Erwachsenenbildungs-Magazin des Salzburger Bildungswerkes   01/2012Barrierefreiheitfür ALLEWarum lesen?!Interkultureller T...
Das Team des Salzburger BildungswerkesDirektion                                       Karin MARESCH                       ...
Editorial                                                                                 Impressum                       ...
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| 518   Gemeindeentwicklung                  21       Europa und                                                   Politis...
6 |   B lic k p u n k te  Das Pfahlbaudorf der 80.000 Menschen                                           und das Bildungsw...
Bl i ck p u nk te   | 7 Dr. Heidi Mimra (li.) ist Bildungswerkleiterin in Bad Hofgastein. Sie lebt seit 1982 in Lagos, sei...
8 |   E r wa c h se n e n b i l d u n g                                                                                   ...
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Er wa ch s en en b ild u ng    | 11Was braucht die Demokratie?Demokratie braucht Bildung: Unter diesem Titel fand Ende 201...
12 |   E r wa c h s e n e n b i l d u n gKultureller Abenteuerurlaub – „Zeitspuren“ in Rom                                ...
Er wa ch s en en b ild u ng    | 13                                                                              Blick übe...
14 |   E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung                                                                     ...
El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng    | 15  Erotisches Kapital – Profit oder Stigma?  … unter diesem Motto ...
16 |   E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildungWarum lesen?!                              VON BIRGIT HEINRICHI    mm...
El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng    | 17Lesefee und Ichmael …Das Institut für Elternbildung im Salzburger...
18 |   Geme i n d e e nt w i c k l u ng                                                                                   ...
G emei n deentw ick lu ng    | 19Gemeindeaufgaben beschränken sich nicht nur auf Straßenbau,            Auch Angehörige br...
20 |   Geme i n d e e nt w i c k l u ng   Wichtiger und verlässlicher Partner   Die Gemeindeentwicklung Salzburg kann auch...
G emei n deentw ick lu ng    | 21Auf Barrieren verzichtenwww.gemeindeentwicklung.at: Die neue Homepage der Gemeindeentwick...
Erwachsenenbildungs-Magazin dreieck 01/2012
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Das Erwachsenenbildungs-Magazin "dreieck" wird 2-3mal jährlich vom Salzburger Bildungswerk herausgegeben. Es beinhaltet die Darstellung und Auseinandersetzung mit aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen
Themen und fungiert als Mitteilungs- und Serviceblatt über Veranstaltungen
des Salzburger Bildungswerkes.
Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen in
der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen,
PolitikerInnen sowie Medien.

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Erwachsenenbildungs-Magazin dreieck 01/2012

  1. 1. Erwachsenenbildungs-Magazin des Salzburger Bildungswerkes 01/2012Barrierefreiheitfür ALLEWarum lesen?!Interkultureller TourismusAktives Altern undGenerationensolidarität salzburger bildungswerk
  2. 2. Das Team des Salzburger BildungswerkesDirektion Karin MARESCH GemeindeentwicklungGünther SIGNITZER Sekretariat SalzburgGeschäftsführung Tel: 0 662-87 26 91-12 Alexander GLASTel: 0 662-87 26 91-14 karin.maresch@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-87 26 91-13g.signitzer@sbw.salzburg.at Isolde MRWA alexander.glas@sbw.salzburg.atSarah Baier Organisation Anita MOSERSekretariat Tel: 0 6277-77 94 Tel: 0 662-87 26 91-18Tel: 0 662-87 26 91-24 isolde.mrwa@sbw.salzburg.at anita.moser@sbw.salzburg.atsarah.baier@sbw.salzburg.at Manuela Pleninger Sarah ReitherRichard BRESCHAR Öffentlichkeitsarbeit Tel: 0 662-87 26 91-27Örtliche Bildungswerke Tel: 0 662-87 26 91-16 gemeindeentwicklung@sbw.salzburg.atTel: 0 662-87 26 91-19 manuela.pleninger@sbw.salzburg.atrichard.breschar@sbw.salzburg.at Brigitte SINGER Forum FamilieSonja CHRIST Institut für Elternbildung Andrea-Maria GRUBERSekretariat/Buchhaltung Tel: 0 662-87 26 91-15 Pongau, Tel: 0664-8284180Tel: 0 662-87 26 91-11 brigitte.singer@sbw.salzburg.at forumfamilie-pongau@salzburg.gv.atsonja.christ@sbw.salzburg.at Christa WIELAND Wolfgang MayrHans EDER Institut für Seniorenbildung Flachgau, Tel: 0664-8284238Institut für Internationale Solidarität Örtliche Bildungswerke forumfamilie-flachgau@salzburg.gv.atTel: 0 662-87 26 91-20 Tel: 0 662-87 26 91-17 Corona RETTENBACHERhans.eder@sbw.salzburg.at christa.wieland@sbw.salzburg.at Tennengau, Tel: 0664-8565527Wolfgang Forthofer forumfamilie-tennengau@salzburg.gv.atInstitut für Europa Institut für Medienbildung Christine SchläfferTel: 0 662-87 26 91-21 Martin SEIBT Pinzgau, Tel: 0664-8284179w.forthofer@sbw.salzburg.at Geschäftsführung forumfamilie-pinzgau@salzburg.gv.atUlrike FREIDL Tel: 0 662-82 20 23-12 Monika WeilharterSekretariat seibt@imb-salzburg.at Lungau, Tel: 0664-8284237Tel: 0 662-87 26 91-22 Monika HOHENLOHE forumfamilie-lungau@salzburg.gv.atulrike.freidl@sbw.salzburg.at Tel: 0 662-82 20 23Michaela Habetseder office@imb-salzburg.atÖffentlichkeitsarbeitm.habetseder@sbw.salzburg.at Qualitätssiegel Salzburger Salzburger Bildungswerk Bildungswerk SBWbildungswerk Qualitätstestiert bis 02.07. 2012 Veranstaltungstipps Rio20+ Parallelveranstaltung zum Umweltgipfel: Institutionelle Rahmenbedingungen und grüne Wirtschaft Bildungswochen Salzburg, 20. Juni 2012, 9.30 bis 17.00 Uhr, St. Virgil Hüttau, 15. bis 21. April 2012 Thalgau, „55 Jahre Bildungswerk Flachgau“, 17. März bis 26. Okt. 2012 49. Salzburger Singwoche Strobl, 19. bis 25. August 2012, Bundesinstitut für Reflexionsseminar „Auf dem richtigen Weg?“ Erwachsenenbildung für BildungswerkleiterInnen und engagierte MitarbeiterInnen örtlicher Bildungswerke Herbsttagung 2012 mit Jahreshauptversammlung Salzburg, 26. April 2012, 14.00 bis 18.00 Uhr, Haus Corso, Imbergstraße 2 9./10. November 2012
  3. 3. Editorial Impressum Herausgeber und Verleger: Salzburger Bildungswerk (Dr. Günther Signitzer) Redaktion: Manuela Pleninger (MP) Imbergstraße 2/2, 5020 Salzburg Tel. 0662-87 26 91-0 Fax 0662-87 26 91-3 E-Mail: office@sbw.salzburg.at www.salzburgerbildungswerk.atDas europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit ist vorüber. Das Salzburger Bildungs- ZVR 200 288 147werk war aktiv dabei, und wir haben in die Reihe „Anpacken“ oder mit dem Lehrgang Grafik: Werbeagentur Gerhard GürtlerFreiwilligenkoordinatorInnen zusätzliche Aspekte eingebracht. Der Lehrgang wird im Lektorat: Mag. Michaela Habetseder Coverfoto: © iStock, Foto Rückseite: Dr. Hansneuen Vereinshandbuch des Landes Salzburg auch „... als besonders ambitioniertes Stehrer, Bildungswerkleiter Stroblund hochwertiges Beispiel ...“ angeführt. Bei der Verleihung der Bundes-Ehrenzeichen Fotos: Salzburger Bildungswerkstellte das Salzburger Bildungswerk mit vier Ausgezeichneten die meisten Personen (falls nicht anders angegeben) Druck: Schönleitner, Kuchlaus einer Einrichtung. In mehreren Gemeinden gab es in Zusammenarbeit mit dem Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.Bildungswerk großartige Veranstaltungen, bei denen das Ehrenamt im Mittelpunkt Auflage: 2.200stand. In diesem Zusammenhang danken wir den vielen Gemeinden, insbesondere MitarbeiterInnen Redaktion:den BürgermeisterInnen, die das örtliche Bildungswerk tatkräftig unterstützen. Auch Dipl.-Ing. Richard Breschar (RiB)wir freuen uns immer wieder über die sehr positiven Rückmeldungen zu unseren Ser- Dr. Hans Eder (HE) Dr. Wolfgang Forthofer (FT)viceleistungen und zur Unterstützung. Dies zeigt, dass sich das Salzburger Bildungs- Alexander Glas, Msc (AG)werk als wichtiger Teil der Bildungslandschaft bewährt und neue Akzente setzt. Mag. Michaela Habetseder (MiHa) Dr. Anita Moser (AM) Isolde Mrwa (IM)Eine Gesellschaft ohne Konflikte ist praktisch nicht denkbar. Wir erleben es ja auch in Mag. Martin Seibt MSc (MS)Familien oder bei Nachbarschaften, dass Interessens- oder Einstellungskonflikte auf- Dr. Günther Signitzer (GS)brechen. Es geht darum, wie diese Konflikte bearbeitet und gelöst werden können. DSA Mag. Brigitte Singer (BS)Dazu braucht es einen respektvollen Umgang und den Ausgleich der Interessen. Un- Blattlinie: Darstellung und Auseinandersetzung mitsere Demokratie als Staatsform ist darauf angewiesen, dass sich Menschen aktiv betei- aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen Themen, Mitteilungs- und Serviceblatt über Veran-ligen, mitreden und einbringen. Dazu brauchen wir Menschen, die bereit sind, diese staltungen des Salzburger Bildungswerkes.„Arbeit“ zu leisten, und Rahmenbedingungen, die dies unterstützen. Gemeinwesenori- Das „dreieck“ richtet sich an MitarbeiterInnen inentierte Bildungsarbeit, die noch dazu ehrenamtlich geleistet wird, ist eine Chance und der Erwachsenenbildung, MultiplikatorInnen, PolitikerInnen sowie Medien.wichtige Möglichkeit, die Lebensqualität in unserer Gesellschaft weiterzuentwickeln. Namentlich gekennzeichnete Beiträge drücken dieEs ist daher äußert bedauerlich, dass dieser Bereich nicht die unbedingt notwendige Meinungen der AutorInnen aus. Sie müssen sichAnerkennung durch eine starke politische Unterstützung für eine ausreichende Finan- nicht immer mit der Auffassung von Redaktion undzierung erfährt. Einige Einrichtungen, so auch das Salzburger Bildungswerk, sind durch Herausgeber decken.die Förderungskürzungen aus dem Landesbudget massiv betroffen. Ohne die erfor- Offenlegung nach dem Pressegesetz: Aktuellederliche Finanzierung besteht die Gefahr, dass die Struktur ausgedünnt wird. Dies ist Berichte, Informationen und Stellungnahmen, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit des über-nur schwer wieder aufzufangen. parteilichen und konfessionell nicht gebundenen Salzburger Bildungswerkes stehen.Aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten aus der Politik: Die durch Beschluss der Bun- Wir danken für die Zusammenarbeit unddesregierung vereinbarte Strategie zum lebensbegleitenden Lernen in Österreich ist Unterstützung dem bm:ukk.eine starke politische Willenserklärung. Die Strategie enthält zahlreiche Ansätze un- dreieck-Leserservice:serer Bildungswerkarbeit sowohl bei den Strategischen Zielen und Benchmarks, bei Fragen an die Redaktion: Tel. 0662-872691-0 oder E-Mail: office@sbw.salzburg.atden Schlüsselkompetenzen (z.B. „Interpersonelle, interkulturelle und soziale Kompe- Erscheinungsweise: 2-3mal jährlichtenz, Bürgerkompetenz“ und „Kulturelle Kompetenz“) wie auch bei den Aktionslinien Abonnement- und Einzelbestellung:(z.B. Verstärkung der Community-Education, Verfahren zur Anerkennung non-formal Einzelheft € 4,- (exkl. Versand) Jahresabonnement € 11,-und informell erworbener Kenntnisse und Kompetenzen). Einzahlungen: RVS Salzburg Kto-Nr. 00047993, BLZ 35 000In diesem Dreieck finden Sie wieder interessante Berichte über unsere attraktiven Ver- Wenn bis 31. Dezember keine Abbestellung erfolgt, verlängert sich das Abo jeweils um ein weiteres Jahr.anstaltungen und Projekte. Vieles davon ist nur möglich, weil sich Menschen ehren-amtlich neben ihren beruflichen oder persönlichen Verpflichtungen für die Gemein- Vorstand des Salzburger Bildungswerkes Rektor Dr. Josef Sampl, HR Dr. Alfred Berghammer,schaft einsetzen und aktiv teilnehmen. Dafür gebührt ein aufrichtiger Dank! HR Dipl. Ing. Günter Daghofer, Dr. Andrea Eder-Wir machen Bildung lebendig! Gitschthaler, BSI Josef Irnberger, HR Dr. Andreas Kiefer, Senatsrat Dr. Heinz Klier, Dr. Lucia Luidold, Dr. Ursula Maier-Rabler, HR Dr. Eduard Paulus,Dr. Günther Signitzer HR Prof. Dr. Wilhelm Pölzl, Prim. Dr. Josef Rücker,Direktor OStR Prof. Felix Strohbichler, Prof. Dr. Martin Wiedemair Präsidentin des Salzburger Bildungswerkes LH Mag. Gabi Burgstaller
  4. 4. 4 | Inhalt ZeitReisen 2012 – Mehrtägige Exkursionen unter dem Titel „Zeitspuren“06 08 Mehr dazu auf Seite 13 Blickpunkte Erwachsenenbildung Blickpunkte Gemeindeentwicklung 06 Das Pfahlbaudorf der 80.00 Menschen 18 Aktives Altern und Generationensolidarität 20 Wichtiger und verlässlicher Partner 21 Auf Barrieren verzichten Erwachsenenbildung 08 Barrierefreiheit für ALLE 11 Was braucht die Demokratie? Europa und Politische Bildung 12 Zeitspuren: Kultureller Abenteuerurlaub 21 Sehenswert: Die Dokumentation Obersalzberg 22 Kommt zusammen! Moschee und Kirche Eltern-, Frauen- und Seniorenbildung 14 Wenn Frauen Kunden sind ... Internationale Solidarität 15 Erotisches Kapital – Profit oder Stigma? 23 Interkultureller Toursimus 15 Gut geplant ist halb gewonnen! 16 Warum lesen?! Wenn Frauen Kunden sind … Mehr dazu auf Seite 14 Foto: Benjamin Thorn_pixelio.de 01/2012 dreieck
  5. 5. | 518 Gemeindeentwicklung 21 Europa und Politische Bildung 25 Aus Gemeinde und Bezirk Aus der Direktion Institut für Medienbildung 24 Politische Erwachsenenbildung wird gefördert 30 Medientage Mauterndorf 2012 24 Wenn BezirksleiterInnen tagen ... 30 Elternhotline-Saferinternet 25 Ein aktiver Blick in die Zukunft Personalia Aus Gemeinde und Bezirk 31 Neue Leiterin des Instituts für Seniorenbildung 25 Thumersbacher Christkindlwerkstatt 31 Goldener Dank an Bernhard Iglhauser 26 Apropos Zivilcourage 31 Das Salzburger Bildungswerk gratuliert 27 Der „ÜBER-DRÜBER-NANNY“ 32 Neues Team für Koppler Bildungswerk 27 Klein- und Flurdenkmäler erforschen 32 Lernende Region Oberpinzgau 28 Lokal denken – Global handeln 32 Wir begrüßen unsere neuen BildungswerkleiterInnen 29 Kleine Schätze von Weißpriach 33 Silberner Dank und gelungener Start 33 Trauer um Erna Herbst 33 Zum Gedenken Arbeitskreise 29 Freunde des Dialekts Veranstaltungs- und Buchtipps 02 Veranstaltungstipps 34 Buchtipps dreieck 01/2012
  6. 6. 6 | B lic k p u n k te Das Pfahlbaudorf der 80.000 Menschen und das Bildungswerk Bad HofgasteinBildungswerkleiterin HEIDI MIMRA über ihre ehrenamtliche Hilfe in MakokoS tellen Sie sich Folgendes vor: Sie Boot, ohne elterliche Aufsicht. Auf der Platt- riesige, pulsierende afrikanische Hafenstadt, sitzen auf einer morschen Plattform form werden Netze geflickt, Fische geräu- ist für jemand, der nicht vor Ort war, kaum aus zusammengenageltem Abfall- chert und Essen auf offenem Feuer gekocht. zu beschreiben.holz. Darauf eine 10 m² große Hütte aus Es hat 35 Grad Celsius, und Sie warten auf Makoko überwältigt uns Europäer buch-Brettern. Unter Ihnen eine fast dickflüssige, den Trinkwasserverkäufer, der mit einem stäblich mit seinen Eindrücken. Diese amschwarze Schlammbrühe. Ihre Dreijährige Einbaum bei Ihrer Plattform vorbeikommen Rande der Lagune von den Einwanderernlernt, ein Holzboot (genannt Einbaum) soll, um Ihren Plastikkanister mit Wasser der nigerianischen Nachbarstaaten errich-zwischen den engen Wasserstraßen zu ma- aufzufüllen. Unvorstellbar? Stimmt! tete Pfahlbaustadt stellt viele Werte unserernövrieren und Ihr Zweijähriger sitzt mit im Zumindest für uns ... sogenannten westlichen Zivilisation in- Aber das ist für rund 100.000 Menschen in frage: Unser Jammern über Einsparungen, Makoko, der Pfahlbaustadt am Rande der Krisen, Verteuerungen, Weihnachts- und nigerianischen 18 Millionen Mega-Metro- Urlaubsgelder löst sich angesichts Mako- pole Lagos, Realität. Wie viele Menschen kos in Nichts auf. Leise Scham beschleicht hier wirklich wohnen, weiß keiner. einen, wenn man mit dem Einbaum zum Haus des Bale, des höchsten Vertreters der Unser Jammern löst sich in „Community Makoko“, geschippert wird. Nichts auf Die unzähligen, dunkelhäutigen Menschen Das Land Nigeria in Westafrika ist faszinie- auf ihren kleinen Plattformen sind freund- rend. Die frühere Hauptstadt Lagos, eine lich. Fröhlich winken sie uns zu und freuen01/2012 dreieck
  7. 7. Bl i ck p u nk te | 7 Dr. Heidi Mimra (li.) ist Bildungswerkleiterin in Bad Hofgastein. Sie lebt seit 1982 in Lagos, seit fünf Jahren wechselweise in Bad Hofgastein und hält ständigen Kontakt mit Makoko.sich über den Besuch. Doch billiges Mitleidwestlicher BesucherInnen ist hier fehl amPlatz.Hilfe statt MitleidShemede Noah, der junge Lehrer und dierechte Hand des Bale, ist der Leiter der klei-nen Schule, in die die unglaubliche Zahl von256 Kindern passt. Er erläutert uns eine er- Festland gibt es auch Fernsehen und in der tischer Hilfe, mit Interesse an ihrem Leben.staunlich gut funktionierende Organisation, Nachbarschaft sogar Internet-Cafes. Und Neben ein paar kleinen NGOs gibt es auchwo wir nur Chaos sehen. Es gibt auf diesen „Mobile-Phones“ gibt es auch. ein paar Ehrenamtliche vom Salzburgerkleinen Plattformen eine Schule, eine Kirche Bildungswerk/Kultur.Gut Bad Hofgastein,und eine Krankenstation. Dazu kleine Läden Die Bewohner von Makoko die ein bisschen über ihre Berge imund Gasthäuser. Ungefähr alles, was man wissen, wie es anderswo in Gasteinertal schauen wollen, die von Zeitauch bei uns in einem Dorf vermutet. Die zu Zeit kommen und Geld für Moskitonetze der Welt zugeht.schmalen Wasserstraßen sind voll mit Ein- bringen oder Blutdruckmessgeräte, Medi-bäumen und die Geschicklichkeit der Boot- Sie haben es ja im TV gesehen. kamente oder ein Schulklo. Jawohl, dieselenker ist einfach unglaublich. So leben sie, Welt ist heutzutage vernetzt, sogar bis indie Makoko-People. Mit ein wenig Handel, Und darum wollen der Bale und der Lehrer, die Pfahlbau-Slums von Makoko.mit Fischfang und Fischräuchereien. dass noch viel mehr Kinder einen Platz in der Von dort kommen dann manchmal Mails Schule bekommen, um später in dieser an- wie folgendes zu uns nach Bad Hofgastein:Wir sollen nicht glauben, dass sie es eben deren Welt eine Chance zu haben. Sie sindnur so kennen, das Leben auf dem schwar- froh, wenn Menschen von „außen“ kom- Mimra,zen Wasser, denn irgendwo am Rand zum men und ihnen helfen: mit Geld, mit prak- Hello Mrs Heidi ?, your family how are you and hope our belove d friends in Eu- just wanna use rope are great?, y Hi to you, this medium to sa all members of your family and oup in Euro- Bad Hofgastein gr pe. thanks for your supports, the Nurses in the Doctors and ally appreciate the community re your supports. we cannot forget you. to say God Bless thanks Noah from Makoko dreieck 01/2012
  8. 8. 8 | E r wa c h se n e n b i l d u n g Barrierefreiheit für ALLEFotos: Christian Treweller VON CHRISTIAN TREWELLER W enn Sie schon mal mit einem bilitätsbeeinträchtigte TouristInnen stellen besondere Erschwernis und grundsätzlich Kinderwagen unterwegs waren zunehmend eine wichtige Zielgruppe dar. ohne fremde Hilfe) zugänglich und nutzbar oder ein Gipsbein hatten, dann sind. wissen Sie, wie viele Barrieren der Alltag in Manchmal ist aber barrierefrei nicht gleich sich birgt. Barrierefreiheit betrifft eben nicht barrierefrei. So kann eine einfache Ram- Barrierefrei heißt demnach nicht einfach, nur Mobilitätsbeeinträchtigte wie Rollstuhl- pe viel bewirken, wenn diese gemäß den wie eingangs erwähnt, Rampe statt Stiege, fahrerInnen, sondern uns alle früher oder Richtlinien für Barrierefreiheit gebaut ist. sondern umfasst Zugänglichkeit für alle in später. Die Umsetzung barrierefreier Richt- Dass gut gemeint jedoch oft nicht prakti- allen Lebensbereichen. „Für alle“ meint da- linien bringt daher etwas für die Gesamtbe- kabel ist, zeigt zum Beispiel die Rampe vor bei auch Menschen im Rollstuhl oder mit völkerung. dem Eingang zum Salzburger Dom. Nur mit Gehbeeinträchtigung, Menschen mit Ge- sehr viel Schwung oder mit fremder Hilfe hörlosigkeit oder mit Sehbehinderungen, Immer mehr Städte, Gemeinden und lässt sich diese im Rollstuhl bewältigen. Menschen mit Lernschwächen, Menschen öffentliche Einrichtungen legen Wert da- mit psychischen Erkrankungen oder z.B. rauf, barrierefrei zu werden, manche sind Was meint also „Barrierefreiheit“? Menschen mit Kinderwägen. „In allen Le- bereits auf diesem Weg unterwegs. Barrierefreiheit bezieht sich nicht nur auf bensbereichen“ meint sowohl Schule und Der Bedarf an barrierefreien Angeboten bauliche Maßnahmen. Als „barrierefrei“ Bildung, Beruf, Freizeit, Kultur, Sport, Infor- wächst mit der demographischen Entwick- beschreibt das Gesetz in Österreich bau- mation, Wohnen und vieles mehr. lung. Beeinträchtigte SeniorInnen wollen liche und sonstige Anlagen, Verkehrsmit- im Alltag mobil bleiben, und Menschen mit tel, technische Gebrauchsgegenstände, Bauliche Barrieren Behinderungen wollen nicht mehr länger Systeme der Informationsverarbeitung und Für bauliche Voraussetzungen zur Barriere- „gut verwahrt“ werden, sondern aktiv Anteil andere gestaltete Lebensbereiche, wenn freiheit gilt als wesentliche Grundlage die an der Gesellschaft nehmen. Aber auch mo- sie für Menschen mit Behinderungen (ohne Ö-NORM B1600, herausgegeben durch 01/2012 dreieck
  9. 9. Er wa ch s en e nb ild u ng | 9das „Austrian Standards Institute“. Darin Kommunikation. Ein wesentlicher Teil dersind eine Vielzahl von Angaben enthalten, Information wird mittlerweile über das In-unter anderem, wie steil eine Rampe sein ternet vermittelt. Gehörlose nutzen sozialedarf, wie breit Eingangstüren sein sollen, Plattformen zum Austausch über Gebär-wie geräumig Lifte und Toiletten gestaltet densprachvideos, blinde Menschen könnenwerden sollen und noch vieles mehr. Eine sich über einen „screenreader“ die Inhalteweitere Grundlage stellt die OIB-Richtlinie von Seiten vorlesen lassen. Damit dies auch4 zur Nutzungssicherheit und Barrierefrei- in der Praxis gut klappt, veröffentlichte dieheit, herausgegeben vom Österreichischen Web Accessibility Initiative (WAI) Richtli-Institut für Bautechnik, dar. Diese ist im Jahr nien zur Barrierefreiheit. Sie liefern für Pro-2007 in fünf Bundesländern in Kraft getre- grammiererInnen und WebdesignerInnenten, eine aktuelle Überarbeitung der Richtli- Anhaltspunkte. Gelungene Beispiele für dienie sollte den weiteren vier Bundesländern, Nutzung des Internet als Medium für barri-und damit auch Salzburg, die Möglichkeit erefreie Angebote liefern zum Beispiel der von allen zu gewährleisten. Etwa für blindebieten, diese in Landesverordnungen und Online-Stadtplan der Stadt Salzburg, der In- und sehbehinderte Menschen sind Brail-Landesgesetze aufzunehmen. formationen über Zugänglichkeit verschie- lebeschriftungen ergänzend zu optischen denster Einrichtungen in der Stadt und In- Informationstafeln hilfreich. Eine wichtigeBarrieren in der Kommunikation formationen über Behindertenparkplätze, Leitlinie stellt hier das „Zwei-Sinne-Prinzip“und beim Zugang zu Informationen Behindertentoiletten usw. gibt (http://gis. dar: jede Information sollte zumindest aufNeben baulichen Barrieren lauern wei- stadt-salzburg.at/citymap/citymap.asp). zwei Kanälen zugänglich sein, z.B. akustischtere Barrieren im Alltag. Damit sind nicht und visuell oder taktil. Und zusätzlich zurnur der Medikamentenbeipacktext oder Leicht verständliche Inhalte für alle Auswahl des Mediums gilt: Leicht verständ-der Fahrkartenschalter gemeint, sondern Neben elektronischen Angeboten existiert liche Inhalte kommen nicht nur Menschengenerell Angebote der Information und eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Teilhabe mit Lernschwäche zugute. Barrieren im öffentlichen Verkehr Infos zum Thema Barrierefreiheit Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, wird nicht nur aufgrund hoher Treibstoffpreise Alles zum Thema Behindertengleichstellung auf der Seite des Bundessozialamtes: und aufgrund von Staus immer reizvoller. http://www.bundessozialamt.gv.at/basb/Behindertengleichstellung/Barrierefreiheit/ Dies gilt ebenso für Menschen mit Mobili- Barrierefreiheit_allgemein tätsbeeinträchtigungen. Die öffentlichen Verkehrsmittel müssen daher für alle zu- Falter der Stadt Salzburg zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen für Laien: gänglich sein. Die Stadtbusse in Salzburg http://www.stadt-salzburg.at/pdf/nobody_is_perfect___bessere_kommunikation_ beschreiten hier mit einem bereits über- zwischen.pdf wiegenden Anteil an Niederflurbussen ei- Die OIB-Richtlinie 4 zur Barrierefreiheit: http://www.oib.or.at/RL4_250407.pdf nen vorbildlichen Weg. Die Lokalbahn und weitere Anbieter des Verkehrsverbundes Das Austrian Standards Institut und Bestellung der ÖNorm B1600: werden in Kürze folgen. Wichtig ist, dass http://www.austrian-standards.at/ nicht nur die Busse und Garnituren barrie- https://www.astandis.at/shopV5/search/Details.action?dokkey=195167 refrei gestaltet sein sollen, sondern dass Standards für barrierefreies Internet: auch die Zugänglichkeit zu und die Halte- http://www.w3c.de/Trans/WAI/webinhalt.html stellen selbst barrierefrei sein müssen. Es http://www.w3.org/TR/2008/REC-WCAG20-20081211 nützt nichts, wenn eine Niederflurgarnitur zum Einsteigen mit dem Rollstuhl einlädt, Webseitencheck auf Barrierefreiheit: http://achecker.ca/checker/index.php die Haltestelle aber das notwendige Niveau Projekt „Aus anderer Sicht“: http://www.sisal.at/aas nicht bietet bzw. die Haltestelle erst gar nicht erreichbar ist. 3 dreieck 01/2012
  10. 10. 10 | E r wa c h s e n e n b i l d u n gRechtliche Verpflichtung zur In Zusammenarbeit mit den MitgliedernBarrierefreiheit des Behindertenbeirates der Stadt SalzburgAuf Initiative des Bundes traten bereits werden die TeilnehmerInnen auf mög-2006 Gesetze in Kraft, welche mit Über- liche Barrieren, die für Menschen mit un-gangsfristen die Barrierefreiheit von öffent- terschiedlichen Behinderungen bestehen,lichen Einrichtungen und Dienstleistungen aufmerksam gemacht. Durch angeleiteteregeln. Bis Ende 2015 (bzw. längstens bis Selbsterfahrung, z.B. im Rollstuhl oder beimEnde 2019) müssen der „Zugang zu und Tragen einer Blindenbrille, werden Barrie-die Versorgung mit Gütern und Dienstleis- ren so persönlich nachvollziehbar und dastungen [...], die der Öffentlichkeit zur Verfü- Wie und Warum einer barrierefreien Umge-gung stehen“, im Rahmen der Bundeskom- bung nachhaltig verankert.petenzen vollständig barrierefrei sein. Gerade erst konnte mit Unterstützung derBarrierefreiheit erfahrbar machen Initiative Salzburg bietet Schulungen und Gemeindeentwicklung Salzburg und desDie Entstehung von neuen Barrieren ist in Sensibilisierungsmaßnahmen an. Referats für Familienangelegenheiten undder Regel nicht vorsätzlich geplant. Unwis- Umgesetzt wird das Projekt in Schulklas- Generationen das Projekt „Aus anderersenheit und Unkenntnis fördern aber auch sen, wo z.B. auch spätere ArchitektInnen Sicht“ in Mattsee erfolgreich umgesetztbei PlanerInnen und Entscheidungsträger- und PolitikerInnen erreicht werden kön- werden.Innen das Missgeschick, dass gut gemeint nen, in der LehrerInnenausbildung an deroft nicht barrierefrei wird. Nachträglich Pädagogischen Hochschule, in Gemeinden Kontakt:Barrieren abzubauen ist zumeist wesentlich und auch in Betrieben wie z.B. dem Stadt- Soziale Initiative Salzburgkostspieliger, als bereits von Anfang an auf bus oder dem Salzburg Airport. Vermittelt www.sisal.at, E-Mail: sis@sol.atZugänglichkeit für alle zu achten. werden die Themenbereiche Mobilitäts- Tel: 043-699-10109259 beeinträchtigungen, Sehbehinderung undProjekt „Aus anderer Sicht“ Blindheit, Gehörlosigkeit, Lernbeeinträch- Christian Treweller ist Diplompädagoge und diplomierter Sozialarbeiter, Leiter der SozialenDas im Behindertenbeirat der Stadt tigungen, altersbedingte Beeinträchti- Initiative Salzburg und Lehrbeauftragter an derSalzburg entstandene Projekt der Sozialen gungen sowie psychische Erkrankungen. Pädagogischen Hochschule Salzburg.Tagesaktuell: www.bildungsberatung-salzburg.atE s gibt Neuigkeiten aus dem Netzwerk Bildungsbera- tung Salzburg! Das kostenlose Beratungsangebot ist jetzt gebündelt online abrufbar.Unter www.bildungsberatung-salzburg.at sind dietagesaktuellen Beratungsangebote genauso zu finden wieVeranstaltungshinweise, Datenbanken zu Weiterbildungs-angeboten oder Förderungen sowie Informationen überdas Netzwerk.Kontakt Projektkoordination:Katrin Reiter, MA, Verein Salzburger Erwachsenenbildung,Imbergstraße 2, 5020 Salzburg, Tel: 0664-2164430,katrin.reiter@eb.salzburg.at.01/2012 dreieck
  11. 11. Er wa ch s en en b ild u ng | 11Was braucht die Demokratie?Demokratie braucht Bildung: Unter diesem Titel fand Ende 2011 die Jahrestagung der Konferenz derErwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) statt. Das Thema stieß auf großes Interesse. sich mit der Frage nach der notwendigen Bildung für ein Handeln in der Demokratie auseinander. „Europa wird Moderiert von Dr. Petra Herczeg waren sich die Diskutanten einig, dass Konfliktfähigkeit, das Lernen mit unterschiedlichen Meinungen demokratischer“, umzugehen, ein wesentlicher Faktor der Demokratie ist. Das Finden von Kompromissen sei wichtig. Dazu Erhard Buseks ironische Ana- ist Johannes Hahn, EU-Kommissar lyse: „Wir in Österreich wissen schon vorher, wie der Kompromiss und Präsident des „Rings Österrei- ausschaut, ohne das Problem zu kennen“. Interessant auch die Dis- chischer Bildungswerke“, überzeugt. kussion zur Frage der Wissensvermittlung und Information: Wie viel Wissen geschichtlicher Zusammenhänge ist notwendig, um das Heute zu verstehen, Informationen der Medien richtig einordnen B ildung kann nicht der einzige Beitrag zur Lösung der zu können? Und wie vermitteln wir dieses Wissen?„ gesellschaftlichen Probleme sein“, zeigte sich Ange- la Bergauer, die Vorsitzende der KEBÖ, überzeugt. „Es Johannes Hahn: Es gibt keine einfachen Lösungenbraucht auch die ökonomische Sicherheit der Gesellschaft, des Einen Blick über die nationalen Grenzen warf EU-KommissarEinzelnen, es braucht eine solide und gute berufliche Aus- und Dr. Johannes Hahn. „Wenn wir“, so Hahn, „über eine Vision für Euro-Weiterbildung. Wir in unseren Bildungseinrichtungen können Dis- pa reden, sind die Festigung und der Ausbau der demokratischenkussions-, Begegnungs- und Handlungsräume schaffen, in denen Strukturen ebenso wichtig wie die Fragen der gemeinsamen Wäh-Menschen Fragen, Ängste, Hoffnungen und Visionen austauschen, rung, der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen“. Hahn, er istgemeinsam nach möglichen Lösungen suchen und dazu auch das auch Präsident des „Rings Österreichischer Bildungswerke“, ist da-nötige Wissen erhalten“. von überzeugt, dass Europa auf dem Weg sei, demokratischer zu werden. „Aber wir brauchen Zeit, denn einfache Lösungen für dieMag. Martin Netzer vom bm:ukk, er ist dort Bereichsleiter für Er- Komplexität der Probleme gibt es nicht“.wachsenenbildung und Lebenslanges Lernen, bezeichnete die Abschließend hob Johannes Hahn die guten Voraussetzungen derJahrestagung als wichtigen Beitrag zur bildungspolitischen Dis- KEBÖ-Verbände für ein vielfältiges Bildungsangebot für alle Bürge-kussion in Sachen Demokratieerziehung und Politischer Bildung. rinnen und Bürger hervor: „90.000 MitarbeiterInnen – davon an die„Eine offene plurale Gesellschaft braucht solche Diskussionen“, so 27.000 ehrenamtlich – ermöglichen diese kontinuierliche Bildungs-Netzer, „um sich die eigenen Werte vor Augen zu führen und vor arbeit. Dafür sage ich allen ein herzliches Danke!“ (MiHa)allem, um Strategien gegen die Feinde der offenen Gesellschaft zuentwickeln“. Er verwies im Rahmen seiner Ausführungen auch aufdie konstruktive Zusammenarbeit zwischen KEBÖ und Ministerium:„Gerade bei der Umsetzung der bildungspolitischen Initiativen derRessorts sind die Einrichtungen der KEBÖ wichtige, verlässliche undnotwendige Partner“.Wortgewaltiger Vortrag und spannende Diskussion„Würde ich mir ein Thema aussuchen, das nichts als ein Problemdarstellt, ein Thema, das wie eine Falle ist, in die man geht oderläuft, dieses Thema hieße ‚Die Bildung von Demokraten‘“: Der Wie-ner Autor Franz Schuh näherte sich in seinem Referat wortgewaltigden Begriffen Bildung und Politik.Abgerundet wurde der Themenkomplex mit einer hochkarätig be- Sie diskutierten angeregt über die Frage nach der notwendigen Bildung fürsetzten Podiumsdiskussion. Dr. Erhard Busek, Dr. Rudolf Bretschnei- ein Handeln in der Demokratie (v.li.): Moderatorin Petra Herczeg, Tamara Ehs,der, Dr. Tamara Ehs, Hans Besenböck und Dr. Wolfgang Kos setzten Hans Besenböck, Wolfgang Kos, Erhard Busek und Rudolf Bretschneider. dreieck 01/2012
  12. 12. 12 | E r wa c h s e n e n b i l d u n gKultureller Abenteuerurlaub – „Zeitspuren“ in Rom Ein Reisebericht von ANDREAS DEUSCH mentana, Santa Prassede und Santa Maria Maggiore auf dem Esquilin. Dann ging es vorbei an den Caracalla Thermen und dem Circus Maximus zur Via Appia Antica. Mag. Andreas Deusch, im Bild Von Raffael bis Berlusconi bei seiner ersten Der Rundgang am nächsten Tag führte Romreise, freut sich schon auf uns über den Ponte Sisto nach Trastevere. seine nächste Dort besichtigten wir die Villa Farnesina mit große Reise nach Fresken von Raffael, Sebastiano del Piom- Mecklenburg- bo, Peruzzi und Sodoma, sowie die Kirche Vorpommern.Gang in den Vatikanischen Museen S. Maria di Trastevere. Der nächste Tag hat- te das barocke Rom mit Bernini, BorrominiI m November vergangenen Jahres mach- und Carvaggio als Schwerpunkt. Zunächst wir Zeugen einer Taufe, einer Heirat, dem ten sich 20 an Kultur und Kunst Inte- besuchten wir die Galleria Borghese (mit Begräbnis des Polizeipräsidenten von Rom, ressierte aus Salzburg, Tirol, Wien und Werken von Raffael, Tizian, Correggio und eines Streiks, einer Demonstration gegenBayern gemeinsam mit „Zeitspuren“ auf die Bernini). Danach bestaunten wir das Pan- Berlusconi, der Feierlichkeiten mit Kranz-Reise, um Rom zu erkunden. Bei der Ankunft theon sowie einige Kirchen der Altstadt, u. niederlegung durch den Staatspräsidentenwurden wir bereits von unserem Referenten a. San Luigi dei Francesi und Santa Maria del anlässlich 150 Jahre Vereinigung ItaliensDr. Klaus Zimmermanns erwartet, der uns Popolo (mit Werken Caravaggios). An un- sowie riesiger Starenschwärme. Reich anauf unserer Erkundungstour begleitete. serem letzten Besichtigungstag besuchten Eindrücken traten wir unsere Heimreise mit wir die Vatikanischen Museen mit den Stan- dem Zug an und stellten einstimmig fest,Am Beginn unserer Erkundung stand zen Raffaels und die Sixtinische Kapelle. Den dass diese Reise neben ihren kulturellendas Rom des Mittelalters und der frühen Schlusspunkt stellte die Peterskirche mit Highlights schon fast einem Abenteuerur-Christen. Dabei besuchten wir die mittel- dem Petersplatz dar. Neben unserem um- laub entsprach.alterliche Kirche San Clemente mit ihrer fassenden Besichtigungsprogramm wurdenfrühchristlichen Unterkirche und dem nochtiefer liegenden Mithrasheiligtum, die Kir-che Quattro Coronati, das Forum Boariummit den Tempeln der Vesta und der FortunaVirilis sowie dem Janus-Bogen, die mittel-alterliche Kirche Santa Maria in Cosmedin,San Giorgio in Velabro und Santa Sabina,die schönste und besterhaltene frühchrist-liche Kirche Roms (auf dem Aventin). Da-nach widmeten wir uns dem antiken Rom.Am Beginn stand der von Michelangelogestaltete kapitolische Hügel, danach be-suchten wir die Kapitolinischen Museen,die Monumente des Forum Romanum, dasKolosseum und den Konstantinsbogen, wieauch die Kaiserforen und die Trajansmärkte. Fotos: DeuschBei einer großen Stadtrundfahrt besichtig-ten wir die frühchristlichen Kirchen Sant‘Agnese und Santa Costanza an der Via No- Dr. Klaus Zimmermanns mit der Gruppe vor dem Titusbogen01/2012 dreieck
  13. 13. Er wa ch s en en b ild u ng | 13 Blick über Rom vom kapitolinischen HügelZeitReisen 2012 Folgende mehrtägige Exkursionen unter dem Titel „Zeitspuren“ stehen im Sommersemester 2012 auf dem Programm: Fachseminar und Exkursion:3 Gruppe wird im Schloss Krumau die Möglichkeit erhalten, ihr Wis-Architektur Denkmalpflege sen rund um die Handwerke Maurer, Maler, Tischler und Schlosser19./20. April 2012 in Bezug auf alte Techniken zu erweitern. Diese Gruppe wird vonIm Künstlerhaus (Initiative Architektur Salzburg) findet am einer ehemaligen Restauratorin betreut, die dolmetschen wird.19. April 2012 von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr das Fachseminar mitdem Schwerpunkt der Nutzung und Nutzungskonzeption his- 3 Zeitspuren Entlang der Donau – Bratislavatorischer Gebäude statt. Am nächsten Tag führt eine Exkursion 11. bis 13. Mai 2012 ̌von 10.00 bis 18.00 Uhr in das UNESCO-Welterbe Ceský Krumlov (Krumau), wo wir mit den je- 3 eitspuren Erdgeschichte – Abenteuer Geologie und Z weiligen Architekten und ei- Paläontologie im Eggenburger Raum ner Dolmetscherin mehrere 2. bis 3. Juni 2012 spannende Objekte besich- tigen werden. Eine zweite 3 eitspuren Exkursionen – Mecklenburg-Vorpommern Z Detail Schloss Krumau 9. bis 17. Juni 2012Bleibende Werte durch Wissen!Bereits seit dem Jahr 2004 bietet das Salz- Seit dem Jahr 2006 werden Fachseminare Das Angebot „Zeitspuren“ wird ausschließ-burger Bildungswerk „Zeitspuren“ in Zu- unter dem Titel „Architektur Denkmal- lich über Teilnehmerbeiträge finanziert.sammenarbeit mit dem Salzburg Museum, pflege“ angeboten. Die Seminare derBundesdenkmalamt Salzburg, Bajuwaren- Gemeindeentwicklung Salzburg richten Bei Anfragen, Aufnahme in denmuseum Waging, Natur- und Mammut- sich vor allem an Architekten, die Bauwirt- Veranstaltungsverteiler oder Anmeldungmuseum Siegsdorf und dem Nationalpark schaft, Planungsbüros, Gemeinden, Hand- senden Sie einfach eine E-Mail anBerchtesgaden an. Unter dem Titel „Zeit- werker, wie auch an allgemein Interessier- zeitspuren@sbg.at oder direkt anspuren“ werden Seminare und Exkursionen te. Dieses Seminar findet in Kooperation Mag. Andreas Deusch,zu den Themengebieten bzw. unter den mit der Initiative Architektur, Kammer der a.deusch@sbg.at,Sparten Archäologie, Baudenkmäler, Kunst- Architekten und Ingenieurkonsulenten, Handy: 0699-10905138.begegnung, Geschichte, Erdgeschichte, Bundesdenkmalamt, Land Salzburg – Kul- Mag. Andreas Deusch ist Projektleiter vonFlora Fauna, Mensch, Entlang der Donau turelles Erbe sowie dem Bundesministeri- Zeitspuren.und Exkursionen angeboten. um für Unterricht, Kunst und Kultur statt. dreieck 01/2012
  14. 14. 14 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildung GLOSSEWenn Frauen Kunden sind …L aut Studien werden in einer Beziehung tiven gäbe – nur sich keiner damit beschäf- zwei von drei Kaufentscheidungen von tigen will. Frauen getroffen, besonders wenn es Wir haben auch keine spezielle Freude anum Gebrauchsgegenstände, Haushaltsge- frauenfeindlichen Meldungen in der Flie-räte und Lebensmittel geht. Männern wird senabteilung, wenn die Frage nach der ge- Brigitte Singer lei-hingegen die Entscheidung bezüglich Elek- eigneten Reinigung mit einem süffisanten tet das Institut für Frauen- und Eltern-trozubehör und Werkzeug zugeschrieben. „Alle Frauen sind doch gute Putzfrauen!“ bildung im Salzbur-Größere Anschaffungen oder Ausgaben, beantwortet wird (hätte das ein Kompli- ger Bildungswerk.wie das gemeinsame Auto oder das nächste ment sein sollen?).Reiseziel, werden gemeinsam entschieden. Wieso soll sich Frau für ein Produkt oderDennoch setzen Marketingspezialisten auf eine Dienstleistung entscheiden, die schon reicheren Weg: Ohne Werbung machen zudie männliche Kaufkraft und sprechen mit beim Kauf unterschwellig (manchmal sogar wollen, aber der IXO ist ein handlicher klei-ihren Produkt- und Werbestrategien haupt- frontal!) Folgendes vermittelt: „Du als Frau ner Akkuschrauber mit leistungsstarkem,sächlich Männer an. Doch was tun, wenn bist nur sexy, zu doof zum Handwerken und innovativem Akku. Mit Recht das meistver-keiner in (Aus)Sicht? zu blöd zum Autofahren“? kaufte Werkzeug der Welt ... es kam aus der Wenn Frauen wirklich so maßgeblich am femininen Produktentwicklung, wer hätte Gendermarketing soll hier Umsatz beinahe jedes Unternehmens be- das gedacht?! ein Zauberwort sein. teiligt sind, darf doch erwartet werden, dass sie in ihren Bedürfnissen auch wahrgenom- Kohlkopfzeitalter wir kommen ...Auch im Bildungsbereich bemühen wir uns, men werden und dass die Zeiten endlich Wer sich wann als Kunde fühlt bzw. Kundedie wirklichen NutzerInnen anzusprechen vorbei sind, in denen sich Marketingexper- ist, scheint überhaupt eines der neuen Mys-und scheitern regelmäßig an hartnäckigen ten lediglich über vier Bereiche Gedanken terien im Medienzeitalter zu sein. FühlenVorurteilen. Väterbildung von Frauen ge- machen: Putzen und Waschen, Mode und sich viele „Freunde“ (wo sind die Freun-macht funktioniert einfach nicht, und Kosmetik, Diätprodukte und Ernährung, dinnen hingekommen?) in sozialen Netz-Frauen finden sich immer noch viel zu we- Mütter und Kinder. werken als Kunde, verkennen sie hier dennig in Marketing- und Strategieangeboten. Kundenbegriff dieser Netzgiganten völlig.Frau von heute reicht es nicht mehr, in der Denn wie der ehemalige Apple-EntwicklerAutowerkstatt für blöd verkauft, mit ihren Jon Callas kürzlich recht deutlich im Spiegelfachfernen Fragen ignoriert oder mitleidig zitiert wird, liegt die Vermutung nahe, dassangelächelt zu werden. HERRschaftswissen wir auf das Kohlkopfzeitalter zusteuern.muss geteilt werden, wenn Geld verdient Er bringt ein sehr treffendes Beispiel: Wirwerden will. sind nicht Kunden bei sozialen Netzwerken, wir sind das Produkt: „SelbstverständlichSchluss mit Hexenschuss und sind Google und Facebook am Wohlerge-Protzkutsche hen ihrer Nutzer interessiert, ähnlich wie einWir Frauen wollen keine Autos als Jagdge- Gemüsebauer am Wohlergehen seiner Sa-fährten und Protzkutsche – wie es uns die Foto: Benjamin Thorn_pixelio.de latköpfe. Selbstverständlich will er, dass sieWerbung vorlebt. Wir brauchen Platz für gesund bleiben und groß werden und einEinkäufe, sinnvolle Rückspiegel und eine erfülltes Gemüseleben verbringen. Das hatBauweise, die nicht mit jedem Kinderan- Information vor Emotion aber seine Grenzen: Bei der Ernte verstehtschnallen den nächsten Schritt zum Hexen- Frauen treffen Entscheidungen anders, sie der Bauer keinen Spaß.“schuss mitliefert. wollen mehr wissen, sind kritischere Kun- Aber das betrifft Männer und Frauen glei-Wir haben außerdem keine Lust mehr, im dinnen und haben nicht die Wirkung nach chermaßen. Womit wir also doch beimBaumarkt ein Werkzeug angedreht zu be- außen im Blick, sondern den tatsächlichen Gendermainstreaming in dieser Glosse ge-kommen, das zu schwer, zu laut ist, zu große Nutzen. In Amerika mag es vielleicht rei- landet sind. In diesem Sinne wünsche ichGriffe und sonst noch erfolgshindernde In- chen, den Akkubohrer in Pink anzubieten, Ihnen, dass Sie gesund bleiben und ausrei-nereien beheimatet, wenn es auch Alterna- in Europa geht die Firma Bosch den erfolg- chend viel wissen über Ihr Produkt.01/2012 dreieck
  15. 15. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 15 Erotisches Kapital – Profit oder Stigma? … unter diesem Motto wird der bereits 19. Salzburger Frauensalon am 3. Juli 2012 ab 19.00 Uhr in St. Virgil stehen. Erotisches Kapital wird vermarktet wie nie alles politisch und feministisch korrekt ist. zuvor. Frauen sind dabei nicht die Haupt- Die Salonieren fragen sich an diesem gewinnerinnen – warum nicht? Kapital aus Abend: Wer profitiert von weiblichen Wer- weiblichen Reizen lässt männliche Briefta- ten? Dürfen kluge Frauen attraktiv und punkt erringen – ohne Vorurteile, aber mit schen dick werden, während Frauen, die sexy sein? Welche ethischen Bewertungen selbstbewusstem Auftritt? ihres für sich erfolgreich nutzen, meist stecken hinter der Macht des erotischen Salonieren Sie mit, eine Anmeldung ist verächtlich abgewertet werden. Frauen Kapitals? Wie können Frauen in dieser erforderlich: St. Virgil Salzburg, Tel: 0662- müssen ohne Flirt erfolgreich sein, damit Kontroverse ihren persönlichen Stand- 65901-514. Die Salonieren: Mag. Brigitte Singer (Salzburger Bildungswerk), Mag. Alexandra Schmidt (Frauenbüro der Stadt Salzburg), Dr. Claudia Pichler (Stabsstelle für Chancengleichheit, Anti-Diskriminierung und Frauenförderung des Landes Salzburg), Mag. Edeltraud Zlanabit- nig-Leeb (Katholisches Bildungswerk).Gut geplant ist halb gewonnen!Kooperationsangebot von Forum Familie Tennengau und „Frau Arbeit“ zum Wiedereinstieg nach derKarenzzeit VON CLAUDIA WEISSG ute Rahmenbedingungen zur Ver- Als Expertinnen besuchen Danielle Bidasio Foto: Frau Arbeit einbarkeit von Familie und Beruf sind und Corona Rettenbacher auf Anfrage kos- nötig wie nie zuvor. Immer bessere tenlos Eltern-Kind-Zentren und GruppenMaßnahmen werden geschaffen, die den im Tennengau und informieren die Frauen,beruflichen Wiedereinstieg nach der Karenz während die Kinder spielen. Das Konzepterleichtern sollen. Denn der Wiedereinstieg hat sich bereits bewährt: Die Besuche vonnach Kinderbetreuungszeit und Karenz ge- zwei EKIZ-Gruppen in der Gemeinde St.staltet sich für die Mütter oft schwierig. Koloman ist bei den Frauen sehr gut ange-Viele Fragen stellen sich: Was ist meine Be- Danielle Bidasio (2. v.li.) und Corona Retten- kommen. Fragen zu Elternteilzeit, Kinderbe-rufserfahrung noch wert?, Wie formuliere bacher (re.) bei ihrem Besuch der EKIZ-Gruppe treuung, Weiterbildung oder auch zu Geldich ein Bewerbungsschreiben?, Welche in St. Koloman. für die Familienkassa konnten beantwortetMöglichkeiten der Weiterbildung habe ich?, werden.Wie kann ich diese finanzieren?. tung von Frauen: „Je sorgfältiger Frauen ih- ren Wiedereinstieg planen, desto besser und Das kostenlose Angebot richtet sich an alleBeruflicher Wiedereinstieg erfordert neben schneller gelingt dieser auch. Ich unterstütze Eltern-Kind-Gruppen im Tennengau.der Beantwortung dieser Fragen auch eine die Frauen in ihrem Vorhaben und dabei,genaue Planung. Die Kinder müssen be- dass sie den roten Faden für ihren beruf- Bei Interesse einfach Dr. Danielle Bidasio,treut, der Alltag organisiert und die Fami- lichen Neubeginn finden“. Gemeinsam mit Handy: 0664-254 44 50, oder Mag. Coronalie auf die veränderte Situation vorbereitet Mag. Corona Rettenbacher vom Forum Fa- Rettenbacher, Handy: 0664-856 55 27, kon-werden. Doch wo anfangen? milie Tennengau wurde nun dafür ein neues taktieren. Angebot geschaffen, um die Frauen dortDr. Danielle Bidasio von „Frau Arbeit“ weiß abzuholen, wo sie in ihrem Bestreben nach Claudia Weiß ist Mitarbeiterin von „Frau Arbeit“ imaus ihrer langjährigen Erfahrung in der Bera- beruflichem Wiedereinstieg stehen. Tennengau dreieck 01/2012
  16. 16. 16 | E lte rn -, Fra u e n - u n d Senio renbildungWarum lesen?! VON BIRGIT HEINRICHI mmer schon war Lesen die Schlüssel- qualifikation für den Bildungserwerb schlechthin, und doch haben sich dieAnsprüche an die Lesekompetenz durch dieveränderten gesellschaftlichen Rahmen- Foto: Fotoliabedingungen und die Veränderungen amArbeitsmarkt vervielfacht. Kinder von heutewerden sich lebenslang fort- und weiterbil-den (müssen). Sie werden mehr denn je auf am Beginn des Leselernprozesses auftre- daher lesen sie kaum noch Geschichten inflüssiges, schnelles und automatisiertes Le- tende Leseschwierigkeiten erkennen. In der ihrer Herkunftssprache vor.sen und effizientes Erfassen des Leseinhalts 3. und 5. Schulstufe findet dann bei jedem Was viele nicht wissen: Für die Sprachent-angewiesen sein. Lesen heißt heute mehr Kind das Salzburger Lesescreening statt, ein wicklung (Literacy) ist der grammatischedenn je Kontakt haben (können). Mittels in ganz Österreich angewandtes Verfahren, und literarische Aufbau auch in der Erst-Handy, iPhone, Facebook, SchülerVZ, uvm. welches den Lesestand der Kinder mit dem sprache von besonderer Bedeutung. Daraufsind die Kinder sozial verbunden, so ist Le- Ziel erhebt, in den Klassen Tendenzen zu baut das Projekt „Lesetrolleys gehen aufsen aus dem Leben unserer Kinder nicht erkennen und gezielte Fördermaßnahmen Reisen“ auf. Da es in kleineren ländlichenmehr wegzudenken. Der Leseerziehung in zu setzen. Bibliotheken und manchmal auch in dender Schule kommt hier besondere Bedeu- Familien mit Migrationshintergrund antung zu. In dieser Ausgabe möchten wir Lesetrolleys gehen auf Reisen erstsprachlicher Literatur mangelt, wur-Ihnen daher einige schulische Initiativen Im Land Salzburg besuchen viele Kinder den gemeinsam mit allen Muttersprach-aus Salzburg vorstellen sowie kindgerechte mit anderen Erstsprachen die Schule. Wäh- lehrerInnen des Landes Salzburg themen-Förderansätzen und -maßnahmen aufzei- rend vor dem Kindergarten- und Schulbe- spezifische Lesekoffer mit Literatur in dengen. such ihre Kommunikation und ihre Sozial- gängigsten Sprachen befüllt. So finden kontakte vorwiegend in ihrer Erstsprache sich darin Bücher auf Bosnisch/Kroatisch/Lesediagnostik in Salzburg passierten, kommt es ab dem Kindergar- Serbisch, Türkisch, Albanisch, Arabisch undIn den letzten vier Wochen der ersten Volks- ten- bzw. Schuleintritt zur Verschiebung Tschetschenisch. Mit fahrbaren Trolleys rei-schulklasse wird landesweit bei jedem Kind des Sprachschwerpunktes in Richtung sen mehrsprachliche LehrerInnen durch daseine Leseprobe von der Klassenlehrerin Zweitsprache. Das Erlernen des Alphabets, Land und erfreuen Kinder und ihre Familiendurchgeführt. Diese soll der Früherkennung des Lesens und Schreibens geschieht jetzt mit Tiergeschichten, Krimis, Mädchenbü-von Leseentwicklungsschwächen dienen, größtenteils in Deutsch. Dadurch lesen Kin- chern, Abenteuergeschichten in verschie-um im darauffolgenden Jahr mit einem in- der verstärkt in der deutschen Sprache, aber denen Schwierigkeitsniveaus. Und es zeigtdividuellen Angebot und einer speziellen zu wenig in ihren Erstsprachen. Auch die El- sich: Lesen verbindet die Sprachen!Förderung auf das Kind eingehen zu kön- tern der Kinder mit Migrationshintergrund Dipl. Päd. Mag. Birgit Heinrich ist Landesschulin-nen. Dieses sogenannte Screeningverfah- versuchen ab Schulbeginn verstärkt, den spektorin des Landesschulrates Salzburg und The-ren ist seit 2004 im Einsatz und soll schon Kindern die „Zielsprache“ näher zu bringen, menverantwortliche für das Lesen an Pflichtschulen.01/2012 dreieck
  17. 17. El ter n -, Fra uen - un d S en i oren b ild u ng | 17Lesefee und Ichmael …Das Institut für Elternbildung im Salzburger Bildungswerk erkannte die Wichtigkeit des Themas Lesen bzw.Leseförderung und entwickelte ebenfalls Angebote und Projekte, wie zum Beispiel die Lesepatenschaftenin Kooperation mit den Landeschulinspektoren, die von örtlichen Bildungswerken, Gemeinden, Bibliothekenund Volksschulen kreativ genutzt werden können.Vortrag: Lesefreude Starke Kinder – Hilfe, ein Krokodilfrüh wecken Starke Bücher liegt unter meinemKinder erzählen Eltern und Eltern ihrenKindern. Vom Leben, von Abenteuern und Michael hat einen unsichtbaren Freund, den Ichmael. Gemeinsam sind die beiden stär- Bett …von kleinen wie großen Sorgen. Bereits vor ker als einer allein. Ein schüchternes kleines Gemeinsam mit der Germanistin Dr. Chris-Schulbeginn begegnen Kinder geheimnis- Mädchen mit Sommersprossen entdeckt, tina Repolust lernen Eltern und Kinder wievollen Zeichen, Buchstaben genannt: Mit dass es irgendwo am Rande einer kleiner Bücher und Lesen Fantasie fördern und wieNeugierde verfolgen sie die Reihenfolge Stadt ein besonderes Mädchen mit Som- Geschichten für Kinder so erlebbar gemachtder Buchstaben, setzen Wörter zusammen. mersprossen und roten Haaren gibt: Pippi werden, dass sie in die Hosentasche passen,Lesen lernen wird zur Freude, eine Heraus- Langstrumpf stärkt das Selbstbewusstsein im Kinderleben aufblitzen, zu Freundenforderung. Vorleserituale und Erzählrituale und hinterlässt die Idee, dass Mut belohnt werden, mit denen Frösche das Futter fin-im Alltag eingebaut, fördern die Lesefreu- wird. Lesend begegnen Kinder – und auch den und die auch Wege ins Kinderherz öff-de. Sachbücher für Kinder und Leseanfän- Erwachsene – immer wieder Lebensspuren nen.gerInnen, Reime und Fingerspiele, einfache und Handlungsmustern, die sie sich zum (BS)Geschichten zum Lesen – diese Elemente Vorbild nehmen.stehen im Zentrum des Vortrages „Lese- Sie klappen die Buchdeckel zu und sind beifreude früh wecken“ mit anschließender ihrer Lektüre eine wenig größer, stärker und Wollen auch Sie eines dieserDiskussion. mutiger geworden. Eine Auswahl an stär- Angebote nutzen? kenden Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern Nähere Informationen erhalten Sie in unterstützt diesen Leseprozess. „Starke Kin- unserem Institut für Elternbildung bei der – Starke Bücher“ zeigt exemplarisch das Mag. Brigitte Singer, Tel: 0662-872691-15,Die Lesefee kommt zeitlos Stärkende besonders in den Büchern E-Mail: b.singer@sbw.salzburg.at.und liest vor! von Astrid Lindgren sowie in ausgewählten Beispielen aktueller Angebote auf. DassVorlesen will gelernt sein! Für ein paar ge- Angsthaben und Mutigwerden zusam-mütliche Augenblicke und spannende Stun- men gehören, wird ebenfalls thematisiert,den kommen ausgebildete Vorleserinnen in schließlich brauchen auch HeldInnen eineKindergruppen, Schulklassen, Bibliotheken, sichere Bodenhaftung.Seniorenheime oder Gemeindezentren undbringen zu vereinbarten Themen Lesestoffmit. Nicht nur Kinderaugen und Ohren lau-schen den spannenden Geschichten, diehier vorgelesen werden. Ein Beitrag zur Le-seförderung in der Schule und ein beliebtesFreizeitangebot, das jenseits von Medien- Foto: Dr. Christina Repolustüberfluss Geschichten im Kopf entstehenlässt und Abenteuer greifbar nah herbei-zaubert. „Die Lesefee kommt und liest vor!“wird auch in Türkisch angeboten. dreieck 01/2012
  18. 18. 18 | Geme i n d e e nt w i c k l u ng Grafiken: Albert Gruber Aktives Altern und GenerationensolidaritätJahresschwerpunkt der Gemeindeentwicklung Salzburg 2012D ie Gemeindeentwicklung Salzburg widmet sich jährlich einem Betätigung. Dürmentingen und Riedlingen fördern das Engage- für Gemeinden und BürgerInnen interessanten Thema. 2012 ment ihrer BürgerInnen und können ihnen daher höhere Lebens- beschäftigen sich eine Exkursion sowie eine Veranstaltungs- qualität sowie eine zusätzliche Altersvorsorge bieten.reihe mit den Themen „Aktives Altern und Generationensolidarität“,angelehnt an das Europäische Jahr des Aktiven Alterns und der So-lidarität zwischen den Generationen. Dieses soll uns Gelegenheit Gut versorgt im Ortgeben, darüber nachzudenken, dass die EuropäerInnen länger leben Altersversorgung und Altersvorsorgeund länger gesund bleiben als je zuvor – und dass wir uns der Chan- in Gemeindencen bewusst werden, die darin stecken. Aktives Altern ist der Schlüs- 24. Mai 2012, 13.00 bis 17.00 Uhrsel zur Wahrung der Solidarität zwischen den Generationen in Ge- Fachtagung im Kolpinghaus Salzburg,sellschaften mit immer mehr älteren Menschen. Lesen Sie hier mehr Adolf-Kolping-Straße 10, Salzburg. Inüber die spannenden Inhalte der einzelnen Veranstaltungen. Kooperation mit dem Referat für Ge- nerationen des Landes SalzburgDie Gemeinde sind wir, wir tun was dafür 93 Prozent der älteren Menschen leben in einer ganz normalen Wohnung. Den meisten ist es wichtig, so lange wie möglich in der vertrauten Wohnumgebung, im Ort bleiben zu können – auch wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind. Denn Wohnen ist nicht nur ein Grundbedürfnis. Die Wohnung eines Menschen ist gleichzeitig Ausdruck seiner Persönlichkeit, privater Rückzugsort und Raum fürVon 20. bis 21. April 2012 findet eine zweitägige Exkursion nach die Begegnung mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn, kurz:Baden-Württemberg statt. Besucht werden die beispielhafte Bürger- ein Zuhause. Bei dieser Veranstaltung lernen Sie neue Modelle undkommune Dürmentingen und die Seniorengenossenschaft Riedlin- Formen der Selbsthilfe, der organisierten Nachbarschaftshilfe, Al-gen. tersversorgung und Altersvorsorge kennen.Aufgrund demografischer Veränderungen (mehr ältere, weniger er-werbstätige Menschen) und der anhaltenden Finanzkrise erscheint Mein Engagement im Ortes für die Zukunft unumgänglich, dass die Gemeinden Nachbar- Wie kann die Gemeinde das Potenzial aller BürgerInnen in der Ge-schaftshilfe, Freiwilligenarbeit und bürgerschaftliches Engagement meinde fördern, nutzen und wertschätzen?aktivieren und nutzen, um ihre Aufgaben (vor allem) im sozialen Be- Workshop, 5. Juli 2012, 10.00 bis 15.00 Uhrreich bewältigen zu können. Viele Menschen sind auch mit zuneh- TriBühne Lehen, Tulpenstraße 1, Salzburg. In Kooperation mit dermendem Alter sehr vital und haben Interesse an einer sinnvollen EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein01/2012 dreieck
  19. 19. G emei n deentw ick lu ng | 19Gemeindeaufgaben beschränken sich nicht nur auf Straßenbau, Auch Angehörige brauchen „Pflege“Wasser- und Müllentsorgung. Gemeinden sind auch für die Bereiche Abschlusstagung NaMaR – Netzwerk für pflegende AngehörigeBildung, Gesundheit sowie für eine menschenwürdige Altersversor- 10. Oktober 2012, 10.00 bis 16.00 Uhrgung zuständig. Bisher wurden viele Dienstleistungen der Daseins- St. Virgil, Ernst-Grein-Straße 14, Salzburgvorsorge von der öffentlichen Hand erbracht oder zumindest orga-nisiert. Dies ist aus vielerlei Gründen nicht mehr finanzierbar und Pflegende Angehörige schenken pflegebedürftigen Menschen Tagauch nicht immer sinnvoll. In Zukunft kann ehrenamtliches Engage- für Tag ihre Arbeitskraft, Anteilnahme, Fürsorge, Liebe und Zuwen-ment dem schleichenden Leistungsabbau, einem Qualitätsverlust dung. Oft wird dies als selbstverständlich hingenommen und vonentgegenwirken und Lebensqualität erhalten. In einem Workshop der Umgebung wenig beachtet, da von außen nicht wahrgenom-für verschiedene Altersgruppen wird erarbeitet, wie die Gemeinde men werden kann, wie viel Kraft und Energie die Betreuung vonbürgerschaftliches Engagement, auch junger Menschen, fördern pflegebedürftigen Menschen benötigt.und wertschätzen kann. Die Wichtigkeit der Begleitung und Entlastung von pflegenden An- gehörigen wird mit dieser Tagung unterstrichen. NaMaR (Netzwerk für alte Menschen im alpenländischen Raum) ist ein gemeinsamesBürgerschaftliches Engagement im Projekt der Caritas Salzburg, Caritas München-Freising und derSpannungsfeld von Politik, Bürgerschaft und Caritas Innsbruck.VerwaltungWorkshop mit Gemeinderätinnen und Gemeinderäten Informationen und Anmeldung:5. Juli 2012, 17.00 bis 20.00 Uhr Gemeindeentwicklung Salzburg, Tel: 0662-872691-27SIR, Schillerstraße 25, Salzburg gemeindeentwicklung@sbw.salzburg.at www.gemeindeentwicklung.atNeue Formen der Engagementförderung und der Bürgerbetei-ligung benötigen ein neues Rollen- und Selbstverständnis vonBürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung. Die gewählten Politi-kerInnen im Gemeinderat sollten sich vom „Macher“ zum „Förde- Informationen zum Europäischen Jahrrer“ wandeln. Von ihnen wird erwartet, Potentiale und Projekte zuentdecken, zu mobilisieren, miteinander in Verbindung zu bringen,Richtlinienkompetenz wahrzunehmen und Anerkennung zu geben. Durch aktives Altern erhalten die Generation der geburten-Die bestehende Form der repräsentativen Demokratie soll dabei starken Jahrgänge und die älteren Erwachsenen von morgen dienicht ersetzt, sondern ergänzt werden. Chance, l änger im Erwerbsleben zu bleiben und ihre 3 Erfahrungen weiterzugeben,Förderung Bürgerschaftlichen Engagements als 3 weiter aktiv am gesellschaftlichen Leben sich Aufgabe der VerwaltungWorkshop mit MitarbeiterInnen von Gemeindeverwaltungen zu beteiligen und6. Juli 2012, 9.00 bis 12.00 Uhr 3 in möglichst gesundes und erfülltes Leben e SIR, Schillerstraße 25, Salzburg zu leben.Wenn Städte und Gemeinden zukunftsfähig bleiben wollen, kommt Aktives Altern ist auch der Schlüssel zur Wahrung der Solidaritätes darauf an, dass Bürgerschaft, Kommunalpolitik und Kommunal- zwischen den Generationen in Gesellschaften mit immer mehrverwaltung bei öffentlichen Vorhaben und Aufgaben in einer neu- älteren Menschen.en Weise verantwortlich zusammenwirken: von der Planung über Die Herausforderung für PolitikerInnen und Interessensträge-die Entscheidung bis zur Umsetzung. rInnen wird darin bestehen, die Möglichkeiten für aktives AlternDabei soll auch die Kommunalverwaltung nicht nur bürgerorien- im Allgemeinen und insbesondere für ein unabhängiges Lebentiert und effizient bestimmte Dienstleistungen erbringen, sondern im Alter zu verbessern. Dabei werden sie sich so unterschied-Bürgerbeteiligung und Bürgerschaftliches Engagement aktiv auf- lichen Bereichen wie Beschäftigung, Gesundheitsversorgung,greifen, unterstützen und ermöglichen. Dies gilt für alle Zuständig- Sozialdiensten, Erwachsenenbildung, Freiwilligentätigkeit, Woh-keitsbereiche, also für städtebauliche Fragen und Projekte ebenso nungswesen, IT-Dienstleistungen und Verkehr zuwenden müs-wie für kulturelle und soziale, aber auch für Fragen der Budgetge- sen.staltung oder in Teilen der ordnungsrechtlichen Aufgaben.Wie kann ein solches „ermöglichendes“ Verwaltungshandeln in derPraxis konkret aussehen? Und welche Voraussetzungen und Rahmen-bedingungen braucht es? Darum soll es in diesem Workshop gehen. dreieck 01/2012
  20. 20. 20 | Geme i n d e e nt w i c k l u ng Wichtiger und verlässlicher Partner Die Gemeindeentwicklung Salzburg kann auch 2012 auf die großzügige Unterstützung von Raiffeisen Salzburg zählen. D ie für die Gemeindeentwicklung ressortzuständige Landesrätin Dr. Tina Widmann und Raiffeisen-Ge- neraldirektor Dr. Günther Reibersdorfer unterzeichneten kürzlich den Sponsor- vertrag 2012. Auf die langjährige Zusam- menarbeit könne man stolz sein, zogen Widmann und Reibersdorfer Bilanz. „Als verlässlicher Partner und Hauptsponsor hat Raiffeisen maßgeblich dazu beigetra- gen, dass in den Projektgemeinden des Landes vielfältige Ideen und Vorhaben verwirklicht werden konnten“, betonte Tina Widmann, die auf eine noch mög- lichst lange Zusammenarbeit hofft. Foto: LPB Sich rasch ändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen verlangen laufend Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt! Tina Widmann und Günther Reibersdorfer bei der nach neuen Zielsetzungen. Der Raiffei- Vertragsunterzeichnung. senverband Salzburg ist ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, in der Gemeindeentwicklung Zukunftsthemen Es ist oft nicht leicht, die zum Teil wider- Schwerpunkt: Aktives Altern der Salzburger Gemeinden aufzugreifen sprüchlichen Erwartungen an den Umfang 2012 widmet sich die Gemeindeentwick- und Schwerpunkte zu setzen. „Wir bau- der kommunalen Leistungen, an das Bür- lung Salzburg schwerpunktmäßig unter en als Salzburger Bank auf die Zukunfts- gerengagement und die Eigenverantwor- anderem dem „Europäischen Jahr des ak- sicherung in der Region. Dabei geht es tung zu vereinbaren. Aber genau das sind tiven Alterns und der Solidarität zwischen nicht nur um Wertschöpfung, sondern die Faktoren, die darüber entscheiden, wie den Generationen“. Dazu werden drei vor allem auch um den Erhalt der regio- zukunftsfähig eine Gemeinde aufgestellt Veranstaltungen und eine Exkursion an- nalen Identität. Das Engagement für die ist. Generationengerechte, nachhaltige geboten. „Aktives Altern ist der Schlüssel lokale Gemeinschaft bildet für die Raiff- und zukunftsorientierte Gemeindepolitik zur Wahrung der Solidarität zwischen den eisenbanken einen festen Bestandteil wird nur dann funktionieren, wenn Bürger Generationen in Gesellschaften mit immer ihrer Identität“, betonte Generaldirektor und Bürgerinnen Mitverantwortung über- mehr älteren Menschen“, zeigte sich Tina Dr. Günther Reibersdorfer anlässlich der nehmen. Tina Widmann: „Ich bin dankbar Widmann bei der Vertragsunterzeich- Vertragsunterzeichnung. „Unser Engage- für die vielen Menschen im Land Salzburg, nung überzeugt und verwies dabei auch ment ist nachhaltig angelegt und zielt da- die sich freiwillig engagieren oder ehren- im Besonderen auf die zahlreichen Aktivi- rauf ab, überall in Salzburg die wirtschaft- amtlich tätig sind. Ohne ihr Engagement, täten des Salzburger Bildungswerkes. „Ich liche Entwicklung und die Lebensqualität die gelebte Solidarität und die gegensei- bin sehr froh, dass sich die Gemeindeent- zu fördern.“ tige Unterstützung könnte unsere Gesell- wicklung Salzburg heuer dieses wichtigen schaft nicht existieren“. Themas annimmt“. (MiHa)01/2012 dreieck
  21. 21. G emei n deentw ick lu ng | 21Auf Barrieren verzichtenwww.gemeindeentwicklung.at: Die neue Homepage der Gemeindeentwicklung SalzburgA b sofort tritt die Gemeindeentwicklung Salzburg im neuen, Suchfunktion sowie die Berücksichtigung einer völligen Barriere- übersichtlichen und vor allem völlig barrierefreien Design freiheit. So können unter www.gemeindeentwicklung.at nun auch auf. Im Mittelpunkt des Relaunches standen neben der gra- Menschen mit besonderen Bedürfnissen ohne Einschränkungenphischen Anpassung vor allem die Optimierung der Navigation und surfen und Informationen zu Projekten oder Förderungen finden. Künftig finden die UserInnen neben Aktuellem und Angeboten unter dem Menüpunkt „Aktivitäten“ bereits bewährte, aber auch innovative Aktionen und Projekte, wie beispielsweise das Gene- rationendorf oder das Projekt „Altern in guter Gesellschaft“. Unter „Service“ werden auf einen Blick wichtige Tipps und hilfreiche Links sowie Antragsformulare für die soziale Gemeindeentwicklung, aber auch Ortsbild- und Raumentwicklung einer Gemeinde zur Verfü- gung gestellt. Barrierefreies Content-Management-System In Zusammenarbeit mit Mag. Markus Weisheitinger-Herrmann vom Institut für Medienbildung wurden die W3C-Richtlinien zur Barriere- freiheit berücksichtigt. Konkret bedeutet das, dass bei der Konzep- tion des Grundgerüsts der Seite auf Header, Navigations-, Hauptin- halts- und Zusatzspalte geachtet wurde. Der Text wird dynamischDie von IMB gestalterisch und von SIR und Salzburger Bildungswerk inhalt- über das System des jeweiligen Users/der jeweiligen Userin darge-lich konzipierte Seite setzt auf schnelle Navigation und Volltext-Suche. stellt und ist somit anpassungsfähig. (MP)| E uro p a u n d Po l i t i s c h e B ildung Sehenswert: Die Dokumentation Obersalzberg D Foto: Institut für Zeitgeschichte München- as Institut für Europa und das Obersalzberg dient damit der historischen Berlin/Foto: Max Köstler, Berchtesgaden Renner-Institut Salzburg luden vor Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. kurzem gemeinsam zu einer Exkur- sion auf den Obersalzberg. Der Obersalz- Wir bedanken uns bei Prof. Wolfgang berg, seit 1923 Hitlers Feriendomizil, wur- Wintersteller für die vielen Informationen, de nach 1933 zum zweiten Regierungssitz die er uns beim Besuch der Dokumenta- neben Berlin ausgebaut. tion vermittelte. Die Ausstellung ist auch für Einzelpersonen zugänglich und ausge- Die Dokumentation Obersalzberg ist ein und der Geschichte des Nationalsozialis- sprochen informativ. Von April bis Oktober vom Institut für Zeitgeschichte München- mus auseinanderzusetzen. Ergänzend zu ist sie täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr (letzter Berlin im Auftrag des Freistaats Bayern der Dauerausstellung geschieht dies mit Einlass 16.00 Uhr) geöffnet. (FT) konzipierter Lern- und Erinnerungsort. Sie Wechselausstellungen, Vorträgen und Ver- bietet am historischen Ort die Möglichkeit, anstaltungen sowie einem umfangreichen Weitere Informationen: sich mit der Geschichte des Obersalzbergs Bildungsangebot. Die Dokumentation www.obersalzberg.de dreieck 01/2012

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