Herausforderungen der deutschen Luftverkehrsbranche

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Herausforderungen der deutschen Luftverkehrsbranche

  1. 1. Herausforderungen der deutschen Luftverkehrswirtschaft Oktober 2015
  2. 2. Wirtschaftliche Bedeutung des Luftverkehrs
  3. 3. 3 Die Luftverkehrswirtschaft als Arbeitgeber Quelle: Prof. Dr. Richard Klophaus/Zentrum für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs Direkte, indirekte und induzierte Beschäftigungswirkung direkt: 324.500 indirekt: 352.700 induziert: 145.900 823.100 Arbeitsplätze
  4. 4. 4 Luftverkehr ist das Rückgrat der Tourismuswirtschaft… Quelle: Deutsche Zentrale für Tourismus (2012), GfK Mobilitätsstudie Nutzung von Verkehrsmitteln im Tourismus Outgoing Tourismus (2011): Incoming Tourismus (2011/2012):
  5. 5. 5 …und lebenswichtig für die deutsche Industrie Quelle: ifo Institut 2013 Ifo-Umfrage: Wie wichtig ist Luftverkehr für Ihr Unternehmen? (>7.000 befragte Unternehmen) 56% Wie wichtig ist Luftverkehr für ihr Unternehmen? Alle Branchen: wichtig oder sehr wichtig 48 58 58 31 22 32 90 80 79 Maschinenbau: Fahrzeugbau: Chemische Industrie: sehr wichtig wichtig
  6. 6. 6Quelle: Statistisches Bundesamt Luftfracht ist wichtiger Bestandteil des deutschen Außenhandels Warenwert der per Luftfracht versendeten Güter (2014) Durchschnittlicher Wert einer Tonne Fracht (2014) Exporte: 132 Mrd. € Importe: 80 Mrd. € € € 1.115 € 1.871 € 2.753 € 76.906 €
  7. 7. 7Quelle: Harsche und Braun (2014) auf Basis von Eurostat Die wichtigsten Warengruppen der deutschen Luftfracht Warengruppen im Export (2013, Warenwert in Mrd. €) Warengruppen im Import (2013, Warenwert in Mrd. €) 3,2 3,3 16,4 19,7 21,8 22,0 2,9 4,0 6,1 8,7 14,2 22,0Elektronische Waren Maschinen Optische und mediz. Instrumente Pharma und Chemie Schmuck und Edelsteine Automobill Elektronische Waren Maschinen Optische und mediz. Instrumente Schmuck und Edelsteine Pharma und Chemie Kleidung
  8. 8. 8 Transport von Smartphones nach Deutschland (im Extrahandel) Quelle: Harsche und Braun (2014) auf Basis von Eurostat Ein besonders luftfrachtaffines Produkt: das Smartphone der Smartphones werden per Luftfracht nach Deutschland transportiert98%
  9. 9. Klimaschutz und Lärmschutz im Luftverkehr
  10. 10. 10Quelle: FGW Telefonfeld: „Luftverkehr in Deutschland“ (September 2014, n=1.032) Wie schätzen die Menschen den Treibstoffverbrauch ein? „Wie schätzen Sie den Treibstoffverbrauch auf 100 Kilometer pro Passagier ein?“ 40 Liter und mehr 42% 20 Liter 4 Liter weiß nicht 31% 16% 11 %
  11. 11. 11Quelle: UN-Luftfahrtbehörde ICAO, Unternehmensangaben Erfolge bei Energieeffizienz – das 4-Liter-Flugzeug ist Realität Verbrauch der deutschen Flotte pro Person / 100 kmSpezifischer Treibstoffverbrauch seit 1990 3,64l - 42 %
  12. 12. 12Quelle: FGW Telefonfeld: „Luftverkehr in Deutschland“ (September 2014, n=1.032) Wie schätzen die Menschen die Belästigung durch Fluglärm ein? „Wie viel Menschen in Deutschland fühlen sich durch Fluglärm gestört?“ ca. 5 Prozent der Deutschen von Fluglärm gestört 30 Prozent der Deutschen oder mehr gestört17% 44%
  13. 13. 13Quelle: Bundesumweltministerium (BMU), Umweltbewusstsein in Deutschland 2000 bis 2014 *sehr stark, stark oder mittelmäßig von Lärm belästigt Engagement des Verkehrssektors kommt bei den Menschen an Von Verkehrslärm Belästigte in Deutschland
  14. 14. 14 Modellreihe Boeing 737: Entwicklung der Lärmemissionen 32 Milliarden Euro für leisere Flugzeuge Quelle: Harris Miller & Hanson Inc.
  15. 15. 15 Betroffene von Verkehrslärm in Deutschland nach Lärmkartierung Quelle: Umweltbundesamt (UBA) 2015 Kein Fluglärmproblem, sondern ein Verkehrslärmproblem tags und nachts nachts
  16. 16. Luftverkehr als internationaler Wettbewerbsmarkt
  17. 17. 17 Chicagoer Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt Ein internationaler Wettbewerb braucht einen international abgestimmten Rahmen für Besteuerung und Regulierung „Chicagoer Abkommen“ (1944) Kostenbezogene Gebühren statt Steuern Keine Doppelbelastung! Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimatasanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimatasanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimatasanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet.
  18. 18. 18 Ungleiche Rahmenbedingungen im globalen Wettbewerb Nationale Alleingänge und europäische Sonderwege schaffen einseitige Belastungen und verzerren den Wettbewerb Förderliche Rahmenbedingungen für den Luftverkehr Europäischer Emissionshandel Restriktive Betriebszeiten Luftverkehrsteuer Kein Single European Sky Schärfere Verbraucherschutzregeln
  19. 19. 19 Verteilung der Steuerlast aus der Luftverkehrsteuer (2014) Beispiel Luftverkehrsteuer: Wettbewerbsverzerrung zu Lasten deutscher Fluggesellschaften Quelle: Bundesfinanzministerium, Unternehmensangaben über 100 insbesondere ausländische Gesellschaften Einnahmen Bund Verteilung auf Fluggesellschaften 4 deutsche Fluggesellschaften 1000 526 474
  20. 20. 20 Starts auf deutschen Flughäfen (2010-2013) Beispiel Luftverkehrsteuer: Deutsche Fluggesellschaften können kein Wachstumstreiber mehr sein Quelle: : Eigene Berechnung auf Basis von Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) - 4,8 % + 10,0 % -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 8 10 12 europäische Netzwerkcarrier (Air France-KLM, British Airways, Turkish Airlines, SAS, Aeroflot) deutsche Fluggesellschaften (Lufthansa Group, Air Berlin, Condor, TUIfly)
  21. 21. 21 Wachstum von Flughäfen nahe der dt. Grenze (2010-2014) Beispiel Luftverkehrsteuer: Konjunkturprogramm für ausländische Flughäfen Quelle: : Eigene Berechnung auf Basis von Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) -0,5 +46,2 -5 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50% benachbartes AuslandDeutschland ∆ 46,7%
  22. 22. 22 Beispiel Betriebszeiten: Nachtflugregelungen sind in Deutschland besonders restriktiv Quelle: Boeing, AIP Germany Betriebszeiten an ausgewählten Flughäfen Dubai Antalya London Amsterdam Paris Madrid München Frankfurt Berlin TXL Nürnberg Hannover Köln/Bonn Hamburg Stuttgart Leipzig/Halle Düsseldorf Istanbul Münster
  23. 23. 23 Beispiel fehlender Single European Sky: Staatliche Verantwortung für eine effiziente Flugsicherung Quelle: DFS Deutsche Flugsicherung Rom Amsterdam Kürzeste Entfernung (1.300 Kilometer) Tastsächliche Route (1.690 Kilometer) Militärische Lufträume Mit der Verwirklichung des einheitlichen europäischen Luftraums ließe sich eine CO2-Reduktion von bis zu zwölf Prozent erzielen. Weil es keinen Single European Sky gibt, entstehen pro Tag Zusatzkosten von 14 Millionen Euro, vor allem durch zusätzliches Kerosin. -12% CO2 Zusatzkosten und Kerosinverschwendung
  24. 24. 24 Beispiel einseitiger Emissionshandel: Insellösungen bringen keine Lösung für den Klimaschutz Durch heute geltenden Regelungen werden europäische Fluggesellschaften benachteiligt HAM MUC HKGDOH Europäische Fluggesellschaft: (zum Beispiel HAM MUC HKG) Emissionszertifikate für ein Leg notwendig Nicht-europäische Fluggesellschaft: (zum Beispiel HAM DOH HKG) Keine Emissionszertifikate notwendig
  25. 25. 25 Unterschiedliche Regelungen für EU-Carrier und Non-EU-Carrier Beispiel Fluggastrechte: Europäische Unternehmen werden benachteiligt JFK FRA Fluggesellschaften mit europäischer Zulassung unterliegen bei Flügen innerhalb der EU, aus der EU und in die EU der Fluggastrechte-VO Fluggesellschaften mit nicht-europäischer Zulassung unterliegen bei Flügen in die EU nicht der Fluggastrechte-VO
  26. 26. Markt- und Wettbewerbsentwicklung
  27. 27. 27Quelle: Weltairlineverband IATA (hier: Turkish Airlines zu Naher Osten, nicht zu Europa), Unternehmensangaben Wachstum wird vor allem durch außereuropäische Anbieter getrieben Wachstum von Fluggesellschaften (2010-2014) Wachstum wichtiger Drehkreuzflughäfen (2010-2014) % 0 10 20 30 40 50 60 70 Nord- amerika Afrika Europa Welt Asien/ Pazifik Latein- amerika Naher Osten + 22 + 9 + 13 + 24 + 28 + 38 + 65 % 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 London Frankfurt Dubai Moskau Doha Istanbul Abu Dhabi + 49 + 12 + 12 + 68 + 63 + 83 + 77
  28. 28. 28 Globale Verkehrsströme verlagern sich weg von Europa Quelle: Sabre O&D Verschiebung von Marktanteilen am Beispiel des Verkehrsstroms USA – Indien – USA Indien USA 2013 38% 46% 14% Umsteigepassagiere, die außerhalb von USA und Indien umsteigen: Naher Osten 2008 69% 22% 10% 2005 76% 21% 4% Europa Andere Regionen
  29. 29. 29 Neue Wettbewerber bauen zusätzliche Kapazität auf, Europa fällt zurück Quelle: Airbus, Boeing, Weltairlineverband IATA / *Berücksichtigt wurden je Region die offenen Bestellungen der jeweils fünf größten Fluggesellschaften Flottenwachstum nach Regionen* Schlaglichter auf den weltweiten Infrastrukturausbau Türkei: Dritter Großflughafen in Istanbul bis 2020 (bis zu 150 Mio. PAX) China: Neuer Großflughafen in Peking (bis zu 130 Mio. PAX) Vereinigte Arabische Emirate: Neuer Großflughafen in Dubai bis 2025 (bis zu 160 Mio. PAX)0 50 100 150 Europa Nordamerika Asien Lateinamerika Naher Osten + 15 + 23 + 39 + 63 % + 99
  30. 30. 30 Gewinnmarge von Airlines 2014 (% vom Umsatz) Wieviel Gewinn machen die deutschen Fluggesellschaften? Quelle: Internationaler Airline-Verband IATA, Unternehmensangaben / *Lufthansa Passage + Airberlin Group 0,4 0,9 1,9 2,6 3,5 5,1 6,4 7,6 Afrika Deutschland Europa Naher Osten Lateinamerika Welt Asia-Pazifik Nordamerika Operative Gewinnmarge 2014 (in % vom Umsatz) 0,9 4,6 5,8 6,9 10,3 10,7 11,3 12,0 13,4 24,8 Dt. Fluggesellschaften* RWE (Energiewirtschaft) Adidas (Bekleidung) Telekom (Telekomm.) Siemens (Elektrotechnik) Bayer (Chemie) BMW (Automobil) Infineon (Halbleiter) Henkel (Konsumgüter) SAP (Software)
  31. 31. Aber…
  32. 32. 32 … die Menschen kennen die große Bedeutung des Luftverkehrs „Wichtig oder sehr wichtig ist …“ … ein leistungsfähiges Luftverkehrsnetz für Jobs und Wirtschaft 85% 85% 70% … die Existenz leistungsfähiger deutscher Airlines … die Luftfracht für den deutschen Außenhandel Quelle:: Forschungsgruppe Wahlen (September 2014, n=1.032)
  33. 33. Vielen Dank!Vielen Dank!Vielen Dank!
  34. 34. Kontakt Ivo Rzegotta, Leiter Strategie Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e. V. - Haus der Luftfahrt – Friedrichstraße 79 10117 Berlin Tel: 030- 520077- 165 Fax: 030- 520077- 111 Ivo.rzegotta@bdl.aero www.bdl.aero

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