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Thomas häcker Presentation Transcript

  • 1. Portfolio als Instrument der Kompetenzdarstellung und reflexiven Lernprozesssteuerung Thomas Häcker
  • 2. Vorübergehende pädagogische Mode?
    • Thomas Häcker eröffnet seinen Text mit einer Diskussion über „Portfolio als Modewort in der Pädagogik?“.
    • Lt. Thomas Häcker stehe Portfolio für „alternative Leistungsbeurteilung“
  • 3. Die 3 Säulen von Thomas Häcker
    • Kommunikation
    • Transparenz
    • Partizipation
  • 4. Brückenfunktion von Portfolios
    • Das Portfolio kann gleichzeitig als Lehr – Lerninstrument und als (Selbst)- Beurteilungsinstrument eingesetzt werden. D. h., es scheint dazu geeignet zu sein, das Lehren und Lernen mit dem (Selbst)-Beurteilen zu verbinden
  • 5. Portfolio – ein Instrument zur reflexiven Lernprozesssteuerung
    • Gezielte Reflexionen über das eigene Lernen sind das Herzstück des Portfolio-prozesses. Unterstützung der SchülerInnen durch Beratungen von Lehrenden und Peers.
  • 6. Portfolio - Vorteile 1
    • Für LehrerInnen Zusatzmöglichkeit der individuellen Leistungsbeurteilung
    • Möglichkeit zum Prinzip der Kommunikation untereinander (SchülerInnen, LehrerInnen), Partizipation und Reflexion
    • Mehr Transparenz für LehrerInnen und SchülerInnen
    • „ Spurensicherung“ der Lernwege und Lernergebnisse der SchülerInnen
  • 7. Portfolio - Vorteile 2
    • Kopernikanische Wende in der Leistungsbeurteilung! SchülerInnen stellen bis zu einem gewissen Grad selbstbestimmt ihre Kompetenzen dar.
    • Portfolios ermöglichen die individuelle Leistungsbeurteilung – summative Bewertung von Leistungen in Form einer Ziffernzensur gibt SchülerInnen weder Hinweise auf Defizite noch Anhaltspunkte für gezieltes Weiterlernen  daher sind Noten kaum lernförderlich,
    • Portfolio liefert Anhaltspunkte für gezieltes Weiterlernen
  • 8. Portfolio - Vorteile 3
    • „ teaching to the test“ – Noten  der Lernerfolg der Schüler wird am Abschneiden der Tests gemessen. D. h. SchülerInnen lernen lediglich für anstehende Tests und Schularbeiten - nicht was gelernt wird, sondern dass gelernt wird, ist wichtig! Durch die Anwendung von Portfolios ändert sich das.
    • Portfolios – kompetenzorientiert , nicht defizitorientiert (SchülerInnen werden nicht beurteilt, etwas „falsch“ zu machen), pädagogisch positive Qualitätsentwicklung
    • Gelernt wird ganzheitlich , mit allen Sinnen (hören, sehen, denken, schreiben, lesen..)
  • 9. Portfolio – Nachteile 1
    • Lernende werden für Erfolg bzw. Misserfolge individuell „haftbar“ gemacht. In schulischen Lehr-Lernkontexten wird bei der Beurteilung von Lernergebnissen nicht gefragt, ob die Lernenden Gelegenheit hatten, heraus-zufinden, wie sie am besten lernen , ob sie bei ihrem Lernen angemessen unterstützt wurden, ob sie in ihrem eigenen Tempo lernen konnten, ob sie Lernort, -zeitpunkt und die -partner wählen konnten, usw. …
  • 10. Portfolio – Nachteile 2
    • Darstellung eigener Kompetenzen und die Bewertung dieser Darstellung können lediglich Optionen sein. Sie müssen von den Lernsubjekten entschieden werden können, werden sie zur Pflicht gemacht, bringt dies Lernsubjekte systematisch in die Situation, sich strategisch die Frage stellen zu müssen: „ Wie muss ich meine Kompetenzen und deren Entwicklung darstellen, um damit gute Noten zu erzielen ?“……….
  • 11. Portfolio - Nachteile 3
    • Schwerpunkt könnte die Abwehr möglicher negativer Ergebnisse bzgl. Noten sein….
    • Arbeitet wirklich der/die SchülerInnen an dem Portfolio (Elternarbeit? Wie weit geht Hilfestellung für SchülerInnen)
    • Portfolio wird zum negativen Objekt , da in vielen Gegenständen verwendet, zu viel Portfolios (z. B. Deutsch, Geografie, Chemie, usw.)
    • „ Gläserner Schüler“ – Portfolio macht transparent
  • 12. Metareflexionsebenen der Portfolioarbeit/ Relativierung der Lernergebnisse auf die Lernbedingungen hin. Reflexion förderlicher und hinderlicher Aspekte… Portfolio … .des institutionellen Kontextes … des eigenen Lern-, Lehr- und Arbeitsverhaltens. des Lehr –Lern- Arrangements.
  • 13. Portfolioarbeit in der Schule
    • „ Portfolioarbeit kann die Kommunikation über Leistungen fördern, Transparenz bezüglich der Leistungsanforderungen herstellen und Partizipation bei der Erstellung und Anwendung der Kriterien ihrer Beurteilung ermöglichen.“ (Thomas Häcker)
  • 14. Fazit – Thomas Häcker
    • Die Beurteilung der eigenen Leistungen, stellt angesichts der Tatsache, dass gegenwärtig die Leistungsbeurteilung ihrerseits zunehmend in den Rang eines Bildungszieles erhoben wird, eine der bedeutsamsten Herausforderungen der Unterrichts-entwicklung dar. Eine Reform der Lern- bzw. Lehrkultur muss ohne strukturelle Veränderung des Leistungsbeurteilungs-kontextes scheitern.“ (Thomas Häcker)
  • 15. Portfolio als Medium kann gleichermaßen eine systemstabilisierende, wie eine reformorientierte Funktion erfüllen.