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Lernservice-Engineering - Eine ökonomische Perspektive auf technologiegestütztes Lernen

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Lernservice-Engineering - Eine ökonomische Perspektive auf technologiegestütztes Lernen

  1. 1. Corinna  Fink,  Roland  Gabriel,  MarCn  Gersch,  ChrisCan  Lehr  und  Peter  Weber Lernservice-Engineering Eine ökonomische Perspektive auf technologiegestütztes Lernen Der  hohe  InnovaCons-­‐  und  TransformaConsdruck  auf  das  deutsche  Bildungswesen  mit  dem  Ziel  besserer und   zeitgemäßerer   Bildungsangebote   bei   gleichzeiCg   knappen   Budgets   der   öffentlichen   Hand   führt   zu   der Notwendigkeit,   Bildung   auch   unter   ökonomischen   Gesichtspunkten   zu   betrachten   und   zu   gestalten.   Der vorliegende   Beitrag   widmet   sich   diesem   Thema,   indem   er   exemplarisch   Hochschulbildung   als   Dienst-­‐ leistung   interpreCert   und   aus   dem   DienstleistungsmarkeCng   sowie   anderen   verwandten   ökonomischen Disziplinen  etablierte  Methoden  und  Ansätze  auf  die  Hochschulbildung  überträgt.  D as  so  entstandene  Feld des  Lernservice-­‐Engineering  zeigt  dabei  Möglichkeiten  und  Wege  auf,  wie  sich  insbesondere  technologie-­‐ gestützte   Bildungsangebote   kosteneffizient   und   dennoch   an   die   individuellen   Bedürfnisse   verschiedener Lerntypen   anpassbar   realisieren   lassen.   So   wird   ein   SystemaCsierungsansatz   für   technologiegestützte Lerninhalte  vorgestellt,  der  eine  effiziente  Realisierung  verschiedener,  miteinander  kombinierbarer  Inhalts-­‐ arten  nach  den  individuellen  Erfordernissen  verschiedenster  Lernarrangements  und  den  unterschiedlichen (finanziellen)  Möglichkeiten  verschiedener  Bildungseinrichtungen  ermöglicht.  Darauf  auoauend  wird  ein Ansatz   zur   Unterstützung   einer   systemaCschen   Entwicklung   von   Lernservices   nach   der   Logik   des   Lern-­‐ service-­‐Engineering   vorgestellt,   der   eine   standardisierungsbasierte   KostenorienCerung   ermöglicht   und gleichzeiCg   Möglichkeiten   für   eine   auf   Differenzierung   ausgerichtete   Individualisierung   der   Leistungsan-­‐ gebote  enthält.   Quelle:  SeaEle  Municipal  Archives   (Record  Series  2613-­‐07,Item  74240,  Engineering  Department  Photographic  NegaCves) URL:  hEp://www.flickr.com/photos/seaElemunicipalarchives/4818952324/  [2011-­‐01-­‐10] #lernservice #spezial #theorieforschung Version  vom  1.  Februar  2011 Für  dieses  Kapitel  wird  noch  ein  Pate  gesucht, Jetzt Pate werden! mehr  InformaConen  unter:  hEp://l3t.eu/patenschaH
  2. 2. 2  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) besserten Leistungserstellungs- und Bereitstellungs-1. Hintergrund  eines  betriebswirtscha3lichen  Service-­‐ prozessen ermöglicht werden kann (Gabriel et al.,verständnisses  von  technologiegestütztem  Lernen   2007). Beim Leistungserstellungs- und Bereitstel-Das Bildungswesen ist seit einigen Jahren massiven lungsprozess können sich Vorteile durch eineVeränderungen ausgesetzt. Dazu gehören im Hoch- größere Orts- und Zeitunabhängigkeit der Lehreschulkontext unter anderem die Umstellung der uni- sowie die mögliche Wiederverwendbarkeit von tech-versitären Abschlüsse im Rahmen des Bologna-Pro- niologiegestützten Lerninhalten zeigen (Gabriel et al.,zesses, die Entwicklungen hin zu einem Konzept des 2008; Hofhues & Dürnberger, im Druck). Hin-„lebenslangen Lernens“ sowie der zunehmende Ein- sichtlich der Leistungserstellungsprozesse und -ergeb-fluss technologischer Impulse (zum Beispiel techno- nisse bietet technologiegestütztes Lernen zudem be-logiegestütztes Lernen, Campus-Management- sonderes Potenzial im Hinblick auf innovative, bei-Systeme, Online-Erhebungen und -Tests; Gabriel et spielsweise virtuelle kollaborative Lernformen, beial., 2007). denen größerer Raum für Interaktionen zwischen Diese Veränderungen haben nicht nur didaktische und mit den Lernenden geschaffen wird, um dieund hochschulpolitische Konsequenzen, sondern Handlungskompetenz der Lernenden nachhaltig zuauch ökonomische Relevanz, was sich im Hochschul- fördern (Brauchle, 2007, 2). Gleichzeitig stellen tech-bereich vor allem durch sich ändernde Wertschöp- nologiegestützte Ansätze des Lehrens und Lernensfungs- und Wettbewerbsstrukturen zeigt. Die bisher die Akteurinnen und Akteure aber auch vor enormedominierende Interpretation von Bildung als kultur- Herausforderungen. Auf Seiten der Anbieter sindhoheitlichem Gut musste beziehungsweise durfte sich oftmals erhebliche Investitionen erforderlich, unternicht konsequent an ökonomischen Maßstäben anderem für den Aufbau des erforderlichen interdis-messen und hat auf der Basis einer gesicherten öf- ziplinären Know-How und die erforderliche Infra-fentlichen Finanzierung über Jahre das vorherr- struktur. Etablierte Abläufe müssen oft angepasstschende Selbstverständnis der Akteurinnen und Ak- und neu abgestimmt werden (zum Beispiel Aner-teure geprägt. Immer stärker müssen nun aber im kennung von Lehrdeputaten) und die Lehr- undHinblick auf eine nachhaltige, qualitative, zukunfts- Lernmaterialien bedürfen der kontinuierlichen Pflegeorientierte und zugleich wettbewerbsfähige Hoch- und Wartung.schulbildung auch ökonomische Rahmenbedin- Technologisch unterstützte Ansätze des Lernensgungen berücksichtigt und durch die Hochschulen und Lehrens werden daher im Folgenden in An-selbst mitgestaltet werden. In der Konsequenz er- lehnung an Gabriel et al. (2008) als Lernservices –fahren die Hochschulen, wie auch die hochschulin- und damit aus einem ökonomischen Blickwinkel –ternen Akteure als Leistungserbringer, immer deut- thematisiert. Sie stellen große Potenziale in Aussicht,licher die Bedeutung sowie die Herausforderungen müssen aber hinsichtlich Ihrer systematischen Er-einer konsequenten Marktorientierung mit der Not- stellung und Verwendung ökonomischen An-wendigkeit zur Erschließung individueller Effizienz- sprüchen genügen, um diese Potenziale nutzbar zuund Effektivitätspotenziale als Basis nachhaltiger machen. Durch den Zusatz „Services“ (Englisch fürWettbewerbsvorteile. In diesem Zusammenhang „Dienstleistungen“) wird diese unmittelbare Be-kann technologiegestütztes Lernen den Hochschulen deutung ökonomischer Konzepte hervorgehoben.e i n e n Wettbewerbsvorteil verschaffen, da neue Dies meint jedoch nicht, dass Lernservices ein aus-Technologien erhebliche neue Gestaltungsspielräume schließlich ökonomisch geprägter Betrachtungsge-bieten. genstand sind. Sie unterliegen stets auch mindestens Nach Engelhardt (1966) können bei allen Leis- technischen, didaktischen sowie organisatorischentungen drei Leistungsdimensionen unterschieden Rahmenbedingungen. Durch die Nähe des Begriffswerden: Lernservices zu dem der elektronischen Services soll▸ die Bereitstellungsleistung, schließlich auch die Relevanz der technischen Unter-▸ der Leistungserstellungsprozess und stützung von Lehr- und Lernprozessen herausgestellt▸ das Leistungsergebnis. werden. Der Begriff „Lernservices“ bezieht sich damit unmittelbar auf Konzepte des technologiege-Technologiegestütztes Lernen hat dabei den entschei- stützten Lernens und stellt deren interdisziplinärendenden Vorteil, dass in Bezug auf das Absatzobjekt Charakter heraus.Bildung ein verbessertes Leistungsergebnis (höhereLernzufriedenheit und höherer Lernerfolg) beigleichzeitig auch unter Kostengesichtspunkten ver-
  3. 3. Lernservice-­‐Engineering.  Eine  ökonomische  PerspekCve  auf  technologiegestütztes  Lernen  —  32. Typen  technologiegestützter  Lerninhalte   Material für künftige Lernarrangements eingesetztBevor näher auf die Gestaltung von Lernservices werden (Wheeler et al., 2008; Franklin & Van Har-eingegangen wird, werden im Folgenden ver- melen, 2007).schiedene Formen von technologiegestützten Lernin- Um durch den Einsatz von technologiegestütztemhalten definiert. Die dargestellte Klassifizierung und Lerninhalt den gewünschten Rahmen für die Leh-die darin enthaltenen Typen von Lerninhalten stellen renden zu schaffen, muss die Wahl zwischen diesendamit das inhaltliche Rüstzeug für die Erstellung von drei Inhaltsformen auch unter Effizienzgesichts-Lernservices vor, bieten aber gleichzeitig auch eine punkten erfolgen. Ziel ist dabei ein möglichst posi-Einschätzung über den mit den einzelnen Ausprä- tives Kosten-Nutzen-Verhältnis bei der Erstellunggungen von Lernmaterialien verbundenen Erstel- und Nutzung, um die knappen Ressourcen der Leh-lungsaufwand. renden und der Hochschule optimal einsetzen zu Es werden dabei die drei Formen von technolo- können. Eine geeignete Grundlage hierfür bietet diegiegestützten Lernmaterialien, nämlich webba- Systematisierung der verschiedenen technologiege-sierte Selbstlerneinheiten, rasch erstellte Lernmate- stützten Inhaltsformen hinsichtlich ihrer Erstellungs-rialien („Rapid E-Learning-Content“) sowie von Ler- und Nutzungsprozesse. Aus dieser können konkretenenden erstellte Inhalte („Lernergenerierte Inhalte“) Handlungsempfehlungen für die Wahl bzw. Kombi-unterschieden. Die Begriffe werden im Folgenden er- nation und den Einsatz der verschiedenen Inhalts-läutert. arten in konkreten Lernarrangements abgeleitet Webbasierte Selbstlerneinheiten oder Lern- werden.module sind Lernprogramme, die auf Internet-Tech- Dazu lassen sich die Inhaltsarten anhand zweiernologien basieren und werden auch als Web-Based Dimensionen systematisieren:Trainings bezeichnet (Mair, 2005). Sie zeichnen sich ▸ Zum einen nach den Leistungserstellern: Erstellendurch eine multimediale Darstellung der Lerninhalte die Lehrenden oder die Lernenden selbst die In-aus. So können neben Texten auch Grafiken, Ta- halte?bellen, Videos, Ton und (interaktive) Animationen für ▸ Zum anderen nach dem im Leistungserstellungs-die Darstellung der Informationen verwendet prozess benötigen Ressourceneinsatz und derwerden. Qualität der so erstellen Leistungsangebote: Technologiegestützte Lernimaterialien mit einem Werden aufwendig hochwertige Inhalte erstelltbeschleunigten Erstellungsprozess werden auch oder eher kurzfristig tendenziell einfachere?als „Rapid E-Learning-Content“, also einer Wortzu-sammensetzung aus Rapid Prototyping und E- Der erste Punkt entspricht der Unterscheidung vonLearning, bezeichnet. Dazu gehören digital aufbe- anbieter- und nachfragergenerierten Inhalten.reitete Vorträge, oft als E-Lectures bezeichnet, die Web-Based Trainings und E-Lectures sind dabei an-aus einer Kombination von Audio- bzw. Videoele- bietergenerierten Inhalten zuzuordnen, währendmenten mit synchronisierten Text- und Bildele- Learner-Generated-Content nutzergeneriert ist. Diementen bestehen (Gersch et al., 2010; Reinmann & zweite Dimension unterscheidet zwischen Fast- undMandl, 2009). Auf diesem Wege wird eine zeit- und Slow-Content. Dieser Begriff wird analog zur Ein-kostengünstigere Erstellung von technologiege- teilung in Fast-Food und Slow-Food verwendet.stützten Lerninhalten möglich, die zudem weniger Ebenso wie Fast-Food zeichnet sich Fast-Contenttechnische Kompetenz auf Seiten der Erstellenden (Rapid-E-Learning-Inhalte) durch schnelle Umsetz-voraussetzt. barkeit aus, mit der jedoch Abstriche in der Qualität Ähnliches gilt auch für von Lernenden erstellte einhergehen – ganz im Gegensatz zu Slow-Food bzw.Lerninhalte. Das sind technologiegestützte Lernin- -Content, dessen längerfristig umgesetzter aber auchhalte, die im Rahmen von Lernarrangements durch ressourcenintensiverer Erstellungsprozess einedie Lernenden selbst entwickelt und umgesetzt höhere Qualität der Inhalte in Aussicht stellt (Gabrielwerden. Hierzu eignet sich insbesondere der Einsatz et al., 2009; Gersch et al., 2010).von Anwendungen wie Wikis oder Blogs, die es den Mit Hilfe der fünf Merkmale Qualität, Kollabo-Lernenden ermöglichen, Inhalte kollaborativ mit den rativität, Produktionsaufwand, Flexibilität und Glaub-Mitlernenden zu entwickeln und somit eine sehr viel würdigkeit können die Felder der so entstehendenintensivere Auseinandersetzung mit den Lerninhalten Matrix detailliert beschrieben und differenziertfördern. Die so erstellten Inhalte können zudem als werden, um so Handlungsempfehlungen für einen ef- fizienten Einsatz der unterschiedlichen Typen tech- nologiegestützter Lerninhalte zu erhalten.
  4. 4. 4  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) Anbietergenerierte  Inhalte Nachfragergenerierte  Inhalte Slow Merkmal Webbasierte  Selbstlerneinheiten Wikibasierte  Lerninhalte Content DidakCsch:  hoch  (beispielsweise  individuelle DidakCsch:  im  Erstellungsprozess  sehr  hoch Qualität Lernpfade) (ProdukConsprozess  ist  Bestandteil  des  Lernpro-­‐ MulCmedial:  hoch  (vielfälCge  mulCmediale zesses;  akCve  Auseinandersetzung  mit  den  In-­‐ Darstellungsformen)   halten);  bei  der  erneuten  Anwendung  stark  vari-­‐ Inhaltlich:  hoch   ierend  zwischen  den  verschiedenen  Wikis.   MulCmedial:  miEel  bis  hoch  (vielfälCge  mulC-­‐ mediale  Darstellungsformen)   Inhaltlich:  abhängig  von  den  Lernenden   Kollabora-­‐ Auf  Seiten  der  Lehrenden:  zur  Erstellung  hohe Auf  Seiten  der  Lehrenden:  Grad  der  Unterstüt-­‐ Lvität KollaboraCvität  erforderlich   zung  der  Lernenden  je  nach  Lernarrangement Auf  Seiten  der  Lernenden:  je  nach  didakC-­‐ Auf  Seiten  der  Lernenden:  sehr  hoch  (entschei-­‐ schem  Design,  tendenziell  gering   dend  für  die  Erstellung  der  Ergebnisse)   ProdukL-­‐ Technisch:  hohe  Anforderungen  an  Hard-­‐  und Technisch:  miEel  (abhängig  von  der  gewünsch-­‐ onsauf-­‐ SoHware   ten  MulCmedialität)   wand Personell:  hoch  (besondere  Anforderungen  an Personell:  auf  Seiten  der  Lehrenden  sehr  gering; technische  und  didakCsche  Kompetenz)   auf  Seiten  der  Lernenden  eher  hoch   Zeitlich:  hoch   Zeitlich:  individuell  eher  gering;  lange  Wachs-­‐ Kosten:  entsprechend  hoch   tumsphase  des  Inhalts   Kosten:  eher  gering  (Freeware)   Flexibiltät Auf  Seiten  der  Lehrenden:  vielfälCge  Gestal-­‐ Auf  Seiten  der  Lehrenden:  vielfälCge  Nutzungs-­‐ tungsopConen;  aber  eingeschränkte  Aktualisie-­‐ opConen  (Wiederverwendbarkeit)   rungs-­‐  und  Anpassungsmöglichkeit   Auf  Seiten  der  Lernenden:  vielfälCge  Gestal-­‐ Auf  Seiten  der  Lernenden:  vielfälCge  Nutzungs-­‐ tungs-­‐  und  NutzungsopConen   opConen   Glaubwür-­‐ Grundsätzlich  relaCv  hoch  (kann  durch  gezielte Eher  geringer  (Notwendigkeit  eines  Qualitäts-­‐ digkeit Maßnahmen  zusätzlich  gefördert  werden;  z.B. managements  von  Seiten  der  Lehrenden);  zu Nutzung  von  Personenmarken) steigern  durch  Nutzerbewertungen  und  Quali-­‐ tätssiegel Fast Merkmal Rapid-­‐E-­‐Learning-­‐Inhalte  (E-­‐Lectures) Blogbasierte  Lerninhalte Content Qualität DidakCsch:  geringer  (vorgegebener  Lernpfad) DidakCsch:  sehr  hoch  (ProdukConsprozess  ist MulCmedial:  miEel  (auf  eine  Darstellungsform Bestandteil  des  Lernprozesses;  akCve  Auseinan-­‐ beschränkt)   dersetzung  mit  den  Inhalten)   Inhaltlich:  hoch,  aber  beschränkt  auf  be-­‐ MulCmedial:  hoch  (vielfälCge  mulCmediale  Dar-­‐ sCmmte  Themenaspekte  sowie  abhängig  vom stellungsformen)   Referenten   Inhaltlich:  abhängig  von  den  Lernenden   Kollabora-­‐ Auf  Seiten  der  Lehrenden:  gering   Auf  Seiten  der  Lehrenden:  Grad  der  Unterstüt-­‐ Lvität Auf  Seiten  der  Lernenden:  gering   zung  der  Lernenden  je  nach  Lernarrangement Auf  Seiten  der  Lernenden:  hoch  (entscheidend für  die  Bewertung/  KommenCerung  der  Ergeb-­‐ nisse)   ProdukL-­‐ Technisch:  eher  geringe  Anforderungen  an Technisch:  eher  gering  (abhängig  von  der  ge-­‐ onsauf-­‐ Hard-­‐  und  SoHware   wünschten  MulCmedialität)   wand Personell:  gering   Personell:  auf  Seiten  der  Lehrenden  sehr  gering; Zeitlich:  gering   auf  Seiten  der  Lernenden  eher  hoch   Kosten:  entsprechend  gering   Zeitlich:  eher  gering   Kosten:  eher  gering  (Freeware)   Flexibiltät Auf  Seiten  der  Lehrenden:  vorgegebene  Gestal-­‐ Auf  Seiten  der  Lehrenden:  eher  gering   tungsopConen   Auf  Seiten  der  Lernenden:  vielfälCge  Gestal-­‐ Auf  Seiten  der  Lernenden:  vorgegebene  Nut-­‐ tungsopConen,  aber  geringe  ModifikaConsmög-­‐ zungsopConen   lichkeiten   Glaubwür-­‐ Grundsätzlich  hoch,  allerdings  stark  abhängig Geringer  (Notwendigkeit  eines  Qualitätsmana-­‐ digkeit vom  Referenten gements  von  Seiten  der  Lehrenden) Tabelle:  Systematisierungsansatz  von  technologiegestützten  Lerninhaltsarten  (Gersch  et  al.,  2010)  
  5. 5. Lernservice-­‐Engineering.  Eine  ökonomische  PerspekCve  auf  technologiegestütztes  Lernen  —  5 Nach Kundinnen und Kunden (zum Beispiel Ler- In   welcher   Weise   sind   Microblogging-­‐AkCvitäten   von nenden) differenzierte Leistungsangebote sollen ? Lernenden   im   Seminar   sowie   Podcasts   einer   Bildungs-­‐ einrichtung   mit   Interviews   von   ExperCnnen   und   Ex-­‐ durch Mass-Customization-Ansätze zu einem der perten  in  dem  vorgestellten  System  (siehe  Tabelle  auf Massenproduktion vergleichbarem Kostenniveau rea- der  vorherigen  Seite)  zur  Bewertung  von  Lerninhalten lisiert und angeboten werden können (Piller, 2006). einzuordnen  und  zu  beschreiben?   Diesbezüglich zeigen Erfahrungen aus anderen Ser- viceindustrien, dass Standardisierung und Differen-3. Lernservice-­‐Engineering:  Ansätze  zur  Unterstützung zierung/Individualisierung keineswegs unvereinbareeiner  systemaLschen  Entwicklung  von  Lernservices   Gegensätze darstellen, sondern dass StandardisierungVor dem Hintergrund der dargestellten Verände- regelmäßig sogar mit einer, auch durch den Nach-rungen, Herausforderungen und Lernservicecharak- frager empfundenen, Qualitätssteigerung des diffe-teristika (insbesondere auch dem Leistungsbündel- renzierten/individualisierten Leistungsangebotes ein-charakter) wurde „Lernservice-Engineering“ als in- hergehen kann.terdisziplinärer Erstellungsansatz für die Entwicklung Es lassen sich im Kontext von technologiege-von Lernservices erarbeitet. stütztem Lernen verschiedene Ansatzpunkte für eine Umsetzung erkennen, wie zum Beispiel eine Modula- risierung von Leistungskomponenten (siehe die vor- Der   Begriff   des   Lernservice-­‐Engineering   nimmt   dabei gestellten Typen von Lerninhalten), die im Idealfall ! Bezug   auf   das   im   Dienstleistungsmanagement   eta-­‐ blierte   „Service   Engineering“   sowie   das   in   der   (Wirt-­‐ immer wieder zu differenzierten Leistungsbündeln schaHs-­‐)   InformaCk   etablierte   „SoHware   Engineering“. (re-) kombiniert werden können (zu weiteren alterna- Es   beschreibt   die   interdisziplinäre   Bereitstellung   und tiven Umsetzungsmöglichkeiten einer Mass Customi- systemaCsche  Verwendung  von  Prinzipien,  Methoden zation siehe Büttgen, 2002). und  Werkzeugen  für  die  zielorienCerte  (arbeitsteilige, Im Folgenden steht die Umsetzung mit Hilfe sog. ingenieursgleiche)   Gestaltung   und   Entwicklung   von Lehr-­‐Lern-­‐Leistungsangeboten.   Serviceplattformen im Vordergrund, die sich nicht nur zur wettbewerbsstrategischen Ausrichtung, sondern insbesondere auch zur Förderung der Ver-In diesem Kapitel steht dabei die ökonomische Seite breitung und des Einsatzes innovativer Lehr- unddes Lernservice-Engineering im Vordergrund. Ziel ist Lernkonzepte an Institutionen mit dezentralen Struk-die Umsetzung einer sogenannten Mass-Customi- turen und unterschiedlichen Kenntnisständen inzation-Strategie in Bezug auf das technologiege- Bezug auf deren Gestaltung und Einsatz – wie zumstützte Lernen. Im Kern geht es dabei um eine zielge- Beispiel den Hochschulen – eignen.richtete Standardisierung von Teilleistungen und Teil-prozessen im Rahmen einer Modularisierungsstra-tegie, die zu individualisierten oder zielgruppenspezi- Serviceplavormen   sind   konzepConelle   Sets   von   op-­‐fischen Leistungsbündeln in Form von hybriden Ler- ! Conalen   Teilelementen/-­‐systemen   und   SchniEstellen, die   eine   mehrfach   verwendbare   Struktur   bilden   aufnarrangements kombiniert werden können (Da Sil- deren   Grundlage   immer   wieder   differenzierte   Leis-­‐veira et al., 2001). tungsangebote   effizient   und   effekCv   entwickelt   und realisiert  werden  können  (Stauss,  2006).  Nicht  zu  ver-­‐ wechseln   sind   Serviceplavormen   mit   LernplaE-­‐ Das  aus  den  Begriffen  Mass  ProducCon  und  Customi-­‐ formen   (Learning   Management   Systeme,   LMS;   siehe ! zaCon   zusammengesetzte   Oxymoron   „Mass   Customi-­‐ zaCon“  bezeichnet  also  ein  zumeist  technologisch  ge-­‐ Kapitel  #infosysteme,  #systeme) stütztes  Konzept  zur  Auflösung  der  vermeintlichen  Ge-­‐ Im Kontext des Lernservice-Engineering stellen gensätzlichkeit   von   Differenzierung   und   Kostenorien-­‐ Serviceplattformen Veranstaltungsgrundtypen dar, Cerung   (Porter,   1995;   Piller,   2006).   Damit   ist   der   Ge-­‐ gensatz  zwischen  individuellen  und  daher  häufig  kos-­‐ die als Grundlage für verschiedene Bildungsangebote tenintensiven   Leistungsangeboten   (Differenzierung) dienen. Sie setzen sich aus idealtypischen Veranstal- und   möglichst   standardisierten   und   deswegen   kosten-­‐ tungsphasen, Leistungspotenzialen (wie Web-Based günsCg  realisierbaren  Leistungsangeboten  (Kostenori-­‐ Trainings, Fallstudien, E-Lectures), Betreuern, Pro- enCerung)  gemeint.   zessen und Schnittstellen zusammen, die gemeinsam die Grundlage zur Entwicklung und Realisierung immer wieder differenzierter Leistungsangebote dar- Können  Sie  erklären,  warum  Differenzierung  und  Kos-­‐ stellen. Im Prozess des didaktischen Designs, welcher ? tenorienCerung   sehr   häufig   als   Gegensatz   betrachtet wird?   die Konkretisierung der abstrakten Serviceplatt-
  6. 6. 6  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) Abbildung  1:  Hierarchisches  Begriffsverständnis  (Weber,  2008,  S.  29).formen zu konkreten Lernservices bezeichnet, ist Auch innerhalb der Lernszenarien als Veranstal-dafür Sorge zu tragen, dass das zu konzipierende tungsgrundtypen lässt sich das Konzept der MassLeistungsangebot nicht nur effizient erstellt wird, Customization mit Hilfe von Serviceplattformensondern dass es auch den (Qualitäts-) Ansprüchen fortsetzen. So können Lernszenarien auf (teil-)stan-der jeweiligen Leistungsempfänger/innen entspricht dardisierten Veranstaltungsphasen aufbauen, die je-und somit möglichst Effizienz- und Effektivitätsvor- weils spezifischen Lernzielen verpflichtet sind. Dieteile für den Leistungsanbieter zusammenbringt. Standardisierung auf Ebene der Veranstaltungs-Dem Konzept liegt auf dieser Ebene somit eine Un- phasen bezieht sich dabei auf eine idealtypische Vor-terscheidung von abstrakten Veranstaltungsgrund- kombination von Leistungskomponenten, die alstypen (Lernszenarien bzw. Serviceplattformen) und Teilarrangements bestimmte Zielsetzungen und Ab-Lernarrangements als konkreten Lernservices zu- läufe repräsentieren, so dass im Ergebnis eine zwei-grunde. Abbildung 1 verdeutlicht den Zusam- stufige Serviceplattformstrategie resultiert. Ab-menhang und differenziert für die Betrachtung von bildung 2 verdeutlicht das Zusammenspiel von Leis-Lernservices zudem zwischen einer Makro-, Meso- tungskomponenten, Veranstaltungsphasen undund Mikroebene. Lernszenarien und ihre Konkretisierung zu Lernar- Abbildung  2:  Lernservice-­‐Engineering  (Gersch  &  Weber  2007,  S.  23).  
  7. 7. Lernservice-­‐Engineering.  Eine  ökonomische  PerspekCve  auf  technologiegestütztes  Lernen  —  7rangements. dividualisierung der Leistungsangebote. Zudem So verstandene Plattformen erlauben die systema- fördert der Ansatz über Serviceplattformen die Dif-tische Entwicklung von neuen Lernservices auf der fusion der Kenntnisse im Bezug auf die RealisierungBasis dokumentierter technischer, didaktischer und innovativer Lehr- und Lernkonzepte. Im Vorder-ökonomischer Erfahrungen und Erkenntnisse zu den grund des Lern-Service-Engineering steht daher all-verfügbaren Komponenten und deren Kombination. gemein die effiziente Übertragung, Adaption und In-So können etwa positive Erfahrungen in Bezug auf tegration von konkreten Unterstützungsmöglich-eine bestimmte Verknüpfung von Inhaltstypen, Ver- keiten für die Leistungserstellung im Bildungswesen.anstaltungsphasen, oder auch erfolgreiche Vorge- Literaturhensweisen im Rahmen eines Lernszenarios bei derNeuentwicklung eines technologiegestützten Lernan- ▸ Brauchle, B. (2007). Der Rolle beraubt: Lehrende als Vermittlergebotes zugrunde gelegt werden. Die systematische von Selbstlernkompetenz. Berufs- und Wirtschaftspädagogik.Wiederverwendung von Komponenten, Veranstal- URL: http://www.bwpat.de/ausgabe13/brauchle_bwpat13.pdftungsphasen und Lernszenarien bietet dabei erheb- [24-09-2009].liches ökonomisches Potenzial. ▸ Büttgen, M. (2002). Mass Customization im Dienstleistungsbe- reich. In: Mühlbacher, H. & Thelen, E. (Hrsg.), Neue Entwick-4. Fazit   lungen im Dienstleistungsmarketing, Wiesbaden: Gabler, 257-Die gegenwärtigen Veränderungen im Bildungswesen 285. ▸ Da Silveira, G.; Borenstein, D. & Fogliatto, F. S. (2001). Mass Nennen   Sie   Vorteile   des   Lern-­‐Service-­‐Engineering   und customization: Literature review and research directions. Inter- ? von   Mass-­‐CustomizaCon   aus   Sicht   von   Anbietern   wie Lernenden! national Journal of Production Economics, 72(1), 1-13. ▸ Engelhardt, W. H. (1966). Grundprobleme der Leistungslehre, dargestellt am Beispiel der Warenhandelsbetriebe. Zeitschriftbegründen insbesondere aufgrund der Wettbewerb- für betriebswirtschaftliche Forschung, 18, 158-178.sintensivierung und der veränderten Rahmenbedin- ▸ Franklin, T. & Van Harmelen, M. (2007). Web 2.0 for contentgungen die Notwendigkeit einer sowohl ökonomisch for Learning and Teaching in Higher Education. JISC. URL:als auch didaktisch tragfähigen Leistungserstellungs- http://www.jisc.ac.uk/media/documents/programmes/digital-strategie von Hochschulen und anderen Bildungsein- repositories/Web 2.0-content-learning-and-teaching.pdfrichtungen. Großes Potenzial in diesem Zusam- [17.09.2010].menhang birgt die Übertragung erprobter und eta- ▸ Gabriel, R.; Gersch, M. & Weber, P. (2007). Mass Costumi-blierter Konzepte aus anderen Dienstleistungs- und zation und Serviceplattformstrategien im Blended LearningServicebranchen, was eine Interpretation von Bil- Engineering. Wirtschaftinformatik Proceedings 2007, Paper 57,dungsangeboten als bestimmte Dienstleistungen (Ser- URL: http://aisel.aisnet.org/wi2007/57 [15-11-2010].vices) impliziert. Unter Vernachlässigung ideologi- ▸ Gabriel, R.; Gersch, M. & Weber, P. (2008). Möglichkeiten undscher Streitigkeiten um den Charakter von Bildung Grenzen von Lern Services. WiSt, 2008(10), 563-565.eröffnet das vorgeschlagene Serviceverständnis ein ▸ Gabriel, R.; Gersch, M.; Weber, P. & Le, S. (2009). Das EndeTor zu einer Bandbreite solcher Konzepte und An- der WBTs? Kernaussagenansatz, Personenmarken und Barter-sätze. Übertragen auf den Leistungsgegenstand der modelle als konzeptionelle Antworten auf zentrale Herausfor-Lernservices bietet beispielsweise der skizzierte Sys- derungen. In: A. Schwill & N. Apostolopoulos (Hrsg.), Lernentematisierungsansatz von technologiegestützten im digitalen Zeitalter. 7. e-Learning Fachtagung Informatik derLerninhalten eine Grundlage für ein effizientes und Gesellschaft für Informatik e.V. (DeLFI 2009).an die Erfordernisse des jeweiligen Lernarrangements ▸ Gersch, M.; Lehr, C.;& Fink, C. (2010). Formen, Einsatz- undanpassbares Produktions- und Einsatzkonzept der Kombinationsmöglichkeiten von E-Learning-Content - Einbenötigten Lerninhalte. Dabei liegt der Fokus in Systematisierungsansatz am Beispiel kooperativer Lernarrange-diesem Kapitel auf den Kostenaspekten des Ein- ments. In: Tagungsband GML 2010. Münster: Waxmann.satzes von technologiegestützten Lerninhalten. Da- ▸ Gersch, M. & Weber, P. (2007). E-Learning Geschäftsmodelle.neben müssen in die Analyse auch Nutzenaspekte Zeitschrift für e-Learning, 2(3), 19-28.einbezogen werden (Gust, & Weiß, 2005). ▸ Gust, M. & Weiß, R. (2005). Praxishandbuch Bildungscon- Auch der dargestellte serviceplattformbasierte trolling für exzellente Personalarbeit. Wien: USP Publishing.Mass-Customization-Ansatz bietet Bildungseinrich- ▸ Hofhues, S. & Dürnberger, H. (im Druck). Anforderungen antungen Potenziale für eine standardisierungsbasierte E-Learning in pflegerischen und therapeutischen Studien-Kostenorientierung und enthält gleichzeitig Möglich- gängen: Ergebnisse eines Workshops. Vortrag auf Hochschul-keiten für eine auf Differenzierung ausgerichtete In-
  8. 8. 8  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) didaktik in pflegerischen und therapeutischen Studiengängen. ▸ Weber, P. (2008). Analyse von Lern-Service-Geschäftsmodellen Bielefeld. vor dem Hintergrund eines sich transformierenden Bildungs-▸ Mair, D. (2005). E-Learning - das Drehbuch. Handbuch für wesens. Frankfurt am Main: Peter Lang. Medienautoren und Projektleiter. Berlin/Heidelberg: Springer. ▸ Wheeler, S.; Yeomans, P. & Wheeler, D. (2008). The good, the▸ Piller, F.T. (2006). Mass Customization - Ein wettbewerbsstra- bad and the wiki: Evaluating student-generated content for col- tegisches Konzept im Informationszeitalter. Wiesbaden, DUV laborative learning. British Journal of Educational Technology, Gabler Edition Wissenschaft. 39(6), 987-995.▸ Porter, M. E.(1995). Wettbewerbsstrategie. Frankfurt am Main/New York: Campus.▸ Reinmann, G. & Mandl, H. (2009). Wissensmanagement und Weiterbildung. In: R. Tippelt & A. Hippel (Hrsg.), Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung, Wiesbaden: VS, Verlag für Sozialwissenschaften, 1049-1066.▸ Stauss, B.(2006). Plattformstrategien im Service Engineering. In: H.-J. Bullinger; A.W. Scheer (Hrsg.), Service Engineering, Berlin/Heidelberg, Springer, 321-340.

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