Geschäftsbericht 2004 & 2005
KWG Kommunale Wohnen AGim Überblick               Wertpapierkennnummer	                                                   ...
InhaltsverzeichnisVorwort des Vorstands. .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  .  ...
Vorwort              Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,                   Neuausrichtung beschlossen, insbesondere ...
Die gemeinnützige, kommunale und private                Sie als Aktionär unserer Gesellschaft sollen anWohnungswirtschaft ...
Ausblick           Geschäftsverlauf                                                   war die auf der Hauptversammlung ang...
Marktüberblick                                                            niedrig ist. Sowohl die Immobilien-Wirtschaft al...
Alternativen zu Immobilienfonds                              Als börsennotierte Wohnimmobilien AG etablieren    Am Kapital...
preisen rechnen. Andererseits kommt auf sie eine                             AusblickVielzahl von aufwändigen Instandsetzu...
KWG Kommunale Wohnen AG     Bilanz zum 31. Dezember 2005                Aktiva	                                           ...
Passiva	                                       31.12.2005	                     31.12.2004		                               ...
KWG Kommunale Wohnen AG     Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr     vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005     ...
AnhangAllgemeine Angaben                                      Erläuterungen zur BilanzDer vorliegende Jahresabschluss der ...
6. Eigenkapital                                            oder Gläubigern von Optionsschuldverschrei-     Das Grundkapita...
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 31.              7. SteuerrückstellungenMärz 2006 wird das Grundkapital der Gesells...
Erläuterungen zur Gewinn- und                              4.	 Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen     Verlustrechnun...
2. Abhängigkeitsbericht                                                               4. Zum Vorstand ist bestellt:Der dir...
Bestätigungsvermerk            An die Carthago Biotech AG:                                    keit des rechnungslegungsbez...
Bericht des AufsichtsratsDer amtierende Aufsichtsrat der KWG Kommunale               Abschlussprüfers haben sämtlichen Mit...
Carthago Biotech AG     Geschäftsjahr 2004                In dem Geschäftsbericht der CARTHAGO Biotech                AG f...
Bericht des AufsichtsratsDer amtierende Aufsichtsrat der KWG Kommunale               erhebt der Aufsichtsrat keine Einwend...
Lagebericht            Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft                       Außerdem hielt die Gesellschaft ve...
Nach dem Bilanzstichtag reduzierte die Gesell-              ist, sind zur Zeit nicht erkennbar. Bestandsge-schaft ihren We...
Carthago Biotech AG     Bilanz zum 31. Dezember 2004                Aktiva	                                               ...
Passiva	                                      31.12.2004	                     31.12.2003		                                ...
Carthago Biotech AG     Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr     vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004         ...
AnhangAllgemeine Hinweise                                     Erläuterungen zur BilanzDer vorliegende Jahresabschluss wurd...
Eigenkapital                                               nach näherer Maßgabe der festzulegenden Opti-     Das Grundkapi...
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KWG Geschäftsbericht 2004 & 2005

  1. 1. Geschäftsbericht 2004 & 2005
  2. 2. KWG Kommunale Wohnen AGim Überblick Wertpapierkennnummer 522734 ISIN DE0005227342 Börsenkürzel BIW Börse Frankfurt, Berlin-Bremen, Hamburg, München, Stuttgart, XETRA Grundkapital EUR 3.000.000 Anzahl der Aktien 300.000 Rechnerischer Nennwert EUR 10 Kursverlauf KWG Kommunale Wohnen AG seit der Erstnotierung am 10.07.2001  150,00  140,00  130,00  120,00  110,00  100,00  90,00  80,00  70,00  60,00  50,00  40,00  30,00  20,00  10,00  0,00 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 .07 .10 .01 .04 .07 .10 .01 .04 .07 .10 .01 .04 .07 .10 .01 .04 .07 .10 .01 .04 .07 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 .20 01 01 02 02 02 02 03 03 03 03 04 04 04 04 05 05 05 05 06 06 06
  3. 3. InhaltsverzeichnisVorwort des Vorstands. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 04Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 06Geschäftsbericht 2005 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 10Bilanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 10Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 12Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 13Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 18Bericht des Aufsichtsrats . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 19Geschäftsbericht 2004 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 20neuer Bericht des Aufsichtsrats. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 21Lagebericht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22geänderte Bilanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 24geänderte Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26geänderter Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 27neuer Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 30Organe / Stammdaten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 31 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Inhaltsverzeichnis
  4. 4. Vorwort Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Neuausrichtung beschlossen, insbesondere die Umfirmierung, die Änderung des Unternehmens- mit diesem Geschäftsbericht informieren wir Sie gegenstandes, die Sitzverlegung und die Schaffung über das Geschäftsjahr 2005 und legen zugleich eines genehmigten Kapitals. Diese Beschlüsse den geänderten Jahresabschluss für das Geschäfts- sind Anfang Mai im Handelsregister eingetragen jahr 2004 vor. Der Jahresabschluss 2004 musste worden. Die Hauptversammlung hatte ferner eine geändert werden, da ursprünglich die gesetzliche Kapitalerhöhung beschlossen, mit der die Gesell- Rücklage nicht mit einem Betrag von 1.855,13 Euro schaft 8 Mio. Euro Eigenkapital einwerben wollte. dotiert wurde. Gegen diesen Hauptversammlungsbeschluss hat jedoch ein Aktionär Anfechtungsklage erhoben. Im Geschäftsjahr 2005 hat die Gesellschaft bei im Daraufhin wurde die Kapitalerhöhung erfolgreich wesentlichen unveränderter Bilanzsumme einen aus dem genehmigten Kapital durchgeführt. Jahresfehlbetrag von 88.079 Euro erzielt. Von Die Zeichnungsfrist endete am 31. Mai 2006. Es diesem Fehlbetrag sind jedoch nur 21.121 Euro konnten 100.000 Aktien á 90,00 Euro platziert durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit in 2005 und somit 9 Mio. Euro eingeworben werden. Das bedingt. Die restlichen 66.957 Euro wurden durch Grundkapital der Gesellschaft hat sich damit auf Steuern verursacht, die in 2005 für die Vorjahre 3 Mio. Euro erhöht. festgesetzt wurden. Zeitgleich mit der Veröffentlichung dieses Bereits das Geschäftsjahr 2005 war von der Geschäftsberichtes laden wir zu einer weiteren Neuausrichtung der Gesellschaft geprägt. So hat ordentlichen Hauptversammlung am 30. August die außerordentliche Hauptversammlung vom 2006 ein. Neben den ordentlichen Tagesordnungs- 8. April 2005 die Umfirmierung der Gesellschaft punkten, wie der Entlastung der Organe und der und eine Kapitalherabsetzung beschlossen. Die Be- Wahl des Abschlussprüfers, soll ein neues geneh- schlüsse wurden jedoch nicht umgesetzt, sondern migtes Kapital geschaffen werden. Ferner soll das von der Hauptversammlung am 31. März 2006 Grundkapital neu eingeteilt werden. Zur Zeit hat aufgehoben. Dieser letzten Hauptversammlung jede Aktie einen rechnerischen Anteil am Grund- wurde die Neuausrichtung der Gesellschaft zur kapital von 10,00 Euro. Diese Einteilung soll durch KWG Kommunale Wohnen AG (KWG) dargelegt einen Aktiensplit von 1:10 in 1,00 Euro je Aktie an und sie hat die wesentlichen Eckpunkte dieser die Marktgepflogenheiten angepasst werden. KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Vorwort
  5. 5. Die gemeinnützige, kommunale und private Sie als Aktionär unserer Gesellschaft sollen anWohnungswirtschaft in Deutschland steht vor tief unserem Ziel des langfristigen Investments ingreifenden Veränderungen. Diese Entwicklung substanzstarke und ertragreiche Wohnimmobilienbedeutet für die KWG eine große Chance, die wir partizipieren können. Die ersten Schritte dafürverantwortungsvoll nutzen wollen. Nach dem sind eingeleitet. Management und AufsichtsratEnde des gemeinnützigen Gedankens auf dem verfügen sowohl über weit reichende Expertise beiWohnungsmarkt im Jahre 2003 werden nach Ein- der Finanzierung von Immobilientransaktionen alsschätzung des Investmenthauses Morgan Stanley auch über die nötigen Kontakte auf kommunalerin den nächsten fünf bis sechs Jahren ehemals und wohnungswirtschaftlicher Ebene. Durch dieöffentliche, kommunale und genossenschaftliche erfolgreiche Kapitalerhöhung im Mai/Juni 2006Wohnimmobilien im Wert von ca. 55 Mrd. Euro stehen uns momentan Eigenmittel in Höhe vonveräußert werden. Aufgrund der angespannten knapp 11 Mio. Euro zur Verfügung, die wir fürLiquiditätslage der Kommunen als Eigentümer und Beteiligungen an kommunalen Wohnungsgesell-der starken demographischen und geographischen schaften und den Erwerb sowie die RevitalisierungVeränderungen der Bevölkerung ergeben sich für von Wohnungsbeständen verwenden werden.private und institutionelle Investoren Chancen, denProzess der Neustrukturierung partnerschaftlich Unsere Anlagestrategie ist vorrangig auf daszu begleiten. Halten und die Pflege der Substanz ausgerichtet.Angelsächsische Großinvestoren haben diese Begleiten Sie uns auf diesem gemeinschaftlichenChance längst erkannt und sind bereits massiv in Weg als Mieter, Eigentümer und Aktionär.den deutschen Markt eingetreten. Wir als KWG Eigentum verpflichtet – Diesem Grundsatz wollenteilen diese positive Markteinschätzung, möchten wir treu bleiben und zeigen, dass langfristigeallerdings im Gegensatz zu manchen auslän- Rendite und das Interesse der Mieter sowie sozialedischen Finanzinvestoren als langfristiger Partner Verantwortung kein Gegensatz sein müssen.der Kommunen und Mieter agieren. Ihr Vorstand KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Vorwort
  6. 6. Ausblick Geschäftsverlauf war die auf der Hauptversammlung angekündigte Das Geschäftsjahr 2005 und das erste Halbjahr und Ende Mai 2006 erfolgreich abgeschlossene Ka- 2006 standen ganz im Zeichen der Ausrichtung pitalerhöhung. Insgesamt wurden 100.000 Aktien auf das künftige Immobiliengeschäft der KWG zu einem Kurs von je 90 Euro platziert. Mit dem Kommunale Wohnen AG. Während des Jahres daraus resultierenden Emissionserlös von 9 Mio. 2005 wurde entsprechend keinerlei operatives Euro stehen der KWG insgesamt Eigenmittel in Neugeschäft getätigt und die Gesellschaft firmierte Höhe von 11 Mio. Euro zur Verfügung. Diese sollen noch als CARTHAGO Biotech AG. im Wesentlichen für Beteiligungen an kommu- nalen Wohnungsgesellschaften sowie den Erwerb Auf der Hauptversammlung am 31. März 2006 von Wohnungsbeständen verwendet werden. Im wurden die formalen Weichen für die Positionie- ersten Halbjahr 2006 konnten wir bereits viel rung der Gesellschaft gestellt. Der Name wurde versprechende kommunale Objekte ausmachen in KWG Kommunale Wohnen AG geändert, der und stehen mit verschiedenen Kommunen sowie Firmensitz verlegt und die künftige Strategie mit verschiedenen Eigentümern kommunaler definiert und vorgestellt. Ein weiterer Meilenstein Wohnungsbestände im Gespräch. Wohnungsbestand in Deutschland (2003) – 38.690 Tsd. Wohnungen Quellen: GDW, Stat. BA Professionelle Anbieter Private Kleinanbieter Selbstnutzer 9.769 Tsd. Wohnungen 13.791 Tsd. Wohnungen 15.130 Tsd. Wohnungen Komm. Wohnungsunternehmen Private Kleinvermieter Ein- und Zweifamilienhäuser 2.744 Tsd. Wohnungen 10.386 Tsd. Wohnungen 12.249 Tsd. Wohnungen Privatwirt. Wohnungsunternehmen Einlieger bei Selbstnutzern Geschosswohnungen 2.597 Tsd. Wohnungen 3.405 Tsd. Wohnungen 2.881 Tsd. Wohnungen Genossenschaften 2.288 Tsd. Wohnungen Öffentl. Wohnungsunternehmen 390 Tsd. Wohnungen Kirchen 137 Tsd. Wohnungen Sonstige Anbieter* * Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen, Immobilienfonds, sonstige Unternehmen 1.613 Tsd. Wohnungen sowie Organisationen ohne Erwerbszweck KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Ausblick
  7. 7. Marktüberblick niedrig ist. Sowohl die Immobilien-Wirtschaft alsFür einen erfolgreichen Geschäftsverlauf der auch die Bundesregierung sind daran interes-KWG spielen der Markt für Wohnimmobilien im siert, eine Verbesserung dieser Quote zu erzielen.Allgemeinen und die Entwicklung des kommu- Obwohl die Bundesregierung die Eigenheimzulagenalen Sektors im Besonderen eine Rolle. Folgende gestrichen hat, möchte sie weiterhin zum ErwerbEinflussfaktoren sind dabei von Bedeutung: von Wohneigentum motivieren. Im Gespräch ist beispielsweise die Erweiterung der bisherigen steuerlichen Förderung im Rahmen derAnstieg von Wohnungseigentum Riester-Rente. Der Wegfall der EigenheimzulageDer Wohnungsmarkt wächst europaweit. Treibende dürfte im Wesentlichen zu Lasten der Wohnungs-Kräfte sind das noch immer niedrige Zinsniveau neubauaktivitäten gehen. Wohneinheiten in bereitssowie die wirtschaftliche Erholung. Davon dürfte bestehenden Wohnanlagen könnten möglicherwei-auch der deutsche Wohnungsmarkt profitieren. se sogar davon profitieren. Ein weiteres ArgumentHinzu kommt, dass die Quote für Wohneigentum für eine höhere Nachfrage ist die Tendenz zuin Deutschland im EU-Vergleich mit 43% gegen- immer kleineren Haushalten mit immer größerenüber im Durschnitt 59% aller EU-Länder relativ Wohnflächenansprüchen des Einzelnen.Wohnungsmärkte im europäischen Vergleich Quellen: UN, ILO, Eurostat, Euroconstruct, BulwienGesa, Nationwide, Nationale Stat. Ämter, DB, Research Deutschland Frankreich GB Italien SpanienDemografie: Einwohnerzahl 2004 (‘000) 82.500 60.355 59.426 57.506 40.856Bevölkerungswachstum 1995 – 2004 Durschnitt p. a. 0,1 % 0,5 % 0,4 % 0,2 % 0,6 %Bevölkerungsprognose 2000 – 2020 Durschnitt p. a. -0,1 % 0,3 % 0,3 % -0,1 % 0,4 %Zahl der Haushalte (jew. letzter Stand) 38.620 24.800 25.208 22.008 15.160Zahl der Personen je Haushalt 2,1 2,4 2,4 2,6 2,7 Wirtschaftlicher Rahmen: Reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (2004) in EUR 25.418 23.859 26.490 18.276 14.340BIP pro Kopf in Kaufkraftparitäten (2004) EU-25 = 100 107,4 110,9 119,9 105,0 97,6Wirstchaftswachstum 2000 – 2004 Durchschnitt p. a. 1,0 % 2,0 % 2,6 % 1,3 % 2,9 %Prognose für Wirtschaftswachstum 2005-2006 Durchschnitt p. a. 1,3 % 1,9 % 2,5 % 1,4 % 2,8 %Standardisierte Arbeitslosenquote (ILO-Komzept) 2004 9,8 % 9,6 % 4,7 % 8,2 % 10,8 % Struktur der Wohnungsmärkte: Wohnungsbestand 2004 (‘000) 38.700 30.055 25.313 28.062 22.120Eigentumsquote (jew. letzter offizieler Stand) 43 % 57 % 70 % 73 % 87 %Anteil der in Einfamilienhäusern lebenden Haushalte, 1998 38 % 57 % 81 % 33 % 39 %Anteil der in überbelegten Wohnungen lebenden Haushalte, 1998 16 % 17 % 9 % 32 % 27 % Marktreaktionen: Entwicklung Hauspreise 2000 – 2004 p. a. 0,0 % 10,5 % 16,7 % 9,7 % 15,0 %Fertigstellungen 2001 – 2004 Durchschnitt pro Jahr (‘000) 247,7 303,5 170,4 207,7 549,5Fertigstellungen (ø 2001 – 2004) je ‘000 Bestandswohnungen 2004 6,4 10,1 6,7 7,4 24,8Fertigstellungen (ø 2001 – 2004) je ‘000 Einwohner 2004 3,0 5,0 2,9 3,6 13,4 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Ausblick
  8. 8. Alternativen zu Immobilienfonds Als börsennotierte Wohnimmobilien AG etablieren Am Kapitalmarkt gab es bis vor einigen Jahren sich momentan verschiedene Mitbewerber. nur wenige Alternativen, um sich als Investor an Neben der KWG seien als Beispiele die Deutsche Immobilien zu beteiligen. Die beliebteste Form der Wohnen AG, GBW AG, GAG AG, Vivacon AG oder Anlage waren Immobilienfonds, in die seit 1996 Colonia Real Estate AG genannt. Diese verfolgen etwa 40 Mrd. Euro von privater Seite geflossen überwiegend jedoch ein anderes Investmentkon- sind. Aufgrund des Wirtschaftsabschwungs und zept als die KWG. der damit verbundenen Immobilienbaisse in den vergangenen Jahren sind viele Fonds in wirt- schaftliche Schwierigkeiten geraten und muss- Privatisierung kommunaler ten erhebliche Mittelabflüsse in Kauf nehmen. Wohnungsbestände Inzwischen wird dem Investor eine große Auswahl Die Kommunen als größter Wohnungseigentümer verschiedener Immobilienbeteiligungen geboten. werden in den kommenden Jahren einen Großteil Eine der Möglichkeiten ist die Beteiligung an einer ihrer Immobilienbestände verkaufen. In den letz- börsennotierten Immobiliengesellschaft. ten drei Jahren wurden ca. 400.000 Wohnungen an angelsächsische Investoren veräußert. Nach Schätzungen von Morgan Stanley werden – wie Wohnfläche je Person (gesamt) – 2002 bereits erwähnt – in den kommenden fünf bis sechs Jahren weitere 1.350.000 Wohneinheiten mit mit 7 und mehr West Wohneinheiten Ost einem Gesamtwert von mutmaßlich 55 Mrd. Euro verkauft. Aufgrund des akuten Liquiditätsbedarfs mit 3 – 6 der Veräußerer und des zumeist renovierungsbe- Wohneinheiten dürftigen Zustands der Immobilien können die mit 2 Investoren einerseits mit sehr günstigen Paket- Wohneinheiten mit 1 Wohnfläche je Person nimmt stetig zu Wohneinheit 43 41 m2 0 20 40 60 Westdeutschland 39 Quellen : Stat BA, Microzensus, DB Research 37 35 33 31 Ostdeutschland 29 27 m2 25 1989 1992 1995 1998 2001 Quellen: Stat BA, Ifo Institut KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Ausblick
  9. 9. preisen rechnen. Andererseits kommt auf sie eine AusblickVielzahl von aufwändigen Instandsetzungsarbeiten Die KWG wird in den nächsten Monaten das auszu. Insgesamt lassen sich in Deutschland im der Kapitalerhöhung resultierende Kapital zuminternationalen Vergleich aber noch überdurch- Erwerb attraktiver Wohnungsbestände verwenden.schnittliche Renditen erzielen. Aufgrund bisheriger Dies können komplette WohnungsgesellschaftenStrukturen beim Management gerade kommunaler sein, aber auch Teile eines Wohnungsportfolios.Wohnungsunternehmen, schlummert vielerorts Aufgrund der hohen Attraktivität und der damitnoch erhebliches Optimierungspotential. verbundenen überdurchschnittlich zu erzielenden Rendite konzentrieren wir uns auf den Erwerb vonDiese Chance haben viele renditeorientierte angel- kommunalen Wohnimmobilien. Darüber hinaussächsische Investoren erkannt und treten massiv werden diese Bestände durch umfangreiche Sanie-in den deutschen Immobilienmarkt ein. Während rungsmaßnahmen aufgewertet. Bestehende Mieterheimische Anleger ihr Geld bevorzugt außerhalb können sich entscheiden, ob sie Mieter bleibendes eigenen Landes in vermeintlich prosperierende oder Eigentümer werden möchten. Die zuneh-Märkte tragen, wetten ausländische Investoren auf mende Attraktivität der Wohnimmobilien dürfteeinen Aufschwung „Made in Germany“. Schenkt viele Mieter zum Kauf bewegen, vorausgesetztman internationalen Akteuren Glauben, haben die das finanzielle Angebot ist für sie entsprechendPreise und Mieten in Deutschland inzwischen die attraktiv. Im Gegensatz zu den meisten internati-Talsohle durchschritten. In Verbindung mit der er- onalen Investoren wird unser Fokus nicht einzigwarteten Erholung der Gesamtkonjunktur scheint auf der Erzielung einer kurzfristig hohen Renditejetzt der richtige Zeitpunkt für einen Markteintritt liegen, auch soziale Gesichtspunkte spielen einezu sein. Rolle. Die KWG sieht sich als langfristiger Investor, dessen Ziel es ist, auf lange Sicht eine Bestand- serhaltung und kontinuierliche Wertsteigerung Immer mehr Kleinhaushalte Anteil an Gesamt und Wertentwicklung zu erreichen. Wir möchten 45 den kurzfristigen Spekulanten, den so genannten % „Heuschrecken“, Paroli bieten und sowohl von den 40 35 Kommunen als auch von den jetzigen Mietern der 1 Person 30 Wohnimmobilien als ein zuverlässiger und glaub- 2 Personen würdiger Partner wahrgenommen werden. 25 20 3 Personen In einem ersten Schritt beabsichtigen wir im Jahr 15 2006 etwa 5.000 Wohnungen zu erwerben. 10 4 Personen 5 Personen 5 0 1968 1973 1978 1983 1988 1993 1996 2003Quellen: Stat BA , Microzensus KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Ausblick
  10. 10. KWG Kommunale Wohnen AG Bilanz zum 31. Dezember 2005 Aktiva 31.12.2005 31.12.2004 EUR EUR TEUR A. Anlagevermögen Finanzanlagevermögen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 312 2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.027 0,00 1.339 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 614 2. Sonstige Vermögensgegenstände 17.947,00 28 17.947,00 642 II. Wertpapiere Sonstige Wertpapiere 0,00 36 III. Guthaben bei Kreditinstituten 2.015.477,32 32 Gesamtsumme Aktiva 2.033.424,32 2.04910 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Bilanz
  11. 11. Passiva 31.12.2005 31.12.2004 EUR TEURA. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000 II. Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklagen 1.855,13 2 III. Bilanzgewinn/-verlust -52.832,16 35 1.949.022,97 2.037B. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 26.451,81 0 2. Sonstige Rückstellungen 22.935,54 10 49.387,35 10C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 2 2. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern EUR 35.014,00 (Vj. TEUR 0) 35.014,00 0 35.014,00 2Gesamtsumme Passiva 2.033.424,32 2.049 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Bilanz 11
  12. 12. KWG Kommunale Wohnen AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 Gewinn- und Verlustrechnung 2005 2004 EUR TEUR 1. Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Beteiligungen 1.628.807,59 172 2. Sonstige betriebliche Erträge 22.936,39 13 3. Aufwendungen für den Erwerb von Wertpapieren und Beteiligungen 1.591.610,53 170 4. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 3 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 93.378,22 15 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen EUR 12.008,09 (Vj. TEUR 103) 12.124,94 103 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,80 0 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -21.121,63 100 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 66.957,93 -4 10. Jahresfehlbetrag/-überschuss -88.079,56 104 11. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 35.247,40 -67 12. Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 -2 13. Bilanzverlust/-gewinn -52.832,16 3512 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Gewinn- und Verlustrechnung
  13. 13. AnhangAllgemeine Angaben Erläuterungen zur BilanzDer vorliegende Jahresabschluss der CarthagoBiotech AG wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. 1. FinanzanlagevermögenHGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften Die Entwicklung der einzelnen Posten des Finanz-des Aktiengesetzes aufgestellt. anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesell- Die Anteile an der Xerius BioScience AG, Bremen,schaften. und an der Proteomik AG, Bremen wurden im Berichtsjahr ebenso veräußert, wie die verzins-Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem lichen Wertpapiere mit Genussrechtscharakter derGesamtkostenverfahren aufgestellt. Carthago Value Invest AG, Bremen. 2. Forderungen gegen verbundeneBilanzierungs- und Bewertungsmethoden UnternehmenDie handelsrechtliche Bilanzierung und Bewertung Die Forderungen gegen verbundene Unternehmenist unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmä- wurden im Berichtsjahr inklusive Zinsen vollstän-ßiger Buchführung vorgenommen. Für die Aufstel- dig erfüllt.lung des Jahresabschlusses waren unverändert dienachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsme- 3. Forderungen und Sonstigethoden maßgebend. Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum1. Forderungen und sonstige Vermögensgegen- Nennwert von TEUR 18 angesetzt. stände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobe- haftete Forderungen lagen zum Bilanzstichtag 4. Sonstige Wertpapiere nicht vor. Die sonstigen Wertpapiere wurden im Berichtsjahr vollständig veräußert.2. Die sonstigen Rückstellungen berücksich- tigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und 5. Guthaben bei Kreditinstituten drohende Verluste aus schwebenden Geschäf- Es werden Guthaben in laufender Rechnung ten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach unterhalten. vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.3. Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungs- betrag angesetzt. KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Anhang 13
  14. 14. 6. Eigenkapital oder Gläubigern von Optionsschuldverschrei- Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR bungen Optionsrechte bzw. den Inhabern von 2.000.000,–. Es ist in 200.000 nennwertlose Stück- Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte aktien im rechnerischen Nennwert von je EUR auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen 10,– eingeteilt. Die außerordentliche Hauptver- Betrag am Grundkapital von bis zu € 25.000,– nach sammlung vom 8. April 2004 hat u.a. die Herabset- näherer Maßgabe der festzulegenden Optionsanlei- zung des Grundkapitals und die Aufhebung des ge- he- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren nehmigten Kapitals beschlossen. Diese Beschlüsse (Bedingtes Kapital I). sind nicht zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet worden und damit noch wirksam Mit Beschluss der Hauptversammlung vom geworden. Sie sind von der Hauptversammlung am 16.11.2000 wurde der Vorstand ermächtigt, bis 31. März 2006 aufgehoben worden. zum 31.8.2005 einmalig oder mehrmals auf den In- haber und/oder Namen lautende Options-/Wandel- Mit Beschluss der Hauptversammlung vom schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 13.9.2000 wurde der Vorstand ermächtigt, das bis zu € 975.000,– mit einer Laufzeit von längstens Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats in 10 Jahren zu begeben und den Inhabern oder der Zeit bis zum 31.8.2005 einmalig oder mehr- Gläubigern von Optionsschuldverschreibungen Op- mals um bis zu insgesamt Euro 1.000.000 durch tionsrechte bzw. den Inhabern von Wandelschuld- Ausgabe von bis zu 100.000 neuer auf den Inhaber verschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien lautender Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhö- der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am hen (Genehmigtes Kapital). Von diesem genehmi- Grundkapital von bis zu € 975.000,– nach näherer gten Kapital ist kein Gebrauch gemacht worden. Maßgabe der festzulegenden Optionsanleihe- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren (Be- Mit Beschluss der Hauptversammlung vom dingtes Kapital II). 16.11.2000 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 31.8.2005 einmalig oder mehrmals auf den Von den Ermächtigungen zur Ausgabe von Op- Inhaber und/oder Namen lautende Options-/Wan- tions- / Wandelschuldverschreibungen (Bedingtes delschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag Kapital I und II) hat der Vorstand keinen Gebrauch von bis zu € 25.000,– mit einer Laufzeit von gemacht. längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern14 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Anhang
  15. 15. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 31. 7. SteuerrückstellungenMärz 2006 wird das Grundkapital der Gesellschaft Die Steuerrückstellungen von TEUR 26 (Vj. TEUR 0)um bis zu TEUR 8.000 auf TEUR 10.000 durch die beziehen sich auf Steuernachzahlungen, die nachAusgabe von bis zu St. 800.000 neuer, auf Inhaber Ablauf des Geschäftsjahres 2004 für Vorjahrelautender Stückaktien gegen Bareinlage erhöht. festgesetzt wurden.Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Ein-zelheiten der Kapitalerhöhung und ihre Durchfüh- 8. Rückstellungenrung mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzule- Die Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichengen. Die Kapitalerhöhung wurde bisher nicht im auf Kosten im Rahmen der Jahresabschlusserstel-Handelsregister eingetragen. lung und -prüfung sowie auf Kosten im Zusammen- hang mit der Hauptversammlung.Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 31.März 2006 den Vorstand ermächtigt, mit Zustim- 9. Sonstige Verbindlichkeitenmung des Aufsichtsrates in der Zeit bis zum 31. Die Sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 35März 2011 das Grundkapital der Gesellschaft ganz (Vj. TEUR 0) resultieren aus noch abzuführendenoder in Teilbeträgen, einmal oder mehrfach um bis Steuervorauszahlungen für Körperschaftsteuer undzu insgesamt TEUR 1.000 durch die Ausgabe von Gewerbesteuer für die Geschäftsjahre 2004 undbis zu St. 100.000 neuer, auf Inhaber lautender 2005.Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhö-hen (genehmigtes Kapital).Aus dem Bilanzgewinn 2004 in Höhe von TEUR 37wurden TEUR 2 in die gesetzliche Rücklage einge-stellt, folglich beträgt der Gewinnvortrag für dasGeschäftsjahr 2005 TEUR 35 (Vj. VerlustvortragTEUR -67). Die Gesellschaft weist für das Geschäfts-jahr 2005 einen Jahresfehlbetrag in Höhe vonTEUR -88 aus (Vj. Jahresüberschuss TEUR 104). KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Anhang 15
  16. 16. Erläuterungen zur Gewinn- und 4. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verlustrechnung in Höhe von TEUR 93 enthalten im Wesent- Die Gewinn- und Verlustrechnung ist grundsätz- lichen Aufwendungen für die Geschäftsbesor- lich nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 gung (TEUR 24), Kosten für die Inanspruch- Abs. 2 HGB) gegliedert. Aufgrund der besonderen nahme eines Wertpapierdarlehens (TEUR 21) Geschäftstätigkeit werden die Umsatzerlöse geson- sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 19). dert als Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren Des Weiteren werden Aufwendungen für die und Beteiligungen und die korrespondierenden Hauptversammlung (TEUR 15) sowie Steu- Aufwendungen gesondert als Aufwendungen für erberatungs- und Prüfungskosten (TEUR 10) den Erwerb von Wertpapieren und Beteiligungen ausgewiesen. ausgewiesen. Die Bezeichnungen der Posten wur- den entsprechend geändert (§ 265 Abs. 1 HGB). 5. Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 12 setzen sich zusammen 1. Die Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapie- aus Guthabenzinsen auf Bankguthaben und ren und Beteiligungen in Höhe von TEUR 1.629 Darlehenszinsen. enthalten die Erlöse aus Wertpapierverkäufen von börsennotierten und nicht notierten Aktien 6. Bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag und fest verzinslichen Wertpapieren. handelt es sich um Nachzahlungen für Vorjahre. 2. Die Sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 23 und enthalten Erträge aus Sonstige Angaben der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1. 1. Mitteilungen gem. § 20 AktG Die Carthago Capital Beteiligungen AG, Bremen, 3. Die Aufwendungen für den Erwerb von hat der Gesellschaft gemäß § 20 AktG mitgeteilt, Wertpapieren und Beteiligungen in Höhe von dass ihr Anteil 50 % des Grundkapitals übersteigt. TEUR 1.592 beinhalten die durchschnittlichen Die Carthago Value Invest AG, Bremen, hat der Anschaffungskosten der im Berichtsjahr verk- Gesellschaft gemäß § 20 AktG mitgeteilt, dass auften Wertpapiere sowie Veräußerungsneben- ihr Anteil 25 % des Grundkapitals übersteigt. Die kosten. Carthago Capital Beteiligungen AG hält 100 % der Anteile an der Carthago Value Invest AG, Bremen. Die CARTHAGO Capital AG, Bremen, und die CARTHAGO Value Invest AG, Bremen, haben der Gesellschaft jeweils am 1. September 2005 mitge- teilt, dass eine Beteiligung an der Gesellschaft in meldepflichtiger Höhe nicht mehr besteht.16 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Anhang
  17. 17. 2. Abhängigkeitsbericht 4. Zum Vorstand ist bestellt:Der direkt und indirekt gehaltene Anteil der - Reiner Ehlerding, Kaufmann, BremenCarthago Capital Beteiligungen AG, Bremen, an (bis 1. September 2005)unserer Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2005bis zum 1. September 2005 mehr als 50 %. - Dr. Lukas Lenz, Rechtsanwalt, Hamburg (ab 1. September 2005)Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Berichtüber die Beziehungen zu verbundenen Unter- Der Vorstand hat im Geschäftsjahr keine Bezügenehmen erstellt, der mit folgender Erklärung erhalten.abschließt: 5. Dem Aufsichtsrat gehören an:„Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die - Olaf Hasselbruch, (Vorsitzender),Beziehungen zu verbundenen Unternehmen auf- Rechtsanwalt, Bremengeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen,die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte - Sam Winkel (stellvertretender Vorsitzender),vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Kaufmann, StuhrRechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistungvereinbart. Berichtspflichtige Maßnahmen haben - Jens Warmbrunn, Kaufmann, Berlinim Berichtszeitraum nicht vorgelegen.“ Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Vergü-3. Mitarbeiter tung erhalten.Außer dem Vorstand wurden wie im Vorjahr keineMitarbeiter beschäftigt. Bremerhaven, im April 2006 Carthago Biotech AG Dr. Lukas Lenz VorstandAnlagenspiegel zum 31. Dezember 2005 Anschaffungs- oder Herstellungskosten (in EUR) Kumulierte Abschreibungen (in EUR) Buchwerte (in EUR) 1.1. 2005 Zugänge Abgänge 31.12.2005 1.1.2005 Zugänge Abgänge 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004Finanzanlagevermögen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 311.800,00 0,00 311.800,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 311.800,00 2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.027.000,00 0,00 1.027.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.027.000,00 1.338.800,00 0,00 1.338.800,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.338.800,00 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Anhang 17
  18. 18. Bestätigungsvermerk An die Carthago Biotech AG: keit des rechnungslegungsbezogenen internen Wir haben den Jahresabschluss – bestehend Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie in Buchführung und Jahresabschluss überwie- Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung gend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die der Carthago Biotech AG, Bremen, für das Ge- Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten schäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie Jahresabschlusses nach den deutschen handels- die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- rechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwor- abschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere tung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von unsere Beurteilung bildet. uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen Buchführung abzugeben. geführt. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ord- vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu pla- nungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen nen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund- sätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bremen, 12. Juni 2006 Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ernst Young AG wesentlich auswirken, mit hinreichender Si- cherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Monsees, Wirtschaftsprüfer Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksam- Reinke, Wirtschaftsprüfer18 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Bestätigungsvermerk
  19. 19. Bericht des AufsichtsratsDer amtierende Aufsichtsrat der KWG Kommunale Abschlussprüfers haben sämtlichen MitgliedernWohnen AG (vormals CARTHAGO Biotech AG) wur- des Aufsichtsrats vorgelegen. Der Abschlussprüferde am 19. Januar 2006 gerichtlich bestellt bzw. von hat das Prüfungsergebnis des Jahresabschlussesder Hauptversammlung am 31. März 2006 gewählt. dem Aufsichtsrat in dessen Sitzung zur Bilanzfest-Den Mitgliedern des amtierenden Aufsichtsrats stellung am 3. Juli 2006 erläutert und die Fragenist nicht bekannt, in welchem Umfang der im Ge- des Aufsichtsrates beantwortet.schäftsjahr 2005 amtierende Aufsichtsrat die ihmnach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht deswahrgenommen hat. Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden ErgebnisNach Angaben der ausgeschiedenen Aufsichtsrats- seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat denmitglieder nahm der Aufsichtsrat der Gesellschaft Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 gebilligtnahm während des Geschäftsjahres 2005 die ihm und damit gem. § 172 AktG festgestellt.nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgabenwahr und hat an Entscheidungen zu wichtigen Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG den BerichtEinzelfragen beratend mitgewirkt. Er erörterte über die Beziehungen zu verbundenen Unterneh-angabegemäß mit dem Vorstand im Rahmen von men aufgestellt und im Anhang die gesetzlich vor-drei Sitzungen am 4. Mai, 22. Juli und 25. August geschriebene Schlusserklärung wiedergegeben. Der2005 sowie in verschiedenen Einzelbesprechungen Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließendendie Geschäftspolitik der Gesellschaft und ließ sich Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungenüber die Entwicklung der Gesellschaft, insbesonde- gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss desre über deren Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Berichts über die Beziehungen zu verbundenenumfassend unterrichten. Darüber hinaus stand der Unternehmen zu erheben sind.Aufsichtsratsvorsitzende angabegemäß auch außer-halb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmä- Zum 31. Dezember 2005 sind die Herren Olafßigem Kontakt und hat sich über aktuelle Entwick- Hasselbruch, Sam Winkel, Jens Warmbrunn auslungen der Gesellschaft informiert. Die Bildung von dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Mit BeschlussAusschüssen war nicht erforderlich. des Amtsgerichts Bremen vom 19. Januar 2006 sind die Herren Sy Schlüter, Gerd-Jürgen Pohl undÜber die gewöhnlichen Beratungen zu Liquiditäts-, Paul ffolkes Davis gerichtlich zu Mitgliedern desErtrags- und Vermögenslage der Gesellschaft waren Aufsichtsrats bestellt worden. Die Hauptversamm-Schwerpunkte der Beratungen im Geschäftsjahr lung vom 31. März 2006 hat die Herren Sy Schlüter,2005 insbesondere Gerd-Jürgen Pohl und Hans-Michael Porwoll zu Mit-• die außerordentliche Hauptversammlung am gliedern des Aufsichtrats gewählt. Der Aufsichtsrat 8. April 2005, dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihren• die Veränderungen im Vorstand und Einsatz.• die Veräußerung des Anlage- und Umlaufvermögens. Ebenso dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand für seine gute Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschlussfür das Geschäftsjahr 2005 wurde einschließlich Bremerhaven, im Juli 2006der Buchführung von der zum Abschlussprüfer Der Aufsichtsratbestellten Ernst Young AG Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft, Bremen, geprüft und mit dem unein-geschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Sy SchlüterJahresabschluss 2005 und der Prüfungsbericht des Aufsichtsratsvorsitzender KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2005 · Bericht des Aufsichtsrats 19
  20. 20. Carthago Biotech AG Geschäftsjahr 2004 In dem Geschäftsbericht der CARTHAGO Biotech AG für das Geschäftsjahr 2004 sind in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung die gesetzliche Rücklage nicht mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Betrag i.H.v. 1.855,13 Euro dotiert worden. Der Jahresabschluss konnte daher auf der letzten ordentlichen Hauptversammlung 2006 nicht festgestellt werden. Vielmehr wurde der Jah- resabschluss einschließlich des Anhangs entspre- chend berichtigt und neu aufgestellt, geprüft und festgestellt. Die geänderte Bilanz 2004, die geänderte Gewinn- und Verlustrechnung 2004, der geänderte Anhang, der unveränderte Lagebericht, der neue Bestäti- gungsvermerk des Abschlussprüfers sowie der neue Bericht des Aufsichtsrats sind im folgenden vollständig wiedergegeben. neuer Bericht des Aufsichtsrats. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 21 Lagebericht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22 geänderte Bilanz 2004. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 24 geänderte Gewinn- und Verlustrechnung 2004. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26 geänderter Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 27 neuer Bestätigungsvermerk zum geänderten Jahresabschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 3020 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Inhaltsverzeichnis
  21. 21. Bericht des AufsichtsratsDer amtierende Aufsichtsrat der KWG Kommunale erhebt der Aufsichtsrat keine EinwendungenWohnen AG (vormals CARTHAGO Biotech AG) gegen den geänderten Jahresabschluss und denwurde am 19. Januar 2006 gerichtlich bestellt bzw. Lagebericht. Er billigt den vom Vorstand aufgestell-von der Hauptversammlung am 31. März 2006 ten vorgelegten geänderten Jahresabschluss zumgewählt. Nach Angabe des im Geschäftsjahr 2005 31. Dezember 2004, der somit gemäß § 172 AktGamtierenden Aufsichtsrats hat der Aufsichtsrat festgestellt ist.im Geschäftsjahr 2004 die ihm nach Gesetz undSatzung zukommenden Aufgaben wahrgenom- Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichts-men. Der Aufsichtsrat erfüllte seine Aufgaben rats beschlossen, vom Bilanzgewinn in Höheangabegemäß durch Sitzungen, fernmündliche von EUR 37.102,53 einen Betrag in Höhe vonUnterredungen und durch elektronischen Informa- EUR 1.855,13 gemäß § 150 Abs. 2 AktG in dietions- und Meinungsaustausch. Der Aufsichtsrat hat gesetzliche Rücklage einzustellen und der Haupt-angabegemäß im Rahmen seiner Zuständigkeit an versammlung vorzuschlagen, den verbleibendenden zu treffenden Entscheidungen mitgewirkt und Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts-führung überzeugt. Geschäfte und Maßnahmen, Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG den Berichtdie nach Gesetz oder Satzung der Zustimmung des über die Beziehungen zu verbundenen Unterneh-Aufsichtsrats bedürfen, sind angabegemäß mit dem men aufgestellt und im Lagebericht die gesetzlichVorstand eingehend besprochen und die notwen- vorgeschriebene Schlusserklärung wiedergegeben.digen Entscheidungen durch den Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat im Juli 2005 erklärt, dass nachgetroffen worden. Der Aufsichtsrat hat im Berichts- dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keinezeitraum keine Ausschüsse gebildet. Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zuDer vom Vorstand vorgelegte geänderte Jahres- verbundenen Unternehmen zu erheben sind.abschluss für das Geschäftsjahr 2004 sowie derLagebericht wurden einschließlich der Buchfüh- Im Berichtsjahr sind Henri M. Sarenland undrung von der zum Abschlussprüfer bestellten Ernst Michael T. Horne aus dem Aufsichtsrat ausge- Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, schieden. Für sie wurden Sam Winkel und JensBremen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Warmbrunn in den Aufsichtsrat gewählt. OlafBestätigungsvermerk versehen. Der geänderte Hasselbruch wurde zum AufsichtsratsvorsitzendenJahresabschluss 2004 und der Prüfungsbericht und Sam Winkel wurde zum stellvertretendendes Abschlussprüfers sowie dessen Nachtragsprü- Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.fungsbericht haben sämtlichen Mitgliedern desAufsichtsrats vorgelegen. Der Abschlussprüfer hat Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand seinendas Prüfungsergebnis des Jahresabschlusses dem besonderen Dank für die im abgelaufenenAufsichtsrat in dessen Sitzung zur Bilanzfeststel- Geschäftsjahr geleistete Arbeit aus.lung am 3. Juli 2006 erläutert und die Fragen desAufsichtsrates beantwortet. Bremen, im Juli 2005 und Juli 2006 Der AufsichtsratVon dem Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichts-rat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem Sy Schlüterabschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen Aufsichtsratsvorsitzender KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Bericht des Aufsichtsrats 21
  22. 22. Lagebericht Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Außerdem hielt die Gesellschaft verzinsliche Wert- Auch das Geschäftsjahr 2004 brachte für die Bio- papiere im Buchwert von TEUR 1.027. tech-Branche nicht den bereits seit 2 Jahren erhoff- ten Aufschwung. Während sich die amerikanische Das Anlagevermögen ist vollständig durch Biotech-Industrie wieder allmählich erholt, hat die Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote deutsche Biotech-Branche die Talsohle noch längst beträgt 99,4 %. Die Finanzlage der Gesellschaft ist nicht durchschritten. Nach wie vor ist das Bild der geordnet. Industrie durchzogen von Konsolidierungen durch Übernahmen und Insolvenzen. Das Marktumfeld Das Geschäftsjahr konnte zum ersten Mal seit der Branche kann mithin als extrem schwierig Bestehen der Gesellschaft mit einem positiven bezeichnet werden. Obwohl im Jahr 2004 neue Ergebnis abgeschlossen werden. Während die Biotech-Verfahren entdeckt wurden, wie beispiels- Zinserträge von TEUR 83 im Vorjahr auf TEUR 103 weise die Entdeckung der RNA-Interferenz (RNAi), stiegen, wurde bei den Wertpapiergeschäften ein durch die die Entstehung von Krankheiten besser ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Den Umsatzer- erforscht werden kann, übertrug sich dieser eher lösen mit TEUR 172 standen Aufwendungen für technische Hype kaum spürbar in Richtung der Wertpapiere in Höhe von TEUR 170 gegenüber. Aktienmärkte. Die Zuschreibungen übertrafen mit TEUR 11 die Abschreibungen in Höhe von TEUR 3 deutlich. Die Insbesondere kleinere Biotechnologieunter- Verwaltungskosten konnten gegenüber TEUR 21 nehmen, auf die sich die Carthago Biotech AG im Vorjahr auf TEUR 14 abermals deutlich redu- spezialisiert hat, haben weiterhin Probleme, das ziert werden. Insgesamt ergibt sich ein Jahresüber- notwendige Eigenkapital zu akquirieren. Dies ist schuss in Höhe von TEUR 104. einerseits auf allgemeine Marktunsicherheiten zurückzuführen. Andererseits sind bei Anlegern Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Investoren fortwährend Verunsicherungen Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass die Bio- bezüglich Aktienanlagen sowie insbesondere technologie ohne Zweifel ein vielversprechender bezüglich der Branche spürbar. Die Summe dessen Zukunftsmarkt ist, mit noch nicht abschätzbaren führt abermals dazu, dass die vorherrschende, und vielfältigen Chancen, aber auch Risiken. Bio- übertriebene Skepsis auch weiterhin in ihrem tech-Investoren sollten jedoch einen langfristigen Status zu verharren scheint. Anlagehorizont und den Ausblick in diese Wachs- tumsindustrie als entscheidende Anlagekriterien Aufgrund des extrem schwierigen Biotech-Markt- zu Grunde legen. umfeldes war die Carthago Biotech AG auch in 2004 vorsichtig investiert. Neben der Verwaltung Grundsätzlich bestehen beim Erwerb und der des bestehenden Portfolios aus verzinslichen Wert- Veräußerung von Beteiligungen und Wertpapieren papieren und kleineren börsennotierten Biotechno- wesentliche Risiken für die zukünftige Entwick- logieaktien wurden wesentliche Beteilungen an der lung aus einem möglicherweise volatilen Kapital- Proteomik AG, Stuhr, und der Xerius BioScience marktumfeld. Für das laufende Geschäftsjahr wird AG, Bremen, gehalten. ein unverändertes Ergebnis erwartet.22 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Lagebericht
  23. 23. Nach dem Bilanzstichtag reduzierte die Gesell- ist, sind zur Zeit nicht erkennbar. Bestandsge-schaft ihren Wertpapierbestand weiter. Anfang fährdende Risiken oder Risiken mit wesentlichemMärz wurde die Gesellschaft über die Absicht der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertrags-Großaktionäre informiert, ihren Anteil von insge- lage sind nicht ersichtlich.samt ca. 80 % zu veräußern. Hierzu werden vorbe-reitende Maßnahmen, die u. a. eine Umbenennung Abhängigkeitsberichtund die Herabsetzung des Grundkapitals vorse- Der direkt und indirekt gehaltene Anteil derhen, auf der kommenden Hauptversammlung zur Carthago Capital Beteiligungen AG, Bremen, anBeschlussfassung vorgeschlagen. unserer Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2004 mehr als 50 %.Risikolage der GesellschaftWesentliche Risiken können sich möglicherweise Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Berichtaus dem volatilen Kapitalmarkt und der Fokus- über die Beziehungen zu verbundenen Unter-sierung auf Nebenwerte mit einem engen Markt nehmen erstellt, der mit folgender Erklärungergeben. Da die Gesellschaft den größten Teil der abschließt:liquiden Mittel in verzinslichen Genussscheinender Carthago Value Invest AG, Bremen, angelegt „Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über diehat, ist die Gesellschaft insbesondere von der Ent- Beziehungen zu verbundenen Unternehmen auf-wicklung der Carthago Value Invest AG, Bremen, geführten Rechtsgeschäften nach den Umständen,einer 100 %igen Tochtergesellschaft der Großaktio- die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäftenärin Carthago Capital Beteiligungen AG, Bremen, vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedemabhängig. Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung vereinbart. Berichtspflichtige Maßnahmen habenDer Vorstand hat für die bestehenden Adressenaus- im Berichtszeitraum nicht vorgelegen.“fallrisiken und Preisrisiken dem Geschäftsumfangangemessene Steuerungsverfahren etabliert. Die Bremen, 31. März 2005Adressenausfallrisiken werden durch die direkte Der VorstandEinschaltung des Vorstands in den Überwachungs-prozess sowie die Begrenzung der derzeitigenGeschäftstätigkeit limitiert und gesteuert. Für diemaßgeblichen Marktpreisrisiken im Wertpapier-bestand erfolgt eine tägliche Berücksichtigung derMarktentwicklung, es werden regelmäßig Bewer-tungen durchgeführt.Die bestehenden Rückstellungen beinhalten allezum Jahresende erkennbaren Belastungen derGesellschaft. Risiken, denen noch nicht durchEinzelrückstellungen Rechnung getragen worden KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Lagebericht 23
  24. 24. Carthago Biotech AG Bilanz zum 31. Dezember 2004 Aktiva 31.12.2004 31.12.2003 EUR EUR TEUR A. Anlagevermögen Finanzanlagevermögen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 311.800,00 312 2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.027.000,00 1.027 1.338.800,00 1.339 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 614.087,62 454 2. Sonstige Vermögensgegenstände 27.865,76 23 641.953,38 477 II. Wertpapiere Sonstige Wertpapiere 35.613,66 70 III. Guthaben bei Kreditinstituten 32.555,49 64 Gesamtsumme Aktiva 2.048.922,53 1.95024 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Bilanz
  25. 25. Passiva 31.12.2004 31.12.2003 EUR TEURA. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000 II. Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage 1.855,13 0 III. Bilanzgewinn/-verlust 35.247,40 -67 2.037.102,53 1.933B. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen 9.500,00 10C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 7 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.320,00 0 2.320,00 7Gesamtsumme Passiva 2.048.922,53 1.950 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Bilanz 25
  26. 26. Carthago Biotech AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 Gewinn- und Verlustrechnung 2004 2003 EUR TEUR 1. Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren und Beteiligungen 171.840,98 395 2. Sonstige betriebliche Erträge 12.985,18 22 3. Aufwendungen für den Erwerb von Wertpapieren und Beteiligungen 169.903,56 503 4. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.094,39 13 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.398,29 21 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102.744,00 83 davon aus verbundenen Unternehmen EUR 102.527,44 (Vj. TEUR 83) 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,67 0 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 100.173,25 -37 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.532,05 0 10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 103.705,30 -37 11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -66.602,77 -30 12. Einstellung in die gesetzliche Rücklage -1.855,13 0 13. Bilanzgewinn/-verlust 35.247,40 -6726 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Gewinn- und Verlustrechnung
  27. 27. AnhangAllgemeine Hinweise Erläuterungen zur BilanzDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäߧ§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den Anlagevermögeneinschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlage-der Satzung aufgestellt. vermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesell- Finanzanlagenschaften. Hierbei handelt es sich in Höhe von TEUR 232 um Anteile an der Xerius BioScience AG, Bremen, undDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem in Höhe von TEUR 80 um Anteile an der ProteomikGesamtkostenverfahren aufgestellt. AG, Bremen. Eigenkapital Anteil Ergebnis 2004 Ergebnis 2003 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (in TEUR) (in %) (in TEUR) (in TEUR)Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren Xerius BioScience AG, Bremen 370 32,9 -52 -40unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Proteomik AG, Bremen 110 100,0 59 5Bewertungsmethoden maßgebend. Des Weiteren werden verzinsliche Wertpapiere mitBei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte Genussrechtscharakter der Carthago Value Investund Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. dem AG, Bremen, (eine 100 %ige Tochtergesellschaft derniedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Carthago Capital Beteiligungen AG, Bremen/ver- bundenes Unternehmen) mit einer Laufzeit vonForderungen und sonstige Vermögensgegenstände zehn Jahren ausgewiesen.sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen gegen verbundeneRisikobehaftete Forderungen lagen zum Bilanz- Unternehmenstichtag nicht vor. Hierbei handelt es sich zum überwiegenden TeilDie sonstigen Wertpapiere wurden mit den durch- um verzinsliche Ausleihungen an die Proteomikschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Die AG, Bremen, und an die Carthago Value Invest AG,Bewertung erfolgte nach dem strengen Niederst- Bremen, die mit einem Aufschlag zum banküb-wertprinzip. lichen Zinssatz verzinst werden und kurzfristig fällig sind.Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alleungewissen Verbindlichkeiten und drohende Ver- Sonstige Wertpapiereluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Es handelt sich ausschließlich um Aktien, die anHöhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmän- einer Wertpapierbörse gehandelt werden.nischer Beurteilung notwendig ist. Guthaben bei KreditinstitutenVerbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbe- Es werden Guthaben in laufender Rechnungtrag angesetzt. unterhalten. KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Anhang 27
  28. 28. Eigenkapital nach näherer Maßgabe der festzulegenden Opti- Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt onsanleihe- bzw. Wandelanleihebedingungen zu EUR 2.000.000,–. Es ist in 200.000 nennwertlose gewähren (Bedingtes Kapital II). Stückaktien im rechnerischen Nennwert von je EUR 10,– eingeteilt. Mit Beschluss der Hauptver- Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 35 bein- sammlung vom 13.9.2000 wurde der Vorstand haltet einen Verlustvortrag in Höhe von TEUR 67 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung (Vj. TEUR 30). Aus dem Jahresüberschuss in Höhe des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 31.8.2005 von TEUR 104 wurden TEUR 2 der gesetzlichen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt Euro Rücklage zugeführt. 1.000.000 durch Ausgabe von bis zu 100.000 neu- er auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Rückstellungen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf Kosten im Rahmen der Jahresabschlusserstel- Mit Beschluss der Hauptversammlung vom lung und -prüfung sowie auf Kosten im Zusammen- 16.11.2000 wurde der Vorstand ermächtigt, bis hang mit der Hauptversammlung. zum 31.8.2005 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und /oder Namen lautende Options-/Wan- delschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag Erläuterungen zur Gewinn- und von bis zu EUR 25.000,– mit einer Laufzeit von Verlustrechnung längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern Die Gewinn- und Verlustrechnung ist grundsätz- oder Gläubigern von Optionsschuldverschrei- lich nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 bungen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Abs. 2 HGB) gegliedert. Aufgrund der besonderen Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte Geschäftstätigkeit werden die Umsatzerlöse geson- auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen dert als Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 25.000,– und Beteiligungen und die korrespondierenden nach näherer Maßgabe der festzulegenden Opti- Aufwendungen gesondert als Aufwendungen für onsanleihe- bzw. Wandelanleihebedingungen zu den Erwerb von Wertpapieren und Beteiligungen gewähren (Bedingtes Kapital I). ausgewiesen. Die Bezeichnungen der Posten wur- den entsprechend geändert (§ 265 Abs. 1 HGB). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16.11.2000 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 31.8.2005 einmalig oder mehrmals auf den Erlöse/Aufwendungen aus dem Verkauf/Kauf Inhaber und /oder Namen lautende Options-/Wan- von Wertpapieren und Beteiligungen delschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag Im Geschäftsjahr resultierten die Erträge aus der von bis zu EUR 975.000,– mit einer Laufzeit von Veräußerung von Aktien. längstens 10 Jahren zu begeben und den Inhabern oder Gläubigern von Optionsschuldverschrei- bungen Optionsrechte bzw. den Inhabern von Sonstige Angaben Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte Die Carthago Capital Beteiligungen AG, Bremen, auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen hat der Gesellschaft gemäß § 20 AktG mitgeteilt, Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 975.000,– dass ihr Anteil 50 % des Grundkapitals übersteigt.28 KWG Kommunale Wohnen AG · Geschäftsbericht 2004 · Anhang

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