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Schleichende katastrophen giz  mk
 

Schleichende katastrophen giz mk

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Darstellung der kaum merkbaren Veränderungen durch den Klimawandel und die damit zusammenhängenden katastrophalen Wirkungen auf die Erde, den Menschen und die gesammte Lebewelt.

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    • Vortrags- und Gesprächsnachmittag „Wissenschaft trifft Entwicklungszusammenarbeit: Wasser und Katastrophen“ Vortrag zu Schleichende KatastrophenDr. Michael KlinglerGesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbHSektorvorhaben des BMZ zu Internationale Wasserpolitik und Infrastruktur 11.9.2012 Folie 1
    • Schleichende Katastrophen Definition Katastrophe (UNRISD 2009): • Unterbrechung der Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft bedroht die Existenzgrundlage der Menschen • Wirkung abhängig von der Fähigkeit zur Anpassung Schleichende Katastrophe: Kontinuierliches Untergraben der Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft ohne bewusstes Wahrnehmen Mensch als Verursacher Prozesse der Modernisierung, Klimawandel Industrialisierung, Urbanisierung, Globalisierung (Landnutzung) 1. Eingriff in das biologische, chemische und physikalische Gleichgewicht 2. Verringerung der Fähigkeit der Umwelt soziale, ökologische und ökonomische Funktionen zu erfüllen 3. Veränderung im globalen und lokalen Wasserkreislauf, insbesondere in der Quantität und Qualität des vorhandenen WassersDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 22 Folie
    • Wasser und schleichende Katastrophen • Anstieg der Meerestemperatur Ozeane und • Anstieg der CO2-Konzentration Flüsse • Anstieg der Meeresspiegel • Stark oszillierende Flusspegel • Erosion Böden • Versiegelung und Verdichtung • Saure Sulfatböden • Verlust von Permafrostböden • Zeitliche Entkoppelung von Arten Biodiver • Räumliche Entkopplung von Arten sität • Invasive Arten Gesund • Ernährungssicherheit heit • Wasserinduzierte Krankheiten • Vektorübertragene KrankheitenDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 33 Folie
    • Die Zukunft der Meere - zu warm, zu hoch, zu sauer Geschätzte Verringerung des pH-Werts zwischen 1700 und den 1990er-Jahren NASA Anstieg der Weltenwetter Wikimedia Commons Meerestemperatur Anstieg des Meeresspiegel Anstieg der CO2-• Anstieg des Oberflächen - • Anstieg zwischen 18 und Konzentrationwassers um 1°C in den 59 cm bis zum Jahr 2100 • Ozeane als Kohlenstoff-letzten 140 Jahren • Alternative Vorhersagen : speicher und CO2 –Senke• Anstieg in europäischen Anstieg von 75-190cm (+2Gt Kohlenstoff/Jahr)Gewässern höher als • Ursachen : • Gelöstes CO2 senkt denglobaler Durchschnitt und in • Thermische pH-Wert (Ausgangswert: 8,2)letzten 25 Jahren Ausdehnung durch • in letzten 200 Jahren:beschleunigter Anstieg 3 globale Erderwärmung Säure-grad um 30%• Ozeane absorbieren 80% • Abschmelzen der gestiegen (-0,11 Einheiten)der dem Klimasystem Eisschilde und • bis 2100 , Senkung um 17-zugeführten Wärme Gletscher 0,47 Einheiten Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 44 Folie
    • Folgen des Anstiegs der Kohlenstoffkonzentration Anhebung der Carbonate Compensation Depth (CCD) Verschiebung im Karbonsystem der Meere Verringerte Kalzifizierungsrate und höhere Löslichkeit von Kalziumkarbonat Veränderungen bei der Riffbildung (Kleypas & Yates 2009, S.115) Korallenriffe in Zustand der Auflösung Verlust der Funktionsfähigkeit des Ökosystems (Küstenschutz, Lebensraum, Touristische Attraktion) Verlust von Biodiversität und damit auch von Potential für die PharmaforschungDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 55 Folie
    • Klimawandel, Mensch und KorallenriffeWirtschaftlicher Beitrag von Klimawandel und KorallenbleicheKorallenriffen weltweit:Jährlicher Gesamtbeitrag: 29,8 Mrd. US$Davon: Diagrammtitel 9,6 Tourismus 9,0 10 In Mrd. US$ 8 natürliches 5,7 5,5 Bruno de Giusti, 2006 Risikomanagement 6 (Küstenschutz) Fischerei 4 2 Biodiversität 0Faktor Mensch (Landnutzung): • In den letzten 30 Jahren:• Meerwasserverschmutzung  Fläche der tropischen• Überfischung Korallenriffe um 30% reduziert• Tourismus • Prognose bis 2030:• Infrastrukturkonstruktionen und Schiffverkehr  Verlust von 60% der Korallenriffe• Handel mit Korallen und RiffbewohnernDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 66 Folie
    • Anstieg des Meeresspiegels und seine Folgen 1. Verminderter Küstenschutz  Korallenbleiche  Mangroven: Verdrängung landeinwärts  Erosionsprozesse  Veränderung von Tidenhub und maximaler Hochwasserhöhe in Kombination mit Extremwetterereignissen 2. Überflutung  Anstieg um 50 cm würde Anzahl an Überflutungen in Küstenregionen signifikant erhöhen  Flächen nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar, und im Extremfall nicht mehr bewohnbar 3. Versalzung  Eindringen von Salzwasser in Flüsse verringert Süßwasserqualität (Trinkwasser, Landwirtschaft)  Meerwasserintrusion in Grundwasser:  Verschiebung der natürlichen, unterirdischen Brackwasserzone ins Landesinnere (Konvektionsströmung) UNEP/GRIDDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 77 Folie
    • Anstieg des Meeresspiegels und die Rolle vonInfrastruktur und Landnutzung Risikoerhöhung Deiche Grund- und wasser- Dämme entnahme Problem Urbanisierung Wander Bebaute Brunnen- Flut- Risikokerngebiete bohrung- ebenen en  Urbane Siedlungsbrennpunkte in flachen Küsten- und Deltaregionen  Schwerpunkt LDCs  Migrationsbewegung in städtische Räume AbendblattDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 88 Folie
    • Sinkende Flusspegel – ein Hindernis für die Binnenschifffahrt gaidaphotos Missouri River Links: April 2007 Rechts: Juni 2011 Dave Tunge/Dakota Langfristige Dürreperioden Kurzfristige Dürreperioden Aerials • Dürrephase zwischen 2000 • Rheinpegel auf 1m gesunken: und 2009 Transport wird kosten- und • Saison teilweise um 48 tage zeitintensiver da Güter auf reduziert mehrere Schiffe verteilt • Kontinuierliche Abnahme der werden müssen Transportmenge: • Donau:  1977: 3,3 Mio Tonnen an der ungarisch-serbischen  2000: 1,3 Mio Tonnen Grenze laufen 80 Schiffe auf  2009: 269.000 Tonnen Grund • 2010 Zunahme der Transportmenge (330.000t) • Ausgetrocknete Nebenarme • Überflutungen 2011 behindern schneiden 7 Kleinstädte am Transportindustrie erneut Oberlauf vom Hauptfluss abDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 99 Folie
    • Böden – Zwischen Klimawandel und Menschlichen Eingriffen Uni WürzburgDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 10 Folie 10
    • Der Einfluss von Landnutzung auf dieBodenqualität Werner Rudhart / Greenpeace Rainer Sturm / Pixelio Boden: Zentrale für Unterrichtsmedien Produktivität - 46,1% Nicht länger Zentrum der Gesundheit landwirtschaftlich nutzbar: 15,1% im Internet e.V. UNEP 2007 • Erosionsprozesse und Auswirkungen auf die Wasserqualität • Verlust von Bodenfunktionen, -qualität und Fruchtbarkeit • Überschwemmungen und gesundheitliche Folgen • Auswirkungen auf das MikroklimaDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 11 Folie 11
    • Erosion (Wirkung auf den Wasserkreislauf) Verlust und Macht Böden geringere Veränderung der anfällig für Erosion Folgen: Versickerung Vegetationsdecke Beschleunigter Abfluss von Niederschlägen Verlust des fruchtbaren Oberbodens Queryzo Beeinträchtigung wichtiger BodenfunktionenAnne Burgess Geng Yunsheng Jack Dykinga Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 12 Folie 12
    • Erosion (Wirkung auf den Wasserkreislauf) Bodensedimente werden in Infrastruktur und Erosion Gewässer gespült: Staustufenbecken verlieren KapazitätenIrene deSeke • erhöhte Trübung • verringerter Sauerstoffgehalt • verringerte Wasserqualität Dünger und Pestizide USBR  verstärkte Bodenerosion flussabwärts Colourbox Deiche und Bebauung natürlicher Überschwemmungsgebiete: • mehr Erosion und erhöhte Risiken für Überschwemmung in nicht geschützten Gebieten Grund- Ober- • geringe Ablagerung von Sedimenten/Nährstoffen wasser flächen- Boden in ehemaligen Überschwemmungsgebieten wasser Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 13 Folie 13
    • Verdichtung und Versiegelung Urbanisierung: Versiegelung: Niederschlagswasser kann nicht mehr versickern Risiko für Überschwemmungen steigt Cholerarisiko steigt Folgen für das Mikroklima  Stark reduzierte Pflanzendecke verringert Evapotranspiration le monde diplomatique Verdichtung: starker Druck auf Böden presst Hohlräume zusammen Govt. Of Western Australia verringert Speicher- und Bodenwasser: Filterkapazität des weniger Produktivität Bodens des Bodens Versickerung: Durchdringung des Umgebungstemperatur steigterhöhter Abfluss von Bodens durch Pflanzen Verringerung der Niederschläge Niederschlägen und TiereDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 14 Folie 14
    • Saure Sulfatböden und Klimawandel- eine HerausforderungKüstenregionen: Veränderte hydrologische Bedingungen lassen Pyrit im Bodenoxidieren Kurzfristige Trockenlegen von Böden Sinkende Wasserpegel Überschwemmungen ermöglicht Oxidation durch Regulierung, spülen Säure und Übernutzung und Schwermetalle aus dem extreme Trockenheit Boden und senken damit ermöglicht Oxidation den pH-Wert im Wasser Infrastruktur, z.B. und erhöhen den Eintrag Bau von Deichen und an Schwermetallen Entwässerungskanälen• Verlust von Bodenproduktivität und landwirtschaftlicher Produktivität• Kosten für Rehabilitierung des Bodens• Erosion von Infrastruktur• Beeinträchtigung der Biodiversität (Fischsterben…), sowie AquakulturDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 15 Folie 15
    • Klimawandel und PermafrostBis 2050:• Vertiefung desAuftauhorizontes um 30-50%Bis 2080:• Permafrostfläche um 20-35%reduziert• 10-20% von Degenerationgeprägt• Verschiebung der südlichenGrenze um mehrere 100km inRichtung NordBis 2100:Im Extremfall Abnahme derPermafrostfläche auf 1 Mio. km2(im Vgl. heute 10,5 Mio km2)Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 16 Folie 16
    • Folgen der PermafrostschmelzeVerringerte BodenstabilitätEntstehung von Thermokarst (Hügellandschaft):-Landsenkungen und Steinschlag im Gebirge-Seenbildung und /oder Trockenfallen von Feuchtgebieten-Permafrostschmelze und Seenentwicklung verstärken sichgegenseitig United States Geological SurveyBodenwassermobilitätVerbindung von Oberflächenwasser und Grundwassersystemführt zu Austrocknen von Gewässern erhöhte Erosionsrate, und somit erhöhter Sedimenteintrag inGewässerFreisetzung von Methan und Kohlenstoffdioxid:-Permafrostschmelze verlängert Freisetzung gefrorenen Gases(CO2 Und CH4) in der Auftauphase und vertieft aktive Schichten:-Freisetzung durch Mikroorganismen übersteigt Kohlenstoff-einlagerung durch Vegetation Dentren Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 17 Folie 17
    • Biodiversität Erwärmung der Meerestemperatur Zeitliche Räumliche Entkoppelung von Entkoppelung von Arten Arten Veränderung von Migration nicht Match-Mismatch- heimischer Beziehungen in konkurrierender Nahrungsketten Arten NASA Folgen: Temperaturveränderung 2006-2010 zu Folgen: 1951-1980 Kollaps der Räuberpopulation Entstehen neuer Räuber-Beute- Kurzfristig: Langfristig:Beziehungen Erhöhung der Verdrängungs- Entstehen neuer Biodiversität prozesseKonkurrenzbeziehungen Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 18 Folie 18
    • Zeitliche Entkopplung von Arten NOAA MESA Project Gibon Tempe- frühere raturzu- Blüte früheres frühere Bakterien- … desnahme in von Phytoplanktons Phyto- wachstum Zersetzung... der planktonNordsee Mismatch zwischen Phytoplankton- Blüte und Zooplankton-Wachstum Zoo- plankton Weniger Zoo- Einbruch der Nahrung plankton Population A. Stuhr, IFM-GEOMARWombol Uwe Kils Uwe Kils Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 19 Folie 19
    • Räumliche Entkopplung von Arten NASA Kabeljau verschiebt sichFischgründe nordwärts vor der Stacher deutschen Kabeljau-Larven ernähren Küste sich hauptsächlich von verwaisen Calanus finmarchicus Uwe Kils Calanus finmarchicus wird verdrängt Richtung Norden Eva Leu, NPITemperatur-zunahme in Calanus helgolandicusder Nordsee aus wärmeren Gebieten wandert Richtung Norden Morgane GallinariDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 20 Folie 20
    • Krankheiten Veränderte Klimawandel Landnutzung Verändertes Mikroklima (erhöhte Temperatur, veränderte Niederschlagsmuster) und Umweltbedingungen Verschlechterte Zunahme von Vorteilhafte Wasser- und wasserinduzierten Bedingungen für Ernährungssicherheit Krankheiten (z.B. vektorübertragene Cholera, Typhus, Krankheiten (Dengue, Vibrio vulnificus Malaria, Chukungunya Infektion) Fieber)Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 21 Folie 21
    • Wasserinduzierte Krankheiten Biotechworld Rebecca Ndungu Inga Jurga Steigende Temperaturen und Erhöhte Niederschläge und Luftfeuchtigkeit Extremwetterereignisse •Beschleunigte Ausbreitung und Überflutungen unterbrechen Reproduktion von Bakterien insbesondere Wasserversorgung und – •Bei Trockenheit erhöhte Konzentration entsorgung von Krankheitserregern im Wasser Faktor Mensch: Faktor Mensch: • Verwendung von kontaminiertem Unzureichende Wasser- sowie Wasser mangels Alternativen schlechte Sanitärversorgung erhöhen • Hohe Konzentration von Menschen das Risiko an einer WasserstelleDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 22 Folie 22
    • Wasserinduzierte Krankheiten 1,7 Mio Todesfälle/ Jahr auf Grund schlechter Hygienebedingungen (WHO) Problem Klimawandel Verbreitung des Choleravirus in Abhängigkeit von natürlichen Faktoren: Steigende Verbreitung von Überschwem- El Nino (z.B. Peru, Wassertemperatur Zooplankton mungen und Chile) und starke (Blüte) Hochwasser NiederschlägeDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 23 Folie 23
    • Vibrio vulnificus Bakterien, die • Bei hohen Wassertemperaturen über natürlicherweise Anstieg 20°C, etwa auf Grund des der Klimawandels, erhöhte Konzentration in Brack- und Wasser- im Meerwasser Meerwasser tempera vorkommen -tur Kenneth Todar, PhD Offene Wunden oder Nahrungsaufnahme Ostsee-Zeitung-Blog regionale klimatische Perioden mit sehr warmen Wassertemperaturen Erhöhte Gefahr von Vibrio-Infektionen Seit 1993 jährlich im strandnahen Bereich Hsueh, et al., 2004 der OstseeDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 24 Folie 24
    • Vektorübertragene Krankheiten: Mensch und Klima Dengue:  Anstieg der durchschnittlichen jährlichen Neuansteckungen zwischen 1970–1979 und 2000–2005 um das 7,5fache Malaria: sinkende Verbreitung dank zielgerichteten Kontrollanstrengungen (2000-2009 Rückgang der Krankheitsfälle um 3,5% und der Todesfälle um 21%) bei einem Temperaturanstieg von 2°C sind 40-60 Mio. Menschen mehr betroffen Steigende Temperaturen, Landnutzung, Infrastruktur und Luftfeuchtigkeit und Niederschläge Globalisierung Verbesserte Brutbedingungen für Moskitos: •Verkürzter Fortpflanzungszyklus und beschleunigte Larvenentwicklung • Verlängertes zeitliches Auftreten •Vergrößertes Verbreitungsgebiet Faktor Mensch • Globalisierung: Einschleppung in noch nicht/nicht mehr betroffene Gebiete • Wasseraufbewahrungssysteme, Dämme, Bewässerungsanlagen bieten optimale Brutbedingungen •Offenes baumloses Gelände (Abholzung)Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 25 Folie 25
    • Vektorübertragene Krankheiten Malaria Dengue Regionale Verteilung von Malariafällen 2010 (WHO 2011) 1% Africa 0% 5% 13% Americas Eastern Mediterranean 81% South-East Asia Western Pacific WHO Geschätze Anzahl an Malariafällen 2000- 2010 (WHO 2011) 240 235 in Mio. Fälle 230 225 220 215 210 205Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 26 Folie 26
    • Tropenkrankheiten in Europa? Globale Verbreitung der asiatischen Tigermücke Verbreitung von Krankheitsüberträgern nach Europa Globalisierung von Verkehr, Wirtschaft und Transport Globaler Tourismus Klimawandel: höheren Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, Niederschläge Ursprüngliches Verbreitungsgebiet schaffen optimalen Lebensraum Neue Verbreitungsgebiete Gancho, 2008 Beispiel: Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) Seit den 90er Jahren auch in Europa, bisher in 12 europäischen Ländern  Hohe Anpassungsfähigkeit In Südeuropa, da an neue Klimazonen Krankheitsübertragung (v.a. Kältetoleranz und temperaturabhängig Überwinterung) (> 25°C, Optimum bei 30°C) James Gathany, CDC Überträger von Dengue und Chikungunya-FieberDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 27 Folie 27
    • Migrationsbewegung von Virenstämmen: •Transport und touristischer Verkehr •Mutationen sorgen für höhere Anpassung • wärmere Klimabedingungen in neue Regionen fördern Krankheitsausbruch Mögliches Habitat von A. albopictus (rot), basierend aufklimatischen Toleranzschwellen. Stand 2008. ECDC 2009Ravenna, Norditalien 2007:  247 Fällen  Erreger aus Indien eingeschleppt (Tourismus)  erstmals auch lokale Übertragung durch einheimische Mückenpopulation (asiatische Tigermücke) 2006 Réunion: 1/3 der 800.000 Einwohner betroffen Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 28 Folie 28
    • So what? 1. CO2-Ansatz Permafrost und Korallenriffe erhalten Minderung der Treibhausgase, um Klimaerwärmung zu reduzieren Transport Ernährung Energie • Zug Fleischkonsum Stromanbieter •Fahrrad reduzieren wechseln: •zu Fuß erneuerbare • ÖPNV organischen Müll Energieträger vermeiden Heidas Rainer Zenz FranzfotoDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 29 Folie 29
    • So what? 2. Krankheitsvorbeugung Infektionswege unterbrechen Mückenstiche Keime Offene Hygiene im Haushalt verbessernMoskitonetzte auch Wasserflächen in Deutschland beseitigen oder Küchenlappen verwenden Hände waschen abdecken wechseln poetsche.de Lars Klintwall Malmqvist schneider.de Sanja GjeneroDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 30 Folie 30
    • So what? 3. H2O-Ansatz Wassermanagement Abflussgeschwindigkeit verringern Rückhaltekapazität erhöhen Weniger Mehr Erosion Verfügbarkeit •Polder bewirtschaften •Dach begrünen •Entsiegelung am Grundstück •Retentionsflächen schaffen Hagen Graebner CO2-Senken CO2-Senken Badische Zeitung David ShankboneDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 31 Folie 31
    • Wasser- Energie-Nahrungssicherheit (Nexus)im Alltag Energie Wasser Ernährung Verknüpfungen herstellen, auch im Alltag • Energie aus Wasserkraft nutzen (Wasser und Energie) • Fleischkonsum reduzieren (Ernährung, Wasser und Energie) • Auf Hygiene im Haushalt achten (Wasser, Ernährung und Gesundheit) • Entsiegelung von Flächen (Wasser und Ernährung) http://www.water-energy-food.org/en/home.html Dr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 32 Folie 32
    • Vielen Dank Mögliche Fragen können wir nun diskutieren! Kontakt Michael.klingler@giz.deDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 33 Folie 33
    • Die wichtigsten Treibhausgase Entwicklung 1978 bis 2010Kohlenstoff- Distickstoff- dioxid oxid Methan Fluorchlorkohlen- wasserstoffe (FCKW) NOAA absorbieren emittieren Wärmestrahlung ohne natürlichenInfrarotstrahlung von der zur Erde (atmosphärische Treibhauseffekt  kein Erde Gegenstrahlung) Leben auf der ErdeDr. Michael Klingler 11.9.2012 Folie 34 Folie 34
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