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Unverzagt: Filmmusik(produktions)vertrag
 

Unverzagt: Filmmusik(produktions)vertrag

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    Unverzagt: Filmmusik(produktions)vertrag Unverzagt: Filmmusik(produktions)vertrag Document Transcript

    • L Vertragsgestaltungen in den einzelnen KulturspartenL1 MusikFilmmusik(produktions)vertragVertragsmuster mit ErläuterungenAlexander UnverzagtRechtsanwalt in Hamburg, Gründungspartner der Anwalts-Kanzlei Unverzagt von HaveHamburg/Berlin und unter anderem Lehrbeauftragter an der RechtswissenschaftlichenFakultät der Universität Hamburg, Herausgeber der Loseblattsammlung „Kultur undRecht“ sowie einer Buchreihe „Kultur, Medien und Recht“ und Autor zahlreicher recht-licher Beiträge sowie Referent zu Themen aus dem Bereich „Medien- und Kulturrecht“Inhalt Seite1. Vertrag 2Gegenstand des Beitrag ist ein Muster für den Abschluss eines Filmmusik(produk-tions)vertrag. Anmerkungen zu den einzelnen Regelungen erleichtern Ihnen die Ver-wendung und Anpassung der Vereinbarung. Eine tiefergehende Erläuterung zu demThema bietet Ihnen der Beitrag B 1.7 des Handbuchs. L 1.4 S. 1 15 Kultur & Recht Juli 2002
    • L Vertragsgestaltungen in den einzelnen Kultursparten L1 Musik 1. Vertrag Filmmusik(produktions)vertrag (s. Anm. 1) Anm. 1: Siehe hierzu auch den unter B 1.7. veröffentlichten Beitrag zum Thema „Rechtliche Fragen der Filmmusik“, in dem neben wichtigen Kriterien eines Filmmusikvertrages und weiterführenden Hinweisen auch drei andere in der Praxis öfters vorkommende Verträge und deren relevante Punkte dargestellt werden. zwischen ________________________ - im Folgenden Filmproduzent genannt - und ____________________________ im Folgenden Musikproduzent genannt – (s. Anm. 2 und 3) Anm. 2: Dieser Begriff erscheint ein wenig unpräzise, da sich dahinter der Kompo- nist, der Textdichter und der ausübende in Form des Interpreten verbergen kann. Er hat aber den Vorteil einer kurzen und umfassenden Bezeichnung, die man z. B. im Rahmen einer „Präambel“ aber klarstellen könnte, wenn aufgeführt wird, in welcher der 3 wichtigen (oder gar allen) Funktionen der Musikproduzent in dem jeweiligen Vertrag tätig wird. Andernfalls kann man natürlich auch den jeweils relevanten Begriff „Komponist, Texter, ausübender Künstler oder Musiker u. ä. in den Vertrag mit aufnehmen. Anm. 3: Auch sollte die Nationalität des Musikproduzenten und dessen ständiger Wohnsitz erwähnt werden, da diese Punkte u.a. einen Einfluss darauf haben können, von welcher nationalen Wahrnehmungsgesellschaft ggf. welche Rechte zur Erreichung des Vertragszieles eingeholt bzw. eingeräumt werden müssen. vereinbaren:_______________________________________________________ Präambel (Anm.4): ________________________________________________ Anm. 4 Hier könnten – u. a. zur Vermeidung von eventuellen AuseinandersetzungenL – wichtige Informationen mit aufgenommen werden, wie über1.4 1. Art der Filme, die der Filmproduzent bisher hergestellt hat,S. 2 2. Art der Komposítionen, Texte etc. des Musikproduzenten, 3. die eventuelle vorherige Zusammenarbeit der Vertragspartner, 4. ersetzt dieser Vertrag vielleicht einen anderen ersten Vertrag der Ver- tragsparteien 15 Kultur & Recht Juli 2002
    • L Vertragsgestaltungen in den einzelnen KulturspartenL1 Musik 5. um was für eine Art von Film handelt es sich, in welchem Genre, also Punkte, die einen Einfluss auf die Zusammenarbeit der Vertragspar- teien haben könnten und die ggf. durch Anlagen ergänzt werden müss- ten.§ 1/ Vertragsgegenstand1 Der Filmproduzent verpflichtet den Musikproduzenten auf der Grundlage des Filmmusikkonzeptes (Anlage 1 zu diesem Vertrag)a) dramaturgische Originalmusik (Anm. 5) sowie Titelsongs für den Kinofilm und /oder Fernsehfilm/die..........Folgen der Fernsehserie mit dem Arbeitstitel .........nach Absprache mit dem Produzenten oder einem von diesen beauftrag- ten Dritten zu komponieren und/oder herzustellen bzw. herstellen zu lassen,b) ein fertig abgemischtes Masterband auf z. B. DAT (oder anderen Datenträ- gern) zu liefern undc) erforderlichenfalls bei der Editierung der (Stereo)-Musikspur bis zur Fertigstel- lung des............/aller........Folgen mitzuwirken.Anm. 5 Hier muss zur Vermeidung von Missverständnissen genau aufgeführt werden, wie und wo die Musik eingesetzt (z. B. auch für einen Soundtrack) werden soll, welche Art von Musik in Auftrag gegeben wird, ob es sich z. B. um reine Illustrationsmusik handeln soll etc.2 Der Musikproduzent ist bis zur endgültigen Abnahme seines musikalischen Werkes durch Filmproduzent verpflichtet, auf dessen Wunsch Änderungen, Ergänzungen und Nachbesserungen an dem Werk durchzuführen.(Anm. 6) Die Abnahme bedarf der schriftlichen Erklärung durch den Filmproduzenten. Sie gilt als erteilt, wenn Filmproduzent nicht innerhalb von _____ Wochen nach Abgabe der Musikproduktion die Abnahme schriftlich verweigert. (Anm. 7)Anm.6 Hier muss trotz eines (hoffentlich) klaren Filmmusikkonzeptes und eines sonstigen ausführlichen Briefings genau fixiert werden, unter welchen Vor- aussetzungen, wie beispielsweise zeit- und unter Umständen kostenaufwen- digen Bedingungen derartige Veränderungen durchgeführt werden, wer die- se zu zahlen hat bzw., ob diese in der Vergütung enthalten sind etc..Anm. 7 Die werkvertragliche „Abnahme“ ist einer der Punkte, über die sich in der L Praxis am häufigsten gestritten wird. Daher sollten nachvollziehbare Kriterien 1.4 bei Vertragsabschluss aufgestellt werden, in welchen Fällen – z. B. aus Sicht S. 3 des Musikproduzenten – eine Abnahme nicht verweigert werden kann. Auch könnte man über die Aufnahme von Zwischenabnahmen nachdenken, die die Vertragspartner disziplinieren und das Projekt nicht erst zuletzt gefähr- den oder unnötig seine Fertigstellung verzögern. 15 Kultur & Recht Juli 2002
    • L Vertragsgestaltungen in den einzelnen Kultursparten L1 Musik § 2 Zeitplan Die Komposition(en) und/oder Tonaufnahmen einschließlich der Tonmischung müssen bis spätestens..............fertiggestellt sein; das (z. B.) Masterband muß zu diesem Datum geliefert werden. (Anm. 8) Anm. 8 Üblicherweise wird dieser Punkt sehr ausführlich im Rahmen eines detaillier- ten Zeitplanes festgelegt, in dem die Arbeitsschritte, die Treffen, ggf. die Rei- sen aufgeführt werden § 3 Leistungsstörungen 1. Im Fall von Leistungsstörungen behält der vertragstreue Vertragspartner ge- genüber der vertragsbrüchigen Partei alle Rechte aus diesem Vertrag neben al- len vertraglichen und gesetzlichen Gewährleistungs- und Schadensersatzan- sprüchen, wobei die Geltendmachung eines Anspruches oder Rechtes kein Verzicht auf die Geltendmachung weiterer Ansprüche oder Rechte bedeutet. Die vertragsbrüchige Partei ist zunächst zu mahnen, wobei zur Erfüllung der Vertragspflichten eine angemessene Frist von mindestens ........Tagen zu setzen ist, es sei denn, die Vertragserfüllung wird für den berechtigten Vertragspartner wirtschaftlich sinnlos. Dann ist innerhalb dieser Frist eine angemessene kürze- re Frist zu bestimmen. 2. Falls der Musikproduzent innerhalb der bestimmten Leistungszeit an der Erbringung seiner Leistungen nach diesem Vertrag gehindert ist, hat der Film- produzent nach Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung das Recht, für den Zeitpunkt seiner Verhinderung den Vertrag fristlos zu kündigen, wobei die nach diesem Vertrag dem Filmproduzenten einzuräumenden Nutzungsrechte beim Musikproduzenten verbleiben und der Filmproduzent berechtigt ist, die Filmmusik durch andere Musikproduzenten unter Wahrung des Urheberper- sönlichkeitsrechts des Musikproduzenten fertig stellen zu lassen. 3. Falls sich die Filmproduktion während der Leistungszeit verzögert, z. B. wegen Neuschnitts, Nachdrehs o. a., hat der Musikproduzent das Recht, die Lei- stungszeit auszusetzen. 4. Falls durch höhere Gewalt, z. B. Zerstörung durch Feuer, Erdbeben oder sonstige Naturkatastrophen sowie durch politische, wirtschaftliche oder kriege- rische Ereignisse (z. B. Streik, Bankenschließung, Bürgerkrieg) in dem Gebiet, in dem die Produktion stattfinden soll, der Musikproduzent an der Produktion gehindert ist, verlängern sich die Leistungsfristen und sonstige Fristen, die vomL Vertragspartner nach diesem Vertrag zu beachten sind, um einen entsprechen-1.4 den Zeitraum, ohne dass der andere Vertragspartner hierfür eine Entschädi-S. 4 gung oder zusätzliche Vergütung beanspruchen kann. 5. Die Aussetzung des Vertrages nach dieser Klausel hat zur Folge, dass der Musikproduzent während der Aussetzungszeit keinerlei Zahlungen für von der Aussetzung betroffenen Leistungen beanspruchen kann. Der Musikproduzent 15 Kultur & Recht Juli 2002