KWS Nachhaltigkeitsbericht 2011/2012

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Unser Leitbild:

KWS ist das unabhängige Saatzuchtunternehmen für Landwirte im 21. Jahrhundert

Entwicklung mit Profil: Grundsätze der KWS

Wir sind ein unabhängiges Saatzuchtunternehmen mit einer langen Tradition und unsere Grundsätze sind lebendige Leitlinie unserer täglichen Arbeit. Sie stehen für unsere Zukunftsorientierung und unser Verantwortungsbewusstsein.



Wir schaffen die Basis für den Erfolg des Landwirts.
Mit unserem hochwertigen Saatgut für gesunde und ertragreiche Sorten leisten wir seit über 150 Jahren einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Landwirte. Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden. Eine kompetente und kontinuierliche Beratung vor Ort und ein vertrauensvoller offener Umgang prägen unsere Geschäftsbeziehungen.


Wir machen Saatgut besser.
Das Ziel unserer Arbeit heißt Züchtungsfortschritt - die Leistung unserer Sorten und die technische Qualität unseres Saatguts kontinuierlich zu verbessern. Maßstab unserer Arbeit sind dabei die Anforderungen der Landwirte und der Gesellschaft.


Wir verfolgen innovative Ziele und arbeiten transparent.
Moderne Pflanzenzüchtung ist Spitzentechnologie. Wir investieren jährlich deutlich über dem Branchendurchschnitt in unsere Kernkompetenzen Züchtung und Forschung, um neue Sorten und Produkte schneller zu entwickeln. Dabei orientieren wir unser Handeln an einem ressourcenschonenden Umgang mit der Natur und einer in jeder Richtung transparenten und offenen Kommunikation unserer Tätigkeiten.

Wir handeln eigenständig, partnerschaftlich und ertragsorientiert.
Kooperationen mit verlässlichen Partnern weltweit sind uns ebenso wichtig wie unsere Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von einseitigen Interessen. Unsere Partnerkultur basiert auf allen Beziehungsebenen auf einem vertrauensvollen Miteinander und gegenseitigem Respekt. Mit Zukunftsdenken und Eigeninitiative sichern wir unsere Ertragskraft.


Wir arbeiten gern für KWS
Die Ideen und die Leistungen unserer Mitarbeiter machen den Erfolg und die Stärke der KWS aus. Eigeninitiative und eigenverantwortliches Handeln gehören ebenso zu unserem Selbstverständnis wie Verantwortungsbewusstsein und Toleranz.

Verantwortung gegenüber Mensch und Natur
Leitprinzip und Maßstab unseres täglichen Handelns ist der verantwortungsvolle Umgang mit Mensch und Natur. Deshalb investiert KWS kontinuierlich in betriebliche Maßnahmen, die wichtige Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens fördern. Dazu gehören eine verantwortungsbewusste Produktion und die Umsetzung von Umweltleitlinien ebenso wie das Engagement für soziale und gesellschaftliche Belange innerhalb und außerhalb der KW

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KWS Nachhaltigkeitsbericht 2011/2012

  1. 1. ZukunftsäenNachhaltigkeitsbericht 2011 2012K W S S A AT AG
  2. 2. Verantwortung Der verantwortungsvolle Umgang mit Mensch und Natur ist seit jeher Leitprinzip unseres täglichen Handelns. Dazu gehören eine verantwortungsbewusste Forschung & Züchtung im Umgang mit modernen Methoden der Pflanzenzüchtung, der betriebliche, auf Ressourcenschonung ausgelegte Natur- und Umweltschutz sowie das Engagement für soziale und gesellschaftliche Belange innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Wir pflegen und schätzen eine offene und proaktive Kommunikation. Vertrauen Die KWS SAAT AG gehört heute zur weltweiten Spitzengruppe der Pflanzenzüchtungsunternehmen. Dieser Erfolg ist nur möglich durch das Vertrauen der Landwirte, unserer Mitarbeiter und der Eigentümer in unser Unternehmen und seine weitsichtigen Entscheidungen zumNachhaltigkeit Wohle von Mensch und Natur. Unser wichtigstes Ziel ist es daher, mit einem großen Verantwortungs­ efühl in allem was wir tun, das Vertrauen gheißt für uns Denken und Handeln in Generationen – seit mehr als 150 Jahren. unserer Stakeholder zu gewinnen und zu bewahren. Verlässlichkeit Seit 1856 züchtet die KWS SAAT AG landwirtschaftliche Nutzpflanzen für die gemäßigte Klimazone und produziert hochwertiges, ertragreiches… für den Menschen Saatgut für unseren Kunden, den Landwirt. Durch kontinuierlich hohe Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen stärken wir die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens und bieten Generationen von Denn hinter jedem Engagement und hinter jeder Idee bei Mitarbeitern eine wirtschaftliche Perspektive sowie unseren Eigentü- KWS steht ein Mensch, der unser Unternehmen durch sei- mern eine langfristige Rendite. nen Einsatz erst erfolgreich macht.… für die Natur Denn auf eine intakte Natur sind wir als ein Unternehmen mit einem Naturprodukt angewiesen. Deshalb prägen eine tiefe Ehrfurcht vor der Natur und ihre unbedingte Wertschät- zung unser tägliches Handeln. Nachhaltigkeit
  3. 3. Nachhaltigkeit auf einen Blick – 2011/2012 InhaltsverzeichnisNachhaltigkeitsansatz Logo Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit auf einen Blick – 2011/2012....................................................................................................... 4• Einführung eines Nachhaltigkeitslogos als Symbol für Denken und Handeln in Generationen – seit mehr als 150 Jahren Vorwort des Vorstands............................................................................................................................................... 6• Auszeichnung als „Deutschlands Beste“ für nachhaltige Unternehmensentwicklung Unternehmensporträt.................................................................................................................................................. 8 Nachhaltig Denken und Handeln – seit Generationen für Generationen............................................ 10Innovation & Produktion NachhaltigkeitsansatzNeue Züchtungsschwerpunkte Unser Ansatz...................................................................................................................................................................14• Erweiterung der Mais-Züchtungsprogramme für Sorten in tropischen Regionen Unternehmensgrundsätze und weltweites Regelwerk.....................................................................................................16• Weltweit erhielt KWS die Vertriebsgenehmigungen für 303 Sorten von Zuckerrüben, Mais, Getreide und Ölsaaten Compliance..................................................................................................................................................................... 17• Etablierung einer Forschungsplattform für gentechnisch veränderte Pflanzen im Rahmen des Joint Ventures Genective Risiko- und Chancenmanagement.................................................................................................................................. 17 speziell für Mais Integriertes Managementsystem.....................................................................................................................................18 Verantwortungsbewusstsein für die Lieferkette...............................................................................................................19Umwelt- und Ressourcenschutz Dialog mit Anspruchsgruppen.........................................................................................................................................20• Entwicklung einer herbizidtoleranten Zuckerrübensorte mit konventionellen Züchtungsmethoden zur Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes beim Anbau Innovation & Produktion• Einführung des Systems der zertifizierten Beizstelle für die Saatgutbehandlung Forschung & Züchtung.................................................................................................................................................... 24 Biodiversität....................................................................................................................................................................26Mitarbeiter Ökologischer Landbau....................................................................................................................................................28 Energiepflanzen...............................................................................................................................................................28Hohe Zufriedenheit Saatgutproduktion..........................................................................................................................................................30• 82 % der Mitarbeiter sind mit ihrer jetzigen Situation bei KWS zufrieden Produktsicherheit............................................................................................................................................................32• 78 % der Mitarbeiter schätzen ihre Perspektive bei KWS optimistisch ein Kundenberatung.............................................................................................................................................................32Erweiterung der sozialen Zusatzleistungen Mitarbeiter• Verlängerung des Kinderbetreuungszuschusses um die Jahre 2011 bis 2013 Personalgewinnung.........................................................................................................................................................36• Einführung einer Betriebsvereinbarung zur Pflege von Familienangehörigen Personalentwicklung.......................................................................................................................................................37 Miteinander im Betrieb....................................................................................................................................................38Intensivierte Nachwuchsförderung Familie, Freizeit & Beruf...................................................................................................................................................40• Beteiligung am nationalen Stipendienprogramm für fünf Studierende der Agrarwissenschaften Arbeitssicherheit & Gesundheit.......................................................................................................................................40 an der Universität Göttingen• Engagement im internationalen Postdoc Fellowship Programm in Pflanzenwissenschaften in Zusammenarbeit Umweltschutz mit der Organisation PLANT FELLOWS Energie, Emissionen und Luftreinhaltung.........................................................................................................................44 Wasser und Abwasser....................................................................................................................................................47Umweltschutz Umgang mit Gefahrstoffen..............................................................................................................................................48 Abfall und Recycling........................................................................................................................................................48Beitrag zum Klimaschutz Transportlogistik..............................................................................................................................................................50• Einsatz von 51 % regenerativer Energie in der Produktion am Standort Einbeck Fuhrpark.......................................................................................................................................................................... 51Erfolge in der Entsorgungswirtschaft Gesellschaft• Reduktion der gefährlichen Abfallmengen um 11 % zum Vorjahr Regionale Förderung.......................................................................................................................................................54• Reduktion der hausmüllähnlichen Gewerbeabfallmengen um 14 % zum Vorjahr Förderung von Wissenschaft & Forschung......................................................................................................................56 Mitgliedschaften..............................................................................................................................................................57Gesellschaft GRI-Index...................................................................................................................................................................... 58Steigerung der Ausgaben für das gesellschaftliche Engagement Berichtsporträt............................................................................................................................................................ 65• 23,1 % mehr Zuwendungen für die Regionalförderung und die Förderung von Wissenschaft und Forschung Impressum.................................................................................................................................................................... 66• Anlauf eines zweiten Projektes für den Erhalt der Biodiversität in Äthiopien Ökonomische Kennzahlen der KWS Gruppe................................................................................................ 674 Auf einen Blick | Inhaltsverzeichnis I 5
  4. 4. Vorwort des Vorstands Sehr geehrte Leser und Freunde des Hauses KWS, Verantwortungsvolle und motivationsfördernde Arbeitsplätze codes auf Sortenschildern sowie ein Handy-App dem Land- sind eine Voraussetzung für neue Ideen. Daher erhalten bzw. wirt direkten Zugriff auf die Internetseiten der KWS und Sie halten nun unseren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht für schaffen wir als Arbeitgeber gute Rahmenbedingungen. Wir tragen zur optimalen Kundenberatung bei. das Geschäftsjahr 2011/2012 in den Händen. Ich freue mich, sind ein zuverlässiger Arbeitgeber mit attraktiven Arbeits- Ihnen die Inhalte dieses Berichts vorzustellen. plätzen in einer zukunftsträchtigen Branche. Wir legen Wert Verantwortung und Nachhaltigkeit werden bei KWS Tag für auf eine leistungsgerechte Vergütung, ein familienfreund- Tag gelebt – und zwar auf allen Ebenen, von allen Mitar- Auch in diesem Jahr veröffentlichen wir wieder eine Druck- liches Arbeitsumfeld und auf Raum zur persönlichen und beitern. Eine transparente Kommunikation ist uns wichtig. fassung und einen Online-Bericht. Diese Druckversion fasst individuellen Weiterentwicklung. Ein wichtiges Anliegen als Deshalb berichten wir jährlich über unsere Fortschritte im die aktuellen Entwicklungen im Berichtsjahr zusammen. Familienunternehmen ist uns die Förderung der Vereinbar- Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung. Bereits heute Wir informieren Sie über unseren ganzheitlichen Nach- keit von Beruf und Familie. Seit jeher bieten wir unseren erreichen wir nach eigener Einschätzung einen sehr hohen haltigkeitsansatz, über die wesentlichen Maßnahmen und Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten durch Gleitzeit, Teilzeit- Anwendungsgrad in Qualität und Umfang der Nachhaltig- Initiativen und über die aktuellen Kennzahlen und Ziele in regelungen und Home Office, sofern es ihre Tätigkeit zulässt. keitsberichterstattung gemäß des internationalen Berichts- den Bereichen Produkte, Mitarbeiter, betrieblicher Umwelt- Die Verlängerung des Kinderbetreuungszuschusses im standards. Zukünftig wollen wir unseren Berichtsrahmen schutz und Gesellschaft. In unserem Online-Bericht finden Berichtsjahr und die neue Betriebsvereinbarung zur Pflege von Jahr zu Jahr thematisch erweitern und ausbauen. Denn Sie darüber hinaus weitere Informationen, unter anderem von Familienangehörigen sind weitere Bestimmungen, mit die Entwicklung von Nachhaltigkeit ist ein kontinuierlicher eine ausführliche Darstellung unserer strategischen Ansät- denen wir unseren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf Verbesserungsprozess. In diesem Sinne danke ich allen, die ze, Managementsysteme und Organisationsstrukturen in und Familie erleichtern wollen. Das Angebot familienfreund- an der Erstellung dieses Berichts mitgewirkt haben, für ihr den genannten Bereichen, die Kennzahlen in ihrer Entwick- licher Maßnahmen soll zukünftig noch erweitert werden, um engagiertes Arbeiten. lung, außerdem unsere Unternehmensziele und den aktu- unseren Mitarbeitern in ihren jeweiligen Lebens- und Fa- ellen Stand ihrer Erfüllung. milienphasen die Chance auf Weiterführung ihrer Tätigkeit Abschließend wünsche ich Ihnen allen eine interessante am Arbeitsplatz zu bieten. Dass 78  der Mitarbeiter bei % Lektüre. Für Fragen und Anmerkungen zur Nachhaltigkeit Der diesjährige Bericht steht ganz im Zeichen unseres unserer Mitarbeiterbefragung angaben, ihre Perspektive bei der KWS stehen Ihnen unsere Experten gern zur Verfügung. neuen Nachhaltigkeits-Logos: „Denken und Handeln in Ge- KWS optimistisch einzuschätzen, bestätigt unsere Unter- Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen und Anregungen. nerationen“. Seit ihren Anfängen vor mehr als 150 Jahren nehmensstrategie. ist KWS ein Unternehmen, das weitsichtig und langfristig Aus Einbeck grüßt Sie im Namen des Vorstands herzlich orientiert handelt und dieses grundlegende Prinzip im täg- Pflanzenzüchtung ist heutzutage mehr denn je ein höchstPhilip von dem Bussche lichen Geschäft konsequent verfolgt. Wir sind der festen spannendes Tätigkeitsfeld. In langjähriger ZusammenarbeitSprecher des Vorstands Überzeugung, dass wir auch aus diesem Grund erfolgreich mit einem Projektpartner haben wir einen alternativen An- am Markt bestehen können und heute zur Nummer vier auf satz für eine herbizidtolerante Zuckerrübe mit konventio- dem internationalen Saatgutmarkt gehören – mit besten nellen Züchtungsmethoden entwickelt. Dafür wurde eine Aussichten für die Zukunft. Wir greifen gerne auf erfolgreich bei Zuckerrüben sehr selten vorkommende natürliche Ver- Philip von dem Bussche Bewährtes zurück und sind gleichzeitig offen für Neues, änderung im Erbgut genutzt, eine sogenannte Mutation. Der Sprecher des Vorstands wenn es uns Chancen eröffnet. Verantwortung und Nach- nächste Schritt ist nun die Weiterentwicklung des Prototyps haltigkeit sind dabei täglich gelebte Werte bei KWS. zu einer hochleistungsfähigen Sorte mit dem Merkmal Herbizidtoleranz. Diese Pflanzensorte kann zukünftig dazu Das neue Logo drückt diese unbedingte Wertschätzung beitragen, dass während des Anbaus weniger Pflanzen- von Mensch und Natur erstmals bildlich aus. Wir wissen schutzmittel eingesetzt werden. sehr genau, dass wir als Unternehmen mit Produkten na- türlichen Ursprungs auf eine intakte Natur angewiesen sind. Unsere Kunden, die Landwirte, wollen wir bei ihrer Ar- Sie zu schützen, ist eine essenzielle Aufgabe. Der Schlüssel beit stets optimal unterstützen. Neben einer kompetenten zur Bewältigung dieser Aufgabe sind unsere Mitarbeiter. Mit Sortenberatung bieten wir daher auch weitergehende Anlei- ihren Ideen und ihrem Engagement führen sie unser Un- tungen zur Aussaat und Pflege der Pflanzenbestände wäh- ternehmen zum Erfolg. Diese Tatkraft unserer Kolleginnen rend des Wachstums. Neue, von unseren Mitarbeitern im und Kollegen verdient höchste Anerkennung. Gleichzeitig Berichtszeitraum entwickelte Instrumente sind dabei wich- möchten wir zu weiterhin kreativem Schaffen ermuntern. tige Hilfsmittel. Dazu gehören cultiVent, ein neues internet- Das Logo soll uns künftig begleiten und uns immer wieder basiertes Beratungstool für den Maisanbau, sowie die Ent- daran erinnern, wofür wir stehen und was wir vorhaben. wicklung von mobilen Messgeräten für die Schnell-Analyse des Trockensubstanzgehaltes für Silo- bzw. Energiemais direkt auf dem Feld. Weiterhin ermöglichen neuartige Daten-6 Vorwort des Vorstands I 7
  5. 5. UnternehmensporträtZukunft säen – seit 1856 Umsatz nach Segmenten – Geschäftsjahr 2011/2012Die KWS SAAT AG mit Sitz in Einbeck (Niedersachsen) istein führendes Saatgutunternehmen für landwirtschaftlicheKulturpflanzen mit weltweit über 63 Tochter- und Beteili- Sonstiges 1% Getreide 9 %gungsgesellschaften sowie Aktivitäten in rund 70 Ländern.Seit der Gründung im Jahre 1856 ist KWS über sechs Ge-nerationen ein eigentümergeprägtes Familienunternehmen.Aktuelles im Geschäftsjahr 2011/2012 Zuckerrüben ** Umsatz 32 % 986,3 Mio. €Im Geschäftsjahr 2011/2012 erwirtschaftete die KWS Gruppe Mais*mit allen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie 58 %3.851 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von986 Mio.  Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr €.von 15,3  und liegt damit über dem Wachstum der letz- %ten fünf Jahre von durchschnittlich 12 %. Damit festigen wir * enthält auch Öl- und Feldsaaten Mit Weitblick in die Zukunft.unsere Position in der Spitzengruppe der Saatguthersteller ** enthält auch Kartoffelnweltweit. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu ver- KWS Gruppebessern und auszubauen, wenden wir jedes Jahr zwischen10 und 15  unserer Umsatzerlöse für Forschung & Entwick- %lung auf. Wir sehen folglich unsere Investitionen in Forschung Um unsere gesetzten Ziele zu erreichen und uns im Wettbe- Verteilung der Wertschöpfung – Entstehung der Wertschöpfung –& Entwicklung als unseren wichtigsten Ansatz für Nachhaltig- werb zu behaupten, haben die Sicherung und der weitere Geschäftsjahr 2011/2012 Geschäftsjahr 2011/2012keit. Die dadurch kontinuierlich steigenden Produktleistungen Ausbau unseres Kerngeschäfts höchste Priorität. Weitereunserer Sorten tragen sowohl zur Ernährung einer wachsen- Potenziale sehen wir bei Energiepflanzen und regional be- Sonstigeden Weltbevölkerung als auch zur Bereitstellung erneuerbarer trachtet in Wachstumsregionen, wie z. B. Osteuropa, China Unternehmen 22 % Fremdleistungen 26 %Energien im Zeichen des Klimawandels bei. und Südamerika. Roh-, Hilfs- und Betriebs- Anteile anderer stoffe undEntwicklungen in den Kernmärkten bezogene Gesellschafter 1%Unsere Kernmärkte lagen bisher in der gemäßigten Kli- Umsatz nach Regionen – Geschäftsjahr 2011/2012 Wertschöpfung Gesamtleistung Leistungen Kreditgeber 2% 40 %mazone mit Schwerpunkten in Europa und Nordamerika. 327,5 Mio. € 1.051,2 Mio. € AbschreibungenDamit verteilt sich der Umsatz mit 23 % auf Deutschland, Aktionäre 6 % 3%40 % auf Europa (ohne Deutschland), 33 % auf Amerika und Übriges Ausland 4% Mitarbeiter Deutschland 56 %4 % auf das übrige Ausland. 23% Öffentliche Hand 13% WertschöpfungZum Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 konnten wir zwei 31%Maiszüchtungsgesellschaften in Brasilien erwerben. Da- Amerika 33 %rüber hinaus haben wir mit einer etablierten Maisproduk- Umsatz KWS Gruppe KWS Gruppetions- und Vertriebsgesellschaft ein Joint Venture vor Ort 986,3 Mio. €gegründet, um den für uns noch unbekannten tropischenMaismarkt zu erschließen. Wachstum erfordert neue Strukturen – Service Center mit dem Schwerpunkt Europa entlasten die Projekt „Fit for Growth“ operativ tätigen Gesellschaften der KWS Gruppe weitest- Das schnelle Wachstum der letzten Jahre erforderte eine gehend von administrativen Aufgaben, so dass diese sich Europa 40 % (ohne Deutschland) Anpassung unserer Administrationsprozesse, vor allem für auf ihr Kerngeschäft – die Saatgutproduktion und den Ver- unser internationales Geschäft. Im Geschäftsjahr 2010/2011 trieb – fokussieren können. Ziel ist es ferner, das zu erwar- KWS Gruppe haben wir deshalb das Projekt „Fit for Growth“ durchgeführt. tende weitere Wachstum kostengünstig abzusichern. Dabei wurden die zentralen Verwaltungsfunktionen in vier regional verantwortlichen Service Centern gebündelt. Die8 Unternehmensporträt I 9
  6. 6. Nachhaltig Denken und Handeln – seit Generationenfür GenerationenVerantwortung – Vertrauen – VerlässlichkeitWerte, wie Verantwortung, Vertrauen und Verlässlichkeit möglichst ressourcenschonend auch in Zukunft stabileoder auch Zuwendung, Zusammenhalt und Wertschätzung Erträge zu garantieren? Auf der Basis aktueller Erkennt-tragen erheblich zum Geschäftsergebnis eines Unterneh- nisse werden schon heute Züchtungsprogramme für einemens bei. Das ist unumstritten. Allerdings lässt sich ihr An- effiziente und umweltschonende Landwirtschaft von mor-teil schwer quantifizieren und ganz exakt mit Zahlen belegen. gen begonnen.Nachhaltigkeitsberichterstattung erfüllt eine Reihe von Auf- Die zweite Quelle unserer Unternehmenskultur ist die Ge-gaben. Es geht vorrangig – aber nicht nur – darum, zu infor- schichte der KWS als ein über sechs Generationen fami-mieren und Rechenschaft darüber abzulegen, wie sich das liengeführtes Unternehmen. Seit sich gezeigt hat, dassUnternehmen im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit allen viele Familienunternehmen die Konjunkturschwankungenökonomischen, ökologischen, sozialen und gesellschaft- der vergangenen Jahre nicht nur unbeschadet, sondernlichen Anforderungen verantwortungsbewusst, ressour- auch erfolgreich überstanden haben, ist dieser Unterneh-censchonend und zukunftsorientiert gestellt hat. Für uns menstypus (wieder einmal) verstärkt in den Fokus des öf-geht es darüber hinaus noch um etwas mehr. Wir definieren fentlichen Interesses gerückt. Zahlreiche Studien, Aufsätze KWS Generationen im Gespräch.nachhaltiges Denken und Handeln als einen gelebten Ge- und Artikel analysieren dieses Erfolgsmodell. Die Gründe fürnerationenvertrag, der seit jeher in unserer Unternehmens- gewinnbringendes Wirtschaften von Familienunternehmenkultur im Umgang mit unseren Kunden und Mitarbeitern sind vielfältig. Zu den Faktoren, die immer wieder genanntimmanent verwurzelt ist. werden, gehören eine besondere, an Familienwerten orien- Schon der Firmengründer Matthias Rabbethge dachte Mit- Zufriedene Mitarbeiter sind der kostbarste Schatz eines tierte Unternehmenskultur, ein generationenübergreifendes te des 19. Jahrhunderts visionär und generationenübergrei- Unternehmens, den es zu pflegen gilt. Schon um 1900Die grundsätzliche Orientierung an einem klar definierten langfristiges Denken und Handeln, Innovationsfreudigkeit fend, als er seine beiden Söhne studieren ließ – damals eine lebten die damals rund 2.000 Mitarbeiter des Unternehmensund in unserem „Code of Business Ethics“ festgeschrie- gepaart mit einem ausgesprochenen Gespür für Markt- unter Landwirten noch durchaus unübliche Investition in in Klein Wanzleben in eigens für sie errichteten Wohnsied-benen Wertekanon und sein besonderer Stellenwert inner- chancen, eine ausgeprägte Kunden- und Mitarbeiterorien- die Zukunft. Auch seine auf eine langfristige Festigung des lungen, ließen ihren Nachwuchs in der firmeneigenen Spiel-halb der Unternehmensabläufe sind bei KWS nicht verord- tierung und gesellschaftliches Engagement. Unternehmens ausgelegte Familienpolitik erwies sich rück- schule betreuen und erhielten ärztliche und zahnärztlichenet oder aufgesetzt. Dieses Wertesystem ist vielmehr über blickend als weise und weichenstellend für die weitere Ent- Versorgung im neu gebauten Badehaus der KWS.Generationen gewachsen und verinnerlicht worden und hat Nun firmiert die KWS seit über 125 Jahren als Aktiengesell- wicklung der KWS: Über vier Generationen verantwortetendamit seinen ganz besonderen Charme. Unser Verhaltens- schaft und hat immer noch den speziellen Charakter eines Nachkommen aus der Ehe seiner Tochter Marie Rabbethge Auch heute haben wir – wie dieser Nachhaltigkeitsberichtkodex basiert auf seit über 150 Jahren (vor)gelebten Tra- familiengeprägten Unternehmens. Die genannten Erfolgs- mit Julius Giesecke, dem Sohn seines finanzstarken Kom- zeigt – das Wohl unserer Mitarbeiter umfassend im Blick.ditionen. Es sind vor allem zwei Quellen, aus denen sich merkmale von Familienunternehmen ziehen sich wie ein pagnons, die Geschicke des Unternehmens. Neben vielfältigen sozialen Leistungen und individuellendiese besondere, „KWS spezifische“ und prägende Unter- roter Faden auch durch die Geschichte der KWS – von ihrer Qualifizierungs- und Entwicklungsperspektiven sind esnehmenskultur im Umgang mit Mensch und Natur bis heute Gründung 1856 bis in die Gegenwart. Die zentralen Themen KWS investiert seit vielen Jahren deutlich über dem Bran- auch täglich gelebte Werte, wie Vertrauen, Verlässlichkeit,speist: unsere Produkte und unsere Geschichte als Famili- dieses Nachhaltigkeitsberichtes, unser Nachhaltigkeitsan- chendurchschnitt in die Erforschung und Entwicklung neuer Verantwortung, Fairness und Teamgeist, die Identifikationenunternehmen. satz, die Inhalte Innovation & Produktion, Umweltschutz, Sorten und Technologien. Um einen jährlichen Züchtungs- und Bindung schaffen. Als dynamisch wachsendes Unter- Mitarbeiter und Gesellschaft spiegeln diese tradierte Un- fortschritt zu garantieren, muss Pflanzenzüchtung kontinu- nehmen begreifen wir es von Herzen als Herausforderung,Saatgut ist ein Naturprodukt. Die Züchtung von Pflanzen ternehmenskultur wider, wie einige Beispiele aus der Ge- ierlich innovativ arbeiten. Auch die Wurzeln dieser Strategie neue Mitarbeiter im Sinn unserer beschriebenen Unterneh-erfordert neben fachlichem Know-how vor allem Weit- schichte des Unternehmens zeigen, und sie sind bis heute reichen weit in die Vergangenheit. Ihren Anfang markiert menskultur für unser Unternehmen und unsere Ziele zu ge-sicht und Zukunftsdenken. 10 bis 15 Jahre und zahlreiche das Fundament unseres unternehmerischen Handelns. das Wirken von Matthias Rabbethge jun. Als erster Zucker- winnen.Pflanzengenerationen dauert es, um eine Pflanze mit neuen rübenzüchter bestimmte er ab 1862 den Zuckergehalt mitEigenschaften zu einer genehmigungsfähigen, vertriebsbe- Hilfe eines Polarimeters und selektierte die Rüben systema-reiten Sorte zu entwickeln. Das heißt konkret: Schon heute tisch nach Form, Gewicht und Zuckergehalt. Das Prinzip derhaben unsere Pflanzenzüchter und strategischen Planer die Selektion ist dabei über die Jahrzehnte erhalten geblieben.Welt im Jahr 2030 und darüber hinaus im Blick. Welche Ei- Die Methoden, um Inhaltsstoffe quantitativ und qualitativ zugenschaften müssen Nutzpflanzensorten in Zukunft haben, bestimmen, haben sich am wissenschaftlichen und tech-um angesichts von regional ganz unterschiedlichen klima- nischen Fortschritt orientiert und wurden auch bis heutetischen Veränderungen und Bevölkerungsentwicklungen von KWS Mitarbeitern mit weiterentwickelt.und angesichts der Endlichkeit fossiler Energielieferanten10 Schwerpunktthema I 11
  7. 7. Pflanzen und Menschen – In jeder Generation steckenWachstum und Zukunft.
  8. 8. NachhaltigkeitsansatzPflanzen sind eine unerschöpfliche Quelle für Lebensmittel und Rohstoffe. Deshalb ist der verantwor- Kunden anzupassen. Dazu wird in einem kontinuierlichen,tungsvolle Umgang mit der Natur für uns eine Verpflichtung und bestimmt unser Leitprinzip des täglichen strukturierten Prozess für alle KWS Produktgruppen eineHandelns gegenüber Kunden und Anteilseignern, Mitarbeitern und Verbrauchern. Dabei wird allen wich- übergreifende und weitblickende Strategie für die gesamte KWS Gruppe erarbeitet. Dieser Fahrplan in die Zukunft isttigen Aspekten, wie der Produktverantwortung, dem Umweltschutz sowie sozialen und anderen gesell- richtungsweisend, beispielsweise für die Orientierung un-schaftlichen Belangen, Rechnung getragen. Dies kommt auch in unserem Leitbild, den KWS Grundsätzen, serer langfristigen Züchtungsschwerpunkte.zum Ausdruck. Sie sind die verbindliche Richtlinie für die Visionen und Ziele unserer täglichen Arbeit und Bis heute sichert uns die Eigentümermehrheit der Familien-erhalten das unverwechselbare Profil der KWS im Umfeld der zunehmenden Internationalisierung. aktionäre eine langfristig ausgerichtete Unternehmensstra- tegie. Weitere Informationen:Unser Ansatz Unternehmensstrategie www.kws.de > Unternehmen > Über KWS • Geschäftsfelder • Unsere Marke • Strategische PlanungUnternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit prä- Wir blicken auf eine über 150-jährige Tradition zurück, in dergen seit der Gründung des Unternehmens unsere Ge- die Qualität und Leistungsfähigkeit unserer Produkte stetsschäftsführung. Zu den Eckpunkten unseres Nachhaltig- der Schlüssel zu unserem Erfolg waren. Unsere Stärken lie-keitsansatzes gehören: gen in der ausgeprägten Nähe zum Landwirt, einem breiten 5-Jahresumsatz (in Mio. €) der KWS Gruppe und führenden Sortenportfolio, einer starken Marke und ei-• Unsere auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausge- ner hohen Vertriebspräsenz. 1.000 richtete Geschäftsstrategie, die sich an den globalen Alle Geschäftsaktivitäten der KWS sind darauf ausgerich- .a. %p 13,3 Herausforderungen orientiert tet, einer modernen Landwirtschaft innovative Sorten für 800• Die Verpflichtung zu verantwortungsvollem Umgang mit die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sowie 600 Mensch und Umwelt in den Unternehmensgrundsätzen nachwachsende Rohstoffe für erneuerbare Energien zur und ihre Umsetzung in den nachgeordneten internen Verfügung zu stellen. Mit unseren Produkten wollen wir alle 400 Regelwerken Bewirtschaftungsformen der Landwirtschaft (konventionell, 200• Ein umfassendes Compliance-System ökologisch und unter Nutzung gentechnisch optimierter Auszeichnung als „Deutschlands Beste“ 2012• Ein systematisches Risikomanagement Sorten) gleichermaßen bedienen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoo-• Die Implementierung eines integrierten Management- Historisch betrachtet beruht unser Unternehmenserfolg auf pers (PwC) und „Die Welt“ schrieben in diesem Jahr erst- 2010/11 2007/08 2008/09 2009/10 2011/12 systems für Qualität und Umwelt der Zuckerrübenzüchtung. Heute gehören zahlreiche wei- mals den Wettbewerb „Deutschlands Beste“ aus. Gesucht• Unser Verantwortungsbewusstsein für die Lieferkette tere Nutzpflanzen zu unserem Produktportfolio. Dies sind waren deutsche Unternehmen, die ihre Geschäftsstrategie• Eine transparente Kommunikation und der offene Dialog Mais und Sorghum, die Getreidearten Weizen, Roggen, auf langfristigen Erfolg und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit mit unseren Stakeholdern Gerste, Hafer, Triticale, Ölfrüchte wie Raps und Sonnenblu- ausrichten. men sowie Kartoffeln. Wachstumsmotor sind unsere Züch- 5-Jahres-EBIT (in Mio. €) der KWS Gruppe Bewertet wurden ökonomische, ökologische und soziale tungsaktivitäten für die genannten Fruchtarten. KWS ist auf Parameter der Unternehmensentwicklung der letzten drei allen wichtigen Märkten mit eigenen Selektions- und Prüf- Jahre. Die KWS SAAT AG wurde für ihre wirtschaftlich nach- 150 standorten vertreten. Unsere Vermehrungsaktivitäten und haltig erfolgreiche Entwicklung, ihre transparente Nach- .a. %p Saatgutaufbereitungsanlagen sind je nach Fruchtart darauf 19,1 haltigkeitsberichterstattung und die bewusste und offene zugeschnitten, Saatgut höchster Qualität zu erzeugen. 100 Auseinandersetzung mit kontroversen Meinungen zu den eigenen Produkten mit dem ersten Platz prämiert. Mit der weiter wachsenden Weltbevölkerung steigt auch der 50 Bedarf an Nahrungsmitteln und nachhaltig erzeugter Ener- gie. Zentrale Herausforderung für unsere Pflanzenzüchter bleibt es deshalb auch in Zukunft, durch Züchtungsfort- schritt sicherzustellen, dass sich die Flächenproduktivität 2010/11 2007/08 2008/09 2009/10 2011/12 weiter erhöht. Unsere langfristig angelegte Unternehmensstrategie zielt darauf ab, unsere Produktvielfalt frühzeitig den sich än- dernden, häufig sehr speziellen Anforderungen unserer14 Unser Nachhaltigkeitsansatz I 15
  9. 9. Unternehmensgrundsätze und weltweites Regelwerk Compliance Risiko- und ChancenmanagementDie Marke KWS steht für gelebte Werte, die Generationen Corporate Governance Das bei KWS etablierte Compliance System umfasst inter- Risikomanagementvon KWS Mitarbeitern im Austausch mit unseren Kunden Eine sachkundige, weitsichtige und transparente Unterneh- national geltende Regelungen für alle KWS Mitarbeiter und Das Risikomanagementsystem umfasst das strategischegeschaffen und weiterentwickelt haben. Dabei ist im Verlauf mensführung ist die Basis für das Vertrauen von Geschäfts- vielfältige Informationstools. Planungs- und Beteiligungscontrolling, das laufende ope-unserer Unternehmensgeschichte ein tiefes Vertrauen un- partnern, Mitarbeitern, Anlegern und der Öffentlichkeit in rative Controlling und die Qualitäts- und Prozessüberwa-serer Kunden in unsere Produkte und Mitarbeiter gewachsen. unser Unternehmen. So wie es die gesetzlichen Bestim- Zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zu Compliance ist die chungssysteme. Die Revision wird bei KWS durch externeTreibende Kraft unserer Innovationsfähigkeit und unseres mungen und die Unternehmenssatzung erfordern, besteht Abteilung Corporate Law & Compliance. Die Mitarbeiter der Audits von erfahrenen Revisoren vorgenommen und istErfolges sind die Mitarbeiter der KWS weltweit. Um jedem die Unternehmensführung bei der KWS aus Vorstand und Abteilung stehen dem Management und allen Mitarbeitern ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements zurMitarbeiter eine Orientierung für individuelle Handlungsspiel- Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet das Unternehmen eigen- im In- und Ausland als Ansprechpartner zur Verfügung. Sicherung funktionierender interner Kontrollen.räume zu geben, haben wir ausgehend von den KWS Grund- verantwortlich und führt die Geschäfte mit Dritten. Der Schwerpunkte ihrer Compliance Arbeit sind die Informationsätzen ein für alle Mitarbeiter weltweit geltendes Regelwerk, Aufsichtsrat bestellt, berät und kontrolliert den Vorstand und das Training aller Geschäftsbereiche. Das Ziel des Risikomanagement-Prozesses ist es, wesent-die „Rules, Guidelines und Procedures“ (RGPs), entwickelt. gemäß des Deutschen Corporate Governance Kodex. Bei- liche Risiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewertenDieses zentrale Nachschlagewerk sichert ein gemeinsames de Gremien erörtern die aktuelle Lage und Entwicklung der Grundlage für die Orientierung der Mitarbeiter bei der täg- und diese effizient zu überwachen. Durch diesen ProzessVerständnis von Verantwortlichkeiten und Entscheidungspro- Geschäfte, die Markttendenzen und das Wettbewerbsum- lichen Arbeit ist der KWS Code of Business Ethics mit den soll eine fortlaufende Kontrolle gewährleistet werden, umzessen innerhalb der KWS. Dies umfassende Management feld, die strategische Ausrichtung, die Risikolage und die hierauf aufbauenden Richtlinien. einen auf Informationen basierenden Entscheidungspro-der Verantwortung berücksichtigt auch den Ordnungsrah- Aktivitäten des Risikomanagementsystems. zess zu unterstützen.men des Deutschen Corporate Governance Kodex. Aktuelles im Geschäftsjahr 2011/2012 Chancenmanagement Im Sommer 2011 wurde die Abteilung Corporate Law & In einem Zehnjahreshorizont wird in einem umfangreichen Compliance personell erweitert, um die gruppenweite In- Planungsprozess von allen Sparten die Identifizierung derUnternehmensgrundsätze orientieren wir unser Handeln an einem ressourcenscho- formations- und Schulungsarbeit auszubauen. Hierzu ge- Chancen und die sich bietenden Markt- und Wachstums- nenden Umgang mit der Natur und einer in jeder Richtung hören auch die in-house Bearbeitung von Datenschutz- potenziale analysiert. Diese strategische Planung wird in re-KWS ist das unabhängige Saatzuchtunternehmen für Land- transparenten und offenen Kommunikation unserer Tätig- fragen in internationalen Rechtsbeziehungen und Projekte gelmäßigen Abständen an die aktuellen Entwicklungen an-wirte im 21. Jahrhundert. keiten. zum Ausbau des Know-how Schutzsystems sowie des Ri- gepasst und gemeinsam mit dem Vorstand in zielgerichtete sikomanagementsystems. Eine unabhängige Wirtschafts- Maßnahmen umgesetzt.Entwicklung mit Profil: Grundsätze der KWS Wir handeln eigenständig, partnerschaftlich und prüfungsgesellschaft führt regelmäßig Compliance AuditsWir sind ein unabhängiges Saatzuchtunternehmen mit ei- ertragsorientiert durch und überprüft die Umsetzung der ausgesprochenen Aktuelles im Geschäftsjahr 2011/2012ner langen Tradition und unsere Grundsätze sind lebendige Kooperationen mit verlässlichen Partnern weltweit sind Empfehlungen in nachgeschalteten Audits.Leitlinie unserer täglichen Arbeit. Sie stehen für unsere Zu- uns ebenso wichtig wie unsere Eigenständigkeit und Un- Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde unser Risikomanage-kunftsorientierung und unser Verantwortungsbewusstsein. abhängigkeit von einseitigen Interessen. Unsere Partner- Anfang 2012 ist die Abteilung Corporate Law & Compliance mentsystem weiter ausgebaut. Es wurde ein Risikokomitee kultur basiert auf allen Beziehungsebenen auf einem ver- in das Ressort des Vorstandssprechers gewechselt. Im etabliert, das quartalsweise einen Risikoreport erstellt.Wir schaffen die Basis für den Erfolg des Landwirts trauensvollen Miteinander und gegenseitigem Respekt. Geschäftsjahr 2011/2012 wurden die erforderlichen Struk-Mit unserem hochwertigen Saatgut für gesunde und er- Mit Zukunftsdenken und Eigeninitiative sichern wir unsere turen eingerichtet, um das Thema Datenschutz intern ab- Unsere bedeutendsten Risiken liegen weiterhin bei dentragreiche Sorten leisten wir seit über 150 Jahren einen Ertragskraft. decken zu können. Der Aufbau der internen Organisation Produkt- und Marktrisiken. Dem Risiko durch witterungs-wichtigen Beitrag zum Erfolg der Landwirte. Wir verstehen der Datenschutzarbeit und -beratung inklusive Schulungen bedingte Produktionsausfälle begegnet KWS durch dieuns als Partner unserer Kunden. Eine kompetente und kon- Wir arbeiten gern für KWS wurde erfolgreich abgeschlossen. Verteilung der Saatgutvermehrungsgebiete auf mehreretinuierliche Beratung vor Ort und ein vertrauensvoller of- Die Ideen und die Leistungen unserer Mitarbeiter machen Unternehmensstandorte weltweit. Im Frühjahr diesen Jah-fener Umgang prägen unsere Geschäftsbeziehungen. den Erfolg und die Stärke der KWS aus. Eigeninitiative und Im Berichtsjahr verzeichnete KWS, wie auch in den Vorjah- res traten infolge tiefer Temperaturen in einigen Regionen eigenverantwortliches Handeln gehören ebenso zu un- ren, keine Korruptionsfälle oder Verstöße gegen den Code Frostschäden an Wintergetreidebeständen auf. Die Nach-Wir machen Saatgut besser serem Selbstverständnis wie Verantwortungsbewusstsein of Business Ethics. Es haben einige am fachlichen Bedürf- frage der Landwirte nach Saatgutersatz als Sommergetrei-Das Ziel unserer Arbeit heißt Züchtungsfortschritt – die Leis- und Toleranz. nis orientierte Compliance-Schulungen in Tochter- und Be- de konnte erfüllt werden. Insgesamt haben die Risikoma-tung unserer Sorten und die technische Qualität unseres teiligungsgesellschaften stattgefunden. nagementsysteme der KWS Gruppe im Berichtsjahr keineSaatguts kontinuierlich zu verbessern. Maßstab unserer Ar- Verantwortung gegenüber Mensch und Natur Die internationale Compliance Arbeit wird jetzt durch regi- den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken erken-beit sind dabei die Anforderungen der Landwirte und der Leitprinzip und Maßstab unseres täglichen Handelns ist onale Service Center unterstützt, die als Teil des internen nen lassen.Gesellschaft. der verantwortungsvolle Umgang mit Mensch und Natur. Compliance Netzwerks als Informationsvermittler im Rah- Deshalb investiert KWS kontinuierlich in betriebliche Maß- men ihrer Servicefunktion tätig werden. Weitere Informationen:Wir verfolgen innovative Ziele und arbeiten transparent nahmen, die wichtige Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens www.kws.de > Unternehmen > Investor Relations • Corporate GovernanceModerne Pflanzenzüchtung ist Spitzentechnologie. Wir in- fördern. Dazu gehören eine verantwortungsbewusste Pro- • Compliancevestieren jährlich deutlich über dem Branchendurchschnitt duktion und die Umsetzung von Umweltleitlinien ebenso • Risiko- und Chancenmanagementin unsere Kernkompetenzen Züchtung und Forschung, um wie das Engagement für soziale und gesellschaftliche Be-neue Sorten und Produkte schneller zu entwickeln. Dabei lange innerhalb und außerhalb der KWS.16 Unser Nachhaltigkeitsansatz I 17
  10. 10. Integriertes Managementsystem Verantwortungsbewusstsein für die LieferketteDas integrierte Managementsystem und die Umweltleit- Der Corporate Management Circle ist angesichts sei- Wir stehen mit unseren Sorten und dem Saatgut von Zu- Aktuelles im Geschäftsjahr 2011/2012linien, zu deren Umsetzung die Mitarbeiter durch die un- ner Funktion und Zusammensetzung aus Mitgliedern aller ckerrüben, Mais, Getreide und Ölsaaten am Anfang einerternehmensinternen Regelungen verpflichtet sind, bilden in Sparten das maßgebliche Gremium für die Management- pflanzlichen Nahrungs- und Rohstoffkette. Deshalb empfin- Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden das Einkaufsvolu-Verbindung mit umweltrechtlichen Vorgaben die Basis für systementwicklung und für die Diskussion über Themen zur den wir eine besondere Verantwortung für die natürlichen men und die Beschaffungssituation der KWS weltweit eineralle strategischen und operativen Maßnahmen im Umwelt- Nachhaltigkeit geworden. Hier werden regelmäßig Syner- Kreisläufe und die Menschen als ihren Nutzern. Saatgut ist umfangreichen Analyse unterzogen. Dabei wurde festge-schutz. In allen Phasen der Züchtung von Sorten, der Pro- gieeffekte zur Weiterentwicklung des Managementsystems ein Produkt natürlichen Ursprungs. Für die Aussaat und die stellt, dass die KWS SAAT AG und ihre Tochter- und Be-duktion von Saatgut und darauf ausgerichteter technischer und zur Nachhaltigkeit diskutiert und für den Vorstand zur ersten Wachstumsphasen sind jedoch weitere Hilfs- und teiligungsgesellschaften 92 % ihres BeschaffungsvolumensProzesse werden Energie und Wasser verbraucht sowie Entscheidung mit vorbereitet. Wirkstoffe erforderlich, um das Keimen der Samen zu un- von Unternehmen beziehen, die in OECD-Ländern ansäs-Anbauflächen, Hilfs- und Betriebsstoffe benötigt. Die Nut- terstützen. Dazu gehören Pflanzenschutzmittel und Hüll- sig sind und sich zu hohen Sozial- und Umweltstandardszung dieser Ressourcen basiert auf den Prinzipien der Ein- Im Berichtszeitraum sind Umweltinvestitionen in einer Höhe massenkomponenten, die dem Saatgut als Starthilfe beige- bekennen. Mit einem Großteil der Lieferanten aus demsparung, Vermeidung, Verminderung, Verwertung und der von 2,6 Mio.  getätigt worden. Diese umfassen die Opti- € geben werden. Bereich der produktseitigen Beschaffungen besteht eineinternen Kreislaufführung. Die Organisation dieser Prozesse mierung des Druckluftnetzes und eine Effizienzerhöhung langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Insgesamtist im Managementsystem nach den Normen DIN EN ISO in der Stromversorgung durch zusätzliche Trafostationen, Während Zuckerrübensaatgut konzernintern über die Toch- wurde das Risiko für Verstöße gegen Umwelt- und Sozial-9001:2008 (Qualität) und DIN EN ISO 14001:2004 (Umwelt) um Stromübertragungsverluste gering zu halten. Die Klima- ter- und Beteiligungsgesellschaften vermehrt wird, arbeitet standards bei unseren Lieferanten als vergleichsweise ge-geregelt. Ihre Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit werden tisierung von Gewächshäusern wurde in das laufende Ge- KWS bei Mais und Getreide zusätzlich mit externen Saatgut- ring eingestuft. Ein potenzielles, aber geringes Risiko wurderegelmäßig durch Audits und Reviews überprüft und durch schäftsjahr verschoben. Das vorgesehene Investitionsvolu- vermehrerorganisationen zusammen, um die erforderlichen in der Zusammenarbeit mit externen Vermehrerorganisati-das Zertifikat der Prüfungsgesellschaft bestätigt. men von 3,1 Mio. € ist damit unterschritten. Saatgutmengen zu erzeugen. Die Qualitätsanforderungen onen für Mais und Getreide außerhalb von OECD-Staaten für die KWS Saatgutvermehrer sind hoch und vertraglich erkannt. Einen Beitrag zur Vermeidung von Verstößen ge-Aktuelles im Geschäftsjahr 2011/2012 Für das laufende Geschäftsjahr planen wir Umweltinves- genau geregelt. Die Pflichten eines Landwirtes, der für KWS gen Umwelt- und Sozialstandards bei unseren Partnern in titionen in Höhe von insgesamt 5,0 Mio.  Diese setzen €. als Vermehrer arbeitet, orientieren sich an unserem KWS der Lieferkette wird der Supplier Code of Conduct leisten,Die Anforderungen an die KWS Gruppe im Hinblick auf Zer- sich zu 2,9 Mio. € aus Baumaßnahmen und Investitionen in eigenen Code of Business Ethics. Ausdrücklich wird in den der in diesem Geschäftsjahr entwickelt wird. Er wird für alletifikate und Standards steigen beständig. Die KWS SAAT AG € technische Anlagen und 2,1 Mio.  für Instandhaltung und Verträgen darauf hingewiesen, dass in der Pflege der Pflan- Lieferanten und Dienstleister von KWS gelten und für diebesitzt derzeit die genannten ISO Zertifizierungen, deren Wartung zusammen. zen nur zugelassene Pflanzenschutzmittel unter Beachtung Beschaffung sämtlicher Waren und Dienstleistungen An-Gültigkeit sich geografisch und organisatorisch auf den des jeweiligen Landesrechtes zum Einsatz kommen dürfen. wendung finden. Nach Inkraftsetzung wird die ÜberprüfungStandort Einbeck und die dort ansässigen Tochter- und der Einhaltung im Rahmen geplanter Audits bzw. Jahresge-Beteiligungsgesellschaften bezieht. Daneben existieren un- Der Erwerb der Pflanzenschutzmittel und Hüllmassenkom- spräche erfolgen.abhängig von den Tätigkeiten in Einbeck weitere Zertifikate ponenten erfolgt in einer jahrzehntelangen, partnerschaft-in der KWS Gruppe. Die genutzten Systeme werden zurzeit lich gewachsenen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mitunter Berücksichtigung der neu geschaffenen weltweit gel- zertifizierten Lieferanten aus der Pflanzenschutzmittel-tenden Rules & Guidelines umstrukturiert und in ein neues industrie, die international tätig sind und hohe Umwelt- undManagementsystem überführt. Diese neue Plattform wird Sozialstandards für sich und ihre Lieferanten formuliert ha-so strukturiert, dass sie künftig auch Tochter- und Beteili- ben. Die Beschaffung wird zentral von Einbeck gesteuert.gungsgesellschaften nutzen können. Die Systemelemente Die Komponenten werden von hier aus weltweit an die KWSsollen so organisiert werden, dass weitere Zertifizierungen Produktionsbetriebe weitergeleitet.auf der Basis anderer Normen z.  DIN EN ISO 50001 B.(Energie) oder für Biotechnologie (Excellence through Etwa die Hälfte des Beschaffungsvolumens der KWS machtStewardship – ETS) in diesem System möglich sind. Damit die Beschaffung von Saatgut und Hilfs- und Wirkstoffen aus.können Parallelsysteme weitestgehend vermieden werden. Der Rest setzt sich aus Betriebsmitteln, Gebühren und wei- teren Dienstleistungen zusammen, die für den täglichen Be-Das jährliche Überwachungsaudit durch die Zertifizierungs- triebsablauf notwendig sind. Dabei erhalten regionale Liefe-gesellschaft, das nach den genannten Normen im Februar ranten den Vorzug, sofern die Anforderungen erfüllt werden2012 am Standort durchgeführt wurde, ist ohne Abwei- können.chungen verlaufen. Einen großen Anteil haben hier Transportdienstleistungen, für die die Abteilung Logistics verantwortlich ist. Die verein- barten Lieferbedingungen und Abläufe werden in gegensei- tigen Lieferantenaudits überprüft.18 Unser Nachhaltigkeitsansatz I 19
  11. 11. Dialog mit AnspruchsgruppenDer interne und externe Dialog hat für uns einen hohen rübenpflanzen nachvollziehen. Anschaulich und erfassbar Kuratorium Pflanzenzüchtung Prominenter Besuch bei KWSStellenwert. Wir kommunizieren, was wir tun. So ist unser unterstützen solche Projekte eine differenzierte Meinungs- Die 44. Sitzung des Kuratoriums hat am 17./18. November Am 8. Juli 2011 stattete der Niedersächsische Ministerprä-unternehmerisches Handeln auf allen Ebenen und in jedem bildung zur Grünen Gentechnik. Für das Jahr 2012 war 2011 stattgefunden. Die Teilnehmer analysierten, ausgehend sident David McAllister der KWS einen Arbeitsbesuch ab.Bereich nachvollziehbar. Dabei ist der Dialog der KWS ebenfalls eine Beteiligung im Schaugarten Üplingen geplant. von den gegenwärtigen gesellschaftlichen, rechtlichen und Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der KWS, Dr. Andreas J.durch größtmögliche Offenheit und Vertrauen in alle ihre Der Betreiber, die BioTechFarm GmbH & Co. KG, verzich- politischen Rahmenbedingungen, die derzeitige Situation Büchting, und Vorstandssprecher Philip von dem BusscheDialog-Partner gekennzeichnet. tete jedoch aufgrund restriktiver politischer Rahmenbedin- zur Anwendung der Grünen Gentechnik in Deutschland informierten über die Innovationspotenziale der modernen gungen und Feldzerstörungen in Deutschland auf die Anla- und Europa. Gefragt wurde unter anderem, unter welchen Pflanzenzüchtung. Im Mittelpunkt der Diskussion stand derAktuelles im Geschäftsjahr 2011/2012 ge des Schaugartens. Bedingungen Pflanzenzüchtungsunternehmen diese Tech- Beitrag der Züchtung zur künftigen Sicherung der Ernäh- nologie weiterhin anwenden können und ob Forschungs- rung und der Energieversorgung einer wachsenden Welt-Grüne Gentechnik Dialogforum einrichtungen und Universitäten noch in der Lage sind, die bevölkerung bei fortschreitendem Klimawandel.Weltweit werden gentechnisch veränderte Pflanzen bereits Im Mai 2009 hat KWS in der Region Leine-Solling eine neue erforderlichen Voraussetzungen für die Ausbildung undauf 160 Mio.  Ackerfläche angebaut. Trotz jährlich stei- ha Plattform für Kommunikation mit unseren Anspruchsgrup- Qualifizierung von wissenschaftlichem Nachwuchs zu erfüllen.gender Anbauflächen verläuft die gesellschaftliche Diskus- pen – das KWS Dialogforum eingerichtet. Hier informiertsion über Grüne Gentechnik sowohl auf nationaler als auch KWS aktuell und umfassend über die regionalbezogen Im Ergebnis wurde festgestellt, dass der Handlungsspiel-auf europäischer Ebene nach wie vor kontrovers. wichtigsten Fragen und Entwicklungen im Unternehmen. raum für die Akteure zurzeit sehr begrenzt ist und die An-Zwischen 2008 und 2011 führte KWS an verschiedenen Gleichzeitig möchte KWS die Sichtweisen und Meinungen zahl der Freilandversuche mit gentechnisch verändertenStandorten in Deutschland (Wetze, Niedersachsen sowie der Teilnehmer des Dialogforums kennenlernen, um sie in Pflanzen sich in Deutschland und Europa weiter vermin-Dreileben und Üplingen, Sachsen-Anhalt) Freilandversuche ihre Überlegungen und Unternehmensentscheidungen mit dern wird. In der Folge erwarten die Kuratoriumsteilnehmer,mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben durch, die das einbeziehen zu können. Ein vertrauensvolles und faires Ver- dass der wissenschaftliche Nachwuchs weniger ChancenHerbizid Round-up® tolerieren. Bei Unkrautkontrolle mit hältnis zu den Menschen in der Region Leine-Solling und zur Qualifikation in diesem Forschungsfeld haben wirdRound-up® zeigten die herbizidtoleranten Zuckerrüben in ein verantwortungsvoller Umgang mit den Auswirkungen und aus Europa abwandert. Ungeachtet dessen hat eineden mehrjährig durchgeführten Versuchen einen deutlichen unseres wirtschaftlichen Handelns auf unser Umfeld sind von der EU-Generaldirektion im Dezember 2010 heraus-Entwicklungsvorsprung und höhere Erträge im Vergleich zu für uns wichtige Ziele. Im Geschäftsjahr 2011/2012 fanden gegebene Studie eindeutig aufgezeigt, dass europäischekonventionell behandelten Zuckerrüben. zwei Veranstaltungen des Dialogforums statt: „KWS welt- Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der For-Diese Erprobungen wurden auch im Versuchsjahr 2011 von weit unterwegs und in Einbeck zu Haus“ und „Ökonomie, schung und Entwicklung neuer Züchtungsmethoden eineGentechnikgegnern mit Zerstörungsversuchen behindert. Ökologie und soziale Verantwortung im Einklang – Nach- herausragende Rolle spielen und gentechnisch veränderteWeitere Freilandversuche mit gentechnisch veränderten haltigkeit bei KWS vor Ort und unternehmensweit“. Die Ge- Pflanzen ebenso sicher sind wie konventionell gezüchtetePflanzen wird KWS bis auf Weiteres nur in solchen Ländern sprächsreihe wird fortgesetzt. Sorten. In dieser Studie sind Ergebnisse aus 25 Jahren un-durchführen, in denen ein freundlicheres Klima gegenüber abhängiger und mit mehr als 300 Mio.  öffentlich geför- €der Grünen Gentechnik herrscht und eine entsprechende derter Forschung in 130 internationalen Projekten mit mehr Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (Bild-Nachfrage in der Landwirtschaft besteht. KWS steht aber als 500 beteiligten Forschungsgruppen zusammengefasst. mitte) im Gespräch über Potenziale der Pflanzenzüchtung mit Dr. Dr. h.c. mult. Andreas J. Büchting (Aufsichtsratsvorsitzender,nach wie vor für Dialog und Transparenz bei allen Fragen links) und Philip von dem Bussche (Vorstandssprecher, rechts).rund um die Grüne Gentechnik. Ein offener und konstruk- KWS erwirtschaftet ca. 30  ihres Umsatzes mit gentech- %tiver Dialog beinhaltet für uns allerdings weder Provokation nisch veränderten Pflanzen fast ausschließlich in Nord- undnoch Eskalation wie von Gegnern im Schaugarten Üplingen Südamerika. Das Angebot dieser Sorten ist in Märkten wieim Jahr 2011 durchgeführt. z.  den USA entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit B. Weitere Informationen: der KWS. Das Unternehmen wird seine Forschungsar- www.kws.de > Unternehmen > Nachhaltigkeit > Unser Nachhaltigkeits- ansatz > Dialog mit AnspruchsgruppenPflanzenzüchtung zum Anfassen beiten und auch die ersten Entwicklungsschritte für gen- • Dialogforum/Mitglieder und Bisherige SitzungsthemenKWS hat sich seit dem Jahr 2009 an einem Schaugarten- technisch veränderte Pflanzen weiterhin am Standort Ein- • Kuratorium Pflanzenzüchtung/Leitlinien, Mitglieder undProjekt für gentechnisch veränderte Pflanzen in Üplingen, beck durchführen und damit auch dem wissenschaftlichen Bisherige SitzungsthemenSachsen-Anhalt beteiligt. Im Vergleichsanbau von Pflanzen Nachwuchs die Möglichkeit bieten, sich weiter zu qualifizie- • „KWS im Dialog“– mit und ohne Gentechnik – konnte sich die interessierte ren. Anwendungsnahe Versuche mit gentechnisch verän-Öffentlichkeit über die Auswirkungen von Krankheiten und derten Sorten werden in den Regionen durchgeführt, in de-Schädlingen an Kartoffeln und Mais informieren und den nen die Produkte auch nachgefragt und eingesetzt werden.Einfluss von Unkräutern auf das Wachstum von Zucker- Das 45. Kuratoriumstreffen findet am 29./30. November 2012 statt und befasst sich mit dem Thema „Afrika – Herausfor- derungen für einen Kontinent mit Zukunft“. KWS Mitarbeiter informieren sich im Schaugarten Üplingen.20 Unser Nachhaltigkeitsansatz I 21
  12. 12. Labortechniken im Wandel der Zeit – Qualitätsbestimmung1904 und heute.

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