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Tutorial 15 Tipps für konstruktive Gespräche
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Tutorial 15 Tipps für konstruktive Gespräche

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Transcript

  • 1. 15 Tipps für konstruktive Gespräche DAEFLER.DE https://www.flickr.com/photos/polandeze/1206596658
  • 2. Impressum & Copyright Die private Nutzung dieses Tutorials ist kostenlos und nicht an Bedingungen geknüpft. Die kommerzielle Nutzung der Inhalte ist jedoch untersagt. Verantwortlich: Prof. Dr. Martin-Niels Däfler DAEFLER.DE
  • 3. Ich begrüße Sie herzlich zum Tutorial 
 „15 Tipps für konstruktive Gespräche“! 
 Mein Name ist Martin-Niels Däfler. Ich unterrichte 
 als hauptamtlicher Professor im Fachbereich Kommunikation an der FOM Hochschule in 
 Frankfurt/Main. Ich wünsche Ihnen viele Einsichten und Erkenntnisse! Ihr Martin-Niels Däfler
  • 4. Halten Sie Abstand zum Gesprächspartner Es gibt einen Bereich um den Menschen herum, in den sich fremde Personen nicht begeben sollten. Dieser Bereich wird Intimdistanz genannt – diese ist kultur-, gesellschafts- und geschlechts- spezifisch. In Deutschland beträgt die intime Zone etwa 20 bis 60 Zentimeter. Halten Sie bei Bekannten einen Abstand von min- destens einer Ellbogen- länge, bei Fremden hinge- gen einen Abstand von mindestens einer Armlänge. Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 5. Setzen Sie sich beim Zweiergespräch über Eck Setzen Sie sich in einem Winkel von 90 bis 130 Grad zu Ihrem Gesprächspartner. Wenn man sich direkt gegenübersitzt, so wird dies (unterbewusst) als Konfrontation erlebt, wie man es beispielsweise aus Verhören kennt. Evolutionsbiologisch assoziiert der Mensch nämlich einen frontalen Augenkontakt mit Kampf oder Konkurrenz. Bild: Rainer Sturm/pixelio.de
  • 6. Schenken Sie Ihrem Gesprächspartner volle Aufmerksamkeit Unterlassen Sie sämtliche Nebentätigkeiten, wie etwa lesen, auf das Handy starren oder E-Mails abrufen. Während der andere spricht, sollten Sie nicht in der Zwischenzeit schon Ihren eigenen Rede-
 beitrag vorbereiten. Lassen Sie Ihren Gesprächspart-
 ner ausreden – auch wenn es 
 Ihnen schwer fallen sollte. Bild: Günter Havlena/pixelio.de x
  • 7. Setzen Sie öfters positive Gesprächsverstärker ein Gesprächsverstärker wie zum Beispiel „aha“, „tatsächlich“, „mmh“, „ja“, „genau“, „ach was“ … zeigen dem Gegenüber, dass Sie „voll bei der Sache“ sind. Signalisieren Sie durch Gesten, wie etwa 
 eine vor den Mund gelegte Hand oder durch 
 gelegentliches Nicken, dass Sie 
 aufmerksam zuhören. Denn in der Regel 
 beobachtet Sie Ihr Gesprächspartner 
 genau und sucht in Ihrer Körper-
 sprache Hinweise darauf, ob Sie 
 ihm folgen. . Bild: Rainer Sturm/pixelio.de
  • 8. Geben Sie keine (unerbetenen) Ratschläge Viele Menschen neigen dazu, ungefragt Ratschläge zu erteilen. 
 Aber, wie sagt der Volksmund doch so treffend: „Ratschläge 
 sind auch Schläge.“ Wer Ratschläge erteilt, provoziert oft 
 Widerspruch und löst heftige Diskussionen aus, was die 
 Gesprächsatmosphäre belastet. 
 Zudem impliziert ein Rat auch immer, 
 dass der andere zu dumm ist, um
 selbst auf eine Lösung zu kommen. Hüten Sie sich also davor, den Lehrer oder 
 Berater zu spielen. Wenn Ihr Rat erwünscht ist, so wird 
 man Sie explizit darum bitten. . 5 Bild: Rainer Sturm/pixelio.de
  • 9. Wenden Sie die Technik des aktiven Zuhörens an Aktives Zuhören bedeutet, die Aussage des Gesprächs- partners mit eigenen Worten zu wiederholen, zum Beispiel mit einer dieser Formulierungen: „Sie meinen also, dass“, „Das bedeutet, dass“, „Zusammengefasst heißt das also“, „In anderen Worten“ … Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de Fragen Sie gegebenenfalls nach und stellen Sie sicher, dass Sie erkannt und verstanden haben, was Ihr Gesprächspartner 
 will („Was meinen Sie 
 mit …?“).
  • 10. Stellen Sie Fragen Stellen Sie Ihrem Gesprächs-
 partner Fragen, am besten offene Fragen. Diese beginnen stets mit
 W- und I-Fragewörtern („warum“, „wie“, „wovon“, „wer“, „was“, „wozu“, „inwieweit“, „in welcher Weise“). Fragen Sie also nicht: „Haben Sie schon Urlaubspläne?“ Sondern: „Wie sehen Ihre Urlaubspläne aus?“ Bild: Gerd Altmann/pixelio.de
  • 11. Seien Sie kritisch Betrachten Sie die Aussagen des Gesprächspartners durchaus kritisch. Fragen Sie sich: Was hat er/sie nicht gesagt, was hat er/sie verschwiegen? Hat er/sie es bewusst verschwiegen oder einfach vergessen, 
 es zu erwähnen? 8 Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 12. Bereiten Sie eigene Redebeiträge gedanklich vor Nehmen Sie sich die Zeit, um Ihre Redebeiträge gedanklich vorzubereiten – aber nicht, wenn Ihr Gesprächspartner gerade spricht. Lassen Sie sich Zeit mit Ihrer Antwort. Nutzen Sie die sogenannte „Anrufbeantwortertechnik“ und warten Sie nach dem letzten Wort Ihres Gesprächspartners etwa drei Sekunden mit Ihrer Antwort. Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 13. Sprechen Sie Ihre(n) Gesprächspartner mit Namen an Für die meisten Menschen gilt: Man hört nichts so gern, wie seinen eigenen Namen – machen Sie sich diese Erkenntnis zu Nutze und sprechen Sie Ihren Gesprächspartner immer mal wieder mit seinem Namen an, allerdings nicht übermäßig. Es wirkt unnatürlich, wenn 
 Sie in jedem zweiten Satz 
 den Namen Ihres Gegenübers aussprechen. 10 Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 14. Reden Sie in kurzen Hauptsätzen Kurze Sätze sind ein wesentliches Merkmal verständlicher Texte. Dies gilt umso mehr für das gesprochene Wort; schließlich hat der Zuhörer nicht die Möglichkeit – wie in einem Buch – zurückzublättern. Versuchen Sie, mit maximal 12 Wörtern pro Satz auszukommen, noch besser wären nicht mehr als 8 (kurze) Wörter. Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 15. Formulieren Sie unmissverständlich Nur wer sich eindeutig ausdrückt, vermeidet Inter- pretationsspielräume und Missverständnisse. Sprechen Sie also Anweisungen und Vorgaben klar und direkt aus. Sagen Sie nicht: „Es wäre schön, wenn Sie das dem- nächst erledigen könnten“, sondern seien Sie deutlich: „Bitte erledigen Sie das bis 11 Uhr.“ Und: Sagen Sie auch unzweideutig (wenngleich höflich) „nein“, wenn Sie „nein“ meinen. Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 16. Formulieren Sie produktiv Sagen Sie, was geht und nicht, was nicht geht. Anstatt der Antwort „Das kann ich heute nicht machen“ sollten Sie also lieber sagen „Ich beginne ab morgen damit“. Ein anderes Beispiel: Sagen Sie nicht „Sie können jetzt keine 14 Tage Urlaub haben“, sondern „Sieben Tage Urlaub kann ich Ihnen problemlos genehmigen, aber …“ Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 17. Formulieren Sie positiv Nennen Sie nie das, was Sie eigentlich vermeiden wollen. Denn das Unbewusste kennt keine Verneinung. Wenn Sie beispielsweise den Satz hören „Denken Sie nicht an einen 50-Euro-Schein“, so haben Sie ziemlich sicher in diesem Moment an genau das gedacht. Formulieren Sie deshalb stets positiv – anstatt zu sagen: 
 „Vergessen Sie bitte nicht, das bis morgen zu erledigen“, 
 sollten Sie sich so ausdrücken: „Denken Sie bitte daran, 
 das bis morgen zu erledigen“. Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 18. Machen Sie „Ich-Aussagen“ „Ich-Aussagen“ signalisieren dem Empfänger Ihr Problem, ohne ihn zu beschuldigen, zu verurteilen oder zu verletzen. „Ich-Aussagen“ sind immer gleich aufgebaut: Sie sprechen Ihre eigenen Gefühle aus, benennen das Problem genau und begründen, warum Sie das Verhalten Ihres Gesprächs- partners stört. Beispiel: „Ich fühle mich gekränkt, wenn Sie mich kritisieren, anstatt meine Arbeit.“ 15 Bild: Benjamin Thorn/pixelio.de
  • 19. DAEFLER.DExing.to/MNDaefler Viel Erfolg bei der Anwendung der Tipps!