Mensch mitarbeiter-chef
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Hier lesen Sie meine Ansichten zum Thema lebenslanges Lernen für Führungskräfte.

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Mensch mitarbeiter-chef Mensch mitarbeiter-chef Document Transcript

  • Mensch-Mitarbeiter-Chef (Lernen. Aber ein Leben lang?) Im Verlauf meines Lebens, durfte eine Vielzahl an Erfahrungen machen, die mich dazu geformt haben der ich heute bin. Bis vor zehn Jahren. Falls Sie sich fragen, warum denn bis vor zehn Jahren, so, lautet meine Antwort: weil ich dann erkannt habe, dass wenn ich möchte, dass mein Leben so verläuft wie ich es mir wünsche, dann habe ich es gefälligst selbst in die Hand zu nehmen! Konkret gesagt: ich muss der Autor meines eigenen Lebens werden. Bis vor zehn Jahren dachte ich, dass die Menschen mit denen ich mich oft über das Gestalten meines Lebens unterhalten habe, aufgrund ihrer Erfahrung es besser wüssten wie ich die Dinge richtig machen könnte, und was ich alles für mein leben bräuchte. Sie wollten vermutlich nur das Beste für mich. Dann habe ich irgendwann feststellen müssen, dass sie es auch nicht besser wussten. Nicht nur für mich nicht, sondern auch für sich selbst nicht. Die Erkenntnis bekam ich so, dass je mehr ich mich selbst kennengelernt und verstanden habe umso mehr sah ich, und bekam es bewusst mit, wie das Leben deren Menschen verläuft, die mir früher ihre vermeintlich klugen Ratschläge erteilt haben. Sie stände irgendwann auch vor den gleichen Herausforderungen wie ich. Ich möchte Ihnen diesen Vortrag, unter der Berücksichtigung der Idee des chinesischen Philosophen Laotse nahebringen: Er sagte, "andere Menschen zu kennen ist gut, sich selbst zu kennen ist weise". Um die eigene Weisheit zu erlangen, sind Selbsterkenntnis und die Selbsterfahrungen unerlässlich! **Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung** Erlauben Sie mir zunächst ein Mal einen Ausflug in unsere Entwicklung zu machen! Ein erfülltes Leben, voller grossartigen Ereignisse, stellt sich nicht einfach so ein! Ich stelle mir die Frage: wann wird es uns bewusst, dass wir unser eigenes Leben selbst gestalten müssen und wann fällt es uns auf wenn es andere tun? Was können wir tun um die Kandare wieder in die eigene Hand nehmen zu können? Haben Sie es schon mal erlebt, dass es Ihnen plötzlich aufgefallen ist, dass nicht Sie selbst eine Entscheidung getroffen haben, sondern jemand anders? Und das Gefühl des Ferngesteuert-Sein eingetreten ist? Leider fängt es im Leben recht früh an, dass wir uns von anderen Menschen lenken und führen lassen, in dem Glauben, dass es richtig sei was die anderen tun oder für uns entscheiden oder wozu sie uns raten. Interessanterweise ist es auch wichtig zu fragen, für wen ist die Entscheidung richtig? Denn am Ende des Tages, werden Sie für jede Entscheidung Ihres Lebens gerade stehen müssen, oder zumindest sollten Sie!
  • Mein Bestreben ist es, Ihnen näher zu bringen, wie wichtig lebenslanges Lernen ist. Und welche Möglichkeiten wir hätten ab einem bestimmten Alter unser Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten! Damit wir die Erfahrungen die wir selbst machen und die dadurch erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten authentisch werden. Dank der Hirnforschung und den Pionieren unserer Zeit wie Gerald Hüther, Gerhardt Roth und Manfred Spitzer, wissen wir welche Möglichkeiten wir haben bzw. hätten unser Leben selbst zu gestalten, damit wir es als gelungen und erfüllt bezeichnen können. Wenn ein Kind auf die Welt kommt, hat es unglaublich grosses Potenzial, um das zu werden was es werden kann. Aber was kann es denn werden? Menschen lernen ein leben lang. Die Frage ist nur, was sie lernen und wie sie es lernen? En Kind lernt schritt für schritt sich selbst, seinen eigenen Körper und seine Umwelt kennen. Es macht seine eigenen Erfahrungen indem er anfängt seine Umgebung und die Dinge die ihn umgebenen zu erforschen. Das Kind lernt eigenständig zu laufen und weitere motorische Fähigkeiten. Erst ein mal die non verbale Kommunikation und dann die spätere verbale Kommunikation (Gerald Hüter). Kinder bauen ihre ersten sozialen Kontakte in der Familie auf. Gleichzeitig machen die Eltern ein unausgesprochenes Versprechen indem sie die Verantwortung über die unversehrte Entwicklung des Kindes übernehmen. **Schule** Später kommt das Kind in die Schule und wird von den unterschiedlichsten Menschen umgeben. Von Menschen, die mit ihm, für ihn und gegen ihn sind. Die Lehrer wollen, dass es Sachen lernt die es möglicherweise nicht interessiert, das heisst sie wollen bzw. sie tun es…, nämlich seine Bildung gestalten. Jedoch sollten gerade die Kinder ihre eigenen Bildung mit Hilfe der Erwachsenen bzw. Lehrern gestalten können! Das heisst, die Lehrer sollen nicht ihr Wissen weitergeben, sondern sie sollen Voraussetzungen schaffen in der die Kinder das Wissen sich selbst aneignen! Seine Mitschüler lernen ihn kennen und das Kind lernt seine Mitschüler kennen. Das Kind bzw. der junger Schüler kommt mit seiner Umwelt in eine engen Beziehung und im wechselseitigen Austausch bildet sich seine Persönlichkeit weiter aus. Diese Kinder werden mit so vielen Eindrücken konfrontiert, dass sie gerade in dieser Zeit vorbildhafte Orientierungspersonen brauchen, ob privat in der Familie oder im Bekanntenkreis der Familie oder in der Schule. Diese Personen motivieren die Kinder, sofern sie von ihnen begeistert sind, neue Lernerfahrungen zu machen und Dinge auszuprobieren wodurch ihr Horizont sich erweitern kann. Und je mehr sie sehen, umso mehr Möglichkeiten werden sie finden, um sich in der Welt Stück für Stück zurecht zu finden.
  • Diese Erfahrungen dienen als Grundlage für weitere neue Erfahrungen, womit Jugendliche sich selbst und ihre immer fortwährend verändernde Umwelt kennenlernen. Anhand dieser Erfahrungen entwickeln sich auch bestimmte Fähigkeiten um die eigene Kreativität immer weiter zu entwickeln und damit sie mit den verschiedenen Situationen im Leben fertig werden. Das Sammeln von Erfahrungen geschieht, mal mit naiver Herangehensweise und mal mit voller Überzeugung. Aber wichtig ist, dass sie sie machen, damit in ihrem Gehirn für neue Überlegungen, immer neue Grundlagen geschaffen werden. Bis, hin und wieder einer kommt und sagt: "das ist falsch, was du da machst!" oder "lass mich das machen das kannst du noch nicht!" Es gibt zwei Gedanken die das Kind oder Jugendlicher jetzt haben könnte. Der einer wäre, "der weiss doch gar nicht was ich vorhatte" aber traut sich erst ein Mal nichts zu sagen. Und der anderer Gedanke wäre, dass das Kind auf ihn hört, denn er muss es ja besser wissen. Der, der an der Eigenständigkeit des Jugendlichen zweifelt und ohne, dass er es hinterfragt, warum das Kind so handelte, traktiert er ihn mit seinen "richtigen" Ansichten und erteilt seine Ratschläge. Im Verlauf seiner Entwicklung und Erwachsenwerden machen Kinder und Jugendlicher zahlreiche solchen Erfahrungen und kommen hin und wieder in das Dilemma, und stellt sich dann die wahrhaftig philosophische Frage: "darf ich wollen was ich will?" Kinder und Jugendlichen werden selten gefragt was sie denn wollen und was sie gerne erfahren würden? Und schon gar nicht mit der Offenheit des Erwachsenen der ohne Vorurteile die Meinung des Jugendlichen annimmt. Und selbst wenn sein Wunsch, seine Vorstellung, sein Vorhaben noch so unsinnig sich anhört! Es gibt immer irgendetwas darin zu entdecken, was einen Menschen - in diesem Fall das Kind - weiterbringt. Was wir nicht machen dürfen ist, die Frage so zu stellen, dass wir es ehe schon besser wissen denn dann sind Sie schlicht und ergreifend respektlos! Denn wer die eigenen Gedanken eines Kindes oder Jugendlichen nicht wertschätzt und gelten lässt, der wird ,früher oder später, auf seine Mitarbeit verzichten müssen. Und es tritt bei ihm Motivationslosigkeit ein! An dieser Stelle möchte ich eine Unterhaltung, aus dem Film "Club der toten Dichter" zitieren. Inder es darum geht wie konservativer Denkweise, junge Menschen an ihrer Potenzialentfaltung hindern kann. Zwei Lehrer unterhalten sich, George der ein konservativer Lehrer ist und John der die Jugendlichen in ihrer natürlichen Entwicklung unterstützen will und sie selbst lernen lässt.
  • "George:Ich finde es sehr riskant diese Jungs zu ermutigen, Künstler zu werden! Wenn sie feststellen, dass sie keine Rembrandt, Shakespeare oder Mozarts sind, werden sie Sie verachten! John:Es geht nicht um Künstler, wir reden über Freidenker! George:(er sagt lachend) Siebzehnjährige Freidenker!? John:Komisch, ich hätte Sie nicht für einen Zyniker gehalten!" Wer entscheidet darüber was ich wollen darf? Das, was Kinder von sich aus gestalten, herausfinden, entdecken und etwas nachgehen oder nachforschen, ist das, was die Hirnforscher und Entwicklungspsychologen "Entdeckergeist" nennen. Ein Kind bzw. ein Menschen hat das natürliche Bedürfnis zu lernen. Und von Natur aus, ein leben lang. Diese Entdeckerfreude wird jedoch im Laufe des Lebens in der Schule und oft in den Ausbildungsbetrieben im wahrsten Sinne des Wortes ausgetrieben. Wenn diese Jugendliche in den verschiedenen Betrieben, Ausbildungsstätten oder Hochschulen ankommen, haben sie eine programmierte Motivationsdefizit. Dass das, für einen Unternehmer oder Ausbilder Ernüchternd ist, da besteht kein Zweifel. Denn sie müssen oft diese Hürde an Antriebslosigkeit und mangelnder Wertschätzung gegenüber des Unternehmens regelrecht ankämpfen und die Motivation in ihnen zu entdecken. Mittlerweile wissen es immer mehr Chefs, Personalverantwortlicher, und Ausbilder, dass die in der Schule vergebene Noten recht wenig über die Fähigkeiten eines jungen Menschen aussagen. Wir wissen aber im ersten Moment nicht welches Potential in diesem jungen Mensch steckt! Wurde vielleicht in die falsche Fähigkeit oder Talent investiert? Das wissen wir nicht! Umso wichtiger ist es, für denjenigen der sich mit Personalfragen beschäftigt, sich in dieser Hinsicht kommunikative Fähigkeiten als Werkzeug anzueignen um schneller zu erkennen, wo das Potenzial und das Talent des Jugendlichen liegen. Somit sind sie auf ihre so genannten "soft skills" angewiesen um zu erspüren und herauszufinden, was er denn mitbringt um ihn im Unternehmen zu integrieren? Genau darin besteht die Herausforderung eines jeden Ausbilders und Unternehmensinhaber, dies herauszufinden! Zu dem Punkt wie erkenne ich dieses Potential komme ich später darauf zu sprechen! **Tun was ich will** Haben Sie sich schon mal gefragt, wer in Ihrem Leben darüber entscheidet was Sie wollen dürfen? Und ob Sie es anschliessend tun? Denn wenn ich etwas tue, möchte ich in allererster Linie, dass ich was davon haben. Damit ich in meinem Bedürfnis befriedigt werde und glücklich bin. Lew Tolstoi hat es so formuliert: "Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst was du willst, sondern, dass du immer willst was du tust!" Oder anders gesagt: Freiheit bedeutet nicht, tun was du willst sondern wollen was du tust!
  • Die meisten Menschen fragen sich: "Wie kann ich handeln, damit ich keine Fehler mache? Und wie kann durch die Vermeidung von Fehlern, meine privaten oder beruflichen Entwicklung voran bringen, bzw. meine Ziele erreichen? Und wenn ich schon mal etwas tue, fällt einem die Überlegung ein: wann mache ich etwas richtig und wann etwas falsch? Versuche ich das Richtige zu machen, damit ich der Strafe entkomme oder um eine Belohnung zu bekommen. Die Frage ist berechtigt, jedoch wertvoller wäre die Überlegung, wenn mir schon mal ein Fehler unterläuft; wie kann ich daraus lernen bzw. wie gewinne ich daraus meine Erkenntnisse? Bei der Beurteilung meines Fehlers bin ich ebenfalls auf meine eigene Urteilsfähigkeit angewiesen und könnten sich die Fragen stellen: was ist mein Lerneffekt daraus? Was sehe ich in meinem Fehler, der mich weiterbringt? Erfolg und Misserfolg sind gleichgültig! Das heisst sie haben die gleiche Gültigkeit! Erfolg zeigt mir bzw. bestätigt mich darin, dass was ich getan habe nach meiner Meinung nach richtig war, und die Fehler die mir unterlaufen sind zeigen mir welche Fähigkeiten oder Kenntnisse über das Thema oder über eine Methode ich noch verbessern soll damit beim nächsten Mal meine Handlung bei meinem Vorhaben gelingen kann. In meinen Erfolgserlebnissen lernen ich lange nicht so viel, denn der wahren Lerneffekte liegen in den Fehlern. Hier ein Gedanke dazu, wie wichtig Selbsterfahrung sein kann: "Das was man erklärt bekommt, vergisst man wieder, das was man vorgemacht bekommt, daran erinnert man sich, aber das was man selber getan hat, das kann man." **Konfuzius** Demnach wäre eine lernorientierte Überlegung, wenn Jugendliche mehr Freiheit bekommen um ihre Ideen ausüben zu können, damit sie ihre Autonomie behalten und ihre Selbsterfahrungen machen dürfen, und vor allem WOLLEN dürfen. Die Erwachsenen sollten in eigener Weisheit handeln, indem sie den Jugendlichen ihrer Entfaltungsfreiheit und ihren Entdeckergeist lassen, fördern und füttern. Jugendliche sollen und müssen sogar ihre eigene Erfahrung machen! Anschliessend, nachdem beide Erfahrungswerte dargelegt werden - die von dem Erwachsenen und vom Jugendlichen- dann kann man sich mit ihm auseinander setzen wo und wie der Lernprozess weitergehen kann. Denn das neu erlernte muss daran anknüpfen was er bereits weiss bzw. kann. Wenn wir bei der Aufgabe des Azubi uns nicht zurückhalten und sogar in seinem Tun eingreifen, damit er keinen Fehler macht, dann machen wir eins: wir verhindern ihn daran, dass er seine Lernerfahrung macht. Er wird dann seine Kreativität nicht entfalten können. Und das machen Chefs sehr gern und gern sehr oft! Wir machen das, damit wir uns später damit nicht beschäftigen müssen, und wir uns mit dem Azubi später nicht über die Situation sprechen zu müssen.
  • Denn das erfordert Zeit und Energie! Und genau in solchen Situationen werden Sie als Chef oder als Ausbilder gefordert und auf die Probe gestellt! Wie sehr Sie gewillt sind, dass dieser Jugendlicher WIRKLICH was von Ihnen oder von Ihrem Betrieb lernt!? **Der Erwachsener** / **Die Führungskraft** Eine ganze Reihe an erwachsenen und erfahrenen Fachleute habe ich sagen hören, dass sie es in ihrer Ausbildung auch nicht leicht hatten! Somit übertragen sie ihr selbst erfahrenes Leid an die Folgegeneration. Darin beweisen sie, dass sie es auch nicht besser können als ihre Lehrmeister, und ihre Unfähigkeit, nichts erneuern zu können oder zu wollen. Sie könnten der Dreh- und Angelpunkt für eine "bessere" Ausbildung und Mitarbeiterumgang der Zukunft der heranwachsende Generation werden. Es sollte Ihr persönlicher Wunsch sein, anderen Menschen etwas Gutes zu tun, sprich dem anderen Menschen etwas von Ihnen zu geben womit ihm seine Unternehmungen künftig gelingen können. Wenn Sie als personalverantwortlicher Führungskraft arbeiten oder selbständig sind, Mitarbeiter und auch Auszubildende beschäftigen, so sollten Sie ein Menschenfreund sein! «Was man liebt darum bemüht man sich, und worum man sich bemüht das liebt man auch!» Die frage stellt sich natürlich: bin ich denn so ein Mensch? Tue ich anderen gern etwas Gutes? Selbstverständlich sagen Sie sich: "ich gebe gern, wenn ich sehe, dass das alles seine Früchte trägt!?" Nun, wenn Sie sich fragen, woher weiss ich es ob ich in die richtige Person meine Zeit und Energie investiere? So könnte die Antwort sein: zum Beispiel durch Empathie! Menschen mit emphatischen Fähigkeiten können sich selbst, und auch andere spüren. Die Emphatische Fähigkeiten eines Menschen liegen die so genanten Spiegelneuronen zugrunde. Die Spiegelneuronen wurden in 1996 an der Universität Parma/Italien durch die Forschergruppe um Giaccomo Rizolatti bei einem Test mit Affen und später auch bei Menschen entdeckt. Diese Neuronen feuern, wie die Wissenschaftler es ausdrücken, wenn wir jemanden bei seinem Tun oder Handeln beobachten und bekommen das Gefühl als würden wir es selbst tun. Das heisst, dass wir mit einem anderen Menschen mitschwingen und bzw. mit ihm mitfühlen können. Wenn ich als Führungskraft andere Menschen,mit meiner Empathie begegne, so kann ich ganz fein auf seine Signale eingehen und es findet ein Austausch auf einer ganz besonderere Art und Weise statt.
  • Schon lange reicht es nicht mehr aus bloss der Chef oder ein Führungskraft zu sein, denn das macht noch niemanden automatisch zur guten Führungskraft. Neben fachlicher Kompetenzen sind auch die so genannten "soft skills", also die zwischenmenschlichen Komponenten von hoher Bedeutung. Der Grund hierfür ist, dass wenn wir miteinander kommunizieren, wir begegnen uns auf der emotionalen Ebene. Wenn uns in so einem Miteinander, ein Vorhaben gelingen soll, so sollte die soziale Arbeitsbeziehung sprich, die Chemie stimmen. Es erfordert nicht nur, dass mein Gegenüber mich versteht, wahrnimmt und annimmt sondern auch ich muss ihn verstehen, wahrnehmen und annehmen und gegebenenfalls akzeptieren können. Wenn dieser zwischenmenschliche Faktor für beiden Seiten stimmig ist, so kann das als eine ideale Voraussetzung gesehen werden, damit künftig gemeinsame Vorhaben gelingen können. Hierbei entsteht Vertrauen und emotionales Gleichgewicht. Auch bei ihnen selbst. Denn das innere Gleichgewicht ist für den sog. gesunden Menschenverstand von hoher Bedeutung. Bei Interaktionen mit unserer Umwelt bzw. mit unserer Mitmenschen ist es also wichtig auch auf sich selbst zu schauen, und sich zu fragen: wie reagiere ich in bestimmten Situationen oder auf bestimmten Menschen? Und je mehr ich darauf achte wie ich mit meiner Umwelt interagiere umso mehr erfahre ich über mich selbst. Sowohl positiv als auch negativ. Je unterschiedlicher meine Erlebnisse sind umso mehr Möglichkeiten habe ich Situationen miteinander zu vergleichen und für mich selbst zu überlegen ob ich bestimmte Verhaltensmuster behalte oder ändern möchte. Sie können sich bestimmt an Situationen erinnern, wie Ihr Chef sich Ihnen gegenüber in bestimmten Situationen verhalten hat. Sie könnten zum Beispiel Ihr damaliges Erlebnis mit Ihrer aktuellen Einstellung zur Situation vergleichen und überlegen, wie Sie jetzt mit der Situation umgehen würden! Somit haben Sie etwas über sich selbst und eine weitere Möglichkeit im Umgang mit einer Situation gelernt, die Sie persönlich und fachlich in Ihrer Rolle als Führungskraft weiterbringt. Unangenehme Situationen die Sie mit Ihren Mitarbeiter erleben können als Reflexionsfläche dienen, um sich anzuspornen in der Art Ihrer Kommunikation oder in diesem Fall in Sachen Konfliktlösung weiterzuentwickeln. Denn unterschiedliche Menschen bringen unterschiedliche Situation mit sich! Was habe ich davon wenn ich mich als Führungskraft weiterentwickele und neues dazulerne? Ich könnte Ihnen eine ganze Reihe an Möglichkeiten vorsagen aber vielmehr vermutend vorsagen aber am effektivsten ist es wenn Sie es sich selbst überlegen und entdecken, denn das bringt Ihnen weitere Gedanken. Es ist nicht nur wichtig unsere Erfahrungen zu machen und sie anzureichern, oder sogar damit protzen wie viel wir davon haben, sondern auch zu überlegen; was mache ich denn mit all diesen Erfahrungen? Haben mich meine unterschiedlichen Erfahrungen in irgendetwas bestätigt? Haben sie mir eine Einsicht gebracht oder habe ich mir sogar wertvolle Erkenntnisse daraus gewonnen, die mich persönlich weiterbringen?
  • Oder sie haben sogar einen Perspektivenwechsel hervorgerufen im Hinblick auf Menschen, Situationen oder im Hinblick auf mich selbst!? Wir müssen ein leben lang lernen, dass war schon immer so! Ein Mensch, der nicht mehr lernt, der wird irgendwann oder sogar bald,so sehr nicht mehr dort hineinpassen wo er jetzt ist, dass es für ihn als Person nicht mehr günstig sein wird dort und so zu leben. Das heißt, dass er sich von seiner Umwelt, und die Umwelt von ihm immer mehr entfernt. Das ist dann der Moment indem man sich Infrage gestellt fühlt oder sich selbst Infrage stellt. Oder zumindest sich infrage stellen sollte! Und das nennen die Wissenschaftler als die "Sternstunde" in der Entwicklung bzw. im Leben eines Menschen. Solche Situationen bieten Ihnen die Möglichkeit, Dinge in Ihrem Leben zu verändern! Eine Frage die sich stellen könnte im Hinblick auf Ihre Tätigkeit als Führungskraft: was macht mich zum Chef? Aber noch wichtiger ist es die Fragest stellen: wie möchte ich denn als Chef sein? Bin ich der Chef weil die Geschäftsleitung mich dazu berufen hatte oder habe ich an mir Qualitäten einer Führungsperson entdeckt die mich tatsächlich zur Führungskraft machen? Des weiteren: was macht mich zu einem glaubwürdigen und authentischen Chef? Denn, selbst wenn es kein Messgerät dazu gibt woran man Glaubwürdigkeit messen könnte, dennoch werden Ihre Mitarbeiter in der Lage sein es spüren zu können ob Sie glaubwürdig sind oder nicht. Glaubwürdigkeit schafft Vertrauen und bietet eine Arbeitsatmosphäre, die Menschen und Firma gleichermassen weiterbringt und alle davon profitieren können! Wie gehe ich mit Erfolg und Misserfolg vor meinen Mitarbeiter um? (Müssen oder dürfen sie es erfahren wenn mir ein Fehler unterlaufen ist?) In der Beantwortung dieser Frage verbergen sich einige Aspekte, die ein Bild von Ihnen als Chef geben können. Zum Einen, wie gelassen Sie mit unangenehmen Situation umgehen, das heisst wie Sie sich selbst beherrschen können, zum anderen geben Sie Kund wie Sie aus Fehlern lernen und Ihre Erkenntnisse daraus gewinnen. Das zeigt Ihren Mitarbeitern, dass Sie wissen was Sie tun, Sie verlieren den unternehmerischen Überblick nicht und Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche! Des Weiteren löst so eine Haltung, bei Ihren Mitarbeitern erneute Handlungsbereitschaft aus! Muss ich als Chef mich weiterbilden und wenn ja dann wie, bzw. in welchen Bereichen? Und, was möchte ich in meinem Chef-Dasein künftig ändern oder dazulernen? Was habe ich als Mensch und/oder als Führungskraft in den letzten drei Jahren dazugelernt? Nun diese Frage können allein Sie selbst beantworten denn das erfordert Selbsterkenntnis und Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber damit Sie anschliessend Ihre Entscheidungen treffen können wie es weitergeht oder wie es weitergehen kann.
  • Mit grosser Bestimmtheit fragen sich viele von Ihnen: was ist der Sinn meines Lebens und wann komme ich an? Hierzu möchte ich Walter Witmann zitieren: "Ich und mein Leben Die immer wiederkehrenden Fragen, der endlosen Zug der Ungläubigen, die Städte volle Narren. Wozu bin ich da, wozu nützt dieses Leben? Die Antwort: damit du hier bist, damit das Leben nicht zu Ende geht. Deine Individualität. Damit der Speil der Mächte weiterbesteht und du deinen Vers beitragen kannst!" „Mensch – Mitarbeiter – Chef“ Julius Hargitai Zürich, 16.Juli 2013