Your SlideShare is downloading. ×
  • Like
MBM 28 - Kulturtaschenbuch Personen auf Myra
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Thanks for flagging this SlideShare!

Oops! An error has occurred.

×

Now you can save presentations on your phone or tablet

Available for both IPhone and Android

Text the download link to your phone

Standard text messaging rates apply

MBM 28 - Kulturtaschenbuch Personen auf Myra

  • 421 views
Published

Bald 2000 Personen, myranische Figuren, aus der Gegenwart und Vergangenheit des SharedWorld Projekts "Myra" enthält die Große Enzyklopädie Myras, die online als "MyraPedia" zu finden ist. …

Bald 2000 Personen, myranische Figuren, aus der Gegenwart und Vergangenheit des SharedWorld Projekts "Myra" enthält die Große Enzyklopädie Myras, die online als "MyraPedia" zu finden ist.

Dieses Mitteilungsblatt von Myra (MBM) 28, das Kulturtaschenbuch "Personen auf Myra", stellt die wichtigsten vor.

Published in Entertainment & Humor
  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Be the first to comment
    Be the first to like this
No Downloads

Views

Total Views
421
On SlideShare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
0

Actions

Shares
Downloads
0
Comments
0
Likes
0

Embeds 0

No embeds

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
    No notes for slide

Transcript

  • 1. 1 MBM 28Kulturtaschenbuch Personen Myras Verein der Freunde Myras VFM e.V.
  • 2. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras InhaltAllgemeine Kultur - 304 Herrschende von A-Z (aus der MyraPedia)Karcanon - 6162 Artabras Gontabrion – irgendwo um das Grüne Meer64 Borgon Dyl – Wichtige Personen in Borgon Dyl65 - Albran von Meeryn und Barlam von Magnadon65 - Mardon yKarthar66 - Tamjilarna nErijit die Ältere70 Karalo-Floran – Prinz Xyar72 Silur – Heraldik: Die Wappen der Familien SilursGwynddor -7475 Melanior – Sorethion, Gross-Tharn von MelaniorZhaketia - 7677 Irgendwo in Zhaketia: Personelle Veränderungen78 Cyrannia – Maleskari von Jhanar und die Entstehung von Cyrannia79 Kwyyn – Mictlahaumoc, der Führer des Konzils.80 Zakopane – Die bekanntesten derzeit lebenden Kobolde ZakopanesKiombael - 9293 Tarn-A-Tuuk: Bedeutende Persönlichkeiten des ReichesNykerien - 121122 Zerathon: Zhum allgemeinen Weessen dez intelligenten Schlangenwezhens123 - Reichsherold Xiaralass124 - Eerzmagier Xarzeth125 - Hohepriesterin126 - ReichsmarschällinNachwort129 Über das Titelbild.129 Geleitwort des Herausgebers WGWIMPRESSUM: Das MBM ist eine interne Veröffentlichung des Vereins der Freunde Myras VFMeV; Hg. Von Wolfgang G. Wettach für den VFM eV, Postfach 2747, D-72017 Tübingen. Redaktiondieser Ausgabe: WGW. Titelbild von Carol Heyer, www.carolheyer.com, used with permis-sion.Weitere Bilder soweit gekennzeichnet als Bildzitate aus der Mythor-Serie (FairUse), sonst„Made for Myra“. Details zu den Bildern unter http://myrapedia.eu beim Stichwort. Erschienen09/2011
  • 3. 3ALL G E M E IN K U L T U R (Bild: Jenny Dolfen, used with permission)
  • 4. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Herrschende von A-Z (aus der MyraPedia, verantwortet von Iras Cignavojo, Weltchronist) http://myra.wikia.com/wiki/Kategorie:HerrscherAAbjator-Amon - Herrscher des Roten Reiches Vagonya im Altertum im heutigen+Asylia-Archipel, der sich in den Verhandlungen von Paxatha dem GroßkönigNimrod von +Alorr anschloß.Segment: Karnicon - Reich: Alorr - Provinz: Vagonya - Person: Abjator-Amon - Myra-Fundort:3/39Achaios Chorax – HER. Herrscher und Leiter der ehemaligen PurpurnenBruderschaft 409/410, davor und danach Erster Admiral der Bruderschaft, von demGerüchte sagen, er habe sich für den Bagunda-Krieg bezahlen lassen. Seit demManifest von Chalkis (siehe +Akrochalkis) von den Landgebieten der altenBruderschaft (heute +Antharlan) getrennt, ist er seither als Erster Admiral auchGründer und +Archon der neuen Purpurnen Bruderschaft, die man auch NeueBruderschaft nennt, mit Sitz in der +Akrohelion von Nova Helion, in der ehemaligenStrategie Rhespukoe am Rande des Waldes von +Aran.Segment: Karcanon - Reich: Purpurne Bruderschaft - Provinz: Rhespukoe - Name: Chorax,AchaiosAdesus Ducates - (auch Adez Ducatez) - Ehemals Herrscher Bakanasans alsProtector Maximus und Consul, chnumgläubig. Löste auf Drängen des Senats denalten Imperator +Fraxinus Excelsior ab und beendete damit die Tyrannei der Orcan-Sekte. Starb auf Silur in der Zweiten Lichtliga.Segment: Karcanon - Reich: Bakanasan - Provinz: Midlifee - Name: Ducates, Adesus - Myra-Fundort: 11/92-99Adompah von Sothath - HER - Adompah ist der König und damit Herrscher von Ataris aufKarcanon, in der Nachfolge von Akramon von Ataris und Attarus von Ataris, der seinerseits nochvon Kig Ironwolf eingesetzt worden war. Seine Einsetzung als Herrscher beendete zugleich denBürgerkrieg von Ataris, der lange Jahre zwischen dem kämpferischen Machairas unter Gomont vonAtaris und dem dekadenten Ophis unter Akramon ausgetragen worden war.Adompahs Heimat Sothath liegt an der Grenze zu den derzeit noch von Borgon-Dyl besetztenGebieten von Ataris, die dort Machairan-Dyl genannt werden.Segment: Karcanon - Reich: Ataris - Name: Adompah von Sothath - Myra-Fundort: 10/?,, WB9/12
  • 5. 5Agon von Kartan - HER . Herrscher von Kartan auf Ysatinga, Absolvent derSchwarzen Schule von Zar, regionaler Stellvertreter der Dunklen Union (DU) aufYsatinga, Meister der Mörderbienen als Leitender Untergebener des Hochlords derFinsternis, Zardos, des Herrn der Mörderbienen.Agon ist ein Anhänger des Dämonen Orkon, der Dämon der Schrecken genanntwird. Die regionale Organisation der DU auf Ysatinga ist darum der Bund derOrkongläubigen, BdO.Agril Dorilee IV. - HER. Grosskönig von +Avaraidon, um 412 gestorben und vonseinem Sohn Elkrin Dorilee nachgefolgt.Segment: Corigani - Reich: Avaraidon - Name: Agril Dorilee IV.Ajax Julie von Padavia war während der bagundisch-bakanasanischen Kriege einlapathischer Offizier in bagundischen Diensten im Rang des Obristen als General der11.Kavallerie. Da er aus dem ophitischen Lapathien stammte, wurde er nach der"Befreiung" der Stadt Papaver am Rhud zum Grafen von Padavia mit Sitz in Papavereingesetzt. Allerdings fiel Papaver nur allzu bald wieder an Bakanasan. Ajax Juliewurde im Zuge derselben bakanasanischen Offensive bei einer Aufklärungsmissiondurch den General und Proconsul des bakanasanischen Lapathien, Lucius Thymian,gefangen genommen. Später unter anderem auf Vermittlung des karalo-floranischenFriedensministers und späteren Kaisers Bofri auf Ehrenwort frei gelassen, um seineHeimat gegen Angriffe der damals chnumfeindlichen Purpurnen Bruderschaft unterValdran yr Rautha zu verteidigen, stieg er schliesslich sogar an Stelle des dafürdesignierten Bofri zum Lordkanzler von Bagunda als Nachfolger Marco BaaranBadullas auf. Davon handelt auch eine ihm gewidmete Strophe im bekanntenBakanasanischen Lied von Sextus Severus: "Bakanasan geht vor die Hunde".Er ist um 425 Erzherzog von Lapathia und damit Herrscher des heute relativunabhängigen, ehemals bagundischen, Lapathien.Kurzbiografie: Geboren wurde der spätere Graf von Padavia im Jahre 374 als AjaxJulie Nowabaranya auf einem großen Gutshof in Zentral-Lapathien. Die Mutterstammte von Balad Julie von Lapathia ab, einem berühmten Stadtherren aus derFrühzeit der Stadt; der Vater war ein wohl angesehener und wohlhabender Freibauer.Die Familie pflegte ein lapathisches Nationalbewusstsein und lehnte diebakanasanische Fremdherrschaft ab. Im Jahre 393 geriet Ajax älterer Bruder Tan ineiner Taverne in Streit mit einem bakanasanischen Soldaten und wurde von diesemerstochen. Durch seine Forderung nach Gerechtigkeit fiel der Vater in Ungnade; bis396 verloren die Nowabaranjas die Hälfte des Familienvermögen. Ajax ging in denUntergrund und schloss sich nacheinander verschiedenen Befreiungsorganisationenan. In dieser Zeit legte er aus Gründen der Sicherheit auch den väterlichenFamiliennamen ab und nahm den häufigeren der Familie seiner Mutter an. Fortannannte er sich Ajax Julie.
  • 6. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasUnter diesem Namen erwarb er sich im Laufe der nächsten Jahre eine gewisseBerühmtheit. Schließlich ging er um 402 ins Exil nach Bagunda, wo er sich derGruppe um Thomas Kyrill anschloss. Wie die meisten anderen aus dieser Gruppe,trat er unter General Badulla in die bagundische Armee ein und machte schnellKarriere. Sehr bald erwarb er auch das besondere Vertrauen von Thomas Kyrill.405 heiratete Ajax Julie in Bagunda eine andere Exilantin, Sarah Vahrenly, Tochtereines Kaufmanns aus Papaver, die ebenfalls in der bagundischen Armee Dienst tat.Ein Jahr später trat er als eines der ersten Mitglieder in die von Badulla gegründeteGeheimorganisation des "Goldenen Ordens" ein, in dem er schließlich bis zumTafelpräsidenten für das ophische Lapathien aufstieg.Während des so genannten "Befreiungskrieges" gegen Bakanasan tat sich der ObristAjax Julie durch besonderen Wagemut hervor, gepaart mit der Fähigkeit, diejeweilige taktische und strategische Situation schnell richtig einzuschätzen undentsprechend zu agieren und reagieren. Die Truppen unter seinem Befehl drangen amweitesten nach Ophis vor.Dies und seine besonderen Verdienste bei der Befreiung Lapathiens führten dazu,dass Thomas Kyrill, nachdem er Thomas Erzherzog von Lapathien geworden war,Ajax die Grafschaft Padavia als Lehen übertrug. Als besondere Ehrung für seinenMut im Kampf gegen Bakanasan wurde er in Bagunda zum "Ritter der Königin"ernanntAb 407 regierte Ajax die Grafschaft Padavia mit dem Hauptort Papaver. BereitsEnde 408 jedoch wurde der größte Teil dieser Grafschaft einschließlich Papaversdurch Bakanasan zurückerobert. Dabei fielen mehrere Tausend bagundischer Ritteroder kamen in Gefangenschaft; ebenso erging es der Stadtwache von Papaver unterdem Kommando von Ajax Frau Sarah Julie Varrenly.In der Folge wurde Ajax Graf Julie von Padavia von Teilen der öffentlichenMeinung vorgeworfen, die Niederlage durch schlechte Amtsführung mit verschuldetzu haben. Die Hauptvorwürfe gründeten sich darauf, dass Ajax es versäumt habe,Berichten über marodierende Räuberbanden mit genügendem Nachdrucknachzugehen. Bei diesen Banden habe es sich ja offensichtlich um dieVerproviantierungstrupps der in Padavia versteckten bakanasanischen Einheitengehandelt. Ajax, der sich mittlerweile mit dem Rest seiner Reiterei nach Lapathiabegeben hatte, fühlte sich in dieser missgünstigen Atmosphäre sehr unwohl undübernahm daher freudig den Auftrag, mit einem Teil seiner Männer an die Grenzezurückzukehren und im Rahmen eines Patrouillenritts die Lage zu erkunden. Beieinem vereinbarten Rendezvous mit anderen Erkundungstruppen geriet er in denHinterhalt eines siebenfach stärkeren bakanasanischen Heeres und in bakanasanischeGefangenschaft.
  • 7. 7411 wurde er im Rahmen von Friedensverhandlungen auf Ehrenwort aus dieserGefangenschaft entlassen. Nach dem Rücktritt Marco Baaran Badullas alsLordkanzler wurde Ajax durch die Goldene Königin Kaganda Dimbula zumLordkanzler Bagundas und neuen Erzherzog Lapathiens ernannt, die damit bewußtden designierten Kaiser Bofri brüskierte, dem selbst die Erzherzogschaft in Aussichtgestellt worden war, die er kommissarisch bekleidete.Unter der Lordkanzlerschaft Ajax Julies kam es - im Rahmen verschiedenerFriedensschlüsse und Abkommen - zur Unabhängigkeit Lapathiens gegenüberBagunda.Ajsinje Sgajin Jasena - Die Herrscherin von Skadjera auf Zhaketia.Alawin II. - HER . Herrscher von Khal-Kottoni auf Corigani um 410 nP.Titel:Agroan von K.-K. - HST:Arnikan - Religion: Chnum - Ausrichtung:neutral-friedlichAlziras von Anakreon - HER - Alziras ist der Herrscher von Anakreon auf Coriganium 405 nP.Amosk Drakhan - In der Mitte des Jahres des Ankers 417 nP, eines Jahres derOrdnung, ist der bisherige Herrscher von +Art-Creole und Großmeister desRubinordens mit seiner ganzen Streitmacht von 3000 Ordensrittern verschwunden.Aufmerksame im fernen Rhyandi vermeldeten Erschütterungen der magischenEbene, die man mit dem Verschwinden in Zusammenhang bringt. Unter denfanatischen Anhängern des Ordens kursiert das Gerücht, daß der Rabengott +Artanpersönlich erschienen sei, um AmoskDrakhan und den Rubinorden an einen Ortzu bringen, wo er gebraucht würde.Tatsächlich ist der Rubinorden im Jahr derKrone 418 nP nahe der Burg +Cathai-Dain Kezunsea auf Karcanon aufgetaucht,und hat diese zwischen +Cubanar und demKeorapukur des +DileebAn umkäpfteBurg erobert und in Besitz genommen.Möglicherweise hat das damit zu tun, daßbei Cathai-Da die Mündung des geheimen+Argendor-Kanals von Zun vermutetwird.Segment: Karcanon – Reich:Cubanar – Provinz: Cathai-Da -Name: Amosk Drakhan - Myra-Fundort: WWB/18 (Bild rechts: Amuuk Min Ra; Made for Myra)
  • 8. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasAmuuk Min Ra -Personen - Herrscher von Keorapukur in der Wüste Zun vonKezunsea auf Karcanon, ab 416 n.P..Segment: Karcanon - Reich: Keorapukur - Person: Min Ra, AmuukAn-Liasca von Caer Ruadh - Die Herrscherin der Reiter von Iora alsRatsvorsitzende des Reiches auf Elorr um 420. Um die Ausbildung ihrer Nichtebemüht sie sich so, dass nur die besten Akademiemagier gerade teuer genug sind umderen Potential zu fördern.Segment: Kiombael - Reich: Iora - LeiterIn: An-Liasca - Myra-Fundort: Ki3/6Andraiuk II. - König von Ayland auf Gwynddor um 405 nP, der seinen Namen inAnlehnung an den letzten König Aylands im Altertum gewählt hat, der als Andraiukder Zornige in die Geschichte eingegangen ist.Segment: Gwynddor - Reich: AylandAndraiuk der Zornige - Ex-HER. König von Ayland im Altertum, um 140-110 vP,der Zeit seines Lebens mit der Magie der Hexe Quida und ihren Kreaturen zukämpfen hatte. Seine Tochter war die um 133 vP geborene Prinzessin +Allil. Durchdie Heirat seines Sohnes Iugon mit einer Tochter des Shallad Hadamur suchte er denFrieden für sein Land zu finden. Im Volksmärchen aus +Aurinia, "Vendre und dieHexe", ist Andraiuk der Vater des Prinzen Vendre, der die Hexe besiegt, und derPrinzessin +Allya, der Schönsten Frau der Welt.Andraiuk im Urteil eines Zeitgenossen: König Andraiuk, der Zornige ist ein vonvielen Schicksalsschlägen gezeichneter, geschlagener Mann. Er ist 45 Jahre alt,mittelgross und gedrungen, hat dunkles Haar und trägt einen Vollbart — wie es beiden Ays überhaupt Sitte ist, Barte zu tragen: um sein wahres Gesicht vor Dämonenzu verstecken und sich auf diese Weise davor zu schützen, es zu verlieren. DerKönig hat drei Kinder, Iugon ist mit 21 Sommern der älteste Sohn und somit derThronfolger. Aber er ist den schönen Künsten mehr zugetan als dem Schwert; er hatsich dem Musischen verschworen und glaubt sogar, mit seinem Gesang die Dun-kelmächte schlagen zu können.Zweitältester ist Verig, 15 Lenze, der da schon aus ganz anderem Holz geschnitztund so wild und „zornig" ist, wie es sein Vater in jungen Jahren war. Die TochterAllil ist elf. Nach ihr hatte Königin Sabri drei Totgeburten, die die Magier umAlamog alle dem Einfluss von Quidas Bösem Auge zuschreiben. Und nun hat Sabriwieder ein Mädchen geboren, das unter keinem guten Stern steht, denn das BöseAuge blinkte, als es seinen ersten Lebensschrei tat.Es darf nicht verwundern, wenn König Andraiuk unter solcher seelischer Belastungdie Waffen streckte, zumal der zum Shalladad tendierende Magier Drynon ihmprophezeite, dass sich alles zum Guten wenden würde, wenn Andraiuk ShalladHadamur als die Inkarnation des Lichtboten anerkenne. Der „Tod" des Gegen-Shallad Luxon erleichtert ihm die Entscheidung, doch Luxons „Wiedergeburt", diemit der Rückkehr von Yavus zusammenfällt, wirft ein völlig neues Licht auf dieAngelegenheit und lässt Andraiuks Widerstandsgeist aufkeimen.
  • 9. 9Segment: Gwynddor - Reich: Ayland - Name: Andraiuk - Mythor-Fundort: My61Anian Turcas war Dux von Antalien auf Karcanon, dann Vizekönig vonTharlan und schliesslich König von Antharlan unter Kaiser Bofri. Er wirdwegen der Zusammenarbeit mit diesem in gewissen Kreisen auch als"Erzverräter" bezeichnet. Bild: Das Kriegsbanner des Anian Turcas, made for MyraArThorn von Aldodwereiya - Ex-HER der Goldenen Sonnendrachen Als Wanderermit unbekanntem Ziel unterwegs, um den Goldenen Drachen des Glücks, Masfalas,zu befreien, der Legenden zufolge irgendwo im Blutigen Band gefangen liegen soll.Zuletzt wurde er in der Myra-Schule der Magier gesehen, in der MSM Esoteria, woer lange Jahre des Studiums zubrachte, um die Kunst des Runenschmiedens zuerlernen.Segment: Karcanon -Reich: Zertanien -Provinz: Desarachnia -Myra-Fundorte: 2/28,4/60, 6/67+74-77, 7/5,10/105-134, 12/61-66Argur von Solth - Pirat imAltertum . Anführer derPiraten von Thormain um125 vP, selbsternannter"König der Meere". Hatnur solange Macht über diePiraten, wie er ihnen Beuteverschaffen kann. Derwahre Herr Thormains istsein ScharfrichterWelleynn.Segment: Rodebran- Reich: Thormain- LeiterIn: Argurvon Solth -Mythor-Fundort:My15/46(Bild: Argur von Solth und seinScharfrichter Welleynn amThron von Thormain. Bild:Helmut Pesch, My16 S.9)
  • 10. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasArtabat XII - HER. Herrscher (Erster Geschichtsschreiber) von Artakakima.Zwischen +Aaron und Tellish auch eine kurze Zeit lang Segmentshüter vonKarnicon. Setzte den in dieser Zeit als +Artabat XIII regierenden Odono Niades beiseiner Rückkehr ab.Segment: Karnicon - Reich: Artakakima - LeiterIn: Artabat XII - Myra-Fundort:6/96Artaur Chemnos - Ex-HERGenannt "Der Goldene". Ein Piratenkönig, der Archon der Purpurne Bruderschaftgenannten Seemacht, deren Einflussgebiet sich von Helion aus über die ganzeRegion erstreckte, die man Grünes Meer nennt, von Antalien über die Inseln bisTharlan, aber auch von Chairedia bis nach Nova Helion in Rhespukoe.Nerus Chemnos und Antal Chemnos sind seine Nachkommen, aber wohl auchChaireddin de Valmore, der bei Artaurs Tod im Jahr 404 sein Nachfolger als Archonder Purpurnen Bruderschaft wurde.Segment: Karcanon - Reich: Purpurne Bruderschaft - Name: Artaur ChemnosArus Ur Eklas - Der Feuerhund Seths ist nebenZardos einer der letzten Hochlords derFinsternis, er war zuständig für die regionaleAbteilung der Dunklen Union DU auf Corigani,wobei der DU Zardos vorsteht. Beide scheinensich aber halbwegs zu verstehen. Zumindestensgab es noch keine nenneswerten Konflikte, diean die Öffentlichkeit gedrungen wären.Im Jahr des Feuers 407 hatte Arus eineMachtfülle, die ganz Myra veränderte.Ausgehend von Wergolost, dem Urreich derWergols auf Corigani hat er Wergols auf fastalle anderen Segmente gebracht und dortzahllose Vulkane ausbrechen lassen. Seither istSeths auserwähltes Volk auf dem Vormarschund zahllose neue Reiche entstanden.Allerdings haben die meisten seiner Anhängerschon seit vielen Jahren nichts mehr von ihmgehört. Jedoch gab es um 420 Gerüchte, dasssich ein gewisser Arus Ur Eklas bei den Wergols von Salkerusura aufhalte.Segment: Corigani - Reich: Wergolost - Myra-Fundort: WB1/1,16,25
  • 11. 11Arwik - Herrscher/Herzog- Arwik ist der Name eines Menschen, der in oder naheder Düsterzone gelebt hat. Er war der letzte Herzog des heute zerstörten Noringyr.Viel ist über ihn nicht bekannt. Aber unter seiner Herrschaft beschwor der 19.Coalan den spinnenartigen Dämonen Arach, der schließlich auch für sein Endeverantwortlich war.Ashar Dunkelstern - HER und Hadschid. Der Herrscher von Ersor und Herzog vonSalonien ist der Leiter des vermutlich kleinsten Reiches von Dunkelelfen auf derOberwelt Myras, also ausserhalb von Shanatan und Nebenan und diesseits vonMagischen Toren nach DAralan, Ascar oder Siraidon.Er stammt aus der Innenwelt, aus dem Reich der Dunkelelfen von Shanatan, und wiealle Männer hat er die Möglichkeit, selbst Herrscher eines eigenen Gebietes zuwerden, nur ausserhalb an der Oberwelt gesehen. Begleitet von dem Heerführerseiner Elitekrieger, General Erain Scharfspeer, kam er an die Oberwelt durch das Torvon Silur in den 5 Jahren nach dem Jahr des Feuers 407 bis zum Jahr des Drachen412.Während der Besetzung Silurs war es Ashar, dessen Dunkelelfen in der HauptstadtSilurs, in Belfalas selbst sassen, während die Provinz Ersor die Heimat der Buka-Boos unter Garol Dumossa war. Als dieser als erstes eine Abzugsvereinbarung trafund von Silur ging, rückten die Dunkelelfen Ashars von Belfalas nach Salonienhoch, und setzten sich zum Teil schon vor dem Kampf um Belfalas dort fest, umeinen festen Stützpunkt zu behalten.Über das Äussere des großen Magiers der Finsternis existiert folgender Bericht einesLamonten, der behauptet jemand getroffen zu haben, der jemand kannte, der alsHändler und Zulieferer der Dunkelelfen eine Audienz bei Ashar überlebte ihnfolgendermassen beschrieb: "Der Herrscher sass auf seinem Thron, der von einem blassen, fast bläulichen Grau war, als wäre er aus Eis aus dem Boden gewachsen, die Enden der Armlehnen in der Art von Köpfen oder Schädeln geformt. Er selbst hatte kaum mehr Farbe im Gesicht als das eisgrau des Throns, tatsächlich war er fast weiss, als hätten weder er noch seine Vorfahren die Sonne je selbst auf der Haut gespürt. Seine langen Haare waren von strahlendem Weiss und standen damit in einem fast leuchtenden Kontrast, ausserdem standen sie eher wild in Strähnen von seinem Kopfe ab, als habe er sich zuvor über etwas so erregt dass er ins Schwitzen gekommen war. Sein feuerroter Herrschermantel mit dem schwarzen, sechseckigen Spinnennetz darauf lag dieses Mal achtlos über einer Seitenlehne des Throns. Stahlgrau wie ein gut geschliffenes Schwert und das Licht der Fackeln ebenso wie ein solches reflektierend seine Augen, mit denen er mich ansah. Seine dünnen Lippen ware so blass wie der Rest seines Gesichts, ob sie überhaupt einen rötlichen Ton hatten könnte ich aus der Entfernung gar nicht sagen. Er trug eine eher dunkle etwa hüftlange Robe von der blauroten Farbe schweren Weins. Sein Körper? War schon eher kräftig und muskulös, aber er machte nicht den Eindruck als würde er die Muskeln zu viel anderem brauchen als die Anstrengungen der Magie zu verkraften." ―Unbekannter Händler [Quelle]Segment: Karcanon - Reich: Ersor - Name: Hadschid Ashar Dunkelstern
  • 12. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasAsmilai - Haryien-Herrscherin im Altertum . Stockherrin und Hohepriesterin derNesfar-Haryien in der Schattenzone. Versuchte, kurz vor +Allumeddon den HeldenMythor zum Haryion (männlicher Titularherrscher) der Nesfar zu machen, indem sieihn in ein magisches Skelett lockte, wo ihn die Geister der früheren Haryionefesthalten und wo sie unsterblich sind, solange das Skelett besteht. Mythor gelang es,sich aus dem Bann zu befreien. Der Nesfar-Haryien Stock wurde in der Folge vonden angreifenden Zaron-Haryien und den Shrouks zerstört, Asmilai galt als getötet,wurde jedoch zu Allumeddon vom Geist der Harpyiengöttin Pottundy beseelt. ZuBeginn des des Dunklen Zeitalters zog sie nach Machairas, um auf Karcanon eineigenes Reich der Harpyien aufzubauen.Segment: Blutband - Reich: Harpyienland - Mythor-Fundort: My104/47, My107Avanathus - Königstroll, Bewahrer des Wissens, Bewacher des Lichts, Herrscherüber das Reich Stelomar, den Schwertstern. Etwas größer als gewöhnliche Trolle, inihren Augen daher imposante Erscheinung. Verteidigt den Schwertstern in denTagen vor Allumeddon gegen den finsteren Xandor Capotentil. Überlebt dieVernichtung des Schwertsterns durch Xatan an Bord der Luscuma. Sein Schicksal zuAllumeddon ist ungeklärt, vielleicht könnte Kuk, sein engster Vertrauter, mehrdarüber wissen.Segment: Rodebran - Reich: Stelomar - LeiterIn: Avanathus - Mythor-Fundort:My137/12Averlan von Kelani - (Ex-)HERDer (ehemalige) Herrscher von Rest-Kelani als aus der Not geborener Nachfolgeroder zunächst Stellvertreter der KöniginGalee von Kelani, residierte bis 422 nP inBurg Ydishall, deren Graf Shain vher Ghadan sein Stellvertreter und Nachfolgerwurde.Avictor - der Zzar von Xyar-Karan. Als Adeliger aus dem Haus Xyar heiratete erPrinzessin Schomerona, die Tochter des karalischen Königs Carallo XXXVI. AlsSchwiegersohn des Königs musste er erleben, wie er in der Harrschaft des ReichesKaralo-Floran übergangen wurde - seine jüngere Tochter, Prinzessin Edueriva, wares, die an der Stelle des kranken Königs nach seinem Wunsch das Reich regierensollte und dies auch tat - bis zu dem Moment, da Avictor gegen seine Tochterputschte.Avictor nannte sich nicht König, sondern Zzar, ein xyarischer Ausdruck fürGrosskönig. Das Reich nannte er in Xyar-Karan um. Auch Avictor konnte sich nichtewig an der Macht halten. Gestützt auf den alten Reichshohepriester Zewarattversuchte er einen Nur-Chnum Kurs zu fahren. Bei einer Parlamentswahl verlorendie streng chnumgläubigen Parteien aber so starke Anteile, dass Avictor das alsVotum gegen sich und seine Politik verstand. es brauchte nur noch die Befreiungseiner Töchter aus ihrem Hausarrest durch den Söldner Nadoor und ihre ausrufungzur Königin durch den Friedensminister Bofri von Domtrayi, um Avictor aus demAmt zu vertreiben - und das Reich wieder zu Karalo-Floran zu machen.
  • 13. 13Neben seinen beiden Töchtern mit Schomerona, Cartimandua und Edueriva, wirdAvictor noch der junge Prinz Xyar zugeschrieben, den er mit einer Fee aus demWald von Mannar gezeugt haben will.AvortAn lonra Mor - Der oberste Lonra, oder Waldhüter, also der Herrscher vonLonador um 405 n.P., der in der Hauptstadt Minga residierte, als Lonador noch nurein kleines eher isoliertes Waldreich war. Er brachte Lonador in die LIFE Corigani,erst nach seiner Regierungszeit aber, unter der Herrschaft des Geowynn, wuchsen diebeiden Waldreiche der Insel Taphalon, das von Shawnasseh geleitete NachbarreichTaphanac und Lonador, zusammen. BBarn-taak - diese Bezeichnung vereinigt in sich Name und Titel des Herrschers desReiches Tarn-A-tuuk aus Kiombael. Barn ist der Name des Clans, aus dem erstammt, taak ist die Kurzform des Titels Tuuk-Or-taak, der soviel bedeutet wie"Edler Behüter des Reiches des Lebens".Basiley - König des neutralen LichtreichsSavalon auf Gwynddor.Segment: Gwynddor - Reich: Savalon -Myra-Fundort: 17/92Baxar - HER, (sprich "Bascharr") .Herrscher von +Alizas Heiliger Tempel(AHT), der Wüste von +Aht.Segment: Gwynddor - Reich: Aht - Myra-Fundort: 17/90Berberi - Königin von Erron am Ende des+Altertums im heutigen Gwynddor. Siewar eine der Töchter des ShalladHadamur. Reiste am liebsten mit ihremLeibkoch Secubo, dem Koch der Könige.Segment: Gwynddor - Reich: Erron - Mythor-Fundort:My70Berife - Königin von Anola am Ende des+Altertums im heutigen Gwynddor. Siewar eine der Töchter des ShalladHadamur.Segment: Gwynddor - Reich: Anola - Mythor-Fundort: My80
  • 14. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras (Bild vorige Seite: Königin Berberi, von Jochen Fortmann für Mythor 80)BobloBob di Dbompoa - HER - Herrscher von Woaldiblibdool Toa, dem Reich derKuor-Toas, das im tiefen Krakenmeer Kiombaels liegt.Segment: Kiombael - Reich: Woaldiblibdool Toa - LeiterIn: BobloBob - Myra-Fundorte: 23/100, MBKi1/20Bofri von Domtrayi - war Erzherzog und Friedensminister, Markgraf vonPhialeia(Buganda), Graf von Anthrizia, Erzherzog von +Gorgon. Angeblich Vaterdes unehelichen Karalo-Floranischen Kronprinzen +Florian.So stellte sich sein Leben 412 n.P. aus Sicht eines zeitgenössischen Historikers dar: Dieser Abschnitt ist aus der Sicht eines Bewohners von Myra geschrieben und daherHinweis: notwendigerweise subjektiv."Mit Hilfe Eduerivas will der ehrgeizige Bofri zum Kaiser Karcanons von ChnumsGnaden werden. Dazu müsste er von einer königlichen Person, zum BeispielKaganda Dimbula, adoptiert werden, und Edueriva heiraten. Er will sich in der Gunstder Welt dadurch erhöhen, dass er Frieden stiftet und sich zum Protektorchnumgläubiger Gebiete (z.B. Antharlan) macht. Nachdem seine Chancen aufLordkanzleramt Bagundas und Premier und Krone Lapathiens gesunken sind, will ernun als Leiter der Lichtliga zum Lumeyn, zum Lichtkönig werden. Als Kaiser von+Katuum von Taron don Umn und von Ragall von +Silur anerkannt."Heute als Kaiser heisst er "Bofri von Karcanon" - zwischenzeitlich Bofri von GorgonSegment: Karcanon - Reich: Kaiserreich Karcanon - Provinz: Chalkis - LeiterIn: Bofri von Karcanon - Myra-Fundort:1/11, C50/93Bogo der Söldner - HER - Herrscher von Midlikor, so berühmt wie berüchtigt. SeineGeschichte muss eines Tages noch geschrieben werden, auch wenn es scheint, als seisie schon weitgehend bis zum Ende gelebt worden.Bogo war der oberste Heerführer von Midlifee als dies noch ein eigenständigesReich unter Ermobaron dem Prächtigen im Ophis von Karcanon war. AlsErmobaron, von sieben Heeren aus Bakanasan unter der Führung von KaiserWachholder XXIV eingekreist, sein Reich aufgab und an das Kaiserreich Bakanasananschloss, weil ihm für friedlichen Anschluss die Führung einer größeren Provinznamens Midlifee angeboten worden war, brachte das Bogo so in Rage, dass er einenkleinen Putsch machte: Er nahm seine Reiter und den Reichsschatz Midlifees, brachdurch den bakansanischen Belagerungsring mit Gewalt durch und schlug sich insHochland der Berge von Tisark, wo er mit dem geraubten (oder gerettetem)Reichsschatz die Festung Theineor errichtete, Kern und Zentrum seines neuenSöldnerreiches Midlikor - das einige Jahre später unter dem Ansturm von Subarashiund Pottuvil nachgeben musste.
  • 15. 15Der gewaltsame Ausbruch Bogos brachte Ermobaron übrigens um seinen Preis fürdie friedliche Übergabe Midlifees. Nach Jahren des Hausarrests ist er nun ein freierMann in Crisis, aber noch immer ist ein anderer der Proconsul von Midlifee.Segment: Karcanon - Reich: Midlikor - Provinz: Theineor - Name: Bogo vonMidlikor - Myra-Fundort: 17/36Bothir Bathun - Usurpator 331-332 n.P.; Erschlagen durch Fjannok; davorHochpriester in Akahim. Gerüchten zu Folge stand er in seinen letzten Jahren unterdem Einfluß des Dämons Achar.Segment: Corigani - Reich: Wu Ya ShanBrandur der Weise - Herrscher von Silur, dem Inselreich im Machairas vonKarcanon. Als Schüler der Magierschule, der MSM Esoteria, nutzte er die dorterworbene Weisheit, um sein Reich zu führen. Sein Sohn, Prinz Marc, wurde alsMarcor, Brandurs Sohn, sein Nachfolger.Segment: Karcanon - Reich: Silur - Myra-Fundort: MBM27/9Bredan ORaigg - Herrscher des Reiches Scariza im Bund der freien HandelsstädteZhaketias auf Zhaketia. (Dargestellt in den folgenden beiden Bildern, Made for Myra)
  • 16. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras
  • 17. 17Bruder Baronac - Hf - Ordensmeister des +Ordens der Roten Sonne, ein Paladindes Caponar (Catpoc), stammt Baronac nicht von Karcanon, sondern ist mit seinemHeer weit aus Peristera gekommen. Seine Hauptgegnerin ist Marlilith, derenLieblinge, die Riesenspinnen oder Yyssk, er aus Desarachnia vertrieben hat und dieer auch im Jahr der Spinne 413 nP bekämpft.Im Jahr 419 nP tauchte erstmals das Gerücht auf, der Orden stamme von demgeheimnisvollen Kleinkontinent Erendyra, und würde von dort in den nächstenJahren weitere Unterstützung erhalten.Segment: Karcanon - Reich: Zertanien - Provinz: Desarachnia - Name: Bruder BaronacBrutus der Blutgierige - Das "Reich der Nacht", wie Quardox sich auch gernnannte, tauchte in den Jahren 409/410 nP erstmals in den Chroniken von Yhllgordauf. Von seiner Hauptstadt TharTheinan aus, deren Lage unbekannt ist, kamen dieQuardoken unter der Führung von Brutus, der sich Brutus der Blutgierige nannte, alsInvasoren nach Yhllgord und schlugen sich auf die Seite der Finsternis mitRhyganier, NuUkahane, Persisthan und dem Reich des Arus Ur Eklas.Segment: Yhllgord - Reich: Quardox - LeiterIn: Brutus der Blutgierige - Myra-Fundort: MBY4/29-39Bulasar - HER - König von Ayland im heutigen Gwynddor im AltertumMythor-Fundort: 61 CCaeryll - Eine der schillerndsten Personen im Altertum. Herrscher auf Caer, der um625 vP Airon und Yortomen eroberte und Caer angliederte. Als Alptraumrittermachte er sich auf den Weg von Elvening zur fliegenden Stadt Carlumen.Als MANN CAERYLL ist er in der Ophiswelt der Hexe Vanga die eine Ausnahmevon der Regel dass Männer schwach und nichts wert sind. Darum beschäftigen sichviele weise Frauen in Vanga auch nach seinem Verschwinden mit ihm. Die HexeVilge bezeichnet sich als Caeryll-Kundige und Caeryll-Forscherin. Auf Burg Nareinauf Ganzak gibt es eine eigene Caeryll-Bibliothek mit dem über ihnzusammengetragenen Wissen - und ein Teil davon sollte mit der Zeit auch den Wegin die MyraPedia finden.Segment: Rodebran - Reich: Tainnia - Myra-Fundort: 22/6
  • 18. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasCallawyn - HER - Erster Herzog von Elvinon im Altertum, als Vorfahr des letztenHerzogs Krude, der zur Zeit des Kometensohns Mythor dort am Ende des Altertumsregierte, und der Prinzessin Nyala von Elvinon.Als erster eroberte er die damalige dandamarische Raubritterburg und begann, dieStadt darum ausbauen lassen.Segment: Rodebran - Reich: Tainnia - Provinz: Elvinon - LeiterIn: Callawyn -Myra-Fundort: 15/120 - Mythor-Fundort: My1/34Calleria ri Gherit - HER - Anführerin der +ANTI von YsatingaSegment: Ysatinga - Reich: ANTI - LeiterIn: Gherit, Calleria riCemin - Weiser im Altertum - Einer der Sieben Weisen, die vor Allumeddon und imbeginnenden Dunklen Zeitalter das Land Sworgeda beherrschten. Cemin, der Namedes dritten Buchstaben im Alefbeyt von Vangor, ist letztlich ein angenommenerName, den ein König für Sieben Tage als Jünger des dritten der Sieben Weisen dannerhält, wenn er zum Nachfolger dieses Weisen wird.Segment: Yhllgord - Reich: Sworgeda - Mythor-Fundort: My177/8Chrralizz kor Sakkresch zharif nkash - Hohepriesterin der Zerathim. Chrralizzist 79 jahre alt (was bei einer Lebenserwartung von durchschnittlich etwa 200 Jahrenunter den "adligen" (Denjenigen mit Giftzähnen und Kobrafächer) etwa einer"Mittdreißigerin" entspricht ).Sie wuchs völlig abgeschottet von der restlichen Bevölkerung auf, wo sie sowohlvon spirituellen als auch weltlichen Lehrern unterrichtet wurde.Seit sie alt genug war zu verstehen, wurden ihr nicht nur die Rituale von Yhr undanderes spirituelles wis sen vermittelt, sie studierte auch auf eigenen Wunsch sämt-liche Aufzeichnungen ihrer Vor fahren um sich deren gesamtes Wissen über andereKulturen anzueignen. Nachdem sie das Studium der Vergangenheit beendet hatte,begann Ch´rralizz sich für die Auswir kungen der Gegenwart zu begeistern. Siekombinierte die wahr scheinlichsten Auswirkungen mit den unwahrscheinlichsten,um Optimale Ergebnisse zu erlangen.Ihr jüngstes Studium widmet sich dem Einfluss von lauten Geräuschen auf Personen.Insgesamt ist sie sehr an ihrer Umwelt interessiert.Sie hat angeblich einige Informanten unter der Bevölkerung, um jede Entwicklungder allgemeinen Meinung mitzubekommen. Auch unterhält sie gute Kontakte zuShorKhazan und den ihm untergebenen "wichtigen" Personen.Ch´rralizz dient ihm auch als Spir ituelle (und weltliche) Berater in. In ihrerAbwesenheit wird sie von einem, eigens von ihr ausgewähltem Priester ver treten,welcher somit ihr Sprachrohr bei Hofe ist. Abgeschieden und separat von anderenSchlangenmenschen aufgewachsen, sind ihr körper liche Kontakte nicht nur fremd,
  • 19. 19sondern auch unangenehm. Sie meidet (wenn möglich) Ansammlungen von Leuten,und eine persönliche Audienz bei ihr zu bekommen, ist (für "normale" Leute) fastunmöglich.Ihre wenigen Bediensteten sind grundsätzlich stumm, da sie die Stille sehr schätzt.Segment: Nykerien - Reich: Zerathim - Name: Chrralizz kor Sakkresch zharifnkash - Myra-Fundort: Ny6/20Chaireddin de Valmore – Ex-HER- (Dieser Artikel befasst sich mit Chaireddin deValmore. Für Chaireddin den Goldenen, den Pseudo-Chaireddin, siehe Andriskos ) -Archon, also Herrscher der Purpurnen Bruderschaft 404-408 als Nachfolger undSohn von Artaur Chemnos. Erbauer von ChairediaSegment: Karcanon - Reich: Purpurne Bruderschaft - Provinz: Chaireddia - Name:Chaireddin de ValmoreChaka der Wolf - Ex-HER - Herrscher der Karini auf Corigani um 405 nP. DieAblösung oder bei Tod Nachfolge des Herrschers wird durch in der Regel tödlicheDuelle geregelt, bei denen alles erlaubt ist was zum Kampf gehört - nicht aberMagie.Che von Nosverato - HZG. EinstHerzog Zertaniens unterGroßkönig (Padishah) Gortan, wieauch +Ara (der nach dessen Tod403 und bis zu seinem eigenenTod beim Putsch General Barak ylYassaras 406 n.P. selbst Padishahwurde). Dem Magier Mirandagelang es, Che zur Abkehr vonGortan und zur Gründung eineseigenen Reiches, Seekriastan, zuüberreden. Dieses in Alt-Ödland inder Nachbarschaft Cubanarsgelegene Kleinreich geriet durchdie Nachstellungen Gortansschnell in Abhängigkeit vonKeorapukur. Heute ist von Cheund seiner Runde des Schwarzsteins nichts weiter bekannt, sein Reich eine ProvinzKeorapukurs geworden.Segment: Karcanon - Reich: Zertanien - LeiterIn: Che von Nosverato - Myra-Fundort: WB9/15 (Bild: „Dark Man“ zeigt Che von Nosverato; von Franziska Schlosser)
  • 20. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasClarion von Ancarthabath - Magier. Aus der Wüste Zun stammend ist dieser Magierdes Lichts immer ein Schützling des Gottes der lichten Magier, Seeker, gewesen. Erwar auf Seiten des +Aprion dabei, als Ara der Mächtige Zertanien verlor, war selbstan der Trockenen Quelle des Suchers, wurde von Seeker nach Helion gesandt, um alsClarion von Helion mit Gmernon die freie Stadt und mit Ebed Zakeen von Haldornganz Rillanon gegen die Wergols des +Narg Exedron zu verteidigen. Er wagte selbstein Zauberduell gegen Narg und dessen Schamanen Nergal, verlor, konnte sich abernach Ysatinga retten, wo er mit Cavanope Tellara das Segment bewahrte. Als diesersein Amt auf- und an Yasar Teluvian abgab, zog sich auch Clarion zurück - wohl aufdas kleine Atoll Ancarthabath.Später wurde Clarion als Nachfolger des Philaias neuer Segmentshüter für Erendyra.Segment: Ysatinga - Reich: Ancarthabath - Name: Clarion von Ancarthabath - Myra-Fundort: RR4/28Corag - Ex-HER - Ein früherer Siktar (Herrscher) des Wüstenreiches Lutin auf+Corigani.Segment: Corigani - Reich: LutinCorrighain - Ein Herrscher Noringyrs (auf dem Gorganischen Kontinent) imAltertum (auch Corroghain genannt). Unter der Herrschaft von Herzog Corroghain,einem kämpferischen Menschen, sollte das Ende des einst reichen Mirhall kommen.Der Hass auf Schattenwesen und dunkle Mächte und die Gier nach Gold saßen sotief, dass er Mirhall angriff. Dank der hilfreichen Hinweise der Seherin von Mirhallkonnte der Herzog dieses Schattennest ausmerzen und reich mit Gold beladenheimkehren.Nach seiner Rückkehr verbot er zudem die Ausübung aller Arten vonMagie, da er diese für dunkel hielt.Corroghains Ende: Aber der Herzog konnte sich nicht lange seines Triumpheserfreuen. Denn noch im selben Jahr starb Corroghain an einer rätselhaften Krankheit.Manche sahen in diesem Ereignis einen Fluch der von ihm niedergemetzeltenMirhaller. DDaehsquinn – Der Rattenkaiser von Squärdrumen auf Kiombael um 420 n.P.Dakra - Der Astra, der Herrscher von Astragon auf Gwynddor um 404 bis 407 nP,als Vorgänger des Talak Ian. .
  • 21. 21Dalyna - Valeas Tochter, Deye von Borgon-Dyl(278-311 n.P.). Unter ihr kam der Keiiris-Kult zurletzten Blüte. (Bild rechts: von Kris)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylDeye - Titel der (immer weiblichen) Herrscherinvon Borgon-Dyl auf Karcanon (Folgendes BildKrönungsgewand und Thron der Deye; von Kris, made forMyra) Digna Livsandar - In Esoteria und Athanesia ausgebildeter Priester des Rabengottes Artan, der eben nicht in einem Artan- tempel sondern an einer Schule der Weisen gelernt hat, wo Magier, Barden, Druiden und Priester verschiedenster Religio- nen gemeinsam und auch voneinander lernen. Auf diesem Hintergrund führteihn der Lange Weg nach Midligur zu der für ihn vorgesehen Stelle als Hohepriesterin Midligur, zwischen Ligurien, Midlifee und der Bakanasan Ophis-HauptstadtTarenum. Dort wurde er kurz darauf zum Segmentshüter für den Ophis Karcanons, inden Jahren 415 und 416, um nach einer magischen Reise in den entlegensten Winkel
  • 22. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrasvon Corigani als Nachfolger des Dschengi de Huolauya zum Höchstpriester desArtan und damit zum Priesterkönig von Wu Ya Shan.Dolpdolmtollo mo Doolpool - HER. Herrscher im Reich der Tiefe, derKampftaucher von Boldor, auf Kiombael und Hoher Priester der +Blibdoolpoolp,der Urbösen Marlilith.Segment: Kiombael - Reich: Boldor - Name: Dolpdolmtollo - Myra-Fundort: Ki3/6Dorilys von Airdonn-An - Ex-HER - Ehemalige Herrscherin als Sturmkönigin vonAron lon Dorinam um 405 nP.Drak von Mallrowija, der Herrscher des um 405 n.P. auf Kiomba bestehendenRitterreiches Mallrowija auf Kiomba. Es heisst, er sei im Jahr der Schatten in dieSchatten von Rhim gegangen. .Dreimire uanBheannaithe - Königoder Ard Ri Dreimire istder Herrscher des letztenRestes der Hochlandevon Erendyra, derMachmannen voncathracha cumhachtéach,und will sich mitmilitärischer Hilfe vonKönig Högnar Kris gegen+Drakon verteidigen.Anfang 413 sieht es abersehr schlecht für ihn aus.Segment: Erendyra -Reich: Machmannen /cathracha cumhachtéach -LeiterIn: DréimireuanBheannaitheDrudin - Dämonen-priester - Im Altertumwar er einer dergefürchtetsten Dieneroder besser Herren derFinsternis auf Myra, alsHohepriester und auchbisweilen Inkarnation desgrossen Dämons Cher-zoon, der vom Lande
  • 23. 23Caer aus mit den Dämonen über die Strassen der Finsternis die Lichtwelt eroberte,mit Tainnia beginnend. Er leitet den Zwölferrat der Dämonenpriester von Caer, demauch Brighon, Donahin oder Drundyr angehören.Segment: Rodebran - Reich: Caer - Name: Drudin - Myra-Fundort: RR4/24 - Mythor-Fundort: 105 Bild vorige Seite: Der Dämonenpriester Drudin, Diener des Dämons Cherzoon. Bild: Helmut Pesch für My20, S.13. Hier: FairUseDreimire uan Bheannaithe, - König oder Ard Ri Dreimire ist der Herrscher desletzten Restes der Hochlande von Erendyra, der Machmannen von cathrachacumhachtéach, und will sich mit militärischer Hilfe von König Högnar Kris gegen+Drakon verteidigen. Anfang 413 sieht es aber sehr schlecht für ihn aus.Segment: Erendyra - Reich: Machmannen / cathracha cumhachtéach - LeiterIn:Dréimire uanBheannaitheDscheffin der Rote – Priesterkönig in Corigani - Hohepriester Artans und Anführerder Wu-Yatten zu Pondaron. Lebte bis 7 n.P. Zu Pondaron führte er auf ArtansGeheiß die Wu-Yatten aus den Ebenen im Ophis in die heutigen Rothornberge, indas heutige Wu-Ya-Shan, wo er Sorngongara gründete.Dularothomae - der Schattenpriester, oft kurz der DUL genannt. Einst ein grosserKrieger namens Kor, verfiel er der Finsternis undwurde einer ihrer stärksten Diener. In Aict-Wellorim Dunklen Zeitalter durch die Traumritter (sieheBild rechts) geschlagen stieg er an denGeburtstempeln der Finsteren Drei (Seth, Xnumund Kuor-Tulmak) in der Neuzeit nach Pondaronerneut zur Grösse auf, als Herrscher vonKriegoria auf Karnicon. Er war einer der dreigrossen Schrecken der Neuzeit, neben derSumpfhexe Hecate und dem Herrn der Diabelos,Zardos.in weiteres Mal starb der DUL, im Kampf gegendie Götter von Cuicuilco, eine Art Feuergeister indieser Kultur der Feueranbeter, zum Jahr desFeuers 407, die er zugleich so schwächte dass dieMehrheitskultur des Landes Runor wiederbestimmend werden konnte. Noch immer aber war der Dularothomae nicht ganz amEnde, auch wenn er eine Zeit lang von der Oberfläche Myras getilgt war.
  • 24. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasSeine untote Existenzverdankte er dempersönlichen Schutz desGottes der Nekromantenund seiner eigenen Machtwar es zuzuschreiben,dass der Hochlord derFinsternis Zardos selbstkeine Heere nachKarnicon entsandte. ImJahr der Spinne 413 n.P.tauchte der DUL wiederim Velator-Gebirge auf,wo die SpinnengöttinMarlilith einst dieFinsteren Drei gezeugthatte. Um 415 herum aberüberspannte er den Bogen:Mit einem Kreis vonMonolithen versuchte erdie Macht des Zardos imSegmentsrand zu Ysatingazu brechen und dieseStrasse der Finsternis fürdie Diabelos zu unter-brechen.Zugleich aber wollte ersich, durch Verheissungendes einstigen DARKONgelockt, selbst als einXATAN zu einem derFinstergötter erhebenlassen und seine eigeneMacht mehren, indem er alle Priester des Seth und des Xnum in deren heiligstenTempeln im Velator-Gebirge in einer Nacht der langen Messer töten liess. Da aberentsandte Sethos-Eth seinen Diener Zardos zu einem Zauberduell in diesen nochunvollendeten Steinkreis und verlieh ihm und seinem Schlag besondere Macht.Zugleich entzog der Herr der Untoten Xnum durch seinen Avatar Ygorl ihm seinenSchutz - und der Dularothomae ...erlosch.Segment: Karnicon – Reich: Kriegoria - Myra-Fundort: 13/ MBKa/7, GEM-BD/160
  • 25. 25EEbed Zakeen - HER. Oberster Chnumpriester auf Rillanon, Priesterfürst vonHaldorn.Segment: Karcanon - Reich: Haldorn - Name: Ebed ZakeenEdueriva - Königin von Karalo-Floran. Enkelin des vorigen Königs Carallo XXXVIüber ihre Mutter Schomerona, die den Xyarischen Edlen Avictor, später EduerivasVater, geheiratet hatte. Als Carallo mit langer Krankheit darniederlag, liess er, seinenSchwiegersohn übergehend, Prinzessin Edueriva an seiner Stelle regieren. WenigeJahre später putschte ihr Vater Avictor gegen sie und stellte sie im Palast der nach ihrbenannten Stadt unter Hausarrest. Er übernahm als Zzar Avictor die Macht im Reich,das er in Xyar-Karan umbenannte, und setzte viele Günstlinge und Freunde alsMinister und Fürsten ein, führte Krieg gegen Bakanasan und die PurpurneBruderschaft und setzte ganz auf die wechselseitige Unterstützung derChnumreligion, die zuvor unter der AEne-gläubigen Edueriva nur die wichtigsteunter verschiedenen Volksreligionen gewesen war. Mithilfe der Parlamentspartei derFreien Frauen, des Söldnerführers Nadoor und des ewigen Friedensministers Bofrivon Domtrayi gelang es schliesslich, Edueriva zu befreien, ihr Vater, durch eineWahlniederlage der von ihm gestützten Parteien "Cnumgläubige Familien" und "NurChnum Partei" (NCP) innenpolitisch geschwächt war, floh schliesslich und als auchnoch die hinter dem Avictor-Putsch stehende Graue Eminenz von dergeheimnisvollen Schattenburg verschwand, hatte der Spuk, die "bleiernen Jahre derfalschen Tradition" ein Ende.Edueriva bildete ein neues Kabinett in dem nur wenige alte Minister sich weiter aufihren Posten hielten: Volksminister Karan-nenn von Carkanon und AussenministerLoy-All von Addae-xamm gehörten zu den von Avictor eingesetzten,Friedensminister Bofri war als als einziger vor, während und nach dem Avictor-Putsch im Amt.In der Avictor-Zeit war ihr Grossvater, der alte König Carallo XXXVI., gestorben, sodass Edueriva diesmal als Königin, nicht mehr als Prinzesssin, das wieder Karalo-Floran genannte Land ünernahm.Ihre Befreier- und ÜnterstützerInnen wurden reich belohnt: • Viele der Freien Frauen erhielten Adelstitel und Provinzherrschaften die Günstlingen ihres Vaters entzogen worden waren, darunter etwa Lydia von Malalas oder Martyna von Belgaran. • Der Söldner Nadoor, zuvor für militärische Erfolge vom Zzaren mit der Herrschaft der Freien Stadt Rangrina belohnt, erhielten er und seine Söldner für ihre Mitwirkung an der Befreiung Eduerivas eine ganze Region unter ihre Herrschaft, die von da an Autonome Provinz Karanadoor, seither ein
  • 26. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras weitgehend ungestört als Söldnerreich fungierendes Gebiet, das etwa dem zu Anfang ohne eigene Heere operierenden späteren Kaiser Bofri viele Truppen zur Verfügung stellte. Die Fürsten- und Grafentitel in Karanadoor gingen an Söldner und Söldnerinnen aus dem Kreis um Nadoor. • Der Friedensminister Bofri, der unter Avictor vom Grafen zum Fürsten von Domtrayi aufgestiegen war, erhielt nun den Titel des Erzherzogs von Gorgon und wurde zum designierten Premierminister Karalo-Florans, ein Amt das er vor allem deshalb nicht erhielt weil die Purpurne Bruderschaft unter Valdran yr Rautha und der karalische Aussenminiter Loy-All ihm vorwarfen, in Lapathien mit Hilfe von Söldnern einen Waffenstillstand gebrochen zu haben. Auch Gorgon wurde aber später autonom, autonomer wohl als Edueriva selbst es geplant oder gewünscht hatte.Segment: Karcanon - Reich: Karalo-Floran - Provinz: Kirilo-KaranEdwaith Buchenstamm - Ex-HER Der Aldar Edwaith Buchenstamm war der ersteHerrscher der Aldar im neuen Reich Aldaron, der die Waldelfen nach der Schlachtvon Pondaron erst einmal dorthin geführt hatte.El Nebuloso, ge-nannt der Falke.Mit eiserner Handgebietet er seit eini-gen Umläufen überdie Piraten Sarana-ehs. Wo vorher eini-ge wenige unorgani-sierte Schiffe amInneren Meer Kar-canons ihr Unwesentrieben, lies Nebu-loso eine ganzeFlotte von gefähr-lichen Piratenschif-fen entstehen. Vonden Gesetzlosen glo-rifiziert wird demFalken neben gna-denlosen und entschlossenen Auftreten durchaus auch Bildung und Kultiviertheitnachgesagt. Was davon der Wahrheit entspricht sei dahin gestellt.In jedem Fall und dies gilt mehr oder minder als bewiesen trägt El Nebuloso einegewisse Eitelkeit und Arroganz zur Schau. Wie sonst ist es erklärbar, dass einer der
  • 27. 27wenigen Überlebenden seiner Überfälle ein zur See reisender Künstler war. Dieserwurde nur freigelassen da er den Piraten anbot zu malen. So entstand allem Anscheinnach diese Zeichnung des Piraten.Seinen zweiten Beinamen den ‚Falken’ trägt der Piratenanführer aufgrund desWappens das sowohl wie oben sichtbar seine Rüstung als auch seine Schiffe tragen.Die Seeleute munkeln es stelle einen Falken dar, der im Begriff sei seine Beute zufangen. Ob das Wappen frei entworfen wurde oder El Nebuloso aus einer bis datonoch unbekannten Adlesfamilie stammt ist noch nicht erklärt. Bisher konnte jedochniemand den Ursprung des Wappens erklären, so es denn überhaupt jemandeninteressierte.Elena von Deckter - Königin von Aurinia als Witwe (?) des seit 407/408verschollenen und ehemals für tot erklärten Königs Philanthus von Montalban, desIRON der Traumritter von Aurinia auf Ysatinga. Anhängerin der FriedensgöttinParana. Im Jahr des Buches, 415 n.P. überraschte sie Ysatinga mit einer Nachricht,die davon kündete, dass sie von einem lebenden IRON ausgeht: Die gegen den Iron Philanthus ausgesprochene Verbannung wird aufgehoben. Es ist der Wunsch der Königin Elena von Deckter und des Thronrates, Philanthus in bälde wohlbehalten in der Königsburg zu Montalban begrüßen zu können. Der Thronrat von Aurinia Elena von Deckter.Myra-Fundort: Ys39Elivara - Die Prinzessin von Nyrngor um 122 vP.,Gegnerin des Dämonenpriesters Feithearn, der ihr denBestienhelm aufsetzen und aus Nyrngor die Peststadtmachen wollte. Verliebte sich in den Kometensohn Mythor. (Bild: Nikolai Lutohin aus Titel von Mythor Nr.9, hier FairUse)Elkrin Dorilee - HER - Grosskönig von Avaraidon aufCorigani als Nachfolger des Agril Dorilee VI um 413 n.P.Enhal - Ex-HER - Ehemaliger Herrscher (um 414 nP) vonKyrango-Kanarys auf Corigani. Titel: GrossdhronalEszrath Kardar – Händlerregent - Kaufmann undOberster Magistrat in Papaver in der Provinz Papavien inBakanasan. Seit Papaver eine selbständige FreieHandelsstadt ist, seit spätestens 418 nP, ist Eszrath Kardarals Herrscher derselben anzusehen.Segment: Karcanon - Reich: Bakanasan - Provinz: Padavien - Reich: Papaver -Myra-Fundort: MBM11/?
  • 28. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasEvrobyhp von Quadrophenia war der König dieses Reiches im Ophis Karcanonsvon der Zeit um 400 nP bis zu seinem Tod im Jahr der Spinne 413 nP. Er brachtesein Reich früh in den Bund der Blumen, unterstützte die von Signifer vonDyvenloon und Clarion von Helion ins Leben gerufene Lichtliga zur Befreiung vonSilur, an deren Spitze sich der werdende Kaiser, Bofri von Domtrayi gesetzt hatte,dem er als militärischer Leiter der Lichtliga zur Seite stand.Im Jahr der Spinne waren es vermutlich Meuchelmörder der die Spinnengöttinverehrenden Dunkelelfen, die ihn mit einem gezielten Meuchelmord auf Silurtöteten. Seine Nachfolge als militärische Leiterin der Lichtliga übernahm dievorherige und spätere Deye von Borgon Dyl, Shayol nVarthar. Seine Nachfolge inQuadrophenia fiel zunächst nach bakanasanischem Vorbild an zwei Consuln, vondenen einer, sein Freund Steqker von Tharan, einige Zeit später sein Nachfolger alsKönig wurde.FFraxinus Excelsior - Imperator von Bakanasan. Wachholder XXIV. war der letzteKaiser von Bakanasan, um das Jahr 400 nach Pondaron. Während er unterwegs war,den Krieg der Lichtwelt mit der LIFE gegen die Burundi von Pottuvil zu tragen undKelani zu retten sprach in der Hauptstadt Fraxinus Excelsior für ihn, der auch imSegmentsboten von Karcanon als Pressesprecher firmierte - bis zum plötzlichen TodWachholders nahe dem Grenzfluss, anscheinend durch Gift, woraufhin Fraxinus alsImperator die Macht ergriff und mit mehreren Herzögen und Proconsuln, darunterHermanus Tirion, Adez Ducatez, Acrym Boldho und Vincent McDragon, das ReichBakanasan, angeleitet durch den Hohepriester der Feueranbeter der Orcan-Sekte,Keshop, wieder als Imperium regierte.Durch den bakanasanierten, vom Senat gerufenen Adesus Ducates wurde er getötet.GGalee (Altertum) - Am Ende des Altertums war Galee die Herrscherin derSchwimmenden Stadt Gondaha, die durch die Schattenzone und die Blutigen Zähneund weiter fuhr. Als der Kometensohn Mythor alias Honga mit Gondaha fuhr, warYacub an Bord, mit den Nissen und Enterseglern. Mit Gondaha ging im Nassen Grabauch die Herrscherin Galee unter.Mythor-Fundort: 62Galee von Kelani - In den Jahren um 400 n.P. war Galee von Kelani die Herrscherindes Dschungelreiches Kelani im Kelani-Valley, das einst (so wie ein anderes Tal) Taldes Lebens genannt wurde, bevor es durch den Hochlord der Finsternis Zardos und
  • 29. 29die WOLKE der Göttin Pottundy zum "Tal des Todes" wurde. Der Deddeth in derWOLKE erwischte Galee und einen guten Teil ihres Heeres, ergriff sie mitWahnsinn und nur gebunden und gefüttert überlebte sie weitere Jahre.Die Rettung Kelanis in ihrem Sinne übernahm der Waldläufer Averlan von Kelani,der auch als Herrscher fungierte und sich erst vom Herz des Bobao im Pottuvil-Dschungel die Rettung erhoffte - und dann von einer Verschiffung der gebundenenGalee in das Land Sinhala-Llyrdonis, wo man ihr die Alpträume nehmen könnte.Galen Hylar - Chnum-Hohepriester von Chnum-Antam, seit den Verhandlungenvon Chnums Freude 413 auch anerkannt selbständiger Herrscher als Priesterfürst vonAntam.Segment: Karcanon - Reich: Antam - Name: Galen HylarGardiel Ratinuhr – Herrscher als Regent in der Provinz Dirzunhael des großenDschungelreiches Dirhael in der Nachfolge des von Kondelf eingesetzten und 416nP unter ungeklärten Umständen getöteten Provinzfürsten, und stellvertretend fürden unmündigen Fürstensohn.Segment: Karcanon - Reich: Dirhael - Provinz: Dirzunhael - Name: GardielRatinuhr - Myra-Fundort: Ke1/7Der General - Ein geheimnisvoller Kämpfer aus Thumgal, der den Namen "General"deshalb bekommen hat um anzuzeigen, dass er eben keiner der Tiger von Thumgalist sondern eine Landratte, ein Heerführer von Kriegern und kein Admiral, kein Pirat.Als Vertrauter des Terral Rhigos wurde er nach dessen Verschwinden durch einenVermächtnisbrief zum neuen Herrscher Thumgals ernannt, holte die Unterstützungder Nachbarn aus Ataris gegen Aerinn und Shodo Wun, freundete sich mit derLeiterin der atarischen Heere, Fürstin Karia von Ataris, an, wählte sie als freieGefährtin, und an seiner Stelle und in seinem Namen regiert sie Thumgal jetzt. Dennausgerechnet auf See, bei der Überfahrt nach Rillanon, ging der General verschollen- Vermutungen richten sich dabei vor allem gegen den Freistaat Aerinn, aber auchdie Wergols werden verdächtigt.Zu anderen Generalen siehe HeerführerGenoveva – Ex-HER. Einst Fürstin von +Sandramoris, das von der Kaiserin+Sandrina dem Königreich +Athanesia als Fürstentum angeschlossen worden war,deren Nachfolgerin, Fürstin Genoveva, erst mit Lord Nocham den Weg gemeinsammit Männern und Frauen suchte, nach dem Ende ihrer persönlichen Gemeinsamkeitaber auch den Bruch von Athanesia vollzog. Nach Genovevas Tod wurde ihr Reichvon Teliphar Kedren, Andary Mircaellan und anderen regiert; es ist heute (um 420n.P.) abgeschlossen von der Welt.Segment: Karcanon - Reich: Sandramoris
  • 30. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasGeorg von Getreidesegen wurde 423 durch die dandairische Wahlversammlungzum König von Dandairia auf Karnicon gewählt, wodurch das Interregnum nach demTod von Thorin VI. beendet wurde, dem Nachfolger Ulfgars und Wolframs. Seitherbemüht er sich um die Anerkennung durch die Kaiser des Dreikaiserreichs Gareldaals dritter Mitkaiser. Vor seiner Wahl war Georg Hohepriester des Chnum-TempelsGetreidesegen in Dandairia und damit Reichshöchstpriester des Chnum-Kultes.Giroadon AKhemi - Herrscher von Actys seit 412 als Nachfolger des glücklosenThorgo AKhemi. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger versuchte er bald nach demVerlust der Provinz +AnLutinys, Frieden mit allen seinen Nachbarn zu schließen.Zuvor hatte er Krieg gegen beide der LIFE angehörenden Nachbarn, Lutin undTaphanac, geführt, in denen es jeweils um umstrittene Gebietsansprüche ging. DerKrieg um Taphanactys wurde auch durch die Unterstützung und auf das Betreibenvon Somtaph-Thayteira geführt, doch ruhen 414 die Waffen bereits.Segment: Corigani - Reich: Actys - Name: AKhemi, GiroadonGmernon - HER. Sprecher des Rates der Stadt und Kriegsherr von +Helion,Gildenherr der Schiffsbauer und ein Freund +Clarions ebenso wie ein Freund der+Chnumpriester. Er befahl, als er einen Angriff und Verrat der PurpurnenBruderschaft unter +Valdran yr Rautha befürchtete, diesen zurückzuschlagen, waszur Niederlage der Purpurnen Bruderschaft vor Helion führte, und schließlich zumSchauprozeß und der Hinrichtung des Valdran.Segment: Karcanon - Reich: Helion - Name: Gmernon von HelionGolossar AFerendir - Der Shaihailu, also Herrscher von Pauran. Nach neuerenAnsichten aus dem Ausland handelt es sich nicht um einen reinen Personennamen,wie es in den früheren Jahren erschien, sondern um einen festen Herrschernamen,innerhalb eines Herrscherhauses. Der bekannte Golossar AFerendir ist Gründer derauf Corigani relativ verbreiteten SeeNot-RettungsGesellschaft SNRG.Segment: Corigani - Reich: Pauran - LeiterIn: Shaihailu (Herrscher) von Pauran- Name: AFerendir, GolossarGra Wergh - Herrscher der Wergols von Golgoveras auf Zhaketia, ein Worsamath.HHaarkon - Herrscher der Finsternis auf Erendyra, der leitende Vertreter der DunklenUnion auf dem Kleinkontinent zwischen Kezunsea und Yhllgord. Selbst einAbsolvent der Zauberschule von Zar ist Haarkon zwar theoretisch ein Untergebenerdes Hochlords der Finsternis Zardos, doch seine am Rand der Welt aufgebauteHerrschaft hat nur wenig mit dem Alltags-Leben in Subarashi zu tun. Unter Haarkon
  • 31. 31arbeitet als berühmt-berüchtigtster Heerführer Rambot der Rassler, auchRabenschnabel genannt.Hadamur - Derfalsche Shallad, derdurch dieErmordung desShallad Rhiad insAmt kam, währendeigentlich Luxon alsRhiads SohnShallad hätte seinsollen, der zu dieserZeit als +Arrufunterwegs war. Ermachte seine Som-merresidenz +And-shara zur Hauptstadtdes Weltreichs undnannte sie in Hadamum.Durch eine ge-schickte Heirats-politik verband ersich über seine vie-len Töchter (Ber-beri, Berife, Melife,Shezad und alleanderen) mit um-liegenden König-reichen, die er so ansich und das Shal-ladad band. SeinMausoleum wurdezu durch das Wirkenseines VertrautenGeneral Algajar zuseinem Menetekel - als Großer Tempel des Rachedämons +Achar war er derGrundstein des heutigen Finsterreiches Shaldurango.Segment: Gwynddor - Reich: Shalladad - Provinz: Inshal - Name: Hadamur - Mythor-Fundort: My58, My97, My98,My48/79 (Bild; Shallad Hadamur auf seinem Thron in Hadam. Von Michael Wittmann für Mythor97/53 FairUse)
  • 32. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasHanlinor - Herrscher als oberster Clanlordvon Ligurien auf dem Segment Karcanon alsNachfolger des entführten und für toterklärten früheren Herrschers Hextor.Bruder von Marlikar und Ziehson desSchamanen Rathulor Ar Markum, der ihmdie Nachfolge Hextors Ende 415 n.P.persönlich nahebrachte.Hanury Dangard - Der Herrscher undKönig von Muscae auf Karcanon, Gründerder Liga gegen Finsternis (LIFE) und alsstreng chnumgläubiger Mensch auch desBunds der Chnumgläubigen (BdC), dessenLeitung er sogleich an den HöchstpriesterSukor abgab.Harkles - der Herrscher von Corona aufGwynddor um 410 n.P. .Harold von Elcet ist seit 411 der Schanjarl(Hochkönig) von Elcet auf Chelodarn undals solcher einer der drei Co-Kaiser desDreikaiserreichs Garelda auf Karnicon.Heary Leah - Herrscher von Llyn dhu Morth gemeinsam mit seiner Tochter TyamaLeah, einer verehelichten yar Del. Als Schwiegervater des Herrschers von Elay,Sareth yar Del, musste er von Corigani [fliehen nachdem dieser dort zumallgemeinen Feind erklärt und besiegt worden war. Heary Leah nahm seine Truppenund Bürger von LDM und folgte den Darhlearen nach Urbs Navis, das er, diesezuvor von Zardos besetzte Stadt erobernd, zu seiner neuen Hauptstadt machte.Hextor von Ligurien - Ex-Herrscher von Ligurien auf dem Segment Karcanon,entführt und für tot erklärt. Sein Nachfolger ist Hanlinor.Høgnar Kris - König als Herrscher der Machmannen in Krimisten und Achrimm, imHochland von Erendyra. Høgnar Kris regiert um 414 n.P. mit tatkräftigerUnterstützung seines Bruders Jens Kris.IIlka-Llynjala von Dwin-Danis - HERHerrscherin als Traumbewahrerin von Sinhala-Llyrdonis am Rande von Corigani zuCeltonia.
  • 33. 33Ilyrana cer Korianthil - HerrscherIn der Eiselfen im Machairas von Zhaketia, ausder Familie des Königs der Zeit von Tebreh, Delayar cer Korianthil.Izh von Dwllhun - HER - Kampfname eines Zarton des Reiches. Seit 417 aufKiombael bekannt geworden - vor allem für übertriebene Höflichkeit, extremeBrutalität und harter Gangart. Laut Zeugenaussagen eine Frau. Herrscht überAaghryhr, eine Provinz des Reiches Subarashi.Segment: Kiombael - Reich: Aaghryhr - Name: Izh von DwllhunJJelantha ni Kjerta - Bewahrerin (Herrscherin) von Amzonien. Geboren 370 als 2.Tochter einer einflußreichen Syrrifamilie. Mutter Kjerta ni Kathra, Erbhof Kertavin.Wurde gedrängt Anwärterin am Labyrinth, betrat es unerlaubt und überwand es. Seit389 9.Bewahrerin. 402 von Ioneera verdrängt und vertrieben. Schloß sich im Exildem +Ursus Goldmaske von +Aerinn an. Kehrte 405 nach Amy Syrren zurück undüberwand erneut das Labyrinth. Seither 11.Bewahrerin Am´y Syrrens. Ruhig, offenfür neue Ideen, stolz, treu zu Freunden, nachtragend, steht zu ihrem Wort. GrüneAugen, sehr helles, langes Haar. Kein Partner oder Gefährte. War mit +Valdran yrRautha auf +Rillanon und später bei seinem Prozeß und seiner Hinrichtunganwesend; freundlich-neutrale Politik zu allen Nachbarreichen.Segment: Karcanon - Reich: Amy Syrren - LeiterIn: Jelantha ni Kjerta - Myra-Fundort: 10/74, 12/24,28-35Joram IV. - Ex-Herrscher von Nyrgond auf Karcanon um 400 und des mit Ruathavereinigten gemeinsamen Reiches Darhgond ab etwa 404 n.P. Sein Sohn Sleig vonDarhgond hielt sich nicht so lange im Amt und am Leben, so dass Joram erneut dieHerrschaft antrat.KKaganda Dimbula ist die gegenwärtige Goldene Königin von Bagunda aufKarcanon. Zugleich ist sie die Provinzfürstin der Hochfürstei der Balangei.Kaisertum und Kaiser Bofri - der Kaiser von Karcanon - Der letzte große Kaiserwar Wacholder XXIV. von Bakanasan, der sein großes Lichtreich in die LIFEgeführt hatte. Was Bakanasan einst hatte, will Bofri von Domtrayi, der designierteKaiser der Lichtwelt, haben. Nachdem er 411/413 Leiter der Lichtliga war, ist erinzwischen (418 nP)nicht nur König von Antharlan -der ehemaligen Purpurnen
  • 34. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasBruderschaft-, sondern Herrscher mehrerer Reiche, und von einigen anderenReichen, etwa Antam, Taron don Umn und Silur, als Kaiser anerkannt.Wesentlich unterstützt haben ihn nicht nur Karalo-Floran und Bagunda, sondernauch und vor allem der in beiden Reichen wichtige Priester Barkeyt, der alsHohepriester Chnums diese Religion dem werdenden Kaiser nahebrachte undumgekehrt. Seine künftige Rolle ist, im Gegensatz zu der des werdenden Kaisers,unklar. Der künftige Kaiser Bofri will, wie er in MBM15 erklärt, ein Kaiser vonChnums Gnaden sein, jedoch kein reiner Diener Chnums und offen für das ganzePantheon und seine Anbeter.Kalaun - Der Herr des Chaos, auch Philosoph des Bösen genannt, im Aegyrland vonYhllgord vor und direkt nach Allumeddon. (Kalaun im Titelbild von My149, wie Franz Berthold ihn sieht. FairUse)Er ist ein gefallener Aegyr, der von seinem Geschlecht verbannt und mit furchtbarerStrafe belegt wurde, als er unter der Mithilfe von Yorne, Eroice und Ceroc einePalastrevolte anzettelte. Er ist allgemein als die Personifizierung des Bösenverschrien, was jedoch nur eine halbe Wahrheit ist, so daß es sich lohnt, denUrsachen nachzugehen, die dazu führten, daß er zu dem wurde, was er ist: zu einem
  • 35. 35Diener des Finstergottes Genral. Er wuchs als Aegyrsproß auf Burg Elschwog unterschönen, edlen Leuten auf, die sich mit schönen und wertvollen Dingen umgaben,nach höchsten und reinsten Werten strebten und es unter ihrer Würde empfanden,sich mit den Dingen des Alltags zu belasten. Er lebte in paradiesischer, friedlicherUmgebung, alle Unbillen des Lebens wurden von ihm ferngehalten, man setzte ihmdie erlesensten Speisen vor, kleidete ihn in kostbare Gewänder und versuchte, ihnumfassendes Wissen zu lehren.Doch er war ein widerspenstiger Geist, der nicht gewillt war, die Annehmlichkeiteneinfach hinzunehmen, ohne etwas dafür zu tun, ohne nach dem Preis für diese Dingezu fragen. So lernte er schon früh, die Aegyr als Müßiggänger zu sehen, sie zuverachten und alles Schöne und Gute mit dazu. Er erkannte, daß das Leben nicht nuraus Licht besteht, sondern auch Schattenseiten hat, und in diese wollte er treten undsie kennenlernen, um das Leben in seiner ganzen Fülle auszukosten. Schon alsHalbwüchsiger suchte er das Abenteuer unteren Sterblichen, nahm an Ihren Festenund an Ihren Händeln als ihresgleichen teil. Doch stets wurde er nach BurgElschwog zurückgeholt, gemaßregelt, umerzogen ...Doch mit jeder Lektion stieg seine Verachtung gegen das eigene Geschlecht, derhaßte es mit zunehmendem Alter immer mehr, wie ein Höfling erzogen zu werdenund die traditionellen Riten mitzumachen, die nur der eigenen Selbstverherrlichungdienten. Er nahm sich nie ein Blatt vor den Mund, schleuderte den Aegyr dieunverblümten Wahrheiten ins Gesicht, doch verschlossen sie sich ihm in ihrerIgnoranz - und so merkten sie auch nicht, daß mit ihm ein Rebell heranwuchs, dessenMißbilligung sich längst schon in Abscheu gewandelt hatte, daß er sich innerlichbereits von seinem Geschlecht abgekehrt hatte.Selbst als er sich den Eklat leistete, beim „Fest des Blutes" seine Initiation und dieAnnahme eines Aegyr-Namens zu verweigern und den Ehrwürdigen vorhielt, wiedünn doch ihr Blut in Wirklichkeit sei; als er sich weigerte, die Regeln desSchicksalsspiels zu lernen und sich daran zu beteiligen - selbst da erkannten dieAegyr offenbar noch nicht, daß er in die entgegengesetzte Richtung zu treiben undfalschen Werten zu verfallen drohte. Und das spricht gegen sie. Er sagte seinemGeschlecht den Untergang voraus, er malte ihnen die Zukunft in den düsterstenFarben, prophezeite Ihnen, daß der allmähliche Abstieg Ihres Geschlechtsunaufhaltsam in die Bedeutungslosigkeit führen würde. Aber sie wollten ihm nichtglauben, hörten sich seine Brandreden nicht einmal an. So entschloß er sich zu einerVerzweiflungstat, mit der er sein Geschlecht wachrütteln wollte. Er rief dieFinstermächte an, er beschwor den Finstergott Genral herauf, um so eine Gefahr zuschaffen, gegen die sich die Aegyr zu bewähren hatten. Doch Genral hielt sich nichtan seine Spielregeln - er ergriff einfach von Kalaun Besitz, machte ihn zu einemJünger des Dunkeln und des Bösen. Genral hatte mit seinem Opfer leichtes Spiel,denn durch Ablehnung der aegyrischen Lebensweise kehrten sich die Werte für ihnum. Schönheit wurde für ihn hassenswert, das Häßliche begann ihn zu faszinieren,Güte und Menschlichkeit stand für ihn für Schwäche.
  • 36. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasEr wurde zu einem Philosophen des Bösen, er glaubte an die Finsternis als einzigeMacht, die die Welt regieren konnte - denn die Aegyr konnten es in ihrem Strebennach Vollkommenheit nicht. Als er zusammen mit Yorne, Eroice und Ceroc dieMacht der Aegyr zu brechen versuchte, da glaubte er noch an sich und seine Sache.Doch als seine Revolte zerschlagen wurde und die Aegyr ihn mit einem Schandmalbestraften - einer Herzwunde, die nicht heilen sollte, solange das Schlechte in ihmwar und daraus fließen konnte -, da bekam Genral Gewalt über ihn, Kalaunwechselte mit fliegenden Fahnen zu diesem Finstergott über. Und so geschah es, daßnach dem Abzug der Aegyr Kalaun zum Herrscher über ihr Land wurde, zum Herrendes Chaos, das Chaos selbst, denn es floß in stetem Strom aus seiner Herzwunde.Und dennoch ist es nicht gerecht, Kalaun als die Inkarnation des absolut Bösenhinzustellen. Er war ein Aegyr, der eigentlich Gutes tun wollte, aber an derSchwäche seines Geschlechts und der eigenen Unzulänglichkeit zerbrochen ist. Und:Ist sein Ende wirklich unrühmlicher als jenes, das seinem Geschlecht droht?Mythor-Fundort: 149Kanda-Lee - Avatar - Kanda-Lee ist eine Wandererin und Abenteurerin, die mitverschiedenen Gruppen des Kultes der Falkengöttin auf Myra in Verbindunggebracht wird, etwa mit der Sekte des Falken im Gebirge am Rand der Welt. Auchanderswo wo ein Falke als Symbol des Widerstands auftaucht steckt wohlmöglichKanda-Lee dahinter.Mit einem Heer von Riesenfalken eroberte sie einen Teil des Dschungels vonPottuvil oder eher Ex-Kelani und machte das Gebiet im Ssakat-Jahr von Karcanonzum Kleinreich Pakandystan, von dem aus gemeinsam mit dem KleinstreichOkrakata der Widerstand der Anguri des Dschungels gegen die Burundi organisiertwurde.Sie gehört angeblich zur UTA und gilt als eine der drei LeiterInnen der Gilde derEntdecker und Abenteurer GEA. Ebenso gilt sie als Avatar der Göttin Kandy - undnicht als Mensch.Karia von Ataris - Fürstin aus Ataris, die als Heerführerin der Unterstützungsheereaus Ataris kam, als Gefährtin des Generals, des Nachfolgers von Terral Rhigos, zurHerrscherin von Thumgal wurde und in ihrem Palast in Serlandor residiert.Gönnerin der Abenteurergruppe um (vor allem) Aori, aber auch Blumenfeld und dieanderen.Karnil Boras – Trondarim (Herrscher) der Konföderation Aldaronischer Schutz-gebiete KAS auf Corigan "An alle Herrscher der an die Konföderation der Aldaronischen Schutzgebiete angrenzenden Reiche und an alle Mitglieder der LIFE. Seit mir gegrüßt, ich, Karnil Boras, Fürst von Hallandra und seit dem ersten Nisan 417 n.P. auch Trodinarim der Konföderation, möchte Euch allen meine Aufwartung machen, Ich hoffe auch, in Zukunft, mit allen von Euch persönlich sprechen zu können. Daher lade ich
  • 37. 37 Euch alle recht herzlich zur großen Feier ein, die zwecks der Einweihung der neuen Haupstadt der Konföderation, Atanimar, stattfinden wird. Dieses wird zum ersten Schewat diesen Jahres stattfinden. Falls ich mit eurem ehrscheinen rechnen darf, so gebet mir doch bitte Bescheid, auf das die nötigen Vorbereitungen getroffen werden können. Wenn Ihr es wünscht, werde ich Euch selbssprechend ein Eskorte von der Grenze in die Stadt zur Verfügung stellen. Hochachtungsvoll Karnil Boras, Trodinarim der Konföderation "Katuum – Elfenkönig. - Katuum ist der Kurzname des Königs der Talelfen vonTaron don Umn auf Kezunsea, auf dem Segment Karcanon. Als Erzmagier desKaisers Bofri von Karcanon war er der Magische Leiter der Lichtliga im Kampf umSilur.Im Jahr des Buches besiegte er Bhamoras den Lord der Dämonen im Land derWagenvölker.Segment: Karcanon - Reich: Taron don Umn - Name: Analon Thuatha Annwn Katuum von Taron don UmnKelion - Herrscher Noringyrs im Altertum, zur Zeit des 18. Coalan. Herzog Kelion,Nachfolger von Morhail, drängte seinen Hofzauberer dazu, die Kugel der Kithala zuerschaffen, um endlich wieder über die Schattenkraft verfügen zu können. Aber nochehe dies vollbracht war, starb er eiens gewaltsamen Todes, der nie aufgeklärt werdenkonnte. Beinahe schien es so, als wäre das Herrscherhaus verflucht.Der ehemalige Herzog von Noringyr trug den Beinamen "der Söhnezeuger". DiesenTitel trug er, weil er mit sieben männlichen Nachkommen gesegnet gewesen war.Kern-taak - diese Bezeichnung vereinigt in sich Name und Titel einer ehemaligenHerrscherin des Reiches Tarn-A-tuuk auf Kiombael (234-306 n.P.). Kern ist derName des Clans, aus dem sie stammte, taak ist die Kurzform des Titels Tuuk-Or-taak, der soviel bedeutet wie "Edle Behüterin des Reiches des Lebens". DerGeburtsname von Kern-taak ist nicht überliefert. Sie ist die erste Tuuk-Or-taak, überdie es Aufzeichnungen in der modernen Ter-nadoz gibt und mithin die erstenamentlich überlieferte Herrscherin Tarn-A-tuuks nach Pondaron.Der Clan der Kern gehört zu den kleineren in Tarn-A-tuuk. Als Siebenjährige wurdeKern-taak inthronisiert und damit auch Vorsitzende im Rat der Ältesten. Auch indieser letzteren Funktion ist sie ihrer Aufgabe bereits in diesem zarten Alterhervorragend gerecht geworden. Kern-taak regierte 72 Jahre und legte denGrundstein für Tarn-A-tuuk’s heutige Größe. Sie gilt auch als Erbauerin von Biraka-A-natook, der Großen Zitadelle, obwohl sich das nicht mehr eindeutig beweisen läßt.Während der Regierungszeit von Kern-taak erreichte die heutige Mittelstadt in etwaihre endgültige Größe, erste Gebäude entstanden auf dem Gebiet der heutigen Unter-und Außenstadt. Das Reichsgebiet von Tarn-A-tuuk umfasste bei Kern-taaks Tod ca.180 km im Umkreis von Ter-A-took.
  • 38. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasKig Ironwolf - Er kam ausdem (k)alten Reich imMachairas, Yslannad, mitseinen Rittern vom RotenHalbmond. An der Küste vonAtaris einigte er dieKleinfürsten, die Amire derdortigenKultur und gründetedas Reich Ataris, mehrereseiner Ritter dort lassend,darunter Attarus, der demReich den Namen gab,Akramon der sein Nachfolgerwurde und Gomont, der alseinziger noch heute lebt.In Athanesia fanden die 312Roten Halbmonde Aufnahmebeim Fürsten Carlos daScandalon, der Kig Ironwolfzum Grafen von Cempalenmachte. Als Carlosverschwand entbrannte einStreit mit dessen Nachfolger Conzifuge dem Deuter, in dessen Folge Kig Ironwolfwie auch sein neu gefundener Freund Gem Orano Scandalon verliessen. Der einewurde Magier in Dunster, Kig Ironwolf aber wurde selbst Fürst, über das seit demVerschwinden des Björn von Aresthor verwaiste Söldnerfürstentum Aresthor. MitAresthor übernahm er nicht nur die Söldner, die vor allem unter General Banser auchim Konflikt um Umntor/Malveel eine Rolle spielten, sondern auch die PrinzessinSymalthea Pandora, die Björn gerettet und zu sich genommen hatte.Mit seinen Söldnern wurde Kig Ironwolf zum Protektor des benachbartenKleinreiches Cubanar, und von dort war es nur noch ein Schritt in die Wüste, wo erzum Nachfolger des alten Padishah Shuad el Ahara wurde. Oben ein Bild seinesAuftretens als Il Jhadir.Segment: Karcanon - Reich: Zertanien - Name: Il JhadirKjeld Oran - Kriegsfürst von Athanesia, der die Hauptstadt Wohlthat in Carthancumbenannte und unter Kriegsrecht herrscht. Wohl aus Aresthor kommenderSöldnerführer der um 415/416 n.P. putschte und seither das Land mit harter Handregiert.
  • 39. 39Kor von Danuviapon - Herrscher von Selavan auf Corigani, zumindest zwischen400 und 420 n.P.Kort - Herrscher von Cartran auf Zhaketia um 420 n.P. .Korzal-Caz - Herrscher von Cradt auf Zhaketia, zu Trikom.Kroddagh - ein Worbandt der Wergols die aus dem Vulkan Bel-Arad nachWergolost (Karcanon) kamen.Kulmarek dSkelart - Regentor, also Herrscher von Tharagaron als Hoheritter derAlptraumritter auf Shanatan.Segment: Shanatan - Reich: Tharagaron - LeiterIn: Kulmarek dSkelart - Myra-Fundort: Sh23/10
  • 40. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasKytania - erste Tochter von Xarne mit Borgon und somit die erste Borgon-Dun,später auch erste Herrscherin der Borgon-Dun (5106 v.P. - ?)LLabas Krosys - Der von der APA stammende Herrscher von Aisenatha aufGwynddor.Llendhur Xal Gorgol - Ehemaliger Herrscher (um 405 nP) von Kyrango-Kanarysauf Corigani. Titel: GrossdhronalMyra-Fundort: 4/99-102, 6/121-122, 8/47-51Lylandri - eine der ersten Herrscherinnen über die Borgon-Dun, etwa im zweitenJahrhundert Aye. Es mag Zufall sein oder auch göttliche Fügung, aber ihr Grabmal,das auch das älteste bekannte Grabmal im Tal der Deye nahe Borgon-DylsHauptstadt Organ-Dyl ist, liegt direkt neben dem dort unlängst entdecktenVorkommen von Amethyst, Borgons Heiligem Stein. Diese Gruft birgt auch eineweitere Besonderheit, denn Lylandri ließ vor etwa 5000 Jahren ihren Gatten an ihrerSeite begraben, entweder um ihn zu ehren, oder um auch noch im Tode die Kontrolleüber ihn zu haben...Lymaie IV. - die erste "Deye" genannte Herrscherin (um 950 v.P., das "GoldeneZeitalter" von Borgon-Dyl)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylLyr AKrae (auch Lyr-a-Krae) - Herrscher von Kayra Matra und so auch ein Herrder +Untoten. Einst war Lyr AKrae der mächtigste Herzog in +Gra Tha NMy, dochdurch den Rat der Barone, vor allem die Meister der +Alchemie, die seinen Rangnicht anerkennen wollten, wurde er gestürzt. Ihm wurde Verrat zugunsten desNachbarn im +Auge der See vorgeworfen, für Rhyandi. Er wurde zur Strafe noch405 auf einem Totenschiff in die Tiefsee des Segmentsrandes geschickt. Das Schiffversank, Lyr AKrae aber entstieg den Fluten als Diener Xnums, als Herr der Untotenvon Ygorls Gnaden. Erfolgreich seine Invasion in Burg Loth 406, von wo er gegenRhyandi ebenso kämpfte wie gegen Gra Tha NMy. Ab Ende 407 konzentriert erseine Kräfte auf das Eis, wo er einen der Eysthrone der Riesen als König KayraMatras hält. Titel: Herr der Untoten, Herrscher des Eises, Skelettherr der Lüfte,Knochenherr der See.Segment: Ysatinga - Reich: Kayra Matra - Name: AKrae, Lyr - Myra-Fundorte:WB9/19-20
  • 41. 41Lyralenda III. - erste nachexilische Deye, befreite die Kernprovinzen von derTyrannei Hängstirs, begründete das Herrscherhaus nVarthar das Borgon-Dyl bis aufden heutigen Tag regiert (231-244 n.P.)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylLyralenda IV. - Tochter von Maya, der jüngeren Tochter Lyralendas III. (311-315n.P.) (erschlagen von ihrem Gemahl Jaran)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylLyralenda V. - Tochter von Lyrana II. Sie herrschte 385-407 n.P. als Deye überBorgon-Dyl. Unter ihrer Herrschaft vergrößerte sich das Reichsgebiet beträchtlich.Vor 400 n.P. bestand es im Wesentlichen nur aus der Kernprovinz Torgan-Dyl, dem"Herz des Landes". Zusammen mit ihren Vertrauten, einschließlich ihres BrudersSethim von Myrna, ihres Beraters Grauwolf und Shimuen des Sehers, sorgte sie fürden Eintritt Borgon-Dyls in den Bund der Blumen, und nach einer Plünderung derKüstenstriche ihres Landes durch Piraten von den Kanalinseln, die von Bakanasanangestiftet und finanziert waren, schloss sie sich dem Krieg gegen dieses damalsgrößte Reich der Welt an. Dessen Provinz Atarestor mit Lydon fiel ebenso in ihreHände wie die Insel Pathenaeh, die wegen ihrer Lage entscheidend für die Kontrolledes Flaschenhalses des Inneren Meeres von Karcanon ist.Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylLyrana I. - Tochter von Tayla und ältere Schwester von Wirena. Regierte als Deyevon Borgon-Dyl (355-359) (getötet von ihrer Cousine Lyrana II.)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylLyrana II. - Wirenas Tochter, tötete und ersetzte ihre Cousine Lyrana I. und regierteBorgon-Dyl als Deye (359-370 n.P.)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylMMagnus, Herrscher von Esoteria als Leiter der MSM, einst Teilhüter von Kezunsea.(Bild siehe folgende Seite)Magnus Njalson - Herrscher von Malkuth auf Karnicon.Maleskari von Jhanar - Herrscher von Cyrannia auf Zhaketia.
  • 42. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasMarco Baaran Badulla, meist kurz als Badulla bezeichnet, ist der Erzherzog vonAlthea in Bagunda auf Karcanon und als solcher einer der Heerführer, die 406 zumJahr der Generale auf Myra gemacht haben. Er führte strategisch wesentliche Zügedes BURG gegen das Imperium von Bakanasan. Er gehört zu denGründungsmitgliedern des Goldenen Ordens, dem er seit fast 20 Jahren alsGeneralhochmeister vorsteht.408 wurde er Lordkanzler und Großherzog von Bagunda und trieb die Reichsreformvoran. Nach schweren Schlägen in den Kriegen gegen Bakanasan und die Purpurne
  • 43. 43Bruderschaft trat er 411 als Lordkanzler und Großherzog zurück, wurde aber 424erneut in beide Ämter berufen.Als Lordkanzler der Konföderation von Bagunda leitet er im Namen der GoldenenKönigin das Regierungskabinett, ist Mitglied des Prätoriums und sitzt demKöniglichen Rat vor. Als Großherzog des Reichs unterstehen ihm zumindest formalalle militärischen Einheiten in der Konföderation, auch die Provinzheere derMitgliedsstaaten. Vor allem aber hat der Großherzog den Vorsitz des HöchstenMilitärgerichtshofes inne. Als Hochmarschall von Bagunda hat er Befehlsgewaltüber die konföderierten Reitertruppen und steht als Großadmiral von Bagunda undAlthea der Admiralität der konföderierten Marine sowie der altheanischenKüstenwache vor.Kurzbiographie Badullas (verfasst von einem bagundischen Hofschreiber) Dieser Abschnitt ist aus der Sicht eines Bewohners von Myra geschrieben und daherHinweis: notwendigerweise subjektiv.Marco Baaran Badulla wurde um 380 nach Pondaron - ein genaues Datum ist nicht bekannt- in den damaligen ophischen Grenzgebieten des bugandischen Königreichs als zweiterSohn von Sandor Curda Badulla und Saraana Dimbula Baaran geboren. Schon in jungenJahren machte er im lokalen Militärwesen eine steile Karriere. Als ihm das Kommando überdie Grenztruppen des gesamten Ophis übertragen wurde, war er gerade mal 20 Jahre alt. Diemeisten seiner Soldaten waren deutlich älter als er; seine natürlichen Führungsfähigkeiten,sein Charisma und vor allem sein strategisches und taktisches Geschick brachten ihm jedochtrotzdem mehr als nur Loyalität und Gehorsam ein.Im so genannten Befreiungskrieg gegen Bakanasan war es vor allem sein Weitblick undseine militärischen Fähigkeiten, die zur Befreiung der transbugandischen Gebiete führte, dieheute zum Erzherzogtum Althea und zum Fürstentum Rubrikon gehören. Gleichzeitig war eseiner seiner engsten Freunde, der aus Lapathien stammende Thomas Kyrill, der im Phialaeähnliche Erfolge erzielte.Nach seiner Ernennung zum Lordkanzler des neu geschaffenen Vereinigten KönigreichsBagunda erhob er seinen Kriegskameraden zum Erzherzog von Lapathien: Thomas Kyrillwar von nun an als Thomas von Lapathia bekannt. Die Lordkanzlerschaft Badullas jedochstand unter keinem guten Stern. Bakanasan gelang es überraschend, große Teile Lapathienszurückzuerobern. Während der Großteil der bagundischen Truppen dort gefesselt waren,drangen von Machairas her zugleich kampfgewaltige Heere der Pupurnen Bruderschaft mitFeuer und Schwert ins Land ein; ihnen folgten nur allzu bald Plünderparties derWagenvölker. Thomas von Lapathien fiel an der Spitze seiner Truppen, als er in der GroßenSchlacht von Anthrizien - nahe der heutigen bagundisch-lapathischen Grenze - dem Feindzwar große Verluste beibrachte, ihn aber dennoch nicht besiegen konnte.Seit jener Zeit ist die Furcht vor einem erneuten Einfall der Völker aus dem Machairas inden betroffenen Gebieten groß. Für viele verband sich der Feldzug der Bruderschaft mit der
  • 44. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasErinnerung an frühere Einfällen der Wagenvölker, die ja auch über die Kalampe ins Landeingedrungen waren. Die verbrannten Dörfer wurden daher nun größtenteils nicht wiederaufgebaut, sondern zu gut befestigten Wehrsiedlungen zusammengefaßt.Bagunda selbst aber war durch den Zweifrontenkrieg und die Verluste in der Schlacht vonAnthrizien entscheidend geschwächt; da die Gefahr bestand, dass durch den zweifachenAngriff die phialaeischen Grenzmarken vom Rest des Reiches abgeschnitten würde,bemühte man sich im diesen benachbarten Karalo-Floran um Verbündete und fand sieschließlich in Bofri, dem Badulla die Marken als Lehen übergab.Auf diplomatischem Wege gelang es mit Unterstützung Bofris, einen Waffenstillstand mitBakanasan zu erreichen; mit Hilfe der neuen karalo-floranischen Verbündeten gelang dieVertreibung der Bruderschaft und sogar ein Gegenschlag über die Kalampe gegen dortvermutete Verbündete der Bruderschaft mit der Eroberung und Sicherung des BrückenkopfsKalam Hold. Letztlich war Badulla aber durch den Verlust seines Freundes, vielleicht auchdurch die militärischen Niederlagen amtsmüde geworden und trat als Lordkanzler zurück.Aus den folgenden Jahren, in denen er als Erzherzog die reiche Provinz Althea regierte, istnur wenig bekannt. Nicht lange nach seinem Rücktritt als Lordkanzler warf ihn eine schwereKrankheit nieder, die ihn für Monate ans Bett fesselte. Wieder genesen, plante erForschungsreisen in ferne Länder, um neue Handelsrouten zu erschliessen. Zu diesemZweck baute er große Flotten auf, die dann aber sämtlich für das "silurische Abenteuer", wieer es nannte - die Wiedereroberung Silurs durch die Lichtliga - requiriert wurden und zumgrößeren Teil niemals heimkehrten. Trotz dieser Rückschläge wird er in Althea bis heute alsFörderer des Handels sowie als gerechter Richter sehr verehrt.Noch weniger ist über sein Privatleben bekannt. Einst wurde ihm eine Affäre mit einerhohen Angehörigen des Königshauses angedichtet, es gibt aber keinerlei Belege dafür. InAlthea rühmten sich zu verschiedenen Zeiten verschiedene Damen der Stadt einer engerenBekanntschaft, und bei verschiedenen gesellschaftlichen Gelegenheiten wurde Badulla auchin wechselnder weiblicher Begleitung gesehen. Er selbst aber hat immer jede Stellungnahmezu privaten Angelegenheiten dieser Art verweigert.Vor kurzem nun wurde Badulla erneut ins Amt ins Lordkanzlers berufen. Bagunda befindetsich erneut in einer Krise; an vielen Orten gibt es separatistische Bestrebungen, derWiederaufbau der militärischen Schlagfähigkeit nach den Verlusten in den Kriegen umLapathien und um Silur wurde lange Zeit nur sehr unsystematisch betrieben, dieStaatsfinanzen sind unübersichtlich, und die Binnenwirtschaft leidet unter den - bislangglücklicherweise nur politisch, nicht militärisch ausgetragenen - Auseinandersetzungenzwischen den Provinzfürsten. Badulla hat sich in dieser Situation an die Spitze der Partei derReformer gestellt, die die Einheit des Reichs erhalten, zugleich aber dem Wunsch nach mehrEigenständigkeit der verschiedenen Völker des Reiches Rechnung tragen wollen.Segment: Karcanon - Reich: Bagunda - Provinz: Althea - Name: Marco BaraanBadulla - Myra-Fundorte: 1/12
  • 45. 45Marlant von Lutin - Der Herrscher oder Siktar des Wüstenreiches Lutin aufCorigani, führte sein Reich in das myraweite Lichtbündnis, die LIga gegen FinstereEinflüsse, LIFE.Marvek var Barak ist 3. Stadtherr von Ortjola. Im Jahr 420 n.P. Sprecher desHandelsrates von Ortjola und damit eine Art Herrscher.Myra-Fundort: Bote von Karnicon 50Melnen khar Torr - Herrscher von Naran-torr auf Zhaketia.Morhail - einer der Herzöge Noringyrs im Altertum, der die Gesetzte seinesVorgängers aufhob. Es ist nicht viel über den Nachfolger Corroghains bekannt. Aberseine magiefreundliche Politik ermöglichte es der Coalan-Familie ihre heutigeStellung einzunehmen. Zur Persönlichkeit Über sein Leben mag nicht viel bekanntsein. Aber sein Charakter lässt sich aus seinen Taten schlussfolgern. Denn er wolltealles neu machen, sich von seinen Vorgängern distanzieren. Er war zwar wenigerkämpferisch als Corroghain. Aber er sicherte seine Macht mittels der Magie.Mormand de Arrival Visond - HERDer Lumeyn, der Lichtkönig von Ugalien im heutigen Rodebran am Ende desAltertums, der zuviel Vertrauen in den ErzMagier Vassander gesetzt hatte. SeinBruder Laffeur war mit Britor und Vermond ein Problem für Ugalos und ein Feinddes Grafen Corian. "Der L’umeyn Mormand de Arrival Visond glaubte, nicht richtig gehört zu haben. Alles durfte sein Gegenüber von ihm verlangen, alles, nur das nicht. »Ich werde die Insel verlassen«, wiederholte er deshalb, wobei er sich bemühte, seinen Worten eine besondere Betonung zu geben, die keinen Widerspruch duldete. Aber er merkte selbst, daß es ihm nicht gelang. Der Erzmagier hatte in besseren Zeiten für ihn die Entscheidungen getroffen, er tat es auch diesmal. »Nein«, sagte Vassander und schüttelte den Kopf. »Aber es war ohnehin meine Absicht, den Sommerpalast jenseits des Flusses aufzusuchen.« »Nicht jetzt!« »Ich will nicht sterben, Vassander, verstehst du? Laß uns fliehen, bevor es zu spät ist.« »Niemand kann der Schwarzen Magie der Caer-Priester entkommen.« »Dann laß es uns wenigstens versuchen.« Flehend wurde sein Blick, mit dem er den Erzmagier ansah. Aber damit erreichte er überhaupt nichts. Eigentlich hätte er es wissen müssen. »Was soll das Volk von einem Lichtkönig halten, der vor dem ersten Unheil flieht, das über seine Stadt hereinbricht?« »Niemand wird es erfahren«, jammerte Mormand. »O doch!« nickte Vassander. »Glaube nicht, daß dein Verhalten dir zuträglich wäre. Jeder wird glauben, daß du Furcht empfindest.« »Aber der Pöbel hat selbst nichts anderes im Sinn, als Ugalos zu verlassen.« »Vergiß nicht, daß du befohlen hast, die Brücken zu sperren. Nur jene Adligen dürfen die Lorana überschreiten, die ein Jagdhaus oder überhaupt einen Sitz außerhalb haben.« »Schließlich kann ich sie unmöglich der Gefahr aussetzen. Ich verstehe nicht, weshalb du mir die Rettung verweigerst.« »Es sind die Sterne, L’umeyn. Sie stehen ungünstig.« »Für mich? Sprich! Was sagen sie?« Vassander fuhr sich mit der Hand durch seinen Bart. Er zögerte mit der Antwort. »Ich will dich nicht unnötig beunruhigen«, sagte er
  • 46. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras dann. »Rede endlich!« forderte Mormand. »Es liegen Schatten auf dem Geschlecht derer von Arrival. Du solltest dich davor hüten, die Götter herauszufordern. Bleib auf dem Platz, den sie für dich bestimmt haben!« »In Ugalos?« »In Ugalos!« nickte Vassander." ―Hubert Haensel [Quelle]Segment: Rodebran - Reich: Ugalien - Name: Mormand de Arrival Visond - Mythor-Fundort: My22Moushart - Der Cran der Berker, eines Stammes im Ophis von Salamos am Endedes Altertums, Herr der Speicherburg Dhachar-Rash. Angeblich mit finsterenMächten im Bunde und durch Blutmagie des Nachts geschwächt, so dass er amMorgen stets ein grosses Mal zu sich nahm. Seine Gegner waren vor allem dieSchurketen des Cran Achad von Yarman-Rash. "Cran Moushart, der sich beim Eintreten des Grauen mit verärgertem Stirnrunzeln erhob, war nichts von alledem. Er war ein Räuberhauptmann, der die Plünderer und Raubritter der Berker anführte – und nicht nur dies. Moushart befaßte sich mit Schwarzer Magie. Der von den salamitischen Steppenvölkern wie auch von den »Beschützern« aus den Heymalländern sowohl gefürchtete wie auch gehaßte Cran starrte den Grauen finster an. »Siehst du nicht, daß ich mich den Ergötzlichkeiten eines opulenten Frühstücks hinzugeben beliebe? Wie kannst du es wagen, mich zu stören?« Eine Menge gut gewürzter Speisen war vor Moushart aufgebaut worden; reichhaltig und gut zu frühstücken war ihm ein Herzensbedürfnis. Alle anderen Mahlzeiten konnten weitaus schmaler ausfallen, doch frühmorgens schrie sein Magen förmlich nach schmackhafter Sättigung, und es war unter den Berkern zur Redensart geworden, daß selbst ein hungriger Wolf nicht so furchterregend sei wie ein beim Frühstück gestörter Moushart. »Sprich, Orgor«, verlangte Moushart. »Was hast du gesehen?« »Schurketen«, sagte der Graue trocken. Der Cran holte mit einer Grom-Keule aus, die er im Lauf des Frühstücks bis auf die letzten Fleischfasern abzunagen beabsichtigt hatte. »Ich schlage dir diesen Knochen um die Ohren, wenn das alles ist, was du sahst«, drohte er grimmig. »Etwa zwanzig Hirten«, sagte Orgor. »Sie reiten Geleitschutz für eine Handvoll Stummer Großer.« Cran Moushart schnaufte. »Du spielst mit deinem Leben, Orgor. Was sollen die Stummen Großen schon an Schätzen bieten außer ihren kostbar verzierten Schwertern?« Orgor lächelte wissend. »Sie führen einen Machmannen mit sich. Ihm gehören ein Einhorn sowie eine Menge anderer kostbarer Dinge. Ein reich verzierter, prunkvoller Sattel und Waffen, wie du sie nie zuvor gesehen hast, Cran.« Moushart, der seine Zähne gerade in das Fleisch versenkt hatte, riß ein gewaltiges Stück aus der Grom-Keule heraus, kaute kräftig und nachdenklich und senkte dabei die buschigen schwarzen Brauen. »Beschreibe, oder, bei Dryazituum, du landest in einem großen Topf mit kochendem Pech und Schwefel!«" ―My34 Drachenflug [Quelle]NNadoor - Söldnerführer aus der Gegend von Karalo-Floran auf Karcanon.neFallinn ò Maìri war die zierliche kleine Königin von Cuilleann Croi-Tor. Siehatte ihre Jugend im Zauberwald von tUisge mFhial verbracht und liebte Kunst,
  • 47. 47Musik und Literatur über alles. Nun bedeckten die Reste ihres seidenenMorgenmantels den schönen jungen Leib nur spärlich.Sie hatte bei der Ankunft des Fremden nicht genug auf die äußeren Anzeichengeachtet. Im letzten Herbst war Rambot "Rabenschnabel", nachdem er einenPlünderzug gegen Cuilleann Croi-Tor gemacht hatte, von Kriegern des Landesgefangengesetzt worden, konnte dann aber entfliehen. Kurz nach seiner Flucht warein Fremder erschienen, der angeblich ein innerster Feind des Finsternis sein sollte.Eine merkwürdige Aura umgab ihn, ein Glimmer von Fremdheit.Wer hatte ahnen können, daß dieser Mann der verkleidete Rambot der Rassler war?Wer konnte vermuten, daß er nur die Feldherren von Croi-Tor durch Geldgeschenkeauf seine Seite bringen wollte, um selbst Herrscher des Landes zu werden.In jener Nacht konnte neFallinn nicht schlafen. Merkwürdige Träume raubten demjungen, wunderschönen Geschöpf den Schlaf. Als vom Hain der Druidin tFhaìlinn niShuinoìnn Schreie herüberdrangen, warf die junge Königin sich ihren Mantel überdie Schultern und wollte nach dem Rechten sehen. Doch sie kam nicht weit:Mit aufgelöstem Haar und in ihrem seidenen Morgenmantel begegnete sie auf denStufen ihres Palastes dem Üblen, dem Mann, der sich ein halbes Jahr in ihrer Stadtaufgehalten hatte. Es war Rambot der Schwarze mit seinem finstren Rabenschnabel,umschwärmt von einem Dutzend dunkler Raben. Neben ihm standen die beidenHohen Feldherrn der Hochländer, die dereinst einen Eid auf die Königin geschworenhatten, durch Geld gekauft...Der mächtige Rambot warf neFallinn mit einem mächtigen Schlag beiseite, um sichauf den altehrwürdigen Thron von Croi-Tor zu setzen, auf dem seit vielenGenerationen nur Frauen Platz genommen hatten. Harte Hände ergriffen die zarteKönigin und warfen sie in den dunkelsten Keller, in dem einst Rambot schmachtenmußte.Tränen rollen nun von ihren Wangen, die so von ihren eigenen Kriegern enttäuschtwurde. Ihr Volk leidet unter der Gewalt des fremden Usurpators. Das lieblicheGeschöpf, von der Hand der Natur selbst in zartesten Farben und Formen gemalt,trauert sitzend und hofft, daß dereinst ein starker Held sie errette.Nuazacpotl - HER – Herrscher der Nebcatlan. Er führte sein Volk in die ersteBannung und rettete so viele Nebcatlan vor dem Exodus. Als Nebcazon arNebcazon(oder einfach Nebcazon) unterging, irgendwann zwischen 7.000 und 4.000 v.P.segelte er mit wenigen Schiffen über die See und entkam so dem Pakt Chnums undSeths. Nach langer Nuazacpotlai erreichten sie schließlich mit Mactopicti eine neueHeimstatt.Segment: Gwynddor - Reich: Nebkazon arPharon
  • 48. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasOOdam - Der Prinz der Düsternis, der im Altertum in der Düsterzone für das Lichtkämpfte. Der Dämon Guuron, von dem er besessen war, wurde in den Schwarzsteinvon +AshCaron gebannt, und Odams Krieger mit ihren Schlackenhelmen wurden zumächtigen Verbündeten des Lichts, vor allem für den Shallad Luxon und den+Alleshändler Necron.Segment: Gwynddor - Reich: Reich der Düsternis - Name: Odam - Mythor-Fundort:My46, 73, 97, 116Orlac Kosartos - HER – ehemaliger Tansum (Herrscher) von Sartakis - OrlacKosartos war um 415 nP Sprecher der LIFE auf Corigani.PPalinat Dephenis - Herrscher des Reiches Gudo-Savor im Bund der freienHandelsstädte Zhaketias auf Zhaketia..Payn - Mit den Titeln Ykylta a Arkovaryt y Tngypha die ehemalige Herrscherin vonKwyyn auf Zhaketia, im Jahr des Gedächtnisses 427 noch Reichshohepriesterin derGötterzwillinge Anur und Pura zu Arlays.Philanthus von Montalban - HER (Ehemaliger) Herrscher von Aurinia aufYsatinga um 405 n.P.Polon von Encebol - Am 4. Tammus im Jahr des Feuers 407 weihte sich Polon vonEncebol, der Gottkönig der Anguri, in der Tempelpyramide von Naruwa aufKarcanon dem göttlichen Jaguar, Catpoc, den andere Manuijan nennen.Priak-orn - Festungskommandantin der Hauptstadt Ter-A-took. Die 380 n.P.geborene Orn war Meisterschülerin in der traditionellen Kampfschule "Kerbatu-pekit" ("Borgons Faust"). Schon bald nach ihrem Abschluss stieg sie zurHeerführerin auf, und erlangte 412 n.P. das Amt der "Toogar-paak"(Festungskommandantin). Sie gilt als fanatische Anhängerin des Wolfsgottes. DieGarnison der Hauptstadt zollt ihr bis zum letzten Mann größten Respekt unduneingeschränkten Gehorsam. Ab 431 n.P.: Nach dem Abklingen der Zeitpest überKiombael führt Priak-Orn die Regierungsgeschäfte des Reiches Tarn-A-tuuk alsTuuk-Tar-paak. Ihr engster Berater ist der ehemalige Tuuk-Or-taak und nochamtierende Kerbatu-birkan Tor-tenak.
  • 49. 49QQuinty – Elfenkönigin. Eine schöne, strenge und aus einem uralten Adelsgeschlechtstammende Elfin. Königin der Elfen von Taron don Umn, Gattin des ElfenkönigsKatuum von Taron don Umn.Mutter der Traumritterin und Fürstin Sunrise von Sakilia.Segment: Karcanon - Region: Kezunsea - Reich: Taron don UmnRRagall von Silur ist seit 405 der König von Silur, der aber nicht in der HauptstadtBelfalas residiert, sondern am Sitz seiner Gattin, Martyna in Karalo-Floran.Ragall war der zweite König der Bofri als Kaiser von Karcanon anerkannte.Ranx von Sortanas - Finsterbaron und Herrscher von Sortanas auf ZhaketiaReijinara nVarthar - Frühere Deye von Borgon-Dyl, als Nachfolgerin ihrer Tante,Lyralenda V. Selbst gefolgt von ihrer Cousine Shayol nVarthar.Hinterliess vier eigene Kinder, Jhiru,Hescard sowie die Zwillinge Shantayet undCheyal zusammen mit Keladhan von Lydon, dazu eine als Tochter adoptierte Nichteihres Bruders Dalken, Reiji.Rexor von Temania - HER - Der Herr des Sumpfes, der Herrscher von Temania aufCorigani.Segment: Corigani - Reich: Temania - LeiterIn: Rexor von Temania - Myra-Fundort:12/102-106, C20/31Rhyam von Caer - Reichs-Hohepriester des Rabengottes +Artan in Elay undehemaliger Regent des Reiches. Der im Großen Tempel auf dem heiligen BergPerazim lebende Rhyam von Caer gilt als Gegner einer unter dem Hause +Delbegonnenen Bindung des Reiches an die Finsternis, und versuchte den seiner Obhutanvertrauten jungen Rhyr yar Del in dieser Richtung zu beeinflussen.Gleichzeitg aber ist er als Priester des Gottes der Ordnung und Gerechtigkeit nichtdafür, Verträge zu brechen, nichteinmal Verträge mit Subarashi und dessenHerrscher +Zardos. Wenn allerdings die "Volksgerechtigkeit" die Gerechtigkeit in
  • 50. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrasdie Hand nimmt, wie beim Sturz des Sareth yar Del, steht Rhyam von Caer dem wohlauch nicht im Wege.Segment: Corigani - Reich: Elay - Provinz: Perazim - Name: Caer, Rhyam vonRhyr yar Del - Ex-Herrscher von Elay auf Corigani, in den Jahren um 410 nP.Ridalon ist der Herrscher von Refor, nicht aber Leiter der BMR auf Karcanon. DerLeiter der BMR, Bineon, untersteht ihm als Bürger, nicht aber als Bankherr. Segment: Karcanon - Reich: Refor - Myra-Fundort: WB9/18Rigenos-Katorn Baynahn - HER - Der Herrscher von Thorrog auf Corigani um 412nP als König der Thyrr.Robbin – Pfaderkönig - Ein Pfader, der aus der Pfadergilde ausgestoßen wurde, weilsein Treck mit +Phanus verloren ging, und der schließlich im Dunklen Zeitalter mitCarlumen als Herz im heutigen Yhllgord eine neue Pfadergilde gründete, die bisheute überlebte.Segment: Yhllgord - Reich: Cao-Lulum - Mythor-Fundort: 101Ruhl Olodovo - auch Ulodovo, Ulodovol - Herrscher von Ossoriar auf Corigani seitmindestens 404 nP. Der Piratenkönig trägt das Prankenmal als Symbol seinerUnterwerfung als Person unter den Hochlord der Finsternis, Zardos, und seinesReiches unter die Ziele der Dunklen Union, als er um 405 angesichts der Übermachtder Finsternis keine andere Chance sah als sich als Vertreter des Chaos zur Finsterniszu schlagen.Ruhl Olodovo hat diese Entscheidung, wie es heisst, schon bereut, zum Teil revidiertund doch bisher überlebt.Ryld Melarn - Herrscher des Reiches Zwarniac im Bund der freien HandelsstädteZhaketias auf Zhaketia.SSndar - Herrscher, ja Imperator von Caranar auf Zhaketia.Sareth yar Del - Ex-Herrscher von Elay auf Corigani, in den Jahren um 405 nP.Scaith mac Luand - Ehemaliger Herrscher als einstiger Ferdun von Rhyandi aufYsatinga (bis zum Jahr des Feuers 407 nP), war danach auch kurz Segmentshütervon Corigani (um 412) als Nachfolger des Raniar von Sylphond, zog sich dann aber
  • 51. 51durch Sylphond nach Ki zurück. Ob und unter welchem Namen er jemalszurückkehrte oder zurückkehren wird ist allgemein unbekannt.Der Senat ist die gesetzgebenden Körperschaft in Bakanasan. WesentlicheGruppierungen sind die Imperiale Partei, die Republikanische Partei und dieReligiöse Partei, doch gibt es keine feste Mitgliedschaften. Ganze Gruppen vonSenatoren können plötzlich die Partei wechseln, wenn es ein Meinungsführer tut.Der Senat besteht aus 600 Sitzen, davon werden 150 von der BakanasanischenReichskirche und 50 von der orcanischen Kirche besetzt.Myra-Fundort: MBM11Shaer ODhana - Der Herrscher von Ashcaran auf Gwynddor. .Shain vher Ghadan - Der Herrscher von Rest-Kelani auf Karcanon als Nachfolgeroder Stellvertreter des Averlan von Kelani, residierte bis 422 nP in Burg Ydishall,deren Graf er ohnehin war.Shanodar Balinor - Reichsoberhaupt, Bewahrer des Glaubens an Ygorl und derTraditionen Manrastors im Eisigen Band von Zhaketia.Shavarhan ay Drundyr - Herrscher von Ashdaira auf Corigani ab etwa 406/407 nP.Shawnasseh - HER -(Ehemaliger) Herrscher vonTaphanac. Auf Corigani.Shayol nVarthar - Deyevon Borgon-Dyl, als Cousineihrer Vorgängerin ReijinaranVarthar wurde sie ihre nochvon dieser bestimmteNachfolgerin als Herrscherindes Reiches, als Reijinara aufgeheimnisvolle Weise ver-schwand und während ihrerGefangenschaft auf Telentronals gestorben galt. Nach Reiji-naras Rückkehr auf derThalysmeryonde in Beglei-tung des Keladhan von Lydontrat sie 412 nP freiwillig dieHerrschaftswürde wieder anReijinara ab, um sich derLichtliga anzuschliessen zuder als damals wichtigsteFigur im Bund der Blumen Bofri von Domtrayi aufgerufen hatte.
  • 52. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasBei der Lichtliga freundete sie sich mit dem magischen Leiter der Lichtliga, Katuum vonTaron don Umn, an, um schliesslich selbst auf Silur als Nachfolgerin des ermordeten BdB-Verbündeten, Evrobyhp von Quadrophenia, zur militärischen Leiterin der Lichtliga zuwerden. Ihren diplomatischen Bemühungen ist schliesslich der Vertrag von Silur geschuldet,der eine Räumung der Insel durch alle Unterzeichner und einen langjährigenWaffenstillstand zwischen den dort kriegführenden Parteien - und eine Ansiedlung mehrererMonsterheere rund um das Grüne Meer - zur Folge hatte. Mit diesem Vertrag konnte Silurden Silurern unter König Ragall zurückgegeben und das Tor am Bel-Arad geschlössenwerden.Bei ihrer Rückkehr von Silur war sie erneut zur Deye als Nachfolgerin geworden, dennReijinara war an Gift gestorben und ihre Kinder mit Keladhan, Jiru und Hescard, sowie ihreals Kind adoptierte Nichte Reiji, waren alle zu jung um vom Reichsrat in Betracht gezogenzu werden. In Borgon Dyl verlässt Shayol sich auf ihre beiden Freundinnen Auria vonLydon, die Schwester des Keladhan und Fürstin dieser zentralen Stadt des Machairas, undTamae von Ormarad, die Tochter eines Handelshauses und Fürstin einer Seehandelsstadt.Ihre Heere hat sie seit langem als dem Telidayin Mardon anvertraut, der in der GrossenEbene des Freistaats Aerinn Krieg gegen die seit dem Jahr des Buches mithilfe einesSplitters des Buchs der Alpträume beschworenen und dort grassierenden Dämonen führt.Mardon ist seit mehreren Jahren auch der Ehemann ihrer Freundin Auria.Shuad el Ahara - Ex-HER.Einstiger Herrscher alsfrüherer Padishah vonZertanien auf Karcanon, waser als einer der Adeligen desGrünen Kreises mit Hilfe desSeeker-Priesters Aprion, desMagiers Clarion und derHeerführer Temandor Ghaanund Golcondar wurde, als derfrühere Padishah Ara derMächtige in der Revolutiondes Barak yl Yassara gestütztund getötet wurde.Signifer von Dyvenloon wardie Herrscherin vonDyvenloon auf Gwynddor.Sie folgte einerProphezeihung zum Jahr desDrachen und bemühte sichmit Botschaften an Otwelavon Memmering wegen Silurund an die ganze Lichtwelt,die Befreiung der von Arus
  • 53. 53Ur Eklas besetzten Stützpunkte der Wergols auf Silur und auf Rillanon. Zusammenmit den Apellen des Clarion von Helion trug sie so wesentlich zur Entstehung dervom späteren Kaiser Bofri von Karcanon geleiteten Lichtliga bei, die sie zusammenmit Vargas von Tronja auf dem Schwarzen Schiff begleitete, von der sie jedoch nichtzurückkehrte.Segment: Gwynddor - Reich: Dyvenloon - Myra-Fundorte: 9/148-151, WB1/8-12Skugbarast Exedron ist der Worbandt und Herrscher der Wergols von Wergolost(Karcanon), mit 1000 Dragolreitern im Gefolge des Feuerhundes des Seth, Arus UrEklas, im Jahr des Feuers 407 n.P. zum Bel-Arad auf die Insel Silur gekommen unddort erst durch die vereinten Kräfte der Lichtliga im Jahr des Drachen 412 n.P.weitgehend besiegt. Gilt als tot oder verschollen.Sleig von Darhgond. - Ex-Herrscher des vereinigten gemeinsamen ReichesDarhgond auf Karcanon ab etwa 404 n.P. durch Amtsverzicht seines Vaters JoramIV von Nyrgond. Gewillt, die im benachbarten Dschungel von Pottuvil hausendeGöttin Pottundy herauszufordern starb Sleig vor seiner Zeit, so dass Joram erneut dieHerrschaft antrat.Steqker von Tharan - EinKrieger aus dem Hochlandvon Tharan. Einst mit demJahr der Generale einer dererfolgreichsten Generäle imKrieg gegen Bakanasan,gefeiert als "Schlächter der50.000" beim Kampf um BurgKybera, wurde er einige Zeitnach dem Meuchelmord anseinem König Evrobyhp, derbeim Kampf der Lichtliga aufSilur ermordet wurde, zumneuen König vonQuadrophenia auf Karcanon.Steqker musste nach dem Jahrder Spinne vom Krieger zumStaatsmann werden, vomSchlächter zum Diplomaten.Ein Schritt dazu war derHeiratsplan, eineAufforderung an die Frauenim Ophis Karcanons, sich umseine Hand zu bemühen - undviele folgten dem Aufruf:
  • 54. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasMichiko aus Bakanasan, Nomi da Gekor aus Midlifee, Marlikar aus Ligurien warennur drei davon. Für Nomi da Gekor schliesslich entschied er sich als neue Königindes Reiches. (Bild: Steqker bei seiner Hochzeit mit Nomi da Gekor )Svengar Johansson Rothaar von Port Mear war um 412 nP der Herrscher vonThar Scandi auf Ysatinga. Titel: Erster Kapitän, Herr des Rates, Herr der See und derLande von Port MearSylt - jüngste Tochter der erstgeborenen Zwillinge Mart und Marne, gleichzeitigerste Magiebegabte unter den Ter-baak. Daher oft, besonders in der Lyrik, auch"Erstgeborene" (Goralka) genannt. Über Sylt gibt am besten das GoraltenianaAuskunft, aus dem im Folgenden zitiert sei: Marne gebar im Mond nach Beroks und Kamiks Hochzeit ihre jüngste Tochter Sylt. Als sie heranwuchs, wurde Marne eines außergewöhnlichen Talentes ihrer Tochter gewahr. Ohne Kraftanstrengung vermochte sie brockenschwere Felsen anzuheben, ja gar ohne sie auch nur zu berühren. Auch war sie bereits im Alter von nur fünf Jahren von einer Klugheit und Weisheit durchdrungen, wie sie sonst erst durch jahrzehntelange Lebenserfahrung erworben wird. Mit sieben Jahren hatte sie bereits die Mysterien des Steinkreises gemeistert. Im Alter von 12 Jahren gelang es Sylt als erster, eine Ter-geek zu zähmen. Fünf Jahre später legte sie den Grundstein für die ersten Häuser, die am Ufer des Tabeek- surat erbaut wurden (Anmerkung des Übersetzers: Gerüchten zufolge sollen die Mauern des ältesten, oder zumindest Teile davon, noch heute das Erdgeschoß eines der prächtigsten Paläste von Aldop-took bilden) und gründete damit Ter-A-took. Sie war es auch, die den ersten Birek-Talarka unterhalb der Stadtanlagen errichtete. Sie wurde von Teral zur ersten Talarka-birkan geweiht, als sie gerade 24 Jahre zählte. Je mehr Sylt zur Frau heranreifte, umso mehr wurde sie von allen verehrt, und nichts war ihr je wichtiger als das Gemeinwohl, was sie unumstritten zur Herrscherin über das erste Staatswesen von Tarn-A-tuuk machte. Jedoch wurde sie nicht nur verehrt, sondern auch begehrt. So war es Taran, Beroks zweiter Sohn, der sein Herz an sie verlor, aber auch das ihre gewann.TTChlaur Xchrano - Der Herrscher von AlChatanir auf Corigani zumindest vonetwa 404 bis 420 nP.Talak Ian - Der Astra, der Herrscher von Astragon auf Gwynddor, als Nachfolgerdes Dakra, ab 408 nP.Talon Nachtwind - König des Elfenreichs Aldaron auf Corigani um 420 nP. Überseine Vorgeschichte ist wenig bekannt. .
  • 55. 55Tamarrah YOulon - Ex-Herrscher. Einst Sicherheitschef in Athanesia des KönigsRa ma Dan, der sich nach dessen Tod an die Macht putschte und Konkurrenten wieRa ma Dans Wunschnachfolger +Carlos da Scandalon verfolgen und später dendesignierten König +Tonsor einsperren ließ. Setzte das Gesetz zur Aufrechterhaltungder Ordnung im Lande GAOL in Kraft und beherrschte zu seiner Zeit den Rat derAlten von Athanesia RAA. Über sein Verschwinden wurde viel spekuliert, auch daßAmazonen aus +Sandramoris ihn entführt und als Sklaven über +Elcadan in dieWüste nach +Keorapukur verkauft hätten.Segment: Karcanon - Reich: Athanesia - Provinz: Zentralteil - LeiterIn: TamarrahYOulonTamilan Sternenschön -Ehemalige Hochköniginvon Aldaron auf Coriganials Gemahlin des Hoch-königs Keyar Sternen-falke, Gastgeberin desBardentreffens von Atani-mar. Mit Keyar vermutlichim Jahr 420 nP nachCeltonia verschwunden.Gilt als Verfasserin ver-schiedener Lieder und Ge-dichte, so etwa „ImZauber des silbernenSees“(Bild: Tamilan in Temania beimZaubern. Bild: Kris, Made for Myra)Tarkin y Roban -Herrscher von Sartakis -als Nachfolger des OrlacKosartos um 420 nP aufCorigani.Tasrail - Sozusagen Herr-scher von Quadad auf Zhaketia als prominenter Einwohner ist der AnurpriesterTasrail.Tel-Soronar el Ereb - Patriarch von Traedoch, Herrscher von Ordomar (Kiombael)Tellish - Magier. Einst als Tellish von Ataris die Geschicke dieses auf Karcanongelegenen Lichtreiches unter verschiedenen Königen oder Padishahs leitend. Dannals Nachfolger von Aaron und dessen Interims-Nachfolger Artabat XII. lange Zeitder Segmentshüter von Karnicon. .
  • 56. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasTerral Rhigos - Der Herr der Tiger von Thumgal war der erste (und vielleicht letzte)selbständige Herrscher des aus den ehemaligen Stragien Thum und Algal gebildetenkleinen Reiches Thumgal am Grünen Meer Karcanons. Gehörte zu den treibendenund dochj skeptischen Gründern eines möglichen "Zweiten Helionischen Seebunds"und zugleich zu den starken Kritikern des Valdran yr Rautha, dem er ein Paktierenmit dem finsteren Wergolost vorwarf.Mit seiner Gefährtin Carol-Ann ist er nach deren Besuch beim Orakel von Kalampeeines Tages spurlos verschwunden, wohl auf eine Mission zu Ehren Dondras, undsetzte den "General" als Nachfolger ein.Thagamon al Gombolosch - HER . Letzter bekannter Hochältester der Zwerge vonXumbroschs-Aran-Tor vor Ausbruch der Zeitpest auf Kiombael.Thalin na read Aladain - Herrscher als Nachfolger der Sturmkönigin Dorilys vonAron lon Dorinam (Corigani) ab etwa 415 nP.Thor Ragnar - Ehemaliger Herrscher der Asen von Asengard, im Gebiet desheutigen Ashdaira (Corigani). Ein treuer Gefolgsmann und Hohepriester desDonnergottes Dondra. Führte sein Reich um 404 nP in die von Aron lon Dorinamausgerufene Liga Unabhängiger NAturvölker, LUNA.Thorgo AKhemi - Ex-HER, Meister des Feuers. Chaotischer Herrscher von +Actys.Mußte zugunsten von Giroadon AKhemi abdanken, als die Gunst des Feuers ihnverließ. In Actys gibt es Tischvulkane - und das Erlöschen seines Tischvulkanswurde als schlechtes Omen, als gegen ihn gewendete Drehung des Schicksalsrades,gedeutet. Thorgo AKhemi hatte sein Land in die Graue Föderation GFC geführt.Wichtigstes Ereignis seines Lebens war das in seine Regierungszeit fallende Jahr desFeuers 407 nP in dem +Almagnar der Meisterschmied kam, um in den Feuern von+Acgra-Fyrth zu schmieden.Segmente: Corigani - Reich: Actys - Name: AKhemi, Thorgo - Myra-Fundort: 4/94Tonsor von Shaerwold - Fürst Conzifuge der Deuter, sein Vorgänger als Earl,ernannte ihn zu seinem Nachfolger als Earl von Shaerwold in Scandalon. Carlos daScandalon, designierter neuer König, ernannte ihn zu seinem Nachfolger alsdesignierter König von Athanesia.Der Sumpfhexe Hecate von Voodoo, erklärte er für Athanesia den Krieg - und sieihm persönlich. Tamarrah yOulon, der putschende Sicherheitschef und neueHerrscher, ernannte ihn zum Freiwild. Eine der Amazonen von Sandramoris töteteihn dem Vernehmen nach bei einem Freundschaftskampf in Samala, wo er unterwegswar, der Prophezeihung vom zweiten König aus Grammarye nachzujagen.Ragnafir, ein Zwerg, übernahm die offenen Fäden seines Lebens und folgte seinenSpuren durch Athanesia.Segment: Karcanon - Reich: Athanesia - Provinz: Shaerwold
  • 57. 57Tor-taak - diese Bezeichnung vereinigte in sich Name und Titel des ehemaligenHerrschers des Reiches Tarn-A-tuuk auf Kiombael. Tor ist der Name des Clans, ausdem er stammt, taak ist die Kurzform des Titels Tuuk-Or-taak, der soviel bedeutetwie "Edler Behüter des Reiches des Lebens".Er wurde 346 n.P. als Bek-tenak geboren. Als erster der Bek brach er ein ehernesTabu seines Clans, in dem er die totale Ablehnung des rivalisierenden Clans Torüberwandt. Wie aus Bek-tenak Tor-tenak wurde, ist hier beschrieben.365 n.P. übernahm Tor-tenak das Amt des Tuuk-Or-taak aus den Händen seinerVorgängerin Sin-taak, die in ihrer Regierungszeit viele Schicksalsschläge für ihrReich und Volk hatte hinnehmen müssen. Tor-taak führte das Reich zu neuer Blüte:nach dem Großen Brand im Sommer 381 n.P. sorgte er für den Neubau und einebeträchtliche Erweiterung der unteren Teile der Mittelstadt, im Zuge dessen wurdenauch Ober- und Unterstadt um- und ausgebaut sowie neue Befestigungen errichtet.Tor-taak veranlasste auch die Zusammenstellung des ersten Bergbaukommandos,dessen Einsatz zur Erschließung einer Eisenerzmine in den Terbak-Bergen führte,die bis in die 390-er Jahre gewinnbringend ausgebeutet wurde. Unter seinerHerrschaft dehnte sich das Reichsgebiet von Tarn-A-tuuk im Machairas bis zu denRändern der ewigen Gletscher aus. Zu Beginn des Jahres 401 n.P. übergab er dieHerrschaft in die Hände seines Nachfolgers Barn-taak. Seither übt er weiterhin alsTor-tenak sein Amt als Kerbatu-birkan aus.Toryme - "Seekönigin" und letzte Deye vorm Beginn des "Dunklen Zeitalters" (4.Jh. v.P.)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylTurrlogh von Aerinn, Herrscher des Freistaats Aerinn auf Karcanon. Regierte nachdem Tod (oder Verschwinden?) des Ursus Goldmaske von der Insel Aerinn aus, eineZeit lang zusammen mit dem Havariat Taakan-Taan aus der Sekte der Naaliten.Tyama Leah, verehelichte Tyama yar Del - Herrscherin von Llyn dhu Morthgemeinsam mit ihrem zuvor schon ohne sie regierenden Vater Heary Leah. Als yarDel und Gattin des Herrschers von Elay, Sareth yar Del, musste sie von Corigani[fliehen nachdem dieser dort zum allgemeinen Feind erklärt und besiegt worden war.Heary Leah nahm seine Truppen und Bürger von LDM und folgte den Darhlearennach Urbs Navis, das er, diese zuvor von Zardos besetzte Stadt erobernd, zu seinerund Tyamas neuen Hauptstadt machte, versprach ihr aber, ihr Recht auf den Thronvon Elay für sie eines Tages zurück zu gewinnen.Tyrain ap Nagyarn - Ehemaliger Herrscher von Ashdaira auf Corigani.
  • 58. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasUBaron Urbaros war der frühere Herrscher von Cubanar auf Kezunsea. Aus seinerAbstammung aus dem Hause Urbarschk, von den ersten Reichsverwaltern vonAthania, leitete er seinen Thronanspruch auf den Königstitel von Athanesia ab, wardamit aber nicht erfolgreich. Durch Vermittlung von Bruder Carlaska wurde damalsein bereits ausgerufener Thronfolgekrieg beigelegt und das Athanesische Heer unterGeneral Banser konnte sich anderen Aufgaben widmen.VValdran yr Rautha - Ein Anführer derPurpurnen Bruderschaft von Karcanon,zunächst nur Comes von Mermidon inAntalien, am Jong-sai Fluss, dannArchonregantor, schliesslich Gründer desZweiten Helionischen Seebunds HSB.Dessen Scheitern bei der VereinnahmungHelions war auch Valdrans Scheitern. In einemSchauprozess in Helion, bei dem dieChnumpriesterschaft eine wesentliche Rollespielte, wurde er verurteilt und imHafenbecken Helions versenkt.Valea – Tochter von Lyralenda III ( und Deye244-271 n.P.) (ermordet)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylVamos dal Grachez - HER - Soweit bekanntletzter Herrscher der Inquisition auf Ysatinga.Varene - Tochter von Lyrana I. (Deye 379-385n.P.) (Selbstmord)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylVarinja - Herrscherin als "Oberste Heerführerin" im Amazonenreich Granduja aufKiombael. Die Wurzeln des Reiches gehen in die Ophiswelt zurück.Im Eulenmond 418 n.P. heisst es über sie: „Auch anderen Frauen machen von sichreden. Varinja, oberste Heerführerin aus Granduja zeigt sich unerbittlich wenn es um die
  • 59. 59Sicherung der Küste, welche der einzige Zugang zu den Gewässern Nebcatlans ist, geht.Warum und weshalb wird unwirsch mit ´weiblicher Intuition´ abgehandelt. Oder verbirgtder Ausläufer der See Nebcatlans doch ein noch wohlbehütetes Geheimnis? Doch somanche andere ungeahnte Überraschung für die streitbaren Weiber liegt in der nahenZukunft... .Segment: Kiombael - Name: Varinja - Myra-Fundort: KiombaelHP-PDFVincent Corellion Hawk (auch Vincent Corallion Hawk) - König von +Thar Scandiab Tammus/Aw 413 n.P. als Nachfolger von Svengar Johannson Rothaar.Segment: Ysatinga - Reich: Thar Scandi - Name: Vincent Corellion Hawk - Myra-Fundort: Y29/16Volcar ist der letzte König von Nykerien im Altertum, bevor der Lichtgott Tamithon(Chnum) das Land mit seinem Fluch belegte.WWachholder XXIV. war der letzte Kaiser von Bakanasan auf Karcanon, um das Jahr400 nach Pondaron begann er von Praeparata aus, wo er dies vorbereitet hatte, einenEroberungszug um die Ebene von Midlifee und andere früher zum SchwarzenImperium gehörende Gebiete mit seinen Reiterheeren unter Kontrolle Bakanasans zubringen. Sein Reich reichte von den Toren Kelanis bis vor die Tore Athanesias, vonden Toren Encebols bis zu den Toren von Quadrophenia.Während er unterwegs war, den Krieg der Lichtwelt mit der LIFE gegen die Burundivon Pottuvil zu tragen und Kelani zu retten sprach in der Hauptstadt FraxinusExcelsior für ihn, der auch im Segmentsboten von Karcanon als Pressesprecherfirmierte - bis zum plötzlichen Tod Wachholders nahe dem Grenzfluss, anscheinenddurch Gift, woraufhin Fraxinus als Imperator die Macht ergriff und mit mehrerenHerzögen und Proconsuln, darunter Hermanus Tirion, Adez Ducatez, Acrym Boldhound Vincent McDragon, das Reich Bakanasan, angeleitet durch den Hohepriester derFeueranbeter der Orcan-Sekte, Keshop, wieder als Imperium regierte.Mit seiner eifrigen Verfechtung der Religion des Göttervaters Chnum, die er auchmit dem Schwert verbreitete, machte sich Wachholder nicht nur Freunde. Gerüchteihn in Verruf zu bringen waren schon zu Lebzeiten im Umlauf. Sie bringen ihn mitWerwölfen in Verbindung und unterstellen ihm auch Verhandlungen mit demHochlord der Finsternis, Zardos. Belegt wurde jedoch nichts davon.Wilken von Darhlea - Ehemaliger Herrscher von Ruatha auf Karcanon als Invasorund Anführer der Darhlearen auf Karcanon, bis zur Fusion mit dem Hochland-Nachbarreich Nyrgond um 404/405 n.P.Gründer von Urbs Navis mit den Schiffen der Invasionsflotte als Grundlage derersten Häuser.
  • 60. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasWirena – Tochter von Lyralenda IV. Regierte als Deye von Borgon-Dyl (325-355nP) (getötet von ihrer Nichte Lyrana I.)Segment: Karcanon - Reich: Borgon-DylXXAlvos ORan-din ist seit 404 der XAl (Hochkönig) von Garunia auf Chelodarnund als solcher einer der drei Co-Kaiser des Dreikaiserreichs Garelda auf Karnicon.YYlva-Li vom Goldenen Horn - Herrscherin von Ranimara auf Corigani ist Ylva-Lials Hohepriesterin der Jani.ZZDun - Der Herrscher der Schrch Rssn, der Hobgoblins von Shodo Wun, residiertin Burg Gokba am Grünen Meer. Er kam mit seinen Truppen aus dem Tor im VulkanBel-Arad auf Silur und erhielt im Gegenzug für seine Unterzeichnung des vonShayol der Schwarzen verfassten Vertrags von Silur eine sichere Überfahrt von derInsel auf den Hauptkontinent Karcanon, wo Turrlogh vom Freistaat Aerinn ihmeinen Teil der Strategie Tuval als eigenes Reich Shodo-Wun anbot, in dem dieMänner gesammelt und getötet und die Frauen den Shrch Rssn zur Paarung zurVerfügung gestellt wurden. Es war ZDun der in diesem Küstenstreifen die Anbetungeines Dämonenprinzen vorantrieb.Zardos - Hochlord der Finsternis, Herrscher über Subarashi, das auch alsMörderwabe bekannt ist, Herr der Mörderbienen und damit auch Herrscher über dieSegmentsränder. Einer der Gründer und der Leiter der myraweiten Dunklen Union(DU), manchmal auch "Darkpack" genannt. Seit dem Jahr der Krone auchDunkelkaiser - was auch immer dieser Titel für die Finsterreiche Myras bedeutenmag.Segment: Karcanon - Reich: Subarashi - Provinz: Mörderwabe - Name: Zardos -Myra-Fundorte: R5, 1/12, 1/19, 2/4, 2/47-48, 3/25, 3/26, 4/7, 4/105, 5/3, 5/8,5/10-11, 7/6-11, 7/31-34, 8/8-19, 8/68, 9/19-20, 10/6-10, YII/121-124Worbandt Zhurvraigh Zhrokkath Exedron - Der Herrscher von Arunthog aufGwynddor.
  • 61. 61 KAR C A N O N(Bild: Jenny Dolfen, used with Permission)
  • 62. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Artabras Gontabrion, genannt Hlill (Karcanon, rund um das Grüne Meer)"Ein Mann in Schwarz, mit dunklem wirren Haar, dessen Gesichtszüge in derDunkelheit kaum zu erkennen waren." "Seine Augen waren rabenschwarz, doch inden Pupillen schimmerte ein rotes flackerndes Licht." Seine Sprache ist dazugeeignet, Leute in Verwirrung zu stürzen, sich ihrer selbst unsicher zu werden.Scheint hypnotische Kräfte zu besitzen und die Macht über Menschen.
  • 63. 63Seine Lehre ist die folgende: "Wisse, der Tag ist ein Trug, das Licht scheint nur hellund überstrahlt nur Grauen und Mord. Siehe die Kerker der Mächte, die sich demLicht verschrieben haben, siehe die jämmerlichen, erbarmungswürdigen Kreaturen,die seit Jahren in feuchten Löchern an die Wände geschmiedet zu ihren Folterernflehen. Doch keine Gnade kennt das Licht. In den Verliesen der waffenstarrendenBurgen verfaulen die Leiber abertausender Gemarterter. Das aber ist nicht alles.Hast Du je einen Krieg erlebt? Weißt Du, was es heißt, wenn die Lichtreicheerfolgreiche Eroberungszüge gegen die sogenannte Finsternis feiern? Die weißenGewänder ihrer furchtbaren Soldaten sind blutdurchtränkt, ihre Schwerter bespritztvom Blute wehrloser Frauen und Kinder. Wo vorher blühendes Leben war, lassensie Einöde zurück, wo vorher Menschen friedlich ihrer Arbeit nachgingen sind dieFelder verbrannt, die Dörfer zerstört, die Heuhaufen, die von guter Ernte undWohlstand kündeten, sind Leichenbergen gewichen. Der Tag wird zur Nacht, wennRauchschwaden verbrannten Fleisches die Sonne verdunkeln. So erkenne denn: DasLicht ist die wahre Finsternis!Die Nacht ist nicht dunkel, nicht finster und nicht böse. Zwar sind auch unsereKriegszüge nicht gewaltlos, aber sind wir nicht ehrlicher? Bekennen wir uns nichtzu unseren Taten? Komme zu uns, mein Freund! Schlage Dich auf die Seite derFinsternis, auf die Seite der Sieger!Es bricht das Jahr der Spinne an! Unser Jahr wird es sein! Die Zeit der Lichtreiche,die Zeit Chnums und der anderen Götzen ist abgelaufen. Vernichte die hellenGedanken Deines Inneren. Überwinde die schlechten Eigenschaften deiner Seele.Merze Deine Zweifel aus, und verschreibe Dich der guten Sache. Erkenne deinenwahren Herrn! Der mächtigste Gott hat ein Auge auf uns geworfen! Uns ruft derHerr der Hitze und des Düstermondes! Werde ein Jünger Seths!"Artabras Gontabrion konnte und kann Marktmeister mit seiner Stimme und seinemBlick überzeugen, ihm einen Platz auf den Märkten für sein Zelt der Magie und derTräume zuzuweisen. "Traumdeutung" ist etwas, was er als Gewerbe schon betriebenhat; tatsächlich aber kann er die Träume von Menschen, die er schon berührt undangesehen hat, in gewissem Maße beeinflussen. Yol na Ruhir wurde so beeinflusst.
  • 64. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Wichtige Personen Borgon-Dyls (Karcanon)Anmerkungen:Deye bezeichnet die Herrscherin über Borgon-Dyl. Die Ausübung der Macht im ReicheBORgons liegt seit etlichen Generationen in der Familie nVarthar.Nodeyan bezeichnet die/den Verwalter(in) einer der drei Provinzen Torgan-Dyl(Kernprovinz), Machairan-Dyl und Bakan-Dyl.Caydeyan bzw. Jendeyan ist der Titel der/des zivilen Verwalterin/s einer Stadt bzw. Burg(Caideyas bzw. Jendeyas bezeichnet eine(n) lediglich nominelle(n) Titelinhaber(in)).Caibon bzw. Jengon ist der Titel der/des militärischen Kommandantin/en einer Stadt bzw.Burg.Fett gedruckt sind in dieser Liste die Namen von Personen, die im Anschluss ausführlichervorgestellt werden. *********************Shayol nVarthar Deye (HER) von Borgon-Dyl, BORgon-PriesterinShimuen nLon Erzmagier von Borgon-Dyl (Jendeyas von Pathenaeh)Dharkesh nVarthar Reichshohehpriester des BORgon im Großen Tempel zu SheronaideSoryla nVarthar Reichshohehpriesterin des NORytton im Großen Tempel zu OrgareenaAnachet Reichshohehpriesterin der KEIiris im Großen Tempel zu KeiaraKelgan gul Aziz Reichshohehpriester des CHNum im Tempel zu LydiaVanijadal nGediji Borgajid (Oberster Befehlshaber aller Landtruppen)Kylijad nLeynar Norphelo (Oberster Befehlshaber aller Flotten)Mardon yKarthar Militärstrategischer und Außenpolitischer Berater, der Deye, Oberbefehlshaber der Heere im Feldzug gegen AerinnKhardesh nVarthar Nodeyan von Torgan-Dyl, Sitz Organ-DylKijara nMeerym Nodeyan von Machairan-Dyl, Sitz MorabylAuria nYlon Nodeyan von Bakan-Dyl, Sitz Lydon (dort auch Caideyan)Jorhas nRahe BORgon-Priester im Heiligtum im Tal der DeyeKeram yTandral BORgon-Priester-Novize im Heiligtum im Tal der DeyeHyfar Tamenda CHNum-Priester im Tempel zu FariaSandor ne Kerlat CHNum-Priester im Tempel zu TraniaKhamal Ser File CHNum-Priester im Tempel zu ConriaZorman cen Calanis CHNum-Priester im Tempel zu Karia
  • 65. 65Erlara nNisai Heilerin in DiktyladSynhale nVarthar Heilerin in MyrnaTamjilin yXyda Heilerin in TransaiKeladhan cen Darion Gesandter in Quadrophenia (Caideyas von Lydon)Kardon xen Darmatel Gesandter in Quadrophenia (Jendeyas von Ardyl)Albran nMerram Gesandter in Quadrophenia (Jendeyas von Meeryn)Barlam nArthen Gesandter in Quadrophenia (Caideyas von Magnadon)Garien Tamenda Gesandter in Quadrophenia (Jendeyas von Transai)Myreema nDetha Caydeyan von Organ-DylAesdhan nRoya Caibon von Organ-DylTandal Nemara Caibon von LydonKylen nDahjar Caydeyan von MorabylReiljan nTaytris Caibon von MorabylIrgesh nKarim Caydeyan von HasdandhEnyra nLon Caibon von HasdandhIshara nVandalyn Caydeyan von TupaleeTerlik Pestan Caibon von TupaleeJimut nTamarin Caydeyan von BorgomylRelkan nTamarin Caibon von BorgomylRijika nKymyar Caydeyan von FarathonValon nKymyar Caibon von FarathonLyrijide nShar Caydeyan von VerlhanatJehan nVarthar Caibon von VerlhanatRaijilin nOycerra Caydeyan von OrmaradSirad nKamal Caibon von OrmaradSharoyl nArthen Caydeyan von MagnadonVarron nAnsar Caibon von MagnadonSseirin nDaynja Caydeyan von SheronaTormat nJalkhan Caibon von SheronaChelraen nVarthar Jendeyan von MacheranSinya nDalon Jengon von MacheranRhyndal nKymjeda Jendeyan von AtarimRaijad nKymjeda Jengon von AtarimDijilna nVaijin Jendeyan von Gamybel
  • 66. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasKyldan nAnsin Jengon von GamybelLodytha nMeerym Jendeyan von BylreenTanyr nShelis Jengon von BylreenKalanyd nTarlem Jendeyan von SermylonPentara Vortiv Jengon von SermylonTesmer ne Collard Jendeyan von CeriaKalon Poumir Jengon von CeriaBrandos ne Kelimes Jendeyan von BradykaTrebant Kolumir Jengon von BradykaHeglor cen Tasumir Jendeyan von KarandtSimian Telegon Jengon von KarandtShendrar Velvarn Jendeyan und Jengon von TransaiVerdoel Mermayn Jendeyan von TranjorVerdol Koralin Jengon von TranjorWenjirah nRihal Jendeyan von ConrighanHalkan cen Darrion Jengon von ConrighanShardan ne Valar Jendeyan und Jengon von ArdylRenji nDesha Jendeyan von FeryloanSaland nMiye Jengon von FeryloanJhiru nVarthar Jendeyan von MyrnaDenjot nDahjar Jengon von MyrnaBordan nGandor Jendeyan von MeerynCeryl nCelim Jengon von MeerynTamjilarna nErijit d.Ä. Jendeyan von Dylreen, derzeit unterwegs in KezunseaArylijian nCyl Jengon von DylreenArhenja nKorlay Jendeyan von PathenaeArhon nKorlaij Jengon von PathenaeCor nKelrandt Jendeyan von SylreenKervalad xen Mariol Jengon von SylreenCelim ne Costra Jendeyan von PodrimDossem ne Welor Jengon von Podrim
  • 67. 67 Albran von MeerynAlbran nMerram, dessen Name seltsamerweise oft falsch als Dalbran oder Albrageschrieben wurde, ist Jendeyas von Meeryn und Gesandter von Borgon-Dyl inQuadrophenia. Barlam von MagnadonBarlam nArthen - Gesandter inQuadrophenia (Caideyas von Magnadon).War einer der Heerführer mit Shayol beider Lichtliga auf Silur um 412 nP.
  • 68. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Der Lebensweg des Mardon y´Karthar (Borgon Dyl, Karcanon)Als Mardon im Jahre 394 n.P. in Morabyl geboren wurde, hätte noch keinervorherzusagen gewagt, daß er zu den Mächtigsten im Reiche Borgon-Dyl aufsteigenwürde. Sein Leben begann im Hause einer Seefahrerfamilie, die regen Handel vorallem mit Karalo-Floran trieb. Als im Jahre 404 n.P. das Flaggschiff der Familie y´Karthar wieder auf große Fahrt nach Machairas ging, waren auch der junge Mardonsowie sein Vater und einige seiner Geschwister an Bord. Es wurde die letzte Fahrtder Borgyndisnea, kurz vor Kap Zalit wurde sie von Piraten der PurpurnenBruderschaft geentert und ausgeraubt und schließlich versenkt. Bei dem Gemetzelkam Mardons Vater Halgar sowie wahrscheinlich auch seine ältere HalbschwesterHosanda ums Leben, sein jüngerer Bruder Nijan und seine Cousine Baryol wurdenwie er selbst in die Sklaverei verschleppt. In Helion diente er zunächst im Hause desSchreibers und Bibliothekars Brakhtan Escamoil, bis er nach dessen Tode denBautrupps am Arion zugeteilt wurde.In den Wirren des Jahres des Feuers gelang es Mardon, der Sklaverei zu entfliehen,jedoch fiel er alsbald in die Hände der Wergols. Doch wie durch ein Wunder ließenjene ihn ungeschoren, nachdem sie überzeugt waren, daß er kein helionischer Spionwar. Ausgesetzt in den Schädelbergen am Vulkan von Wergolost, wurde er von einerMarhug-Familie aufgenommen und ins Hochland von Nautir an der kladischen KüsteRillanons gebracht. Dort lebte er etwa ein halbes Jahr, umgeben von Mißtrauen.Ein Fischerboot von Devur strandete eines abends an der Küste Nautirs. Die Marhugnahmen die Insassen gefangen, offenbar in der Absicht, sie oSeth zu opfern. In einerNacht-und-Nebel-Aktion gelang es Mardon jedoch, sie zu befreien. Er floh mit ihnenvon der Insel Rillanon, die er seither nie wieder betreten hat. Doch auch von Devurvertrieb ihn das Schicksal alsbald wieder. Bei einem Überfall aerinnischer Piratenkam Mardon nur knapp mit dem Leben davon, nicht jedoch seine Geliebte, die er aufDevur kennenlernte. Mardon verließ Devur und schwor Aerinn ewige Rache. InPeleas schloß er sich dem thumgalischen Heer an, das in den Krieg gegen Aerinnzog. In Tuval geriet er dabei in Kriegsgefangenschaft, aus der er sich jedoch durcheinen listigen Plan mit Unterstützung dreier algalischer Mitgefangener befreienkonnte. Die wilde Flucht quer durch Tuval überlebten jedoch nur zwei derFlüchtlinge. Mardon erreichte schließlich den Ophis von Ataris und fand alsbald einSchiff, das ihn in die Heimat zurückbrachte.
  • 69. 69Zurückgekehrt, erfuhr Mardon vom traurigen Schicksal seiner restlichen Familie.Von einer Pilgerwanderung zum Borgon-Heiligtum im Hochland von Sheroanidewar nur sein älterer Bruder Legor zurückgekehrt. Mit knapper Not war er demÜberfall umtatluvischer Banditen entronnen. Seine Mutter Yandhala fand den Tod,die jüngere Schwester Marwynn wurde entführt. Es gibt also wahrlich genug Gründefür Mardon, den Freistaat Aerinn zu hassen.Es war Baryols Mutter Rasghala, die trotz des Verlustes ihrer Tochter, auch diesewar ja von der Borgyndisnea weg verschleppt worden, Mardon davon abhielt, sofortein selbstmörderisches Kommando gegen Aerinn zu führen. Stattdessen ermuntertesie ihn, eine Ausbildung als Telidayin zu beginnen, wie sie selbst eine genossenhatte. So kam Mardon 411 n.P. nach Myrna und wurde Mitglied der Gilde derTelidayin. Nach dem Ende der Ausbildung fuhr er nach Lydon, wo die StatthalterinAuria n´Ylon auf den talentierten Kämpfer, Musiker, Kartographen und Historikeraufmerksam wurde. Sie empfahl der Deye Shayol, Mardon in Ihren Beraterstabaufzunehmen, was diese auch tat, nachdem sie sich selbst von den außerordentlichenKenntnissen und beträchtlichen Fähigkeiten des jungen Mannes überzeugt hatte.Alsbald wurde Mardon zum engsten Berater der Deye, zum Oberfbefehlshaber derTruppen gegen Aerinn, aber auch zum Geliebten Aurias und Vater ihrer TochterMoraya. In den folgenden Jahren hat er schwere Kämpfe gegen die hinterhältigenWagenvölker der Großen Ebene ausfechten müssen, die jedoch von keinemdurchschlagenden Erfolg gekrönt waren. Erst in jüngerer Vergangenheit, getriebendurch die Notwendigkeit, den in der Großen Ebene umherstreifendenDämonenhorden Einhalt zu gebieten, die dort ganze Landstriche entvölkert haben,konnten die Heere Borgon-Dyls unter Mardons Führung in der Großen Ebene teuererkaufte Erfolge erzielen, deren bisherige Krönung die Eroberung der einstbagundischen und seit Jahren von Aerinn besetzten Burg Kalam-Hold darstellt.Damit ist das Hinterland für die weitere Säuberung der Großen Ebene von derDämonenplage vorerst gesichert.Erwähnenswert sind auch Mardons Verdienste um die Modernisierung und denAusbau des Borgon-Dylschen Verkehrsnetzes sowie der Verteidigungspositionen amUfer des Conramat, bemerkenswert sein Einsatz für die Gleichberechtigung derhellhäutigen Völker Bakan-Dyls. Auf seine Initiative entstand der erste grosseChnumtempel auf Borgon-Dylschem Boden, unweit der Metropole Lydon, die unterMardons Einfluß weiter an Bedeutung gewonnen hat und zur Festung ausgebautwurde. Es sei hier angemerkt, daß Mardon y´Karthar selbst ein glühender VerehrerBorgons ist, doch ist sein Handeln mehr von Toleranz als von Fanatismus geprägt.
  • 70. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Tamjilarna nErijit d.Ä.Tamjilarna nErijit (* 23. Tammus 401 n.P.), ihres Zeichens Jendeyan (Burgherrin)von Dylreen (und als solche seit 422 n.P. Nachforlgerin ihrer Cousine AelliannErijit, deren 409 n.P. geborene Tochter denselben Namen trägt), ist so schwarz wieEbenholz. Ihre purpur-violetten Augen zeichnen sie zudem als eine Borgon-Dunreinsten Blutes aus. Ihre zierliche Gestalt mag darüber hinwegtäuschen, dass sie mitder Kriegsaxt, die sie am Gürtel trägt, durchaus umzugehen weiß.Trotz ihrer Herkunft aus einer der Hochburgen des NORytton-Glaubens, ist dochDylreen direkt an der Meeresküste, und zwar am sogenannten Schlund, derMeerenge zwischen der Weiten See und dem Inneren Meere, gelegen, hat Tamjilarnad.Ä. (die von ihren Freunden, Vertrauten und Verwandten auch kurz "Larna" gerufenwird), wenig mit dem Herrn der Delphine am Hut. Doch auch wer nun meint, ihrereinblütige Abstammung von den Kindern BORgons, und auch ihr durchauskriegerisches Wesen, ließe den Schluss zu, dass sie sich dem Schütterer inbesonderer Weise verbunden fühlte, liegt falsch. Vielmehr folgt sie derFamilientradition der nErijit, die spätestens seit der Regierungszeit Reijinaras sichoffen zu KEIiris bekennen, die von vielen in Borgon-Dyl als Göttin der Heilungverehrt, und von nicht wenigen als Mutter BORgons und NORyttons angesehenwird. Ob nun Larna diesen letzteren Irrglauben teilt, mag getrost bezweifelt werden.Anlässlich einer Pilgerreise zum großen Heiligtum der KEIiris im Borgomyl-Walderfuhr Larna von einem geheiligten Ort, der sich inmitten des AmazonenreichesSandramoris auf Kezunsea befinden sollte. Genaueres wusste selbst dieOberpriesterin nicht zu sagen. So zögerte Larna nicht lange und erbot sich, nachSandramoris zu reisen, um mehr über diesen mysteriösen Ort zu erfahren...Ihre Reisen führten sie zunächst an den Küstenort Loogal in der FestlandprovinzDirzunhael des von Kondelf dem Befreier beherrschten Inselreiches Dirhael, daseinst unter der Sumpfhexe Hecate als Voodoo bekannt war. Kurz nach ihrer Ankunftin Loogal – und manche vermuten (vollkommen zu Unrecht) einen Zusammenhang –ereilte die aufstrebende Küstenstadt eine Natur(?)katastrophe wahrhaft undbuchstäblich zerstörerischen Ausmaßes. Nur noch rauchende Trümmerberge liegendort verstreut, wo einst die stolze Hafenstadt unter dem Licht des Lichtbringersblühte. Nach bisherigen Erkenntnissen hat Tamjilarna d.Ä. diese Katastrophe mitknapper Not überlebt, nicht zuletzt dank der Hilfe einiger bunt zusammengewürfelterWeggefährten, deren Bekanntschaft Larna in den Tagen seit ihrer Ankunft in Loogalgemacht hatte.
  • 71. 71 Prinz Xyar (Xyar-Karan, Karcanon)Xyar - Prinz des untergegangenen Reiches Xyar-Karan als Sohn des aus dem Amtvertriebenen Zzaren Avictor von Xyar-Karan. Seine Mutter soll eine Fee aus demWald von Mannar sein. Im Jahr 427 nP wird Xyar 20 Jahre alt - und macht sich aufden Weg, das Schicksal zu suchen, das ihm, wie er findet, von seinem NeffenFlorian, der ihm so ähnlich scheint, gestohlen wird.
  • 72. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras HERALDIK IN SILUR Lossgart Abbo, Kanzler von SilurEin Wappen ist Kennzeichen einer Familie oder einer Siedlung, gebildet aus denSchutzwaffen des gepanzerten Kriegers, aus Schild und Helm, ergänzt um dieHelmzier und Helmdecken. Die Wissenschaft von den Wappen heißt HeraldikGemeinhin setzt man den Beginn der Heraldik mit dem Auftreten gepanzerter Ritterauf dem Schlachtfeld und beim höfischen Turnier gleich. Im Gefecht wurdenkontrastreiche Zeichen nötig, dass die komplett verhüllten Streiter einander erkennenkonnten, im Turnier konnte das Publikum seine Favoriten schon von weitem anseinem Wappen erkennen.Auch wenn es in Silur nie ein Heer gepanzerter Ritter aufgeboten hat und es nie einTurnierwesen des Adels gegeben hat ist es dennoch üblich, dass Adelige undGemeine Wappen führen, als Zeichen der Familie, um Besitz und Eigentum zukennzeichnen, um Urkunden zu besiegeln und als Schmuck für Heim und Grab.Alle Geschichten führen die silurische Heraldik auf Rothelm Abbo zurück, der inden Erzählungen um König Jermay auftritt und als Herold aus Athanesia beschriebenwird. In vielen Familien, vor allem aber im Hochadel der Insel wird überliefert, dassRothelm Abbo ihre Wappen gezeichnet hat. Tatsächlich entdeckten wir als wir imLichtzug Silur befreiten bei den Rittern aus Dunster im Lande Athanesia vielebekannte heraldische Motive.Die oben abgebildeten Wappen der vier großen Familien, welche die Lords der Inselstellen sind mit die ältesten Silurs und werden so schon seit über 350 Jahrenüberliefert. Die moderne Heraldik Silurs ergänzt das Wappen gerne um das Weidra,die Gürtelschließe welche die Zugehörigkeit zu einer Kheitara kennzeichnet und dieam Gürtel diagonal über den Schild gespannt gezeigt wird.Oben links: Familie Värmann, Marshalle von SilurOben rechts: Familie Abbo, Kanzler von SilurUnten links: Familie Ax, Mundschenke von SilurUnten rechts: Familie Albuskjell, Kaplane von Silur
  • 73. 73
  • 74. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras GW YN D D O R (Bild: Jenny Dolfen, Used with Permission)
  • 75. 75 Soretion – Priester- Großtharn von Melanior (Gwynddor)Es war letztlich einer der Schüler von Goranion, der den Großtharn Urebion an derSpitze der Macht ablösen sollte. Zwar folgte Soretion der reichsweiten Konversionzum Glauben an Zamnaits mächtigeren Vater Catpoc (gewissermaßen ist Soretionein Opportunist, und da er mit arcaner Magie, deren Hauptgott Zamnait unbestrittenist, nicht so viel anfangen konnte, versprach der Dienst am Sonnengott auch mehrpersönliche Macht für Soretion), jedoch verübelte er dem Großtharn, dass durchdessen Schuld der Stein des Feuers aus dem Reiche verschwand.Nach jahrelanger öffentlicher Kritik an Urebions Unvermögen, dieRegierungsgeschäfte zur Zufriedenheit seiner Untertanen zu führen, unter anderemwurde ihm eben die Vertreibung Goranions und damit der Verlust des Steines desFeuers zur Last gelegt, war es nur eine Frage der Zeit –und die von nur mäßigemErfolg (um es mal sehr sanft auszudrücken) begleiteten Kriege gegen Kitora taten ihrübriges– bis Urebion so unbeliebt wurde, dass eine der mindestens zwei Dutzendmilitanten Splittergruppen des politischen Untergrundes ein erfolgreiches Attentatausübte, um Urebion aus dem Wege zu räumen.In den anschließenden Unruhen zeichnete sich Soretion als Rächer des Ermordetenund Friedensstifter im Reiche aus, und mit wohldurchdachten großangelegtenSäuberungsaktionen gelang es ihm, die militanten Untergrundgruppen auszuräuchernbzw. zur Verantwortung zu ziehen. Damit war der Grundstein für seine steilepolitische Karriere gelegt, die ihn schließlich auf den Gipfel der Macht in Melaniorführte.
  • 76. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasBei seiner Machtübernahme wurde Soretion mit dem Titel „Priester-Großtharn“geehrt, womit er sowohl weltliche als auch kirchliche Macht des Reichesrepräsentiert. Soretion herrscht mit gerechter Strenge, und selbst seine ärgstenGegner werden ihm seine Regierungskompetenz nicht absprechen.Soretions engster Berater ist Marschall Thoradion. Als Oberbefehlshaber führt er dieHeere Melaniors mit strategischem Geschick, und sonnt sich zurecht im Abglanz derMacht des Priester-Großtharns.Daß nun endlich der Nebel von Melanior sich hinweggehoben hat, wird nicht ganzzu unrecht von vielen als Soretions persönlicher Verdienst angesehen. Sein innigesVerhältnis mit Catpoc hat dazu geführt, dass der Sonnenherr die Nebel zumSchmelzen brachte, wird von Soretions Anhängern bekräftigt, obwohl dieser inseiner typischen Bescheidenheit seinen Beitrag in dieser Sache zu untertreibenversucht. Die Lichtung der Nebel wurde wochenlang im Catpoc-Tempel vonGolgoroth zelebriert, wobei Tausende Zeugen der ausschweifenden Zeremonien undOpferungen wurden. aufgezeichnet von Talerion, Hofschreiber im Falkenmond 424 n.P.
  • 77. 77 ZHA K E T I A(Bild: Jenny Dolfen, used with permission)
  • 78. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Personelle Veränderungen (Irgendwo in Zhaketia)Es war ein lauer Abend. Tags zuvor hatte es geregnet, und immer noch hielten sichbeständig einige Nebelschwaden in den Straßen, die am Morgen mit den erstenSonnenstrahlen entstanden waren. Doch die Bauern waren nun in die Randbereicheder Stadt zurückgekehrt, die Marktschreier hatten Ihre Zelte längst abgebaut, diePfandleiher waren in Ihre Kassen verschwunden und das Haupttor in der Mauer, aufder routiniert einige Wachen patrouillierten, war geschlossen. Es war kaum nochjemand auf den Straßen, nicht zuletzt wegen des Vollmonds, den die breite Masseder Unterschicht für allerlei Unbill verantwortlich zu machen pflegte.Kaum einer sah also den schwer gepanzerten Reiter, den die Wachen anstandslos dieTorpforte passieren ließen – noch um diese Uhrzeit. Das Pferd, ein auffallend großesTier mit einem mächtigen Schädel, war ebenso unter einer schweren Rüstungversteckt wie sein Herr. Die Sporen, bewehrt mit messerscharfen Spitzen, blitzen inden regelmäßigen Abständen der Fackeln, die entlang des Weges zur Palastanhöheangebracht waren, hell auf.Erst hier, wo die Gestalt vom Tor kommend an den steinernen, wuchtigen Abbildernvergangener Herrscher vorbei ritt, wurde seine ganze Größe deutlich. Aufrecht aufdem Pferd sitzend, ragte der Kopf des Reiters etwa vier Schritt über den Boden. DieSchultern des Pferdes lagen nicht weniger als zweieinhalb Schritt über dem Grundund der Schädel des Tieres war nicht nur bullig, sondern auch in etwa auf gleicherHöhe mit den Köpfen der Steinpferde mit Ihren ebenso steinernen Herren, die dieStraße säumten – und diese Standen auf Podesten!Das Hufgeklapper eines Pferdes war nun nichts Ungewöhnliches in der Stadt – undso beachteten es auch jene Bürger, die in Ihren Häusern bemerkten wie jemandvorbei ritt, nicht weiter. Nur einer, Serbarat, verfolgte den Mann schon seit dem Tor.Der Mittdreißiger mit buschigen Augenbrauen diente der Stadt nun schon seit seinerKindheit, so wie sein Vater und Großvater schon. Und hätten die Wachen diesenReiter nicht so anstandslos eingelassen, hätte er schon längst Alarm geschlagen.Aber so waren Ihm die Hände gebunden – keiner würde seinem Ruf folgen, wenn derihm unbekannte Gast so gute Referenzen hatte, wie es schien. Dennoch ließ er nichtvon seinem Ziel ab. Die Gestalt war ihm höchst suspekt – und unheimlich obendrein.Denn wenn man das Reittier genauer in Augenschein nahm, so war einem schnellklar, dass es sich dabei nicht um ein gewöhnliches Pferd handeln konnte. Die Augen,die hinter der Rüstung hervorlugten, glühten in einem unheiligen Purpur, und dasGebiss des Viehs glich einer bastralischen Sumpfechse weitaus mehr als einemPflanzenfresser. Überall zierten verzierte Klingen die Rüstung von Tier und Reiter,
  • 79. 79und es schien, als wandere eine kleine Nebelwolke beständig neben den beiden her.Überhaupt fragte er sich abermals, was diese Kreatur hier suchte – und woher in sieum Himmels Willen kam.Die Beiden – „Gast“ und Verfolger – waren gerade auf halber Strecke auf dem Wegzum Palast, als Serbarat plötzlich stolperte. Laut schepperte ein Eimer, der amStraßenrand gestanden hatte – er hatte ihn in der Dunkelheit der Gasse übersehen.Sofort tauchte Serbarat in den Schatten einer Hausecke. Das Klappern der Hufeverstummte, stattdessen hörte ein tiefes Schnauben. Dann rasselte die Rüstung, undein paar Momente später hörte er die Hufe wieder…Aber nun kamen sie in seineRichtung!Langsam schlich sich Serbarat entlang der Hauswand zum nächsten Eingang.Peinlich genau versuchte er, den Boden im Blick zu behalten, während erandererseits in Richtung des näher kommenden Geräusches spähte. Das Herz schlugihm bis zum Hals. Wenn er von dem Reiter angegriffen würde – er hätte nicht denHauch einer Chance. Zusammen mit dem Hufgeräusch kam auch ein Lichtscheinnäher – der unheimliche Krieger musste sich eine Fackel von der Hauptstraßegenommen haben. Gerade hatte Serbarat den Eingang erreicht, als sein Verfolger umdie Ecke bog. Eng an die Tür gepresst verharrte Serbarat. Er traute sich kaum zuAtmen, und der Reiter kam näher. Von der Fackel erleuchtet, konnte Serbarat Ihnnun erstmals richtig erkennen. Die Rüstung von Tier und Reiter waren aus festemStahl, aber dunkel und wuchtig. Die Klingen, die diese Rüstungen zierten, waren vongoldenen Ornamenten und Schriftzeichen überzogen. Der Helm war nach vorne hineinen schmalen Spalt weit offen, der sich zu den Augen hin verbreiterte – dochnichts außer Dunkelheit und zwei rot leuchtenden, flackernden Augen war nichtsdahinter zu erkennen. Auf Stirnhöhe war der Helm wie eine Krone geformt, undeinige weitere Ornamente rahmten schwarze, rote und klare Edelsteine ein, die inregelmäßigen Abständen diese „Krone“ zierten. Über der Rüstung trug der Reitereinen breiten, Fellbewehrten Umhang aus, wie Serbarat vermutete, schwarzer Seide.Er fiel in vielen Falten seitlich ein Stück des Pferdes herab – eigentlich majestätisch,wenn dieser Gestalt nur nicht dieses Urböse angehaftet wäre.Direkt vor Serbarat machte der Krieger halt. Das Reittier, welches kaum mehr alseinen halben Schritte von ihm entfernt stand, machte merkwürdige, schnüffelndeGeräusche – völlig untypisch für ein normales Pferd. Dann verharrte es in seinerleicht wiegenden Kopfbewegung und starrte Serbarat an. Er wurde panisch. So langewar er nun schon Spion in des Fürsten Dienst, aber so was war ihm noch nichtuntergekommen – er sollte hier nicht sein, nicht jetzt. Er dachte an seine Frau, anseine Familie, an seinen kleinen Sohn und seine schöne Tochter, die grad zurHochzeitsreife heranwuchs.Das Vieh hingegen schien ihn jetzt direkt anzugrinsen…
  • 80. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasBiaira schreckte in Ihrem Bett auf. Wieder einmal hatte sie einen dieserschrecklichen Alpträume gehabt, die sie in letzter Zeit so plagten. Immer beiVollmond war es besonders schlimm. In der Gewissheit, ohnehin nicht mehreinschlafen zu können, zog sie sich den Morgenmantel über. Ihr fröstelte, und sieüberlegte einen Moment, ob sie nach Mila läuten sollte – aber da es draußen nochstockfinster war entschied sie sich, Ihre Zofe schlafen zu lassen. Im ganzen Haus wares ruhig. Biaira entzündete eine kleine Öllampe und machte sich auf den Weg nachunten. Immer wenn sie so schlecht geträumt hatte, hatte sie das Bedürfnis nach Ihremaltersschwachen Hund zu sehen. Sie war mit ihm aufgewachsen und hütete Ihn wieein Kind, nun, da ihm alles sichtlich schwerer fiel. Sie war erleichtert, als sie ihn,ruhig schnaufend, auf dem Fell vor dem gerade erlöschenden Kamin sah. Sie schlichum den großen Sessel, und ließ sich kurz neben ihm nieder. Sie kraulte seinNackenfell, und legte die Haare zurecht. Nach einigen Minuten aber ließ sie Miwowieder in Ruhe – sie wollte ja nicht riskieren, ihn am Ende noch aufzuwecken.Gerade als sie sich wieder erhob, fiel Ihr auf, das ein leichter Zug im Zimmerherrschte. Das war seltsam, denn im Schein Ihrer Öllampe konnte sie erkennen, dassalle Fenster fest verschlossen waren. Doch dann fiel Ihr auf, dass der Kleiderhakenan der Türe schräg herunterhing. Mit einer nachdenklichen Falte auf der Stirn gingsie zur Tür, um nachzusehen. Der eine Nagel war schon immer etwas locker gewesen– mochte sein, dass Vater ihn beim Heimkommen versehentlich endgültig aus derTür befördert hatte.Vor der Türe angekommen, merkte sie, dass Ihr Fuß in etwas Feuchtes trat. Etwaserschrocken blickte sie nach unten – und machte einen gehörigen Satz nach hinten,stolperte, und fiel rücklings neben Miwo, der ebenfalls erschrocken von demplötzlichen Lärm den Kopf hob. Die Öllampe kullerte vor den Kamin – und erlosch.Nachdem sie die Lampe, in panischer Angst auf dem Boden umherkriechendgefunden und wieder entzündet hatte, sah Biaira ungläubig an sich herunter und aufIhren Fuß. Eindeutig Blut war es, was daran klebte und sich in den Saum IhresMorgenmantels gesaugt hatte. Ein Blick zum Boden vor der Tür bestätigte IhrenSchreck: Unter dem Türspalt und dem Platz davor war eine große Blutlache zuerkennen. Unvermittelt griff sie nach dem Schürhaken, ihre Hand zitternd vor Furcht.Mit kleinen aber entschlossenen Schritten ging sie, den Haken zum Schlag erhoben,auf die Türe zu – und riss sie auf. Große, von Agonie geweitete Augen, war das erstewas sie sah – nein, sie ansah! Mit drei Metallpfeilen durch Herz und Kopf war derMann regelrecht an die Tür genagelt! Scheppernd fiel Biaira der Schürhaken aus derHand, bevor sie anfing zu schreien. Die Haut des Mannes war bleich, und der Körperwar Schlapp, und er hing an der Türe, die sie nach innen geöffnet hatte. Seine Beineund sein Unterleib waren ungestalt deformiert und von irgendetwas zerschmettert, anmehr als einer Stelle stachen Knochenteile durch die Haut. Noch während Biairaschrie und die Leute aus der Nachbarschaft und Ihre Familie aus dem Hausherankamen, merkte sie, wie Ihr schwarz vor Augen wurde…
  • 81. 81Laut wälzte sich ein Menge Pöbel die Hauptstraße entlang. Ihr Ziel war der Palast,und in Ihrer Mitte schleppten einige junge Burschen eine große Holzkiste, dieoffensichtlich der Grund der Aufregung war. Die Menschenmasse, die sich durchZustrom aus den Seitenstraßen noch vergrößerte, gestikulierte wild um die Kisteherum und skandierte immer wüstere Beleidigungen in Richtung der Stadtwache, dievorsorglich bereits vor dem Palast zusammengezogen worden war. Vor dem Palastangekommen, löste sich eine junge Frau aus dem Trubel und ging auf die Wachenzu, während der Pöbel stehen blieb.„Biaira, Baroness zu Wilodern, ersucht beim Fürst um sofortige Audienz!“ DieWache nickte kurz und drehte sich zum Eingang des Palastes, in dem er kurz daraufverschwand. Biaira drehte sich Ihrerseits zum Volk, und hob die Hand. Langsamkam darauf Ruhe in das immer noch aufgebrachte Knäuel von Menschen. Als esleise war, sprach Biaria zu den Bürgern: „Ich werde Unsere Sache dem Fürstenvortragen. Ihr wisst, dass er mich meist erhört, denn wenn auch streng so ist er dochein herzensguter Mann! Er wird unsere Angst zu beruhigen wissen und etwasunternehmen!“. Während ein lautes Gemurmel ausbrach, kehrte die Wache zurück.„Baroness, Ihr werdet erwartet!“ Noch einmal winkte Biaira kurz in die Menge, dannging sie entschlossenen Schrittes in den Thronsaal.Während sie sich noch nach dem Fürsten umsah (Die Halle war groß und es war oftder Fall, dass der Fürst nicht auf seinem Thron saß), hörte sie eine unbekannteStimme vom seitlichen Säulengang. „Seid gegrüßt, schöne Baroness. Womit kannich Euch dienen?“ Biaira blickte in das Gesicht eines etwa vierzig Sommerzählenden Mannes. Blonde, strähnige Haare hingen über seine Schultern und in seinbleiches Gesicht. Er war in den Wappenfarben des Palastes gekleidet – ein Privileg,dass nur wenigen engen Vertrauten des Fürstenhauses zukam – und hielt einensilbern beknäuften Heroldsstab in der Hand. Sie kannte ihn nicht. „Ich ersuchte mitdem Fürst zu sprechen – wo ist er? Und, wenn man fragen darf, wie ist euer werterName? Ihr hattet Euch noch nicht vorgestellt!“ Biaira war von der unförmlichen Artdes offensichtlichen Herolds erschreckt. Er musste Ihr mit mehr Respekt begegnen,ein Handkuss wäre angebracht gewesen. „Ohoho, immer forsch und direkt, das jungeDing - und wie so oft undämlich und vorschnell“ „Wer glaubt Ihr dass Ihr…!“Biaira musste Luft holen um ihren Zorn zu überspielen. Noch bevor sie weiterredenkonnte, entgegnete der vermeintliche Herold: „Der Stellvertreter des Fürsten, der imMoment unabkömmlich ist. Eure unangebrachte Wut will ich einstweilen vergessen– aber nun sprecht, was wollt Ihr? Ihr verschwendet meine Zeit!“Biaira sank das Herz in die Hose. Wenn dies ein vom Fürst bestellter Stellvertreterwar, so hatte sie sich für Ihre Wortwahl zu entschuldigen. Viel schlimmer aber war:Wenn der Fürst seit neuestem so selbstherrliche Berater bestellte, dann musste ersich stark ins Negative entwickelt haben. „Zeigt mir Euer Siegel, wenn Ihrtatsächlich Stellvertreter des Fürsten seid!“ In einer herablassenden Geste hielt er Ihrden Ring unter die Nase. „Den Kuss bitte, junge Baroness!“ Biaira war angewidert.Auch wenn sie diesen Ring nun küssen musste – es war gänzlich unüblich, das
  • 82. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasBerater dies verlangten. Es war ein Recht eines Siegelträgers, das eigentlich niewirksam wurde. Schnell drückte sie Ihren Mund auf den Ring, nur, um ihn nochschneller wieder abzusetzen. „Das habt Ihr schön gemacht“ triumphierte derSiegelträger und schlenderte zu einem reich gedeckten Tisch. Ein Diener schenkteroten Wein ein, und der Siegelträger begann zu speisen. Zwischen zwei Tomatenschmatzte er undeutlich: „Sprecht nun. Ich höre.“ Biaira versuchte Ihr Entsetzen zuverbergen – und sich aus Ihrem Stillstand zu lösen, in den sie eingefroren war, seitder Siegelträger begonnen hatte, so ungesittet zu speisen. „Gestern fand ich eineLeiche. Sie hing AN meiner Türe, dort festgeschossen mit drei Metallpfeilen“ –Biaira hatte sie mitgebracht und legte sie vor dem Siegelträger auf den Tisch. „SeinUnterleib war gänzlich zertrümmert“ – Biaira flüsterte einer Wache etwasUnverständliches zu, während der Siegelträger die Pfeile betrachtete – „ –so etwasmacht kein normales Wesen. Er war derart ungestalt, dass man sich fragen muss, wasfür ein furchtbares Monster das getan haben kann. Wir haben nichts in den Wäldern,was hier durch die Tore käme geschweige denn so etwas anrichtet!“ Der Siegelträgerunterbrach sein Mahl, stand auf, nachdem er sich den Mund abgewischt hatte undumschlich Biaira. Schließlich verharrte er hinter ihrem Nacken und sprach in IhrOhr: „Was denkt Ihr denn, Biaira? Euer behütetes Kinderhaus verschloss EureAugen von all dem Morden, das durch die Lande zieht. Wir haben Krieg – dieFürsten um uns herum müssen sich allerlei Feinde erwehren. Nur wir saßen bisherauf einer Insel der Glückseligen – doch dachtet Ihr dass der Krieg niemals zu unskommen würde?“ „Aber wir habe doch nach allen Seiten hin hunderte von Meilenfriedliches…“ „Ja, Vorboten, meine Kleine, Vorboten sind das, was uns jetztheimsucht. Ihr mögt das nicht hören, ich weiß, und auch mich verabscheut Ihr, dassmerke ich. Aber das Land braucht nun Männer, die Krieg zu führen bereit sind, diewenn es nötig ist, diese Land verteidigen. Wir haben nicht mehr länger Zeit uns mitden dörflichen Problemen der Bauern zu beschäftigen, die Ihr hier so oft hereingetragen habt. Darum ist der Fürst unabkömmlich, darum speisen wir während derAudienz, darum gibt es neue Berater.“ Biaira erschauerte. Der Siegelträger gingwieder zum Tisch und setzte sein Mahl fort. Es war Ihr unheimlich, wie dieser Mannüber sie Bescheid wusste, wie er sie umgarnte. Dennoch: Er mochte Recht haben.Der Krieg war zwar noch weit weg, aber ebenso dauerte er lang an und war heftigund blutig. Sie hatten bisher nur Geld zahlen müssen für den Krieg, aber das Landwar verschont geblieben. Trauer und Unverständnis wogte in Ihr hoch, als die Türdes Palastes aufging und zwei Bauern von der Wache begleitet hereinkamen und dieHolzkiste im Raum abstellten. „Aber welcher Feind lauert denn unserer, der so etwasanrichtet? Seht selbst!“ Biaira schritt zur Kiste, öffnete den Deckel und wies dieBauern an, die Leiche des Mannes auf den Boden zu rollen. Der Siegelträger sah nurkurz auf – und setzte sein Mal unbeirrt fort. „Habt Ihr denn dazu nichts zu sagen?“Biaira wurde wieder wütend – und ihre Stimme schrill. Sie fing an, sich um sich unddie Stadt zu ängstigen. „Junges Ding“, sprach der Siegelträger nun lauter werdend,„der Feind der das anrichtet ist bereits da, er harrt nicht! Er versucht uns von innenzu zerfressen, er ist gesendet aus dem Ophis. Er ist stark, er ist mächtig – und er istbetrügerisch.“ Bei diesen Worten funkelte der Siegelträger Biaira hämisch an. „Ihrhingegen seid schwach, machtlos und so rechtschaffen, dass Ihr für den Krieg nicht
  • 83. 83gemacht seid. Ihr seid völlig überflüssig! Und jetzt verlasst diesen Palast. Ihrverschwendet die Zeit derjenigen, die Euch noch beschützen. Geht!“ DerSiegelträger erhob sich und machte eine pathetische Geste, „Geht und verkriechtEuch vor Furcht in Euren Löchern!“ Während Biaira noch etwas entgegnen wollte,packten sie zwei Wachen am Arm und schoben sie bestimmt in Richtung Ausgang.„Ihr werdet mich noch wieder sehen!“ schrie sie „…bevor Euch das lieb ist!“„Natürlich, natürlich“, greinte der Siegelträger, „Natürlich“. Bevor sich das Tor zumThronsaal schloss, wurde, hinter Biaira die Treppe herunter, die Leiche des Mannesgerollt, den die Bauern in den Saal getragen hatten. Sie landete vor den stillerstarrten Stadtbewohnern.Am Ende der Hauptstraße sah Biaira das Fürstliche Banner, kurz vor dem Tor.Neben dem Fürsten ritt ein großer, schwarzer Reiter her. Die beiden schienen sichangeregt zu unterhalten. Biaira rollte eine Träne über die Wange…
  • 84. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Maleskari und die Vorgeschichte von Cyrannia (Zhaketia)Maleskari von Jhanar war noch ein recht junger Bursche, als er sich entschlossfortzuziehen aus seinem Heimatland Cyrannia. Es dauerte lange, bis er den Verlustverschmerzt hatte. Nie wieder würde er die weiten Ebenen des Tieflandes sehen, niewieder würde er den süßen, betörenden Duft der M’Calh Blumen wahrnehmen, derenBlüten die Ebenen von Cyrannia im Frühling in rosarote Meere verwandelten. Niewieder würde er die Gastfreundlichkeit von Dunkelelfen und Tess’ran auf seinenlangen Reisen genießen können. Sein freiheitliches Denken wurde auch dadurcheingeschränkt, dass er einen neuen Begriff in seinen Wortschatz aufnehmen musste:SKLAVEREI. Die Haltung von Sklaven war in seinem Heimatland etwasundenkbares, genau wie Verbrechen. Es gab einfach keinen Grund, ein Verbrechenzu begehen. Allen ging es gut. Eine Tatsache, die in anderen Ländern und Kulturennicht anzutreffen war. Oft wurden die STEINE VON MOIHR KAIN mit dieserTatsache in Verbindung gebracht. Aber wie diese genau wirken und wo sie sichbefinden ist unbekannt.All diese Vorzüge musste Maleskari aufgeben um deren Fortbestand zu sichern. Vornunmehr fünf Jahren ließ er alles Vertraute bis auf seinen Namen zurück. Denn ermusste einen Weg finden, die Steine von Moihr Kain davor zu bewahren, ihremagische Wirkung zu verlieren. Doch musste er zuerst die Steine selbst finden.Doch nach fünf Jahren des Wanderns entschloss sich Maleskari endlich, sichniederzulassen und andere die Steine für sich finden zu lassen. Er suchte sichGefolgsleute und nannte das Land, dass er sich nahm Cyrannia, nach seiner Heimat,die er nicht vergessen konnte und der er mit der Suche nach den Steinen Friedenbringen wollte.Als er schließlich genug Anhänger zusammen hatte fing Maleskari an, seine ersteStadt zu bauen. Bei ihrem Bau benutzte er Sklaven, deren Gebrauch er in der Fremdegelernt hatte. Die YARLS, die er fand erwiesen sich als gute Lastenträger undwurden in den Bau der Stadt mit eingebunden.Seine Aufgabe, die Steine von Moihr Kain zu finden aber verlor er nicht aus demAuge, auch seine Sehnsucht nach M’Calh Blumen verging nie. So geschah es einesTages, dass Maleskari in seiner Stadt Armeen rüstete, um das umliegende Land nachden Steinen zu durchsuchen. Um aber die Armeen zu unterhalten musste er mehrLand erobern und um mehr Land zu erobern mehr Armeen aufstellen. So entstandCyrannia.
  • 85. 85 Mitlahaumoc, Führer des Konzils (Kwyyn, Zhaketia)Aussehen und BekleidungMitlahaumoc´s Haut ist eher von hellem blau, wie ein See im Mittagslicht. Seine Haarehingegen sind feuerrot und kurz geschnitten. Seine Augen sind von dem satten grün derWiesen der Colteken im Frühling. Von Statur her ist er ziemlich groß für einen Tlaxcallaund eher schlank und flink. Da er ein Mitglied des Ordens ist ist er zumeist auch mitdessen Brust- und Rückenharnisch bekleidet. Auf dem Brustharnisch ist sein Traumtier,ein Erdmännchen, zu sehen. Den Rückenharnisch ziert, wie bei allen Mitgliedern desOrdens das Spinnennetz. Darunter trägt er eine kurzärmelige leinene Weste und zumeistden wattierten Unterrock für den Harnisch. Die Beinkleider bestehen aus langenenganliegenden Hosen aus Echsenhaut, die trotzdem genug Luft für die Hautdurchlassen. Die Füße stecken in wadenlangen Stiefeln aus Echsenhaut. Auf dem Kopf,zum Schutz vor sonne und zum aufsaugen des Schweißes trägt er zumeist ein Kopftuch.BewaffnungZu den offiziellen Anlässen, nicht im Krieg befindlich, trägt er den oben bereits erwähntenHarnisch. Dazu kommt ein breiter Ledergürtel, der die Wurfringe des Ordens hält und einlanges, schmales, zweischneidiges Schwert mit einem glockenförmigen Handschutz. Amrechten Stiefel ist das Ordensmesser mit der blutroten Klinge befestigt.Sobald es in den Kampf geht wird diese Rüstung durch weitere Bestandteile in dieVollrüstung des Ordens verwandelt.Art und CharakterMictlahaumoc geht nach anfänglichem Zögern ganz in seiner Aufgabe auf.Trotzdem hat er es nicht verlernt die Feste zu feiern und fröhlich zu sein. „Alles zu seinerZeit“ ist ein beliebter Ausspruch von ihm.Unerschütterlich steht er zu den Idealen des Ordens und versucht diese auch im Reichumzusetzen. Dabei ist er ständig auf den Ausgleich zwischen den einzelnen Völkernbedacht. Wie sein Traumtier auch, ist er stets darauf bedacht die Gruppe/das Reichzusammen zu halten.Wenn er jedoch einmal zornig wird, so bedarf es einiger Zeit und vieler guter Freunde umihn wieder auf normale Betriebstemperatur zu bringen.Fehlschläge nimmt er zuweilen persönlich und verfällt dann teilweise auch in einemelancholische Stimmung. Diese hält jedoch nie lange an.FähigkeitenWie alle Mitglieder des Ordens ist er ein Kriegermagier. Wobei seine Fähigkeiten in derMagie bei weitem nicht so ausgebildet sind wie bei den großen alten Magiern die für dasVolk ihr Leben ließen.Eine ausgesprochene Begeisterungsfähigkeit ist ihm zu eigen die ihn so manchesbewerkstelligen lässt, was andere für undurchführbar halten. Mit dieser Begeisterung istes ihm auch möglich andere mitzureißen und zu motivieren.Wird die Situation dann gefährlich ist er ein nüchterner Analyst und trotzdem zu mancherÜberraschung gut, wie sein Traumtier.
  • 86. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Die bekanntesten derzeit lebenden Kobolde Zakopanes (Zhaketia)Ueber Jahrhunderte kamen immer wieder vereinzelt Kobolde nach Myra. Meistagierten sie heimlich, im Verborgenen. Auf Myra war deshalb nur wenig bekanntueber Kobolde im allgemeinen und ueber ihre herausragenden Persoenlichkeitenim besonderen. Dies sollte sich erst ab dem Jahr 415 n.P. aendern. In diesem Jahrgelangten durch magischen Austausch zweier Tiefland-Gemarke etwa 100.000Kobolde von Tebreh nach Myra genauer nach Wahnhall auf dem SegmentZhaketia. Obwohl sich die Kobolde weiterhin abschotteten, unter sich blieben unddie Welt nur heimlich bereisten, traten einzelne Kobolde als Repraesentanten mitder Gruendung des Reiches Zakopanes im Jahre 423 n.P. auf Myra auchoeffentlich auf. Von diesen soll hier die Rede sein.Kan Kumar Tulmak – "Herr der Kobolde Wahnhalls, von Zakopaneund des Tempel der Wiedekehr, Priester Bytons (Koboldisch fuerKur Tulmak), kleiner Lord der Finsternis"Kan Kumar Tulmak duerfte der wohl bekannteste jemals auf Myra weilende Koboldsein. Meist stuetzt sich seine gebeugte Gestalt auf einen knorrigen hoelzernen Stabmit einer kleinen Smaragdkugel. Er ist derzeit noch etwa 6 1/2 Zentimeter gross, hatklare blaugraue Augen. Sein langer, fast bis zum Boden reichender Bart, die kleinenHaearchen auf der Oberseite der Ohren, die dichten Augenbrauen und diespaerlichen Haare auf dem Kopf sind mittlerweile graeulich bis weiss. Meist traegter eine einfache Robe und ein Seil als Guertel. Dort befinden sich ein kleinerLederbeutel und eine Nadel. Auf Reisen hat er meist ein kleines Buendel mit dem
  • 87. 87Noetigsten (eine Decke und etwas Sumpfkraut fuer die Pfeife) geschultert. Er pflegtwie fuer Kobolde ueblich barfuss durch die Welt zu gehen. In seiner Eigenschaft alsoberster Byton-Priester der Kobolde gilt er vielen als Herr ueber die Kobolde, daausser den Kobolden selbst niemand ihr charakteristisch chaotischeRegierungssystem durchschaut. Nicht wenige trauen ihm zu eines Tages auchHoechstpriester des Kur Tulmak zu werden. Man sagt Kan Kumar Tulmak waereein guter Zuhoerer und fuer einen Kobold sehr geduldig. Aber auch nach den vielenJahren ausserhalb Istaridors - der urspruenglichen Heimat der Kobolde; eine vonByton aus dem Urchaos geschaffene chaotischen Anderwelt - ist er um ein paarSpaesse nicht verlegen und spielt immer noch seine Streiche. Aussenstehendebehaupten, dies wuerde sich auch in der Politik Zakopanes wiederspiegeln. Als eineEigenart von ihm koennte man sein gelegendliches Plappern mit sich selbstbezeichnen. Dann und wann, wenn er meint unbeobachtet zu sein, spricht er so, alsob ihn jemand begleiten wuerde und vergisst dabei zumeist seine Umgebung. Wasnur wenigen bekannt ist, Kan Kumar Tulmak duerfte auch der aelteste derzeit aufMyra lebende Kobold sein. Er widerstand der Versuchung nach Istaridorzurueckzukehren wohl am laengsten. Jetzt, da die Tore nach Istaridor auf Tebrehliegen, und damit nur schwer zugaenglich sind, wird er wohl noch laenger auf dieserWelt wandeln.Wie alle derzeit lebenden Kobolde betrat auch Kan Kumar Tulmak die Welt inBukoba, einer reinen Koboldstadt auf dem Segment Tebreh. Lange trug er denNamen Kan el Tong, ehe er nach der Oeffnung eines Tores von Tebreh in dieInnenwelt Myras Byton den Zugang nach Tebreh ermoeglichte. Von diesem neugetauft nannte er sich fortan Kan Kumar Tulmak. Zwei grosse Ziele treiben ihn anund halten ihn von einer Rueckkehr nach Istaridor ab, die Befreiung Bytons ausseinem Exil und die Versetzung Bukobas nach Wahnhall, um die wichtigste Stadtder Kobolde endgueltig den Klauen der Nebel der Stille zu entziehen und denKobolden den Weg nach Istaridor zu erleichtern. Nach der Zerstoerung desTempels der Meister, seinem Heimattempel mit dem Stein der Verankerung, legtensich die Nebel der Stille ueber Tebreh. Unter dem Einfluss der Nebel der Stillebegannen die Kobolde sich aufzuloesen. Viele fluechteten daher zurueck nachIstaridor. Lange versuchte Kan Kumar Tulmak die Nebel aufzuhalten, ummoeglichst vielen Kobolden den Uebertritt nach Istaridor zu ermoeglichen. Erst als
  • 88. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrassicher war, dass Bukoba, die Hauptstadt der Kobolde und der Ort mit dem einzigenpermanenten Tor nach Istaridor, vor den Nebeln der Stille geschuetzt war, die nachund nach ganz Tebreh ueberzogen, verliess er Tebreh gen Zhaketia, um dendortigen Kobolden beizustehen.Auf Wahnhall angekommen, uebernahm Kan Kumar Tulmak eine tragende Rollebei der Gruendung von Zakopane. Er war es, der beschloss die Eingliederung indas Reich Cyrannia rueckgaengig zu machen. Beim Koboldthing versuchte er mitden neu auf Wahnhall angekommenden Nebcatlan Frieden zu schliessen. Als dieNebcatlan das Treffen als gescheitert betrachteten und ihn angriffen, verzichtet erdarauf ihre Fuehrer zu toeten. Um Ruhe vor den Nebcatlan zu erhalten, beschworer Bytons heilige Kreaturen, riesige Kroeten, und eroberte mit ihrer Hilfe weite TeileWahnhalls. Um die Kobolde jedoch langfristig zu schuetzen und einen weitereVersuch eines Friedens mit den Nebcatlan zu unternehmen, beschloss er nur imPhialae der Schleimwasser das Reich Zakopane zu gruenden sowie eine vonTebreh stammende angrenzende Gemark jenseits zu behalten. Alle uebrigenGemarkungen, etwa ein Drittel Wahnhalls uebergab er den Nebcatlan, die somitueber etwa 2 Drittel Wahnhalls herrschen. So kam es bis zur jetzt (426 n.P.)anhaltenden Waffenruhe. Die Waffenruhe ermoeglichte Kan Kumar Tulmak weiteTeile Zhaketias zu bereisen. Zahlreiche Laender durchstreifte er schon - haeufigohne das Wissen ihrer jeweiligen Herrscher. Auf Wahnhall schuf er sich imaeussersten Klados, den Eingang der Trompetenbucht ueberblickend eine neueHeimstatt: den Tempel der Wiederkehr. Nicht allein deshalb wird der Tempel derWiederkehr als bedeutendster der drei Tempel des Bytons auf Wahnhallangesehen, von vielen gar auch als bedeutenster Kur Tulmak Tempel Zhaketias.Von hier leitet Kan Kumar Tulmak die Geschicke der Bytonpriesterschaft, in der fuerKobold typischen Art und Weise – leise, heimlich und im Verborgenen.
  • 89. 89Liard – "Der kleine (sechsfingrige) Koboldmagier, Mitglied dermagischen Akademie Valkors und Scarizzas"Liard duerfte nach Kan Kumar Tulmak wohl der zweit bekannteste Koboldsausserhalb Zakopanes sein, was sicherlich mit seiner Reiselust zusammenhaengt.Ein anderer Grund mag sein, dass er der einzige oeffentlich auftretendeKoboldmagier ausserhalb Zakopanes ist. Nach Zhaketia gelangte er beimAustausch der Gemarkungen zwischen Tebreh und Wahnhall. Auf Myrabeschraenkten sich seine Reisen bisher noch auf Zhaketia, weshalb er ausserhalbdavon auch weitgehend unbekannt sein duerfte. Seine Reisen fuehrt Liard auchdurchaus mit Zustimmung Kan Kumar Tulmaks durch. Zusammenarbeiten zwischenKoboldmagiern und – Priestern sind durchaus ueblich. Ueber seine Lehrzeit alsjunger Kobold schweigt sich Liard aus. Spaeter besuchte er auf seinen Reisen auchdie magische Akademie Zakopanes auf Tebreh. Liard liebt das Abenteuer.Angezogen wird er von allem was magisch ist, je staerker die Magie ist, jeverworrener die magischen Muster, je staerker die magische Ausstrahlung, umsowahrscheinlich ist es, dass Liard diesen Ort besuchen wird.In letzter Zeit sagt man ihm eine Beteiligung bei den vom Daemon Karudadurchgefuehrten Ueberfall auf Caranar zu, insbesondere bei der Eroberung derZwillingsstaedte Makras und Flammhafen. Liard bestaetigt diese Geruechte weder,noch dementiert er sie. Mehrmals weilte er bereist an der magischen Akademie inScarizza, deren Mitglied er ebenfalls ist. Bredan ORaigg stellte ihm fuer seineReisen eines der beruehmten fliegenden Schiffe des Bundes der Handelstaedte zurVerfuegung. Dieses Angebot nahm der kleine Koboldmagier gerne an, und seitdemreitet er auf den magischen Winden umher. Liard ist ebenfalls Mitglied dermagischen Akademie Valkors. Auf seinem Weg gen Golgoveras besuchte er unteranderem die Magier Skadjeras. Seine Reise nahm allerdings ein nicht erwartetesunglueckliches Ende. Durch seine ungeheure Neugierde, seinen Leichtsinn, aberauch unglaubliches Pech verlor Liard zwei Finger an Seth und trug ausserdem eineNarbe auf seiner Brust davon. Sein Schicksal liegt seit dem Vorfall im TempelLorpatas nicht mehr allein in seiner und Bytons Hand, sondern auch Seth hat sichseinen Anteil am Leben und Wirken Liards in der naehere Zukunft gesichert.
  • 90. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasAusser diesen beiden sind dem einem oder anderem vielleicht noch die beidenfolgenden Kobolde bekannt.Kuri-Topatekel –" Herr ueber Nagariyya"Kuri-Topatekel mag den Effekt und das Spektakel. Seine oeffentlichen Auftritte,vorallem zu den Feiertagen des Byton, pflegt er zu inszenieren. Er besitzt einriesiges Arsenal von Roben. Bei foermlichen Anlaessen tendiert er zu hellen Roben,die mit seiner tief gruenen Haut gut kontrastieren. Fuer einen Koboldungewoehnlich traegt er auch schon mal Sandalen. Dies alles hat ihm unterKobolden den Ruf als eitel eingetragen. Ihm wird eine grosse Schwaeche fuerEdelsteine nachgesagt. Er soll ueber eine ausserordentliche Sammlung in seinenPrivatgemaechern verfuegen. Ob und wie weit er sie auch fuer magische Zweckeeinsetzt, ist nicht bekannt. Von den Menschen Nagariyyas wird seine gerechte Artgeschaetzt. Ohne ihre Anerkennung waere es ihm nicht moeglich so souveraenueber die Stadt zu herrschen.Seine Staerken liegen weniger auf Seiten der Magie (obwohl er auch hier eingewisses Geschick beweisst), sondern eher in der Diplomatie und Organisation. Erhat, wie man unter Kobolden sagt, eine flinke Zunge. Diesen Eigenschaftenverdankt er wohl auch seine Berufung zum Herrn des Byton-Tempels vonNagariyya und damit auch zum Herrn der Stadt, ist die Stadt doch die einzigeMoeglichkeit sich mit Kobolden zutreffen und mit ihnen zu verhandeln. So ist alsoKuri-Topatekel gleichsam der Ansprechpartern fuer alle, die mit Zakopane inKontakt treten wollen. Ueber seinen Werdegang im Tempel und wie er sich diePosition als Herr des Tempels von Nagariyya verschaffte, besteht Unklarheit. DerBytonkult hielt es bisher auch nicht fuer noetig, dies aus dem Dunklen desBytonkultes ans Licht zu zehren. Und wird dies sicherlich auch in Zukunft nichtmachen. Vielleicht gibt es noch eine andere Seite des Kuri-Topatekel und er traegtnur eine Maske in der Oeffentlichkeit. Als Herr ueber Nahariya, mag seineBekanntheit vorallem bei Reichen, die mit Zakopane handeln wollen, oderAbenteurern, die es nach Wahnhall verschlaegt, in den naechsten Jahren steigen.
  • 91. 91Kysyl – "Herr der Makhatesch-Grotten"Kysyl wurde erst auf Zhaketia durch Kan Kumar Tulamk initiiert. Mit fast 8Zentimetern ist er ein Riese unter den Kobolden. Ausserhalb Zakopanes ist er nurdurch gelegentliche Einsaetze als Botschafter des Bytontempels bekannt, wennLiard oder auch Kuri-Topatekel nicht zur Verfuegung stehen. Er ist sehrverschlossen, und uebernimmt diese Aufgaben nur widerstrebend.Dementsprechend wortkarg gibt er sich. Lediglich der Etikette ist es zu verdanken,dass er sich hoeflich an Gespraechen beteiligt – was aber auch nicht immer der Fallist. So kann es passieren, dass er sein Gegenueber einfach reden laesst. Dies hatihm den Ruf eingetragen launisch zu sein, dabei ist es in Wahrheit Desinteresse andiplomatischen Verhandlungen. Er ist daher nicht verwunderlich, dass er fuer vieleals Fehlbesetzung in der Rolle eines Diplomaten gilt. Er tritt in dieser Funktion auchentsprechend selten auf. Dennoch sendet Kan Kumar Tulmak ihn immer wieder aufheikle diplomatische Missionen, was wohl an seinem grenzenlosen Vertrauen inKysyl begruendet sein mag. Seit Kysyl den Tempel in den Makhatesch-Grottenuebernommen hat, haben sich die Geruechte ueber die schwarze Magie derGrotten noch verstaerkt, was viele vorher fuer nicht moeglich hielten, denn imZusammenhang mit den Grotten sprach man immer wieder von Resten derSchattenzone, die in den zahllosen Gaengen und Hoehlen der Grotten erhaltengeblieben sein sollen.
  • 92. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras KI O M B A E L (Bild: Jenny Dolfen, used with permission)
  • 93. 93 Bedeutende Persönlichkeiten in Tarn-A-tuuk (Kiombael)Barn-taak (Tuuk-Or-taak = Herrscher über Tarn-A-tuuk)Barn-taak - diese Bezeichnung vereinigt in sich Name und Titel desHerrschers. Barn ist der Name des Clans, aus dem er stammt, taak ist dieKurzform des Titels Tuuk-Or-taak, der soviel bedeutet wie "Edler Behüterdes Reiches des Lebens". Zur Erklärung dieses Titels muß man vielleichtein wenig weiter ausholen. In der Sprache der Ter-baak, die das Gebirgeder Tarnak-talaan („Armee der Steinriesen“, Kurzform Tarn, allgemein als„Rand der Welt“ bekannt) bewohnen, gibt es viele Begriffe, dieverschiedene, mitunter gegensätzliche Aspekte verkörpern können. Dieseenden immer mit einem -z. So hat z.B. der Begriff tuz die Aspekte desRaums zum Leben oder der Wesen, die in einem bestimmten Raum leben.Was davon jeweils gemeint ist, ergibt sich aus dem Kontext. (Auch alleVerben der Bewegung, die sowohl einen gerichteten als auch einenungerichteten Aspekt verkörpern, enden auf -z.) Die Verdopplung desVokals und die Endung -k führt zum Begriff für etwas, das beide Aspektein einer höheren Größenordnung integriert. So bedeutet tuuk in etwa„Sphäre des Lebens“ oder auch „Reich des Lebens“. taz hat die Aspektedes Bewahrens oder des Entwickelns. Man könnte es als „Fortführen“übersetzen. taak ist also eine Institution, deren Merkmal (und Aufgabe) dieBewahrung traditioneller Werte sowie die Entwicklung fortschrittlicher,die traditionellen ergänzender Werte ist. Im Falle des „Reiches desLebens“ ist diese Institution durch eine Person (den Herrscher oder dieHerrscherin) repräsentiert. Diese Person wird aus dem Volke erwählt.Nun wird nicht etwa irgendeine Person erwählt, sondern die Kandidatenoffenbaren sich durch besondere Fähigkeiten, die pro Generation nur beisehr Wenigen auftreten. Bisher ist noch kein Fall bekannt, in dem mehr alszwei in Frage kommende Kandidaten in einer Generation aufgetreten
  • 94. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myraswären, mitunter bringt auch eine ganze Generation überhaupt keine hervor.Die besonderen Fähigkeiten der Kandidaten sind esoterischer (magischer)Natur. Sie offenbaren sich meist zufällig beim Spiel der Kinder, wenneines plötzlich anfängt, Steine oder kleinere Geschwister durch die Luftschweben zu lassen. Wird solch ungewöhnliche Begabung bei einem Kindfestgestellt, so wird es im Alter von sieben Jahren in die Bergfestung Ter-A-took, unsere Hauptstadt, gebracht. Die Familie des Kindes erhält einHaus in Ter-A-took, um nicht dauerhaft von ihrem Liebling getrennt seinzu müssen. Auch bringt es den übrigen Familienmitgliedern einigePrivilegien, einen Kandidaten für die Nachfolge des Tuuk-Or-taak zustellen, so werden beispielsweise Bewerber um die Aufnahme in unsereHeere aus diesen Familien - bei entsprechender Eignung - bevorzugtberücksichtigt oder bei Entscheidungen über Streitigkeiten - imZweifelsfalle - begünstigt.Die Kandidaten werden einer umfangreichen Ausbildung unterzogen.Sollte es mehrere Anwärter gleichzeitig geben, so gibt die Begabung fürstrategische Führung und die Ausprägung der kämpferischen Natur denAusschlag dafür, wer als Taadrai (Thronfolger) benannt wird. Dabei spieltweder Herkunft noch Geschlecht noch Glaube der Kandidaten eine Rollefür die Auswahl, die durch den Rat der Ältesten getroffen wird (in ihmsind die bewandertsten Gelehrten der verschiedenen Wissenschaften, dieReichshohepriester sowie die Tin-maak (Minister) vertreten). DieAusbildung umfaßt neben der weiteren Schulung der magischenFähigkeiten die Unterweisung in diversen Kampftechniken, instrategischer Planung und die Ausprägung von Führungsqualitäten, aberauch die Vermittlung der Weisheiten unseres Volkes und seiner Gelehrten,sowie außerdem die Einweihung in die tieferen Mysterien der jeweiligenReligion (etwa drei Viertel der Ter-baak glauben an den Sturmboten undVater der Riesen, den Adlergott Talarka, der Rest an den Kriegsgott undSchütterer Kerbatu; es gibt auch noch vereinzelte, wenige hundertMitglieder zählende Gemeinden anderer Gottheiten).Mit dem Amtsantritt (beim Rücktritt oder Tod des bisherigen Tuuk-Or-taak, unabhängig vom Alter des/der Taadrai) wird der/die neue Tuuk-Or-taak automatisch auch Birkan (Reichshohepriester/in) seiner/ihrerReligion, Vorsitzende/r des Rates der Ältesten und Oberste/r Heerführer/indes Reiches. Es ist in der Geschichte Tarn-A-tuuk’s bisher einmalvorgekommen, daß eine Siebenjährige Tuuk-Or-taak wurde und damitauch Vorsitzende im Rat der Ältesten war. Auch in dieser letzterenFunktion ist sie ihrer Aufgabe hervorragend gerecht geworden. Kern-taakregierte 72 Jahre und legte den Grundstein für Tarn-A-tuuk’s heutigeGröße. Sie gilt auch als Erbauerin von Biraka-A-natook, der GroßenZitadelle, obwohl sich das nicht mehr eindeutig beweisen läßt.
  • 95. 95Der Clan der Barn gehört zu den kleineren in Tarn-A-tuuk. Er umfaßt nuretwa 30 Familien, die am Fuße des Tarn in der Nähe der GroßenHandelsstraße leben. Im ophischsten Zipfel des Tarn, am Sonnenhang desSiibarn-terdek, findet der Wanderer, der sich den gewundenen Pfad überden diktyschen Siibarn-Paß hochgearbeitet hat, das Ter-batook, in demBarn-terak im Jaguarmond des Jahres 365 n.P. geboren wurde. Es ist etwaskleiner als die meisten Ter-batook, bietet aber dennoch der heutzutage 15-köpfigen Familie genügend Platz. terak (der Name ist abgeleitet von demuralten Wort Terren-akra für „Steinadler“, das heutzutage Tarnak-erkagesprochen wird) war das fünfte von sieben Kindern der HeilkundigenBarn-siit und des Steinschürfers Barn-teik. Von seiner Mutter lernte er denUmgang mit dem Strauchgewächs Ter-briik, von dem es reichlicheVorkommen auf einem Felsplateau etwa 700 m oberhalb des Ter-batookgibt.Über die persönlichen Neigungen und Vorlieben Barn-taak’s ist in derÖffentlichkeit wenig bekannt. Von seiner Mutter wird jedoch behauptet,der junge terak habe schon mit vier Jahren eine gewisse Leidenschaft fürGebirgswanderungen entwickelt, was die Familie oftmals in Angst undSchrecken versetzte, wenn der Knabe plötzlich einfach verschwunden war.Mit sechs Jahren ritt er bereits seine eigene Ter-geek (normaler-weise sinderst erfahrene Reiter reiferen Alters in der Lage, diese eigensinnigen Tierezu beherrschen), die er Barok-nalt (in etwa "kleines Kuscheltier") nannte.Es ist belegt, daß Barn-taak zwei Monate lang trauerte, als nalt vor etwa11 Jahren starb.teraks magische Begabung offenbarte sich bei einem Unglücksfall: als ermit seiner Mutter auf dem Hochplateau des Siibarn-terdek einen Vorratvon Ter-briik sammelte, kam eine Steinlawine vom Gipfel herabgestürzt.Sie hätte die beiden auf Nimmerwiedersehen verschlungen, doch terakballte seine Fäuste und stieß sie gegen den ersten heranrauschendenFelsbrocken, der reflektiert wurde, als wäre er nicht mehr als ein Perkan-dolt (so werden die mit Luft gefüllten Lederbeutel genannt, die zu allerleiSpielen verwendet werden). Noch erstaunlicher, der Rest der Lawine teiltesich genau über seinem Kopf und fiel zu beiden Seiten des Knabenhernieder. Er blieb dabei vollkommen unverletzt, auch wenn seine Mutterschwer verletzt wurde. Doch auch sie genas nach einiger Zeit, lediglichihre gebrochenen Beine sind seitdem nicht mehr so beweglich wie infrüheren Zeiten. Ein Jahr nach dieser Begebenheit kam terak nach Ter-A-took, wo er seine Ausbildung begann.
  • 96. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasZur Jahrhundertwende kam der damalige Tuuk-Or-taak, Tor-taak, zu derEinsicht, daß die Fähigkeiten des Taadrai seine eigenen bei weitemüberstiegen. Er trat von der Reichsherrschaft zurück, behielt jedoch seinAmt als Kerbatu-Birkan (Hohepriester des Kerbatu), da terak seinerseitsTalarka-gläubig ist. Zugleich mit dem Amt des Tuuk-Or-taak übernahm erfolglich auch das Amt des Talarka-Birkan von der damals schon 87 Jahrezählenden Ken-terak (es ist auffällig, daß terak in Talarka-gläubigenFamilien ein sehr beliebter Vorname ist, und zwar für beide Geschlechter).Barn-taak gilt als ausgesprochen ausgeglichener Mensch. WENN esjedoch jemandem gelingt, seinen Zorn wachzurufen, kann es schonpassieren, daß die Zitadelle von ihrer gesamten Belegschaft fluchtartigverlassen wird. Eine belegte Episode berichtet, daß er einmal bei einemZornesausbruch auf einer Zinne der Zitadelle stand und so heftig auf dieseeinschlug, daß sie abbrach (an sich eine Unmöglichkeit) und ihn mit in dieTiefe riß. Wie ein Adler seine Schwingen breitete er jedoch seine Arme ausund schwebte auf den Grund der Urnot-kenurtok, der Tiefen Klamm, diedie Zitadelle vom Birek-Talarka und die Mittelstadt von der Außenstadttrennt. Bei seiner Landung schlugen Flammen aus der Schlucht undzerstörten eine darüberführende Brücke. Er selbst kam 30 Stunden späteraus dem Birek-Talarka geschritten, mit einer Würde, die noch nie früherund nie wieder seitdem bei irgendeinem Menschen beobachtet wurde. DieBauschäden sind natürlich längst behoben, und heute weiß keiner mehr,was diesen Wutausbruch bewirkte, und Barn-taak wird keiner danachfragen. Auch weiß niemand, wie er aus der Schlucht auf den Berggipfelgelangte, denn niemand hat ihn in der Zwischenzeit gesehen. Viele jungeLeute haben seitdem versucht, einen Weg aus der Schlucht zu finden, dochviele gaben schon auf, bevor sie den Schluchtgrund erreichten, undmanche kehrten von dort nie wieder zurück...Aus wohlinformierten Kreisen verlautet, daß Barn-taak häufig ganzeNächte in meditativer Andacht verbringt. Tagsüber ist er häufig in derZitadelle anzutreffen, ohne daß man ihn lange suchen bräuchte. Er scheintein Gespür dafür zu besitzen, wann seine Anwesenheit gebraucht wird, undfür jeden, der ein Anliegen an ihn vorzubringen hat, hat er ein offenes Ohr.An jedem dritten Tag leitet er die morgendliche Zeremonie im Birek-Talarka, wo er auch abends noch lange Stunden seinen Verrichtungen alsTalarka-Birkan nachgeht. Mindestens drei mal pro Mond inspiziert Barn-taak die Stadtmauern und Befestigungsanlagen. Bei diesen Gelegenheitenläßt er es sich auch selten nehmen, an den Kampfspielen in der Arena vonUlar-took teilzunehmen. Nur wenn eine strategisch wichtige Mission eserfordert, verläßt Barn-taak die Hauptstadt. In dieser Zeit scheint den
  • 97. 97Bewohnern Ter-A-tooks die Stadt ein bißchen grauer und die Sonneweniger hell zu sein...Barn-taak wird voraussichtlich sein Amt seiner Nachfolgerin Dir-agokübertragen, sobald diese die Volljährigkeit erreicht. Sie hat großartigeFortschritte gemacht, seit sie ihre Ausbildung unter der Anleitung vonBarn-taak Ende 417n.P. begann. Ihr zweiter Mentor Tor-tenak soll Barn-taak außerdem nahegelegt haben, die Taadrai anläßlich ihrer Ernennungzur Tuuk-Or-taak zu ehelichen, denn Dir-agok scheint derartige Absichtenbezüglich Barn-taak zu hegen, den sie mittlerweile nicht mehr nur wieeinen Vater liebt. Ob Barn-taak die junge Dir-agok, die er bisher wie eineTochter behandelt hat, auch als Frau lieben kann, wird die Zeit erweisen.Auch ob er sich dann als Dir-terak auf das Amt des Talarka-birkan(Hohepriester Talarkas) zurückzieht, oder ob agok dann wiederum alsBarn-taak die Herrschaft über Tarn-A-tuuk antreten wird, bleibtabzuwarten. (Zur Erklärung sei hier angemerkt, daß Barn-taak bei seinemRücktritt vom Amte wieder seinen Geburtsnamen Barn-terak führenwürde, während Dir-agok fortan Dir-taak genannt werden würde. Solltenun aber im Falle einer Vermählung der beiden terak zum Clan der Dirkommen, wäre sein Name dann Dir-terak. Im umgekehrten Falle wäre Dir-agok dann Barn-agok, und als Herrscherin eben Barn-taak).Derzeit ist Barn-taak damit befaßt, die Grenzen des Reiches zu denNachbarn im Thysias und Oklis zu sichern. Außerdem sind weitereErkundungen des Drachen-kammes und des Peritarn (peristerischer Teilder Tarnak-talaan) geplant. Besonderes Augenmerk verwendet Barn-taakjedoch auf die Untersuchung der Vorgänge im Machairas des zentralenTarn, wo Ende 418 n.P. gewaltige Landhebungen stattfanden, dieeinerseits zur Vergletscherung einiger Teile des Elintarn (eine Bergketteim Machairas des Tarn) und andererseits zum Ausbruch des VulkansDaroidorka führten.Zu Barn-taaks Befähigung als Meistertaktiker braucht nur gesagt werden,daß es ihm gelungen ist, das Reichsgebiet zu vervierfachen, das Vertrauender Tasham und Albianer im Thysias sowie der Baserta-batiis im Kladoswie auch der Nachbarreiche im Oklis und Ophis zu gewinnen. Ter-A-tookwurde unter seiner Führung zu einer nahezu uneinnehmbaren Festungausgebaut. Der amtierende Tuuk-Or-taak ist jedoch auch gleichzeitig dermächtigste Beherrscher der dem Gebirge innewohnenden Erdkraft, die erin erstaunliche Effekte umzusetzen vermag. Im Glauben der Ter-baakstammt diese magische Energie des Gebirges von Talarka, der die Talarzeugte, die letztlich die Tarnak-talaan bildeten, bzw. von Kerbatu, der
  • 98. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrasdurch seine Präsenz im Gebirge dessen magische Energie immer wiedererneuert. Daher sind auch die Priester der Ter-baak zwar spirituelleVertreter der Gottheiten, jedoch die magische Kraft beziehen sie direkt ausdem Gebirge als Manifestation der göttlichen Kraft.Sin-tak (Toobur-maak = Bauministerin)Der Clan Sin gehört zu den ältesten des Tarn und kann auf eine besondereHerkunft zurückblicken:Als im Jahre 100.052 v.P. der jüngste der drei Söhne von Mart und Marne,Sin, beim Turnier um die Hand von Berok tödlich verunglückte und ihrnach acht Monden sein älterer Bruder Kamik angetraut wurde, verfiel Dal,der älteste der drei, in Groll auf seinen jüngeren Bruder und dessen Clan.Infolgedessen blieb er bis ins hohe Alter von 127 Jahren (für damaligeVerhältnisse entspricht das einem heutigen Alter von etwa 52 Jahren)Junggeselle.Jedoch trug es sich dann zu, daß Berok und Kamiks älteste Enkelin Galatsich eines Tages vor einem Wolfe in die Tiefe Klamm flüchtete, was Dalbeobachtet hatte. Er stellte dann auch den fraglichen Wolf und erschlug ihnim Zweikampf. Galat jedoch kehrte auch nach mehreren Tagen noch nichtaus der Urnot-kenurtok zurück, was tiefe Besorgnis bei Dal auslöste. Sostieg er also in die Schlucht hinab, wo er Galat bewußtlos und halbverhungert auffand. Er rettete sie vor dem sicheren Tode, und sie blieb beiihm. Als sie ihm dann eine Tochter gebar, nannte Dal sie zu Ehren seinesverunglückten jüngsten Bruders Sin.Jedoch lag auf Sin nun ein unglückliches Vorzeichen, denn Kerbatu (derWolfsgott des Gebirges) war alles andere als erfreut über den Tod desWolfes, der Galat nachgestellt hatte, und so strafte er Dal mit dem Makelseiner Tochter, denn sie sollte keine Kinder von ihresgleichen empfangen,weshalb sie von drei Männern, die ihr angetraut waren, wieder verlassenwurde. Doch es kam eines Tages Kerbatu selbst in der Gestalt eines jungenMannes auf ihr Lager, und von ihm empfing sie zwei Kinder, Tor und Bek,die Urahnen der gleichnamigen Clans, die noch heute zu den wichtigstenim Tarn zählen.Nach der Geburt ihrer Kinder verließ Sin das Haus ihrer Eltern, und Torund Bek ließ sie in deren Obhut zurück, denn sie wollte Kerbatus Laune
  • 99. 99nicht ertragen. Also zog sie sich in das Tal der glänzenden Augen zurück(diesen Namen verdankt das Hochtal im Peristera der Biraka-Ter-abuukden zwei Bergseen, die dort gelegen sind). Dort nun suchte Teral (derletzte der Steinriesen, der direkten Nachkommen des Adlergottes Talarka),nachdem Darnyma (die Urmutter der Ter-baak und Terals erste Gemahlin)verstorben war, sie eines Tages auf. Er versprach ihr, ihr einen eigenenClan zu schenken, und so gab sie sich ihm hin, und sie gebar in 18 Jahrenebensoviele Kinder. Danach starb sie, und Teral verließ das Tarn undwurde nie wieder gesehen.Sin-telak, Sins zweitälteste Tochter, übernahm nun die Führung des ClansSin, und viele ihrer Geschwister siedelten sich in der Stadt Ter-A-took(unserer heutigen Hauptstadt) an, die noch heute als Heimstatt des Clansgilt. Etwa ein Sechstel der Ter-batook ("Felswohnungen") der sogenannten"Schwalbennestgalerien" wird vom Clan Sin bewohnt, der auch mehrereHäuser in der Mittelstadt besitzt. Es wird kaum jemanden verwundern, daßallsämtliche Sin fanatische Talarka-Anhänger sind und Kerbatu eherablehnend, sowie den Clans Tor und Bek nahezu feindseliggegenüberstehen.Sin-tak wurde am 14. Tage des Dachsmondes im Jahre 389 n.P. als dieerste von Zwillingstöchtern geboren, die einander wie ein Ei dem anderenähneln (ihre Schwester Sin-sylatek ist eine begnadete Heerführerin, die dasKommando über die Burg Darikun übernehmen wird, sobald diesefertiggestellt ist). Zu Beginn des 5. Jahrhunderts machte sie sich einenNamen beim Ausbau von Ter-A-took, der von Barn-taak (dem derzeitigenHerrscher über Tarn-A-tuuk) veranlaßt wurde. Als ihr Meisterwerk gilt dieGroße Zirkelhalle, die 414 n.P. in der Unterstadt fertiggestellt wurde. Auchviele Gebäude der Mittelstadt sowie die Große Bibliothek und die neueGildenhalle in der Oberstadt weisen ihren unverwechselbaren Baustil auf.Im Jahre 411 n.P. wurde Sin-tak zur Toobur-maak (in etwa dem Amt einesBauministers vergleichbar) berufen. Sie hatte auch wesentlichen Anteil amBau der Bronze-Mine in den Sylmik-Bergen 418 n.P. Gerüchteweise warihre Mitwirkung dabei hauptsächlich auf ihr Mißtrauen gegenüber demBergbaumeister Tor-bek zurückzuführen (das wohl einzig darin begründetist, daß er ein Tor ist), dem sie die alleinige Verantwortung für die Minenicht überlassen wollte. So ist nun diese Mine nicht nur eine dersichersten, sondern dank Sin-tak auch eine der angenehmsten, denn fastschon kann man sie als unterirdische Stadt bezeichnen, mit vielenAnnehmlichkeiten, die man sonst nur in Ter-A-took (oder neuerdings auchauf den Burgen Ordena und Peritok) vorfindet.
  • 100. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasZu Beginn der Zeit des Großen Nebels ist Sin-tak in ihr Haus in derOberstadt, einen vierstöckigen Palast, den sie selbstverständlich selbsterbaut hat, zurückgekehrt und widmet sich nun verstärkt ihremFamilienleben. Seit 406 n.P. ist Sin-tak mit dem Musiker Tabor-galitvermählt (der Clan Tabor stammt vom Volke der Baserta-batiis, das mitden Ter-baak eng verwandt ist und die großen BasalthochebenenIlikbasta-akoota und Terbasta-akoota im Klados des Tarn bewohnt; dieBaserta-batiis selbst nennen dieses Gebiet Basektys-guutor). Mit ihm hatsie eine Tochter und zwei Söhne.Ihr jüngster Sohn Sin-berek (geboren 415 n.P.) ist Anwärter auf dieNachfolge zum Amt des Talarka-Reichshohepriesters. Seine älterenGeschwister treten eher in die Fußstapfen ihrer Eltern. Die Tochter terak(wie an anderer Stelle bereits erwähnt wurde, ist dies ein sehr beliebterName in Talarka-gläubigen Familien, denn er stammt von dem uraltenWort Terren-akra, das "Steinadler" bedeutet, und ist für Kinder beiderGeschlechter gebräuchlich) (geboren 412 n.P.) ist sehr musikalisch undwird wohl den Beruf ihres Vaters ergreifen, während iakils (geboren 413n.P.) Lieblingsbeschäftigung im Spiel mit Bausteinen besteht, aus denen erbeachtliche (wenn auch kurzlebige) Werke erschaffen kann. Es heißt, Sin-tak habe manche Inspiration für ihre neueren Bauwerke (wie etwa den als"Drachenhort" bewunderten Tragot-Schrein in der Außenstadt) aus denSpielzeugbauten ihres älteren Sohnes bezogen.Sin-taks Persönlichkeit ist schwer zu beschreiben, da es außer ihrerBegeisterung für das Bauen keinen besonders hervorstechendenCharakterzug an ihr gibt. Dies soll nun nicht heißen, daß sie langweiligwäre, im Gegenteil, alle ihre Charakterzüge stechen in einem solchenMaße hervor, daß es schwierig ist, ihre Hauptcharakteristik zu bestimmen.Man könnte sagen, daß sie launisch ist. Doch welcher Künstler -und alssolchen betrachtet sie sich zweifellos- wäre das nicht? Sie ergänzt sichdamit auch hervorragend mit ihrem Gemahl, dessen Launen häufig dieihren ausgleichen, weswegen beide doch in nahezu unglaublicherHarmonie zusammenleben.Von Gestalt und Antlitz würde ein Ter-baak Sin-tak als "herbe Schönheit"bezeichnen. Sie hat auch mit 34 Jahren noch nichts von ihrer jugendlichenAnmut verloren, jedoch ihre Gesichtszüge sind energisch, ein Eindruck,der durch die vage an einen Adlerschnabel erinnernde Nase (übrigens einkörperliches Merkmal, auf das alle Sin wahnsinnig stolz sind) verstärkt
  • 101. 101wird. Mit pechschwarzen Haaren und purpur-violetten Augen verkörpertSin-tak das Idealbild der Ter-baak.Tor-bek (Teragai-maak = Bergbauminister)Über die Herkunft des Clans Tor ist bereits berichtet worden. Eingedenkihrer direkten Abstammung von Kerbatu ist die ungebrochene Treue derTor zu dem Wolfsgott nicht verwunderlich. Es besteht jedoch eine ebensoungebrochene Rivalität zu dem Clan Bek, der in ebensolcher direkterAbstammung von Kerbatu begründet wurde. Hingegen wird die Fast-schon-Feindseligkeit seitens der Sin von den Tor nicht erwidert (imGegensatz zu den Bek, es wird gar vermutet, daß ebendies der Grund fürdie vergleichsweise Zurückhaltung der Tor gegenüber den Sin ist, da mansich nicht mit den Bek auf eine Stufe stellen will).So stellt sich nun die berechtigte Frage, wie es dazu kommt, daß einer derbedeutendsten Vertreter der Tor ausgerechnet den Namen bek trägt. Nun,es wiederholte sich im Falle seiner Eltern wohl die Geschichte der Ahnender Tor und Bek, wie sie über Dal und Galat überliefert wurde: trotz dereigentlich unüberbrückbaren Rivalität der beiden Clans sind sich zweiihrer Mitglieder durch eine Rettung aus höchster Not nähergekommen undhaben eine neue Familie gegründet:Tor-kanip war es, die im bisher härtesten Winter des Tarn, 356 n.P., denKnaben Bek-tenak halb erfroren am Rande der zum Birasta-belakatführenden Paßstraße fand. Sein Ter-geek (gemsen-ähnliches Reittier, dasim Tarn sehr verbreitet ist) war von einem durch die Eiseskälte ausgelöstenSteinschlag getroffen worden und in den Abgrund gestürzt, und tenakselbst hatte gerade noch in letzter Sekunde abspringen können (sicherlichist das schon eine nahezu unglaubliche Leistung, doch was tenak dazubefähigte, wird noch offenbar werden). Jedoch blieb er dabei nichtunverletzt: ein Arm und -schlimmer noch- ein Bein waren gebrochen. Sowar er nun -bewegungsunfähig, und dabei der rettenden Stadt so nahe-dem Kältetod ausgeliefert.Tor-kanip brachte ihn in ihr Haus in der Mittelstadt und pflegte ihngesund. Der briigarf-nait (Heilkundiger, der im Umgang mit Ter-briikbewandert ist), dessen Dienste sie dafür beanspruchte, erkannte denKnaben als Bek-tenak, der sich damals in der Ausbildung als Taadrai(Herrschernachfolger) befand (daher war er auch mit besonderen
  • 102. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras-insbesondere magischen- Fähigkeiten ausgestattet, was ihm überhaupt erstermöglicht hatte, den Absturz seines Reittieres zu überleben). kanip wollteihn nun sofort zur Zitadelle zurückbringen, jedoch bestand tenak darauf,bis zu seiner Genesung bei ihr zu bleiben und dann selbst in die Obhutseiner Mentoren zurückzukehren. Denn es herrschte damals Sin-taak (nichtzu verwechseln mit Sin-tak, s.o.), und Bek-tenak fürchtete, diese könnteseiner Retterin Vorwürfe wegen seines Unfalls machen oder sie garbeschuldigen, diesen herbeigeführt zu haben (wegen des notorischenUnwillens der Sin gegenüber allen Tor -und auch Bek- war dieskeineswegs ein abwegiger Gedanke).So behielt also Tor-kanip den Knaben für einige Zeit bei sich (obwohl sienicht so sehr an die von Bek-tenak geäußerten Befürchtungen glaubte - wiegesagt waren die Tor die toleranteren von den Kerbatu-Nachfahren, und imGegensatz zu den Bek erwiderten sie nicht die nahezu schon feindseligeHaltung seitens der Sin), denn obwohl er ein Bek war, mochte sie ihn, undsie spürte auch die unverhohlene Zuneigung, die er seiner Retterinentgegenbrachte.Als nun der Knabe zum jungen Manne heranreifte (er war mittlerweilelängst auf die Zitadelle zurückgekehrt, doch besuchte er Tor-kanip häufig,und sie hatte begonnen, jedem seiner Besuche sehnsuchtsvollentgegenzufiebern, denn wiewohl er sechs Jahre jünger war, hatte sich ihrHerz für den Jüngling entflammt, dessen geistige und körperliche Reifeübrigens seinem Alter von 13 Jahren weit voraus war - nichtsUngewöhnliches für einen Taadrai), reifte auch diese Zuneigung heran zuLiebe, der im Falkenmonde des Jahres 360 n.P. (nur zwei Wochen nachtenaks 14. Geburtstag) ein erster Sproß entsprang.tenak nun entschied sich -gegen den Willen seines Clans, doch konntenseine Angehörigen dem Taadrai schwerlich Vorschriften machen- seineneue Familie im Schoße des Clans Tor gedeihen zu lassen, und nannte sichfortan Tor-tenak. Tor-kanip aber gab tenaks Herkunft zu Ehren -und damitwar dieser einverstanden und sein Geburtsclan einigermaßen versöhnt-ihrem Sohne den Namen bek.Tor-bek wuchs mit seinen jüngeren Geschwistern in der Zitadelle Biraka-A-natook auf. Bereits mit sieben Jahren begann er sich für Gesteine zuinteressieren, und mit 12 Jahren baute er bereits sein eigenes Ter-batook.Wenn er in der Hauptstadt ist, lebt er noch heute darin, denn er meidet daslaute Stadtleben von Ter-A-took möglichst, seit er seine Gemahlin tasimylvor sieben Jahren durch einen tragischen Unfall verloren hat.
  • 103. 103381 n.P. begann Tor-bek im Auftrag seines Vaters, der sich zu diesemZeitpunkt auf dem Höhepunkt seiner Herrschaft über Tarn-A-tuuk befand,als Teragai-maak (etwa vergleichbar dem Amt eines Bergbauministers)mit der Erschließung einer Eisenerzmine in den Terbak-Bergen, die biszum Jahre 397 n.P. reiche Gewinne abwarf. Ihm verdankt das zentraleTarn auch ein gut ausgebautes Netz an Fahrwegen, die mit teilweisekühnen Brückenkonstruktionen (doch selbst ein mittleres Erdbeben imJahre 392 n.P. konnte diesen nichts anhaben) enge Schluchten überspannenund sich an steilen Berghängen entlangziehen. Es gibt kaum einen Paß, vordem Tor-bek beim Straßenbau zurückgeschreckt wäre. Damit wurden denTer-baak fruchtbare Gebirgstäler für den Massentransport derAnbauprodukte zugänglich, die früher nur mühsam mit denunerschütterlichen Ter-geek erreichbar waren.Seit 417 n.P. leitet Tor-bek die Bronzemine in den Sylmik-Bergen unweitder Hauptstadt. Er toleriert dabei die Assistenz von Sin-tak, auch wenn ersie als unnötig empfindet. Letztlich hat wohl aber auch Tor-bek nichtsdagegen, wenn die Mine nicht nur ein Ort der Arbeit, sondern auch desWohnens geworden ist.Tor-bek hat nichts von den magischen Fähigkeiten seines Vaters, was nichtweiter verwunderlich ist, denn diese Gabe wird nur äußerst selten dendirekten Nachkommen vererbt (ein einziger Fall, in dem angeblich Din-telarak die magische Begabung von ihrem Vater Din-talatik ererbte, ist ausdem fünften Jahrtausend vor dem Dunklen Zeitalter überliefert). Dafür hater ein unfehlbares Gespür für Metrik und Statik. Er kommt oft ohne dielangwierigen Berechnungen aus, die seine Schüler dennoch anstellen, umdas Genie ihres Meisters bestätigt zu finden.Das Privatleben Tor-beks ist seit dem verfrühten Tod von tasimyl einsamgeworden. Seine Kinder sind schon seit langem ins Tarn hinausgezogen,um ihren eigenen Lebensweg zu finden. Seine Enkelin Tor-nasyrn istübrigens eine beachtliche Heerführerin geworden, die das Kommando überdie geplante Burg Myanon übernehmen wird.Über Tor-beks Persönlichkeit können nur Spekulationen angestelltwerden. Im Kreise seiner Kollegen im Ältestenrat und in derBaumeistergilde gilt er als umgänglich, wenngleich er seinen nahezuberüchtigten Humor seit dem Tode tasimyls verloren hat. SeineFachkenntnis wird allgemein bewundert (vielleicht mit Ausnahme von Sin-
  • 104. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrastak) und er ist in allen gesellschaftlichen Kreisen respektiert, insbesonderejenen, die von seiner Arbeit am meisten profitieren (aber wer außer deneingefleischten Ter-geek-Reitern kann schon behaupten, daß ihm dievorzüglichen Straßen im Tarn nicht nützen?). Doch wegen seinerselbstgewählten Zurückgezogenheit läßt sich kaum eine Aussage überseine Vorlieben, Schwächen, Launen oder Gefühle machen.Für einen Ter-baak ist Tor-bek mit 172 cm recht hochgewachsen. Er warnie ein besonders guter Reiter (vielleicht auch daher sein besonderesInteresse für den Straßenbau?), dafür ein vorzüglicher Bogenschütze, wieer wiederholt unter Beweis gestellt hat, als er noch an den alljährlichenKampfturnieren in dieser Disziplin teilgenommen hat. Für seine knapp 63Jahre wirkt er ziemlich alt, was sicher mit seiner Trauer zusammenhängt,denn als er kurz vor tasimyls Tod 56 Jahre alt wurde, hätte man ihn gutund gern noch für einen 40-jährigen halten können.Sirnbar-bratik (Peritarn-toobur-naak = Baumeister des westlichenTarn)Sirnbar-bratik, geboren im Einhornmond 392 n.P., ist das zweite von fünfKindern des Steinmetzen Sirnbar-stamik und der KriegerausbilderinSirnbar-tamar. Letztere wurde als Barn-tamar, jüngste Schwester vonBarn-terak, dem heutigen Tuuk-Or-taak (Herrscher über Tarn-A-tuuk), imSiibarn-Gebirge geboren. Sie zog in die Hauptstadt, als terak dort seineAusbildung als Taadrai antrat. Mit 17 Jahren lernte sie dort ihren späterenGemahl kennen, als der sich von ihr in der Schule des Kampfes ausbildenließ (tamar war schon sehr früh eine gute Kriegerin geworden, mit 14Jahren besiegte sie zum ersten Mal ihren Lehrmeister). Trotz derunterschiedlichen Religionen gewann tamar ihren Schüler lieb, und als erdrei Jahre später von seinem Heeresdienst im Machairas zurückkehrte,vermählten sich die beiden.Die beiden ältesten Kinder von stamik und tamar zog es alsbald hinaus insperisterische Tarn, als dort neue Gebiete erkundet und eingenommenwurden. Es lag seit jeher in ihrer Natur, sich möglichst dorthin zu begeben,wo etwas zu vollbringen war. Während nun bratiks ältere Schwester apsutschnell zur Heerführerin aufstieg, lagen seine eigenen Talente eher im Bauvon Befestigungen. Er sammelte viele wertvolle Erfahrungen auf seinemWege ins Symintak (ein Gebirgsmassiv im peristerischen Tarn). So wurdeer schließlich beauftragt, ein dauerhaftes Wehrlager am Eingang des Taleszwischen Symintak und Beltarok (im Ophis des Symintak) zu errichten.Seine Baupläne waren jedoch so ausgereift, daß beschlossen wurde,stattdessen gleich eine Burg zu bauen. bratik brachte den Bau von Peritok
  • 105. 105zu einem erfolgreichen und schnellen Abschluß. Freilich ist diese Burgnun nicht gerade eine Zierde, jedoch in ihrer wehrhaften Funktionalität beigleichzeitig hervorragenden Wohnbedingungen für die Besatzungvorbildhaft.Nach der Einrichtung der Großprovinz Perinak im Peristera des Reiches(Ende 418 n.P.) wurde Peritok gar zur Provinzhauptstadt (nach neuerProvinzordnung wird Perinak in mehrere kleinere Provinzen aufgeteilt,deren am weitesten ophisch gelegene den Namen Perinak, und auch dieBurg Peritok als Provinzhauptstadt (bis zur Fertigstellung der geplantenStadt Belatar), beibehält), und Sirnbar-bratik wurde mittlerweile von derPerinak-Administration zum Peritarn-toobur-naak (in etwa übersetzbarmit "Baumeister des Peristerischen Tarn") ernannt (seine Schwester apsutübrigens wird das Kommando über die von ihrem Bruder erbaute Burgübernehmen, sobald die derzeitige Burgherrin und Gouverneurin Bek-altondas neue Provinzzentrum Belatar übernimmt).Derzeit arbeitet bratik an den schon fast gewagten Entwürfen für den Baueiner Burg auf der gigantischen Basaltpyramide, die unlängst im Peristerades Ilikbasta-akoota (basaltiges Bergland-Plateau im Machairas vomSymintak) entdeckt wurde. Dabei kommen ihm seine Erfahrungen vonPeritok zweifellos zugute, denn es ist jetzt schon absehbar, daß dieses neueBauwerk eine Perle der Baukunst wird, die sich selbst vor der Zitadelle derHauptstadt nicht zu verbergen braucht. Unlängst hat bratik auch Pläne fürden Bau einer Stadt auf dem Basaltplateau des Ilikbasta-akoota vorgelegt.Es besteht kaum Zweifel daran, daß diese Pläne alsbald in die Tatumgesetzt werden.Die Liebe seines Lebens hat Sirnbar-bratik im Symintak-Heer gefunden.Trabak-norbran ist eine junge Kriegerin (geboren 401 n.P.), die sichbratik mit Leib und Seele versprochen hat. Erster Nachwuchs ist bereits inErwartung, jedoch konnte sich norbran noch nicht zur Vermählungentschließen, da ihr Clan gegenüber der Kerbatu-Religion wenig tolerantist. So gilt es als unwahrscheinlich, daß ihrem Eintritt in den Clan Sirnbarzugestimmt wird, andererseits wollen die Trabak keinen Kerbatu-gläubigen in ihren Schoß aufnehmen. Es bleibt abzuwarten, was dabeiherauskommen wird. Als wahrscheinlich gilt, daß der Clan der Trantok zurVermittlung angerufen wird.Trotz seiner Jugend ist bratik von gelassener Weisheit durchdrungen, dieihn zu immer neuen Vorhaben inspiriert. Er ist wie kaum ein anderer in derLage, noch aus den geringsten Details einen großen Schatz an Erfahrungen
  • 106. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myraszu ziehen. Daher macht er selten Fehler, niemals jedoch denselbenzweimal. Naturgemäß gilt er daher als äußerst zuverlässig, was nicht allzuhäufig unter den Ter-baak ist (womit nicht gemeint ist, das andere in derErfüllung ihrer Aufgaben unzuverlässig wären, jedoch beschränkt sich ihreZuverlässigkeit eben meist auf diese Aufgaben, während bratik in ALLEMzuverlässig ist).Von Statur ist Sirnbar-bratik zwar nicht gerade schwächlich, aber einengroßen Kämpfer gibt er nicht ab. Doch seine Gesichtszüge bringen schonso manches Mädchen zum Schwärmen (dennoch hat Trabak-norbrankeinen Grund zur Besorgnis, denn bratiks Treue zu ihr isthundertprozentig). Neben seinen Bauplänen liebt bratik ausgedehnteAusritte auf seiner Ter-geek, gesellschaftliche Feiern auf gehobenemNiveau, und natürlich das leidenschaftliche Liebesspiel mit norbran. Auchan Wetten und anderem Glücksspiel beteiligt er sich gern, wozu norbranihn von Herzen ermutigt.Iontu-iba (Untarn-toobur-naak = Baumeister des Nieder-Tarn)Als die Ausbreitung des Reiches auf die Grenzen des Hohen Tarn stieß,begannen unsere Heere, in das Bergland des Nieder-Tarn (Untarn)herabzusteigen. Wo dieses nicht bereits dem Nachbarreiche Ordomaruntergliedert war, fanden wir auch ein uns bisher unbekanntes Volk, dieTasham, vor. Wie sich bald herausstellte, sind die Tasham mit den Ter-baak entfernt verwandt, wenn sich auch ihre Kultur, Sprache und Traditiondeutlich von der unseren unterscheidet. Hervorstechendstes Merkmal derTasham-Kultur war eine hierarchische Sippenordnung, die abermittlerweile aufgegeben wurde. Das Prinzip der Gleichberechtigung hatsich, wenn auch gegen den Widerstand der herrschenden Sippen (oderKasten), in kurzer Zeit durchgesetzt. Großen Anteil daran hatte die Sippeder Yoppuri, die besonders im thysischen Vorland der Sinta (dies ist dasam weitesten im Phialae gelegene Gebirgsmassiv des Hohen Tarn) unterder Vorherrschaft der Sattori zu leiden hatte.So verwundert es kaum, daß einige Familien der Yoppuri die Lebensweiseder Ter-baak vollkommen adaptiert haben. Zu denen, die auch die ReligionTalarkas anerkennen, zählt die Familie Antu, die traditionell dem Glaubenan Dondra verpflichtet war. Ihnen haben wir zu verdanken, daß wir unsnun zurecht als Teil einer Weltreligion betrachten können, denn allesdeutet darauf hin, daß Talarka und Dondra nur verschiedene Namen fürein und denselben Gott sind (was -nebenbei bemerkt- scheinbar auch aufKerbatu und Borgon zutrifft).
  • 107. 107Shemiva yosim-Antu war der "Nachgeborene Sohn" (shem) iva der SippeYo[ppuri] des Jahres sim (396 n.P., das System der Jahresnamen derTasham ist nur schwer zu durchschauen und soll an dieser Stelle nichtbehandelt werden) der Familie Antu. Nun wirklich ein Name, der fast allesüber die Person aussagt. Jedoch spielt für die Ter-baak weder dieGeburtsreihenfolge noch das Geschlecht oder Alter -und damitGeburtsjahr- irgendeine Rolle (mit der Einschränkung, daß natürlichJungen und Mädchen vor der Geschlechtsreife keine Familien gründenkönnen, und daß das Geschlecht natürlich bei der Fortpflanzung durchausvon Bedeutung ist, darüber wird jedoch bei gegebenem Anlaß wenigVerwirrung herrschen), so daß all die unnötigen Namenszusätze bei denAntu -wie auch bei den meisten anderen Familien der Yoppuri und derTankarryeni- heute weggelassen werden, wohingegen das Sippenkürzel inden Familiennamen einging, als ihnen das Clanrecht verliehen wurde. Soist also Iontu (bei einigen Tasham noch immer yoAntu genannt) nun einerder neuen Clans des Nieder-Tarn geworden, und die Iontu tragen dieseRolle mit Stolz.iba ist die Transkription des Namen iva in Talar-nyboz („Sprache derSteinriesen“, die von den Ter-baak gesprochen wird), denn den Laut vkennt unsere Sprache nicht. So kommt es, daß Shemiva yosim-Antu alsIontu-iba bekannt geworden ist. Seine ältere Schwester Iontu-kalatil istübrigens -ganz ähnlich wie im Falle der Sirnbar-Geschwister bratik undapsut- zu einer großartigen Heerführerin geworden, über die noch zuberichten sein wird.Es ist für unsere Nation ein großer Glücksfall, einen Baumeister wie Iontu-iba in ihren Reihen zu zählen. Wie kein anderer kennt er sich mit derErrichtung von Bauwerken auf Kernak-Grund aus. Kernak ist unsereBezeichnung für weniger festen, sozusagen "weicheren" oder erdigerenBaugrund, wie er im Hoch- und Bergland des Nieder-Tarn vorherrscht,ganz zu schweigen von den Tieflandgemarken im äußersten Thysias desReiches (im Gegensatz zum felsigen Tarnak des Gebirges, das Sin-taksSpezialität ist). Daher wurde iba vor kurzem (Ende 418 n.P.) zum Untarn-toobur-naak (in etwa als "Baumeister des Nieder-Tarn" zu übersetzen)ernannt.Bisher wurde noch keines von ibas geplanten Bauwerken (abgesehen voneiner Sternwarte für Seberion Chalatin, über die noch berichtet werdensoll) errichtet, was aber damit zusammenhängt, daß der dichte Nebel derletzten Jahre jegliche Bautätigkeit, vor allem in den niederen Lagen,
  • 108. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrasunmöglich gemacht hatte. Derzeit wird intensiv an der Vorbereitung desBaugrunds für zwei Burgen am Rande des Untarn sowie einer Stadt aufder Hochebene Sylkotin-akoota am phialischen Rande der Talar-enit("Kinder der Steinriesen" - Bezeichnung der Ter-baak für das Hochland imThysias des Reiches) gearbeitet.Iontu-iba ist ein hübscher junger Mann, und die leichte Fremdartigkeiteines Tasham übt eine zusätzliche Faszination auf die jungen Frauen derTer-baak aus, so daß er von derer vielen umschwärmt wird. Auch bei denTasham-Mädchen ist er sehr beliebt, ebenso bei den jungen Damen derAlbianer (dieses hochzivilisierte Volk bewohnt weite Teile des Hochlandesder Talar-enit, das sie selbst Zialbarom nennen). Auf welche seinerVerehrerinnen seine endgültige Wahl fallen wird, ist Gegenstand vonreichlich Klatsch und so mancher Wette. Fest steht jedoch, daß er bereitseinige Kinder bei zu stürmischen Liebhaberinnen aller drei Völker gezeugthat (wofür diese von den "erfolgloseren" Rivalinnen herzlich beneidetwerden).Neben seinen Liebschaften hat Iontu-iba wenig Zeit für seine sonstigenHobbys, denn er ist fast ständig zwischen den verschiedenen Bauplätzenunterwegs. Er ist ein hervorragender Reiter, sowohl auf den Berglandponysder Tasham als auch den Zialiden, einer Pferderasse albianischer Züchtung(welche einer der Hauptwirtschaftszweige des Zialbarom ist). Er hat auchgelernt, auf den Ter-geek zu reiten, die er für gelegentliche Ausflüge insHohe Tarn benutzt.Wenn er denn doch mal ein wenig Zeit zur Erholung findet, pflegt Iontu-iba die berühmten Dampfbäder von Tarash aufzusuchen, falls er gerade inder Nähe ist. Dies ist ein den Tasham heiliger Ort im Tifuntarn, an demihrer Überlieferung zufolge die Volkshelden Trigon, Ampas, und Salmintim Jahre 2876 v.P. in ihrem Wettstreit um das goldene Taras (einangeblich göttliches Artefakt, das jedoch im Laufe der Jahrhunderteverlorenging; es soll an der Stelle gestanden haben, wo heute die heißeQuelle sprudelt, die die Dampfbäder speist) zu einem Patt gelangten, da aneiner engen Schlucht keiner der drei weiter vorankommen konnte, ohne dieanderen einem tödlichen Sturz in den Abgrund preiszugeben. (DieBedeutung dieses Ereignisses für die Geschichte und Kultur der Tashamsoll an anderer Stelle näher erläutert werden).iba spielt auch gern mit seinen Freunden eine Partie Shiamgon. Dies ist einBrettspiel für drei bis fünf Personen, bei dem mit verschiedenfarbigenSteinen gesetzt wird (jeder Spieler hat seine Farbe). Ziel des Spieles ist es,
  • 109. 109möglichst viele Steine der Gegner durch geschicktes Taktieren vomSpielbrett zu verdrängen, und natürlich möglichst wenige eigene Steine zuverlieren. Das Spiel endet, wenn die Konstellation des Triampsalm erreichtist, also eine Pattsituation (wie seinerzeit bei Trigon, Ampas, und Salmint),in der keine weiteren Steine gesetzt werden können (die kompliziertenRegeln des Shiamgon sollen hier jedoch nicht weiter abgehandelt werden).ibas größte Leidenschaft jedoch ist das Tarad, ein Wettspiel, bei demjeder Teilnehmer versucht, kleine Wurfpfeile (radich genannt) inbestimmte Felder eines Zielkreises zu bringen. BestimmteFelderkombinationen ergeben dabei unterschiedliche Punktezahlen.Gewinner ist natürlich derjenige mit der höchsten Gesamtpunktzahl zudem Zeitpunkt, wo jedes Feld von mindestens einem radich getroffenwurde. Iontu-iba gilt als Meister des Tarad, und wenigen ist es bishergelungen, ihn darin zu schlagen.Iontu-kalatil (Sylkotirak-Or-daak = Gouverneurin der ProvinzSylkotirak)Wie bereits erwähnt wurde, ist Iontu-kalatil die ältere Schwester (geborenim Eulenmonde des Jahres kam, also 390 n.P.) von Iontu-iba. Ihr frühererName war Tsemkaatla yokam-Antu (Tsem war der Namenszusatz, der einenachgeborene Tochter bezeichnet; kalatil ist die Transkription desTasham-Namen kaatla ins Talar-nyboz). Sie war bis 416 n.P. mitSheminkalimbek tanzarim-Kontas vermählt. (Shemin bezeichnet ähnlichwie Shem einen nachgeborenen Sohn, deutet jedoch mit der Endung -inzusätzlich darauf hin, daß er als einer von Zwillingen geboren wurde; tanist das Namenskürzel der Sippe Tankarryeni; zarim steht für kalimbeksGeburtsjahr 388 n.P.). Im Katzenmonde des Jahres 416 n.P. wurde er beieiner Hetzjagd von einem Sattori getötet. Er hinterließ kaatla dieZwillingssöhne Shaminsantar und Shaminsandova yotapim-Antu(Shamin bezeichnet Söhne eines erstgeborenen Zwillingspaares, tapimbezeichnet das Jahr 406 n.P.).Eingedenk des furchtbaren Schicksals ihres Gemahls, und dank ihrerunerhörten taktischen Fähigkeiten, gehörte Kaatla yoAntu (wie sie sichseit der Ermordung ihres Gemahls zu nennen begann, um ihre Auflehnunggegen die Sippenhierarchie zu demonstrieren) zu denjenigen, die dengrößten Anteil an der Entmachtung der Sattori hatten. Ihrer Führung despartisanischen Widerstandskampfes der Yoppuri und Tankarryeni, späterauch der Silkattopi und Zertammani, bei vorzüglicher Koordination mitden Ter-baak-Truppen unter Sin-tirak, ist es zu verdanken, daß dieMachtzentren der Sattori, Pinterri, Kiryatti, Zeltorryaki und anderer
  • 110. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrasherrschender Sippen schnell und effizient ausgeschaltet wurden und damitein langer Bürgerkrieg vermieden werden konnte. Dabei starben insgesamtnicht mehr als siebzig Personen, eine sehr kleine Anzahl für einengesellschaftlichen Umbruch solchen Ausmaßes (zum Vergleich seierwähnt, daß der Willkür der herrschenden Sippen jährlich hunderteTasham zum Opfer fielen).Sin-tirak hat folgerichtig Iontu-kalatil (den Clannamen trägt sie seit 418n.P.) zur Heerführerin seiner Truppen befördert. Nach der Zeit des GroßenNebels übernimmt kalatil nun ein eigenes Kommando. Sin-tirak hätte esauch gern gesehen, wenn kalatil ihn als Leiter der Provinz Erzekranakablösen würde. Jedoch soll ihr die Leitung der geplanten neuen ProvinzSylkotirak übertragen werden, die an den sensiblen Hochland-Grenzstreifen zwischen Ordomar und Nialsen-Orchugren angrenzt. Fürdiese Position ist kalatil weit besser geeignet als Sin-tirak, der eher einKind des Gebirges ist, so daß er als Erzekranak-Or-daak in Ordenableiben wird.Nachdem die Familie yoAntu zum Clan Iontu geworden war, hat kalatilsich wieder vermählt, und zwar mit Pasik-sipok, den sie in Sin-tiraks Heerkennenlernte und welcher als erster Ter-baak in einen der neuen Clans derTasham einheiratete. Iontu-sipok liebt kalatil’s Söhne aus erster Ehe wieseine eigenen, auch wenn die zum Zeitpunkt der Vermählung in einemAlter waren, wo das nicht unbedingt auf Gegenseitigkeit beruhte (welcherpubertäre Bengel liebt schon seinen Stiefvater?). Mittlerweile sind diebeiden (sie nennen sich jetzt übrigens Iontu-suantar und Iontu-suandoba)volljährig und haben ihre Abneigung gegenüber sipok überwunden, jasogar Vertrauen zu ihm gefaßt, wie es ein Sohn gegenüber seinem Vaterhaben sollte.Mit sipok hat kalatil eine gemeinsame Tochter, syalt (Sehaalad in derSprache der Tasham), die im Katzenmonde 419 n.P. geboren wurde.kalatils ganze Aufmerksamkeit liegt nun -neben ihrer beruflichenAufgabe- bei der Erziehung ihrer kleinen Tochter, worin sie von sipokmehr Unterstützung erfährt, als man von einem Krieger normalerweiseerwarten würde. Er ist die größte Stütze in kalatils Leben überhauptgeworden, seit suantar und suandoba ihre eigenen Wege gehen.Neben ihrer Familie hat Iontu-kalantil kaum private Interessen. Allerdingsläßt sie selten eine Gelegenheit aus, ihre Kräfte und Fähigkeiten imWettkampf mit anderen zu messen, insbesondere wenn die anderen Ter-baak sind, denen sie mitunter beweisen will, daß eine Tasham die bessere
  • 111. 111Ter-baak ist. Im Tarad kann sie es zwar mit ihrem Bruder iba nichtaufnehmen, sonst dürfte sie allerdings schwer zu schlagen sein. ImShiamgon ist sie unbestrittene Meisterin.Bran-teipin (Daritarn-toobur-naak = Baumeister des Feuer-Tarn)Der Clan der Bran ist einer der "alten Clans" des Tarn. Die Urmutter derBran war die erstgeborene Tochter von Mart und Marne. Bran war eineBewunderin ihres ältesten Bruders Dal, weswegen sie auch seineAbneigung gegen die Familie des jüngeren Bruders Kamik teilte, über diebereits berichtet wurde. Es war schließlich einer der Söhne von Sylt (BransSchwester, die zur ersten Herrscherin der Ter-baak werden sollte),Karontil, der Bran, nachdem sie im Alter von 147 Jahren erblindet war,mit einer speziellen Mischung aus verschiedenen Bestandteilen der Ter-briik (deren Rezeptur leider im Laufe der Jahrtausende verlorengegangenist und trotz intensiver Forschung noch nicht wiederhergestellt werdenkonnte) von ihrer Gebrechlichkeit heilte. Zwar konnte er ihr dasAugenlicht nicht wiedergeben, jedoch nahm sie seinen Samen auf undbrachte diesen zu einer außergewöhnlichen Reife: vier Kinder wurden ihrim Laufe einer Nacht geboren, zwei Söhne, die einander bis aufs Haarglichen, und zwei Töchter, für die das gleiche galt.Karontil und die Töchter Din und Dir wurden die Ahnen der jeweiligenClans gleichen Namens, die Söhne Tarek und Torik jedoch blieben beiihrer Mutter, nahmen Gemahlinnen von den Berok und Sylt, und nanntensich fortan Bran-tarek und Bran-torik, und auch ihre Nachkommen trugenfortan den Clannamen Bran (wenngleich einige letztlich eigene Clansgründeten).Die Bran betrachten, genau wie die Sin, Ter-A-took als Heimstatt ihresClans. Im Unterschied zu den Sin jedoch sind die meisten Bran demGlauben an Kerbatu zugetan. So mag es kaum verwundern, daß Bran-matar (geboren im Falkenmond 383 n.P.) im Jahre 402 n.P. eine ganz demWolfsgotte geweihte Kampfschule gründete. Sie war gleichzeitig die ersteAusbilderin dieser Schule, und im Jahre 407 n.P. erhielt sie von Barn-taakdie Zustimmung zum Bau des neuen Schulgeländes unterhalb des Kerbatu-Tempels, das unter der Bauleitung ihres jüngeren Bruders teipin bald zuder beeindruckenden Siedlung anwuchs, die wir heute als Kerbatu-biratook kennen.(Übrigens übergab Bran-matar die Leitung der Schule nach derGrundsteinlegung von Kerbatu-biratook an Sirnbar-sylek (Bruder von
  • 112. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasSirnbar-stamik und damit Schwager von tamar und Onkel der Sirnbar-Geschwister bratik und apsut), der sich ihr in den meisten Kampftechnikenüberlegen erwies. Bran-matars taktisches Geschick jedoch wird nur vonwenigen übertroffen, so daß es als wahrscheinlich gilt, daß sie demnächstdas Kommando über eine neue Burg am ophischen Rande des Tarn erhält).Bran-teipin seinerseits, der übrigens im Wolfsmonde des Jahres 389 n.P.geboren wurde (und zwar auf den Tag genau am überlieferten Geburtstagder Clan-Urahnin Bran), war durch den Bau von Kerbatu-biratook sobekannt geworden, daß er in den folgenden Jahren viele Aufträge fürGebäude in besonders schwierigen Lagen erhielt. Besonders dieHäuserreihe zwischen dem Außentore und dem Brückentor, am der TiefenKlamm zugewandten Rand der Außenstadt, ist von ihm zu einem derWahrzeichen der Hauptstadt gemacht worden.Seit dem Ausbruch des Daroidorka interessiert sich Bran-teipininsbesondere für die Phänomene des Vulkanismus, und er gehörte auch zueiner der ersten Expeditionen, die das Daroidorka-Massiv nach demAusbruch erkundeten. Seine Kartierung der Lavaströme undAscheablagerungen, und insbesondere seine Rückschlüsse aufInstabilitäten im Vulkanbereich, dürften für die Planung etwaigerBauwerke in dem gefährdeten Gebiet von außerordentlicher Wichtigkeitwerden. In jedem Falle hat er sich den Titel des Daritarn-toobur-naak (inetwa übersetzbar als "Baumeister des Feuer-Tarn"), zu dem er Anfang 420n.P. ernannt wurde, mehr als verdient.Bran-teipin ist durchaus ein zäher Kerl, und mit seinen über 80 FingerbreitBrustumfang gehört er auch zu den stämmigsten Burschen unter den Ter-baak. Sein Haar ist dunkelbraun und leicht gelockt, seine schmalen Augenmit den tiefdunkelblauen Pupillen verleihen ihm ein kriegerisches (ja fastbestialisches) Aussehen, und in der Tat ist er auch ein bemerkenswerterAxtkämpfer, wenn auch kein besonders guter Bogenschütze. SeineAusdauer sucht ihresgleichen (und findet es vielleicht bei Barn-taak, abersonst wohl kaum bei einem anderen), und sein Stimmvolumen kann schonmal einen Fels zum Erzittern bringen.Bran-teipins junge Gemahlin kapok (geboren 401 n.P.) erfreut sich seiteinigen Jahren regelmäßiger Schwangerschaften, in deren Ergebnis siebereits sieben kerngesunde und sehr kräftige Kinder zur Welt gebracht hat.Derzeit ist sie wieder froher Hoffnung, und es wird erwartet, daß sie -wieschon zweimal- wieder Zwillinge gebären wird. Ihr ältester Sohn tapik(geboren 417 n.P.) sowie der Säugling tasok (geboren 422 n.P.) begleiten
  • 113. 113sie auf den Reisen, die sie stets zusammen mit teipin unternimmt, währenddie anderen bei kapoks Schwester Tark-stamokin großgezogen werden.Außer dem Bauen, dem Axtkampf, Vulkanismus und Sex (ausschließlichmit seiner Gemahlin, der er hundertprozentig treu ist, weswegen sie, dieletzteres Interesse uneingeschränkt teilt, ihn ständig begleitet) hat Bran-teipin keine Interessen, die der Erwähnung wert wären. Seingesellschaftlicher Umgang beschränkt sich auf das Nötigste, außer wenn esum irgendwelche Abhandlungen über den Vulkanismus geht, die ihn zuwahren Höhenflügen von Mitteilsamkeit verleiten. Wenn teipin mit kapok"zu Hause" (d.h. in der Hauptstadt) ist, bewohnen sie ein von teipinerbautes Haus in der Oberstadt unweit der Gildenhalle. Bei diesenGelegenheiten wohnen dann auch die von Tark-stamokin behüteten Kinderbei ihren Eltern, bis diese sich wieder mal auf Reisen begeben.Dir-agok (Taadrai = Nachfolgerin des Herrschers)Die Stammutter des Clans Dir war eine der Zwillingstöchter von Bran undKarontil. Im Gegensatz zu ihrer Zwillingsschwester Din jedoch war siedem Wolfsgotte mehr zugetan als dem Sturmsohne, so daß in ihrem Clantraditionell der Kerbatu-Glaube verbreiteter ist als der an Talarka. Diestrifft auch auf die Familie zu, in der agok im Einhornmonde 411 n.P. alsjüngstes von vier Kindern geboren wurde. Großen Anteil an ihrerErziehung während ihrer frühen Kindheit hatte ihr zwölf Jahre ältererBruder megot, und der kann jedem, der ihn danach fragt, eine Menge fastunglaublicher Begebenheiten über die kleine agok erzählen.agok ist in der Geschichte des Clans Dir bereits die Zweite, die mit denFähigkeiten der Urahnin Sylt (die Karontils Mutter und die ersteZauberkundige unter den Ter-baak war) geboren wurde. Schon alsWiegenkind konnte sie Gegenstände allein durch die Kraft ihres Willensbewegen, z.B. ihre eigene Wiege brachte sie so einst zu Fall, um dannfröhlich glucksend herauszukrabbeln. Daß ihrer Mutter Dir-kenar vorSchreck -und als die Kleine dann zu krabbeln anfing, vor Staunen- fast dasHerz stehen geblieben wäre, könnte einer der Gründe sein, weswegen siegern ihrem ältesten Sohn megot die meisten Aufgaben der Erziehungüberließ, denn der hat mit seinem sonnigen Gemüt nicht die geringsteFurcht vor agoks übernatürlichen Kräften. Im Gegenteil, es war für ihneine spannende Unterhaltung, zu erwarten und zu erleben, was als nächstesgeschehen würde.
  • 114. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen MyrasDaher verwundert es auch nicht, daß agok viele von megotsLieblingsbeschäftigungen teilt. Allerdings hat sie ihren Bruder schon infrüher Jugend in den meisten dieser Disziplinen überflügelt. Sie gilt bereitsheute als die beste Ter-geek-Reiterin aller Zeiten und wird von vielenKriegsveteranen um ihre Zielgenauigkeit beim Bogenschießen beneidet.Sonstige Kriegswaffen führt sie eher ungern, jedoch selbst unbewaffnet istsie eine ernstzunehmende Gegnerin.Es ist wohl noch zu früh, um mit Gewißheit sagen zu können, an wen agokihr Herz verlieren wird, doch gibt es vermehrte Hinweise darauf, daß sieihrem ersten Mentor, Barn-taak, mehr als nur kindliche Zuneigungentgegenbringt. Ihre Eltern befürworten entschieden eine solcheVerbindung, ebenso wie ihr zweiter Mentor, Tor-tenak. Weit mehr als nurGerüchte sprechen auch dafür, daß Barn-taak Dir-agok das Regierungsamtbei Erreichen ihrer Volljährigkeit 426 n.P. übergeben wird. Dieser Terminwird allgemein auch für eine eventuelle Eheschließung spekuliert.Shibal Matani (Drafan-toobur-naak = Baumeister des Drachenkamms)Das Schicksal von Shibal Matani ähnelt dem von ca. einem Dutzendanderer Ordomarer. Bei der Tragischen Schlacht von 418 n.P., als Reiterder Ter-baak auf Clankrieger aus Ordomar trafen, waren sie schwerverwundet auf dem Schlachtfeld liegengeblieben. Wen nun die Schuld amZustandekommen dieses unnötigen Blutvergießens trifft, läßt sich nichtmehr einwandfrei rekonstruieren, obwohl Barn-taak damals dieVerantwortung gegenüber der Führung von Ordomar auf sich nahm, umeine Ausweitung des Streites zu vermeiden. Auch ist für die getötetenClankrieger damals eine -zumindest symbolische- Entschädigung anOrdomar gezahlt worden.Um jedoch auf die Verwundeten zurückzukommen: da nun die OrdomarerClankrieger sich zurückgezogen hatten, oblag die Verantwortung, für dieVerwundeten zu sorgen, den Kriegern der Ter-baak. Sie machten dabeikeine Unterschiede zwischen den eigenen Kameraden und den Gegnern.So kamen etwa drei Dutzend Ordomarer Krieger in Gewahrsam der Ter-baak, die ihnen die gleiche Pflege angedeihen ließen, wie ihren eigenenVerwundeten. Einige erlagen dennoch ihren Verletzungen, die meistenkehrten jedoch nach ihrer Genesung zu ihren Familien in Ordomar zurück.Die Ausnahme davon bildete besagtes Dutzend von jungen Ordomarern,die es vorzogen, in Tarn-A-tuuk zu verbleiben, um das Leben im Gebirgeund die Kultur der Ter-baak kennenzulernen, und -in den meisten Fällen-auch die Liebe ihres Lebens zu finden.
  • 115. 115Auch der mittlerweile 22-jährige Shibal Matani (geboren im Jaguarmonde400 n.P.) hat vor kurzem die Partnerin gefunden, mit der er eine Familiegründen möchte. Doch da Parok-trifan erst 14 Jahre zählt (geboren imWiddermonde 409 n.P.), wird die Vermählung erst im nächsten Jahrstattfinden. Ob die beiden dann beim Clan Parok bleiben oder wir dieGründung eines neuen Clans Syibal erleben werden, bleibt abzuwarten.Matani hat in seiner Jugend das Bauhandwerk in der Ordomarer MetropoleTraedoch erlernt. Nach seiner Genesung von den Wunden, die er in derTragischen Schlacht davongetragen hatte, war er maßgeblich an derAusarbeitung der Baupläne für die geplante Handelsstadt Talbograt an derGroßen Handelsstraße beteiligt. Selbst die Zwerge von Xumbroschs-Aran-Tor, die diese Baupläne ebenfalls mitentwickelten und als großartigeBaumeister gelten, sprachen sich voller Lob und Bewunderung über dieFähigkeiten des jungen Matani aus. Auf Empfehlung von Trantok-estoril,dessen Provinzhauptsitz die geplante Stadt werden wird, und Kern-tolatak,der den Feldzug im Drachenkamm anführt, wurde Matani Mitte 422 n.P.zum Drafan-toobur-naak (in etwa zu übersetzen als "Baumeister desDrachenkamms") berufen.Matani reist gelegentlich auf Besuch zu seinem Geburtsclan Shibal imordomarischen Teil des Dukasyrie (wörtlich "Zwei Flüsse", gemeint ist dasZweistromland zwischen Kaltrasyrie und Tamasyrie, wo sie das Berglandam oklischen Rande des Tarn durchfließen). Es scheint, daß seineAngehörigen seine Entscheidung, nach Tarn-A-tuuk zu ziehen,widerstrebend zwar, aber dennoch akzeptiert haben. Immerhin erfüllt es siemit einigem Stolz, daß seine überragenden Fähigkeiten ihm einebedeutende Position selbst bei einem fremden Volke eingetragen haben.Matani trägt die typischen Gesichtszüge eines Ordomarers. Sein höhererWuchs, schlankere Gestalt und hellere Haut zeichnen ihn ebenfallsgegenüber dem durchschnittlichen Ter-baak aus. Es sind jedoch geradediese Eigenheiten, die Parok-trifan -neben seinen charakterlichenQualitäten- so faszinierend an ihrem Liebhaber findet. Sie selbst istübrigens etwas zarter gebaut als die meisten Ter-baak. Mit 169 cmüberragt sie auch an Höhe die meisten ihrer Familienmitglieder.Was außer trifans großen, außergewöhnlich hellen Augen die besondereBegeisterung Matanis für das überaus aufgeweckte und selbstbewußteMädchen weckt, bleibt jedermanns Phantasie überlassen (und wer trifan
  • 116. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrassieht, dem wird dazu eine Menge einfallen). Einer der Gründe dürfte inihrer außerordentlichen Kenntnis der Bergwelt liegen: sie versteht es, inden Bergen jeden noch so kümmerlichen Pfad aufzuspüren, weiß jedesGelände, jede Pflanze und jeden Stein fürs Leben in der Bergwildnisauszunutzen. So konnte sie also Matani bereits auf so mancheGebirgswanderung führen, und nach eigenen Angaben genießt er dieseAusflüge, die ohne trifans Führung eine halsbrecherische Strapaze wären,mit ihr jedoch ein erholsamer Spaziergang sind.Außer den gelegentlichen Besuchen bei seiner Familie und den häufigerenBergwanderungen mit seiner Geliebten verbringt Matani viel Zeit mitverschiedenen Kampfsportarten. Er ist auch ein leidenschaftlicher Reiter.Sein Schimmel Kraston ist ein Zialide albianischer Züchtung, der ihm vontrifans Eltern anläßlich der Bekanntgabe der baldigen Vermählung zumGeschenk gemacht wurde. Ansonsten kann kein Schauspiel in MatanisNähe stattfinden, ohne daß er es sich anschauen würde. Findet er irgendwoeine Bibliothek, ist ein längerer Aufenthalt ebenfalls gewiß (Matani hatübrigens in erstaunlich kurzer Zeit die Schriftsprache der Ter-baak erlernt,so daß er viele Überlieferungen des Tarn bereits im Originaltext lesenkonnte).Im Kreise seiner Freunde -und von denen hat er nicht nur im Clan Parokviele gefunden- gilt Matani als ausgeglichen, zuvorkommend undhilfsbereit. Jeder, der mit ihm zu tun hat, bestätigt diese Einschätzung gern.Außerdem zeichnet ihn ein gewisser Ehrgeiz aus, der jedoch nie inMißgunst gegenüber anderen umschlägt. Es gibt eigentlich nur eineMöglichkeit, Matanis Zorn wachzurufen, und die wäre, seine Geliebte zubeleidigen oder zu übervorteilen oder ihr sonst Schaden zuzufügen. Solltejemand in der Tat einen solchen dummen Fehler begehen, wäre er gutberaten, sich zukünftig von Matani -und von den Parok- so weit wiemöglich fernzuhalten.Seberion Chalatin (Aro-gasuur-naak = Kundige der Ausdeutung desSternenhimmels)Um den Bericht über Seberion Chalatin nicht ständig durch lästigeAnmerkungen unterbrechen zu müssen, seien hier einige Ausschnitte ausIontu-sipoks Abhandlung "Über die Völker von Tarn-A-tuuk. Teil III. DieAlbianer, das Volk des Zialbarom" zitiert:
  • 117. 117Das Volk der Albianer lebt in einer streng reglementierten -undzweigeteilten- Gesellschaft. Auf der einen Seite gibt es das durchLeibeigenschaft geprägte Patriarchat, auf der anderen Seite die von Frauenbeherrschte "freie Gesellschaft"...Kinder... [in der "freien Gesellschaft"] werden... bis zu ihrer Volljährigkeitvon der Mutter erzogen (sofern etwaige Töchter nicht vorher dem vomPatriarchat betriebenen Frauenhandel zum Opfer fallen). Dann müssen sieihren eigenen Lebensweg finden, mit Ausnahme der ältesten Tochter, diebei ihrer Mutter bleibt, bis sie sie beerbt ...Viele [freie Frauen] führen ein eigenes Geschäft, sei es nun einePferdezucht, ein Geldverleih oder Wettgeschäft, ein Alchimistenlabor odereine Bibliothek, eine Schule der geistigen oder materiellen Disziplinen, einKünstleratelier oder eine Kunstgalerie, eine Söldnertruppe oder einUnterhaltungssalon. Einige haben als Bürokratinnen die Administrationdes Zialbarom fest in ihrer Hand, andere als Priesterinnen die Tempel derAlbianer ...Es bleibt nun noch zu erwähnen, daß keine der freien Frauen, so mächtig,reich oder beliebt sie auch sein mag, vor den Häschern der Frauenhändlerwirklich sicher ist, vielleicht mit Ausnahme der Kriegerinnen, die sich sehrwohl zu verteidigen verstehen. Bevor wir nun auf denverabscheuungswürdigen Frauenhandel und das Patriarchat nähereingehen, sollen noch ein paar Anmerkungen zur Rolle der freien Gesellen(sprich der Männer) in der "freien Gesellschaft" gemacht werden.Die Gesellen sind diejenigen, die für die Geschäftsfrauen die eigentlicheArbeit erledigen: Dienstboten, Buchhalter, Schreiber, Portiers und sonstigeAngestellte, Tagelöhner, Söldner und -für die Kriegerinnen-Schildknappen. Einige dienen auch als Infanteristen in den regulärenTruppen, jedoch immer unter dem Kommando berittener Kriegerinnen.Viele Gesellen sind in diversen Handwerken tätig, wobei die Werkstättenin der Regel wiederum den freien Frauen gehören. Ein "Handwerk" bildetdavon eine unrühmliche Ausnahme: der Frauenhandel, der in der Hand derPatrone liegt.Die Patrone gründen ihre unangefochtene Macht auf ihren Landbesitz. Fastalles landwirtschaftlich nutzbare Land, und damit die Grundlage derErnährung der Albianer, liegt in ihrer Hand. Ausnahmen sind nur dasWeideland für die Pferdezucht, sowie vereinzelte Obstgärten... und
  • 118. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myrasnatürlich die privaten Blumen- und Kräutergärten der freien Frauen, diediese von angestellten Gesellen bewirtschaften lassen. Die großen...Plantagen, die ausgedehnten Forstwälder sowie sämtliches Ackerland sindin der Hand des Patriarchats.Jeder Patron besitzt außer seinen Ländereien noch einen "Harem" vonleibeigenen Frauen, unter denen er sich gelegentlich eine Gespielin zurFortpflanzung aussucht. Zur Beschaffung von "Frischblut" nun unterhaltendie Patrone ein Netz von Frauenhändlern und ihren Häschern. Töchter auseiner Verbindung mit einer Leibeigenen werden an andere Patroneverkauft, Söhne hingegen sind entsprechend dem Geburtsrang am Erbe desLandbesitzes und Vermögens beteiligt ...[Seit] die Ter-baak und Tasham zuerst ins Zialbarom herabkamen, ...haben die regelmäßigen Patrouillen bereits zu einem Nachlassen des"Umsatzes" in diesem verabscheuungswürdigen Gewerbe [desFrauenhandels] geführt ...Bisher haben zwei der 76 albianischen Patrone freiwillig auf dieLeibeigenschaft ihrer Frauen verzichtet. Viele von diesen sind -nachjahrelanger Gewohnheit- dennoch bei ihren ehemaligen Herren geblieben,andere sind in die freie Gesellschaft zurückgekehrt, aus der sie vor nochnicht allzulanger Zeit geraubt wurden ...Soweit die notwendigen Erklärungen über die Gesellschaft der Albianer.Die aus Zialon, der Hauptsiedlung der Albianer im Zialbarom, stammendeSeberion Chalatin wurde in den Traumtagen des Jahres 380 n.P. geboren.Wahrscheinlich rührt auch daher ihre sehr stark ausgeprägte "romantischeAder" (oder sollte man besser Sexbesessenheit sagen). Bereits mit 13Jahren brachte sie ihr erstes Kind zur Welt, einen Knaben namensTerimon, dessen Erziehung hauptsächlich von Seberions Mutter Chimagalübernommen wurde, zumal Seberion bereits kaum ein Jahr späterwiederum ein Kind zur Welt brachte, ihre älteste Tochter Gerania.Während -zumindest für Seberion- klar ist, wer Terimons Vater war,könnte es bei Gerania einer von einem knappen Dutzend freier Gesellensein , mit dem sie in der fraglichen Zeit sexuellen Kontakt hatte.Nach Geranias Geburt ergriff Seberion offenbar Maßnahmen, um weitereSchwangerschaften zu unterdrücken. Denn obwohl sie keineswegs aufhäufige Lustbarkeiten verzichtete, blieb sie bis zur Jahrhundertwende ohneweiteren Nachwuchs. In dieser Zeit baute sie sich eine Sternwarte auf einer
  • 119. 119Anhöhe am Rande von Zialon und erwarb sich einen gewissen Ruf (odersollte man sagen Zweitruf, denn als "Lustdame" war sie bereits verrufengenug) als durchaus fähige Astronomin. Doch nicht nur in der genauenVorausberechnung astronomischer Konstellationen, sondern auch in derenAusdeutung bewies Seberion großes Geschick. Da sie nun die zudeutenden Konstellationen bereits Monate im Voraus zu berechnenvermag, ist sie auch den meisten herkömmlichen Astrologen weitüberlegen.So hatte daher Seberion bereits einiges Vermögen angehäuft, als sie für dieletzten Traumtage des 4. Jahrhunderts nach Pondaron eine Reihe vonFestorgien ausrichtete. Am Rande dieser elftägigen Festlichkeiten hat siewohl nicht weniger als 3 Dutzend Gesellen in ihr Bett geführt. Welchervon denen nun der Vater ihrer zweiten Tochter Tamarind wurde, bleibtnatürlich ungeklärt. Jedoch wurde Tamarind ein genauso hübschesMädchen wie ihre Mutter (im Gegensatz zu Gerania, die eher vonnüchternem Äußeren, dafür charakterlich ziemlich verschlagen ist).Wahrscheinlich deswegen ereilte sie auch das gleiche Schicksal wie ihreMutter: 411 n.P. wurde Seberion und nur ein Jahr später auch Tamarindvon Frauenhändlern verschleppt (während Gerania nach SeberionsVerschwinden die Sternwarte erbte; allerdings besitzt sie weit wenigerTalent -vor allem in der astrologischen Deutung, aber auch in derGenauigkeit der Berechnungen- als ihre Mutter).Während Tamarinds Verbleib seither im Ungewissen liegt, gehörtSeberion zu jenen Frauen, die 419 n.P., nachdem Xaltorian Belwar aufseinen Besitz an Leibeigenen freiwillig verzichtete (er ist einer von zweiPatronen, die derlei Einsicht zeigten), ihre Freiheit wiedererlangten. IhreTochter Simma (geboren 414 n.P.), die sie von Xaltorian empfangen hatte,befindet sich noch im Besitz von Sermal Zakater, an den sie verkauftwurde. Xaltorians Sohn Xendarion, den Seberion 416 n.P. zur Weltbrachte, ist zukünftiger Erbe von etwa einem Drittel des Belwar-Besitzes.Seberion ist mittlerweile ins Hohe Tarn umgezogen, wo die viel dünnereLuft eine wesentlich bessere Beobachtung der Sterne erlaubt. Ihre neueSternwarte (erbaut übrigens von Iontu-iba, zu dessen Geliebten sie zählt)steht auf dem Gipfel des Kirabat-gratak, eines der höchsten Berge desSyrkana-Massivs, das die Grenze zwischen den Provinzen Biranak undUntalarak bildet.Bei ihrem Umzug zum Kirabat-gratak hat Seberion zwei albianischeGesellen als Gehilfen mitgebracht, und zumindest mit einem von ihnen
  • 120. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myraspflegt sie gelegentliche Liebesspiele. In letzterer Angelegenheit bevorzugtsie allerdings die Männer der Tasham und -mehr sogar noch- der Ter-baak.Mindestens sieben Männer, unter ihnen auch Iontu-iba, kommen für dieVaterschaft ihres Sohnes Telar (geboren 421 n.P.) in Frage, der jedoch vonGalip-tasur, einem der wahrscheinlichsten Anwärter, adoptiert wurde undnun im Clan der Galip großgezogen wird.Seit vier Monden ist Seberion erneut schwanger. Ob jedoch Tasil-mirakoder Tran-emikar oder Berok-sitop oder Sik-porat oder Tark-bran, oder ihrGeselle Boran Tamjan, oder etwa doch Iontu-iba, der werdende Vater ist,kann niemand so genau sagen... Wie man sich anhand der Beschreibungvon Seberions sexuellem Gebaren schon denken kann, ist sie selbst mitihren mittlerweile 42 Jahren eine ausgesprochen attraktive Frau, die denMännern mit ihren großen dunklen Augen, ihrem welligen, fast lockigennußbraunen Haar, daß ihr bis zur Hüfte fällt, ihrer von goldblasser glatterHaut bedeckter schlanker und nicht zu hoher Gestalt, ihren anmutigenBewegungen, ihren verführerischen Lippen und nicht zuletzt mit schönenWorten die Sinne raubt.Außer den Männern liebt Seberion schöne Literatur (sie hat z.B. mitBegeisterung die Poeme und Epen der Überlieferung der Ter-baakverschlungen, und zwar im Original!), Musik (hierbei bevorzugt sieallerdings entschieden den Stil der Tasham) und das Wandern in denBergen (wohl ein weiterer Grund für ihren Umzug ins Tarn). Wettkämpfejeglicher Art verabscheut sie hingegen, selbst den im Zialbaromtraditionellen Pferdesport (vielleicht noch ein Grund für ihren Umzug insTarn?).Zu Seberions bedeutendsten astronomischen Entdeckungen zählen zweibisher unbekannte Planeten in den Feldern Aros, deren Existenz sichlediglich aus Beobachtungen der Flugbahnen der sichtbarenHimmelskörper errechnen ließ, sowie die erstaunliche Erkenntnis, daß essich bei der Dunkelsonne um einen Himmelskörper mit steil-elliptischerFlugbahn um Aros handelt. Außerdem hat Seberion anhand komplexerBerechnungen für das Jahr 576 n.P. eine Kollision ebenjener Dunkelsonnemit dem Dunkelmond vorhergesagt. Ob das jedoch Seth befreien odervernichten wird, bleibt dahingestellt, und Seberion hat sich dazu auch nochnicht geäußert.Zusammengetragen und aufgezeichnet im Falkenmond 423 n.P. VonTisar- bikali - Naimiz-daak (Hüterin der Großen Bibliothek zu Ter-A-took)
  • 121. 121 NY K E R I E N(Bild: Jenny Dolfen, used with permission)
  • 122. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras „Zhum allgemeinen Weessen dez intelligenten Schlangenwezhens“ (Zerathon, Nykerien)Entnommen dem Archiv von Ksakazz, 420 n. P.Kommentiert und erweitert vom Sprach- und GeschichtsgelehrtenArchivar Rhaioff Shozonkquis „Daz intelligente Schlangenwezhen erkennet man am aufrichtigen Gange, am groszen, mit wohlschmeckendem weiszgrauem Versthandez-Herzen angefüllten Schädel, den zhlanken Armen mit langen, ebensho zhlanken, weiszen Klauen am achtfingrigen Fingerstrauszhe und dem Fehlen dez für unzere dümmeren Artgenoszen zo typischen Rückenfortzathsez.“Dieser zugegebenermaßen etwas unvollständigen Beschreibung meiner Artgenosssenaus unserem Archiv möchte ich ein wenig mehr Detail anfügen:Der intelligente Schlangenmensch, wie er heute in der allgemeinen Sprache genanntwird, misst etwa zwei Schritt in die Höhe. Er ist Schlank an Gliedmaßen undeigentlichem Körper, dennoch sind Knochen nicht mehr zu erkennen als beibeispielsweise Menschen. Er besitzt meist Giftzähne und die edleren Geblüte den„Kobrafächer“ um die hintere Halsgegend.Sein Schädel läuft wie der einer Schlange nach vorne hin spitz und schlank zu,überhaupt ähnelt gerade der Sitz des Verstandes den zurückgebliebenerenArtgenossen, den profanen Schlangenthieren, am meisten. Der Kiefer kann wie beidiesen ausgehängt werden, und ermöglicht ihm damit eine breite Nahrungsauswahlauch unter größeren Beutetieren, wie z.B. Echsen und Salamander, aber auchFarbwechsler und junge Krokooden, Ratten und Mäuse, Schwimmhasen, Salzaaleund Langusten, Fledermäuse, aber auch Sumpfhabichte, Wetterfalken oderAdlerartige, und schließlich Affentiere, Faultiere, kleine Bären und die Kinder dermeisten Kulturschaffenden Rassen.Riechen und Schmecken kann er dank der kräftigen, zweigeteilten Zunge, die ihmauch zur Wetterfühlung dient.Brust und Bauch sind von einer dickeren Haut überzogen als die restlichenKörperteile es sind, wohl wollte unsere Herrin den Schlangenmensch damit vor
  • 123. 123Schaden am Herz bewahren. Außerdem ermöglicht es ihm ein schmerzfreiesPirsschen am Boden.Die Gliedmaßen sind denen von Menschen sehr ähnlich, abgesehen von dertypischen Schlangenhaut (wie am Rest des Körpers), und den sehnigen,langgestreckten Händen mit den langen Klauen und den heraustretenden Gelenken.Der intelligente Schlangenmensch muss sich einmal in der Woche häuten, um seineGesundheit zu erhalten. Kommt er nicht dazu, so dauert es nur etwa drei Wochen, biser nur noch als Speise taugt. Die abgestoßene Haut ist meist fast völlig intakt,durchsichtig oder in klarer Farbe schimmernd, und dient ihm als Stoff für vieleTausend Gegenstände, Reisenden und Heeren gar als Brennmaterial.Der Archivar zu Ksakazz, 420 n.P.Rhaioff Shozonkquis Xiaralass - Herold von ZerathonXiaralass wurde im Jahr 259 geboren, ist also 65 Jahre alt. Er wuchs wohl behütetunter strenger Erziehung seines Vaters Xiarsseless auf, der ebenfalls schonReichsherold war. Die stetigen Lektionen über Kultur, Etikette am Hof undDiplomatie, die Xiaralass von seinem Vater erhielt, zielten sorgfältig darauf ab,Xiaralass zu einem würdigen Nachfolger zu machen.Erst vor kurzem überwarf sich der als Freund von Shor bekannte Xiarsseless sich mitShor aus unbekannten Gründen, und wurde seines Amtes enthoben.Aufgrund der alten Freundschaft zwischen ihm und Shor sah der Zerath von einerHinrichtung ab und zog es vor, Xiarsseless zu verbannen.Es heißt, der ehemalige Herold des Reiches lebe weit weg im Exil.Xiaralass wurde vor die Wahl gestellt seinem Vater zu folgen, oder aber seineNachfolge anzutreten. Er entschied sich freiwillig und pflichtbewusst für das Amt alsHerold an der Seite des Zerath und ist ihm ein loyaler Diener. Ansonsten ist über dengeheimnissvollen Edlen mit dem kupfernen Brustpanzer nichts bekannt, was aberseiner Wirkung auf das Volk keinen Abbruch tut.
  • 124. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Xarzeth T’dashr„Als im Herbst des Jahres 309 n.P. die letzte Lieferung an Steuereiern am Hofe desZerath eintraf, bemerkte Dzhersath sofort, dass eines dabei war, dass wie von innenheraus silbrig zu schimmern schien. Der Erzmagier der Ssychk erbat daher vomZerath die Erlaubnis, über dieses Ei persönlich wachen zu dürfen, denn sollte sichsein Verdacht bestätigen... weiß Yhr konnte er einen Nachfolger gebrauchen, undnicht zu spät sollte er damit anfangen, einen brauchbaren Magier aus demSchlüpfling zu machen...Nur wenige Monde später, nach gründlicher Untersuchung, sorgfältiger Hege undAusbrut schlüpfte aus dem silbrig schimmernden Ei ein Würmling, wie ihnDzhersath bis dahin noch nie gesehen hatte. Statt der geschmeidigen und rosigschimmernden transluzenten Schuppen „normaler“ Schlüpflinge hatte dieser hiersteife, silberglänzende Schuppen.“(Aus dem Archiv der Erzmagialen Bibliothek, Kategorie „Herkunft der Erzmagier“)Dzhersath zog jenen bei sich auf, und bald schon erkannte er dessen starke, magischeBegabung. Darum bildete er ihn, wissend dass er einen Nachfolger brauchte, in allennötigen Fertigkeiten aus und ließ ihm eine profunde Allgemeinbildung angedeihen.„Der Zerath schien sehr glücklich über einen Magier zu sein, der andere Wesenkontrollieren und sogar beschwören, wiewohl auch sich und seine Umgebungbeschützen konnte. Wohl hatte er damals schon erkannt, dass bald die Zeit kommenwürde, in der kampfnützliche Magie mehr bedeuten würde als transportnützliche. Alsalso Dzhersath vor zwei Jahren starb, übergab ihm Shor’ Khazan ohne Bedenken dasAmt des Erzmagiers...“(Aus dem Archiv der Erzmagialen Bibliothek, Kategorie „Herkunft der Erzmagier“)
  • 125. 125 Ch´rralizz kor S´akkresch zharif n´kash Hohepriesterin von ZerathonCh´rralizz ist 79 jahre alt (was bei einer Lebenserwartung von durchschnittlich etwa200 Jahren unter den "adligen" (Denjenigen mit Giftzähnen und Kobrafächer) etwaeiner "mittdreißigerin" entspricht ;-)).Sie wuchs völlig abgeschottet von der restlichen Bevölkerung auf, wo sie sowohlvon spirituellen als auch weltlichen Lehrern unterrichtet wurde.Seit sie alt genug war zu verstehen, wurden ihr nicht nur die Rituale von Yhr undanderes spirituelles wissen vermittelt, sie studierte auch auf eigenen Wunschsämtliche Aufzeichnungen ihrer Vorfahren um sich deren gesamtes Wissen überandere Kulturen anzueignen. Nachdem sie das Studium der Vergangenheit beendethatte, begann Ch´rralizz sich für die Auswirkungen der Gegenwart zu begeistern. Siekombinierte die wahrscheinlichsten Auswirkungen mit den unwahrscheinlichsten,um Optimale Ergebnisse zu erlangen.Ihr jüngstes Studium widmet sich dem Einfluss von lauten Geräuschen auf Personen.Insgesamt ist sie sehr an ihrer Umwelt interessiert.Sie hat angeblich einige Informanten unter der Bevölkerung, um jede Entwicklungder allgemeinen Meinung mitzubekommen. Auch unterhält sie gute Kontakte zuShor’Khazan und den ihm untergebenen "wichtigen" Personen.Ch´rralizz dient ihm auch als Spirituelle (und weltliche) Beraterin. In ihrerAbwesenheit wird sie von einem, eigens von ihr ausgewähltem Priester vertreten,welcher somit ihr Sprachrohr bei Hofe ist. Abgeschieden und separat von anderenSchlangenmenschen aufgewachsen, sind ihr körperliche Kontakte nicht nur fremd,sondern auch unangenehm. Sie meidet (wenn möglich) Ansammlungen von Leuten,und eine persönliche Audienz bei ihr zu bekommen, ist (für "normale" Leute) fastunmöglich.Ihre wenigen Bediensteten sind grundsätzlich stumm, da sie die Stille sehr schätzt.
  • 126. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras Reichsfeldmarschällin des Reiches Zerathon: SzethachGeburtsort: Sashaka ( Randgebiet)Geburtstag: 347 n. P.Bildung: Privatlehrer ( Allgemeinbildung; Geschichte; Kriegskunst/ auchPraktische Ausbildung im Umgang mit Lanzen, großenBögen und Äxten aus Knochen) von ca. 349- 368 n. P.)368-369: Prüfung369-371: Rückzug in Abgeschiedenheit371: Erste Angriffe von Sumpftieren wie Riesenwürmern371-402: Organisation von Dorfbewohnern ( Taktiken, Kampftechniken, undAufbau von Schutzwällen), um gegen die Angriffe vorzugehen412: Erste Erfolge gegen die Angriffe417: Rückschlag der Riesenwürmer418: Berufung an den Hof von Ksakazz419: Ernennung zur Reichsfeldmarschällin423: Aufbau des persönlichen Heeres ( Die Zerathon-Garde )Mit dem Erreichen des zweiten Lebensjahres begann die Ausbildung vonSzethach, dieser ging sie mit großer Begeisterung nach, um ebenfalls (wieauch schon ihre Eltern und Geschwister) die Kunst der Waffenführung zuerlernen.Zwar wurde sie auch im Lesen und Schreiben gebildet, sowie in der Geschichtedes Volkes, doch wurde das Hauptaugenmerk auf Taktische Kriegsführung unddie Handhabung einer Waffe gelegt.Das schon sehr alte Familiengeschlecht zeichnet sich durch seine besonderestrenge und härte aus.So sind körperliche Strafen gängig.Auch dem Lehrer ist es gestattet gewesen bei nicht erfüllen einer Aufgabe mitGewalt zu reagieren. So sind die Mitglieder der Familie mit dem BronzenenBaum alle eher kühl, abgehärtet und nahezu Herzlos.Nach einigen Jahren der Ausbildung musste Szethach ihre Prüfung bestehen.Diese bestand darin in völliger Einsamkeit durch die Sümpfe zu streifen undnach einem Jahr wieder Lebend zurück zu kehren.
  • 127. 127Mit reinem Überlebensdrang schlug sie sich das erste halbe Jahr durch denSumpf, bis sie an einen Teil dort kam, an dem es weder besonders vielePflanzen, noch ausreichend Nahrung zu geben schien.Szethach beschloss, diesen Ort einige Tage zu beobachten. Nach drei Nächtenstellte sie fest, wer der Grund für die Unwirtlichkeit des Landstückes war:Riesenwürmer.Szethech schaffte es noch ein weiteres Vierteljahr sich von Kleintieren dort zuernähren, doch schließlich machte sie sich an einen noch sehr jungenRiesenwurm – und machte die Würmer damit auf sich aufmerksam.Szethech ging zurück zu ihrem Dorf und bestand die Prüfung. Danach zog siesich ein Jahr zurück, um das Erlebte zu verdauen und zu sich selbst zu finden.Im Jahre 371 n. P. schlugen die Riesenwürmer, die endlich eines der Dörfergefunden hatten, in denen jene Schlangenwesen leben, zu. 31 Jahrevergingen, um die normalen Dorfbewohner ausreichend zu organisieren umeine Gegenwehr aufzustellen.Diese Aufgabe übernahmen die Eltern von Szethach und sie selbst. Daraufhingab es erste Erfolge gegen die Angreifer. Der entscheidende Rückschlag fandim Jahre 417 statt. Szethach schlug die Riesenwürmer mit Hilfe eines riesigenFeuers zurück.Nach einigen Feiern des Dorfes folgte die Berufung an den Hof. Die Familie vonSzethach war von Stolz erfüllt, nicht wegen der Tochter, sondern eher wegendem Ruf der Familie, und Szethach war das klar. Dementsprechend versuchtesie sich, dort angekommen, anzustellen, begegnete dem Herrscher und derHohepriesterin mit großem Respekt und demütig, war jedoch gleichzeitig sehrkühl und undurchsichtigNach einem Jahr wurde sie zur Reichsfeldmarschällinernannt.Zwar ist sie Übergeordneten immer noch respektvoll, jedoch einzig und alleindem Herrscher absolut loyal untergeben.Dieses Verhältnis rührt jedoch nicht aus Angst vor dem Herrscher sondern ausvollem Respekt und Anerkennung.Zu der Magie ist sie weniger positiv eingestellt, da sie der Meinung ist, dasdiese zwar praktisch sein kann, aber nichts mit eigener Beherrschung undDisziplin zu tun hat. So könne Magie zwar lebensrettend sein, aber alskurzweiliger Effekt verschwinde sie danach wieder – die Unbeständigkeitschlechthin also.Die Quelle der Magie ist Ihr dabei gleich, wenngleich sie als Yhr – Gläubige diepriesterliche Magie vorzieht – wenn auch nicht wegen der Magie selbst,sondern wegen der Tatsache, das sie vor Priestern wesentlich mehr Achtunghat als vor Magiern.423 baut sie das Heer auf.
  • 128. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras
  • 129. 129Nachwort des Herausgebers:„Zeit is worrn“, wie unsere Myraner aus der Oberpfalz zu sagen pflegten.Nach längerer Pause kann ich euch mal wieder ein Mitteilungsblatt vonMyra, ein MBM vorlegen. Oder wenn es nicht liegt und Ihr es nicht inHänden haltet, dann steht es vor Euren Augen in seiner digitalenAusgabe, die zum MYRA-Treffen über http://projektmyra.de zurVerfügung gestellt wurde. Inhaltlich möchte ich darauf hinweisen dass zwar praktisch alleBeiträge in diesem MBM auch in der MyraPedia stehen könnten auchwenn sie dort noch nicht stehen, dass sie trotz des enzyklopädischenAnspruchs aber nicht in Stein gemeisselt sind – es sind nicht LetzteWahrheiten sondern subjektive Ansichten einzelner Figuren oderGruppen auf Myra, zum Teil mit politisch-missionarischer Absichtgeschrieben, zum Teil möglicherweise bewusst irreführende Propaganda.Es ist anzunehmen, dass die Gegner dieser Personen oder derVerfasserInnen der Texte vieles ganz anders sehen würden.Aber gerade die Vielseitigkeit Myras macht ja einen Teil des Reizes aus –von daher viel Vergnügen mit der Lektüre dieses Kulturtaschenbuchs,das nicht nur die MyraPedia zitiert und einen Aspekt daraus, die vielenPersonen, die unsere Welt bevölkern, handlich zugänglich macht (und inder PDF-Form mit Volltextsuche offline zur Verfügung stellt).Mein Dank gilt zum Schluss Carol Heyer, von der dieses MBM seinenTitel hat, wie viele Titelbilder zuvor, Jenny Dolfen alias „Gold Seven“ vonder die Kapitelbilder stammen – beide haben freundlicherweise ihreErlaubnis zur myranischen Nutzung der Bilder gegeben. Und nicht zuvergessen Christel Scheja, von der die meisten der „Made for Myra“Bilder, nicht nur in diesem Kulturtaschenbuch, sind.Bis zum 30jährigen Jubiläum von Myra im September 2012 möchte ichdas 30. Kulturtaschenbuch Myras fertig haben. Das braucht vieleBeiträge – inhaltliche und, das sei nicht ganz vergessen, finanzielle. Bitteüberlegt, ob Euch das Projekt MYRA nicht vielleicht doch eine einmaligeSpende (oder einen laufenden Fördermitglieds-Beitrag) Wert ist. ImVoraus dafür meinen Dank an Euch...Euer Wolfgang G. Wettach
  • 130. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras„Hexe“ von Franziska Schlosser, used with permission
  • 131. 131
  • 132. MBM 28 – Kulturtaschenbuch Personen Myras