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Design Thinking in a Nutshell - Part1
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Design Thinking in a Nutshell - Part1

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A short overview about design thinking. What is it and how does it work? …

A short overview about design thinking. What is it and how does it work?
The script was used for a lecture 'Foresight, Innovation & Design Thinking' at Zeppelin University in 2013.
It is in german but maybe also in englisch available soon.
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Transcript

  • 1. Design Thinking in a NutshellDr. Ulf PillkahnMärz 2013
  • 2. 2
  • 3. Design-ThinkingIm engeren Sinne (ieS):Kreativmethode zum Lösen von ProblemenIm weiteren Sinne (iwS):Philosophie im Umgang mit Innovationen, welche sich in wesentlichenPunkten vom traditionellen Innovationsmanagement unterscheidet. 3
  • 4. Design Thinking...... ist durch Prinzipien gekennzeichnet. Für sich allein betrachtet, sind diese sicher nichtneu, aber im Design-Thinking-Kontext erlangen sie die notwendige Verbindlichkeit. Arbeiten in der Geeignete Kreativität Leidenschaft Gruppe Schnelles Räumlichkeiten Umsetzen Anwender im Vielfältige Mittelpunkt grafische Darstellungen 4
  • 5. Viele verschiedene Perspektiven statt einer (vor-)schnellen Lösung Teams: Eigentlich sind wir es nicht gewöhnt, in Gruppen zu arbeiten(Schule, Studium und auchdie Arbeit in Organisationen zielen auf Einzelleistung)Vermeintlich einfache sozialeVerhaltensweisen wie:- Zuhören- Andere Meinungen akzeptieren Interdisziplinarität bedeutet, dass bewusst können unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven,- Nicht Recht haben müssen Meinungen und Wissenszugänge auf einander- Diskussionskultur treffen. So werden allzu offensichtliche- Ideen anderer weiter entwickeln Lösungen vermieden. können hier wiederbelebt und geübtwerden. 5
  • 6. Texte kann man missverstehen, Die organisatorische Form des Zeichnungen helfen jedoch beim Verstehen, beim Finden Unternehmens ist auf Effizienz und von Zusammenhängen und Wiederholbarkeit ausgerichtet. Sie neigtbeim Kommunizieren von Ideen dazu, Erneuerungen, Ideen und Wissen und Konzepten. abzulehnen um sich dennoch nach fertigen, Leidenschaft ist die belegbaren Innovationen zu sehnen. Der wichtigste Zutat für die Widerspruch fällt den Wenigsten auf. Erkundung der Zukunft und die Erneuerung. Man kann sie zwar nicht erzwingen, aber stimulieren. Neugier ist der Motor des technischen Fortschritts und der Grund dafür, dass Menschen ihre Komfort-Zone verlassen. Bleibt neugierig und lasst euch NIE durch Prozesse und Kleinkariertheit im Management blockieren. 6
  • 7. Organisationen sind auf Gleichförmigkeit ausgerichtet. Zum Erfinden braucht es jedoch Vielfalt. Die muss man erzeugen und zulassen.Querdenker sind – anders als man vermuten mag –anstrengend. Da sie zu viel in Frage stellen und sich dem Konformitätsdruckentziehen, mag man sie in Unternehmen eigentlich nicht so richtig. Experimentieren: sich lösen von der Illusion des Innovierens durch Powerpoint. Einfach mal beherzt anfangen, etwas zu erschaffen und über das „Man sollte, man müsste, man könnte ... „ hinwegkommen. 7
  • 8. Kreativität ist nicht alles, aber ohne Kreativität ist alles nichts. Individuelle Kreativität ist nicht gleichorganisationale Kreativität. Die meisten Organisationen sind erschreckend bieder, Kreativität schafft Neues –einfallslos, langweilig und im Vergleich zum träge. Kreative Köpfe Bestehenden ist es originellhaben es nicht leicht, aber und einzigartig. ohne sie bleibt die Organisation langweilig und träge. Seien Sie also gut zu den Kreativen! 8
  • 9. Prototypen sind der erste Schritt von der Idee zur Umsetzung Prototypen sind nie perfekt, sie dürfen nicht perfekt sein, nur dann kann man lernen.Mögliche Prototypen:• Filme• Rollenspiele• Computersimulationen• Modelle aus Holz, Knete, Pappe (alle Materialien, die vorstellbar sind)• 3D-Drucke• Sketche / Skizzen Iteration = anwenden + beobachten + lernen + verbessern. 9
  • 10. So früh wie möglich MIT dem Kunde und/oder Anwender gemeinsam lernen – am neu erschaffenen Prototypen. Daten gibt es nur von bereits Die meisten existierenden Produkten. Unternehmen glauben, sie kennenihre Kunden sehr gut (einige wollen diese sogar ‚erziehen‘ !).Tatsächlich ist jedoch erschreckend wenig über Kunden und Anwender bekannt. Weiß der Kunde genau, was er will? Nicht unbedingt. Insbesondere bei relativ neuen Konstellationen fehlen Meinungsbildner und Bezugspunkte. Das Verhalten zu beobachten, hilft mehr als eine Befragung. 10
  • 11. Wie kann die Organisation innovativer werden? Es reicht nicht, nicht dagegen zu sein. Man muss DAFÜR sein und sich auch entsprechend verhalten – das gilt insbesondere für‘s Management.Design-Thinking ist geeignet für die Produktentwicklung. In Verbindung mit Foresight-Methoden kann Darüber hinaus lassen sich die man die Zukunft nicht nur erkunden, sondern auch gestalten. Prinzipien auch bei der Gestaltung von sozialen Systemen anwenden.Umorganisationen würden damit vielleicht ab und zu gelingen. 11
  • 12. Gibt es irgendwo auf der Welt eine Firma, die Mitarbeiter ermutigt ... „übergehen Sie ihren Chef, wenn Sie glauben, er hat Unrecht.“ ? Was genau bedeutet NEU ? Ist es neu fürs Unternehmen? Ist es neu für die Welt?Gibt es irgendwo auf der Welt eine Firma, dieMitarbeiter ermutigt ... „übergehen Sie ihren Chef, wenn Sie glauben, er hat Unrecht.“ ?Organisationen sind wie Immunsysteme: Neues wird wie ein Eindringling behandeltund bekämpft.Es hat nur dann eine Chance zur Durchsetzung, wenn es Mehrheiten undAkzeptanz im Unternehmen findet. Damit ‚Change by Design‘ gelingt, müssen dieClosed-Minds, die Bedenkenträger und die vielen Controller überzeugt werden. 12
  • 13. Ein Innovationsprojekt wird erst mit dem Erfolg im Markt zu einer Innovation.Innovationen – oder allgemein gesprochen die Erneuerung – gehören zu den Aufgaben, die sich nicht allein durch besseres Management optimieren lassen (obwohl sich die Illusion hartnäckig hält). Mit den üblichen Managementmethoden und der gängigen Kosten-Nutzen- Es gibt keine Argumentation wird man niemals etwas Handbücher für das Neuartiges erschaffen können. Verhalten im Neuland Eines der Ziele – wenn nicht das Ziel – von Design Thinking ist es, zu mehr und besseren (was auch immer das bedeuten mag) Innovationen zu gelangen. Etablierte und verbreitete Innovationsprozesse lassen sich zwar gut managen, bleiben aber im Ergebnis in der Regel eine Enttäuschung. Design-Thinking hingegen unterstützt die Innovatoren und legt wenig Wert darauf, ob und wenn ja wie Manager das steuern können. 13
  • 14. Niemand sollte darauf vertrauen, dass ‚sein‘ Geschäftsmodell sicher und unangreifbar ist: Die Musikindustrie vertraute darauf, Buchläden taten es, Energiekonzerne und die Post auch, die Telekoms tun es heute noch und viele andere Unternehmen auch … Alles sagten ‚Das geht nicht!‘. Dann kam ein Neuer, der wusste das Funktionierende Geschäftsmodelle nicht und er machte es einfach. sind eine Grundvoraussetzung für den Erfolg von InnovationenUnternehmen perfektionieren ihre bestehenden Geschäftsmodelle. Ein Eingriffbedeutet nicht weniger, als (fast) alle operativen Prozesse zu verändern. Das ist zwar mühsam, kann aber sehr erfolgreich sein, wie viele Beispiele zeigen. Mit Design-Thinking gelingt zumindest das Identifizieren neuer Geschäftsmodelle. 14
  • 15. So What? – Was ist der Nutzen von Design-Thinking? Design-Thinking: Durch die Einbeziehung von nicht ganz so offensichtlichen Dingen in die Überlegungen und die Aktivierung verschiedener Analysemethoden gelingt es, die Innovationsbemühungen zu stimulieren. Es ist wie Adrenalin. Traditionelles Innovationsmanagement: Nur das wirklich Offensichtliche kann zu planbaren Innovationen werden.Während beim traditionellen Innovationsmanagement noch über den Prozess unddie Auswahlkriterien diskutiert wird, beginnt man beim Design-Thinking schon mit der Umsetzung der Ideen. 15
  • 16. LiteraturhinweiseBücher• Tim Brown (2009): Change by Design – How Design Thinking Transforms Organizations and Inspires Innovation• Roger L. Martin (2009): The Design of Business: Why Design Thinking is the Next Competitive Advantage• Richard Verganti (2009): Design-Driven Innovation: Changing the Rules of Competition by Radically Innovating What Things Mean• Jon Kolko (2011): Exposing the Magic of Design: A Practitioner’s Guide to the Methods and Theory of Synthesis• Jeanne Liedtka and Tim Oglivie (2011): Designing for Growth – A Design Thinking Toolkit for Managers.• Thomas Lockwood (2009): Design Thinking: Integrating Innovation, Customer Experience, and Brand Value.• Ulf Pillkahn (2013): Die Weisheit der Roulettekugel. Innovation durch Irritation.Journale / Artikel• Organisationsentwicklung Heft 02/12: Kreativität im Change Management• Wissen: Das Magazin von McKinsey. Innovation 2005• Innovationen. Wie aus kreativen Ideen erfolgreiche Produkte werden. HBM August 2011• The innovative Enterprise. HBR August 2002• Kreativität. Wege zu erfolgreicher Innovation. HBM Februar 2005• Johansson, Woodilla, Cetinkaya (2011): The Emperor’s new clothes or the magic wand? The past, present and Future of Design Thinking. Cambridge Academic Design Management Conference, 7-8 Sept. 2011 16