Mediale Lebenswelten von Jugendlichen
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Mediale Lebenswelten von Jugendlichen

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Musik im Web 2.0 und mit mobilen Endgeräten ...

Musik im Web 2.0 und mit mobilen Endgeräten
Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen, Symposium, Jugend – Musik – Schule

Neben persönlichen Kontakten in körperlich erfahrbaren Räumen, Erlebnissen und Aktivitäten vor Ort tritt die virtuelle Welt mit einigen neuartigen und auch vielen „alten“ Möglichkeiten. Das Internet erweitert den Erfahrungshorizont und beeinflusst auch unser Tun in der realen Welt.
Noch wissen wir wenig darüber wie sich Jugendliche mittels der Angebote im Web 2.0 medialer Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten bedienen.

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Mediale Lebenswelten von Jugendlichen Mediale Lebenswelten von Jugendlichen Presentation Transcript

  • Mediale Lebenswelten von JugendlichenMusik im Web 2.0 und mit mobilen Endgeräten Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen Symposium Jugend – Musik – Schule Aktiv Musizieren in Schule und Musikschule 28. – 30. Januar 2011Matthias Krebs29.01.2011
  • Creative-Commons-Lizenz für diese Vortragsfolien Was sind Creative-Commons-Lizenzen? http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 2www.matthiaskrebs.net
  • Intro• Neben persönlichen Kontakten in körperlich erfahrbaren Räumen, Erlebnissen und Aktivitäten vor Ort tritt die virtuelle Welt mit einigen neuartigen und auch vielen „alten“ Möglichkeiten. Das Internet erweitert den Erfahrungshorizont und beeinflusst auch unser Tun in der realen Welt.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 3www.matthiaskrebs.net View slide
  • Intro – Aus welcher Perspektive sehen die Jugendlichen die Medienwelt? Q: http://www.youtube.com/watch?v=uJTdcDJuw7M | http://www.youtube.com/watch?v=QujE-Ux8jR4 http://www.youtube.com/watch?v=jTsOeo6Qa3Y | http://www.youtube.com/watch?v=hibUv31Wf7M http://www.youtube.com/watch?v=C9m3uyd9Y1E | http://www.youtube.com/watch?v=pITDhr62kTgMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 4www.matthiaskrebs.net View slide
  • Intro – virtuelle Straßenecken – Schauplätze einer Alternativkultur• Im Hinblick auf die Entwicklung jugendkultureller Praktiken gilt es zu untersuchen, inwieweit die Nutzung des Internets (Web 2.0-Plattformen) im Sinne „virtueller Straßenecken“ als Schauplätze einer Alternativkultur betrachtet werden können.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 5www.matthiaskrebs.net
  • Selbstverständlichkeit – Unterwegs im Netz• Das Web 2.0 erweitert den Erfahrungshorizont und beeinflusst auch das Handeln in der realen Welt. Auf kollektiven Internet-Plattformen werden Gestaltungsspielräume erprobt und als Inspirationsquelle für ästhetisch- gestalterische Experimente genutzt.• Das Web 2.0 ist für Jugendliche insbesondere Raum der Selbstdarstellung, Partizipation, Vernetzung und Beziehungspflege.• Dieser scheinbar unbegrenzter Raum garantiert Sichtbarkeit und bietet als Ort mehrgleisiger Interaktion nicht zuletzt auch das Potenzial zum Provokationsraum.Literatur (aus dem Bereich der Soziologie und der Kunstpädagogik):Richard, Grünwald, Recht, Metz (Hg.): „Flickernde Jugend – Rauschende Bilder“, Netzkulturen im Web 2.0, CampusVerlag, 2010Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 6www.matthiaskrebs.net
  • Musiklernen im Web 2.0Noch wissen wir wenig darüber wiesich Jugendliche mittels der Angeboteim Web 2.0 medialer Ausdrucks- undGestaltungsmöglichkeiten bedienen. Während Medienpädagogen nur wenig an der Musik selbst interessiert zu sein scheinen, fühlen sich Musikpädagogen von der technischen Komplexität über- fordert oder stellen den musikalischen Wert der Ergebnisse in Frage.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 7www.matthiaskrebs.net
  • Zur Bedeutung von Musik im Internet• Insbesondere das „Social Web“ (Online Communities und Web 2.0- Plattformen) hat einen hohen Stellenwert im Medienrepertoire jugendlicher Lebenswelten.• Erfahrungen im Zusammenhang mit Musik waren stets ein sehr entscheidender Bestandteil der Netzkultur. Dies zeigt z. B. die Anziehungskraft der ersten große Online-Community MySpace.com. Bis 2009 orientierte sich diese ganz deutlich an einer musikbezogenen Nutzung. Heute haben sich die Möglichkeiten Musik zu gestalten durch viele neuartige Möglichkeiten stark erweitert.• Neue mediale Strukturen erfordern eine Neuentwicklung von Forschungsmethoden für die neuartigen jugendlichen Netzkulturen.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 8www.matthiaskrebs.net
  • ► In Anknüpfung an (bisherige) Beiträge/Gespräche in Trossingen 2011• Ziel: Aktivierung des Musikunterrichts (Koop)• Musik kann im Gestalten subjektiv bedeutsam werden (Busch)• Ziel: Gemeinsames Musizieren!• Musikprojekte in der Schule – auch in den Nachmittag hinein• Kein Ersatz für Musikunterricht• Unsicherheit ist nahe am Missverständnis, Präsenz schafft vertrauenMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 9www.matthiaskrebs.net
  • ► Um Missverständnissen etwas vorzubeugen…• Das Internet ist kein (reines) Jugendmedium.• Das Internet ist Leitmedium der Jugendlichen (siehe folgende Folien).• Wer das Internet ausschließt/ignoriert, schließt Jugendliche aus.• Musikunterricht kann keine „Gegenwelt“ darstellen, da Musik immer nur im Kontext von Gesellschaft und Kultur seine Berechtigung erfährt.• Kein Aktionismus: Wo das Internet noch keine Rolle spielt, muss es auch nicht künstlich installiert werden.• Im Zentrum steht der gemeinsame Umgang mit Musik – das Musizieren.• Dieser Beitrag soll auf Grundlage empirischer Befunde sowie erster Erfahrungen im Umgang mit den neuen Musiktechnologien auch dazu beitragen, dass Vorurteile gegenüber den neuartigen Kommunikationstechnologien sowie über die gegenwärtige Mediennutzung der Jugend überdacht und revidiert werden.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 10www.matthiaskrebs.net
  • Agenda1. Mediennutzung in der Freizeit • Welche Nutzung spielt im Alltag der Jugendlichen eine Rolle?2. Internetnutzung • Welche der zahlreichen Angebote und Dienste des Internets werden genutzt und entsprechen den Bedürfnissen der Jugendlichen?3. Musikmachen im Web 2.0 (Vertiefung im Workshop) • Welchen Prinzipien prägen die Nutzung des Web 2.0? Welche musikbezogenen Praktiken finden im Internet statt?• Musikmachen auf mobilen Endgeräten (Vertiefung im Workshop) • Gemeinsame Musizieren auf dem Hosentaschen-Instrument.• DiskussionMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 11www.matthiaskrebs.net
  • MEDIENNUTZUNGMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 12www.matthiaskrebs.net
  • ►JIM-Studie – Gerätebesitz JugendlicherGeräte-Ausstattung im Haushalt 2010: • Vollausstattung (Handy, Computer/Laptop, Fernseher, Internet, DigiCam, MP3)Geräte-Ausstattung Jugendlicher: • 79 Prozent haben einen eigenen Computer bzw. Laptop zur Verfügung. • Einen Fernseher haben gut die Hälfte der Jugendlichen (58 %). • Jeder Zweite hat einen eigenen Internetzugang (52 %).Differenzen: • Mädchen: DigiCam • Jungen: Spielkonsolen, Smartphones • Jüngere auch schon sehr gut ausgestattet - Vollausstattung bei Mobiltelefonen • Geringerer Bildungshintergrund: Pay-TV, DVD, Spielkonsolen • formal höherer Bildung: Computer, Internet, DigiCamMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 13www.matthiaskrebs.net
  • ► JIM-Studie 2010• Hg.: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest• Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen • Gerätebesitz, Freizeitaktivitäten, Alltagsbedeutung von Medien, Radio, TV, Bücher, Zeitschriften, Computer, Konsolen, Handynutzung• Methode • Telefonische Befragung • Grundgesamtheit umfasst knapp 7 Millionen Jugendliche in Telefon-Haushalten • Repräsentative Stichprobe von 1208 - Langzeitstudie (13. Ausgabe) - Fokus: Communities, Jugendlichen, Zeitraum Mai - Juli 2010 Datensparsamkeit, • Hauptschule/Ausbildung, Realschule, Gymnasium Wahrnehmung von Gefahrenquellen im Internet, Glaubwürdigkeit von Quellen• Download-Link: http://www.mpfs.de/?id=181Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 14www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Freizeitaktivitäten (non-medial) über die Jahre relativ stabil Häufigkeit täglich/mehrmals pro WocheMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 15www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Freizeitaktivitäten (medial) mit markanten Unterschieden w/m Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche• Aus Sicht der Jugendlichen sind die wichtigsten Medienaktivitäten Musik hören (MP3 & CD) und die Nutzung des Internets.• Jugendliche lesen weiter regelmäßig Bücher oder Tageszeitung bzw. deren Onlineangebote.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 16www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Nutzungsentwicklung von Medien• Während non-mediale Freizeitaktivitäten stabil relativ sind, spielt bei den Jugendlichen das Konvergieren der Medien eine große Rolle.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 17www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Medienwichtigkeit im Kontext ist mir am wichtigsten ist mir am wichtigsten ist mir am wichtigsten• Bedürfnisse auch von der sozialen Situation abhängig. So ist beim Zusammensein mit Freunden vor allem das Handy und der MP3-Player/CDs von Bedeutung. Das Internet spielt dann keine Rolle.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 18www.matthiaskrebs.net
  • Mediennutzung Jugendlicher im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ►• Große Unterschiede in der Mediennutzung• Der zunehmende Videoabruf (Youtube) führt bei den meisten Nutzern zu der Erwartung, dass die Medien zum zeit- und ortssouveränen Abruf im Netz bereitgestellt werden.• Diese Erwartungen offenbaren sich besonders deutlich bei der jüngeren Mediengeneration. Q: ARD/ZDF-Onlinestudie 2010Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 19www.matthiaskrebs.net
  • ► Mediennutzung anderer Altersgruppen Basis: 1006 Befragte (14-49 Jahre) Q: SevenOne Media• Bei der allgemeinen Mediennutzung ist ein deutlicher Schwerpunkt beim Fernsehen.• Insbesondere das Radio scheint seine Rolle als Informationsmedium an das Internet abzutreten.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 20www.matthiaskrebs.net
  • INTERNETNUTZUNGMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 21www.matthiaskrebs.net
  • Wie wird das Internet in diesem Moment genutzt? Q: http://www.personalizemedia.com/garys-social-media-count/Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 22www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Nutzungsdauer• Über 90% der Jugendlichen nutzen das Internet täglich (2003 – 66%).• Jungen schätzen ihre Nutzung mit 144 Minuten etwas höher ein als Mädchen (131 Minuten). (TV etwa 120 Minuten)• Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen steigt die Online-Nutzung von 91 Minuten (12-13 Jahre) auf 172 Minuten (18-19 Jahre) täglich an.• Die Nutzungsdauer wird aufgrund 138 der hohen Bedeutung des Mediums 117 überschätzt. (vgl. Studie SevenOne Media) 99 2006 2008 2010Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 23www.matthiaskrebs.net
  • ► JIM-Studie – Nutzungsfrequenz und Nutzungsorte• In der subjektiv empfundenen Wichtigkeit der verschiedenen Medien liegt das Internet ganz vorne: Für 86% der Jugendlichen ist es sehr wichtig bzw. wichtig, das Internet zu nutzen (unabhängig vom Nutzungsweg) – nur Musik hören (91 %) nimmt einen höheren Stellenwert ein.• Der regelmäßige Zugang zur Online-Welt (täglich/mehrmals pro Woche) erfolgt beim Großteil der Jugendlichen vom eigenen Zimmer (71 %) bzw. generell von zu Hause aus (39 %). Weitaus weniger ritualisiert ist die Internet-Nutzung bei Freunden (11 %) oder in der Schule bzw. am Arbeitsplatz (13 %).• Mobiles Internet oder Netzzugang über Spielkonsolen nehmen zu, sind aber vergleichsweise bedeutungslos.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 24www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Inhaltliche Verteilung der Internetnutzung Q: JIM-Studie 2010 Häufigkeit der Nutzung in ProzentUnterhaltung: Computer und Internet fungieren als Musik-/Videoabspielstätte ►Informationssuche: Printmedienportale und Suchmaschinen ►Spiele: Soll hier nicht weiter betrachtet werden.Kommunikation: Trend vom Instant Messenging zu Online Communities ►Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 25www.matthiaskrebs.net
  • ► allgemeine InternetnutzungMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 26www.matthiaskrebs.net
  • ► JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Unterhaltung Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche• Computer (68 %) bzw. Internet (60 %) ist MusikabspielstätteMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 27www.matthiaskrebs.net
  • ► Das Internet als Informationsmedium• Glaubhafteste Quellen im Internet sind für Jugendliche an erster Stelle die Internetseiten von Zeitungen und Zeitschriften.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 28www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Kommunikation Häufigkeit der Nutzung in Prozent Q: JIM-Studie 2010• Mädchen haben das „Ritual“ stärker verinnerlicht als Jungen. ►• Privacy Awareness: 2010 nutzen zwei Drittel Privatsphäreneinstellungen.• Insgesamt lässt sich feststellen, dass das Internet eben auch hinsichtlich der negativen Erfahrungen im Alltag der Jugendlichen angekommen ist. ►Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 29www.matthiaskrebs.net
  • ► Cybermobbing= Beleidigen, Bedrohen oder Verunglimpfen Anderer mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel• Dass jemand schon einmal peinliche oder beleidigende Bilder oder Videos des Befragten im Internet verbreitet hat, bestätigen Mädchen (17 %) nur etwas häufiger als Jungen (13 %).• Jeder vierte Internet-Nutzer berichtet, dass es bei Personen aus dem Freundeskreis schon Ärger gegeben hat, sei es weil es zu Beleidigungen im Internet kam, weil Bildmaterial entweder unerlaubt eingestellt wurde oder die Betroffenen unvorteilhaft auf dem Bildmaterial dargestellt waren. Auch Lügen, Verunglimpfung, Fake-Accounts unter falschem Namen…Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 30www.matthiaskrebs.net
  • ► JIM-Studie – Gibt es jemanden in Deinem Bekanntenkreis, der im Internet fertig gemacht wurde? Häufigkeit der Nutzung in Prozent Q: JIM-Studie 2010• Ernst zu nehmen sind die Angaben darüber, dass das Internet innerhalb der peer group dazu eingesetzt wird, um gezielt jemanden fertig zu machen.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 31www.matthiaskrebs.net
  • ► Formen der persönlichen Interaktion Social Network Face2Face Q: http://www.universalmedia.nl/fil es/Wave_5- The_Socialisation_Of_Brands- 2008 2009 2010 Report.pdf• Kommunikation steigt• Auch die persönlichen Treffen werden positiv beeinflusst.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 32www.matthiaskrebs.net
  • ► Selbstdarstellung „Eine Studie an der Mainzer Universität hat ergeben, dass Profile auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ weniger inszeniert sind, als vielfach angenommen. Tatsächlich hat die Psychologin Juliane Stopfer herausgefunden, dass die Selbstbeschreibungen ziemlich genau den Persönlichkeitsprofilen der Nutzer entsprechen.“ "Die Urteile sind nicht durch die Selbstidealisierungstendenzen der Profilbesitzer verzerrt." Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Soziale-Netzwerke-luegen-nicht-1044873.html 26.07.10 Weitere Literatur: Richard, Grünwald, Recht, Metz (Hg.): „Flickernde Jugend – Rauschende Bilder“, Netzkulturen im Web 2.0, Campus Verlag, 2010Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 33www.matthiaskrebs.net
  • ► Facebook „Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden“ (Ilse Aigner, 05.04.2010). http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/Facebook-Datenschutz-Aigner.html Die Lawine donnerte ins Tal. Da stellte sich die kleine Ilse mutig in den Weg und sagte: „Ich finde Schnee blöd“ (Prof. Peter Kruse)► www.seheichmichgezwungen.deMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 34www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Internetnutzung: Schwerpunkt Schule/Freizeit Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche• Während ein Drittel regelmäßig nach Informationen für die Schule bzw. Ausbildung sucht, zählt der Umgang mit Computer und Internet in der Schule nur für halb so viele zum Alltag.• Noch weniger verbreitet ist die Erstellung von Referaten und Präsentationen.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 35www.matthiaskrebs.net
  • Wo informieren sich Jugendliche zu bestimmten Themen?• Das Internet stellt gleich für 7 von 13 Themengebieten das Leitmedium dar. Es hat also alle anderen Medien als Informationsquelle überflügelt. Q: http://www.jugendmarketing.de/2009/11/jugendstudie-mediennutzung-stark-themenabhangig/Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 36www.matthiaskrebs.net
  • Kurze Zusammenfassung1. Die häufigste Tätigkeit „Mit Freunden treffen“ (2005-2010) hat sich kaum verändert. (siehe auch: Bitkom, Studie Jugend 2.0, Jan. 2011)2. Allen kulturpessimistischen Befürchtungen zum Trotz, hat Lesen keinen Bedeutungsverlust hinnehmen müssen.3. Musikhören (91 %) ist die wichtigste Medienbeschäftigung (Internet (86 %) und Handy (80 %)).4. „Computer und Internet sind Realität und Alltag“ (JIM 2010). • Medienkonvergenz: Die Erwartungen an die multimediale Vernetzung der Inhalte in den klassischen Medien steigen (Stichwort: zeitunabhängige Verfügbarkeit). Q: JIM-Studie 2010Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 37www.matthiaskrebs.net
  • Kurze Zusammenfassung1. Fast 98% der 12-19-Jährigen haben Tägliche Mediennutzung in Deutschland Zugang zum Internet. 250 244 Min./Tag insgesamt2. Seit 2008 besitzen Jugendliche erstmals 200 14-19jährige eher Computer als Fernseher. 1503. Sie sind 110 Minuten pro Tag online – 107 110 Min./Tag dagegen 107 Minuten vor dem 100 Min./Tag 77 Min./Tag Fernseher. 504. Internet ist das Medium, auf das die meisten Jugendlichen am wenigsten 0 verzichten könnten. Fernsehen Internet5. Für den Großteil gehören Online- Communities selbstverständlich zum Alltag. Q: ARD/ZDF-Onlinestudie, 2010; JIM-Studie 2010Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 38www.matthiaskrebs.net
  • ► Das Internet hat sich zum selbstverständlichen Alltagsmedium entwickelt.Man sagt nicht mehr „Ich bin im Internet.“ http://www.youtube.com/watch?v=4X11JCrq1V0Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 39www.matthiaskrebs.net
  • WEB 2.0 3/2007Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 40www.matthiaskrebs.net
  • Grundlegende Prinzipien des InternetsEs werden in erster Linie auf technisch-formaler Ebene drei Eigenschaften bedeutsam:1. die kommunikative Verbindung räumlich getrennter Menschen,2. der Zugriff auf große Datenmengen sowie3. die Multimedialität.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 41www.matthiaskrebs.net
  • Grundlegende Prinzipien des Web 2.0 Verschlagwortung Verbreitung Verarbeitung (Indexierung) (Sharing) (Processing)Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 42www.matthiaskrebs.net
  • ► Verarbeitung - Was macht das Web 2.0 aus den Daten? www.inbflat.net http://trendpiraten.tv/2009/03/geniale-mashup-musik-aus-youtube-videosz.B. Mashup(engl. für Vermanschung, „vermischen“)• bedeutet auch Remix• Erstellung neuer Webinhalte durch (Re-)Kombination bestehender Webinhalte und – angebote aus verschiedenen Quellen• Inhalte der Mashup-Website werden über Programmierschnittstellen (API), per Web- Feed (z.B. RSS) oder JavaScript eingebundenMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 43www.matthiaskrebs.net
  • Web 2.0 = Social Web = Social Media?• Der Begriff Web 2.0 wind in umfassenderem Zusammenhang gebraucht. Hier können technische, ökonomische und rechtliche sowie soziale Aspekte mit einbezogen werden.• Das Social Web umfasst also webbasierte Anwendungen, die für Menschen den Informationsaustausch, den Beziehungsaufbau und die Kommunikation in sozialen Kontexten unterstützen (vgl. Hippner 2006).• Unter dem Schlagwort Social Media ist ein Schlagwort werden soziale Plattformen verstanden werden, die zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Erfahrungen und nutzergenerierten Inhalten dienen.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 44www.matthiaskrebs.net
  • Neben persönlichen Kontakten in körperlich erfahrbaren Räumen,Erlebnissen und Aktivitäten vor Ort… …tritt die virtuelle Welt mit einigen neuartigen• Reden und auch vielen „alten“ Möglichkeiten.• Schreiben• Musizieren• Malen• Fotografieren• Spielen• Sporttreiben• Lernen• Kuscheln, Berühren• Basteln• Kochen Gemeinsam, Inspiration, Austausch,• … Motivation, Info, Experten, Fans, Sprachen, Hobbys , Wettkampf …Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 45www.matthiaskrebs.net
  • Social MediaSpektrum ►Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 46www.matthiaskrebs.net
  • ►Das Twitter-Universum• Anwendungen rund um TwitterMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 47www.matthiaskrebs.net
  • ► Kulturelle Praktiken (Auswahl)• Internetradio – z.B.: http://www.radio.de/• Plattformen für Musikclips – z.B.: http://www.putpat.tv/• Musikspiele – z.B.: http://www.jamlegend.com/• Musikdatenbanksysteme – z.B.: http://www.musicline.de/• Musikforen – z.B.: http://www.musiker-board.de/forum/• Empfehlungssysteme – z.B.: http://www.lastfm.de/• Musik-Communities - http://musikernetz.cc/• Musikblogs – z.B.: http://www.numblog.de/• Musik bei Twitter, Facebook etc. – z.B.: http://blip.fm/• Soundtoys / Flash-Animationen mit Musik – z.B.: http://www.sas.mdx.ac.uk/sweetshop/• Musik-Video-Livestream – z.B.: http://www.ustream.tv/discovery/live/music• Musikvertrieb – z.B.: http://www.musicload.de/• Musiktauschbörsen• Online-Musikmagazine – z.B.: http://www.laut.de/ http://www.klassik.com/• Veranstaltungsplattformen – z.B.: http://www.livegigs.de/Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 48www.matthiaskrebs.net
  • Ausprägungen des Web 2.0• Ein Versuch Web2.0-Anwendungen anhand verschiedene Funktionalitäten zu systematisieren: • Usergenerated Content (Nutzergenerierte Inhalte) • Social Software (Gruppenbasierte Software) • Blogs (Internet-Tagebücher) • Virtual Communities (virtuelle Gemeinschaften) • Social Network Services (Gruppenbasierte Netzwerke) Siehe auch WikipediaMedienkonvergenz:• „Mit der technischen Entwicklung geht die Konvergenz der Geräte einher, verschiedene Anwendungen können nun mit unterschiedlichen Geräten genutzt werden“ (Jim 2010).• Bei Software geht dieser Trend noch viel schneller!Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 49www.matthiaskrebs.net
  • MUSIKMACHEN IM WEB 2.0Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 50www.matthiaskrebs.net
  • Beispiel – Musik aus viele kurzen musikalischen Gedanken• Auf www.thounds.com können Musiker kurze musikalische Gedanken mit dem (Laptop-)Mikrophon direkt ins Internet aufnehmen. Befreundete Musiker können dann weitere Instrumente hinzuspielen. 1. Einzelaufnahme 2. Kollaborative Musik • einzelne Spuren können auchVideo: http://www.vimeo.com/6295906 stummgeschalten werdenMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 51www.matthiaskrebs.net
  • Web 2.0-Begriff nach Tim O‘Reilly – Eigenschaften: O‘Reilly beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche Firmen mindestens eine besitzen: 1. Internet wird als Plattform benutzt (komplexe Programme im Internetbrowser ausführbar) 2. Interaktion als Prinzip – Mitmach-Internet 3. die Anwendung besitzt eine einzigartige Datenbasis 4. perpetual beta – ständige Weiterentwickelung von Anwendungen 5. wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten zwischen verschiedenen Seiten 6. die Benutzer werden in Gemeinschaften integriert 7. die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden umgesetzt (vgl. Tim O‘Reilly, http://oreilly_com/web2/archive/what-isweb-20.html, Stand: 18.08.2010)Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 52www.matthiaskrebs.net
  • 1. Internet als Plattform• Das Internet wird als Plattform benutzt. Komplexe Programme werden direkt im Internetbrowser ausführbar.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 53www.matthiaskrebs.net
  • 2. Das Musikmach-Internet• Interaktion als PrinzipBeispiel: http://thounds.com/t/2397beMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 54www.matthiaskrebs.net
  • 3. einzigartige Datenbasis• Die Anwendung besitzt eine einzigartige DatenbasisMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 55www.matthiaskrebs.net
  • 4. perpetual beta• perpetual beta – ständige Weiterentwickelung von AnwendungenMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 56www.matthiaskrebs.net
  • 5. wieder verwendbaren Komponenten (Module)• wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten zwischen verschiedenen SeitenMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 57www.matthiaskrebs.net
  • 6. Gemeinschaften• die Benutzer werden in Gemeinschaften integriertBeispiel: http://thounds.com/hummingmxMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 58www.matthiaskrebs.net
  • 7. Best Practices• die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden umgesetztMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 59www.matthiaskrebs.net
  • Online-Musikplattformen – eine kleine AuswahlMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 60www.matthiaskrebs.net
  • ► Beispiel – Notenschreiben und gemeinsame Kompositionen • Mit dem Notensatzprogramm Noteflight (http://www.noteflight.com) können Noten im Internet-Browser mit intuitiver Noten-eingabe gesetzt sowie fertige Kompositionen im Internet publiziert werden. • Die Noten können akustisch wiedergegeben werden (auch einzelne Stimmen), Möglichkeit zum Ausdrucken sowie Speicherfunktion• Die Noten können auch in und aus anderen Notationsprogrammen • Kollaboratives Editieren von Noten – exportiert bzw. importiert werden ermöglicht Gemeinschaftskompositionen oder (MusicXML, MIDI, WAV) das Unterstützen von Lehrern/Mitschülern• Notenblätter können auf andere Seiten und z.B. Blogs angezeigt • Die Nutzung von Noteflight ist kostenlos. und abgespielt Siehe auch: Artikel in Üben & Musizieren 5/10 Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 61 www.matthiaskrebs.net
  • ► Beispiel – musikalisches Spielzeug • Unter www.inudge.net findet man das sehr reduzierte Musikprogramm iNudge, mit dem auch Nutzer ohne musikalische Vorkenntnisse experimentieren können. • iNudge bietet eine einfache Version und eine erweiterte Version, in der man die Zeitleiste um weitere Abschnitte verlängern kann. • Die entstehenden mehrstimmigen Kompositionen können an Freunde verschickt werden, die ihrerseits musikalisch antworten können.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 62www.matthiaskrebs.net
  • ► Beispiel – Musikbegleitung aus der Box• Jamstudio (http://www.jamstudio.com) ist eine Online-Musikplattform auf der man Begleitungen entwickeln kann.• Taktweise können Harmonien festgelegt und dazu Perkussion- und Begleitinstrumente in verschiedenen Stilistiken arrangiert werden.• Harmoniewahl mit Grundakkorden und • Jamstudio eignet sich z.B. erweiterten Akkorden (7, maj7...) wunderbar für das Hören von• Transponieren der Akkordfolgen harmonischen Wendungen (entdeckendes Lernen: Wie klingen• 8 Slots beliebig mit insgesamt 8 bestimmte Harmonieverbindungen?) verschiedenen Instrumententypen • Zu eigenen Arrangements kann gesungen oder improvisiert werden.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 63www.matthiaskrebs.net
  • ► Beispiel – Tonstudio im Internet-Browserhttp://www.aviary.com/tools/MynaMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 64www.matthiaskrebs.net
  • ► Beispiel – komplexes Musikstudio mit Sequenzerhttp://www.audiotool.comMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 65www.matthiaskrebs.net
  • ► Beispiel – Lernen eines Instruments im Internet?• iPerform3D (www.iperform3d.com/) ist eine kommerzielle Online-Gitarrenschule• Angefangen beim Spielen einfacher Akkorde und Anschlagarten werden auch Notenkenntnisse vermittelt• Als Gitarrenlehrer fungiert eine Gruppe realer Menschen, die über aufwendige Technik in allen Bewegungen digitalisiert wurden• Das virtuelles Modell eines Gitarrenlehrers kann frei von allen Seiten betrachtet (auch durch das Griffbrett hindurch) und das Tempo kann frei gewählt werden• Das System sieht Stufen unterschiedlichen • Der iPerform-Gitarrenkurs ist ganz klar kein Schwierigkeitsgrades vor, die frei wiederholt oder Ersatz für eine Instrumentalausbildung an einer Musikschule. Hier werden aber Ansätze übersprungen werden können deutlich, wie das Musiklernen im digitalen• Der Gitarrenschüler, kann sein Spiel aufnehmen und Zeitalter aussehen kann und welche bewerten lassen – die realen Lehrer geben Feedback Konsequenzen die neuen Technologien auch• Es gibt auch Funktionen um andere Schüler für den Instrumentalunterricht haben werden. kennenzulernen um auch gemeinsam zu üben • Üben muss jeder Gitarrenschüler noch selbst!Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 66www.matthiaskrebs.net
  • Online-Musikplattformen Bisher wurden 43 Online-Musikplattformen untersucht. Um die Vielzahl an Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Musik zu beschreiben, werden folgende Klassen unterschieden: 1. (Step-)Sequenzer-Programme / Begleitungen / Musikproduktionen 2. Livejamming / Musizieren 3. Kollaborative Plattformen 4. Musik-Communities / Kommunikation 5. Soundtoys und Musikspiele 6. Notensatzprogramme / Gehörbildung / multimediale Nachschlagewerke 7. Kunst (Genre: Netzmusik) 8. Musik/Samplearchive und -bibliotheken 9. Recherche: Musikblogs, ExpertenseitenMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 67www.matthiaskrebs.net
  • ► Musikkulturen im Internet• An der Musikkultur teilzuhaben, schließt heute also auch mit ein, Angebote des Internets zu nutzen und damit umgehen zu können.• Da Online-Musikplattformen hauptsächlich durch Interaktion geprägt sind, ähneln sie aus dem traditionellen Repertoire der Unterrichtsgestaltung besonders der Musikpraxis. Besondere Qualität ist es, dass sie sich sehr dazu eignet, Verbindungen zu anderen Bereichen im Musikunterricht zu ziehen.• Neben den produzierenden, mitteilenden Menschen existiert dabei natürlich auch die große Masse an „nichtpartizipierenden“, konsumierend-passiven Teilnehmern der Online-Welten (Stichwort: partizipative Kluft). Der unterschiedliche Umgang mit den neuen Anwendungen und Möglichkeiten der digitalen Kommunikationstechnologien könnte letztlich dazu führen, dass die rein konsumierende Masse die Chance verpasst, selbst die Inhalte und damit die Substanz der Mediendienste mitzugestalten (vgl. Richard et al, 2010).Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 68www.matthiaskrebs.net
  • Anmerkung• Im sozialen Web 2.0 existieren auch Problemfelder. Nicht zuletzt schafft die neue Mischung von Öffentlichkeit und Privatem mit dem Paradox einer persönlichen Öffentlichkeit eine bisher kaum befriedigend gelöste Herausforderung. Als Grund der Verweigerung einer aktiven Untersuchung werden negative Beispiele wie zum Beispiel Cyber-Mobbing genannt, doch überwiegen die positiven Erfahrungen mit den neuen ästhetischen und kommunikativen Möglichkeiten.• „Insgesamt wird deutlich, dass es gilt trotz oder gerade der hohen Alltäglichkeit die jugendliche Mediennutzung gut zu beobachten“ (JIM-Studie 2010).• Doch viel wichtiger scheint mir, die neuartigen Musiktechnologien auf ihre Möglichkeiten zu Musizieren und in Bezug auf das Musiklernen praktisch zu erkunden.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 69www.matthiaskrebs.net
  • Musik ist im Internet! Musik kann im Internet gestaltet werden! Wann, wie, mit wem und mit welchem musikalischem Ergebnis entscheidet der Musizierende, der es vor einem Publikum präsentieren kann.• Bei der Auseinandersetzung mit den neuartigen Musiktechnologien gilt nicht so sehr auf die „schöne neue Welt“ der potenziellen Möglichkeiten abzuheben, sondern die Jugendlichen mit ihren alltäglichen Umgangsweisen in den Blick zu nehmen und versuchen zu verstehen.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 70www.matthiaskrebs.net
  • http://handymusik.wordpress.comMUSIKMACHEN AUF MOBILENENDGERÄTENMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 71www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Handy-Besitzer 2010• Seit Mitte der 90er, Handy Alltagsgegenstand für fast alle Jugendlichen, Vollausstattung• Der aktuelle Trend zu multifunktionalen Handys (iPhone oder ähnliches) macht auch vor Jugendlichen nicht haltMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 72www.matthiaskrebs.net
  • JIM-Studie – Nutzung verschiedener Handy-Funktionen Häufigkeit täglich/mehrmals pro Woche• Inzwischen nutzen fast zwei Drittel das Handy regelmäßig als Musikabspielgerät (63%), 37 Prozent fotografieren oder filmen zumindest mehrmals die Woche. Per Bluetooth überträgt ein Viertel MP3-Dateien, ein Fünftel Fotos oder Filme auf andere Geräte.Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 73www.matthiaskrebs.net
  • Smartphone-Nutzung• Im Schnitt haben Jugendliche 24 Apps auf dem Handy geladen. Am wichtigsten sind hierbei Tools zur Nutzung von Communities und Computerspiele. Mit etwas Abstand folgen Apps, die die Kommunikation über Instant Messenger ermöglichen, Musikprogramme, Nachrichtendienste, Navigationsprogramme und Videoportale (siehe JIM-Studie 2010).• Anfang 2011 existieren in der Kategorie Musik des Apple App Store über 6600 Apps für iPhone und über 1200 Apps für iPad. Q: http://www.mobile-zeitgeist.com/2011/01/05/infografik- apple-app-store-in-numbers/Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 74www.matthiaskrebs.net
  • Musikmachen auf Tablets (z.B. iPad)Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 75www.matthiaskrebs.net
  • Beispielvideos – Musizieren auf mobilen EndgerätenVideosammlung unter: www.youtube.de/user/digiensembleMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 76www.matthiaskrebs.net
  • iPod/iPhone Apps (originale Größe)Matthias Krebs | Universität der Künste Berlinwww.matthiaskrebs.net
  • Kurze VorstellungMatthias KrebsWissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Weiterbildung (UdK Berlin)Projektentwicklung „DigiMediaL – Strategisches Musikmarketing im Internet“• Studienrat (Musik, Physik), Dipl.-Musikpädagoge, Opernsänger• Medien- und Theaterpädagoge seit 2002• Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin und Universität Potsdam ►• Dissertationsvorhaben „Musiklernen im Web 2.0“ ►• Gründer des „DigiMediaL iEnsemble Berlin“• Blogger: www.handymusik.wordpress.com | www.netzmusik.wordpress.comMatthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 78www.matthiaskrebs.net
  • ► Fragestellungen des Dissertationsvorhabens „Musiklernen im Web 2.0“Ziel: Besser zu verstehen, was passiert, wenn Jugendliche auf Online-Musikplattformen mit Musik umgehen?• Wie ist die Musik beschaffen, die unter den spezifischen Bedingungen des Web 2.0 entsteht?• Welche Strategien lassen sich bei der kreativen Gestaltung von Musik auf Online-Plattformen unterscheiden?• Wie lässt sich die Vielzahl an Online-Musikplattformen unterscheiden?• Aus welchen Motiven nutzen Menschen Online-Musikplattformen?• In welcher Form findet Musiklernen durch die Nutzung von Online- Musikplattformen statt?Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 79www.matthiaskrebs.net
  • ► Extra: Musikvideos im Musikunterricht• Musikpädagogisches Proseminar UdK Berlin WS10/11• Musikvideos im Musikunterricht - Videos in Eigenproduktion• Seminar wird auf eigenem Blog (www.muvipro.wordpress.com) begleitet• 25. Januar 2011 - Unterrichtsprojekt MuviPro-LAB • 29 Schüler • 8 Studierende • 6 verschiedene Projekte • 12 Musikvideos • 90 Minuten • Videoergebnisse unter www.youtube.de/user/muviprolab •Videobesprechungen mit den SuS in Folgestunden• Es werden Skripte zu den einzelnen Videoprojekten veröffentlicht (Unterrichtsideen)Matthias Krebs | Universität der Künste Berlin / 80www.matthiaskrebs.net
  • Ich freue mich auf Ihre Fragen und Hinweise Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW) Matthias Krebs DigiMediaL Projektentwicklung krebs@udk-berlin.de www.matthiaskrebs.net www.handymusik.wordpress.com www.netzmusik.wordpress.com www.musiklernen.tumblr.com www.slideshare.net/matzerakMatthias Krebs | Universität der Künste Berlinwww.matthiaskrebs.net