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Neue Vielfalt des Office Communication Servers

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Neue Vielfalt des Office Communication Servers Neue Vielfalt des Office Communication Servers Document Transcript

  • REVIEW Unified Messaging Microsofts (Office) Communications Server 14 Kanals, fängt die Reibungsverluste von Medienbrüchen ab und reduziert die für vergebliche Kommunikationsversuche Neue Vielfalt verschwendete Zeit – eine weitere Gart- ner-Studie [b] etwa gibt an, dass unge- fähr 60ˇ% aller Telefonanrufe nicht der Empfänger beantwortet, sondern dass sie auf dem Anrufbeantworter landen. Christian Segor, Karsten Kleinschmidt Eine Arbeitswelt, die immer größere Anforderungen an die Mobilität der Mitarbeiter und gleichzeitig an die Geschwindigkeit des Informationsaus- tauschs stellt, kommt ohne UC nicht mehr aus – das Handy mutiert zum E-Mail-Client, der Laptop zum Telefon, und dank der automatischen Präsenzin- formation ist allen Teilnehmern sofort klar, ob ein Kollege gerade erreichbar ist oder nicht. UC ermöglicht hohe Mo- bilität und reduziert paradoxerweise gleichzeitig die Notwendigkeit dafür. Der Einsatz von Videokonferenzen, vom Desktop aus mit einem Mausklick initiiert, kann zu einer signifikanten Verringerung der Reisekosten beitragen. Kein Neuling im Geschäft Microsoft gehört zu den etablierten An- bietern auf dem UC-Markt. Die ersten – allerdings wenig beachteten – Gehver- suche machten die Redmonder hier vor zehn Jahren mit den Exchange-2000- Erweiterungen „Conferencing Server“ und „Instant Messaging Service“. Es folgten – kaum mehr beachtet – zwei Versionen des „Live Conferencing Ser- ver“, den Ende 2007 der „Office Com- munications Server (OCS) 2007“ ablös- te. Letzterem wurde dann endlich einige Langsam ebbt Microsofts „Wave 14“ wieder ab. Den Anfang Aufmerksamkeit zuteil, nicht zuletzt machte im letzten Herbst Exchange 2010, als eines der letzten aufgrund teurer Marketingmaßnahmen. OCS 2007 bot einen ordentlichen Satz Produkte dürfte wohl im vierten Quartal dieses Jahres der an UC-Funktionen: Instant Messaging neue (Office) Communications Server auf den Markt kommen. (IM), erweiterter Präsenzstatus, grund- iX wirft einen ersten Blick auf die aktuelle Betaversion. legende Telefoniefunktionen und PC-ba- sierte Audio- und Videokonferenzen. Das Anfang 2009 erschienene Update D erzeit schwimmt der Begriff „Uni- fied Communications“ (UC) in der Buzzword-Suppe recht weit oben; ge- tere, kostenpflichtige, aber gerne zitierte Gartner-Studie (siehe „Onlinequellen, [a]) geht davon aus, dass bis zu zwei OCS 2007 R2 [c] erweiterte vor allem die Telefoniefunktionen und zeigt deut- lich, dass sich Microsoft strategisch als messen an der Anzahl der Google-Tref- Drittel der Informationen, die ein Mitar- Anbieter von Telefonanlagen positionie- fer lässt UC „Server Virtualization“ weit beiter einer komplexeren Organisation ren möchte. hinter sich, liegt ungefähr gleichauf mit für seine Arbeit benötigt, durch direkte Mit der kommenden Version – mo- „Green IT“ und muss erst gegen die om- interaktive Kommunikation übermittelt mentan noch als „Communications Ser- nipotente Übermacht des Duos „Cloud werden; in kleineren Organisationen ver 14“ (CS14) tituliert – möchte Micro- Computing/SaaS“ die Segel streichen. liegt dieser Wert sicherlich noch höher. soft nochmals massive Verbesserungen Der Grund für die Beliebtheit des The- UC hat zum Ziel, die unterschiedli- bei der Telefonie, aber auch bei der An- mas liegt auf der Hand – die Effizienz chen Kanäle, auf denen diese Kommu- bindung entfernter Standorte und der der Kommunikation zwischen Kollegen, nikation stattfindet, so zu bündeln und Ausfallsicherheit bringen [b]. Seit Kur- Kunden und Lieferanten hat einen nach- zu integrieren, dass sie die oben er- zem als Betaversion für ausgewählte haltigen Einfluss auf Arbeitsqualität und wähnte Effizienz steigern. Sie erleich- TAP-Kunden (Technical Adoption Pro- „Time to Market“. Eine schon etwas äl- tert Nutzern die Wahl des passenden gram) verfügbar, zeigt der CS14 durch- 56 iX 9/2010 © Copyright by Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG. Veröffentlichung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Heise Zeitschriften Verlags.
  • aus das Potenzial zum „PBX-Killer“, als Der Communicator zeigt der er gerne apostrophiert wird. nicht nur den Präsenzstatus, Wie bei Microsoft üblich, kommt der sondern auch Bilder der CS14 als Standard- und als Enterprise- Gesprächspartner. Version daher. Beide Ausprägungen bie- ten weitgehend die gleichen Funktionen; die Enterprise-Edition skaliert höher und lässt sich redundant implementieren. Clientseitig kommt Microsofts Office Communicator (MOC) zum Einsatz, den es auch für OSˇX, als „Communica- Weitere Informationen tor Mobile“ für Smart Phones sowie in über einen Kontakt sind in einer speziellen Variante für CS14-Tele- den „Contact Cards“ fone (siehe unten) gibt. Analog zum all- zusammengefasst (Abb.ˇ1). seits bekannten OWA (Outlook Web Ac- cess) für Exchange existiert ferner eine Variante namens CWA (Communicator Das letzte Wort über Präsenzinfor- lose Anbindung reisender Anwender Web Access). Die Lizenzierung der ein- mation hat aber der Benutzer selbst. (ähnlich Outlook Anywhere), bietet zelnen Komponenten ist wie immer eine Manuell gesetzte Status wie „Nicht stö- aber auch die Möglichkeit, von außer- Wissenschaft für sich und soll deshalb ren“ oder „Als offline erscheinen“ über- halb des Firmennetzwerks an Webkon- hier nicht weiter betrachtet werden. schreiben die automatisch ermittelten ferenzen teilzunehmen. Abbildung 3 Eine vollständige CS14-Umgebung Daten und verhindern, dass Sofortnach- zeigt eine einfache Konfiguration. umfasst mehrere Server, die unter- richten oder Anrufe den Anwender bei Hierfür muss auf dem externen Rech- schiedliche Rollen wahrnehmen und wichtigen Tätigkeiten unterbrechen. ner ein MOC oder zumindest die ein- darüber verschiedene Funktionen be- Die Präsenzinformationen sind in an- geschränkte Version „Communicator reitstellen. Das Herzstück ist der soge- dere Produkte wie Office, Outlook oder Attendee“ vorhanden sein. Letztere ist nannte „Frontend Server“ (FE). Ein FE SharePoint integriert. kostenlos, lässt sich aber – wie der (sowie das Rollout des MOC) genügt, Außerdem kann der Nutzer nach der MOC – nicht ohne lokale Administrato- um den kompletten Funktionsumfang Installation des FE Webkonferenzen renrechte installieren. Hintergrund ist, im internen Netz bereitzustellen. Be- durchführen; also PC-basierte Audio-, dass alle GUI-Komponenten im CS14- nutzer können dann miteinander chat- Video- und Datenkonferenzen mit meh- Umfeld auf Silverlight basieren, das ten, Telefonate führen (nur von MOC reren Teilnehmern. Auch hier steht Desk- eben für die Installation nicht mit Benut- zu MOC, dafür aber auf Wunsch auch top Sharing zur Verfügung, darüber zerrechten auskommt. Es ist schleier- mit Video) oder auch via Desktop Sha- hinaus lässt sich beispielsweise eine haft, wieso der Hersteller auf diese Art ring gemeinsam mit einer Applikation Präsentation zeitgleich auf mehreren ja beinahe schon böswillig verhindert, arbeiten. Außerdem steht sofort „Rich Rechnern vorführen (Abb. 2). dass eine breite Masse CS14-Webkonfe- Presence“ bereit, also Präsenzstatus- renzen verwendet. Hoffentlich kommt informationen, die über „Online“, „Off- line“ und „Busy“ hinausgehen. Webkonferenzen man bei Microsoft bis zur Final Release diesbezüglich wieder zur Besinnung. So zieht CS14 beispielsweise den mit externen Teilnehmern Davon abgesehen ist die Konferenz- Outlook-Kalender zur Ermittlung des funktion von CS14 eine feine Sache. aktuellen Benutzerstatus heran – An- Zum Anbinden des internen CS14 an Sie kann Teilnehmer auf Wunsch zu- wender erscheinen als „In einer Bespre- das Internet installiert der Administrator nächst auf eine Art „Lobby“ schalten, chung“, wenn sie einen entsprechenden eine weitere Serverrolle auf separater wo sie der Konferenzleiter abholen Termin im Kalender eingetragen haben. Hardware. Dieser sogenannte Edge-Ser- muss. Im Vergleich zur Vorversion ist Sperrt der Benutzer seinen Rechner, ver steht idealerweise in der DMZ und das Herauf- und Herabstufen von Teil- meldet sich ab oder bedient für einige ist eine Art Application Gateway; alle nehmern zu Präsentierenden und umge- Zeit weder Maus noch Tastatur, hat Verbindungen zwischen innen und au- kehrt nun auch möglich. Neben den auch dies Einfluss auf den Status, eben- ßen laufen darüber. Der Edge-Server ist klassischen PC-Konferenzen existiert so wie die Tatsache, dass der Anwender die Voraussetzung für Föderation (siehe eine Telefoneinwahl, vorausgesetzt, der ein Telefonat führt (Abb. 1). Kasten „Brückenschlag“) und die VPN- CS14-Administrator hat seine Installa- tion an die interne Telefonanlage oder das öffentliche Telefonnetz gekoppelt. x-TRACT Dabei kann die Notwendigkeit für ei- ne interne Telefonanlage gegebenenfalls ● Mit der Neuauflage seines Communications Server schließt Microsoft Wave 14 ab, entfallen. Für Unternehmen, die sich die große Runde der Softwareaktualisierungen. Gedanken über eine neue Telefonanlage ● Instant Messaging, erweiterter Präsenzstatus, Telefoniefunktionen sowie PC-basierte machen, kann es durchaus sinnvoll sein, Audio- und Videokonferenzen bilden das Grundgerüst der Unified-Communications- die Telefoniefunktionen des CS14 ge- Software. nauer anzusehen. Seit der Version OCS 2007 hat Microsoft insbesondere in die- ● Dank stark erweiterter Telefoniefunktionen entsteht klassischen Telefonanlagen eine sem Bereich etliche Features nachgelegt. ernst zu nehmende Konkurrenz. Natürlich kann ein CS14 nicht mit den „Tausenden“ Funktionen einer TK-An- iX 9/2010 57 © Copyright by Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG. Veröffentlichung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Heise Zeitschriften Verlags.
  • REVIEW Unified Messaging Webkonferenzen Ebenfalls im CS14 vorhanden sind sind ein effizientes die beliebten Gruppenschaltungen. Be- und günstiges Mittel nutzer können diese ohne Adminrechte für „Remote Collabo- einrichten, da die Verwaltung der Grup- ration“ (Abb.ˇ2). penfunktion im Communicator hinter- legt ist. Überhaupt sind viele Funktio- nen für die Telefonie direkt durch den Anwender zu konfigurieren. Möchte er, dass seine Rufnummer parallel auf sei- nem Handy mitklingelt, kann er dies mit wenigen Mausklicks erledigen. Soll etwas mehr Logik den Anrufer bei der Auswahl des richtigen Ansprechpart- ners unterstützen, so lässt sich basie- lage mithalten (die ja in der Praxis nie 2007 oder 2010. Die nehmen den Anruf rend auf den Bordmitteln des CS14 eine zum Einsatz kommen), aber die für den auf und stellen ihn als E-Mail zu. Damit einfache „Automated Call Distribution“ Alltag wichtigen sind vorhanden. ein CS14-Nutzer die Nachricht nicht erst (ACD) realisieren. Der Administrator im Postfach lesen muss, kann er sie auf kann Abfragemenüs für den Anrufer er- Wunsch direkt im Communicator abspie- stellen, die diesen beispielsweise in die Bei Telefonie zugelegt len. Ist die Rufnummer des Anrufers im Auftragsannahme, zum Kundenberater Adressbuch geführt, zeigt CS14 anstelle oder zur Buchhaltung verbinden. Wel- Die üblichen Funktionen, wie die Weiter- der Nummer Daten wie Kontaktnamen, chen Agenten er dabei erreicht, richtet leitung oder das Umleiten auf den Anruf- Position und Firmennamen sowie even- sich unter anderem nach dessen Präsenz- beantworter, sind direkt für den Anwen- tuelle weitere Kommunikationskanäle status. Die Menülogik basiert auf .Net der zugänglich. CS14 stellt, nebenbei inklusive des Präsenzstatus an. Ganz im und seiner „Windows Workflow Foun- bemerkt, selbst keinen Anrufbeantwor- Sinne der Effizienzsteigerung kann der dation“. So lässt sich mit Programmier- ter bereit, nutzt hier aber mit einer tiefen Anwender hier auf eine Nachricht mit kenntnissen nahezu jede Anforderung an Integration die Fähigkeiten der Unified- einem IM-Chat, einen Videoanruf oder das Anruf-Routing realisieren, die die Messaging-Funktionen von Exchange einer E-Mail antworten. enthaltenen Funktionen nicht abdecken. Brückenschlag Chefsekretär integriert Für die Anbindung des eigenen CS14 an Eine zweite Möglichkeit der Anbindung an Eine klassische Anwendung der Tele- andere Systeme gibt es drei Möglichkeiten. andere Systeme bietet die sogenannte Fö- fonanlage ist die Vorzimmerfunktion. So lassen sich die öffentlichen und kosten- deration. Hierzu verbindet der Systemver- Ein Anruf wird erst bei einem anderen losen Dienste von AOL Instant Messenger walter die CS-Installation eines Unterneh- Teilnehmer signalisiert; der Anrufer (AIM), ICQ, Yahoo Messenger und Win- mens über das Internet mit einer anderen dows Live Messenger einbinden. CS14 un- CS-Installation. Das erfolgt über vertrau- kann sein Ziel nicht direkt erreichen. terstützt hier nur sehr rudimentäre Funktio- enswürdige Zertifikate und TLS-ver- Auch CS14 bietet die häufig als Chef- nen; der Präsenzstatus ist eingeschränkt auf schlüsselte TCP/IP-Verbindungen. Der Sekretär-Funktion benannte Konfigu- Informationen wie Online, Beschäftigt oder Administrator kann festlegen, ob seine ration. Darüber hinaus lässt sich einem Offline. Die Konversation beschränkt sich CS-Installation generell jede Föderation Chef eine weitere „private“ Nummer auf das einfache Austauschen von IM- akzeptiert oder ob er sie in jedem Einzel- zuordnen, die an der Vorzimmerfunk- Nachrichten. Momentan außen vor bleiben fall einrichten soll. Die Föderation zwi- beim CS14-Einsatz die bei den kostenlosen schen CS-Servern erlaubt nahezu alle auch tion vorbei Anrufe direkt durchstellt. Diensten bekannten Zusatzfunktionen, wie innerhalb des eigenen Unternehmens ver- Die Anbindung an das klassische Telefonie, Datei- oder Videotransfer. Mi- fügbaren Funktionen. Insbesondere die Au- Telefonnetz erfolgt wahlweise über crosoft arbeitet derzeit an einer verbesser- dio- und Videotelefonie und das Freigeben ein Gateway oder eine VoIP-Telefon- ten Anbindung des eigenen Windows Live des eigenen Desktops ermöglichen somit anlage. Microsoft hat ein Zertifizie- Messenger mit Audio und Video. eine effiziente und produktive Zusammen- rungsprogramm aufgelegt, das die Inter- arbeit zwischen Geschäftspartnern. Natür- Technisch realisiert diesen – auch „Public lich stehen auch die Präsenzinformatio- operabilität sicherstellt. Alle namhaften IM Connectivity“ (PIC) genannten – Brü- nen der Teilnehmer zur Verfügung. So kann TK-Anlagenhersteller sind darin gelis- ckenschlag zu den öffentlichen Diensten man gleich überlegen, ob sich ein Anruf tet. Sollte eine TK-Anlage nicht VoIP- ein Clearing-House-Dienst in der Cloud. lohnen würde, oder ob man doch lieber eine Dem Administrator verbergen sich die De- fähig oder nicht zertifiziert sein, bleibt E-Mail mit der Anfrage schreibt. der Weg über ein VoIP-Gateway. Meh- tails hierzu, für ihn ist es nur ein einfaches An- oder Abschalten der Funktion in der Für die Integration von IM und Präsenz- rere Hersteller stellen seit Jahren gute CS14-Konfiguration. Kostenlos ist diese informationen aus Systemen, die auf Basis Lösungen für die Kopplung der klassi- Integration der öffentlichen Dienste nicht; des „Extensible Messaging and Presence schen Telefonie und der netzwerkbasie- für die Anbindung von Yahoos Messenger Protocols“ (XMPP – siehe RFC 3920) funk- renden IP-Telefonie her. Hierbei erfolgt wird eine separate Gebühr fällig, die sich tionieren, gibt es eine weitere Serverrolle, nach Laufzeit und Anzahl der eigenen Mit- die als XMPP Gateway vermittelt. Auf die- die Anbindung über einen ISDN-Basis- arbeiter richtet. Alle anderen IM-Dienste sem Weg lassen sich Cisco Jabber oder oder Primärmultiplexanschluss an der lassen sich zurzeit kostenneutral nutzen. Google Talk integrieren. Allerdings sind TK-Anlage und dem IP-basierten SIP- Voraussetzung ist aber ein bestehender hier auch nur, ähnlich dem PIC, einfache Protokoll auf der CS14-Seite. Microsoft-Volumenlizenzvertrag. Chat-Funktionen möglich. Gerade im Bereich der Optimierung der Kommunikation in kleinen Nieder- 58 iX 9/2010 © Copyright by Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG. Veröffentlichung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Heise Zeitschriften Verlags.
  • externer Teilnehmer Onlinequellen Audio/Video [a] Gartner-Studie I Active www.gartner.com/Document? doc_cd=108326 Directory [b] Gartner-Studie II Certificate Authority Survivable Branch www.gartner.com/Document? doc_cd=138667 Appliance Au§enstelle [c] CS14 CS14 www.microsoft.com/communications Edge-Server server/de/de/cs14.aspx Exchange 2010 UM-Server [d] MS OCS 2007 geschlossenes anderer WAN, VPN o. €. www.microsoft.com/communications (Web-) Content Reverse Proxy server/de/de/default.aspx DMZ CS14-Frontend-Server VoIP/TK-Gateway Telefonnetz Ausblick Zentrale Geplant ist die Release für Ende 2010. Eine solche Basis-Installation kann bis zu 5000 Anwender bedienen. Größere Wenn Microsoft es schafft, den Termin oder redundante Umgebungen erfordern ein komplexeres Szenario (Abb. 3). zu halten, wird der finale Name wohl „Communications Server 2010“ lauten. lassungen oder Verkaufsbüros sieht Mi- ne Softwarelösung. Allerdings haben Falls sich zu viele Mitglieder des Pro- crosoft ein großes Potenzial für CS14. die letzten Jahre gezeigt, dass unter an- duktteams im bekannt schlechten Red- Hierfür haben die Redmonder ihr Kon- derem in Deutschland nicht jeder nur monder Winterwetter eine Grippe ein- zept der Anbindung an die Außenstellen über seinen PC telefonieren will. Ein fangen, könnte es auch nötig werden, überarbeitet. Rechtzeitig zum Verkaufs- Telefon auf dem Schreibtisch wird die Jahreszahl um eins zu erhöhen. start sollen Dritthersteller Hardware- noch immer häufig gefordert und ist Unabhängig davon dürfte sich CS14 lösungen anbieten, die in einem einzigen auch oft ein Statussymbol. Dies hat nicht nur im UC- sondern auch im Tele- Gehäuse die CS14-Funktionen gekop- Microsoft erkannt und zusammen mit fonmarkt behaupten. Der Einsatz als pelt mit Ausfallsicherheit realisieren – ein paar Herstellern ein Programm für TK-Anlage ist nicht nur denkbar, son- als sogenannte „Survivable Branch Ap- die Herstellung zertifizierter Endgeräte dern realistisch; und Microsoft wird ver- pliance“. Die übernimmt beim Ausfall aufgelegt. Die dürften vom einfachen suchen, den klassischen TK-Herstellern der WAN-Verbindungen zum zentrali- USB-Telefon mit Hörer bis zum High- nicht zuletzt mit massivem Marketing- sierten FE die wichtigsten Funktionen end-Farbdisplay-System mit Darstellung einsatz Anteile abzujagen. (avr) und stellt sicher, dass Telefonanrufe und des Fotos des Anrufers eine größere einige andere CS14-Fähigkeiten weiter- Produktvielfalt an Telefonen anbieten. hin zur Verfügung stehen. Unter ande- Bei den Geräten im unteren Preisseg- CHRISTIAN SEGOR UND rem sind das Weiterleiten von Telefo- ment und für öffentliche Bereiche läuft KARSTEN KLEINSCHMIDT naten über das Internet oder alternative die Zertifizierung schon auf vollen Netzwerktrassen möglich. Touren. Hier dürften zum Produktstart sind Technologieberater bei der Microsoft setzt mit seiner Unified- eine Reihe von Auswahlmöglichkeiten Glück & Kanja Consulting AG in Communications-Strategie klar auf ei- bestehen. Frankfurt und Stuttgart. x iX 9/2010 59 © Copyright by Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG. Veröffentlichung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Heise Zeitschriften Verlags.