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JP│KOM News-Service 3/11
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JP│KOM News-Service 3/11

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Der News-Service informiert Sie über Trends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOM. …

Der News-Service informiert Sie über Trends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOM.

Die Themen in dieser Ausgabe:

- Quo vadis Geschäftsbericht?
- Unternehmenskommunikation 2.0
- Communication Performance Manager
- Speak glocal!
- „Project of the Year 2011“: Gemeinsamer Stolz
- Wenn Utopie Wirklichkeit wird
- Berufsleben mit einem Arm

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

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  • 1. Quo vadisGeschäftsbericht?Unternehmens-kommunikation 2.0Am Mitmach-Web kommt baldkein Unternehmen mehr vorbei.Doch wer hat schon heute dieNase vorn? Wie sieht Pressear-beit 2.0 aus? Und wie halte ichmich beim Surfen auf der digita-len Agenda über Wasser? DreiBeiträge, die Antworten geben.CommunicationPerformance ManagerBlindflug kann ins Verderbenführen. Viele Kommunikations-manager sind Controlling-Muf-fel. Es macht ihnen keinen Spaß,in Datenbanken zu wühlen undZahlenkolonnen zu schieben.Doch Kommunikationsmanage-ment kann Spaß machen.Speak glocal!Botschaften auf den lokalenMarkt zuschneiden und zu-gleich das globale Image stär-ken: Wie kann dieser Spagatgelingen? Impulse für die Inter-nationale Kommunikation gabdie Frankfurter networking nitebei SCHOTT Solar in Mainz.News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP  | KOMAusgabe 3 |11 • Juli 2011
  • 2. 2News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011EditorialPR-Desaster – dasUnwort des Jahres?“Datenleck bei der Playstation, Kernschmelzeim Atomreaktor, Explosion auf der Ölplattform:Jede größere Katastrophe wird neuerdingszum ‚PR-Desaster‘ erklärt. Dabei hat es derBegriff verdient, das Unwort des Jahres zuwerden. Die wahren Versager sitzen nicht inder Presseabteilung,” sondern in der Unter-nehmensführung – suggeriert Tom Hillenbrandauf Spiegel online.Das hört mancher PR-Stratege sicher gern.Aber es bleiben Fragen offen: Woher kommtes, dass sich das Interesse der Medien zuneh-mend auf die PR richtet? Laut Hillenbrand er-halten Journalisten kaum noch Gelegenheit,mit Vorständen und Experten aus Unterneh-men selbst zu sprechen. Die Wirklichkeit desRedakteurs besteht heute aus Pressemeldung,Website und einem Telefonat mit der PR-Ab-teilung. Zwar recherchieren gute Redakteuregegen. Aber auch das heißt ja nur noch mehrPresseinformationen, Websites und Telefonge-spräche mit anderen Quellen.Medial vermittelte Wirklichkeiten, Journalistenkönnen die Fakten nicht mehr überprüfen: Nurein paar mutige chinesische Journalisten habennach der Kernschmelze im AKW Fukushimanachgeschaut und an den eigenen Kleidern dieRadioaktivität gemessen. So kommt es, dass„für die Redakteure das eigentliche Ereignisirgendwann in den Hintergrund“ tritt und dieKommunikation darüber zum wesentlichen Kri-terium für Wahrheit wird.Aber kann dies wirklich verwundern? Ob in derprofessionellen Kommunikation oder im Privat-leben: Wie komplexe Fakten von meinem Ge-genüber bewertet werden, hängt stark davonab, wie vertrauenswürdig ich kommuniziere.Und dabei macht bekanntlich auch der Ton dieMusik.Jörg Pfannenberg, Geschäftsführender GesellschafterInhaltBewerten/Kommentieren Kontakt Drucken Vollbild Nützliche Links Vor/zurückQuo vadis Geschäftsbericht?Unternehmenskommunikation 2.0DAX-30auf Facebook, Twitterund Youtube„Pressearbeit 2011“:Was Journalisten wirklich wollenWellenreiten für FortgeschritteneCommunication Performance ManagerSpeak glocal!„Project of the Year 2011“:Gemeinsamer StolzWenn Utopie Wirklichkeit wirdBerufsleben mit einem ArmVideo36667810121314
  • 3. 3News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011HeraklesamScheideweg(MuseoNazionalediCapodimonte,Neapel)Ist der Geschäftsbericht scheintot?Viele Unternehmen sehen darin nurPflichtberichterstattung, und auch dieZahlen sind bei Vorlage schon veraltet. DasInstitut für Medien und Kommunikationsma-nagement an der Universität St. Gallen hatherausgefunden, warum der Geschäftsberichtauch in Zukunft relevant sein wird.Von Christian P. HoffmannQuo vadisGeschäftsbericht?News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011
  • 4. 4News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011„Am Ende will ich vor allem wissen,warum die operativen Kosten im letz-ten Quartal so stark angestiegen sind.Da geht es um Detaillierungsgrad undQualität der Daten. Den ganzen bun-ten Rest kann man sich sparen.“„So eine Finanzberichterstattungschafft doch keine Nähe oder Sym-pathie. Die Berichterstattung sollteschon differenzierter und farbiger sein,damit man auch ein Gefühl für dasUnternehmen bekommt.“Zwei Nutzer eines Geschäftsberichts, zweiMeinungen, die treffend das Dilemma heutigerUnternehmen beschreiben: Die Technik er-laubt es heute, den Zielgruppen der Ge-schäftsberichterstattung eine enorme Vielfaltund Tiefe an Daten in den unterschiedlichstenFormen zur Verfügung zu stellen. Tatsächlichverlangt die Regulierung eine immer umfas-sendere Offenlegung von Geschäftskenn-zahlen. Die Zielgruppen erwarten selbstbe-wusst Auskunft zu einer Vielzahl finanziellerund auch nicht-finanzieller Eigenschaften derUnternehmen.Die Unternehmen wollen umgekehrt nicht nurihre Pflicht erfüllen, sie wollen sich – die eige-nen Ziele, Strategien, Erfolge und Kulturen –auch vorstellen und beschreiben. Sie wollenInteresse und Sympathien wecken. Der Ge-schäftsbericht beschreibt die Identität des Un-ternehmens und soll zur Imagepflege beitra-gen. Er wendet sich dabei nicht nur anprofessionelle Investoren, Analysten, Journa-listen und Privatanleger, sondern auch an (po-tentielle) Mitarbeiter, Geschäftspartner, Kun-den oder die Politik. Jede Zielgruppe hat aberbei der Betrachtung des Unternehmens eineandere Brille auf der Nase. Dies macht es na-hezu unmöglich, alle Wünsche gleichermaßenzu erfüllen.Wohin geht die Reise?Woran also sollen sich Unternehmen bei derGestaltung ihrer Geschäftsberichte orientie-ren? Wohin geht die Reise im Corporate Re-porting? Das Forschungsprojekt Zukunftsla-bor Geschäftsbericht des Instituts fürMedien- und Kommunikationsmanagementan der Universität St. Gallen in Kooperationmit Alpiq Holding AG, PricewaterhouseCoo-pers AG, Multimedia Solutions AG, RaiffeisenSchweiz Genossen-schaft, SAP AG sowieYjoo CommunicationsAG konnte drei zentraleTrends in der Kommuni-kation von Unterneh-men und ihren Zielgrup-pen identifizieren, dieihre Spuren auch imGeschäftsbericht hin-terlassen werden: DasErzählen überzeugen-der Geschichten, dieKonzentration auf harteFakten und die zuneh-mende Demokratisie-rung der Zielgruppen-nachfrage. DieseTrends stehen in einemdurchaus spannungs-vollen Verhältnis zu ein-ander – sie spannen ein Dreieck auf, in demsich die Berichte der Unternehmen verortenlassen.Trend 1: Storytelling„Ein börsennotiertes Unternehmenmuss eine spannende Geschichtesein – nicht nur erzählen, sondern tat-sächlich darstellen.“Der Business oder Investment Case be-schreibt, warum ein Unternehmen ein lohnen-des Investitionsobjekt darstellt. Die „EquityStory“ erzählt, was das Unternehmen macht,wofür es steht, von wem und wie es geführtwird. Sie beschreibt Ziele, Schritte auf demWeg dorthin und vergangene Erfolge. So er-gibt sich ein konsistentes Bild in den Köpfender Zielgruppen, das zu einer Kooperationsbe-reitschaft führen kann – oder eben auch nicht.Es ist daher keineswegs neu, dass auch derGeschäftsbericht eine Geschichte erzählt. DieFrage ist nur, welche Rolle diese einnimmt. DerGeschäftsbericht könnte zukünftig einer Doku-mentation gleichen, die erzählt, was dasUnternehmen im vergangenen Jahr umge-trieben hat. Ein klar erkennbarer roter Fadenerleichtert dabei das Verständnis. Verschie-dene Eigenschaften des Unternehmens –seine Finanzen, Mitarbeiter, Nachhaltigkeitoder Führung – stellen nur Aspekte, Moduleeiner übergreifenden Erz ählung dar. Einesolche Unternehmensgeschichte sollte da-bei authentisch sein und im Alltag aufgegrif-fen, „gespürt“ werden können. Warum nichtdie Geschichte des letzten Geschäftsbe-richts auf Events oder in den Räumlichkei-ten der Gesellschaft aufgreifen? Letztlich istdas Unternehmen ein Fortsetzungsroman –­jedes Quartal kann daher eine neue Episodeerzählt werden.Trend 2: Reduce to the maxEin zweiter spürbarer Trend weist in eine an-dere Richtung: Kapitalmarktprofis fühlen sichzunehmend überwältigt von der Informations-flut der Geschäftsberichterstattung. Undauch belästigt von den Marketingbemühun-gen ihrer Beobachtungsobjekte. Bei der Be-richterstattung sollte es daher um harte Fak-ten gehen.„Es interessiert nur, was messbar ist:Ziele, Masse, Daten.“Wohin die Reise geht – Drei zentrale Trends in der Geschäftsberichterstattung
  • 5. 5News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011Key Performance Indicators sollen das Ge-schäftsmodell widerspiegeln und deutlich ma-chen, wie das Unternehmen Geld verdient. ImVordergrund stehen dabei die geprüften Kenn-zahlen. Ein kurzer, klarer und prägnanter Textkann diesen vorangestellt werden. Eine solcheOrientierung muss jedoch nicht mehr als zweiDIN-A4 Seiten umfassen. Wichtig ist vor allemdie Transparenz und Vergleichbarkeit des Re-porting. Die Taxonomien der international eta-blierten Reportingsprache eXtensible Busi-ness Reporting Language (XBRL) stellen etwaeinen Standard dar, der Kennzahlen nicht nurleicht zu verarbeiten, sondern eben vor allemauch vergleichbar macht. Technische Plattfor-men unterstützen somit eine effiziente Bericht-erstattung – von der Pflege aktueller Datenüber die Publikation bis hin zu einem Hostingin externen Datenbanken, etwa der Börsen.Inhaltliche Schlichtheit, Reduktion und Ge-schwindigkeit könnten somit den Geschäfts-bericht der Zukunft prägen.Trend 3: Mash-upSichtbar wird dabei zugleich ein dritter bedeu-tender Trend: Zunehmend erwarten die Ziel-gruppen genau jene Daten in jenen Formatenabrufen zu können, die sie für ihre Zwecke be-nötigen. Die Informationen sollen nur einen Input,eine Grundlage bieten für die weitere Bearbei-tung durch die Zielgruppen – und die sich dar-aufhin aufspannenden Konversationen. So fin-den sich nicht nur die Finanzkennzahlen in leichtzugänglichen Datenbanken, auch Videos kön-nen auf den Plattformen der Sozialen Mediengeteilt werden, Texte in Blogs, Diskussionsforenoder Berichte übernommen werden, Grafikenoder Animationen in Präsentationen eingebautund geteilt werden. Im Kern steht der Austauschin den Zielgruppen und mit den Unternehmen.„Der Geschäftsbericht wird zu eineSelbstbedinungsladen, einer Art Potal,das bestenfalls die Bedienung kurzerläutert.“Prominenten Raum erhalten dort jene Dateien,die besonders häufig heruntergeladen oderbesucht wurden. Nicht mehr das Unterneh-men gibt die rote Linievor, sondern dasNutzerverhalten.Wie die Kommuni-kation im Web 2.0würde auch die Ge-schäftberichterstat-tung evolutionär unddemokratisch: Nichtdie Kontrolle über In-halte ist relevant, son-dern die wirkungsvolleTeilnahme an den dar-auf aufbauenden Dis-kussionen.Zukunft muss gestaltet werdenGeschichten, harte Fakten oder Nutzerdemo-kratie – so spannt sich ein Dreieck aus Ex-trempunkten auf, die zwar alle gleichermaßenrelevante Trends der Berichterstattung be-schreiben, jedoch kaum gleichzeitig abzude-cken sind. Unternehmen müssen sich alsoentscheiden: Wer sind ihre primären Zielgrup-pen? Was ist die Funktion des Geschäftsbe-richts? Welche Kultur will das Unternehmenvertreten und welche Ziele stehen im Vorder-grund? Es stellt sich auch die Frage, ob dasUnternehmen seine Kommunikation maßgeb-lich selbst gestalten möchte, sich an externenMarktstandards orientieren will oder bereit ist,den Nutzern das Zepter zu übergeben. Diedrei beschriebenen Trends sindalso mit unterschiedlichen Kommu-nikationskulturen verbunden.Jeder Standard beginnt mit einem Vorreiter.Unternehmen sind auch in der Geschäftsbe-richterstattung aufgefordert, eigene Akzentezu setzen, ein eigenes Profil zu entwickeln unddurchaus auch mit dem Einsatz neuer Medienund Formate zu experimentieren. Der Marktund die Zielgruppen entscheiden schließlich,welche Ansätze erfolgversprechend sind –und auch die Regulierung wird sich diesenEntwicklungen anpassen.Trends sind jedoch nie in Stein gemeißelt. For-schung wie Praxis werden auch weiterhin invielfältigen Projekten beobachten und erpro-ben, welche Einflüsse die Unternehmenskom-munikation beeinflussen – und welche Ent-wicklungen der Geschäftsberichterstattungsich daraus ableiten lassen.Bewerten/KommentierenAbschlussbericht onlineChristian peter hoffmann, Dr. oec.HSG, ist Assistenzprofessor für Kommunikationsma-nagement am Institut für Medien- und Kommuni-kationsmanagement der Universität St. Gallen undDozent an der Hochschule für Wirtschaft Zürich. Erstudierte Betriebswirtschaftlehre an der UniversitätSt. Gallen und an der Australian Graduate Schoolof Management sowie Politikwissenschaft an derFernuniversität in Hagen. Seine Forschungsschwer-punkte liegen im Bereich des strategischen Kommu-nikationsmanagements, der Online-Kommunikationund der Finanzkommunikation.Christian HoffmannAbschlussbericht des Zukunftslabor Geschäftsbericht
  • 6. 6News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011DAX-30 auf Facebook, Twitter und YoutubeAm Mitmach-Web kommt bald kein Unternehmen mehr vorbei. Doch wer hat schonheute die Nase vorn? Wie sieht Pressearbeit 2.0 aus? Und wie halte ich mich beimSurfen auf der digitalen Agenda über Wasser? Drei Beiträge, die Antworten geben.Web 2.0 gewinnt an Gewicht, und immermehr Unternehmen machen mit: Nicht weni-ger als 27 Millionen Fans und Freunde hattendie DAX-30-Unternehmen bereits Ende desletzten Jahres – fünfmal soviel wie ein Jahrzuvor. Ähnlich ist der Trend bei Twitter undYouTube. Allerdings haben Konsumgüterun-ternehmen mit ihren jungen, verbraucherna-hen Themen klar die Nase vorn. Ein Hinweisdarauf, dass Unternehmensthemen bisherüber das Web 2.0 weniger gespielt werden?Im Rahmen einer Online-Befragung hatJP | KOM 2010 gezeigt, dass die Bedeutungdes Web 2.0 speziell in der Mitarbeiter- undKundenkommunikation zunehmen wird. Aberauch im Bereich Issue Management/CSRwird das Web 2.0 immer wichtiger: Hier sinddie Erwartungen der Stakeholder hoch, soJörg Pfannenberg in seinem aktuellen Buch.„Corporate Communications im Web 2.0.Relevanz und Legitimität für das Unterneh-men“ (2011)Bewerten/KommentierenFacebook, Twitter und Co. gehören längstzum Repertoire der Kundenkommunikation.Aber taugen sie auch für die Pressearbeit?Ja,denn: Über die Hälfte der Journalistensind offen für Social Media-Plattformen – solautet das Ergebnis der Studie „Pressearbeit2011“. Die Umfrage unter 65 Vertretern derFach- und Tagespresse, durchgeführt vonder attentio :: pr-agentur GmbH, ergab zu-dem, dass knapp 70 Prozent der Befragtensich auf Presseportalen informieren, wohinge-gen Videodateien derzeit noch als unwichtigangesehen werden.Studie Pressearbeit 2011Bewerten/KommentierenSTUDIE „Pressearbeit 2011“:Was Journalisten wirklich wollenFreunde auf FacebookAdidasDifferenzzum VorjahrVolkswagenBMWDaimlerBeiersdorfDtsch. TelekomLufthansaHenkelSAPDeutsche PostAllizanzDeutsche BankSiemensBASFBayerInfineonMetroMunich ReDeutsche BörseThyssen KruppCommerzbankMANRWEFresenius Med. C.EonFreseniusHeidelb. CementK+SLindeMerckQuelle: Vierpartner/Stand: 31.12.2010Follower auf TwitterAdidasDifferenzzum VorjahrDtsch. TelekomSAPDaimlerLufthansaVolkswagenBMWSiemensDeutsche BankHenkelBASFBayerAllianzInfineonDeutsche PostRWEThyssen KruppCommerzbankEonMetroLindeMANMunich ReDeutsche BörseBeiersdorfMerckFreseniusFresenius Med. C.Heidelb. CementK+SKanalaufrufe auf YoutubeSiemensDifferenzzum VorjahrAdidasDtsch. TelekomVolkswagenDaimlerBMWMunich ReSAPLufthansaEonDeutsche BankBASFMANHenkelBayerRWEAllianzBeiersdorfDeutsche BörseInfineonMetroDeutsche PostLindeCommerzbankFreseniusFresenius Med. C.Heidelb. CementK+SMerckThyssen Krupp8 432 6026 341 8584 810 6241 838 755624 303333 214158 130128 48270 66574 27235 42216 9155 0218 4726 5458 9186 2322 6552 1561 6051 8069066437600000011 849 1806 621 7345 396 9042 046 788624 872437 746182 669131 32299 92585 61135 62022 43311 39910 5819 8068 9186 2322 6552 2422 1111 806850664376000000379 812118 58677 72169 80253 73252 61540 89522 5649 6998 0637 3847 1085 8914 4283 8112 3041 5251 3481 2899028706566116011990000010 317 9875 403 2295 127 0452 292 0151 335 170973 265247 228215 980205 493190 02276 33270 19568 40065 23228 87520 45018 31018 14214 08313 5136 8526 4863 645978000000357 190115 53250 10164 46232 67048 44824 29714 6617 7046 1085 4956 7644 2584 4282 1942 0511 2541 3251 28990264658461152341-23-2-10010 001 1614 570 6612 932 5751 998 6891 153 899369 470247 228181 933205 49351 84661 86767 24565 32763 59923 67212 53318 31018 14210 79813 5136 8525 0743 585978000000
  • 7. 7News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011Wellenreiten fürFortgeschritteneGuttenberg-Affäre, E10-Kraftstoff,Fukushima – manche Themen machenim Web 2.0 beeindruckende Karrieren.Das reine Beitragsaufkommen sagt jedoch we-nig über die Relevanz der Issues aus. Erst diesemantische Inhaltsanalyse und die Bewertungder Portale machen die Themenentwicklungtransparent und versetzen so die Akteure in dieLage, passgenau auf Geschehnisse reagieren zukönnen. Wie das geht, hat Prof. Dr. MartinGrothe in seinem Beitrag „Aktuelle Informations-defizite und Themenentwicklungen im Blick derSocial Media Analyse“ erläutert: Während z. B.die Plagiatsaffäre des ehemaligen Verteidigungs-ministers auf Nachrichtenportalen eine intensiveNutzerdiskussion hervorrief, blieben die Beiträgezur japanischen Atomkatastrophe auf diesen Ka-nälen sehr überschaubar — auf Frage-Antwort-Portalen hingegen kam Fukushima eine deutlichgrößere Bedeutung zu. Hier werden Informati-onsdefizite offenkundig – die ganzheitliche Be-trachtung der User-Beiträge macht sogar deut-lich, welche Fragen von Meinungs- undNachrichtenportalen unzureichend beantwortetwerden.Derartige Defizite laden zur Inanspruchnahmevon Deutungsmacht ein, so Grothe. Wenn diebisherigen Akteure nicht oder nicht angemes-sen reagieren, dann reagieren im Social Webschnell andere – für Kommunikatoren eine Ge-fahr, die es frühzeitig zu erkennen gilt.Den vollständigen Beitrag von Prof. Dr.Martin Grothe lesenWeitere Artikel von Prof. Dr. Martin Grothezum Thema Social Media AnalyseBewerten/Kommentieren
  • 8. 8News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011Nur was man regelmäßig misst,kann man auch managen — ok,verstanden! Doch wer hat schonZeit (und Lust), sich in DutzendeDatenbanken und Charts zu klickenund die Infos mühselig aus dem Da-tensalat herauszufingern? Der Com-munication Performance Managermacht Monitoring, Analyse undControlling zwar nicht zur Lieblings-beschäftigung, aber doch ein gutesStück attraktiver.In der Praxis wird oft eine Reihe unterschied-licher Tools für das Kommunikationsmanage-ment eingesetzt. Mit dem „CommunicationPerformance Manager“ hat Lautenbach Sasseine webbasierte Lösung entwickelt, diemehrere Einzelanwendungen über eine Platt-form integriert.Über einen zentralen Zugang sind Monito-ringdaten und Medienanalysen abrufbar,und per Mausklick können direkt aus derPlattform heraus anschauliche Grafiken fürdas Reporting erstellt werden. Durch denschnellen Zugriff auf die wichtigsten Steue-rungsgrößen lässt sich der Kommunikati-CommunicationPerformanceManagerKampf dem Datensalat! Medienmonitoring, Analyse undControlling aus einer Hand – mit dem CommunicationPerformance ManagerIn 15 Minuten eine Präsentation beim Controlling? Kein Problem– das Modul „Communication Dashboards“ stellt die Ergebnissefür Sie anschaulich zusammenKultserie Raumpatrouille Orion: Wer im Weltraum unterwegs ist, weiß, dass die Ziele nur mit guten Navigationsinstrumenten erreichtwerden können (© Bavaria Film)Von Christoph Lautenbach
  • 9. 9News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011tale im Social Web, 13.482 Onlinemedienund 790 Printmedien. Damit hat die Hotel-gruppe ein Frühwarnsystem implementiert,mit dem auch kritische Reputationsthemenschnell erkannt und bewertet werden kön-nen. Laufende Auswertungen von Medien-berichten sowie Kundenurteilen in wichtigenPortalen geben darüber hinaus den jeweilsverantwortlichen Managern ein kontinuierli-ches Feedback zur Qualitätswahrnehmungihrer Hotels.Medienmonitoring und -analysewurden integriert und mit dem Reputations-modell der Hotelgruppe verknüpft: Reputati-onstreiber wie „Compliance“ und „Perfor-mance“ wurden operationalisiert – sobeziehen sich Monitoring und Analyse auchstark auf Managementinteressen.Kommunikatoren können sich in einemCockpit tagesaktuell zur medialen Präsenzund Akzeptanz ihrer Hotels orientieren. DasCockpit ist passwortgeschützt und individu-ell konfigurierbar. „Push“-Informationen wer-den direkt aus dem Tool erzeugt: Das Ma-nagement wird täglich via Blackberryinformiert; die internationalen PR-Managerin den Hotels erhalten jeden Morgen einenHTML-Newsletter per Email.„Von Juli 2010 bis Februar 2011 wur-den rund 3.800 Kommentare im Soci-al Web sowie rund 23.000 Medienbe-richte beobachtet und ausgewertet.“Die Verbindung von Real-Time-Monitoring undhochwertiger Analyse hilft den PR-Managernder Hotelgruppe, schnell auf aktuelle Themeneinzugehen und die Akzeptanz der Hotelsweltweit auf hohem Niveau zu halten. Das Pro-jekt war für den Deutschen Preis für Onlineko-mmunikation 2011 in der Kategorie „DigitalesMonitoring, Evaluation und Reputation Ma-nagement“ nominiert.communication-performance.deBewerten/Kommentierenonserfolg tagesaktuell überprüfen. Dabeikönnen alle für die Kommunikationssteue-rung relevanten Kennzahlen im Tool ange-legt und mit Hintergrundinformationen ver-knüpft werden.Die Daten werden über CommunicationScorecards angezeigt oder in anschauli-chen Dashboards visualisiert. Die Datensind in die gängigen Office-Formate expor-tierbar und lassen sich damit leicht weiter-verarbeiten und für Präsentationen nutzen.Im Unternehmen bereits vorhandene Studi-en und Analysen können über eine Upload-Funktion oder entsprechende Schnittstelleneingestellt werden.Derzeit sind insgesamt 12 Module verfügbar(z.B. Onlinemonitoring, Medienanalyse, So-cial Media Radar oder Issues Monitoring),die sich individuell auswählen und nach denjeweils unternehmensspezifischen Anforde-rungen zusammenstellen lassen. Über dasModul „Communication Dashboards“ bei-spielsweise können visuell attraktive Aufbe-reitungen der Daten angezeigt werden. EinDashboard sorgt für die die grafisch eingän-gige und interaktive Präsentation; damit ste-hen vertiefende Informationen jederzeit zurVerfügung, und Daten können im Zeitverlaufoder im Benchmark angezeigt werden. DasModul „Country Briefs“ beispielsweise zeigtden Status der Kommunikation oder diewichtigsten Kommunikationsdaten nachLändern bzw. Märkten an.Praxisbeispiel: Medienübergreifendesinternationales Reputation-Monitoringfür eine HotelgruppeDas Internet bekommt für die Tourismus-wirtschaft und insbesondere für Hotels eineimmer größere Bedeutung. BeispielDeutschland: Mehr als ein Drittel der Deut-schen beginnt seine Urlaubsplanung im In-ternet; etwa 15 Mio. haben schon onlineHotelzimmer gebucht, so eine aktuelleBitkom-Studie. Besonderen Einfluss habendabei die Berichterstattung in Onlinemediensowie die Hotelbewertungen in Verbraucher-Portalen wie holidaycheck.Umso wichtiger ist für Hotels eine kontinu-ierliche Beobachtung der Berichterstattung– in diesem Fall für 66 Hotels in 36 Ländern.Mit dem „Communication Performance Ma-nager“ wurden Monitoring und Analyse fürPrintmedien, Onlinemedien sowie des Soci-al Web in einer webbasierten Plattform zu-sammengeführt. Das Medienpanel bestehtaus insgesamt rund 15.000 Quellen, die ta-gesaktuell von Analysten ausgewertet wer-den, darunter 463 relevante Foren und Por-Real-Time-Monitoring und hochwertige Analyse in einem – damit können die PR-Manager der Hotelgruppe schnell auf Issues eingehenund ihr Kommunikationsmanagement effizient gestaltenUmsatzeinbruch in UK – welche Produkte sind in den Medien wiepräsent? Und was machen die Wettbewerber? Das Modul„Country Briefs“ gibt Auskunft.Christoph Lautenbach istGeschäftsführender Partner von Lau-tenbach Sass mit den Schwerpunk-ten Strategieanbindung und Prozess-optimierung.Christoph Lautenbach
  • 10. 10News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011Katharina Schroeder-Niederhacke von derUniversität Mannheim und Lars Waldmannvon SCHOTT Solar diskutierten in den Räu-men der SCHOTT AG in Mainz, wie Interna-tionale Kommunikation neuen und alten Öf-fentlichkeiten am weltweiten Markterfolgreich begegnet.Neue Öffentlichkeiten am globalen MarktGlobal denken, lokal handeln – ja! Aber wasist, wenn neue Öffentlichkeiten sich nichtmehr in Staatsgrenzen verorten lassen?„Über Facebook, Twitter und Co. vernetzensich heute Interessengruppen, die das Inter-net nicht als Werkzeug, sondern als sozialenRaum betrachten. Was sie verbindet, sindgemeinsame Wertvorstellungen“, so Kathari-na Schroeder-Niederhacke. Sie untersuchtim Promotionskolleg „Formations of the Glo-bal“, wie sich Unternehmen auf diese neuen„transnationalen Communitys“ einstellen.„Dass Web-Öffentlichkeiten viel bewegenkönnen, haben die ‚Revolutionen’ in Nordaf-rika gezeigt“, unterstrich die Kommunikati-onswissenschaftlerin.Internationale Unternehmen tummeln sichzunehmend selbst im „Territorium“ diesergrenzenlosen Zielgruppen. Sie wollen in denneuen Räumen souverän mitreden. Wersteuert die Social Media-Aktivitäten? Undwie bringen Kommunikationsmanager dieverstärkt transnationale Ausrichtung mit denglobalen Zielen und den lokalen Anforderun-gen unter einen Hut? „Hier sind klareAufgabenverteilungen gefordert“, betonteSchroeder-Niederhacke.Die Story zentral entwickeln, globalspielen und lokal adaptieren47 Länder, 24 Zeitzonen, ein roter Faden:Lars Waldmann, Direktor Public Relationsvon SCHOTT Solar, zeigte, wie Internationa-le Kommunikation in der Praxis funktioniert.Er koordiniert von Mainz aus die Kommuni-kation mit Installateuren, Investoren, Politi-kern und Journalisten in aller Welt.„Wir müssen mit global entwickelten Lösun-gen lokale Anforderungen bedienen“, brach-te er die Herausforderung auf den Punkt.Das erfordert Einblicke in Marktanforderun-gen, Politik, Kultur und Medien der einzel-nen Länder, einen guten Überblick über dieEntwicklungen in internationalen Commu-nitys und den Weitblick zur Einbettung indie globale Unternehmensstrategie.Vor diesem Hintergrund spanntWaldmann jährlich neu den glo-balen roten Faden der Kommu-nikation. Dieser ist Richtschnurfür 25 Kommunikatoren in denRegionen ebenso wie für dieländerunabhängige Kommuni-kation der Zentrale – ob in derFachpresse, auf Social Media-Plattformen oder Technologie-Kongressen.Jede Region adaptiert die Storyauf Basis gemeinsamer Stan-dards und spielt die Ergebnissezur Freigabe an die Zentrale zurück.Dabei muss genügend Spielraum fürlokale Anknüpfungspunkte und Inter-pretationen bleiben: In China macht dieVersorgung strukturschwacher Regionendie Solarenergie attraktiv. Afrikanische Poli-tiker erhoffen sich die Unabhängigkeit vomarabischen Öl. Und in Indien geht es darum,die Sonne als positive Energiequelle statt alsaggressive Gefahr zu positionieren.Speak Glocal!Botschaften auf den lokalen Markt zuschnei-den und zugleich das globale Image stärken: Wiekann dieser Spagat gelingen? Anregungen gab dienetworking nite der Frankfurter PR-Junioren beischottsolar in mainz.
  • 11. 11News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011Länderübergreifend spielt das digitale und per-sönliche Networking für Waldmann eine zent-rale Rolle:„Die Clean Technologies Communityist international eng vernetzt und treibtdie Themen gemeinsam.“Fukushima: Klare Ansagen gerade inunsicheren SituationenFukushima hat die Sicht auf die Energiefragein der ganzen Welt verändert. Um auf solcheunerwarteten Ereignisse schnell reagieren zukönnen, ist Waldmann für sein Team rund umdie Uhr erreichbar. Seine Kollegen auf der an-deren Seite der Erde müssen wissen, wie sieMedienanfragen begegnen sollen. Gerade inunsicheren Situationen ist eine einheitlicheKommunikationspolitik entscheidend.Für Waldmann gilt eine klare Maxime: „Wirstellen das Thema erneuerbare Energien aufeine sachliche Basis.“ Das gestiegene Interes-se, waren sich viele Teilnehmer sicher, wirdden Raum für sachliche Antworten erweitern,vor Ort in den Ländern ebenso wie in internati-onalen Netzwerken.Anne Tessmer, networking nite Frankfurtnetworkingnite.deBewerten/KommentierenLars Waldmann (SCHOTT Solar), Katharina Schroeder-Niederhacke (Universität Mannheim) und Julia Piaseczny (networking nite)diskutierten über globale und lokale Öffentlichkeiten
  • 12. 12News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011„Project of the Year 2011“:Gemeinsamer StolzDie Kampagne machte Fachleute auf dieneue Marktpräsenz von SMS Meer in Chinaaufmerksam und verankerte die Botschaftenbei den Kunden.Im Mittelpunkt standen hier die Botschaftenlokale Nähe, umfassende Betreuung, Kommu-nikation in Landessprache und Wertschätzungder kulturellen und marktspezifischen Beson-derheiten: JP | KOM Berater Christopher Teschmachte sich dafür stark, in der internationalenKommunikation vor allem die Gemeinsamkei-ten – und weniger die kulturellen Unterschiede– hervorzuheben. Interessen, Verhaltenswei-sen und Werte, die geteilt werden oder sichergänzen, schaffen die Basis für eine erfolgrei-che Geschäftsbeziehung.Für die Umsetzung der Kampagne vor Ort ar-beitete JP | KOM eng mit seiner chinesischenPartneragentur BlueFocus zusammen. „SoJP | KOM und die chinesische Partneragentur BlueFocus sind die Gewinnerbeim „Project of the Year 2011“ des International Public Relations Network(IPRN). JP | KOM Berater Christopher Tesch präsentierte die Fallstudie aufder Konferenz des International Public Relations Network (IPRN) in Prag..Yin und Yang mal anders: Zielführende Kommunikation in Chinasetzt auf Gemeinsamkeiten statt Unterschiedestellten wir Kommunikation nach einheimi-schen Spielregeln sicher und haben den Griffins kulturelle Fettnäpfchen von vornherein ver-mieden“, erklärt Christopher Tesch.Der Preis wurde auf der IPRN-Konferenz ver-geben, die dieses Jahr vom 14. bis 18. Mai inPrag stattfand. Seit 2002 ist JP | KOM Mitgliedin diesem leistungsstarken Verbund unabhän-giger Kommunikations- und PR-Agenturen.iprn.comBewerten/KommentierenPDF: „Effective Communication in China“Die Eröffnung von SMS Meer EngineeringChina
  • 13. 13News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011„Metropolis“ von Fritz Lang war einer derteuersten Kinofilme seiner Zeit und gehörtheute zum UNESCO-Weltdokumentener-be. Den Künstlern Maya Schweizer undClemens von Wedemeyer erscheint derFilmklassiker heute aktueller denn je: In ih-rer Ausstellung „Metropolis. Bericht überChina.“, die bis 8. Mai im FrankfurterKunstverein zu sehen war, zeigten sie Par-allelen auf zwischen der futuristischenZweiklassengesellschaft des Films unddem heutigen China.In Kombination mit Dias, Audio-Spurenund filmhistorischen Materialien zu LangsMeisterwerk „Metropolis“ verdichteten sichdie Aufnahmen aus China zu einer raum-greifenden Installation. Fotografien von Ge-bäuden, Theatereingängen und Gärten inShanghai und Peking sahen den Kulissenvon „Metropolis“ zum Verwechseln ähnlich.So fand das Shanghaier „Westin BundCenter“ mit dem Lotusblüten-Dach seinunmittelbares Äquivalent im „Neuen TurmBabel“ des Stummfilmklassikers.Die Aufnahmen von chinesischen Wander-arbeitern bei der Nachtarbeit wurden den„Untermenschen“ von „Metropolis“ gegen-übergestellt. Und die „Longmen Grottoes“im chinesischen Luoyang sahen den höh-lenhaften Behausungen der filmischen„Unterwelt“ derart ähnlich, dass man mei-nen konnte, Fritz Lang hätte sie für seineDreharbeiten nachbauen lassen.Und wer weiß: Immerhin hatte der Regisseurim Vorfeld der Produktion ausgiebige Reisenin das Reich der Mitte unternommen.Anke Bihn, JP | KOMBewerten/KommentierenHistorisches Bildmaterial aus Fritz Langs „Metropolis“, 1927,Blick auf den neuen Turm Babel; (© Stiftung Deutsche Kinemathek)Maya Schweizer/Clemens v. Wedemeyer: „Metropolis. Report from China“ (Turm), 2006, Production photograh (© Maya Schweizerund VG Bild-Kunst, Bonn 2011, Courtesy Galerie Jocelyn Wolff, Paris, Koch Oberhuber Wolff, Berlin)China boomt – das zeigt sich in der rasanten Entwicklung seiner Millionen-städte. Beim „Art After Work“-Abend mit JP | KOM sahen die TeilnehmerfrappierendeÄhnlichkeitenzwischenderchinesischenLebensweltunddemFilm„Metropolis“ aus den zwanziger Jahren.Wenn Utopie Wirklichkeit wird
  • 14. 14News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011Anfang des Jahres verunglückteJörg Pfannenberg, geschäftsfüh-rende Gesellschafter bei JP | KOM,während seines Thailand-Urlaubsund brach sich das Schlüsselbein.In einem Interview berichtet ervon seinem Klinikaufenthalt unterPalmen und vom Berufsleben miteinem Arm.Herr Pfannenberg, Sie haben sichAnfang des Jahres das Schlüsselbeingebrochen. Was ist passiert? In Thailand wollte ich mich auf Koh Sa-mui von einem erfolgreichen, aber auch an-strengenden Geschäftsjahr erholen. Aberbereits nach wenigen Tagen habe ich fest-gestellt, dass tropische Paradiese nichts fürmich sind: zu warm, zu langweilig. Dann ha-ben meine Frau und ich auf Motorrollern dieInsel erkundet. Auf dieser Tour musste ichbei leichtem Regen bremsen. Da der Unter-grund aus sechs Meter langen Metallgitternbestand, bin ich ins Rutschen geraten undauf meine Schulter gefallen.Wie lautete die Diagnose? Schlüsselbeinbruch – und da sich dieKnochen verschoben hatten, musste ichsofort operiert werden.Hatten Sie keine Bedenken, sich ineinem Schwellenland wie Thailand ope-rieren zu lassen? Diese Frage wurde mir häufig gestellt.Viele Menschen sind äußerst skeptisch,was die medizinische Behandlung in Süd-ostasien angeht. Doch ich habe nur guteErfahrungen gemacht: Die medizinischeVersorgung in Thailand ist hervorragend.Vor allem die Kommunikation mit den Ärz-ten war ausgesprochen gut. Der behan-delnde Arzt hat sich sehr viel Zeit genom-men und ausführlich die möglichenOperationsverfahren erläutert. Derart infor-miert konnte ich dann selbst entscheiden,wie der Eingriff gemacht werden sollte. InDeutschland habe ich eine solche Transpa-renz bisher noch nie erlebt.Wie ging es dann weiter? Zunächst wurde geprüft, ob die Kredit-karte gedeckt ist. Denn erst wenn die Be-zahlung geregelt ist, wird man operiert. InNotfällen werden Patienten natürlich auchohne vorherige Klärung der Kosten behan-delt.Wie war Ihr Aufenthalt in einem thailän-dischen Krankenhaus? Besonders ist mir die kommunikativeund fürsorgende Art des PflegepersonalsIn der Regel benötigte Jörg Pfannenberg keine Hilfe - redete mit einem Arm, nutzt das Panaboard, und auch eine Banane stellte keinHindernis dar. Nur in den Mantel musste er sich helfen lassen.Berufsleben mit einem Arm
  • 15. 15News-ServiceTrends in der Kommunikationsbranche und Projekte von JP | KOMAusgabe 3 | 11 • Juli 2011aufgefallen. Ich bin vor fünf Jahren inDeutschland am Fuß operiert worden. Alsich Durst hatte und nachts schellte, hatmich die Nachtschwester regelrecht ange-fahren. In Thailand wurde ich häufig gefragt,ob ich noch etwas benötige. Auch wenn ichein Medikament erhalten habe, wurden mirGrund und Wirkung erläutert. InteressierteLeser können sich selbst ein Bild machen,denn auch in der Krankenhauskommunika-tion hatte mein thailändisches Krankenhausdie Nase vorn und nutzte unter anderemBewegtbild zur Information über Leistungenund Services.Können sich nur Touristen eine medizi-nische Behandlung leisten? Die Kosten sind so hoch wie in Deutsch-land – relativ zu den Einkommen in Thailandist die Behandlung natürlich teurer. Doch dieBevölkerung hat Anspruch auf medizinischeVersorgung, sodass die Leute auf Koh Sa-mui zu tragbaren Kosten mit notwendigenLeistungen versorgt werden. Ich habe bei-spielsweise eine Taxifahrerin kennengelernt,die bei einem Motorrollerunfall schwer ver-letzt worden ist. Die Versorgung der Brücheund Verletzungen wurde vom Gesundheits-system übernommen. Die Behandlung derVerbrennungen und kosmetische Operatio-nen musste sie dagegen selbst tragen.Wie sind Sie zurück nach Deutschlandgekommen? Der Rückflug war schwierig. Ich hattestarke Schmerzen. Doch verschieben konn-te ich die Heimreise nicht. Meine Mutter fei-erte ihren 80. Geburtstag. Ich bin bereits zuihrem 50. Geburtstag zu spät erschienen,das konnte ich mir nicht noch einmal erlau-ben.Wie war die Arbeit mit nur einem Arm? Es gab natürlich Einschränkungen.E-Mails habe ich zunächst mit einem Fingergetippt. Mit der Zeit konnte ich immer bes-ser auch mit der linken Hand schreiben. An-sonsten habe ich mich darauf verlegt zusprechen. Bei Vorträgen und Workshopshatte ich immer einen Mitarbeiter an meinerSeite, der das Autofahren übernahm, dieKoffer trug und die Karten für mich geschrie-ben und gesteckt hat. Alles in allem wurdeich als Einarmiger im Dienst äußerst zuvor-kommend behandelt – wie ich es mir insge-heim immer gewünscht habe. So hatte dasGanze auch seinen Charme.Klinik unter Palmen – das Bangkok Hospital SamuiimpressumVerantwortlich: Nicole Gülker, JP | KOM GmbH, Liebfrauenberg 39, 60313 Frankfurt amMain, Tel: +49 69-92 10 19-37Kostenloses Abo und Abbestellung über news-service@jp-kom.de.Bei Änderung Ihrer E-Mail-Adresse, Anregungen oder Fragen, klicken Sie bitte hier.JP  KOM ist eine der führenden Agenturen für Unternehmens-, Finanz- und B2B-Kom-munikation in Deutschland. An den beiden Standorten Düsseldorf und Frankfurt amMain beschäftigt JP | KOM derzeit 27 feste Mitarbeiter. JP | KOM hat als Mitglied desInternational PR Network (IPRN) weltweit mehr als 40 Kooperationspartner.Abbildungen: Bangkok Hospital Samui; Bavaria Film; JP | KOM GmbH; LautenbachSass; Maya Schweizer und VG Bild-Kunst; Museo Nazionale di Capodimonte;Shutterstock; Stiftung Deutsche Kinemathek.Wie geht es Ihnen jetzt? Ende Februar sind die Titandrähte ausder Schulter entfernt worden. Seitdem binich in Reha – mittlerweile auch wieder ohneArmbinde.Gibt es noch Einschränkungen im Alltag? Nur das Händeschütteln mit Top-Mana-gern, die ihre Entscheidungskraft mit einemHändedruck demonstrieren und häufig auchstark schütteln, stellt noch eine Herausfor-derung dar. Daher präferiere ich derzeit sen-sible Männer oder Frauen, die beim Hände-schütteln versuchen, etwas vom Gegenüberzu erfahren.Nicole Gülker, JP | KOMBewerten/Kommentieren|

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