Musikclips im Musikunterricht UdK 2014

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Die Eigenproduktion von Musikvideos bietet einen zeitgemäßen Rahmen sich intensiv mit Musik, Medienproduktion und Alltagskulturen auseinanderzusetzen. Die Herausforderung liegt darin, zu Ereignissen eine dramaturgisch schlüssige, musikalisch-visuelle Synthese zu kreieren. Dabei bieten Musikvideos in Eigenproduktion eine individuelle Perspektive auf den Gegenstand Musik sowie der kreativen Arbeit mit audiovisuellen Medien. Besonders der Produktionsprozess zeichnet sich durch selbstgesteuertes Lernen aus und hat das Potenzial, durch Einbindung aktiver, eigenständiger Lern- und Arbeitsprozesse der Schüler/-innen Selbständigkeit, Selbstverantwortung, Kooperationsfähigkeit und Teamfähigkeit zu fördern.

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Musikclips im Musikunterricht UdK 2014

  1. 1. 1 Proseminar Musikclips im Musikunterricht Musiklernen mit Digitalen Medien im Wintersemester 2014 Seminarbeschreibung Musik wird heute nicht nur über spezialisierte Anbieter wie Spotify und Soundcloud, sondern besonders auch in Gestalt von Musikclips auf Social-Video Portalen wie YouTube, Vevo oder TapeTV konsumiert. Musikclips sind Kurzfilme, die ein Musikstück filmisch umsetzen. In den späten 70ern wurden sie als Maßnahme von Plattenfirmen zur Verkaufsförderung etabliert, Mitte der 80er begründeten und definierten sie das amerikanische Musikfernsehen (MTV) und haben sich zu einer eigenen Kunstform entwickelt. Die Eigenproduktion von Musikvideos bietet einen zeitgemäßen Rahmen sich intensiv mit Musik, Medienproduktion und Alltagskulturen auseinanderzusetzen. Die Herausforderung liegt darin, zu Ereignissen eine dramaturgisch schlüssige, musikalisch-visuelle Synthese zu kreieren. Dabei bieten Musikvideos in Eigenproduktion eine individuelle Perspektive auf den Gegenstand Musik sowie der kreativen Arbeit mit audiovisuellen Medien. Besonders der Produktionsprozess zeichnet sich durch selbstgesteuertes Lernen aus und hat das Potenzial, durch Einbindung aktiver, eigenständiger Lern- und Arbeitsprozesse der Schüler/-innen Selbständigkeit, Selbstverantwortung, Kooperationsfähigkeit und Teamfähigkeit zu fördern. Die drei Bereiche – Musikclips in Eigenproduktion, Musikclips als Unterrichtsgegenstand, sowie Musikclips unter dem Aspekt der Rezeptionsforschung bei Kindern und Jugendlichen – sind Gegenstand dieses Proseminars. Zunächst soll ein Video von den Teilnehmenden selbst produziert, und dabei der Produktionsprozess sowie einzelne Gestaltungsprinzipien am Beispiel kennen gelernt werden. In Analysen soll das Verhältnis von Bild und Ton, das sich in Musikvideos auf eigene Weise manifestiert, ebenso im Zentrum stehen wie popkulturelle Inszenierungsformen, die diese audiovisuelle Form maßgeblich bestimmen. Schließlich werden in Gruppen Unterrichtsideen konzipiert und in Kooperation mit einer Berliner Schule erprobt. Ziel ist die Entwicklung von Lernarrangements die geeignet sind, Kommunikations-, Gestaltungs- und Wahrnehmungsräume bei Musiklernenden zu öffnen. Für angehende Musiklehrer, Gesangs- und Instrumentalpädagogen bietet die praktische Beschäftigung mit der musikalischen Ausdrucksform Musikvideo einen authentischen Zugang um jugendliche Pop- und Rockmusikrezeption kennenzulernen. Bitte beachten Sie, dass das Seminar von Oktober bis Dezember montags von 10:15 bis 11:45 Uhr zunächst regulär wöchentlich, die zweite Hälfte des Seminars aber in Form einer Blockveranstaltung am 17.01. und 31.01.2015 stattfinden wird. Seminarleiter Matthias Krebs Hinweis Das Seminar wird als prüfungsrelevant für Lehramt BA2/M6 empfohlen und ist auch relevant für Studierende der Künstlerisch-Pädagogischen Ausbildung (KPA).
  2. 2. 2 Proseminar Musikclips im Musikunterricht Musiklernen mit Digitalen Medien im Wintersemester 2014 Termine Bitte beachten Sie, dass das Seminar von Oktober bis Dezember montags von 10:15 bis 11:45 Uhr zunächst regulär wöchentlich, die zweite Hälfte des Seminars aber in Form einer Blockveranstaltung am 17.01. und 31.01.2015 stattfinden wird. Ort Lie 504 Kursinhalte Gestaltung musikalischer Aneignungsprozesse; Mediennutzung und Medienaneignung. Im Seminar werden Unterrichtsmodule erarbeitet und direkt einem Unterrichtsprojekt erprobt. Literatur * Cronenberg, Bernhard (2001): Digitale Medien als Katalysatoren für eigenständige musikalisch- gestalterische Arbeit. In: Musikunterricht Heute Bd. 4, Lugert, Oldershausen, S. 146-151. * Altrogge, Michael (2001): Tönende Bilder. Interdisziplinäre Studie zu Musik und Bildern in Video- clips und ihrer Bedeutung für Jugendliche. Vistas, Berlin. * Niesyto, Horst (2003): VideoCulture. Video und interkulturelle Kommunikation. kopaed, München. Zielgruppe BA2, Modul 6 BA1, Modul 9 Musiklehrer, Musikpädagogen (PA, nicht als HS anrechenbar) offen für MA1 und MA2 (Vermittlung 1) Kontakt Wenn Sie Fragen oder Wünsche zum Seminarangebot haben, melden Sie sich gern unter: matthias.krebs@udk-berlin.de oder 0177 737 3939 Vita Matthias Krebs ist Diplom-Musik- und Medienpädagoge, Musiklehrer (Musik/Physik, 1. SE Studienrat) und hat als Tenor das Studium zum Opernsänger abgeschlossen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am UdK Berlin Career Collage und Kursleiter im Weiterbildungsprojekt „DigiMediaL_musik“ sowie Lehrbeauftragter im Fach Musikpädagogik an mehreren deutschen Musikhochschulen. Seit Anfang 2014 leitet die Forschungsstelle „Appmusik – Formen musikalischer Praxis mit Apps“ (www.forschungsstelle.appmusik.de) und führt darüber hinaus im Projekt „app2music“ regelmäßig Appmusik-AGs an Berliner Schulen durch (www.app2music.de). Seine Forschungsschwerpunkte betreffen: Digitale Medien in Lehre und Forschung, Kommunikation im Social Web, Medienproduktion, Netzkunst und Musiker-Selbstvermarktung. Matthias Krebs ist Gründer und Leiter des „DigiEnsemble Berlin“ (www.digiensemble.de) und beschäftigt sich im Rahmen seiner Promotion mit musikpädagogischen Perspektiven digitaler Musiktechnologien. Seine Webseite: www.matthiaskrebs.de

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