• Save
Bibliotheken und Linked Open Data
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×
 

Bibliotheken und Linked Open Data

on

  • 2,649 views

Einfürung in Open Data und Linked Data im Kontext bibliografische Daten und Bibliotheken. Inklusive einem Szenario für den Einstieg: Erweiterung eines Katalogs oder Dokumentenservers um eine ...

Einfürung in Open Data und Linked Data im Kontext bibliografische Daten und Bibliotheken. Inklusive einem Szenario für den Einstieg: Erweiterung eines Katalogs oder Dokumentenservers um eine semantische Komponente.

Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Gegenwart und Zukunft der Sacherschließung". Die interdisziplinäre Fortbildung für Fachreferentinnen und Fachreferenten wurde veranstaltet von der Kommission für Fachreferatsarbeit mit Unterstützung der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig und fand am 6. und 7. Oktober 2011 statt.

Enthält Teile von CC Attribution-ShareAlike Vorträgen Anderer. Vielen Dank an dieser Stelle.

Statistics

Views

Total Views
2,649
Views on SlideShare
2,190
Embed Views
459

Actions

Likes
5
Downloads
0
Comments
1

4 Embeds 459

http://infobib.de 337
http://www.univie.ac.at 97
http://bibfolien.blogspot.com 16
http://paper.li 9

Accessibility

Categories

Upload Details

Uploaded via as OpenOffice

Usage Rights

CC Attribution-ShareAlike LicenseCC Attribution-ShareAlike License

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Processing…
Post Comment
Edit your comment
  • Metadata

Bibliotheken und Linked Open Data Bibliotheken und Linked Open Data Presentation Transcript

  • Bibliotheken und Linked Open Data Prof. Magnus Pfeffer [email_address]
  • Übersicht
    • Lokales: LOD Projekt der UB Mannheim
    • Rechtliches
      • Open Data
      • Lizenzen
    • Technisches
      • Wie verknüpft man Daten?
      • Warum Linked Data?
    • Historisches
      • Linked Open Data Projekte
    • Umsetzung mit eigenen Daten
      NEU! Jetzt mit noch weniger Technik!
  • LOD an der UB Mannheim
    • Juli 2010: Start des Linked Data Dienstes
      • http://data.bib.uni-mannheim.de
      • Daten
        • Titeldaten von SWB und HeBIS (22 Millionen)
        • Verknüpfungen zwischen Titeln zur Übernahme von Sacherschließungsdaten (ubma:equalsForClassification)
        • Rudimentäre Umsetzung der RVK
        • Links zu DNB und FU Berlin
    • März 2011: Freigabe des eigenen Katalogs
      • Creative-Commons-Lizenz CC-0
  • Warum denn Linked Data?
    • Technisch: Weil wir es wollen (und können)!
      • Begeisterung der beteiligten Personen für das Semantic Web
      • Entsprechender technischer Hintergrund
      • „Ernsthafte“ Visionen:
        • Erleichterung der Entwicklung neuer Anwendungen,
        • bessere/leichtere Integration mit Webdiensten (Tagging, Wikipedia, …),
        • Ideale Plattform, um Projektergebnisse zur Verfügung zu stellen (Linked Open Projects).
    • Ja aber… warum freigeben?
    • Rechtlich: Warum nicht?
      • Freigabe von Daten ist kein großer Aufwand.
      • Beim BSZ: gar kein Aufwand!
      • Gibt es Gegenargumente?
        • Geschäftsmodell? Was, wenn ich dann Pleite gehe?
        • Angst? Was, wenn jemand meine Fehler sieht?
        • Neid? Was, wenn jemand damit Geld verdient?
        • Rechtliche Bedenken? Was, wenn ich das gar nicht darf?
      • -> Kein Grund, der dagegen spricht.
    • Aber…
      … viele Gründe, die dafür sprechen…
    • Open Data
  • Open Bibliographic Data
    • “Offen”
      • Freie Nutzung und Weiterverbreitung
      • Mit wenigen Einschränkungen
        • Nennung des Urhebers (attribution)
        • Veröffentlichung veränderter Daten unter gleicher Lizenz (sharealike).
    • „Daten“
      • Alle Daten die im Bibliotheksumfeld erzeugt werden
        • Daten und Metadaten allgemein
        • Insbesondere Daten zur Erschließung und Katalogisierung
      http://www.opendefinition.org/bibliographic/
  • Wie gibt man Daten frei?
    • Rechtliche Voraussetzungen klären
    • Daten von Drittanbietern identifizieren
    • Lizenzen und Verträge prüfen
    • Daten ggf. bereinigen
    • Daten unter Hinweis auf die gewünschte Lizenz zur Verfügung stellen (Download)
    • Datenformat angeben, ggf. dokumentieren
  • Welche Lizenz?
      Das Urheberrecht kann „hinderlich“ sein im digitalen Zeitalter:
      © „ Alle Rechte vorbehalten “
  • Einschränkungen des Urheberrechts
    • Uneinheitlich, z.B.:
      • Persönlicher Gebrauch
      • (Nicht-kommerzieller Einsatz in) Forschung, Lehre
      • Zitate
      • Vervielfältigung teilweise gestattet und über Verwertungsgesellschaften ausgeglichen (Kopien, Aufzeichnungen, …)
      • Kritiken, Kommentare, Parodien
      • Nachrichten
  • Digitale Werke im Internet
    • Urheber wollen eigentlich eine Nutzung
      • Dazu muss jedem Nutzer das Recht zur Nutzung eingeräumt werden: Lizenz
    • Lizenzen
      • Rechtlich saubere Formulierung für einen normalen Anwender bzw. Werkersteller kaum zu leisten
      • Im Internet: Potentiell weltweit gültig
    • Trotzdem: Werkersteller möchten ihre Rechte wahrnehmen und nicht alles erlauben.
  • Gibt es einen Mittelweg?
      no rights reserved
      all rights reserved
  • Die „Creative Commons“
    • Gründung
      • 2001 in den USA von einer Gruppe um Lawrence Lessig
    • Anlass
      • Befürchtung, dass das US Copyright (und andere Urheberrechtsgesetze) die Kreativität im Internet behindern.
    • Ziele
      • Mehr „kreatives“ Material unter offenen, standardisierten Lizenzen verfügbar machen
      • Die Lizenzen sollen flexibel, leicht verständlich, leicht zu nutzen und weltweit gültig sein
  • Die Creative Commons Lizenzen
    • BY: Attribution
      • Namensnennung
    • SA: Sharealike
      • Weitergabe unter gleichen Bedingungen
    • ND: No derivatives
      • Keine Veränderungen
    • NC: Non-commercial
      • Kein kommerzieller Einsatz
      Mehr Rechte vorbehalten
      Weniger Rechte vorbehalten
  • Lizenzen für Open Data?
    • BY: Attribution
      • Namensnennung
    • SA: Sharealike
      • Weitergabe unter gleichen Bedingungen
    • ND: No derivatives
      • Keine Veränderungen
    • NC: Non-commercial
      • Kein kommerzieller Einsatz
      Mehr Rechte vorbehalten
      Weniger Rechte vorbehalten
  • Creative Commons: About
      about
  • Creative Commons: About
  • Creative Commons: About
      metadata
  • Open Data Commons
    • Creative Commons
      • Primär ausgelegt auf „kreative“ Werke
      • Für Daten nicht optimal
      • 1:1 Übertragung der Lizenzen auf Daten problematisch
    • Open Data Commons
      • Orientiert sich an Creative Commons
      • Für Daten besser geeignet:
        • ODC-BY: Attribution
        • ODC-ODbL: Attribution-Share-Alike
  • No rights reserved: CC0 und PDDL
    • Eigentlich keine Lizenzen
      • „Waiver“: Der Urheber erklärt öffentlich, von seinen Urheberrechten keinen Gebrauch zu machen
    • Ziel
      • Werk wird faktisch „Public Domain“, also Allgemeingut
        • Abhängig vom Rechtsraum
        • In Deutschland kann das Urheberrecht weder aufgegeben noch veräußert werden
  • Und warum nicht Non-Commercial?
    • Jede Einschränkung der Rechte an Daten erschwert oder verhindert Interoperabilität:
      • Non-commercial: Rechtliche Grauzone, Daten können nicht mit offenen Daten kombiniert werden.
      • No-derivatives: Daten können nicht angereichert, sondern faktisch nur noch angezeigt werden.
    • Beide Einschränkungen führen gemäß der Open Bibliographic Data Definition zu nicht offenen Daten!
  • Warum ist CC-BY nicht genug?
    • Namensnennung gut gemeint
      • Praktisch schwer bis umöglich umsetzbar
      • Beipiel:
        • Daten aus 17 Quellen in einer gemeinsamen Datenbank
        • Abfrage über ein Webinterface, Ausgabe von jeweils 10 Treffern
        • Anzeige erfordert Kombination und Anreicherung der Daten
      • Und nun:
        • Anzeige der Namen „pauschal“ am Ende?
        • Oder Anzeige an jedem einzelnen Datenelement? Wie?
        • Was tun bei abgeleiteten Daten (z.B. Berechnungen)?
        • Und die Anreicherungen?
  • Für Bibliotheksdaten also...
      Denn nur Public Domain sichert die rechtliche Interoperabilität der Daten.
      Public Domain! (CC0 oder PDDL)
  • Warum Open Bibliographic Data?
    • Open Access auch für Bibliotheksdaten
      • Aus Steuermitteln erstellt
    • Höhere Sichtbarkeit und Zugänglichkeit
      • Wenn die Daten in Systemen außerhalb der Bibliothekswelt zum Einsatz kommen können
    • Rechtliche Kompatibilität für verteilte Daten
    • Existiert denn ein Geschäftsmodell für Bibliotheksdaten?
      • Wenn ja, ist es durch Open Data gefährdet?
      • Oder gibt es gar neue Chancen?
  • Die Zukunft von Bibliotheksdaten
    • Ein möglichst stark vernetzter Knoten in der LOD-Cloud (Backbone des Semantic Web)
    • Nicht mehr an eine Art oder einen Ort der Präsentation gebunden
    • Nicht mehr an einen alleinigen Zweck gebunden.
    • Im Web auffindbar
    • Linked Data
      NEU! Jetzt mit noch weniger Technik!
  •  
  •  
  • Daten
  • Wir generieren Aussagen aus Daten
  • Wir generieren Aussagen aus Daten
      Ich bin ein Leopard-Drückerfisch .
  • Wir generieren Aussagen aus Daten
      Ich bin ein Leopard-Drückerfisch .
      Ich gehöre zu den Drückerfischen .
  • Wir generieren Aussagen aus Daten
      Ich bin ein Leopard-Drückerfisch .
      Ich gehöre zu den Drückerfischen .
      Ich bin 50 cm lang .
  • Wir generieren Aussagen aus Daten
      http://example.org/species/90020 http://example.org/common_name „Clown Triggerfish“ .
      Ich gehöre zu den Drückerfischen .
      Ich bin 50 cm lang .
  • Wir generieren Aussagen aus Daten
      http://example.org/species/90020 http://example.org/length_cm 50 .
      http://example.org/species/90020 http://example.org/common_name „Clown Triggerfish“ .
      Ich gehöre zu den Drückerfischen .
  • Wir generieren Aussagen aus Daten
      http://example.org/species/90020 http://example.org/length_cm 50 .
      http://example.org/species/90020 http://example.org/common_name „Clown Triggerfish“ .
      http://example.org/species/90020 http://example.org/category http://example.org/triggerfish . http://example.org/triggerfish http://example.org/name „Drückerfisch“ . http://example.org/triggerfish http://example.org/name „Triggerfish“ .
    • http://example.org/species/90020
      http://example.org/triggerfish.
      http://example.org/category
    • http://example.org/species/90020
      http://example.org/triggerfish .
      http://example.org/category
      Triggerfish
      http://example.org/name
    • http://example.org/species/90020
      http://example.org/triggerfish .
      http://example.org/category
      Triggerfish
      http://example.org/name
      Drückerfisch
      http://example.org/name
    • http://example.org/species/90020
      http://example.org/triggerfish .
      http://example.org/category
      Triggerfish
      http://example.org/name
      http://data.bib.uni-mannheim.de/12344
      Peter Tierlieb
      dc:creator
      Drückerfisch
      http://example.org/name
    • http://example.org/species/90020
      http://example.org/triggerfish .
      http://example.org/category
      Triggerfish
      http://example.org/name
      http://data.bib.uni-mannheim.de/12344
      Peter Tierlieb
      dc:creator
      Drückerfisch
      http://example.org/name
      dc:subject
    • http://example.org/species/90020
      http://example.org/triggerfish .
      http://example.org/category
      Triggerfish
      http://example.org/name
      http://data.bib.uni-mannheim.de/12344
      Peter Tierlieb
      dc:creator
      dc:subject
      http://lobid.org/14233
      owl:sameAs
      Drückerfisch
      http://example.org/name
    • http://example.org/species/90020
      http://example.org/triggerfish .
      http://example.org/category
      Triggerfish
      http://example.org/name
      http://data.bib.uni-mannheim.de/12344
      Peter Tierlieb
      dc:creator
      http://lobid.org/14233
      owl:sameAs
      http://dbpedia.org/resource/Triggerfish
      owl:sameAs
      Drückerfisch
      http://example.org/name
      dc:subject
    • http://example.org/species/90020
      http://example.org/triggerfish.
      http://example.org/category
      Triggerfish
      http://example.org/name
      http://data.bib.uni-mannheim.de/12344
      Peter Tierlieb
      dc:creator
      http://lobid.org/14233
      owl:sameAs
      http://dbpedia.org/resource/Triggerfish
      owl:sameAs
    DBPedia Example.org UB Mannheim Lobid.org
      Drückerfisch
      http://example.org/name
      dc:subject
  • 2007
      Bildnachweis: linkeddata.org
      08.10.2007
  • 2007
      Bildnachweis: linkeddata.org
      07.11.2007
  • 2007
      Bildnachweis: linkeddata.org
      10.11.2007
  • 2008
      Bildnachweis: linkeddata.org
      28.02.2008
  • 2008
      Bildnachweis: linkeddata.org
      31.03.2008
  • 2008
      Bildnachweis: linkeddata.org
      18.09.2008
  • 2009
      Bildnachweis: linkeddata.org
      05.03.2009
  • 2009
      Bildnachweis: linkeddata.org
      27.03.2009
  • 2009
      Bildnachweis: linkeddata.org
      14.07.2009
  • 2010
      Bildnachweis: linkeddata.org
      22.09.2010
  • 2010
  •  
  •  
  • Die Schönheit von URIs
    • Aussagen über Ressourcen können unabhängig von den Ressourcen selbst getätigt werden:
      http://purl.org/dc/elements/1.1/creator
      http://kaiec.org/me
      http://doi.acm.org/10.1145/1298406.1298426
      doi:10.1145/1298406.1298426 dc:creator http://kaiec.org/me
      Verschiedene Orte! Verschiedene Besitzer!
  • Die Eindeutigkeit von URIs
    • Eine URI beschreibt eindeutig und (hoffentlich) dauerhaft eine ganz bestimmte Ressource.
      • http://kaiec.org/me
    • Aber: Eine Ressource kann durch verschiedene URIs beschrieben werden
      • urn:4321-12345
      • http://gnd.dnb.de/data/person/12345
      • http://ki.informatik.uni-mannheim.de/people/kai_eckert.html/#it
    • Keine Eineindeutigkeit!
  • Ist das ein Problem?
    • Die Äquivalenz von URIs lässt sich jederzeit und von jedem als RDF Statement ausdrücken:
      • urn:4321-12345 owl:sameAs  http://gnd.dnb.de/data/12345
    • Dadurch lassen sich insbesondere auch Prädikate (Vokabular) gleichsetzen.
    • So lassen sich transparent Datenbestände mit anderen Datenbeständen verknüpfen.
    • -> Linked Data
  • Exkurs: URI Syntax
    • <schema>:<Schema-spezifischer Teil>
    • Beispiele
      • http://www.bib.uni-mannheim.de/
      • mailto:eckert@bib.uni-mannheim.de
      • http://purl.org/dc/elements/1.1/creator
      • http://dublincore.org/2008/01/14/dcelements.rdf#creator
      • info:lc/vocabulary/countries/af
      • urn:nbn:de:gbv:089-3321752945
      • urn:isbn:0345391802
      • http://doi.acm.org/10.1145/1298406.1298426
      • http://dx.doi.org/10.1145/1298406.129842
  • Exkurs: Verschiedene Schemata
    • http://...
      • Eine registrierte Domain ausreichend, um Eindeutigkeit zu sichern
      • Möglichkeit, URIs mit beliebigen Inhalten zu dereferenzieren (RDF!)
    • PURL
      • Dienst von OCLC mit dem Vorteil, dass URIs dereferenzierbar bleiben, selbst wenn man die eigene Domain wieder aufgibt
    • URN
      • Eingeschränkt dereferenzierbar über Resolver-Dienste
      • Aufwändige Registrierung über IANA
    • info:
      • Nicht dereferenzierbar, aber leichter zu registrieren als URN Namespaces
    • Exkurs: Referenzen zu URIs
    • URI Schemes
      • http://www.iana.org/assignments/uri-schemes.html
    • Info URIs ( info:<NID>/<NSS> )
      • http://info-uri.info/registry/OAIHandler?verb=ListRecords&metadataPrefix=oai_dc
    • info:lc
      • http://info-uri.info/registry/OAIHandler?verb=GetRecord&metadataPrefix=reg&identifier=info:lc/
    • Uniform Resource Names ( urn:<NID>:<NSS> )
      • http://www.iana.org/assignments/urn-namespaces /
    • Projekte
  • Projekte
    • International
      • LCSH der Library of Congress
      • LIBRIS der schwedischen Nationalbibliothek (beide 2008).
    • National
      • DNB: Gemeinsame Normdatei als Linked Data (März 2010)
      • HBZ, BSZ: Open Data für Katalogdaten. (März 2010)
      • UB Mannheim: Verknüpfungen zwischen HeBIS und SWB, Linked Data Aufbereitung. (Juli 2010)
      • lobid.org (September 2010):
        • Titeldaten als Linked Open Data
        • Identifikatoren für Organisationen
      • CultureGraph: Zentrale Identifier und Verknüpfung von Datensätzen.
      • GESIS: Thesaurus für Sozialwissenschaften
      • ZBW: Standardthesaurus Wirtschaft
      • Europeana (Open Data als Voraussetzung, RDF-basiertes Datenmodell)
  • 10 Jahre Semantic Web
  • 5 Jahre Linked Data
  • 3 Jahre Linked Data in Bibliotheken
  • 1 Jahr Linked Data in Deutschland
    • Es fängt gerade erst an!
  • Praktische Umsetzung mit eigenen Daten
  • Szenario
    • Ziel: Erweiterung der bestehenden Webdienste
    • Bereits vorhandene bibliografische Daten im WWW
      • Online-Katalog (OPAC)
      • Dokumentenserver
      • Bibliografische Datensammlungen
  • Aufbereitung der Daten
    • Voraussetzungen
      • Stabile URLs für die Ressourcen
        • Dokumentenserver: Teil der Funktion
        • OPAC: Verbund-Identnummer als eindeutiger Identifikator Stabile URLs oft vorgesehen oder über Queries realisierbar, z.B.: http://mein.opac/query.php?ppn=12345667
    • Schritte
      • Auswahl der Attribute
      • Konvertierung der Daten
      • Bereitstellen der Daten
  • Vokabularien
    • Linked Data schreibt kein Vokabular vor
      • Aber: Orientierung an bestehenden Vokabularien
      • Mischen von Attributen aus verschiedenen Quellen
    • Katalogdaten
      • Dublin Core
      • Bibliographic Ontology (BibO)
    • Thesauri und Klassifikationen
      • Simple Knowledge Organization System (SKOS)
      • URLs für SWD Schlagwörter bei der DNB
      • URLs für die DDC bei OCLC
  • Konvertierung der Daten
    • Internes Datenformat
      • Dokumentenserver: Relationale Datenbank
      • OPAC: MAB / Marc21
    • Nachnutzung vorhandener Routinen
      • Abbildung auf Dublin Core dokumentiert
      • Ähnliche Zielformate wie Endnote, BibTeX
    • Fertige Lösungen
      • z.B. für Dokementenserver-Metadaten von OAI-PMH nach RDF
  • Technisch Umsetzung – Variante 1
    • Einbetten der semantischen Informationen
      • Nutzung der vorhandenen Dienste-Infrastruktur
      • Erweiterung des bestehenden XHTML-Codes
      • Menschen- und maschinenlesbare Daten unter einer URL
    • Datenformate
      • RDFa
      • Mikroformate
      • Microdata
  • Einbetten semantischer Informationen
    • RDFa
      • Allgemeines Datenformat
      • Annotation von sichtbaren Elementen der Webseite
      • Erlaubt Aussagen der Form Subjekt – Prädikat – Objekt
    • Beispiel
    http://purl.org/dc/elements/1.1/author http://purl.org/dc/elements/1.1/date Stuckenschmidt, Heiner 2009
  • RDFa in XHTML
  • Einbetten „light“
    • Mikroformate
      • Einbetten semantischer Annotationen in Webseiten
      • Anwendungsspezifisch
      • Einfach aufgebaut
      • Auch für Menschen les- und verstehbar
  • Einbetten „light“
    • Beispiel: COinS
      • Mikroformat für bibliografische Angaben
      • Weite Verbreitung in OPACs, Verlagsseiten
      • Browser-Plugin zum Auslesen und Verarbeiten der Daten
      • Mit RDFa kombinierbar
  • Beispiel: COins <span class=&quot;Z3988&quot; title=&quot;ctx_ver=Z39.88-2004&amp; rfr_id=info:sid/SWB:2.1&amp; rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp; rft.genre=book&amp; rft_id=http%3A%2F%2Fdx.doi.org%2F10.1007%2F978-3-540-79333-5&amp; rft.btitle=Ontologien : Konzepte,+Technologien+und+Anwendungen&amp; rft.aulast=Stuckenschmidt&amp; rft.aufirst=Heiner&amp; rft.date=2009&amp; rft.isbn=978-3-540-79333-5&amp; rft.pages=Online-Ressource&amp; rft.pub=Springer-Verlag+Berlin+Heidelberg&amp; rft.place=Berlin,+Heidelberg&quot;> </span>
  • Einbetten semantischer Information
    • Beispiel: Microdata
      • Neue Initiative von Bing, Google, Yahoo!
      • Anwendungsspezifische Schemata
        • Bücher
        • Filme
        • Events
        • Orte
        • Personen
      • Verbesserte Darstellung der Treffer in Ergebnislisten
      • Browser-Plugins von den Anbietern bereitgestellt
  • Variante 1: Bewertung
    • Bibliotheken
      • Geringer Aufwand, keine eigene Infrastruktur
      • Besseres Auffindbarkeit der URLs in Suchmaschinen
      • Sichtbare Serviceverbesserung für Endnutzer
      • Semantische Annotation auch für nicht-bibliografische Daten möglich
  • Variante 1: Bewertung
    • Endnutzer
      • „Scraping“ der Informationen aus Webseiten entfällt
      • Nutzung von Browser-Plugins für Datenweitergabe
        • CoinS an Literaturverwaltungsprogramme
        • Koordinaten an Routenplaner
        • Öffnungszeiten an Terminplaner
      • Erstellen eigener Anwendungen möglich
      • Aber:
        • Online-Anfragen an den RDF-Datenbestand nicht möglich
        • Download der Daten an anderer Stelle
  • Technische Umsetzung – Variante 2
    • Separate Datenhaltung für statische RDF-Daten
    • RDF/XML MIME-Type im Webserver
      • Hinweis auf RDF-Daten im HTML <link rel=&quot;alternate&quot; type=&quot;application/rdf+xml&quot; href=&quot;link_to_RDF&quot; />
    • Eigener Server für Linked Open Data
      • Hochwertige open source Softwarepakete verfügbar
      • Datenbank und Webserver integriert
      • Verknüpfung mit den bestehenden Webdiensten über Redirects
  • Dynamische Verknüpfung der Dienste
    • Ziel: URLs führen Menschen zu Text, Maschinen zu Daten
    • Umsetzung
      • Browser übermitteln, welche Formate sie verstehen
      • Programme können dies auch tun
      • -> Content-Negotiation mit dem Webserver
      • MIME-Typ text/html liefert (Weiterleitung zur) Webseite
      • MIME-Typ application/rdf+xml liefert (Weiterleitung zu) RDF-Daten
  • Variante 2: Bewertung
    • Bibliotheken
      • Höherer Aufwand, eigene Infrastruktur erforderlich
      • Weniger Änderungen an bestehenden Inhalten
      • Dynamische Verknüpfung komplex, aber optional
    • Endnutzer
      • „Scraping“ nicht mehr nötig
      • Nutzung eines RDF-fähigen Browsers oder Plugins
      • Anwendungsentwicklung einfach
      • Anfragen online möglich
      • Download integriert
  • Fragen und Diskussion ?
    • Präsentation Teil 1 bis 4: Kai Eckert
    • unter Verwendung von
      • Fotos
        • Silo-Foto von Robert Linder, linder6580 (sxc.hu)
        • Piratenflagge von Roger Kirby, theswedish (sxc.hu)
      • Folien
        • Folien zu Open Data basieren auf einem Vortrag von Adrian Pohl:
          • http://www.slideshare.net/acka47/linked-open-data-in-der-bibliothekswelt
        • Folien zu Creative Commons basieren auf einer Vorlesung von Catharina Maracke
    Credits
  • Lizenz
    • Diese Präsentation steht unter der Creative-Commons-Attribution-Share-Alike Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0