Vortragskonzept_HUMER_Weideverbesserung von Wildgehegen,2014apr1

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Vortragskonzept_HUMER_Weideverbesserung von Wildgehegen,2014apr1
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Der Vortrag mit allen 110 Folien.

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  • 20040618-GLES-pircher,buchinger,pötzelb,schrammel DSCN3175
  • http://www.pferdeheimat.net/pferdeweide-anlegen-pflegen-erhalten/
    Pferdeweide – anlegen, pflegen und erhalten
    Für Pferde als Steppentiere ist an sich eine ganztägige Weidehaltung die optimale Lebensform. Ständig in Bewegung kommt keine Langeweile auf und der kleine Pferdemagen ist für die ganztägige Futteraufnahme gemacht. Leider gilt das so aber nicht uneingeschränkt für unsere üppigen Weiden. Hier ist viel Pflege und Wissen notwendig, um unseren Pferden das Vergnügen gönnen zu können ohne ihre Gesundheit zu gefährden. Hufrehe, Kolik und Verletzung können drohen.
    Die Anforderungen an eine gute Pferdeweide sind sehr hoch, schließlich soll die Fläche doch Futtergrundlage, Lebensraum und Spielwiese in einem sein. Leider sind die tatsächlichen Weiden oft ein Bild des Jammers. Bei den meisten Pferdehaltungen steht viel zu wenig Fläche zur Verfügung für die Anzahl der Pferde, Weidepflege wird oft überhaupt nicht betrieben. Pro Pferd würde idealerweise mindestens ein halber Hektar zur Verfügung stehen.
    Trockene Mineralböden mit durchlässigem Untergrund sind besonders geeignet. Darauf kann sich eine dichte, richtig zusammengesetzte Grasnarbe bilden, die die Grundlage für eine feste, aber elastische Unterlage für freien Lauf und gute Hufbildung darstellt.
    Unseren Bemühungen, eine schöne und leckere Pferdeweide zu erstellen, arbeiten die Pferde leider eifrig entgegen. Sie fressen das Gras tief ab, so dass es bei vielen Grassorten nur schleppend nachwächst. Außerdem suchen sie sich wählerisch die leckersten Stellen heraus und fressen sie absolut kahl. Ihre Hufe, insbesondere wenn Pferde beschlagen sind, reißen die Grasnarbe nur allzu leicht auf.
    Ohne eine sorgfältige Weidepflege ist die Grasnarbe bald zerstört und die Weide verwildert.
    Optimal wäre es, der Weide nach einer kurzen Fressperiode von maximal vier Wochen durch die Pferde eine lange Ruhepause von 2 Monaten zu gönnen. Das wäre auch ideal um den Parasitendruck zu senken.
    Die Einzäunung in Form eines Rechtecks ermöglicht lange Galoppierstrecken. Gerade das Stoppen und Abbremsen der Pferde belastet ihre Vorderbeine und strapaziert auch die Grasnarbe.
    Unbedingt erforderlich ist es, den Mist regelmäßig zu entfernen. Nur so kann verhindert werden, dass sich allzu große Geilstellen bilden von denen aus Weideunkräuter sich einen immer größeren Platz erkämpfen. Außerdem wird die Wurmbelastung der Pferde so stark gesenkt – weit mehr als durch noch so häufige Entwurmungen.
    Die Weidepflege sollte im zeitigen Frühjahr zum Vegetationsbeginn, also im März beginnen.
    Zunächst einmal sollte man eine kritische Bestandsaufnahme machen.
    Als Pflanzenbestand werden für eine Pferdeweide 70 % Gräserarten, 20 % Kräuter und 10 % Kleearten empfohlen. Kümmel, Wegwarte, Ringelblume, Schafgarbe und Spitzwegerich gehören zu den empfehlenswerten Kräutern.
    Besteht die Grasnarbe erstmal zu über 50% aus minderwertigen Gräsern wie der Gemeinen Rispe oder Unkräutern, ist eine komplette Neuansaat empfehlenswert. Unbedingt sollten spezielle Pferdesaatmischungen verwendet werden.
    Auf Giftpflanzen (Eibe, Adlerfarn, Hahnenfuß, Greiskraut, Feuerbohne, Tollkirsche, gefleckter Schierling, Herbstzeitlose u.a.) sollte ebenfalls besonders geachtet werden. Einzelne Pflanzen sollten inklusive ihrer Wurzeln ausgestochen werden. Eine chemische Unkrautbekämpfung ist nur bei starker Verunkrautung mit Ampfer, Brennnessel oder Distel angezeigt. Anschließend ist eine Nachsaat erforderlich.
    Zum Einebnen von Bodenunebenheiten und Entfernen von abgestorbenen Narbenteilen muß zunächst die Weide abgeschleppt werden. Steht keine entsprechende Grünlandschleppe zur Verfügung, kann auch der Reitbahnplaner verwendet werden.
    Evtl. noch vorhandener Mist sollte unbedingt vorher entfernt und nicht verteilt werden, um die Parasitenbelastung gering zu halten. Manche Wurmeier sind nur allzu widerstandsfähig.
    Nach dem Schleppen folgt evtl. das Walzen mit einer schweren Wiesenwalze um hochgefrorene Bodenteile wieder anzudrücken. Auf Sandböden ist das unnötig und bei schweren Böden führt es auch mehr zu Bodenverdichtung, als das positive Effekte erreicht werden können.
    Ab einer Bestandshöhe von 10 cm sollte generell nicht mehr gewalzt werden.
    Junge Sträucher, die später mal als Schattenspender dienen sollen, sollten eingezäunt werden um sie zunächst vor dem Beknabbern zu schützen.
    Das Nachmähen ist auf Pferdeweiden besonders wichtig. Nur so kann das Aussamen der Unkräuter verhindert werden und die verschmähten Weidereste beseitigt werden. Nebenbei wird so auch die Narbe dichter. Empfehlenswert ist es nach dem Weidewechsel bei einer Schnitthöhe von 5-8 cm nachzumähen
    Düngen von Pferdeweiden:
    Eine Bodenprobe gibt Aufschluss darüber, ob gedüngt werden muß oder nicht. Über Zeigerpflanzen kann man an den Bodenzustand beurteilen. Sicherer ist es aber, gleich eine Bodenprobe zu nehmen. Eine Analyse kostet ca. 35 € und spart einem doch viel an unnötigen Düngekosten. Angeboten wird sie zum Beispiel von den Landwirtschaftskammern. www.lufa-nrw.de
    (Achtung, an den Kotstellen kommt es zu einer starken Stickstoff-, Phophat- und Kalianreicherung im Boden. Hier darf die Probe natürlich nicht entnommen werden)
    Kalium, Phosphat, Magnesium und Kalk können bereits gegen Ende des Winters ausgebracht werden. Der oberflächlcih gefrorene Boden verhindert Bodenverdichtung sowie die Bildung von Fahrspuren.
    Mit Stickstoff wird erst unmittelbar vor Vegetationsbeginn gedüngt.
    Ganz gute weiterführende Erklärungen zum Thema Pferdeweide gibt es im Netz (kostenlos) zum Beispiel hier:
    Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft:
    http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/informationen_url_1_11.pdf
    Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen:
    http://www.llh-hessen.de/landwirtschaft/pflanzenbau/gruenland/m17.pdf
    In beiden Veröffentlichungen finden sich auch Hinweise zu Zeigerpflanzen, Zeichen für Über- oder Unterweidung und eine Anleitung zur Neusaat bzw. Nachsaat.
    Bei der deutschen Saatveredelung AG gibt es die Broschüre Country Horse, die verschiedenes Saatgut für die Pferdeweide beschreibt und Tipps zur Weidepflege gibt.
  • Vortragskonzept_HUMER_Weideverbesserung von Wildgehegen,2014apr1

    1. 1. Möglichkeiten der Grünlandverbesserung im Gehege Anlage | Einsaat | Weideverbesserung | Weidepflege | Weidenutzung Weidedüngung DI. Johann HUMER Fachvortrag für Wildtierhalter 2014 LFZ Raumberg Gumpenstein 11. April 2014
    2. 2. Folie - 2 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Vortrags - Überblick  Weidepflanzenkunde  Pflanzenbestand  Grünlandverbesserung  Einsaat-Techniken  Saatgutmischungen  Weidemanagement  Düngung
    3. 3. Folie - 3 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Basiswissen Wiesen Management Voraussetzungen für guten Futterqualitäten  Wertvolle GRÄSER erkennen  Qualitätsmindernde Pflanzenarten bekämpfen  GRÄSER mit besten Qualitäten fördern  Saatmischungen  Saattechniken  Düngung  Reinigungsschnitt
    4. 4. Folie - 4 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Klassiche Weidegräser Englisches RaygrasWiesenrispe Kammgras Extensives Weidegras In nö. Gehegen
    5. 5. Folie - 5 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Gräserarten Wahl für Mähwiesen und Weiden Horstgräser für Mähwiesen Weidegräser ausläuferbildende Gräser Knaulgras, Timothe, Glatthafer, Goldhafer, alle begrannten Raygräser Englisches Raygras Wiesenrispe Kammgras
    6. 6. Folie - 6 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Visueller Vergleich Lockeres Horstgras Knaulgras Rasenbildendes Weidegras Wiesenrispe
    7. 7. Folie - 9 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Wiesenrispe Nachteile 1. In NÖ fast nur auf Weiden stärker verbreitet 2. niedriger Wuchs = niedriger Mähertrag Vorteile: 1. Beste Narbendichte durch unterirdischen Ausläufer 2. Konkurrenzstark in Weiden 3. Häufigste Art in Wildgehegen in NÖ 4. Wichtiges Weidegras (Untergras) höherer Lagen 5. Verträgt Winterkälte gut – Raygräser weniger 6. Verträgt hohe N-Düngung  hohe Leistung Gras mit 2-zipfeliger Kaputzenspitze und Schispur Wiesenrispengras (Poa pratensis) = Praxiserfahrung  Beratungsbedarf
    8. 8. Folie - 10 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Wiesenrispe, das Weidegras für dichte Narben Extrem dichter Narbenbildner
    9. 9. Folie - 11 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Superdichte Grasnarben durch Einsaat von Wiesenrispe, Schlüssel für gute Weiden Gehege
    10. 10. Sorten- Prüf- ergeb- nisse Erträge und Sorten- eigen- schaft- en
    11. 11. Folie - 14 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Wissen über Raygräser = Weidelgräser
    12. 12. Was man von Raygräsern = Weidelgräsern wissen muss Für Wiesen und Weiden FELDFUTTER- Typen !! Englisches Raygras Bastard Raygras Italienisches Raygras Einjähriges Raygras = (Westerwoldisches Raygras) Wildtyp Einjähriges Raygras ( oft mit natürl. Massenwuchs in Wiesen milder Lagen ) Raygras-ARTEN 1. frühe Sorten für Weiden 2. mittlereife Sorten 3. späte Sorten für Wiesen unbegrannt begrannt
    13. 13. Folie - 18 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen keine Grannen Englisches Raygras
    14. 14. Folie - 19 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Englisches Raygras = Deutsches Weidegras 1) Unser energiereichstes Gras, gute Erträge 2) Riesenauswahl an Zuchtsorten (über 300): frühreife: für frühe Nutzung: Kleegras + Weide mittel-späte Sorten: Mähwiesen 3) VORTEIL: Sehr rascher Aufgang und Anwuchs 4) AUSDAUERND mehrjährig nur durch Huftritt 5) Bei NUR Mahd  sehr empfindlich: Auswinterungsgefahr ab 2.J  Bester Wuchs nur 1-3 Jahre Daher bei Mahd DAUERANSAAT BEDÜRFTIG
    15. 15. Folie - 20 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Englisches Raygras sehr verschiedene Anfälligkeit für Krankheiten und Auswinterung 2002:09:19 Gumpenstein
    16. 16. Folie - 22 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Richtig gewähltes Saatgut der Schlüssel zum Erfolg !
    17. 17. Arten in österr. Standard-Wiesenmischungen . Dauerwiesen-Mischungen Dauerweide Nachsaat-Mischungen Kurzbezeichnung A B C D OG G H PW Na Ni NiK K wei Na tro Na wei Gräserarten Englisches Raygras n n n n n n n n n n n n n n n Knaulgras n n n n n n n n n n n n n n Wiesenschwingel n n n n n n n n n n n Timothe n n n n n n n n n n n n n Wiesenrispe n n n n n n n n n n n n n n n Glatthafer n n n n Goldhafer n n n n Wiesenfuchsschwan. n n Rotschwingel n n n n n n n n n Rotstraußgras n n n n Kammgras n n Rohrschwingel n n n Kleearten Rotklee n n n n n n Weißklee n n n n n n n n n n n n n Hornklee n n n n n Schwedenklee n Luzerne n
    18. 18. Folie - 25 Wuchswirkung eingesäter Gräser bei Kurzrasenweide oder Schnitt mit Dauerweide G Q: Starz, Versuch Moarhof Kurzrasenweidebewirtschaftung, Vortrag 11.04.2013 Windhag,NÖ
    19. 19. Folie - 26 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Damwildweide einer deutschen Firma für  gras- und kleereiche Äsung  Heu 2012 4,75 – 4,30 €/kg Unterlage zit. nach Dr. Golze aus Sachsen Bei derart artenreichen Mischungen besteht das Risiko, dass sich nur kampfkräftigste Arten (Weidelgras, Knaulgras) durchsetzen
    20. 20. Arten in ÖAG- Nachsaatmischungen NA Weißklee, Engl.Raygras, Rotklee, Knaulgras, Wiesenschwingel, Wiesenrispe, Timothe, Rotschwingel NI Weißklee, Engl. Raygras, Rotklee, Knaulgras, Wiesenschwingel, Wiesenrispe, Timothe NIK Weißklee, Engl. Raygras, Rotklee, Knaulgras, Wiesenrispe NATRO Weißklee, Engl. Raygras, Luzerne, Wiesenrispe, Rotschwingel KWEI Weißklee, Engl. Raygras, Wiesenrispe NAWEI Weißklee, Engl. Raygras, Knaulgras, Wiesenschwingel, Wiesenrispe, Timothe Pflanzenarten für Weiden
    21. 21. Folie - 33 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Einsaat von Weißklee und gute Weidegräser Der Schlüssel für gute und dichte Weiden Weißklee
    22. 22. Folie - 34 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Prinzip zur Wiesenverbesserung Was sieht man ? Was sät man ? Was wächst dann? viel Unkraut Erfolg mit Engl.Raygras Erfolg mit Knaulgras
    23. 23. Folie - 35 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Schritt 1 zur Wiesenverbesserung Was sieht man ? Gräser: ERKENNEN Was sät man ? Eigenschaften gesäter Gräser und Kleearten sollte man kennen
    24. 24. Folie - 36 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Schritt 2 zur Wiesenverbesserung Wahl der Saatgutmischung 1) Fertige Mischungen 2) Eigene Mischungen. standortsgemäß = Grasarten die örtlich am besten wachsen
    25. 25. Folie - 39 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Der ideale Pflanzenbestand des Wirtschaftsgrünlandes Futtergräser 50 - 80 % + garantieren Ertrag + liefern Struktur + bilden dichte Narben – zum Teil + sind leicht konservierbar  altern rascher Leguminosen 10 – 30 % + liefern Stickstoff = Eiweißgehalt + verbessern Mineralstoffgehalt + verbessern Schmackhaftigkeit + sind nutzungselastisch  sind schwieriger konservierbar Kräuter < 20 % + verbessern Mineralstoffgehalt + verbessern Spurenelementgehalt + verbessern die Schmackhaftigkeit ??  Gewisse STINKEN stark  haben hohe Bröckelverluste
    26. 26. Futterwertzahlen Orientierungs- werte für Damwild 1 3 5 7 9 Dactylis glomerata Holcus lanatus Lolium perenne Phleum pratense Poa pratensis Capsella bursa-pastoris Rumex crispus Tussilago farfara Urtica dioica Cirsium arvense Cirsium vulgare Poa annua Rumex acetosa Futterwert für den Damhirsch Futterwert  Wiesenrispe  Timothe  Engl. Raygras  Knaulgras Sauerampfer Jähr.Rispe (nach Briemle, 1996)
    27. 27. Ungefressenes Unkraut Wolfsmilch meist auf zerstörter Narbe
    28. 28. Anzeichen von Übernutzung mit schleichender Ausbreitung von Wolfsmilch (Unkraut)
    29. 29. Viele Kotreste auf Weiden: ÜBERBESATZ und ausgeglichene NÄHRSTOFFBILANZ hinterfragen?
    30. 30. Folie - 49 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Wiesen- und Weideverbesserung Erneuerung / Regeneration mittels Nachsaat Neuanlage 1 2
    31. 31. Folie - 50 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Die stille Weide-Einsaat-Technik zur Weideverbesserung Hufkultivierung
    32. 32. Folie - 51 DI. J.HUMER, Grünland und Schafweidefachtag, Mai 2008 Technik der HUFKULTIVIERUNG Vorteile  besonders in Hanglagen  keine Bodenbearbeitung Nachteil  1 Folgeaufwuchs ohne Beweidung  Bevor Weide zu Ende geht: aussäen  Tierbesatz erhöhen  Saatgut von Tieren eintreten lassen KIKUCHI H et al: Research on the pasture reclamation by hoof cultivation, 1965
    33. 33. Techniksysteme der Grünlanderneuerung Bodenbearbeitung / Wieseneinsaat-System Schlitz Nachsaat / Schlitzsaat / Direktsaat / Durchsaat Firmen: Vredo, Köckerling, Bettinson, Eurogreen Striegel Übersaat / Obenaufsaat mit Wiesenstriegel Hatzenbichler, Einböck, APV, Güttler Nur Saat Schleudersamenstreuer APV, Europart, Lehner
    34. 34. Folie - 53 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Einsaaten mit Grünlandsaatstriegel Einböck Hatzenbichler Derzeit gebräuchlichste Striegeltypen
    35. 35. Folie - 56 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Grünlandtag, Strassburg, 31.5.2008 AVP-Extremstriegel + Sägerät – gegen Gemeine Rispe
    36. 36. Folie - 57 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Jährliche Grünlanderneuerung Saatgut Einbringung in geduldiger Wiederholung bis der gewünschte Erfolg erreicht ist Ist in gut geführten Betrieben inzwischen selbstverständlich !
    37. 37. Folie - 58 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Offenen Boden nutzen Erste Einsaat- möglichkeit beim Eggen im Frühjahr
    38. 38. Folie - 59 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Arbeits-Vereinfachung mit Samenstreuer Wiesenegge mit Samenstreueraufbau Beim Wiesen- striegeln im Frühjahr
    39. 39. Folie - 60 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Weidepflege bei Nachsaaten . Pflege der Nachsaat - Folgeaufwüchse  nicht mit Weidetieren bestoßen  besser zur Silage- / Heunutzung heranziehen  Erste „vorsichtige“ Weide nach Heunutzung bei 10–15 cm Wuchshöhe
    40. 40. Folie - 61 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Saatzeiten für Neuanlage und Nachsaaten Bei Nachsaaten In der Regel im August Frühjahr: bei viel offenem Boden, z.B. Winterschäden, Mäuseschaden Bei Neuanlagen Umbruch: Juni-Juli, dann Bodenbearbeitung Saat bis Ende August bis 600 m Seehöhe
    41. 41. Folie - 62 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Vorteil: 8 Wochen nach Nachsaat Weidegang wieder möglich. Effizienz von Einsaaten Bei UMBRUCH braucht es 5 bis 6 Monate - bis die Grasnarbe einigermaßen stabil und trittfest ist. Nachsaat ist ein Provisorium !  Keine saubere Saatbeetbereitung  Keine guten Keimungsbedingungen Meist mehrfache Wiederholung für Erfolg notwendig
    42. 42. Folie - 63 DI. J.HUMER Grünlandtag-Gießhübl, 17. Mai 2008 Beurteilung der bisheriger Ergebnisse Erfolge bei Ein-/Über-/Nachsaaten  Erfolge SEHR unterschiedlich in NÖ  Soforterfolge eher selten - gelegentlich aber doch  Zirka 50 % - Teilerfolge  Sicherer Misserfolg = wenn nach 3 Jahren kein sichtbarer Anstieg bei Ertrag und Qualität
    43. 43. DI. J.HUMER Qualitätsverbesserung von Futterwiesen Folie - 64 Schweizer Versuche zur Wiesenverbesserung 4-jährige Ergebnisse mit 4 Sägeräte-Typen E=Egge V=Vertikutierer S=Striegel B=Belüfter Eindämmung der Gemeinen Rispe - Agroscope - ART-Bericht. 763, 2013
    44. 44. DI. J.HUMER Qualitätsverbesserung von Futterwiesen Folie - 65 Keine Ertragswirkung in 4 Jahren mit 4 verschiedenen Wieseneinsaaten in der Schweiz Eindämmung der Gemeinen Rispe - Agroscope - ART- Bericht. 763, 2013 Ohne Einssaat Mit Einsaat kein sign. Mehrertrag nach 4Jahren
    45. 45. Folie - 82 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Weidemanagement
    46. 46. Folie - 83 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Zusammenhang Pflanzenwuchs und Nutzung Futterberg – Futterloch Q: Arge Pflanzenbau 2, 2006
    47. 47. Folie - 84 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen DI. J.HUMER, Grünlandfachtag Mold 13. März 2008 Sinkende Futterqualität von Gräsern bei alternden Beständen Quelle: Klapp: Wiesen und Weiden, 1971, p397 4-Wiesenschwingel 3-Timothe 8-Knaulgr. 1-E.Raygr 7-Rohrschwingel 2-E.Raygr 5-B.Raygr 6-Knaulgr.
    48. 48. Folie - 86 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Verunkrautung vermeiden Rechtzeitige Nachmahd unterdrückt problematische Kräuter und Gräser  bremst extreme Zunahme  Agrarumweltprogramme beachten  Sofortmaßnahmen in Extremfällen: Handmahd, Motorsense, Umbruch oder Herbizide Wolfsmilch und Brennessel
    49. 49. Folie - 87 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Futterstelle  permanente Übersaat besonders wichtig  gegen Morast und Verunkrautung  2-3 Mal je Jahr  bis Dauerdeckung erreicht ist  Arten zur Begrünung  Englisches Raygras (da schnellwüchsig)  Wiesenrispe (robuster Bodenfestiger)  Weißklee (Narbenfestiger)
    50. 50. Folie - 88 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Begrünung der Futterstelle besonders wichtig
    51. 51. Folie - 89 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Begrünung von Hängen besonders wichtig
    52. 52. Folie - 91 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Ameisen - Horstbildung: typisch für zu geringe Weidepflege
    53. 53. Folie - 92 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Weidemanagement  Koppelunterteilung zur Narbenerholung ist wichtiger als Herdentrennung .  Mulchen oder Nachmähen (gegen Unkrautausbreitung)
    54. 54. Folie - 94 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Prinzipien zur erfolgreichen Gehegewildhaltung für hohe Zunahmen und Schlachtgewichte  Großzügige = ausreichende Flächenausstattung  Wüchsige Grünlandstandorte  Pflanzenbestände – standörtlich gutwüchsige  Zuwachs über die Weide anstreben - weniger über Zufütterung  Winterfutter und wegen Dürrezeiten absichern  Pflege Mahd / Weidepflege / (Reinigungsschnitt) gegen Verunkrautung
    55. 55. Folie - 95 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Wiesen Düngung Wissen um Nährstoffe betriebseigene Nährstoffe verwerten Ergänzungs- düngung www.lk-noe.at LK-Düngerrechner unter:
    56. 56. Folie - 96 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Düngung 1. Bodenuntersuchung als Entscheidungs- grundlage zur Düngung von Phosphor, Kali und Kalk 2. Wirtschaftsdünger immer zuerst einplanen zB mit LK-Düngerrechner 3. Mineraldünger als Ergänzungsbedarf 4. Phosphatdüngung mit Diamonphosphat (DAP) begünstigt guten Gräserwuchs Q: Das Pferd braucht seine Weide, ÖAG-Sonderbeilage, ÖAG Info 4/2008 www.lk-noe.at
    57. 57. Folie - 97 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Gewährleistung einer ausreichenden Grundnährstoff- und Kalkversorgung Für die Erhaltung ausdauernder und leistungsfähiger Pflanzenbestände ist vorteilhaft: Eine regelmäßige Bodenuntersuchung  Mischprobe aus 20 bis 30 Einstichen je ha  bis 10 cm Tiefe  Turnus von 5 -10 Jahren empfehlenswert
    58. 58. Folie - 98 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Sachgerechte Düngung (Richtlinien für SGD 6) zur optimalen Nährstoffversorgung Düngeprinzipien (SGD)  Grunddüngung (P,K - Phosphor,Kali) wie Kalkung möglichst auf Basis von Bodenanalysen  Stickstoffdüngung Grobempfehlung bei Futterknappheit: Je Umtrieb 30 kg N/ha = 100 kg NAC/ha  Einschränkungen bei Förderprogrammen immer beachten WRG: max. 210N / ha / Jahr
    59. 59. Folie - 99 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Bodenuntersuchung Erhebungsbogen mit notwendigen Angaben
    60. 60. Folie - 101 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Stickstoff - Düngeempfehlungen nach Sachgerechter Düngung RLSGD 6 Stickstoff- Bedarfswerte N oebg.boku.ac.at/files/rl_sgd.pdf
    61. 61. Folie - 104 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Beratungsbedarf bei Wildtiergehegen: Besseres Futter, Weidenarbe, Überbesatz, Nährstoffbilanz
    62. 62. Folie - 105 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Beispiel: Superdichte Grasnarben durch Einsaat von Wiesenrispe, Schlüssel für gute Weiden
    63. 63. Folie - 106 DI. J.HUMER Wiesen & Weide Management bei Wildgehegen Autor Dipl.-Ing. Johann HUMER Tel. 02742/259/22502 oder 0664/82 444 58 NÖ. Landeslandwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten johann.humer@lk-noe.at Beitrag mit allen Folien im Web: de.slideshare.net/JohannHumer/vortragskonzepthumerweideverbesserung-von- wildgehegen2014apr1
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