Pragmatisches IT-Testmanagement - QS mit PITPM

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Der fundamentale Testprozess ist nur ein Grobüberblick über die Aufgaben des Testmanagers im Softwareprojekt. Welche Aufgaben hat ein Testmanager genau, wann ist der richtige Zeitpunkt zu ihrer Ausführung, und wie sind die Schnittstellen zu Projektmanagement, Anforderungsmanagement, Konfigurationsmanagement und Softwareentwicklung?
Mit dem Pragmatischen IT-Projektmanagement (PITPM [1]) haben Niklas Spitczok von Brisinski und Guy Vollmer ein Prozessmodell für die Leitung von Softwareprojek-ten entwickelt, welches einen "pragmatischen" Kompromiss zwischen Struktur und Flexibilität vorschlägt. Der Vortrag stellt eine Weiterentwicklung von PITPM um pra-xiserprobte ISTQB-kompatible Prozesse für Qualitätssicherung und Testmanagement vor.

[1] Niklas Spitczok von Brisinski und Guy Vollmer: ''Pragmatisches IT-Projektmanagement: Softwareentwicklungsprojekte auf Basis des PMBOK® Guide führen''. dpunkt, Heidelberg 2010, ISBN 978-3898646512.

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Pragmatisches IT-Testmanagement - QS mit PITPM

  1. 1. Pragmatisches IT-TestmanagementQualitätssicherung mitKarsten Tinnefeld17.09.2012
  2. 2. Kompetenz adesso optimiert die Kerngeschäftsprozesse von Unternehmen durch Beratung und kundenindividuelle Softwareentwicklung.17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  3. 3. Geschäftsmodell17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  4. 4. FaktenMitarbeiter► Über 1.000 Mitarbeiter in der adesso Group > hoch motiviert, unternehmerisch denkend, methodensicher, flexibel, mehr als 90% mit akademischer AusbildungUmsatz► Gruppenumsatz 2011: 106 Mio. Euro► Umsatzerwartung 2012: über 114 Mio. EuroAuszeichnungen► Top Job (2008)► Deutschlands beste Arbeitgeber (2005, 2010 und 2012)17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  5. 5. Standorte17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  6. 6. Qualität? Umwelt? Mit Siegel! adesso dokumentiert den Qualitätsanspruch und ein nachhaltiges umweltgerechtes Unternehmensdenken durch die Zertifizierung nach ISO 9001 und ISO 14001.► Mit dem ausgebauten und nach ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem optimiert adesso Unternehmensabläufe sowie einen innovativen Service mit klarem Kundenfokus.► Darüber hinaus verdeutlicht adesso mit der Einführung und Zertifizierung eines Umweltmanagements nach ISO 14001 das Bestreben nach einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess auch der Umweltleistungen des ganzen Unternehmens und aller damit in Verbindung stehenden Wertschöpfungsprozesse.17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  7. 7. Referenzen17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  8. 8. Qualitätsmanagement in einem typischen IT-Projekt Sie benötigen ein Testsystem? Also wenn wir jetzt die Hardware bestellen… genügt Ihnen Anfang März? Was heißt denn nicht gedeckte Anforderung? Das Altsystem … und dann hatten wir konnte das doch auch! leider keine Zeit mehr zum Testen. Also, in der Entwicklungsumgebung geht das alles. Mit so viel Testerei können wir nicht konkurrenzfähig anbieten.17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  9. 9. „Oh, wie schön ist Panama!“ (Kinderbuchtitel von Janosch) Panamakanal: Erster Versuch der Franzosen 1881 bis 1889 ► Die Kosten für den Kanal wurden auf 1,6 Milliarden Goldfranken geschätzt. ► Wegen Planungsmängeln, falschen geologischen Untersuchungen, schlechter Organisation, Bestechung, unzähliger technischer Schwierigkeiten und Pannen gaben die Franzosen auf ► Das Projekt endete in einem Desaster, nachdem rund ein Sechstel des Kanals fertiggestellt war ► 22.000 Arbeiter fanden in der Bauzeit den Tod (7,5 Menschen pro Tag) ► 287 Millionen US-Dollar wurden „in den Fels gesetzt“17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  10. 10. Was Projekte erfolgreich machtVorausschauende Direktes Transparente Planung Controlling Risiken Bewusste Erwartungs- Klare Kommunikation management Anforderungen
  11. 11. Was hat das mit Qualität zu tun? „Zum Qualitätsmanagement in Projekten gehören die Prozesse und Aktivitäten der Trägerorganisation zur Feststellung der Qualitätsvorschriften, -ziele und -verantwortlichkeiten, damit das Projekt die Bedürfnisse befriedigt, für die es durchgeführt wird… Der Projektmanager und das Projektmanagementteam sind für das Managen der bestehenden Zielkonflikte verantwortlich, um das geforderte Qualitäts- und Klassenniveau zu liefern.“ (PMBOK Guide, 4. Ausgabe) Erwartungen Qualität erfüllt erreicht17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  12. 12. Qualitäts- und Projektmanagement Qualität Projektmanagement ► ~ 1900 Inspekteure ► ~ 1860 Eisenbahn-Bau sortieren Ausschuss ~ 1900 Wissenschaftliche ► (Frederick Taylor) Betriebsführung (F. Taylor) ► ~ 1930 statistische 1896/1910 Balken- ► Qualitätssteuerung diagramm (Adamiecki/Gantt) (Walter A. Shewart) ► ~ 1950 Netzplantechnik ► 1951 Qualitäts-Triologie (Joseph M. Juran) ► 1969 Project Management Institute (Philadelphia PA) ► 1959 Qualitäts-Regelkreis (W. Edwards Deming) ► 1989 Projects in Controlled Environments (UK) ► 1987 ISO 9000 ► 2012 Q3 ISO 21500 ► 2002 ISTQB17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  13. 13. Projektmodell-Standards (PMI, Prince, ISO 21500-Draft…)► werden zentral durch Prozessmodelle abgebildet 1. wenn Voraussetzungen (Dokumente da, Zustände erreicht) vorhanden 2. verwende bestimmte Werkzeuge, Methoden, Verfahren 3. erstelle Ergebnisse (=: Ausgangsartefakte)► nutzen ein einfaches Rollenmodell zu Definition von Verantwortlichkeiten► integrieren die zentralen Wissensgebiete im Projektmanagement > Umfang/Inhalt, Zeit, Kosten, Ressourcen/Team, Verträge, Kommunikation, Integration, Risiko und Qualität► Anforderungen an ein passendes Modell > einfach > konkret > anwendungsbezogen17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  14. 14. Projektmanagement zwischen Struktur und Flexibilität Starre Struktur Flexible Pragmatische Ansätze Struktur► Starre Projektmanagement-Strukturen geben Sicherheit, bedeuten aber meist strukturellen Mehraufwand für das Projekt► Flexible Ansätze ermöglichen einen hohen Grad an Individualismus, sind aber aufgrund mangelnder Struktur nicht skalierbar► Eine pragmatische Struktur bedient sich nur relevanter Anteile der starren Vorgaben und ergänzt fehlende Teile17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  15. 15. Eigenschaften einer pragmatischen Methodik 1) PMBOK® Guide als Basis 2) Integration von softwareentwicklungsspezifischem Anforderungsmanagement 3) Wissensgebiet Softwareentwicklungsmanagement mit eigenen Prozessen 4) Einfache Prozesse  Sprachlich klar und einfach  grafisch gestaltet (z.B. in Business Process Modeling Notation) 5) Phasenmodell mit Kontrollpunkten und „machbarer Agilität“ (nicht unbedingt Scrum) aufbauen 6) Controlling als wichtigster Steuerungsprozess 7) Direkt einsetzbare Vorlagen = PITPM – Pragmatisches IT-Projektmanagement17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  16. 16. Qualität ist im integrierten Prozessmodell► vielschichtig relevant > Unternehmensprozesse (ISO 9000 et. al.) > Programmprozesse (Multiprojekt-Management) > Projektprozesse (Projektabwicklung) > Produktqualität (Grad der Anforderungserfüllung) > Vertragspartner-Beziehung (Shareholder-Analyse, Kommunikation)► im Einzelfall geeignet zu bewerten > Prevention over Inspection – „Zero Defects“ (Philip Crosby) > Cost of Quality (aus der 6σ-Bewegung) – sichere Kosten für Inspektionen, Richtlinien, etc. vs. – mögliche Kostensteigerungen, Motivationsprobleme, unzufriedene Kunden, erhöhtes Risiko, Rework, Terminverschiebungen, …17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  17. 17. Qualitätsmanagement im PMBOK®-Standard► Nur drei (fast schon Meta-)Prozesse > Qualität planen > Qualitätssicherung durchführen > Qualitätslenkung durchführen► aber wichtige (und oft genau die richtigen) Maßgaben > Den Projektauftrag und eigene Annahmen stetig auf Korrektheit prüfen > Den Kunden nach seinen eigenen Qualitätsmaßstäben fragen > Qualitätsstandards prüfen, planen und im Zweifel eigene Prozesse entwerfen! > Qualitätsmetriken aus Kunden- und Unternehmenssicht planen > Probleme und Beschwerden sammeln und Wiederholungen vermeiden > Dem Team Qualitätsmaßstäbe vermitteln, seine Verbesserungen sammeln > Qualitätsplanung und -prüfungen haben Einfluss auf die Projektplanung► jedoch mit sehr allgemein-statistischen Tooling (Fertigungsabweichungen etc.)17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  18. 18. Warum dann trotzdem der PMI-Standard?► Erfolgreiche Projektmanagement-Methodik – weit über USA hinaus► Wesentliche Grundlage für zukünftigen ISO-Standard 21500► Prozesse bieten Leitfäden für Neulinge – zum Beispiel auch PM in QM!► transportiert wichtige Ideen > Prozessfokus > Ein-/Ausgangsartefakte definieren Dokumente und Abhängigkeiten > Punktgenaue Sortierung von Werkzeugen und Methoden möglich > Trennung Produkt / Projekt► ausgelegt für große Projekte, zuschneidbar► Ideal: die lernende, sich ständig verbessernde Organisation > Prozessverbesserungspläne > Prozess-Reviews als Projektbestandteil► mit PITPM (PMI PM Summit best paper award 2010) erfolgreich für IT-Projekte angepasst17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  19. 19. Das Buch mit den Bienen► Die Methodik wird vollständig transparent im Buch „Pragmatisches IT-Projektmanagement“ beschrieben► Erschienen im dpunkt-Verlag im Sommer 2010► Auszug Pressestimmen: > „…ein großer Wurf …“ > „Ein echter Mehrwert!“ > „In Kombination mit der umfangreichen Sammlung von downloadbaren Templates können Projektmanager ihren methodischen Werkzeugkasten um ein wertvolles Element bereichern.“ > „Die Autoren stellen die Behauptung auf, dass sich nur wenige Projekte für eine vollständig agile Entwicklung eignen, und zeigen einen akzeptablen Mittelweg mit der Durchführung in Iterationen auf.“17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  20. 20. Einfache ProzesseProjektprozesse sind für Fachfremde häufig nicht nachvollziehbar► Einfache Sachverhalte müssen sich auch einfach darstellen lassen können – sonst sind sie nicht einfach Lösungsansatz ► Darstellung in leicht verständlicher Business Process Modeling Notation (BPMN)17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  21. 21. PITPM ProjektphasenVorbereitung Planung Durchführung Einführung Abschluss 17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  22. 22. „machbare Agilität“ Es gibt kaum noch Projekte, die im Wasserfall durchgeführt werden können ► Fachliche und technische Anforderungen sind meist nicht mit dem Projektstart durchdrungen worden ► Vorstellungskraft der Fachbereiche für das Endprodukt ist begrenzt ► Es ergeben sich Änderungen im Projektverlauf ► Nicht alle technischen Komplikationen lassen sich bei der Planung „erahnen“ Lösungsansatz ► Projekt in Iterationen teilen wo immer möglich ► Kontaktpunkte mit dem Auftraggeber in jeder Iteration ► „Scrum“ ist nicht das Allheilmittel17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  23. 23. Agiler Ansatz: Iterativ arbeiten ► Basis ist der Projektplan, in dem die Iterationen vorab festgelegt werden müssen > Kapazität Durchführungsteil > Inhalte Planungsteil > Termine ► Jede Iteration hat einen Planungs- und einen Durchführungsteil > Einfache Iteration (testbar oder nicht testbar) > Release-Iteration > Letzte Iteration ► Rollierende Planung „in Maßen“ > Grundlegende Planänderungen bedürfen eines CR Eine > Termine und Inhalte sollten sich nicht verschieben Iteration17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  24. 24. Controlling als ProjektsteuerungsinstrumentProjekt-Controlling soll Risiken minimieren► Der Projektmanager soll jederzeit fundierte Auskunft über den Zustand seines Projektes geben können► Die Informationsbasis muss über mehrere Projekte vergleichbar seinLösungsansatz► Controlling kontinuierlich durchführen > Z.B. immer Freitags in Individualgesprächen > mit Einzelbetrachtung kritischer Arbeitspakete► Konsolidierung aller Arbeitspakete zum Controlling für das Management► Basierend auf der Earned-Value-Technik► Unabhängig vom Grad der Agilität► Direkt einsetzbare Vorlage17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  25. 25. …eine einfache Zusammenfassung17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  26. 26. Direkt verwendbare VorlagenViele Faktoren entscheiden über dieAkzeptanz einer Methodik im Unternehmen► Der Schlüssel ist jedoch meist der unkomplizierte Zugriff auf Vorlagen und Beispiele► Die Erstellung von Vorlagen sollte eng mit den Prozessen verknüpft sein, um die Erforder- nisse ideal abbilden zu könnenLösungsansatz► PITPM kommt mit über 30 „schlüssel- fertigen“ Vorlagen, beispielsweise > Projektauftrag > Projektmanagementplan > Risikomanagementliste > Leistungsreport > Gantt-Charts > usw.17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  27. 27. PITPM Vorlagenmatrix17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  28. 28. Qualitätssicherung und Test in PITPM► Vorbereitungsphase► Planungsphase > P.3 Qualitätsplanung konfigurieren > P.9 Anforderungen spezifizieren > P.15 Qualitätskontrolle planen > P.16 Entwicklung planen► Durchführungsphase > D.3 Produktqualität kontrollieren > D.4 Projektkommunikation steuern > D.9 Softwareprodukt entwickeln > D.10 Abnahmetest durchführen► Einführungsphase► Abschlussphase > A.2 Testabschlussbericht erstellen > A.7 Abschlussbericht + Feedback erstellen17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  29. 29. PITPM ProjektphasenVorbereitung Planung Durchführung Einführung Abschluss 17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  30. 30. Planung!► In der Planungsfolge spät, denn Qualität berücksichtigt viele Gesichtspunkte: > vollständige Anforderungen > Aufgaben-, Zeit- und Budgetplanung  ganzheitlicher Blick auf das Projekt► Qualitätsplanung vor Risikoplanung > ihre Maßnahmenplanung beeinflusst Qualitätsrisiken und Produktrisiken► Am Ende nicht absolut, denn die Planungsprozesse sind iterativ zu sehen17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  31. 31. P.3 Qualitätsplanung konfigurieren► Erstellung der Qualitätsplanung ► Eingangsartefakte > Zieldefinition, Prozessdefinition > Anforderungsliste zur Ableitung der QS-Ziele > parallel > PSP: liefert Qualitätskriterien – Maßnahmen planen und Ende-Kriterien > Projektmanagementplan – QS-Infrastruktur planen > Projektauftrag mit Vereinbarungen ► Ergebnisartefakte > Qualitätssicherungsplan (mehrfach fortgeschrieben) ► Methoden > Kosten-Nutzen-Analysen > Benchmarking > QS-Methoden, Techniken und Werkzeuge > Schulungen > Reviews17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  32. 32. P.3 Qualitätsplanung konfigurieren► Erstellung der Qualitätsplanung ► Eingangsartefakte > parallel > Qualitätssicherungsplan – Auswertung planen > Testwerkzeugkasten > Leitfaden zur Testwerkzeug- – Werkzeuge auswählen und einführen Auswahl – Testsysteme bereitstellen ► Ergebnisartefakte > Qualitätssicherungsplan > Plan überprüfen (QS der QS) (mehrfach fortgeschrieben) > Testwerkzeuge / -anleitungen > Testsysteme ► Methoden > Software- Konfigurationsmanagement- Werkzeuge (Ticketing, Versionskontrolle, Continuous Build / Deliver) > Administrationswerkzeuge > Schulungen / Trainings17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  33. 33. Anforderungsmanagement: Ohne R kein Q!Was ist wichtig und warum?► Festlegung der zu erstellenden Artefakte (bspw. Use-Cases, Regelwerke, Maskenbeschreibungen, …) und der Werkzeuge (PowerPoint, Eclipse, Visio, …)► Festlegung der Freigabeprozesse > Wer macht QS, wer gibt frei > Wie erfolgt die Freigabe – Ziel: Erstellung der Spezifikation >> Vorstellung im Gremium >> Reviewphase >> Abnahme > „Stillschweigende Abnahme“ (bei Verstreichen eines Termins) vs. aktive Freigabe durch Auftraggeber► Anforderungsmanagement ist weit mehr als das Schreiben der Spezifikation > Hoher Kommunikationsaufwand mit Auftraggeber und Entwicklung > Häufig neben dem PM „fachliche Instanz“ > Schnittstellenfunktion zwischen Anforderungen und Entwicklung► Die Spezifikation ist (mit-)entscheidend für die Qualität des Produktes17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  34. 34. P.9 Anforderungen spezifizieren► Qualitätssicherung der Anforderungsspezifikation ► Eingangsartefakte > Fachliche Verifikation > Anforderungsspezifikation > Technische Realisierbarkeit > Anforderungsliste, Protokolle, Geschäftsprozess- > Initiale Testfälle (Testbarkeit) diagramme, UI-Wireframes, Glossar, Prototyp ► Ergebnisartefakte > Anforderungsspezifikation (fortgeschrieben) > Change Requests > Initiale Testfälle ► Methoden > Reviews > Testspezifikationswerkzeug > Anforderungsmanagement- Werkzeug > SCM-Werkzeug17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  35. 35. P.15 Qualitätskontrolle planen► Iterationsplanung Softwaretest ► Eingangsartefakte > Aktivitäten, Methoden, Aufwände, Metriken > Projektmanagementplan > Priorisierung > Projektstrukturplan > Projektumfangsbeschreibung > Qualitätssicherungsplan ► Ergebnisartefakte > Testkonzept > Teststrategie > Testfall-Priorisierung17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  36. 36. P.16 Entwicklung planen► Qualitätssicherung von Spezifikation und Entwurf ► Eingangsartefakte > Spezifikationsdokumente ► Ergebnisartefakte > Spezifikationsdokumente (fortgeschrieben) ► Methoden > Reviews17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  37. 37. PITPM ProjektphasenVorbereitung Planung Durchführung Einführung Abschluss 17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  38. 38. D.3 Produktqualität kontrollieren17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  39. 39. D.3 Produktqualität kontrollieren – Technischer Tester► Technische Testaufgaben ► Eingangsdokumente > Verfeinerung und Ausführung technischer Tests > Anforderungsspezifikation > Automatisierung von Fachtests > Initiale Testfälle > Testwerkzeug > Testauswertung > Testleitfaden ► Ergebnisartefakte > Technische Tests > Testdatenanforderung > Testabdeckung > Fehlerbericht ► Methoden > Testverfahren > Automatisierungsaufwand- Nutzen-Schätzungen > Regressions-Priorisierung > GUI-Test-Werkzeuge > Strukturanalysen > Testdoubles17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  40. 40. D.3 Produktqualität kontrollieren – fachlicher Tester► Fachliche Testaufgaben ► Eingangsartefakte > Verfeinerung und Ausführung fachlicher Tests > Anforderungsspezifikation > Initiale Testfälle > Testleitfaden > Testdaten ► Ergebnisartefakte > Fachliche Tests > Testdatenanforderung > Fehlerbericht ► Methoden > Testverfahren17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  41. 41. D.3 Produktqualität kontrollieren – Testmanager► Testmanageraufgaben ► Eingangsartefakte > Bereitstellung von Testdaten in der Vorbereitung > Testdatenanforderung > Überprüfung von Releases in der Nachbereitung ► Ausgangsartefakte > Testdaten ► Methoden > … ► Eingangsartefakte > Getestetes Softwareprodukt ► Ausgangsartefakt > Softwareproduktrelease ► Methoden > Text17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  42. 42. D.3 Produktqualität kontrollieren17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  43. 43. D.4 Projektkommunikation steuern17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  44. 44. D.4 Projektkommunikation steuern► Teststatus-Auswertung durch Testmanager ► Fehlerstatus > Fehler je Prioritätsstufe > Fehlerverteilung / Komponenten > Erfolgreiche Nachtests > Reepen-Quote > Relative Fehlerdichte (nicht abgeschlossene / alle Fälle) > Fehlerfindungsrate (Fehler / Komponentengröße) ► Testdurchführungs-Status > Gesamtzahl Testfälle > Durchgeführte Testfälle > Erfolge > Testfalldurchführungen / Tag ► Testobjekt-Status > Alles in Ordnung, teilweise Nachtest erforderlich, nicht vollständig getestet, nicht getestet17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  45. 45. D.9 Softwareprodukt entwickeln17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  46. 46. D.9 Softwareprodukt entwickeln – Softwareentwickler► Tests der Einzelkomponenten, test first möglich ► Methoden► Integration der Komponenten untereinander und mit > Whitebox-Tests, auch in Kombination mit Blackbox Drittsystemen > Testdoubles / Platzhalter > Testüberdeckungskriterien > Fehlerfindungsraten > Integrationsstrategien > Backbone-Erstellung17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  47. 47. D.9 Softwareprodukt entwickeln – technischer Tester► Test der Integration des Systems in die ► Integrationstests Systemlandschaft > Lastsimulation > Performancemessungen bei Lastspitzen > Langzeittests > Ressourcenverbrauchstests > Robustheitstests – Verfügbarkeit – Datenintegrität – Pannenverhalten ► Methoden > Testtreiber > Strukturbasierte Tests > Erfahrungsbasierte Tests17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  48. 48. D.10 Abnahmetest durchführen17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  49. 49. D.10 Abnahmetest durchführen► Begleitung des Abnahmetests durch den Testmanager ► Eingangsartefakte > Mängelliste > System-Testfälle > Projektumfangsbeschreibung > Kunden-Abnahme-Testfälle ► Ergebnisartefakte > Abnahme-Testfälle > Mängelliste (fortgeschrieben) ► Methoden > Fehlerverfolgungs-Werkzeug > Testspezifikations-Werkzeug > Moderation > Kommunikation17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  50. 50. PITPM ProjektphasenVorbereitung Planung Durchführung Einführung Abschluss 17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  51. 51. A.2 Testabschlussbericht erstellen► Zusammenstellung und Auswertung von ► Testerfolg > Qualitätsmetriken > Grund für Testende > statistischen Auswertungen > Erreichte / verfehlte Ziele > Durchgeführte / geplante► Einsatz von Visualisierungshilfsmitteln Tests > Erreichte Kennzahlen > Bewertung Quality-Gates > Risikobewertung / Gegenmaßnahmen bei Zielverfehlungen > Bekannte Test-Lücken > Bekannte Fehler > Güte der Planung > Verbesserungsvorschläge > …17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  52. 52. A.7 Abschlussbericht + Feedback erstellen► Qualitätsbewertung der Projektprozesse ► Ziele > Verbesserungserkennung > Prioritätensetzung > Einführung von Prozessänderungen > Schulung für Prozessänderungen > Änderungsanpassung ► Eingangsartefakte > alles ► Ergebnisartefakte > Projektbericht ► Methoden > Prozessanalyse, -bewertung und -änderung17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  53. 53. Qualitätssicherung und Test in PITPM (Reprise …)► Vorbereitungsphase► Planungsphase > P.3 Qualitätsplanung konfigurieren > P.9 Anforderungen spezifizieren > P.15 Qualitätskontrolle planen > P.16 Entwicklung planen► Durchführungsphase > D.3 Produktqualität kontrollieren > D.4 Projektkommunikation steuern > D.9 Softwareprodukt entwickeln > D.10 Abnahmetest durchführen► Einführungsphase► Abschlussphase > A.2 Testabschlussbericht erstellen > A.7 Abschlussbericht + Feedback erstellen17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  54. 54. Rollenmodell► Prozesse definieren verschiedene QS-Verantwortliche > Testmanager – Organisation der Qualitätssicherung, Testteam-Manager > Fachlicher Tester – Domänen-Wissen, Ablaufdenken und -prüfung > Technischer Tester – Technik-Wissen, Testautomatisierung > Softwareentwickler – Test der eigenen Komponenten, technische Integration► Rolle des Projektmanagers > Oberste Projektverantwortung, damit oberste Qualitätsverantwortung Viel mehr Management- / Systemfehler als Mitarbeiterfehler (Deming, Juran) > Recht und Pflicht zur Abwägung der Wissensgebiete► Testmanager vs. Projektmanager > Testmanager sind Teammitglied und berichten an Projektmanager > oft Mitglied des Projektmanagement-Teams (= erweiterter Führungskreis) > Keine herausgelöste Organisation, können aber separat berichten > stark bevorzugt separate Person: vertreten Primat der Qualität im Projekt17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  55. 55. PITPM ProjektphasenVorbereitung Planung Durchführung Einführung Abschluss 17.09.2012 Pragmatisches IT-Testmanagement
  56. 56. business.people.technology.quality. adesso AG Stockholmer Allee 24 44269 Dortmund Telefon +49 231 930-9211 Telefax +49 231 930-9331 Karsten Tinnefeld Mobil +49 178 2808107 Qualitätsmanagement- tinnefeld@adesso.deinfo@adesso.de Beauftragter www.adesso.dewww.adesso.deblog.adesso.de

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