Prof. Dr. Ferdinand Melichar: Verwertungsgesellschaft WORT
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Bei diesen Seiten handelt es sich um Leseproben des Werkes 'Kultur & Recht'. Um den Beitrag vollständig zu lesen, melden Sie sich bitte auf www.kulturmanagement-portal.de an. Hier können Sie gegen eine Jahresnutzungsgebühr alle Beiträge des Handbuches einsehen und herunterladen! Viel Spaß beim Stöbern!

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Prof. Dr. Ferdinand Melichar: Verwertungsgesellschaft WORT Prof. Dr. Ferdinand Melichar: Verwertungsgesellschaft WORT Document Transcript

  • B Urheber- und Leistungsschutzrechte sowie VerwertungsgesellschaftenB3 Das Recht der VerwertungsgesellschaftenVerwertungsgesellschaft WORTDie Wahrnehmung von Rechten an Sprachwerken aller Art fürUrheber und ihre VerlegerProfessor Dr. Ferdinand Melichar BRechtsanwalt (GRUB BRUGGER & Partner); Ehrenpräsident der VG WORT 3.5 S. 1Inhalt Seite1. Organisation 31.1 Geschichte und Geschäftsbereiche 31.2 Statuten 31.3 Verwaltung 41.4 Internationale Beziehungen 52. Inkasso 52.1 Bibliothekstantieme 52.2 Reprographie 62.3 Kopier-Betreibervergütung 72.4 Fotokopieren an Schulen 72.5 Kopienversand auf Bestellung 72.6 Pressespiegel 82.7 Private Überspielung 82.8 Öffentliche Wiedergabe 82.9 Kabelvergütung 92.10 Kleine Senderechte 92.11 Videovermietung 92.12 Schulbuchvergütung 92.13 Intranetnutzungen an Schulen 102.14 Wiedergabe an elektronischen Leseplätzen 102.15 Blindenausgaben 102.16 Digitale Nutzungen 102.17 Auslandserlöse 113. Ausschüttungen 113.1 Verteilungspläne 113.2 Automatische Erfassung der Nutzungsvorgänge 113.3 Meldeverfahren 123.4 Mischformen 12 58 Kultur & Recht Juli 2012
  • B Urheber- und Leistungsschutzrechte sowie Verwertungsgesellschaften B3 Das Recht der Verwertungsgesellschaften 4. Soziale und kulturelle Einrichtungen 13 4.1 Sozialfonds der VG WORT GmbH 13 4.2 Autorenversorgungswerk der VG WORT 13 4.3 Förderungs- und Beihilfefonds Wissenschaft der VG WORT GmbH 13 Welche Rechte haben Autoren bei analoger oder digitaler Vervielfältigung ihrerB Werke für private Zwecke oder in Copy-Shops, bei der Ausleihe an öffentlichen3.5 Bibliotheken oder der öffentlichen Wiedergabe durch die – alten und neuen –S. 2 Medien? Die Wahrung solcher urheberrechtlicher Vergütungsansprüche und Nutzungsrechte an Sprachwerken aller Art ist Aufgabe der VG WORT. Der fol- gende Beitrag gibt einen Einblick in die umfangreiche Inkassotätigkeit dieser Verwertungsgesellschaft. Dabei werden sowohl die Vergütungs- und Meldepflich- ten der Nutzer als auch die Modalitäten der Ausschüttung an Autoren und Verle- ger im Einzelnen behandelt.1 1 Die Satzung der VG Wort, ein Muster des Wahrnehmungsvertrags sowie des Inkassoauftrages für das Ausland und den Verteilungsplan finden Sie als Anlage auf der mitgelieferten CD-ROM. 58 Kultur & Recht Juli 2012
  • B Urheber- und Leistungsschutzrechte sowie VerwertungsgesellschaftenB3 Das Recht der Verwertungsgesellschaften1. Organisation1.1 Geschichte und GeschäftsbereicheDie Verwertungsgesellschaft WORT wurde 1958 gemeinsam von Autoren undihren Verlegern zur Verwaltung von Zweitrechten an Sprachwerken in Münchengegründet. 1978 fusionierte sie mit der beim Börsenverein des Deutschen Buch-handels angesiedelten Verwertungsgesellschaft Wissenschaft, die die Rechte von BAutoren und Verlegern wissenschaftlicher Sprachwerke wahrnahm. Seither be- 3.5stehen innerhalb der vergrößerten VG WORT sechs Berufsgruppen: S. 3- Autoren und Übersetzer schöngeistiger und dramatischer Literatur,- Journalisten, Autoren und Übersetzer von Sachliteratur,- Autoren und Übersetzer von wissenschaftlicher und Fachliteratur,- Verleger von schöngeistigen Werken und von Sachliteratur,- Bühnenverleger und- Verleger von wissenschaftlichen Werken und von Fachliteratur.Die Tätigkeit der VG WORT beschränkt sich im Wesentlichen auf die Verwaltungurheberrechtlicher Nutzungsrechte an Sprachwerken. Darüber hinaus nimmt dieVG WORT auch die Rechte an Eigenillustrationen von Autoren wissenschaftli-cher Texte wahr; die sonstigen Bildrechte werden durch die VG Bild-Kunst ver-waltet (vgl. Beitrag B 3.3 in diesem Handbuch). Außerdem nimmt die VG WORTauch Leistungsschutzrechte wahr, soweit Verleger als Produzenten von Tonträ-gern mit Sprachwerken (insbesondere Hörbüchern und Lehrgängen) tätig sindund sie diese Rechte nicht schon an die GVL (vgl. Beitrag B 3.2 in diesem Hand-buch) abgetreten haben.1.2 StatutenDie Statuten der VG WORT bestehen aus der Satzung, dem Wahrnehmungsver-trag (samt Inkassoauftrag für das Ausland) und den Verteilungsplänen. Die VGWORT ist ein rechtsfähiger Verein kraft staatlicher Verleihung, d. h. eine Eintra-gung in das Vereinsregister erfolgt nicht. Die Rechtsfähigkeit wurde ihr vomBayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr am 29. September 1958verliehen. 58 Kultur & Recht Juli 2012
  • B Urheber- und Leistungsschutzrechte sowie Verwertungsgesellschaften B3 Das Recht der Verwertungsgesellschaften Autoren und Verlage, die ihr ihre Rechte zur Wahrnehmung einräumen, werden in drei Gruppen unterschieden: - Mitglieder im vereinsrechtlichen Sinne. Sie bestimmen durch die Mitglie- derversammlung die Geschicke der VG WORT. Die Voraussetzungen für die Aufnahme als Mitglied sind in § 2 der Satzung festgelegt und verlangen ins- besondere ein nicht unerhebliches Aufkommen aus den Ausschüttungen derB VG WORT in den vergangenen Jahren; damit ist sichergestellt, dass die3.5 Grundregeln der VG WORT von solchen Rechteinhabern festgelegt werden, die selbst ein nicht unerhebliches wirtschaftliches Interesse an ihrer Entwick-S. 4 lung haben. Mitglieder bezahlen eine einmalige Aufnahmegebühr und geringe jährliche Mitgliedsbeiträge (§ 2 VIII. der Satzung). - Wahrnehmungsberechtigte, die vor jeder Mitgliederversammlung zu einer Versammlung der Wahrnehmungsberechtigten zusammentreten. Dort werden aus ihrer Mitte alle vier Jahre Delegierte gewählt, die – mit Ausnahme des passiven Wahlrechts für den Verwaltungsrat – die gleichen Rechte wie die Mitglieder haben. Die Wahrnehmungsberechtigten schließen – wie die Mit- glieder – mit der VG WORT einen Wahrnehmungsvertrag ab. Durch den Ab- schluss des Wahrnehmungsvertrages entstehen dem Autor oder Verlag keiner- lei Kosten. - Berechtigte schließlich sind Rechteinhaber, die ohne Abschluss eines Wahr- nehmungsvertrages nur in Einzelfällen von der Rechtewahrnehmung durch die VG WORT Gebrauch machen. Es sind dies in der Regel Wissenschaftler, die – im Vergleich zu z. B. Journalisten oder Schriftstellern – relativ selten Sprachwerke veröffentlichen. 2011 zählte die VG WORT rund 163.000 Wahrnehmungsberechtigte (davon rund 7.000 Verlage) und rund 291.000 Berechtigte (davon rund 3.900 Verlage). Die Ausschüttungen erfolgen für Rechteinhaber aller drei Gruppen auf völlig identi- sche Weise. 1.3 Verwaltung Für ihre umfangreiche Inkasso- und Verteilungstätigkeit beschäftigte die VG WORT 2011 in München 93 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daneben besteht ein Büro in Berlin, das gemeinsam mit der VG Bild-Kunst betrieben wird. Die VG WORT hat – insbesondere durch das Inkasso für andere Verwertungsgesell- schaften (hierzu siehe unten Kap. 2) – betriebliche Einnahmen, die die Verwal- tungskosten vermindern. 2010 betrugen die Nettoaufwendungen € 8,08 Mio. und machten rund 7 % der Inlandserlöse aus. Die Verwaltungskosten werden von den Einnahmen abgezogen und der gesamte Rest (von jedem eingenommenen Euro also rund 93 Cent) ausgeschüttet bzw. den sozialen und kulturellen Einrichtungen (hierzu siehe unten Kap. 4) zugeführt. 58 Kultur & Recht Juli 2012