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Vernetzte Öffentlichkeiten 2013, Sitzung 3, "Episoden Praktiken Strukturen"
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Vernetzte Öffentlichkeiten 2013, Sitzung 3, "Episoden Praktiken Strukturen"

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Folien zur 3. Sitzung der Vorlesung "Vernetzte Öffentlichkeiten", 18.4.2013, Uni Hamburg, http://www.schmidtmitdete.de/lehrwiki/index.php/Vernoeff13

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  • 1. Kennen Sie Horst Linnemann aus Salzgitter?Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten http://www.youtube.com/watch?v=pPhv28kEY4c #vernö13 1 von 20
  • 2. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Vernetzte Öffentlichkeiten – Sitzung 3 Grundlagen II: Episoden, Praktiken und StrukturenFragen für heute:• Welche Beobachtungs- und Beschreibungsebene – Episoden, Praktiken, Strukturen – ist die richtige für welche Fragen?• Wie wirken Strukturen und Handeln wechselseitig aufeinander ein?• Kann man das alles auch nicht so soziologisch-abstrakt, sondern anschaulich erklären? # vernö13 – 18.4.2013 http://www.schmidtmitdete.de/lehrwiki/index.php/Vernoe13_03 #vernö13 2 von 20
  • 3. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Symbolbild #vernö13 3 von 20
  • 4. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Soziologische Grundlagen Strukturen Strukturen rahmen das (Makro-Ebene) (z.B. soziale Normen; Handeln; eröffnen Formen der sozialen Optionen und schließen Vernetzte Öffentlichkeit Stratifikation und daraus andere aus resultierende Ressourcen) Das Handeln (re-) Episode Handeln produziert diese (z.B. einen Tweet mit Foto Strukturen; es bestätigt (Mikro-Ebene) vom Hörsaal verschicken) oder wandelt sie #vernö13 4 von 20
  • 5. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten AnalyserahmenOnlinebasierte Kommunikation lässt sich als Handeln verstehen, das von drei Formenvon Struktur gerahmt wird (die wiederum das Handeln (re-)produziert) Regeln Relationen Handeln Code Vgl. Schmidt 2009 #vernö13 5 von 20Ausführlicher: Schmidt 2006; 2011
  • 6. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Analysekategorien: Regeln (1/2)Regeln sind überindividuell verfestigte RegelnErwartungen und Erwartungserwartungen legen bestimmte Formen des Handelns nahe, weil sie diese mit (positiven oder negativen) Sanktionen koppeln Handeln• sind unterschiedlich explizit bzw. implizit, z.B. • Rechtliche Vorgaben • AGB / Terms of Service • Gesellschaftliche Normen • „Netiquette“ • Subkulturelle Konventionen & Routinen• werden daher auch unterschiedlich stark und von unterschiedlichen Bezugsgruppen sanktioniertSchmidt 2006; 2011 | https://www.youtube.com/t/community_guidelines | #vernö13 6 von 20http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-04/afd-eurokritiker-waehler-partei-umfrage-yougov
  • 7. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Analysekategorien: Regeln (2/2)1. Adäquanzregeln ( „Medienwahl“) Regeln – Welche Plattform / Kanal ist für welche Zwecke geeignet? – Darf man über Facebook Schluß machen?2. Prozedurale Regeln ( „Mediengebrauch“) Handeln – Wie nutze ich eine Plattform „richtig“? – Wie bediene ich Privatsphäreeinstellungen? Was teile ich mit? Was bedeutet LOL?• Regeln haben eine „kognitive“ und eine „performative“ Komponente – man muss ihren Gehalt kennen, diesen aber auch im ausgeübten Tun realisieren• Kenntnis und Befolgen von Regeln ist Voraussetzung für Teilhabe (bzw. kann Grundlage für Exklusion sein)Schmidt 2006; 2011 | Höflich 2003 | http://www.parentsshouldnttext.com/7412/lots-of-love/ #vernö13 7 von 20
  • 8. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Analysekategorien: Relationen Relationen ist der Oberbegriff für technische Verknüpfungen und für soziale Beziehungen (die Relationen ineinander aufgehen können) • soziale Beziehungen  vgl. letzte Vorlesung • Zwei wesentliche Formen technischer Verknüpfungen Handeln 1. Hyperlinks: navigierbare Verknüpfung zwischen Texten bzw. Elementen von Text 2. Datenbankverknüpfungen: z.B. bestätigte Kontakte; Assoziation eines YouTube-Videos mit einem Schlagwort • Relationen sind Grundlage für vernetzte Öffentlichkeiten, indem sie Informationen zueinander in Beziehung setzen und auffindbar machenSchmidt 2006; 2011 #vernö13 8 von 20
  • 9. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten z.B. „Distributed conversations“Efimova 2009, S. 104 #vernö13 9 von 20
  • 10. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Analysekategorien: Code Code bezeichnet im engeren Sinne die Software- Grundlage eines Programms, einer Plattform o.ä. Handeln • wird aber auch für alle medientechnischen Grundlagen von internet-basierter Kommuni- kation (d.h. Hardware & Software) benutzt • Code eröffnet erst bestimmte Handlungs- Code optionen und schließt andere aus • „wirkt“ auf unterschiedlichen Ebenen (z.B. durch Algorithmen, Interface oder Schnittstellen zum Datenaustausch) • Determiniert Nutzung aber nicht, sondern ist – in unterschiedlichem Maße und in Abhängigkeit von technischen Fertigkeiten – offen für Umnutzung, Modifikation, Hacking, etc.  Eingehende Behandlung in nächster VorlesungSchmidt 2006; 2011 #vernö13 10 von 20
  • 11. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Zwischenfazit 1. Geben rahmende Erwartungen und „Skripts“ für Handeln vor werden 4 durch Handeln (re-)produziert bzw.Regeln Relationen geändert 1 2 2. Betten Handeln in soziale Gemeinschaf- ten bzw. Öffentlichkeiten ein werden durch Handeln geknüpft bzw. bestätigt Handeln 5 3. Liefert Grundlage für Handeln kann durch Handeln rekombiniert bzw. weiter 6 entwickelt werden 3 4. In unterschiedlichen Formationen können Code unterschiedliche Regeln gelten 5. Regeln und Code können kongruent oder konfligierend sein 6. Code bildet Relationen ab & erweitert sie #vernö13 11 von 20
  • 12. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Nochmal: Soziologische Grundlagen Strukturen (Makro-Ebene) (z.B. soziale Normen; Formen der sozialen Vernetzte Öffentlichkeit Stratifikation und daraus resultierende Ressourcen)Regeln Relationen Situations- und Handeln Praktiken akteursübergreifende Formen des „Tuns“ Code Episode Handeln (z.B. einen Tweet mit Foto (Mikro-Ebene) vom Hörsaal verschicken) #vernö13 12 von 20
  • 13. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Praktiken Plattformübergreifende („disperse“) Praktiken, z.B. - Veröffentlichen - Tagging / Verschlagworten Regeln Relationen - Kommentieren - „Kontakten“ Handeln - Suchen Code - …Plattforminterne „scientific blogging“, politisches Bloggen,(„integrative) Watchblogging, …Praktiken, z.B.„dispers“ vs. „integrativ“ nach Schatzki siehe Stock 2011 bzw. http://www.schmidtmitdete.de/lehrwiki/index.php?title=Vernoe13_03 #vernö13 13 von 20
  • 14. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Komponenten von Praktiken (1/2) Identitäts- Selbst- „Wer bin ich?“ management auseinander- setzung Beziehungs- Sozial- „Welchen Platz management auseinander- habe ich in der setzung Gesellschaft?“ Informations- Sach- „Wie orientiere ich management auseinander- mich in der Welt?“ setzungAusführlich: Paus-Hasebrink/Schmidt/Hasebrink 2009; Schmidt 2011; Abbildungsquellen siehe nächste Folie #vernö13 14 von 20
  • 15. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Komponenten von Praktiken (2/2) • Alle drei Praxiskomponenten sind im Kontext von Merkmalen und Anforderungen moderner Gesellschaften zu sehen • Identitätsmanagement: Anforderung, eine eigene unverwechselbare Identität zu entwickeln und darzustellen, ist gesellschaftliches Leitbild und normative Anforderung an den Einzelnen; Identität ist dabei nicht ein für alle Mal stabil, sondern wird in alltäglichen Interaktionen „hergestellt“ • Beziehungsmanagement: zeitlich stabile, traditionell begrün- dete und örtlich gebundene Gruppen verlieren gegenüber flexiblen, interessengeleiteten und ortsübergreifenden Bindungen relativ an Gewicht; „Networking“ wird zu Schlüsselqualifikation • Informationsmanagement: Informationsfülle der Gegenwart erfordert aktives Filtern und Lenken von Aufmerksamkeit • Internet & soziale Medien sind einerseits Werkzeuge zur Bewältigung dieser Aufgaben, andererseits treiben sie diese Entwicklungen auch weiter voran© Hapf2, http://www.flickr.com/photos/44029537@N00/12760664|[Beziehung] CC BY-NC-SA- #vernö13 15 von 202.0, Myles!, http://flickr.com/photos/mylesdgrant/495698908 | [Information] CC BY-NC-ND-2.0, Axel
  • 16. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Brückenfolie Und was passiert, wenn das alle machen? … die Antwort gab es aus Zeitgründen nicht mehr, wird in Vorlesung 6 nachgeholtCC-BY-SA 3.0 – Johann H. Addicks, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hammer_Brücke_Düsseldorf_stromaufwärts.jpg #vernö13 16 von 20
  • 17. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Fazit- Heutige Sitzung behandelte mehrere Perspektiven auf das grundlegende sozialtheoretische Problem, Strukturen (vernetzte Öffentlichkeiten) und Handeln (ich tweete) miteinander in Beziehung zu bringen:1. Vernetzte Öffentlichkeiten (Makro-Ebene) beruhen auf spezifischen Praktiken, die wiederum Bündel einer Vielzahl von individuell-situativen Handlungsepisoden (Mikro-Ebene) darstellen2. Praktiken lassen sich als individuelles Handeln beschreiben, das durch Regeln, Relationen und Code gerahmt, aber nicht determiniert wird; welche Praktiken (z.B. disperse vs. integrative) in den Fokus rücken, ist vom Erkenntnisinteresse abhängig3. In Praktiken äußern sich – je nach Praxis unterschiedlich deutlich – Handlungskomponenten (Identitäts-, Beziehungs- und Informations- management), die die Praktiken wiederum mit übergeordneten Entwicklungs- aufgaben bzw. Anforderungen moderner Gesellschaften verbinden #vernö13 17 von 20
  • 18. Habe ich etwas vergessen? Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Haben Sie noch Fragen? Bis nächste Woche – Thema dann: Die technischen Grundlagen vernetzter Öffentlichkeiten Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!Quelle: Meme Generator unter cheezburger.com/7245501952 #vernö13 18 von 20
  • 19. Titelmasterformat durch Klicken bearbeiten Zitierte Literatur• Efimova, Lilia (2009): Passion at work: blogging practices of knowledge workers. Inaugural- Dissertation an der Universität Utrecht. Enschede. Online verfügbar: http://blog.mathemagenic.com/download/passionAtWork.pdf.• Höflich, Joachim R. (2003): Mensch, Computer und Kommunikation: Theoretische Verortungen und empirische Befunde. Frankfurt a.M.• Paus-Hasebrink, Ingrid/Jan Schmidt/Uwe Hasebrink (2009): Zur Erforschung der Rolle des Social Web im Alltag von Heranwachsenden. In: Jan Schmidt/Ingrid Paus-Hasebrink/Uwe Hasebrink (Hrsg.): Heranwachsen mit dem Social Web. Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Berlin. S. 13-40.• Schmidt, Jan (2006): Weblogs. Eine kommunikationssoziologische Studie. Konstanz.• Schmidt, Jan (2011): Das neue Netz. Merkmale, Praktiken und Konsequenzen des Web 2.0. Konstanz.• Stock, Jessica (2011): Eine Maschine wird Mensch? Von der Notwendigkeit, Technik als integralen Bestandteil sozialer Praktiken zu akzeptieren – Ein Theorie-Report. Technical University Technology studies. Working Papers 2-2011. Berlin. Online: http://www.ts.tu- berlin.de/fileadmin/fg226/TUTS/TUTS_WP_2_2011.pdf. #vernö13 19 von 20

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