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Informelle Wissensarbeit - Die lernende Organisation im Wandel

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Diplomverteidigung von Marco Hartmann zum Thema "Informelle Wissensarbeit - Die lernende Organisation im Wandel" am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbes. Informationsmanagement (www.wiim.de) an …

Diplomverteidigung von Marco Hartmann zum Thema "Informelle Wissensarbeit - Die lernende Organisation im Wandel" am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbes. Informationsmanagement (www.wiim.de) an der Technischen Universität Dresden.

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  • Transcript

    • 1.  
    • 2.
      • Einleitung
      • Informelle Wissensarbeit
      • Wirkungsweise der informellen Wissensarbeit
      • Zusammenfassung
      • Literatur
    • 3. Einleitung Forschungsfragen Was macht eine lernende Organisation aus und worin liegt ihre Notwendigkeit? 1 Wie kann die informelle Wissensarbeit einen Mehrwert für die lernende Organisation generieren? 2
    • 4. Einleitung Herausforderungen der Wissensgesellschaft Wissens- gesellschaft Digital Natives & Digital Immigrants Organisationskonzept Technologische Umsetzung Visionen Lernende Organisation Web 2.0 Prinzipien Web 2.0 Technologien Informelle Wissensarbeit
        • Digital Natives:
          • Mit digitalen Medien aufgewachsen
          • Schnellere Verarbeitung von Informationen
          • Parallelisierung von Prozessen
          • Grafik- vs. Textquellen
        • Digital Immmigrants:
          • Umgang mit digitalen Medien muss erlernt werden
          • Zugang zur „digital language“ notwendig
      (Prensky, 2001, S.1)
        • Moderner, organisations-theoretischer Ansatz
        • Organisatorischer Wandel als Normalfall
        • Selbständige Anpassung an äußere und innere Reize
        • Iterative Lernprozesse
        • Lernen:
        • - I nformationsverarbei-tende Prozesse
          • Veränderung des Verhaltens
      (Senge, 1990, S.15)
        • Sieben Prinzipien nach O‘Reilly:
          • Webtop, Kollektive Intelligenz, Daten als „Intel Inside“, keine klassischen Softwarezyklen, Lightweight Programming Model, Multigerät-fähige Software, Rich User Experience
      (O’Reilly, 2007, S.27f.)
        • Wissen ist die grundlegende Ressource in der Ökonomie
        • Besondere Relevanz für Wirtschaftsorganisation
        • Umweltbezogener Ansatz:
          • Informationen und Wissen sind ungleich zwischen den Unternehmen verteilt
          • Imitationsversuche zum Ausgleich der Wettbewerbsnachteile
          •  Kontinuierliche Weiterentwicklung/ Sammlung von Wissen
        • Ressourcenbezogener Ansatz:
          • Unternehmen unterscheiden sich in ihren immobilen, nicht imitierbaren Ressourcen
          • Ökonomischer Umgang mit Wissen
      (North, 2005, S.59)
    • 5. Einleitung Die 3 Ebenen des Lernens
      • Steigende Arbeitszufriedenheit
      • Erhöhung der Problemlösungskompetenz
      • Wertsteigerung des Human Capitals
      • Reduktion der Entscheidungsrisiken
      • Bessere Proaktivität durch eine erhöhte Wahrnehmungs-oberfläche
      Ziele (Handlungstheorien) Handlungen Ergebnisse Soll/Ist-Vergleich Deutero Lernen double loop single loop
      • Single Loop
        • Anpassungslernen
        • Annahmen werden nicht hinterfragt
      • Double Loop
        • Hinterfragung der Annahmen (zusätzlich zur Handlung)
      • Deutero Lernen
        • Erkenntnisse aus den Lernprozessen
        • „ Lernen des Lernens“
      Kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterkompetenzen Generierung neuer Gedankenmuster (Schreyögg, 2003, S.557)
    • 6. Informelle Wissensarbeit Definition Wissensarbeit Grundsätzlich sind alle von Menschen ausgeführte Tätigkeiten wissensbasiert Wissensarbeit sind Tätigkeiten, bei denen Wissen/Erfahrungen, die zur Ausführung benötigt werden, nicht durch einmaliges Lernen erworben werden kann
      • Kontinuierliche Weiterentwicklung des organisationalen und individuellen Wissens
      • Führt zu verschiedenen Formen der Zusammenarbeit/Interaktion
      (Willke, 2001, S.4) (Willke, 2001, S.4)
    • 7. Informelle Wissensarbeit Ableitung informelle Wissensarbeit
      • Informelle Kollaboration
      • Ungeplant
      • Unstrukturiert
      • Für unstrukturierte, plötzlich auftretende Aufgaben
      • Informelle Kommunikation
      • Bottom-Up
      • Nicht standardisiert, spontan
      • Umgangssprachlich
      • Weniger offiziell
      Zunehmende Interaktion 4 Stufen der Interaktion Dimensionen der informellen Wissensarbeit
      • Informelle Dokumentation
      • Schriftliches Festhalten von Informationen in inoffiziellen Medien
      • Keine definierten Kriterien
      • Eingeschränkt automatisch analysierbar
        • Gemeinsames Ziel
        • Bewertung der Teamleistung
      Cooperating
        • Gemeinsamer Arbeitsprozess, aber individuelle Ziele
        • Bewertung der Einzelleistung
      Collaborating Cooperating + Collaborating Intension (Integrata Stiftung, 2002, S.1)
        • Kommunikation zur gemeinsamen Nutzung von Informationen, Ressourcen
        • Keine gemeinsamen Ziele
      Coordinating
        • Austausch von Informationen
        • Mitarbeiter müssen sich nicht kennen (anonym)
      Informing
    • 8. Wirkungsweise der informellen Wissensarbeit Wissensspirale Individuum Gruppe Unternehmen Unternehmens-interaktion Wissensebene (NONAKA & TAKEUCHI, 1997, S.87)
      • Spiralförmige Weiterentwicklung , Verstärkung und Weitergabe von Wissen durch Wissenstransfers
      • Erreichen einer nächsthöheren ontischen Schicht macht das Wissen umfangreicher/wertvoller
      Explizites Wissen Implizites Wissen Epistemologische Dimension Ontische Dimension Kombination Externalisierung Internalisierung Sozialisierung
    • 9. Wirkungsweise der informellen Wissensarbeit Metamodell Web 2.0 Anwendung Dimensionen der informellen Wissensarbeit Wissenstransfer Unterstützte Lernebene Web 2.0 Technologie Ontische Wirkungsebene Ontische Einsatzebene Anwendung Externalisierung/ Kombination Technologie Single Loop Double Loop Deutero Lernen Informelle Kollaboration Informelle Dokumentation Informelle Kommunikation Internalisierung/ Sozialisation Individuelle Ebene Gruppen- Ebene Unternehmens- Ebene Unternehmens- interaktions- Ebene Unternehmens- interaktions- Ebene Unternehmens- Ebene Gruppen- Ebene Individuelle Ebene
    • 10. Wirkungsweise der informellen Wissensarbeit Fallstudie E-Portfolio Externalisierung/ Kombination Weblog Single Loop Double Loop Deutero Lernen Informelle Dokumentation … … Überprüfung auf Aktualität der gestellten Ziele/Annahmen Feed- back Dokumentierte Lernprozesse/ -ergebnisse Zusätzliche Quellen, Anstoßen von Diskussionen Individuelle, freie Gestaltung „ Dokumentation von Lernprozessen mit einem E-Portfolio“ Informelle Kommunikation Web 2.0 Anwendung Dimensionen der informellen Wissensarbeit Wissenstransfer Unterstützte Lernebene Web 2.0 Technologie Ontische Wirkungsebene Ontische Einsatzebene Unternehmens- interaktions- Ebene Unternehmens- Ebene Gruppen- Ebene Individuelle Ebene Individuelle Ebene Gruppen- Ebene Unternehmens- Ebene Unternehmens- interaktions- Ebene
    • 11. Wirkungsweise der informellen Wissensarbeit Qualitativer Mehrwert Erweiterung des Handlungspotenziales Anpassung an innere/äußere Reize
      • Problem:
      • Besondere Schwierigkeiten beim Double-Loop und Deutero Lernen
        • ABER: Veränderungen nur möglich, wenn das Selbstkonzept eines Unternehmens hinterfragt wird
      • Zielgerichtetes, systematisches Single- und Double-Loop Lernen setzt ein Bewusstsein über die Notwendigkeit des Lernens voraus (Deutero Lernen)
      • Unterstützung durch informelle Wissensarbeit:
      • Stärkt Bewusstsein über Lernprozesse und -ergebnisse (Deutero):
        • Systematischer Einsatz von Technologien
        • Überprüfung der Wirksamkeit
        • Nachvollziehbarkeit und Transparenz
        • Reflexion über die Lernprozesse und -ergebnisse
      • Unterstützung der formellen Wissensarbeit:
        • Generierung von neuem Wissen (Bottom-Up, ungerichtet)
        • Steigert das Bewusstsein über das Nichtwissen (Fleck‘sche Gesetz)
        • Verbesserung der Lernmotivation
        • Möglichkeiten zum Feedback
        • Netzwerkeffekte
        • Abbau von Lernbarrieren (Erhöhung der Mobilität von Wissen)
    • 12. Zusammenfassung Kritische Würdigung
      • Wirksamkeit des Modells abhängig von:
        • Nutzeranzahl
        • Akzeptanz der Prinzipien und Technologien
        • Korrektheit und Überprüfbarkeit der Daten
        • Verankerung in der Unternehmenskultur
      • Quantitative Nutzenmessung:
        • Bewertungsansätze sind nicht ausgereift
        •  Keine explizite Aussage möglich
      Modell der informellen Wissensarbeit
      • Wissen ist nicht (?) explizierbar:
        • Kann nicht artikuliert werden
        • Ist Personengebunden
        • Beruht auf den Erfahrungen einer Person
        • Bestandteil des Charakters
      Wirkungsweise für Informationen gültig
    • 13.
      • Fünf wichtigsten (verwendeten) Literaturquellen
      • KOCH, M. & RICHTER, A. (2007). Enterprise 2.0 – Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen. 1. Aufl., München: Oldenbourg.
      • KOMUS, A. & WAUCH, F. (2008). Wikimanagement: Was Unternehmen von Social Software und Web 2.0 lernen können. 1. Aufl., München: Oldenbourg.
      • LEHNER, F. (2008). Wissensmanagement – Grundlagen, Methoden und technische Unterstützung. 2. Aufl., Wien: Carl Hanser.
      • NONAKA, I. & TAKEUCHI, H. (1997). Die Organisation des Wissens: Wie japanische Unternehmen eine brachliegende Ressource nutzbar machen. 1. Aufl., Frankfurt/Main: Campus.
      • NORTH, K. (2005). Wissensorientierte Unternehmensführung: Wertschöpfung durch Wissen. 4. Aufl., Wiesbaden: Gabler.
      • Quellenverzeichnis (Präsentation)
      • HEIDENREICH, M. (2000). Die Organisation der Wissensgesellschaft. In C. Hubig (Hrsg.), Unterwegs zur Wissensgesellschaft: Grundlagen – Trends – Probleme (S.107-118). Berlin: Sigma.
      • INTEGRATA STIFTUNG (2002). CSCW Computer Supported Cooperative Work. http://www.integrata-stiftung.de/downloads/ Kompentium/Fuehrung/Blatt_M-7650.pdf [12.03.2009], 2006.
      • MICHEL, K. U. (2007). Wissenschaftstheoretisches Vorgehen zur Anfertigung einer schriftlichen, wissenschaftlichen Arbeit am Lehrstuhl für Informationsmanagement. Unveröffentlichtes Manuskript, Technische Universität Dresden.
      • NONAKA, I. & TAKEUCHI, H. (1997). Die Organisation des Wissens: Wie japanische Unternehmen eine brachliegende Ressource nutzbar machen. 1. Aufl., Frankfurt/Main: Campus.
      • NORTH, K. (2005). Wissensorientierte Unternehmensführung: Wertschöpfung durch Wissen. 4. Aufl., Wiesbaden: Gabler.
      • O’REILLY, T. (2007). Was ist Web 2.0. 1. Aufl., Sebastopol: O’Reilly Media.
      • PRENSKY, M. (2001). Digital natives, digital immigrants. On the Horizon, 9 (5), S.1-3.
      • SCHREYÖGG, G. (2003). Organisation: Grundlagen moderner Organisationsgestaltung mit Fallstudien. 4. Aufl., Wiesbaden: Gabler.
      • SENGE, P. (1990). The leader’s new work – building learning organizations. Sloan Management Review, 32 (1), S.15.
      • WILLKE, H. (2001). Systemisches Wissensmanagement. 2. Aufl., Stuttgart: Lucius & Lucius.
      Literatur
    • 14.
      • Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
    • 15. Forschungsdesign Wissenschaftliche Positionierung Wahrheitstheorie Konsenstheorie Kohärenztheorie Korrespondenztheorie Wissenschafts- theoretische Positionierung Logischer Positivismus Kritischer Rationalismus Konstruktivismus Solipsismus Einordnung des Problems Individuell Kollektiv Gesellschaftlich Verfahren der Erkenntnis- bildung Abduktion Induktion Deduktion Forschungs- methode Erklärungsziel Qualitativ Gestaltungsziel Erkenntnis- interesse Terminologie Theorie Technologie Normierung Quantitativ (in Anlehnung an Michel, 2007, S.3) Forschungsdesign
    • 16. Wirkungsweise der informellen Wissensarbeit Ableitung des Metamodells Abhängig von der Zielstellung Einsatz verschiedener Technologien möglich Technologie determiniert die Anwendungsfelder Anwendung betrifft verschiedene Dimensionen der informellen Wissensarbeit Auslösung von Wissenstransfers durch informelle Wissensarbeit Initiierung von Lernprozessen (Wissenstransfer=Lernen) Lernprozesse beeinflussen die ontischen Wirkungsebenen Beschreibung Grundlage Charakteristik der Technologie Definition informelle Wissensarbeit Wissensspirale, Informelle Wissensarbeit 3 Ebenen des Lernens Technologie-Portfolio Wissensspirale Wissensspirale Web 2.0 Anwendung Dimensionen der informellen Wissensarbeit Wissenstransfer Unterstützte Lernebene Web 2.0 Technologie Ontische Wirkungsebene Ontische Einsatzebene Modellelemente
    • 17. Wirkungsweise der informellen Wissensarbeit Monetärer Bewertungsansatz
      • Messbarkeit der Daten?
      • Verfügbarkeit der Daten?
      • Messung der Veränderung des Wissensbestandes eines Unternehmens
      • Einsatz von Indikatoren (z.B. Prämienvolumen, Ausbildungsaufwand)
      • Gibt Aufschluss über zukünftige Entwicklungen
      • Sensibilisiert für den Umgang mit der Ressource Wissen
      Maß- nahmen Geschäfts- Strategie Wissens- Vision Geschäftsprozesse Wissensprozesse Geschäfts-erfolg Intellektuelles Kapital Ausgangs- situation Externe Wirkung Geschäftsumfeld (Möglichkeiten & Risiken) (North, 2005, S.230)
    • 18. Informelle Wissensarbeit Dimensionen und Anwendungsfelder Informelle Wissensarbeit Informelle Kommunikation Informelle Kollaboration Informelle Dokumentation Kodifizierungsstrategie Personifizierungsstrategie Strategien des Wissensmanagements
    • 19. Informelle Wissensarbeit Web 2.0 Technologien – Systematisierung Informelle Wissensarbeit Informelle Kommunikation Informelle Kollaboration Informelle Dokumentation Kodifizierungsstrategie Personifizierungsstrategie Virtuelle Welt Strategien des Wissensmanagements Social Bookmarking & Tagging Microblog RSS Podcast Instant Messaging Mashup Online Office Anw. Wiki Social Network Weblog