahresbericht 2011Die SCHUFA –ein moderner Arbeitgeber Große Bedeutung hat die systematische Mitarbeiterförde- rung und Personalentwicklung: Management Appraisals beleuchten die unterschiedlichen Stärken der Mitarbeiter und geben Aufschluss über weitere Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Gezielte interne und externe Schulungsmaßnahmen und Seminare sind Teil des Alltags. Der Bereich Human Resources hat ein einheitliches, vergleich- bares und marktgerechtes Vergütungssystem eingeführt. Als Grundlage dient das Global-Grading-System einer inter- nationalen Unternehmensberatung. Alle Stellen bei der SCHUFA wurden im Jahr 2011 auf dieser Basis nach einheit- lichen Kriterien bewertet. Mit neuen Stellen wird gleicher- maßen verfahren. Im Rahmen des Projektes wurden alleBei der SCHUFA arbeiten langjährige und auch viele neue Stellen der SCHUFA mit adäquaten Stellen am Markt ver­Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; sie bietet attraktive Ar- glichen. Auf Basis der externen Vergütungsstudie und derbeitsplätze für erfahrene wie für junge Menschen. Das SCHUFA-internen Gehaltsstrukturen wurden GehaltsbänderAufgabenspektrum ist breit gestreut: mit Schwerpunkten und variable Gehaltsbestandteile entwickelt. Das neuein der IT und im kaufmännischen Bereich. System verbindet somit Marktanforderungen, Vergütung und Karriereentwicklung.Die SCHUFA legt sehr großen Wert auf attraktive Rahmen-bedingungen für ihre Mitarbeiter, um hoch qualifizierte Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der Vereinbar-Kräfte zu gewinnen und langfristig zu entwickeln. keit von Beruf und Familie. Im Rahmen eines Pilotprojektes und in Kooperation mit einer Kindertagesstätte stellt dieAuf der Suche nach talentierten und engagierten Hochschul- SCHUFA ab 2012 jungen Eltern einen Krippenplatz für ihrenabsolventen präsentiert sich die SCHUFA regelmäßig auf Nachwuchs zur Verfügung. Die Kinder sind örtlich in derverschiedenen Jobmessen, wie zum Beispiel der Connecticum Nähe des Elternarbeitsplatzes sicher untergebracht, sodassin Berlin, der Konaktiva in Darmstadt, der meet@uni-frank- die Vereinbarkeit der Anforderungen des Berufsalltagesfurt oder auf dem Absolventenkongress in Köln. Nicht nur mit denen des Familienalltages nachhaltig unterstützt wird.der professionelle Messeauftritt der SCHUFA, sondern auchdie begleitenden, kreativen Recruiting-Kampagnen positio-nieren das Unternehmen als einen der Toparbeitgeber inder Wahrnehmung der Messeteilnehmer. Die SCHUFA enga-giert sich in der Berufsausbildung und stellt auch perma-nent Arbeitsplätze für Werkstudenten zur Verfügung.
  22. 22. Jahresbericht 2011  25„Ohne SCHUFA steht die Kreditwirtschaft still“Herr Peter Villa, Sie sind seit Mai 2011 Vorstandsmitglied Handel und Versicherungen. Dieder SCHUFA. Mit welchen Vorstellungen und Zielen haben SCHUFA hat sich darüber hinaus inSie damals diese Position angetreten? den vergangenen Jahren zur kom-Meine Motivation zur SCHUFA zu wechseln, war zum einen pletten Wirtschaftsauskunftei wei-der Markenname SCHUFA, der eine enorme Strahlkraft terentwickelt: Wir bieten im Rah-auf die gesamte Auskunfteienbranche hat; zum anderen men unserer Kompaktauskunft unddie guten und intensiven Beziehungen, die zwischen der GwG-Auskunft rund 100 Millio-Kunden und der SCHUFA bestehen. Für viele unserer Firmen- nen Informationen zu 3,9 Millionenkunden gilt: „Ohne SCHUFA steht die Kreditwirtschaft Unternehmen und Gewerbetrei-still“. Daraus wächst für uns eine große Verantwortung benden an. Dafür haben wir eigensgegenüber unseren Firmenkunden. Bei der SCHUFA sehe eine Unternehmensdatenbank auf-ich zudem sehr viel Potenzial und Entwicklungsmöglich- gebaut. Wir wissen zwar um denkeiten, die ich gestalten möchte. Wettbewerb im B2B-Bereich, sind aber zuversichtlich, weitere Markt- Peter Villa, Mitglied des Vorstandes, im InterviewWelche Bereiche verantworten Sie bei der SCHUFA und anteile zu gewinnen – zumal wir­ elche Impulse haben Sie bereits gesetzt bzw. werden Siew aufgrund unseres Know-hows imzukünftig setzen? Umgang mit Daten und der hohen Datenqualität von unse-Ich verantworte die Bereiche Organisation / IT, Produktent- ren Firmenkunden sehr geschätzt werden. Die langjährigenwicklung, Solutions, Internationale Kooperationen und Pro- intensiven Kundenbeziehungen erleichtern uns ernormjekte sowie Datenqualität und -beschaffung. Meine Inten­ den Zugang zum B2B-Markt.tion ist zum einen, neue kundenorientierte Produkte mitkurzer Entwicklungsdauer zeitnah auf den Markt zu brin- Schwedischen Managern sagt man nach, dass sie teamorien-gen und unsere IT noch leistungsfähiger zu gestalten. Des- tiert und in flachen Hierarchien denken. Was können Deutschehalb analysieren wir zurzeit unseren Bereich IT aus der von der schwedischen Führungskultur lernen und umgekehrt?Sicht des Marktes im Rahmen des Projektes „ChangeIT“ und In der Tat findet man in schwedischen Firmen eher flachewerden gegebenenfalls Anpassungen im Sinne unserer Hierarchien vor und schwedische Führungskräfte habenKunden vornehmen. häufig eine andere Perspektive auf Strukturen als deutsche. Sie agieren dadurch äußerst flexibel auf dem internationa-Die SCHUFA hat im vergangenen Jahr neue Produkte auf len Markt. Da ich seit 1995 für den deutschen Markt arbeite,den Markt gebracht wie beispielsweise die GwG-Auskunft schätze ich beispielsweise sehr die deutsche Zuverläs­ igkeit soder die Auslandsauskunft online. Welche Innovationen und Professionalität sowie die Selbstdisziplin.s­ tehen in den nächsten Jahren an?Die SCHUFA ist die führende Auskunftei in Deutschland. Dasmöchten wir auch zukünftig bleiben und unseren Kompe-tenzvorsprung ausbauen. Wir sind sehr stark in unserem B2C-Kerngeschäft und haben eine hohe Marktabdeckung. Hiergilt es, unseren Firmenkunden neue und weiterentwickelteProdukte anzubieten, damit sie ihr Tagesgeschäft noche­ ffizienter und kostengünstiger gestalten können. Mittel-fristig planen wir leistungsfähige Produkte für die Bereiche
  23. 23. Im Blickfeld – Zahlen und FaktenDas Jahr 2011 hat die SCHUFA mit einem sehr guten Geschäftsergebnis abschließen können.Die Bilanzzahlen sprechen für ein starkes und zukunftsfähiges Unternehmen.
  24. 24. 28  Jahresbericht 20112011 steht für den Erfolgder SCHUFA Ein Beitrag von Holger Severitt, gerungen bei stabilen bzw. leicht gesunkenen operativen Mitglied des Vorstandes Aufwendungen erzielt werden konnten. Neben einem be- wussten Umgang mit den Aufwendungen zeigen auch Vor dem Hintergrund günstiger in Vorjahren begonnene Umstrukturierungen positive Aus- wirtschaftlicher Rahmenbedingun- wirkungen. So hat die Konsolidierung des Geschäftsstellen- gen – die Finanzkrise hat bislang netzes ihre volle Wirkung entfaltet. Daneben wurden aber in Deutschland keine spürbaren auch erhebliche Mittel in die Modernisierung der Infra- Auswirkungen auf das Konsum- struktur investiert. Ein großes IT-Projekt zur Ablösung auf verhalten gezeigt – war das Ge- alter Technologie basierender Applikationen konnte in schäftsjahr 2011 der SCHUFA 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Im Einklang mit s ­ owohl durch eine positive Ent- den im Berichtsjahr neu definierten strategischen Leit­ wicklung der Aktivitäten mit linien wurde auch das Beteiligungsportfolio bereinigt. u ­ nseren Firmenkunden als auch des Privatkundengeschäftes Mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit­ ekennzeichnet. Im Zusammenspiel mit einem konsequen-g im Konzern von 17,0 Millionen Euro bzw. einem Jahres-ten Kostenmanagement resultiert daraus das bisher beste überschuss nach Steuern von 11,8 Millionen Euro wird dasGeschäftsergebnis in der Unternehmensgeschichte. bisher beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte ausge- wiesen. Neben einer Stärkung der Rücklagen ist die SCHUFAIm Vergleich zum Vorjahr war eine gleichbleibende und in damit auch in der Lage, eine Rekorddividende an die Aktio-Teilbereichen leicht ansteigende Nachfrage nach traditionel- näre auszuschütten.len SCHUFA-Informationen wie zum Beispiel Anfragen undDienstleistungen im B2C-Bereich, dem Kerngeschäft der Wir wollen uns aber auf diesem Erfolg nicht ausruhen,SCHUFA, festzustellen. Insbesondere bei unseren Firmen- s ­ ondern es motiviert uns vielmehr zu weiteren unterneh-kunden aus den Branchen Telekommunikation und Energie- merischen Anstrengungen. Auch die Folgejahre werdenversorgung konnten dabei erneut Zuwächse verzeichnet d ­ aher bei einem weiterhin effektiven und effizienten Kosten-werden. Neben der stabilen Abnahme der B2C-Produkte management genutzt werden, um erhebliche Investitionenwar aber auch eine gestiegene Nachfrage nach Scoring­ in das Produktportfolio zur Steigerung des Nutzens für un-produkten zur Unterstützung der Risikosteuerung unserer sere Kunden, aber auch in die IT-Landschaft zur Effizienz-Kunden zu verzeichnen. Erfreulich hat sich ebenfalls der steigerung unserer Organisation zu tätigen. Neben einemAbsatz eigener Softwareprodukte wie das Entscheidungs- nachhaltigen und stabilen Wachstum soll damit auch diemanagementsystem DSS entwickelt. Neu eingeführte Pro- Ziel-EBIT-Marge von 20 Prozent (2011: 15,8 Prozent) ab 2015dukte wie beispielsweise die GwG-Auskunft haben in 2011 erreicht werden.das überproportionale Wachstum im B2B-Bereich unter-stützt und bilden eine gute Basis für künftiges Wachstum.Insgesamt konnte die SCHUFA in 2011 die ehrgeizigenU­ msatzziele vollständig erreichen. Mit einem Konzernum-satz von 113,4 Millionen Euro wurde der Vorjahreswert um4,6 Prozent übertroffen. Erfreulich ist, dass die Umsatzstei-
  25. 25. Jahresbericht 2011  29Privat- und Firmenkunden,Beteiligungen, EigentümerPrivat- und Firmenkunden BeteiligungenDie SCHUFA Holding AG hat über 1,2 Millionen Privatkunden, Zum SCHUFA-Konzern gehört die 100-prozentige Tochter-die als Nutzer des Internetportals www.meineSCHUFA.de gesellschaft insiders GmbH, ein Spezialist für Wissens­auf Verbraucherprodukte wie die Unternehmensauskunft management und wissensbasierte Systeme. Im Einklangoder ganz neu den IdentSafe zugreifen können. mit den im Berichtsjahr neu definierten strategischen L ­ eitlinien wurde auch das Beteiligungsportfolio bereinigt.Geschäftspartner der SCHUFA sind Unternehmen, die Finanz-,Waren- oder Dienstleistungskredite anbieten. Nur diese er- Die SCHUFA hat 2011 beispielsweise ihre Beteiligung anhalten über festgelegte Nutzungsrechte Informationen von der tolina Holding GmbH, die Softwarelösungen zur Auto-der SCHUFA. Durch die weitverzweigte Branchenstruktur matisierung von Geschäftsprozessen in Kreditinstitutender rund 7.000 Firmenkunden (zum Beispiel Banken und und Unternehmen anderer Branchen anbietet, auf 49,9 Pro-Sparkassen, Telekommunikationsunternehmen, Handels- zent erhöht. Zur Jahresmitte wurden die Anteile an derhäuser), die kreditrelevante Daten an die SCHUFA melden, Creditinfo SCHUFA GmbH an den bisherigen Joint-Venture-bietet die SCHUFA verlässliche Unterstützungssysteme für Partner Creditinfo Group hf. veräußert. Ebenso wurden dieKreditentscheidungen. Anteile von invest solutions zum Jahresende 2011 veräußert.EigentümerDer Aktionärskreis der SCHUFA Holding AG setzt sich aus starken dynamischen Partnern zusammen.Genossenschaftsbanken (7,9 %) Kreditbanken (36,4 %)Handel und Andere (13,1%)Privatbanken (17,9 %) Sparkassen (24,7%)
  26. 26. 30  Jahresbericht 2011Vorstand und AufsichtsratName Unternehmen PositionVorstandDr. Michael Freytag SCHUFA Holding AG Vorsitzender des Vorstandes seit 1.11.2010Holger Severitt SCHUFA Holding AG Mitglied des Vorstandes seit 1.5.2009Peter Villa SCHUFA Holding AG Mitglied des Vorstandes seit 1.5.2011AufsichtsratTheophil Graband1 VR-LEASING AG Vorsitzender des VorstandesGuido Heuveldop2 Deutsche Bank Privat- Mitglied des Vorstandes und Geschäftskunden AGJürgen Brinkmann Volksbank eG Sprecher des Vorstandes Braunschweig WolfsburgWerner Netzel Deutscher Sparkassen- Mitglied des Vorstandes und Giroverband e. V.Franz Josef Nick TARGOBANK AG Vorsitzender des Vorstandes Co. KGaAMagnus Nowotny SCHUFA Holding AG Teamleiter Anbindungsmanagement und -migrationDieter Päschke SCHUFA Holding AG Abteilungsleiter ServiceConsultants und VertragspartnerbetreuungKay Sabirowsky SCHUFA Holding AG Senior SystemarchitektJürgen Schulte-Laggenbeck OTTO (GmbH Co. KG) Mitglied des Vorstandes1  Vorsitzender des Aufsichtsrates.2  Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates.
  27. 27. Jahresbericht 2011  31Das Jahr 2011 Mit 614 Millionen Informationen von über 66,2 Millionen Hauptumsatzträger war auch in diesem Jahr das SCHUFA-natür­ichen Personen und rund 3,9 Millionen Unternehmen l Kerngeschäft mit leicht ansteigenden Nachfragen im B2C-­ erfügt die SCHUFA Holding AG bundesweit über den größ-v Geschäft. Aber auch das neue B2B-Geschäft etablierte sichten Datenbestand zur Beurteilung des aktuellen Zahlungs- 2011 zunehmend am deutschen Markt.verhaltens von Verbrauchern und Unternehmen. Im Geschäftsjahr wurden von der SCHUFA 102,7 MillionenDie SCHUFA hat im Berichtsjahr 2011 einen Konzernumsatz Auskünfte und Nachmeldungen an Firmenkunden sowievon 113,4 Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis der gewöhn­ 1,4 Millionen Auskünfte an Verbraucher erteilt. Zum Jahres-lichen Geschäftstätigkeit beträgt knapp 17,0 Millionen Euro. ende waren bei der SCHUFA 750 Mitarbeiter beschäftigt.SCHUFA in Zahlen 2011Datenbestand: Gespeicherte Informationen zu natürlichen Personen und Unternehmen (Mio.) 614 Natürliche Personen, zu denen Informationen vorliegen (Mio.) 66,2 Unternehmen, zu denen Informationen vorliegen (Mio.) 3,9Informationsangebot: Auskünfte und Nachmeldungen an Firmenkunden (Mio.) 102,7 Anzahl Firmenkunden 7.000 Auskünfte an Verbraucher (Mio.) 1,4 Anzahl Privatkunden (Mio.) 1,2Geschäftsdaten: Umsatz (in TEUR) 113.386 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (in TEUR) 16.950 Mitarbeiter (zum 31.12.2011) 750
  28. 28. 32  Jahresbericht 2011BilanzAKTIVA Stand 31.12.2011 EURA. Anlagevermögen 17.353.315,59B. Umlaufvermögen 33.467.061,59C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.515.731,24D. Aktive latente Steuern 3.984.163,24SUMME 56.320.271,66PASSIVAA. Eigenkapital 21.222.794,72B. Rückstellungen 25.371.924,76C. Verbindlichkeiten 8.762.161,03D. Rechnungsabgrenzungsposten 963.391,15SUMME 56.320.271,66Kennzahlen zum Ergebnis(für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011)1. Umsatzerlöse 113.386.015,662. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.950.334,39
  29. 29. Jahresbericht 2011  33Die neue SCHUFA-Werbung
  30. 30. 34  Jahresbericht 2011ImpressumSCHUFA Holding AGKormoranweg 5, 65201 WiesbadenPostfach 18 29, 65008 WiesbadenTel. + 49 (0) 611 - 9278-888Fax + 49 (0) 611 - 9278-887presse@schufa.deVerantwortlich: Dr. Astrid Kasper,Leiterin Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitRedaktion: Thomas Modig,Referent Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitStand: 1. Juli 2012www.schufa.dewww.meineSCHUFA.dewww.SCHUFAmachtSchule.dewww.SCHUFA-Kredit-Kompass.dewww.SCHUFA-Verbraucherbeirat.dewww.Scoring-Wissen.de
  31. 31. Jahresbericht 2011SCHUFA Holding AGKormoranweg 565201 WiesbadenTel. + 49 (0) 611 - 9278-888Fax + 49 (0) 611 - 9278-887presse@schufa.dewww.schufa.deWir schaffen Vertrauen Wir schaffen Vertrauen

×