• Share
  • Email
  • Embed
  • Like
  • Save
  • Private Content
Aristoteles
 

Aristoteles

on

  • 2,188 views

 

Statistics

Views

Total Views
2,188
Views on SlideShare
2,188
Embed Views
0

Actions

Likes
0
Downloads
10
Comments
0

0 Embeds 0

No embeds

Accessibility

Categories

Upload Details

Uploaded via as Microsoft PowerPoint

Usage Rights

© All Rights Reserved

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Processing…
Post Comment
Edit your comment

    Aristoteles Aristoteles Presentation Transcript

    • Höchstes Gut
      • Die unteren müssen den höheren Dingen dienen
      • Klassifikation der Güter: instrumentiell oder intrinsisch
        • Instrumentell: die zu etwas gut sind
        • Instrumentell/intrinsisch: Mittelgüter (Tugend), die zu etwas und an sich gut sind
        • Intrinsisch: das höchste Gut: Eudaimonia
      • Jmd geht es dann gut, gdw er das, was er ist, verwirklicht
      • … soll Gegenstand der übergeordneten „am meisten leitenden Wissenschaft“ sein  Politik (Adressatenkreis der Nikomachischen Ethik)
        • Formung von Affekten als Aufgabe der Politiker
        • Affekte (ver-) färben die Wirklichkeit
      • Materielle Güter, Lust und Ehre sind für ein gutes Leben notw., aber nicht hinr.
    • Arete – Gut-sein – Tugend
      • Dianoetische (Verstandes-) Tugend – der prakt. Vernunft
        • Z.B. Weisheit, Wissen, Intellekt, Klugheit
        • Ausbildung durch Belehrung
      • Ethische (Charakter-) Tugend (arete ethike) – richtige Einstellung zum Umgang mit Affekten
        • Z.B.: Tapferkeit, Besonnenheit, Freigiebigkeit, Großherzigkeit, Schamgefühl, Gerechtigkeit
        • Die Einübung der ethischen Tugenden verhilft dabei zur Beherrschung der Triebe und Affekte und machen den so Handelnden unabhängiger von einer nur auf Befriedigung der Lust und Vermeidung von Schmerz ausgerichteten Verhaltensweise.
        • Um ethisches Verhalten auf das Gute auszurichten, bedarf es der Erziehung und Gewöhnung
        • Eine mit Entschluß verbundene feste Einstellung zum Umgang mit eigenen Affekten und zur Ausführung bestimmter eigener Handlungen in einem uns und der Situation und dem übergeordneten Ziel angemessenen Maß
    • Eudaimonia (Glück)
      • Tätigkeit (Aktivität der Seele), theor. Aktivität bzw. prakt. rationale Aktivität
        • Ist das, was den Menschen von den Tieren unterscheidet
      • Seelenteile
        • Vernünftiger
        • Vernunftloser, auf Vernunft hörender
    • Eudaimonia – Ergon-Argument
      • Ergon: Funktion, Aufgabe, Leistung, Werk
      • Hauptargument für die formale Bestimmung der eudaimonia
      • Spezifische Aufgaben der Menschen, Induktion
        • Körperteile: Auge hat Funktion des Sehen etc.
        • Berufe: Flötenspieler, Handwerker etc.
        • „ Sollten also wirklich Schreiner und Schuster bestimmte Funktionen haben und der Mensch keine?“
      • Etw. ist gut, gdw. es seine spezifische Funktion bestmöglich erfüllt
      • Induktives Argument
      • Eine jede Sache ist in einem guten Zustand, wenn sie ihr spezifisches Ergon auf gute Weise verwirklicht
      • Spezifisches Ergon des Menschen: Fähigkeit, zu denken und zu überlegen, seine Vernunft (logos), Aktivität des vernünftigen und des auf die Vernunft hörenden Teils der Seele
      • Vernünftige Aktivität der Seele soll nicht irgendiwe, sondern auf gute Weise ausgeübt werden, und dies konstant (eine Schwalbe macht noch keinen Sommer)
    • Eudaimonia – Tuozzo-Interpretation
      • Einfügung des Menschen in ein Gesamtkonzept – das Weltganze
      • Strukturen stehen in Ordnungsverhältnissen zueinander – alle Arten sind einander funktionell zugeordnet:
      • PFERD  REITEN  MENSCH
      • Lebewesen streben nach Ewigkeit
      • Rationale Begabung des Menschen durch Logos die Wirklichkeit zu erfassen
      • Plausibilisierende Voraussetzung des Ergon
    • Eudaimonia – Ergon-Argument
      • Ergon liegt im für den Menschen spezifischen  kommt nicht Tieren zu
      • Hierarchie von Aktivitäten
      • Ergon des Kithara-Spielers und des guten Kithara-Spielers sind von derselben Art
        • Der schlechte Kithara-Spieler hat keine eigene Funktion
      • Zu verstehen, was ein Mensch ist, heißt, sein Ziel, d.h. das mit Blick auf den Menschen Gute zu verstehen
      • Die Funktion des Menschen besteht in der Verwirklichung der spezifischen menschlichen Natur  Vernunft
      • Mensch fügt sich durch seine rationale Aktivität in das Gesamtgefüge der Welt, dessen Teil er ist
        • Wenn er entsprechend aktiv ist, geht es ihm gut
    • Eudaimonia (Glück)
      • Def: Das Gut für den Menschen ist eine Aktivität (energia) der Seele (psyche) im Sinne des Gut-Seins (arete), und wenn es mehrere Arten des Gut-Seins gibt, im Sinne desjenigen Gut-Seins, das das beste und das am meisten abschließende Ziel (telos) ist.
    • Glückskonzeptionen
      • Inclusive end Konzeption
      • Egalitär
      • Eudaimonia besteht aus Aktivitäten verschiedener Arten (theor. und prakt. rat. Aktivitäten  Phil. u. Politiker)
      • Gleichrangige nicht hierarchische Aktivitäten-Aufzählung
      • Dominant end Konzeption
      • Elitär
      • Wird von A vertreten: dominante Rolle der Theorie ( oder der Praxis )
      • Nur die Menschen können glücklich werden, die Theorie betreiben können (Ausschluß v. Sklaven, Frauen, Handwerkern etc.)
    • Glückskonzeptionen
      • „ Ein so beschaffenes Leben aber ist wohl höher, als es dem Menschen entspricht. Denn so wird er nicht leben, insofern er Mensch ist, sondern insofern etwas Göttliches in ihm vorhanden ist. Und in dem Maß, in dem dieses dem Zusammengesetzten überlegen ist, in dem Maß ist auch seine Tätigkeit derjenigen überlegen, die aus dem anderen Gut-Seins hervorgeht“ (NE)
    • Glückskonzeptionen
      • Es kann nur ein „bestes Leben“ geben
        • theor., prakt. oder betrachtende Tätigkeit?
      • Beantwortung der Hierarchiefrage ist abh. von der Perspektive auf das, was ein Mensch ist (Mensch als Form vs. Mensch als Form und Materie)
      • Menschen im eigentl. Sinne sind ihre Form
        • Mensch als Form: theor. Glückskonzeption
        • Mensch als Form + Materie: prakt. Glückskonzeption
      • Intellekt als („absolutistischer“) Ausdruck als Menschen an sich
    • Methodik
      • Endoxa: erfahrungsabhängige, von den meisten anerkannte Ansichten, Meinungen
        • Enthalten einen Funken Wahrheit
        • Bewährte Kenntnisse
      • Phainomena: Allgemein anerkannte Auffassung von Dingen, wie sie uns erscheinen
        • Erfahrungen können nicht übersprungen werden
        • Sie enthalten einen wahren Kern
    • Seele
      • Prinzipiell für die Lebensäußerungen eines Lebewesens verantw.  Selbstveränderung, Selbstaktualisierung, Selbstbewegung, Selbststeuerung (etw. anfangen u. beenden können)
      • Form des Körpers  Hylemorphismus
      • Wie Bauplan eines Hauses  Streben nach Selbstverwirklichung  Sich selbst verwirklichender Bauplan
      • Anziehungskraft für Materie
      • Weder Form noch Materie sind eigenständige Individuen  Identität von Körper und Seele = Kategorienfehler
      • unveränderlich
      • „ Teile“ der Seele sind nicht abtrennbar
        • Logon echon (logos habend): Denken können, Sprache
        • Alogon (arational): vernunftlos
      • Selbst logon echon (Denken): Ratio
      • Abhängiges logon echon (Affekte), auf Vernunft hörend
      • Völlig alogon (threptikon): nicht auf Vernunft hörend, z.B. Stoffwechsel
    • Seele Logon echon Alogon Völlig Alogon Abhängig Logon echon Selbst Logon echon Ethik Nicht in unserer Macht Ethische Charaktertugenden Ethische Tugenden Dianoetische Tugenden Charakter
    • Seelenvermögen
      • Allen lebenden Wesen zukommend:
        • Nährvermögen (threptikon)
        • Vermögen zum Wachstum (auxetikon)
        • Vegetatives Vermögen (phytikon)
      • Allen lebenden Wesen – außer Pflanzen zukommend:
        • Wahrnehmungsvermögen (aisthetikon), darunter fällt: Sehsinn (opsis), Gehörsinn (akoe), Geruchssinn (osme), Geschmackssinn (geusis), Tastsinn (haphe)
      • Den meisten Lebewesen zukommend:
        • Vorstellungsvermögen (phantastikon)
      • Sublunar nur dem Menschen zukommend:
        • Alle logos (d.h. rationalen) Vermögen, darunter fällt: Denkvermögen (noetikon), Vermögen, Nachzudenken (dianoetikon), Vermögen, Abzuwägen (logistikon), Betrachtungsvermögen (theoretikon), Wünschen (boulesis, Beratschlagungsvermögen (bouleutikon), Überzeugungsvermögen (doxastikon), Unterscheidungsvermögen (kritikon)
        • Strebevermögen (orektikon)
        • Bewegungs- und Veränderungsvermögen (kinetikon)
    • Nous (Intellekt)
      • Gegenstandsbezogenes Denken
      • Rezeptives Erfassen (Erfassen als Widerfahrnis)
      • Affizierbare Unaffiziertheit (apathes)
        • ein ruhiges und zu nichts führendes und nichts wollendes intermundiäres
        • Dasein fristen
        • Struktur- und Zustandslosigkeit
        • Tabula rasa
      • Formale Identität von Erfassendem und Erfaßtem (Erfassung der Struktur)
      • Unvermischtheit
      • Hat kein körperliches Organ
      • Eigenschaftslos  daher nichtkörperlich
      • Abgetrennt vom Körper
    • Machender Nous (n. poietikos)
      • Externalismus
      • Averroes
      • Wir werden das, was wir denken
      • Streben nach Aktualität
      • Der für uns externe Theos (UBW) hat dieselben Eigenschaften wie der machende nous
      • UBW-Aktivität ist denkendes denken, er ist kein denkendes Ding, er ist Denken
      • Macht die potentiell erkannten Dinge zu aktual erkannten Dingen
      • Machendes nous ist (wie) Kunst, die Materie zur Aktualität bringt
      • UBW veranlasst alles, was es gibt, möglichst aktual zu sein
      • Internalismus
      • Thomas v. Aquin
      • Erkennen ist dem Menschen wesentlich
    • Kategorien
      • Untersuchung des allgemeinsten Begriffs der Seele (dessen, was alle Seelen – auch der Pflanzen konstituiert)
      • Dialektische Motivation: Ordnung und Klassifizierung, Vermeidung von Mehrdeutigkeiten
      • Ontologische Motivation  ousia
      • Ousia – Substanz (grundlegende Kategorie)  ontol. Priorität
        • Erste ousia ist dasjenige, von dem alles abhängt (der individuelle Mensch)
        • Zweite ousiai sind allg. Gegenstände, die in einem wesentlichen Verhältnis zu ersten ousiai stehen: Z.B: Arten, Gattungen
        • Materie: das, woraus etw. ist
        • Form: das, was etw. zu einem bestimmten macht
        • Zusammengesetztes: Das aus Form und Materie bestehende
        • UBW ist erste, eigentliche ousia
      • Seele ist die ousia (Substanz) als Form eines nat. Körpers, der dem Vermögen nach Leben hat
      • Seele ist die erste Entelechie eines nat. Körpers, der dem Vermögen nach Leben hat
        • Erste Entelechie bedeutet das Vorliegen der Seelenvermögen (z.B. Nahrungsverwertung), nicht schon deren Aktivierung
      • Seele ist die erste Entelechie eines nat. Körpers, der Organe hat
        • Organikon = Instrument, Werkzeug
      • Seele ist die dem logos von etwas entsprechende ousia für einen Körper von solcher Art
      • Seele ist das, was es heißt zu sein eines nat. Körpers, der ein Prinzip der Veränderung und der Ruhe in sich selbst hat
        • Dank der Seele sind wir selbstorganisiert
    • Kategorien
      • „ Wir nennen nun eine Gattung des Seienden die Substanz (ousia), und von dieser sprechen wir einerseits als Materie (hyle), was für sich betrachtet kein Dies von der Art ist, andererseits sprechen wir von ihr als Gestalt (morphe) und Form (eidos), nach welcher etwas schon ein Dies von der Art ist, zum dritten sprechen wir von ihr mit Blick auf das aus jenen (Materie + Form) zusammengesetzte. Die Materie ist Möglichkeit (potentia, dynamis), die Form aber ist Vollendung (entelechaia), und dies im zweifachen Sinn, zum einen wie z.B. Das Wissen (als Vermögen), zum andern wie das Betrachten (das aktuale Wissen)“
      • „ Daher ist wohl jeder natürliche Körper, der am Leben teil hat, eine ousia, und zwar im Sinne der zusammengesetzten ousia“ (de anima)
    • Entelecheia
      • Vollendung, Aktualität, dasjenige, das ein Ziel in sich hat (z.B. Samen), potentiell vorliegendes Ziel
      • Erste Entelechie: Zustand, des „Ziel-in-sich-habens“ (Zustand der Verwirklichung des Ziels), Besitz des geformten Vermögens
      • Zweite Entelechie: Zustand der Aktualisierung dieses Vermögens (Verwirklichung dieses Ziels)
      • Ist ein Vermögen vorhanden, ohne genutzt zu werden, ist erste Entelechie vorhanden, wird das Vermögen genutzt, ist die zweite Entelechie erreicht
      • Wissen ist angelegt (Säugling): 1. Potentialität
      • Wissen ist angelegt, aber nicht aktualisiert (Schlafender): 2. Potentialität  = 1. Entelechie
    • Charaktertugenden
      • Tugend, die ein Resultat der ethischen Erziehung und Selbstarbeit ist, aus Gewöhnung entsteht und in der Fähigkeit besteht, Handlungsentscheidungen zu treffen und mit Freude auszuführen, die das richtige Maß aufweisen
      • Tapferkeit (Verhalten zur Furcht)
      • Besonnenheit (Verhalten zur Lust)
      • Hexis: „Sich verhalten zu“
      • Lernen, in der richtigen Weise mit meinen Affekten umzugehen, richtiges Maß  Mitte (mesotes), wie es der Kluge (phronimos) bestimmt
      • Affekte sind nicht per se negativ, sondern unser Umgang mit ihnen
      • Affekte sind dem arationalen Bereich zugeordnet
      • Erwerb durch Übung und Gewöhnung  Lob und Tadel (Kindererziehung)  Erwerb der hexis (lat: habitus)
      • Wir sind für unsere Handlungen verantwortlich
    • 4 Ursachen-Lehre
      • Warum ist das? Bzw. Warum geschieht das?
      • „ Ursache“ Fehlübersetzung für „aition“ (das, was Schuld an etw. ist)
      • Causa formalis (Formursache). Weil es etw. gibt, das den Menschen zu einem so- und so strukturierten macht  Organisationsprinzip. Seele ist z.B. die Form von lebenden Dingen
      • Causa materialis (Materialursache). Weil der Mensch aus Fleisch und Knochen ist
      • Causa efficiens (Wirkursache). Weil er von Dingen gleicher Art gezeugt wurde
      • Causa finalis (Zweck- oder Zielursache). Weil das letzte und oberste Ziel des Menschen die Eudaimonia ist
    • 4 Ursachen-Lehre  Polis
      • Causa formalis (Formursache). Verfasstheit als Ordnung der Polis in Bezug auf Ämter. Politeia als Organisationsprinzip der polis
      • Causa materialis (Materialursache). Bürger (erwachsene, begüterte, freie Männer, die Söhne von Polis-Mitgliedern sind)
      • Causa efficiens (Wirkursache). Politiker/Gesetzgeber stellen Gesetze her und halten diese aufrecht
      • Causa finalis (Zweck- oder Zielursache). Herstellung des individuellen und kollektiven Glücks
    • Verfassung
      • Verfassungskriterien:
        • Qualitative: Zu wessen Nutzen
        • Quantitative: Wieviele Personen herrschen?
      • Naturbezug der Polis
        • Als natürlicher Zusammenschluß von Menschen
        • Der Mensch ist ein Lebewesen, das seiner Natur nach auf einen politischen Zusammenschluß aus ist (zoon politikon)
          • Sprachfähigkeit
          • Kommunikation als naturgegebener Zweck der Sprache
      • Mit der Polis liegt Autarkie (Selbstgenügsamkeit) vor
      • Aufeinander angewiesen sein: Mann + Frau (Reproduktion), Hausgemeinschaft (oikonomia),  Dorf  Polis (Überleben)
      • Polis als Artefakte: Politische Fertigkeiten sind Teil der Natur des Menschen
    • Verfassung Demokratie Oligarchie / Plutokratie Tyrannis Schlechte politai (zum Nutzen nur der Herrschenden) Politie Aristokratie (nur die charakterlich und intellektuell Besten herrschen) Königsherrschaft (basileia) Gute politai (zum Gemeinsamen Nutzen/Nutzen der Beherrschten) Mehr/viele Herrschende Wenige Herrschende Ein Herrscher Zahl der Herrschenden
    • Verfassung
      • „ die beste Verfassung ist diejenige, durch welche der Staat am meisten glücklich (eudaimon) wird, aber Glück ist ohne charakterliche Exzellenz unmöglich“
      • Aristokratie stellt den fast unerreichbaren Standard der besten Verfaßtheit dar, während die Politie den realistischeren Standard einer möglichst guten Verfaßtheit darstellt
      • „ wenn endlich die Mehrzahl des Volkes den Staat mit Rücksicht auf das gemeinwohl verwaltet, so wird dies mit dem gemeinsamen Namen aller Verfassungen, nämlich „politeia“ benannt
      • „ der Staat entsteht um des bloßen Lebens willen, aber besteht um des vollkommenen Lebens willen“ (Pol)
      • „ das Endziel des Staates ist jedoch die Vollkommenheit des Lebens“ (Pol)
      • Zweck des Staates ist das vollkommene und sich selbst genügende Leben  ein glückseliges und gutes Leben
      • Staat ist Endziel – wie Natur das Endziel ist
    • Teleologie
      • Alles was geschieht, geschieht um eines nat. Ziels willen
      • Hauptprinzip für die Erklärung der ganzen Welt
        • Annahme eines umfassenden kosmischen Prinzips
        • Mensch als Ziel/Mittelpunkt der sublunaren Welt
        • Welt ist insgesamt gut geordnet
      • Argument der Regelmäßigkeit: Zu beobachtende Regelmäßigkeiten sind durch Zufälle nicht erklärbar
      • Argument von der Natur-Kunst-Analogie: Kunst vervollkommnet die Natur dort, wo die Natur sich nicht selbst vollenden kann, Kunst ahmt Natur nach
        • „ die Natur aber verteilt immer – wie ein vernünftiger Mensch – ein jedes Ding an denjenigen, der es gebrauchen kann. Denn es ist angemessener, dem, der Flötenspieler ist, Flöten zu geben, als den, der eine Flöte hat, zum Flötenspieler zu machen“ (de partibus animalium)
      • Argument vom Zielgerichteten Tun nichtrationaler Lebewesen (Ameisen, Bienen)
      • Argument vom Fehler: Fehler gibt es nur als Abweichungen von Normen
      • Anthropozentrische Teleologie: Pflanzen sind der Tiere wegen da und die Tiere der Menschen wegen
    • Theologie
      • Kosmol. Gottesbeweis: UBW
      • Erstes Prinzip, das seiner ousia nach energeia, ewig, immateriell, unveränderlich und unbewegt ist
      • Theos ist kein personaler Gott, der als Akteur oder Schöpfer agiert
      • UB als causa finalis, indem alles danach strebt, von solcher ewiger energeia zu sein (Fixsterne  Kreisbewegung, Lebewesen  Fortpflanzung, Mensch  geistiges Erfassen)
      • UB bewegt als Geliebtes