Educasting - Wie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung finden
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×
 

Educasting - Wie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung finden

on

  • 1,286 views

Kapitel des L3T Lehrbuch (http://l3t.eu)

Kapitel des L3T Lehrbuch (http://l3t.eu)

Statistics

Views

Total Views
1,286
Views on SlideShare
1,286
Embed Views
0

Actions

Likes
1
Downloads
34
Comments
0

0 Embeds 0

No embeds

Accessibility

Categories

Upload Details

Uploaded via as Adobe PDF

Usage Rights

© All Rights Reserved

Report content

Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
  • Full Name Full Name Comment goes here.
    Are you sure you want to
    Your message goes here
    Processing…
Post Comment
Edit your comment

Educasting - Wie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung finden Educasting - Wie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung finden Document Transcript

  • Isabel  Zorn,  Andreas  Auwärter,  Marc  Krüger  und  Heike  Seehagen-­‐MarxEducastingWie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung findenDas  Wortgebilde  „Educast“  kombiniert  Bildungs-­‐  bzw.  Lernkontexte  mit  der  Podcast-­‐Technik.  Beispiele  fürEducasts   sind   zum   einen   VorlesungsmitschniFe   in   formalen   Lernsitua+onen   oder   dokumentarisch   orien-­‐+erte   (oI   auch   frei   verfügbare)   Audio-­‐   und   Videoaufnahmen   einzelner   Events,   die   für   Lehr-­‐   und   Lern-­‐zwecke  eingesetzt  werden.  Zum  anderen  findet  die  Erstellung  von  Podcasts  in  Bildungskontexten  staF,  mitdem  Ziel  der  Förderung  einer  Medienkompetenz  der  Lernenden.  Zunächst  werden  in  diesem  Kapitel  Hin-­‐weise  zur  technischen  Umsetzung  von  Educasts  gegeben.  Für  pädagogische  Kontexte  sind  didak+sche  undlerntheore+sche   Gestaltungsentscheidungen   wesentlich.   Daher   wird   die   Nutzung   von   Educasts   entspre-­‐chend  verschiedener  Lerntheorien  erläutert  sowie  ihre  didak+sche  Gestaltung  in  verschiedenen  Lernsze-­‐narien   mit   Beispielen   aus   der   Hochschule,   Schule   und   außerschulischen   Jugendbildung   beschrieben,   umdie  eigene  Planung  und  Produk+on  von  Educasts  anzuregen.  Ziel  ist  es,  einen  Blick  über  die  tradi+onelleInstruk+on  hinaus  zu  wagen.  Dabei  wird  die  Nutzung  von  öffentlich  verfügbarem  Medienmaterial  für  Bil-­‐dungskontexte  aufgezeigt  und  erläutert  wie  Educasts  im  Sinne  des  konstruk+vis+schen  Lernens  von  Ler-­‐nenden   selbst   erstellt   werden   können.   Als   Gründe   und   Anlässe   ihres   Einsatzes   werden   abschließendEducast-­‐Nutzungskontexte   unter   den   Perspek+ven   von   Medienkompetenzentwicklung,   von   selbstgesteu-­‐ertem   lebenslangem   Lernen   sowie   von   Lernen   in   ins+tu+onellen   und   nicht-­‐ins+tu+onellen   Kontexten   ver-­‐anschaulicht.  Quelle:  torres21,hFp://www.flickr.com/photos/torres21/848316741/  [2011-­‐01-­‐10]    ] #educast #ver+efung   #werkzeugmethode Version  vom  1.  Februar  2011 Für  dieses  Kapitel  wird  noch  ein  Pate  gesucht, Jetzt Pate werden! mehr  Informa+onen  unter:  hFp://l3t.eu/patenschaI
  • 2  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) werden (Enhanced Podcasts). Inzwischen hat sich1. Was  sind  Educasts? dazu auch das Bewegtbild in Episoden etabliert.Der Begriff Educast bezieht sich auf die Nutzung Diese werden als „Vodcasts” (Videos als Podcasts)von Podcasts und anderen Audio- und Videoauf- oder als Videoblog (auch Vlog) bezeichnet. Mitzeichnungen in Bildungskontexten. Educasts, auch „Screencasts“ können darüber hinaus Bildschirmin-als Educational Podcasts verstandene Aufzeich- halte (Screen), zum Beispiel Software- oder Com-nungen, sind an pädagogischer Thematik orientierte puterinhalte, aufgezeichnet werden.oder in pädagogischen Kontexten entstandene Ton- Mit dem Blick auf andere bedeutende Bildungs-und Filmmedien (Schiefner, 2009). Educasts können ressourcen wie Nachrichtensendungen im Internet,über einen sogenannten RSS-Feed abonniert werden. außerschulische Jugendprojekte bis hin zu Weiterbil-Dieses nutzerorientierte Benachrichtigungssystem in- dungsinstitutionen erfahren Educasts zunehmendeformiert über Änderungen und neue Episoden, ohne Aufmerksamkeit. Sie dienen als Informationsquelle,dass man diese aktiv im digitalen Netz abrufen muss. Ausdrucksmittel individuellen Lernens sowie alsDas dem Educast zugrundeliegende Podcast ist ein Lerngegenstand. Educasts werden zudem auch ge-Kunstwort aus dem Markennamen iPod, einem weit nutzt im Kunden-Support, zum Beispiel vonverbreiteten Audiowiedergabegerät der Firma Apple Software-Unternehmen zur Vorstellung ihrer Soft-Inc., und dem englischen Wort „to broadcast“ mit ware oder für die Unternehmenskommunikation undder Bedeutung senden oder ausstrahlen, was sich im Public Relations. Besonders aber Hochschulen undenglischen Sprachraum auf die Tätigkeit von Rund- Schulen sehen im Educasting einen Mehrwert für diefunkanstalten (im engl. „broadcasting agencies“) be- Unterstützung des Lernens.zieht. Diese Wortschöpfung umfasst den Grundge-danken des Ausstrahlens oder Sendens medialer In-halte mittels technologischer Publikationsmecha-nismen auf ein entferntes Wiedergabegerät. Podcasts waren zunächst rein audiobasiert. Mit- Educasts   sind   Audio-­‐   und/oder   Videodateien,   die   di-­‐hilfe von Erweiterungen konnten dann auch elektro-nische Folien (zum Beispiel erstellt mit PowerPoint) ! gital   zu   Lern-­‐   und/oder   Lehrzwecken   bereit   gestellt werden.  synchron aufgenommen und anschließend abgespielt In der Praxis : Werkzeuge und Links für die Erstellung von Educasts Aufnahmetechnik und   -­‐bearbeitung:   Audacity:   (hFp://audacity.sourcefor-­‐ Es  werden  Audio-­‐  und/oder  Videoaufnahmegeräte  benö+gt. ge.net/)   und   Videoaufnahme:   Windows   Movie   Maker,   Avi-­‐ Neben  professionellen  teuren  Aufnahmegräten  bieten  heute demux   (Linux),   Cinderella   (Linux).   Aufnahmen,   Geräte   und auch  die  oI  leicht  verfügbaren  digitalen  Alltagsgeräte  ausrei-­‐ Bearbeitungsprogramme  vergeben  bzw.  benö+gen  oI  spezi-­‐ chende   Technologie   für   Aufnahmen   (dies   erleichtert   insbe-­‐ fische   Dateiformate.   Wenn   diese   nicht   kompa+bel   sind sondere   die   Anwendung   von   Educasts   in   Schulen).   Neben werden   Konver+erungsprogramme   benö+gt.   Zum   Beispiel: Mp3-­‐Recordern,   Dik+ergeräten,   Videokameras   eignen   sich HandBrake   (hFp://handbrake.fr/downloads.php),   das   Pro-­‐ beispielsweise   auch   die   Mobiltelefone   oder   Mobilcomputer gramm   wandelt   DVDs   und   Videos   für   den   iPod   und   das (Laptops,   Tablets)   als   Aufnahmegeräte.   Zur   Aufnahme   von iPhone   um.   Zusätzlich   kann   nach   MP4   und   Xvid   encodiert Screencasts  wird  nur  kostenlose  SoIware  benö+gt.  Zum  Bei-­‐ werden  oder  das  SUPER  Konver+erungsprogramm  (hFp://su-­‐ spiel   eignen   sich   die   freie   Version   von   Jing/Techsmith per.soIonic.de/),   das   Programm   wandelt   unterschiedliche (hFp://www.jingproject.com/features/)   und   die   Open-­‐ Aufnahmeformate  in  andere  um.   Source-­‐Version  von  CamStudio  (hFp://camstudio.org/)   Urheberrechte Schni6/Bearbeitung Wer  seine  Aufnahmen  mit  Musik  oder  Bildern  ergänzen  will Zur   Bearbeitung   des   aufgenommenen   Ton-­‐   und   Bildmaterials muss  sich  um  Urheberrechte  kümmern.  Ein  Reihe  hilfreicher wird  SoIware  benö+gt,  mit  der  die  Aufnahmen  geschniFen, Links   finden   sich   bei   Mister   Wong.de   mit   Hilfe   der   Schlag-­‐ verändert,   mit   Effekten   versehen   und   durch   Sounds,   Bilder, worte  #l3t  und  #educast.   Text  etc.  ergänzt  werden  können  (folgende  aus  Platzgründen Freie  Materialien   beispielhaIe   SoIware   dient   als   Hilfe   für   einen   ersten   Start, Auch  freie  Musik  und  Bilder  sind  im  Internet  erhältlich,  zum es  sollte  aber  recherchiert  werden,  ob  nicht  inzwischen  leis-­‐ Beispiel   auf   den   Websites   von   Massivetracks.net,   Jamen-­‐ tungsfähigere   freie   SoIware   verfügbar   ist):   Audioaufnahme do.com  und  Musicralley.com.
  • Educas+ng.  Wie  Podcasts  in  Bildungskontexten  Anwendung  finden  —  32. Vorgehen  bei  der  Erstellung  von  Educasts   beitung von Wissen erfolgen: Reize werden aufge-Die Realisierung von Educasts scheint einfach: Auf- nommen und einer kognitiven Verarbeitung und Be-nahmesoftware starten, Aufnahme starten, auf- wertung unterzogen.zeichnen und kommentieren. Dann wird das Produkt Eine andere Variante ist die Produktion von Edu-zusammen mit einer textbasierten Beschreibung casts nicht durch Lehrende, die instruieren, sondern(„Shownotes“) online gestellt und die Zielgruppe durch die Lernenden selbst und kann dem konstruk-wird über die Existenz des neuen Lernstoffs automa- tivistischen Lernen zugeordnet werden (Harel &tisch informiert. Für die erfolgreiche Erstellung von Papert, 1991). Die Aufgabe, selbst einen Educast zuEducasts gilt es, sich mit der Gestaltung des Inhalts, erstellen, fordert Lernende dazu heraus, ihr selbst an-mit den gewählten Technologien und der Veröffentli- geeignetes Wissen wiederzugeben und für die Kon-chung auseinander zu setzen. Dazu werden in der struktion eines Educasts zu strukturieren. Dazu er-Box „In der Praxis“ auf der vorherigen Seite Tipps stellen sie ein Drehbuch.für Werkzeuge und Webadressen gegeben. Diese Nutzungsform von Educasts fördert ein Educast sind didaktische Medien, die für Lernpro- konstruktivistisches Lernen: Wissen wird nicht vorge-zesse genutzt werden. Somit gilt es zum einen, didak- geben und gelernt, sondern muss selbst erschlossen,tische Prinzipien sowohl bei der Gestaltung als auch verarbeitet, strukturiert und transferiert werden, umbeim Einsatz von Educasts zu berücksichtigen. Zum in die Konstruktion eigener kognitiver Schemata zuanderen gilt es, das Medium Educast auf seine Wech- münden. Durch die Arbeit an der Konstruktion einerselwirkung von unterschiedlichen Methoden, Lernin- eigenen Darstellung des Wissens wird dieser Prozesshalten und Zielgruppen hin zu untersuchen. Educasts unterstützt. Der Educast dient dann als ein zu kon-können im Lernprozess zur Wissenspräsentation in struierendes Artefakt, das als eine veräußerlichtedarstellender und organisierender Weise sowie zur Form der erfolgten Lern- und Denkprozesse disku-Unterstützung personeller Kommunikation genutzt tiert werden kann. Derartige Mediennutzung fürwerden. Damit können sie sowohl einem instruie- Lernprozesse wird auch als Learning-By-Designingrenden als auch einem konstruktivistischen (Kafai & Resnick, 1996) bezeichnet.Lehr-/Lernverständnis zugeordnet werden. Entspre- Mit Bezug auf den gesamten Prozess von derchend lassen sich dann unterschiedliche didaktische Planung, über die Produktion bis zur DistributionGestaltungsmöglichkeiten entwickeln (siehe Kapitel und dem sich danach anschließenden Diskurs um die#lerntheorie). Information steht der Kontext zu einer bildungstheo- retisch-subjektwissenschaftlichen Basis (Faulstich &3. Lern-­‐/LehrtheoreGsche  Verortung   Zeuner, 1999) oder vor konstruktivistischem Ho-Die Wissensrepräsentation wird zum Beispiel beim rizont einer Ermöglichungsdidaktik (Arnold, 2003)instruierenden Lehren durch das Aufzeichnen von denkbar wären.Vorträgen und Vorlesungen oder Erklärungen in denVordergrund gerückt. Die Struktur der Lerninhalte Educasts  finden  als  Medienwerkzeug  sowohl  mit  demkann dabei sequentiell gestaltet werden. Die Mög-lichkeit, nicht verstandene Vortragsabschnitte sankti- ! Ziel   der   assis+erenden   VermiFlung   (zur   Instruk+on), als  auch  der  Gestaltung  (Konstruk+on)  ihre  prak+scheonslos zu wiederholen, kann dabei eine Steigerung Anwendung.  der Motivation bei den Lernenden erwirken (Schul-meister, 2001). Skizzieren  Sie  Beispiele  für  die  Nutzung  von  Educasts Lernende können dann ihren Lernstoff frei nacheigenen Bedürfnissen oder Lernständen auswählen. ? ▸ als  instruierendes  Lernen  und   ▸ als  konstruk+vis+sches  Lernen.  Bei diesem Modell agieren die Herstellenden als Leh-rende, von denen die Rezipienten etwas lernen sollen. 4. DidakGsche  Gestaltungsmöglichkeiten  für  den  EinsatzDen Educasts können angeleitete Übungen und Auf- von  Educasts  gaben beigefügt werden, mit dem Ziel, durch ihre Be- Ergänzend zur idealen technischen Umsetzung vonarbeitung die kognitive Verarbeitung des Gelernten Podcasts ist besonders ihre adäquate didaktische Ge-zu fördern. Derartige Nutzung in instruierenden staltung zu beachten. Neben den oben aufgeführtenLernformen folgt dem Lernmodell des Kogniti- lerntheoretischen Überlegungen zum Einsatz vonvismus, bei dem davon ausgegangen wird, dass Lern- Educasts gilt es, den didaktischen Zweck und denprozesse durch die geleitete Aufnahme und Verar- pädagogischen Kontext und das didaktische Szenario zu planen.
  • 4  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T)Die  Planung  des  Inhalts stützen zugleich zum Beispiel einen hochschulüber-Am Anfang steht die Idee, das Thema welches erlernt greifenden Informationsaustausch in Forschung undoder bearbeitet werden soll. Erarbeiten Sie sich mit Lehre.Hilfe eines Drehbuches die genauen Lerninhalte,Lernziele und Produktionswege ihres Educasts. Ein Ein   Beispiel   für   den   innova+ven   Medieneinsatz   in   For-­‐Drehbuch sollte die wesentlichen didaktischen Ab-läufe umschreiben und alle notwendigen Ressourcen, ! schung   und   Lehre   ist   das   zentrale   Podcast-­‐Portal   der Bergischen  Universität  Wuppertal  (hFp://podcast.uni-­‐wie zum Beispiel Produktionsteam, Medien und Zeit, wuppertal.de/).  Das  als  “Work  in  Progress”  zu  verste-­‐ hende   Portal   wird   stets   weiterentwickelt.   Ein   weitereserfassen und einbeziehen. Wichtig für die Lernmoti- Beispiel   findet   sich   bei   der   Universität   Grazvation ist es, dass der Educast notwendige curriculare (hFp://gams.uni-­‐graz.at/pug).  Bezüge aufweist. Im Weiteren müssen auch rechtlicheAspekte bei der Produktion eines Educasts beachtetwerden, zum Beispiel Urheber-, Nutzungs- und Per- Gebündelt nach Fachbereichen, zentralen Einrich-sönlichkeitsrechte. tungen und Themen werden durch zentrale Podcast- Portale zunehmend Beiträge aus Forschung und Leisragen  zur  Erstellung  des  Drehbuches   Lehre abrufbar und durch RSS-Feeds abonnierbar ! ▸ Welche  Zielgruppe  möchte  ich  erreichen? ▸ Welche  Lernziele  sollen  erreicht  werden? sein. Folgende Aspekte unterstreichen das innovative Potenzial: ▸ Welches  technische  Educast-­‐Format  (zum  Beispiel ▸ Verbesserung des Zugangs zu den Podcasts, Audiocast,  Screencast)  soll  zum  Einsatz  kommen?   ▸ Welche   Ressourcen   (technisch,   personell)   sind ▸ Unterstützung der individuellen Informationsag- vorhanden?   gregation, ▸ Wie   kann   ich   das   Informa+onsmaterial   auf   das ▸ nationaler und internationaler Wissenstransfer und Wesentliche  eingrenzen,  strukturieren?   Wissenstransparenz, ▸ Wie  gestalte  ich  die  Lerninhalte?   ▸ Wie  sichere  und  fördere  ich  die  Mo+va+on  (Reka-­‐ ▸ Vernetzung mit der Fachcommunity und anderen pitulieren,  Feedback)? Institutionen, ▸ Förderung des Online-Wissenschaftsjournalismus undBei der Einbindung und Erstellung von Educasts ▸ Erhöhung der Marketingeffekte.sollten Erkenntnisse aus empirischen Studien be-achtet werden (zum Beispiel über den Split-At- Screencasts werden meist zur anschaulichen In-tention-Effekt oder über Lernerfolge bei Audio- und struktion benutzt (zum Beispiel Softwareschulungen).Video-Medien, siehe Niegemann, 2008). Sie können aber auch zur Präsentation von Arbeits- ergebnissen in Veranstaltungen genutzt werden.DidakGsche  Szenarien   Lernende, die ihre Ergebnisse präsentieren wollen,Im Folgenden werden didaktische Gestaltungen von erstellen mithilfe eines Screencasts ihre PräsentationEducasts in verschiedenen Szenarien aus Hochschule, (beispielsweise Arbeitsergebnisse einer Projektarbeit)Schule, Freizeit und Beruf vorgestellt. Beispielsweise und stellen diese zum Herunterladen bereit. Dazuin der Hochschullehre werden Vorlesungen immer sammeln sie in (durchaus auch verschiedenen) Com-öfter auf Video aufgezeichnet und anschließend als putermedien visualisierte Darstellungen ihrer Ergeb-Educast bereitgestellt. Studierende haben so die Mög- nisse (zum Beispiel Fotos, Webseiten, Präsentations-lichkeit, nicht verstandene Vorlesungspassagen folien, Darstellungen in Textverarbeitungsseiten odernochmal anzuhören (zum Beispiel zur Prüfungsvor- Tabellenkalkulationen) und erstellen ein Drehbuchbereitung) oder verpasste Vorlesungen (zum Beispiel für ihre Präsentation, die sie dann so durchführen,auf Grund von Krankheit) nachzuholen. Dieses Er- indem sie dazu zu einem imaginären Publikumgänzungsangebot wird von Studierenden sehr be- sprechen. Das Publikum ruft die Präsentation onlinegrüßt und intensiv wahrgenommen, da es einen ab. Lernende entwickeln dabei häufig mehr Ehrgeizhohen Nutzen für das Lernen bietet. als bei einer Präsenzpräsentation, da sie die Auf- Zentrale Podcast-Portale, beispielsweise an Uni- zeichnung wiederholen können (Zorn, 2010).versitäten sind ideale Orte im Internet, um außerhalb Podcasts erlauben es Studierenden, Interviewsvon Lernveranstaltungen und Arbeitsgruppen das mit Wissenschaftlerinnen oder mit PraxisexpertenSelbstlernen zu unterstützen und zu fördern. Dabei durchzuführen, szenische Dialoge zu entwickeln undsind Podcast-Portale nicht nur zentrale Anlaufstellen aufzuzeichnen, eigene Features zu recherchieren undfür fachübergreifende Lernmaterialien, sie unter- zu entwickeln. Damit kann Studierenden ein realisti-
  • Educas+ng.  Wie  Podcasts  in  Bildungskontexten  Anwendung  finden  —  5scher Erfahrungsraum möglich werden. Dies umfasst Themen. Sie entwickeln dazu Interviews oder Mei-ebenso die Ausformulierung einer Idee/Konzeption, nungsbeiträge über Mode, Schule, Berufswahl, Musik,wie deren Umsetzung. Ein derartiges Praxisprojekt ihren Stadtteil, ihren Jugendtreff und weiteres. Diesstellt Studierenden sicher, dass über einen langen erfolgt oft auch in Kooperation mit OffenenZeitraum ihre Arbeitsergebnisse öffentlich zugänglich Kanälen, die die Audioprodukte als Radiosendungensind und trägt somit dem Gedanken des Lernport- ausstrahlen. Sie erreichen mit dieser Vermitt-folios Rechnung. lungsform ihrer Sichtweisen ein größeres Publikum, als wenn sie ihre Sichtweisen nur im Freundeskreis5. Projekte  und  Beispiele diskutieren. Entsprechend der Ziele der Medienpäd-Die AG-Podcasting begann explorativ 2005 Poten- agogik tragen solche Projekte zur Erweiterung vontiale des Podcasting zu ergründen: Handlungsoptionen und gesellschaftlicher Partizi-▸ Gestalten eigener thematischer Beiträge für den pation bei und fördern die Medienkompetenz. Podcast: „Bildung im Dialog” (Medienbildung, Das Projekt VideoLern adressiert schließlich die Medienkompetenz). Hochschullehre, konnte aber auch schon in der be-▸ Im Selbstverständnis als Podcast-Service-Agentur ruflichen Bildung erfolgreich eingesetzt werden. Die steht unter dem Ansinnen innerhalb universitärer dahinterstehende Idee ist einfach: Der Lehrende Lehre weitere Lernangebote zu bieten. Die Crew zeichnet seinen Vortrag auf und produziert so einen berät und unterstützt andere Kommilitonen, die Educast. Die Lernenden kommen in einen Compu- eine Seminararbeit in Form eines Educasts ge- terraum und schauen sich dann den Educast in stalten möchten (Handlungskompetenz). Zweier- bis Dreiergruppen an und beantworten dabei▸ Die Studierenden werden als Multiplikatoren am Übungsaufgaben, die einerseits das Verständnis der Campus und darüber hinaus angefragt. Dort ent- Vortragsinhalte überprüfen, andererseits aber auch stehende Episoden eventdokumentierenden Cha- eine Transferleistung einfordern. Der Lehrende steht rakters fließen in den Podcast ein (Handlungskom- in diesem Zeitraum den Lernenden permanent für petenz, Netzwerkarbeit). Fragen zur Verfügung, denn er ist durch den Educast von seinem Vortrag entbunden. Vorteil dieses Lerns-Die Macher des Kaffeepod der Universität Augsburg zenarios ist, dass der instruierende Vortrag so durchverfolgen mit ihrem Podcast-Konzept inhaltlich eine selbstgesteuerte und kooperative Lernhandlungen an-Einführung in die Welt der Universität informellen gereichert wird. Darüber hinaus sind Variationen vonCharakters. Zielgruppe sind Studierende und Stu- VideoLern untersucht worden, die ähnliche Lernzieledieninteressierte. Die Inhalte entstehen innerhalb von verfolgen (Gegenüberstellung der Vor- und NachteileSeminaren des Studiengangs “Medien und Kommu- siehe Krüger, 2009).nikation” der Universität Augsburg. Der Podcast Bildungstalk strebt in seiner Wir- Entwickeln  Sie  ein  Lernszenario,  in  dem  Educasts  ein-­‐kung einerseits nach der Distribution lehrveranstal- ? gesetzt   werden.   Berücksich+gen   Sie   hierbei   alle   An-­‐ gaben  zum  Drehbuch.  tungsergänzender Themen wie auch dem Ermög-lichen des Kompetenzerwerbs für Studierende ausmedienpädagogischer und medienpraktischer Sicht. Recherchieren  Sie  im  Internet  Podcasts  aus  folgenden In der Schule stehen die projektbezogenen Pod-cast-Produktionen durch die Schüler und Schüle- ? Kontexten:   Nachrichten,   Jugendbildung,   Migra+ons-­‐ pädagogik,  Schule.  Hören/Sehen  Sie  sich  die  Beiträgerinnen im Vordergrund (mehr unter Schulpodcas- an   und   no+eren   Sie,   welchen   pädagogischen   Zweckting.info). Neben internen Schulprojekten (z.B. Pod- sie  verfolgen.casts im Fremdsprachenunterricht, Podcasts alsSchulradio) gibt es auch Podcast als Lernbrücken zu 6. Bildungskontexte  für  den  Einsatz  von  Educasts  anderen Schulen. Wichtig ist zu beachten, dass bei Podcasts   als   Alltagsgegenstand   in   der   Wissensgesell-­‐minderjährigen Schülern die Verantwortlichkeit für schaU  die Inhalte im Podcast beim Lehrenden bzw. bei derSchulleitung liegt. Daneben ist es wichtig, bei der Medienbildung zielt darauf ab, Medien zum Gegen-Verwendung von personenbezogenen Daten wie stand in Bildungsprozessen zu machen (Schelhowe etFotos und Namen von Minderjährigen die Erlaubnis al., 2009). Die Erweiterung von Handlungsfähigkeitder Eltern einzuholen. und die Teilhabe an der Wissensgesellschaft wären In der außerschulischen Jugendbildung produ- beispielsweise ein solches Ziel. Es stellt sich diezieren Jugendliche Podcasts zu selbstgewählten Frage, wie die Kenntnis der Nutzung und Gestaltung
  • 6  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T)von Podcasts die eigene Handlungsfähigkeit er- nungsprozess bietet umfassende Möglichkeiten zurweitern kann? Eine Antwort wäre, dass der Erwerb eigenen Lernausrichtung sowie zur Überprüfung desder Fähigkeit, Podcasts zu gestalten und sie im In- Lernprozesses (Arnold & Gómez Tutor, 2007).ternet für die Öffentlichkeit bereit zustellen es Men- Vor diesem Hintergrund eröffnen Educastsschen ermöglicht, kreativ und öffentlichkeitswirksam mobile und flexible Lernwege, die besonders dasihre Sichtweisen auf ein Thema darzustellen. Indem selbstgesteuerte Lernen unterstützen. So können diesie anderen Menschen ermöglichen, über das Internet Lernenden selbst den Lernort und die Lernzeit be-ihre Beiträge anzusehen, nehmen sie aktiv an Mei- stimmen. Darüber hinaus können beim Selbstlernennungsbildungsprozessen bei und erweitern ihre ge- mit Educasts eigene Lernbedürfnisse festlegt werden,sellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten. eigene Lernziele bestimmt, organisiert und reguliert Aus einer medienpädagogischen Perspektive werden. Vorausgesetzt werden müssen die nötigenheraus wird Podcasting als Phänomen der medialen Selbstlern- und Medienkompetenzen zur Auffindung,Alltagswelt wahrgenommen (siehe Kapitel #medien- Auswahl und Rezipieren von Educasts. Auch könnenpaedagogik). Aus dieser Perspektive heraus werden durch gemeinsames Rezipieren der Educasts sozialeÜberlegungen angestellt, welche Kompetenzen Men- Einbindungen unterstützt und gefördert werden wieschen in der durch Medien beeinflussten Informati- beim gemeinsamen Explizieren, Argumentieren undonsgesellschaft erwerben sollten: Welche Kenntnisse, Rekapitulieren. Die Lernenden beeinflussen beim Re-Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen sind not- zipieren der Educasts den eigenen Lernprozess selbstwendig, um mit Audio- und Videoprodukten aktiv an aktiv in (meta-) kognitiver, motivationaler, emotio-der Gesellschaft teilzuhaben? Entsprechend des Me- naler und sozialer Hinsicht.dienkompetenzmodells nach Dieter Baacke (1996) Educasts  in  insGtuGonellen  Kontexten  stellen sich demnach beispielhaft Fragen entspre-chend der folgenden vier Dimensionen: Bildungsinstitutionen produzieren Educasts mit▸ Medienkunde: Was sind Educasts? Wie müssen sie mehrfacher Absicht: Support des Lernenden, Trans- technisch bedient werden? parenz der Lehre, Kontaktpflege zu den Alumni der▸ Medienwissen: Wozu können Educasts genutzt Institution, Steigerung der Reputation der Institution; werden? im Fall von öffentlich zugänglichen Educasts eine Er-▸ Medienkritik: Wie vertrauenswürdig sind Inhalte weiterung der Zielgruppe über den traditionellen Ver- von Educasts? anstaltungskontext hinaus. So leisten Educasts einen▸ Mediengestaltung: Wie und wozu kann ich selbst Beitrag als offene Bildungsmaterialien (Geser, 2007, Educasts erstellen? siehe Kapitel #openaccess). Bei der Gestaltung von Educasts gilt es, die Anliegen aller Rezipientinnen und Rezipienten zu berücksichtigen. Educasts   sind   auch Bildungsgegenstand   bei   der   För-­‐   ! derung  von  Medienkompetenz.   Disku+eren  Sie  in  Kleingruppen,  wie  an  Ihrer  pädago-­‐ ? gischen   Einrichtung   Educasts   eingesetzt   werden könnten.Educasts  zum  selbstgesteuerten,  lebenslangen  Lernen  Im bildungspolitischen Kontext wird neben der Me- Literaturdienbildung eine lernerzentrierte Lehrauffassung mitBlick auf die Unterstützung und Förderung des ▸ Alby, T. (2008). Web 2.0 : Konzepte, Anwendungen, Techno-selbstgesteuerten, lebenslangen Lernens erwartet logien; [ajax, api, ato, blog, folksonomy, feeds, long tail,(BLK 2004, 13ff). Die Selbststeuerung des eigenen mashup, permalink, podcast, rich user experience, rss, socialLernens ist dabei ein Ideal zur aktiven Bewältigung software, tagging]. München: Hanser Verlag.des durch Globalisierung sowie wirtschaftliche und ▸ Arnold, R. (2003). Ermöglichungsdidaktik: erwachsenenpäd-technische Veränderungen hervorgerufenen Wandels. agogische Grundlagen und Erfahrungen. Baltmannsweiler /Im Wesentlichen soll die Verantwortung für viele Hohengehren: Schneider-Verlag.Aspekte des Lernens in die Hand der Lernenden ▸ Arnold, R. & Gómez Tutor, C. (2007). Grundlinien einer Er-gelegt werden. Die Lernenden sollen demnach mehr möglichungsdidaktik. Bildung ermöglichen - Vielfalt gestalten.oder weniger die Fähigkeit erhalten, sich selbst zu un- Augsburg: ZIEL Verlag.terrichten (Simons, 1992, zitiert nach Mandl & ▸ Baacke, D. (1996). Medienkompetenz als Netzwerk - Reich-Krause, 2001; Dohmen, 1999). Diese aktive Aneig- weite und Fokussierung eines Begriffs, der Konjunktur hat. medien praktisch, 20(2), 410.
  • Educas+ng.  Wie  Podcasts  in  Bildungskontexten  Anwendung  finden  —  7▸ BLK Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und For- ▸ Kafai, Y. B. & Harel, I. (1991). Learning through Design and schungsförderung (2004). Strategie für Lebenslanges Lernen in Teaching. In: I. Harel & S. Papert (Hrsg.), Constructionism. der Bundesrepublik Deutschland. Materialien zur Bildungs- Norwood/New Jersey: Ablex Publishing Corporation, 85-110. planung und zur Forschungsförderung, Heft 115. Bonn: Bund- ▸ Ketterl, M.; Schmidt, T.; Mertens, R. & Morisse, K. (2006). Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsför- Techniken und Einsatzszenarien für Podcasts in der universi- derung, URL: http://www.blk-bonn.de/papers/heft115.pdf tären Lehre: 4. e-Learning Fachtagung Informatik der Gesell- [14-11-2010]. schaft für Informatik e.V. (DeLFI 2006). Darmstadt: Gesell-▸ Dohmen, G. (1999). Weiterbildungsinstitutionen, Medien, schaft für Informatik. Lernumwelten: Rahmenbedingungen und Entwicklungshilfen ▸ Krüger, M. (2009). Kooperatives Lernen mit Vorlesungsauf- für das selbstgesteuerte Lernen. Bundesministerium für zeichnungen anhand von drei Beispielen. In: A. Schwill & N. Bildung und Forschung (BMBF), URL: http://elib.tu-darm- Apostolopoulos (Hrsg.), Lernen im digitalen Zeitalter. 7. e- stadt.de/tocs/74317490.pdf [14-11-2010]. Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Infor-▸ Dohmen, G. & Bundesministerium für Bildung und Forschung. matik e.V. (DeLFI 2009). GI-EditionProceedings: Bd. 153, (2001). Das informelle Lernen: die internationale Erschließung Bonn: Gesellschaft für Informatik, 171-180. einer bisher vernachlässigten Grundform menschlichen ▸ Mandl, H. & Krause, U. M. (2001). Lernkompetenz für die Lernens für das lebenslange Lernen aller. Bonn: Bundesminis- Wissensgesellschaft. Forschungsberichte LMU Nr. 145, terium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Öffentlich- München. Ludwig-Maximilians- Universität. keitsarbeit, URL: ▸ Mandl, H. & Reiserer, M. (2001). Individuelle Bedingungen le- http://www.bmbf.de/pub/das_informelle_lernen.pdf [14-11- bensbegleitenden Lernens. Forschungsberichte LMU Nr. 136. 2010]. München: Ludwig-Maximilians- Universität, URL: http://epu-▸ Faulstich, P. & Zeuner, C. (1999). Erwachsenenbildung : eine b.ub.uni-muenchen.de/244/ [06-10-2008]. handlungsorientierte Einführung. Weinheim: Juventa-Verlag. ▸ Niegemann, H. M. (2008). Lernen mit Medien. In: H.M. Nie-▸ Friedrich, H. (2000). Selbstgesteuertes Lernen - sechs Fragen, gemann (Hrsg.), Kompendium multimediales Lernen. sechs Antworten. Berlin/Heidelberg: Springer, 41-63. URL:www.learnline.nrw.de/angebote/selma/medio/grundle- ▸ Schelhowe, H.; Grafe, S.; Herzig, B.; Koubek, J.; Niesyto, H.; gendes/vortraegeaufsaetze/friedrich/friedrich.pdf [15-07- Berg, A.; Hagel, H.; Hasenbrock, J.; Kiesel, K.; Reinmann, G. & 2010]. Schäfer, M.(2009). Kompetenzen in einer digital geprägten▸ Friedrich, H. & Mandl, H. (1997). Analyse und Förderung Kultur - Medienbildung für die Persönlichkeitsentwicklung, für selbstgesteuerten Lernens. In: F. E. Weinert & H. Mandl die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung von (Hrsg.), Psychologie der Erwachsenenbildung. Enzyklopädie Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit. Berlin: Bundesministerium der Psychologie, Pädagogische Psychologie, Göttingen: Ho- für Bildung und Forschung, URL: grefe Verlag, 238–293. http://www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digitaler_kul-▸ Geser, G. (2007). Open Educational Practices and Resources, tur.pdf [14-11-2010]. OLCOS Roadmap 2012. URL: ▸ Schulmeister, R. (2001). Virtuelle Universitäten - Virtuelles http://www.olcos.org/english/roadmap/ [15-07-2010]. Lernen. München: Oldenbourg Verlag.▸ Harel, I. & Papert, S. (1991). Constructionism: research reports ▸ Zorn, I. (2010). Synergies: How Online Teaching can improve and essays, 1985-1990. In: Epistemology & Learning Research Quality of Face-to-Face Teaching. Paper presented at the Group (Hrsg.), Massachusetts Institute of Technology. Episte- EDEN Annual Conference: Media Inspirations for Learning. mology & Learning Research Group & Media Laboratory, 9.-12.6.2010. Valencia (Spanien). Norwood/New Jersey: Ablex Publishing Corporation.