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Der kritische blick 2
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Der kritische blick 2

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  • 1. Der kritische Blick
    Hilzensauer & Schaffert (2011, S. 285-295)
  • 2. Ein E-Portfolio ist keine „Wollmilchsau“
    • Hilzensauer & Schaffert ziehen ein kritisches Resümee zu E-Portfolioarbeit und nennen fünf kritische Punkte, die aus den Bereichen Begriffsverständnis, Praxis sowie Forschung stammen.
    • 3. Sie kritisieren das uneinheitliche Verständnis von E-Portfolios, hinterfragen die Vermittlung von Selbstorganisation durch E-Portfolios, für sie können Tools Segen oder Fluch der Portfolioarbeit sein, sie fragen, ob es ein lebensbegleitendes E-Portfolio gibt und konstatieren, dass E-Portfolios allein im Bildungssystem nicht ausreichen.
  • K 1: Das Verständnis von E-Portfolios ist nicht eindeutig klar definiert
    • Das E-Portfolio wird im der deutschsprachigen Diskussion als ein Werkzeug, als didaktische Methode oder als pädagogisches Konzept beschrieben:
    • 4. Wenn das E-Portfolio als Werkzeug/Tool bzw. elektronische Sammlung gesehen wird (enge Fassung), dann sind die Ergebnisse der E-Portfolioarbeit als gesammelte Materialien sichtbar.
    • 5. Das E-Portfolio kann als Methode eines zeitlich befristeten Prozesses beschrieben werden, der mit unterschiedlichen Zielsetzungen oder Schwerpunkten verfolgt wird. Ein Seminar, eine Unterrichtseinheit, ein Projekt, eine Kompetenzentwicklung – alle durchlaufen diese E-Portfolioprozesse: Zielsetzung, Sammeln, Reflektieren, Präsentieren, Evaluieren.
    • 6. Das E-Portfolio als ein pädagogisches Konzept, als pädagogisches Rahmenmodell einer Institution - wurde bis jetzt nur vereinzelt eingeführt. E-Portfolioarbeit ist die Grundlage für die ganze Institution. Alle Tätigkeiten, alle Ergebnisse der Beteiligten werden in E-Portfolios dokumentiert.
  • K 1: Verständnis von E-Portfolio
    • Im Kroatischunterricht können alle 3 Konzepte zur Anwendung kommen und das zeigt die Vielfalt eines E-Portfolios.
    • 7. SchülerInnen sammeln Materialien im Sprachunterricht am E-Portfolio.
    • 8. Das E-Portfolio wird nur befristet eingesetzt – für ein Projekt, ein Modul.
    • 9. Die Institution „Arbeitgemeinschaft der KroatischlehrerInnen im Burgenland“ verwendet das E-Portfolio ausschließlich für ihre Arbeit und für alle ihre Tätigkeiten.
    • 10. „Wenn sich zwei Experten über E-Portfolios unterhalten, ist also fast immer eine kurze Abklärung notwendig.“ (Hilzensauer & Schaffert 2011, S. 287)
  • K 2: Vermittlung von Selbstorganisation durch E-Portfolios
    • Die Kompetenz zumselbstorganisierten Lernen wird E-Portfolios zugeschrieben. Selbststeuerung und Selbstbestimmung können (können nicht) mit E-Portfolios gelingen. Gewarnt wird bei Arbeitsaufträgen vor einem zwanghaften Reflektieren von Lernprozessen, hier können auch Gruppengespräche durchaus fruchtbar eingesetzt werden.
    • 11. Ein positiver Effekt von E-Portfolioarbeit ist nicht gleichermaßen bei jedem/r SchülerIn nachweisbar. Der „Matthäus-Effekt“ benannt nach dem Bibelzitat nach Matthäus 25,29: „Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, dass er in Fülle hat.“ Es beschreibt ein Phänomen, welches auch bei vielen pädagogischen Maßnahmen nachweisbar ist: SchülerInnen mit besseren Bildungsvoraus-setzungen profitieren auch in größerem Maße von Lerninterventionen, verzeichnen größere Lernerfolge.
  • K 3: Software-Tools: Fluch oder Segen?
    • In der E-Portfolioarbeit können zahlreiche spezifische Arten von E-Portfolio-Software eingesetzt werden. Diese haben unterschiedliche Funktionen und sollten möglichst optimal und zugleich flexibel unterstützen.
    • 12. Analysen von Softwaretools zeigen, dass nicht alle einen umfangreichen Portfolioprozess unterstützen (vgl. dazu auch Himpsl & Baumgartner 2009).
    • 13. Viele Funktionalitäten des Tools sind schon vorgegeben und sie folgen einem formalbasierten und textlastigen Prozess.
  • K 4: Gibt es einen Bedarf für ein lebensbegleitendes E-Portfolio?
    • Ein E-Portfolio wird als Ansatz zur Unterstützung eines lebenslangen Lernens gesehen.
    • 14. Viele E-Portfolioinitiativen streben eine Interoperabilität der Portfolios und eine allgemeingültige Struktur für die Übertragung der Daten an. E-Portfolios können so plattformunabhängig genutzt werden.
    • 15. Ein Zeitraum von mehr als fünfzehn Jahren scheint aber nicht realistisch zu sein, die Daten auf einer Software elektronisch zu erfassen.
    • 16. Auch sind elektronisch erfasste Daten nie hundertprozentig sicher und der Schutz der persönlichen Privatsphäre ist auch potenziell in Gefahr (vgl. Hilzensauer & Schaffert 2011, S. 292).
  • K 5: E-Portfolio allein reicht nicht aus!
    • Die Einführung eines E-Portfolios führt nicht automatisch zur Selbstorganisation oder zu lebenslangem Lernen.
    • 17. Es bedarf vieler begleitender Maßnahmen und passender Rahmenbedingungen, wenn E-Portfolios im Bildungsbereich erfolgreich sein sollen.
    • 18. LehrerInnen sollen selbst auch ein Portfolio führen, wenn sie es von ihren SchülerInnen verlangen.
    • 19. Hilzensauer & Schaffert (2011, S. 294) resümieren:
    „Die E-Portfoliomethode stellt eher einen Rahmen für pädagogisches Handeln zur Verfügung, als das sie die konkreten Lernszenarien im Einzelnen beschreiben würde. Prinzipiell passen alle Formen offenen Unterrichts und selbstorganisierten Lernen gut zum Portfolioansatz … die Portfolioarbeit lässt aber viel Spielraum für das Lernen.“
  • 20. Der Versuch einer Standortbestimmung –
    • Wo stehe ich gerade mit meinem Projekt E-Portfolio? Der Hype-Zyklus kann auch auf E-Portfolios angewendet werden.
    • 21. Neue technologische Trends und Entwicklungen zu bewerten und Prognosen darüber abzugeben, ob sie sich am Markt durchsetzen werden, machte sich das Beratungsunternehmen Gartner zum Ziel. Der Hype-Zyklus zur Darstellung eines typischen Prozesses bei der Einführung neuer Technologien kann auch auf die E-Portfolioarbeit im kroatischen Sprachunterricht angewendet werden.
  • Der Hype-Zyklus nach Gartner
  • 22. Der Hype-Zyklus nach Gartner
    • Nacheinander werden 5 Phasen durchlaufen:
    1. Technologischer Auslöser (Tool im Sprachunterricht),
    2. Gipfel der überzogenen Erwartungen,
    3. Tal der Enttäuschungen,
    4. Pfad der Erleuchtung,
    5. Plateau der Produktivität.
    • Es gibt 2 Dimensionen in der Graphik: die Aufmerksamkeit und die Zeit.
    • 23. Einzelne Phasen können schneller durchlaufen werden als andere.
    • 24. Allen Stufen gemeinsam ist die erste Begeisterung (Euphorie), auf die die ersten Enttäuschungen (Frust, Zweifel) folgen, aus denen man schwer herauskommt. Nicht alle Maßnahmen, Mittel, Methoden greifen und werden von den Beteiligten akzeptiert.
  • Der Hype-Zyklus nach Gartner
    • Auch wenn Rückschläge, Schwierigkeiten, Probleme oder aber auch bildungspolitische Einschränkungen den Prozess der E-Portfolioarbeit in der Schule verunsichern, sollte man weiter die gestellten Ziele verfolgen.
    • 25. Denn gerade bei der Implementierung neuer Konzepte und Methoden im Sprachunterricht spielen Vorreiter eine wegweisende Rolle.
    • 26. In der Zukunft gilt es, die positiven Aspekte des E-Portfoliogedankens aus pädagogischer und sprachlicher Sicht weiterzuverfolgen, durch praktische Erfahrungen zu stärken um auf eine Ebene der Produktivität und der Zufriedenheit des Erreichten zu kommen. (vgl. dazu auch Hilzensauer & Schaffert, 2011, S. 294-295).

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