Anleitung für garantiert missglückte Meetings

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    Anleitung für garantiert missglückte Meetings - Presentation Transcript

    1. Anleitung für garantiert missglückte Meetings Wolff Horbach www.faktor-g.de www.gluecksnetz.de
    2. Einladung
      • Alle möglichen Leute einladen, vor allem die, die nicht zum Thema passen.
      • Die Leute, die unbedingt gehört werden sollten, nicht einladen.
      • Keine Tagesordnung bekannt geben, das hebt die Spannung.
      • Keinen Verteiler bekannt geben, alle sollen überrascht sein, wer sonst noch kommt.
      • Per Telefon einladen. Jedem etwas anderes erzählen.
    3. Regelmäßige Meetings
      • Auf jeden Fall stattfinden lassen, auch wenn es keine Themen gibt.
      • Die angesetzte Zeit voll ausschöpfen, auch wenn die Tagesordnung schon längst erledigt ist.
    4. Vorbereitung
      • Ist völlig überflüssig, da sich die Tagesordnung ja wahrscheinlich sowieso ändert.
      • Eine gute Vorbereitung ist unfair gegenüber den KollegInnen, die keine Zeit hatten.
      • Eine gute Vorbereitung kann auch eine lebhafte und ausgiebige Diskussion behindern.
    5. Zeitpunkt
      • Bester Zeitpunkt: Freitags um 17 Uhr. Da alle ins Wochenende wollen, geht es schneller.
      • Auch gut: Kurz nach dem Mittagessen. Da kann man sich gegenseitig vor dem Einschlafen nach dem üppigen Mahl hindern.
    6. Eintreffen und Warming Up
      • Jeder kommt wann er will.
      • Der Chef kommt als Letzter. Er hat schließlich noch eine Menge zu erledigen.
      • Die Wartezeit kann man wunderbar mit dem Bericht des letzten Urlaubs füllen.
    7. Der Meetingraum
      • Möglichst klein und dunkel.
      • Keine Fenster. Sonst schauen die Teilnehmer immer nach draußen.
      • Rauchen auf jeden Fall erlauben. Raucher könnten sich sonst diskriminiert fühlen.
    8. Das Ambiente
      • Den Meetingraum möglichst schlicht halten.
      • Keine Bilder. Kunst gehört ins Museum und nicht in Büros.
      • Keine Pflanzen. Das erfordert nur unnötige Pflege.
    9. Die Sitzanordnung
      • Der Chef übernimmt den Vorsitz. Damit wird die wichtigste Meinung unterstrichen.
      • Möglichst großer Tisch, damit der notwendige Abstand zwischen den Teilnehmern gewahrt bleibt.
      • Bei Verhandlungen: eine klare Frontposition aufbauen. Den Gegner mit Licht blenden.
    10. Tagesordnung
      • Eine natürliche Tagesordnung, die sich einfach so ergibt, ist die beste.
      • Falls sich zwischendurch andere Punkte ergeben, einfach vorziehen.
      • Falls einem etwas zu einem anderen Tagesordnungspunkt einfällt, einfach schon mal nennen, da es sonst vergessen wird.
    11. Moderation
      • Ist völlig überflüssig. Schließlich können wir alle reden.
      • Falls es mal etwas hoch hergeht, kann immer noch der Chef eingreifen. Schließlich hat er die größte Macht.
    12. Reden
      • Möglichst parallel. Dann geht es schneller.
      • Wenn einer etwas „Falsches“ sagt, sofort unterbrechen. Das spart Zeit.
      • Der Chef darf am längsten reden.
      • Wenn einer partout gar nichts sagen will, ist das sehr gut. Das spart Zeit.
      • Zur Unterstützung der Argumente die Lautstärke anheben. Notfalls auf den Tisch hauen.
    13. Visualisierungshilfsmittel
      • Tafeln und Flipchart möglichst vermeiden. Da steht womöglich jemand auf und malt darauf rum.
      • Tafeln stören durch das Gemalte das Ambiente des Meetingraums. Um Buntes zu vermeiden: nur schwarze Stifte.
      • Falls Flipchart sich nicht vermeiden lässt: einfach kein Papier bereitstellen. Ausgetrocknete Stifte auslegen.
    14. Notebooks
      • Notebooks sind ideal. Dann hat man immer alles dabei. Und braucht sich auf das Meeting nicht vorzubereiten.
      • Zwischendurch kann man seine E-Mails checken und wenn es langweilig wird, etwas im Internet surfen.
      • Hochgeklappte Notebook-Displays sind auch sehr gut, um sich vom Gegenüber abzuschotten.
    15. Zwischendurch
      • Handy und DECT-Telefon bereithalten, damit man wichtige Anrufe nicht verpasst.
      • Falls man telefonieren muss, dies im Meetingraum machen. Die anderen sollen so lange warten.
      • Immer mal wieder rausrennen, um sich die Beine zu vertreten.
      • Mitarbeiter empfangen, um wichtige Briefe abzuzeichnen und neue Instruktionen zu erteilen.
    16. Essen und Trinken
      • Möglichst nur Kaffee bereitstellen. Das vereinfacht die Logistik.
      • Falls Gäste dabei sind: Kekse. Möglichst kalorienreich und vitaminleer. Immer die gleiche Sorte. Schließlich haben die sich Jahrzehnten bewährt.
      • Kein Obst. Das macht nur Flecken und Arbeit mit den Schalen.
      • Milch in möglichst kleinen Töpfchen anbieten, damit ein Maximum an Müll erzeugt wird.
    17. Pausen
      • Möglichst vermeiden. Zeit ist Geld!
      • Falls sich Pausen nicht vermeiden lassen, keine Zeitvorgabe machen. Erst wieder anfangen, wenn der letzte sich bequemt hat.
      • Die Pause nutzen, um den Raum möglichst vollzuqualmen. Das gibt so eine schöne Bar- und Kneipenatmosphäre.
    18. Protokoll
      • Ist meistens total überflüssig. Jeder wird schon wissen, was er zu tun hat.
      • Falls sich ein Protokoll nicht vermeiden lässt: Möglichst akribisch jeden Redebeitrag detailliert wiedergeben.
      • Es reicht völlig, das Protokoll 14 Tage nach dem Meeting zu verteilen.
      • Kleinkariert wäre, die Erledigung der Protokollpunkte zu überprüfen.

    + HorbachHorbach, 3 years ago

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    Eine etwas ironische und überspitzte Anleitung fü more

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