Anleitung zum Unglücklichsein
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Anleitung zum Unglücklichsein

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Eine etwas ironische und überspitzte Anleitung für einen Arbeitsalltag, der garantiert unglücklich macht.

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Anleitung zum Unglücklichsein Anleitung zum Unglücklichsein Presentation Transcript

  • Anleitung zum Unglücklichsein Wolff Horbach www.faktor-g.de www.gluecksnetz.de
  • Morgens
    • So spät aufstehen, dass nur noch ganz wenig Zeit bis zum Arbeitsbeginn bleibt. Die Nacht war schließlich kurz genug.
    • Schnell noch in der Zeitung die Katastrophenmeldungen von gestern lesen.
    • Frühstücken ist überflüssig, Zigarette und Kaffee müssen reichen.
    • Wortlos das Haus verlassen, man sieht sich ja abends wieder.
  • Auf dem Weg zur Arbeit
    • Die richtige Zeit, um schon mal die Probleme des Tages geistig durchgehen.
    • Die Autofahrt ist ein ideales Mittel, um sich die notwendige Aggression für den Tag zuzulegen.
  • Am Arbeitsplatz
    • Ein knappes „Moin“ reicht. Wir sind ja schließlich nicht zu unserem Vergnügen hier.
    • Erst mal kontrollieren, ob die Mitarbeiter gestern alles erledigt haben.
    • Falls nicht, den Erstbesten vor versam-melter Mannschaft zusammenstauchen. Dann wissen die anderen schon mal, was heute Sache ist.
  • Besprechungen
    • Möglichst lange sitzen.
    • Keine Pausen machen. Zeit ist Geld.
    • Im Besprechungsraum genügt ein Gummibaum zur optischen Auflockerung.
    • Viel Kaffee trinken. Viel Kekse essen.
    • Wer lacht, fliegt raus. Humor hat in der Firma nichts zu suchen.
  • Gegenüber Mitarbeitern
    • Nur die absolut notwendigsten Informationen geben, alles andere stiftet eher Verwirrung.
    • Bloß nicht freundlich sein. Da legen die Mitarbeiter sich nur auf die faule Haut.
    • Unter Druck bekommt man die beste Leistung. 150% fordern, um 100% zu bekommen.
    • Möglichst viel verbieten. Sonst kommen die Mitarbeiter noch auf verrückte Ideen.
  • Fehlerbehandlung
    • Jeden Fehler hart bestrafen. Am besten vor versammelter Mannschaft.
    • Eigene Fehler möglichst vertuschen oder noch besser: Andern in die Schuhe schieben.
  • Raumausstattung
    • Kunst gehört ins Museum und nicht an den Arbeitsplatz. Das lenkt nur ab.
    • Arbeitsplätze einheitlich einrichten. Das erleichtert die Beschaffung und das Umsetzen von Mitarbeitern.
  • Auf dem Weg nach Hause
    • Der Straßenverkehr ist das ideale Mittel, um schon mal einen Teil des Alltagsfrustes abzureagieren.
    • Jederzeit demonstrieren, mit wem man es hier zu tun hat.
    • Schon Darwin wusste: Nur der Stärkere überlebt.
  • Bei der Ankunft zu Hause
    • Freudige Begrüßung erwarten, schließlich halten wir die ganze Bande am futtern.
    • Erst mal vor den Fernseher setzen und schauen, was denn heute so alles Schreckliches passiert ist. Ein Flasche Bier (oder auch zwei) sind gut zum Abspannen.
    • Alle Versuche des Partners oder der Kinder einem ihre „Problemchen“ des Tages zu erzählen, direkt im Keim ersticken. Wir haben schließlich hart gearbeitet und erzählen ja auch nichts.
  • Beim Abendessen
    • Möglichst viel und fett essen. Der Abend ist noch lang. Mit viel Bier geht das gut runter.
    • Der ideale Zeitpunkt, um noch schnell die Noten der Kinder abzufragen und vor dem Fernsehen alle Erziehungsprobleme abzuhaken.
  • Beim Fernsehen
    • Chips, Kräcker, Nüsse sind ideal. Man greift in die große Tonne und braucht dabei den Blick nicht von der Glotze abzuwenden.
    • Bloß nichts Anstrengendes. Bildung gehört in die Schule. Wir wollen jetzt nur noch Fun. Das haben wir uns nach dem langen Tag schließlich verdient.
    • Kurz vor dem Schlafengehen noch einen Horrorfilm reinziehen. Das putscht noch mal so richtig auf.
  • Vor dem Schlafengehen
    • Noch mal kurz die Probleme des Tages durchgehen.
    • Eine letzte Zigarette zur Entspannung.
    • Ein guter Cognac oder kräftiger Whiskey ist jetzt das Richtige zum Einschlafen.
    • Noch etwas Essen. Schließlich kommen wir in den nächsten Stunden nicht dazu. Und wenn morgen früh die Zeit knapp ist, haben wir schon mal das Frühstück gespart.
  • Wenn es denn unbedingt sein muss
    • Noch die schnelle Nummer. Aber bitte nur ganz kurz. Schließlich ist morgen wieder ein harter Tag.
  • Wenn es uns mal schlecht geht
    • Mit keinem darüber reden.
    • Möglichst in ein dunkles Zimmer zurückziehen.
    • Jalousien runter.
    • Gebeugte Haltung. Kopf möglichst tief.
    • Nicht bewegen.
    • Flach atmen.