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Change.org bei der IG Metall Jugend: Welt retten mit Internet
 

Change.org bei der IG Metall Jugend: Welt retten mit Internet

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Vortrag bei der IG Metall Jugend, November 2013

Vortrag bei der IG Metall Jugend, November 2013

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    Change.org bei der IG Metall Jugend: Welt retten mit Internet Change.org bei der IG Metall Jugend: Welt retten mit Internet Presentation Transcript

    • Welt retten mit Internet. Internet als Game Changer für gesellschaſtliche Veränderung.
    • Malte
    • Emma, Elena, Sammi
    • Caroline
    • Change.org is the world's largest petition platform, empowering people everywhere to create the change they want to see.
    • Explosive growth. 40 40M 30M 25 20M 10M 6 1 0M 2010 2011 2012 2013 50M users, 3M new users/month, 1.5M users in Germany
    • INTERNET Die Kraft der Klicks SUSANNAH IRELAND / EYEVINE / PICTURE PRESS Mit dem Online-Portal Change.org schuf Ben Rattray ein soziales Netzwerk für Gutmenschen – und machte aus der Plattform ein florierendes globales Geschäft. E BALD r trägt Dreitagebart und das dunkle Haar cool geschoren, ganz wie auf seinem Foto in der „New York Times“-Liste der begehrenswertesten Junggesellen im Silicon Valley. Ben Rattray, 32, mag ein Internet-Freak sein wie Mark Zuckerberg. Anders als der scheue Facebook-Gründer sieht Rattray aber aus, als wäre er schon vor seiner ersten Million zu jeder Party eingeladen worden. Seine Programmierer arbeiten in einem hellen Büroloft mitten in San Francisco an einem sozialen Netzwerk für Gutmenschen: Change.org bietet sozialen Aktivisten eine Online-Plattform. „Time“ kürte Rattray zu einem der einflussreichsten Menschen der Welt. Rattray klickt seine Website an, auf der drei simple Fragen erscheinen: „An wen soll sich die Petition richten? Was soll diese Organisation oder Person tun? Warum ist Ihre Petition wichtig?“ Jeder Nutzer kann seinen Appell kostenlos posten, solange dieser nicht zu Gewalt oder Hass aufruft. So soll per Mausklick gesellschaftlicher Wandel beginnen – wie ihn Molly Katchpole erreichte, deren Foto neben Rattrays Schreibtisch hängt. Die junge Frau ärgerte sich im vergangenen Jahr darüber, dass die Bank of America fünf Dollar pro Monat zu verlangen begann, bloß damit Kunden ihre Bankkarte nutzen können. Sie veröffentlichte eine Petition an die Bank, die Gebühr zu kippen, bald hatten 300 000 weitere Kunden unterschrieben und über soziale Netzwerke ihren Frust verbreitet. Die Bank of America knickte rasch ein. „Unsere Plattform gibt Leuten mehr Macht als je zuvor“, sagt Rattray, der ursprünglich Investmentbanker werden wollte und Wirtschaft in Stanford studiert hatte. Doch als seinen Bruder die gemischten Reaktionen auf dessen homosexuelles Coming-out beinahe verzweifeln ließen, kam Rattray sein kapitalistischer Karriereplan auf einmal seicht vor. Er gründete Diskussionsgruppen, wie soziales Engagement im 21. Jahrhundert aussehen könnte. Daraus entstand 2007 die Idee für Change.org. langten sie, keine magersüchtigen Models mehr abzubilden; oder von US-Richtern, einen Mann in Virginia zu verurteilen, der seinen kleinen Hund vom Balkon geschleudert hatte. Und als im Februar in Florida der hellhäutige George Zimmerman den unbewaffneten schwarzen Jungen Trayvon Martin erschoss, überzeugten Change.orgMitarbeiter Martins Eltern, einen Appell zu posten: „Klagen Sie den Mörder unseres 17 Jahre alten Sohnes Trayvon Martin an“, lautete die Botschaft. Mehr als zwei Millionen Menschen unterstützten ihr Anliegen binnen wenigen Tagen online. Todesschütze Zimmerman landete vor Gericht. Internetexperten erkennen solche Erfolge an, zweifeln aber an der Nachhaltigkeit virtueller Protestnetzwerke. „Sie wirken nur effektiv im Verbund mit traditionellem Aktivismus“, sagte Jillian York von der Electronic Frontier Foundation der „New York Times“. Digitale Unterschriften allein seien zu flüchtig, um dauerhafte Veränderungen auszulösen. Rattray aber glaubt an die Kraft der Klicks. Er berichtet von einer lesbischen Frau in Südafrika, deren Freundin von Männern vergewaltigt wurde, die ihre Neigung „heilen“ wollten. Die Frau loggte sich in einem Internetcafé bei Change. org ein und forderte in einer Online-Petition härtere Gesetze gegen so brutale Verbrechen. Über 170 000 Menschen aus aller Welt unterschrieben, so viele, dass die Server der südafrikanischen Regierung kollabierten – worauf deren Vertreter die verlangte Gesetzesänderung einleiteten. Die vielen Klicks zahlen sich aber auch für Rattray aus, Change.org ist nämlich keineswegs gemeinnützig. Rund 15 Millionen Dollar im Jahr zahlen Kunden wie Greenpeace oder Amnesty International, um etwa für Spendenaufrufe Zugang zu der riesigen E-Mail-Datenbank des Unternehmens zu erhalten. Rattray mag nicht ausschließen, künftig sogar Honorar von umstrittenen Großkonzernen anzunehmen, „wenn sie ein gutes Projekt anstoßen wollen“. Er klingt auch ähnlich geschäftstüchtig wie Facebooks Zuckerberg, wenn er über globale Expansionspläne spricht. Seine Seite, so Rattray, solle weltweit eine Marke für Online-Aktivisten werden wie Amazon für Buchbestellungen. Das würde den Marktwert von Change. org weiter steigern, sollte es doch einmal zum Börsengang kommen. Rattray sagt: „Ich sehe mich als sozialen Aktivisten – und als Unternehmer.“ Gründer Rattray: „Mehr Macht als je zuvor“ Dass das Netz auch und gerade für soziale, ethische und moralische Themen eine ideale Mobilisierungsplattform ist, haben auch andere erkannt, teils sogar früher: Schon 2004 gründeten einige Deutsche in Verden an der Aller die Kampagnenplattform Campact, der amerikanische Vorläufer MoveOn.org stammt aus dem Jahr 1998. Und der Bundestag bringt gerade sein überarbeitetes Petitionsportal auf den Weg. Doch niemand machte aus der Idee ein vergleichbar florierendes, globales Geschäft: Rattray zählt heute 145 Mitarbeiter und mehr als 17 Millionen Nutzer, die bislang nach eigenen Angaben 230 000 Petitionen posteten. 18 Auslandsbüros existieren bereits, darunter eines in Berlin. Change.org-Nutzer forderten, die Pussy-Riot-Aktivistinnen freizulassen; von den Herausgebern der „Teen Vogue“ ver- Mobilisierte Masse Ausgewählte Petitionen bei change.org Frühjahr 2012 Strafverfolgung von George Zimmerman, dem mutmaßlichen Mörder des 17-jährigen Trayvon Martin (1,5 Millionen) Unterzeichner 2278000 Herbst 2011 Abschaffung einer 5-DollarKontogebühr der Bank of America Unterzeichner 307000 Frühjahr 2012 Freiheit für Pussy Riot Unterzeichner 144000 GREGOR PETER SCHMITZ
    • 30.000 Organisationen nutzen Change.org 70 Millionen Aktionen von Nutzern.
    • Warum Online-Petitionen? Online-Petitionen haben wenig mit der Unterschriftenliste aus Papier zu tun, sondern kombinieren wichtige Taktiken: Unterstützer mobilisieren, Medienaufmerksamkeit erzeugen, Entscheidungsträger beeinflussen.
    • AGENDA 1. Internet und gesellschaſtliche Veränderung? 2. Wie geht Online Campaiging?
    • Internet = Game Changer für gesellschaſtliche Veränderung? 1
    • CONNECTIVITY LEADS TO EMPOWERMENT Ende 2013: World internet penetration: 39% Global mobile penetration: 96%
    • Motoren von Veränderung: MENSCHEN MUT MACHT
    • (MENSCHEN) Mega-Probleme und die Idee der „7 Mrd. Lösungen“
    • 500.000 Campaigner
    • 15.000 neue Petitionen / Monat. = 500 pro Tag. = 20 pro Stunde.
    • (MUT) Sichtbarkeit des Engagements Social Media Courage
    • „Those who engage in social issues online are twice as likely as their traditional counterparts (donors) to volunteer and participate in events. In other words, slacktivists often graduate to full-blown activism.“ 2011 study from Georgetown University in November “Dynamics of Cause Engagement“
    • ging vor den Obersten Gerichtshof, um Anti-Gay-Policy zu bestätigen. + Größte Jugendorganisation der Welt + 3 Mio. Mitglieder + „konservative Festung“, „uneinnehmbar“
    • Viele Davids gegen Goliath.
    • Ratet mal was diesen Mai passiert ist?
    • Ratet mal was diesen Mai passiert ist?
    • (MACHT) „Pushing power down and out“
    • The internet has lowered the barriers to spark or lead a movement.
    • The internet has lowered the barriers to spark or lead a movement.
    • DAS INTERNET sorgt für: Hyperlokale Lösungen, Inspiration, verschiebt Aufmerksamkeit und damit Macht. Wir haben erlebt, wie sich Medienlandschaſten verändern. Wie sich ganze Geschäſtsfelder verändern. Und das mit atembraubender Geschwindigkeit. Gleiches gilt für gesellschaſtliche Veränderung. Und es fängt gerade erst an.
    • Online Campaigning = So geht‘s! 2
    • (STORYTELLING)
    • Eine überzeugende Kampagne... ... erzählt eine starke Geschichte! • ein Problem oder eine Krise • ein/e Held/in (Petitionsstarter) • eine Überwindung des Problems (Happy End)
    • Campaigner-Sprech: 1 2 Crisitunity: Krise + eine dringliche und glaubhaſte Chance, etwas zu verändern. 3 Petition Starter Story: the hero of a campaign, which tells the story of the problem very well. Theory of Change: Eine glaubhaſte Aktion, durch die Untertstützer für Veränderung sorgen können
    • Crisitunity The term derives from a 1994 episode of The Simpsons, in which Homer’s daughter Lisa tells him that the Chinese use the same word both for crisis and opportunity. Homer replies, “Yes! Cris-atunity!”
    • Crisitunity: Beispiele • Krise: Der 16-jährige Anuar wurde nach Syrien abgeschoben • Chance: Kurz vor der Wahl können Menschen den Ministerpräsident besonders beeinflussen Aktionsärstreffen Wahlen Narichtenlage Deadlines Twitter Trends
    • TOC TOC TOC Theory of Change = Prüfsiegel • Ziel: Potentielle Unterstützer müssen überzeugt werden, dass ihre Handlung zählt/ einen Unterschied macht. • Ein Ursache-Wirkung-Zusammenhang, der die Krise auflöst. Wenn / Dann. • Wo ist Kampagnen-Ziel angreifbar?
    • Theory of Change • “Rick Santorum uses racist language when talking about immigration on the campaign trail and during Republican debates. Sign this petition to tell him to stop attacking migrants.” • Theory of change: IMPLAUSIBLE
    • Petitionsstarter. Sie sind die Helden einer Kampagne. Sie erklären ein Problem auf Augenhöhe. Sie sind glaubwürdig, weil sie oſt selbst betroffen sind. Das bisher überwiegend im Siebten Kapitel des ersten Teils des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) als „Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft“ und teilweise im Sechsten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII) als „Eingliederungshilfe für behinderte Menschen“ mit der dazu gehörenden Eingliederungshilfe-Verordnung geregelte Recht soll mit diesem Gesetzentwurf als eigenständiger Bereich im SGB IX geregelt werden. Mit diesem Vorschlag soll die Diskussion über die Neugestaltung der Eingliederungshilfe, die von der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) 2012 mit einem Grundlagenpapier abgeschlossen wurde, weitergeführt werden. Constantin ist schwerstbehindert und wird bei Geldfragen wie ein Hartz IV-Empfänger behandelt. Heißt: Nicht mehr als 2600 Euro auf dem Konto sind erlaubt. Heißt: Ein „normales“ Leben als selbstbestimmter Mensch (Stichwort Integration) ist nicht möglich.
    • Take away: Bevor Ihr eine Kampagne startet, schreibt sorgfältig folgende Bausteine auf: Crisatunity, TOC und Hero‘s story.
    • (BEST CASE)
    • Taktik 1: Petition, duh! • Start Januar (vor NS-Wahl) • PS = Schwester • Target: McAllister (nicht Schünemann)
    • Taktik 2: Mediencontent schaffen.
    • T3: Erste 3.000 Signer nutzen!
    • T4: Übergabe an McAllister
    • T4: Übergabe an McAllister
    • T5: Reminder Aktion #72Stunden: Die 16.000 Unterstützer sollen das markierte Facebook-Bild teilen.
    • T6: Pivot the Campaign!
    • T7: Zweites Target + Übergabe
    • ERFOLG!!!
    • (MUT)
    • Danke! Paula Hannemann Campaigns Director @ChangeGER paula@change.org