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Verbraucher- und Klimaschutz /Wettbewerbspolitik• Richtlinie 2005/32/EG „zur Schaffung eines Rahmens für die  Festlegung v...
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Beispiel Kühl- und Gefriergeräte                   Kongress Stromeinsparung in2.12.2011                                   ...
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Seit 2006 verabschiedete     VerordnungenLos      Gerät                                                       Ökodesign   ...
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Was kann bislang beobachtetwerden?• Ergebnisse der Untersuchung eines produktbezogenen Top-  Runner-Modells auf EU-Ebene i...
Was kann bislang beobachtetwerden?• Mindeststandards oft überholt, da Prozess langsam und  verzögert    § 6 Jahre bei Heiz...
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Empfehlungen UBA-Top-Runner /mittelfristige Erweiterungen• Anspruchsvollere Mindeststandards; eher BAT als LCC;  Kostenneu...
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Ausblick• Nutzung Überarbeitung Richtlinie für Einführung eines  besseren Rahmens    §   Berücksichtigung weiterer Umweltp...
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Vortrag auf dem Kongress „Stromeinsparung in Haushalten“, Berlin 02.12.2011

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Weiterentwicklung der Ökodesign-Richtlinie

  1. 1. Weiterentwicklung derÖkodesign-Richtlinie Stéphanie Zangl Vortrag auf dem Kongress „Stromeinsparung in Haushalten“ Berlin 02.12.2011
  2. 2. Verbraucher- und Klimaschutz /Wettbewerbspolitik• Richtlinie 2005/32/EG „zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte“ § Bündelte Initiativen zu produktbezogenen Effizienzstandards § Ziel 1: Umwelt- und Klimaschutz in der EU § Ziel 2: kein Wettbewerbsvorteil durch günstige aber ineffiziente Produkte, die die Verbraucher in der Nutzung teuer zu stehen kommen. § Umsetzung durch Mindestanforderungen an Effizienz energiebetriebener Produkte, ggf. ergänzt durch Energieeffizienzkennzeichnung § Mindeststandards /Kennzeichnung ggf. auch für weitere Umweltaspekte (Wasserverbrauch / Lärm) falls relevant § Gültig für Hersteller und Importeure § 2009: Erweiterung auf energierelevante Produkte (2009/125/EG) Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 2 Haushalten
  3. 3. Markttransformation durchÖkodesign und Labelling Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 3 Haushalten
  4. 4. Beispiel Kühl- und Gefriergeräte Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 4 Haushalten
  5. 5. Vorstudien undStakeholderbeteiligung• Für jede Produktgruppe aus Arbeitsplan wird eine Vorstudie durchgeführt § Prüfung Relevanz entlang des Lebenszyklus und daraus abgeleiteter Maßnahmen § Prinzip der geringsten Lebenszykluskosten: der Mindeststandard soll die Summe aus Anschaffungskosten und Energiekosten über die Produktlebensdauer minimieren. § Geregelter Beteiligungsprozess mit Interessensgruppen und Mitgliedstaaten § Ergebnis: Durchführungsmaßnahme; alternativ: freiwillige Vereinbarung Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 5 Haushalten
  6. 6. Ablauf des Entscheidungsprozesses Vorstudie Konsultations- Regulierungs- Rat und Annahme durch forum (MS u. ausschuss (MS) Parlament die KOM und Stakeholder Veröffentlichung Arbeits- VO- dokument Entwurf Möglichkeit zur Stellungnahme2.12.2011 Kongress Stromeinsparung in Haushalten 6
  7. 7. Seit 2006 verabschiedete VerordnungenLos Gerät Ökodesign Label0 Einfache Set-Top-Boxen x5 Fernsehgeräte x x6 Standby x7 Batterieladegeräte x8,9 Tertiäre Beleuchtung x11 Elektromotoren, Ventilatoren, Umwälzpumpen x13 Kühl- und Gefriergeräte x x14 Waschmaschinen, Geschirrspüler x x19 Haushaltsbeleuchtung x (x)10 Klimageräten und Lüftungstechnik im Haushalt x x AC16 Haushalts-Wäschetrocknern x x 2.12.2011 Kongress Stromeinsparung in Haushalten 7
  8. 8. Noch auf der AgendaLos Gerät Los Gerät1 Heizkessel und Kombiboiler 23 Kochfelder und Grills2 Warmwasserbereiter 24 Gewerbl. Wasch- u. Spülmaschinen3 PCs und Monitore 25 Nicht-gewerbl. Kaffeemaschinen4 Bildgebende Geräte (SRI) 26 Vernetztes Standby12 Gewerbl. Kühlgeräte ENTR Bildg. Geräte Medizin (SRI)15 Festbrennstofffeuerungen ENTR 1 Sonst. Kühl- u. Gefriergeräte17 Staubsauger ENTR 2 Transformatoren18 Komplexe Settopboxen (SRI) ENTR 3 Bild- u. Tonverarbeitung19 Gerichtete Haushaltsbeleuchtung ENTR 4 Industrieöfen20 Lokale Raumheizungsprodukte ENTR 5 Werkzeugmaschinen (SRI)21 Zentralheizungen mit Warmluft ENTR 6 Industrielle Klimaanlagen22 Haushalts- und Gewerbeöfen Aktuelle Informationen immer auf: www.eup-network.de, www.ebpg.bam.de, http://www.eceee.org/Eco_design/products2.12.2011 Kongress Stromeinsparung in Haushalten 8
  9. 9. Was kann bislang beobachtetwerden?• Ergebnisse der Untersuchung eines produktbezogenen Top- Runner-Modells auf EU-Ebene im Auftrag des UBA § Ambitionsniveau der Mindeststandards durch ökonomisch- methodische Vorgaben ist begrenzt - Keine quantifizierten Vorgaben für mittelfristige Fortschreibung - Unklare Funktion indikativer Referenzwerte (Benchmarks) - Offene Fragen in Bezug auf Einbindung Selbstregulierungsinitiativen - Unzureichende Marktaufsicht § Daten bei Vorstudien nicht verfügbar bzw. zum Zeitpunkt des Gesetzgebungsprozesses nicht mehr aktuell § Einheitliche Regelung EU27: im Einzelfall Märkte schon weiter• Cool Products Studie zu Potenzialen und Ergebnissen der Ökodesign-Richtlinie § In den meisten Fällen werde nicht die niedrigsten Lebenszykluskosten (LCC) erreicht: erste Stufe meistens zwischen Standardfall und LCC-Fall Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 9 Haushalten
  10. 10. Was kann bislang beobachtetwerden?• Mindeststandards oft überholt, da Prozess langsam und verzögert § 6 Jahre bei Heizkesseln und Warmwasserbereitern• LCC könnte auch schon durch Massenproduktion der Best-Geräte erreicht werden• Geräte mit absoluten hohen Stromverbräuchen• Aspekte zu weiteren Umweltauswirkungen aus Vorstudien nicht immer einbezogenà Input für Revision der Richtlinie in 2012 Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 10 Haushalten
  11. 11. Empfehlungen für eineWeiterentwicklung – erste Schritte• Vorstudien § Datenlage durch Registrierungspflicht verbessern § Ausführlicher Produktcheck: 3 Monate Screening Task 1 § Analyse nationaler Unterschiede: Querschnittsthemen über unterschiedliche Produktgruppen § Rückkopplung mit der politischen Ebene• 200.000er Schwelle: Verkaufszahl § juristische Klärung Produktgruppe / Segmente § Verkaufszahl * Verbrauch / Gerät § Verkaufszahl * Einsparpotenzial / Gerät Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 11 Haushalten
  12. 12. Empfehlungen für eineWeiterentwicklung – erste Schritte• Politischer Prozess § Begrenzung des Lobby-Einflusses: Stärkung Zivilgesellschaft § Verknüpfung mit Industriepolitik: gezielte Umstellungshilfen - z.B. Hersteller-Prämie oder Impulsprogramme § Umgang mit nationalen Unterschieden - Klauseln für Inverkehrbringen ineffizienterer Geräte im Einzelfall - Alternativ: ambitioniertere nationale Standards• Weitere Umweltparameter § Identifikation zentraler Umweltaspekt + einzelne Hot Spots für ggf. zusätzliche Regelungen oder Input für bestehende Instrumente (z.B. RoHS) § Erweiterung auf nicht energierelevante Produkte Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 12 Haushalten
  13. 13. Empfehlungen für eineWeiterentwicklung – erste Schritte• Marktüberwachung § Gesamtkonzept notwendig mit zentralen und dezentralen Aufgaben § Bündelung mit weiteren Aktivitäten z.B. zu RoHS § Berichtspflicht nationale Behörden § Vereinfachung Gerätetests• Kriterien Selbstregulierungsinitiativen: Schärfung § Quantifizierte Ziele § Hohe Marktabdeckung (80%) § Effektives und unabhängiges Monitoring § Transparenz des Entwicklungsprozesses Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 13 Haushalten
  14. 14. Empfehlungen UBA-Top-Runner /mittelfristige Erweiterungen• Anspruchsvollere Mindeststandards; eher BAT als LCC; Kostenneutralität für Verbraucher § Kann noch verschärft werden unter Berücksichtigung, dass - Strompreise steigen - Gerätepreise sinken eher im Laufe der Zeit - Bei einzelnen Maßnahmen Entlastung für Haushalte (z.B. Lampen, Stand-by) – deshalb können andere Maßnahmen etwas höhere Kosten haben• Dynamisierung Standards mit offenen Stufen § Verschärfung durch Festlegung der Stufen an Innovationszielen § Auslobung von Hersteller-Wettbewerben• Benchmarks für Zieleffizienz § BAT + Innovationsziele (z.B. über BNYAT aus Vorstudien) Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 14 Haushalten
  15. 15. Empfehlungen UBA-Top-Runner /mittelfristige Erweiterungen• Abgestimmte Kopplung mit anderen Instrumenten § Meldeverfahren § Hersteller-Prämien § Weiße Zertifikate § Finanzielle Anreize durch Impulsprogramme § Beschaffung von Bestprodukten• Verbesserung Energieeffizienzkennzeichnung § Engere obere Klassen § Platz nach oben § Absoluter Energieverbrauch als Kriterium für Klasseneinteilung z.B. als Obergrenze - Bisher nur bei eco-label eingesetzt Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 15 Haushalten
  16. 16. Beispiel: Finanzielle Anreize fehlen Vorzeitiger Ersatz von Kühlgeräten (Ergebnisse aus 2006) Ø Zudem: Bounded rationality: „first cost bias“ - sofortiger Effekt über Bonus / Prämie2.12.2011 Kongress Stromeinsparung in Haushalten 16
  17. 17. Erkenntnisse aus UBA Top-Runnerund Kongress in politischen Prozesseinspeisen• Vorschlag zu Anmeldeverfahren wird in EU Gremien eingebracht• Konzeptpapier BMU / BMWi vom 30. November 2011 § Standard für alle Produkte: die besten am Markt befindlichen Technologien; diesen Wettbewerb zur Förderung des technischen Fortschritts nutzen. § Energieeffizienzstandards sollen stärker als bisher an den effizientesten Produkten einer Gruppe ausgerichtet werden. § Kennzeichnung des Energieverbrauchs zügig implementieren und auf weitere Produktgruppen auszuweiten. § Durchsetzung der genannten Punkte wäre bereits eine Weiterentwicklung Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 17 Haushalten
  18. 18. Ausblick• Nutzung Überarbeitung Richtlinie für Einführung eines besseren Rahmens § Berücksichtigung weiterer Umweltparameter § Schwelle Durchführungsmaßnahmen § Marktaufsicht § SRI Kriterien• Einzelne Möglichkeiten zur Optimierung sind politisch schwer durchsetzbar § z.B. Begrenzung hoher absoluter Stromverbrauch Kongress Stromeinsparung in2.12.2011 18 Haushalten
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