Präsentation zum Bankenworkshop am 11.10.2012
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Präsentation zum Bankenworkshop am 11.10.2012 bei der KANZLEI NICKERT zum Thema "Analyse des Geschäftsmodells"

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    Präsentation zum Bankenworkshop am 11.10.2012 Präsentation zum Bankenworkshop am 11.10.2012 Presentation Transcript

    • Analyse des Geschäftsmodells 5. Bankenworkshop – Offenburg 11.10.2012
    • DisclaimerStand: Oktober 2012Autor: KANZLEI NICKERT, 77654 OffenburgDas Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jeder Verwertung außerhalbder Grenzen des UrhG ist ohne Zustimmung des Autors unzulässigund strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen,Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung undVerarbeitung in elektronischen Systemen.Bildnachweise: ausschließlich FlickrKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 2
    • Übersicht Geschäftsmodell Definition Abgrenzung Geschäftsmodell – Strategie Nische Business Model Generation Bestandteile eines Geschäftsmodells SWOT Analyse Veränderungen Strategische Risiken (Risikobewertung)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 3
    • Übersicht Berücksichtigung von Unsicherheiten bei der Unternehmensplanung: Verhältnis Unsicherheit zu Risiko/Chance Berücksichtigung von Unsicherheiten in der Ertragsplanung Einwertige Planung Planung von Szenarien Erwartungsgetreue PlanungKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 4
    • Definition Geschäftsmodell Was ist ein Geschäftsmodell?KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 5
    • Einführung Es ist die Qualität der Idee, die den Ausschlag gibt. Einfache Ideen stehen meist erst am Ende, nicht am Anfang eines Denkprozesses. Ausschlaggebend ist nicht die Qualität einer Erfindung oder Technologie, sondern ihre Akzeptanz am Markt. Sie brauchen ein wirklich gutes und ausgereiftes Konzept. Das braucht seine Zeit. Das heißt nicht, dass Sie langsam arbeiten, immer nur Bedenken wenden oder besonders zögerlich sein sollten. Aber das Ausreifen eines Konzeptes und Zeitdruck passen nicht gut zu einander. (alle Zitate aus: Günter Faltin, Kopf schlägt Kapital)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 6
    • Weshalb ist für Banken die Analyse des Geschäftsmodells wichtig? Gründe: Vertrieb: Mit der Analyse wird auch künftiger Bedarf offensichtlich. Investitionen Währungsabsicherung Versicherungen Betriebliche Altersvorsorge Risikoanalyse: ein überzeugendes Geschäftsmodell birgt weniger strategische Risiken, als ein unüberzeugendes Geschäftsmodell Minderung der KreditkostenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 7
    • Was ist ein Geschäftsmodell? Ein Geschäftsmodell ist eine modellhafte Beschreibung eines Geschäftes. Die Beschreibung von Geschäftsmodellen soll helfen die Schlüsselfaktoren des Unternehmenserfolges oder des Misserfolges zu erklären. Weder in der Wissenschaft noch in der Praxis besteht eine allgemein akzeptierte Definition. (Wikipedia, Abruf 4.10.2012) Ein Geschäftsmodell ist keine Strategie. Es ist vielmehr der Ausgangspunkt, um die Strategie zu bestimmen.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 8
    • Ist die Nische ein Geschäftsmodell? Öfters hören wir, dass das Geschäftsmodell die Spezialisierung bzw. die Nische ist (prominentes Beispiel die EKS ® Methode). Die Nische an sich ist unseres Erachtens die Strategie, um das Geschäftsmodell umzusetzen. Die Grenzen fließen aber, da im Geschäftsmodell insbesondere der Zielkundenkreis (Beutespektrum) definiert wird. Dies wiederum deutet aber bereits im Geschäftsmodell auf die Nische hin.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 9
    • Was ist ein Geschäftsmodell? Wertangebot – Value Proposition beschreibt das Paket von Leistungen und Dienstleistungen, das für ein bestimmtes Kundensegment Wert schöpft (Business Model Generation S. 26) Ist der Grund für Kundenbeziehungen Löst Kundenbedürfnis Angebots- oder Nachfragemarkt Verbindung von Leistungen  Town and Country House  IPodKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 10
    • Was ist ein Geschäftsmodell? Gründe für Kunden, zu kaufen Neuheit (Smartphone) Verbesserte Leistung (Digitalkameras) Berücksichtigung von Kundenwünschen (Maßanzug) Arbeitserleichterung (Computer) Design (Apple) Marke/Status (Lacoste) Preis Kostenreduktion (Hilti vs. Hammer&Meisel) Risikominimierung (Versicherung) Anwenderfreundlichkeit (Apple) Verfügbarkeit (H&M – Lagerfeld)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 11
    • Was ist ein Geschäftsmodell?KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 12
    • Was ist ein Geschäftsmodell? Hauptkomponenten Marktseite Kundenbeziehungen Kommunikation/Distribution Zielkunden (-segmente) Einnahmenquellen  Einnahmentyp (Kaufpreis, Miete, Lizenz etc.)  Absatzmenge  Absatzpreis (Wer bezahlt? Bsp.: Geschäftsreisen)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 13
    • Was ist ein Geschäftsmodell? Hauptkomponenten Kostenseite Schlüsselressourcen Schlüsselaktivitäten Schlüsselpartner KostenstrukturKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 14
    • Was ist ein Geschäftsmodell?KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 15
    • Was ist ein Geschäftsmodell?KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 16
    • Geschäftsprozesse Leistungs-/Kernprozesse Unterstützungsprozesse Führungsprozesse Akquisi- Auftrags- Personal- Finanzmit- Sachmittel- Planung Absatzsteu- Qualität tion / Fertigung abwick- bereit- telbereit- bereit- und erung und Sonstige sichern Verkauf lung stellung stellung stellung Diagnose -kontrolle Wo und wie In der MDT- Prozesslandschaft St. Galler Marketing Review 2011, 26 ff Sachmittel- Liquidität / Sachmittel- Produktion Arbeits- Übersicht von Dohmen/Moormann Kunden Auftrag Personal bedarf Finanzen bedarf Absatz planen steuern / leistung ansprechen annehmen einsetzen planen analysieren ermitteln kontrollieren entlohnen können wir unterstützen? Finanz- Nachwuchs- Liquidität / Beschaffung Angebot Sachmittel Produktion bedarf Auftrag planen kräfte Finanzen steuern und erstellen anschaffen planen planen ausbilden planen kontrollieren Personal Vertrag Auftrag Personal- Kapitalbedarf Sachmittel Beschaffung Termin planen steuern und verhandeln umsetzen verwaltung ermitteln lagern planen kontrollieren Kunden- Kapa- Finanzierung Mitarbeiter Kapital Rechnungs- Personal kontakt zitäten Versand steuern und entlohnen beschaffen prüfung planen pflegen planen kontrollieren Maschinen- Finanzie- Rechnung Mitarbeiter- Kapital Sachmittel- belegung rung erstellen schutz verwenden schutz planen planen Maßnahmen Debitoren- Personal- Produkt Finanz- zur Rechnungs- buch- zeitwirt- erstellen reporting Betriebs- wesen haltung schaft erhaltung Kosten- und Qualität prüfen Leistungs- rechnung Lagerung ControllingKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 17
    • SWOT Analyse Stärken (Strength) Schwächen (Weaknesses) Lage des Unternehmens Mangel an Marketingexpertise Patente Lage der Firma Kostenvorteile durch eigenes Know-How Geringere Qualität der Waren oder Marketingexpertise von Experten Dienstleistungen Exklusiver Zugang zu natürlichen Ressourcen Beschädigte Reputation Qualitätsprozesse und Verfahren Undifferenzierte Produkte oder Services (d. h. Neues, innovatives Produkt oder Service im Vergleich zu Ihren Konkurrenten) Starke Marke oder Reputation Konkurrenten haben besseren Zugang zu Know-How der Mitarbeiter Vertriebskanälen Möglichkeiten (Opportunities) Bedrohungen (Threats) Fusionen, Joint Ventures oder strategische Neue Regelungen Allianzen Ein neuer Konkurrent im eigenen Binnenmarkt Sich entwickelnder Markt (China, das Internet) Preiskrieg Neue Technologien Konkurrent hat ein neues, innovatives Neuer internationaler Markt Ersatzprodukt oder Service Neue attraktive Marktsegmente Technologischer Fortschritt lässt den Markt für die eigenen Produkte verschwindenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 18
    • Veränderungen planen Mit dem Zukunftsmodell können künftige Veränderungen und die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell aufgezeigt werden Dadurch können Szenarien abgebildet werden Die Auswirkungen auf alle Bereiche werden aufgezeigt Neue Geschäftsmodelle / Produkte / Dienstleistungen können aufgezeigt werden Mit Vor- und NachteilenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 19
    • Veränderungen analysieren Mit dem Geschäftsmodell können Sie die Auswirkungen der vier grundlegenden Bereiche abbilden: Branchenkräfte (vgl. 5 Forces, folgende Folie) Schlüsseltrends Gesetzlich, technologisch etc. Marktkräfte Wünsche und Anforderungen Wechselkosten Makroökonomische Kräfte Z. B. Kapitalmärkte, Rohstoffmärkte, globale MarktbedingungenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 20
    • Risiken ermitteln Die 5 Forces von Porter können in ihren Auswirkungen auf das Geschäftsmodell aufgezeigt werden Rivalität in der Branche Gefahr durch Substitutionsprodukte Gefahr durch Neueintritt von Wettbewerber Verhandlungsmacht der Kunden Verhandlungsmacht der LieferantenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 21
    • Geschäftsmodell optimieren – Blue Ocean Strategie Eliminieren Aufstocken Welche Faktoren können Welche Faktoren sollten Sie eliminieren, mit denen weit über den in Ihrer Branche konkurriert Branchenstandard hinaus wird? aufgestockt werden? Reduzieren Erzeugen Welche Faktoren sollten Welche Faktoren sollten weit unter den geschaffen werden, die in Branchenstandard der Branche nicht reduziert werden? angeboten werden?KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 22
    • Risiken bewerten Bewertungsarten Subjektive Methode / Schätzmethode Nicht mit absoluten Werten arbeiten Sondern mit Bandbreiten Expertenbefragungen Branchenanalysen Informationen der Banken FeriKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 23
    • Steuerung des Geschäftsmodells KPIs – Key Predictive Indicators Wenn die BWA/Bilanz Schwächen zeigt ist es zu spät Zukunftserfolgsindikator gesucht Was sichert mir den Ertrag der Zukunft? Diese Kennzahl muss beobachtet werden Beispiel: Kohlebergbau Statt Ohnmachtsanfall Kanarienvogel Beispiel: Friseursalon KundenzufriedenheitKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 24
    • Persönliche Abschlussbemerkung Meines Erachtens haben Geschäftsmodelle Erfolgsaussichten, die auf immaterielles Vermögen (Humankapital, Strukturkapital, Sozialkapital) basieren. Die Erträge sind höher Ein Unternehmen, das ein starkes immaterielles Vermögen aufweist, ist besser geeignet, sich ändernden Bedingungen anzupassen, als ein Unternehmen, das auf körperliche Vermögensgegenstände aufbaut, Bsp.: Agfa Allerdings existieren in einem solchen Geschäftsmodell weniger Besicherungsmöglichkeiten Sind die Banken/Kreditinstitute hierfür gerüstet?KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 25
    • Literaturempfehlung Geschäftsmodell Business Model Generation, Osterwalder u.a. Das große 1x1 der Erfolgsstrategie: EKS® - Erfolg durch Spezialisierung, Kerstin Friedrich Erfolgreich durch Spezialisierung: Kompetenzen entwickeln; Kerngeschäfte ausbauen; Konkurrenz überholen, Kerstin Friedrich Der Blaue Ozean als Strategie: Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt, Mauborgne u.a. Kopf schlägt Kapital, Günter FaltinKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 26
    • Abbildung von Unsicherheiten in der UnternehmensplanungKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 27
    • Unternehmensplanung „Wir können die Zukunft nicht vorhersehen, aber wir können auf sie vorbereitet sein.“ (Perikles)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 28
    • Was bedeutet Unsicherheit ? Der Begriff Unsicherheit beinhaltet zwei Aspekte: Risiko Ungewissheit Unterschied: Bekanntheit der Eintrittswahrscheinlichkeiten für die denkbaren zukünftigen UmweltzuständeKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 29
    • Was bedeutet Risiko ? „Risiko ist die aus Unvorhersehbarkeit der Zukunft resultierende, durch „zufällige“ Störungen verursachte Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen.“ (Dr. Werner Gleißner)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 30
    • Anforderungen an Planungsprozess Der Planungsprozess muss grds. zwei Anforderungen gerecht werden: Erstellung einer möglichst erwartungsgetreuen (und präzisen) Prognose Identifikation und Quantifizierung von Chancen und Gefahren, die in der Zukunft Abweichungen von dieser Planung verursachen können.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 31
    • Identifikation von Risiken und Chancen Elemente der Risikoidentifikation: Risikomelder Risikobezeichnung Risikokategorisierung Risikobeschreibung Einflussgrößen Eintrittswahrscheinlichkeiten Ggf. Maßnahmen Kosten/AuswirkungenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 32
    • Identifikation von Risiken und Chancen Methoden der Risikoidentifikation: Brainstormings Standardisierte Befragungen Workshops Betriebsbesichtigungen Frühwarnsysteme Einzelschadenanalysen Ausfalleffektanalysen FehlerbaumanalysenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 33
    • Check Chancen/Risiken Industrieunternehmen Markt- und Branche Management Technologie- und Produktentwicklung Fertigung- und Logistik Strategie, Marketing und Vertrieb Organisation/IT/Externe Kommunikation Finanzierung Einkauf Personal RechtKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 34
    • Anforderungen an Planungsrechnungen Integrierte Planung: Ertrags-, Bilanz- und Liquiditätsplanung Erfordernis einer Basisbilanz Zwingende Fortschreibung einer PlanbilanzKANZLEI NICKERT | RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER 35
    • Berücksichtigung von Unsicherheiten Einwertige Planung: Es gibt nur eine „Zukunftssicht“ Szenarien: Es liegen mehrere Sichten vor, bspw.: worst case, best case, normal case Simulationen: Es wird eine Vielzahl von Sichten durch eine Simulationssoftware errechnetKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 36
    • Einwertige Planung Eine einwertige Planung: Liefert einen Wert Bildet keine Unsicherheitsaspekt ab Rechnet unsichere Ergebnisse (scheinbar) sicherKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 37
    • Einwertige Planung „Je weniger befähigt ein Unternehmensbewerter ist, umso ausgeprägter wird sein Ehrgeiz sein, einwertige Ertragsprognosen abzugeben: Er wird sich nicht damit begnügen, Bandbreiten möglicher künftiger Ertragsprognosen zu benennen; er wird vielmehr Wissen über die Zukunft fingieren und so, Wahrsagern nicht unähnlich, zu einwertigen Ertragsprognosen kommen“. Moxter, Grundsätze ordnungsgemäßer Unternehmensbewertung, 1983 S.116KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 38
    • Was geben die Standards vor? IDW S1 IDW ES 6 n.F. GoP 2.1KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 39
    • Was geben die Standards vor? IDW S 1 Kernproblem einer jeden Unternehmensbewertung ist die Prognose der finanziellen Überschüsse aus dem betriebsnotwendigen Vermögen. Sie erfordert eine umfangreiche Informationsbeschaffung und darauf aufbauende vergangenheits-, stichtags- und zukunftsorientierte Unternehmensanalysen, die durch Plausibilitätsüberlegungen im Hinblick auf ihre Angemessenheit und Widerspruchsfreiheit zu überprüfen sind. (IDW S 1, Tz.68)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 40
    • Was geben die Standards vor? IDW S 1 Aufgrund der Fülle von Einflussfaktoren kann es sich empfehlen, mehrwertige Planungen, Szenarien oder Ergebnisbandbreiten zu erstellen, um das Ausmaß der Unsicherheit der künftigen finanziellen Überschüsse zu verdeutlichen und erste Anhaltspunkte für die Berücksichtigung der Unsicherheit im Rahmen des Bewertungskalküls zu gewinnen. (IDW S 1, Tz. 80)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 41
    • Was geben die Standards vor? IDW ES 6 n.F. Zur Berücksichtigung der Planungsunsicherheiten erscheint es zudem zweckmäßig, Alternativrechnungen zum " real case" (wahrscheinlichster Fall) durchzuführen oder mit einer quantitativen Risikoeinschätzung, etwa über den Einsatz der "Monte-Carlo-Simulation", die Einhaltung von Liquidität, die Aufrechterhaltung einer vorgegebenen Eigenmittelquote oder weiterer sog. "Covenants" (z.B. die Einhaltung von Kennzahlen, Auflagen und Bedingungen während der Kreditlaufzeit) abzuschätzen. (IDW ES 6 n. F. Tz.140)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 42
    • Was geben die Standards vor? GoP 2.1 des BDU Der Ungewissheit künftiger Datenentwicklung kann auch durch die rollierende Planung, die Alternativplanung oder die flexible Planung begegnet werden in den Ausprägungen „worst case“, „normal case“, „best case“. Bei allen Bemühungen, nur begrenzt Vorausschaubares in den Griff zu bekommen, müssen die den Planungsvorgaben zugrundeliegenden Wertgrößen realisierbar und damit realistisch bleiben. …….KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 43
    • Was geben die Standards vor? GoP 2.1 des BDU Chancen und Gefahren sowie mögliche Ursachen der Planabweichungen sind zu benennen und möglichst zu quantifizieren, um den Gesamtumfang möglicher Planabweichungen einschätzen zu können. Unvollkommene Informationen geben Anlass, durch Anwendung geeigneter Prognosemethoden und Simulationsverfahren die Unsicherheit möglichst zu begrenzen.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 44
    • Szenarienplanung Abbildung der Unsicherheiten über die Abbildung mehrerer Szenarien In der Praxis Best –Middle und Worst Case Basiert auf einer fundierten Analyse der Ist-Situation Hierauf aufbauend werden verschiedene zukünftige Situationen und Entwicklungsverläufe beschrieben Jede dieser Situationen wird als eigenständiges Szenario für die zukünftige Entwicklung verstandenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 45
    • Szenarienplanung Zwischenfazit: Informationsgehalt höher als bei einer einwertigen Planung Bildet Unsicherheiten ab Problem: Annahmen für einzelne Szenarien und deren Wahrscheinlichkeitsverteilung Zusammenwirkung der einzelnen Risiken Bestimmung einer GesamtrisikopositionKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 46
    • Erwartungsgetreue Planung Lösung: Risikoaggregation Bestimmung Gesamtrisikoposition mit Blick auf Bedeutung der Einzelrisiken Berücksichtigung von Wechselwirkungen(Korrelation)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 47
    • Erwartungsgetreue Planung Diese durch die Wahrscheinlichkeitsverteilung beschriebenen Risiken werden dann in den Kontext der Planung gestellt, also bsp. einer GuV-Position zugeordnet. Anschließend werden Simulationsverfahren durchgeführt.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 48
    • Erwartungsgetreue Planung Vorgehen Monte-Carlo-Simulation: Erzeugen der benötigten Zufallszahlen Verteilung Berechnung des Szenarios Wiederholung mit x-Schritten, um stabile Verteilungen, Kennzahlen und Risikomaße abzuleitenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 49
    • SimulationsverfahrenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 50
    • SimulationsverfahrenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 51
    • SimulationsverfahrenKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 52
    • Erwartungsgetreue Planung Mit einer erwartungsgetreuen Planung mit Hilfe geeigneter Planungs- und Prognosesysteme bestmögliche und un- verzerrte Vorhersagen getroffen werden, die sich im Mittel aus vielen Planungsfällen und Planungsperioden als richtig herausstellen.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 53
    • Bildung des Erwartungswerts Wurde die Unternehmensplanung nach verschiedenen Szenarien geplant, ergeben sich verschiedene mögliche Ergebnisprognosen. Um einen Zielwert zu ermitteln, muss diese Mehrwertigkeit der Ergebnisse zu einem einwertigen Ergebnis zusammengeführt werden.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 54
    • Bildung des Erwartungswerts Wurde die Unternehmensplanung nach verschiedenen Szenarien geplant, ergeben sich verschiedene mögliche Ergebnisprognosen. Um einen Zielwert zu ermitteln, muss diese Mehrwertigkeit der Ergebnisse zu einem einwertigen Ergebnis zusammengeführt werden.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 55
    • Bildung des Erwartungswerts Der Erwartungswert verdichtet die mehrwertige Ergebnis- prognose durch Multiplikation der Szenarioergebnisse mit den Eintrittswahrscheinlichkeiten. Diese werden zu einem gewichteten Ergebnis zusammengefasst. Der Erwartungswert = das mit den dazugehörigen Eintritts- wahrscheinlichkeiten gewichtete arithmetische Mittel aller EinzelwerteKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 56
    • Bildung des Erwartungswerts Vorteil Erwartungswert: Dieser richtet sich nach dem gewichteten MittelwertKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 57
    • Allgemein Modus oder Modalwert Bei einer stetigen Zufallsvariable die Maximumstelle der Dichtefunktion. Mean (Mittelwert) Arithmetisches Mittel Median Im Vergleich zum arithmetischen Mittel, ist der Median robuster gegenüber Ausreißern.KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 58
    • Weitere Veranstaltungen der KANZLEI NICKERT 09.11.2012 Unternehmen Online 21.11.2012 Themenabend BWL (BWA) und Recht (AGB)KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 59
    • Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Besuchen Sie uns im Internet: www.kanzlei-nickert.de
    • KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 61
    • Weitere interessante Infos im Internet von der KANZLEI NICKERT für Sie Twitter KANZLEI_NICKERT Aktuelle News, rund um die KANZLEI NICKERT. Abonnieren Sie unseren kostenlosen RSS-Feed Tax & Law Blog Banken-Blog Vernetzen Sie sich mit uns unter… Matthias Cornelius Kühne Nickert Unsere Präsentationen finden Sie unter… slideshare.net Unsere Whitepaper finden Sie unter… scribd.comKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 62
    • Über KANZLEI NICKERT, Offenburg: KANZLEI NICKERT ist eine Unternehmerkanzlei im besten Sinne: Sie bietet in den Bereichen Rechtsberatung, Steuerberatung und betriebswirtschaftliche Beratung all diejenigen Dienstleistungen an, die ein Unternehmen / Unternehmer klassischerweise benötigt. Zudem hat sie Kompetenzzentren für die Bereiche Bau, Sanierungsberatung sowie Personalwesen eingerichtet. Rechtsanwälte, Fachanwälte für Steuerrecht und Steuerberater arbeiten dabei Hand in Hand. KANZLEI NICKERT ist seit März 2009 zertifiziert nach ISO 9001:2008 und für die Steuerberatung zusätzlich nach dem DStV- Qualitätssiegel, dem Qualitätsstandard des Deutschen Steuerberaterverbandes. 2009 und 2011 wurde die Kanzlei von FOCUS MONEY in die Liste der TOP-Steuerberater aufgenommen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.kanzlei-nickert.deKANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte & Steuerberater 63