bewegt. das magazin mit tatendrang

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Lust auf Europa? In "bewegt. das magazin mit tatendrang" erzählen junge Menschen, was sie mit dem Programm JUGEND IN AKTION erlebt haben.

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  • 1. Dieses Magazin ist kostenlos, bewegt. aber sicher nicht umsonst. das magazin mit tatendrangKulturschockDie ersten Tage in der Fremde8 Schritte zum ProjektRichtig planen und durchführenPsychotestUngewohnte Situationen warten auf dich liv i n g e u ro pe
  • 2. Impressum bewegt. das magazin mit tatendrang Ausgabe 1, Mai 2011; Herausgegeben von JUGEND für Europa Deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION Godesberger Allee 142–148 53175 Bonn Vertretungsberechtigt Hans-Georg Wicke Konzeption Bilder: siehe jeweilige Artikel, Grafiken/Illustrationen von elfgen pick intermedia Andreas Klünter Autoren dieser Ausgabe Marco Heuer, Stephanie Lachnit, Julia Ließneck, Leon Reichardt, Elisa Rheinheimer, Christine Roskopf, Nina Voigt Bildredaktion Andreas Klünter, Miriam Lochner Redaktion Andreas Klünter, Lisa Lindner, Fabienne Pradella In dieser Ausgabe begeben wir uns nach … Berlin Gestaltung und Satz Essen Chisinau elfgen pick intermedia, Friedberg Aachen Istanbul Cover Barcelona Anna-Lena Thamm/ cydonna/ photocase.com Druck Baixo-Alentejo Druckhaus Süd, Köln Papier Dieses Magazin wurde auf umweltfreundlichem, chlorfrei gebleichtem Papier der Marke envirotop gedruckt. Weitere Informationen Alle Infos und Richtlinien zu JUGEND IN AKTION  www.jugend-in-aktion.de Informationen zu JUGEND für Europa, den Schwerpunkten unserer Arbeit, unsere Fortbildungsangebote und unsere Newsletter gibt es unter  www.jugendfuereuropa.de Alle Internet-Seiten von JUGEND für Europa finden Sie unter  www.webforum-jugend.de Der direkte Kontakt zu JUGEND für Europa JUGEND für Europa Deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION Godesberger Allee 142 – 148, 53175 Bonn Telefon 0228 9506 - 220, Telefax 0228 9506 - 222 Regional Einstiegsinformationen für Jugendliche und Fachkräfte bieten auch die Regionalen Kontaktstellen JUGEND IN AKTION  www.jugend-in-aktion.de/regional Jugend für Europa Deutsche Agentur für das EU-Programm jugend in Aktion
  • 3. Inhalt Seite 4 Los geht’s Seite 5 Was bringt mir das alles? Kulturschock Der Beginn eines EFD Seite 6 » Julia Ließneck berichtet aus Moldawien Seite 9 Wegweiser fürs Zuhause­ ühlen f Europablicke P Use-It Stadtplan für junge Reisende Seite 11 t ek ro j Leon in Barcelona Seite 13 Psychotest Seite 14 Meckern is’ nich. Machen! Acht Phasen eines Projekts Seite 18 Cultural Capitals united Europäische Kulturhauptstadt Mitmischen in Deutschland P Seite 16 t und Europa ek ro j Auf Partizipationsreise durch DeutschlandSeite Seite 28 Auflösung Psychotest Seite 23 P Da, wo sich Grenzen t Seite 26 ek ro j Faust in da street aufheben lassen Israelische Freiwillige im Portrait Alles cool! I nt e r vi w e Goethe meets HipHop Kurzbesuch bei Ahmet in Istanbul P t ek ro j Ein Jahr in Portugal xc. u lian, s h Seite 31 P Olivia blickt zurück Ki a n t Zsuzsan In te ek ro j r © view Seite 29 (Inter-)kulinarische Entdeckungsfahrten Rezepte und Kochprojekte
  • 4. Los geht’sSuchst du neue Ideen? Anregungen?Inspiration?Du denkst, bei dir muss sichdoch mal was bewegen.Du brauchst eine Luftveränderung.Das EU-Programm JUGEND IN AKTION kann dir dabeihelfen. Es fördert deinen Tatendrang. Es bewegt dich voneinem Land ins andere. Und es bewegt deine Ideen –von einem Blatt Papier in die Wirklichkeit. Mit JUGEND IN 9 0% Das P ro 90 % d gramm JUG e EAKTION kannst du eigene Projekte umsetzen, neue Leute rung e r teilnehmen ND IN AK r d anges wiesen und en Jugend ehenkennen lernen, neue Länder und Kulturen. werde kann somit Mehr n. als 90 Mut a % alle uch in r Ju der Zu gendliche kunft n„bewegt. das magazin mit tatendrang“ erzählt von Men- 50 % mobil zuschen, die das Programm genutzt haben. Wir berichten ha b envon Menschen in Bewegung. Von Julia, die von ihren ersten m e hr S n a ch e inem P rojek t elbstbTagen in der Fremde erzählt. Von Noam und Neta, die aus m e hr S elbstä ewu s s t sein un ndigke dIsrael nach Berlin gingen, um in einem Zirkusprojekt zu it . 82,1%leben. ll e ltur e b erku r ihr e int id end ve e a b e n e nt s chWir berichten von Menschen, die Dinge bewegen. h p ete nzVon ­ hmet, der in Istanbul mit Jugendlichen HipHop tanzt. A 84,8%Oder von Carina, die für Aachen einen Stadtplan speziell o a chkfür junge Reisende gestaltet. , ihr e Sp r n an ge b e b e n . zu h aDie Geschichten im Magazin kannst du so ähnlich auch er-leben. Nachahmung ist unbedingt erwünscht! JUGEND INAKTION ist das einzige europäische Förderprogramm, daswirklich allen Leuten bis 30 Jahren offen steht. Egal aufwelche Schule du gehst, ob du im Studium, in der Ausbil-dung bist oder ob du gerade eine Auszeit nimmst.Wie auch du das Programm nutzen kannst? Im Magazinfindest du Tipps und Hinweise. Erst einmal wünschen wir Bild: photocase – .daumenkino.dir aber viel Spaß beim Lesen. Und freuen uns, wenn dieGeschichten etwas bewegen.Lass dich inspirieren.
  • 5. Was bringt mir das alles? 5 83% einem Proj ek t besser waren nach Ideen zu entwickeln te in der La ge, gu ren isie und zu real 78% wollen a u ch d (zum S a n a ch tudiere ins Aus n o d er land Arbeite n)TION halichen t sich für m a eals rele ls bereiche hr als vant fü rn r ihre B de Erfah- edürfn issehaben nach esein. inem P rojekt mehr 66,5% rere Vo eine kla Bildung sweg haben iteren e g von rstellun ewonnen. g ihrem w om - d lu ng skHan . 74,2% rtesse higkeit n­ ik tfä n, fl Ihre Ko haben rt . 9 0 % lernte se verbes ert im Team n. bess besser en zu arbeite n ver zu s a m m enzempet
  • 6. 6 Der Beginn eines EFD Kulturschock Allem Anfang liegt ein Zauber inne … Denkste! Manchmal ist so ein Anfang alles andere als zauberhaft. Julia über ihre ersten Tage als Europäische Freiwillige in Moldawien – und wie sie begann, sich in der Fremde einzurichten. Gerade geht mein zweiter Tag in Moldawien zumindest so, dass die Maximalkapazität von 20 kg zu Ende. Dabei ist es erst Viertel Acht. Aber gegen bis aufs letzte Gramm ausgenutzt ist. Falls mehr er- Acht ist es hier dunkel. laubt sein sollte, nahm Mutti zur Sicherheit noch Ich habe ziemliches Heimweh. Weil ich allein bin zwei kleinere Reisetaschen mit. in meinem Zimmer und auf die Müdigkeit warte. Für Mein Bruder befand sich derweil im Halbschlaf Bücher war in meinem Fluggepäck kein Platz. Für und schien alles nicht recht mitzukriegen. Das än- meine Familie leider auch nicht. Das klingt ziemlich derte sich auch nicht auf dem überraschend kurzen traurig; wahrscheinlich deshalb, weil ich gerade erst Weg zum Flughafen Tegel, wo ich gedanklich zigmal hier bin und mir alles unwirklich erscheint. Aber ich mein Handgepäck kontrollierte: Reisepass, Ticket, will ja nicht hinten anfangen, sondern vom Beginn Geld … Alles dabei. der – wie es mir noch vorkommt – „Reise“ erzählen. Auf dem Flughafengelände ließ Papa zuerst mich und Mama samt Gepäck aussteigen, um an- Vorgestern in Deutschland klingelte mein schließend den richtigen Parkplatz für Terminal Wecker um halb vier Uhr morgens. C zu finden. Recht euphorisch marschierten wir währenddessen mit meinem Trekkingrucksack, Ich war von den kurzen Nächten auf dem Ausreise- einer Reisetasche und meinem überdimensiona- seminar ziemlich fertig und hatte überraschend tief len Handgepäck zum Check-In. Was sollte schief­ geschlafen. Trotzdem ließ mich das Geräusch sofort gehen? aufschrecken. Schnell war ich für eine (vorläufig „Schönen guten Tag, einmal nach Moldawien. wahrscheinlich letzte) ausgiebige Dusche im Bad Hier sind Ticket und Reisepass. Könnten wir das verschwunden. Dann anziehen, die Haare machen, Gepäck bei Ihnen wiegen?“ schminken, Waschtasche einpacken. Bloß keine Zeit „Nur zu … Na, da können Sie sogar noch ein bis haben, um nachzudenken. Und mit dem Zweifeln zu zwei Kilo verstauen.“ beginnen. Was für ein Glück! Bild: Richardfabi – Wikimedia Commons (1), abejo –sxc-hu (1) Papa hat uns wie jeden Morgen Frühstück ge- „Nur mit ihrem Check-In, sehe ich, gibt es ein macht, während ich überprüft habe, ob meine Ta- Problem. Sie haben kein Visum. Da bräuchte ich ihr schen mit allem gepackt sind, was mit muss. Oder Rückflugticket, um zu überprüfen, ob sie innerhalb von drei Monaten ausreisen.“ „Wir haben aber noch kein Rückflugticket. Das Die Autorin: Julia Ließneck buchen wir kurzfristig vor Ort.“ Julia (Bild: Mitte) verbrachte von September 2009 bis Juni 2010 „Das geht nicht! Ich muss sicher sein, dass Sie wie- ihren ­Europäischen Freiwilligendienst im Animation Centre for Youth and Children in Chisinau / Moldawien. Nach dem an- der ausreisen. In Moldawien lässt man sie ansonsten fänglichen „Kulturschock“ lebte sie sich schnell ein. Julia sagt, sie auch gar nicht rein.“ habe die neun Monate in Moldawien in vollen Zügen genossen. Panik stieg auf. Das hatte mir noch gefehlt. Hatte ich
  • 7. Der Beginn eines EFD 7 an diesem abschiedsträchtigen Morgen eh nah am der Einreise habe ich mein sündhaft teures Rück- Wasser gebaut. Ewig ging es hin und her. Mehrere flugticket natürlich nicht vorzeigen müssen. Male wurde der Vorgesetzte angerufen; selbst eine Am Chisinauer Flughafen empfangen haben mich Notfallnummer wurde gewählt und zur Flughafen- zwei Frauen: die Freiwillige Rachel aus London und Ok- dame weitergereicht. Doch es nützte alles nichts, sana von meiner Aufnahmeorganisation. Im Taxi, das und die Zeit rannte. keine Gurte, aber einen Riesensprung in der Frontschei- Also mussten auch wir rennen. Mama und ich im be besaß, redeten wir sehr locker und offen miteinander gestreckten Galopp ins andere Flughafengebäude, auf Englisch, was bei Rachel als gebürtige Engländerin zum Zoll. Ein Zollbeamter erklärte uns, was wir schon und gleichzeitig Stotternde sehr niedlich klingt. wussten, kam aber immerhin mit mir zum Schalter. Zwischendurch schaute ich aus dem Fenster und was Der Beamte versuchte zu vermitteln, hatte aber ich sah, gefiel mir – ehrlich gesagt – überhaupt nicht. keinen Erfolg. Wir entschieden uns zum Kauf eines Rückflugtickets, um es später wieder zu stornieren. Was hattest du erwartet, fragte ich mich. Mama und Papa rannten noch mal. Bei mir ran- Du bist im ärmsten Land Europas, du nen die Tränen, irgendwann konnte ich mich nicht solltest glücklich über den Anblick sein. mehr zusammenreißen. Die Sekunden schlichen. Die Schalterdame versuchte sich rauszureden. Das Der Anblick bestand aus heruntergekommenen stalinisti- brachte mir nichts. schen Bauten, die jeden Moment einzustürzen schienen. Papa kam zurück gehetzt mit einem vollstän- Tun sie übrigens nicht, das weiß ich, seit ich in solch ei- dig stornierbaren Businessclassticket; kurz darauf nem wohne. Die Wände sind sogar dicker, als man denkt. Mama mit dem Reisepass. Endlich konnte ich ein- Die Fahrstühle in diesen Bauten sind Uralt- checken. Dann fiel der Dame auf, dass sie das Gepäck Monster. Aber wenn du in den 14. Stock hoch für Osteuropa gar nicht abfertigen darf. Zumindest musst, überwindest du dich und steigst ein. Ich bereitete sie alles vor und ging mit uns zu einem an- wohne bei Natalia. Sie ist meine Gastmutter deren Schalter. Ich wäre am liebsten auf der Stelle und spricht nur Russisch, kein Rumänisch umgekehrt und nach Hause gefahren. Doch da war oder Englisch. Zum ersten Abendessen wink- das Gepäck auf dem Fließband verschwunden und te sie mich mit den Worten „Ham ham“ heran. es hieß Abschied nehmen. Sie hatte mir Tomatensalat mit ordentlich Zwie- Überraschenderweise kullerten die Tränen nur bei beln gemacht und etwas, was ich vage als frittierte mir und meinem Bruder. Papa machte eine klare Ansage. Frischkäsebuletten definieren würde. Ein paar Stockwerke unter uns wohnt die beste „So, Jule. Erstens: Durchhalten. Zweitens: Deine Eltern sind immer für dich da.“ Auch Mama sprach mir Mut zu, drückte mich ganz YouthReporter fest: „Jetzt kann es nur besser werden.“ Ich legte mein Handgepäck aufs Band. Der Kon- Lust auf weitere Geschichten aus dem Europä- trolleur ließ mich noch meine Tasche auspacken, ischen Frei­ illigendienst? Im YouthReporter w da er einem Gegenstand nicht über den Weg traute, berichten Jugendliche, die gerade als Europäische der sich als mein Aquarellfarbkasten herausstellte. Freiwillige unterwegs sind, von ihren Erlebnissen. Aber dann – tatsächlich – stand ich vor dem Tran- Geschrieben wird, was bewegt – ob als Tagebuch,Illustration: elfgen pick intermedia sitbereich und winkte ein letztes Mal durch die als Reportage oder als Gedicht – alles ist willkom- Scheiben. men. Es sind Geschichten aus 1000 und einem Europa. Willkommen in Moldawien Mehr unter   ww.youthreporter.eu w Fast sechzig Stunden sind seitdem vergangen und mein zweiter Tag in Moldawien geht zu Ende. Bei
  • 8. 8 Der Beginn eines EFD Freundin von Natalias Tochter. Kurz nachdem ich Später gingen wir im größten, aber auch teuersten angekommen war, kam sie hoch und besuchte uns. Supermarkt der Stadt einkaufen. Ich kam mir vor Sie ist eine echt nette Frau. Englischlehrerin ohne wie bei Rewe. Das liegt vor allem daran, dass Mol- Arbeit und Mutter eines Mädchens. Zuerst dol- dawien durch mangelnde eigene Wirtschaft fast al- metschte sie zwischen Natalia und mir, dann spra- les Essen importieren muss und ich somit zwischen chen nur noch wir beide auf Englisch. Sie erzählte Produkten der Reihe „Gut und Günstig“ sowie zahl- mir, dass jeder Moldawier, der die Möglichkeit hat, reichen anderen deutschen Marken wählen konnte. wegzieht oder zumindest als Gastarbeiter weggeht. Zudem entdeckte ich voller Freude und Überra- Dass der Fortschritt hier nur sehr langsam kommt. schung schnuckelige dunkle Vollkornbrote. Und dass sie davon träumt, zu ihrer Schwester nach Kanada zu ziehen. Zumindest verdienen ihr Mann Mein erstes Großprojekt für die nächsten Wochen und ihr Vater (der auch in ihrer Wohnung lebt) heißt: Mich einleben und die Stadt erkunden. so viel, dass sie einen Internetanschluss haben. So bleibt sie in Kontakt mit ihren Verwandten im Die Umgebung meines Wohnblocks – und vor allem ­Ausland. die ­ üfte  – finde ich weiterhin sehr gewöhnungs- D bedürftig. Ich weiß aber bereits, was „Marshrut- Mein Zimmer ist an und für sich ganz in Ordnung. kas“ sind: Nämlich Busse in Van-Größe, die eine Es hat einen winzigen Kinderschreibtisch und bestimmte Strecke fahren und unterwegs für drei einen Fernseher. Nur einen Schrank gibt es nicht. moldawische Lei jeden, wirklich jeden mitnehmen, der an der Straße steht und winkt. Ich habe CVAS Eine kleine Kommode und zwei Schubladen, das getrunken – so eine Art Saft aus Brot, Wasser und ist alles. Die Steckdosen sehen zwar so aus wie in Zucker. Wie süßes Bier ohne Alkohol. Und dann Deutschland, sind aber nicht die Gleichen. An dieser habe ich gemeinsam mit den anderen Freiwilligen Stelle sei meinem pragmatischen Vater gedankt, der herausgefunden, dass es in zwei Parks in der Innen- an einen Adapter gedacht hat. Mein Bett ist breit und stadt öffentliches WLAN gibt. In der Natur, eine net- eigentlich eine ausklappbare (wenn auch hässliche) te Idee. Werde ich am Samstag ausprobieren, wenn ich Couch. Leider hängen meine Füße raus und das Bett mit meiner Familie skypen will. ist sehr hart, aber das geht schon. In der ersten Nacht Zuhause habe ich mich meinem zweiten Großpro- wurde ich trotzdem dreimal wach. jekt gewidmet: Das Zimmer wohnlich zu gestalten. Gestern war mein erster Tag bei meiner ­ uf­ A - Zwei Stunden habe ich heute geputzt, eine Million ran- nahme­ rganisation, ADVIT. Das Büro liegt sehr o zige, glotzende Kuscheltiere in Tüten verbannt. Einige versteckt. Es ist ein ­ leiner Raum in einem kleinen k der russischen Bücher entfernt, Fotos aufgestellt und Haus hinten in einem Innenhof. Aber es gefällt mir ein wenig umgeräumt. Jetzt fühle ich mich wohler. gut dort, gerade weil es so inoffiziell ist. ­ In das Zimmer nebenan ist in der Zwischenzeit Abgeholt wurde ich am ­ orgen von einer weiteren M Roswita gezogen. Roswita ist ebenfalls Freiwillige Freiwilligen: Helena aus Dänemark. Ein Alternativ- und kommt aus Leipzig. Sie hat wahrhaft sehr kurze Mädchen mit roten Haaren, Piercing und großen Haare und eine breitrahmige Brille, was ihr beides blauen Augen. Sie ist bereits seit zwei Wochen hier gut steht. Zudem ist sie genauso cool und unkompli- und kennt die Stadt schon ziemlich gut. ziert wie ihre Frisur. Im Büro bin ich zuerst in die wichtigsten Dinge Nach meiner Aufräumaktion haben Rosi und eingewiesen worden, bis Natasha, die Chefin, kam, ich zu Abend gegessen, uns gegenseitig Fotos ge- mit der ich bereits E-Mail-Kontakt hatte. Ihr erzähl- zeigt und ewig gequatscht. Dann ist sie ins Bett ver- Illustration: elfgen pick intermedia te ich von meiner schwierigen Einreise und dass ein schwunden, und ich habe mich meiner Schreibar- 1.500,- Euro teures Ticket auf sicherem Wege nach beit gewidmet. Jetzt kann ich getrost schlafen gehen. Berlin zurück muss. Die moldawische Post schied Bärbel, meine Kuschelente, ruft schon. somit aus. Aber ich habe Glück. Natasha reist für Morgen fahre ich für drei Tage in ein Dorf im Sü- zwei Wochen nach Frankreich und wird das Ticket den, wo wir ein Einführungsseminar erleben werden. von dort aus an meine Eltern schicken. Dann gibt’s wieder was zu erzählen.  Julia Ließneck
  • 9. USE-IT! 9 Wegweiser fürs Zuhausefühlen Sich in einer neuen Stadt zurechtzufinden, dauert. Städtetipps helfen dabei. Nun gibt es ein europäisches Projekt speziell für junge Reisende: Einheimische entwerfen Online-Collage: elfgen pick intermedia unter Verwendung von Arne Hückelheim/wikipedia.de, Archiv JUGEND für Europa, homyox-sxc.hu Reiseführer von ihrer Stadt und verraten ihre persönlichen Insider-Tipps. Brüssel hat schon einen. Oslo, Warschau und Ljubljana auch. Carina Danzig gestaltet einen für Aachen. Carina lässt sich in eine der begehrten Hängematten Wer eine Stadt mit einem USE-IT-Europe Stadtplan fallen, die am Aachener Lousberg, hoch über den erkundet, tut das dank der Hilfe der Einheimischen. Dächern der Stadt zwischen Stahlträgern installiert Denn der handliche Stadtplan kann mehr als nur den sind. Die Abendsonne scheint ihr ins Gesicht, und Weg weisen. Er verrät Geheimtipps und Lieblingsorte sie ist nicht die einzige, die den unverbauten Blick der Macher; er weiß, wo man preiswert schlafen kann über Wiesen und Wälder genießt. oder wo es besonders leckere Pfannkuchen gibt. Und „Es ist der perfekte Ort, um sich nach einem lan- er gibt Verhaltenstipps, wie man locker als Einhei- gen Tag zu entspannen“, findet die 30-Jährige. Klar, mischer durchgeht. Das Konzept ist in allen Städten dass sie diesen Spot unbedingt in ihren Stadtplan dasselbe; nur die Umsetzung, die bleibt den Machern aufnehmen möchte. Die Aachenerin arbeitet ehren- überlassen. amtlich an dem Projekt. Schon lange vor ihrem Geo- grafiestudium hatte sie eine besondere Vorliebe für „Sie sehen anders aus, sie sind witzig Stadtpläne. geschrieben, es ist eine Mischung aus Stadtplan und Reiseführer.“ „Ich fand Stadtpläne schon immer toll, weil ich damit eine Stadt erkunden kann und dabei Die Lust, einen Plan für ihre Stadt zu gestalten, hat etwas in der Hand habe.“ Carina Danzig aus Brügge mitgebracht. Beim ge- Du hast jetzt auch … Lust bekommen? Schönstes Schwimmbad im Jugendstil Elisabethstraße 10 Jeder kann einen USE-IT-Europe Stadtplan für seine Stadt machen, einzige Bedingung: Die Macher müssen sich selbst um die Finanzierung kümmern.  www.use-it.be/europe/
  • 10. 10 USE-IT! Die Initiatorin: Carina Danzig Die 30-jährige Geografin entwirft gemeinsam mit Freunden einenBild: Stephanie Lachnit kostenlosen Stadtplan von Aachen. Und der zeigt die besten Insider- Tipps von Einheimischen für junge Touristen. meinsamen Ausflug mit ihren Mitbewohnern stieß Handvoll Aachener für ihre Idee. Gemeinsam ver- sie dort in der Bed-and-Breakfast-Unterkunft zu- brachten sie viele Stunden am Telefon und mussten fällig auf den Brügger Use-It-Stadtplan. Carina war einige Absagen verkraften. Schließlich entdeckte begeistert. Der dicke Reiseführer war damit über- Carina die Stiftung Lebensraum Aachen e.V., die flüssig, denn alles, was sie wissen wollte, stand auf Bürgerprojekte unterstützt und auch Carinas Idee einem faltbaren DIN A 3 Blatt Papier. Für Carina interessant fand. Die Stiftung half der Gruppe rund stand fest, so einen Plan könnte auch Aachen gut um Carina, einen Antrag als Jugendinitiative beim gebrauchen. EU-Programm JUGEND IN AKTION zu stellen. Collage: elfgen pick intermedia unter Verwendung von Arne Hückelheim/wikipedia.de, Archiv JUGEND für Europa Auch das hat geklappt. Jetzt hat die Gruppe 5000,- „Junge Menschen werden in den normalen Euro auf dem Konto – und kann damit den Druck Reiseführern kaum bedacht. Sie haben oft von 10.000 Stadt­plänen bezahlen. weniger Geld als ältere und interessieren sich Wenn der Plan dann fertig ist, hat die Suche nach für andere Sachen.“ Tipps und Spots erst einmal ein Ende. Dann kann Carina die Hängematten auf dem Lousberg wieder Doch bevor sie sich um den Inhalt ihres Plans Ge- genießen – und vielleicht trifft sie dort schon bald auf danken machen konnte, musste sie eine große Hür- Reisende mit einem USE-IT-Stadtplan in der Hand. de nehmen – die finanzielle. Sie begeisterte eine Stephanie Lachnit, Christine Roskopf Tolle Aussicht Riesenkugel Eis für 80 Cent bei den Hängematten Jakobstraße 73 Lousberg, Am Drehturm
  • 11. Bilder: Roberttheu/sxc.hu(1), Leon Reichardt Europablicke 11 Leon in Barcelona Und plötzlich wird eine fremde Stadt zur zweiten Heimat – weil mit der Stadt viele persönliche Erinnerungen verknüpft sind. 4 Voluntarios en Barcelona  Christopher, Giovannie, Martina und ich waren letztes Jahr die vier Europäischen Freiwilligen an der Uni in Barcelona. Ich habe dort körperbehinderte Studenten be­­ treut, in zwei Gefängnissen Fußball und andere Aktivitäten angeboten, im Krankenhaus mit ei­ Der Autor: Leon Reichardt ner Alzheimergruppe gearbeitet und an Schulen Nach seinem Abitur ging Leon ­Migrantenkindern bei den Hausaufgaben geholfen. für zehn Monate nach Barcelona, Spanien, um einen Europäischen Gio und Marti sind ein Pärchen aus Italien und wollten nach dem Freiwilligendienst zu machen. Seine Studium ein anderes Land kennenlernen. Chrisi kommt auch aus Bild: Leon Reichardt Organisation hatte ihr Büro direkt Freiburg und studiert mittlerweile in Augsburg. Wir vier haben auf dem Campus der Universität. Dort betreute er fünf Tage die Woche oft zusammen „wirklich“ italienische Pasta gegessen und viel von körperbehinderte Studenten. Jetzt Barcelona gesehen.  ­ versucht Leon seine Freunde in Barcelona so oft wie möglich zu besu- chen und Spanisch zu sprechen.
  • 12. 12 Europablicke El bario Raval Das Viertel Raval liegt im Zentrum von Barcelona und grenzt an las Ramblas, die Hauptpromenade vom Placa ­Catalunya bis zum Hafen. In dieser Ecke gibt viele kleine Gassen und schöne Plätze mit Kneipen und Cafes. Hier wohnen viele Immigranten, vor allem aus Asien und Südamerika, die für eine kulturel- le Vielfalt sorgen. Außerdem gibt es eine gute Musikszene mit vielen Jam Sessions wie im Jazz Si oder auch im Big Bild: Leon Reichardt Bang Club. Wahrscheinlich ist es mein Lieblingsviertel in Barce- lona, auch wenn es dort viel Drogen­ riminalität und k Einer der Gründe, warum ich das Raval so mag. Prostitution gibt. Por el campus con Hector  Es gab einen Aktionstag auf dem Uni Campus mit verschie- denen Ständen. Ein Teil meiner Arbeit war die Betreuung von körperbehinderten Studenten. Wir hatten einen Par- cours für Rollstuhlfahrer aufgebaut und jeder konnte sich mal in einen elektrischen Rollstuhl setzen. Hector war einer der Studenten, die wir betreut haben Bild: Leon Reichardt und mit dem ich viel gelacht habe. Er hat 2004 bei den Pa- ralympics mitgemacht und eine ­Medaille im Schwimmen gewonnen. Von ihm habe ich gelernt, das Leben positiver Chrissi, Leon und Hector – 2 Freiwillige und 1 Student zu sehen und einfach mehr zu lachen.  Mehr unter   ww.europablicke.eu w Europäischer Freiwilligendienst Wenn du zwischen 18 und 30 Jahre alt bist (in Ausnahmefäl- Das Ganze ist kostenlos. Vorkenntnisse brauchst du nicht. len ab 16), kannst du dich für längere Zeit in einem gemein- Es gibt begleitende Seminarprogramme. Am besten suchst nützigen Projekt im Ausland engagieren. du dir als erstes eine Entsendeorganisation in Deutschland, Der EFD ist ein Lerndienst. Lernen heißt: Fit werden für die die dir hilft, einen Platz im Ausland zu finden. eigene Zukunft. Verantwortung tragen. Niederlagen ver- arbeiten. Selbstbewusstsein entwickeln. Neues entdecken Alle Informationen und Organisationen gibt es unter und verstehen. Europa fühlen und leben. Und eine neue  www.go4europe.de Sprache gibt’s gratis dazu.
  • 13. Psychotest 13Stell dir vor …Die nachfolgenden Situationen könnten dir passieren, wenn du einProjekt mit JUGEND IN AKTION machst. Was würdest du tun?1 // Du bekommst die Chance, einen Europäi- D) Ich bedanke mich herzlich und sage ihnen  Auf dem Nachhauseweg passiert es – Strom-schen Freiwilligendienst in Kamtschatka zu ganz freundlich, dass ich Vegetarier bin. ausfall. Alle Straßenlaternen sind erloschen.machen. Im ehemaligen russischen Militär- Und nun?sperrgebiet und jetzigem Naturpark sollst du 4 // Du möchtest eine Jugendinitiative mit dei- A)  ir beschleunigen unsere Schritte. Ist doch Whelfen, Fremdenverkehrsprojekte zu entwi- nen Freunden durchführen. Ihr habt eine rich- unheimlich.ckeln. Deine Freunde kennen dich als vorsich- tig tolle Idee: Ein Theaterfestival zu organisie- B)  ir verlangsamen unsere Schritte. Erstens Wtigen Typen und halten dich für total verrückt. ren, bei dem europäische Märchen inszeniert wegen den Schlaglöchern und zweitens weilUnd deine Eltern ebenfalls. Was denkst du? werden. Jetzt müsst ihr nur noch den Antrag der Mond so schön scheint.A)  ch hätte total Bock darauf, aber vielleicht I ausfüllen und losschicken. Aber der ist um- C)  ls alter Pfadfinder habe ich natürlich meine A haben sie Recht. Kamtschatka, das ist ja Si- fangreicher als gedacht … und irgendwie habt superstarke Stabtaschenlampe dabei. Ich birien! ihr verschwitzt, dass die Antragsfrist in zwei leuchte der Gruppe den Weg.B)  ypisch. Immer müssen sie alles besser wis- T Tagen rum ist. Was denkst du? D)  emand stimmt einen Song an – und wir laut- J sen! Nur, die Entscheidung muss ich alleine A)  ir brauchen Kaffee und gute Musik! Und W hals mit ein. treffen. wenn wir uns gemeinsam dransetzen, krie-C)  ollen sie nörgeln. Ich ziehe das auf jeden Fall S gen wir den Antrag rechtzeitig abgeschickt. 6 // Mit deiner Jugendinitiative organisiert ihr durch! Dann kann ich ihnen beweisen, dass eine europäische Festivalwoche. Zum Eröff- ich alleine ’was auf die Reihe kriege. nungskonzert strömen die Leute heran. DamitD)  ielleicht doch besser Spanien?! V hättet ihr nie gerechnet. Das Problem: Wegen des Andrangs könnt ihr nicht pünktlich anfan-2 // Du verlässt in 30 Minuten Deutschland, gen. Da baut sich eine Frau vor dir auf und ver-um in Island für ein Jahr zu arbeiten. Du stehst langt ihr Geld zurück. Wie reagierst du?am Flughafen. Deine Freunde und die Familie A)  ch will keinen Stress und gebe ihr das Geld Isind da. Zeit, sich zu verabschieden. Und die zurück.ersten Tränen bei deiner Mutter rücken an … B)  ch schüttle bedauernd den Kopf; biete ihr I Bild: chriskuddl | ZWEISAM / photocase.comWas fühlst du? aber an, sie könne ein Freigetränk bekommen.A)  ure Vorfreude! In einer WG leben, ohne El- P C)  ch sage, ich würde den Verantwortlichen ho- I tern und nervige kleine Schwester. Neue len und komme nicht mehr zurück. Leute, neues Land kennenlernen. Ich kann es D) Ich schaue ihr fest in die Augen und frage sie  kaum erwarten. mit leicht schriller Stimme, ob sie eine Ah-B)  h je, worauf habe ich mich da eingelassen? O nung hätte, wie viel ehrenamtliches Engage- Irgendwie hab ich jetzt richtig Schiss und ment hinter dieser Sache stecken würde. möchte doch nicht weg.C)  ch hasse Abschied. Hoffentlich vergessen sie I 7 // Du arbeitest in einem Projekt in einem bul- mich nicht. garischen Jugendhaus. Gemeinsam mit Petras,D) Hab ich auch meinen Pass eingesteckt? dem Freiwilligen aus Litauen, könnt ihr einen Kurzfilmabend organisieren. Wie gehst du vor?3 // Du bist bei einer Gastfamilie in der Ukrai- A)  ch winke ab. Allein einen Flyer auf Bulgarisch Ine untergebracht. Die ganze Familie sitzt mit schreiben. Pff, können wir beide nicht.dir am Tisch. Selbst die Großmutter ist da. B)  a, toll. Ehe wir wieder endlos diskutieren, N B)  ch werde sofort mal einen Arbeitsplan auf- IExtra für dich haben sie Rassolnik gekocht. schreibe ich den Antrag am besten alleine. stellen und ihm geben. Hoffentlich hält erNun schauen dich alle neugierig an, ob es dir Werde ich wohl die nächsten beiden Nächte sich dran.schmeckt – aber das Essen sieht total merk- durcharbeiten. C)  ool. Wird lustig werden, wenn wir mit Hän- Cwürdig aus… C)  ch kriege einen hysterischen Schreikrampf. I den und Füßen kommunizieren, um gemein-A)  erdammt! Sie haben sich extra so viel Mühe V Über 20 Seiten Antrag – die sind doch wahn- sam den Abend vorzubereiten. gegeben! Ich koste ganz vorsichtig und versu- sinnig! D) Ich habe zwar keine Ahnung, wie es gehen  che, den Mund nicht zu verziehen. D)  ch, wir haben noch zwei Tage! Was soll die A kann, aber inzwischen gelernt, dass es immerB)  as ist doch toll! Deswegen bin ich hier! Um D Aufregung? Passt schon. eine Lösung gibt. Neues kennenzulernen.C)  ch täusche heftige Magenkrämpfe vor und I 5 // Du nimmst an einer Jugendbegegnung in murmle etwas von „Medikamenten“. Dann Kroatien teil. Die kroatische Gruppe ist total ziehe ich mich diskret zurück. Nachher schau nett, ihr habt eine super Zeit und am vorletz- Und was soll mir das sagen? ich, ob ich irgendwo einen Burger bekomme. ten Abend feiert ihr eine Party in der Stadt. >> Die Antwort gibt es auf Seite 28.
  • 14. 14 Acht Phasen eines Projekts 7 6 8 1 51. I my idea 2 4 3 Meckern is’ nich. Machen! Europa fängt vor deiner Haustüre an. Und wenn dort nichts geboten ist, dann willst du was machen. Punkt. So einfach ist das – laut Steffen Präger. Der Erfurter darf das sagen. Er hat als 16-Jähriger 20.000 DM für eine Anti-Rechts-Initiative beantragt – und bekommen. „Mein bisher größter Antrag war ein Nutzungskonzept für ein Jugendhaus“, erzählt Steffen. Der richtige Mann für unser Frage: Wie wächst aus einer guten Idee ein handfestes Projekt?
  • 15. Acht Phasen eines Projekts 151 Die Idee Namen ‚Fundraising´. Die besten Adres- nanzen übernehmen und immer sauberErst einmal ist die Idee wichtig. Denn: Es sen sind da die Stiftungen. Der Vorteil die Originalquittungen sammeln.ändert sich nichts, wenn du einfach nur hier: Sie sind oft nicht so kompliziert wiemeckerst. Danach kommen das Konzept öffentliche Geld­geber. 8 Feedback / Auswertungund die Finanzierungsfrage. Die Themen Die Fördermittelgeber freuen sich, wenn‚Nachhaltigkeit’ und ‚Partizipation’ sind 5 Antrag stellen ihr sie über den Verlauf des Projektes in-im Moment bei Geld­gebern angesagt. Kleine Projekte könnt ihr immer auf lo- formiert. Ihr könnt sie auch gerne zum kaler Ebene starten. Aber Vorsicht: Nicht Event einladen. Vielleicht kommen sie ja.2 Die Gruppe von der Lokalpolitik vereinnahmen lassen. Und abgesehen davon, dass es sowieso ei- Ohne Mitstreiter geht nichts. Und da gilt: Lohnenswert ist es deshalb, ganz oben die nen Finanzbericht an die Geldgeber geben Mindestens vier ­eute braucht es. Je- L Anträge zu stellen: bei ‚Die Gesellschafter’ muss, gilt es als Gruppe noch einmal die der hat unterschiedliche Qualitäten und bis JUGEND für Europa. Die helfen auch Zielsetzungen gemeinsam durchzugehen:­Kompetenzen. beim Ausfüllen der Formulare. Welche Ziele haben wir erreicht? Und ganz Zum Vergleich: Anträge beim Europäi- wichtig: Was können wir beim nächsten3 Das Konzept schen Sozialfond brauchen gut 50 Seiten Mal besser machen? Wie und was könnenIhr setzt euch zusammen und klärt zu Be- Papier und eine geschwungene Feder. andere von uns lernen?ginn, was euer Projekt bringen soll. Fragt Achtet beim Antragstellen immer darauf,euch: Was steht auf der Agenda? Was sind dass ihr eure Idee nicht verratet und euch ... der Anfängerfehler: Meistens scheitertunsere Ziele? Was bleibt davon am Ende? treu bleibt. ein Projekt an der Gruppe. Da geht es umDas dürft ihr nicht businessmäßig machen. Freundschaften, Freude, Liebe und allesIhr solltet das direkt miteinander aus- ­ 6 Organisation – andere. Da gibt es Stress. Ein Projekt isthandeln. Sicherlich wird es Diskussionen Der Maßnahmenkatalog Arbeit und logisch kann es zu Reibungengeben. Aber besser am Anfang als mitten- Am besten fangt ihr von hinten an. kommen. Deshalb mein Tipp: Frühzeitigdrin. Die Grundfragen sind ja: Wohin wol- Am Tag X ist unsere Veranstaltung. Hilfe von Außen, von Neutralen holen,len wir, und haben alle dasselbe Ziel? Oder Den Termin markiert ihr euch auf eu- von jemandem, der den Konflikt aufzulö-geht es einem vielleicht doch nur darum, rem Zeitplan. Zuerst rechnet ihr die sen hilft.  Stephanie Lachnitmit dem ­Projekt Geld machen zu wollen? einzelnen Schritte, die es zu erledigen gilt, von da ab zurück. Dann wird euch4 Die Finanzierung bewusst, wo es kritisch werden könnteWenn es eine non-kommerzielle Sache und ihr wisst, wann ihr spätestens mit Jugend­werden soll – ihr also nicht das Ziel habt, der ­A rbeit anfangen müsst.etwas verkaufen zu wollen – dann könnt initiativenihr öffentliche Mittel vom Staat oder von 7 Aufgabenverteilungstaatsnahen Einrichtungen bekommen. Während ihr den Zeitplan aufstellt, könnt Eure Ideen werden Realität. Jugendin- itiativen sind Projekte, die ihr selbstDas geht vom Bund über das Land bis ihr die Aufgaben in der Gruppe verteilen – gestaltet und verwaltet. Vier Leutezur Kommune hinunter. Bei politischen am besten sprecht ihr von Verantwortung müsst ihr mindestens sein, nicht älterProjekten passt eher das Sozialministe- statt von Aufgaben. Jeder im Team über- als 30 dürft ihr sein. Ein Projekt kann bisrium oder das Jugendamt. Wenn es um nimmt so seinen Bereich und hat den Blick zu 18 Monaten dauern. Mit JUGEND INNachhaltigkeit und Ökologie geht, dann darauf. Das Ganze aufschreiben und allen AKTION geht das zuhause, um die Eckeist es besser, auf lokaler Ebene bei der zugänglich machen. Einer kontrolliert – oder europaweit.Stadt nachzufragen. Wenn ihr von Privat die Zuständigkeit für die Kontrolle geht Mehr unter   ww.machwasdraus.de wMittel fordert, dann läuft das unter dem reihum. Einer sollte auf jeden Fall die Fi-
  • 16. 16Mitmischen in Deutschland – und EuropaPolitik in der Straßenbahn machen. Eine mehr Ideen umgesetzt und Meinungen gehört geht es durch Deutschland. Mal sind die Projek-Millionenstadt menschlicher machen. werden, fördert JUGEND IN AKTION Projek- te lokal, mal grenzüberschreitend. Eine kleineKunst für alle machen. te, mit denen sich Jugendliche in politische Pro- Auswahl von über 500 Partizipationsprojekten, zesse und gesellschaftliche Debatten einschalten die allein in Deutschland in den letzten JahrenWenn man etwas verändern will, gibt es viele können. Dies geschieht auf ganz unterschiedli- stattfanden.  Nina VoigtMöglichkeiten, etwas zu machen. Doch der Weg che Weise. Der Kreativität sind wenig Grenzenvon einer Idee zu einem Projekt ist lang. Und gesetzt. Von Hamburg bis Freiburg, von Köln bis Auf Partizipationsreise durch Deutschlandmanche gute Idee bleibt auf der Strecke. Damit Chemnitz, rauf und runter und kreuz und quer Songs for a Telephone Box wer:  heaterbegeisterte Jugendliche aus Spanien T und Deutschland was:  elefonläden prägen die Kommunikation von T Migranten. Die transnationale Jugendinitiati- ve erarbeitet hierzu Szenen und Songs. wo:   ufführungen in Telefonläden in Hamburg A Hamburg und Valencia. Papergirl wer:  Junge Künstler aus Berlin, Bukarest und Man- One In A Million chester Berlin was: Kunstrollen erstellen. Jedes Exemplar ist ein wer: Studenten aus Köln Unikat und besteht aus Kunstwerken, die was:  Raus aus der Uni und Nachhilfe für Schüler mit Migrati- persönlich oder per Post eingereicht werden. onshintergrund geben oder Senioren betreuen – eine Dann werden die Rollen vom Fahrrad aus an Partizipationsplattform will Studenten helfen, sich gesell- vorbeilaufende Passanten verteilt. schaftlich zu engagieren. wozu: Kunst ist für alle! Und jeder kann mitmachen! wozu: Damit eine Millionenstadt persönlicher wird.
  • 17. ma r We i Face to Face Chemnitz Köln Orga:  undesverband B Fra nkfurt Paritätisches Bil- dungswerk wer: Jugendliche aus Hessen was: Eine hessenweite Living Walls: Wei- Europabüro Partizipationsmesse: mar meets Offen- Chemnitz Wie schaut es aus mit der Jugendpartizipa- bach tion in Hessen? Projekte und Erfahrungen wer: Europainteres- werden vorgestellt und ausgetauscht. wer:  raffitikünstler G sierte Chemnit- Politiker sind auch vor Ort. aus Thüringen und zer Jugend­ iche l Hessen was: Das Europa- was:  Künstler aus 20 büro berät eim Offenbach und Jugendliche zu n nh Mobilitätsmög- Ma Weimar planen gemeinsam lichkeiten in Streetart- und Europa und gibt Graffitiprojekte europapolitische in ihren beiden Informationen. Steig ein – Du bist am Zug Städten. Die Ost- wozu:  amit der erste D Orga:  tarkmacher e.V., Mannheim S West-Beziehungen Schritt, ins Aus- was: 220 Jungen und Mädchen diskutieren in der werden künstle- land zu gehen, Straßenbahn zwischen Mannheim und Hei- risch umgesetzt. einfacher wird. delberg mit Politikern über Kohlekraftwer- wozu:  nnerdeutsche I ke, über Hartz IV, über mangelnde Graffiti- Vorurteile und Flächen, Komasaufen … Ansbach Berührungsängste wozu:  amit jugendliche Meinungen in der Kom- D abbauen. munalpolitik gehört und umgesetzt werden. BASS macht Schule Orga:  ündnis Ansbacher Schülerinnen und Schüler B e.V. African Kiss Festival was: Traumschule schaffen. Während einer Projekt- Orga:  ugendgruppe des African Information Mo- J woche gestalten Schüler aller Schulformen vement AIM e.V. die Unterrichtsinhalte selbst und testen neue wer: Freiburger Jugendliche Lernformen aus. was: Festival mit Kunst, Musik, Weihnachtsmarkt wozu:   Damit Schule Spaß macht und man was fürs und entwicklungspolitischen Workshops Leben lernt. rgFreibu wozu:  erbung für Toleranz und interkulturelles W Verständnis Collage: elfgen pick intermedia unter Verwendung von PMOS-sxc.hu (1), mzacha-sxc.hu (2), lumix2004-sxc.hu (1), jvangalen-sxc.hu (1)
  • 18. Cultural Capitals united Eine Gruppe junger Europäer nutzen die Europäischen Kulturhauptstädte 2010 für ihr eigenes Projekt. Sie organisieren eine deutsch-ungarisch-türkische Jugendbegegnung. Plötzlich hat Pecs ein Gesicht: Das von Karolina. Istanbul hat eine Stimme: Die von Halil. Und das Ruhrgebiet hat ein Lachen: Das von Kim. Ein Abenteuer, das Spaß macht, und trotzdem unberechenbar bleibt. Eine monatelange Planungspha- gung haben wir heiß diskutiert“, ergänzt verloren vor. Die lockere Atmosphäre ist se haben sie hinter sich. Kontak- Sabrina. „Gerade die jungen türkischen einer Anspannung gewichen, die Diskus-te nach Pecs und Istanbul geknüpft. Die Teilnehmer sprechen zu einem großen sion wird hitziger. Einige der türkischenFinanzierung für die Jugendbegegnung Teil kein Englisch. Also übersetzen wir Jugendlichen fühlen sich persönlich an-eingeholt. Alles haben sie neben ihrem und versuchen den Rest auf nonverbale gegriffen.Studium organisiert und dann das: Kurz Weise zu vermitteln.“ Plötzlich herrscht Verunsicherung,vor Beginn der Begegnung will das deut- Als die Jugendbegegnung beginnt, ob die entstandenen Freundschaften inssche Konsulat in Istanbul der türkischen ist bereits nach wenigen Stunden eine Wanken geraten könnten. Der GedankeGruppe kein Visum erteilen. Es folgen erstaunliche Dynamik entstanden. Ver- taucht auf, dass die Verständigung viel-heftige verbale Auseinandersetzungen, ständigung ist auch ohne große Worte leicht doch nicht so einfach ist, wie esbis ein Stein vom Herzen der Organisa- möglich: Themen wie Liebe und Familie, zuerst schien. Als Esin aus der Türkeitoren fällt. Alle 30 Teilnehmer dürfen Bildungschancen und Religion werden sieht, dass Gesine aus Deutschland denanreisen. behandelt. Gemeinsamkeiten und Un- Tränen nahe ist, tut sie etwas, das die Für Anne, ­ abrina, Melih und die S terschiede diskutiert. „Bist du nun Kurde Spannung auflöst: Sie überquert die ima-anderen, die diese Begegnung organi- oder Türke?“, möchte eine deutsche Teil- ginäre Trennlinie im Raum und umarmtsiert haben, ist das Projekt eine neue Er- nehmerin von einem Jungen aus Istanbul Gesine.fahrung. Sie waren zwar alle schon einmal wissen. Auch das ist eine wertvolle Erfah-längere Zeit im Ausland, doch eine inter- rung dieser Jugendbegegnung: Dass mannationale Jugendbegegnung selbst orga- Er entgegnet: „Spielt das eine Rolle? durchaus befreundet sein kann, ohne sichnisiert hat noch keiner von ihnen. Ich bin einfach nur ein Mensch!“ bei allen Themen einig zu sein. Und am „Wir haben uns viele Gedanken ge- Abend, als die Teilnehmer ausgelassenmacht“, erzählt Anne, „zum Beispiel, ob Aber manchmal gibt es Situationen, in und fröhlich zusammen tanzen, ist dasjeder mit den Inhalten etwas anfangen denen es gar nicht so einfach ist, die Mei- leichte Grabengefühl, das beide „Lager“kann, an denen wir arbeiten wollen. Oder nung eines Anderen zu verstehen. Als der für einige Minuten voneinander getrenntob der Altersunterschied nicht zu groß mögliche Beitritt der Türkei in die EU hatte, schon längst wieder verflogen. Wasist – manche Teilnehmer sind 16, ande- zur Sprache kommt, sind drei Teilneh- bleibt, sind Freundschaften. Und unver-re schon 25.“ „Auch über die Verständi- mer dagegen. Plötzlich kommen sie sich gessliche Eindrücke. Elisa RheinheimerInternationale JugendbegegnungenIn einer Jugendbegegnung kommst du mit jungen Menschen aus mehreren Ländern zusammen. JUGEND IN AKTION fördertB­ egegnungen mit jungen Menschen im Alter zwischen 13 und 30 Jahren. Auf www.rausvonzuhaus.de findest du Termine undOrganisationen, die Jugendbegegnungen anbieten. Mehr zu den Richtlinien gibt es unter   ww.jugend-in-aktion.de w
  • 19. Europäische Kulturhauptstadt 19Alle Bilder: Sabrina Apitz Oben: Am letzten Tag der Jugendbegegnung fand ein öffentliches Graffiti-Event statt, an dem auch Jugendliche vor Ort teilnahmen. Unten links: In Gruppenspielen und Diskussionsrunden wurden Themen wie Liebe und Familie, Bildungschancen, Religion und Diskriminierung behandelt. Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede wurden gesucht und gefunden. Unten Mitte: Auch das Ruhrgebiet steht auf dem Programm: Ein Besuch der Zeche Zollverein in Essen. Unten rechts: Verständigung klappt auch ohne Worte: Durch Musik, Tanz, Fußball oder Graffiti beispielsweise. Das funktioniert wunderbar, wie am Ende alle erleichtert feststellten.
  • 20. 20 Gothe meets HipHop „Faust in da street“ Bei der deutsch-italienischen J ­ ugendbegegnung prallen k ­ lassische Reime auf HipHop- Beats. Zehn Tage proben 17 Deutsche mit 17 Italienern an einer außerge- wöhnlichen Tanzchoreographie. Sie bringen Themen aus Goethes Faust von ihren Straßen auf die Bühne. Liebe, Wahrheit, Verantwortung, Gut und Böse – diese Schlagworte in- terpretieren sie neu. Was bedeuten sie in den Problemkiezen europäischer Großstädte? Die Jugendlichen der Jugendzentren StreetuniverCity (Ber- lin) und ALI (Rom) zeigen es. „Was ich später mal machen will? Irgendwas mit Tanzen. Alle Bilder: Mimoza Veliu Hauptsache, ich bin nicht mehr länger arbeitslos.“ Marco Busiello 20, Rom
  • 21. Goethe meets HipHop 21„ oethe, G mein Freund, der Mann hieß G ­ oethe.“ „Wir akzeptieren nicht, … … dass das kreative Potenzial junger Menschen aus sozialen Brennpunkten  kaum genutzt wird. Das ist entwürdigend – sowohl für die Jugendlichen als auch für unsere Gesellschaft.“ „ Die Jury ist da, um sich zu re-pre-senten“ … dröhnt es aus den Boxen. Vorstellen und tanzen, heißt das auf Deutsch. Das Ganze dann natürlich aber auch „damn hot“. Alle Bilder: Mimoza Veliu
  • 22. 22 Goethe meets HipHop US VERS „Hip Hop Battles“, „rumblen bis zum Umfallen“ – in der NaunynRitze in Berlin-Xberg geht es um die Beats der Beats. Für den DJ steht fest: „ iese Show ist heiß D und fettig.“ Aylin Dogan 17, Berlin „Wenn Du so tanzen kannst, hast Du‘s geschafft – egal, was die Leute sonst so sagen.“ Alle Bilder: Mimoza Veliu
  • 23. Portrait 23 Da, wo sich Grenzen aufheben lassen Ein Jahr lang haben die Israelis Noam und Neta als Europäische Freiwillige in einem Zirkusdorf in Berlin gelebt. Ihr Alltag: die Manege Der Zirkus ist ihr Leben. Der 23-jährige Voran geht es mit ihrer Zirkusausbildung. Als Noam Geller und seine 19-jährige Freundin Neta mit der Schule fertig ist, hört sie von der „Israel Neta Oren wussten früh, was sie wollten: in die Ma- Circus School“ und einem Angebot: Ein Jahr lang nege steigen, Freiheit auf dem Trampolin verspüren, als Europäische Freiwillige in Berlin zu leben und zu Besucher mit Jonglier-Einlagen ins Staunen verset- arbeiten. Neta ist begeistert und auch Noam zögert zen. „Nicht als reiner Selbstzweck, sondern auch, um nicht lange. Menschen einander näherzubringen“, sagt Noam. „Denn ich glaube, dass die Magie des Zirkus helfen Grenzen gibt es hier eigentlich keine. kann, die Menschen zumindest für eine kurze Zeit zu verzaubern.“ Das „shake!“ am Berliner Ostbahnhof wird ihr neues Noam und Neta sind Israelis, aufgewachsen in Zuhause, ein kleines Zirkusdorf, getragen von einem kleinen Dörfern zwischen Haifa und Tel Aviv. Die gemeinnützigen Träger. GrenzKultur heißt er. Doch Spannungen in ihrem Land haben sie wohl für die Grenzen gibt es hier eigentlich keine. Zirkuswelt sensibilisiert: für den kreativen Raum, Das „shake!“ ist ein Schmelztiegel für kreative den sie bietet mit ihrer Artistik und den clownesken Menschen aus allen Himmelsrichtungen. Noam Spielereien. Dass die Zirkuswelt keine Fluchtwelt und Neta gehören ein Jahr lang dazu. Gearbeitet wird, dafür hat Noam schon zu viel gesehen. „Die wird täglich von acht bis zwölf Uhr, dann bleibt noch Bilder von den Selbstmordanschlägen aus meiner genügend Zeit für eigene Projekte.Bilder: Mimoza Veliu, varil-sxc.hu (1) Heimat sind fest in meinem Kopf.“ Wenn er das sagt, „Jeden Tag kommen Schüler zu uns, die im Le- wirkt er reifer als andere Erwachsene im gleichen ben bislang nicht ganz so viel Glück gehabt haben“, Alter. Zwar will er Politik nicht verteufeln, „aber ich sagt Neta, „Wir bringen ihnen das Jonglieren bei. kann diese endlosen Diskussion über einen mögli- Ihr müsstet mal sehen, wie ihre Augen funkeln und chen Frieden in unserer Region nicht mehr hören. wie schnell sie den Alltag um sich herum vergessen.“ Ich möchte, dass es vorangeht.“ Noam und Neta führen ihre eigenen Workshops mit
  • 24. 24 Portrait Im Interview: Noam und Neta Ein Jahr lang haben Noam Geller (links) und Neta Oren (rechts) einen Freiwilligendienst in einem kleinem Zirkusdorf in Berlin gemacht. „Es ist schon Fluch und Segen zugleich, dass in Berlin jeder Englisch spricht“, sagt Noam. „Das nächste Mal würden wir wahrscheinlich ein bisschen mehr Deutsch lernen.“ Bilder: Mimoza Veliu den Schülern durch. Viele von ihnen werden wohl auf ein Transparent“, wundert sich Noam. „In Isra- nie einen Schulabschluss bekommen. Doch bei den el geht es ums Ganze. Wer demonstriert, steht mit beiden Israelis fühlen sie sich wohl. seiner ganzen Persönlichkeit dahinter. Es geht um „Wir haben hier schon so manches Talent ent- die eigene Zukunft, nicht um die Party.“ Und Par- deckt“, sagt Neta, „und wenn wir dann mal ein Lob ty, das ist für Noam auch ein bisschen „Stuttgart aussprechen, bringen manche Schüler ein Lächeln 21“: „Wenn ich sehe, wer alles dahingereist ist, nur hervor, das man noch nie bei ihnen zu sehen ge- um dabei zu sein – also, ich würde mir da wirklich glaubt hat.“ komisch vorkommen.“ Neta stellt auch Unterschiede bei den Mentali- Berlin-Mitte ist ein komischer Stadtteil täten fest. „Ich erlebe die Deutschen zwar als sehr freundlich und viele sind auch sehr offen, aber oft Bis auf die Kälte im Winter fühlen sich Noam und nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wenn es inte- Neta in Berlin äußerst wohl. „Kreuzberg ist wie be- ressant wird, wenn es um das Wesentliche geht, ma- stimmte Viertel in Tel Aviv. Da boomt es, es gibt tol- chen viele zu.“ Noam nickt. le Kneipen, eine lebendige Szene“, sagt Noam und lacht, als er an „Berlin-Mitte“ denkt. „So einen komi- „Irgendwie steckt man uns Israelis immer schen Stadtteil allerdings haben wir nicht. Der wirkt, gerne in irgendwelche Schubladen“ als wäre er nur für Touristen errichtet ­worden.“ Neta stimmt zu. Sie genießt es, für eine be- Wohin sie auch gehen, auf die grenzte Zeit in einem Land zu Hause zu sein, in aktuelle Lage in Israel wer- dem keine Polizisten mit Maschinenpistolen den den sie überall angesprochen. Supermarkt-Eingang bewachen. „Keine Angst ha- Und: Sie schätzen das Inter- ben müssen ist Lebensqualität“, sagt Neta. Wohl esse an ihrer Heimat. Für un- auch ein Grund, weswegen in Deutschland anders ser Interview nehmen sie sich demonstriert wird als in Israel. „In Berlin ist eine Zeit, wollen richtig wieder- Demonstration ein Event. Man trinkt Bier, trifft gegeben werden. „Irgendwie sich und schreibt im besten Fall ein böses F-Wort steckt man uns Israelis immer
  • 25. Portrait 25 Bereich 25 gerne in irgendwelche Schubladen“, sagt Noam. Auf seine Frage nach dem „Warum“ antwortet auch Neta nicht. „Wir bekommen schon mit, dass die Deutschen sich stark für die palästinensische Sache einsetzen“, sagt sie schließlich. „Nicht, dass ich das nicht gut verstehen könnte, aber ich bin nun Bild: Mimoza Veliu mal Israelin.“ Dann ist das Gespräch wieder einen Moment unterbrochen. Die Stille ist nicht unange- nehm, sie unterbindet nur pauschale Schuldzuwei- sungen. Drei Jahre lang war Noam nun nicht mehr in I ­ srael. Vor seinem EFD in Deutschland hat er zwei Jahre lang die Zirkusschule in Toulouse besucht. Nach seinem Freiwilligenjahr in Berlin will er zu- rück in die Heimat gehen und studieren. „Was ge- nau?“ – „Irgendwas, das den Körper und den Geist anspricht“, sagt er, „Es muss kreativ sein, rein forma- lisierte Studiengänge langweilen mich.“ Vielleicht kommt alles aber auch ganz anderes, und Noam geht mit Neta nach Lyon. „Ich habe mich schon für die Zirkusschule dort angemeldet“, sagt sie. Benachbarte Ob das „shake!“ künftig israelische und palästi- P ­ artnerländer nensische Freiwillige gemeinsam aufnehmen sollte, wollen Neta und Noam nicht eindeutig beantwor- JUGEND IN AKTION ist kein „closed shop“, die EU sollte es ten. „Es steht und fällt immer mit den konkreten auch nicht sein. Europäische Freiwilligendienstprojekte, Leuten. Da kannst du auf beiden Seiten Glück oder aber auch Jugendbegegnungen und andere Projekte sind mit sogenannten Benachbarten Partnerländern möglich. Pech haben. Die Nationalität allein ist noch kein Ga- Dies sind: Die Mediterranen Länder in Nordafrika und dem rant für ein gutes Miteinander“, ist sich Noam sicher. Nahen Osten, die Länder in Südost-Europa sowie in Ost- Dann verabschieden wir uns. Zwei Stunden ha- europa und dem Kaukasus. In einem Geist der Offenheit ben wir zusammengesessen. „Wir haben ja wirklich voneinander lernen – das ist das Ziel. Denn die EU ist nicht über alles Mögliche geredet“, zeigt sich Noam er- der Nabel der Welt. staunt und hat zum Abschluss dann nur noch eine Bitte: „Du kannst das alles schreiben, worüber wirBilder: Mimoza Veliu   ehr unter: www.jugend-in-aktion.de M uns unterhalten haben, aber das Wichtigste haben wir eigentlich ganz am Anfang gesagt: Der Zirkus ist unser Leben.“ Marco Heuer
  • 26. 26 Interview „Alles cool!“ Du machst ein Jahr einen Europäischen Freiwilligendienst. Was hast du dir vo­ ge­ ommen? r n Kurzbesuch bei Ahmet in Istanbul Ahmet: Ich will ein deutsch-türkisches Netzwerk schaffen. Deshalb habe ich die Sache auch sozusagen von hinten aufgezäumt. Bevor ich herkam, habe ich – zusammen mit Kolleginnen aus Deutschland – Fach- Er lebt den Hip-Hop, er tanzt gern und er spricht kräfte aus Istanbul zu uns nach Berlin eingeladen. türkisch – Skills, die Ahmet Sinoplu in Istanbul gut Denn eines meiner Ziele ist es, eine Art Hip-Hop-­ dosiert ausspielt. Der 27jährige Kölner schwebt Akademie aufzubauen. Hip-Hop boomt gerade hier in der Türkei vor Glück. „Ihr solltet meine Wohnung in der Türkei. Die Undergroundszene ist sehr ak- sehen! Blick aufs Goldene Horn. Herrlich!“ Ahmet tiv, aber es gibt kaum Strukturen. Da ich seit mehr macht seinen Europäischen Freiwilligendienst (EFD) als zehn ­ahren in der deutschen Hip-Hop Szene J im „Short Wave Youth Centre“. „Ich habe mit den m ­ itwirke, dachte ich mir: Das mache ich hier, das Leuten hier abgesprochen, dass ich das machen macht mir Spaß. Also biete ich unter anderem Rap- ­ kann, worauf ich Lust habe!“ Workshops an, zu denen ich Rapper aus der Szene einlade und mit den Jugendlichen hier zusammen- bringe. Wir drehen ­Videos und treten auf. Und ich organisiere internationale Jugendbegeg- nungen. Wir ermöglichen Jugendlichen internatio- nale und interkulturelle Erfahrungen, die sie sonst nie machen würden. Warum Istanbul? Ahmet: Auf die Idee kam ich letztes Jahr. Damals habe ich eine Freundin besucht, die zu der Zeit hier im ­ugendzentrum mit der Tanzgruppe gestartet J ist. Ich dachte mir, warum machst du das nicht auch einfach? Istanbul ist bombastisch! Ich laufe nach wie vor mit einem Grinsen durch die Gegend.Bild: Stephanie Lachnit Und ein guter Nebeneffekt durch den EFD ist, dass ich Zugang zu vielen verschiedenen Organisationen hier in der Türkei bekomme  – und vielleicht ist das hier auch langfristig was für mich, beruflich gese- hen. Aber die erste Motivation war, Spaß zu haben. Im Gespräch: Ahmet, 27 Und einen EFD kann man bis 30 machen. Im April 2010 ging Ahmet für ein Jahr nach Istanbul, um im Jugendzent- rum „Short Wave Youth Centre“ als Europäischer Freiwilliger zu arbeiten. Was ist das hier für ein Stadtteil, in dem du Bereits vorher engagierte er sich neben seinem Studium der „Sozialen ­A rbeit“ als Anti-Rassismus- und Anti-Gewalt-Trainer. Europa ist für ihn arbeitest? eine gute Möglichkeit, unterwegs zu sein. Ahmet: Wenn ich die sozialpädagogische Brille
  • 27. Interview 27Christine RoskopfBilder: Stephanie Lachnit In Istanbul sieht man viel Streetart. Auch im Stadtteil Fener. Ahmet plant eine Motto-Tour zum Thema Stencils und Graffiti. aufsetze, dann ist das hier eine Gegend mit sogenannten sozi- entweder mit der Uni, in der sich auch unser Büro befindet, tei- al Benachteiligten. Anders betrachtet gibt es hier eine beson- len müssen oder wir extra welche anmieten. Auch der partizipa- dere Heterogenität: Hier leben viele ­ igranten aus Bulgari- M tive Ansatz ist hier noch nicht üblich. en, dem Kosovo sowie Kurden. Alles super Jugendliche, die Aber genauso wie in Deutschland treffen sich die unter- engagiert sind, wenn Angebote und Möglichkeiten da sind. schiedlichsten Jugendlichen, wir arbeiten zu Themen wie Men- Zu uns kommen Jugendliche zwischen 13 und 23 Jahren mit schenrechte, Anti-Diskriminierung oder Anti-Gewalt. Klar, unterschiedlichen Backgrounds – sie spielen zusammen The- im Rap-Workshop hab ich auch Jugend­iche, die sich gern mal l ater, trommeln, machen Umweltschutzprojekte oder belegen kloppen. Deutschkurse. Und sie bringen ganz ähnliche Probleme mit, Aber nach einem Jahr haben sie gelernt, dass sie nicht immer wie ich sie auch aus Deutschland kenne: Sie werden diskrimi- direkt die Faust heben müssen. Dann gibt es hier Mädels, die niert, sei es wegen ihrer Religion, wegen ihrer Herkunft, ihrer sonst nicht aus dem Haus raus dürfen, aber im Rahmen eines Sprache, sei es wegen ihrer sexuellen Orientierung oder wegen Workshops regelmäßig kommen können. Deshalb machen wir ihres Geschlechts. Uns geht es darum, die Jugendlichen aus der auch viel Elternarbeit und alles was wir tun, ist transparent. Umgebung zu erreichen. Daher der Name „Short Wave“, „kur- Durch uns kommen manche Jugendliche zum ersten Mal raus ze Welle“. Wir bieten hier auf dem Universitätsgelände einen aus Istanbul in andere Regionen der Türkei, viele kennen nicht Raum, wo sie sich frei bewegen können, ohne sich ausweisen zu einmal bestimmte Stadtteile hier in der Stadt. Dann erkunden müssen, wie es bei anderen Universitäten und den sogenannten wir die mit Fotoworkshops. Ich plane auch eine Motto-Tour Sport- und Jugendzentren hier in der Türkei normalerweise der zum Thema Stencils und Graffiti. Fall ist. Die haben eher Clubatmosphäre und sehr autoritäre Prinzipien. Wie wichtig ist, dass du selbst einen türkischen Background hast? Welche Unterschiede gibt es zur Jugendarbeit in Ahmet: Klar, mein Background öffnet mir Türen. Wobei das Deutschland? weniger der Background ist, als vielmehr die Sprache. Ich habe Ahmet: Ein großer Unterschied ist, dass wir uns die Räume zurzeit auch eine Kollegin, die einen deutschen Hintergrund
  • 28. 28 Interview Bild: Ryu-Tako / photocase.com Bild: Christine Roskopf >> Auflösung Psychotest  von Seite 13 Die Straßenbahn fährt durch die Einkaufsmeile von Beyoğlu, einem zentralen Stadtteil von Istanbul. Hier geht Ahmet gerne aus. Projekte mit JUGEND IN AKTION stellen einen vor Herausforderungen. Sie laufen dummerweise nicht immer so, wie sie sollten. Schwierige Entscheidun- hat und türkisch spricht. Sie ist in manchen Situationen viel- gen warten auf einen. Und Patentrezepte, wie man leicht sogar exotischer und spannender für die Jugendlichen es richtig macht, gibt es auch nicht. als ich es bin, und kann sie noch mal anders erreichen. Auf der anderen Seite lernt man ’ne ganze Menge. Wo ist dein Lieblingsplatz in Istanbul? Über sich und über andere. Das ist auch nicht zu verachten. Ahmet: Aktuell? Mein Zuhause. Das ist ein traumhaftes Haus in einer traumhaften Gegend. Aus dem Badezimmer, aus der Wenn man vor einer Herausforderung steht, ist Küche und aus dem Wohnzimmer kann ich eine herrliche es vielleicht gar nicht so wichtig, ob man sich für Aussicht genießen. Dann gibt es ein paar Secret Spots, wo ich Möglichkeit a), b), c) oder d) entscheidet. Entschei- die Aussicht auf die Stadt genieße. Ich gehe auch gerne tan- dender ist eigentlich der Punkt, dass man sich der zen, unter anderem im ARAFraf, in Beyoğlu. Und das Wasser, Herausforderung stellt. das ist eine meiner Quellen. Anfangs habe ich noch auf der Daher der Tipp: Einfach selbst mal ausprobieren asiatischen Seite gewohnt und bin mit der Fähre zur Arbeit ge- und schauen, wie man reagiert. Man findet schon fahren. Fähre fahre ich noch immer gerne – zur Entspannung. heraus, was richtig ist oder falsch. Die Erfahrun- Und Freunde habe ich natürlich viele gefunden, die ich immer gen, die man dabei gewinnt, sind jedenfalls unbe- gerne besuche. zahlbar. Falls du trotzdem denkst: Das traue ich mich Die Tür geht auf und eine Gruppe junger Leute stürmt in Ah- nicht, dann … mets Büro. Die Mädchen glucksen und kichern. Ahmet wird mit cooler Geste begrüßt. „Die habe ich hier eingeführt“, stellt A)  tell dir doch mal vor, du bleibst zuhause sitzen S er klar und wechselt ins Türkische. und triffst die Leute nicht, die du treffen könn- „Sie haben gerade den französischen Kinofilm ‚Die Fabelhafte test. Welt der Amélie‘ geschaut“, übersetzt er. „War nicht so beson- B)  tell dir doch mal vor, die ganze Zeit sagen dir S andere Leute, was du zu tun hast. ders“, findet Selçuk. Er kommt seit drei Jahren ins Jugendzent- C) tell dir doch mal vor, der Fernseher zeigt dir S rum, „zum Theaterworkshop!“, weil er schon als kleiner Junge die Welt, ohne dass du sie selbst entdeckst. Theater spielen wollte. Freundschaftlich geht es zu hier – und D) Stell dir doch mal vor, viele spannende Ge-  respektvoll. „Großer Bruder Ahmet, du bist sehr witzig und schichten finden ohne dich statt. wir sind auf einer Wellenlänge. Du bist ein toller Mensch!“, attestiert Selçuk. Alles cool! Stephanie Lachnit Ist auch öde.
  • 29. Bild: Gortincoiel / photocase.com Rezepte 29 (Inter-)kulinarische Entdeckungsfahrten Kochen und Essen können mehr anregen als nur die Portugiesischer Stockfisch Geschmacksnerven. Manchmal entstehen daraus (für 4 Personen) auch ungewöhnliche Projekte. Zwei Seiten, die zum Du brauchst: Nachkochen und Nachmachen anregen. 4 große Filetstücke Stockfisch 2 rote Paprika 6 Tomaten 2 Knoblauchzehen 1 kleine Peperoni Weiß- oder Portwein Olivenöl Salz / Pfeffer Kochprojekte mit JUGEND IN AKTION Und so geht’s: eroni in Mit einem Ökologischen Kochmobil auf Reisen Zwiebeln, Paprika und Pep blauchze- Rollende Imbissbuden gibt’s genug – aber ein ökologisches Kochmobil? Scheiben schneiden, Kno enthäu- Deutsche und österreichische Jugendliche nehmen einen alten LKW und he hacken und die Tomaten nne mit bauen ihn um. Auf die Ladefläche kommt eine Küche aus umweltfreund- ten. Die Zwiebeln in einer Pfa Tomaten lichen Materialen. Dann geht es auf Tour – von Gießen nach Wien. Und reichlich Olivenöl anbraten. hen las- an verschiedenen Zwischenstationen machen sie Halt und bieten Work- dazugeben und etwas koc sch und shops für Kinder und Jugendliche an zum Thema „Ökologisches Kochen sen. Anschließend den Stockfi die Paprika hinzufügen und mit Salz, und Einkaufen“. n. Zum Pfeffer sowie Peperoni würze Schluss den Knoblauch in die Pfanne Futtern wie bei Muttern?! sischen) Schmeckt zwar auch – ist auf Dauer aber langweilig. Denn Essen hat noch geben und mit etwas (portugie ßen. Ca. mehr zu bieten als nur das, was der heimische Kochtopf hergibt. Sechs Ber- Weiß- oder Portwein übergie und mit liner Studenten fragten mal nach. Sie baten junge Migranten, ihnen ihre 20–30 Minuten köcheln lassen . Lieblingsrezepte aus ihrer russischen Heimat aufzuschreiben samt Hinter- Kartoffeln oder Reis ser vieren er und halt- grundgeschichte. Die besten Rezepte sind auf einem Wandkalender ver- *) Stockf isch ist getrocknet bar gemachter Fisch. In der Se efah- ein e lang e Tra- ewigt.   rernatio n Portugal hat er rtelang dition – diente er doch jah rhu nde nge n. der Versorg ung von Schiffsbesatzu Entdeckung Ohn e Stockf isch wäre die n. der Welt sch wie rige r gew ese
  • 30. 30 Rezepte Kanelbullar Halbzeitvegetarier Immer schon mal daran gedacht, den Fleischkonsum zu reduzieren – und Du brauchst für den Teig: dann sah der nächste Burger doch zu verlockend aus? Das Problem haben 150 g Butter viele. Eine Gruppe „Halbzeitvegetarierer“ hat sich zusammengefunden, 500 ml Milch um gemeinsam gesünder und nachhaltiger zu essen und zu leben. Statt 50 g Hefe moralischer Appelle unterstützen sich je zwei Personen in Tandems dabei, 150 g Zucker ihren Fleisch- und Fischkonsum zu halbieren. 1 TL Salz  www.halbzeitvegetarier.de evtl. 1 TL Kardamom (gemahlen) 850 g Weizenmehl Küchenphilosophien … und für die Füllung: Vortrefflich lässt sich nicht nur bei, sondern auch über Speis und Trank phi- 100 g lauwarme Butter losophieren. Vier junge Frauen aus Leipzig besuchen Frauen aus der Groß- 100 g Zucker elterngeneration. Diese stammen aus ganz unterschiedlichen europäischen 1–2 EL Zimt Ländern. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und einer geforderten 1 Ei zum Bestreichen Neuorientierung des heutigen Lebensstils wollen die Enkelinnen wissen, Hagelzucker wie die Frauen mit ihren Ressourcen damals umgegangen sind. Haben sie bewusster gelebt? Nachhaltiger? Können wir etwas davon lernen?  Und so geht’s: Butter schmelzen. Milch hinzufügen und auf ca. 37°C wärmen. Hefe darin auflösen. Restli- che Teigzutaten hineinrühren. Den Teig kne- ten, bis er geschmeidig wird. Dann mit einem Handtuch abdecken und ca. 30 Minuten auf- gehen lassen. Den Teig durchkneten und in drei Teile teilen. Pelmeni Jedes Teil einzeln ausrollen. Butter darauf be- und salze n. Zu eine Du brauch m festen, streichen, mit Zucker und Zimt dick bestreu- st für den schen Teig ela sti- Teig: kneten un 250g Mehl, d sehr fein en. Zu einer Wurst rollen und in ca. 4 cm dicke 1 Ei, 1 TL S rollen. Mit aus- alz einem Bech … und für d Auf die H er ausstech Scheiben schneiden. ie Füllung: älf te der en . 30 0 –40 0g Teigta sche Die Stücke mit der geschnittenen Seite nach Hack fleisch TL der Ha n je 1 , ck fleischfü 2 gehack te llung gebe unten auf das Backblech legen. Den Teig so Zwiebeln R ä nder m n, die it Eischn 1 Eiweiß ee bestre noch einmal aufgehen lassen. Die Kanelbul- Eine zweit ichen. e Teigsche Butter ibe aufleg lar mit geschlagenem Ei bepinseln und mit fest andrü e n un d cken. gehack te P In sieden Hagelzucker bestreuen. etersilie dem Salz Salz, Pfeff wa sser 10 er nuten koch -15 Mi- Auf der mittleren Stufe im vorgeheizten Back- en. Ansch ließend die ofen bei 250-275° etwa 8 Minuten backen. Un- meni hera Pel- usnehmen Und so ge heißen Te und auf e ter einem Handtuch abkühlen lassen. ht’s: ller legen inen Hackfleisch . Mit zerla , Zwiebeln Butter übe ssener rgießen un *) Kein Kaffe ekränzchen in Schwe- W ­ asser verm und einige EL d mit Pete bestreuen rsilie den ohne Kanelbullar. Die Gebäckstücke ischen. Pfe ffern und sa . Sofort se sind in Schweden fürchterlich beliebt; Mehl, Ei u lzen. rvieren. Tr n d 3 EL W onell werd aditi- so beliebt, dass es mittlerweile sogar a sser verm en Pelmen ischen i mit Schm den alljährlichen „Kanelbullens dag “ gegessen. a nd am 04. Oktober gibt. Das Grundrezept *) Die ge f ist einfach – aber die vielen Geheim- men ursp üllten Te igtasch en rü si varianten werden gehütet wie wertvolle se proviant nglich w ohl aus S nd russisch es Natio ib Schätze. vorb ereite und demnach b es irie n. Pelmeni w nalge richt und stam t und im onders b are n der - länge re F ei ah rten m Fre ie n einge f rore n, Kutsch er n b elie ideale Rei- tigte man it n ehmen. ließ en sie bt. Zuhau se Fehle r mac nur S ch n e e, ein en Um sie unte rw egs sich wun h en und Kesse l un auf zu wärm derbar auf sage n, Pel en, b enö- meni se ie d Feu er. Übrige ns: n ein e A rt N Tortellini. ie den
  • 31. Interview 31Ein Jahr in PortugalRote Erde, Olivenbäume, die wunderbare Sprache und eine Mitbewoh- mit einem Mädchen aus Slowenien zusammen gewohnt. Dasnerin aus Slowenien – das kommt Olivia (24) als erstes in den Sinn, war besonders am Anfang nicht leicht, denn da ist unsere voll-wenn sie an Portugal zurückdenkt. Das Land ist ihr zur zweiten Heimat kommen unterschiedliche Erziehung sichtbar geworden.geworden. Ein Jahr lang absolvierte sie einen Europäischen Freiwilli- Mateia ist zum Beispiel ganz anders mit Problemen umge-gendienst in Baixo-Alentejo, einer länd­lichen Region Portugals, die von gangen – während ich mich immer zusammensetzen und überArbeitslosigkeit, Alkohol­abhängigkeit und Abwanderung der Jugend alles reden wollte, hat sie sich zurückgezogen. Ich habe gelernt,geprägt ist. Olivia, die heute „Soziale ­Arbeit“ in Mannheim studiert, mich einfühlsamer in die Lage anderer hinein zu versetzen und­arbeitete dort bei ­einer Organisation für die Entwicklung der ländli- toleranter zu sein.chen Gebiete. Inwiefern hat sich deine Wahrnehmung in Bezug aufWelche Veränderungen, die der EFD hervorgerufen hat, Europa verändert?hast du an dir selbst beobachtet? Wenn man ein Jahr lang in einem anderen europäischen LandDie größte Veränderung ist: Ich betrachte Dinge anders. Ich lebt, fühlt man sich danach automatisch „europäischer“, denkehabe früher sehr rational gedacht, in einer Art „Schwarz-Weiß- ich.Muster“. Während meines Jahres in Portugal habe ich die Grau- Mir ist klar geworden, dass wir wirklich eine Staatengemein-zonen entdeckt. Das Leben wäre zwar leichter, wenn es nur schaft und alle aufeinander angewiesen sind. Ich hoffe, dass dasSchwarz oder Weiß gäbe, aber ich kann nicht alles in die Kate- immer mehr Leute erkennen und wir es mit der Zeit schaffen,gorien „richtig“ oder „falsch“ packen. nationale Egoismen zu überwinden.Insbesondere im zwischenmenschlichen Bereich habe ich Aber manchmal ist es ganz schön schwierig, mit jungenviel gelernt, vor allem durch meine WG-Erfahrung. Ich bin Leuten, die noch nie für eine längere Zeit im Ausland waren,das erste Mal von zuhause ausgezogen und habe in Portugal über Europa zu sprechen. Und ihnen zu vermitteln, dass es sich lohnt, an das „Grundprojekt Europa“ zu glauben – und dass Eu- ropa es wert ist, dass wir Deutsche Nettozahler sind. Welche Stärken und Schwächen hast du durch den EFD an dir selbst entdeckt? Also auf jeden Fall trägt so ein Freiwilligendienst etwas zur be- ruflichen Orientierung bei. Ohne mein Jahr in Portugal hätte ich beispielsweise nie Soziale ­A rbeit studiert. Gerade in einem fremden Umfeld habe ich Dinge an mir entdeckt, die mir zuvor gar nicht so klar waren. Ich habe es als Schwäche wahrgenommen, immer so strukturiert zu denken. Klar, das hat auch Vorteile, aber es ist nicht immer gut. Man muss auch flexibel denken und handeln können. Dadurch, dass ich das begriffen habe, hab’ ich gelernt, wie wichtig es ist, kreative Lösungsansätze zu finden. Und Stärken … na ja, da würde ich sagen, mir ist bewusst geworden, dass meine Herzlichkeit und meine Eigenschaft, positiv auf die Dinge zuzugehen, mich nur weiterbringen kön- nen. Es hilft immer, Leuten mit einem Lächeln auf den Lippen entgegenzutreten. Das Interview führte Elisa Rheinheimer
  • 32. bis 30 sind eingeladen, am Programm teil- non- zunehmen. Die Einschränkung ist: Es gibt for- unterschiedliche Altersgrenzen in den Ak- male tionsbereichen. Die müssen eingehalten Lerner- werden. Und das Fördergeld reicht leider fa hrun - auch nicht für alle. gen im europäi- 5. Europa lässt sich entdecken … schen Kon- Europäisch zu denken und zu handeln, 2 3 4 text. kann man nicht verordnen. Europa und sei- Damit diese TATSACHEN zu Youth Gu Table ide You ss thp ne Möglichkeiten lassen sich entdecken. paYou ass thpGu ass Gu ide ents Introd of Co Forew ntord ide uc tion Mak You in ut Yo e most of Youass s as ning hp your lear g th rd dev ewo ass gram thp For thp pron: You r was thp Actionctio m to affir th inIntrodu elopme. ass thei par ticip irre rove isio to imp dec e! and e! her n is her The is atio ed the to ctiv gnit reco so wason the do n to refle and ion based ct r soc thei usands resp e of thotwo n and spe dreds inclthpa t resu of of usioss. lt vali edu year hun ningof You ng peo l auth lear the of on lear Test on dati clear a ning out l or ona ple -for of non d for the com cult mal ticip nee es of ural ✒ Rita bac withent a con ning lear ants me. cati peoengagm n run kers l sett vant to ng ial, of you k and have s’ wor ect pha for divebee rsity ses with you rs and larly ther -formal par toge non emps are in ning ple, sorities, vitie nce s acti loye info and ticu in the par program Mark Bergund, kgro opp e. and and Youth stein the uniqwide e cou theby a creteen in in thirt, train ortu of peo ue rang ntrie way rma r stak th wor othe rele Taylo nity ple ers,. By s. ings lder eho y reco trul me. gnis s r es Erfahrungen rdJUGEND IN AKTION ple istex k You nisers peo vides meation of you compete and onagramme’ that gram ng now Con pro inthe enta s on ent th worter tes orga ing dred tions, and nati Pro d rum on Pro of you s grea ifica tio n you readass lem cati Junge Menschen können mit JUGEND IN AK- nicht verloren ALL gramme nce g hun skills , lthe are thp imp edu th fiel inst Acti act cert n to you You the lvinass?newnisa ning erie ma an you vides Youth ss in imp demand ss l Ope Whatpro are exp invothp th orga lear s. on tand for A: -for ve thpa tica Par You elop of in the pro in the thpa vatime ch You poli in Acti lore Europe, toof you rcein non to prep dev p you ass You innoram s whi uce . at is es al soued ortunitie gnition thp ation t of learning Progsureprod ning the on ide r cw o to exp ss Wh nce tativ hel You g men r nthe to trai as acro A1a cha ition restopp e to on, participreco elop k thei Youth’ on mea on and such in Acti rnin atio n in Acti g rnet cs Gu esen inte er repr an add few is her to n Uni theLea to chec participLearnin cati topi also ting de ve dev g peath the inte und th It is ng Get with gui pea r acti tolon rs of You al edu You as the as vidi A2 ple lication’s Euro theiLife othe for Euro longon backgro the ed gue ining ass ker und to in the lable form ate Life that s. cribton be pro peo pub hhi the backgro help certific esof s with ut froms etus s avai abo desherandtoutl is to thp ng Hitc in gain key and imp vitie ted nce the you This a acti kag e ligh pete ld be mot ss por ss A3 timeand thethe ple d ning ‘A new n nical tool ritie . rent pac out mor high com in the thpa You A cou Youeral sup thpa e You first tha the ng peo hol lear forer reoverall erst ut diffe enta tice on ing ion to the For t> und k abo te Pap mothe tech finding prac n Uni gain youA4 You ss – the complem d. Part und in gen how icat at that that wer pea nee kgro wha > thin YouWhi part use towards ry andEuro towards they commun field natural rning thpa ass of ter ing foue thpand f bacges look th r in the to > use Youas yoursel grea theo the s n part inthe youion, Lea vice thei A1 ady A5nect well as ing in rsanswer utio at the abilityat Exchan it is only long ed of trib ing s in thesect Ser s ing to: Part s? Alre describ ntate > con as earn Ministe nt con and ion foster look Youth on” So for ary 6. Life rse dur Go hpas was gnition – ndsnce nces unt vitie s. . g Cou e had ge, nityt to Yout is > orie text andYouth nsorta pubg ance, ut), acti“ha practice Vol er 200 nin licat TION (erste) europäische Erfahrungen ma- gehen, können stio nin abo inthe pete hav han Wha reco con 6 the Que imp g this think formOne into opean emb ) – Trai s they th Exc opportu an t lear inst atio n ion com Eurpete A2 it Youview 200 tmakes t usin mes, for Part Act civic Key–com in Dec (4.3 erience ofkaover e the B: por gs to ticipB rod Part d in Par star sup e– to put ee exp s to: In May me e will toion, (thincepts. gram e. Par lded onion Two ncil nt Thr ctis and the Cou ant will hpas A quic hav es Gointeresteation gramyon Howpro sect languagprais tura edAct the con rcul nee – the ticip me Yout of serv Pro e B1ang s and wha Ever ds on” ign ass inte in t bas and e r Poi use of ry par n. . It Getting al educ ing form Fou t gram ass n idea thp ing th exch a fore social, ass pra “min wasctis ent ion e bes ths eve on Pro ered soo s on thp of issu non- er You as in B2 tYoucrib thp in Parliam e – Act mak mon mai of Acti cov e You ce for idea the and des You ass n to to on rtan ing bett ible A3 th in l be Som ual impo learn of wel d men of thp pea ctis ple andcoming nt ons Part to: guide use ment You ed You me will man theresp al nce bility. dev elop B3 Euro in pra peoes need es pme Equi In the in the ng this and form ortaloya Go and hike r’s on elop by the ass you ramm ficat gram ent ple non- impemp me Hitch recogniti dev thp t me. certi rse Pro pres peo ing the pted So: You por prog uceCou the sup gram can young and n and tion”gram to ado B4 ss.eu Pro prod ons of ning we are ogni Pro A4 int will ns ass thpain the or a Trai Acti guide today withyou erst in usio What “rec our und d incl y mea to: Part to thp ation er ices in king If to steial from d reall Go keys You .you vice . Oth -by-step hpass e wor that und ere soc nce the ning www to: ticip Ser ass end Yout n sure hold Lear Go par ntary thp C: AppStep t plea Actio ryon a backgro imp g tion introve exp erie You ong Lifel esse t eve er to chen und ihr Europa für sich erschließen – sie beschrieben und bescheinigt werden: Volu a You Par to usineach grea rma for , as nt and people. to re Mair ain nd ents en Info urce e time ideaordrs in s lear Pier obt is with reso B2 ittice torial uto learn be you ng grou lopm ✒ the Citiz ure Part in Prac Edi ful the sam Tips and re trib ning le t can for The back deve s with and Cult ion to: Go hpass refo help Con lear peop ful The as a and aton malhelping learnr wha use Euro pean tion n miss Yout h , es -for to ove and Rela catio Com a bot ass Not non on all to disc visible rt and for Edu pean of ing s thp Euro e this hpas You gnition B1 learn e h, Spo eral Part to: reco ort te youit mor es Yout ? Yout ate-Gen mak Go to supp ly invi e t mak rent for ctor Director help ing How kind h to mak Wha diffe Dire s to me way Let we wis rent how A5 than g! Part – more din y diffe to: Go hpass e rea man py ted in Yout Hap ficat tribu a certi e con hav e who auf Jugendbegegnungen, im Europäischen mit dem Youthpass – einem europaweit gül- thos all ks to y than Man ity! real Freiwilligendienst, bei transnationalen Ju- tigen Zertifikat.1. JUGEND IN AKTION ist ein euro­ gendinitiativen.päisches Förderprogramm 9. JUGEND IN AKTION macht LustUnd zwar für Jugendliche und junge Er- 6. … und gestalten auf mehrwachsene bis 30 sowie für Organisationen Rund 80% der Gesetze, die unseren All- Ist tatsächlich so: Nach einem Projekt wol-und gemeinnützige Vereine, die Jugend- tag betreffen, werden in Brüssel ge- len sich die meisten weiter gesellschaftlicharbeit machen. Da es europäisch ist, sind troffen. Es lohnt sich also, sich mit engagieren oder im Ausland studieren. AufGrenzüberschreitungen ausdrücklich er- Europa kritisch zu beschäftigen. Mit JU- jeden Fall können sie das, was sie gelerntwünscht. JUGEND IN AKTION will Europa GEND IN AKTION geht das lokal vor Ort haben, einsetzen. Zum Beispiel, wie sie mitnäher an junge Leute bringen. oder in einem europäischen Projekt: ungewohnten Situationen umgehen. Oder Mit Jugendinitiativen, Jugenddemokratie- wie es ist, in einem internationalen Team2. Wer ist verantwortlich? projekten, Freiwilligendiensten, auf Semi- zu arbeiten. Sie können ihre Sprachkom-Die EU-Kommission hat das Programm ins naren oder Trainings oder in einem Struktu- petenz nutzen oder die Erfahrung, dass sieL­ eben gerufen. 35 nationale Agenturen rierten Dialog mit Politikern. Im Sinne einer ein eigenes Projekt durchgeführt haben …setzen es europaweit in ihren Ländern bis europäischen Bürgerschaft können jungeEnde 2013 um. In Deutschland ist es die Menschen Verantwortung für die Dinge 10. Erfahrungen aus erster HandAgentur JUGEND für Europa. übernehmen, die ihnen wichtig sind. Es gibt sie, die Leute, die gerade unterwegsî www.jugendfuereuropa.de sind und etwas machen mit JUGEND IN AK- 7. Europa ist hier ... und dort TION. Also, wer Lust hat, mal was aus erster3. Es gibt Geld „Europa ist doch so weit weg“, stimmt Hand zu hören: Auf î  www.youthreporter.euIn fünf Aktionsbereichen können Jugendli- nicht. Europa beginnt bei einem zu Hause. erzählen Europäische Freiwillige, wie esche, Jugendorganisationen, gemeinnützige „Think global, go local.“ Viele Themen, die sich anfühlt, im Ausland zu sein. Und wennVereine, u.a. Geld für ihre Projekte beantra- einen beschäftigen, besitzen eine europäi- es mit dem Projekt vorbei ist, geben Euro-gen. Diese Möglichkeit gibt es an fünf Ter- sche Dimension. Zum Beispiel der Umwelt- Peers ihre Erfahrungen an andere Jugendli-minen im Jahr. schutz: Man denke nur an die Glühbirne … che weiter. î www.europeers.deî www.jugend-in-aktion.de 8. Non-formal ist echt real4. JUGEND IN AKTION ist für alle Das ist mal klar: Wer sich in einem Projekt en- Alles ist im Internet zu finden unterZugegeben, es gibt keine Regel ohne Ein- gagiert, lernt immer etwas. Auch wenn was î  www. webforum-jugend.de.schränkung – und doch: Egal, welchen danebengeht. JUGEND IN AKTION ist ein För-Schulabschluss man hat, egal, welcher derprogramm außerhalb von Schule, Aus-Religion man angehört, alle jungen Leute bildung und Studium. Somit ermöglicht es