Anleitung für garantiert missglückte Meetings Wolff Horbach www.faktor-g.de www.gluecksnetz.de
Einladung <ul><li>Alle möglichen Leute einladen, vor allem die, die nicht zum Thema passen. </li></ul><ul><li>Die Leute, d...
Regelmäßige Meetings <ul><li>Auf jeden Fall stattfinden lassen, auch wenn es keine Themen gibt. </li></ul><ul><li>Die ange...
Vorbereitung <ul><li>Ist völlig überflüssig, da sich die Tagesordnung ja wahrscheinlich sowieso ändert. </li></ul><ul><li>...
Zeitpunkt <ul><li>Bester Zeitpunkt: Freitags um 17 Uhr. Da alle ins Wochenende wollen, geht es schneller. </li></ul><ul><l...
Eintreffen und Warming Up <ul><li>Jeder kommt wann er will. </li></ul><ul><li>Der Chef kommt als Letzter. Er hat schließli...
Der Meetingraum <ul><li>Möglichst klein und dunkel. </li></ul><ul><li>Keine Fenster. Sonst schauen die Teilnehmer immer na...
Das Ambiente <ul><li>Den Meetingraum möglichst schlicht halten. </li></ul><ul><li>Keine Bilder. Kunst gehört ins Museum un...
Die Sitzanordnung <ul><li>Der Chef übernimmt den Vorsitz. Damit wird die wichtigste Meinung unterstrichen. </li></ul><ul><...
Tagesordnung <ul><li>Eine natürliche Tagesordnung, die sich einfach so ergibt, ist die beste. </li></ul><ul><li>Falls sich...
Moderation <ul><li>Ist völlig überflüssig. Schließlich können wir alle reden. </li></ul><ul><li>Falls es mal etwas hoch he...
Reden <ul><li>Möglichst parallel. Dann geht es schneller. </li></ul><ul><li>Wenn einer etwas „Falsches“ sagt, sofort unter...
Visualisierungshilfsmittel <ul><li>Tafeln und Flipchart möglichst vermeiden. Da steht womöglich jemand auf und malt darauf...
Notebooks <ul><li>Notebooks sind ideal. Dann hat man immer alles dabei. Und braucht sich auf das Meeting nicht vorzubereit...
Zwischendurch <ul><li>Handy und DECT-Telefon bereithalten, damit man wichtige Anrufe nicht verpasst.  </li></ul><ul><li>Fa...
Essen und Trinken <ul><li>Möglichst nur Kaffee bereitstellen. Das vereinfacht die Logistik. </li></ul><ul><li>Falls Gäste ...
Pausen <ul><li>Möglichst vermeiden. Zeit ist Geld! </li></ul><ul><li>Falls sich Pausen nicht vermeiden lassen, keine Zeitv...
Protokoll <ul><li>Ist meistens total überflüssig. Jeder wird schon wissen, was er zu tun hat. </li></ul><ul><li>Falls sich...
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Anleitung für garantiert missglückte Meetings

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Eine etwas ironische und überspitzte Anleitung für Meetings, die garantiert unzufrieden machen.

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Anleitung für garantiert missglückte Meetings

  1. 1. Anleitung für garantiert missglückte Meetings Wolff Horbach www.faktor-g.de www.gluecksnetz.de
  2. 2. Einladung <ul><li>Alle möglichen Leute einladen, vor allem die, die nicht zum Thema passen. </li></ul><ul><li>Die Leute, die unbedingt gehört werden sollten, nicht einladen. </li></ul><ul><li>Keine Tagesordnung bekannt geben, das hebt die Spannung. </li></ul><ul><li>Keinen Verteiler bekannt geben, alle sollen überrascht sein, wer sonst noch kommt. </li></ul><ul><li>Per Telefon einladen. Jedem etwas anderes erzählen. </li></ul>
  3. 3. Regelmäßige Meetings <ul><li>Auf jeden Fall stattfinden lassen, auch wenn es keine Themen gibt. </li></ul><ul><li>Die angesetzte Zeit voll ausschöpfen, auch wenn die Tagesordnung schon längst erledigt ist. </li></ul>
  4. 4. Vorbereitung <ul><li>Ist völlig überflüssig, da sich die Tagesordnung ja wahrscheinlich sowieso ändert. </li></ul><ul><li>Eine gute Vorbereitung ist unfair gegenüber den KollegInnen, die keine Zeit hatten. </li></ul><ul><li>Eine gute Vorbereitung kann auch eine lebhafte und ausgiebige Diskussion behindern. </li></ul>
  5. 5. Zeitpunkt <ul><li>Bester Zeitpunkt: Freitags um 17 Uhr. Da alle ins Wochenende wollen, geht es schneller. </li></ul><ul><li>Auch gut: Kurz nach dem Mittagessen. Da kann man sich gegenseitig vor dem Einschlafen nach dem üppigen Mahl hindern. </li></ul>
  6. 6. Eintreffen und Warming Up <ul><li>Jeder kommt wann er will. </li></ul><ul><li>Der Chef kommt als Letzter. Er hat schließlich noch eine Menge zu erledigen. </li></ul><ul><li>Die Wartezeit kann man wunderbar mit dem Bericht des letzten Urlaubs füllen. </li></ul>
  7. 7. Der Meetingraum <ul><li>Möglichst klein und dunkel. </li></ul><ul><li>Keine Fenster. Sonst schauen die Teilnehmer immer nach draußen. </li></ul><ul><li>Rauchen auf jeden Fall erlauben. Raucher könnten sich sonst diskriminiert fühlen. </li></ul>
  8. 8. Das Ambiente <ul><li>Den Meetingraum möglichst schlicht halten. </li></ul><ul><li>Keine Bilder. Kunst gehört ins Museum und nicht in Büros. </li></ul><ul><li>Keine Pflanzen. Das erfordert nur unnötige Pflege. </li></ul>
  9. 9. Die Sitzanordnung <ul><li>Der Chef übernimmt den Vorsitz. Damit wird die wichtigste Meinung unterstrichen. </li></ul><ul><li>Möglichst großer Tisch, damit der notwendige Abstand zwischen den Teilnehmern gewahrt bleibt. </li></ul><ul><li>Bei Verhandlungen: eine klare Frontposition aufbauen. Den Gegner mit Licht blenden. </li></ul>
  10. 10. Tagesordnung <ul><li>Eine natürliche Tagesordnung, die sich einfach so ergibt, ist die beste. </li></ul><ul><li>Falls sich zwischendurch andere Punkte ergeben, einfach vorziehen. </li></ul><ul><li>Falls einem etwas zu einem anderen Tagesordnungspunkt einfällt, einfach schon mal nennen, da es sonst vergessen wird. </li></ul>
  11. 11. Moderation <ul><li>Ist völlig überflüssig. Schließlich können wir alle reden. </li></ul><ul><li>Falls es mal etwas hoch hergeht, kann immer noch der Chef eingreifen. Schließlich hat er die größte Macht. </li></ul>
  12. 12. Reden <ul><li>Möglichst parallel. Dann geht es schneller. </li></ul><ul><li>Wenn einer etwas „Falsches“ sagt, sofort unterbrechen. Das spart Zeit. </li></ul><ul><li>Der Chef darf am längsten reden. </li></ul><ul><li>Wenn einer partout gar nichts sagen will, ist das sehr gut. Das spart Zeit. </li></ul><ul><li>Zur Unterstützung der Argumente die Lautstärke anheben. Notfalls auf den Tisch hauen. </li></ul>
  13. 13. Visualisierungshilfsmittel <ul><li>Tafeln und Flipchart möglichst vermeiden. Da steht womöglich jemand auf und malt darauf rum. </li></ul><ul><li>Tafeln stören durch das Gemalte das Ambiente des Meetingraums. Um Buntes zu vermeiden: nur schwarze Stifte. </li></ul><ul><li>Falls Flipchart sich nicht vermeiden lässt: einfach kein Papier bereitstellen. Ausgetrocknete Stifte auslegen. </li></ul>
  14. 14. Notebooks <ul><li>Notebooks sind ideal. Dann hat man immer alles dabei. Und braucht sich auf das Meeting nicht vorzubereiten. </li></ul><ul><li>Zwischendurch kann man seine E-Mails checken und wenn es langweilig wird, etwas im Internet surfen. </li></ul><ul><li>Hochgeklappte Notebook-Displays sind auch sehr gut, um sich vom Gegenüber abzuschotten. </li></ul>
  15. 15. Zwischendurch <ul><li>Handy und DECT-Telefon bereithalten, damit man wichtige Anrufe nicht verpasst. </li></ul><ul><li>Falls man telefonieren muss, dies im Meetingraum machen. Die anderen sollen so lange warten. </li></ul><ul><li>Immer mal wieder rausrennen, um sich die Beine zu vertreten. </li></ul><ul><li>Mitarbeiter empfangen, um wichtige Briefe abzuzeichnen und neue Instruktionen zu erteilen. </li></ul>
  16. 16. Essen und Trinken <ul><li>Möglichst nur Kaffee bereitstellen. Das vereinfacht die Logistik. </li></ul><ul><li>Falls Gäste dabei sind: Kekse. Möglichst kalorienreich und vitaminleer. Immer die gleiche Sorte. Schließlich haben die sich Jahrzehnten bewährt. </li></ul><ul><li>Kein Obst. Das macht nur Flecken und Arbeit mit den Schalen. </li></ul><ul><li>Milch in möglichst kleinen Töpfchen anbieten, damit ein Maximum an Müll erzeugt wird. </li></ul>
  17. 17. Pausen <ul><li>Möglichst vermeiden. Zeit ist Geld! </li></ul><ul><li>Falls sich Pausen nicht vermeiden lassen, keine Zeitvorgabe machen. Erst wieder anfangen, wenn der letzte sich bequemt hat. </li></ul><ul><li>Die Pause nutzen, um den Raum möglichst vollzuqualmen. Das gibt so eine schöne Bar- und Kneipenatmosphäre. </li></ul>
  18. 18. Protokoll <ul><li>Ist meistens total überflüssig. Jeder wird schon wissen, was er zu tun hat. </li></ul><ul><li>Falls sich ein Protokoll nicht vermeiden lässt: Möglichst akribisch jeden Redebeitrag detailliert wiedergeben. </li></ul><ul><li>Es reicht völlig, das Protokoll 14 Tage nach dem Meeting zu verteilen. </li></ul><ul><li>Kleinkariert wäre, die Erledigung der Protokollpunkte zu überprüfen. </li></ul>

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