Your SlideShare is downloading. ×
Fokusgruppen How to Do
Upcoming SlideShare
Loading in...5
×

Thanks for flagging this SlideShare!

Oops! An error has occurred.

×

Saving this for later?

Get the SlideShare app to save on your phone or tablet. Read anywhere, anytime - even offline.

Text the download link to your phone

Standard text messaging rates apply

Fokusgruppen How to Do

4,127
views

Published on

Was ist eine Fokusgruppe und wie führt man ein Fokusgruppeninterview durch? Hier eine kleine Anleitung

Was ist eine Fokusgruppe und wie führt man ein Fokusgruppeninterview durch? Hier eine kleine Anleitung

Published in: Self Improvement

0 Comments
0 Likes
Statistics
Notes
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

No Downloads
Views
Total Views
4,127
On Slideshare
0
From Embeds
0
Number of Embeds
1
Actions
Shares
0
Downloads
33
Comments
0
Likes
0
Embeds 0
No embeds

Report content
Flagged as inappropriate Flag as inappropriate
Flag as inappropriate

Select your reason for flagging this presentation as inappropriate.

Cancel
No notes for slide
  • Entscheidung für ein bestimmtes Forschungsthema  welche Methoden Herangezogen  qualitative Studie mit offenen Interviews (Fokusgruppeninterview  Interviewform Sui genesis : eigene gattung, einzigartig in seinen charackteristica
  • Gegenüber der quantitativen Erhebung /standardisierte befragungen Im Vergleich: Einzelinterview: kein gegenseitiger Austausch von Meinungen und Ideen in der Gruppe Auch noch + : Geringe Kosten and Aufwand !
  • „ Das „ qualitative interview gibt es nicht! Interviewformen,  die wichtigsten Systematik erschwert da Kombinationen möglich Narratives Interview: Weist den höchsten Grad an Hörerorientiertheit und den niedrigsten Grad an Fremdstrukturierung auf Leitfadeninterview: Roter Faden, wage Fragen die bestimmte Themen behandeln; möglich auch differenziertere Fragen ( aber offen!) , mehr Setuereung Forschungsgegenstand: Bewältigungsmuster oder subjektive Problemsichten
  • Direktiv = steuernd Experteninteview: sie gelten als Repräsentanten für die Handlungs- und Sichtweisen einer bestimmten Expertengruppe. Gruppendiss.: Selbst- und Fremdpositionierung innehalb der Gruppe während der Diskussion
  • Präsuppositione: in der Äußerung impliziert mitgesagtes , aber nicht explizit behauptet
  • Zu 1: An einem Problem arbeiten? Sinnstrukturen aufdecken? Sachdienliche Informationen explorativ erhalten?
  • Transcript

    • 1. Universitätsklinikum AACHEN Fokusgruppengespräch Eine Anleitung zum Aufbau und GesprächsführungMartin LemosMohammad RedzazadehApril-28
    • 2. Qualitative Studie Prinzipien der Fokusgruppe: – Was? zusammengestellte und moderierte Diskussionsgruppen (gemeinsames Interesse oder Charakteristikum) – Wie? gestaltet sich nach dem Prinzip der Offenheit .... meint, dass die Forscher solange und so weit wie möglich ihr eigenes theoretisches Hintergrundwissen zurückhalten. Sinn soll aus dem qualitativen Datenmaterial herausgearbeitet und nicht hineingelegt werden Erhebungsverfahren sind kommunikative Verfahren (Interview als eine Realität sui generis, das nicht Daten abbildet, sondern den Gegenstand selbst erst interaktiv herstellt)Page  2
    • 3. Qualitative Forschung Vorteil: Komplexität der Wirklichkeit wird berücksichtigt, was standardisierte Forschung niemals ermöglichen könntekeine Einzwängung durch Standardisierung von Erhebungsinstrumenten – durch den Gruppenprozess höhere Ausschöpfung von Ideenpotenziale als bei Einzelpersonen Zielsetzung: – Zielgruppen erkennen und Motive aufdecken – Einblicke in die Haltung und Einstellungen der Teilnehmer zu einem Thema  Methodenwahl der Forschung darauf abstimmen - keine repräsentativen Ergebnisse, jedoch bestimmte verallgemeinerbare Trends und Muster aus ihnen abgeleitet Einsatzgebiete: Marktforschung, Politikforschung, Produktentwicklung etc.Page  3
    • 4. Methodenwahl Die Wahl der Interviewmethode hat selbst Auswirkungen auf die Forschungsergebnisse / Projektgestaltung- Wahl abhängig von: Zielgruppe, Forschungsgegenstand /- ZielInterviewformen:1.Narratives Interview [biografisches Interview; Spontanerzählung ohne Leitfaden]2.Ethnographisches Interview [zum Nachvollzug fremder Kulturen und alltäglicher Handlungsabläufe ; nicht-direktiv]3.Leitfadeninterview [der Interviewverlauf folgt einem bestimmten vorgegebenen Themenweg, Strukturierunsniveau kann ganz unterschiedlich stark sein]Page  4
    • 5. Interviewformen Interviewformen4.Fokussiertes Interview [am Anfang steht die Präsentation eines Mediums das dann im Fokus steht; direktiv/ nicht direktiv]5.Experteninterview [spezifisches Merkmal: weniger die methodische Form als die Zielgruppe; ähnlich des Leitfadeninterviews]6.Problemzentrisches Interview [Gesprächsführend, unterschiedliche soziale Problemstellungen aus der Sicht de Befragten dargestellt, direktiv/nicht direktiv ]7.Gruppendiskussionsverfahren [Wie regiert ein Gruppenmitglied innerhalb der Gruppe?  interaktionsorientiertes Sinnverstehen; nicht-direktiv]Page  5
    • 6. Auswahl der Teilnehmer Fragen: – Welche Personen sollen Interviewt werden? – Welchen Gruppen sollen sie entstammen? – Anzahl ca. 6- 10 Teilnehmern + ModeratorPage  6
    • 7. Ausgangsbedingungen für die EntscheidungsfindungI. Was ist mein Forschungsinteresse?II. Wie weit will ich Kommunikation im Dialog, wie sehr will ich erzählen lassen? o Bei Unstimmigkeiten nachhaken und konfrontieren? o Unstimmigkeiten stehen lassen?I. . Wie stark will ich strukturieren? o Mit einem Leitfaden? o Mit einem bestimmten Kommunikationsstimulus? o Mit beidem?Page  7
    • 8. Ausgangsbedingungen für die EntscheidungsfindungIV. Auf welche Fälle oder Fallgruppen möchte ich meine Fragestellung fokussieren? o Einzelinterviews? o Gruppendiskussionen? o Möglichst gleiche Fälle, um unterschiedliche Muster zu finden? o Möglichst unterschiedliche Fälle, um gemeinsame Muster zu finden? o „Experten“, Betroffene, Jugendliche, etc. ?Page  8
    • 9. Technik der Befragung Anforderungen an Frageformulierungen und Fragestile in Interviewleitfäden • Ziel qualitativer Interviews ist es allgemein, so offen wie möglich und nur so strukturierend wie nötig (vgl. Helfferich 2005) die Interviewkommunikation zu gestalten• Keine geschlossenen Fragen (Bsp.: „Ist Ihre Kindheit gut verlaufen?“).• Keine wertenden oder aggressiv klingenden Fragen.• Keine Erwartungen andeuten (Bsp.: „Sie waren zu der Zeit ein kleines Kind, haben Sie da auch...?“).• Keine direkten, suggestiven Fragen (Bsp.: „Sie haben bestimmt eine gute Kindheit gehabt, wie war da...?“).• Keine Scham- oder Schuldgefühle auslösenden Fragen.• Keine Präsuppositionen (Bsp.: „Als Sie ein kleines Mädchen waren, wie warPage  9
    • 10. Technik der Befragung Welche Fragearten gibt es? • Warming-Up-Frage / Eisbrecherfrage z.B. Aufrecht- erhaltungsfragen • Offene Fragen/Stimuli • Aufrechterhaltungsfrage Was meinen Sie damit? • Offene Ausstiegsfrage • Direkte Frage • Indirekte Frage Gibt es sonst noch etwas? • Provokative Frage/ • Suggestive Fragen/ Und weiter? Und Dann? • Hypothetische Frage • Szenariofrage Können Sie das genauer beschreiben?Page  10
    • 11. Zusammenfassung3 Phasen des Fokusgruppen-Projektes:Phase 1: Die drei Entscheidungsebenen qualitativer Interviewforschung » Entscheidungsebene I: Festlegung der Forschungsfrage und des Forschungsgegenstands » Entscheidungsebene II: Festlegung der Erhebungsmethode und des Analyseverfahrens » Entscheidungsebene III: Festlegung der zu befragenden Personen (Fallauswahl)Phase 2: Diskussion durchführenPhase 3: Ergebnisse auswertenPage  11