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Smart-Metering-Studie 2010
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Smart-Metering-Studie 2010

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Der wachsende Anteil dezentraler Energieerzeugungsanlagen und effiziente Umgang mit Energie wie auch die EU-Direktive 2006/32/EG lassen eine breite Einführung von Smart Metering in allen ...

Der wachsende Anteil dezentraler Energieerzeugungsanlagen und effiziente Umgang mit Energie wie auch die EU-Direktive 2006/32/EG lassen eine breite Einführung von Smart Metering in allen deutschsprachigen Ländern erwarten. Die Wirtschaftlichkeit dieser beträchtlichen Investition hängt massgeblich von der richtigen Auswahl der Technologie und Anbieter ab. Zentrales Element der Advanced Metering Infrastructure ist das IT-System. Die richtige Wahl erweist sich als entscheidender Faktorfür einen zielgerichteten Einsatz von Smart Metering.

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Smart-Metering-Studie 2010 Smart-Metering-Studie 2010 Document Transcript

  • The Performance Architects Smart-Metering-Studie 2010 Eine Marktanalyse für den deutschsprachigen Raum ErgebnisberichtHORVÁTH & PARTNERS WISSEN AKTUELL COMPETENCE CENTER UTILITIES
  • Smart-Metering-Studie Inhaltsverzeichnis Vorwort 3 Management Summary 5 1. Zielsetzung und Aufbau der Studie 6 2. Untersuchungsgegenstand 7 3. Was beinhaltet eine Smart Metering-spezifische IT-Infrastruktur? 8 3.1 Typische Funktionen einer SMET-IT 8 3.1.1 Übergreifende Funktionen 8 3.1.2 Funktionscluster Meter Operating System 9 3.1.3 Funktionscluster Meter Management 10 3.1.4 Funktionscluster Meter Data Management 10 3.1.5 Nutzen von Smart Metering für Energieversorger 11 4. Methodik 12 5. Ergebnisse 15 5.1 Marktsicht 15 5.2 Produktsicht 16 5.3 Detailanalyse der SMET-IT-Systemanbieter 17 5.3.1 EnergyICT / Elster 17 5.3.2 Siemens AG 18 5.3.3 Landis + Gyr 18 5.3.4 Görlitz AG 19 5.3.5 Robotron 19 5.3.6 Powel 20 5.3.7 Kisters 20 5.3.8 ITF-EDV Fröschl 21 5.3.9 EVB Energy Solution GmbH 21 5.3.10 Ubitronix 22 5.3.11 Bittner + Krull 22 5.3.12 Reisewitz 23 5.3.13 24 / 7 Metering 23 5.3.14 ECA Software GmbH 24 6. Kritische Erfolgsfaktoren 26 7. Beratungsansatz von H&P 28 AMI Advanced Meter Infrastructure Horváth & Partners – The Performance Architects 30 AMM Advanced Meter Management AMR Advanced Meter Reading C2B Customer to business C2C Customer to customer MDM Meter Data Management MDUS Meter Data Unification and Synchronisation MM Meter Management MOS Meter Operating System MUC Multi Utility Controller PLC Powerline Communication SMET Smart Metering SML Smart Meter Language SOA Service Oriented Architecture ZFA Zählerfernauslese
  • Vorwort 02/03 08/09 Der wachsende Anteil dezentraler Energieerzeugungsanlagen und effiziente Umgang mit Energie wie auch die EU-Direktive 2006/32/EG lassen eine breite Einführung von Smart Metering in allen deutschspra- chigen Ländern erwarten. Die Wirtschaftlichkeit dieser beträchtlichen Investition hängt massgeblich von der richtigen Auswahl der Technologie und Anbieter ab. Zentrales Element der Advanced Metering Infrastructure ist das IT-System. Die richtige Wahl erweist sich als entscheidender Faktor für einen zielgerichteten Einsatz von Smart Metering. In den USA wird Smart Metering seit einigen Jahren zur Verringerung der Spitzenlast im Netz eingesetzt. In diversen Entwicklungs- und Industrieländern steht hingegen die Verringerung des Stromdiebstahls im Vordergrund. In Europa geht es beim Smart Metering zunächst einmal um die Energieeffizienz, langfristig wird der Schwerpunkt auf weitere Elemente eines Smart Grids gelegt, insbesondere auf die Versorgungssicherheit und die Einbindung von erneuerbaren Energiequellen. Erfahrungen im grossen Stil wurden in Europa vor allem in Italien und den skandinavischen Ländern gemacht. Da sich die Anforderungen aber von Land zu Land unterscheiden, ist eine länderspezifische Betrachtung der Lösungsanbieter notwendig. Es hat sich gezeigt, dass Smart Metering nur dann erfolgreich eingesetzt werden kann, wenn im Vorfeld die Ziele klar definiert werden, so dass die Smart Metering-Infrastruktur optimal an diesen Zielen ausgerichtet werden kann. Mit der vorliegenden Studie wurde erstmals eine Untersuchung zu IT-Systemen für Smart Metering bei Versorgern im deutschsprachigen Raum durchgeführt. Diese exklusive Untersuchung soll interessierten Führungskräften anhand eines robusten Referenzmodells einen Überblick über die relevanten Lösungs- anbieter in diesem komplexen Markt liefern. Das zugrunde liegende Ranking- system von Horváth & Partners ermöglicht interessierten Versorgern eine gezielte Auswertung erfolgskritischer Smart Metering-Parameter zur Konzeption betriebsindividueller Lösungsansätze. Im Namen der Autoren wünsche ich Ihnen viele nutzbringende Erkenntnisse bei der Lektüre dieser Studie. Copyright Horváth & Partner AG Nicholas O. Walti Principal Leiter Utilities Schweiz
  • Smart-Metering-Studie
  • Management Summary 04/05 08/09„Die Einführung von Smart Metering stellt die Energieversorgungsunternehmen (EVU) vor beträchtliche betriebswirtschaftliche und technische Herausforderungen. In der vorliegenden Studie werden die zentralen IT-Elemente einer Smart Metering-Lösung untersucht.“Die Einführung von Smart Metering stellt die Energiever- Konsolidierung des Marktessorgungsunternehmen (EVU) vor beträchtliche betriebs- Der Anbietermarkt für Smart Metering ist äusserst dyna-wirtschaftliche und technische Herausforderungen. misch und fragmentiert. Die Lösungsanbieter unterscheiden Die richtige Wahl einer Smart Metering-Lösung und die sich durch Herkunft und Grösse, Angebotstiefe und gelungene Integration in die Informations- und Kommu- Erfahrungen. Neben klassischen Zähler-Herstellern bieten nikationslandschaft des Unternehmens entscheiden reine Softwareproduzenten ihre Leistungen an. Vom massgeblich über das Gelingen oder Misslingen einer Kleinstunternehmen mit 15 Mitarbeitern bis hin zum Smart Metering-Einführung. Weltkonzern mit über 400 000 Mitarbeitern spannt sich die Unternehmensgrösse. Application Provider konkurrieren In der vorliegenden Studie werden die zentralen IT- mit System Providern. Einige grosse Hersteller können Elemente einer Smart Metering-Lösung untersucht. grosse internationale Roll-Outs mit mehreren Hunderttau-Ausschlaggebend für den Erfolg sind die Schnittstellen send Zählern vorweisen, während bei zahlreichen Anbietern und Betriebssysteme der dezentralen Geräte, das bisher allenfalls Pilotanwendungen in Betrieb sind.Meter Operating System (MOS), die Zählerverwaltung (Meter Management (MM)) sowie die Verwaltung und Diese Unterschiede schlagen demgegenüber deutlich Verarbeitung der Daten, das Meter Data Management weniger auf die Funktionalitäten der IT-Lösung durch. Die (MDM). Back-End-Systeme, Kommunikation und dezentrale Besonderheiten bestehen hauptsächlich bei der unter-Geräte, also Zähler, Displays und Konzentratoren, sind stützten Anzahl Zählerhersteller und beim Funktionsum-nicht Gegenstand der Untersuchung. fang der Module. Diverse Hersteller wählen bewusst eine Nischenstrategie, da sie kleine Energieversorger als Insgesamt wurden 22 Unternehmen im Bereich Smart Zielkunden im Visier haben.Metering angefragt. 14 Anbieter haben schliesslich an der Studie teilgenommen. Gemäss unserer Einschätzung Der Weg zur optimalen Smart Metering-Lösungdecken diese 14 Unternehmen mehr als 80 Prozent des Auch wenn der Fokus dieser Studie auf der Evaluation der deutschsprachigen Marktes ab. IT liegt, dem „Herzstück“ von Smart Metering, warnen wir davor, Smart Metering nur als technisches Projekt zu Unklare Rahmenbedingungen behindern flächen- betrachten. Smart Metering muss immer unter Nutzenas-deckende Einführung pekten gesehen werden. Dieser Nutzen kann sowohl intern Trotz der 2006 erlassenen EU-Richtlinie zur Einführung entstehen, beispielsweise im Handel, als auch extern, zum von Smart Metering ist die Rechtslage in der EU weiterhin Beispiel durch Energieeinsparungen beim Endkunden. unklar. So hat in Deutschland, dem grössten Markt im In der Konzept- und Implementierungsphase sind alle deutschsprachigen Raum, die Bundesnetzagentur, vor wesentlichen Wertschöpfungsstufen eines Versorgers zu kurzem Empfehlungen für die Entwicklung des regulatori- beteiligen und in ein straff geführtes Programm-Manage-schen Rahmens erlassen. Dies, obwohl bis heute nicht ment einzubinden.endgültig geklärt ist, was ein Smart Meter im Sinne des Gesetzes ist. In der Schweiz wurden bis dato keine Gesetze bezüglich Smart Metering verabschiedet, was aber von den meisten Marktteilnehmern bis 2014 erwartet wird. Copyright Horváth & Partner AG
  • Smart-Metering-Studie 1. Zielsetzung und Aufbau der Studie „Die Studie bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des IT-Marktes für SMET und die Positionierung der Marktteilnehmer und verschafft so allen interessierten Mitarbeitern von Versorgungsunternehmen eine erste Orientierungs- hilfe beim hochaktuellen Thema SMET.“ Die vorliegende Studie erschliesst die Thematik IT-Systeme Im darauffolgenden Kapitel wird das methodische Vorgehen für Smart Metering (SMET) praxisorientiert für den deutsch- bei der Marktanalyse vorgestellt. Die Markt- und Anbieter- sprachigen Markt. Sie bietet einen umfassenden Über- analyse erfolgt entlang drei Bewertungsdimensionen, blick über die Entwicklung des IT-Marktes für SMET und die in Zusammenarbeit mit bedeutenden schweizerischen die Positionierung der Marktteilnehmer. Sie soll allen und deutschen Multi-Sparten-Versorgungsunternehmen interessierten Mitarbeitern von Versorgungsunternehmen praxisorientiert entwickelt wurden. eine erste Orientierungshilfe beim hochaktuellen Thema SMET verschaffen. Im Kapitel Marktanalyse wird eine Einschätzung des Marktes vorgenommen und Entwicklungen im Markt In einem ersten Schritt wird der Untersuchungsgegen- thematisiert, um danach eine engere, produktbezogene stand erläutert. Dabei werden begriffliche Abgrenzungen Sicht einzunehmen. In einer vergleichenden Untersu- vorgenommen, wie sie im Markt gebräuchlich sind. chung werden die wichtigsten Anbieter analysiert und deren Angebote auf Leistungs- und Marktfähigkeit hin In der Folge wird aufgezeigt, was eine Smart Metering- evaluiert. Dies ist als eine erste Orientierung gedacht und spezifische IT-Infrastruktur umfasst. Die Komplexität einer soll den interessierten Leser bei einer Anbieterauswahl SMET-Software-Implementierung entsteht durch das unterstützen. technische Zusammenspiel aller Systemkomponenten, wozu Schnittstellen und der Umgang mit Daten gehören. Zum Schluss werden die wesentlichen Erfolgsfaktoren Die typischen Funktionen einer SMET-spezifischen IT thematisiert, die es bei einer Implementierung einer SMET- werden näher erläutert. Und schliesslich wird der Nutzen Lösung zu beachten gilt. Der von Horváth & Partners von Smart Metering für Energieversorger diskutiert. entwickelte mehrphasige SMET-Implementierungsansatz zeigt, wie im Einzelnen ein solches Implementierungsprojekt aussehen kann.
  • 2. Untersuchungsgegenstand 06/07 08/09„In Deutschland und Österreich bereiten sich die Versorger auf den durch die EU erzwungenen flächendeckenden Roll-Out vor. Ein Zwang durch den Schweizer Gesetz-geber ist noch nicht gegeben, wird von vielen Marktteilnehmern allerdings erwartet.“Der Einsatz von Smart Metering ist bei Energieversorgern Data Management System weitergeleitet. Umgekehrt in Nordamerika und Skandinavien deutlich weiter werden Befehle aus dem MM- und MDM-System in die verbreitet als im deutschsprachigem Raum. In Deutschland jeweilige Sprache des Zählers übersetzt. Das MM-System und Österreich bereiten sich die Versorger auf den durch ist für die Steuerung der Zähler verantwortlich (z.B. die EU erzwungenen flächendeckenden Roll-Out vor. In Ablesung im Pull-Verfahren, Fernabschaltung, Leistungsre-der Schweiz laufen erste Pilotprojekte, einzelne Versorger duzierung). Im MDM-System werden die empfangenen prüfen einen flächendeckenden Roll-Out. Ein Zwang durch Werte von den Zählern verarbeitet und gespeichert. Je den Schweizer Gesetzgeber ist noch nicht gegeben, wird nach Hersteller werden im MDM-System auch Aufgaben von vielen Marktteilnehmern allerdings erwartet. Die eines klassischen Energiedaten-Managementsystems vorliegende Studie möchte deshalb die Thematik praxiso- (EDM) wie Validierung, Plausibilisierung und Ersatzwert-rientiert für den deutschsprachigen Markt erschliessen. bildung durchgeführt. Die SOA-Schicht stellt wiederum die Im Mittelpunkt steht dabei die SMET-spezifische IT. Zähler Verbindung zwischen der SMET-IT und dem Back-End-und die Kommunikation wurden bewusst nicht unter- System des Versorgers her. Daten und Befehle werden in sucht, da diese sich aus unserer Sicht zu „Commodities“ beiden Richtungen in die jeweilige Systemsprache entwickeln werden und wenig Differenzierungsmöglich- übersetzt und an die richtige Stelle weitergeleitet. keiten aufweisen. Für das Verständnis der Studie ist weiterhin eine Abgren-Die IT für SMET setzt sich aus vier wesentlichen Kompo- zung der Begriffe AMR, AMI, AMM und MDM nötig. AMM nenten zusammen: (Advanced Meter Management)und MDM wurden bereits 1.) Meter Operating System (MOS) unter den Namen MM und MDM erklärt. Unter AMR 2.) Meter Management System (MM) (Advanced Meter Reading) wird im Wesentlichen die reine 3.) Meter Data Management System (MDM) Zählerfernauslesung (ZFA) verstanden, ohne dass die 4.) Service Orientated Architecture (SOA) ausgelesenen Daten für „intelligente“ Anwendungen weiterverwendet werden. AMI (Advanced Metering Das Meter Operating System stellt die Schnittstelle zur Infrastructure) bezeichnet die gesamte SMET-Infrastruktur, Kommunikation und zu den Zählern her. Sie ist gewisser- vom Zähler über die Nah- und Fernkommunikation bis hin massen das Betriebssystem der Zähler. Unterschiedliche zum eigentlichen Untersuchungsgegenstand dieser Studie.Datenprotokolle der verschiedenen Hersteller werden vereinheitlicht und an das Meter Management und Meter Grafik 1: SMET-Struktur und Untersuchungsgegenstand Untersuchungsgegenstand Back-End EDM MDM Billing S Copyright Horváth & Partner AG O CRM A ZFA MOS MM ... Endkunde Kommunikation Versorgungsunternehmen
  • Smart-Metering-Studie 3. Was beinhaltet eine Smart Metering-spezifische IT-Infrastruktur? „Durch die Trennung verschiedener Marktrollen muss ein Smart Metering System unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Der Auswahlprozess eines Systems muss deshalb immer auch auf die individuellen Bedürfnisse und die jeweilige Rolle des Marktakteurs ausgerichtet werden.“ Im Zuge der Strommarktliberalisierung wurden Richtlinien Umgang mit Daten und Gesetze erlassen, die von öffentlichen Institutionen Bei einer AMM-Lösung ist die anfallende Datenmenge einen effizienten Umgang mit Energie und die Einbindung aufgrund der Massenauslesungen enorm. Je nach System- erneuerbarer Energien verlangen. Der effiziente Umgang architektur werden Teile der Daten im Zähler, im MDM mit Energie führt über den Verbraucher und erfordert eine oder im Back-End-System gespeichert. Je nach gesetzlichen Anpassung seines Verhaltens, was voraussetzt, dass er sein Bestimmungen müssen dabei aggregierte Werte bis zu Verbraucherprofil kennt. Dies erfordert Feedback-Systeme, 10 Jahre gespeichert werden. Hierfür wird eine entspre- die Verbrauchsanzeigen liefern. Auf das Messwesen und die chende Hardware-Infrastruktur (Server, etc.) benötigt, die nachgelagerten kaufmännischen Prozesse haben Feedback- erhebliche Kosten verursacht. Auch müssen die generierten Systeme merkliche Auswirkungen. Unterjährige Beschaf- Daten täglich auf Vollständigkeit und Verlässlichkeit fung von Informationen und Abrechnungen benötigen auto- überprüft werden. Zur Bearbeitung des Datenvolumens matische Ablese- und Abrechnungsprozesse, damit solche bedarf es der entsprechenden Verarbeitungskapazitäten. Dienste kosteneffizient angeboten werden können. Als ein weiterer wichtiger Faktor erweist sich die Reakti- onszeit eines Systems. Je kürzer diese ist, desto schneller Durch die Trennung der verschiedenen Marktrollen muss können Fehler entdeckt und bearbeitet werden. ein Smart Metering System weitere Anforderungen erfüllen. Netzbetreiber interessieren sich vor allem für die 3.1 Typische Funktionen einer SMET-IT Sicherstellung der Logistik und somit für Informationen, Hier werden einige der wichtigsten Funktionen beschrieben, die sie zur Netzregulierung benötigen. Stromlieferanten welche die im letzten Kapitel kurz vorgestellten MOS, zeigen hingegen ein vermehrtes Interesse an Tarifmodel- MM und MDM gemeinsam übernehmen sollten. Diese lierung sowie Fernsperrung und –entsperrung. Der Aus- Beschreibung geschieht exemplarisch für alle drei wahlprozess eines Systems muss deshalb immer auch auf Komponenten, da es fast ebenso viele Systemarchitekturen die individuellen Bedürfnisse und die jeweilige Rolle des wie Anbieter gibt. Marktakteurs ausgerichtet werden. 3.1.1 Übergreifende Funktionen Interoperabilität zwischen Systemkomponenten Als übergreifende Funktionen werden Anwendungen Ungeachtet der Rolle des Marktakteurs muss die Investiti- verstanden, die sich nicht einer der drei Komponenten onssicherheit einer Smart Metering-spezifischen IT zuordnen lassen, sondern für mehrere relevant sind. gewährleistet sein. Je besser die Interoperabilität zwischen Systemkomponenten verschiedener Anbieter, desto Multi-Utility-Funktionen grösser ist die Investitionssicherheit. Eine zentrale Bedeu- Ein zentrales Kriterium für Multisparten-Unternehmen ist tung kommt somit den Schnittstellen, den Verbindungen die Fähigkeit der Systeme, sowohl Strom- als auch Wasser-, zwischen Systemkomponenten, zu. Bei einem AMI-System Gas- oder Wärmedaten darzustellen. Systeme, die nicht fallen Schnittstellen zu den Head-End-Systemen, alle Tätigkeitsgebiete eines Unternehmens abbilden, zum Back-End und schliesslich zum Verbraucher an. Die verhindern die Entwicklung neuer, spartenübergreifender Unterstützung einer Mehrzahl von Datenformaten und Produkte. Protokollen vereinfacht die Übermittlung von Informatio- nen zwischen den eingesetzten Systemkomponenten. Zugangsberechtigungen Bei einem offenen System müssen verschiedene Zähler Mitarbeiter eines Unternehmens sollten auf Kundendaten unterstützt werden können. Die Qualität der Schnittstelle nur so weit Zugriff haben, wie sie diese für die tägliche ist entscheidend, ob alle Funktionen eines Zählers genutzt Arbeit benötigen. Verschiedene Zugangsberechtigungen werden können oder ob nur die Datenfernauslese möglich für unterschiedliche Nutzer können Abhilfe schaffen und ist. Auch müssen Schnittstellen zu IT-Plattformen, auf können bei den meisten Systemen eingerichtet werden. denen die Systeme der Energieversorgungsunternehmen laufen, vorhanden sein.
  • Grafik 2: Typische Funktionen einer SMET-IT 08/09 Übergreifende Funktionen · Multi-Utility · Prozessautomatisierung · Zugangsberechtigungen · Verschlüsselung/Signierung Meter Operating System Meter Management Meter Data Management Systemmanagement und Parametrierung Geräteverwaltung Datenverwaltung · Autokonfiguration und Anmeldung von · Geräteauswertungsfunktionen · Plausibilisierung der Messwerte Zählern (Parametrierung) (Installations- und Zertifikatsübersicht) · Ersatzwertbildung und Schätzklassen · Monitoring, Logging und Reporting · Stamm- und Bewegungsdatenverwaltung · Messreihenübergabeprozesse Konfigurierung von Geschäftsprozessen · Synchronisierung und Geräteverwaltung · Kennzeichnung von Abrechnungsdaten · Prozess- und Workflow Definitionen im Backend Auswertungsfunktionen für Messwerte · Zählerdatenübernahme Konfigurierung von Geschäftsprozessen · Logging und Reporting für Messfunktionen · Ausnahmebehandlungen und Alarme und Anwendungsfällen · Aggregation und Reporting · Update der Firmware · Tarifmodelle und Tariffunktionen · Data-Mining, Business Intelligence, · Prozessüberwachung und Service-Levels · Fernsperre- und –freischaltung der Zähler Benchmarking · Automatische Prozessanforderung · Laststeuerung, Lastbegrenzung Optionale Funktionen · Logging Services für Schnittstellen · Überwachung der Kommunikationsprozesse · Webservices für Visualisierungen von · Auswertungen und Data Mining Funktionen Messwerten · Mehrmandantenfähigkeit · Kundendatencluster · Unterstützung der AbrechnungsfunktionenProzessüberwachung 3.1.2 Funktionscluster Meter Operating SystemSowohl das Meter Operating System als auch das Meter Ein Meter Operating System ist für die Datenerfassung Data Management System müssen gewisse Überwachungs- im System zuständig. Es überwacht einen Grossteil der und Alarmierungsfunktionen übernehmen. Diese gewähr- Prozesse und leitet die Daten an das Meter Management leisten das einwandfreie Funktionieren automatischer oder an das Meter Data Management System weiter. Prozesse und erhöhen damit die Wertschöpfung des Als Bindeglied zu den Datenkonzentratoren und Zählern Gesamtsystems. werden auch Steuerbefehle aus den nachgelagerten Systemen in Richtung der Zähler weitergeleitet.Eine Überwachung der Messdatenerfassung ist erforderlich, um möglichst viele verlässliche Werte zu erhalten. Bei fehlerhaften Werten wird bei den meisten Systemen ein Parametrierungautomatischer Datennachlieferungsprozess angestossen. Innerhalb eines offenen Systems werden Hard- und Etwaige Fehlermeldungen werden in Errorlogs festgehal- Software-Komponenten von verschiedenen Herstellern ten und bei manchen Systemen automatisch in die verwendet. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass eine Back-End-Systeme exportiert. Durch Datenanalyse können einheitliche Parametrierung oder Konfiguration auf die auch Stromdiebstahl oder Manipulationen am Zähler Systemkomponenten aufgebracht werden kann. Je nach festgestellt und automatisch gemeldet werden. Im Falle Automatisationsgrad fällt der Parametrierungsaufwand von Störungen am Zähler oder in der Kommunikation vor Ort beim Zähler geringer aus oder gar ganz weg, was senden einige Systeme nicht nur einen Alarm, sondern zu entsprechenden Kosteneinsparungen führt.sind direkt an Mobile Workforce-Systeme gekoppelt. Copyright Horváth & Partner AGOperative Kräfte können dann direkt vor Ort und unter Einbezug der gelieferten Informationen die Störungen beheben.
  • Smart-Metering-Studie Grafik 3: Studienteilnehmer mit relevanten Produkten (oben); Gerätemanagement Teilnahme abgelehnt (unten) Insbesondere beim Roll-out ist es wichtig, eine Übersicht Teilnehmer Relevante Produkte über den Status der Installation des Zählers zu haben. (keine Systembezeichnung, sondern Produktangebot) Informationen über den Zustand des Zählers, das heisst, wann und ob er Daten geliefert hat, kann eine Zertifikats- 24 / 7 Metering meter manager übersicht liefern. Dazu gehören bei einigen Systemen auch Bittner + Krull Argos AMM Informationen zur Wartung von Kommunikationsgeräten ECA-Software GmbH Dover/ECA und allfällige Updates der Firmware des Zählers oder EnergyICT / Elster EIServer (MDM), EpIO R2, WebRTU Z3, Datenkonzentratoren. Auch sollten hier die Stamm- und RTU+Server (Kommunikation) allenfalls Bewegungsdaten hinterlegt sein, die zur Fernauslesung benötigt werden. EVB Energy Solution GmbH Smart Meter Operator / Diehl Fernsperrung und -freischaltung von Zählern Görlitz AG EDW3000 System Eine grosse Erleichterung bringt das Smart Metering für ITF-EDV Fröschl ZFA/200-F Energieversorgungsunternehmen durch die Fernsperrung und Fernfreischaltung von Zählern. Dank eines verkürzten Kisters AG BelVis AMI, BelVis MDM, Sperrprozesses können Kunden mit Zahlungsrückständen BelVis Smart Viewer schneller und einfacher vom Netz genommen werden. Landis + Gyr Gridstream MDUS, Gridstream AIM, Daraus ergeben sich auch Vorteile bei Kundenwechseln, Gridstream Converge die im liberalisierten Strommarkt aufgrund der freien Powel Powel MDMS; Powel ELIN Lieferantenwahl vermehrt vorkommen. Damit eine Fernsteuerung überhaupt möglich ist, bedarf es eines Reisewitz NeDaS System Protokolls im Zähler. Robotron eSmart, eCount, eSales Siemens AG AMIS, MDM Tarifmodellierung Ubitronix Unified IEM Meter Management Mittels Tarifmodellierung können verschiedene last- und zeitvariable Tarife angeboten werden. Dem Anbieter wird Teilnahme abgelehnt so die Möglichkeit zur Produktgestaltung gegeben. Bär, Enexoma, Itron, Process Vision (Schleupen AG), Qundis, Masken für eine Tarifmodellierung können sowohl im T-Systems, Oracle, NZR Zähler als auch im Meter Managment System hinterlegt sein. Änderungen der Tarifmasken können jedoch viel einfacher und effizienter im MM durchgeführt werden. Prozess- und Workflow-Definitionen Um den grossen Anforderungen im Messwesen im regulato- 3.1.4 Funktionscluster Meter Data Management rischen, technischen und organisatorischen Bereich gerecht Das Meter Data Management System ist für die Datenver- zu werden, ist es hilfreich, wenn die zumeist sehr komplexen arbeitung und -editierung zuständig. Durch diese Funktio- Geschäftsprozesse in Arbeitsabläufe verarbeitet und nen bildet es eine wichtige Schnittstelle zu den Abrech- integriert werden können. Dazu bieten einige Hersteller nungsstellen im Energieversorgungsunternehmen. Eine Module an, die Prozesse abbilden und überwachen können. Abgrenzung zu den Back-End-Systemen ist jedoch für gewisse Funktionalitäten schwierig. So kann das Back- 3.1.3 Funktionscluster Meter Management End-System von SAP, das AMI Integration for Utilities (SAP Das Meter Management System ist für die Steuerung der IS-U), Messwerte validieren, plausibilisieren und Ersatz- Zähler verantwortlich. Es enthält aber auch Informationen werte bilden. Es bietet zudem ein Portal, wo der Endkunde zur Hardware, also zu den Zählern und Kommunikations- seine Verbrauchswerte einsehen kann. modulen. Dazu gehören auch Prozessdefinitionen.
  • 10/11Messwertprüfung geklärt. Gleichwohl stellt sich für einen Energieversorger Um sich auf Messdaten verlassen zu können, müssen die Frage der Rentabilisierung seiner Investitionen. Neben Validierungen und Plausibilisierungen durchgeführt offensichtlichen, direkten Einsparungen wie der Automa-werden. Dabei werden Messdatenreihen auf fehlende, tisierung der Ablesung lassen sich Erlöspotenziale aus fehlerhafte oder ungewöhnliche Werte überprüft. transparentem Verbrauchsverhalten und zukünftigen Sind solche Werte vorzufinden, müssen sie bereinigt oder Entwicklungen des Energiemarktes erschliessen.ergänzt werden. So können bei der sogenannten Ersatzbil-dung historische Daten oder errechnete Werte aus einer Direkte EinsparungenInterpolation genommen werden. Mögliche Vorgehens- Die Fernablese der Zähler erspart die manuelle Erfassung weisen zur Bildung der Werte sind in Masken hinterlegt, von Zählerdaten und reduziert somit Personalkosten. die spezifisch an die Bedürfnisse des Kunden angepasst Fernsperrung und Fernfreigabe von Zählern bietet den werden. Stromlieferanten zudem ein effektives Mittel, ausstehende Zahlungen schneller und effizienter einzufordern. Eine Visualisierungsfunktionen schnellere und häufigere Abwicklung von Abrechnungen Ein wichtiger Grund für die Einführung von Smart Metering reduziert die Höhe nicht-einforderbarer Zahlungen.ist für den Gesetzgeber die verbesserte Energieeffizienz des Verbrauchers. Visualisierte Daten werden nicht nur an Transparentes VerbraucherverhaltenKundendienstberater im EVU geliefert, sondern oft auch Bessere und umfassendere Informationen zum Verbrauchs-direkt via Webportal, E-Mail oder SMS zum Verbraucher verhalten von Kunden eröffnen neue Möglichkeiten in der gesendet. Der Kunde erhält so ein direktes Feedback Produktgestaltung. Durch verlässlichere Voraussagen zum über sein Verbrauchsverhalten. Je nach Hersteller und Stromverbrauch und dank erweiterter Steuerungsmethoden Wünschen des EVU können die Daten vom Zähler, aus können Lastspitzen einfacher und besser ausgeglichen dem MDM oder aus dem Back-End übermittelt werden. werden. So sind eine direkte, feinere Steuerung vorstellbar oder eine indirekte Steuerung durch flexiblere Tarife. Kundenclusterung Auch könnten völlig neue Dienste angeboten werden, zum In einem Smart Metering-Umfeld fallen grosse Datenmengen Beispiel ein Hausnotruf für ältere Menschen. Werden in an, die viele Informationen über einen Verbraucher einem Haus Verbrauchsanomalien festgestellt, kann dies enthalten. Diverse Anbieter offerieren eine Funktion, bei zu einer Alarmierung von Hilfskräften führen. Dienste zur der die Endkunden nach Verbrauchsprofilen geclustert Identifikation von unnötigem Stromverbrauch können ein werden und so anonymisiert werden können. solches Angebot noch vervollständigen und stellen aus heutiger Sicht den Einstieg in eine neue Produktwelt dar. MehrmandantenfähigkeitEin mehrmandantenfähiges System ermöglicht die gleichzei- Eintritt in die Zukunft des Energiemarktestige Verwaltung von Kunden unterschiedlicher Unterneh- Smart Metering ebnet den Weg in eine neue Energiezu-men. Jedes Unternehmen kann exklusiv über diese kunft, hin zu einem intelligenten Netzwerk (Smart Grid). Daten verfügen. Dies ermöglicht kleineren Unternehmen, Stichworte dazu sind die Integration von erneuerbaren sich zusammenzuschliessen und ihre Kunden im gleichen Energien, E-Mobility, C2B- und C2C-Handel sowie dezentrale System zu verwalten. Energieerzeugung und virtuelle Kraftwerke, die detaillier- tere Informationen benötigen als herkömmliche Mess- 3.1.5 Nutzen von Smart Metering für Energieversorger und Zählsysteme liefern können. Den unterschiedlichen Copyright Horváth & Partner AGDer Einbau von intelligenten Zählern, der Aufbau einer Tätigkeitsfeldern, die so erschlossen werden können, Kommunikations- und IT Infrastruktur wie auch der entspricht die Heterogenität der Marktteilnehmer und die Betrieb des gesamten Systems sind ein kostenintensives Vielfältigkeit ihrer Interessen im Smart Metering-Markt. Unterfangen. Die Frage, welcher Marktteilnehmer was und wieviel bezahlen muss, ist noch nicht abschliessend
  • Smart-Metering-Studie 4. Methodik „Um die Systeme und Marktteilnehmer bewerten zu können, wurden 22 Unterneh- men angefragt. Von diesen Unternehmen haben 14 an der Befragung teilgenommen. Dank der breiten Auswahl und der Teilnahme nahezu aller wesentlichen Marktak- teure dürfte die Studie über 80 Prozent des deutschsprachigen Marktes abdecken.“ Die Studie will ein umfassendes Bild über den IT-Markt für Über 100 relevante und gewichtete Komponenten zur Smart Metering im deutschsprachigen Raum vermitteln Leistungs- und Marktfähigkeit wurden schriftlich abge- und wie sich die Anbieter darin positionieren. Untersucht fragt. Zusätzlich wurden die Antworten in Telefoninter- wurde der Strommarkt. Bereiche wie Wasser, Gas und views mit Vertriebsleitern, Energieberatern und CEOs der Wärme wurden nur am Rande und im Rahmen der Mehr- betreffenden Firmen validiert. spartenfähigkeit berührt. Bei der Bewertung der Fragebögen mussten Unternehmen Diese Zielsetzung machte Abgrenzungen bei den Anbietern berücksichtigt werden, die ihre Lösung bereits umfassend erforderlich. Um in die Studie aufgenommen zu werden, in anderen Märkten getestet hatten, wie auch Anbieter, die muss ein Unternehmen im deutschsprachigen Raum erst Pilotprojekte durchführten und deren Lösung noch im vertreten sein oder den Markteintritt in Deutschland, Ausbau steckt. Deshalb wurde bei der Validierung der Österreich oder der Schweiz beschlossen haben und an Fragen darauf geachtet, dass zwischen Funktionalitäten der Umsetzung arbeiten. Neben der geographischen unterschieden wurde, die (a) getestet oder (b) geplant und Komponente war das Angebot eines eigenen Systems oder noch nicht getestet sind. zumindest eine starke Weiterentwicklung einer vorhande- nen Lösung ein Aufnahmekriterium. Grafik 4 zeigt den Untersuchungsbereich der Studie. Zudem wird der Unterschied zwischen Application Provider und Um die Systeme und Marktteilnehmer bewerten zu können, System Provider verdeutlicht. Ein Application Provider stellt wurden 22 Unternehmen angefragt. Von diesen Unterneh- im Wesentlichen die Smart Metering-spezifische IT zur men haben 14 an der Befragung teilgenommen. Die Auswahl Verfügung. System Provider bieten neben der SMET-spezifi- der angefragten Unternehmen erfolgte dabei in enger schen IT auch Zähler und die Kommunikation zwischen den Zusammenarbeit mit ausgewählten EVU und einem Messe- Zählern und der IT-Landschaft des EVU an. Einige Provider besuch an der „eWorld“. So wurde sichergestellt, dass haben auch noch weitere Module und Anwendungen für neben bekannten auch neuere Anbieter, insbesondere aus das Back-End im Angebot. Zum Produktportfolio gehören die dem deutschen Markt, in die Studie aufgenommen wurden. Angebotskalkulation und -erstellung oder das Mobile Workforce Management. Dank der breiten Auswahl und der Teilnahme nahezu aller wesentlichen Marktakteure dürfte die Studie über Marktfähigkeit 90 Prozent des deutschsprachigen Marktes abdecken. Die Dimension Marktfähigkeit beschreibt die potentielle Entwicklungsfähigkeit und Nachhaltigkeit eines Lösungs- Einige im Smart Metering-Bereich bekannte und aktive anbieters im Markt. Die Durchsetzungskraft der Anbieter Unternehmen wie IBM und SAP fehlen. Diese und andere spielt auch bei der Einführung von Standards eine Rolle. Unternehmen wurden ausgeklammert, da sie keine So haben grössere Unternehmen mehr Potenzial und SMET-spezifische IT-Lösung anbieten, sondern auf die in Ressourcen, sich bei Entwicklungsprojekten einzubringen dieser Studie untersuchten Anbieter und deren Lösungen und am Entwurf von verbindlichen Richtlinien mitzuar- zurückgreifen. beiten. Für die Erstellung eines relevanten Fragebogens wurde als Grundlage das Lasten- oder Pflichtenheft einer Ausschrei- Bei der Bewertung der Unternehmensgrösse wurden die bung eines grossen Energieversorgers analysiert. In Anzahl Mitarbeiter sowie der Gesamtumsatz und Umsatz Zusammenarbeit mit ausgewählten EVU, die im Multispar- im Bereich Smart Metering berücksichtigt. Für eine tenbereich tätig sind, fand eine Selektion der relevanten pünktliche Lieferung und Installation des Systems ist es Fragen statt. Mit diesen wurde auch die für die finale wichtig, genügend personelle und materielle Unterstüt- Auswertung nötige Gewichtung der einzelnen Komponen- zung vom Hersteller zu erhalten. Den Referenzen, die als ten abgestimmt. massgebliches Evaluationskriterium bei EVU dienen, kam eine übergeordnete Bedeutung zu. Branchenkenntnisse wurden aber auch aus der Anzahl Jahre abgeleitet, die
  • Grafik 4: Application vs. System Provider 12/13 Typologien der Anbieter Application Provider System Provider Kommunikation Kommunikation Home Smart Back-End-System MOS, MM, MDM Automation Meter (CRM,EDM, Billing, ...) Schnittstellen (SOA) Schnittstellen Vereinfachte Smart Metering Systemlandschaft Untersuchungsbereichein Hersteller bereits im Smart Metering-Bereich tätig war. protokolle, die grundsätzlich unterstützt werden. Es hat Eine untergeordnete Rolle spielte die Anzahl der durch- sich gezeigt, dass fast alle Unternehmen planen, die Smart schnittlich angeschlossenen Zähler. Sprachen, in denen Meter Language (SML) zu unterstützen, sobald dieser das System bedient werden können und der Umfang der Standard fest definiert ist.angebotenen Service- und Supportleistungen, ergänzen die Faktoren. Systemfunktionalitäten Die Dimension Systemfunktionalitäten beschreibt das Leistungsfähigkeit Potenzial einer Lösung, durch umfassende Funktionalitäten Schnittstellen und Performance eine maximale Wertschöpfung zu erzielen. Systemfunktio-Die Dimension Schnittstellen und Performance beschreibt nalitäten werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, das Potenzial an Interoperabilität, Systemoffenheit und wenn es darum geht, neue Produktangebote zu entwickeln. Verarbeitungskapazitäten einer Lösung. Wie sich in den In der Untersuchung wird zwischen Funktionalitäten des Gesprächen mit den Energieversorgungsunternehmen MOS, MM und MDM unterschieden. Im Bereich der herausgestellt hat, gehören Interoperabilität und System Massendatenverarbeitung ist der Automatisierungsgrad offenheit zu den wichtigsten Kriterien bei einer System- der Prozesse von zentraler Bedeutung. Neben den auswahl. Funktionen wurde deshalb auch deren Automatisierbarkeit abgefragt. Um eine verlässliche Aussage über die Schnittstellen machen zu können, wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie schon Zähler von 17 verschiedenen Herstellern an ihr Copyright Horváth & Partner AGSystem angebunden haben. Mit der gleichen Methode wurde erfragt, ob schon einmal Schnittstellen zu den am Markt gebräuchlichsten Anbietern von Plattformen im Back-End (SAP, Oracle, MS, etc.) hergestellt wurden.Ein weiteres Indiz für grosse Systemoffenheit ist die Anzahl und Art der Datenformate und Kommunikations-
  • Smart-Metering-Studie
  • 5. Ergebnisse 14/15„Voraussehend lässt sich sagen, dass der Markt in den nächsten Jahren allein aufgrund der EU-Vorgaben ein Vielfaches des heutigen Marktes ausmachen wird. Das Wachstum wird eher sprunghaft als kontinuierlich sein.“5.1 Marktsicht Unternehmen. So konkurrieren Application Provider aus Die Entwicklung von Smart Metering ist in Nordamerika dem Energiedatenmanagement mit traditionellen Zähler-und Skandinavien schon wesentlich weiter fortgeschritten herstellern, die als System Provider neben der Software als in Deutschland, Österreich und der Schweiz (= DACH– auch die Zähler anbieten. Ebenso versuchen Tochtergesell-Markt). Auch in Italien, wo durch die Installation von unge- schaften von EVU, ihren Marktanteil zu erkämpfen. Diesen fähr 30 Millionen intelligenten Zählern der Stromdiebstahl lukrativen Markt wollen sich auch grosse Informations- weitgehend unterbunden und die Zahlungsmoral verbessert und Kommunikationstechnologieunternehmen nicht werden konnten, wurden bereits umfangreichere Erfahrun- entgehen lassen. Und schliesslich treten Systemintegratoren gen gesammelt. als Wettbewerber auf. Weitere Markteintritte können erwartet werden.Deutschland und Österreich bereiten sich in Pilotprojekten von wenigen 100 bis 10 000 Zählpunkten auf eine flächen- Die verschiedenartigen Anbieter haben unterschiedliche deckende Installation von Smart Metern vor. Branchen- Zielkunden im Visier. Während ein sehr grosser Hersteller kenner erwarten, dass auch die Schweiz diese Entwicklung wenig Interesse hat, mit kleinen Stadtwerken zusammenzu-nachvollziehen wird. Hinweise darauf liefern Pilotprojekte, arbeiten, können diese für einen kleineren Anbieter eine die in letzter Zeit initiiert wurden. Die Aktivitäten in attraktive Nische sein.Deutschland könnten in naher Zukunft intensiviert werden, sieht die Bundesnetzagentur in ihrem jüngsten Evaluations- Unterschiedliche Erfahrungenbericht doch weitergehende Massnahmen vor. Ziel ist Unter den Teilnehmern der Befragung befinden sich die flächendeckende Einführung von Smart Metering im Unternehmen, die nur im deutschsprachigen Raum tätig Strombereich. Dabei gibt sie sich mit einer Abdeckung von sind (Bittner+Krull, 24/7 Metering, etc.), andere sind 60 Prozent zufrieden. auch international aktiv (Landis+Gyr, etc.). Und schliess- lich stammen diverse Unternehmen aus anderen Märkten, Entwicklungen im Smart Metering-Bereich werden in allen die gerade dabei sind, sich auf dem deutschen Markt zu DACH-Märkten stark von politischen Vorgaben bestimmt. positionieren (EnergyICT, Powel).Eine Schätzung des Marktwachstums ist deshalb schwierig. Voraussehen lässt sich jedoch, dass der Markt in den Ein EVU sollte bei der Wahl eines Anbieters die durchge-nächsten Jahren allein aufgrund der EU-Vorgaben ein führten Referenzprojekte in den Mittelpunkt seiner Vielfaches des heutigen Marktes ausmachen wird. Das Entscheidung stellen. Bedingt durch unterschiedliche Wachstum wird eher sprunghaft als kontinuierlich sein. geographische Aktivitäten differieren diese. Projekte mit Wirft man einen Blick in die Energieversorger, so sieht einer halben Million Zählern und mehr waren bisher erst man, dass am Anfang eines SMET-Projektes die Verantwor- im nicht-deutschsprachigen Raum möglich. Anbieter im tung häufig beim Netz liegt. Je länger Projekte laufen, deutschsprachigen Markt warten mit wesentlich kleineren desto häufiger wechselt die Verantwortung in den Vertrieb Pilotprojekten auf. Dieser Nachteil kann unter Umständen oder die Unternehmensentwicklung. durch eine bessere Anpassung ihrer Produkte auf DACH-spezifische Anforderungen abgefedert werden.Unübersichtlicher AnbietermarktDer Anbietermarkt im Bereich SMET ist in Deutschland, EntwicklungskooperationenÖsterreich und der Schweiz noch sehr unübersichtlich, Mit dem Übergang von geschlossenen, proprietären hin handelt es sich doch um einen noch sehr jungen Markt. Er zu offenen, interoperablen Systemen haben auch die Copyright Horváth & Partner AGerstreckt sich von Kleinunternehmen (z.B. ECA-Software) Anbieter ihr Verhalten geändert. Branchenleader gehen in grosser Anzahl über mittelgrosse Firmen (z.B. Kisters) Kooperationen ein, um einheitliche Standards zu definieren. bis hin zu Weltkonzernen wie Siemens. Unterschiede sind jedoch nicht nur hinsichtlich der Grösse auszumachen, sondern auch im Hinblick auf den Hintergrund der
  • Smart-Metering-Studie „Die SMET-Anbieter wissen um die Notwendigkeit offener Systeme und werben mit kompatiblen Schnittstellen und interoperablen Systemen.“ So wird in einer Entwicklungskooperation zwischen SAP 5.2 Produktsicht und Landis+Gyr, Görlitz, Itron, eMeter und OSISoft die Trend zur Konvergenz der Funktionalitäten Vereinheitlichung der Schnittstellen zu den SAP-Systemen Unsere Untersuchung zeigt, dass die Systeme in ihren im Back-End angestrebt. Die Meter Data Unification and Funktionalitäten sehr ähnlich sind. So sind die meisten Synchronisation (MDUS) soll eine optimale Integration der Systeme in der Lage, Verbrauchswerte von Strom, Gas, technischen Abläufe in die kaufmännischen Prozesse der Wasser und Fernwärme abzubilden und zu verarbeiten. SAP-Softwarelandschaft ermöglichen. Für den DACH- Auch lassen sich auf den Systemen Kunden unterschied- Markt ist das MDUS-System von beträchtlicher Relevanz, licher Unternehmen gleichzeitig verwalten (Mehrmandan- sind doch viele Energieversorger mit einer SAP-Software tenfähigkeit). Dies ist besonders wichtig, wenn ein Versorger ausgestattet. oder ein Dritter diese Systeme im Rahmen eines Outsourcing als Dienstleistung für andere Energieversorger anbietet. Bei einer anderen Initiative, dem IDIS (Interoperable Beispiele für solche Unternehmen sind SmartOPTIMO und Device Interface Specifications), geht es um die Vereinheit- utilicount in Deutschland oder die EKT in der Schweiz. lichung von Schnittstellen zwischen den Smart Metern. Daran beteiligt sind Landis+Gyr, Iskra und Itron Schnitt- Trend zu offenen Systemen stellen. Dieser offene Standard, dem sich interessierte Eine Advanced Meter Infrastructure und das darin Unternehmen mit ihren Produkten anschliessen können, eingebettete Meter Data Management müssen unabhängig soll die Verbreitung und den Einsatz des Advanced vom Zählerhersteller sein. Dies wird von Gesetzgebern Metering Management vorantreiben. und Energieversorgungsunternehmen gefordert, um die Stückkosten für den Massenmarkt zu senken, die Investiti- Profitabilität onssicherheit zu erhöhen und damit die Entwicklung der Eine IT-Software ohne Zähler, Kommunikationsinfrastruktur intelligenten Zähler zu fördern. und Installation kann ab 10 000 Zählpunkten profitabel sein. Jeder Fall und Kunde muss jedoch individuell Die SMET-Anbieter wissen um die Notwendigkeit offener betrachtet werden. Die Profitabilität hängt ab von der Systeme und werben mit kompatiblen Schnittstellen und Netzstruktur, also von der Verteilung der Zählpunkte, von interoperablen Systemen. Inwiefern dies den Tatsachen den Kosten für die Kommunikation im jeweiligen Land entspricht, wird sich erst in der Praxis weisen. und bei kleineren Energieunternehmen gegebenenfalls auch von den Besitzverhältnissen. Entscheidend sind auch System Provider versus Application Provider die Zählinfrastruktur sowie die Tatsache, dass die Rund- Der AMM-Markt ist dabei, sich zu konsolidieren. Grosse steuerung selber durchgeführt wird. Die meisten Anbieter Zählerhersteller wie Diehl oder Elster haben Unternehmen sind sich darüber im Klaren, dass die Rentabilität zukünf- wie EVB Energy Solutions und EnergyICT aufgekauft, die tig sehr stark davon abhängen wird, wie intensiv die sich hauptsächlich mit der Zählerdatenübermittlung und Zusatzfunktionen im Vertrieb genutzt werden. Eine auf das -verarbeitung beschäftigen. Damit reihen sie sich ein unter Netz/Metering beschränkte Sicht ist uninteressant für die System Provider, die eine Lösung vom Zähler bis Energieversorger. hin zum Abrechnungssystem (oder gar darüber hinaus) anbieten. System Provider verfolgen hinsichtlich Datenvalidierung, Datenplausibilisierung und Ersatzwertbildung unter- schiedliche Ansätze. Nicht alle bieten diese Module an, in der Überzeugung, dass diese Funktionen von nachgelager- ten Systemen übernommen werden.
  • Grafik 5: Leistungs- und Marktfähigkeit der Anbieter 100 Energy ICT / Elster 16/17 Robotron Siemens AG 90 Kisters AG Görlitz AG 80 Reisewitz Powel Landis + Gyr 70 ITF-EDV Fröschl Bittner + Krull Ubitronix 60Leistungsfähigkeit EVB Energy / Diehl 50 ECA-Software GmbH 40 24/7 Metering 30 20 10 System Provider Application Provider 0 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Marktfähigkeit Application Provider kommen aus verschiedenen Bereichen 5.3 Detailanalyse der SMET-IT-Systemanbieter wie Zählerdatenerfassung und -weitergabe oder Energieda- 5.3.1 EnergyICT / Elster tenmanagement. In der Regel preisen sie ihre Flexibilität. Energy ICT ist ein Unternehmen, das sich auf Kommunika- Eine kleine Minderheit geht davon aus, dass eine Konzent- tionsgeräte und Smart Metering-IT spezialisiert hat. 2009 ration auf die jeweiligen Kernkompetenzen stattfinden wurde es von der Elster Gruppe, einem weltweit tätigen wird und nur die Besten der jeweiligen Sparte Qualität Grossunternehmen im Bereich des Messwesens, aufgekauft liefern werden. und tritt nun als Gesamtlösungsanbieter am Markt auf. Aus der nachfolgenden Grafik (Grafik 6) geht hervor, dass Stärken: zwischen den Anbietern kaum Unterschiede in der – nergyICT besitzt grosse Erfahrung im Smart Metering- E Leistungsfähigkeit bestehen. Die markanten Unterschiede Markt. Zurzeit läuft ein Pilotprojekt mit der Rhein liegen zumeist in der Strategie, mit der eine Lösung im Energie in Deutschland. In den Niederlanden (Enexis, Markt platziert werden soll. So dürfte der Marktfähigkeit Delta) sind bereits 3 Millionen Multisparten-Zähler via –4 eines Unternehmens bei vielen Auswahlprozessen eine Powerline angeschlossen. In einem Belastungstest wurden erhöhte Bedeutung beigemessen werden. Wie an den 35 Millionen Stromzähler in 6 Stunden ausgelesen und Kreisen zu erkennen ist, weisen die Lösungen der System plausibilisiert. Provider eine höhere Marktfähigkeit auf. – er EIServer ist das Herzstück der MDM-Software von D EnergyICT. Der modulare Aufbau der Plattform ermög- licht den Anschluss spezifischer Module, beispielsweise für das Berichtswesen und für Leiststellenfunktionalitä- Copyright Horváth & Partner AG ten zur Überwachung der Datenerfassungssteuerung, der Validierung und Plausibilisierung von Messdaten. – ine leistungsfähige Workflow Engine, die Geschäftspro- E zesse definiert, modelliert und konzipiert, ist tief in den EIServer integriert. So können Kunden Geschäftsprozesse
  • Smart-Metering-Studie in ein Arbeitsablaufmodell einbetten, das über die Zeit führend bei Forschungsprojekten zum Intelligenten angepasst werden kann. Zur Anonymisierung der Daten Netzwerk. So werden bei einem E-Energy-Projekt Zähler- bietet das System einen virtuellen Zähler. Dieser fasst im daten-Managementsysteme zu einem übergeordneten MDM Zählwerte einzelner Kunden zusammen, z.B. nach Marktplatz zusammengeschlossen, auf dem dezentrale Stadtteilen, so dass die Anonymität der Einzelkunden Energieerzeuger und Konsumenten Energie handeln gewahrt bleibt. können. Verbesserungspotenzial: Verbesserungspotenzial: – nergyICT steigt gerade von einer 2 ier auf eine 3 ier E -t -t – war werden im Falle von Störungen operative Kräfte Z Architektur um. Aus diesem Grunde sind – im Gegensatz automatisch alarmiert, doch bietet dieses rudimentäre zur Datenerfassung, Datenspeicherung und dem „Mobile Workforce Management“ keine Ankopplung an Gerätemanagement – die Auswertungs- und Überwa- ein mobiles Terminal. chungsfunktionen nicht so weit entwickelt wie bei den – ür Siemens ist es nicht wirtschaftlich, für kleinere F Mitbewerbern. Unternehmen ein eigenes System zu betreiben. Für – EnergyICT bewegt sich im Hochpreis-Segment. kleinere Unternehmen ist das Zählerdaten-Management- system von Siemens nicht geeignet. Fazit: Im DACH-Markt ist EnergyICT noch nicht sehr stark Fazit: vertreten. Es handelt sich jedoch um einen Anbieter mit Siemens bietet eine gute Lösung, die besonders für einer potenten Lösung, der durch die Übernahme durch die Grossunternehmen mit Visionen für ein Smart Grid von Elster Gruppe eindeutig an Potenzial dazugewonnen hat. Interesse ist. 5.3.2 Siemens AG 5.3.3 Landis + Gyr Als weltweit operierender Konzern bietet Siemens eine Landis + Gyr ist ein weltweit operierender, führender komplette Lösung, vom Zähler über PLC-Kommunikation- Lösungsanbieter in der Verbrauchsmessung, der sowohl module und Datenkonzentratoren bis hin zu Zählerdaten- Hard- und Software als auch Services anbietet. Da sowohl Management-Systemen. Zum Angebot gehören auch Zähler als auch Software aus dem gleichen Hause stammen, Dienstleistungen im Bereich Systemintegration. Smart ist die Integration der eigenen Zähler in das IT-System Metering wird als wichtiges Mittel auf dem Weg zu einem einfach durchzuführen. Smart Grid angesehen. Hier kann Siemens mit weiteren Systemkomponenten aufwarten. Stärken: – andis + Gyr arbeitet mit SAP, Itron, Görlitz, eMeter und L Stärken: OSISoft in einer Kooperation zur Vereinheitlichung der – as System von Siemens beinhaltet alle Funktionen, die D Schnittstellen zu SAP ERP. In der Regel ist ein SAP ein Datenmanagement-System zu erfüllen hat. Ein System auf den Kunden zugeschnitten. Deshalb ist trotz spezielles Asset Management-Tool erfasst alle Daten der zertifizierten Schnittstelle derzeit noch eine individu- eines Zählers, kennt dessen Zustand und speichert alle elle Anpassung der SMET-spezifischen IT erfordrlich. Änderungen und Zugriffe. Der Anpassungsaufwand soll zukünftig durch die – iemens verfügt über umfassende Referenzen. Neben S vereinheitlichte Schnittstelle verringert werden. vielen kleineren Projekten ist hier insbesondere das – it den beiden Head-End-Systemen Gridstream AIM, M Projekt mit dem Stadtwerk EnBW ODR zu nennen. Bei dem Gridstream Converge und dem Gridstream MDUS diesem Projekt soll der Endausbau 250 000 00 000 Zäh- –3 (ab Mitte Jahr) bietet Landis + Gyr eine neue, umfassen- ler umfassen, gegenwärtig sind weit über de Gesamtlösung an. Das AIM und das Converge werden 50 000 Zähler eingebaut und im System integriert. zur Datenauslesung benutzt. Gridstream MDUS verbin- – Als Vorreiter in Sachen Technologie ist Siemens feder- det die Head-End-Systeme mit der SAP-ISU, was die
  • 18/19 Steuerung der täglichen Prozesse mittels einer End-to- – ie Görlitz AG ist eine Entwicklungskooperation mit SAP, D End-Lösung aus SAP heraus ermöglicht. Neben der Itron, Landis + Gyr, eMeter und OSISoft eingegangen, die Datenverwaltung wird das MDUS zusätzliche Datensam- der Vereinheitlichung der Schnittstellen und des melfunktionen wie zum Beispiel Lastprofilberechnun- Funktionsumfangs zu den SAP-Systemen im Back-End gen ermöglichen. dient. Geplant ist eine baldige Erweiterung durch das – ls führendes Unternehmen im Messwesen kann Landis A MDUS-System, um eine optimale Integration in die SAP + Gyr zahlreiche Referenzen vorweisen und bedient Softwarelandschaft zu gewährleisten. Kunden jeder Grösse. Im deutschsprachigen Raum – in Modul zum Gerätemanagement ist vorhanden. E führte es Pilotprojekte bei EON Avacon, EKZ, den Darauf können Zusatzinformationen zu jedem einzelnen Stadtwerke Düsseldorf und den Stadtwerken Herne Gerät (Zähler, Datenkonzentrator) hinterlegt werden. durch. In den nordischen Märkten und durch die Dieses ist, wie viele Funktionen, Teil einer Standardlö- Tochterfirma Ecologic Analytics in den USA wurden sung, muss aber zuerst durch eine entsprechende bereits Systeme mit mehreren 100 000 Zählpunkten Lizenz hinzugefügt werden. installiert. Verbesserungspotenzial:Verbesserungspotenzial: – urzeit werden ein Roll-out in Biberist (Schweiz) mit Z– as neue Gridstream-System ist auf SAP abgestimmt. D 5 000 Zählern und mehre Pilotprojekte in der Schweiz MDUS-Funktionen sind in Verbindung mit anderen (EW Bern) und Deutschland (Eon, Vattenfall) durchge- Back-End-Systemen nicht verfügbar. In diesem Fall kann führt. Die Projekte können sich jedoch nicht mit den allerdings die AMM-Lösung von Landis + Gyr benutzt grössten Unternehmen der Branche messen, die vor werden, die Tarifmodellierung, Validierung, Plausibili- allem in internationalen Projekten Erfahrungen sierung und Asset Management ermöglicht. gesammelt haben. – andis + Gyr wird im Markt aufgrund seiner Marktstel- L – as System von Görlitz ist nur für Netzbetreiber D lung als einer der teureren Anbieter wahrgenommen. geeignet. Die Bedürfnisse anderer Marktakteure werden jedoch nicht abgedeckt.Fazit: – rossprojekte können angesichts der Unternehmens- GLandis + Gyr zeigt, warum es zu den führenden Unter- grösse noch nicht ohne Partnerschaften bewältigt nehmen im Markt gehört und überzeugt durch ein werden.umfassendes Lösungsangebot, das auf dem neuesten Stand der Technik ist. Fazit: Die Görlitz AG ist ein Unternehmen, das sich aktiv am 5.3.4 Görlitz AG Aufbau von Standards zur Verbesserung der Interoperabi-Die Görlitz AG ist ein deutsches Unternehmen mit lität einsetzt, mit einem System, das die gesamte Funkti-Vertretungen im europäischen Raum, das als Gesamtlö- onspalette abdeckt. Erfahrungen in der Massendatenver-sungsanbieter auftritt. Sein Schwerpunkt liegt in der arbeitung müssen erst noch gesammelt werden.Prozessoptimierung für Netzbetreiber durch intelligente Kommunikation. 5.3.5 Robotron Robotron ist ein Unternehmen, das sich aller IT-Prozesse Stärken: annimmt, von der Zählerdatenauslesung bis zur Vorberei-– as Energie Daten Warehouse Metering-System (EDW D tung der Daten im Abrechnungswesen. Copyright Horváth & Partner AG 3 000) ist eine Mehrschichtanwendung und bildet die gesamte Prozesskette von der Messung bis zum SAP- Stärken: System vollständig ab. Der Anschluss an das Echelon – ie grosse Stärke von Robotron liegt in einem leistungs- D NES-System ermöglicht eine Hardware unabhängige fähigen Datenverarbeitungssystem, dessen Leistungs- Zählerfernauslese. fähigkeit bei mehreren Projekten auch ausserhalb von
  • Smart-Metering-Studie Smart Metering unter Beweis gestellt wurde. Ein – ine flexible Integrationsschnittstelle und die Einbindung E separates Modul, das eSmart Modul, macht es möglich. von verschiedenen Zählern in eine Lösung sind eine Nur die erforderlichen Daten werden mit anderen weitere grosse Stärke. EDM-Systemen ausgetauscht. Zusätzliche Module wie eCollect und ePortal ermöglichen Zählerfernauslese und Verbesserungspotenzial: Datenübermittlung an Endkunden via Internet. – AP kommt bei skandinavischen EVU selten zur S – it dem System werden nicht nur unterschiedliche M Anwendung. SAP-Schnittstellen sind zwar vorbereitet, Marktakteure (ÜNB, VNB, etc.) bedient, im Angebot hat aber noch nicht zertifiziert. Getestete Schnittstellen Robotron auch noch Software für Netze, die Beschaffung sind deshalb nur zu den Plattformen von Oracle und und den Vertrieb. Microsoft vorhanden. – it Hauptsitz in Dresden, Deutschland und Niederlas- M – n Deutschland besteht eine bereits vereinbarte Partner- I sungen in der Schweiz, Österreich, Tschechien und schaft mit einem Unternehmen (Name noch nicht Bulgarien ist Robotron in den DACH-Märkten vertreten. veröffentlicht), das in Zukunft das System von Powel vertreiben wird. Eine Datenverwaltung für Kunden Verbesserungspotenzial: durch Powel – war wird eine Signatur über den Status der Zählwerte Z ist erst im Aufbau begriffen. Für Kleinkunden, die übermittelt, doch gibt es noch keine Übersicht über den ihr SMET-System nicht selber betreiben wollen, ist der Status der einzelnen Zähler. Anbieter derzeit noch nicht interessant. – uf eine Unterstützung beim Roll-Out, die über die A – ie Funktionalitäten sind in mehreren Bereichen noch D Installation der Software hinausgeht, muss entweder sehr stark eingeschränkt. Neben einer fehlenden verzichtet oder durch ein Partnerunternehmen in Möglichkeit zur Lastbegrenzung sind auch diverse Deutschland durchgeführt werden. Prozessautomatisierungen wie Manipulations- und – ine Update-Möglichkeit der Firmware des Zählers und E Diebstahlüberwachung erst im Aufbau. des Datenkonzentrators ist noch ausstehend. Fazit: Fazit: Die von Powel angebotene Lösung muss in einigen Robotron verfügt über grosse Erfahrung und ein leistungs- Funktionen zuerst noch an den DACH-Markt angepasst fähiges System, insbesondere im Bereich der Datenverar- werden. Dank des Erfahrungsschatzes, die der Anbieter beitung. Seine Lösung ist vielversprechend. durch Grossprojekte, in anderen Märkten gesammelt hat, darf Powel aber dennoch als potenter Mitstreiter im Markt 5.3.6 Powel angesehen werden. Powel ist ein international tätiges norwegisches Unterneh- men mit Niederlassungen in Schweden, Niederlanden, 5.3.7 Kisters USA und diversen Partnerschaften vor allem in Europa. Kisters ist ein deutsches Unternehmen mit weltweiten Als Anbieter von Business-Applikationen im Bereich Beteiligungen und auf Softwarelösungen für Energiedatenma- Smart Metering verfügt es mit Komplettlösungen für das nagement spezialisiert. Im Bereich Smart Metering bietet der Energiemanagement (Netzwerkmanagement, Produktions- Provider IT-Systeme zur Erfassung, Speicherung und Darstel- optimierung Wasserkraft) auch über Smart Grid-Kompetenz. lung für Endkunden im Web. Die Produktpalette erstreckt sich vom intelligenten Zähler bis zum Kundendisplay. Stärken: – ls Marktführer in Schweden kann Powel beachtliche A Stärken: Referenzen vorweisen. So wurden bei einem Anbieter – in grosses Projekt mit 7 Millionen Zählpunkten wird in E 550 000 Zähler an das System angeschlossen und Italien durchgeführt. Für den deutschsprachigen Raum ausgelesen. Ein Roll-out ist auch in Abu Dhabi mit 250 000 können nur Referenzen für kleinere Projekte vorgewiesen Zählpunkten (500 000 im Endausbau) im Gange. werden. Bei einem Projekt in der Schweiz haben sich 100
  • 20/21 Kleinkunden zu einem SMET-Projekt zusammenge- – rosse Datenmengen werden mit einer marktgängigen G schlossen. Oracle-Datenbank bewältigt, während für Kleinkunden – isters bietet ein leistungsfähiges Zeitreihenmanage- K eine spezielle Datenbank (C-Base) angeboten wird. Somit mentsystem (KiTSM) an, das als Leistungszentrum des können Kunden schon ab 200 Zählpunkten einsteigen. BelVis MDM für die Aufnahme und Verarbeitung von – ie besondere Stärke der Lösung besteht darin, dass sie D Massendaten dient. In diesem Bereich kann die Firma 15 sowohl viele Zähler als auch viele Kommunikationsfor- Jahre Erfahrung vorweisen. mate unterstützt und damit Hersteller unabhängig und – it dem System können alle Marktrollen bedient M flexibel ist. werden, vom Messstellen- bis hin zum Netzbetreiber.– em Verbraucher kann nicht nur eine Kostenrechnung, D Verbesserungspotenzial: sondern auch das ausgestossene CO2 angezeigt werden. – ehrere System-Funktionalitäten sind entweder nicht M oder noch nicht erhältlich oder nicht getestet. So kann Verbesserungspotenzial: die Fernfreigabe und Fernsperrung der Zähler noch nicht – rössere Schwächen bestehen im Meter Management. G ausgelöst werden. Auch die Tarifmodellierung ist mit Eine Übersicht über den Installationsstatus des Zählers, dieser Software noch nicht möglich. eine Zertifikatsübersicht und Wartung des Kommunikati- – in Workflow Management-Modul zur Abbildung von E onsgeräts fehlen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, Geschäftsprozessen ist ebenso wenig vorhanden wie eine andere ZFA-Lösungen zu integrieren, welche die Defizite Installations- und Zertifikatsübersicht der Zähler. eliminieren.– ine automatisierte Diebstahl- und Manipulationsüber- E Fazit: wachung wird im Moment noch nicht angeboten. ITF-EDV Fröschl vertreibt ein am Markt sehr gebräuchliches AMR-System, das mit Basis-MDM-Funktionen ausgestattet Fazit: werden kann. Häufig wird das System anderen Energiedaten-Kisters konzentriert seine Stärken auf die Verarbeitung Managementsystemen vorgeschaltet.von Massendaten. Einige Systemfunktionalitäten sind aber noch nicht so weit ausgeprägt wie bei anderen Marktteil- 5.3.9 EVB Energy Solution GmbHnehmern. Die EVB Energy Solution wurde von Diehl Energy Solution gekauft und tritt im Markt als EVB Energy Solution GmbH 5.3.8 ITF-EDV Fröschl auf. Als Gruppe bietet sie eine Gesamtlösung, deren Fröschl ist ein herstellerunabhängiger Anbieter einer Komponenten vom Zähler über Funktechnologie bis hin zu Automatic Meter Reading Plattform, die zur Erfassung, Anwendungen im Back-End-Bereich reichen. Diehl Energy Verarbeitung, Verwaltung und Weitergabe von Zählerdaten Solution wiederum ist aus der Hydrometer entstanden, die, dient. Im Gegensatz zur Schwesterfirma ITF Fröschl bietet ihren Schwerpunkt bei Wasserzählern hatte. das Unternehmen nur Software und keine Hardware an. Vertriebspartnerschaften bestehen unter anderem mit Stärken:Schleupen, Itron und für die Schweiz mit Optimatik. – iehl liefert für einen Fixpreis (36 Euro/a pro Zähler, D inklusive Installation) die abrechnungsrelevanten Daten Stärken: seinen Kunden. Die Minimaldauer des Angebots beträgt – ei ITF-EDV Fröschl besteht bei vielen wesentlichen B acht Jahre. Das Smart Meter Operator-Angebot bietet Funktionen die Möglichkeit, diese als Add-On separat zu zusätzlich noch individuell anpassbare Tarifmodelle für Copyright Horváth & Partner AG kaufen und somit nur die gewünschte Funktionalität zu den Kunden. Optional können unter anderem ein Home bezahlen ( „Pay as you use“-Basis). Display oder eine iphone-Applikation nachgefragt – ine grosse Anzahl relevanter Referenzen von kleineren E werden. Kunden bis hin zu Grosskonzernen im deutschsprachi- – urch den Zusammenschluss mit der weltweit operieren- D gen Raum sind positiv. den Diehl verfügt die EVB über ein sehr flexibles
  • Smart-Metering-Studie Angebot. So bietet das Unternehmen auch Zähler dung von Fehlkonfigurationen und ein Inventory (Multi-Utility) Management zur Überwachung der angeschlossenen und Datengateways sowie Billing und Inkasso in einer Hardware sowie offene Schnittstellen. Gesamtlösung an. – In Linz ist ein Grossprojekt im Gange, das eines der – VB Energy Solutions führt zurzeit im DACH-Markt E grössten flächendeckenden Roll-Outs mit 50 000 Zählern mehrere Pilotprojekte (ca. 10 000 Zählpunkte) durch, (im Endausbau 250 000 Zähler) im DACH-Markt darstellt. unter anderem bei der RheinEnergie in Salzburg und Hierbei handelt es sich um ein Multi-Utility-Projekt mit Bern. Internationale Projekte werden in Dänemark, Lastmanagement und teilweiser Steuerung der Strassen- Dubai, Südamerika und Dublin durchgeführt, wobei das beleuchtung. letztgenannte mit 40 000 Zählpunkten das Grösste ist. – b Herbst 2010 will Ubitronix neu den „User-Centered“ A Smart Metering-Ansatz anbieten. Bei dieser Lösung steht Verbesserungspotenzial: beim Kunden ein Mini-Server, auf dem die Daten – as Smart Meter Operator-Angebot ist nur für Kunden ab D gespeichert werden. Die Lösung basiert auf Internet- einem bestimmten Potenzial (ab 8 000 – 0 000 Zählpunk- 1 Standards. So können die Daten vom Kunden direkt ten) an anschliessbaren Zählpunkten interessant. Für ausgelesen werden. Kosten für ein Display und die kleinere EVU ist das Angebot nicht geeignet. Massendatenübertragung fallen nicht an, es werden nur – ehrere Systemfunktionalitäten sind beschränkt oder M verrechnungsrelevante Daten an den Versorger übermit- müssen von nachgelagerten System übernommen oder telt. Dies hat den Vorteil, dass die Datenhoheit beim noch programmiert werden. So findet keine Validierung, Kunden bleibt und sich somit die Frage des Datenschut- Plausibilisierung oder Ersatzwertbildung im System zes erübrigt. statt, sondern müssen von einem nachgelagerten System übernommen werden. Verbesserungspotenzial: – es Weiteren ist keine Lastbegrenzung möglich. D – ie Validierung, Plausibilisierung und die Ersatzwert- D bildung sind noch nicht standardmässig verfügbar. Fazit: Die Implementierung dieser Funktionalitäten benötigt Mit dem Smart Operator-Ansatz hat die EVB Energy Programmieraufwand. Solution GmbH ein sehr interessantes Produktangebot, – bitronix bietet noch kein eigenes Workflow Manage- U welches das Investitionsrisiko des Kunden aufteilt und ment-Modul zur Unterstützung von Arbeitsabläufen an. Es das aufmerksam im Markt beobachtet werden sollte. Im bestehen lediglich Schnittstellen für externe Lösungen. Vergleich zu ähnlich grossen, international tätigen Unternehmen sind die Referenzen hinsichtlich der Anzahl Fazit: installierter Zähler allerdings noch bescheiden. Ubitronix ist ein flexibles Unternehmen, das trotz be- schränkter Erfahrung und geringeren Funktionalitäten als 5.3.10 Ubitronix andere Mitbewerber über den „Tellerrand“ hinausschaut Ubitronix ist ein Anbieter von Middleware, die zusammen und in Zukunft durchaus zu beachten ist. mit Partnern als Gesamtlösung angeboten wird. Sie umfasst sowohl Zähler, MDM, Lastmanagement- und In-Home- 5.3.11 Bittner + Krull Lösungen als auch die Steuerung von Strassenlampen. Es Bittner + Krull ist ein deutsches Unternehmen, das Smart gibt keine Berührungspunkte zu übergeordneten Systemen Metering-spezifische IT- Lösungen und Mobile Workforce (z.B. EDM und Abrechnungssystemen). Management-Lösungen anbietet. Damit bedient der Anbieter den Netzbetrieb und Netzbau, den Messstellenbe- Stärken: trieb und Messdienstleister. – as Unternehmen hat einen offenen Leitstand entwickelt. D Zentrale Elemente sind ein Hersteller übergreifendes, einheitliches Konfigurationsmanagement zur Vermei-
  • 22/23Stärken: – er Anbieter hat grosse Erfahrung im Umgang mit D– urch enge Kopplung der Smart Metering-Lösung an D Massendaten, vor allem in der Mobilen Aussendienst- eine Mobile Workforce Management-Lösung kann die steuerung und dem Mobile Workforce Management. Installation effizient durchgeführt und die Funktions- tüchtigkeit gesichert werden. So kontrolliert ein Verbesserungspotenzial: Mitarbeiter vor Ort, ob eine Installation oder Reparatur – Erste Erfahrungen im Bereich Smart Metering konnten erfolgreich war. Die Zustimmung des Innendienstes been- nur bei kleineren Pilotprojekten gesammelt werden. det den Prozess. Kunden sind vor allem Stadtwerke, grosse Kundenprojek-– dd-ons können auf SAP-Basis programmiert werden, A te stehen weitgehend aus. für Auftragserzeugungskomponenten (z.B. SAP Programm – ie Standardlösung bietet keine Informationen, wann D benötigt Daten) und Verbuchungskomponenten (z.B. das Kommunikationsgerät gewartet wurde. Auch ein Lastgänge lassen sich in CRM Programm darstellen). Das Update der Firmware des Zählers oder Datenkonzentra- Kundenportal ermöglicht eine umfangreichen Abruf der tors benötigt noch Entwicklungsaufwand. Daten. Fazit:Verbesserungspotenzial: Eine Einschätzung der Lösung ist aus heutiger Sicht sehr – ls Referenzen im Smart Metering-Bereich werden A schwierig, da das System noch keinem Belastungstest Pilotprojekte wie das T-City-Projekt (TW Friedrichshafen, unterzogen wurde. Deutsche Telekom), Energiedienst Rheinfelden, BS Energy Braunschweig sowie die NeoVac AG in der 5.3.13 24 / 7 Metering Schweiz genannt. Bei allen Projekten handelt sich um 24/7 Metering ist eine Tochtergesellschaft der MVV eine sehr begrenzte Anzahl Zählpunkte. Energie AG und Energieversorgung Offenbach AG in – ie Anzeige variabler Tarife ist noch nicht im Feld erprobt. D Deutschland. Auf der Basis eines bestehenden Systems Eine Übersicht über den Installationsstatus kann wurde eine Weiterentwicklung vorgenommen, speziell nicht abgerufen werden. Gleiches gilt für Informationen, für die eigenen, aber auch für die Bedürfnisse von Kunden welches Kommunikationsgerät gewartet wurde. in Deutschland. Fazit: Stärken:Angesichts der Grösse von Bittner + Krull und der – as Unternehmen bietet ein eigenes, modulares Dbegrenzten Anzahl anschliessbarer Zähler eignet sich die System vom Zähler bis zur Abrechnung an. Dieses wird Firma eher für kleinere Projekte. im eigenen Haus eingesetzt und stetig weiterentwickelt. Mit dieser Lösung werden Energieversorgungsunterneh-5.3.12 Reisewitz men und Filialisten angesprochen, an deren Bedürfnisse Das Ingenieurbüro Reisewitz aus Bad Lippespringe das Produkt individuell angepasst wird. Dies gilt (Deutschland) ist ein Unternehmen, das ein hardware- und insbesondere für kleinere Stadtwerke.medienunabhängiges Netzdatensystem zur Verfügung – 4/7 Metering verfolgt einen klaren Lösungsansatz. 2stellt, um sämtliche Prozesse im Bereich Zählerwesen und Ihren Kunden offeriert sie ein „Rundum sorglos Paket“. Energiemessung abzudecken. Reisewitz ist mit einem Büro So werden eigene Zähler zur Verfügung gestellt und in Wien vertreten. deren Zählerstände unverändert in die entsprechenden Back-End-Systeme weitergegeben. Mit Kunden-Systemen Copyright Horváth & Partner AGStärken: wird über die in Deutschland üblichen Marktschnittstel-– as NeDaS-System basiert auf einer einheitlichen D len kommuniziert. Zusätzlich bietet das Unternehmen Datenbank, von der verschiedene Module für das eine Datenverwaltungslösung (ASP) und ein flexibles Zählerdatenmanagement und das Mobile Workforce Webportal. Management angesteuert werden. – ählerstände werden im systemeigenen Zähler für Z
  • Smart-Metering-Studie 40 Tage (1/4 h-Stände) oder für ein Jahr (Tagesstände) - 5.3.14 ECA Software GmbH gespeichert und nach Bedarf an das Zentralsystem Die ECA-Software GmbH stellt die Plattform Dover/ECA übertragen. So müssen zentral nur die tatsächlich im Internet zur automatischen Fernauslesung von benötigten Daten gespeichert werden. Zusätzlich ist eine Verbrauchsdaten bereit. Sie unterstützt aber auch noch die Online-Übertragung beispielsweise für Portallösungen traditionellen Wege der Datenauslesung. möglich. Bei Verwendung von Zählern ohne entsprechen- de Speicherfunktionen werden die Daten vor Ort in Stärken: einem MUC zwischengespeichert oder online an das – as Unternehmen kommt aus dem Bereich des Sub D Zentralsystem übertragen. Metering (Heizkostenverteiler) und hat in diesem Bereich auch Erfahrung. Verbesserungspotenzial: – ie Lösung ist als Plattform für die Wohnungswirtschaft D – as ursprünglich geschlossene Grundsystem wird D geeignet. derzeit zu einem offenen System weiterentwickelt, um die Anzahl der einbindbaren Zähler zu erhöhen. Verbesserungspotenzial: Schnittstellen zu anderen Zählerherstellern, die den – ur Ausführung des Programms ist eine Microsoft- Z Open Metering- Standard verfolgen, sind in Entwicklung, Anwendung erforderlich. Eine Ersatzwertbildung wird aber noch nicht verfügbar. Gegenwärtig besteht nur ein nur auf Anforderung programmiert. direkter Zugriff auf die Oracle-Datenbank, der jedoch um – ie Software bedient nur kleinere Kunden und ist auf D eine zertifizierte SAP-Schnittstelle erweitert wird. Messstellenbetreiber fokussiert. – m Produkt selber werden alle Funktionen weggelassen, I die von Zählern und nachgelagerten spezialisierten Fazit: Systemen übernommen werden können. Vom AMM- Das Unternehmen ist ein Nischenplayer im Bereich System werden die originalen Zählerstände und -daten Sub-Metering und als solcher für Kleinkunden geeignet. weitergegeben. So sind beispielsweise noch keine Funktionen zur Messdaten bezogenen Zähleranalyse oder zur Validierung, Plausibilisierung und Ersatzwert- bildung vorgesehen. Diese Funktionalitäten müssen noch von den nachgelagerten Systemen übernommen werden. Fazit: 24/7 Metering ist ein Unternehmen, das gegenwärtig eine Gesamtlösung als geschlossenes System anbietet. Eine Lösung im Sinne eines offenen Systems wird gerade umgesetzt. Insbesondere für kleinere Energieversorgungs- unternehmen in Deutschland lohnt es sich, dieses Unternehmen und dessen Lösungsansatz im Auge zu behalten.
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  • Smart-Metering-Studie 6. Kritische Erfolgsfaktoren „Als kritisch erweisen sich die Rahmenbedingungen und die Marktfähigkeit der Anbieter. Auch darf nicht unterschätzt werden, wie wichtig die Analyse der eigenen Bedürfnisse für eine zukunftsfähige Smart Metering-Lösung ist.“ Beim gegenwärtigen Stand der Dinge sind die kritischen Smart Metering fordert das gesamte Unternehmen Erfolgsfaktoren nicht bei den Funktionalitäten und der Die Auswahl und Installation einer funktionierenden Leistungsfähigkeit zu orten. Dies zeigen die Ergebnisse Infrastruktur ist die Grundlage eines gut funktionierenden unserer Studie. Als kritisch erweisen sich vielmehr die Smart Metering. Noch viel wichtiger ist aber eine klare Rahmenbedingungen und die Marktfähigkeit der Anbieter. Vision für den Umgang mit diesem Thema. Dies führt zum Auch darf nicht unterschätzt werden, wie wichtig die Aufbau einer angemessenen IT-Infrastruktur und -Archi- Analyse der eigenen Bedürfnisse für eine zukunftsfähige tektur im Unternehmen wie auch zur Neuausrichtung der Smart Metering-Lösung ist. Produkte und gegebenenfalls des Unternehmens. Unklare Rahmenbedingungen als Hindernis Da Smart Metering das gesamte Unternehmen über alle Marktkenner sind sich einig: Ohne Standardisierungen wird Wertschöpfungsstufen hinweg betrifft, darf das Change sich der SMET-Markt nur schleppend entwickeln. Aus diesem Management nicht vernachlässigt werden. Prozesse und Grunde wird die Entwicklung von Standards wie SML, Strukturen, die sich im Netz über Jahrzehnte eingeschliffen MDUS und IDIS auch vorangetrieben. Mit einem allgemein haben, müssen hinterfragt und unter Umständen verän- akzeptierten Standard wird denn auch bald gerechnet. dert werden. So wird das Messwesen von einem reinen Service- und Costcenter innerhalb kurzer Zeit zu einer Eine rechtliche Baustelle ist zudem der Datenschutz. Einheit mit strategischer Relevanz für das Unternehmen. Sollen die Daten beim Versorger, beim Anbieter oder doch Es wäre fahrlässig, hierbei die Veränderungsbereitschaft lieber beim Verbraucher bleiben? Kann man sich gar der Mitarbeiter zu vernachlässigen. Mitarbeiterinnen und vorstellen, dass es in Zukunft einen Datenpool geben wird, Mitarbeiter müssen frühzeitig über anstehende Änderungen ähnlich wie dies bei VISA-Daten schon der Fall ist, auf den und deren Bedeutung informiert und aktiv durch beglei- alle Markteilnehmer mit den entsprechenden Autorisie- tende Change Management-Prozesse integriert werden. rungen zugreifen können? Solche Fragen müssen und werden in naher Zukunft geklärt werden. Etwaige Unklarheiten dürfen ein Unternehmen aber nicht davon abhalten, sich Gedanken zu machen, welche Veränderun- gen der Unternehmensprozesse die Implementierung eines intelligenten Messwesens nach sich ziehen wird. Augen auf bei den Leistungsversprechungen der Anbieter Unsere Erfahrungen mit Energieversorgungsunternehmen zeigen, dass diverse Anbieter mehr versprechen, als sie tatsächlich halten. So kommt es vor, dass ganze Lieferungen an Zählern wieder zurückgeschickt werden, was zu entsprechenden Verzögerungen bei Projekten führen kann. Wie in einer Studie von Gartner 2009 vermerkt wurde, hatten mehrere EVU in den USA bei MDM-Implementie- rungen Probleme, da die Systemlieferanten über zu wenig Ressourcen für die Installation und Entwicklung verfüg- ten. Was in der Pilotphase erst ansatzweise zum Vorschein kommt, dürfte sich bei einem flächendeckenden Roll-Out noch akzentuieren. Eine umfassende Analyse der Anbieter und ein Erfahrungsaustausch mit Experten sind deshalb empfehlenswert.
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  • Smart-Metering-Studie 7. Beratungsansatz von H&P „Durch eine optimale Strategie und eine entsprechende IT-Auswahl – begleitet durch ein umfassendes Change Management – können irreversible Widerstände in der Belegschaft und hohe Zusatzkosten vermieden werden.“ Die Erfahrung von Horváth & Partners zeigt, dass zu einer bestehenden IKT-Architektur und notwendiger Anpassun- gründlichen Vorbereitung für Smart Metering die ausführ- gen. Nach erfolgter Planung des Projektes wird ein Projekt- liche Analyse und Definition des erwarteten Nutzens, ein team mit den notwendigen Strukturen und Ressourcen adäquates Change Management und eine auf die individu- installiert. ellen Kundenbedürfnisse gestützte Software-, Anbieter-, Kooperations- und Outsourcing-Strategie gehört. Szenarioanalyse Die Rahmenbedingungen von SMET sind in keinem der Der Nutzen von SMET-Lösungen ist vielfältig. In Zeiten drei deutschsprachigen Länder klar definiert. Deshalb steigender Kundenwechselraten (bzw. einer anstehenden empfehlen wir nach der Situationsanalyse ein in sich zweiten Stufe der Liberalisierung in der Schweiz), wach- konsistentes Szenario zu Smart Metering zu erarbeiten, in sender Anteile erneuerbarer Energiequellen und neuer, dem Thesen zur Entwicklung des regulatorischen Rah- marktfremder Konkurrenten ist ein strategisch richtig mens, des Marktes und der technologischen Entwicklung positionierter Einsatz von SMET-Lösungen ein Schlüssel- aufgestellt und aufeinander abgestimmt werden. Weitere faktor, um den heutigen Versorger zu einem auf den Themen wie Smart Grid und Smart Home können integ- Kunden fokussierten Dienstleister zu verwandeln. riert werden. Das Szenario ist regelmässig zu überprüfen. Technisches und betriebswirtschaftliches Pilotprojekt Ohne genaue Definition einer unternehmensspezifischen Sofern es die Unternehmensressourcen zulassen, bietet SMET-Strategie kann eine SMET-Lösung ihre volle sich ein frühzeitiges Pilotprojekt an. Darin werden die Wirkung nicht entfalten. Die Umsetzung der Strategie Technik und Resonanz der Kunden getestet. Da die erfordert die Optimierung betriebswirtschaftlicher, Technik noch relativ jung ist, ist sicherzustellen, dass die kultureller und technischer Strukturen. Bei der Vorberei- versprochene auch der tatsächlich gelieferten Leistung tung und Implementierung einer SMET-Lösung können entspricht. Die Integration von „freundlichen“ Pilotkunden durch die Unterstützung von Beratern mit SMET-Erfahrung bietet die Möglichkeit, das angebotene Produkt vor dem frühzeitig Gefahrenpotenziale aufgedeckt werden und Markteintritt zu verfeinern und zu verbessern. insbesondere das gesamte Potenzial von SMET genutzt werden. Durch eine optimale Strategie und eine entspre- Strategiedefinition chende IT-Auswahl – begleitet durch ein umfassendes Mit der Strategie sollen die wesentlichen Elemente des Change Management – können irreversible Widerstände Smart Metering festgelegt werden. Das Strategiemodell in der Belegschaft und hohe Zusatzkosten vermieden von Horváth & Partners, das die sieben wesentlichen werden. Dimensionen einer Strategie umfasst, hat sich hierbei bewährt. Entscheidende Elemente sind die Wahl der Proof of Concept Zielmärkte (regional versus national) und das Qualitäts- Zwar können die in früheren Projekten gewonnen und Preissegment (einfache Technik und tiefe Preise Erfahrungen im Smart Metering für weitere Projekte versus ausgefeilte Technik und hohe Preise). Wichtig sind genutzt werden, doch ist zu berücksichtigen, dass die aber auch interne Aspekte wie die Breite und Tiefe der Anforderungen und Voraussetzungen in den jeweiligen eigenen Wertschöpfung. In diesem Schritt werden auch die Ländern und bei unterschiedlich grossen Versorgern finanziellen Auswirkungen das erste Mal grob bewertet. verschieden sind. Am Anfang eines SMET-Projektes steht deshalb eine 360-Grad-Betrachtung der eigenen Fähigkei- Grob- und Feinkonzept ten, sowohl auf betriebswirtschaftlicher als auch auf Im Grob- und Feinkonzept werden die Eckpfeiler der technischer Ebene. Erste Handlungsfelder können bereits Strategie festgelegt und in konkrete Produkte und in diesem ersten Schritt definiert werden. Anforderungen an die Technik umgesetzt. Das betriebs- wirtschaftliche Konzept umfasst u.a. die Positionierung Unabdingbar ist die Festlegung der anvisierten SMET- des eigenen Unternehmens und die Produktauswahl. Im Ziele. Im Anschluss daran erfolgt eine grobe Analyse der technischen Konzept werden Bedürfnisse aus den
  • Grafik 6: Beratungsansatz von Horváth & Partners 28/29 Ablauf eines Smart Metering-ProjektsAufwand Phase 0 Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase 5 IKT-Lösung Umsetzungsplan Laufende Weiterentwicklung Business Case Szenario Anbieterauswahl Roll-Out Grob- und und Test Feinkonzept Strategiedefinition Szenariosanalyse Proof of Concept Zeit Vorprüfung Einflussfaktoren Ziele SMET Produkte und IKT Lastenheft Projektverant- Strukturen bestimmen; festlegen grob und fein erarbeiten und wortlichen 360°-Sicht (SWOT) Konsistentes Geschäftsmodell konzeptionieren Anbieter aus- und Team Projektteam Szenario aufstellen Finanzmodell wählen; bestimmen; aufstellen Stellschrauben Anbieter testen Projektcontrolling ggf. technischer und betriebswirtschaftlicher Pilot verschiedenen Bereichen (Metering, Handel, Vertrieb) in dezentralen Hardware doch einen wesentlichen Teil der technische Anforderungen übersetzt, die in den nächsten Kosten dar. Ein Einsatz von spezialisierten Roll-Out-Ma- Arbeitsschritt einfliessen. Eine Anpassung und Detaillie- nagement-Softwarelösungen bietet sich an. rung des Finanzmodells schliessen diesen Schritt ab. Anbieterauswahl und Anbietertest Laufende Weiterentwicklung Die technischen Anforderungen werden in ein Lastenheft Die rasante technologische Entwicklung erfordert eine übersetzt, das der Auswahl der Anbieter dient. Die kontinuierliche Marktüberwachung und gegebenenfalls Entscheidung, ob und in welcher Tiefe mit Lösungsanbie- eine Anpassung der Systeme. Auch werden diverse tern zusammengearbeitet werden soll, wurde im Wesentli- Kundenbedürfnisse erst durch den Einsatz der ersten chen im Arbeitsschritt Strategiedefinition gefällt, muss Produkte erkannt oder geweckt. Daher empfehlen wir aber hier noch einmal kritisch hinterfragt werden. Durch neben dem technischen Monitoring die enge Einbindung das für diese Studie verwendete Kriterienraster bietet der Kunden, zum Beispiel im Rahmen von Fokusgruppen. Ihnen Horváth & Partners eine Möglichkeit, innerhalb Auch hier können neue Technologien wie Smart Home kürzester Zeit ein an Ihre Bedürfnisse angepasstes und Smart Grid integriert werden um den langfristigen Lastenheft zu erstellen. Die Ergebnisse der Anbieteraus- Erfolg sicherzustellen. wahl fliessen in das Finanzmodell ein. Roll-Out Während der Roll-Out-Planung und dessen Durchführung ist vor allem die Einhaltung der im Vorfeld definierten Copyright Horváth & Partner AG Service-Level zu beachten. Eine genaue Terminierung und Einhaltung der Installationszeiten ist im Umgang mit den Kunden unerlässlich. Die Überwachung und Steuerung der Installationsdauer ist kritisch für den finanziellen Erfolg, stellen die Arbeitskosten für die Installation der
  • Smart-Metering-Studie Horváth & Partners – The Performance Architects Horváth & Partners ist eine unabhängige, international täti- Mit Büros in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, ge Managementberatung mit mehr als 400 hochqualifizier- Rumänien, Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten ten Mitarbeitern. Wir helfen unseren Kunden – Großunter- und den USA ist Horváth & Partners in acht Ländern vor nehmen und Mittelstand aus Industrie, Dienstleistung und Ort präsent. Durch die Mitgliedschaft bei „Highland Handel sowie öffentliche Organisationen – die Leistung Worldwide“, einem internationalen Netzwerk unabhängi- (Performance) nachhaltig zu verbessern. Deshalb verste- ger Beratungsgesellschaften, sind wir darüber hinaus in hen wir uns als „Performance Architects“. der Lage, Beratungsprojekte mit höchster fachlicher Expertise und genauer Kenntnis der lokalen Gegebenhei- Über unseren speziellen Beratungsansatz stellen wir ten in weiteren wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt sicher, dass sich Lösungen in den Feldern Strategisches durchzuführen. Management und Innovation, Prozessmanagement und Organisation sowie Controlling und Finanzen zur Steige- Was für uns neben allem fachlichen Erfolg das Wichtigste rung der Gesamtperformance ineinander fügen. Dabei ist? Der faire, teamorientierte und partnerschaftliche begleiten wir unsere Kunden von der betriebswirtschaftli- Umgang miteinander. Wir pflegen echte Partnerschaft mit chen Konzeption bis hin zur Realisierung und sorgen für unseren Kunden und Mitarbeitern – jeden Tag. die nachhaltige Verankerung durch die Verbindung mit dem Steuerungssystem. Durch unsere Branchenexperten erarbeiten wir branchen- spezifische Lösungen und sind zugleich in der Lage, kreativ querzudenken und Erfolgskonzepte branchenüber- greifend zu transferieren.
  • Grafik 7: Der Performance-Architect-Ansatz von Horváth & Partners 30/31Horváth & Partners – The Performance ArchitectsStrategy. Process. Control. Strategie und Innovation Prozesse und Organisation Controlling und Finanzen Konzept Realisierung Steuerung Impressum/Kontakt Zürich, im Mai 2010 Herausgeber Horváth & Partner AG Seefeldstrasse 279a 8008 Zürich Telefon +41 44 42123 - 00 zuerich@horvath-partners.com Copyright Horváth & Partner AGNicholas O. Walti Matthias Rauh Benno SchildknechtStudienverantwortlicher Studienleiter StudienmitarbeiterNWalti@horvath-partners.com MRauh@horvath-partners.com
  • Smart-Metering-Studie Horváth AG Österreich Highland-Worldwide-Büros in Holding der Horváth & Partners- Horváth & Partner Management Australien, Belgien, China, Gruppe Phoenixbau Consulting GmbH Frankreich, Großbritannien, Italien, Königstraße 5 Biberstraße 15 den Niederlanden, Singapur, 70173 Stuttgart 1010 Wien Spanien und den USA Telefon +49 711 66919–0 Telefon +43 1 5127508–0 info@horvath-partners.com wien@horvath-partners.com www.horvath-partners.com Deutschland Schweiz Horváth & Partner GmbH Horváth & Partner AG Phoenixbau Seefeldstraße 279a Königstraße 5 8008 Zürich 70173 Stuttgart Telefon +41 44 42123–00 Telefon +49 711 66919–0 zuerich@horvath-partners.com stuttgart@horvath-partners.com Ungarn Standort Berlin IFUA Horváth & Partners Kft. Hausvogteiplatz 3–4 Fehérvári út 79 10117 Berlin 1119 Budapest Telefon +49 30 345065–0 Telefon +36 1 38288–88 berlin@horvath-partners.com budapest@horvath-partners.com Standort Düsseldorf Rumänien Kaiser-Wilhelm-Ring 14 Horváth & Partners 40545 Düsseldorf Management Consulting SRL Telefon +49 211 577908–0 12 Cretei Street duesseldorf@horvath-partners.com 014154 Bukarest Telefon +40 31 62018–88 Standort Frankfurt bucharest@horvath-partners.com Mainzer Landstraße 41 60329 Frankfurt Vereinigte Arabische Emirate Telefon +49 69 2695898–0 Horváth Management Consulting frankfurt@horvath-partners.com P.O. Box 14716 Dubai Standort München Tel.: +971 50 1019254 Ganghoferstraße 39 dubai@horvath-partners.com 80339 München Telefon +49 89 544625–0 muenchen@horvath-partners.com Copyright Horváth & Partner AG