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Erwachsenenbildungs-Magazin dreieck 02/2012

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Das Erwachsenenbildungs-Magazin "dreieck" wird 2-3mal jährlich vom Salzburger Bildungswerk herausgegeben. Es beinhaltet die Darstellung und Auseinandersetzung mit aktuellen bildungs- und …

Das Erwachsenenbildungs-Magazin "dreieck" wird 2-3mal jährlich vom Salzburger Bildungswerk herausgegeben. Es beinhaltet die Darstellung und Auseinandersetzung mit aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen
Themen und fungiert als Mitteilungs- und Serviceblatt über Veranstaltungen
des Salzburger Bildungswerkes.
Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen in
der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen,
PolitikerInnen sowie Medien.


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  • 1. Erwachsenenbildungs-Magazin des Salzburger Bildungswerkes 02/2012Erotisches Kapital –Profit oder Stigma?Europa in derSchuldenfalle?RIO PLUS/MINUS 20Im Alter mehr Zeitfür Engagement?! salzburger bildungswerk
  • 2. Das Team des Salzburger BildungswerkesDirektion Karin MARESCH GemeindeentwicklungGünther SIGNITZER Sekretariat SalzburgGeschäftsführung Tel: 0 662-87 26 91-12 Alexander GLASTel: 0 662-87 26 91-14 karin.maresch@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-87 26 91-13g.signitzer@sbw.salzburg.at Isolde MRWA alexander.glas@sbw.salzburg.atSarah Baier Organisation Milica GLIBOSekretariat Tel: 0 6277-77 94 Tel: 0 662-87 26 91-27Tel: 0 662-87 26 91-24 isolde.mrwa@sbw.salzburg.at milica.glibo@sbw.salzburg.atsarah.baier@sbw.salzburg.at Manuela Pleninger Anita MOSERRichard BRESCHAR Öffentlichkeitsarbeit Tel: 0 662-87 26 91-18Örtliche Bildungswerke Tel: 0 662-87 26 91-16 anita.moser@sbw.salzburg.atTel: 0 662-87 26 91-19 manuela.pleninger@sbw.salzburg.atrichard.breschar@sbw.salzburg.at Brigitte SINGER Forum FamilieSonja CHRIST Institut für Elternbildung Andrea-Maria GRUBERSekretariat/Buchhaltung Tel: 0 662-87 26 91-15 Pongau, Tel: 0664-8284180Tel: 0 662-87 26 91-11 b.singer@sbw.salzburg.at forumfamilie-pongau@salzburg.gv.atsonja.christ@sbw.salzburg.at Christa WIELAND Wolfgang MayrHans EDER Institut für Seniorenbildung Flachgau, Tel: 0664-8284238Institut für Internationale Solidarität Örtliche Bildungswerke forumfamilie-flachgau@salzburg.gv.atTel: 0 662-87 26 91-20 Tel: 0 662-87 26 91-17 Corona RETTENBACHERhans.eder@sbw.salzburg.at christa.wieland@sbw.salzburg.at Tennengau, Tel: 0664-8565527Wolfgang Forthofer forumfamilie-tennengau@salzburg.gv.atInstitut für Europa Institut für Medienbildung Christine SchläfferTel: 0 662-87 26 91-21 Martin SEIBT Pinzgau, Tel: 0664-8284179w.forthofer@sbw.salzburg.at Geschäftsführung forumfamilie-pinzgau@salzburg.gv.atUlrike FREIDL Tel: 0 662-82 20 23-12 Monika WeilharterSekretariat seibt@imb-salzburg.at Lungau, Tel: 0664-8284237Tel: 0 662-87 26 91-22 Monika HOHENLOHE forumfamilie-lungau@salzburg.gv.atulrike.freidl@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-82 20 23Michaela Habetseder office@imb-salzburg.atÖffentlichkeitsarbeitm.habetseder@sbw.salzburg.at Qualitätssiegel Salzburger Bildungswerk Salzburger Bildungswerk SBWbildungswerk Qualitätstestiert bis 2016 Veranstaltungstipps Bildungswochen Ring-Jahrestagung 2012 – „Aktives Altern und Pfarrwerfen, 22. bis 30. September 2012 der Dialog zwischen den Generationen als Göriach, 14. bis 20. Oktober 2012 Herausforderung für die Erwachsenenbildung“. Weißbach bei Lofer, 11. bis 18. November 2012 Wien, 21./22. September 2012 Werfenweng, 6. bis 13. Oktober 2012 Herbsttagung 2012 mit Jahreshauptversammlung lern.fest der Lernenden Region Tennengau Salzburg, 9./10. November 2012 Salzberghalle Hallein, 6. Oktober 2012, 9.00 bis 17.00 Uhr
  • 3. Editorial Impressum Herausgeber und Verleger: Salzburger Bildungswerk (Dr. Günther Signitzer) Redaktion: Manuela Pleninger (MP) Imbergstraße 2/2, 5020 Salzburg Tel. 0662-87 26 91-0 Fax 0662-87 26 91-3 E-Mail: office@sbw.salzburg.at www.salzburgerbildungswerk.at ZVR 200 288 147 Grafik: Werbeagentur Gerhard GürtlerDer Sommer ist eine Zeit zum Innehalten, mit einem Rückblick auf die ver- Lektorat: Mag. Michaela Habetseder Coverfoto: © Fotolia, Foto Rückseite: Dr. Hansgangene erste Hälfte des Jahres und mit einer Vorschau auf kommende Er- Stehrer, Bildungswerkleiter Strobleignisse. Genießen Sie diese Zeit, und Sie werden sicherlich viel interessanten Fotos: Salzburger BildungswerkLesestoff und Anregungen in dieser Ausgabe des „dreiecks“ finden. (falls nicht anders angegeben) Druck: Schönleitner, Kuchl Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.Mit über 1.200 Veranstaltungen, beinahe 6.500 Unterrichtseinheiten und Auflage: 2.200über 86.000 TeilnehmerInnen konnte bei der Kuratoriumssitzung eine be- MitarbeiterInnen Redaktion:eindruckende Leistungsbilanz des Bildungswerkes im Veranstaltungsbereich Dipl.-Ing. Richard Breschar (RiB)vorgelegt werden, und der Tätigkeitsbericht 2011 wurde einhellig positiv be- Dr. Hans Eder (HE) Dr. Wolfgang Forthofer (FT)wertet. Den Dank der Kuratoriumsmitglieder gebe ich gerne an alle Beteilig- Alexander Glas, Msc (AG)ten und Mitwirkenden weiter. Mag. Michaela Habetseder (MiHa) Dr. Anita Moser (AM) Isolde Mrwa (IM)Das Salzburger Bildungswerk hat erneut das Qualitätstestierungsverfah- Mag. Martin Seibt MSc (MS)ren erfolgreich abgeschlossen und wurde mit dem Ö-Cert in die Liste der Dr. Günther Signitzer (GS)Qualitätsanbieter aufgenommen. Gute Voraussetzungen für unsere Teilneh- DSA Mag. Brigitte Singer (BS)merInnen, dass unsere Projekte und Veranstaltungen ihre Bildungsbedürf- Blattlinie: Darstellung und Auseinandersetzung mitnisse erfüllen und wir auch ein verlässlicher Partner sind. aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen Themen, Mitteilungs- und Serviceblatt über Veran-Unsere Anstrengungen brauchen aber auch die tatkräftige Unterstützung staltungen des Salzburger Bildungswerkes.der Politik. In Zeiten allgemeiner Sparmaßnahmen des Landes Salzburg ste- Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen inhen auch Einrichtungen wie das Salzburger Bildungswerk auf der Liste der der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen, PolitikerInnen sowie Medien.finanziellen Kürzungen – diese treffen uns empfindlich. Nominell fallen wir Namentlich gekennzeichnete Beiträge drücken dieauf das Niveau Ende der 1990er Jahre zurück, und es wird immer schwieriger, Meinungen der AutorInnen aus. Sie müssen sichdie Anforderungen an die Qualität, Struktur und das Angebot zu erfüllen. Wir nicht immer mit der Auffassung von Redaktion undwerden aber alles daran setzen, unsere Tätigkeit, insbesondere die Unter- Herausgeber decken.stützung ehrenamtlicher Bildungs- und Kulturarbeit in den Gemeinden, auf- Offenlegung nach dem Pressegesetz: Aktuellerecht zu erhalten. Der bereits begonnene Organisationsentwicklungsprozess Berichte, Informationen und Stellungnahmen, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit des über-mit Unterstützung des Landes sollte dazu beitragen. parteilichen und konfessionell nicht gebundenenWir sind überzeugt, dass sich Menschen aktiv an der Gestaltung ihres Le- Salzburger Bildungswerkes stehen.bensraumes beteiligen sollen und wollen Bildung lebendig machen. Wir Wir danken für die Zusammenarbeit undhaben eine Verpflichtung gegenüber unseren BildungswerkleiterInnen, die Unterstützung dem bm:ukk.sich aktiv neben ihren beruflichen und familiären Verpflichtungen dafür ein- dreieck-Leserservice:setzen. Eine demokratische Gesellschaft braucht Strukturen, die weit über Fragen an die Redaktion: Tel. 0662-872691-0 oder E-Mail: office@sbw.salzburg.atdie Beteiligung an Wahlterminen und an den derzeit viel diskutierten zusätz- Erscheinungsweise: 2-3mal jährlichlichen direkten demokratischen Instrumenten hinausgeht. Das Salzburger Abonnement- und Einzelbestellung:Bildungswerk ist ein wichtiger Teil dieser Strukturen, und es würde uns freu- Einzelheft € 4,- (exkl. Versand) Jahresabonnement € 11,-en, wenn Sie in diesem „dreieck“ auch eine Motivation finden, um dabei zu Einzahlungen: RVS Salzburg Kto-Nr. 00047993,sein bei der Gestaltung unseres Lebensraumes! BLZ 35 000 Wenn bis 31. Dezember keine Abbestellung erfolgt, verlängert sich das Abo jeweils um ein weiteres Jahr.Dr. Günther Signitzer Vorstand des Salzburger Bildungswerkes Rektor Dr. Josef Sampl, HR Dr. Alfred Berghammer,Direktor HR Dipl. Ing. Günter Daghofer, Dr. Andrea Eder- Gitschthaler, BSI Josef Irnberger, HR Dr. Andreas Kiefer, Senatsrat Dr. Heinz Klier, Dr. Lucia Luidold, Dr. Ursula Maier-Rabler, HR Dr. Eduard Paulus, HR Prof. Dr. Wilhelm Pölzl, Prim. Dr. Josef Rücker, OStR Prof. Felix Strohbichler, Prof. Dr. Martin Wiedemair Präsidentin des Salzburger Bildungswerkes LH Mag. Gabi Burgstaller
  • 4. 4 | Foto: iStock08 Erwachsenenbildung 10 Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung 17 Gemeindeentwicklung Blickpunkte Gemeindeentwicklung 06 Schreibwerk findet statt 17 Ausgezeichnet: Orte der Begegnung 08 Pensionierte Esel und verträgliches Reisen 18 Gemeinschaftspflege im Generationendorf Hallein-Rif 19 „Herz für Hallein“ prämiert Ideen 20 Behindert und trotzdem voll dabei! Erwachsenenbildung 08 Qualitätsauszeichnung für Seniorentanz Österreich 09 Punkt für Punkt zum Schmunzelpunkt Europa und Politische Bildung 21 Nie wieder Krieg! 22 Elixhausen goes to Brüssel 22 Politik in Österreich und in der EU Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung 23 Der Europatag im Europark 10 Geglückter Start oder voll daneben? 23 Das Institut für Europa geht auf Reisen 12 Erotisches Kapital – Profit oder Stigma? 13 Lebensqualität im Alter 14 „Wunschoma“ Pinzgau 15 Forum Familie informiert Internationale Solidarität 16 GLOSSE: Wenn die gläserne Decke zur 24 Biolandbau als Option. Erfolge und Hürden Betondecke wird 25 RIO PLUS/MINUS 20 „Das war unsere Zeit“ Mehr dazu auf Seite 27 02/2012 dreieck
  • 5. | 5Inhalt „Nicht jeder ist ein Aussteiger“ ... in zwei Stunden von Hof bis nach Neuseeland Mehr dazu auf 30 Aus Gemeinde und Bezirk Seite 30 33 Institut für Medienbildung Aus der Direktion Arbeitskreise 26 Anpacken im Ehrenamt 34 Im Alter mehr Zeit für Engagement?! 27 „Das war unsere Zeit!“ 28 Bildung mit Qualität 29 Unter einem Dach: Gemeindeverwaltung, Bildung und Kultur Personalia 36 Neue Gesichter – Neue Ideen 37 Das Salzburger Bildungswerk trauert um Hans Katschthaler Aus Gemeinde und Bezirk 37 Das Salzburger Bildungswerk gratuliert 30  lassische Musik, kreatives Malen, ein kriminelles K 38 Sepp Scheibl – ein Nachruf Menü und Jazz 38 Silberner Dank an Gerhard Haslauer 30 Nicht jeder ist ein Aussteiger 38 Zum Gedenken 31 Kneippen anstatt Kaffeetrinken 32 Tu was, dann tut sich was! 32 Hundstage in Bad Hofgastein 33 Europa in der Schuldenfalle? Veranstaltungstipps 02 Veranstaltungstipps Institut für Medienbildung 33 Cybercheckers dreieck 02/2012
  • 6. 6 | B lic k p u n k te Foto: by_BirgitH_pixelio.deSchreibwerk findet statt Ingrid Foller, Teilnehmerin und Bildungswerk-Itzling betreibt ehrenamtlich eine offene leiterin in Itzling, betreibt die Schreibwerkstatt ehrenamtlich und mit Herz.SchreibwerkstattEin generationenübergreifendes Interview mit JONATHAN MARLER und HERMANN HANDLECHNER W ir schreiben, um unsere Sicht Handlechner, Pensionär und Aktivist, und Warum habt ihr euch für eine Schreib-„ auf das Leben zu vertiefen, dem jüngsten Autor der Schreibwerkstatt, werkstatt entschieden – eure Motivation? um es zweimal zu spüren – im Jonathan Marler, getroffen, um mehr über Hermann: Sicherlich Neugierde, aber auchAugenblick des Erlebens und in der Rück- Motivation und Mehrwert zu erfahren. der Wunsch ein eigenes Buch zu schreiben,schau“, so Schreibwerkstattleiterin Elisa- den ich mir bereits erfüllen konnte. (siehebeth Fereberger. Mit Unterstützung von Wie bzw. von wem habt ihr von der Buchtipp: Es muss nicht immer JakobswegIngrid Foller, Leiterin des Bildungswerkes in Schreibwerkstatt erfahren? sein).Itzling, ist es gelungen, eine Schreibwerk- Jonathan: Von einer Bekannten, sie wusste Jonathan: Ich schreibe seit ich zehn Jah-statt zu etablieren, die nicht nur Spaß am dass ich gerne schreibe und hat sich für re alt bin, das Schreiben hat sich mehr fürSchreiben vermittelt. Die Schreibwerkstatt mich auf die Suche begeben. Das ABZ mich entschieden als ich für das Schreiben.ist ein Ort der Begegnung und geistigen (ArbeiterInnen-Begegnungszentrum) liegt Ich habe einfach Spaß daran.Auseinandersetzung. Die TeilnehmerInnen ganz in meiner Nähe und ist daher ideal.sind interessiert an Sprache, Stil, Ausdruck Hermann: Von Maria Wimmer aus dem ABZ, Stört es dich nicht, dass alle anderen inund Formulierungen, aber auch am gegen- ich habe vorher noch nie an einer Schreib- der Schreibwerkstatt über bis zu 40 Jahreseitigen Austausch. Entstanden sind bisher werkstatt teilgenommen und fand die Idee älter sind als du?ein Hörbuch sowie ein 90 Seiten starkes interessant. Jonathan: Nein, überhaupt nicht, ich binLesebuch. Wir haben uns mit Hermann gerne mit Älteren unterwegs und kann es02/2012 dreieck
  • 7. Bl i ck p u nk te | 7Vergeltung chte von JONATHAN MARL ER BuchtippEine Kurzgeschi gekommen rkte, woher Sona da. Niemand bemePlöt zlich stand sie cken. Sie sah sich um. Nie- annte in ihrem Na Pfostenwar. Die Sonne br h stand, an den r. Doch plötzlicmand nahm Notiz von ih sie gut kannte . Ralin. Er hnt, jemand, den . „Halloeines Hauses gele hatten des Hauses d trat aus dem Scsah zu ihr hinüber un du, ich hatte dich schon ver- zu sehen. Weißt ich zu dir kom- Sona, schön dich ch gesagt, dass n. „Du hast do ch ich sie!“ er- mi sst“, sagte Rali te. Jetzt brau ich Hilfe bräuch t nicht dein men könnte, wenn jemanden? Das is uchst du wieder en mehr. Bitte!“ wi derte Sona. „Bra schon lang kein itte. Ich hatte Ernst, oder?“ „B nd an. „Na gut, ich hab altbekannten Freu fl ehte Sona ihren sie durchsehen .“ Damit ging Lager. Du kannst men, öffnete noch ein paar im ihm. Als sie anka d Sona folgte nach ihr Ra lin zum Lager un e hinein. Er ging Lager und ließ si . Willst du ihn Ra lin die Tore zum Neuen Testraum HERMANN HANDLECHNER und habe auch einen ins Gebäude. „Ich mand drin.“ INGRID SCHANDL-JELINEK te Ralin. „Es ist auch schon je sprobieren?“ frag g. Er führte sie Es muss nicht immer Jakobsweg au hrie sie freudi ts wie rein!“ Sc en in der sein. Am Griechischen Fernwan- „Wirklich?! Nich r. „Er liegt hint fnete ihr die Tü derweg „E 4“. zu m Testraum und öf Sona zu der Ec ke. Sie erkann- n. Erfreut ging Ecke.“ Sagte Rali cht ging Verlag: Colorama, 180 Seiten Sack lag. Das Li der Ecke nur ein te zu spät, dass in in gurgelnden Lauten aus ihrer ISB: 978-3-902692-53-5 Der Schrei ging s Ohr: „Du aus. Sie schrie. flüsterte ihr in bückte sich und an.“ Es war das Ke hle unter. Ralin tzt bist du dr Ein amüsant-provokanter Reisebericht nicht bezahlt. Je hast den letzten eines Öko-Rucksack-Touristen. hörte... reibwerkstatt. letzte, das sie üler und Autor in der Sch Es gibt tatsächlich Typen, die wandern Jonathan Marler ist Sch in Griechenland herum, mutterseelen- allein und das noch im August, anno 2002. Das Tempo ist bei 35 Grad nicht das allergrößte, der Rucksack mit 15 kg trägt Gleichaltrigen nur empfehlen. Ich freue bekommen und durfte ihn bei einer Veran- auch zum langsamen Vorwärtskommen mich alle zwei Wochen auf die Schreib- staltung im ABZ Itzling vortragen. bei. Aber da gibt es eben den EU, den werkstatt. Meine Schulkollegen verstehen Europäischen Fernwanderweg. Von dem das nicht so wirklich, sie wissen nicht, was Hat sich an deinem Schreibstil etwas ge- hat sich der Autor am Peloponnes ein sie verpassen. ändert, seit du bei der Schreibwerkstatt Teilstück ausgesucht. Davon berichtet Schreiben ist gut und befreit, egal in wel- dabei bist? er manch Seltsames, Ungereimtes und chem Alter. Jonathan: Ja, auf jeden Fall. Ich bin jetzt seit Abenteuerliches. Der Titel ist natürlich fast einem Jahr dabei und mein Schreibstil als Gegenstück zu den vielen Jakobsweg- Worin seht ihr den Nutzen bzw. wurde detailgetreuer und spannender. Büchern entstanden. Gemeinsam ist Mehrwert? aber, dass man sich Start und Ziel ein- Vielen Dank für das Interview! Hermann: Ich finde es spannend, neue fach selbst aussuchen kann. Es hat sich Schreibstile kennenzulernen, aber auch die Jonathan Marler, Schüler, 15 Jahre, und Hermann auch herumgesprochen, dass nicht alle Handlechner, Pensionär, sind beide Teilnehmer der fachmännische Beratung durch Elisabeth Schreibwerkstatt des Salzburger Bildungswerkes Jakobspilger das Ziel Santiago erreichen. Fereberger und den Erfahrungsaustausch Itzling. Auch dem ÖKO-Rucksacktouristen ging untereinander schätze ich. es nicht besser, er hat sein ursprüngliches Jonathan: Es macht Spaß und entspannt, Treffpunkt ist jeweils das ABZ-Arbeite- Ziel nicht erreicht. Er hat sich aber vor- außerdem habe ich das Gefühl, die anderen rInnen-Begegnungs-Zentrum in Itzling, je- genommen, den höchsten Berg des Pe- freuen sich über meine Texte. Ich kann mich den zweiten Dienstag von 16.00-18.00 Uhr. loponnes, den Profitis Ilias, später doch noch an meinen ersten Text in der Schreib- Nähere Infos bei Dipl. Ing. Richard Breschar, nochmals zu besteigen. werkstatt erinnern, ein Text über Zeit. Ich E-Mail: richard.breschar@sbw.salzburg.at habe sehr gutes Feedback von den anderen (MP) dreieck 02/2012
  • 8. 8 | B lic k p u n k tePensionierte Esel und verträgliches Reisen VON HERMANN HANDLECHNERCorfu Donkey Rescue – streicheln. Alle 62 Grautiere für einige TageEin Programm für 62 pensionierte Esel – oder auch länger – zu betreuen, heißt fürin Korfu mich nicht Arbeit, sondern einfach Freude.Donkeys heißen sie auf Englisch und Res- Die großen Augen – etwas versteckt untercue bedeutet natürlich, dass sie für einen den „Fliegengittern“ – das sanfte Wesengeruhsamen Lebensabend gerettet wer- und das muntere trab-trab, ein ganz tollesden. Um den Hals haben sie alle ein kleines Erlebnis. Es versteht sich von selbst, dassNamensschild. Nur für die Gäste und die es dafür keine Bezahlung geben kann. DasHelferInnen. Denn die Chefin – eine Englän- Projekt CDR wird von Spenden getragen. Verträglich reisen?!derin namens Judy Quinn – ruft alle beim Dafür können die Helfer ganz in der Nähe Und wie kommt man dort hin? Mit dem ZugNamen. Braun, hell, dunkel, grau, alle Far- (ca. 1 km) in der Pension Achilleos um 10 €/ von Salzburg nach Venedig, von dort mitben sieht man. Manchmal hinkt einer oder Tag ein einfaches Quartier beziehen. Alles der Fähre nach Griechenland (Korfu, Igou-hat ein Bein eingebunden. Die Mehrzahl zusammen einen Urlaub wert, denn man menitsa oder Patras), und mit dem Bus (dortaber ist recht gesund und munter, man kann auch dazwischen die schöne Insel heißt er Leoforio) fährt es sich etwa halbmerkt, sie werden gut versorgt. Alle freuen Korfu genießen. so teuer wie bei uns. Auch die Eisenbahnsich über Zuneigung, Pflege, bürsten und Nähere Infos: www.corfu-donkeys.com ist ab Patras eine romantische Alternative. Also mit öffentlichen Verkehrsmitteln sprich „Verträglich Reisen“. Diese Art ist nicht nur ökologischer, sondern meist auch güns- tiger, wenn man etwas mehr Zeit hat und am Schiff nicht den Komfort einer Kabine benötigt. Variabel zusätzlich, denn die Rück- fahrkarte dieser Fähren gilt 1 Jahr lang. Als Abschluss noch die Aussage eines grie- chischen Kapitäns einer Fähre nach Santo- rin: „Wer mit dem Flugzeug nach Santorin kommt, verpasst den schönsten Anblick der Ägäis.“ Hermann Handlechner, Autor in der Schreibwerk- statt des Salzburger Bildungswerkes Itzling, ist unter anderem Mitglied des Naturschutzbundes Salzburg.| E r wac h se n e n b i l d u n g Qualitätsauszeichnung für Seniorentanz Österreich D er Bundesverband Seniorentanz Österreich hat das Qua- Erwachsenenbildung (ARGE SEB). Dieses Zertifikat ist eine Bestäti- litätsentwicklungsverfahren S-QS des Vereins Salzbur- gung dafür, dass der Verein „Bundesverband Seniorentanz Öster- ger Erwachsenenbildung erfolgreich abgeschlossen. Die reich“ organisatorisch und inhaltlich sehr gut aufgestellt ist und Übergabe des Zertifikates erfolgte durch Prof. Dr. Martin Wiede- sich durch ausgebildete und sehr engagierte TanzlehrerInnen mair, den Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Salzburger auszeichnet.02/2012 dreieck
  • 9. Er wa ch s en e nb ild u ng | 9 Punkt für Punkt zum Schmunzelpunkt! VON KATRIN REITERD as Netzwerk Bildungsberatung Salz- sich das Netzwerk der Aufgabe verschrie- burg bietet professionelle, vertrau- ben, zukünftig Beratungs- und Weiter- liche, neutrale und kostenfreie Infor- bildungsangebote gezielter aufeinandermation und Beratung zu Bildung und Beruf abzustimmen, um individuellen und regi-für alle ab 15 Jahren. onalen Bedürfnissen besser entgegen zuEs geht darum, Fragen abzuklären und zu kommen. Damit diese Aufgabe erfüllt wer-besprechen, wie Sie Ihre Wünsche, Vorstel- den kann, werden zahlreiche Einrichtungenlungen verwirklichen können. Diese Anlie- Ihre ganz persönlichen Anliegen stehen da- aus der Berufs- und Bildungsberatung fürgen können ganz unterschiedliche sein, bei im Mittelpunkt. Erwachsene, aus der Erwachsenenbildungwie beispielsweise zu hinterfragen, worin sowie aus Sozialeinrichtungen in Stadt undich gut bin, welche Tätigkeiten ich gerne Ein starkes Team: Das Netzwerk Land in den kommenden Jahren enger zu-mache. Die Beraterin, der Berater schlüsselt Bildungsberatung Salzburg sammenarbeiten.mit Ihnen Ihre Fähigkeiten und Stärken auf Die PartnerInnen – Verein Salzburger Er-und erarbeitet gemeinsam mit Ihnen die wachsenenbildung, BiBer Bildungsbera- Gefördert aus Mitteln des Bundesminis-nächsten Schritte, damit Sie Ihr Vorhaben tung, Frau&Arbeit, Verein VIELE, AK Kompe- teriums für Unterricht, Kunst und Kultur,erfolgreich umsetzen können. Wenn Sie tenzberatung, WKS-Karriereberatung sowie Abteilung Erwachsenenbildung, des Euro-sich bereits für einen bestimmten Bereich die Lernenden Regionen – arbeiten einer- päischen Sozialfonds, des Landes Salzburg,interessieren oder im Beruf weiterkommen seits gemeinsam an der Umsetzung einer der Landeshauptstadt Salzburg sowie deswollen, erhalten Sie in der Bildungsberatung flächendeckenden, trägerneutralen und Arbeitsmarktservice Salzburg.Informationen, welche Weiterbildungen kostenlosen Bildungs- und Berufsberatung Katrin Reiter, MA ist Projektkoordinatorin für dases gibt und wo sie angeboten werden. im ganzen Land Salzburg. Andererseits hat Netzwerk Bildungsberatung Salzburg.Haben Sie bereits eine konkrete Weiterbil-dung im Auge, erhalten Sie Informationenüber finanzielle Unterstützung. Unser Bera-tungsmotto lautet: Möglichkeiten gemein-sam entdecken. ... und so möchten wir Sieim Gespräch Schritt für Schritt zu IhremSchmunzelpunkt geleiten, der meist dannauftaucht, wenn Sie Ihre Wege und Alterna-tiven kennen.Das aktuelle Angebot vom Netzwerk findenSie unter www.bildungsberatung-salzburg.at. Zusätzlich zum persönlichen Einzel- oderGruppenberatungsgespräch bieten unserePartnereinrichtungen folgende Specials:3 iBer: Kommt auch gerne vor Ort, wenn B  sich 3 bis 4 Personen zusammenfinden.3 & Arbeit: Workshops zur beruflichen Frau  Zukunft, Gehaltsverhandlungen, ...3 IELE: Kompetenzberatungen in Deutsch, V  Englisch, Türkisch, Albanisch und BSK Im Bild die Mitglieder des Netzwerkes (v.li.): Mag. Norbert Hemetsberger (WK Karriereberatung),3 K Kompetenzberatung: Berufsinteres- A  Mag. Hilla Lindhuber (AK Kompetenzberatung), Mag. Angela Lindenthaler (Verein VIELE), Mag. Christine Bauer-Grechenig (BiBer Bildungsberatung), Dr. Martin Wiedemair (Salzburger EB – senstest, Lehrlingsrecht Projektleitung), Dr. Danielle Bidasio (Frau&Arbeit gemn. GmbH) und Katrin Reiter, MA (Salzburger3 KS-Karriereberatung: Lehrstellenbörse, W  EB – Projektkoordination). Berufsinformationscomputer dreieck 02/2012
  • 10. 10 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung Geglückter Start oder voll daneben? Doch „Bindung“ ist mehr als „bonding“, ist mehr als der Frühkontakt nach der Geburt: Die Bindungsentwicklung ist ein Prozess, der sich über die ersten drei bis vier Lebens- jahre eines Kindes erstreckt und in der Regel am Ende des ersten Lebensjahres ein klar identifizierbares Bindungsmuster erkennen lässt. Am Ende einer gelungenen Bindungs- entwicklung sind Kinder in der Lage, sich in die Gefühlswelt anderer hineinzuversetzen und die Absichten anderer besser zu erken- nen bzw. einzubeziehen. Das ist frühestens ab ca. drei Jahren möglich.Foto: by_Alexandra H._pixelio.de Eine gute und sichere Bindungsentwick- lung hängt von den drei „v“ ab: Eine Be- zugsperson soll „verlässlich, vertraut und vorhersehbar“ sein, dann kann ein Kind sein Bindungsbedürfnis ausreichend stillen, eine gefestigte Vorstellung von sich selbst auf- bauen und mit Lust und Neugier die Welt erkunden. Interview mit Dr. Dores Beckord-Datterl, Psychologin und Psychotherapeutin – Teil 1 Warum ist das Thema Bindung in den letzten Jahren so häufig thematisiert D rei- bis sechsmal im Jahr flattert bei Danke zu sagen, sondern im folgenden Ge- worden? über 28.600 Müttern und Vätern aus spräch nochmals Themen anzusprechen, die Die Bindungstheorie ist in der Entwicklungs- Salzburg ein „Elternbrief“ ins Haus. im Hintergrund ihrer Arbeit und Erfahrung psychologie in den letzten Jahrzehnten zu Passend zum Alter versteht sich. Sie beschäf- immer wichtig waren. einer der erfolgreichsten Beziehungstheo- tigen sich mit aktuellen Entwicklungsthemen rien avanciert, nicht zuletzt, weil sie empi- des eigenen Kindes und liefern hilfreiche Liebe Dores, in der intensiven Zeit der Zu- risch-naturwissenschaftlich überprüfbare Tipps und Informationen in den ersten sechs sammenarbeit sind uns die verschiedensten Aussagen zulässt. Lebensjahren – und das alles gratis. Die El- Themen untergekommen und haben uns Doch so populär die Bindungstheorie auch ternbriefe des Landes Salzburg werden vom auch bei den Elternbriefen mehr oder weni- ist, oft wird sie missverstanden bzw. ver- Salzburger Bildungswerk herausgegeben, ger lange beschäftigt. Eines dieser Themen kürzt dargestellt oder mit nicht überprüften koordiniert und inhaltlich betreut. ist der vieldiskutierte Begriff des „bondings“, Aussagen und „Glaubenssätzen“ vermischt, Um die Inhalte immer auf dem wissenschaft- der frühen Bindung. was in der politischen und fachlichen Welt lich und medizinisch aktuellen Stand zu hal- immer wieder zu kontrovers diskutierten ten, begleiten viele ExpertInnen aus Salzburg Welche Qualität braucht dieses Handlungsempfehlungen führt – Stichwort: die Redaktion der Elternbriefe. Darunter seit „bonding“, um Kindern einen guten Start Kinderbetreuung von unter Dreijährigen vielen Jahren die Psychologin und Psycho- zu ermöglichen? und „Wieviel Mutter braucht ein Kind“. therapeutin Dr. Dores Beckord-Datterl, die Unter „bonding“ verstehen wir vor allem mit ihrer reichhaltigen Erfahrung aus der El- die positive Auswirkung der frühen „Prä- Auf der einen Seite haben Eltern ein ternberatung die inhaltliche Treffsicherheit gungsbindung“ zwischen Mutter und Kind großes Bedürfnis nach Orientierung, jedes einzelnen Briefes mitbegleitet hat. Seit nach der Geburt, beispielsweise durch die andererseits hören wir in den Medien im- dem Sommer 2012 ist sie nun in Pension. Das Schaffung eines Rooming-In-Angebots auf mer wieder von schrecklichen Fällen von nehmen wir nicht nur zum Anlass, aufrichtig den Geburtenstationen. Vernachlässigung, die sicherlich nur die 01/2012 dreieck
  • 11. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 11 Dr. Dores Beckord-Datterl,Spitze des Eisbergs sind. Was passiert hier um den Alltag mit ihren Kindern zu beste- Psychologin und Psycho-in den Familien? hen, aber auch das Sprachrohr sein für die therapeutinJeder von uns trägt seine Lebensgeschichte altersentsprechenden Entwicklungsthemenmit sich, in der gute Erfahrungen aber auch von Kindern und das Ermutigen und LustVerletzungen bis hin zu traumatischen Er- Machen, sich auf die Beziehung mit Kindern So wissen wir zum Beispiel, dass die posi-lebnissen festgeschrieben sind. Und wir einzulassen, weil ich überzeugt bin, dass es tiven Effekte von Rooming-In auf der Ge-Menschen handeln nicht immer vernünftig sich lohnt. burtenstation noch keine sichere Bindung– vor allem dann nicht, wenn wir stark unter ausmachen; es erleichtert nur die Bindungs-Druck geraten und gestresst sind. Eltern, die Ist diese Form eine Art von Begleitung für anbahnung, die zu Hause ausgebaut undmit ihren Kindern nicht liebevoll umgehen, Eltern? weitergeführt werden muss.sind meist schwer belastet oder wurden sel- Ja, ich glaube schon, wenn auch nicht für Wir können heute sensible Phasen für dieber schlecht behandelt; dann sind sie nicht alle – man muss Freude am Lesen und Re- Bindungsentwicklung identifizieren. Sofähig, sich in die Bedürfnisse (kleiner) Kinder flektieren haben. scheint gesichert zu sein, dass das Fehlenhineinzufühlen. Sie sind so stark mit sich einer speziellen Bindungsbeziehung nachselbst beschäftigt bzw. damit, ihre innere Welche Ziele verfolgt die Salutogenese? dem 6. Lebensmonat schädigende Einflüs-Not zu verstecken, dass alles Andere um sie Im Gegensatz zur Pathogenese, die er- se auf die Entwicklung nehmen wird (das zuherum in den Hintergrund gerät. Also Vor- forscht, was krank macht, beschäftigt wissen, ist wichtig für die Vermittlung vonsicht vor Vorurteilen bzw. Verurteilungen, sich die Salutogenese mit dem Wissen, Pflege- und Adoptivkindern). Aber ist esaber nicht Freispruch vor elterlicher Verant- wie gesunde Entwicklung gelingen kann. nicht auch tröstlich zu wissen, dass wir dazuwortung – im Zweifelsfall oder in einer Not- Was braucht es, um Krisen zu bewältigen, einige Wochen Zeit haben? Und wir brau-lage bedeutet das: Hilfe annehmen. „Schatzsuche“ statt „Fehlersuche“, Fokus chen eine achtsame Gestaltung von Über- auf die Gesundheitsförderung und weniger gängen, zum Beispiel bei der Eingewöh-Was ist das Besondere für einen guten Start auf die Krankheitsvermeidung. nung von einer Bezugsperson zur nächstenvon Anfang an, was brauchen Eltern dafür? Vertrauensperson. Wir kommen nicht aufAuch aufgeschlossene Eltern brauchen ein Was versteht man unter frühen Hilfen? einer Einbahnstraße ins Leben – wenn dasNetz von niederschwelligen Angeboten, wo Es geht hier um die Übernahme politischer so wäre, hätte die Menschheit nicht über-sie bei Bedarf Information, Unterstützung, Verantwortung, Unterstützungsangebote lebt. Wir sprechen auch von der PlastizitätAnregungen und Begleitung bekommen. für Familien mit Babys und Kleinkindern zu unseres Gehirns.Eltern, die ihre Fehlhaltungen selbst nicht installieren und zu vernetzen, um ein Auf-erkennen, brauchen ein mutiges soziales wachsen in körperlicher, emotionaler und In der nächsten Ausgabe des „dreiecks“Umfeld, das sich einmischt, wenn sichtbar sozialer Gesundheit zu ermöglichen. lesen Sie unter anderem: Werden Elternwird, dass es Kindern schlecht geht. Es ist zu wenig auf die ersten Monate und Jahrenicht leicht, Zivilcourage zu zeigen, um klar Wenn der Start der Eltern-Kind-Beziehung vorbereitet? Wann beginnt Erziehung? Undund deutlich gegen Kindesvernachlässi- nicht so optimal geglückt ist (Kaiser- wie können wir Väter mehr ins Boot holen?gung und Kindeswohlgefährdung aufzutre- schnitt, Depressionen der Mutter ...), kön- (BS)ten – aber da sind wir alle gefordert. Heißt nen Eltern hier etwas nachholen oder istes doch: „... es braucht ein Dorf, um ein Kind der Zug abgefahren?aufzuziehen“! Ich sehe es als Fortschritt, die frühe Kindheit zu erforschen und aufzuzeigen, wie frühe Wenn Sie die Elternbriefe bestellenDu hast jahrelang an der Erstellung und Prägungen die weitere neurobiologische wollen, können Sie das jederzeit un-Aktualisierung der Elternbriefe des Landes Entwicklung beeinflussen. Aber wir dürfen kompliziert machen – entweder überSalzburg, die vom Salzburger Bildungs- nie vergessen, dass sich unser Leben auf eine Bestellkarte, die Sie im Salzburgerwerk herausgegeben werden, mitgear- einem Entwicklungskontinuum befindet Bildungswerk erhalten:beitet. Welche Haltung war dir dabei am und es um längerfristige Effekte und die office@sbw.salzburg.at (Betreff:wichtigsten? Dauer von Beziehungseinflüssen geht, die Bestellkarte Elternbriefe) oder unter:Vor allem Respekt vor den Eltern, die vielfäl- schließlich verinnerlicht und innere „Ar- elternbriefe.salzburg.at/bestellungtige Herausforderungen meistern müssen, beitsmodelle“ werden. dreieck 02/2012
  • 12. 12 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildungErotisches Kapital – Profit oder Stigma?D er bereits 19. Frauensalon platzte Kontrolle über ihre sexuellen Aktivitäten Anfang Juli fast aus allen Nähten, so und ihre sexuellen Ausdrucksformen zuzu- groß schien das Interesse am Thema gestehen. Viele Feministinnen haben durch„Erotisches Kapital – Profit oder Stigma?“ zu die patriarchalische Sicht der Dinge eine Ge-sein. Frauen aller Altersstufen (von 18 bis hirnwäsche erfahren, sodass sie nicht mehr80 Jahren) konnten ihre ganz persönliche in der Lage sind zu sehen, dass SexualitätFrauenerfahrung vorweisen und diskutier- und erotisches Kapital Machtinstrumenteten einen Abend lang mit Adelheid Stieger von Frauen sein können.“MBA, Diplomierte Sexualberaterin und -pä- Denn Männer haben alles getan, um Frauendagogin aus Linz, und der Salzburger Philo- daran zu hindern, ihren großen Vorteil ge-sophin Dr. Anne Siegetsleitner. genüber Männern auszunutzen.Erotisches Kapital wird vermarktet wie nie! Diese Gemengelage an Themen und An-Frauen sind dabei nicht die Hauptgewinne- Im Bild die Salonieren Brigitte Singer, Alexandra reizen zum Widerspruch oder zur Diskussi- Schmidt und Edeltraud Zlanabitnig-Leebrinnen – warum? Frauen dürfen nur ohne on hat uns bewogen, dieses heiße Thema (stehend, v.li.). Im Salon zu Gast (v.li.): AdelheidFlirt beruflich erfolgreich sein, damit alles Stieger, Moderatorin Regina Augustin und in den Salon zu „zerren“. Adelheid Stieger,politisch und feministisch korrekt ist. Wir Anne Siegetsleitner. ebenfalls Fachfrau für Business und Ma-fragten uns, wer von weiblichen Werten nagementtrainings, stellte sich mit Anneprofitiert, und dürfen kluge Frauen auch mischt mit feministischer Scharfsinnigkeit Siegetsleitner, die den philosophischenhübsch sein? Welche ethischen Wertig- ergibt das dann tatsächlich einige Einblicke Weitblick repräsentierte, diesem explosivenkeiten stecken hinter der Macht des ero- in die Welt des Erfolges von Frauen. feministischen Diskurs.tischen Kapitals, und wie können Frauen Kapital aus weiblichen Reizen lässt Männer Bei scharfen Nüssen und frechen Früchtenin dieser Kontroverse ihren persönlichen oft sehr viel Geld verdienen, in jedem Fall ging das Gespräch der beiden sehr genauStandpunkt erringen – ohne Vorurteile, profitieren mehr Männer von weiblicher auf die Machtverhältnisse ein, innerhalbaber mit selbstbewusstem Auftritt? Erotik als Frauen selbst. Frauen, die ihres für derer sich diese Zuteilung von Chancen im sich erfolgreich nutzen, werden verächtlich Arbeitsleben abspielt. Der Erfolgsfaktor Ero-Weiblicher Erfolg und männlicher abgewertet. tisches Kapital wird am Arbeitsmarkt mitt-Reichtum Bringt uns wirklich nur Intelligenz weiter? Ist lerweile bewusst verlangt und auch einge-Von Leihmüttern und Callgirls, von Super- es die Anleitung zum Tabubruch, wenn wir setzt. Denn zum einen steht die Einheit desfrauen und weiblichen Reizen und vielen sehr uns mit der Frage auseinandersetzen, ob Körper-Geist-Seele-Bewusstseins ganz starkkontroversen Themen rund um weiblichen Frauen ihr Sex-Appeal und ihre Schönheit im Kontakt mit der eigenen AusstrahlungErfolg war an diesem Abend die Rede. für sich selber profitabel nutzen dürfen? und soll uns durch dieses Selbstbewusst-Wenn Soziologinnen sich Gedanken machen, Männern ist Geldgier gestattet – Frauen sein vermitteln. Doch neben dieser Le-wie Menschen an die Spitze der Gesellschaft nicht, und Männer nehmen sich als Ge- benslust, wie die Sexualtherapeutin Stiegerkommen, ist das ein sehr differenzierter schlecht das Recht, die Bedingungen für den immer wieder betonte, ist die Erotik auchBlick auf alle Mechanismen, die Menschen sexuellen Zugriff auf Frauen zu diktieren. ein Bestandteil der Arbeitslust, der Lust amso agieren lassen, wie sie eben agieren. Ge- Die Struktur dieses Tabus beinhaltet weit- aktiven Leben. Es stellt sich daher schon reichende Folgen: So wird klar, dass die alte auch immer die Frage, wie weit Frauen Weisheit, dass Liebe für Geld nicht käuflich das für sich nutzen. Berechtigt nutzen. Ein Dazu ein Buchtipp ist, die unabsichtlichen Nebenfolgen in Ver- wichtiger Appell ging dahingehend auch bindung bringen, dass Dienstleistungen von der Philosophin aus, die immer wieder Dr. CATHERINE HAKIM am Menschen und Pflegeberufe derart konstatierte, dass es eine Frage der realen Erotisches Kapital gering entlohnt werden – was Wirtschafts- Machtverhältnisse sei, wer diese Attribute Das Geheimnis erfolg- wissenschafterInnen belegen. Es macht uns bestimmt. Und die Machtverhältnisse sind reicher Menschen außerdem täglich klar, dass Vermögen ein aktuell zugunsten der Männer verteilt, da Verlag: campus männlich besetzter Faktor ist. dürfen wir uns nicht täuschen lassen, trotz ISBN: 978-3-593-39468-8 Die Soziologin Dr. Catherine Hakim konsta- aller wiederkehrenden Lippenbekennt- 376 Seiten, tiert: „Faktisch lehnt der Feminismus in all nisse, dass Geschlechtergleichheit schon € 20,60 seinen Farben und Facetten Sex und Sexua- hergestellt sei. lität ab, statt danach zu trachten, Frauen die Da capo! Es gibt noch viel zu tun! (BS)02/2012 dreieck
  • 13. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 13Lebensqualität im Alter10 Jahre „Selbst bestimmtund kreativ“K ennen Sie das auch: Sie treffen einen Bekannten zufällig im Supermarkt, winken ihm zu und ... ja genau, wiewar doch noch sein Name? Ludwig, nein Le-opold, in jedem Fall irgendetwas mit ‚L’, undbevor es peinlich wird, machen Sie lieber,dass Sie zur Kasse kommen – schnell weg,sonst merkt der namenlose Bekannte noch,dass Sie gar nicht mehr wissen, wie er heißt Foto: Fotolia... und so verlassen Sie das Geschäft mit demGefühl: Ja, der ist aber alt geworden!Es stimmt schon: Das Thema „Älter werden“eröffnet nicht nur schöne Aussichten, son- können. Dem Trainingsprogramm liegt eine dern auch, weil unsere engagierten Refe-dern weckt durchaus auch unangenehme wissenschaftliche Studie der Universität rentInnen, die speziell für die DurchführungGefühle. Der Verlust der eigenen Kräfte und Erlangen zugrunde, in der nachgewiesen dieser Kurse ausgebildet wurden, nebender Gedächtnisleistung sowie der lieber werden konnte, dass die Verbindung von ihrem fachlichen Wissen auch jede MengeMenschen gehören ebenso zu den weniger Gedächtnisübungen mit Bewegungsein- Freude und Herzblut in die Gestaltung derschönen Seiten wie die Angst, pflegebe- heiten zu einer deutlichen Steigerung der Kurseinheiten einbringen. Für viele Seni-dürftig zu werden und das selbstständige Gedächtnisleistung und Mobilität führt. Das orinnen und Senioren sind die KurstageLeben aufgeben zu müssen. Gerade diese sind wesentliche Faktoren dafür, möglichst zu echten Höhepunkten einer Woche ge-negativen Vorstellungsbilder verhindern lange selbstständig und somit auch selbst worden, weil Orte der Begegnung und derleider oftmals die eigene Auseinanderset- bestimmt leben zu können. Darüber hinaus Freundschaft entstanden sind, die Halt ge-zung mit dem Älter werden und verdecken werden im Rahmen der Kurseinheiten aber ben und vor dem Alleinsein schützen.dabei, wie viel Potential auch in dieser Le- auch spezifische Fragen des Alters thema-bensphase liegt bzw. liegen kann. Genau tisiert, die dazu dienen, kreative Lösungs- „Selbst bestimmt und kreativ“-Kurse kön-das, nämlich das Potential der nachberuf- möglichkeiten für das eigene Älter werden nen von jedem örtlichen Bildungswerk ge-lichen Lebensphase zu fördern, ist seit zehn in Gesprächen mit Gleichgesinnten zu ent- bucht werden und finden ab Herbst auchJahren Ziel der Kursreihe „Selbst bestimmt wickeln. Dass Lebensqualität nicht alleine wieder in Salzburg im Haus Corso in der Im-und kreativ“ im Salzburger Bildungswerk. vom körperlichen Befinden abhängig ist, bergstraße 2 statt. Ein Kurs mit insgesamtSchon allein dieser lange Zeitraum macht sondern sich wesentlich auch darüber defi- 10 Treffen kostet 40 Euro pro TeilnehmerIn,deutlich, dass dieses Angebot nicht nur auf niert, wie man schwierigen und herausfor- wobei es an vielen Orten auch Förderungengroße Resonanz bei den TeilnehmerInnen dernden Situationen des Lebens begegnet, durch die Gemeinde gibt.stößt, sondern offensichtlich auch zu einem wie Veränderungsprozesse und Abschied- (CW)Fixpunkt der Kursangebote für ältere Men- nehmen gemeistert werden, und wie esschen im Bundesland Salzburg gehört. gelingt, mit den nicht erfüllten Lebenswün- schen oder nicht geglückten Beziehungen Sind Sie neugierig geworden?Wir sehen noch lange nicht alt aus! umzugehen, zeigen uns unter anderem all Gerne informiere ich Sie über diesesGedächtnistraining und motorische Übun- jene Menschen, die zwar körperlich krank Angebot und unterstütze Sie bei dergen bilden die Basis des Kursangebots, sind, aber voller Freude mitten im Leben Organisation: Mag. Christa Wieland,das sich an Menschen richtet, welche die stehen. Institut für Seniorenbildung,Gesundheit von Körper, Geist und Seele Das Aufgreifen all dieser Facetten des Al- Tel: 0662-872691-17,möglichst lange erhalten wollen, um so Le- terns gelingt nicht nur deshalb so gut, weil E-Mail: christa.wieland@sbw.salzburg.atbensfreude bis ins hohe Alter genießen zu in kleinen Gruppen gearbeitet wird, son- dreieck 02/2012
  • 14. 14 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung Viel Spaß haben Alfons und Eva„Wunschoma“ Pinzgau Baumgartner aus Lofer mit den Wunschenkerln Sophie und Lisa.Eine Verbindung zum gegenseitigen Vorteil VON CHRISTINE SCHLÄFFERD ie Großfamilie inklusive Großeltern Projektkoordinatorin Klaudia Kaiser kennt milien ist die Vermittlung im Rahmen des gibt es nur noch selten. Damit fehlt alle Betreuungspersonen und Familien Leader-Projekts kostenlos. neben dem sozialen Netz auch die persönlich und klärt im Vorfeld die Vorstel- Die Gegenleistung der Familie an dieBetreuung durch die Großeltern, die die lungen und Anforderungen der Familien „Wunschgroßeltern“ ist Vereinbarungssa-Familie wesentlich unterstützen und ent- und der „Wunschgroßeltern“ genau ab. Die che; ehrenamtlicher Einsatz oder auch ge-lasten können. In der Stadt Salzburg und passende Vermittlung braucht auch manch- genseitige Dienstleistungen sind ebensoUmgebung gibt es bereits seit 15 Jahren mal etwas Zeit, geht es doch nicht um eine möglich wie eine stundenweise Aufwands-den „Leihomadienst“ des Katholischen Fa- möglichst rasche Erledigung, sondern um entschädigung.milienverbandes. Auch im Pinzgau gab es verantwortungsvolles Zusammenführen Letztendlich entscheiden Betreuungsper-immer wieder Nachfragen nach Leihgroß- der passenden Menschen. son und Familie, ob sie miteinander könneneltern. Mit Hilfe der Finanzierung durch und sich auf die „Wunschoma-Beziehung“Leader-Mittel und durch das Familienres- Alle Betreuungspersonen sind unfall- und einlassen möchten – die Vorauswahl undsort konnte im November 2011 das Projekt haftpflichtversichert und nehmen an päda- Vermittlung erfolgt mit bestem Wissen und„Wunschoma Pinzgau“ gestartet werden. gogischen Weiterbildungen teil – sowohl Gewissen, aber ohne Garantie für die Eig- für die „Wunschomas“ als auch für die Fa- nung bzw. Zufriedenheit.02/2012 dreieck
  • 15. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 15Wunschomas und -opas gesucht!Sobald die Familie ihre Wunschoma bzw. Wunschoma/-opaden Wunschopa gefunden hat, steht dieBetreuungsperson längerfristig – auch fürunvorhergesehene Einsätze – zur Verfü- Wenn Sie sich als Wunschoma/-opa im Pinzgaugung. Fallweises Einspringen – so wie es engagieren oder Ihre Wunschgroßeltern findenauch eigene Großeltern tun würden – wird möchten, dann melden Sie sich beizwischen Familie und Wunschoma bzw. Klaudia Kaiser (Wunschoma-Koordinatorin)-opa selbst organisiert. Tel: 0676-789 91 74, E-Mail: wunschoma@gmail.comDer Projektstart im Herbst war sehr erfolg- Das Projekt „Wunschoma“ im Pinzgau wird aus EU-Mitteln gefördert und ist eine Koope-reich. Bis jetzt haben sich 26 Wunschomas ration von Kath. Familienverband, pinzgauermutmacher, Forum Familie, Leader-Regionund -opas zwischen 47 und 70 Jahren ge- Nationalpark Hohe Tauern und dem Familienressort des Landes Salzburg.meldet, von der pensionierten Hotelbesit-zerin bis zur Mindestrentnerin, die nicht nur Landesweiter Leihomadienst des Katholischen FamilienverbandesZeit zur Verfügung hat, sondern auch einen Vermittelt seit 15 Jahren Leihomas/-opas im Großraum Salzburg, in den Bezirken sowiekleinen Zuverdienst sucht ... seit einiger Zeit im Tiroler Unterland Tel: 0662-8047-1240 (Mo-Fr, 8.00 bis 12.00 Uhr), E-Mail: info-sbg@familie.atAuf der Familienseite gibt es mehr als 40 An-fragen aus den Pinzgauer Gemeinden vonUnken bis Neukirchen. Viele Familien habenschon ihre „Wunschgroßeltern“ gefunden, der dreijährigen Projektlaufzeit Verschie- mittlung“ eine unverzichtbare Dienstleis-wobei darauf geschaut wurde, die Vermitt- denes auszuprobieren – so der Versuch, tung geworden ist und als dauerhafteslung möglichst in der eigenen Gemeinde Omas mit stundenweiser Entlohnung ge- Angebot im Pinzgau bestehen bleibt.oder in unmittelbarer Nähe zu machen. nauso einzusetzen wie Ehrenamtliche (aufDer Bedarf an Omas und Opas ist aber weit eigenen Wunsch) oder solche Betreuungs- Christine Schläffer leitet das Forum Familie Pinzgau - Elternservice des Landes – Hilfe bei Fragen zur Kin-größer, und so werden laufend interessierte personen, die sich kleine Anerkennungs- derbetreuung. Infos über materielle Förderungen &Personen gesucht – im gesamten Pinzgau dienste oder ab und zu mal eine Einladung Beihilfen. Wegweiser zu Hilfs- und Beratungsstellen.und ganz besonders im Raum Bruck. zum Essen wünschen. Unterstützung und Begleitung bei neuen Familien- projekten.Eine Charakteristik des Leader-Projekts im Nach der dreijährigen Projektlaufzeit wün-Pinzgau ist auch die Möglichkeit, während schen wir uns, dass die „Wunschomaver- Forum Familie informiert Online-Broschüre „Geld für die Familienkassa – Beihilfen & Förderungen“ Gerade in schwierigen Zeiten wollen wir Familien den Die Broschüre enthält viele Neuerungen, wie zum Beispiel Zugang zu Finanzhilfen erleichtern. Änderungen bei der Familienbeihilfe, und ist in folgende Ab- Soeben ist die neue und aktuelle Version unserer Online- schnitte gegliedert: Broschüre erschienen: 3 or der Geburt V  www.salzburg.gv.at/1204_forumfamilie_familienkassa.pdf 3 ach der Geburt – Kinderbetreuung N  3 ördertipps für Schulkinder F  Detaillierte Infos bekommen Familien und Interessierte auch 3 ördertipps für Lehrlinge F  gerne direkt bei Forum Familie, den Elternservice-Stellen des 3 bbe in der Kassa & finanzielle Notlagen E  Landes in allen Bezirken: www.salzburg.gv.at/forumfamilie 3 inanzielle Erleichterungen für Menschen mit Behinderung F  3 eiterführende Links W  dreieck 02/2012
  • 16. 16 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung GLOSSEWenn die gläserne Decke zurBetondecke wirdJ Mag. Brigitte Singer etzt haben wir den Salat. Nicht nur am Die gute Nachricht ist: In Schulbüchern leitet das Institut für Teller, damit wir Frauen auch ja schlank lesen Kinder jetzt von Ärztinnen, Mechani- Frauen- und Eltern- sind, nein, auch im Berufsleben sieht es kerinnen, Vätern, die Kinder wickeln und in bildung im Salzbur- nicht gerade so aus, als könnten Bildung den Kindergarten bringen (wenn es einen ger Bildungswerk.und frühe Karriereplanung uns vor Herd, Platz gibt).Küche, Kindern und Pensionskahlschlagschützen. Die schlechte Nachricht ist: Frauen verdie- auf eine unsichtbare Barriere bezieht, die nen immer noch um 30 Prozent weniger als Frauen davon abhält, Topjobs in Unterneh-Es gibt sie ja jetzt die Karrierefrauen, die ge- Männer. Eine ganze Generation von Teil- men zu bekommen.schafft haben, wovon viele Frauen der Ge- zeitmüttern und Teilzeitberufstätigen blicktneration aus dem letzten Jahrtausend 19xx einer Pension in Armut entgegen. Aus der vielzitierten Gläsernen Decke istnur träumen konnten: erfolgreiche Wissen- eine aus Beton geworden. Da wundertschafterinnen, Bankerinnen, Physikerinnen, es nicht, wenn Idylle wieder hoch im KursMedizinerinnen, Nobelpreisträgerinnen (gibt steht. Es ist wirklich faszinierend, wie man-es immerhin mehr als wir wissen, genauer cher Zeitgeist daherkommt: Magazine wiegesagt 21). Noch nie waren die Anforde- Landlust oder Servus weisen dramatischerungen an Frauen so enorm wie heute. Auflagenzuwächse auf. Sie beruhigen: keinNicht nur an die viel herbeizitierte Karriere- Tratsch, keine nervigen Promis, keine sozial-frau. Nein, alle anderen sollen auch Super- politischen Probleme, keine CybervokabelnHausfrauen, perfekte Mütter, eloquente aus dem Netz, die eh keiner versteht, derGesprächspartnerinnen, erfolgreiche Be- nicht dauernd damit zu tun hat, keine Ka-rufsfrauen, attraktive Partnerinnen, tolle tastrophen, keine Korruption. GeschichtenGastgeberinnen, serviceorientierte Mitar- über das gute Leben, die in allen von unsbeiterinnen, zufriedene, sexy Singlefrauen, schöne Erinnerungen wachrufen, an dieaktive Seniorinnen sein – wenn nötig, mit Kindheit, die noch in Ordnung war, die vie-kleinen chirurgischen Verbesserungen, die len guten Sachen, die selbst gemacht wur-unseren Wert am Beziehungs- und Arbeits- den, eine Zeit ohne Plastikmüll und Trash,markt erhöhen sollen. wohin man schaut, Frauen, die in Schürzen das beste Essen kochen (sogar ohne StromDie Nischenladys, die niemandem und ganz bio). Es wirkt alles so heimelig, sogefährlich werden friedlich, so entschleunigt, so schön.Sie alle haben eines gemeinsam mit denFrauen, die vor 30 Jahren für die Gleich- Nein, nicht nur das. Es gibt sogar die Karri-berechtigung der Frauen auf die Straßen In einem Artikel der Business Week wird das erefrauen, die sich ihren Freizeitkick beimgegangen sind. Sie suchen immer noch „velvet ghetto Phenomenon“ (das sichere Marmeladeeinkochen holen. Bei der neu-nach einem Weg, ein selbstbestimmtes und Ghetto-Phänomen) für Frauen in Manage- en Lust an der Idylle. Schließt sich hier dergleichberechtigtes Leben mit gleicher Ent- mentpositionen verwendet, welches bei- Kreis? Bin ich in einer Zeitmaschine?lohnung für gleiche Arbeit führen zu kön- spielweise in Kommunikationsberufen dienen. Vielerorts hat sich die Meinung breit ge- Überlegung in den Raum stellt, dass sich Wir Frauen wollen eben immermacht, der Feminismus habe sich ohnehin Frauen zwar im Management etablieren, nur das eine ...erledigt. Manche wollen das Wort gar nicht aber keine Gefahr für Männer im Kampfmehr in den Mund nehmen. Ist doch eh al- um Topmanagement-Jobs darstellen. Ähn- … ja, Sie haben richtig geraten:les gesetzlich verankert, schon durchge- lich dem viel gehörten und zitierten Begriffsetzt, nicht mehr zeitgemäß, von gestern ... „Glass ceiling“ (die gläserne Decke), die sich Glücklich sein! (BS)02/2012 dreieck
  • 17. G emei n deentw ick lu ng | 17Ausgezeichnet: Orte der Begegnung51 Projektideen wurden beim Wettbewerb „Zsammkemma“ eingereicht. 8 Initiativen dürfen sich nun übereine Auszeichnung freuen!N eue Impulse können Salzburgs Gemeinden, Städte und Regionen noch lebenswerter machen. Lan-desrätin Dr. Tina Widmann startete deshalbgemeinsam mit der GemeindeentwicklungSalzburg im Herbst 2011 den Wettbewerb„Zsammkemma – Gemeinden schaffenOrte der Begegnung“. Gesucht waren Orte,Initiativen, Ideen, die Begegnung jeglicherArt ermöglichen und fördern: Begegnungzwischen Alt, Jung, MigrantInnen, Ortsan- Foto: LPBsässigen, Zugezogenen, Beeinträchtigten,Andersdenkenden. „Mit diesem Wettbe-werb wollen wir den sozialen Zusammen- die Qual der Wahl und vergab schließlich des generationenübergreifenden Projekteshalt in den Gemeinden stärken“, informiert neben den drei Hauptpreisen auch fünf An- im öffentlichen Raum: Gemeinschaft entwi-Tina Widmann, „in einer Zeit abnehmenden erkennungspreise. ckeln, miteinander etwas erleben, Raum fürEngagements und unverbindlicher wer- Der 1. Preis geht an das Projekt „Die Spiel- Begegnung schaffen und wahrgenommendender Beziehungen soll damit bewusst platzköche“. In der Gemeinde Grödig werden.ein solidaritätsfördernder Akzent gesetzt bieten die Verantwortlichen der Jugend-werden“. arbeit und des islamischen Kultur- und Das Projekt „Mobile Märchenecke im Seni- Sportvereins „Ihlas“ wöchentlich eine kin- orenheim“ wurde mit dem 2. Preis ausge-Teilnehmen konnten alle Salzburgerinnen der- und jugendgerechte Kochaktion mit zeichnet. In die Märchenecke für Jung undund Salzburger, öffentliche Einrichtungen Aufstrichen und einfachen Speisen aus Alt im Salzburger Stadtteil Parsch sind alleoder die Gemeinden selbst. 51 Projektideen verschiedenen kulturellen Regionen an. Als eingeladen, die Geschichten und Märchenwurden eingereicht, 8 wurden nun mit Rahmenprogramm wird Streetsoccer für lieben, vor allem natürlich auch Erzählereinem Preis ausgezeichnet. Die Jury hatte Mädchen und Burschen geboten. Das Ziel aller Generationen und Kulturen! Die Ini- tiatoren des Vereins Stadtteilentwicklung Parsch wünschen sich eine bunte Mischung von Märchen aus unserer Heimat und aus Die sieben Jurymitglieder haben 8 Preise vergeben anderen Kulturen. Die Märchenecke soll jedes Jahr in einem anderen Seniorenheim Hauptpreise im Stadtteil ihren Platz finden. Ein Postwurf 1. Preis: Die Spielplatzköche: Kochen und Essen am Spielplatz (Grödig) informiert alle Bewohner über die Märchen- 2. Preis: Mobile Märchenecke im Seniorenheim: Märchenecke für Jung und Alt (Parsch) stunden, Kindergärten, Volksschule und Se- 3. Preis: Living Room: Wohnzimmer im Freien (Seeham) niorenheime werden speziell eingeladen. Anerkennungspreise Living Room, das Wohnzimmer im Freien in Miteinander in Köstendorf: Treffen aller Kulturen beim Kochen der Gemeinde Seeham, darf sich über den Grenzenlos kochen in Parsch: Gemeinsam mit verschiedenen Kulturen und 3. Preis freuen. Das Jugendzentrum wird auf Generationen dem Dorfplatz eine neue Form des Lebens- BürgerInnen-Rat in St. Koloman raumes (living space) in Form eines Wohn- Zsammhalten & Zsammhelfen in Seeham: Hilfe im Alltagsleben durch Jugendliche zimmers (living room) gestalten. Dazu wird Junge engagierte StraßwalchenerInnen: Förderung sozialen Engagements der Platz 10 Tage mit einem künstlichen Boden verkleidet und Möbel wie in einem Infos zu allen Projekten: www.gemeindeentwicklung.at Wohnzimmer arrangiert. Das Ziel bringt Maria Erker, die Leiterin des Jugendzen- dreieck 02/2012
  • 18. 18 | Geme i n d e e nt w i c k l u ngtrums, kurz und bündig auf den Punkt: „Wir Akzente Salzburg. Keine Verpflichtung zur und Kommunikation begünstigen“, meintwollen damit mitten im Ort einen neuen Mitgliedschaft, kein Eintritt und kein Kon- Tina Widmann, „doch ein Platz, ein RaumTreffpunkt schaffen und zeigen, wie der sumzwang sollen zudem garantieren, dass oder Gebäude reicht nur in den wenigstenöffentliche Raum belebt und auch anders möglichst viele Menschen das Angebot Fällen aus, um Begegnung zu fördern“. Ne-genutzt werden kann“. nutzen können. „Auf Nachhaltigkeit, Inno- ben der räumlichen Infrastruktur brauche vation sowie Dialog- und Begegnungsmög- es eine soziale Infrastruktur und die Initiati-Kriterienkatalog unterstützte Jury lichkeit haben wir ebenfalls besonderen ve engagierter Menschen. „Dieser Wettbe-bei Entscheidung Wert gelegt“, ergänzt Jurymitglied Ulrike werb hat zur Bewusstseinsbildung und So-„Ein wesentliches Entscheidungskriterium Kendlbacher vom Referat für Familie und lidaritätsförderung einen wichtigen Beitragwar für uns die Frage, ob die Orte der Be- Generationen. geleistet“. (MiHa)gegnung niederschwellig und barrierefrei „Die Alltagsrealität zeigt, dass infrastruktu-zugänglich und allen bekannt sind“, er- relle Voraussetzungen wie Sport-, Kultur-läutert Jurymitglied Harald Brandner von oder Freizeitstätten zwar soziale Netzwerke Gemeinschaftspflege im Generationendorf Hallein-Rif 85, 63, 51, 42, 35, 15 … Jahre alt, – was verbindet durchgängig alle Generationen in Hallein-Rif? Die Freude am gemeinsamen Tun! VON BRIGITTE SCHMIDT S o wieder einmal geschehen im Mai: Gerade einen tollen Schuss hingelegt VerliererInnen gab es natürlich keine, der Junge und Junggebliebene trafen und nah an der „Taube“ dran, der nächste olympische Gedanke zählte: Dabei sein sich zu einem Stockschützenturnier Schuss verändert alles, und es gibt keinen ist alles! Eine Gruppe mit den wenigsten am Rifer Spitz. Bei herrlichem Wetter und einzigen Punkt für die Gruppe. Es ist auf- Punkten gab es allerdings schon. Sie wur- bester Stimmung wurden zuerst einmal regend, lustig, und es bleibt spannend bis de mit einem Kranz bester Speckwürste die Regeln erklärt. Die Profis nahmen sich zum Schluss. geehrt und damit getröstet, dass das der Neulinge an und stellten sich gedul- Ergebnis bei gutem Training das nächs- dig allen Fragen. Gute Tipps und Ratschlä- Zur Siegerehrung traf man sich im Ver- te Mal schon viel besser ausfallen kann. ge gab man sich gegenseitig weiter. Und einsheim des Siedlungsvereins Rif. Unser Apropos das nächste Mal: Wir alle freuen dann konnte es auch schon losgehen. Bürgermeister Dr. Christian Stöckl, Vize- uns darauf, und vielleicht kommen noch Gespielt wurde in generationenübergrei- bgm. Alois Rettensteiner und auch andere ein paar neue Teams dazu, die auch auf fenden Teams. Mit Sportsgeist und auch Sponsoren sorgten für schöne Sachpreise, den Speckwurstkranz ein Auge haben. mit Ehrgeiz gingen wir an die Sache ran. die mit Freude angenommen wurden. Richtig leicht ist das Stockschießen nicht. Brigitte Schmidt vom Verein TREFFPUNKT-RIF.02/2012 dreieck
  • 19. G emei n deentw ick lu ng | 19 „Herz für Hallein“ prämiert IdeenGemeinschaft, Kommunikation und Integration fordern und fördern VON ANITA MEMMERV or über einem Jahr (am 27. Jänner aufgestellt. Darin konnte man Vorschläge der verschiedenen Projekte ließen es sich 2011) startete in Hallein das Projekt und Ideen, aber vor allem eigene Initiativen auch Landesrätin Dr. Tina Widmann, Bgm. „Ein Herz für Hallein“ (wir haben in deponieren. Dr. Christian Stöckl, Stadträtin Dr. Evelineden vergangenen Ausgaben des „dreiecks“ Sampl-Schiestl und Bezirkshauptmannlaufend darüber berichtet). Mit dieser In- Impulse für ein lebendiges Mag. Helmut Fürst nicht nehmen, der Ver-itiative wurden alle BewohnerInnen Hal- Miteinander anstaltung beizuwohnen.leins ermutigt, selbst gegen Entfremdung, Anfang Mai 2012 erfolgte nun die Prämie- Dr. Anita Memmer ist Initiatorin von „Ein Herz fürVereinsamung und Werteverlust aktiv zu rung der insgesamt 13 eingereichten Initiati- Hallein“ und leitet gemeinsam mit Friedl Bahner daswerden. Zwischenmenschliche Brücken ven im Musikhaus Hallein. Durch den Abend Salzburger Bildungswerk Hallein.sollten gebaut werden, um wieder mehr führte Jurymitglied Manfred Baumann, dieNähe und Gemeinschaft spürbar werden zu musikalische Umrahmung gestaltete einlassen. Zu diesem Zweck wurden in Hallein Klarinettenquartett vom Musikum Hallein.an zwölf verschiedenen Orten Briefkästen Neben den vielen aktiven TeilnehmerInnen Auszeichnungen Im Bild die Herz für Hallein- Folgende Initiativen wurden mit „Hal- TeilnehmerInnen (1.Reihe v. leiner Münzen“ im Wert von je 850 Euro li.) Ing. Gerald Höpflinger, Prof. (1. und 2. Platz) bzw. im Wert von je 200 Helmuth Hickmann, Dr. Anita Euro (zwei 3. Plätze) ausgezeichnet: Memmer (Projektinitiatorin), Mag. Brigitte Längle, Esther Strodl, Josef Grabner, Brigitte 1. und 2. Platz gingen ex aequo an das Winkler, (2. Reihe v.li.) Maria Herz für Hallein-Märchen und mittler- Seeleitner, Antonia Siller, Karin weile Maskottchen der Initiative „Lua- Kogler, Doris Pichler, Karoline na, das Koboldmädchen“ und an den Haunsperger und Iris Moos- leitner. „DOH-REH-TREFF“. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, Jung und Alt zusammenzu- führen. So entstand daraus die InitiativeAuszug aus „Luana, das Koboldmädchen“: „I FÜR DI – DU FÜR MI!“, ein Angebot für aktive Nachbarschaftshilfe. Der 3. Preis wurde ebenfalls geteilt und ging ex aequo an die beiden Initiativen Halleiner Chor-Weihnacht und Stadt- führungen für MigrantInnen. Alle weiteren Initiativen und Projekte wurden mit Glasherzen von Alfarè aus- gezeichnet. Sie alle haben Herz für Hallein beweisen. Die Initiativen der engagierten Hallei- nerInnen bleiben bestehen, neue Ideen sind jederzeit herzlich willkommen! Ausführliche Projektbeschreibungen finden Sie unter: http://www.herzfuerhallein.at/ dreieck 02/2012
  • 20. 20 | Geme i n d e e nt w i c k l u ng Mit Sehbeeinträchtigung Brailleschrift lesen lernen Fotos: sisal.at - Treweller Behindert und trotzdem voll dabei! Aus dem Generationendorf Elsbethen VON CHRISTIAN TREWELLER W as Barrierefreiheit bringen kann, derungen betreffen, sondern dass Barri- zeigten SchülerInnen der Volks- erefreiheit früher oder später allen zugu- schulen Elsbethen und Vorder- tekommt. Damit sind diese SchülerInnen fager in der Abschlussveranstaltung des wichtige MultiplikatorInnen in dem Be- Projektes „Aus anderer Sicht“. mühen von Elsbethen, eine Gemeinde für alle Generationen zu sein. Trotz Behinderung vollwertig am Ge- meindeleben teilhaben! Das geht, wenn Das Projekt wurde von der Projektgruppe die Gemeinde barrierefrei ist - sowohl im „Generationendorf Elsbethen“ gemein- Zugang zu allen Einrichtungen als auch in sam mit der Sozialen Initiative Salzburg den Köpfen aller Beteiligten. Dies zeigten (SIS) initiiert und von der Gemeinde Els- Spannend: Unterricht in Gebärdensprache ... die SchülerInnen der Gemeinde Elsbethen bethen, dem Referat für Familien und eindrucksvoll bei ihrer Präsentation und Generationen des Landes Salzburg sowie gaben dabei wertvolle Gedankenanstö- schen mit und ohne Beeinträchtigungen. von der Gemeindeentwicklung Salzburg ße. Zuvor erfuhren die SchülerInnen im Begleitet wurden die SchülerInnen dabei unterstützt. Projekt „Aus anderer Sicht“ mögliche Be- von „ExpertInnen in eigener Sache“ – von einträchtigungen, erlebten Barriereabbau Menschen mit Behinderungen. Ein wich- Christian Treweller ist Diplompädagoge und diplomierter Sozialarbeiter, Leiter der Sozialen und entwickelten neue Sichtweisen eines tiger Lerneffekt war zudem, dass Barrieren Initiative Salzburg (SIS) und Lehrbeauftragter an unkomplizierten Miteinanders von Men- nicht ausschließlich Menschen mit Behin- der Pädagogischen Hochschule Salzburg.02/2012 dreieck
  • 21. Europa un d Pol i ti s ch e B ild u ng | 21 Nie wieder Krieg! Auf dem Weg nach Jaglici. Das kleine Dorf bei Srebrenica wird von Bauern helfen Bauern (BhB) Salzburg betreut. Ein Gedenkstein erinnert an die Opfer des Massakers von Srebrenica.Impressionen aus Bosnien &Herzegowina, Kroatien und SerbienD ie Studienreise „Nie wieder Krieg!“ ver- mittelte, wie wichtig Frieden (nicht nur) in Europa ist. Noch sind nicht alle Wun-den der „Jugoslawien-Kriege“ verheilt, nochgibt es viele Menschen, die an deren Folgenleiden, und dennoch gibt es Zuversicht für eineglückliche(re) Zukunft. Erich Rathfelder, Korres- Österreichs Botschafter pondent der Berliner Dr. Clemens Koja sprach Tageszeitung, vermit- in Belgrad über die telte mehr als nur einen europäische Zukunft touristischen Eindruck Serbiens. Es gibt auch wieder Jugend in Jaglici. von Sarajevo. Prof. Dr. Ljiljana Gehrecke, Ehren- präsidentin des EuropahausesFrauen gründeten die landwirtschaftliche Ge- Vukovar, und Bür-nossenschaft HANA in Srebrenica. Am Abend der germeister ŽeljkoEröffnung des Verkaufsladens lernten wir auch Sabo setzen sichMajor Andreas Arlitzer (im Bild hinten) und Offizier- für ein friedlichesstellvertreter Harald Mörth kennen, die über die Miteinander vonAufgaben des Liaison Observation Teams des Kroaten und Ser-Österreichischen Bundesheeres in Bosnien & ben in der Donau-Herzegowina informierten. Die beiden Herren und Grenzstadt Dragica Krstic (rechts) führte durch ihreüberzeugten von der Bedeutung ihrer Aufgabe. Vukovar ein. serbische Heimat – hier in Sremski Karlovci. dreieck 02/2012
  • 22. 22 | E u ro p a u n d Po l i t i s che B ildung Elixhausen goes to Brüssel E in Besuch im Europäischen Parlament, ein Gespräch mit bei Simona Wohleser und Andrea Posch, den Leiterinnen der dem Europaparlamentarier Richard Seeber, eine Visite in EU-Büros des österreichischen Gemeinde- bzw. Städtebundes, der ständigen Vertretung Österreichs zur Europäischen und bei Ernst Holzinger vom Bundeskanzleramt. (FT) Union und eine Diskussionsrunde im Verbindungsbüro des Landes Salzburg zur EU standen im Mittelpunkt der Exkursi- on der Gemeindevertretung Elixhausen nach Brüssel, die vom Salzburger Bildungswerk Elixhausen und dem Institut für Eu- ropa vorbereitet und begleitet wurde. Wir bedanken uns bei Bürgermeister Markus Kurcz für die Initiative, bei Michaela Petz- Michez, Leiterin des „Salzburg-Büros“, für die Organisation des Programms vor Ort und bei unseren Gesprächspartnerinnen und –partnern für viele interessante Informationen: bei Irmfried Schwimann, Direktorin in der Generaldirektion Wettbewerb und Finanzdienstleistungen der Europäischen Kommission,Politik in Österreich und in der EUGemeinsamer Lehrgang von Katholischem und Salzburger BildungswerkD as politische System in Österreich sion, Vertretung in Österreich, Bundesrat und in der Europäischen Union ist Stefan Schennach und Bakk. phil. Udo Bach- so komplex, dass es für Bürgerinnen mair vom ORF.und Bürger oft schwer zu durchschauen ist.Die Uninformiertheit über Entscheidungs- Ein kompetenter und Der Lehrgang wird mit einer Exkursion zuwege in der Politik ist aber mit ein Grund immer wieder EU-Institutionen sowie österreichischen spannenderfür die Politikverdrossenheit der Menschen. und Salzburger Einrichtungen bei der Eu- Gesprächspartner:Die gemeinsame Veranstaltung sollte infor- Dr. Erhard Busek. ropäischen Union vom 17. bis 20. Februarmieren und der Verdrossenheit entgegen- 2013 fortgesetzt. Bei Interesse kontaktie-wirken. Erfreuliche 30 Teilnehmerinnen und ren Sie Dr. Wolfgang Forthofer, Tel: 0662-Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr. chischen Politik, ein Samstag der EU-Politik. 872691-21, w.forthofer@sbw.salzburg.at.Ein Samstag widmete sich der österrei- Eine Exkursion nach Wien mit Besuchen (FT) im Parlament, im Haus der Europäischen Union und im ORF-Funkhaus rundete den Lehrgang praxisnah ab. Wir bedanken uns bei den kompetenten Referentinnen und Referenten, die den Erfolg des Lehrgangs ermöglichten: Dr. Franz Fallend und Dr. Doris Wydra vom Fachbereich Politikwis- Fotos: KBW Salzburg senschaft und Soziologie der Universität Salzburg, Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek, Mag. Thomas Weber, Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich,Im Bild die Lehrgangsgruppe. Mag. Bernhard Kühr, Europäische Kommis- „Live“ beim Ö1-Mittagsjournal.02/2012 dreieck
  • 23. Europa un d Pol i ti s ch e B ild u ng | 23Der Europatag im EuroparkD er Europatag erinnert daran, dass Berchtesgadener Land-Traunstein, der Na- Europa als Gemeinschaft am 9. Mai tionalbank, des Salzburger Bildungswerks 1950 „geboren“ wurde. 2012 stand sowie der Europa Union der Landkreiseder Europatag im Europark im Zeichen des Berchtesgadener Land und Traunstein ge-Europäischen Jahres für aktives Altern und meinsam Antworten auf alle Fragen rundSolidarität zwischen den Generationen. um die Europäische Union – und freutenAber auch Senioren- und Pensionsthemen, sich über den Besuch von Landeshauptfraugrenzüberschreitende Projekte und Fragen Gabi Burgstaller. (FT)rund um den Euro waren Schwerpunktean den Informationsständen. Wie bereits Im Bild (v.li.) eine Besucherin, Dr. Wolfgangin den vergangenen Jahren gaben Fach- Forthofer, Mag. Michaela Petz-Michez, die Foto: Wildbild Leiterin des Salzburger Verbindungsbüros inleute der Europa-Informationsstellen im Brüssel, und LHF Mag. Gabi Burgstaller.Land Salzburg und der EuRegio Salzburg- Das Institut für Europa geht auf Reisen Ziel: Die Ukraine D ie Ukraine ist ein riesiger Staat. Das Land erstreckt sich von der ungarischen Tiefebene bis an den Don, von den tiefen Moorfeldern der weißrussischen Sümpfe bis in die san- digen Steppen Bessarabiens. Die Ukraine ist nach Russland das flächenmäßig zweitgrößte Land Europas und damit der größte Staat Europas, der ausschließlich in Europa liegt. Die Studienreise des Instituts für Europa konzentriert sich daher auf den Westen des Landes und auf die Hauptstadt Kiew. Seit der Auflösung der Sowjetunion im Jahre 1991 ist die Ukraine unabhängig. In diesen letzten 20 Jahren erlebten das Land und seine Menschen viele Phasen, von der nationalen Begeisterung bis hin zu Anarchie und Rechtlosigkeit. Seit der Orangenen Revo- lution 2005 veränderte zwar der wirtschaftliche Aufschwung das Kiew Land, die hohen Werte der Revolution änderten aber nichts am kleinlichen Alltag der Parteipolitik und dem Mangel an demokra- tischem Gebaren. Dennoch: Die Ukraine ist ein an großartigen Städten, herrlicher Architektur und begabten Menschen überreiches Kulturland, das gefahrlos zu bereisen ist. Es lohnt sich, den großen weißen Fleck auf der europäischen Landkarte für sich mit Farbe zu füllen. Kommen Sie mit in die Ukraine und erfahren Sie vieles über die politische, wirtschaftliche und soziale Situation vor Ort! (FT) Reisetermin: 14. bis 21. Oktober 2012 Detaillierte Informationen erhalten Sie im Institut für Europa, Dr. Wolfgang Forthofer, Tel: 0662-872691-21 bzw. Lemberg w.forthofer@sbw.salzburg.at. dreieck 02/2012
  • 24. 24 | Inte rn at i o n a l e So l i darität Erkenntnis, dass weder die „traditionelle“ noch die „konventionelle“ Landwirtschaft, geschweige denn die „Grüne Revolution“ oder die „Neue Grüne Revolution“ (die „alte“ plus Gentechnik), für die kleinbäuerlich strukturierte Landwirtschaft eine Option mit Zukunftschancen ist. Die systematische Einführung und offensive Forcierung des Biolandbaus hingegen schon. Deshalb ha- ben wir uns im Rahmen der Regionalkoope- ration Salzburg – San Vicente (Departament mit 1180 km2, 174.000 EinwohnerInnen) für diesen Schwerpunkt entschieden. Konkret haben wir – 15 Organisationen der Zivilgesellschaft und die Gemeinde Teco- luca – MOPAO (Movimiento Popular de Agricultura Organica – Volksbewegung für Foto: INTERSOL den BioLandbau) gegründet. Dr. Hans Eder, Leiter des Instituts für Internationale Solida- rität im Salzburger Bildungswerk und Direk-Biolandbau als Option. tor von INTERSOL, ist Teil dieser Bewegung und eines der sieben Vorstandsmitglieder. Das ist ein Hinweis auf die Art, wie wir dieErfolge und Hürden Regionalkooperation verstehen: nicht bloß als Geldgeber (80 % der Mittel stammen vom Land Salzburg), sondern direkt in- volviert in den Prozess. D.h. wir beteiligenREGIONALKOOPERATION SALZBURG – SAN VICENTE uns mit konzeptuellen und strategischen Vorschlägen, Finanzen und Fachpersonal.I n El Salvador, einem Land minimal grö- als 20 Jahren weitgehend vom ehemaligen Das sprengt das klassische Geber-Nehmer- ßer als Niederösterreich, leben ca. 40 Präsidenten Cristiani stark beeinflusst, op- Korsett der „Entwicklungszusammenarbeit“ % der rund 7,3 Mio. Menschen in länd- tiert (noch?) nicht für einen fundamentalen und ersetzt es durch „Partnerschaft“, d.h.lichen Gebieten. Dort, wo noch immer die Paradigmen- und Politikwechsel. Die mi- Ko-Operation und Solidarität.extrem ungleiche Landverteilung eines der nimalen Veränderungsprozesse im Agrar-zentralen wirtschaftlichen, sozialen und bereich gehen eher auf die Kreativität und Erfolge und Hindernisse:politischen Probleme darstellt. Seit eini- Selbstbestimmung der Bauern und der mit Inkompatibilität von Biolandbaugen Jahren gibt es – durch das neo-liberale ihnen agierenden NGOs zurück. und (Neuer) Grüner RevolutionWirtschaftsmodell begünstigt – einen wei- In den letzten zwei Jahren wurden konzep-ter fortschreitenden Konzentrationsprozess Biolandbau und Permakultur tuelle, organisatorische und real-wirtschaft-von Grund und Boden. Die nunmehr seit als sinnvolle Alternativen zur liche, soziale Fortschritte erzielt. Beispiels-drei Jahren regierende (Mitte)Links-Re- Agroindustrie weise wurde die Ernährungssicherheit undgierung von Mauricio Funes und Sanchez In diesem Kontext forcieren wir den Bio- –souveränität gestärkt. Die Nahrungsmittel-Seren konnte und/oder wollte daran nicht landbau, kombiniert mit Initiativen der Per- Palette mit Bioprodukten für die Bedienungviel ändern. Auch die Agrarpolitik, seit mehr makultur. Ausgangspunkt ist die analytische lokaler Märkte konnte ebenso ausgeweitet werden wie der Export von Cashew-Kernen (Bio und Fair Trade), der wieder angekurbelt Dringend gesucht: wurde. Außerdem ist es gelungen, durch Beharrlichkeit und Konsequenz dazu beizu- ExpertInnen des BioLandbaus und Permakultur für Personaleinsätze, ev. tragen, dass sich Monsanto aus der Region auch StudentInnen der Boku Wien! (vorläufig?) zurückzog! Nähere Infos bei Dr. Hans Eder, Tel: 0662-972691-20, E-Mail: hans.eder@sbw.salzburg.at oder interstol.at. Aber für einen weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau gibt es viele Hürden02/2012 dreieck
  • 25. Inter n ati on a l e S ol id a rit ät | 25und Hindernisse: So kann sich die Regierung wirtschaft mit dem BioLandbau. Außer- eines großen Territoriums exklusiv für Bio-nicht dazu durchringen, die „fumigaciones dem: Die betroffene Bevölkerung in diesem Landbau. Die anderen Felder sollen – wennaereas“ (Besprühung der Zuckerrohrfelder dichtest besiedelten Land Zentralamerikas überhaupt – mit BioPestiziden z.B. aus Boli-aus der Luft) konsequent zu verbieten. Wir leidet unter Haut- und Atemwegserkran- vien (unser Vorschlag) oder Cuba (Neigungverwiesen beim jüngsten Treffen mit dem kungen durch die Verwendung aggres- der Regierung) behandelt werden und sichVize-Landwirtschaftsminister Flores auf die siver Pflanzenschutz- und „Reifungsmittel“. mittelfristig dem wirtschaftlich sinnvollerenInkompatibilität der konventionellen Land- Unser Vorschlag zielt auf die Ausweisung BioLandbau anschließen. (HE) RIO PLUS/MINUS 20Folgt der „nachhaltigen Entwicklung“ die Green Economy? Wo bleiben die Alternativen?D er UN-Gipfel von Rio 1992 zu Wirt- Wir sehen in diesem systemkonformen, d.h. schaft und Umwelt hatte große im Wesentlichen neo-liberalen Green-Eco- Erwartungen in Richtung einer Ver- nomy-System, gesteuert von den ohnehinsöhnung zwischen Wirtschaft und Umwelt schon bekannten Akteuren der Weltwirt-geweckt – zu Recht wurde vom „Erd-Gipfel“ schaft, keine Lösung! Weil damit nach wie Foto: INTERSOLgesprochen, mit Weichenstellungen für vor das Primat der Wirtschaft, der homo oe-das Überleben der Menschheit. Genährt conomicus vorherrscht und den homo sapi-wurden die positiven Perspektiven durch ens dominiert, d.h., dass sich die Wirtschaftdie Tatsache, dass es eine gewisse Über- die Politik und Gesellschaft unterordnet.einstimmung zwischen den Regierendenund den etablierten zivilgesellschaftlichen Deshalb sind die Ergebnisse von Rio und Ein Luxus, auf die wirklichenNGOs gegeben hat. Der Konsensbegriff war Millenniumsgipfeln insgesamt dürftig, Alternativen zu verzichtenu.a. die „Nachhaltige Entwicklung“. durchwachsen und mehr negativ als positiv Gibt es Alternativen? Ja, die gibt es. Nach- – wenn als Richtkategorie das Gemeinwohl vollziehbar im Kopf der „einfachen“ Men-Nach 20 Jahren: Ernüchterung gilt (was denn sonst?). Die Armutsbekämp- schen ebenso wie bei hochkarätigenDie erste Ernüchterung kam zehn Jahre spä- fung ist gescheitert, die Gesellschaften ent- WissenschafterInnen und unabhängigenter: beim Rio+10-Gipfel in Durban, Südafri- wickeln sich selber unter „Nachhaltigkeit“ sozialen Bewegungen der Zivilgesellschaft.ka. Man schrammte nahe am Abbruch der immer weiter auseinander. Die Bio-Diver- Konkrete Beispiele: Occupy-Bewegung vonKonferenz vorbei. U.a. wurde deutlich, dass sität und kulturelle Vielfalt ist gefährdeter Frankfurt bis New York, die Jugendlichendie „nachhaltige Entwicklung“ nach und denn je, der Klimawandel galoppiert, die der Plaza del Sol in Madrid, die Aktivitätennach zum Allerwelts-Begriff degradiert und Wirtschafts- und Klimaflüchtlinge zählen von ATTAC, die weltweiten Sozialforen, dieinflationär von allen möglichen Akteuren bald 1 Mrd. Menschen. Bewegungen für Abya Yala indigener Völkerverwendet wurde: von Regierungen eben- oder das Netzwerk sozialer Organisationenso wie von Konzernen und Entwicklungsa- 20 Jahre „Nachhaltigkeit“ und nun gegen Freihandelsabkommen (TLC) und fürgenturen. Hinzu gesellte sich die Übernah- die Green Economy? ALBA (Boliviarianische Allianz für die Völkerme der „Millenniumsziele“ der Weltbank, Bei der offiziellen Rio+20-Konferenz und unseres Amerika), La Via Campesina, Orga-OECD, EU und der nationalen Regierungen den vielen Tagungen etc. hierzulande wird nisationen der Zivilcourage (auch hierzu-und div. systemkonformen NGOs – oder nun als Nachfolgekonzept für „nachhaltige lande – etwa gegen die Gentechnik in deretwa durch den „Globalen Marshall-Plan“. Entwicklung“ die Green Economy forciert: Landwirtschaft), ...Bezeichnend, dass davon der „globale Sü- Sie soll es regeln! In der Logik der Green Viele haben sich zur Parallelveranstaltungden“ (die sozialen Bewegungen und Orga- Economy sollen Natur und Ökosysteme – zum offiziellen Rio+20-Event in Rio eben-nisationen) nichts (mehr) hören und sehen und die Einwirkung der Wirtschaft – quasi dort eingefunden, angeklagt, eingefordertwollen. Sie wollen nicht – nicht mal „nach- mit einem Bonus-Malus-System bewertet und versucht, das „Neue“, eventuell sogarhaltig“ – global, d.h. vom Westen ge- und werden. Das kennen wir doch schon beim eine „Neue Zivilisation“ zu skizzieren undverplant werden! Handel mit Klimazertifikaten – ohne Erfolg. einzuführen. (HE) dreieck 02/2012
  • 26. 26 | A u s d e r D i re k t i o n Anpacken im Ehrenamt Wir blicken auf das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit zurück und starten 2012 mit einer Organisationsentwicklung R und 1.300 Veranstaltungen mit über 86.000 Teilneh- keineswegs selbstverständlich, sondern wurde in vielen Jahren merInnen hat das Salzburger Bildungswerk im letzten Jahr durch umsichtige und engagierte Unterstützung gefördert und durchgeführt: Das zeigt die Veranstaltungsbilanz 2011. gestärkt. Ich bin immer wieder zu Veranstaltungen des Salzburger Bildungswerkes eingeladen, und es ist für mich beeindruckend, „Uns geht es um ein differenziertes, qualitativ hochwertiges Bil- mit welcher Freude BildungswerkleiterInnen diese Tätigkeit ausü- dungsangebot, welches möglichst wohnortnah zur Verfügung ben. Dabei geht es auch um wichtige Themen für unsere Zukunft steht. Dafür braucht es ein umfassendes Veranstaltungsservice, und unsere Gesellschaft: Alternative Energieszenarien, Förderung kompetente, persönliche Beratung, Vernetzungsarbeit sowie der Lesepatenschaft, politische Bildung und Gesundheit werden gut aufbereitete Anregungen für inhaltliche Schwerpunkte. Dies in vielfältiger Art und Weise behandelt“. wurde 2011 wieder sehr engagiert bewältigt“, betont Direktor Dr. Günther Signitzer. Organisationsentwicklung, um künftige Herausforde- rungen und Handlungsfelder zu bearbeiten Insbesondere in den Bereichen Eltern- und Seniorenbildung, bei Durch die Mittelfristige Fördervereinbarung mit dem Land Salz- Generationenprojekten, Aktivitäten zur Integration, Energie- und burg hatte das Salzburger Bildungswerk für 2011 eine solide fi- Gesundheitsthemen sowie bei politischer Bildung ist das Salzbur- nanzielle Planungssicherheit. ger Bildungswerk ein wichtiger Ansprechpartner in den Gemein- den. Um das Salzburger Bildungswerk für die Zukunft bestmöglich aufzustellen, wurde im Auftrag der Landeshauptfrau ein Organi- Ebenfalls erfreulich ist das erfolgreiche Durchlaufen des Quali- sationsentwicklungsprozess gestartet. Dieser Prozess wird 2012 tätstestierungsverfahrens sowie die Überreichung des „Ö-Certs“ begonnen und soll 2013 abgeschlossen werden. LHF Mag. Gabi und damit die Aufnahme in die Liste der Qualitätsanbieter (dazu Burgstaller betont die Wichtigkeit eines verstärkten Profils für mehr auf Seite 28). die Bildungswerkarbeit. LAbg. Rektor Prof. Dr. Josef Sampl, der Vorsitzende des Vorstandes, und Direktor Dr. Günther Signitzer Ehrenamt ist keineswegs selbstverständlich sind überzeugt, dass mit diesem Prozess nicht nur die engagier- Bei der Kuratoriumssitzung betonte LHF Mag. Gabi Burgstaller, te Arbeit aller BildungswerkleiterInnen, sondern auch der gesell- Präsidentin des Salzburger Bildungswerkes, das hohe ehren- schaftspolitische Wert dieser Bildungs- und Kulturarbeit deutlich amtliche Engagement der BildungswerkleiterInnen: „Dieses ist wird. Im Bild die Kuratoriumsmitglieder (v.li.): Dr. Günther Signitzer, LAbg. Dr. Josef Sampl, Mag. Eva Veichtlbauer, Katharina Lichtmanns- perger, LAbg. Bgm. Dr. Christian Stöckl, Mag. Dagmar Aigner, LAbg. Ingrid Riezler, LAbg. Lukas Essl, LHF Mag. Gabi Burgstaller, Mag. Rudolf Eidenhammer und Dr. Martin Wiedemair.02/2012 dreieck
  • 27. Aus der Di re k t ion | 27„Das war unsere Zeit!“Geschichten, die das Leben schrieb …E in Sprichwort besagt: „Wenn ein al- ter Mensch stirbt, dann ist es, als ob eine ganze Bibliothek verbrennt“.Traditionen, Rituale, Sitten und Gebräucheverblassen. Es ist daher wichtig, Gedan-kengut zu erhalten und zu dokumentieren,besonders jenes der Jahrgänge vor 1933.Das Salzburger Bildungswerk möchte aktiveinen Beitrag leisten und startet daher imHerbst 2012 das umfangreiche Projekt „Das desarchiv dokumentiert und diese Art der ner Person gelegt werden, sondern auf diewar unsere Zeit!“. Im ganzen Land Salzburg örtlichen Wissens- und Geschichtsspeiche- Lebensumstände wie z.B. Schule, Arbeit,sollen im Laufe des nächsten Jahres Ge- rung in Gemeinden als Fixeinrichtung ver- Wohnen, Kleidung, Nahrung, Krankheit,schichten, die das Leben schrieb, zusam- ankert werden“, so Walch. Feste und Bräuche, Religion, etc. Bei diesermengetragen, professionell interviewt und ungezwungenen Veranstaltung kommenvia Videokamera erfasst werden. „Der Fokus Erzählcafés vielleicht außergewöhnliche Erlebnisseliegt auf den Geburtsjahrgängen vor 1933, Um in den Gemeinden das Bewusstsein für oder Persönlichkeiten zum Vorschein, diekeine Generation davor hat so viele Verän- die Wichtigkeit dieser „oral history“ zu we- sich für eine Dokumentation bestens an-derungen miterlebt wie jene der jetzt über cken, sollen den Befragungen öffentliche bieten.80-Jährigen“, so der Initiator des Projektes „Erzählcafés“ vorangehen. Dabei könnenDr. Alfred Berghammer, Leiter des Arbeits- alle Interessierten teilnehmen – zuhörenkreises Seniorenbildung. Wie sah es in ihrer oder erzählen. Hauptaugenmerk soll dabei salzburgerGemeinde aus? Welchen Schulweg mussten nicht auf die gesamte Lebensgeschichte ei- bildungswerkKinder um 1935 zurücklegen? Was erlebtensie im Unterricht? Wie wurde Weihnachtengefeiert? Und was hat sich eigentlich in denletzten siebzig Jahren verändert? All diese AnkündigungFragen liefern subjektive Erinnerungen, dieein besonderes Stück Salzburger Geschich- Am 13. September 2012 wird das Projekt im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffent-te dokumentieren und für nachkommende lichkeit vorgestellt. Das erste Erzählcafé findet am 23. September 2012 im Rahmen derGenerationen identitätsstiftend sind. Eröffnung der Bildungswoche in Pfarrwerfen statt.Das ehrgeizige Projekt des Arbeitskreises Unsere Bitte an Sie: Bei der Ansprache lokaler „Persönlichkeiten“, und später auch bei derSeniorenbildung wird von Landesrätin Dr. Durchführung der Interviews, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Denn Sie sind unsereTina Widmann gefördert und zielt darauf Kontaktperson zu den ZeitzeugInnen Ihres Ortes. Diese Ihre Unterstützung ist von enor-ab, in jeder der 119 Gemeinden des Landes mer Bedeutung für das Gelingen des Projektes, weshalb wir Sie schon jetzt um FolgendesSalzburg mindestens zwei ZeitzeugInnen zu ersuchen: Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie sich eine Mitarbeit Ihres Bildungswerkes/Ihrerbefragen. Die Koordinatorin des Projektes, Gemeinde am Projekt „Das war unsere Zeit!“ vorstellen können. Wenn ja, freuen wir unsStefanie Walch, Bildungswerkleiterin aus über erste Überlegungen zu geeigneten ErzählpartnerInnen in Ihrem Ort!Hof, setzt damit einen Impuls, der die ältereGeneration wachrüttelt, aber auch die jün- Für Anregungen und Fragen stehen wir gerne zur Verfügung:geren Generationen anspricht. „Möglichst Stefanie Walch (Projektleiterin), Tel: 0664-3520011viele ältere Menschen sollen hinsichtlich E-Mail: stefanie@walch-partner.com oder office@sbw.salzburg.atihrer Biografien aktiviert, das Erzählte durchörtliche Archive, Chroniken, Stadt- und Lan- dreieck 02/2012
  • 28. 28 | A u s d e r D i re k t i o n Buchtipp Bildung mit Qualität Iwan Pasuchin Bankrott der Bildungsgesellschaft Qualitätszertifikat verlängert bis 2016 Pädagogik in politökono- mischen Kontexten S Verlag: Springer VS chon seit Jahren steht das Salz- ISBN 978-3-531-19637-4 burger Bildungswerk für Quali- 388 Seiten, € 51,35 tät in der Erwachsenenbildung, seit 2008 auch schriftlich nachweisbar des Salzburger Bildungswerkes war in Bankrott der Bildungsgesellschaft durch die LQW-Zertifizierung. „LQW“ diesen Prozess mit eingebunden. Mitte Die Vision von einer Bildungsgesellschaft, ist die Abkürzung für „Lernerorientierte Mai fand die Visitation durch Erich Fül- in der das durch Lernen angehäufte Wis- Qualitätstestierung in der Weiterbil- ling statt, einem Organisationsberater sen die zentrale ökonomische Ressource dung“ und wird von ArtSet Forschung, aus der Nähe von Hamburg. Ende Juni darstellen sollte, wurde im Zuge des Crashs Bildung, Beratung GmbH, einer deut- folgte dann ein Abschlussworkshop, des entfesselten Kapitalismus endgültig ad schen Institution, angeboten. Es ist ein bei dem gemeinsam strategische Ent- absurdum geführt. Immer mehr Menschen, Qualitätszertifikat, das die Lernenden in wicklungsziele für die nächsten vier die an das Versprechen glaubten, auf Ba- den Mittelpunkt stellt. In Österreich sind Jahre festgelegt und erarbeitet wurden. sis einer höheren Qualifizierung Wohlstand bereits 104 Bildungsorganisationen Darunter unter anderem die Veranke- oder wenigstens einen sicheren Arbeitsplatz LQW-zertifiziert, darunter St. Virgil, Bi- rung und Nutzung des Web 2.0 in der zu erlangen, sehen sich um die Früchte ihrer Ber – Bildungsberatung für Erwachsene internen und externen Kommunikati- Anstrengungen betrogen. So würde räum- und die Volkshochschule Salzburg. onsstruktur. liche und zeitliche Flexibilität, aber auch das Einbringen von Kreativität zumeist im Sinne Um das LQW-Zertifikat für weitere vier Es folgte die Überreichung des LQW- des Auftraggebers ausgelegt. Hinzu kämen Jahre zu erlangen, wurde ein neuer so Zertifikates, das uns gleichzeitig auch seit den 1970er Jahren stagnierende oder gar genannter „Selbstreport“ verfasst. Elf für das neue, österreichische Produkt rückläufige Gehälter von AkademikerInnen in verschiedene Qualitätsbereiche, darun- „Ö-Cert“ qualifiziert. Das „Ö-Cert“ soll wohlhabenden Ländern, während anderer- ter Lehr- und Lernprozess sowie Evalu- qualitätssichernde Maßnahmen der seits Pensionsabschläge und weitaus gerin- ation des Bildungsprozesses, wurden Erwachsenenbildungsorganisationen gere Arbeitsplatzsicherheit hinzugekommen dazu über-, bearbeitet und beschrie- aufzeigen, fördern und so Transparenz seien. ben. Das gesamte Team der Direktion verschaffen. (RiB) Das Buch untersucht die Zusammenhän- ge zwischen wirtschaftlichen und pädago- gischen Entwicklungen und setzt sich mit de- ren politischen Hintergründen auseinander. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Rolle der Bildungssektor bei der Gestaltung der Berufswelt spielt und v.a. spielen müsste, um diese den Bedürfnissen der breiten Be- völkerungsmehrheit entsprechend (mit-) zu prägen. Abschließend erfolgt das Aufzeigen möglicher Wege, wie Bildungsverfahren unter Berücksichtigung politökonomischer Kontexte sinnvoll gestaltet werden können. Dr. Iwan Pasuchin ist Erziehungswissenschafter, der sowohl als Dozent an mehreren Universitäten und Hochschulen tätig ist, als auch an einer „Brennpunkt- hauptschule“ unterrichtet. Nach dem Abschlussworkshop wurde den MitarbeiterInnen der Direktion von Erich Fülling das Zertifikat überreicht.02/2012 dreieck
  • 29. Aus der Di re k t ion | 29Unter einem Dach: Gemeindeverwaltung,Bildung und KulturTennengauer Bezirkstagung 2012 VON MICHAEL NEUREITERVorbildliche KooperationDas neue Gemeindehaus in Adnet ist ein Glücksfall: Hier gibt es Ge-meindeverwaltung, Bildung und Kultur unter einem Dach! Hier ta-gen die Gemeindevertretung und ihre Ausschüsse, hier veranstaltetdas Salzburger Bildungswerk seine Vorträge. Im Nebenraum stelltdie Gemeindebibliothek 4000 Medien zur Verfügung. Und eine Türweiter erschließt das Marmormuseum die Entstehung und Nutzungdieses europaweit bedeutsamen Adneter Bodenschatzes! So trafman sich zur Bezirkstagung im Gemeindehaus, und Bgm. WolfgangAuer informierte über die erfreuliche Entwicklung des SalzburgerBildungswerkes, des Marmormuseums und der Gemeindebiblio-thek in den letzten Jahren: „Wir freuen uns sehr, dass Maria Klappa-cher, Berthold Ziller und Petra Auer mit ihren Teams nicht nur eine Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gut besuchten Bezirkstagungbesonders erfreuliche Entwicklung ihrer Einrichtungen vorweisen 2012 des Salzburger Bildungswerkes Tennengau im Gemeindehaus Adnet.können, sondern auch über die vorbildliche Kooperation zwischen Im Bild (v.li.) Bezirksleiter Michael Neureiter, Bibliotheksleiterin Petra Auerdiesen Einrichtungen unter einem Dach!“ (7.v.li.), Bildungswerkleiterin Maria Klappacher (9.v.li.), Museums-Sprecher Helmut Auer (11.v.li.), Bürgermeister Wolfgang Auer (13. v.li.) und der Pu- cher Bürgermeister Helmut Klose (re.) im neuen Marmormuseum.Rückblick und AusblickDas Salzburger Bildungswerk Adnet wurde 2010 von Maria Klappa-cher als Bildungswerkleiterin übernommen. Sie hat in kurzer Zeit dies die 133. Bildungswoche im Bezirk! Nach dem Austausch überein großes Team gewonnen und führt Veranstaltungen vor allem die „Lernende Region Tennengau” (Heike Guritzer-Maurer) undin den Bereichen Reisen, Gesundheit, Frauenthemen und Literatur über das „Forum Familie Tennengau” (Corona Rettenbacher) gabdurch. Im Rahmen der Bezirkstagung informierten Bildungswerk- es Informationen über die landesweiten Initiativen des SalzburgerleiterInnen aus den Tennengauer Gemeinden über ihre Schwer- Bildungswerkes durch Richard Breschar, Christa Wieland und Stefa-punkte: So gab es in Rußbach in Verantwortung des neuen Bil- nie Walch (über das Zeitzeugenprojekt „Das war unsere Zeit”).dungswerkleiters Peter Hafner im Juni eine Bildungswoche. Seit derersten Bildungswoche im Tennengau 1962 in Annaberg-Lungötz ist MMag. Michael Neureiter ist Bezirksleiter im Tennengau. Aus G emei n d e u nd Bez irk | Ausgeschrieben den, ihre (max. 10) Gedichte einzusenden. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Eine Jury, bestehend aus Dr. Brita Steinwendtner (Autorin), Ingrid Schimpl-Wallner (Lehrerin) und Hildemar Holl Maria Zittrauer-Lyrikpreis (Germanist, Literaturarchiv Salzburg), wird den/die PreisträgerIn Zur Erinnerung an die Lyrikerin und Trakl-Preisträgerin Maria Zit- auswählen. Dieser/diese wird zur Überreichung und Präsentation trauer schreiben der Gasteiner Kulturkreis und das Literaturhaus des „3. Maria Zittrauer-Lyrikpreises“ im Jänner 2013 eingeladen. Salzburg anlässlich des 100. Geburtstages im Jänner 2013 den „3. Die Gedichte müssen bis spätestens 19. Oktober 2012 an den Maria Zittrauer-Lyrikpreis“ zum Thema „Mächtig wirkt die Zeit“ Gasteiner Kulturkreis gesandt werden. aus. Gasteiner Kulturkreis Salzburger Dichterinnen und Dichter, deren lyrische Werke bisher 5640 Bad Gastein, Gasteiner Bundesstraße 1, Tel: 0664-1767968 nicht in Buchform gedruckt wurden, sollen damit animiert wer- Fax: 06434-2954, E-Mail: kulturkreis@a1.net dreieck 02/2012
  • 30. 30 | A u s G e me i n d e u n d B ezirk Klassische Musik, kreatives Malen, ein kriminelles Menü und Jazz VON STEFANIE WALCHB ereits zum vierten Mal fand Anfang den kreativen MalerInnen, die unter der An- Juni 2012 die Veranstaltungsreihe leitung von Andrea Wurzer und Marianne „Kunst, Kultur und Kulinarik“ in Hof Litschauer einzigartige Kunstwerke gestal-statt, deren Ziel auch die Einbeziehung teten. Brigitta Klaushofer leitete den Work-einheimischer KünstlerInnen oder Musike- shop „Naturkosmetik“, wo u.a. eine Ringel-rInnen ist. So gaben zum Auftakt am Frei- blumencreme selbst hergestellt wurde. Fürtag die jungen Talente des Musikums Hof die Kinder war Basteln und Malen für denein Konzert, bei dem klassische Musik im Vatertag angesagt.Mittelpunkt stand. Das spezielle Ambien-te der Tenne im Rauchhaus war ein wür- Mord im Rauchhausdiger Rahmen für dieses Konzert, was die Am Samstagabend wurde es kriminell: „Mord beispiellosen Zusammenarbeit hatte der/begeisterten BesucherInnen mit großem im Rauchhaus“ war der Titel der Stand up- die TäterIn natürlich keine Chance und wur-Applaus bestätigten. Der Samstag gehörte Comedy, bei der es neben einem Mordfall de am Schluss überführt. auch ein 3-Gang-Menü aus dem Restaurant „Zum Dreibergbachl“ in Plainfeld gab. Beim Die Jazz-Musik des Kranjc-Trios beim Früh- Konzept der „Salzburger Dinner&Crime schoppen am Sonntag bildete einen gelun- Company“ verschwimmen die Grenzen zwi- genen Kontrast zu der alten, bäuerlichen schen Bühne und Zuschauerraum, und das Atmosphäre im Rauchhaus, die hauptsäch- Publikum wird zum Mitspielen aktiviert. Das lich jüngere Familien anzog. Die Hofer Bäu- Ergebnis war ein lebendiger und lustiger erinnen sorgten für das leibliche Wohl – so Theaterabend, bei dem die ZuschauerInnen wurde es ein sehr gemütlicher Vatertags- auch Pointen lieferten, weil die Schauspie- frühschoppen für alle BesucherInnen. lerInnen viele Zurufe aufgegriffen und Stefanie Walch ist Bildungswerkleiterin in Hof und schlagfertig eingebaut haben. Bei dieser Bezirksleiterin im Flachgau.Nicht jeder ist ein AussteigerMit Gregor Sieböck in zwei Stunden von Hof bis nach Neuseeland VON STEFANIE WALCHD er Weltenwanderer Gregor Sieböck wurden, ließ er die ZuhörerInnen an seinen begeisterte kürzlich bei seinem Dia- Wanderungen teilhaben. Zuerst auf dem vortrag zahlreiche BesucherInnen in Jakobsweg durch Europa bis nach Spanien,der Turnhalle der Volksschule Hof. dann von der Südspitze Amerikas durch dieGregor hat Wirtschaft und Umweltwissen- endlosen Weiten Patagoniens, auf der kö-schaften studiert und 2003 seinen Job bei niglichen Inkastraße von Peru bis Ecuador,der Weltbank in New York gekündigt, um entlang der kalifornischen Küste bis nachvon Bad Ischl aus zu Fuß um die halbe Welt San Francisco. Die Wanderung durch Japan Walter Unterrainer und Stefanie Walch mitzu reisen. Sein Ziel dabei war, die Vision und schließlich durch Neuseeland bildete Gregor Sieböck (v.li.).von einem bewussten, einfachen Leben in den Abschluss seiner 3-jährigen Reise. Beirespektvollem Umgang mit der Erde zu ver- von interessanten und lustigen Anekdoten seinem Vortrag vermittelte er sehr authen-breiten. Mit beeindruckenden Bildern, die sowie philosophischen Gedanken begleitet tisch den Wechsel zwischen großer Ein-02/2012 dreieck
  • 31. Aus G emei n de un d Bez irk | 31samkeit mit purer Lebensfreude, intensivenBekanntschaften, spirituellen Erkenntnissenund immer wieder mit dem Staunen überdie Schönheit der Natur.Die ZuhörerInnen waren von seiner Leis-tung und seiner Vision beeindruckt. „Eskann nicht jeder aussteigen. Aber es brauchtMenschen wie Gregor, damit uns bewusstwird, was im Leben wirklich wichtig ist undwofür wir uns Zeit nehmen sollten“, laute-te die Aussage eines Besuchers. Die Ver-anstalter, Stefanie Walch vom SalzburgerBildungswerk und Walter Unterrainer vomUSK Hof, dessen Mitglieder der SektionTischtennis auch für die Bewirtung gesorgthaben, waren über diese Beurteilung natür-lich sehr zufrieden.Stefanie Walch ist Bildungswerkleiterin in Hof undBezirksleiterin im Flachgau. Gregor Sieböck auf dem Sarlkofel in Südtirol. Kneippen anstatt Kaffeetrinken Spannender Kneipp-Vortrag in Kuchl VON MARIA PLÖSSNIG S ind Sie schon einmal bei kühlen fer. Das Wasser um die Füße ist kalt, aber man zur Ruhe kommen möchte) behan- Maitemperaturen ins Wasser ge- man hält es aus. Dann steigt man tiefer delt man auch nur die Beine, die ja, wie stiegen? Langsam waten Sie tie- hinein und denkt sich bei den Oberschen- gerade berichtet, nicht so kälteempfind- keln: „Oh, kalt, aber noch geht es!“. Dann lich sind wie der Bereich oberhalb. kommt man zum Oberkörper – und da ist Wenn man dagegen müde ist, ist es rat- das Wasser nun wirklich zu kalt! Das liegt sam, die Arme bis zum Ellenbogen in ein daran, dass der menschliche Körper an kühles Wasserbecken zu tauchen und den Füßen einen bis drei Kältepunkte pro dort kurz die Arme kreisen zu lassen. Das Quadratzentimeter besitzt, während der muntert genauso auf wie Kaffee! Oberkörper, wo die lebenswichtigen Or- gane liegen, besser geschützt wird: Hier Die Gesundheitspädagogin Inge Buch- sind ca. 13 Kältepunkte pro Quadratzen- mayer vom Kneipp-Verein hat Ende Juni timeter verteilt! in Kuchl direkt bei der idyllisch gelegenen Diesen Temperaturspielraum nutzen Kneippanlage Tipps und Tricks verraten, Kneipp-Therapeuten, um einen vorbeu- wie man das Immunsystem stärken und genden und abwehrstärkenden Effekt sich selbst mit Wechselbädern und Kalt- bei den zu behandelnden Personen zu duschen Gutes tun kann. erzielen. Und aus diesem Grund geht man Aber nicht nur Wasser spielt beim Kneip- beim Wasser-Kneippen auch langsam mit pen eine Rolle. Im Herbst wird der Kneipp- dem Wasser von unten nach oben vor: Verein wieder in Kuchl gastieren – mit Nur nicht zu schnell, damit sich der Körper dem Thema „Gesundheitswickel“. Kneipp-Gesundheitspädagogin Inge Buchmayer (li.) verriet Tipps und Tricks langsam an den Temperaturunterschied Mag. Maria Plößnig ist Bildungswerkleiterin rund um das Kneippen. gewöhnen kann. Und meistens (wenn in Kuchl. dreieck 02/2012
  • 32. 32 | A u s G e me i n d e u n d B ezirk Tu was, dann tut sich was! Das Lesezelt machte Station in St. Michael VON CHRISTINE RAMSPACHER D ie Wäscheleine mit fast 500 Ge- führte vom Lesezelt in die Buchhandlung schichten reichte vom Park bis Scharfetter, von dort weiter in die Pfarrbi- zum Lesezelt bei der Volksschule. bliothek und in die Bücherei der Haupt- Unterschiedlichste Texte animierten zum schule. Auf dem Programm standen ne- Lesen, durften auch „gepflückt“ und mit- ben afrikanischen Geschichten, erzählt genommen werden. Eine Märchenrallye von Autor Patrick Addai aus Ghana, auch Märchen und Schelmengeschichten von SR F.W. Scharinger. Das Lesen schmack- haft und abwechslungsreich machten ein Lesepicknick sowie abwechslungsreiche Autor Patrick Addai aus Ghana. Schulstunden. Die junge Autorin Sophia Stöckl präsentierte ihr erstes Buch „Zahfor mitmachen: Allen Schulen und Kindergär- auf magischen Abwegen“, und die Texte ten des Ortes, der Bibliothek, der Buch- zum Thema „Hurra Frühlingszeit“ brach- handlung Scharfetter, dem Elternverein, ten frischen Wind ins Pensionistenwohn- der Gemeinde und dem Salzburger Bil- heim. Auch der Elternverein beteiligte dungswerk St. Michael sei DANKE gesagt! sich und kam mit einem schweren Koffer im Zelt an, gefüllt mit interessanten Sach- Christine Ramspacher ist Bildungswerkleiterin in St. Michael. Die größeren Kinder lasen den kleineren vor. büchern. Es tut sich also was, wenn vieleHundstage in Bad Hofgastein VON HEIDEMARIA MIMRAD ie Thementage „Mensch & Hund“, Artgerechter Umgang mit Hunden veranstaltet vom Salzburger Bil- und Aufklärung von Missverständ- dungswerk/KULTUR.GUT Bad Hof- nissen standen im Mittelpunkt dergastein, bemühten sich um einen konstruk- Veranstaltungen.tiven Dialog in der Öffentlichkeit zu einem Hundefreunde und Hundefeinde hattenviel diskutierten Thema. ihre Argumente, und sie haben sie beson-Der Hund als ältester Begleiter des Men- ders bei der von Mag. Alfred Hüttenederschen hat auch heute noch seinen Platz äußerst diplomatisch geleiteten Podiums-mitten unter uns. Er ist Wach-, Hirten-, La- diskussion mit maßgeblich Beteiligten auswinen-, Blinden- oder Therapiehund. Und dem ganzen Bundesland Salzburg auchmanchmal ist er einfach nur der Gefährte deutlich artikuliert. Bgm. Friedrich Zettinigund der beste Freund seines Frauchens zeigte sich gegenüber der Idee, mit Unter-oder Herrchens. stützung der Gemeinde Freilaufgebiete in ren der Dog-Day im Weitmoser Schlössl, dieDas Programm, das von Vorträgen über Mit- unserem Tal zu initiieren, in denen Hunde- Kunsthunde-Ausstellung und die Fotoaus-mach-Aktionen, Hund-Kind-/SeniorInnen- halterInnen spazieren gehen können und stellung. Da stand einfach das VergnügenTagen bis Kunstevents einen weiten Bogen Hunde die Möglichkeit zu Sozialkontakten von Mensch und Hund im Vordergrund.zum Thema „Mensch & Hund“ spannte, wur- haben, ohne zu stören, sehr aufgeschlossen. Mag. Dr. Heidemaria Mimra ist Bildungswerkleiterinde dementsprechend aufmerksam verfolgt. Von solchen Problemen unbeschwert wa- in Bad Hofgastein.02/2012 dreieck
  • 33. Aus G emei n de un d Bez irk | 33Europa in der Schuldenfalle? VON MARIA PLÖSSNIGW as ist los mit den GriechInnen? Di- Dr. Doris Wydra Mitte Mai in Kuchl konnte Ist es da ein Wunder, dass man gerne eines ese oder ähnliche Fragen haben ich mich zum Beispiel wieder an das deut- der ursprünglichen Hauptziele der EU, näm- sich in den letzten Monaten viele sche Defizit und die Aufweichung der Euro- lich die Sicherung des dauerhaften Friedensgestellt und wohl nicht nur wir, die „reichen“ Kriterien erinnern. Auch die Rezession von in Europa, aus den Augen verliert? Die ge-EuropäerInnen in Österreich. Die Krise des 2007 in Irland, die völlig andere Ursachen genseitigen Vorurteile, besonders zwischenEuro wird gerne mit diesem einen Land ver- („Bankenkrise“) als jene in Griechenland Deutschen und Griechen, sind jedoch seitbunden. Dass es sich hier jedoch eigentlich hatte, ist beinahe schon in Vergessenheit 2010 erheblich angewachsen.um eine Krise von mehreren europäischen geraten. Doris Wydra hat eingängig, verständlich,Staaten handelt – nämlich den uncharmant Es ist sehr leicht, Unzufriedenheiten und vor allen Dingen aber hochinteressant überund alles andere als sensibel bezeichneten Unsicherheiten auf andere zu fokussieren. diese komplexen Vorgänge berichtet. UndP(ortugal) I(rland/Italien) G(riechenland) Vor kurzem wurde festgestellt, dass Öster- sie hat eines klar gemacht: Nicht die Tren-S(panien)-Ländern wird gerne vergessen. reich innerhalb der EU (nach Luxemburg nung, sondern das verstärkte Zusammenar-Allzu einfach ist es, sich auf ein einzelnes und der Niederlande) die drittstärkste Wirt- beiten innerhalb Europas könnte aus ihrerFeindbild zu konzentrieren. Auch der zeit- schaftsleistung pro Kopf aufweist – Ten- Sicht ein akzeptabler Weg aus der Krise sein.liche Rahmen in der Euro-Historie wird denz steigend. Aber die Unsicherheit steigt Allerdings hat die EU hier wohl noch einengerne unterschätzt: Nicht das Defizit Grie- trotzdem auch bei uns: Wie wird es weiter- weiten Weg vor sich.chenlands oder gar die ursprünglich ame- gehen mit unseren Sparbüchern und Ein-rikanische Finanzkrise stellten den Beginn lagen? Und politisch populäre Begriffe wie Mag. Maria Plößnig ist Bildungswerkleiterin in Kuchl.des schwachen Euros dar, sondern die Ur- der „Rettungsschirm“ oder die „Schulden-sachen sind vielfältiger und weitreichender. bremse“ mögen zwar eingängig sein, aberErst nach Erinnerung durch den Vortrag von wer versteht wirklich, was dahinter steckt? IMB – In sti tut für Med ie nb ild u ng | Cybercheckers Hendrik Fellinger außerdem Kontakt mit den SchülerInnen über E-Mail und einer privaten Facebook-Gruppe, um sie bei Foto: LPB Franz Neumayr/SB weiteren Fragen und Problemen zu unter- Wie ist die Pilotphase gelaufen? stützen. VON HENDRIK FELLINGER Von Cybermobbing bis zu Werbefallen W ie funktioniert Hacken?“, „Was Inhaltlich wurde versucht, die für Kinder Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller „ mache ich, wenn ich im In- und Jugendliche wichtigsten Aspekte (2.v.li.) besucht die Cybercheckers. Im Bild ternet beschimpft werde?“, der Internetnutzung zu behandeln. Mit (v.li.) mit Schülerin Jovana, Projektleiter „Darf ich Filme und Musik aus dem Inter- viel Ausprobieren, aber auch einiges Hendrik Fellinger und Schülerin Lejla. net herunterladen?“: Diese und andere an theoretischem Wissen bearbeiteten Fragen stellten sich die TeilnehmerInnen die SchülerInnen Themen wie Internet- chen, die mit großer Begeisterung bei der des Pilotprojektes „Cybercheckers“, das grundwissen, Werbefallen, Urheberrecht Sache waren. Für die freiwillige Teilnahme seit Anfang des Jahres 2012 in der Neuen oder Cybermobbing. Mittels moderner erhielten alle SchülerInnen am Ende des Mittelschule Lehen durchgeführt wird. Präsentationstechniken konnten die Cy- Workshops ein Zertifikat, das sie als Cyber- Jeweils zwei SchülerInnen aus den 2. und bercheckers im Praxisbereich selbst über checkers ausweist. Zur großen Freude der 3. Klassen verbrachten vier mal zwei Un- das Erlernte sogenannte „Screencasts“ Cybercheckers überreichte Landeshaupt- terrichtseinheiten im Informatikraum und (kurze Videos, von den SchülerInnen mit frau Mag. Gabi Burgstaller persönlich die lernten viele Dinge über die Nutzung von Mikrofon moderiert, die zeigen, was am Urkunden und hatte noch das eine oder Internet, Handy & Co, um sie später nach Bildschirm passiert) erstellen, damit die andere kleine Geschenk für die Internetpi- dem „Peer“-Prinzip mit ihren Klassenkol- Information auch hängenbleibt! oniere dabei! legInnen zu teilen. Seit der Durchführung In der Neuen Mittelschule Lehen waren Mag. Hendrik Fellinger arbeitet im IMB (Institut für des Workshops hält der Referent Mag. zwei Drittel der TeilnehmerInnen Mäd- Medienbildung). dreieck 02/2012
  • 34. 34 | A r b e i t sk re i se tion zu tun haben, die sich sehr aktiv und selbstbewusst an Bildungsprozessen betei- ligt und in Bezug auf die Wahl der Inhalte, Methoden und Formen auch partizipativ eingebunden werden will. Zudem verfügt diese Generation zum Teil auch über höhere Bildungsabschlüsse und wünscht daher ein sehr differenziertes und anspruchsvolles Angebot, das möglichst vielen Bedürfnis- sen entgegen kommt. Entberuflichung Insgesamt zeigt sich, dass die Erwerbsbe- teiligung von älteren Menschen kontinu- ierlich abnimmt und vitale PensionistInnen kaum Möglichkeiten haben, ihre beruflich gewonnenen Erfahrungen produktiv einzu- bringen. Für eine Einrichtung, die mit ehrenamt- lichen BildungsorganisatorInnen vor Ort arbeitet, scheint diese Entwicklung beson- ders erfreulich, da sich unmittelbar nach der Pensionierung für viele Menschen ein Enga- gementfenster öffnet, das den Blick freigibt, sich zukünftig verstärkt ehrenamtlich einzu- bringen und die beruflichen Kompetenzen auf dieser Ebene weiterzugeben. AuchIm Alter mehr Zeit für Angebote, bei denen ältere Menschen ihre Foto: CORBIS Erfahrung und ihr Wissen an eine jüngereEngagement?! Generation weitergeben können, bieten ei- nen innovativen Ansatz, Erfahrungswissen und gesellschaftliche Teilhabe miteinander zu verknüpfen.Überlegungen zu einer zukunftsfähigen Seniorenbildung Singularisierung Der Anteil alleinstehender älterer MenschenW ir wissen es natürlich längst: In spruch erhebt, ein innovativer und attrak- ist im Steigen begriffen, und Wohnen von unserer Wohlstandsgesellschaft tiver Anbieter für Seniorenbildung zu sein. mehreren Generationen unter einem Dach werden immer mehr Menschen – eine weder immer gewünschte, nochälter und gewinnen – vor allem im „jün- Verjüngung ganz friktionsfreie Wohnform – zählt zu dengeren Alter“ – auch deutlich an Lebens- Viele Menschen werden heute schon früh Seltenheiten, vor allem im urbanen Raum.qualität dazu. Für all jene, die sich fachlich mit dem „Altersproblem“ konfrontiert. Durch die Reduzierung sozialer Kontakte,mit dem Themenbereich Seniorenbildung Dies vor allem auf dem Arbeitsmarkt, auf das Versterben eines Lebenspartners oderbeschäftigen – wie die Mitglieder des Ar- dem man mit Mitte 40 schon als „alt“ – dem Wegzug von Kindern braucht es ver-beitskreises Seniorenbildung im Salzburger manchmal auch als „zu alt“ für eine Tätig- mehrt Räume, in denen Begegnung undBildungswerk – bedeutet das in mehrfacher keit – eingestuft wird. Paradoxerweise wird Austausch, aber auch Geselligkeit statt-Hinsicht eine große Herausforderung. gleichzeitig in der öffentlichen Darstellung finden können. Zudem ist die Kontinuität zunehmend ein Bild älterer Menschen prä- eines (Bildungs-)Angebots ein ganz zen-Im Folgenden will ich anhand der wesent- sentiert, das vor allem dynamische, aktive traler Bestandteil. Regelmäßige Treffen (wielichen Strukturmerkmale, die eine älterwer- und jugendlich wirkende SeniorInnen zeigt, beispielsweise bei Selbst bestimmt und kre-dende Gesellschaft charakterisieren, zeigen, die kaum Spuren von Alterung aufweisen. ativ-Kursen) unterstützen die Tages- bzw.welche Herausforderungen sich für eine Für einen Bildungsanbieter bedeutet dies, Wochenplanung älterer Menschen und ge-Bildungseinrichtung ergeben, die den An- dass wir es heute mit einer älteren Genera- ben dadurch eine gute zeitliche Struktur.02/2012 dreieck
  • 35. Ar bei t sk re ise | 35Daneben spielen generationsübergreifen- Alleine die Aufzählung dieser wenigende Angebote eine immer wichtigere Rolle. Merkmale macht deutlich, dass SeniorIn- BuchtippNicht nur weil sich die Familienstrukturen nenbildung heute mit vielfältigen Anforde-nachhaltig verändert haben, sondern auch, rungen konfrontiert ist. Der Arbeitskreis Se-weil es vermittelnde Angebote zwischen niorenbildung im Salzburger Bildungswerkden Generationen braucht, um Werthal- hat sich Ende Mai in einer Klausur gezielt ANDREAS KUMPFtungen deutlich zu machen und Verständ- diesen Herausforderungen gewidmet und Glück im Alternis für die unterschiedlichen Bedürfnisse ausgelotet, welche Inhalte wir zukünftig Verlag:und Fragen zu fördern. anbieten möchten. Anton Pustet ISBN: 978-3-7025-Feminisierung Einige Schwerpunkte für die kommenden 0668-1In unseren Breiten ist das Alter zunehmend Jahre werden sein: 160 Seiten, € 25,00weiblich und aufgrund der höheren Le- 3 Spezielle Angebote im Bereich der poli- benserwartung von Frauen beinahe eine tischen Bildung für ältere Menschen be- 21 glückliche Menschen im Alter von 65Zwei-Drittel-Frauengesellschaft. reitstellen. Vor allem unter dem Aspekt, bis 95 Jahren, porträtiert auf 160 SeitenSchon heute ist es so, dass die Allgemeine historisches Wissen für die nachkom- und eingeschlossen in zwei Buchde-Erwachsenenbildung auf einen sehr viel hö- mende Generation zugänglich zu ma- ckeln. Nicht gerade viel, könnte manheren Frauenanteil zurückgreifen kann und chen und gleichzeitig die gesellschafts- meinen, für so ein großes Thema. Aber,zwar quer durch alle Generationen. Frauen- politische Verantwortung für Heute zu so die einhellige Beschreibung, Glückbildungsangebote gewinnen aber gerade verdeutlichen. ist eben auch eine stille Sache, etwasim Alter noch einmal mehr an Bedeutung. 3 öglichkeiten für bürgergesellschaft- M  Ruhiges, Bedächtiges und kommt inWas heißt es beispielsweise, nach einer liche Beteiligungsformen fördern unserer lauten und vollen Zeit ebenlangjährigen Partnerschaft alleine zu sein? 3 Themen wie Gesundheit, Patientenverfü-  daher auch mit viel weniger aus. VorWie gelingt es, sich von vielleicht nicht-ge- gung, Vorsorgevollmacht forcieren allem aber beansprucht das Themalebten Wünschen in einer positiven Form zu 3 Facetten geglückten Alters aufzeigen  Glück Zeit, und die haben heute nurverabschieden, und welche Rolle will man und einer breiten Öffentlichkeit vorstel- wenige. Denn es gilt, ein ganzes Lebenals ältere Frau in der Gesellschaft einneh- len, um die Angst vor dem Älter werden Revue passieren zu lassen und sich dermen? Themen, die nicht ausschließlich im zu minimieren Frage zu widmen: Was hat mein Leben,Rahmen von Bildungsveranstaltungen be- 3 ernetzte Großveranstaltungen mit regi- V  was hat mich glücklich gemacht? Siehandelt werden, aber Ausgangspunkt sein onaler Beteiligung (geplant: Brainweek merken gleich, das ist nicht einfach zukönnen, neue Perspektiven zu eröffnen. 2013) beantworten, und in jedem Fall gibt es dazu im Buch weder ein PatentrezeptHochaltrigkeit Wir freuen uns, wenn Sie unser Angebot noch wohlgemeinte Tipps, die helfen,Personen nach dem 80. Lebensjahr zählt für diese Zielgruppe verfolgen, sich daran das Glück zu finden. Das Buch will eherman zur sogenannten Gruppe der Hoch- beteiligen, aber auch kritisch bleiben und Anstoß geben, sich anhand von frem-altrigen oder zum 4. Lebensalter – eine zah- uns wissen lassen, was Sie vermissen. Der den Biographien anregen zu lassen,lenmäßig sehr stark wachsende Gruppe. Arbeitskreis Seniorenbildung wird sich in sich selbst dieser Frage zu widmen undGerade in dieser Lebensphase scheint es jedem Fall den Interessen der älteren Men- gleichzeitig auch ein wenig zu schau-von großer Bedeutung, sich nochmals mit schen widmen und versuchen, am positiven en, was denn andere Menschen als ihrder eigenen Biographie, dem eigenen Le- Bild einer älter werdenden Gesellschaft mit- Glück definieren. Das Glück des Men-ben auseinander zu setzen, um letztendlich zubauen. (CW) schen liegt doch in einem selbst undauch das eigene Leben loslassen zu kön- nicht außerhalb, könnte man meinen,nen. Mitglieder des Arbeitskreises Seniorenbildung und daher ist ein Suchen gar nicht nö- Arbeitskreisleiter HR Dr. Alfred BerghammerEine wichtige Lernaufgabe in dieser Phase Dr. Hannelore Blaschek tig. Nötig wäre vielleicht eher, sich ge-ist u.a. auch die Reduzierung von Angst, Brunhilde Grasser wahr zu werden, was denn das innereund gegen die Angst gibt es – so Wolfgang Mag. Ulrike Kendlbacher Glück ausmacht, und dann hat man es Hannerl LusumSchmidbauer in seinem Buch Altern ohne Anna Moser vielleicht auch schon gefunden. In je-Angst – ganz mächtige Verbündete, wie RegR. Dieter Obermayer dem Fall ist der vorliegende Bildbandzum Beispiel Kreativität, Neugierde und Mag. Monika Puck eine gelungene Inspiration, sich mit Dr. Helga SchlofferHumor. Bereiche also, die ganz stark mit Annemarie Schobesberger dem Glück im Alter zu beschäftigenBildungsangeboten abgedeckt werden Mag. Andrea Weilguni und das eigene Leben daraufhin anzu-können. Prof. Robert Wintersteiger schauen. Marlene Wörndl dreieck 02/2012
  • 36. 36 | Pe rs o n a l i a Neue Gesichter – Neue IdeenIn Rußbach, St. Koloman, Straßwalchen und Tweng sind seit kurzem neue BildungswerkleiterInnen aktiv.Peter Hafner: Rußbach Daniela Vsol: StraßwalchenK W ürzlich wurde Peter Hafner zum neuen Bildungswerkleiter ie im letzten „dreieck“ kurz ange- in Rußbach bestellt. Als Vorsitzender des örtlichen Bildungs- merkt, hat Daniela Vsol die Leitung werkes freut sich Bürgermeister Josef Grasl, dass die Traditi- des Salzburger Bildungswerkes inon, Bildung zu den Menschen zu bringen, in Rußbach nach kurzer Straßwalchen übernommen. Sie leitet dortPause eine ambitionierte Fortsetzung erfährt. Dem pensionierten auch das Service- und Familienbüro und hatHauptschullehrer Peter Hafner ist es ein besonderes Anliegen, mit somit bereits Erfahrung im Bildungsbereich.seiner Bildungsarbeit zu einem lebendigen Gemeinschaftsleben Das Familienbüro ist Ansprechpartner in allenbeizutragen und Impulse zu setzen sowie sich mit Brauchtum und Fragen rund um Familie, Job und Weiterbildung. Im Frühjahr wurdeModerne zu beschäftigen. (CW) Daniela Vsol im Rahmen eines Kerngespräches von Isolde Mrwa zur Leiterin bestellt. Bürgermeister Johann Kreil ist sehr erfreut darüber, dass das örtliche Bildungswerk nach über zwei Jahren nun endlich wieder eine Leitung hat. Wir freuen uns auf die künftige Zusam- menarbeit mit Daniela Vsol und interessante Kooperationen mit dem Familienbüro! (IM) Wolfgang Kocher: Tweng R obert Grießner, Bezirksleiter des Salzburger Bildungswerkes im Lungau, bestellte kürzlich Dipl. Ing. Wolfgang Kocher zum neuen Bildungswerkleiter von Tweng. Der junge Landwirtschaftslehrer und Bauer möchte den Einwoh- nerInnen von Tweng ihren Ort wieder näher bringen und auch die Im Bild die ehemalige Bildungswerkleiterin VD Margret Schnitzhofer (5.v.li.), Bildungswerkleiter Peter Hafner (Mitte) und Bgm. Josef Grasl Besonderheiten, die die Region bietet, zum Thema machen. Dazu (3.v.re.) im Kreise engagierter Rußbacher. zählen im Bereich Landwirtschaft unter anderem ursprüngliche An- bausorten, die interessante Vorteile und Alternativen bieten. „Dieses Vorhaben passt sehr gut in das Gesamtprogramm der Lungauer Bil- dungswerke und in den Biosphärenpark“, meint Robert Grießner.Petra Eisl: St. Koloman Mit der ehemaligen Bildungswerkleiterin und Bibliothekarin von Tweng, Sieglinde Wessely, freut sich auch Bürgermeister Franz Pöl-P etra Eisl übernimmt mit Sommer 2012 in Sachen Bildungs- litzer, dass das Bildungswerk Tweng mit neuem Schwung wieder und Kulturarbeit die Leitung des Salzburger Bildungswerkes aktiviert wurde und nun für die Bevölkerung interessante Angebote in St. Koloman. Auch wenn Petra Eisl für den Sommer schon erarbeitet werden. (RiB)einige Programmpunkte für St. Koloman geplant hat, wird die offi-zielle Bestellung erst im Oktober mit Bürgermeister Willi Wallingerund Bezirksleiter MMag. Michael Neureiter stattfinden.Petra Eisl schließt in Kürze die Ausbildung zur Diplom-Erwachsenen-bildnerin mit Schwerpunkt Gesundheitsbildung ab und leitet seit Im Bild (v.li.) Bezirks-mehreren Jahren die Eltern-Kind-Gruppe in St. Koloman. Wir freuen leiter Robert Grießner,uns, dass Petra Eisl die langjährige und überaus erfolgreiche ehren- Sieglinde Wessely,amtliche Arbeit von Herbert Walkner fortsetzen wird und wünschen Wolfgang Kocher undihr viel Freude für die zukünftigen Aufgaben. Gemeinsam machen Franz Pöllitzer.wir Bildung lebendig! (CW)02/2012 dreieck
  • 37. Per sona lia | 37Das Salzburger Das Salzburger Bildungswerk gratuliertBildungswerk trauert HR Mag. Hans Lunzer, Geschäftsführer des Burgenlän-um Hans Katschthaler dischen Volksbildungswerkes, Josef Kohlberger, Bildungswerkleiter in Köstendorf, DI Dr. Christoph Braumann, Mitglied im FachausschussL andeshauptmann a.D. Dr. Hans Katschthaler ist und im Beirat Gemeindeentwicklung, am 5. Juli 2012 verstorben. Georg Kirchner, Bildungswerkleiter in Bramberg, Er war mit ganzem Herzen ein Bildungsmensch, Andrea Rieder, Bildungswerkleiterin in Hollersbach,der persönliche und regionale Identität mit Weitblick Maria Höll, Bildungswerkleiterin in Annaberg-Lungötz,über inhaltliche und politische Grenzen verbinden Bgm. Adolf Hinterhauser, Dorfbeuern,konnte. Heimat und Offenheit waren keine Gegen- DI Karl Paschek, ehem. Bildungswerkleiter in Plainfeld,sätze, sondern unabdingbare Voraussetzungen für Fritz Kutter, Kustos Museum Bad Gastein,eine positive Entwicklung. Politische Bildung ein un- Johann Haigermoser, ehem. Bildungswerkleiter inverzichtbares Element für konstruktiven, gesellschaft- Annaberg-Lungötz,lichen Diskurs. Ökologie und Naturschutz Grundlagen für die Bewahrung Augustin Kloiber, Restaurator für die Heimatmuseen,der Lebensqualität. Bgm. Josef Leitinger, St. Martin/Lofer, Bgm. Heinrich Perner, St. Andrä/LungauBereits einige Jahre vor seiner politischen Tätigkeit in der Landesregierungwar er als vielfach gefragter Referent für das Salzburger Bildungswerk un- zum runden Geburtstag.terwegs. Bei der Frühjahrstagung 1968 stellte er eine vielbeachtete Veran-staltungsreihe unter dem Titel „50 Jahre Republik Österreich“ vor, die invielen Gemeinden großen Anklang fand. In die Zeit seiner Ressortführung Gemeindebundpräsident Bgm. Helmut Mödlhammerin der Landesregierung für den Bereich Bildung fallen auch die Initiative zur Verleihung des großen Ehrenzeichens des Landesfür den ersten Entwicklungsplan der ARGE Salzburger Erwachsenenbil- Salzburg.dung „Modell Erwachsenenbildung Salzburg“, welches weit über dieGrenzen Anerkennung gefunden hat, der Förderungspreis für besondere Dipl. Päd. Ing. Wolfgang P. Paretta zur BestellungLeistungen auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung sowie die Einrich- zum Geschäftsführer des LFI Salzburg (Ländlichestung des Hauses der Erwachsenenbildung, in dem auch das Salzburger Fortbildungsinstitut).Bildungswerk eine Heimstätte gefunden hat. In der Folge wurde die finan-zielle Ausstattung der Einrichtungen erheblich verbessert. Die Integration Den Gemeinden Neumarkt am Wallersee, St. Michaelder Dorferneuerung sowie die Stärkung und inhaltliche Erweiterung des im Lungau und Mattsee zur Auszeichnung „Lehrlings-Salzburger Bildungswerkes in den Bereichen Elternbildung, Politische Bil- freundlichste Gemeinde“ des Landes.dung und Internationale Solidarität wurden von ihm ebenfalls tatkräftigunterstützt.Von 1984 bis 1990 war er Präsident des Verbandes Österreichischer Volks-bildungswerke und initiierte das „Bildungspolitische Grundsatzpapier fürdie Volksbildung“ (1986). 1989 bis 1996 war Hans Katschthaler auch Präsi-dent des Salzburger Bildungswerkes, und seit 1996 war er Ehrenmitglied.Auch in den vergangenen Jahren zeigte er in persönlichen Gesprächenimmer wieder sein Interesse an unserer Bildungs- und Kulturarbeit undwar weiterhin im Rahmen des Salzburger Bildungswerkes tätig, sei es beiunseren Veranstaltungen der politischen Bildung oder durch seine Le-sungen in Pinzgauer Mundart. Foto: Franz NeumayrWir haben mit Hans Katschthaler nicht nur einen großartigen Menschenund Förderer der Erwachsenenbildung verloren, sondern auch einePerson, die Hirn – Herz – Hand in ihrem politischen Wirken verbindenkonnte. Es waren über 40 Jahre intensive, persönliche Verbundenheitzum Salzburger Bildungswerk und zu den Menschen, die ehren- oder Im Bild Helmut Mödlhammer (Mitte) mit LHF Gabi Burgstallerhauptamtlich in dieser Einrichtung arbeiten – dafür danken wir aufrich- und LH-Stv. Wilfried Haslauer.tig! (GS) dreieck 02/2012
  • 38. 38 | Pe rs o n a l i aSepp Scheibl – ein NachrufD ie Mitglieder des Salzburger Bil- einer richtigen Schatzkiste angewachsen, dungswerkes Elsbethen und des Els- die vieles über die Geschichte des Ortes bethener Museumsvereins trauern erzählt und auch weithin über die Grenzenum ihren Leiter, Sepp Scheibl, der am 7. Juni Elsbethens bekannt und anerkannt ist.2012, dem Fronleichnamstag, völlig uner-wartet im 68. Lebensjahr verstorben ist. Sepp Scheibl war bekannt und beliebt we- gen seiner 1.600 Sendungen im ORF Salz-Sepp Scheibl wusste sehr viel über die Ge- burg, seiner vielen Lesungen und seinermeinde Elsbethen und die Region, über die Mundarttexte. Aber auch aufgrund seinerprähistorische Zeit, die frühe Siedlungsge- Art, die Menschen zusammen zu holen, zuschichte, die Kriegs- und Nachkriegszeit ge- motivieren und mit seiner Begeisterungnauso wie über die Geschichte vieler Höfe anzustecken – wie bei den vielen Veran-und Familien. staltungen im Museum. Das von ihm be- gründete Oktoberfest hat sich inzwischenSeine Freude, die Geschichte der Gemeinde zu einem Höhepunkt im Jahreslauf des Ge- Sepp Scheibl, aus seinem Buchzu erforschen, historische Gegenstände und meindelebens entwickelt. „S‘Lachen und s‘Leben“ 1994Ansichten zu sammeln und zu präsentieren,war faszinierend. Seine Sammelleidenschaft Sepp, es war S‘Lachn ist vom Herrgott gebn, undführte schließlich dazu, dass vor 25 Jahren „a bsondere Zeit“ macht den Menschen mächtig,das Elsbethener Museum gegründet wurde. mit dir! do manchmal hat ma denInzwischen ist das „Pulvermachergütl“ zu (RiB) Verdacht, wer lacht, gilt als verdächtig. Jeder muaß sein Binkerl tragn, Silberner Dank an Gerhard hast viel Humor, brauchst net verzagn. Haslauer Im Lustigsein steckt Himmelsmacht, weils Freudnbringa Freudn macht.D as Salzburger Bildungswerk bedankte sich im Mai bei Volksschuldirektor Ger- hard Haslauer für die langjährige Mitarbeit mit der Ehrennadel in Silber. Seit über 20 Jahren organisiert Haslauer vor allem kulturelle Veranstaltungen oderden kulturellen Rahmen von Bildungsveranstaltungen des örtlichen Bildungswerkesin Leopoldskron-Moos. Dem ehemaligen Kapellmeister ist vor allem die musikalischeJugendarbeit wichtig. So hat er zum Beispiel die musische Erziehung in der Volksschu- Zum Gedenkenle Leopoldskron sehr stark unterstützt. Er selbst leitet die Volksschule Walserfeld. Auf besonderes Interesse sind auch seine Am 26. Mai 2012 ist OSR Franz Altenber- musikalischen Moorwanderungen, die ger im 84. Lebensjahr verstorben. Franz Bildungstage, drei Bildungswochen und Altenberger war fünf Jahre (1975-1980) die „Mösler Adventfenster“ gestoßen. Leiter des örtlichen Bildungswerkes in Großgmain. Neben seinem Beruf als Im Namen der Leopoldskroner Bil- Lehrer hat er sich auch in der Erwachse- dungswerkleiterin Waltraut Hofmeister nenbildung ehrenamtlich engagiert und bedanken wir uns ganz herzlich für die seinen wertvollen Beitrag geleistet. Wir tolle Mitarbeit und wünschen Gerhard werden Franz Altenberger ein ehrendes Haslauer weiterhin viel Freude bei sei- Gedenken bewahren, unsere Anteilnah- Im Bild Gerhard Haslauer (Mitte) mit Waltraut nen vielen Aktivitäten! (RiB) me gilt den Angehörigen. Hofmeister und Richard Breschar.02/2012 dreieck
  • 39. Unser neues Angebot in der SeniorInnenbildung ist da! Mehr auf unserer Homepage unter bildungsbereiche/ seniorenbildungFoto: iStock
  • 40. Österreichische Post AG Info-Mail. Entgelt bezahlt. www.salzburgerbildungswerk.atsalzburger Wir machen bildungswerk Bildung lebendig!